zwischen Liebe und Leere
13 Antworten1'813 AufrufeGestartet von kaffeeonkel ·
kaffeeonkelThemenstart
Hallo erstmal, ich bin ziemlich neu hier.
Kurze schmerzlose Zusammenfassung der Situation:
Ich 39, bin seit 5 Jahren komplett cleaner Alkoholiker.
Meine letzte Beziehung lernte ich vor 5,5 Jahren kennen.
Ich hab dann noch ne Therapie gemacht, war aber vorher schon beantragt, und das war es mit dem Alkohol war aktiv vorbei.
Jetzt habe ich nach Arbeitsmaßnahme und Umschulung vor einem Jahr nen Job gefunden.
Sie, traumatisiert, lernt in Ihrer jetzigen Therapie einen anderen kennen und vermutlich lieben.
Das sie demnächst eine Umschulung machen will finde ich ja super, doch plötzlich mit ihm??!!
Jetzt wo wir die schlimmsten Situationen in unserem Leben überstanden haben läuft sie zu einem Anderen?
Ich sitze jetzt hier mit den ganzen Erinnerungen und den Katzen auf einem Scherbenhaufen: Allein.
Freunde und Bekannte hab ich allein eigentlich nicht.
Als trockener Alkoholiker ist es auch nicht immer einfach jemanden kennen zu lernen.
Das ist die erste Einführung, vielleicht später mehr.
Weiß jemand Hilfe oder Rat?
Kurze schmerzlose Zusammenfassung der Situation:
Ich 39, bin seit 5 Jahren komplett cleaner Alkoholiker.
Meine letzte Beziehung lernte ich vor 5,5 Jahren kennen.
Ich hab dann noch ne Therapie gemacht, war aber vorher schon beantragt, und das war es mit dem Alkohol war aktiv vorbei.
Jetzt habe ich nach Arbeitsmaßnahme und Umschulung vor einem Jahr nen Job gefunden.
Sie, traumatisiert, lernt in Ihrer jetzigen Therapie einen anderen kennen und vermutlich lieben.
Das sie demnächst eine Umschulung machen will finde ich ja super, doch plötzlich mit ihm??!!
Jetzt wo wir die schlimmsten Situationen in unserem Leben überstanden haben läuft sie zu einem Anderen?
Ich sitze jetzt hier mit den ganzen Erinnerungen und den Katzen auf einem Scherbenhaufen: Allein.
Freunde und Bekannte hab ich allein eigentlich nicht.
Als trockener Alkoholiker ist es auch nicht immer einfach jemanden kennen zu lernen.
Das ist die erste Einführung, vielleicht später mehr.
Weiß jemand Hilfe oder Rat?
Hey Kopf hoch! Jetzt mal im ernst!Wenn du den Alkohol besiegst , dann besiegst du auch den Kampf gegen den Kummer!Aber gegen Gefühle kann man anscheinend nichts tun und reisende sollte man nicht aufhalten!
Danke für die Antwort.
Doch es kommen ja noch einige Fragen dazu:
wie geht es emotional weiter?
Wie geht es mit der Wohnung weiter?
kann ich das so kurzfristig beruflich kompensieren?
Fragen über Fragen.
Und Wieso?
Doch es kommen ja noch einige Fragen dazu:
wie geht es emotional weiter?
Wie geht es mit der Wohnung weiter?
kann ich das so kurzfristig beruflich kompensieren?
Fragen über Fragen.
Und Wieso?
Evelyn38
Hi Onkel,
find ich gut, dass du dir all diese Fragen stellt.
Stell dich ihnen. Warum, dass kannst nur du dir beantworten.
Du bist interessiert daran warum das alles so passiert, das ist schon in Ordnung so.
Dadurch du dich damit auseinandersetzt wirst du auch deine Antworten finden - deine Wahrheit.
Wie auch berber schon sagte:
Du hast den Alkohol besiegt, was kann dich noch halten. Du bist stark. Du wirst deinen Weg finden davon bin ich überzeugt. Alles macht Sinn, auch wenn man ihn nicht gleich versteht.
Vielleicht hilft dir Literatur (mir hat sie seeehhhhrrr geholfen):
z. B. Gespräche mit Gott (empfehlenswert auch wenn du nicht religös sein solltest).
Oder - Lass endlich los und lebe...
Es gibt so viel gute Bücher die einem weiterhelfen - und so viel nette Menschen hier und überall. Du bist nicht allein - Niemals.
Vertrau auf das Gute und das Gute wird kommen.
Sende viel Liebe
Evelyn
find ich gut, dass du dir all diese Fragen stellt.
Stell dich ihnen. Warum, dass kannst nur du dir beantworten.
Du bist interessiert daran warum das alles so passiert, das ist schon in Ordnung so.
Dadurch du dich damit auseinandersetzt wirst du auch deine Antworten finden - deine Wahrheit.
Wie auch berber schon sagte:
Du hast den Alkohol besiegt, was kann dich noch halten. Du bist stark. Du wirst deinen Weg finden davon bin ich überzeugt. Alles macht Sinn, auch wenn man ihn nicht gleich versteht.
Vielleicht hilft dir Literatur (mir hat sie seeehhhhrrr geholfen):
z. B. Gespräche mit Gott (empfehlenswert auch wenn du nicht religös sein solltest).
Oder - Lass endlich los und lebe...
Es gibt so viel gute Bücher die einem weiterhelfen - und so viel nette Menschen hier und überall. Du bist nicht allein - Niemals.
Vertrau auf das Gute und das Gute wird kommen.
Sende viel Liebe
Evelyn
@ evelyn
danke!
"Lass endlich los und lebe..."
Ist vollkommen richtig, doch leider sind da auch bei irgendwelchen Unternehmungen noch die gedanken an die schöne Zeit mit ihr.
-Die schlechte zeit kann man ja sehr gut vergessen/ verdrängen.
"Vertrau auf das Gute und das Gute wird kommen."
Stimmt auch total.
Nur wer eine positive Ausstrahlung hat kann auch Positives erfahren. Sollte ich immer wieder dran denken und versuchen umzusetzen.
Gespräche mit Gott, ich nenne es eine Macht, die größer ist als ich selbst, werde ich zumindest probieren.
Nochmals Danke
der Onkel
danke!
"Lass endlich los und lebe..."
Ist vollkommen richtig, doch leider sind da auch bei irgendwelchen Unternehmungen noch die gedanken an die schöne Zeit mit ihr.
-Die schlechte zeit kann man ja sehr gut vergessen/ verdrängen.
"Vertrau auf das Gute und das Gute wird kommen."
Stimmt auch total.
Nur wer eine positive Ausstrahlung hat kann auch Positives erfahren. Sollte ich immer wieder dran denken und versuchen umzusetzen.
Gespräche mit Gott, ich nenne es eine Macht, die größer ist als ich selbst, werde ich zumindest probieren.
Nochmals Danke
der Onkel
Original von kaffeeonkelSie, traumatisiert, lernt in Ihrer jetzigen Therapie einen anderen kennen und vermutlich lieben ... Jetzt wo wir die schlimmsten Situationen in unserem Leben überstanden haben läuft sie zu einem Anderen?Hallo lieber Onkel,
wenn ich dir noch einen Denkanstoß geben darf:
Bei diesem Zitat bin ich nachdenklich geworden. Du meinst, sie hätte die schlimmste Situation in IHREM Leben überstanden, weil DU sie überstanden hast ... :schief:
Aber weißt du wirklich, wie es ihr gegangen ist, als ihr beide das alles erlebt habt? Wie war es, als du jemanden gebraucht hast, der für dich da war - war sie immer für dich da?
Doch wie ging es ihr damit, warst auch du für sie da?
Möglicherweise hat sie jetzt ein Nachholbefürfnis, dass sich einmal jemand um sie kümmert, so wie sie es für dich getan hat?
Ich hoffe, du kannst mit meinen Fragen etwas anfangen!
Liebe Grüße von
sine
hallo kaffeeonkel
ich nehme an, deine nächste therapie ist die kaffee-therapie... ? :D also das mit dem alc hast du jedenfalls sehr gut gemacht. ich selbst hab auch mal ein paar mal ziemlich tief ins glas geschaut früher und muss sagen, das war nicht mehr o.k. so. ich glaube, jede sucht ist absolut beschissen und naja.
zugleich ist es aber auch erstaunlich, dass immer dann, wenn man meint, es geht nicht mehr weiter, es DOCH weiter geht. ich nehme an, diese erfahrung hast du vll. auch gemacht, denn mit alkoholismus verbinde ich in gewisser weise auch, dass man sich vor anderen entblödet hat im suff etc. pp.
so
jetzt zu der liebesproblematik.
es gab hier mal einen thread von @aquarell (oder so ähnlich, leider find ich den thread nimmer... sry). sie hatte einen freund, der auch alki war. ich glaube, die problematik einer sucht ist 1.000 mal tödlicher für eine beziehung als jede andere problematik. hab zwar noch nicht alles ausprobiert :) ) aber so denke ich. denn gefühle müssen frei sein.
wenn jemand süchtig ist, wird der andere - glaube ich zumindest - in eine art elternrolle oder beraterrolle gedrängt (mal abgesehen von der tatsache, dass der süchtige ziemlich egoman ist in seinen phasen, aber auch im danach...). das ist ein "no go" und zwar deshalb, weil echt liebe nur zwischen gleichberechtigten menschen wachsen kann.
so
und nu? sag ihr doch mal, dass für dich ein neues leben anfängt. und zwar im ernst. du bist DA, zum ersten mal wirklich, und es wird zeit, dass IHR anfangt, ein richtiges paar zu sein.
ob das klappt ist natürlich nicht sicher... :rolleyes: ich glaube nämlich, dass man tabus, die man einmal gebrochen hat, in einer beziehung nicht mehr so einfach wieder "flicken" kann. vlll. paartherapie? oder ist der kontakt zu ihr schon weg...?
schreib mal ein bißchen mehr!
gruß
sine
ich nehme an, deine nächste therapie ist die kaffee-therapie... ? :D also das mit dem alc hast du jedenfalls sehr gut gemacht. ich selbst hab auch mal ein paar mal ziemlich tief ins glas geschaut früher und muss sagen, das war nicht mehr o.k. so. ich glaube, jede sucht ist absolut beschissen und naja.
zugleich ist es aber auch erstaunlich, dass immer dann, wenn man meint, es geht nicht mehr weiter, es DOCH weiter geht. ich nehme an, diese erfahrung hast du vll. auch gemacht, denn mit alkoholismus verbinde ich in gewisser weise auch, dass man sich vor anderen entblödet hat im suff etc. pp.
so
jetzt zu der liebesproblematik.
es gab hier mal einen thread von @aquarell (oder so ähnlich, leider find ich den thread nimmer... sry). sie hatte einen freund, der auch alki war. ich glaube, die problematik einer sucht ist 1.000 mal tödlicher für eine beziehung als jede andere problematik. hab zwar noch nicht alles ausprobiert :) ) aber so denke ich. denn gefühle müssen frei sein.
wenn jemand süchtig ist, wird der andere - glaube ich zumindest - in eine art elternrolle oder beraterrolle gedrängt (mal abgesehen von der tatsache, dass der süchtige ziemlich egoman ist in seinen phasen, aber auch im danach...). das ist ein "no go" und zwar deshalb, weil echt liebe nur zwischen gleichberechtigten menschen wachsen kann.
so
und nu? sag ihr doch mal, dass für dich ein neues leben anfängt. und zwar im ernst. du bist DA, zum ersten mal wirklich, und es wird zeit, dass IHR anfangt, ein richtiges paar zu sein.
ob das klappt ist natürlich nicht sicher... :rolleyes: ich glaube nämlich, dass man tabus, die man einmal gebrochen hat, in einer beziehung nicht mehr so einfach wieder "flicken" kann. vlll. paartherapie? oder ist der kontakt zu ihr schon weg...?
schreib mal ein bißchen mehr!
gruß
sine
...zum Thread von @Naturelle, in dem es um ihren Alkoholiker-Freund ging. Ich denke, den meinst du: No way out...
ohoh
sorry, ertsmal hallo und danke
@Lisabel
"Möglicherweise hat sie jetzt ein Nachholbefürfnis, dass sich einmal jemand um sie kümmert, so wie sie es für dich getan hat?"
Stimmt, auch wenn ich trocken bin, bin ich evttl trocken besoffen.
@Sine
"weil echt liebe nur zwischen gleichberechtigten menschen wachsen kann."
bei meinen Gedanken ist das eine ähnliche Aussage.
Der Kontakt ist nicht weg.
Mehr kann ich dazu heute noch nicht antworten.
ich muss erst nachdenken. Dann gibt es auch mehr.
lg
der Onkel
sorry, ertsmal hallo und danke
@Lisabel
"Möglicherweise hat sie jetzt ein Nachholbefürfnis, dass sich einmal jemand um sie kümmert, so wie sie es für dich getan hat?"
Stimmt, auch wenn ich trocken bin, bin ich evttl trocken besoffen.
@Sine
"weil echt liebe nur zwischen gleichberechtigten menschen wachsen kann."
bei meinen Gedanken ist das eine ähnliche Aussage.
Der Kontakt ist nicht weg.
Mehr kann ich dazu heute noch nicht antworten.
ich muss erst nachdenken. Dann gibt es auch mehr.
lg
der Onkel
Meine ersten Gedanken:
ich sitze hier und denke, ja ich denke daran was ich falsch gemacht habe und mache.
Eine ganze Menge.
War ich die letzten Jahre trocken?
Direkt von Alkohol und Medikamenten, ja.
Aber war/ bin ich nicht nüchtern besoffen?
Handele ich nicht immer noch wie ein Trunkener.
Wenn es eine Entscheidung zu treffen gibt, ich frage Dich.
Wenn wir irgendwo hinfahren möchten, ich frage Dich.
Wenn es um Berührungen, Sex etc. geht, ich frage Dich.
Habe ich Dich jemals richtig ernsthaft gefragt was Du möchtest?
Ich habe doch meistens nur gefragt—wollte ich es wirklich wissen?
Ich denke ja, aber so richtig überzeugt davon bin ich nicht.
Du hast zwei Kinder abgegeben, dafür aber bis vor Kurzem ein neues, großes Kind gehabt—mich.
Wenn Du meintest das Etwas gut für mich ist, dann hatte ich den Eindruck es ist gut für mich.
Ich habe zu Dir aufgesehen, wie ein Kind zu seiner Mutter oder ein nasser Alkoholiker zu dem Schnappshändler.
Klar habe ich mich öfters dumm gestellt, damit ich nicht die Verantwortung für Irgendetwas übernehmen muss.
Vielleicht liebst Du mich, vielleicht auch nicht mehr.
Vielleicht suchst Du auch Jemanden, auf den Du keine Rücksicht nehmen musst, der sein eigenes Leben lebt.
Ich habe Dir schön öfters zugesagt, dass ich auch mal eigene Wege gehe, doch das habe ich ja nie lange durchgehalten.
Deinen eigenen privaten bereich, den ein jeder haben muss, den habe ich immer wieder durchbrochen.
Hier gab es für mich kein halten, immer wieder habe ich mich langsam da reingeschlichen, wie ein kleines Kind.
Doch auch kleine Kinder werden erwachsen.
In den letzten Tagen habe ich viel nachgedacht.
So kann und darf es nicht weitergehen.
Ich habe klare Vorstellungen was ich machen werde.
Klar könntest Du jetzt denken: aha, wie lange denn.
Doch die letzten Wochen haben mir ganz deutlich gezeigt, dass es so nicht mehr weitergehen darf und kann.
Ich darf Dich nicht dem Druck aussetzen, dass ich nur lebe wenn du bei mir bist. Dieser Druck allein muss für Dich ja enorm gewesen sein. Ich war total egoistisch.
Doch diese Erkenntnis kommt sie für uns zu spät??
Jetzt, wo Du Deine größten Probleme hast benehme ich mich wieder wie ein Kind.
Ich habe Dir zwar angeboten Dir zu helfen, aber helfe ich Dir?
Dir muss ja alles vorkommen wie leere Worte.
Klar hab ich zu Hause viel getan- Essen kochen, Einkaufen etc., aber sonst?
Hätte ich Dir nicht lieber mal ein Gespräch anbieten sollen?
Wenn Du mehr Kraft in mir vermutet hättest und nicht das zu schützende Kind in mir gesehen hättest, könnte ich auch jetzt helfen, für Dich da sein.
Nicht finanziell, sondern emotional.
der Onkel
ich sitze hier und denke, ja ich denke daran was ich falsch gemacht habe und mache.
Eine ganze Menge.
War ich die letzten Jahre trocken?
Direkt von Alkohol und Medikamenten, ja.
Aber war/ bin ich nicht nüchtern besoffen?
Handele ich nicht immer noch wie ein Trunkener.
Wenn es eine Entscheidung zu treffen gibt, ich frage Dich.
Wenn wir irgendwo hinfahren möchten, ich frage Dich.
Wenn es um Berührungen, Sex etc. geht, ich frage Dich.
Habe ich Dich jemals richtig ernsthaft gefragt was Du möchtest?
Ich habe doch meistens nur gefragt—wollte ich es wirklich wissen?
Ich denke ja, aber so richtig überzeugt davon bin ich nicht.
Du hast zwei Kinder abgegeben, dafür aber bis vor Kurzem ein neues, großes Kind gehabt—mich.
Wenn Du meintest das Etwas gut für mich ist, dann hatte ich den Eindruck es ist gut für mich.
Ich habe zu Dir aufgesehen, wie ein Kind zu seiner Mutter oder ein nasser Alkoholiker zu dem Schnappshändler.
Klar habe ich mich öfters dumm gestellt, damit ich nicht die Verantwortung für Irgendetwas übernehmen muss.
Vielleicht liebst Du mich, vielleicht auch nicht mehr.
Vielleicht suchst Du auch Jemanden, auf den Du keine Rücksicht nehmen musst, der sein eigenes Leben lebt.
Ich habe Dir schön öfters zugesagt, dass ich auch mal eigene Wege gehe, doch das habe ich ja nie lange durchgehalten.
Deinen eigenen privaten bereich, den ein jeder haben muss, den habe ich immer wieder durchbrochen.
Hier gab es für mich kein halten, immer wieder habe ich mich langsam da reingeschlichen, wie ein kleines Kind.
Doch auch kleine Kinder werden erwachsen.
In den letzten Tagen habe ich viel nachgedacht.
So kann und darf es nicht weitergehen.
Ich habe klare Vorstellungen was ich machen werde.
Klar könntest Du jetzt denken: aha, wie lange denn.
Doch die letzten Wochen haben mir ganz deutlich gezeigt, dass es so nicht mehr weitergehen darf und kann.
Ich darf Dich nicht dem Druck aussetzen, dass ich nur lebe wenn du bei mir bist. Dieser Druck allein muss für Dich ja enorm gewesen sein. Ich war total egoistisch.
Doch diese Erkenntnis kommt sie für uns zu spät??
Jetzt, wo Du Deine größten Probleme hast benehme ich mich wieder wie ein Kind.
Ich habe Dir zwar angeboten Dir zu helfen, aber helfe ich Dir?
Dir muss ja alles vorkommen wie leere Worte.
Klar hab ich zu Hause viel getan- Essen kochen, Einkaufen etc., aber sonst?
Hätte ich Dir nicht lieber mal ein Gespräch anbieten sollen?
Wenn Du mehr Kraft in mir vermutet hättest und nicht das zu schützende Kind in mir gesehen hättest, könnte ich auch jetzt helfen, für Dich da sein.
Nicht finanziell, sondern emotional.
der Onkel
Hast Du diese Zeilen für sie geschrieben? Deine Zeilen sind so ehrlich, sie stimmen mich nachdenklich. Wärst Du bereit ihr diese Zeilen als Brief zu schreiben?
LG
Zeckentier
LG
Zeckentier
klar!
das war aber glaub ich noch nicht alles.
Irgendwie fehlt da noch was.
War ja auch nur so direkt von der Seele weg.
der Onkel
das war aber glaub ich noch nicht alles.
Irgendwie fehlt da noch was.
War ja auch nur so direkt von der Seele weg.
der Onkel
sine
hallo mal wieder...
:) )
hey kaffeeonkel, anscheinend hast du auch den eindruck, dass es einen unterschied geben kann zwischen dem, was man sagt (und meint) und dem, was man faktisch jedoch ist und tut.
ich war mal mit einem kiffer zusammen. dein vorletzes posting (das mit dem "hilfe-anbieten-aber-nur-wie-leere-worte-erscheinen") hat mich sehr stark an meine gefühle damals in der beziehung mit dem kiffer erinnert. es war mir u.a. versagt, echte kritik zu äußern und damit also auch meine vorstellungen authentisch zu verdeutlichen, weil ich in die rolle geraten war, meinen freund zu unterstützen und so wollte ich nicht jedes zarte pflänzchen einer besserung seiner situation durch worte meinerseits tottreten.
ja, ich fühlte mich auch alleine und die "hilfe", die mein damaliger freund mir angeboten hatte, war schon echt. aber er war mir einfach zu selten "da" und ehrlich gesagt war irgendwann mal bei mir die lust vergangen, mich immer und immer wieder auf sein "niveau" und seine allüren hinzubewegen und mir kamen langsam seine versuche, mir ebenfalls eine unterstützung zu sein (wie ich ihm...) wie ein abbezahlen von schuld vor. außerdem hatte er schlicht den anschluss verpasst, in den jahren verändert man sich, aber er konservierte alles und fügte sogar noch ganz eigene "wahrnehmungen" von mir hinzu zu seinen wunschbildern, die er mittels des kiffs immer neu aufsteigen ließ. ein haustier wäre mir ein besserer ansprechpartner gewesen als mein kiffer, aber bitte: das ist, was MIR dazu einfällt.
alkohol ist eine andere droge!
das, was den geschichten von dir und von mir vll. gemeinsam sein dürfte, ist jedoch, dass die abhängigkeit eben diese rollenverteilung von krankenschwester und patient bewirkt (ist ja nunmal meine these) und dass man als betroffener (also als nicht-süchtiger) nur eine einzige chance hat, davon weg zu kommen: sich trennen.
weißt du, die frage, ob es zu spät ist für euch, ist eine frage, die sicher voraussetzt, dass ihr beide mutig seid und noch einmal an euch glauben könnt. frag sie nicht, ob sie das kann, sondern glaube selbst einfach daran und gehe davon aus, dass es bei ihr auch so sein kann.
ich glaube nämlich, sonst redet man die zweifel am neuanfang nur künstlich herbei...
naja
kaffeeonkel: fang nicht zu sehr an, dich in fehlersuche zu ergehen. du machst nicht den eindruck, als würdest du nicht hin und wieder mal nachdenken, auch WENN du dein ding machst. also ich denke, du musst dich nochmal an sie wenden! dann kannst du auch besser abwägen, was eigentlich los ist.
schuldvorwürfe an dich selbst scheinen vll. charmant, sind aber für die beziehung keine grundlage.
gruß
sine
:) )
hey kaffeeonkel, anscheinend hast du auch den eindruck, dass es einen unterschied geben kann zwischen dem, was man sagt (und meint) und dem, was man faktisch jedoch ist und tut.
ich war mal mit einem kiffer zusammen. dein vorletzes posting (das mit dem "hilfe-anbieten-aber-nur-wie-leere-worte-erscheinen") hat mich sehr stark an meine gefühle damals in der beziehung mit dem kiffer erinnert. es war mir u.a. versagt, echte kritik zu äußern und damit also auch meine vorstellungen authentisch zu verdeutlichen, weil ich in die rolle geraten war, meinen freund zu unterstützen und so wollte ich nicht jedes zarte pflänzchen einer besserung seiner situation durch worte meinerseits tottreten.
ja, ich fühlte mich auch alleine und die "hilfe", die mein damaliger freund mir angeboten hatte, war schon echt. aber er war mir einfach zu selten "da" und ehrlich gesagt war irgendwann mal bei mir die lust vergangen, mich immer und immer wieder auf sein "niveau" und seine allüren hinzubewegen und mir kamen langsam seine versuche, mir ebenfalls eine unterstützung zu sein (wie ich ihm...) wie ein abbezahlen von schuld vor. außerdem hatte er schlicht den anschluss verpasst, in den jahren verändert man sich, aber er konservierte alles und fügte sogar noch ganz eigene "wahrnehmungen" von mir hinzu zu seinen wunschbildern, die er mittels des kiffs immer neu aufsteigen ließ. ein haustier wäre mir ein besserer ansprechpartner gewesen als mein kiffer, aber bitte: das ist, was MIR dazu einfällt.
alkohol ist eine andere droge!
das, was den geschichten von dir und von mir vll. gemeinsam sein dürfte, ist jedoch, dass die abhängigkeit eben diese rollenverteilung von krankenschwester und patient bewirkt (ist ja nunmal meine these) und dass man als betroffener (also als nicht-süchtiger) nur eine einzige chance hat, davon weg zu kommen: sich trennen.
weißt du, die frage, ob es zu spät ist für euch, ist eine frage, die sicher voraussetzt, dass ihr beide mutig seid und noch einmal an euch glauben könnt. frag sie nicht, ob sie das kann, sondern glaube selbst einfach daran und gehe davon aus, dass es bei ihr auch so sein kann.
ich glaube nämlich, sonst redet man die zweifel am neuanfang nur künstlich herbei...
Original von Zitronenfrau...zum Thread von @Naturelle, in dem es um ihren Alkoholiker-Freund ging. Ich denke, den meinst du: No way out...ja genau @zitro! *mein namensgedächtnis oh nein oh nein...* :) )
naja
kaffeeonkel: fang nicht zu sehr an, dich in fehlersuche zu ergehen. du machst nicht den eindruck, als würdest du nicht hin und wieder mal nachdenken, auch WENN du dein ding machst. also ich denke, du musst dich nochmal an sie wenden! dann kannst du auch besser abwägen, was eigentlich los ist.
schuldvorwürfe an dich selbst scheinen vll. charmant, sind aber für die beziehung keine grundlage.
gruß
sine
Hallo lieber Onkel,
ich bin die, die gern für dich das Selbstgesagte noch einmal anspricht, um dir beim Nachdenken zu helfen, wenn es mir gelingt.
Wie einen Spiegel würde ich dir gern zeigen:
So sehr die Erkenntnis, was du alles anders hättest machen können, wünschenswert und lobenswert ist, du müsstest schon mehr versuchen, nicht in alte Muster zurückzufallen, wenn dir wirklich daran gelegen ist, dich zu ändern.
Wenn alles so weitergelaufen wäre wie bisher, hättest du jemals überlegt, reflektiert und etwas eingesehen?
fragt
ich bin die, die gern für dich das Selbstgesagte noch einmal anspricht, um dir beim Nachdenken zu helfen, wenn es mir gelingt.
Wie einen Spiegel würde ich dir gern zeigen:
Original von kaffeeonkelWenn Du mehr Kraft in mir vermutet hättest und nicht das zu schützende Kind in mir gesehen hättest, könnte ich auch jetzt helfen, für Dich da sein.Auch wenn es nicht so gemeint war, klingt es dennoch ein wenig nach Vorwurf.
So sehr die Erkenntnis, was du alles anders hättest machen können, wünschenswert und lobenswert ist, du müsstest schon mehr versuchen, nicht in alte Muster zurückzufallen, wenn dir wirklich daran gelegen ist, dich zu ändern.
Original von kaffeeonkelDoch diese Erkenntnis kommt sie für uns zu spät??Gegenfrage: wärst du jemals bereit gewesen zu dieser Erkenntnis, wenn sie dich nicht verlassen hätte?
Wenn alles so weitergelaufen wäre wie bisher, hättest du jemals überlegt, reflektiert und etwas eingesehen?
fragt
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