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zusammenziehen auf probe

14 Antworten2'252 AufrufeGestartet von spina ·

spinaThemenstart
#1
Hallo zusammen!

Mich beschäftigt etwas sehr im Moment.

Mein freund und ich sind seit 4 Jahren glücklich zusammen. Wir haben beide eine eigene Wohnung und sehen uns im Durchschnitt 4-5 Tage die Woche ( geht leider nicht mehr, da ich im Schichtdienst arbeite).

Nächstes Jahr wollen wir für 3 Monate verreisen. Danach arbeiten wir wieder einen Monat ganz normal und dann muss ich aus beruflichen Gründen nochmals für 3 Monate ins Ausland.

Das Thema "zusammenziehen" habe ich schon öfters angesprochen. Er meint dazu immer nur : Bei uns läufts doch so wie es ist super, warum sollen wir daran was ändern.

Da ich jetzt für gut ein halbes Jahr ausser Lande bin, würde sich doch (meiner Meinung nach) ein Zusammenzug anbieten! Warum 2 Mieten für nix zahlen?

Als ich ihm erzählt habe, dass meine 3 Monate arbeiten im Ausland jetzt definitiv ist, meinte er nur. Ja dann kannst du ja deine Wohnung für ein halbes Jahr untervermieten und den einen Monat den du da bist ,bei mir "AUF PROBE" einziehen!!!

Ich meine, HALLO? Wir sind seit über 4 Jahren zusammen. Ich weiss, er liebt mich über alles und wenn es nach ihm ginge, würden wir uns viel öfters sehen! Seine "Macken" kenne ich jetzt auch schon alle und er auch meine. Also wovor hat er Angst???

Wir waren schon einmal 4 Wochen auf Reisen und haben uns super gut verstanden.

#2
Lach, naja 4 Jahre zusammen sein und 4 Jahre zusammen leben ist schon ein sehr grosser Unterschied. Seine Macken kennen ist gut und schön, aber die zur NOT 24 Std. am Stück zu "ertragen" und das auf dauer ist wieder was anderes. Also irgendwie kann ich ihn verstehen, finde das "auf Probe" jetzt nicht so schlimm wie du.

Veilleicht ist er auch einfach noch nicht so weit, und will erst mal sehen wie es in dem Monat so ist.

Lg

#3
Ich denke, er hat vor dem gemeinsamen Alltag Angst und dass dann eure Beziehung kaputt geht.

#4
Ja das ist es ja, aber warum???

Wir leben ja schon fast zusammen, mal bei ihm mal bei mir. Wenn wir uns nicht sehen, dann aus dem Grund weil ich arbeiten muss!!

Wenn es nach ihm ginge, würden wir uns jeden Tag sehen! Aber das ist leider nicht möglich!

@sweetwich

diese zur NOT 24 h haben wir schon des öfteren verbracht. Wie schon gesagt, wir waren schon oft auf Reisen(längere Trips) auch unter "extremen" Bedingungen. Selbst da haben wir uns super verstanden.

Nach unserem letzten 1monatigem Trip, meinte er sogar, dass er mich am Liebsten immer so um sich haben will. (okay, also das finde ich jetzt übertrieben)

#5
Weil der Alltag in einer gemeinsamen Wohnung halt anders aussieht. Jetzt hat jeder noch seinen Rückzugsort, wo er sich mal hin verkrümeln kann - der fällt dann weg. Und das ist schon ne Umstellung. Dann kann es ja auch sein, dass er schon mal nicht gerade positive Erfahrungen mit dem Zusammenleben gemacht hat und sich nun sagt: "Nö, da will ich lieber meine 4 Wände für mich haben."

#6
Wieso nimmst du diesen Probemonat nicht einfach wahr?

Was ist daran so schlimm?

Du hast doch nichts zu verlieren.

Mein Ex und ich haben jedes Jahr monatelang am Stück zusammengewohnt, sind dann nach 7,5 Jahren zusammengezogen. Nach einem halben Jahr war Schluss.

So viel zu "Wir wissen doch schon, dass das funktioniert."

#7
@tylli

deswegen will ich auch wenn wir zusammen ziehen würden, eine grössere Wohnung. Denn ich bin erst recht eine Person, die Rückzugsmöglichkeiten braucht. Aber er möchte seine Wohnung nicht aufgeben, weil sie ihm so gut gefällt.

Wir haben uns sogar schon einmal eine Wohnung angeschaut, die uns Beiden aber nicht zugesagt hat.

Er hat noch nie mit einer Freundin zusammengelebt, also fallen negative ERfahrungen weg.

bearbeitet #8
Hallo Spina!

Einschub: Sehe gerade: Du sprichst ja auch schon von einer größeren Wohnung, zu spät gesehen, sorry...


Aber dass er an seiner Wohnung hängt, klingt für mich doch sehr danach, dass er Angst davor hat, "sein Reich" mit Dir zu teilen...da müssen doch Kompromisse möglich sein..


Möchte mich meinen Vorrednerinnen in punkto "Probemonat" anschließen - und möchte gern noch weiter"denken": Manche Leute brauchen auch regelmäßig und immer eine Rückzugsmöglichkeit, die sie nicht immer nutzen, aber doch ab und zu für sich brauchen. Manche Ehen laufen in getrennten Wohnungen ab, andere Paare leben auf zwei Etagen, in zwei Schlafzimmern... nutzen das eine dann fast nie, aber trotzdem...

Meine persönliche Erfahrung ist, dass wirklich bei dem klassischen "Zusammenleben", das bei vielen in ein "Aufeinanderhängen" mündet, der Alltag sehr schnell extrem Einzug hält auf eher negative Weise.

Ich kenne aber zwei Paare, die etwas mehr Abstand beibehalten, und es damit schaffen, quasi "ein Feuer" lebendig zu halten... man wird glatt neidisch beim Zuschauen, wenn man sie nach so vielen Jahren noch so innig zusammen sieht.. =)

Das soll keine Handlungsempfehlung sein... nur ein Anstoß in die Richtung, dass es so viele Facetten des Zusammenlebens, des Paarseins gibt... wieso muss das klassische Zusammenleben in einer Wohnung mit einem Schlaf- und einem Wohnzimmer das einzig Wahre sein?

Gib ihm doch seinen Testmonat, und wenn er danach noch unsicher ist, findet ihr viell. einen Kompromiss...

Wenn ihr Euch über lange Zeiten schon so gut "ausgehalten" habt, dann braucht er viell. nur eine kleine Absicherung (in Form einer größeren Wohnung, eines eigenen Zimmers o.ä.).

Ich wünsche Euch viel Glück und eine lange glückliche Zukunft!

Katha

#9
mich stimmt es eben total traurig.

in meinem ganzen Freundes und Bekanntenkreis wohnen alle zusammne / heiraten, haben Kinder.

Ich höre ständig.: WAS ihr wohnt immernoch getrennt? Wann wollt ihr endlich zusammenziehen? "Als ich 4 Jahre mit meiner Partnerin zusammen war, waren wir längst verheiratet und hatten schon unser erstes kind!!......Wann heiratet ihr?... ( also das Thema ist noch lange, lange hin. Heiraten will ich doch noch gar nicht!!)

Bla Bla Bla

Ich muss mich non stop rechtfertigen.

Ich fände es einfach an der Zeit den nächsten Schritt zu wagen, aber er wohl nicht :-(

Und dieser "probemonat" nervt mich einfach. Komme mir vor wie bei einem "Vorstellungsgespräch".

Thema Rückzugsmöglichkeiten:

Da bin ich eigentlich diejenige, die mehr Freiräume braucht. Denn ER würde am Liebsten den ganzen Tag "umgarnt" werden.

und ich weiss, dass einige Beziehungen nach dem Zusammenzug in die Brüche gehen. Aber das kann auch so passieren! Das passiert ja ständig!

Für mich passts einfach nicht:

Einerseits will er viel mehr Zeit mit mir verbringen und mich jeden Tag sehen und viel mehr mit mir unternehmen-

andererseits-- zusammenziehen--nein danke!

#10
Ja, aber umgarnt werden ist für viele immer noch was anderes als "die eigene Höhle aufgeben"... :trost:

Ja, mit dem, was Du schreibst, berührst Du was, das ich eben beinahe schon geschrieben hätte:

Die Konventionen der Gesellschaft und der Druck derer. :evil: :schief:

Es gilt ja auch als sonderbar und gestört, wenn Paare in getrennten Wohnungen in der gleichen Stadt leben. Eines der beiden Paare, die ich nannte, wohnt im selben Mietshaus im ersten und dritten Stock.. schon 5 Jahre. Und sie sind glücklich.

Das finden manche aber auch komisch. Und unterstellen ihnen, sie seien sonderbar. Da würde ja was nicht stimmen usw.

Aber bei wem stimmt da was nicht? Ich denke, bei der engstirnigen, intoleranten Truppe, zu der auch viele Leute gehören, die jung und locker sind, die sich für entspannt und modern halten, aber konservativer als andere die Reihenfolge einhalten...zusammenziehen...verloben...heiraten....erstes Kind...viell. zweites Kind....Häuschen:rolleyes:

Nicht, dass man damit nicht glücklich werden kann! Und es ist ihnen gegönnt! Aber so viele Menschen es gibt, so viele Gefühlsfacetten gibt es. Und in punkto Paar und Zusammenleben hat alles seine Berechtigung.

IHR BEIDE müsst glücklich sein! Mach Dich frei von den Erwartungen anderer. Und versuch, einen Kompromiss zu finden, mit dem ihr beide zufrieden seid. Das ist sehr viel!!

Und falls das tröstet: In meiner Umgebung sind von den Beziehungen, die absolut klassisch vollzogen wurden (einschl. Heirat mit Junggesellenabschied, Polterabend etc. ), heute die meisten zerbrochen.. ob das so die Empfehlung ist?

Und noch was: Manchmal denkt man, Zusammenziehen ist doch nach vielen Jahren Vertrautheit ein Klacks. Aber ich schätze, das ist viel mehr dem Heiraten von früher vergleichbar, als es die Heirat heute ist.

Und Angst vor der beinahe finalen, ganz engen Bindung ist doch immer ein wenig nachvollziehbar, oder?

Viele Grüße

Katha

#11
in meinem ganzen Freundes und Bekanntenkreis wohnen alle zusammne / heiraten, haben Kinder.
Ich muss mich non stop rechtfertigen.
Um was geht es bei dir bei dem Thema "Zusammenziehen"? Geht es dir darum, dass du in ein gesellschaftliches Klischee passen musst/willst oder dass du das, was jeder hat, haben willst oder stört dich daran, dass du dich ständig dafür rechtfertigen musst?

Ich kenne solche Rechtfertigungen. Aber in diese Ecke lasse ich mich bloß 1x treiben - dann weiß mein Gegenüber, wie es sich mir gegenüber zu verhalten hat.

dass einige Beziehungen nach dem Zusammenzug in die Brüche gehen
Ja, aber wenn er damit ein Problem hat, dann ist es halt ein Problem. Er hat vielleicht Angst, dass sein Leben dann völlig aus den Fugen gerät. Das er mehr der Typ ist, der sich ausmalt, was alles passieren könnte. Auch wenn es bei euch zwangsläufig so sein muss.

#12
für mich (also nur mich) wäre jetzt einfach der richtige zeitpunkt. ich weiss, zwingen kann ich den guten mann zu nichts, will ich auch gar nicht.

deswegen, sobald ich das thema anspreche und ich merke, da kommt nichts von ihm, lasse ich das thema auch sofort fallen. ich will ja, dass er das thema auch mal anspricht....

bin einfach gerade depri... für mich ist das wie ein schlag (ein kleiner) ins gesicht..........

ich denke uns hat es auch nicht geschadet getrennt zu wohnen, aber irgendwann möchte man doch auch mal was neues wagen, oder??

und diese kommentare kann ich inzwischen auch ganz gut kontern.....

z.b. du gehst jetzt mal windeln wechseln und ich plane dafür ein romantisches wochenende in den bergen:-) wem gehts da gerade besser?? :]

tylli

das ist es ja, er denkt nur an die negativen dinge die passieren könnten. aber das es auch positives gibt,das kommt ihmglaub gar net in den sinn. :-(

#13
Wie siehts denn aus mit "Kompromissen"? Könntest Du ihm viell. mit etwas abenteuerlichen Zwischenlösungen für ein, zwei Jahre oder so entgegenkommen? Oder geht nur die klassische Wohnung auf einer Etage zw. 60 und 90 Quadratmeter?

Viell. muss er spüren, dass es auch andere Alternativen gibt als "alles oder nichts"?

Liebe Grüße

Katha

P.S.: Es hat meist überhaupt nix mit weniger Liebe oder so zu tun, wenn man das nach ein paar Jahren Beziehung nicht erstrebenswert findet. Es hat oft viel mehr mit einem selbst zu tun - in dem Fall mit ihm. Er muss enge Nähe und regelmäßiges Zusammensein im Wechsel mit einer Form von Freiheit und Selbständigkeit erleben können, denke ich - sonst macht es ihm Angst. Denke doch mal in der Richtung über "buntere" Lösungen nach ;-)

Katha

#14
@ kata

ich würde ja den kompromiss eingehen zu ihm zu ziehen. Denke einfach, es wäre für uns beide einfacher in einer grösseren wohnung, in der noch jeder ein "eigenes Zimmer" für Rückzugsmöglichkeiten hat. Ich bräuchte das einfach. Aber er scheints nicht. Er hat ja schon ein paar mal gesagt, eine grössere wohnung brauchts nicht- seine wohnung sei schliesslich gross genug für 2! Er hat auch schon ein paar mal "angedeutet" - hier könnten wir das hinstellen, da jenes.....

aber er hat mich noch nie richtig und ernsthaft gefragt, ob ich zu ihm ziehen will. immer nur so kurz angedeutet und dann wieder dann thema gewechselt....

#15
Hallo Spina,

also, mit Kompromiss meinte ich nicht das zu ihm ziehen, sondern schon tatsächliche Kompromisse, in denen beide ein großes Stück aufeinander zugehen.

Und er scheint mir sehr widersprüchlich, es brauche keine größere Wohnung, aber richtig einziehen kannst Du auch nicht...

Du kannst doch den Widerspruch nur auflösen, wenn Du sein Angebot mit dem Probemonat annimmst.

Und tu das doch nicht traurig oder missgelaunt: Ich finde, es ist ein großer Schritt, jemanden in ein Umfeld ganz hineinzulassen, in dem man länger alleine gelebt hat. Klar warst Du viel und schonmal länger da, und sicher sind mit der Zeit schon einige Deiner Sachen "eingezogen" ;-), aber endgültig ist sowas doch ein Riesenschritt. Und er will viell. in dem Monat nur herausfinden, wie sich das anfühlt, wenn Du seine "Höhle" teilst.

Ich finde die Idee gut. Denn dann merkt er viell. auch, dass er doch mit Dir ganz neu anfangen möchte oder mit Rückzugsräumen für Euch beide, oder einer Wohnung auf zwei Etagen, oder ihm behagen sogar alternativere Modelle... sei doch einfach mal bereit für alles, was kommt.

Freu Dich, dass ihr diesen Monat zusammen austesten könnt.

Ich glaube, Du hast tatsächlich viel zu sehr diese Standardbilder im Kopf, was "man" als Paar so in den Dreißigern nach ein paar Jahren Beziehung zu tun hat, wie man zu leben hat..

Ihr könnt doch auf eine ganz eigene Art glücklich zusammenleben, oder nicht? Versuch doch, ihn mit Deiner Enttäuschung und Deinen festgelegten Vorstellungen nicht noch richtig abzuschrecken.

Wenn mir unwohl wäre beim Gedanken des endgültigen Zusammenziehens, und ich würde spüren, dass mein Partner da so unter Druck steht und dem klass. Bild entsprechen will und von mir enttäuscht ist, wenn ich z.B. mit einer Wohnung auf zwei Etagen anfangen wollte... dann würde mich das noch mehr vertreiben.

Ich wünsche Euch einen entspannten Probemonat! Das wird schon!

Katha

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