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Bin ich krank?

63 Antworten3'022 AufrufeGestartet von Cindy2601 ·

#21
Hallo ihr lieben,

so am Wochenende habe ich es mal richtig darauf ankommen lassen.

Wir waren bei mir, ich bin wieder früh wach geworden, er hat bis um 11.30Uhr geschlafen, ich dann erst mal schnell los einkaufen, natürlich alleine. Wo ich dann zurück kam hatter er immerhin schon die lampe in meiner Wohnung repariert, ohne dass ich ihn nochmals daran erinnern mußte. *jubel*

Doch dann nach dem Frühstück, ich hatte mir vorgenommen, den Balkon von den alten Pflanzenresten zu befreien und den künstlichen Rasen sauber zu bekommen, sowie einige Pflanzen umzutopfen. Er wollte eigentlich lieber PC spielen, versuchte mir dann aber doch zu helfen. Wenn ich zu ihm sagte, hole mir bitte das, mach das...tat er es auch, aber es kam nix von selbst. Sagte ich nix zu ihm, saß er nur dabei und schaute dumm zu. Dann sagte ich zu ihm, weil ich ja wußte dass er keine richtige Lust hatte, es gibt aber Dinge die dennoch getan werden müssen, du mußt hier jetzt nicht die ganze Zeit sitzen und mir zuschauen...hieraufhin zog er beleidigt ab und ging an den PC, nach einer guten Stunden, draußen auf dem Balkon, ohne dass er noch einmal runterkam und mir half, war ich dann endlich fertig und machte drinnen weiter.

Es kann doch nicht sein, dass ich einem 26jährigen sagen muß was er machen soll oder?

Bringt es mir selbst noch etwas wenn ich ihm ständig sagen muss, mach dies, mach das? Oder sind Männer einfach so dass sie sich da so blöd anstellen?

Es kommt mir vor, wie früher mit meinen Eltern, wo ich 13/14 Jahre alt war und mein Vater immer zu mir sagte, jetzt machst du das, dann das...

Sehen einige Männer die Arbeit einfach nicht?

Wenn ich es ihm sage und ihn darum bitte hilft er mir ja auch, wenn auch manchmal unter gestöhne, aber das ist doch nicht normal oder?

Er kommt zb. nie von sich aus mal darauf irgend etwas ohne meine Zutun zumachen?

Und wenn ich ihm dass dann sage heißt es nur, "woher soll ich das denn wissen?"

Und wenn wir uns mal streiten und gehen danach zu einer feier, hat er den ganzen abend schlechte laune und dann auch so doll, dass es ALLE mitbekommen, inklusive Gastgeber und diese mich dann später darauf ansprechen, dass muss doch nicht sein oder?

wie seht ihr das? ich weiß nicht weiter, wieso muss ich ihn immer dazu anstecken was zu machen? wieso muß ich ihn immer dazu überreden, kann sowas nicht mal von ihm selbst kommen?

Bitte schreibt mir mal eure Gedanken dazu, vielleicht erwarte ich auch ganz einfach ZUVIEL von den Männern?

Vielleicht sind einige einfach so?

LG Cindy

#22
Hey du.

Mir scheint, du suchst/wartest zurzeit einfach nur noch auf irgendwelche Kleinigkeiten die er falsch macht damit du 'Beweise' bzw. Bestätigung hast, "Hah, wusste ichs doch", damit du eine gewisse Selbstbestätigung für dich hast um Schluß zu machen. Aber aus deinen Aussagen lässt sich herauslesen, dass du im prinzip für dich schon eine Entscheidung getroffen hast.

Und das ist jetzt absolut nicht böse gemeint. Mir gings genauso. Hatte auch so ein "Muttersöhnchen-Exemplar" (er hat zwar nicht direkt bei ihr gewohnt, aber ein Stock drüber reicht genau so ;) ). Hab mir zwar immer und immer wieder eingeredet "Hey, ich bin mit IHM zusammen und nicht seiner MAMA", aber das funktioniert nun mal nicht so einfach und ändert sich auch nicht von heute auf morgen. Hab oft mit ihm darüber gesprochen, er meinte er versteht mich, aber wenns drauf ankam, stand Mutti immer an erster Stelle. Und bis zu einem gewissen Teil versteh ich es auch, hey, es ist und bleibt seine Mutter. Wenn du zu mir heute jemand sagen würde: du musst dich entscheiden zwischen deiner Familie und mir würd ich denjenigen auch was nettes fragen - abgesehen, dass ich ein ganz anderer Typ bin.

Punkto dem, dass du dich aufregst, dass du ihm vieles anschaffen musst, bevor er mal selbst auf die Idee kommt: ich denke da ist deiner kein Einzelfall ;) Sicher regt einen so etwas auf, vor allem wenn mal alles zusammenkommt, aber das sind Kleinigkeiten bzw ich hab für mich gelernt mich nicht mehr darüber aufzuregen.

also entweder du willst ihm WIRKLICH ne chance geben, dann musst du ein stückchen runterschrauben, ihm dampf machen. oder du beendest das ganze. ich würd auf jeden fall mit ihm reden, dass du derzeit nicht glücklich bist.

Wo liegt die Grenze zwischen "erwarte ich zu viel" oder "vl ist er dann einfach nicht der richtige"??? das wüsste ich auch gerne hhmm

#23
na ja es liegt daran das meine Mutter und auch eine sehr gute Freundin schon meinten er wird mir nicht helfen und was ich überhaupt mit ihm will.

Ich muss mich selbst schon immer in den Arsch treten, damit ich dann auch mal wirklich die budde aufräumen oder nicht nur zu Hause vor dem PC sitze und wenn du dich dann selbst aufraffst und dann kommt wieder so ein "och ne muss das wirklich sein..."

es ist auch das Ding mit dem Haustier...bin auf dem Land groß geworden und wohne jetzt in einem Wohnblock, wollte mir Arbeit bei meinem Freund suchen, damit wir dann zusammen ziehen können. und ich meinte, dann holen wir uns einen kleinen Garten und einen Hund, ok? er meinte dann nur..aber glaube nicht, dass ich dann morgens mit dem Hund vor der Arbeit spazieren gehe..." harte worte auch als ich mit seinen Eltern darüber sprach, stand er mir nicht bei.

Na gut ich habe eingesehen, dass ein Hund vielleicht doch nicht das richtige dann ist wenn beide arbeiten, aber glaubt nicht, das er mich dann bei einem Meerschweinchen unterstützt und sagt na ok ich sehe wie wichtig dir das ist dann machen wir das.

nein auch das leider nicht, er würde es hinnehmen, aber mich nicht dabei unterstützen.

ist das auch normal?

Das Problem ist, dass du vermutlich recht hast und ich mich schon entschieden haben, weil ich es aus vorherigen Beziehungen ganz anders kennengelernt habe.

Das man Kompromisse eingeht, ach ja er zieht jetzt schon blaue jeans und rote pullis an und nicht immer nur schwarze Klamotten..toll ;-( und den Partner bei seinen Vorhaben unterstützt.

Aber mir geht langsam die Kraft aus, ihn immer wieder dampf zu machen. Mein Vater sagte mal...bei einem alten Auto versucht man es immer und immer wieder es zu starten, bis man irgendwann aufgibt, weil es einfach nicht mehr geht.

Ich habe das Gefühl ich bin lebensfroh versuche rauszukommen aus dem Trott... und er: "och nö muss das sein.."

ich will aber auch nicht zu früh aufgeben, ich will ihm ja die Chance geben sich zu ändern, aber er hat irgendwie immer andere Ausreden, die ich ja sogar verstehe, aber sie bringen uns nicht wirklich weiter, es ist immer dasselbe.

#24
Liebe Cindy, du kennst mich ja für meine kritische Stimme. ;)

Eine Frage: Was ist der Unterschied zwischen seiner Mutter und dir?

Ich meine jetzt nicht das verwandtschaftliche Verhältnis oder dass ihr zusammen ins Bett steigt o.ä., sondern nur den Alltag. Wo ist da der Unterschied?

#25
ja und für deine kritischen Kommentare bin ich dir auch SEHR dankbar, wirklich die helfen wenigstens mal ;-)

er liebt mich anders als seine Mutter?

.. ach man, aber ich will doch auch nicht so einfach aufgeben, will doch kämpfen, wieso versteht er mich nicht?

Wieso kommt er mit der Clique nicht klar? Wieso kann er nicht ein bisschen über seinen Schatten springen und mich unterstützen?

Erwarte ich soooviel? Ich bin noch nicht total alt ich möchte noch was erleben und wenn ich mich dann endlich in den arsch getreten habe und hochkomme, dann zieht er mich wieder runter.

Muss ich einem 26-jährigen sagen was er mir helfen soll? Sieht ein Mann die Arbeit wirklich nicht selbst?

Ich will nicht so schnell aufgeben, aber ich weiß auch nicht wie ich es ihm klar machen soll.

#26
er liebt mich anders als seine Mutter? => FALSCH!!!!

Muss ich einem 26-jährigen sagen was er mir helfen soll? Sieht ein Mann die Arbeit wirklich nicht selbst? => Jein.

Dein ganzer vorhergehender Text sagt mir, dass du ihn genauso wie seine Mutter bemutterst. DAS habe ich mit dem Unterschied gemeint. Du sagst ihm: „Mach dies. Mach das.“ – genauso wie er es gewöhnt ist. Ja hallo? Er MUSS doch gar nicht seinen Kopf anstrengen. Er hat doch immer wieder jemanden, der ihm sagt, was er zu machen hat. Mal ehrlich: Da würde ich meine Birne auch nicht anstrengen. Ist doch lustig, wenn andere die Arbeit (das Denken) für mich mit machen.

Und ich habe auch den Eindruck, dass du den Haushalt so führst, wie DU es dir vorstellst. Ich weiß, es ist sehr schwer, sich zusammen zu schmeißen und in einer gemeinsamen Wohnung klar zu kommen. Vor allem wenn man noch jemanden hat, der null Vorstellungen hat, wie so was funktioniert. ABER: Wir haben alle mal angefangen. Und mussten alle unsere Vorstellungen entwickeln. Vielleicht wäre es mal angebracht, du setzt dich mit ihm zusammen hin und ihr unterhaltet euch, wie ihr euch das vorstellt. Ich denke, er WEISS gar nicht, was alles zu einem Haushalt dazu gehört. Woher auch. Mutti hat ihn ja immer fein abgeschirmt. Und mit dem Nicht-Wissen kommt auch das Nicht-Sehen (Wie du es schreibst: Sieht ein Mann die Arbeit wirklich nicht selbst?). Nein, er sieht es nicht, weil er es gar nicht KANN. Denk mal ans Autofahren zurück. Du hast doch nach deiner ersten Fahrstunde bestimmt auch die Straße plötzlich mit ganz anderen Augen gesehen als vorher als Fußgänger. Ich war z.B. immer der Ansicht, dass ein Auto ein Lenkrad und eine Bremse hat… aber nur so lange, bis ich wusste, was ein Lenkradius und ein Bremsweg ist…

Du musst nun selber wissen, wie du es haben willst. Willst du mit ihm zusammenbleiben? Dann werdet ihr einen gemeinsamen Haushalt „entwerfen“ müssen. Willst du nicht mehr „Mutti vom Dienst“ sein? Dann bleibt dir bloß noch die Trennung.

Du kannst meinen Text auch ganz krass umformulieren: Mach doch mal dein Ding in der Wohnung und lass ihm seins. Bis er im Dreck erstickt. Ich weiß, da braucht man Nerven wie Drahtseile. Aber es wäre doch mal interessant, was er dann machen würde. Wie lange es dauern würde, bis er in einen Zustand kommt, in dem es ihn stört.

PS: Ich geb in vielen Dingen aber auch Poppy recht. Sie hat auch sehr gute Sachen geschrieben!!!

#27
Guten morgen ihr lieben,

gestern gab es ein Gespräch, tja leider wieder nur am Telefon so ist es nun mal leider bei Fernbeziehungen.

Es wird erstmal eine Ruhephase eingelegt in der Beziehung, das Problem liegt glaube ich bei mir weil ich es ihm nicht verständlich rüber bringen kann was ich meine.

Zb. sagt er, wieso soll ich meine Überweisungen selbst machen, wenn meine Mutter eh dahin unterwegs ist, extra los zufahren, kostet ja wieder extra Sprit und wenn meine Mutter eh zu Hause ist kann sie doch auch gleich einen Termin in der Werkstatt für mich machen, als wenn ich vom Handy aus dort anrufen, Handyanruf ist ja dann wieder teurer.

oh man er hat ja recht....aber wie soll ich ihm verständlich machen was ich meine?

#28
ich kann dir zwar nicht weiterhelfen, weil ich selber daran gescheitert bin, aber ich versteh deine verzweiflung nur zu gut :/

#29
oh je du bist also daran gescheitert?

hast du es bereut?

Habe mich wie vielleicht schon einmal erwähnt sogar schon mit meiner Mutter darüber unterhalten, da sie ja eine Aussenstehende ist und sie meinte ganz hart und klar...nein cindy er wird dir nicht helfen und wenn der erste Streit ist, ist er wieder bei seiner Mutter. auch eine Freundin die ihn noch gar nicht solange kennt meinte nur wir fragen uns auch schon was du mit ihm überhaupt willst. habe mich jetzt sogar mal mit seinem besten Kumpel unterhalten, dieser meinte sofort, er weiß genau was ich meine. Mal sehen ob er mir helfen kann.

Ich will ja auch nicht alles gleich aufgeben und die "Flinte ins Korn werfen", wir sind immerhin schon 2 Jahre zusammen,aber jetzt wo die "rosarote Brille" weg ist.

dank dir @poppy

wie war das bei dir? wann hast du gesagt nein es geht nicht mehr.?

#30
Hey du :)

Meine Eltern & Freunde waren auch immer der Ansicht, wenn es darauf ankommen würde, würde er immer zu seiner Mutter halten. Sie behielten leider auch recht. Nicht selten behandelte seine Mutter mich derart offensichtlich schlecht, dennoch hielt er zu ihr und tat das ganze mit einem "Das hat sie doch nicht so gemeint" ab.

naja, bei mir war das alles ein bisschen anders - schluss war letztlich weil er mich betrogen hat. aber seine mutter war auf jeden fall ein hauptthema, bei all unsren streitigkeiten.

zu erwähnen ist, dass seine eltern geschieden sind und sein vater alkoholabhängig war und seine mutter teilweise geschlagen und er das mitbekommen hat - das hat er sich immer vorgworfen, dass er ihr nicht helfen konnte - und das wusste und nutzt sie bequem aus. finanziell hat sie ihn total ausgenommen (spielsüchtig) - sprang nicht jeder nach ihrer pfeife, gab es ein tolles sms mit "das leben hat sowieso keinen sinn mehr, ich betrinke mich jetzt zu tode". ich denke nicht, dass die mutter deines freundes so extrem ist.

Ich würde dir raten einfach mal mit seiner Mum zu sprechen ;)

#31
Hallo,

danke für deine nette antwort @Poppy.

Über das letzte Wochenende hat sich alles etwas überschlagen. Wir haben letzte Woche jeden Tag stundenlang telefoniert und Emails geschrieben, es hat immer wieder alles in Vorwürfen geendet und man hat sich auch gar nicht mehr auf den Anruf gefreut, weil man eh wußte was gleich wieder passiert.

Wir haben uns nun erst einmal eine Auszeit gekönnt, es war richtig schwer. Es kam am Donnerstagabend beim Telefonat raus, dass erstmal aus ist. Am Freitagabend kam er dann zu mir, er war total aufgelöst er hätte nicht gedacht dass es wirklich soweit gehen könne. Ich habe ihn dann auch nicht mehr fahren lassen, denn eine Fahrt dauert 2,5h und das wenn er so ko und fertig ist...ne da hätte soviel passieren können.

Ich ließ ihn dann bei mir schlafen und am nächsten morgen, mußte ich seine Sachen packen, weil er es nicht konnte. wir redeten und redeten und weinten und weinten, es war furchtbar.

Als ich es dann endlich schaffte ganz hart zu sein, brachte ich ihn dazu zu gehen...es tat mir selbst auch sehr weh.

Am Abend bekam ich dann auch noch Besuch vom Ex, ich nenne ihn mal A., er lenkte mich ab und es ging mir dann etwas besser, da ich nicht immer an den Tag denken mußte. er schlief auch bei mir, am nächsten Tag war ich froh als er dann endlich ging und ich meine Ruhe hatte.

Doch jetzt...ich weiß nicht was richtig oder was falsch ist.

Wenn mein Freund (nenne ihn mal M.) es doch nur verstehen würde was ich meine.

Es stört mich dass er immer bis um 11uhr schlafen muß, gerade bei dem schönen Wetter, ich habe so oft das Gefühl das ich mit seiner Mutter rede und nicht mit ihm. und das Gefühl dass er mich runterzieht wenn ich mich selbst endlich aufgerafft habe.

Er muß selbst einsehen dass er sich von seiner Mutter lösen muss, aber wie?

Er meinte auch dass er von seinen Eltern nicht wegziehen kann, da diese nun ja auch immer älter werden, aber er muß doch auch mal alleine wohnen, ohne seine Eltern. Und wieso soll ich den wegziehen, ich habe nur ncoh Mutter und schwester und für diese muss ich doch da sein. Wir müssen doch zusammenhalten als eine Familie.

Ich werde heute abend nochmals mit meiner Mutter, als Aussenstehende Person reden, aber im Moment gehts mir so, dass ich ihn schon vermisse, nur ich weiß halt nicht ob es die Gewohnheit ist oder Liebe.

Es war so furchtbar dieser Abschied.

Ich weiß das M. ein toller Mensch ist, nur ich will doch mit ihm reden und nicht mit seiner Mutter.

ich bin im Moment total verwirrt, ich denke mal ich werde heute Abend mit meiner Mutter reden und dann M. mal eine Email schreibe (ist für mcih leichter als ein Telefonat) wo ich das alles reinschreibe werde, daß ich zb. das Gefühl habe dass ich oft mit seiner Mutter rede und nicht mit ihm. und mal sehen wie er darauf reagiert oder was meint ihr?

#32
Liebe Cindy, was hältst du davon, wenn du ihn erst einmal zur Ruhe kommen läßt? Wenn du ihn mal 2-3 Tage verschnaufen lässt? Ich denke, ihm das Ganze noch mal per Mail zu schreiben, bringt nix. Zu was? Er hat es doch schon oft genug und in allen Varianten von dir gehört.

Wenn ihr mal keinen Kontakt miteinander habt, merkt er vielleicht mal, was er an dir hat. Ich denke, durch die ganzen Streitigkeiten ist alles so hochgepuscht, dass er gar nicht von seiner Familie weg möchte. Zu was auch? Da hat er seine Ruhe und wird bemuttert.

Er muß selbst einsehen dass er sich von seiner Mutter lösen muss, aber wie?
Auf den Gedanken muss er selbst kommen. Da wirst du nicht viel machen können.

Mir ist es so gegangen, als ich zu Hause ausgezogen bin, dass ich unbedingt meinen Freund halten wollte. Ich wollte ihn unbedingt haben. Naja, das funktionierte aber nicht so richtig bei mir zu Hause. Irgendwie war man nie so richtig allein. ;) Und daher kam bei mir der Wunsch, auf eigenen Füßen zu stehen. Aber das muss man ganz fest wollen. Einesteils verzichtet man auf ganz viele Annehmlichkeiten, andererseits ist es wie ein Befreiungsschlag, weil man plötzlich sein Leben ganz anders gestalten kann.

Vielleicht wäre es auch bei dir angebracht, wenn du ein ganzes Stück unerreichbar für ihn wärst. Wenn du z.B. sagst: "Nö, mit zu dir nach Hause komme ich nicht. Ich habe nichts gegen deine Familie, aber ich möchte auch mal BEI dir MIT dir ganz alleine sein.". Naja, irgendwie so was in der Art. Und wenn er dich wirklich so doll liebt, kann das ein Auslöser sein, dass er sich doch mal von seinem Elternhaus distanziert. Aber das ist ein langwieriger Prozess. Mit ein- oder zweimal sagen ist es da nicht gemacht.

#33
dank dir liebe Thylli, ich werde ihm dann lieber doch noch etwas länger Zeit geben und ihm ende der Woche nochmal eine Mail schreiben, ich schreibe mir auch schon gerade mit seiner Mutter, zumindest soweit ich es kann, da ich es mir mit ihr ja auch nicht verscherzen möchte.

auch wenn wir bei ihm sind, ist es immer wieder etwas anderes, weil wenn man irgendwo zu Besuch ist, verstellt man sich ja automatisch auch.

ich habe es ihm schon desöfteren gesagt dass er sich von seiner Mutter lösen soll, ich weiß nicht ob er es versteht. Es sind halt dadurch auch sehr viele Dinge, welche für andere normal sind, macht er nicht. Also ich kämpfe ja schon um ihn, aber der entscheidene Punkt liegt bei ihm.

Am Sonntag nachmittag hatte ich endlich mal Zeit für mich, war ganz allein, das war auch mal schön. den sonst sind wir ja bisher jedes Wochenende zusammen gewesen, bei ihm, bei mir, bei meiner Mutter...und und und. Das hat mir auch etwas gut getan.

Denn in der Woche kommt man von der Arbeit nach Hause und ist erstmal ganz schön ko und dann fällt man nur noch kaputt ins Bett.

Ich weiß nicht was wird, was ist, wenn ich liebe, wenn ich nicht liebe. Im Moment habe ich auch keine wirkliche Lust darüber nach zudenken, ich will es alles auf mich drauf zukommen lassen. ich werde warten, ihm die mail schreiben, und sehen ob er mich versteht. vielleicht weiß ich aber bis dahin auch, dass ich ihn schon lange aufgegeben habe. Ich weiß es nicht, ich lass die Zeit für mich entscheiden.

#34
Wie begründest du das, dass er sich von seiner Mutter lösen soll?

#35
was ist wenn seine Mutter mal nicht mehr ist?

er muss lernen wie das alle funktioniert, Papierkram ok, sind halt Männer dass sie damit nicht so ganz durchsehen, aber er kann nicht immer alles von seiner Mutter machen lassen, sie wird auch älter.

Er muss lernen sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, seine Bewerbungen selbst zu schreiben und sich nicht immer auf seine Mutter verlassen.

Ok es stimmt wenn sie den ganzen Tag zu Hause ist kann sie sich auch um seine Termin kümmern, aber was ist wenn sie mal nicht mehr ist und ich kann das auch nciht wenn ich arbeite.

#36
Hallo Cindy,

also ehrlich gesagt finde ich persönlich, dass Du ziemlich versuchst, ihn Deinen Wünschen anzupassen. Du musst einfach akzeptieren, dass er ist, wie er ist. Wenn er bis 11 schlafen will, dann will er das halt. Wenn er sich nach Dir richtet und auf sein kostbares Ausschlafen (ich bin auch ein Schlaf-Tier, kann es also gut verstehen) verzichtet, wird er sich verbiegen. Willst Du das? Nur mal als ein Beispiel. Du sagst ja auch, dass es bei seiner Mutter teilw. unordentlich ist. Offenbar legt er auch nicht so viel Wert auf Ordnung wie Du. Warum willst Du, dass er sich da ändert? Du hättest ihn gerne anders, aber er ist nun mal, wie er ist.

Meine persönliche Ansicht ist: Man muss sich einfach überlegen, ob man mit den Macken des anderen klar kommt oder nicht. Wenn ja, muss man sie akzeptieren, und zwar ohne wenn und aber und Rumgemecker. Wenn man nicht mit den Macken leben kann, muss man die Konsequenzen ziehen und sich trennen. Was man nicht machen kann, ist, dem Partner die Macken "auszutreiben". Das funktioniert nicht.

Wenn Ihr Euch überlegen solltet, dass Ihr es zusammen noch mal versucht, findet Ihr bestimmt für die Probleme (z.B. Haushalt) Lösungen. Ein Beispiel: Wir haben bestimmte Bereiche aufgeteilt; mein Freund ist z.B. für die Böden zuständig. Da misch ich mich nicht ein. Er macht das einfach, so oft und wie er es für richtig hält und fertig. Klar hätte ich auch manchmal lieber, wenn er mal öfter durchsaugen würde und so... aber >> da hab ich halt Pech gehabt. ;) Dafür lässt er mich in Ruhe meine Sachen machen, so wie ich will.

Zum Thema Mutter: Er wohnt noch zu Hause. Da hat er wohl noch nicht gelernt, was es bedeutet, einen Haushalt zu führen. Das muss man lernen. Ich habe früher auch gedacht, es wäre alles ganz einfach mit einem Haushalt und gar nicht viel Arbeit. :D Falsch gedacht...

Schöne Grüße

Nimriel

#37
Cindy, Cindy, :nono: hab ich´s doch gewusst!! Du bist praktisch seine Ersatz-Mami.

aber was ist wenn sie mal nicht mehr ist und ich kann das auch nciht wenn ich arbeite
Es geht dich schlicht und einfach nix an, wie er dann die Sachen löst. Wie Nimriel schon schreibt: Jeder ist eine eigenständige Persönlichkeit und erledigt bestimmte Dinge anders als man selbst. Seine Mutter und du lasst ihm doch gar keine Möglichkeit, mal etwas selber zu lösen. Wenn es nicht gleich sofort gemacht wird, springt einer von euch beiden ein. Lasst ihm doch mal Zeit, selber kreativ zu werden. Er wird es mit Sicherheit nicht so machen, wie ihr beide es wollt - aber es ist sein Weg, den er zur Lösung des Problems gefunden hat. Auch wenn es mal ein bissel länger dauert.

Du bist nun mal eine sehr selbständige Frau - aber dann solltest du dir ernsthaft überlegen, ob ihr euch nicht wirklich trennt. Da schließe ich mich meinem Vorredner an.

#38
erst einmal nein du das mit der Ordnung war der Andere..aber egal ich weiß was du meinst. ;-)

ja da hast du auch recht @nimriel ich will bestimmt versuchen ihn meinen Wünschen etwas anzupassen, vielleicht sogar zuviel.

Ich glaube dass er viele Sachen selbst mit 26 noch nicht weißt, weil es ihm ja keiner gesagt hat. Bei seinen Eltern ist es sehr sauber, aber er selbst muß da nicht mithelfen aufzuräumen er hat nur seine beiden Zimmer und na ja wie du aussehen..sag ich mal nix.

Ihm es ist egal wie sein Zimmer aussieht wenn sein Kumpel kommt, interessiert ihn nicht, ist ja ok, aber es gibt halt auch Sachen die gemacht werden müssen auch wenn man keine lust oder kein Interesse dazu hat.

ich glaube das seine Eltern ihn nicht konsequent genug erzogen haben und vieles muss ihm noch gesagt werden, aber wenn er es selbst nicht sieht.

Es gibt halt einige Sachen auf die man keine Lust hat und die dennoch gemacht werden müssen.

Du räumst doch bei dir zu Hause auch auf, auch wenn du keine Lust hast.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses wirklich eine seiner Macken ist, oder was meinst du?

#39
oh das klingt hart @thylli.. ich will doch eigentlich nicht schon wieder das 2, 5 Jahre umsonst sind, will doch um ihn kämpfen.

aber vielleicht hast du recht...vielleicht bin ich auch zu selbstständig, ich will am Liebsten immer alles alleine machen. Vielleicht kann ich anderen gar nicht mehr vertrauen..ich muss wohl echt ruhiger werden und mich etwas mehr zurücknehmen.

#40
Hi nochmal,

sorry, da hatte ich mich verlesen (wg. ordentlich bei seinen Eltern).

Ich weiß nicht, wie es letztendlich wirklich ist, also ob seine Eltern ihn nicht konsequent erzogen haben.

Wenn ich spekulieren sollte, würde ich sagen, er hat es einfach noch nicht selbst ausprobiert. Es ist einfach etwas anderes, wenn man seinen Haushalt selbst führt. Er hat noch nie die Verantwortung für einen Haushalt getragen - woher soll er es können? Ich glaube aber auch, dass man die Erfahrungen selbst machen muss. Soll heißen, ich glaube wiederum nicht, dass Du ihm damit hilfst, wenn Du ihm das "beibringst". Ich kenne das von mir - sowas treibt einen eher noch mehr in die Trotzposition ;)

Außerdem hat einfach jeder eine andere Art, die Dinge zu lösen. Möglicherweise ist das ja auch was, was ein bisschen was mit Deinem Ursprungsproblem zu tun hat - evtl. suchst Du nach jemandem, der alles genauso löst, wie Du es für richtig hältst?

Und *räusper* ich muss gestehen, dass ich bei mir zu Hause manchmal auch einfach NICHT aufräume, weil ich keine Lust drauf habe =) Aber Du hast schon Recht - klar macht man sowas, weil es einfach sein muss. Bei ihm musste es aber bisher nicht sein und - wie gesagt - ich denke, er muss es erst mal lernen.

Was mich persönlich aber zugegebenermaßen auch stören würde ist, dass er es offenbar nicht anstrebt. Soll heißen, er hat sich wohl ganz bequem eingerichtet zu Hause und nicht den Wunsch, allein zu leben? Das wäre eher so ein Punkt, ich denke, beim Rest könnte man eine Lösung finden, die für beide ok ist. Du müsstest halt auch lernen, dass er manche Dinge einfach anders macht als Du und das auch vollkommen ok ist ;) und er müsste lernen, dass man manche Dinge einfach von sich aus machen muss. So in Etwa.

Schöne Grüße

Nimriel

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