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zur Hochzeit mitgehen oder nicht? Ich werd noch wahnsinnig!!!!

8 Antworten2'120 AufrufeGestartet von sheng77 ·

sheng77Themenstart
#1
Hallöchen, schreib hier mal ein etwas kleineres Problem, dass mir persönlich jedoch eben schon grössere Bauchschmerzen macht.

Versuche mich kurz zu halten.. ;-)

Mein Partner ist ein Socialkontakter, d.h. er hat beruflich schon viel mit Entscheidungsträgern zu tun und mag auch privat gerne viel Kontakt zu seinen Freunden, Bekannten & Familie. Möchte - denn - er hat ja im Privaten meist keine Zeit und/oder dann effektiv auch keine Lust dazu. Somit beschränkt es sich zum Glück auf eine Handvoll Freunde, mit denen er gerne zusammen ist.

Erfahrungsgemäss ist es immer etwas schwierig, wenn ich dabei bin und vor allem die entsprechenden Leute nicht kenne. Nun ist es so, dass einer dieser 5 Freunde nun im Mai heiraten will. Im kleinen Rahmen, nur das Paar, die jeweiligen Eltern und Trauzeugen mit Anhang. So gesehen kommen wir also auf nur 9 Personen.

Wir waren bislang 1x bei diesem Paar zu Besuch, was gerade so ok war, ich jedoch nicht hätte wiederholen müssen, da ich mit ihr irgendwie nicht so auf einen grünen Zweig kam. Dann stürmte der Freund schon länger, sie wollten uns mal wieder treffen, da sie uns etwas mitteilen wollten - klar, da hab ich schon gewusst,

dass die fragen wollten von wegen Trauzeugen. So luden wir sie dann erst letzthin ein und auch dieses Treffen war ok, oder eigentlich noch weniger wie ok für mich, weil ich noch tagelang nach dem Besuch über dieses Zusammentreffen sinnierte. Denn - sie fühlte sich offenbar von mir angetriggert und frotzelte dann auch mal so zurück, verhielt sich doch etwas frech für meinen Geschmack (Bsp. egal, aber wir kennen uns ja überhaupt nicht) und überging mich auch bei der Vorstellung ihrer ganz konkreten Vorstellungen bezüglich des Hochzeitstages (ich war grad in de Küche und machte Kaffee für ihren Mann)..

So - nun mein Dilemma.

Es wird eine kleine Gruppe sein, der schönste Tag auf Erden und dann soll ich dabei sein??

Nach diesem 2. Treffen hab ich noch weniger Lust auf weitere und bin definitiv der Meinung, dass wir nicht zusammenkommen werden.

Da frag ich mich dann einfach: muss ich mir das wirklich antun?

Ich weiss genau, wie solche Dinge ablaufen: Dann steh ich starr und steif da, lächle mechanisch (damit auch niemand sagen kann, was macht die denn

für ein Gesicht) und warte darauf, bis die Chose fertig ist.

Das kanns doch nicht sein??

Ich versteh einfach nicht, weshalb die mich dabeihaben will - an SO einem Tag!

Also vermutlich will sie gar nicht, beisst so gesehen aber in den sauren Apfel, weil die meinen Mann wollen!

Gut, dann traute ich mich doch mal noch diese Gedanken letztes WE an meinen Mann zu bringen, der dazu gänzlich sofort dicht machte, da er mit dieser Thematik in unserer Beziehung absolut nicht umgehen kann.

Er flippt sofort aus, sagt, will über das ganze Thema nicht reden, es sei mit mir ja eh immer das Gleiche und ja ok, dann solle ich halt wegbleiben.

Das ist wirklich toll! So stelle ich mir immer wieder einen aufbauende, respektvolle und lösungsorientiere Diskussion

vor. Ist ja selbstredend, dass meine Emo-Lage innert Sekunden Tiefstniveau erreichte und ich mich wahnsinnig zusammenreissen musste, um nicht laut

loszuheulen. Er lenkte dann schon wieder ein im Sinn, ja darin sei er halt schlecht, aber gut darüber reden ist dann nicht.

So ist der Stand der Dinge.

Gut, zum Glück ist noch ne Weile hin bis Mai - aber was soll sein?

Als logischer Mensch habe ich ihm vorgeschlagen, er soll mit dem Bräutigam meine Vorbehalte ansprechen.

Da hat er sich erst geweigert, infolge einer besseren Lösung wird er es aber hoffentlich tun.

Es werden im alle Haare zu Berge stehen und wahnsinnig viel Kraft kostens, das weiss ich.

Aber jedes Mal, wenn ich quasi zu einem "gezwungenen" Anlasse ging, kams nachher schiter raus.

Was denkt ihr?

Mit der Tante direkt reden halte ich nicht viel von, da ich nicht davon ausgehe, dass sie ehrlich zu mir sein würde, da ja jeder merkt, dass wir uns nicht grün sind.

Selbst mein Mann meinte, ja sie wäre schon eine Spezielle und er könne mit ihr auch nicht soo viel anfangen.

Danke für eure Inputs. :-)

#2
Es geht um einen läppischen Tag. Klar wird es nicht die Mordsgaudi, aber du wirst es überstehen.

Als logischer Mensch habe ich ihm vorgeschlagen, er soll mit dem Bräutigam meine Vorbehalte ansprechen.
Ganz ehrlich ...warum? Was hat denn der Bräutigam damit zu tun? Du willst doch schließlich nicht. Was soll dein Mann dir auch anderes sagen als, dann bleib halt daheim?

Ich wäre ziemlich genervt wenn mein Freund sich so albern anstellen würde. Du tust gerade so, als müsstest du 2 Wochen mit diesen Leuten verreisen.

#3
wow - danke für deine empathische Antwort. So was wünscht man sich doch als Reaktion. Ich hoffe für dich, dass wenn du dich mal unwohl fühlst, jemand nicht mit dir so verfährt gell. So wie du jetzt grad mit ein paar lapidaren Sätzen mich veruteilst, genauso wirst auch du dich selber - und natürlich auch dein Umfeld verurteilen. Verbundenheit mit einem Menschen, egal um wen es geht, passiert nicht damit, dass ich ihn und seine Ansichten verurteile, sondern in Empfindung mit ihm und seinem Thema gehe. Dann kommen auch hilfreiche und ansprechende Kommentare - nur so als Ansatz. ;)

#4
Ich verstehe Deine Vorbehalte von dem Tag, aber was soll das Gespräch denn bringen? Sie wird dich deswegen nicht anders behandeln. Wenn müsstest Du das mit ihr klären und auch da fragt es sich, ob es was bringt. Denn entweder Du bewertest ihre Aussagen viel zu scharf oder ihr werdet so oder so nicht auf einen grünen Zweig kommen. Für die Männer sieht es wahrscheinlich auch noch so aus, als müssten ihre Frauen sich unbedingt anzicken. Im Endeffekt bleibt also nur die Möglichkeit hin zugehen und mit stoischer Mine ihre Sprüche zu ignorieren oder zu Hause zu bleiben. Denkst Du, sie wird tatsächlich ihr Tag der Tage selbst ruinieren wollen? Wohl kaum. Wenn Du allerdings der Meinung bist, einen solchen Tag nicht überstehen zu können, dann bleib zu Hause. Diese Entscheidung kannst nur Du treffen.

#5
Liebe Sheng77,

ich kann verstehen, dass Du Dich unwohl fühlst mit dem Gedanken an diese Hochzeit und dich damit beschäftigt, aber ich denke, es gibt nur zwei möglichkeiten

a) Du bleibst wirklich daheim und erklärst Das Deinem Partner.

B) Du beisst in den saueren Apfel, deinem Freund zuliebe. Und ich denke in einer Beziehung macht man nun auch mal Sachen seinem Partner zuliebe. Du erwartest Verständniss von deinem partner, möchtest sogar, dass er mit dem Bräutigam drüber redet, dass Du Dich bei der Hochzeit nicht wohl fühlt. Zeig auch du offenheit.

Vielleicht haben Sie dich wirklich nur wegen ihm eingeladen, aber bei ner hochzeit ist das ja sehr normal, das man höflicherweise auch den partner mit einläd. Steh drüber.

Mach deinem partner deutlich, dass Du gerne ihm zuliebe mitkommst, du dich dabei aber nicht hunderpro wohlfühlst. Vielelicht kann er im gegenzug an diesem Tag mehr auf dich achten, versuchen dich mehr einzubeziehen.

Geh optmitisch an das ganze ran, wer weiß, vielleicht wird es ja doch ein netter abend. Die hochzeitsleute werden ja sicher gut drauf sein an dem tag, frotzeleien kann ich mir nicht vorstellen, das paar wird eh mit sich beschäftigt sein.

Dir das beste!

#6
Liebe sheng,

wie lange bist Du mit Deinem Mann zusammen?

Warum interessieren Dich seine Freunde nicht?

Hast Du eigene Freunde? Interessiert sich Dein Mann für diese auch so wenig wie Du für seine? Oder hältst Du ihn von ihnen fern?

Auch wenn Dir die Antwort von Sunshine Girl nicht gefällt, so möchte ich Dir von Freunden von mir erzählen.

Ich kenne ihn schon seit 25 Jahren. Es war damals ein großer Freundeskreis. Sie ist etwas jünger und inzwischen aber auch schon mehrere Jahre in seinem Leben und auch zu ihm gezogen. Bedauerlicherweise ist sie sehr besitzergreifend. So kommt es aktuell dazu, dass seine Freunde sich von ihm zurückziehen. In unserem Freundeskreis gehörten Partner immer selbstverständlich dazu und waren auch immer selbstverständlich eingeladen. Na klar ist es nicht leicht, wenn man in einen Freundeskreis kommt, der zu Schulzeiten entstanden ist. Dennoch kann der neue Partner nicht erwarten, dass der gesamte Freundeskreis sich ihm anpasst. Der Versuch ihn oder sie in Gespräche einzubinden bedeutet auch, dass der Humor des Freundeskreises dabei auch zum Vorschein kommt. Warum auch nicht? Schließlich wurde deswegen schon viel gelacht und schöne Abende, Tage, Wochen, Reisen... verbracht.

Nun sieht es im Moment so aus, dass seine aktuelle Freundin ihm den Freundeskreis vergrault. So wie ich ihn kenne, wird sie irgendwann vor der Wahl stehen: er mit seinen Freunden oder Trennung.

Vielleicht ist Dein Mann anders. Aber denk mal darüber nach was so schrecklich an diesem einen Tag sein soll, an dem nicht Du, sondern ein von Deinem Mann befreundetes Paar im Mittelpunkt steht. Was ist so furchtbar an einer Hochzeit, dass Du Deinem Mann an so einem Tag nicht zur Seite stehen magst? Warum soll der Trauzeuge nicht in Begleitung seiner Frau dem Brautpaar alles Gute wünschen dürfen?

Ich kann die Reaktion Deines Mannes nachvollziehen. Bevor es ein stressiger Tag wird, weil mein Partner nicht einmal mir zuliebe eine Hochzeit meiner Freunde mitfeiern möchte. Gerade wenn klar ist, dass ich auf jeden Fall hingehe. Da würde ich lieber alleine hingehen.

Alles Gute, pitsch

#7
Dann kommen auch hilfreiche und ansprechende Kommentare - nur so als Ansatz.
Was wäre denn für dich ein hilfreiches Kommentar? Sollen wir jetzt alle die Braut verurteilen, weil du mit ihr nicht klarkommst?

Wenn du wirklich nicht zu dieser Hochzeit gehen möchtest, dann steh dazu und sage ganz klar NEIN. Das ist dein gutes Recht!

Ich verstehe nicht was du von deinem Mann erwartest. Wieso soll er DEIN Problem klären?

Er flippt sofort aus, sagt, will über das ganze Thema nicht reden, es sei mit mir ja eh immer das Gleiche und ja ok, dann solle ich halt wegbleiben.
Wie kommt er zu dieser Aussage? Kommt sowas öfter vor?

Welche Reaktion hättest du dir denn von ihm gewünscht? Du machst aus einer Mücke einen Elefanten, weil du nicht in der Lage bist eine Entscheidung zu treffen.

Es geht um 1 Tag, an dem die Braut vermutlich besseres zu tun hat, als sich ausschließlich mit dir zu beschäftigen.

#8
Ich verstehe Dich ja schon, daß Du da nicht unbedingt hinwillst. Ich kenne das von zahlreichen Geschäftsessen, wo ich mir immer wünsche, hoffentlich bestellt niemand Nachtisch, daß es noch länger dauert. Gewisse gesellschaftliche Verpflichtungen hat man aber eben. Aber auf der anderen Seite ist es doch wirklich nicht so schlimm, wenn Deinem Mann es wichtig ist, daß Du mitgehst, daß Du die Zeit dort halt absitzt. Deinem Mann und allen anderen gegenüber nicht fair fände ich, wenn Du mitgehst und mit "Trauermine" allen dann den Spaß verdirbst. Aber wie oben schon geschrieben, entscheiden mußt Du Dich und ich (wäre ich der Bräutigam) fände es sehr befremdlich, wenn Dein Mann mich deswegen anspricht. Soll er der Braut Verhaltensregeln aufstellen? Wenn Du ein Problem mit ihr hast, dann löse Du das mit ihr oder meide eben den Kontakt, aber da alle mit rein zu ziehen, finde ich persönlich etwas übertrieben. Und sorry, wenn ich das so sage, aber Du bist an diesem Tag eben nicht der Mittelpunkt, um den sich alles zu drehen hat. Aber wenn es Dich etwas aufbaut, die nettesten Abende hatte ich meist, wenn ich mir vorher dachte "oh nein, ich will nicht....".

#9
Ich würde da auch abwägen was besser ist - wenn dein Mann sich wünscht, dass du ihr begelitest, weil auch er dann ne ansprechperson hat und sich wohlfühlen kann, dann geh mit. Wenn du aber so eine abneigung hast, dann lass es und dann wird sich auch dein Mann damit abfinden müssen!

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