Bei Nacht am Meer
87 Antworten13'956 AufrufeGestartet von Seele in Not ·
das ist aber eine sehr schöne geschichte!
macht mich sehr nachdenklich...
macht mich sehr nachdenklich...
Im Glanz der Mittagssonne werde ich geblendet
Mein Arm schmerzt
Die Bewegungen werden langsamer
Doch ich gebe nicht auf
Erneut hebe ich mein Schwert
Links und rechts fallen sie zu meinen Füssen
Mein Atem entflieht
Die Brust hebt und senkt sich immer schneller
Und doch ist keine Atempause in Sicht
Ich muss Sie erreichen
Sie steht nicht weit von mir
Hebt ihren Schild
Und wieder und wieder prasseln die Schläge darauf ein
Ihr Schwert ist ihr längst entglitten
Und ich stehe immer noch
Bade im Blut
Und viel ist davon mein eigenes
Einen Schwur habe ich zu erfüllen
Den ich ihr geleistet habe
Und die Angst auf Versagen nagt an mir
Da, nun ist es geschehen...
Sie fällt auf die Knie
Nur noch müde hebt sie den Schild hoch
Einen Schrei stosse ich aus
Und mit Aufbietung letzter Kräfte
Hacke ich mir den Weg frei
Getroffen werde ich mehrere Male
Doch es hält mich nicht auf
Endlich erreiche ich Sie
Meine Klinge fährt dazwischen
Als der Todesstoss auf sie herabfährt
„Lass gut sein...“ flüstert sie leise
Ein trauriger liebevoller Blick trifft mich
Mein Herz schmerzt in Kenntnis des Schicksals das sie erwartet
Da, nun ist es geschehen
Meine Deckung erlahmt und ich werde getroffen
Noch im Fallen werfe ich mich schützend auf Sie
Und mein Körper wird erneut von mehreren Klingen durchbohrt
Im Unterbewusstsein vernehme ich noch fernen Hörnerklang
Dann ..... nichts mehr ....
Epilog
Als die Reiter eintreffen fliehen die Barbaren.
Auf dem Schlachtfeld liegen unzählige Leichen.
Als die Vorhut die einzige Überlebende erreicht sehen sie sie auf dem Boden knien.
Der Kopf eines Mannes liegt in ihrem Schoss und ihre Hände streicheln über sein Gesicht.
Unbeweglich liegt er dort.
Als sie näher treten sehen sie Tränen die Wange der Frau herunterlaufen.
„Zu spät...“ flüstert sie.
Mein Arm schmerzt
Die Bewegungen werden langsamer
Doch ich gebe nicht auf
Erneut hebe ich mein Schwert
Links und rechts fallen sie zu meinen Füssen
Mein Atem entflieht
Die Brust hebt und senkt sich immer schneller
Und doch ist keine Atempause in Sicht
Ich muss Sie erreichen
Sie steht nicht weit von mir
Hebt ihren Schild
Und wieder und wieder prasseln die Schläge darauf ein
Ihr Schwert ist ihr längst entglitten
Und ich stehe immer noch
Bade im Blut
Und viel ist davon mein eigenes
Einen Schwur habe ich zu erfüllen
Den ich ihr geleistet habe
Und die Angst auf Versagen nagt an mir
Da, nun ist es geschehen...
Sie fällt auf die Knie
Nur noch müde hebt sie den Schild hoch
Einen Schrei stosse ich aus
Und mit Aufbietung letzter Kräfte
Hacke ich mir den Weg frei
Getroffen werde ich mehrere Male
Doch es hält mich nicht auf
Endlich erreiche ich Sie
Meine Klinge fährt dazwischen
Als der Todesstoss auf sie herabfährt
„Lass gut sein...“ flüstert sie leise
Ein trauriger liebevoller Blick trifft mich
Mein Herz schmerzt in Kenntnis des Schicksals das sie erwartet
Da, nun ist es geschehen
Meine Deckung erlahmt und ich werde getroffen
Noch im Fallen werfe ich mich schützend auf Sie
Und mein Körper wird erneut von mehreren Klingen durchbohrt
Im Unterbewusstsein vernehme ich noch fernen Hörnerklang
Dann ..... nichts mehr ....
Epilog
Als die Reiter eintreffen fliehen die Barbaren.
Auf dem Schlachtfeld liegen unzählige Leichen.
Als die Vorhut die einzige Überlebende erreicht sehen sie sie auf dem Boden knien.
Der Kopf eines Mannes liegt in ihrem Schoss und ihre Hände streicheln über sein Gesicht.
Unbeweglich liegt er dort.
Als sie näher treten sehen sie Tränen die Wange der Frau herunterlaufen.
„Zu spät...“ flüstert sie.
also mir gefällts :klatsch:
Das ist geil,
hast du das selbst geschrieben?
hast du das selbst geschrieben?
das ist ja unglaublich.
also wenn du das selber geschrieben hast: respect. einfach nur genial. dazu fällt mir nichts anderes mehr ein.
vor allem der Epilog macht das ganze so faszinierend, finde ich.
"Zu spät...", flüsterte sie. echt schöööön. und sooo traurig.
dieses "zu spät" hat für mich eine unglaublich hohe bedeutung. immer wenn ich das höre, denke ich an ihn... wahnsinn. kann ich nichts anderes zu sagen, als:
einfach ... (finde kein passendes wort)
deine gedichte sind eigentlich ja immer der hammer. mag ich total gerne lesen, denn sie ziehen mich in so einen bann... kp, ist einfach so.
also, LG
Girl@home
also wenn du das selber geschrieben hast: respect. einfach nur genial. dazu fällt mir nichts anderes mehr ein.
vor allem der Epilog macht das ganze so faszinierend, finde ich.
"Zu spät...", flüsterte sie. echt schöööön. und sooo traurig.
dieses "zu spät" hat für mich eine unglaublich hohe bedeutung. immer wenn ich das höre, denke ich an ihn... wahnsinn. kann ich nichts anderes zu sagen, als:
einfach ... (finde kein passendes wort)
deine gedichte sind eigentlich ja immer der hammer. mag ich total gerne lesen, denn sie ziehen mich in so einen bann... kp, ist einfach so.
also, LG
Girl@home
WOW
Sehr tiefgründig und tiefsinnig.
Mir gefällt es sehr gut.. :klatsch:
Sehr tiefgründig und tiefsinnig.
Mir gefällt es sehr gut.. :klatsch:
Träume die ich längst beendet,
Gefühle denen ich entfremdet,
bringt ein einziger Blick zurück,
neue Liebe, neues Glück?
Worte die mich damals fingen,
sollte mich nie mehr bezwingen,
sollten mich nie wieder schwächen,
lieber wollte ich zerbrechen,
an der Einsamkeit vergehen,
als das alles wieder sehen.
Nie zu lieben war mein Ziel,
gute Miene, böses Spiel,
doch du brachst die Regeln schnell,
machtest dunkle Seiten hell,
und das Eis, es schmilzt dahin,
seit ich damals mit Dir ging.
Deine Augen, in der Nacht,
warfen um..was ich erdacht,
schenkten neues Leben ein,
zuckersüß, wie bester Wein,
nahmen mit was übrig blieb,
suchten das, was ich vertrieb,
und so fass ich neuen Mut,
Neue Liebe, neue Glut.
Gefühle denen ich entfremdet,
bringt ein einziger Blick zurück,
neue Liebe, neues Glück?
Worte die mich damals fingen,
sollte mich nie mehr bezwingen,
sollten mich nie wieder schwächen,
lieber wollte ich zerbrechen,
an der Einsamkeit vergehen,
als das alles wieder sehen.
Nie zu lieben war mein Ziel,
gute Miene, böses Spiel,
doch du brachst die Regeln schnell,
machtest dunkle Seiten hell,
und das Eis, es schmilzt dahin,
seit ich damals mit Dir ging.
Deine Augen, in der Nacht,
warfen um..was ich erdacht,
schenkten neues Leben ein,
zuckersüß, wie bester Wein,
nahmen mit was übrig blieb,
suchten das, was ich vertrieb,
und so fass ich neuen Mut,
Neue Liebe, neue Glut.
hallo
sehr schön aber zu traurig wie meine Stimmung...
LG Chris
sehr schön aber zu traurig wie meine Stimmung...
LG Chris
also ich finde das gedicht sehr schön kompliment
aba es ist doch nicht traurig oda
also ich mein zum schluss ist es doch wieder glücklich ?(
aba es ist doch nicht traurig oda
also ich mein zum schluss ist es doch wieder glücklich ?(
ich würd auch gerne so geile gedichte schreiben
da fehlen mir die worte *neidisch*
mach weiter so
kannst meine ya auch mal lesen
bis daaaann
da fehlen mir die worte *neidisch*
mach weiter so
kannst meine ya auch mal lesen
bis daaaann
das ist der hammer....
es gefällt mir wirklich sehr gut, du hast wirklich ne begabung gedichte zu schreiben..
der epilog gefällt mir besonders...
ach eigentlich alles in allem das ganze gedicht...
beeindruckend wirklich....
:super:
es gefällt mir wirklich sehr gut, du hast wirklich ne begabung gedichte zu schreiben..
der epilog gefällt mir besonders...
ach eigentlich alles in allem das ganze gedicht...
beeindruckend wirklich....
:super:
das gedicht ist wirklich einsame spitze mein kompliment an dich :super:
ich finde es traurig doch wieder voller hoffnung
wie auch immer wunderscönes gedicht
in liebe tenshi :compi:
ich finde es traurig doch wieder voller hoffnung
wie auch immer wunderscönes gedicht
in liebe tenshi :compi:
ich finds klasse und bin der meinung es ist traurig und glücklich zugleich...
lg lunaris
lg lunaris
*kinnladerunterklapp*
lg lunaris
ps: besonders als fantasyabhängiger ist das gedicht für mich der hammer.
lg lunaris
ps: besonders als fantasyabhängiger ist das gedicht für mich der hammer.
Wenn Regen Liebt
Einst rannte ich durch wilde Flur
Bekleidet mit mei'm Herzen nur.
Doch es bot mir keinen Schutz,
zerrissen war's durch menschlich' Schmutz.
Ich rannte Wege unbekannt.
Ich schrie die Tränen tief ins Land.
Verfluchte der mir's Leb'm geschenkt
und fragt wer mein Geschicke lenkt.
Die eigenen Geschicke sind gelöst,
aus der Macht der eigenen Hand.
Doch wer zeichnete dann die Pfade,
die mir nahmen den Verstand.
Der Regen fiel auf meine Haut,
tränengleich - es war mir so vertraut.
Ich breitete die Arme aus,
und schrie meinen Schmerz hinaus...
So genoß ich seine Tränen
Die da fiel'n auf meine Haut.
So kühlte er auch meine Lider,
unser beider Schreien wurde laut.
Ich legte mich ins feuchte Gras
und sang was ich aus den Wolken las.
Und ich Verstand die Zeilen, die der Dichter schrieb:
Das Regentropfen Tränen sind, die da fallen, wenn Regen liebt.
Manchmal Wenn Sie Schläft
Manchmal wenn Sie schläft, wage ich nicht zu müden, denn im Tod ist
Zeit genug um auszuruhen.
Meine Blicke fallen auf Sie und meine Gedanken beginnen neue Pfade
zu begehen...
Manchmal wenn Sie schläft denke ich an Träume,
die Ihr selbst im Schlaf keinen Frieden geben.
Manchmal wenn Sie schläft sehe ich die Schatten,
die Sie hinter Ihren Lidern jagen.
Manchmal wenn Sie schläft rufe ich den Regen,
der sanft auf Sie hernieder fällt.
Manchmal wenn Sie schläft, tropft er dann auf Ihr Gesicht,
um Ihre rotgeweinten Augen zu kühlen.
Manchmal wenn Sie schläft rauscht wilder Wein,
und wilder Efeu deckt Sie zu.
Manchmal wenn Sie schläft lege ich Ihr
blaue Astern aufs Herz.
Manchmal wenn Sie schläft bin Ich der Regen,
der auf Sie hernieder fällt.
Und manchmal wenn Sie schläft riecht Ihr Haar,
wie frisch gefallenes Laub.
Manchmal wenn Sie schläft fällt weiter der Regen,
und so braucht Sie nicht zu weinen.
Manchmal wenn Sie schläft fällt weiter das Laub,
und so braucht Sie nicht zu fallen.
Manchmal wenn Sie schläft denke ich an's Meer,
das Macht besitzt, doch kein Erbarmen weiß.
Manchmal wenn Sie schläft enthüllt dann ein Blitz
ein Lächeln, das (vielleicht) endlich Frieden verspricht.
(alle Texte von Kanwulf / Nargaroth)
Für mich einer der grössten Lyriker unser Zeit. Ich neige mein Haubt in verehrung für jemanden der so viele und starke emotionen in ein paar zeilen packen kann. unglaublich.
Einst rannte ich durch wilde Flur
Bekleidet mit mei'm Herzen nur.
Doch es bot mir keinen Schutz,
zerrissen war's durch menschlich' Schmutz.
Ich rannte Wege unbekannt.
Ich schrie die Tränen tief ins Land.
Verfluchte der mir's Leb'm geschenkt
und fragt wer mein Geschicke lenkt.
Die eigenen Geschicke sind gelöst,
aus der Macht der eigenen Hand.
Doch wer zeichnete dann die Pfade,
die mir nahmen den Verstand.
Der Regen fiel auf meine Haut,
tränengleich - es war mir so vertraut.
Ich breitete die Arme aus,
und schrie meinen Schmerz hinaus...
So genoß ich seine Tränen
Die da fiel'n auf meine Haut.
So kühlte er auch meine Lider,
unser beider Schreien wurde laut.
Ich legte mich ins feuchte Gras
und sang was ich aus den Wolken las.
Und ich Verstand die Zeilen, die der Dichter schrieb:
Das Regentropfen Tränen sind, die da fallen, wenn Regen liebt.
Manchmal Wenn Sie Schläft
Manchmal wenn Sie schläft, wage ich nicht zu müden, denn im Tod ist
Zeit genug um auszuruhen.
Meine Blicke fallen auf Sie und meine Gedanken beginnen neue Pfade
zu begehen...
Manchmal wenn Sie schläft denke ich an Träume,
die Ihr selbst im Schlaf keinen Frieden geben.
Manchmal wenn Sie schläft sehe ich die Schatten,
die Sie hinter Ihren Lidern jagen.
Manchmal wenn Sie schläft rufe ich den Regen,
der sanft auf Sie hernieder fällt.
Manchmal wenn Sie schläft, tropft er dann auf Ihr Gesicht,
um Ihre rotgeweinten Augen zu kühlen.
Manchmal wenn Sie schläft rauscht wilder Wein,
und wilder Efeu deckt Sie zu.
Manchmal wenn Sie schläft lege ich Ihr
blaue Astern aufs Herz.
Manchmal wenn Sie schläft bin Ich der Regen,
der auf Sie hernieder fällt.
Und manchmal wenn Sie schläft riecht Ihr Haar,
wie frisch gefallenes Laub.
Manchmal wenn Sie schläft fällt weiter der Regen,
und so braucht Sie nicht zu weinen.
Manchmal wenn Sie schläft fällt weiter das Laub,
und so braucht Sie nicht zu fallen.
Manchmal wenn Sie schläft denke ich an's Meer,
das Macht besitzt, doch kein Erbarmen weiß.
Manchmal wenn Sie schläft enthüllt dann ein Blitz
ein Lächeln, das (vielleicht) endlich Frieden verspricht.
(alle Texte von Kanwulf / Nargaroth)
Für mich einer der grössten Lyriker unser Zeit. Ich neige mein Haubt in verehrung für jemanden der so viele und starke emotionen in ein paar zeilen packen kann. unglaublich.
wow... "wenn regen liebt" ist wunderschön!
Das Gedicht hat mich enorm berührt... echt genial!
cya
princessa
Das Gedicht hat mich enorm berührt... echt genial!
cya
princessa
dito
genauso schön wie "seven tears are flowing to the river"...
zum heulen :heulen:
zum heulen :heulen:
Original von mologgenauso schön wie "seven tears are flowing to the river"...kann man auch noch grad hier rein tun:
zum heulen :heulen:
Seven Tears are flowing to the river
And six of 'em are mine:
Und ich kostete den fremden Saft,
Der sich mit meinigem vermengte,
Um zu deuten in ihm jene Kraft,
Die an so viele ich verschenkte.
Und freud war er in meinen Mund
Und ich stürzt' in tiefe See'
Und es schmerzt die alte Wunde,
Die geifernd lacht in all dem Weh'.
Doch als die flut sein Leichnam barg,
Nachdem er Trän' verlor, sechs an der Zahl.
Das wasser ward zu seinem Sarg,
Eine Sieb'te sich ergoss,... aus Qual.
Und als der fluss die Trän' geleitet,
Hin zu ew'gen Meer,
Ward ihm endlich Lieb' bereitet.
Doch das er weiss wohl nimmer mehr.
Und könnt die Zeit verkehrt nun fliessen
Und sei nur Traum der ganze Schmerz,
Wird er um sie die Arme schliessen
Und Liebe sei um beider herz...
Wie kommt´s , dass du so traurig bist ,
da alles froh erscheint ?
Man sieht dir´s an den Augen an ,
gewiss du hast geweint .
Und hab´ ich einsam auch geweint ,
so ist´s mein eigner Schmerz ,
und Tränen fließen gar so süß ,
erleichtern mir das Herz .
Die Frohen Freunde laden dich :
O komm an unsre Brust !
Und was du auch verloren hast ,
vertraue den Verlust .
Ihr lärmt und rauscht und ahnet nicht ,
was mich , den Armen , quält .
Ach nein , verloren hab´ ich´s nicht ,
so sehr es mir auch fehlt .
So raffe dich denn eilig auf !
Du bist ein junges Blut .
In deinen Jahren hat man Kraft
und zu erwerben Mut .
Ach nein , erwerben kann ich´s nicht ,
es steht mir gar zu fern .
Es weilt so hoch , es blinkt so schön ,
wie droben jener Stern .
Die Sterne , die begehrt man nicht ,
man freut sich ihrer Pracht ,
und mit entzücken blickt man auf
in jeder heitern Nacht .
Und mit entzücken blick´ ich auf ,
so manchen lieben Tag ,
verweinen lasst die Nächt mich ,
solang` ich weinen mag .
( Goethe)
da alles froh erscheint ?
Man sieht dir´s an den Augen an ,
gewiss du hast geweint .
Und hab´ ich einsam auch geweint ,
so ist´s mein eigner Schmerz ,
und Tränen fließen gar so süß ,
erleichtern mir das Herz .
Die Frohen Freunde laden dich :
O komm an unsre Brust !
Und was du auch verloren hast ,
vertraue den Verlust .
Ihr lärmt und rauscht und ahnet nicht ,
was mich , den Armen , quält .
Ach nein , verloren hab´ ich´s nicht ,
so sehr es mir auch fehlt .
So raffe dich denn eilig auf !
Du bist ein junges Blut .
In deinen Jahren hat man Kraft
und zu erwerben Mut .
Ach nein , erwerben kann ich´s nicht ,
es steht mir gar zu fern .
Es weilt so hoch , es blinkt so schön ,
wie droben jener Stern .
Die Sterne , die begehrt man nicht ,
man freut sich ihrer Pracht ,
und mit entzücken blickt man auf
in jeder heitern Nacht .
Und mit entzücken blick´ ich auf ,
so manchen lieben Tag ,
verweinen lasst die Nächt mich ,
solang` ich weinen mag .
( Goethe)
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