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Zu spät nachgedacht :(

0 Antworten789 AufrufeGestartet von verzweifelt000 ·

verzweifelt000Themenstart
#1
Liebe Forenmitglieder,

kurz zur Vorgeschichte: Ich (weiblich) habe borderline-ähnliche Schwierigkeiten in meiner Beziehung und meinen Partner über 1 Jahr lang mit meinem Verhalten sehr verletzt. Anfangs wollte ich die Beziehung gar nicht, u.a. weil er jünger ist als ich und noch Pläne hatte wie nach der Ausbildung 1 Jahr ins Ausland... Er hat immer gesagt, dass eine Beziehung so etwas aushält - doch ich konnte mir solch ein Verzicht auf Nähe etc. nicht vorstellen, sah nur schwarz/weiß und nur entweder/oder :(

Wir kamen dennoch zusammen und durch meine Probleme mit mir selbst war es eine einzige Achterbahnfahrt zwischen unendlichem Glück und tiefer Verzweiflung. Es gab viele Trennungen (die meist von mir ausgingen) und Wiederzusammenkommen. Wir lieben uns über alles - doch wir scheinen beide nicht ganz "reif" zu sein, damit umzugehen (bzw. wohl mehr ich) :( Mal malten wir uns unsere Hochzeit aus, mal sahen wir überhaupt keinen Weg mehr für uns.

Das Thema Ausland war eigentlich schon seit langer Zeit kein Thema mehr, er hatte sich bereits auf das Zusammenziehen mit mir festgelegt (diesen Sommer) und andere Zukunftspläne (Studium). Doch nach unserem letzten Streit sah er keinen Sinn mehr, an einer verfahrenen Beziehung festzuhalten, und vielleicht zu bereuen, dass er deswegen seinen Traum nicht erfüllt hat. Als er mir das andeutete, reagierte ich panisch und setzte ihn unter Druck, dass er sich doch für mich entscheiden solle statt für Ausland. Er entschied sich für Ausland und beendete die Beziehung, weil ich es ja nach der Verkündung sowieso getan hätte (weil ich ja schon immer gesagt habe, dass es für mich nur entweder/oder gibt).

Doch ich wollte nicht so schnell aufgeben, bat ihn, mit mir über mögliche Optionen zu sprechen, wie wir sein Auslandsjahr ermöglichen UND zusammen bleiben können. Er ließ sich auch darauf ein, hatte er sich ja nur verabschiedet, weil er dachte, für mich gibt es keine Optionen. Doch in diesem Gespräch eskalierte die Situation. Ich hatte vorher keine Gelegenheit, mir darüber Gedanken zu machen – erst während diesem Gespräch. Darum habe ich erst mal total falsch angefangen und ihn nur aufgeregt – sodass er dann DESWEGEN Schluss gemacht hat.

Dass ich zu dem Schluss kam, dass er Recht hat, das Auslandsjahr zu machen und dass es für uns nicht das Ende sein muss, sondern sogar viele Chancen bietet, aus unseren festgefahrenen Mustern auszubrechen, und ich mich mit ihm darauf freuen und ihm zur Seite stehen will… hat daran nichts mehr geändert :(

Nun bin ich am Boden zerstört, ihn verloren zu haben. Ich war von mir selbst überrascht, dass sich meine Einstellung geändert hatte und ich mir tatsächlich vorstellen kann, unsere Beziehung trotz Auslandsjahr aufrecht zu erhalten. Dass ich sogar Chancen darin sehe, die wir sonst nicht hätten. Im Grunde das, was er sich immer gewünscht hat - doch jetzt hat er die Trennung schon durchgezogen und will es nicht mehr :(

Kann ich ihm noch irgendwie beweisen, dass ich das nicht nur gesagt habe, weil ich ihn sonst verliere (was er sicher denkt) - sondern weil ich tatsächlich so denke und fühle?? Weil ich mich erst ernsthaft mit dem Gedanken befassen musste, um zu merken, dass sich meine Einstellung geändert hat? Ich will ihn nicht verlieren, nur weil ich (mal wieder) zu impulsiv reagiert habe und erst während dem Gespräch nachgedacht habe statt vorher :(

Danke für Eure Antworten!!!

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