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Zu früh Schluss gemacht? Noch Liebe oder Mitleid vorhanden?

1 Antworten2'052 AufrufeGestartet von Nowhere85 ·

Nowhere85Themenstart
#1
Hallo Leute! Sorry dass ich das Forum zumülle, aber ich habe einfach keinen Durchblick mehr..

Ich brauche eine Objektive Meinung von euch..

Die Vorgeschichte:

Eine 2jährige Beziehung, ich 24, sie 21.

Ich bin ihre erste große Liebe.

Sie war eine zeit lang die "Richtige" für mich, habe eigentlich vorgehabt, mit ihr das restliche Leben zu verbringen.

Es gab Vorfälle, in den Ihr Vertrauen zu mir erschüttert wurde.

Internetflirten und versehentlich dagelassene Ex-Briefe.

Seitdem ist sie sehr eifersüchtig.

Sie neigt sehr zu Übertreibungen und hat mir den letzten Flirt ziemlich übel genommen

(seelisches Betrügen nennt sie das, zugegebenermaßen war es fast cybersex).

Diese Vorfälle (vor allem den letzten) hat sie anscheinend zum Grund genommen, mich "kleinzukriegen".

Sie nennt es "fair", "notigen Respekt" und "Wiedergutmachung".

Ich bin aber sowas von fertig deswegen, die Gefühle sind vom ständigen Stress (es reicht ihr jeder Grund um tagelang zu streiten) abgestumpft,

dass ich nicht mal bereit bin, die Beziehung weiterhin zu führen,

geschweige denn noch etwas "wiedergutmachen".

ich habe heute, nach mehreren Anläufen Schluss gemacht, da ich keinen anderen Ausweg finde.

Wir wohnen noch nicht zusammen und zoffen uns sehr krass, was soll daraus in einer gemeinsamen Wohnung werden?

Sie ist in einem matriarchalischen Haushalt aufgewachsen, ich umgekehrt: die Rollenverteilung ist ein Streitpunkt bei uns.

Sie will die komplette Zeit mit mir verbringen, auch wenn wir uns gegenseitig anschmollen, ich will qualitativ gute Treffen..

Bei den Sexbeschränkungen (auf bestimmte selbstverständliche Praktiken geht sie nicht ein) fühle ich mich noch nicht ausgetobt..

Sie engt mich sehr ein was Freizeit angeht, kann kaum was mit meinen

Freunden unternehmen da sie dann gleich beleidigt ist. Gleichzeitig können

wir nichts zusammen mit denen unternehmen, weil die sehr verschieden

sind..

So und nun ist es soweit und ich heule den ganzen Tag rum, obwohl ich dachte es hätte mir nichts ausgemacht.. sie hat es würdevoll

aufgenommen aber sie liebt mich so sehr...trotz der ganzen Vorfälle und

ich sehe es ihr an. Sie sagt, sie würde einsehen dass dieser Weg der falsche

ist, indem sie von mir viel fordert.. Wir würden das hinkriegen wenn wir

wollten..jeder sich zusammenreissen, neu anfangen, etwas neues bauen.

Für mich sind das aber leere Worte ohne einen Plan dahinter. Kann man

sich auf einmal so verändern, kann man auf sein Stolz verzichten und mit

jemadnen dabei glücklich sein?Sie sagt auch "nein", aber wie funktioniert

das dann?

Und ich habe die Frage: was empfinde ich, Liebe, Mitleid, oder ist es die Gewohnheit:

Sie ist für mich der wundervollste Mensch auf der Erde, von dem Beziehungsstress abgesehen...

Sie ist so zerbrechlich und ich fühle mich so, als wäre es meine Bestimmung, immer für sie da zu sein und sie vor allen Übeln dieser Welt zu beschützen..

Ich sehne mich nach ihrer Nähe, nach ihrem Atem und den bestimmten Streicheleinheiten die sie unbewusst verteilt (in der letzten Zeit nicht)

Es tut mir unendlich leid, dass ich sie jetzt im Stich lasse und sie "erwachsen wird", mit ihren kindlichen Vorstellungen vom Prinzen auf dem weissen Gaul.. und dass sie in ihrer zerstörten Welt gerade die Qualen erleidet..

Ich hätte alles dafür gegeben, dass sie sich jetzt an meiner Brust anschmiegt und ihr Schluchzen immer weniger wird und aufhört...

..aber was ist dann?? Wielange geht das gut? 2 Wochen bis wir uns wieder in den Haaren haben?

1 Monat bis das nächste "es ist aus" fällt? Wielange kann ich die

"aufgezwängte" Nähe von ihr ertragen?

Oder geht es doch mit dem "Zusammenreissen" und wir kriegen die Kurve?

Hat nicht jeder eine 2te Chance verdient?

Ich bin am verzweifeln.. was meint ihr? Nochmal versuchen? Ich habe

Angst, wenn es nicht klappt, ihr nochmal so weh zu tun..

Eine richtige Kurzgeschichte geworden, konnte mich nicht kurz fassen..

LG

Nowhere

#2
Hi,

die Frage ist, ob sich eure unterschiedlichen Vorstellungen einer Beziehung jemals vereinbaren lassen. Ihr seid unterschiedlich bezüglich eurer sexuellen Wünsche (wenn ich das richtig verstanden habe), bezüglich eurer Treffen, eures Freizeitverhaltens...

Du schilderst sie als zerbrechlich, kindlich: gleichzeitig schreibst du, sie sei in einem materiarchalischen Haushalt großgeworden. Irgendwas passt da nicht. Sie will doch die Hosen anhaben, dir vorschriften machen - klingt nicht nach zerbrechlich.

Ich glaube, sie ist wesentlich stärker, als du denkst.

Was wäre denn, wenn du wüsstest, dass sie dich gar nicht so sehr liebt? Würden sich deine Beschützerinstinkte dann etwas abschwächen?

Liebe Grüße,

k.

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