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zu viel/ zu wenig...??

16 Antworten1'711 AufrufeGestartet von sad_eyes ·

sad_eyesThemenstart
#1
Hallo,

ich habe heute mich hier angemeldet, weil ich mir hoffe, etwas Abstand und Ruhe zu bekommen, aber auch Rat und eben eine Plattform zum mich ausheulen habe...

Bei mir ist es so, dass ich (fast 27) mit meinem Freund (fast 25) seit 2 Jahren und 2 Monaten zusammen bin. Seit Sommer letzten Jahres leben wir zusammen und es lief immer alles recht gut. Okay, ab und zu gab es Meinungsverschiedenheiten, aber einen richtigen Zoff hatten wir nie gehabt.

Für ihn sei ich die Liebe seines Lebens- er gab mir immer recht viel Liebe und Zuneigung. Zumindest am Anfang unserer Beziehung und unseres Zusammenlebens war es so... Wir haben immer viel gekuschelt, Dinge unternommen und eben versucht, unseren Herzen zu folgen.

Für mich bedeutet er eine Menge, ich habe mein Leben mehr oder minder aufgegeben und ich wollte mit ihm keine Beziehung über 250km Distanz führen. Wir hatten in der Zwischenzeit langsam daran gedacht, zu heiraten, irgendwann einmal Kinder zu bekommen und eben das Leben gemeinsam zu leben, zu erleben und zu entdecken.

Doch seit ca 2 Wochen ist alles anders.. Es ist so, dass wir uns nun zum ersten Mal gestritten haben.. Weil er seinen Kopf durchsetzen wollte und ich fühlte mich zum ersten Mal von ihm nicht akzeptiert und nicht respektiert. Danach war das Zusammenleben mehr oder minder eine Qual, ich habe mich unwohl gefühlt und natürlich versucht, mit ihm darüber zu reden. Aber bedingt durch seine Nachtschicht hatten wir nicht so viel Zeit..

Donnerstag vor einer Woche war ich mir seiner Liebe unsicher.. Zwar spürte und merkte ich, dass er mich liebt. Aber er war sehr nachdenklich, er war sehr vorsichtig und er versuchte mit mir darüber zu reden. Er konnte sich nicht ausdrücken und wusste nicht, wie er mir Dinge sagen sollte... Wir haben geredet, gesprochen, uns umarmt, vorsichtig geküsst und viel geweint. Wussten, weder ein noch aus. Ich war drauf und dran, die Beziehung zu beenden, habe es provoziert gesagt, aber nicht so gemeint. Dennoch habe ich einige Dinge gepackt, weil er "wollte" und auch nicht wollte, dass ich fahre. Ich konnte mich nicht aufraffen, ich wusste, dass es irgendwie falsch war.. Aber wir haben uns darauf geeinigt, dass ich ein paar Tage wegfahre, er Zeit zum Nachdenken und Überlegen hat. Aber telefoniert haben wir dennoch..

Die Nacht über habe ich sehr schlecht geschlafen; er schickte mir eine SMS, dass ihm das alles leid tut und nannte mich noch "Schatz". Am Freitag morgen, also vor einer Woche, fuhr ich dann.. Und ich wartete darauf, dass er sich meldet. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus und versuchte ihn zu erreichen. Aber er war nicht ereichbar. Bei uns in der Wohnung war wie in der gesamten Umgebung der Strom ausgefallen, konnte mir aber SMS schicken..

Von Freitag mittag bis Montag morgen war ich bei meinem Vater, aber da ich mit ihm gar nicht gut auskomme, bin ich zu meinem besten Freund gefahren. Nach Franken. Mensch, was musste der sich mein Gejammer, meine Probleme anhören. Wie dem auch sei - bis gestern war ich durcheinander und wusste nicht, was ich machen sollte, was ich fühlen, was ich denken sollte.

Gestern abend sagte er mir endlich, was mit ihm los ist.. Andeutungen diesbezüglich liefen schon seit längerer Zeit und ich habe es auch in mir gewusst, konnte aber nichts damit anfangen. Ich war unsicher. Er sagte mir sehr viel- er liebt mich, aber er weiss nicht, ob diese Liebe für die Zukunft im Moment reicht. Es sei so, als ob er nun anfängt sein eigenes Leben wirklich zu leben, dass er nur neben mir herlebt.. Und es kam auch raus, dass er trotz der Liebe in mir seine beste Freundin sieht, aber eben nicht seine Partnerin.. Er hat Angst, dass es nicht genug sei, was er mir gibt. Ihm ist das, was er mir gibt zu wenig. Doch für mich ist es gut so, wie es ist...

Ich möchte die Zeit, die wir zusammen hatten, nicht einfach aufgeben. Auch, weil er mir so viel zeigte, er mir beibrachte, sich fallenzulassen, mir Trost gab, mir Wärme, Zuneigung, Liebe gab, wie ich es mir nicht mehr zu hoffen wagte.

Unter anderem deswegen werde ich an diesem kommenden Wochenende wieder nach Hause fahren.. Ich weiss sonst nicht genau, wo ich hin soll, wo ich bleiben soll. Es gibt davon abgesehen ein paar andere Dinge zu regeln. Ich beziehe ALG2, bin trotz guter Ausbildung arbeitslos, obwohl ich natürlich nach Arbeit suche...

Zwar hoffe ich, dass er wieder mehr für mich empfindet, dass er wieder mehr in mir sieht. Aber davon abgesehen werde ich mich intensiver um eine Arbeitsstelle -auch deutschlandweit- bemühen und versuchen ein Leben ohne ihn aufzubauen. Und erst mal ohne ihn auszukommen.

Aber eine Arbeit zu finden, war die letzte Zeit schwierig genug, wie es nun sein wird, weiss ich nicht..

Es ist also nicht nur die Beziehung, es ist das Leben darum ebenfalls.

Er ist so ein wunderbarer Mann, den ich eigentlich nicht verlieren will und doch auch nicht ihn an mich ~krampfhaft~ binden will.. Ich weiss im Moment nicht, was richtig ist.. Und doch weiss ich, dass ich es bereuen werde, wenn ich nicht versuche, um ihn zu kämpfen..

Er möchte ebenfalls kämpfen .. zu sich finden .. nicht einfach die gemeinsame Zeit .. das gemeinsame Leben aufgeben .. Aber er möchte mir mehr geben, als er im Moment mir geben kann ..

SadEyes... ohne weitere Worte

#2
Hallo sad_eyes!

Deine Geschichte, so wie Du es geschrieben hast, hat mich ganz schön berührt.

Bist Du sicher, dass Du die Beziehung einfach so aufgeben willst? Wegen einem kleinen Streit geht die Welt doch nicht gleich unter. Das kommt in jeder Beziehung vor und gehört, meiner Meinung nach, auch dazu.

Versucht doch mal zusammen eine Lösung zu finden, nicht einfach aufgeben.

Wenn ich die Chance bekommen würde, alles zu klären und die Liebe noch da wäre, würde ich diese Chance nutzen.

Ihr habt über die Zunkunft gesprochen, geplant zu heiraten und Kinder zu bekommen, soll dass jetzt alles auf einmal zu ende sein?

Ich drück Dir die Dauen und hoffe, dass ihr wieder zueinander findet.

Liebe Grüße

Mullemaus :trost:

#3
Hallo Mullermaus,

natürlich will ich nicht aufgeben.. ich kann nicht einfach von Liebe ja auf Liebe nein umschalten. Es war ja nicht nur ein kleiner Streit, der überall vorkommt. Es war als wenn er sich nicht mehr sicher mit all den Dingen sei, die er für mich fühlt(e), die er mit mir wollte.. Und ob er es immer noch will..

Er sieht mich als beste Freundin, nicht mehr als Partnerin, was aber wiederum an ihm läge...

Er weiss wie gesagt nicht, ob er mich noch so sehr liebt, dass es eben reicht, umweiterhin zusammen zu bleiben.. Das wird sich mit der Zeit rausstellen.

Ich hoffe, dass wir es wieder hinkriegen. Aber ich bin zwischen Optimismus und Verzweiflung hin- und hergerissen ...

SadEyes

#4
Dieses Gefühl, hin und her gerissen zu sein kenne ich LEIDER nur zu gut.

Ist Dir denn in der letzten Zeit aufgefallen, dass er anders zu Dir ist? Hat er schon mal irgendwelche Bemerkungen gemacht, dass es alles nicht mehr so läuft wie er sich das vorstellt?

Mein Ex hat auch von einen auf den anderen Tag gesagt, dass es nicht mehr so ist wie fürher, doch kann man das aufeinmal so sehen?

Mullemaus

#5
Direkt anders war er nicht und wenn, habe ich es nicht aufuns bezogen. Es waren noch andere Umstände, die denke ich mal, auch alle zusammenspielen..

Ich denke, dass er sich anders verhielt. Ich hatte auch da schon versucht, mit ihm zu sprechen. Aber es kamen zu Teilen die schönsten Liebeserklärungen, die ehrlich waren, die aus 'm Herzen kamen ..

So wie er sagte, stört ihn das Alltagsleben... Aber auch, dass etwas fehlt, was er aber nicht mit Worten beschreiben kann.. Für mich war es gut, wie es ist. Und dass nach einer Zeit etwas einschläft, ist notmal.

Man kann es aber auch nur gemeinsam wieder entfachen lassen..

#6
Update:

inzwischen bin ich wieder daheim, ich bin erst heute früh gefahren, habe aber ihm auch gesagt, dass ich erst am Sonntag wiederkomme. Wir telefonierten gestern noch, damit er auch Bescheid weiss. Zum Einen bedauerte er es, denn er wollte mit mir essen gehen und ich denke auch, mit mir reden. Zum Anderen jedoch verstand und akzeptierte er meine Entscheidung.

Als ich an unserer Wohnung ankam, öffnete er mir die Türe und ich wusste nicht, wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte. Ich hatte mir vorgenommen, ihm nicht um den Hals zu fallen, ihm nicht allzu kalt gegenüber zu treten und ihn respektvoll zu behandeln. Ich war erstaunt, wie gut das klappte.

Wir sprachen darüber, was ich die Woche über so machte, aber in Bezug auf uns kam kaum ein Wort über die Lippen. Er hat mich dann erst einmal einfach fest in den Arm genommen, es war so, als ob er mich nicht mehr loslassen wollte (oder konnte) und in seinen Augen sah ich so viel Liebe und Wärme. Es war unglaublich.

Allerdings konnte ich nicht lange so tun als sei nichts gewesen.. Bis zum gemeinsamen Essen ieif es recht gut, doch dann konnte ich nicht mehr .. Ich hab angefangen zu weinen, und bin nur weg, raus aus dem Zimmer. Habe meinen Teller mit voller Wucht zu Boden geworfen und von ihm kam keine Reaktion.. Ich hab mich dann versucht zu beruhigen und ihm gesagt, ich könne nicht so tun als sei nichts geschehen..

Ich merkte, wie schwer ihm all das fiel, aber er gestand sich auch ein, dass er nur an sich dachte. Nicht darüber nachdachte, wie es mir damit gehen würde und wie ich mich ihm gegenüber verhalten sollte. Und dann kam wieder ein Gespräch auf, mit vielen kleinen Zärtlichkeiten, mit in Arm nehmen, mit Tränen wegwischen, mit Trost und mit sanften Küssen.. Nur richtig "küssen" will er noch nicht; er möchte all das langsam wieder angehen und nicht allzu schnell die ganze Nähe zulassen. Was ich auch verstehen kann.

Ich geniesse diese Zeit, die Berührungen, die Streicheleinheiten. Und es tut gut. Ihm tut es gut, dass ich wieder da bin. Er sucht so den Kontakt zu mir, wie ich zu ihm. Und er gab zu, dass seine Liebe zu mir nicht weg ist, sondern eben "nur" neu entfacht werden müsste.

Es tut gut, mit ihm zusammen zu sein, und zu wissen, dass wir das schaffen können, wenn wir beide das wollen.

Ich habe immer wieder dieses Bild vor Augen, dass wir glücklich werden, wieder werden können. Wenn beide daran arbeiten, beide das Gleiche wollen und wir wieder zueinander finden. Dass es ein steiniger, harter Weg sein wird, ist mir ebenfalls bewusst. Aber ich mag nicht einfach aufgeben. Ich kann nicht einfach 2 Jahre wegwerfen, nicht unsere Träume, und genauso wenig so tun als ob nichts gewesen ist.

Wenn ich gehe, ist es eine Flucht. Und immer wieder wird mir bei diesen Gedanken unweigerlich bewusst, dass es wert ist, zu kämpfen .. Dass wir all das schaffen...

Dieser Mann gab mir so viel, dieser Mann zeigte mir so viel, ich kann nicht einfach das Handtuch werfen. Das habe ich ihm auch gesagt. Und trotz allem ist er ein wunderbarer, wundervoller Mann, den ich liebe und den ich schon sozusagen als "Mann für's Leben" ansehe ..

Vielleicht ist es dieses, wovon ich Abstand nehmen müsste .. aber noch kann ich nicht, so lange ich weiss, dass wir Chancen haben und dass wir zusammen gehören ..

Nachdenkliche Grüsse,

Sad_Eyes

#7
Tja ... es ist Mittwoch vormittag und ich weiss im Moment weder ein, noch aus..

Wenn ich auf meinen Verstand höre, sagt er mir, dass es besser sei, ich geh. Wenn ich auf mein Herz höre, sagt es, dass ich bleiben soll.

Im Allgemeinen wäre es besser, ich würde gehen. Und ich würde, wenn ich wüsste, wovon ich leben sollte.

Aber schlimmer ist der Gedanke, wenn er dann eine andere hätte, die er liebt.. Es is nicht aus verletzter Eitelkeit, es ist, weil ich nichts desto trotz diesen Mann liebe und ich mir mehr als sicher bin, dass dieses, was wir haben, etwas für immer ist.

Wenn ich gehe, kämen wir unter Umwegen wieder zusammen. Wenn ich gehe, bereue ich, dass ich es nicht versucht habe. Wenn ich gehe, habe ich nichts.. Nicht einmal die Liebe, die ich bräuchte..

Wenn ich bleibe, ist es erst schmerzvoll. Wenn ich bleibe, haben wir uns. Wenn ich bleibe, können wir es schaffen. Wenn ich bleibe, kann unser Leben wieder schöner werden, auch so schön, wie es mal war. Aber auf andere Art und Weise..

Es tut weh, so ehrlich sich selbst gegenüber sein zu müssen. Und es tut weh, die Gedanken zu haben, ein Leben ohne ihn (wenn auch unter Umständen vorzeitig..) zu leben, ohne ihn das Leben zu geniessen, und ohne ihn sein zu müssen.

Es zerreisst mich innerlich, ich bin traurig, depressiv und irgendwie nicht ich selbst.

Wenn ich nur wüsste, was es das richtige ist, was zu machen ist...

In traurigen Gedanken versunken,

Sad_Eyes

#8
Ich kann mir ganz gut vorstellen wie er sich fühlt.

So wie ich das hier rauslese ist eure Beziehung gerade an einem für ihn ganz heiklen Punkt.

Er liebt dich (sehr sogar) aber er hat Angst vor eurer gemeinsamen Zukunft.

Klingt blöde, aber gerade wenn ihr in letzter Zeit angefangen habt ans Heiraten und vielleicht Kinder bekommen zu denken macht das (für mich zmindest) Sinn.

Er zweifelt daran das er die Rolle des Ehemanns und Vaters meistern kann. Und da er dich liebt und sein Leben gerne mit dir teilen möchte ist das natürlich ein riesen Problem.

Vielleicht hat er das Gefühl sich zwischen Alles oder Nichts entscheiden zu müssen, das er dir nur gerecht werden kann, wenn er sich für immer (bis das der tod euch scheidet) und mit allem drum und dran (Kinder, Haus und Garten usw.) an dich bindet.

Er fühlt womöglich das Du nichts schlechteres verdient hast, und denkt das er etwas schlechteres sein würde.

Das er nicht so richtig ausdrücken kann was ihn bedrückt kann ich mir auch ganz gut vorstellen. Er will das du ein wunderbares Leben haben wirst, aber er zweifelt daran das er es dir bieten kann!

Versuch mit ihm darüber zu reden. Vielleicht solltet ihr beide daran arbeiten diesen Zukunftsdruck aus eurer Beziehung rauszunehmen. Redet darüber welche Vorstellungen bzw Erwartungen ihr (beide) vom Leben habt, wie ihr sie miteinander vereinbaren könnt. Und vor allem, mach ihm klar das du Ihn so liebst wie er ist, und nimm ihm das Gefühl er müsste ein anderer (besserer) sein als er ist.

Bleib bei ihm, der mann liebt dich!

(... nur so kann ich mir das was du so schreibst erklären)

Ihr bekommt das sicher wieder in den Griff. Ich drück euch jedenfalls beide Daumen.

#9
Hallo Lächelnder Hund (bei dem Nick musste ich schon grinsen :) )),

danke für Deinen Beitrag .. Ich habe mir schon lange überlegt, ob ich ihn mit meinen Wünschen zu sehr unter Druck setze, natürlich habe ich ihn gefragt Aber er verneinte das.

Zur Zeit fühlt er sich nicht bereit für Kinder, auch das akzeptiere ich. Ich hab zu ihm gesagt, dass, wenn er bereit dafür ist, soll er es mir sagen und zeigen. Auf Kinder kann ich warten, genauso damit auf's Heiraten. Das ist mir nicht allzu wichtig. Wichtig ist es mir eigentlich "nur", dass er mit mir das Leben lebt, es entdeckt, er aber auch Zeit für sich hat.

Die Erwartungen, die Wünsche, das haben wir schon alles durchgekaut. Aber im Moment macht er auch dicht.. er sagt mir nur, dass er glücklich sein will, dass er mich wieder so lieben will, wie es am Anfang unserer Beziehung war. Und dass er eben dachte, dass es nicht so schnell vom Alltag eingeholt wird. Aber gerade daran muss man arbeiten..

All das habe ich ihm gesagt. Und er weiss auch, dass ich ihn liebe, dass ich nicht zu schnell handeln will, dass ich net was falsches machen will.. Deswegen versuch ich mich vorsichtig ihm zu nähern. Manchmal liegen wir einfach nur Arm im Arm und reden, lachen, und es ist "wie früher". Manchmal aber sind wir uns eher fremd und das macht mir Angst.

Allerdings will ich ihn zu nix drängen, und ihn zu sich finden lassen ..

Dass er Angst hat, er reicht mir nicht - oh ja, die spüre ich. Aber ich sage ihm immer wieder, dass das, was er mir gibt und was er mir bedeutet, sehr sehr viel ist. Und heute kam die Retour: ich schenke ihm jeden Tag so viel. Ich bin nicht näher drauf eingegangen, weil mir klar war, was er mir damit sagen wollte. Und es tat so gut. Ich hab nur geantwortet, dass ich net weiss, was ich drauf sagen soll, weil ich so baff sei. Aber mir wurde es ganz warm.

Überhaupt hatten wir einen recht schönen Nachmittag .. der mich optimistischer und hoffnungsvoller in die Zukunft sehen lässt und der mir zeigte, dass es wirklich wert ist, zusammen zu bleiben und zusammen zu kämpfen ..

Sad_Eyes

#10
Na das klingt doch schon viel besser :)

Schön zu hören das ihr es schafft so offen mit einander umzugehen. Das zeigt wie viel ihr euch bedeutet, und wie sehr ihr euch liebt.

Bleibt einfach dran, helft euch gegenseitig eure ziele und wünsche im leben zu erreichen.

Das man sich in einer langzeitbeziehung manchmal ein wenig fremd ist find ich eigentlich nur natürlich. Beide verändern (bzw entwickeln) sich nunmal mit der zeit. Die große kunst ist das man sich gemeinsam ändert. Und da muss man halt immer dranbleiben damit man sich nicht irgenntwann auseinanderlebt (so wie ihr das gerade macht)

Oh man voll romantisch wie ihr um euch kämpft *schmacht*

Macht weiter so ;)

ps: ich bin fast ein bisschen neidisch auf euch :]

#11
Original von smilingdogNa das klingt doch schon viel besser :)

Schön zu hören das ihr es schafft so offen mit einander umzugehen. Das zeigt wie viel ihr euch bedeutet, und wie sehr ihr euch liebt.

Bleibt einfach dran, helft euch gegenseitig eure ziele und wünsche im leben zu erreichen.

Das man sich in einer langzeitbeziehung manchmal ein wenig fremd ist find ich eigentlich nur natürlich. Beide verändern (bzw entwickeln) sich nunmal mit der zeit. Die große kunst ist das man sich gemeinsam ändert. Und da muss man halt immer dranbleiben damit man sich nicht irgenntwann auseinanderlebt (so wie ihr das gerade macht)

Oh man voll romantisch wie ihr um euch kämpft *schmacht*

Macht weiter so ;)

ps: ich bin fast ein bisschen neidisch auf euch :]
Mein letzter Beitrag klingt vielleicht optimistischer und positiver als es eigentlich war. Mit meiner Offenheit ihm gegenüber habe ich keine Probleme. Mir ist es lieber, er weiss, wie es mir geht. Und was ich denke.

Aber ja, es ist ihm hoch anzurechnen, dass er mich nicht einfach verlässt .. Gestern meinte er teils scherzhaft zu mir: "verlass mich nicht!" und dann irgendwann 10 Minuten später, nachdem wir uns ärgerten: "hau ab!".

Ich war etwas durcheinander und meinte nur so: "Ja, was denn nu? Ich soll Dich net verlassen, aber abhauen soll ich?", "Ja, das eine hat doch mit dem anderen nix zu tun..."..

Und solche kleineren Szenen kommen tagtäglich ein-/zweimal vor, ich glaub er will inzwischen mehr eingehen, ist aber noch zu vorsichtig. Also bekommt er noch etwas Zeit. Bzw. ich hab manchmal das Gefühl, ihn noch an die Hand zu nehmen und ihm Dinge zu zeigen.

Lass den Neid mal stecken - so bewundernswert ist das alles nicht so.. Aber es sind kleine Schritte, wie ich finde.

#12
Es gibt bei mir nichts neues .. oder nur Kleinigkeiten .. Wir verbringen immer noch recht viel Zeit miteinander, unternehmen Dinge und ich hab ab und zu den Eindruck, dass es einfach nur schön ist.

Derzeit versuche ich alles so zu nehmen, wie es kommt, zu geniessen, wie es mit ihm ist, wenn wir Dinge machen. Aber manchmal - mir geht es dann einfach schlecht. Ich denke zu viel nach, ich grüble zu viel. Am liebsten würde ich ihn an die Hand nehmen und mit ihm seine "Selbstfindungsphase" (beschreibungsmässig wäre es ja eine Midlife-Crisis, aber dafür isser noch zu jung ;) ) durchgehen. Aber ich weiss, dass er da alleine durch muss.

Manchmal verhalte ich mich ihm kalt gegenüber, aber nicht um ihn zu verletzen, sondern um mich zu schützen. Und ich merke, dass ich gewisse Erwartungen und Wünsche habe, die er mir von den Augen abzulesen hätte. Aber das mach ich mit mir aus, weil es ja eher mein, als sein, Problem ist, wenn ich etwas von ihm will und ich sage es ihm nicht.

Es gibt keine wirklichen Neuigkeiten, keine grossartigen Fortschritte. Nur, dass ich Angst habe, dass es eine andere Frau in seinem Leben geben könnte.. Damit meine ich nicht Bekannte/ "normale Freundschaften" etc... Sondern - er hat eine Kollegin, die ihn teilweise ziemlich angegraben hat.

Da bin ich mir sehr unsicher, obwohl ich in mir weiss und spüre, dass er keine andere hat. Er sagt es mir auch, und er zeigt es mir auch. Und dennoch ist diese Angst da. Aus Unsicherheit, wie ich annehme.

Ich möchte doch "nur", dass wir zusammenbleiben und dass unsere Liebe wieder das ist, was sie einmal war, nämlich voller Gefühl, Zärtlichkeit und unheimlich stark..

Mir fällt es sehr schwer, an das Danach -wenn es mal aus sein sollte- zu denken.. Und ja, ich hab Angst davor, ich will das einfach nicht. Und das soll so auch nicht sein.

Auch Bekannte und Freunde sagen, dass es zwischen uns "einfach passt", und wenn das ausserhalb so ankommt wie ich es empfinde, dann muss doch daran einfach was sein, oder??

Sad_eyes

#13
Hallo sad_eyes!

War ein paar Tage nicht da und konnte Deine Geschichte erst jetzt wieder verfolgen.

Find es bewundernswert, wie stark du doch bist.

Ich glaube, dass ich in Deiner Situation schon die Nerven verloren hätte.

Es ist schön, dass ihr so viel Zeit mit einander habt und die solltest Du auch geniessen.

Habt ihr denn un nochmal ganz in Ruhe über alles geredet oder wird das Thema Beziehung immer noch tot geschwiegen?

Gruß Mullemaus

#14
Wir reden viel, aber was unsere Gefühle betrifft: nein. Leider.

Er blockt ab .. aber in seinen Augen sehe ich so viel .. *seufz*.

Ich denke, ich werde ihn wieder auf mich zukommen lassen. Also abwarten,

dass er von sich aus auf das Thema kommt.

Ansonsten kämpfen kämpfen kämpfen - so schwer es auch fällt.

Ich wünschte, ich könnte mehr Stärke besitzen - und Dinge an mir abprallen

lassen. Aber das kann ich leider nicht.

#15
Meinst Du denn, dass es gut ist ewig zu warten? Vielleicht ist er ja nicht der Typ, der seine Gefühle so offen preis gibt.

Ich kenne ihn leider nicht, doch bei vielen Menschen ist es so, dass die sich in der Hinsicht nicht wirklich öffnen können.

Ich bin neeindruckt, dass Du so stark sein kannst und warten willst. Ich könnte das nicht.

Wie Du schon gesagt hast: Kämpfen, kämpfen, kämpfen!

#16
Ewig werde ich sicher nicht warten ... ich weiss nicht, ich werde es so lange versuchen, bis es in mir sagt, dass es sinnlos ist zu kämpfen.

Er kann schon reden; aber ich denke, er braucht auch Zeit dafür. Aber ich kann und will ihn nicht unter Druck lassen, genauso wenig wie ich will, dass einfach Schluss ist.

#17
Wir hatten heute einen recht schönen Tag zusammen gehabt, gemütlich zusammen gefrühstückt, am Nachmittag waren wir bis zum frühen Abend bei seinen Eltern, haben eine nette Zeit zusammen gehabt..

Und immer wieder kleine Lichtchen .. vorsichtige Annäherung, auch körperliche Annäherung und wir haben zusammen gelacht, Spass gehabt.

Wieder zu Hause wollte er sich noch etwas hinlegen, da er heute abend wieder los zur Nachtschicht musste. Ich hatte mich kurz dazugelegt, mich an ihn gelehnt .. und es ist mir ein "ich liebe Dich" rausgerutscht. Irgendwie passte es einfach zu der Stimmung.

Von ihm kann keine Reaktion, aber nichts anderes habe ich erwartet.

Wir haben hinterher noch darüber gesprochen, und ich habe versucht, ihm zu ermuntern, mit mir zu reden und mir zu sagen, was mit ihm los ist, was in ihm vorgeht. Aber er hat kaum etwas dazu gesagt, sondern mich reden lassen .. Bis auf "ich will es wieder langsam angehen" hat er sich überhaupt nicht dazu geäussert.

Es kann ja nicht sein, dass ich ihn platt rede. Aber für mich war es okay, dass er nichts dazu sagte, sagen konnte. Wenn ich mir auch eine etwas andere Reaktion wünschte.

Auf der anderen Seite redet er immer wieder von einer Zukunft - mit mir .. wenn er davon redet, sagt er nicht "ich ...", sondern "wir ..." - kleine Brocken, die ich mit Kusshand in mir aufsauge. Merkwürdig, oder?

Ich wünschte, ich könnte das erst mal alles wieder lockerer sehen und eher abwartend reagieren. Und mich nicht an solchen Äusserungen hochziehen.

Sad_Eyes

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