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zerrissen

4 Antworten973 AufrufeGestartet von dot1234 ·

dot1234Themenstart
#1
Hi!

Ich hab nicht direkt Liebeskummer, dennoch fühle ich mich nicht wohl zur Zeit, und eigentlich auch schon des Längeren.

Problem ist meine Freundin, ihr Leben, mein Leben. Meine Interessen, ihre Interessen.

Wir sind mehr als 5 Jahre zusammen, ich bin 28, sie ein ganzes Stück älter. Haben schon so viel durchgemacht, von schönen Momenten bis fremdgehen war fast alles dabei. Wir wohnen zusammen.

Irgendwie bin ich aber die letzten Jahre! nie wirklich glücklich. Rudiemntär schon, aber nicht dass ich heimkomme und mich einfach wohl fühle. Es drängt mich ehr was eigenes zu machen, eins meiner Hobbies oder mit Freunden weggehen.

Meine Freundin mag ich nicht dabei haben. Das klingt jetzt hart. Grund dafür ist aber, dass es nicht leicht ist, sie dabei zu haben, da sie u.a. sehr leicht beleidigt ist, sich ausgegrenzt fühlt etc... Und das grundlos. Meine Erfahrung zeigt einfach, dass sie da irgendwie nicht normal reagiert und offen ist, sonder stattdessen vieles grundlos als Affront sieht.

Somit hab ich als ihre Freund mit der Zeit die Leichtigkeit des Lebens mit ihr an der Seite verlernt, da ich ständig auf der Hut sein "muss" ob ich mich auch sagen wir, richtig verhalte, damit sie nicht eingeschnappt ist. Von Freunden und Bekannten wurde mir das bestätigt, die haben, wenn wir mal zu mehreren was unternahmen (was selten vorkam) ohne einen Hinweis von mir, ähnlich empfunden.

Ein anderes Problem sind unsere etwas konträren Interessen. Meine gehen stark richtnug Mittelalter, gothic, Fantasy, Rollenspiel, Spiele. Ihre dagegen sind irgendwie an sich nicht sehr ausgeprägt, sie macht eigentlich nicht viel aus ihrer Freizeit, und zusammen machen wir, ausser Fernsehen, ganz wenig. An sich hat sie natürlich schon interessen, Tiere, Gitarre, Sprachen .. aber das ist nichts was sie wirklich pflegt oder was man zusammen mahcen könnte.

Auf meine Interessen lässt sie sich nicht ein, ihre Reaktion auf das was mich interessiert ist nahe am belächelnd. Demzufolge ist mein Integrierungsbemühen über die Zeit auch stark geschrumpft.

Darüberhinaus ist unsere zwischenmenschliche Basis auch stark zurückgegangen. Sex ist nicht mehr vorhanden, Zärtichkeiten zwischen uns sind spärlich. Von ihr kommt fast nichts in der Art, wenn dann noch von mir.

Ok das hat auch alles seine Gründe und um da auszuführen müsste ich das Forum kaufen - aber alleine schon, dsas keine Bemühung da ist, missfällt mir.

Auf der anderen Seite, hat meine Freundin etwas unglaublich tolles an sich, etwas was ich sonst nicht kenne. Ihre grundsätzliche Einstellung zzu vielen Dingen unserer Welt ist einfach gut und toll. Manche sind da viel oberflächlicher, und ich suche genau das Gegenteil von Oberflächlichkeit.

Und nun bin ich an einem Punkt, an dem ich mir gewisse Fragen stelle.

Will ich so leben, einseitig? Wie geil wäre doch ein Leben mit einer Partnerin, die mich wirklich versteht.

Kann ich das fordern von meinem Partnerwahl? Eine Partnerin, die auch mehr auf meiner Wellenlänge liegt, speziell Interessen betreffend?

Soll ich die Vorzüge wegwerfen, die meine Freundin bietet, unwissend, ob eine andere Partnerin mir das geben kann? Werd ich damit glücklich?

Kurzum ich hab einfach Angst davor, einen Schlusstrich zu ziehen, weil ich nicht weiß, ob es richtig oder falsch ist. Ich kenn mich da selbst nicht ganz genau, ich weiß nicht, ob es nur mein großes Bedürfnis nach Zeit ist, Zeit um Dinge zu tun (und nicht wie hier immer nur vorm TV mit der Freundin rumhängen, sondern lieber mit Freunden etwas konkretes zu tun)

Es zerreisst mich fast bei dem Gedanken, alles zu beenden. Ohne sie zu sein, erfüllt mich mit großer Trauer. Ist das nun ein Zeichen dafür, dass es falsch wäre oder ist es ehr normal, ewnn man sich trennt, auch wenn man der ist, der das entscheidet. Trennung würde für mich aber auch der Abfall einer großen Last werden, denn ich könnte wieder 'ich' sein.

Ich bekomme keine antworten auf meine Fragen, egal wie oft ich sie mir stelle. Seit jahren. Pausen hatten wir, 2 Wochen, 4 Wochen, 9 Wochen. Danach immer wieder dsa Selbe. Eine Trennung der Wohnungen würde mir unglaublich viel helfen - sie aber lehtn es strikt ab. Es würde auch nichts bringen, wenn sie einwillgte, denn es würde bei jedem Treffen Jammern und Vorwürfe geben, ob des Alleinelebens.

Ein gemeinsames Gespräch verläuft meist in die Schiene der Traurigkeit, Selbstmitleid, jammervolle Stimmung (anstatt gut und sinnvoll miteinander zu reden) Dahiein kann ich mich kaum noch begeben

Objektiv würde ich sagen, das ist nichts gescheites mehr, Trennung. Doch subjektiv schaff ich es nicht. Bin zu unentschlossen, habe Angst. Aber wie geht es weiter?

Danke für Ratschläge, und vielen vielen Dank fürs Lesen!

dot

PS

Ja, meine alten Beiträge hier handeln von der gleichen Person. Letztes Jahr.

#2
Hallo Dot,

ich kenne deine alten Beiträge nicht. Dein neuer Bericht kommt mir seltsam vertraut vor.

Ich tippe mal ins Blaue. Du hast neben allem was du schreibst auch Angst davor allein zu sein. Vielleicht auch die Angst nie den Partner zu finden, den du dir wünschst und deshalb ist dir eine nicht so tolle Beziehung lieber als ganz allein zu sein.

Als "nichtig" kann ich dieses Denken nicht einstufen, weil es sehr viele Menschen gibt, die so leben. Meistens bindet sie dann die Familie oder das gemeinsame Vermögen bzw. auch der gesellschaftliche Status aneinander. Mit 27 Jahren steht dir die Welt noch offen und auch die Möglichkeit wirklich die Frau zu finden, die zu dir paßt.

Die andere Seite ist die, dass eine Trennung auf Zeit nichts zu bringen scheint bei euch. Irgenwie hätte ich das aber auch orakeln können. Was wirklich fehlt ist der Eigenantrieb bei deiner Freundin. Sie stellt offenbar alles in Abhängigkeit zu dir und dein Verhalten. Ob es gewollt oder ungewollt passiert sei dahin gestellt. Wichtig ist, dass die endlich mal anfängt ihr eigenes Leben zu führen, damit du deines auch führen kannst. Wurde das ihr schon mal vermittelt?

Führt das zu nichts, wird dir über kurz oder lang nur die Trennung bleiben und der Weg in eine Ungewissheit. Ich habe es schon mal geschrieben: Ich für meinen Teil bin lieber allein als unglücklich.

Lieben Gruß

La_Penna

#3
hi dot

kann mich @penna nur anschliessen.

der entscheidende satz von dir ist "oder wieder ICH selbst sein...". das ist doch das wichtigste überhaupt.

in dieser beziehung wirst du kaum weiter kommen. ich spüre auch die grosse resignation, das abfinden deinerseits mit vielen dingen, die jedoch sehr grundlegend sind für ein glückliches miteinander.

für mich erscheint eine trennung unausweichlich, denn deine gedanken werden nicht eher verschwinden, bis du den neuen schritt wagst. dass dabei sicher auch werte verloren gehn, die du bei deiner freundin geschätzt hast, ist klar. doch nach deiner schilderung musst du auf zuviele andere verzichten und die fehlen dir zunehmend und lassen dich in eine art gleichgültigkeit und lethargie verfallen.

anfänglich ist es immer schwer, wieder allein zurecht zu kommen, doch wie meine vorschreiberin treffend sagt: lieber glücklich allein!

alles gute für dich

lg mörli

#4
Hallo!

Vielen Dank für die Antworten. Es hat mich etwas zum Nachdneken angeregt und da kam für mich der springende Punkt raus:

An sich weiß ich, dass eine Beziehung in dem Stadium keinen bis wenig Sinn macht. Auch Rettungsversuche wie Pausen oder Reden bringen nicht wirklich was.

Man muss dazu sagen, dass nach meiner Ansicht SIE sehr viel falsch macht, aber ich kann das natürlich nicht wirklich letztlich sagen, ob es wirklich falsch ist.

Verhalten, was ich bei ihr seit geraumer Zeit kritisiere, was mich einfach stört, ganz konkretes Verhalten mir gegenüber, was meine Gefühle zu ihr abstumpfen lässt,

tritt wieder und immer wieder auf, man meint sie ignoriert, dass ich Warnungen signalisiert habe.

Natürlich verhalte auch ich mich nicht immer richtig, ich bemphe mich aber auf sie einzugehen und Verhalte, das SIE stört, zu reduzieren. Ob es gelingt ist natülich wieder eine andere Frage.

Was mich aber ganz konkret am Ende hindert, sind meine eigenen Gefühle. Angst vor dem nach-Hause-kommen und keiner ist mehr da, der auf einen wartet, sind sehr vordergründig.

Alleine meine Zeit zu verbringen, wirken dagegen ehr verlockend, denn es strebt mir sher danach, mich endlich mal nicht mehr nach jemand richten zu müssen.

Aber dann kommen wieder Gedanken, wie lieb sie doch sein kann, treu und auch durchaus eingehend. Da ist mir der Gedanke so fremd, das zu beenden. Auch wenn meine Gefühle gar nicht mehr so tief sind.

Grund ist hier wohl, dass ich stark nach Harmonie strebe und in anderen Situationen oft zurückstecke, nur um keine angespannt Situation oder Streit zu verursachen. Und eine Trennung ist mir da einfach zu hart.

Also werde ich es nie schaffen, so etwas zu verursachen?

Letztes Jahr wollte sie die Trennung, da sie jemand kennenlernte und mit diesem zusammensein wollte, das hat verursacht, dass ich gekämpft habe wie blöd dass sie bei mir bleibt.

Und nun .. ist es fast wieder weg, dieses Gefühl. Wodruch? Nur durch ihr (Fehl)verhalten? Oder liegt es in mir selber, würde ich in keiner Beziehung Gefühlsbeständig sein können?

danke erneut fürs Lesen

dot1234

#5
Lieber Dot,

so wie du es beschreibst, kann ich dir nur zu einer Trennung raten.

Es wird dich, in Bezug auf dich selbst, auf neue Wege führen und einige neue Erfahrungen bereit halten.

Euer Versuch der Erneuerung ist fehlgeschlagen. Lerne das zu akzeptieren. Manchmal geht es eben nicht gemeinsam weiter. Du bist auf sie eingegangen und hast das, was dir möglich ist getan. Sie ist am Zuge und verharrt. Ziehe deine Konsequenz daraus und verlasse sie oder leide für den Rest deines Lebens.

Ich verrate Dir auch als Orakel was mit dir passieren wird. Du krümmst dich immer weiter in einen Menschen, der du nicht sein willst. Du bist dir dann selbst fremd. du kannst deine echten Gefühle nicht mehr von deinen gespielten Unterscheiden. Du wirst nicht mehr wissen, ob es wirklich dein Wunsch ist oder du nur denkst, dass es dein Wunsch ist, weil du darauf hoffst sie glücklich zu machen.

Es läßt sich fortsetzen.

Wenn dir das, was du wegen ihr bislang durchgemacht hast nicht reicht, dann leide halt noch. Denke bitte daran, dass Differenzen nicht absolut konträr sein müssen. Ein schlechter Einfluss ist genauso schädlich.

Lieben Gruß

La_Penna

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