zwischen den Stühlen...brauche Rat
9 Antworten1'010 AufrufeGestartet von Islandfee ·
IslandfeeThemenstart
Hallo,
ich lese hier schon eine ganze Weile mit und habe mich jetzt entschlossen, mich auch anzumelden, in der Hoffnung, hier Rat zu finden.
Ich bin 35, seit 7 Jahren verheiratet und habe eine Tochter. Im Grunde genommen könnte es mir gar nicht besser gehen, aber vor einiger Zeit habe ich mich in einen anderen Mann verliebt.
Mein Mann arbeitet sehr viel, ist aber sonst ein richtiger Familienmensch. Wir sind in unserer Ehe schon durch so manches tiefe Tal gegangen, aber in den letzten Monaten schien es, als wäre alles wieder harmonisch und gut geworden.
Tja, und dann habe ich mich in einen anderen verliebt. Er ist das Gegenteil meines Mannes und ich kann meine Gefühle überhaupt nicht richtig einordnen.
Jetzt bin ich wirklich total durch den Wind. Will hier jetzt nicht einen riesigen Roman schreiben (obwohl, das, was bisher alles passiert ist, genug Stoff hergäbe).
Ich weiß nur, dass ich das mit meiner Ehe gerne wieder auf die Reihe kriegen möchte, aber keine Ahnung habe wie, weil meine Gefühle einfach komplett durcheinander sind :-(.
Würde mich über Feedback freuen...
Islandfee
ich lese hier schon eine ganze Weile mit und habe mich jetzt entschlossen, mich auch anzumelden, in der Hoffnung, hier Rat zu finden.
Ich bin 35, seit 7 Jahren verheiratet und habe eine Tochter. Im Grunde genommen könnte es mir gar nicht besser gehen, aber vor einiger Zeit habe ich mich in einen anderen Mann verliebt.
Mein Mann arbeitet sehr viel, ist aber sonst ein richtiger Familienmensch. Wir sind in unserer Ehe schon durch so manches tiefe Tal gegangen, aber in den letzten Monaten schien es, als wäre alles wieder harmonisch und gut geworden.
Tja, und dann habe ich mich in einen anderen verliebt. Er ist das Gegenteil meines Mannes und ich kann meine Gefühle überhaupt nicht richtig einordnen.
Jetzt bin ich wirklich total durch den Wind. Will hier jetzt nicht einen riesigen Roman schreiben (obwohl, das, was bisher alles passiert ist, genug Stoff hergäbe).
Ich weiß nur, dass ich das mit meiner Ehe gerne wieder auf die Reihe kriegen möchte, aber keine Ahnung habe wie, weil meine Gefühle einfach komplett durcheinander sind :-(.
Würde mich über Feedback freuen...
Islandfee
Hallo,
woran liegt es denn dass es mit deinem mann nicht mehr so klappt?
macht er zuviel oder zu wenig?
bist du dir deiner gefühle zu ihm nicht mehr klar.
liegt es nur an dem anderen mann?
woran liegt es denn dass es mit deinem mann nicht mehr so klappt?
macht er zuviel oder zu wenig?
bist du dir deiner gefühle zu ihm nicht mehr klar.
liegt es nur an dem anderen mann?
Ach, da sind im Laufe der vergangenen Jahre so viele Dinge passiert. Dinge, die für ihn nur Peanuts sind, bei mir aber einfach Spuren hinterlassen haben.
Beispielsweise hat er mich in der Schwangerschaft immer alleine gelassen, obwohl es mir sehr schlecht ging. ER wollte unbedingt ein Kind, aber dann kam ein Projekt in der Firma sozusagen "dazwischen" und ich war die ganze Zeit alleine.
Bei der Entbindung ging's ihm in erster LInie darum, bei den Ärzten einen guten Eindruck zumachen und weil er mich ignorierte, als ich sagte, mir geht's schlecht, hätte ich das ganze beinahe nicht überlebt. Es musste ein Not-OP gemacht werden und hinterher war ich noch zwei Wochen in derKlinik.
als ich dann total geschwächt nach Hause kam, meinte er, keinen Urlaub mehr nehmen zu können,w eil ich ja so lange im Krankenhaus war.
Tja, dies Ignoranz ging dann weiter und 2,5 Jahre später bekam ich dann einen Hörsturz nach dem anderen und musste in Kur gehen. Dort sagte man mir, dass ich mehr auf meine eigenen Bedürfnisse schauen muss und das habe ich danach auch getan. Seitdem ging es im Grunde genommen bergauf, aber irgendwas muss wohl doch verkehrt sein, denn sonst hätte ich mich doch nie und nimmer in einen anderen verliebt.
Was ich vorher noch vergesssen habe. DAsm it dem anderen beruht auf Gegenseitigkeit und wir haben uns auch eine Zeitlang getroffen. Tja, aber damit kann ich nicht mehr umgehen, es macht mich einfach fertig. Kann nachts nicht mehr schlafen und habe massive PRobleme mit Eßstörungen. daran leide ich seit meinem 16. Lebensjahr und wenn eben solche "Ausnahmesituationen" in meinem Leben auftauchen, dann geht das mit der Bulimie wieder los.
Bin ziemlich verzweifelt und ratlos.....
Meinen Mann habe ich gebeten, mich einfach mal ein bisschen in Ruhe zu lassen, damit ich mich sammeln kann, aber er lässt mich einfach nicht. Ruft mich ständig an, überschüttet mich mit dem, was er für Liebe hält und lässtm ir einfach keine Luft zum Atmen.
Weiß zwischenzeitlichnicth mehr, wie ich dem begegnen soll und wie das in Zukunft alles weitergehensoll.
Es ist ja schön, dass er mich so liebt, aber Liebe bedeutet doch auch Respekt vor dem Anderen und dazu gehört auch, dass man es respektiert wenn der andere (in dem Fall ich) um ein bisschen Abstand bittet.
Beispielsweise hat er mich in der Schwangerschaft immer alleine gelassen, obwohl es mir sehr schlecht ging. ER wollte unbedingt ein Kind, aber dann kam ein Projekt in der Firma sozusagen "dazwischen" und ich war die ganze Zeit alleine.
Bei der Entbindung ging's ihm in erster LInie darum, bei den Ärzten einen guten Eindruck zumachen und weil er mich ignorierte, als ich sagte, mir geht's schlecht, hätte ich das ganze beinahe nicht überlebt. Es musste ein Not-OP gemacht werden und hinterher war ich noch zwei Wochen in derKlinik.
als ich dann total geschwächt nach Hause kam, meinte er, keinen Urlaub mehr nehmen zu können,w eil ich ja so lange im Krankenhaus war.
Tja, dies Ignoranz ging dann weiter und 2,5 Jahre später bekam ich dann einen Hörsturz nach dem anderen und musste in Kur gehen. Dort sagte man mir, dass ich mehr auf meine eigenen Bedürfnisse schauen muss und das habe ich danach auch getan. Seitdem ging es im Grunde genommen bergauf, aber irgendwas muss wohl doch verkehrt sein, denn sonst hätte ich mich doch nie und nimmer in einen anderen verliebt.
Was ich vorher noch vergesssen habe. DAsm it dem anderen beruht auf Gegenseitigkeit und wir haben uns auch eine Zeitlang getroffen. Tja, aber damit kann ich nicht mehr umgehen, es macht mich einfach fertig. Kann nachts nicht mehr schlafen und habe massive PRobleme mit Eßstörungen. daran leide ich seit meinem 16. Lebensjahr und wenn eben solche "Ausnahmesituationen" in meinem Leben auftauchen, dann geht das mit der Bulimie wieder los.
Bin ziemlich verzweifelt und ratlos.....
Meinen Mann habe ich gebeten, mich einfach mal ein bisschen in Ruhe zu lassen, damit ich mich sammeln kann, aber er lässt mich einfach nicht. Ruft mich ständig an, überschüttet mich mit dem, was er für Liebe hält und lässtm ir einfach keine Luft zum Atmen.
Weiß zwischenzeitlichnicth mehr, wie ich dem begegnen soll und wie das in Zukunft alles weitergehensoll.
Es ist ja schön, dass er mich so liebt, aber Liebe bedeutet doch auch Respekt vor dem Anderen und dazu gehört auch, dass man es respektiert wenn der andere (in dem Fall ich) um ein bisschen Abstand bittet.
Original von IslandfeeMeinen Mann habe ich gebeten, mich einfach mal ein bisschen in Ruhe zu lassen, damit ich mich sammeln kann, aber er lässt mich einfach nicht. Ruft mich ständig an, überschüttet mich mit dem, was er für Liebe hält und lässtm ir einfach keine Luft zum Atmen.das kenne ich sehr gut.
habe das gleiche gerade hinter mir. es sind ein paar dinge passiert und ich habe um abstand gebeten. er wollte ihn mir nicht lassen. das ist schon mal kein gutes zeichen. er respektiert deine meinung und deine wünsche mit keinem stück.
zu der anderen sache muss ich sagen dass dein mann nicht gerade in der lage zu sein scheint verantwortung zu übernehmen.
am besten setzt du dich mal eine zeit von beiden ab und überlegst dir genau was du möchtest.
ich denke mal dass es dich mehr zu dem anderen hin zieht was dann auch ok wäre wenn es mit deinem mann vorbei wäre.
sicherlich denkst du an die vergangene zeit und an euer kind. aber du hast es nicht nötig bei einem mann zu bleiben den du nicht mehr liebst. für einen neuanfang ist es nie zu spät und um ganz ehrlich zu sein denke ich dass ein neuanfang angebracht wäre. entweder mit deinem mann oder mit dem anderen. aber etwas muss sich wohl ändern.
Ist halt einfach eine total verzwickte Situation und ich denke, ich brauch noch eine ganze Weile, um meinen Weg zu finden.
Das mit dem Anderen - hm, ich weiß nicht, ich denke, dem darf ich nicht zu viel Bedeutung beimessen. Er war halt sozusagen zur rechten Zeit am rechten Ort.. Da passt halt so überhaupt gar nichts was unsere Vorstellungen vom Leben angeht.
Deshalb habe ich die Sache auch beendet.
Ttja, und 10 gemeinsame Jahre kann man halt auch nicht so einfach wegwischen..
Kennst du das Gefühl auch, wenn man sich fühlt,wie in einer Zwangsjacke, weil einem der andere dauernd auf der Pelle hängt?? Das macht mich echt rasend....
Das mit dem Anderen - hm, ich weiß nicht, ich denke, dem darf ich nicht zu viel Bedeutung beimessen. Er war halt sozusagen zur rechten Zeit am rechten Ort.. Da passt halt so überhaupt gar nichts was unsere Vorstellungen vom Leben angeht.
Deshalb habe ich die Sache auch beendet.
Ttja, und 10 gemeinsame Jahre kann man halt auch nicht so einfach wegwischen..
Kennst du das Gefühl auch, wenn man sich fühlt,wie in einer Zwangsjacke, weil einem der andere dauernd auf der Pelle hängt?? Das macht mich echt rasend....
ja das gefühl kenne ich leider sehr gut.
nachdem ich den abstand wollte hat er mich wie oft angerufen. als wir zusammen waren rief er michan einem tag min. achtmal im büro an.
er war den ganzen tag zu hause und ihm war langweilig. er hat nicht begriffen dass es so nicsht geht. ich war total genervt am ende.
zieh dich am besten erstmal was von ihm zurück. auch räumlich wenn es sein muss. es dauert immer eine weile bis man genau weiss was man möchte aber die zeit kommt.
nachdem ich den abstand wollte hat er mich wie oft angerufen. als wir zusammen waren rief er michan einem tag min. achtmal im büro an.
er war den ganzen tag zu hause und ihm war langweilig. er hat nicht begriffen dass es so nicsht geht. ich war total genervt am ende.
zieh dich am besten erstmal was von ihm zurück. auch räumlich wenn es sein muss. es dauert immer eine weile bis man genau weiss was man möchte aber die zeit kommt.
sine
hallo islandfee!
ich habe ein bisschen geschmökert in deinen beiträgen...
hat sich denn was neues ergeben?
du hast in einem anderen thread geschrieben:
als aussenstehender liest sich das ganz glasklar, fee. du möchtest dich trennen.
der mann, der dir seine liebe gestanden hatte (dein kollege...) ist ein ekelpaket vom feinsten, wenn ich richtig gelesen habe. du verzeihst ihm (deinem kollegen) seine macken und seine verletzenden äußerungen, weil du verstehst, dass ein unsicherer und sich selbst verletzt fühlender mensch sozusagen unkoordiniert verbale ausbrüche hat... aber du hast auch eine geradezu ungesunde distanz zu deinem mann. jedenfalls erscheint dir der kollege attraktiver als dein mann... obwohl er macken hat und verletzend ist. ein so verletzender mensch kann dich nicht wirklich geliebt haben, geschweige denn lieben.
jaaa... du hast auch viel geschrieben über verliebtsein und lieben. aber mal grob über den kamm geschert: auf so einen mann wie deinen kollegen brauchst du dich nicht zu verlassen und tust es ja auch nicht. dass er dir dennoch interessant erscheint, zeigt, wie wenig du von deiner übrigen lebenssituation hältst...
an anderer stelle hattest du geschrieben, er (dein mann jetzt...) überschüttet dich mit liebe oder dem, was er dafür hält.
es ist so, dass ich glaube, bei dir ist was kaputtgegangen, als dein mann dich so im stich gelassen hat während der geburt deiner tochter. du hast dich zusammengerissen und der tochter zuliebe, vermute ich mal, oder warum-auch-immer die beziehung gepflegt. die schwäche deines mannes während der geburt hat jedoch, so denke ich, dir zu schaffen gemacht all die jahre.
ich glaube, das ist ein problem. du hast etwas von therapie geschrieben...? und dass dich die frage, ob du je eine beziehung hattest, bei der dir der mann was voraus hatte, fast aus den schuhen gesemmelt hätte? ich hab auch eine pt gemacht. mein therapeut hat es anders formuliert, aber von der sache her wohl sehr ähnlich. er sagte, ich würde mir immer männer suchen, die mir nicht ebenbürtig sind und die mir keine geborgenheit und sicherheit geben könnten.
für mich selbst habe ich nach sehr langem nicht-verstehen erkannt, dass ich das nicht zulasse, weil ich selbst mit mir so im streit war, mit mir selbst nicht im reinen. ich habe an meine umwelt einfach keine "höheren" anforderungen stellen wollen als an mich selbst. und tatsächlich geht es auch nicht. gerade bei liebe kann man nichts geben, was man für sich selbst nicht "hat" oder "besitzt".
es war komisch... als ich versucht hatte, das zu ändern und mich selbst zu mögen, hat sich radikal auch die beschissene verquickung von äußerlichen einflüssen und inneren gefühlen geändert. nicht, dass diese verquickung ganz aufgehoben wäre, nein, im gegenteil. ich hab alle "schutzschilde" etc. sinken lassen, denn es gibt keinen "schutz" gegen scheisse, pech und auch nicht gegen ausgenutztwerden oder gegen missverständnisse. man kann die welt nur "reinlassen" oder man sperrt alles aus, ganz oder gar nicht.
aber es hat sich einfach das maß, in dem ich die ungünstigen, mir selbst hinderlichen umstände angezogen habe, enorm geändert.
vielleicht hängt es auch schlicht damit zusammen, dass der glaube an sich selbst bedeutet, dass man sich auch den unangenehmen wahrheiten gewachsen sieht und darauf vertrauen kann, dass man alles als übung und als lehrstunde nehmen kann.
tja
sorry, mal wieder ein langes posting von mir... aber immerhin sind wir gleichaltrig. ich stelle mir gerne vor, wie mein leben wäre, wenn ich in einer anderen situation wäre. du hast auch viel geschrieben über eine verbindung zu jüngeren und bla. ich teile deine einschätzungen, glaube ich. es verändert sich einfach alles, und ich fürchte, wer sich zu sehr an der "jugend" festklammert, hat nur angst, sich zu verändern, wünscht kontrolle und möchte ein märchenbuch erleben, was das leben aber nunmal nicht ist.
gruß
sine
ich habe ein bisschen geschmökert in deinen beiträgen...
hat sich denn was neues ergeben?
du hast in einem anderen thread geschrieben:
Ich komm mit diesem Druck und dieser Liebe, die mir da ungebremst entgegenkommt einfach nicht klar. Ich WILL NICHT DIE TRAUMFRAU SEIN, will nicht tagtäglich und ununterbrochen Komplimente hören, mir ist das einfach zu viel.8o
Da steckt so viel Erwartung mit drin und ich will nicht dauernd ein schlechtes Gewissen haben, weil ich die Erwartungen nicht erfüllen kann und will.
Ich denke auch mal, dass das mit ein Grund war, warum ich mich so auf meinen Kollegen konzentriert habe. Naja, er fand (oder findet immer noch) mich auch toll, aber im Vergleich zu meinem Mann (der mir jeden Wunsch von den Augen abliest, auch Wünsche, die ich gar nicht habe - aber er weiß es wohl besser) ist bzw. war er doch recht ruppig und unkooperativ zu mir. Möglicherweise war's das, was mich so fasziniert hat.....
Hach, warum ist das manchmal alles so blöd :-(. Im Grunde genommen könnte ich glücklich und zufrieden sein, aber ich bin's nicht.....
Ich hab eine Freundin, die hat mir vor einigen Wochen erzählt, dass ihr Mann sich nach 10 Jahren Ehe von ihr getrennt hat und könnt ihr euch vorstellne, was da für ein Gefühl ini mir hochkam?? ES war nicht etwa Mitgefühl oder gar Mitleid, nein, es war NEID.
Ist das normal????
als aussenstehender liest sich das ganz glasklar, fee. du möchtest dich trennen.
der mann, der dir seine liebe gestanden hatte (dein kollege...) ist ein ekelpaket vom feinsten, wenn ich richtig gelesen habe. du verzeihst ihm (deinem kollegen) seine macken und seine verletzenden äußerungen, weil du verstehst, dass ein unsicherer und sich selbst verletzt fühlender mensch sozusagen unkoordiniert verbale ausbrüche hat... aber du hast auch eine geradezu ungesunde distanz zu deinem mann. jedenfalls erscheint dir der kollege attraktiver als dein mann... obwohl er macken hat und verletzend ist. ein so verletzender mensch kann dich nicht wirklich geliebt haben, geschweige denn lieben.
jaaa... du hast auch viel geschrieben über verliebtsein und lieben. aber mal grob über den kamm geschert: auf so einen mann wie deinen kollegen brauchst du dich nicht zu verlassen und tust es ja auch nicht. dass er dir dennoch interessant erscheint, zeigt, wie wenig du von deiner übrigen lebenssituation hältst...
an anderer stelle hattest du geschrieben, er (dein mann jetzt...) überschüttet dich mit liebe oder dem, was er dafür hält.
es ist so, dass ich glaube, bei dir ist was kaputtgegangen, als dein mann dich so im stich gelassen hat während der geburt deiner tochter. du hast dich zusammengerissen und der tochter zuliebe, vermute ich mal, oder warum-auch-immer die beziehung gepflegt. die schwäche deines mannes während der geburt hat jedoch, so denke ich, dir zu schaffen gemacht all die jahre.
ich glaube, das ist ein problem. du hast etwas von therapie geschrieben...? und dass dich die frage, ob du je eine beziehung hattest, bei der dir der mann was voraus hatte, fast aus den schuhen gesemmelt hätte? ich hab auch eine pt gemacht. mein therapeut hat es anders formuliert, aber von der sache her wohl sehr ähnlich. er sagte, ich würde mir immer männer suchen, die mir nicht ebenbürtig sind und die mir keine geborgenheit und sicherheit geben könnten.
für mich selbst habe ich nach sehr langem nicht-verstehen erkannt, dass ich das nicht zulasse, weil ich selbst mit mir so im streit war, mit mir selbst nicht im reinen. ich habe an meine umwelt einfach keine "höheren" anforderungen stellen wollen als an mich selbst. und tatsächlich geht es auch nicht. gerade bei liebe kann man nichts geben, was man für sich selbst nicht "hat" oder "besitzt".
es war komisch... als ich versucht hatte, das zu ändern und mich selbst zu mögen, hat sich radikal auch die beschissene verquickung von äußerlichen einflüssen und inneren gefühlen geändert. nicht, dass diese verquickung ganz aufgehoben wäre, nein, im gegenteil. ich hab alle "schutzschilde" etc. sinken lassen, denn es gibt keinen "schutz" gegen scheisse, pech und auch nicht gegen ausgenutztwerden oder gegen missverständnisse. man kann die welt nur "reinlassen" oder man sperrt alles aus, ganz oder gar nicht.
aber es hat sich einfach das maß, in dem ich die ungünstigen, mir selbst hinderlichen umstände angezogen habe, enorm geändert.
vielleicht hängt es auch schlicht damit zusammen, dass der glaube an sich selbst bedeutet, dass man sich auch den unangenehmen wahrheiten gewachsen sieht und darauf vertrauen kann, dass man alles als übung und als lehrstunde nehmen kann.
tja
sorry, mal wieder ein langes posting von mir... aber immerhin sind wir gleichaltrig. ich stelle mir gerne vor, wie mein leben wäre, wenn ich in einer anderen situation wäre. du hast auch viel geschrieben über eine verbindung zu jüngeren und bla. ich teile deine einschätzungen, glaube ich. es verändert sich einfach alles, und ich fürchte, wer sich zu sehr an der "jugend" festklammert, hat nur angst, sich zu verändern, wünscht kontrolle und möchte ein märchenbuch erleben, was das leben aber nunmal nicht ist.
gruß
sine
Hi Sine,
das hast du schön geschrieben und auch den Nagel auf den Kopf getroffen :-).
Momentan sieht's bei mir so aus, dass die Sache mit meinem Kollegen beendet ist (endgültig - hab grad dazu was in "wir können nicht mal Freunde bleiben" geschrieben) und ich was meine Ehe angeht, so vor mich hindümple.
In Therapie bin ich ja wegen meiner Bulimie, die ich aber zwischenzeitlich ganz gut im Griff habe, bzw. wenn ich merke, es geht wieder los, dann setz ich mich aufs Fahrrad, geh laufen und zu meinem Pferd. DAs klappt ganz gut, ist aber natürlich auf Dauer auch keine Lösung.
Mein Mann überschüttet mich nach wie vor mit Liebe, das hält auf Dauer unter Garantie keine Frau aus. Ich hab auch keine Lust, immer seine Erwartungen zu erfüllen, dazu bin ich mir selber viel zu wichtig.
Momentan geh ich einfach den bequemsten Weg, lasse die Dinge so, wie sie sind und solange das für mich noch erträglich ist oder ich es irgendwie ausgleichen kann, werde ich sicher auch nichts ändern.
Die Situation im Büro ist halt wirklich blöd, aber daran kann ich jetzt eben auch nix ändern..... Könnt mich nur in den Allerwertesten beißen, wer ist schon so blöd, in der Firma was anzufangen....
Wie lebst du denn jetzt ?? Und geht's dir gut dabei??
Tja, manchmal denke ich, wenn ich so ein Dummchen wäre, ging's mir sicher besser bzw. das Leben wäre in vielen Punkten einfacher......
Liebe Grüße
Fee
das hast du schön geschrieben und auch den Nagel auf den Kopf getroffen :-).
Momentan sieht's bei mir so aus, dass die Sache mit meinem Kollegen beendet ist (endgültig - hab grad dazu was in "wir können nicht mal Freunde bleiben" geschrieben) und ich was meine Ehe angeht, so vor mich hindümple.
In Therapie bin ich ja wegen meiner Bulimie, die ich aber zwischenzeitlich ganz gut im Griff habe, bzw. wenn ich merke, es geht wieder los, dann setz ich mich aufs Fahrrad, geh laufen und zu meinem Pferd. DAs klappt ganz gut, ist aber natürlich auf Dauer auch keine Lösung.
Mein Mann überschüttet mich nach wie vor mit Liebe, das hält auf Dauer unter Garantie keine Frau aus. Ich hab auch keine Lust, immer seine Erwartungen zu erfüllen, dazu bin ich mir selber viel zu wichtig.
Momentan geh ich einfach den bequemsten Weg, lasse die Dinge so, wie sie sind und solange das für mich noch erträglich ist oder ich es irgendwie ausgleichen kann, werde ich sicher auch nichts ändern.
Die Situation im Büro ist halt wirklich blöd, aber daran kann ich jetzt eben auch nix ändern..... Könnt mich nur in den Allerwertesten beißen, wer ist schon so blöd, in der Firma was anzufangen....
Wie lebst du denn jetzt ?? Und geht's dir gut dabei??
Tja, manchmal denke ich, wenn ich so ein Dummchen wäre, ging's mir sicher besser bzw. das Leben wäre in vielen Punkten einfacher......
Liebe Grüße
Fee
sine
hm, die theorie, dass die "klugen" mehr leiden als die "dummen", hatte schon mal jemand. in der allgemeine-sorgen-ecke des lk-forums müsstest du den thread auch finden können, war vor circa 2 monaten noch aktuell, glaub ich.
moment... hier isser: http://liebeskummer.ch/thread.php?threadid=18468&sid=
*gg*
wie es mir geht?
ach naja. ich habe sehr sehr große schwierigkeiten gehabt im jahr 2004, es ging das gesamte jahr lang hoch her in meinem inneren. meine psychotherapie hatte ich schon in 2003 angefangen gehabt wegen meiner mutlosigkeit und auch, um mich auf meiner arbeit zu effektivieren. ich bin selbständig und ich litt unter unglaublichen existenzängsten und so.
in 2004 hatte mich mein liebeskummer unendlich von allem entfernt, ich hab noch funktioniert, aber mein inneres war mein eigentliches leben. erst hab ich gekämpft, dann hab ich es mit frohsinn versucht. also ich hab versucht, mit mir selbst gut freund zu werden. das funktioniert nur schritt für schritt und es ist irre aufregend, was sich alles verändert, wenn man es mal probiert. also wirklich IRRE und aufregend. ich bin mit sachen konfrontiert worden, die plötzlich originär für mich waren, weil ich alle meine denkgerüste für fehlerhaft erklärt hatte und mich nicht mehr auf irgendwelche hausgebackenen "so ist das halt" - weisheiten, die ich in meinem inneren im laufe der jahre mir zurechtgelegt hatte für alle erdenklichen situationen, zurückgreifen wollte.
ich habe mich verliebt, und jetzt sind wir ein halbes jahr zusammen, monsieur und icke.
der witz ist, dass ich nicht die beziehung im vordergrund sehe. es ist für mich einfach eine lebensphase, wie lange sie dauert, weiß ich nicht (weiß das irgendwer bei beziehungen? ), ich frage mich auch nicht, ob wir irgendein verliebtheitsstadium erreicht oder schon hinter uns gelassen haben, nichts. ich schaue ganz klar nur darauf, ob es mir gut geht. meinen partner liebe ich von alleine, da brauch ich mir keinen kopf zu machen, und alles andere kann ich ja nicht wirklich beeinflussen. ich versuche nur, ich selbst zu sein (boah, klingt das doof... also: authentisch zu sein... klingt das jetzt besser? k.a.).
wie es mir geht?
heute bin ich krank, aber ich bin müde und glücklich. die krankheit empfinde ich als fingerzeig und frage mich, was nicht in ordnung ist. ich tippe auf meinen job und ich weiß selbst, dass ich dort noch riesige baustellen habe, die nicht fertig geworden sind bisher (im übertragenen sinne... bin keine bauarbeiterin oder so :) )).
tja
also danke der nachfrage
was mich immer beschäftigt, ist, wie schillernd sich die dinge darstellen. was heute noch gut ist, kann morgen schlecht sein. deine geschichte klingt auch eigentlich froh und glücklich, und dennoch ist da dieser stachel, deine bulemie, gell, und man fragt sich, woher kommt das eigentlich... ist es vielleicht doch nicht alles froh und glücklich?
so ist es immer im leben, auch bei mir.
wir haben die chance, jeden tag unser glück zu suchen. aber du hast dich dafür entschieden, dein leben in der warteschleife zu verbringen... ich finde das ehrlich gesagt aber nicht so o.k.
gruß
sine
moment... hier isser: http://liebeskummer.ch/thread.php?threadid=18468&sid=
*gg*
wie es mir geht?
ach naja. ich habe sehr sehr große schwierigkeiten gehabt im jahr 2004, es ging das gesamte jahr lang hoch her in meinem inneren. meine psychotherapie hatte ich schon in 2003 angefangen gehabt wegen meiner mutlosigkeit und auch, um mich auf meiner arbeit zu effektivieren. ich bin selbständig und ich litt unter unglaublichen existenzängsten und so.
in 2004 hatte mich mein liebeskummer unendlich von allem entfernt, ich hab noch funktioniert, aber mein inneres war mein eigentliches leben. erst hab ich gekämpft, dann hab ich es mit frohsinn versucht. also ich hab versucht, mit mir selbst gut freund zu werden. das funktioniert nur schritt für schritt und es ist irre aufregend, was sich alles verändert, wenn man es mal probiert. also wirklich IRRE und aufregend. ich bin mit sachen konfrontiert worden, die plötzlich originär für mich waren, weil ich alle meine denkgerüste für fehlerhaft erklärt hatte und mich nicht mehr auf irgendwelche hausgebackenen "so ist das halt" - weisheiten, die ich in meinem inneren im laufe der jahre mir zurechtgelegt hatte für alle erdenklichen situationen, zurückgreifen wollte.
ich habe mich verliebt, und jetzt sind wir ein halbes jahr zusammen, monsieur und icke.
der witz ist, dass ich nicht die beziehung im vordergrund sehe. es ist für mich einfach eine lebensphase, wie lange sie dauert, weiß ich nicht (weiß das irgendwer bei beziehungen? ), ich frage mich auch nicht, ob wir irgendein verliebtheitsstadium erreicht oder schon hinter uns gelassen haben, nichts. ich schaue ganz klar nur darauf, ob es mir gut geht. meinen partner liebe ich von alleine, da brauch ich mir keinen kopf zu machen, und alles andere kann ich ja nicht wirklich beeinflussen. ich versuche nur, ich selbst zu sein (boah, klingt das doof... also: authentisch zu sein... klingt das jetzt besser? k.a.).
wie es mir geht?
heute bin ich krank, aber ich bin müde und glücklich. die krankheit empfinde ich als fingerzeig und frage mich, was nicht in ordnung ist. ich tippe auf meinen job und ich weiß selbst, dass ich dort noch riesige baustellen habe, die nicht fertig geworden sind bisher (im übertragenen sinne... bin keine bauarbeiterin oder so :) )).
tja
also danke der nachfrage
was mich immer beschäftigt, ist, wie schillernd sich die dinge darstellen. was heute noch gut ist, kann morgen schlecht sein. deine geschichte klingt auch eigentlich froh und glücklich, und dennoch ist da dieser stachel, deine bulemie, gell, und man fragt sich, woher kommt das eigentlich... ist es vielleicht doch nicht alles froh und glücklich?
so ist es immer im leben, auch bei mir.
wir haben die chance, jeden tag unser glück zu suchen. aber du hast dich dafür entschieden, dein leben in der warteschleife zu verbringen... ich finde das ehrlich gesagt aber nicht so o.k.
gruß
sine
Hi Sine,
das mit der Warteschleife trifft es haargenau, aber es gibt für alles im Leben eine Zeit und momentan ist für mich die Zeit, meiner Tochter eine schöne Kindheit zu bescheren...
Ich kenne mich und ich weiß, dass ich als allein erziehende Mutter meiner Kleinen nicht wirklich gerecht werden könnte, dazu bin ich einfach zu ungeduldig und auch zu egoistisch. Ich bin nicht so die Übermutter und mir selber einfach auch sehr wichtig. Mein Mann bildet da den richtigen Ausgleich und was unsere Tochter angeht, da ergänzen wir uns halt wirklich prima.
Weißt du, ich grenze mich einfach ab und lebe mein Leben, ein Teil davon mit ihm zusammen, den anderen Teil für mich selber. ER hat die Wahl, wenn er damit nicht klarkommt, hab ich ihm auch freigestellt, zu gehen, aber das will er nicht.
Es ist sozusagen ein Arrangement, das aber ganz gut funktioniert.
Ich kann mir ein Leben ohne ihn auch nicht wirklich vorstellen, aber ob das Liebe istl...... keine Ahnung.
Das mit der Bulimie ist für mich wohl irgendwie ein Ventil, mit Druck fertig zu werden, wobei ich es zwischenzeitlich recht gut im Griff habe, bzw. einen Ersatz gefunden habe (laufen, radeln). Dazu kommt, dass ich in den letzten Jahren gelernt habe, mich selbst zu mögen und toll zu finden, was mir eine gewisse Unabhängigkeit gibt.
Ich sehe so oft Leute, die sich selber nicht leiden können. Ich finde nicht, dass es was mit eingebildet sein zu tun hat, wenn man sich selber toll findet *g*, auch wenn viele dieser Ansicht sind. Ist doch ein tolles Gefühl, morgens in den Spiegel zu schauen und du sagen "du bist toll, ich mag dich".
Hm, im Moment denke ich grad über deine Worte nach und darüber, ob ich mich denn nun wirklich von meinem Mann würde trennen wollen..... Keine Ahnung, das Thema bzw. diese Entscheidung schieb ich à la Scarlett O`Hara (kennst du "Vom Winde verweht) vor mir her "Verschieben wir's doch auf Morgen"
Liebe Grüße
Fee
das mit der Warteschleife trifft es haargenau, aber es gibt für alles im Leben eine Zeit und momentan ist für mich die Zeit, meiner Tochter eine schöne Kindheit zu bescheren...
Ich kenne mich und ich weiß, dass ich als allein erziehende Mutter meiner Kleinen nicht wirklich gerecht werden könnte, dazu bin ich einfach zu ungeduldig und auch zu egoistisch. Ich bin nicht so die Übermutter und mir selber einfach auch sehr wichtig. Mein Mann bildet da den richtigen Ausgleich und was unsere Tochter angeht, da ergänzen wir uns halt wirklich prima.
Weißt du, ich grenze mich einfach ab und lebe mein Leben, ein Teil davon mit ihm zusammen, den anderen Teil für mich selber. ER hat die Wahl, wenn er damit nicht klarkommt, hab ich ihm auch freigestellt, zu gehen, aber das will er nicht.
Es ist sozusagen ein Arrangement, das aber ganz gut funktioniert.
Ich kann mir ein Leben ohne ihn auch nicht wirklich vorstellen, aber ob das Liebe istl...... keine Ahnung.
Das mit der Bulimie ist für mich wohl irgendwie ein Ventil, mit Druck fertig zu werden, wobei ich es zwischenzeitlich recht gut im Griff habe, bzw. einen Ersatz gefunden habe (laufen, radeln). Dazu kommt, dass ich in den letzten Jahren gelernt habe, mich selbst zu mögen und toll zu finden, was mir eine gewisse Unabhängigkeit gibt.
Ich sehe so oft Leute, die sich selber nicht leiden können. Ich finde nicht, dass es was mit eingebildet sein zu tun hat, wenn man sich selber toll findet *g*, auch wenn viele dieser Ansicht sind. Ist doch ein tolles Gefühl, morgens in den Spiegel zu schauen und du sagen "du bist toll, ich mag dich".
Hm, im Moment denke ich grad über deine Worte nach und darüber, ob ich mich denn nun wirklich von meinem Mann würde trennen wollen..... Keine Ahnung, das Thema bzw. diese Entscheidung schieb ich à la Scarlett O`Hara (kennst du "Vom Winde verweht) vor mir her "Verschieben wir's doch auf Morgen"
Liebe Grüße
Fee
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