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Die Hoffnung stirbt zuletzt oder wie war das ?

24 Antworten2'251 AufrufeGestartet von GuyInTrouble ·

GuyInTroubleThemenstart
#1
Hallo alle zusammen.

Mein erstes Posting hier in diesem Forum. Habe mich schon etwas eingelesen und halte meinen Schmerz nicht mehr aus und möchte mich mitteilen. Vielleicht geht es mir dann besser...

Habe vor 6 Jahren meine Traumfrau kennengelernt. Das besondere daran ist, dass ich sie schon länger im Auge hatte, da sie die schönste in der Umgebung war/ist(das klingt sehr oberfläch / aber Beziehungen starten meistens oberflächlich), sie aber mich ansprach und wir verliebten uns von solcher Intensität, dass alles um uns herum bedeutunglos war. Nach einer Woche kam schon die Ernüchterung. Im Rausch hab ich ihr Gewalt angetan. Das arme Geschöpf, bis dato noch nie mit sowas in berührung gekommen, war völlig ausser sich und durch verknüpfung ungünstiger Umstände war ich erst mal "weg". Bei unserem ersten Wiedersehen 6 Wochen später, funkte es aber wieder in uns und wir wurden wieder ein Paar. Jetzt sind 6 Jahre vergangen. Ich hab mein Leben komplett umgestellt. Bin Sportler,frei von jeglichen Genusmitteln und gehe meiner Arbeit nach. In den 6 Jahren haben wir eine unglaublich starke mentale Bindung augebaut. Obwohl sie immer von Trennung sprach, auf Grund des am Anfang vorgefallenen Gewaltproblems, sind wir auf mentaler Ebene ein "Ganzes" geworden. Trotzdem schürte die Gelegentliche Äußerung nach der Trennung immer innere Unruhe bei mir, was mich seit Jahren nicht wirklich entspannt sein läßt. Nach einigen "Fluchtversuchen" ihrerseits und dank meiner Hartnäckigkeit sind wir immer zusammengeblieben, aber vom ständigen Wunsch durchtränkt, endlich unsere gemeinsame Liebe in vollster Vertrautheit und Harmonie ausleben zu können. Leider haben wir bis dato unser Ziel nie errreicht. Selbst von 2 Fremdgeh-Versuchen ihrereseits haben ich mich nicht beirren lassen, denn ich konnte es verstehen und habe verziehen. Einen offneneren und ehrlicheren Menschen habe ich noch nicht kennengelernt und deshalb sah ich drüber weg (jaja, ich hab auch meinen Stolz). Das Problem ist, dasss ich selber nicht immer ganz offen war zu ihr. Mittlerweile treten die Trennungsversuche ihrerseits in kürzeren Intervallen auf und seit 1 Jahr versucht sie es wirklich. Da sie mich liebt und ich immer, an unsere Liebe glaubend, für ein gemeinsames UNS trotz aller Probleme gekämpft habe, und sie auch nicht wirklich von mir weg will/kommt, sind wir immer noch zusammen geblieben. Über Weihnachten und Sylvester war sie da und es war für mich wunderschön. Doch dann passierte es. Durch das ständige Hin und Her und ihre Trennungseskapaden, habe ich mich halt ab und zu durch diverse Single und Datingseiten geklickt.(nur aus reiner neugier / aus verletzung / die Liebe für sie ist zu überweigend , dass fremdgehen in Frage käme).

Sie hielt mich immer für total ehrlich, wie sie es auch zu mir immer war. Tja, jetzt ist sie ein zweites Mal aufgewacht. Ich bereue es sehr. Leider bin ich auch ein sehr dominater Typ und mag Probleme gerne sofort aus zu diskutieren. Sie fühlte sich sehr bedrängt , ist erstmal wieder in "ihre" Stadt und möchte Abstand. Und Geduld ist mein größter Mangel.

Wie es weitergeht , weiß ich nicht. Ich "kämpfe" schon seit Jahren, es ist sehr aufreibend für mich, aber manchmal gabs Momente, wo es sich gelohnt hat... Augenblicklich weiß ich nicht, wie es weitergehen soll. Meine Hoffnung ist immer noch groß. Ich bin auch nach 6 Jahren noch stark faziniert von der Frau und liebe sie wie am ersten Tag. Sie möchte eine Therapie machen, auf Grund der Gewalt-Sache.Soltle ich mich erstmal 1-2 Monate zurückziehen ? Sie wollte mich am Montag anrufen. Ich brenne nach dem verlangen sie heute noch anzurufen. Sollte ich mich meiner Trauer ergeben und endlich versuchen aus der Beziehung rauszukommen ? Oder soltle ich meine Hoffnung bewahren und weiter "am Ball" bleiben ? Leider habe ich nur noch wenig Freunde, bedingt durch meinen Lebenswandel. Fühle mich im Moment sehr allein. Sie war auch mein bester Freund. Und das tut weh. Mein Körper spielt verrückt und ich leide... Ein verdammt mieses Gefühl.

Der Text ist nicht wirklich strukuriert und eher einem Tagebucheintrag gleichzusetzen, aber ich freue mich auch eure Beiträge.

In diesem Sinne :)

GuyInTrouble

#2
Hallo !

nun wie ich lese habt ihr euch eigendlich beide immer sehr verletzt ich weiss wie es ist die probleme immer gleich lösen zu wollen denn das ist auch mein fehler da mein freund da mehr zeit braucht weiss ich das es nicht immer gut ist alles gleich vom tisch zu fegen aber sicher ist eins ihr liebt euch was euch fehlt ist ein sehr langes gespräch wo alles auf den tisch kommt was dem anderen bewegt so haben wir es getan und es läuft nun besser als vorher aber mit dem unterschied wir taten uns niemals so weh wie bei euch der fall ist ..... nun wenn du mich fragst ich würde kämpfen denn es ist noch nichts verloren aber du musst dich ändern mehr reden und mehr zuhören ..... momentan würde ich sie in ruhe lassen ( eine weile ) damit räumst du ihr das nachdenken ein ich hoffe ich konnte ein kleines stückchen helfen lg die-eine :trost:

#3
Danke für die Antwort@die-eine

Ja, es ist nicht leicht sich in Geduld zu üben. Bin ein sehr direkter Mensch und gehe deshalb auch gerne bei Streit oder Streitfragen auf Konfrontationskurs. Gerade auf einen sehr zurückhaltenden Mensch kann das durchaus sehr bedrängend wirken. Deshalb habe ich auch heute schon (wer kann schon aus der eigenen Haut???) angerufen und mich kurz mit ihr unterhalten. Sie verwies mich auf Montag. Da das Gespräch nicht die üblichen Ausmaße annahm (Streit, gegenseitiges Verletzen etc), werde ich mich wohl bis Montag gedulden (können).

Mit dem "verletzen" hast du recht. Das läuft wohl eher unbewusst bei beiden ab. Sie weiß, was mich verletzt, kann aber nicht anders reagieren und verletzt mich damit unbeabsichtigt. Ähnlich ist es von meiner Seite aus.

Ein langes Gespräch würde ich mir auch wünschen. Davon hatten wir aber in den letzten Jahren schon hunderte. Fängt man erstmal an sein Beziehungs-Universum zu durchforsten und zu analysieren, dann bemerkt man, was für ein komplexes System eine Beziehung zweier Menschen ist. Da kann man sich auch leicht verfangen und macht nichts anderes mehr. Unserer Probleme sind uns (weitestgehend) bewusst. Nur sind es tiefersitzende Probleme oder gar Traumata kann man leider manches nicht im Alleingang beheben und obendrauf kommt noch meine Unehrlichkeit, die, wie ich glaube, bei ihr einen kleinen Schock ausgelöst hat. Aber gerade weil es nichts ernstes von meiner Seite aus war, habe ich es nicht erzählt. Was soltle man denn sagen ??? "Schatz! Ich habe mich mal auf einer Flirt-seite angemeldet. Nur so zum Spaß." Na, eventuell wäre es besser gewesen, denn dann hätte sie mich bestimmt mit Fragen gelöchert und wir hätten ein klärendes Gespräch gehabt.

Aufgeben tue ich nicht. Ich denke, dass wenn zwei Menschen sich lieben, sie aber durch Probleme nicht zum (ihrem) Glück finden können, es sich immer lohnt, zu kämpfen. Eine Aufgabe meinerseits würde erst erfolgen, wenn man merkt, dass die Liebe erlischt. Denn dann kann man nichts mehr machen...

#4
mein freund und ich sind auch chatter und sind nun ein jahr zusammen klar hättest du ihr das sagen können ... du hättest sagen können schatz komm mal her und schau einfach zu aber ..... DER CHAT MACHT VIEL KAPUTT !!!!!!! ich weiss es aus erfahrung lügen bringt nix das würde ich niemals tun bei euch ist es so das auch ihr sehr lange reden müsst es ist wichtig den anderen zu verstehen zuzuhören was er auf dem herzen hat ich kann bei euch erkennen das dies bei euch oberflächlich war nur durch reden lernt man die macken des anderen kennen so auch die leidenschaftlichen seiten man macht viel kaputt wenn man sachen verschweigt oder unterbewertet du musst ihr die zeit geben um ein vernünfites gespräch durchführen zu können auch wenn es sehr schwer ist

#5
Original von die-eine..man macht viel kaputt wenn man sachen verschweigt oder unterbewertet du musst ihr die zeit geben um ein vernünfites gespräch durchführen zu können auch wenn es sehr schwer ist

Danke für die Worte. So soll es ein. Montag werde ich mehr wissen. Jetzt muss ich nur noch die 48 Stunden totschlagen. Die Ungewissheit und die Ohmacht nicht reagieren zu können fressen mich auf...

#6
[update]

Einsamkeit und Schmerz sind kaum noch auszuhalten. Warum bis Montag ? Ich brenne darauf anzurufen. Weiß aber ich mache es nur schlimmer...

Mein Körper rebelliert... :krank:

#7
Ähem, einen Gruß vorneweg und dann gleich einige Fragen.

Ich blick da noch nicht so durch, als dass sich mir ein schlüssiger Rat aufdrängen würde.

Was Du auch immer getan hast am Anfang, war es so, dass es immer wie ein Schatten über der Beziehung lag? Trotzdem, dass Du Dich geändert hast?

Wenn Du Dir dessen bewusst bist, dass sie immer wieder das Ende sucht (warum eigentlich?) warum hälst Du sie dann so unbedingt?

Warum ist Dein Lebensstil so, dass Du keine Freunde hast? Zuviel Arbeit, zuviel Fixierung auf sie?

Vergiss den Montag-er wird gar nichts klären. Suche dringend nach einem Weg, wie Du Dich aus dem Schlamassel ein wenig zurückziehen kannst um sie möglicherweise kommen zu lassen...

Weniger aus Geduld, als aus reinem Selbstschutz-geh raus, trotz des Regens, such nach einem Weg für Dich, nur so kann ein Weg für Euch entstehen-aber wie gesagt, noch blicke ich nicht durch!

Und nimm die körperlichen Symptome wie eine Krankheit an, also wenn es Kopfschmerzen sind, wirf eine Aspirin ein, wenn Dir kalt ist mach Dir einen heißen Kakao oder Tee, sei einmal wieder pfleglich zu Dir selber...

meint justine

#8
Hallo Justine

Im ersten Post bin ich nicht so ausführlich auf alles eingegangen. Liegt wohl z. T. auch daran, dass ich nicht Stolz auf alles bin.

Genau. Ich habe sie damals unter Einfluss illegaler Drogen geschlagen. Durch unglückliche Umstände war der Kontakt dann 6 Wochen völlig weg. Bei unserem ersten unbeabsichtigten Wiedersehen, hat es mit gleicher Intensität, trotz aller unbewältigen Probleme, sofort wieder gefunkt. Leider kann man ein Trauma nicht einfach totschweigen und nach und nach im Laufe der Jahre wurde ihr klar, dass sie damit nicht leben kann. Zumal sie sich mit ihrem Studium immer öfter damit auch mit solchen Themen beschäftigte.

Trotzdem, dass Du Dich geändert hast?
Jaein. Ich habe ab und zu noch eine sehr dominante leicht aggressive Art an mir. Z.B. Autofahren / Streit / bei anderen Unannehmlichkeiten, die nicht zwingend mit unserer Beziehung zu tu haben. Auf Grund ihrer Vorgeschichte und des unbewältigten Traumas natürlich schrecklich für sie.

Warum ist Dein Lebensstil so, dass Du keine Freunde hast? Zuviel Arbeit, zuviel Fixierung auf sie?
Ich habe vor zwei, drei Jahren meinen kompletten alten Freundeskreis aufgegeben, da viele von denen halt noch mein altes Leben leben. Durch die Aufgabe sämtlicher Genussmittel und "Diskotheken etc pp" habe ich eine Suchtverlagerung durchlebt. Mache jetzt extrem Sport. Laufe Marathon, bereite mich auf Triathlon vor usw. Leider gehe ich im Sportwahn manchmal etwas zu weit und auf Grund von Ernährung, Schlaf und Sport, bleibt keine Zeit für neue Freundschaften. Und die alten Freunde sind halt auch stehengeblieben. Ich habe mich weiterentwickelt und komme deshalb schlechter mit ihnen aus und lege auch nicht mehr Wert drauf. Zusätlich noch die Fixierung auf sie. Sie aber auch auf mich.

Wenn Du Dir dessen bewusst bist, dass sie immer wieder das Ende sucht (warum eigentlich?) warum hälst Du sie dann so unbedingt?
Sie ist vom Zwiespalt zerfressen. Einerseits bin ich ihre große Liebe, andererseits steht viel zwischen uns. Der Zwiespalt zwischen sich geborgen fühlen und Unsicherheit ist sehr aufreibend. Würde sie ohne Zwiespalt und ohne Liebe sich trennen, dann wäre es einfacher und ich müsste nur die Trauerzeit durchleiden... (haha..als ob das so einfach wäre)

Vergiss den Montag-er wird gar nichts klären. Suche dringend nach einem Weg, wie Du Dich aus dem Schlamassel ein wenig zurückziehen kannst um sie möglicherweise kommen zu lassen...
Hmm. Das ist leicht gesagt. Den Ablenkung funktioniert nicht wirklich. Und an ein Ende möchte ich nicht glauben. Aber du hast recht. Ich sollte meine Erwartungen an das bevorstehende Telefonat zurückschrauben. Das erleichtert sicherlich auch das Gespräch.

Und nimm die körperlichen Symptome wie eine Krankheit an, also wenn es Kopfschmerzen sind, wirf eine Aspirin ein, wenn Dir kalt ist mach Dir einen heißen Kakao oder Tee, sei einmal wieder pfleglich zu Dir selber...
Als Sportler mache ich jetzt noch mehr Sport; trotz mangelnder Ernährung. Das geht jetzt seit Donnerstag so. Dazu noch die Trauer und die nagende Ungewissheit, was passieren wird.

Wie sieht es aus, wenn man dem Arzt die Wahrheit sagt ? Möchte keine Medikamente, aber die Arbeit morgen erscheint mir nicht möglich. Nehmen Ärzte da einen ernst ?

#9
Ich bin mir da sicher, wenn Du so elend beim Arzt auftauchst schreibt er Dich krank. Außerdem musst Du nur was von Magen Darm erzählen und ich bin mir sicher, dass das nicht einmal gelogen ist.

Allerdings wirst Du daheim die Wände anstarren und Dich vor das Telefon setzen, ist das besser?

Du bist ja nicht stolz auf das was Du getan hast, allerdings scheint sie auch eine schwierige Persönlichkeitsstruktur zu haben.

Sie reflektiert ihr Trauma, immer und immer wieder-das ist für euch eine enorme Belastung.

Du musst lernen (ich weiß, dass sich das alles einfach und gelegentlich platt anhört), jedenfalls musst Du wieder lernen der Welt ein wenig näher zu kommen.

Was ist wirklich wichtig für Dich-was wäre wenn Du Dir ein Bein brechen würdest und sechs Wochen im Krankenhaus liegen würdest-was käme dabei raus?

Halte durch, da ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen!

Lieben Gruß,

justine

#10
Du bist ja nicht stolz auf das was Du getan hast [..]
Nein. Es war mein größter Fehler.

Du musst lernen (ich weiß, dass sich das alles einfach und gelegentlich platt anhört), jedenfalls musst Du wieder lernen der Welt ein wenig näher zu kommen. Was ist wirklich wichtig für Dich-was wäre wenn Du Dir ein Bein brechen würdest und sechs Wochen im Krankenhaus liegen würdest-was käme dabei raus? Halte durch, da ist das letzte Wort wohl noch nicht gesprochen!


Vielleicht habe ich mich schon zu lange auf Sie und unsere Probleme fokussiert und dadurch ist wohl einiges auf gesellschaftlicher Ebene auf der Strecke geblieben. Und nicht nur auf gesellschaftlicher Ebene. Es ist nur verdammt schwer, aus gewohnten Konventionen auszubrechen. Auch wenn sie unangenehm sind. Abstand würde helfen. Nicht nur räumlich, dass hatten wir schon. Sondern das mein Geist mal frei ist.

Das ist aber momentan noch Wunschdenken...

#11
Guten Morgen,

ich habe mittlerweile auch einige Deiner Antworten in anderen Threads gelesen.

Ich glaube Dir, dass Du nicht aktiv vorhattest über die Flirt-oder was auch immer-pages aktiv eine andere Frau kennenzulernen um Deine Freundin zu betrügen.

Aber Du hättest einem interessanten Profil, einem interessanten Brief oder ähnlichen sicherlich geantwortet. Immer im Hinblick darauf, dass es ja noch nichts bedeutet, da Du Deine Freundin noch nicht betrügst.

Mir sagt das, dass auch Du in der Beziehung müde warst. Müde der ewigen Vorwürfe, müde des ewigen Kampfes, müde der Energie die Du auf das Halten der Beziehung aufgewendet hast.

Verstehe mich nicht falsch, es geht nicht darum Dir "ein Ende" schmackhaft zu machen-mir geht es darum Dich dazu anzuregen Muster zu durchbrechen!

Wenn Du Deine letzte Antwort bis zum heutigen Gespräch soweit verinnerlicht hast, kannst Du einmal schon anders reagieren.

Nicht mit massiver Überzeugung, Heulen und Zähneklappern sondern mit einem einsichtigen "Weißt Du, ich finde schon auch, dass ich für mein Leben etwas verändern muss"

Das Problem an solchen Klärungsgesprächen ist doch häufig, dass sie in ganz vielen "ich-Sätzen" geführt werden. Einer will etwas nicht und der will um jeden Preis überzeugen.

Was aber wenn sie sagt: Ich will/kann nicht mehr und Du antwortest: Ja, ich finde auch, dass ich etwas verändern muss, für mich!

Du verstehst sicher worauf ich hinaus will. Du musst! Dir überlegen was Du tun wolltest, vielleicht schon immer tun wolltest für Dich-das ist der einzige Weg zu Dir und dann zu einem möglichen Euch.

Liebe Grüße,

justine

#12
Hallo

Der unerträgliche Sonntag ist überstanden. Habe mich heute morgen krank gemeldet und meine Ärztin hatte vollstes Verständnis. Da mein Arbeitsverhältnis in 2 Wochen beendet ist, hat sie die Wochen "voll" gemacht. Somit, hab ich das Problem schonmal aus dem Kopf.

Sie rief mich schon heute morgen, statt abends an. Ich habe versucht mich zurück zu halten; den Umständen entsprechend erfolgreich. Ich hatte mir in einem Brief an sie einige Gedanken zu unserer Beziehung gemacht, und sie, soweit es mir möglich ist, analysiert. Ich verwieß sie auf den Brief, den ich ihr nach dem Telefonat per Email schicken wollte.

Sie wollte mich spätestens nächsten Montag wieder anrufen und hat sich zu einer Therapie entschieden, um ihr Trauma zu verarbeiten. Sie leidet und sie liebt mich, dass konnte man hören. Sie beklagte sich, darüber, dass ich ihre Grenzen überschreite. Ungeduld, Aufdringlichkeit usw. Ansonsten war es eine sehr gebrochene Stimmung beim Telefonat.

@Justine

Erstmal danke für deine Antworten.

ch glaube Dir, dass Du nicht aktiv vorhattest über die Flirt-oder was auch immer-pages aktiv eine andere Frau kennenzulernen um Deine Freundin zu betrügen. Aber Du hättest einem interessanten Profil, einem interessanten Brief oder ähnlichen sicherlich geantwortet. Immer im Hinblick darauf, dass es ja noch nichts bedeutet, da Du Deine Freundin noch nicht betrügst.
Nein. Zum kennenlernen würde ich wohl eher das Real-Life bevorzugen. Diskotheken Bars etc.. Es war eher eine gelegentliche Ablenkung von der manchmal zu oft deprimierenden Realität. Natürlich hätte ich auf ein interessantes Profil geantwortet, aber wäre oberflächlich und letzten Endes abweisend geworden / geblieben.

Jeder hat halt eine eigene Definition von Treue. Ein Treuebruch liegt für mich erst vor, wenn man sich intensiver mit Chats und Flirtpages beschäftigt, als mit der eigenen Beziehung. Körperkontakt lass ich mal aussen vor. Das ist sowieso klar denke ich.

Leider habe ich sie damit wirklich verletzt. Bisher war das einfach nur durch aggressives Verhalten möglich. Diese Verletzung hat eine andere Bedeutung und Intensität. Keine Ahnung, wie sie damit umgeht und/oder klar kommt. Beim nächsten Telefonat möchte ich das Thema ansprechen (Im Brief ja schon geschehen).

Mir sagt das, dass auch Du in der Beziehung müde warst. Müde der ewigen Vorwürfe, müde des ewigen Kampfes, müde der Energie die Du auf das Halten der Beziehung aufgewendet hast.
Du triffst den Nagel auf den Kopf. Eine glegentliche Ablenkung von der anstrengenden Realität.

Wenn Du Deine letzte Antwort bis zum heutigen Gespräch soweit verinnerlicht hast, kannst Du einmal schon anders reagieren. Nicht mit massiver Überzeugung, Heulen [..]
Ist heute schon halbwegs geglückt.

Du verstehst sicher worauf ich hinaus will. Du musst! Dir überlegen was Du tun wolltest, vielleicht schon immer tun wolltest für Dich-das ist der einzige Weg zu Dir und dann zu einem möglichen Euch.
Puhh. Das wird ein hartes Stück arbeit. Mit dem Partner seine Träume verwirklichen ist einfacher und schöner. Die Kraft aufzubringen, alleine am Leben weiter zu arbeiten, stelle ich mir augenblicklich mal möglich mal unmöglich vor.

#13
Bei euch tut sich etwas-und wie das Telefongespräch verlaufen ist, ist schon ein Anfang, ein Anfang miteinander "besser" umzugehen.

Ich weiß wie schwer ist, letztendlich kann man ja nicht aus seiner Haut raus, aber da hilft nur die Politik der kleinen Schritte.

Nach einigen Katastrophenbeziehungen habe ich versucht nur das zu tun was mit gut tut. (Ist ja auch so ein Standardspruch)

Ich hatte keine Ahnung was mir gut tut, ich hatte das Gefühl, dass alles mit einem Partner schöner ist.

Ich habe dann für mich mit ganz kleinen Sachen anzufangen. Zum Beispiel die Musik gehört die mir gefiel und die andere peinlich fanden. Mir komische Filme angeguckt, Walt Disney, was auch immer-auch das fanden ja viele in meinem Alter seltsam :-)

Schwierig an einer Therapie des Partners ist, dass man sich nicht einbringen kann/darf. Als ein Exfreund von mir damals anfing, hätte ich ihn am liebsten jedes Mal gefragt was es Neues gab.

Ich denke da Du ein dominanter, ungeduldiger Typ bist (wie Du selber sagst) musst Du Dir etwas suchen um nicht nur zu warten.

Du denkst ja nach, bist nicht blind für irgendwelche Fehler oder Veränderungen, das wird sich alles entwickeln.

Lieben Gruß,

justine

#14
[update]

Manchmal vermischt sich mein Gefühl von unendlichem Schmerz und Trauer mit Wut. Im Verhältnis von von 80/20. Was soll das ? Warum kann sie nicht reden darüber? "Jetzt noch nicht!", hatte sie beim zweiten Telefonat gestern gesgat. Ich hatte es nicht ausgehalten und hab angerufen. Habe mich im Zaum gehalten, versucht nicht den großen Bedränger raus zulassen. Sie sagte jetzt noch nicht. Den Brief hatte sie auch noch nicht gelesen, wahrscheinlich dafür ebenfalls noch nicht bereit. Im nächsten Moment aber, ist die Wut wieder verflogen und der 100 prozentige, gewohnte Dauerzustand des Leidens setzt wieder ein.

Wir haben immer über alles geredet. Warum wird ein Fehler meinerseits zum Warten verdammt? Es belastet mich sehr. Hätte nie gedacht, dass es so ein Problem für sie wird/sein könnte. Wieso ist sie nicht bereit, sich die Umstände anzuhören? Eine völlig neue Situaton für mich. Es frißt mich auf mich nicht mitteilen und entschuldigen bzw aufklären zu können. Ein weiteres tut die Unsicherheit bei, dass ich nicht weiß, ob es nicht auch endgültig sein könnte. Bis zum nächsten Telefonat versuche ich gegen mich anzukämpfen und mich zu gedulden. Hoffentlich gelingt es mir. Es gibt so viele Momente am Tag, wo es einfach fast unerträglich ist, mit seinen Gedanken allein zu sein und nicht zu wissen was ist. Sie hat nichts preisgegeben in den letzten beiden Telefonaten. Es zerreißt mich... argh

Nach einigen Katastrophenbeziehungen habe ich versucht nur das zu tun was mir gut tut. (Ist ja auch so ein Standardspruch) Ich hatte keine Ahnung was mir gut tut, ich hatte das Gefühl, dass alles mit einem Partner schöner ist. Ich habe dann für mich mit ganz kleinen Sachen anzufangen. Zum Beispiel die Musik gehört die mir gefiel
Das ist leider nicht so leicht, abgesehen davon, dasss man ja verletzt ist und die Trauer einen auch weis macht, dass sowieso alles für die Katz ist. In unserer Beziehung habe ich zum größten Teil, bedingt durch mein Art, meistens auch meine Interessen umgesetzt. Ihre sind dabei häufig auf der Strecke geblieben. Deshalb ist es schwer mit kleinen Sachen anzufangen. Eine "to-do"-Liste für mich, würde leider dann schon mit aufwenigeren Aktionen beginnen... Das erschwert den Beginn. Natürlich gibt es da einiges. Aber erfordert auch ebenso mehr Kraft.

Du denkst ja nach, bist nicht blind für irgendwelche Fehler oder Veränderungen, das wird sich alles entwickeln.
Deine Worte, auf meine Beziehung bezogen, hören sich sehr hoffnungserweckend für mich an. Als großer Optimist, erwische mich aber die letzten Tage öfters dabei, auf meine Beziehung bezogen, negativ zu denekn. Vielleicht ist es ein Selbstschutz des Gehirns, um sich vor weiteren psychischen Belastungen zu schützen. Seit 6 Jahren immer positiv denkend und karftinvestierend, aber nun ist es schon das zweite Mal innerhalb eines halben Jahres, dass ab und zu diese negative behafteten Gedanken sich einschleichen. So oder so. Ein deutliches Zeichen, etwas ändern zu müssen...

Sich auf sein eigenes Leben konzentrieren und daran zu arbeiten, hört sich gut an und ist der einzig richtige Weg. Dumm nur, dass ich mein Gefühl, in einer Warteschleife zu stecken, nicht loswerden kann, bevor ich etwas klares höre. Das bremst und verschleiert mir die Sicht, nach vorne zu blicken oder wirklich über einen Verlust trauern zu können.

-wenn man nur abschalten könnte-

danke fürs lesen@all und speziell an Justine

#15
[update]

Erlebt man eigentlich die andere Seite bei der Liebe, das Positive, das verliebt sein, ähnlich intensiv, wie die Trauer und den Schmerz? Oder ist das verliebt sein eher einem rauschähnlichem Zustand gleichzusetzen, sodass man die Realität seiner Gefühle leicht verzerrt sieht? Mir jedenfalls kommt es so vor. Überkommt mich eine neue Welle der Trauer, des Schmerzes und der Einsamkeit, ist es fast von unerträglicher Intensität.

Hatte gestern bei ihr angerufen. Haben uns 2 Stunden unterhalten. Es war etwas offener, lockerer als das letzte Mal. Zweitweise wars sogar ganz angenehm. Der Besuch von Flirtseiten ist nicht wirklich der Grund für ihre Flucht / Trennung. Nur ein willkommener Grund sich noch sicherer zu sein. Sie trauert ebenfalls, möchte aber die Trennung (denke es rausgehört zu haben), trotz Liebe zu mir und meiner zu ihr. Es ist wohl zu anstrengend. Ein klares NEIN gab es nicht. Wohl aber ein freiwilliges (aber kein 100%) Versprechen auf ein, klärendes Gespräch. Andererseits aber auch ein "Warte nicht auf mich", nachdem ich meinte, ich finde es sehr anstrengend warten zu müssen und warte deshalb nicht, sondern freue mich wenn sie anruft. Natürlich auch nur so gesagt. In meinem Zustand, kann ich nur warten. Der Schmerz lähmt...

Ich hoffe, dass es nicht einen finalen Todesstoss für unsere Beziehung von ihr gibt. Im Moment ist es die Hoffnung, die mich ab und zu den Kopf erheben läßt. Und es ist jetzt schon kaum auszuhalten. Wie ist es erst, im Falle des Worst Case...

#16
Die Zeit des Verliebens ist doch in Wahrheit auch nicht ohne Probleme, gerade der Anfang. Die Unsicherheit, werden die Gefühle erwidert? Hat mein Gegenüber mich so verstanden wie ich es gemeint habe?

Ist er/sie es wert, dass ich mein Innerstes nach außen kehre? Dass ich die Geschichte wieviel mir mein Großvater bedeutet hat wieder erzähle? Etc. etc

Aber die Unsicherheit ist ist aufregend, Eu-stress sozusagen, während der Kummer, die Unsicherheit lähmt, man wartet auf den nächsten Schritt der einem das Vertraute erhält oder vielleicht doch raubt.

Derjenige, der geht ist irgendwie auf der Flucht, vor sich, vor den unangenehmen Gefühlen aber er ist aktiv.

Liebe-Love is the answer-heißt es. Ich bin mir da nicht so sicher, definiere Liebe einmal.

Würdest Du jetzt etwas anders machen wollen? Würdest Du jetzt etwas anders machen können?

Gut, dass ihr ein besseres Gespräch hattet als die Tage davor, klar war eigentlich, dass sie den Grund beherzt aufgegriffen hat um das was sie länger und schon öfter versucht hat noch einmal anzufangen.

Weißt Du was sie möchte? Für sich? Dieser verunglückte Anfang steht so zwischen Euch-ihr habt das nie geklärt? Wieso konntest Du trotzdem der dominante sein?

Es ist alles so schmerzhaft für Dich, aber ich fürchte Du oder ihr brauchtet ein anderes Ziel als "wieder zusammenzukommen" , etwas was mehr Zukunft hat, als das Alte wieder aufzunehmen.

Hast Du demnächst einen neuen Job oder bist insgesamt in Deiner Lebenssituation zum Warten gezwungen?

Wie auch immer, ich höre Dir weiter zu :compi: und sende Dir :trost:

justine

#17
Liebe-Love is the answer-heißt es. Ich bin mir da nicht so sicher, definiere Liebe einmal. Würdest Du jetzt etwas anders machen wollen? Würdest Du jetzt etwas anders machen können?
Eine allgemeingültige Definition von Liebe gibt es wohl nicht. Natürlich liest man oft einige Sätze die sich toll anhören, aber jeder liebt wohl anders und empfindet Liebe für sich verschieden. Ich würde es so definieren... Liebe ist den anderen so zu akzetieren wie er ist. Nicht nur zu akzeptieren, sondern ihn auch für all seinen Eigenschaften mögen. Ob positiv oder negativ. Tiefe Zuneigung zu empfinden, dem Anderen sich öffnen können und sich gegenseitig zu vertrauen.

Meine schönsten momente mit ihr waren immer die, wenn sie glücklich war. Natürlich ist das nicht ganz uneigennütz...

Ich würde nicht viel anders machen. Geht man den Haufen von Problemen und Unstimmigkeiten durch, reduziert es sich in der Quintessenz alles auf fast nur ein Einziges. Der Verlust des Vertrauens mir gegenüber. Der rührt zum einen daher, dass ich sie zu Beginn schlecht behandelt hatte, es nie verarbeitet wurde und zum anderen, dass ich nicht immer, trotz aller Nähe zueinander, offen war bzw. Schwierigkeiten habe mich zu öffnen. Ich würde mich ihr gegenüber weiter öffnen (war die letzten Wochen schon auf dem besten Weg dahin) um die Basis des Vertrauens aufzubauen; die ihr größtes Problem mit mir ist. Aus meiner Sicht sicherlich ein lösbares Unterfangen.

Weißt Du was sie möchte? Für sich? Dieser verunglückte Anfang steht so zwischen Euch-ihr habt das nie geklärt? Wieso konntest Du trotzdem der dominante sein?
Sie möchte zu sich finden. Aus ihrem innerem Gefängnis endlich raus. Aber sie rennt weg. Sie tritt die Flucht an. Sie hat Probleme sich selber zu stellen. Sich wirklich mit sich selbst zu konfrontieren. Mit ihren eigenen Gefühlen. Allgemein. Nicht nur auf unsere Beziehung bezogen. Meine Dominanz rührt von meiner Direktheit und meiner Stärke meine Gefühle auszuleben. Liebe / Hass/ Trauer/Enttäuschung/Wut/etc.. Meine Fähigkeit, trotz Dominanz und Selbstsicherheit, auch meine extrem sensible Seite nicht zu unterdrücken, verschafft mir ihr gegenüber einen Vorteil. Sie ist in sich selber gefangen. Leider habe ich aber auch Schwierigkeiten, mein Innerstes preiszugeben, was wohl einen tieferen Ursprung haben muss. Das ist wiederrum ein Widerspruch zu oben genannten Ausleben der Gefühle und mitverantwortlich für das Beziehungsproblem.

Es ist alles so schmerzhaft für Dich, aber ich fürchte Du oder ihr brauchtet ein anderes Ziel als "wieder zusammenzukommen" , etwas was mehr Zukunft hat, als das Alte wieder aufzunehmen.
"Wieder zusammen zukommen" ist als alleiniges Ziel nicht ausreichend. Da hast du Recht. Den diese kraftaufreibende Beziehung ist so nicht weiter auszuhalten für uns. Parallel sollten eigene Ziele verfolgt werden. Eine beiderseitige Selbstverwirklichung. Problematisch wäre es nur, wenn sich Beziehung und eigene Selbstverwirklichung im Weg stehen würden...

Hast Du demnächst einen neuen Job oder bist insgesamt in Deiner Lebenssituation zum Warten gezwungen?
Bin ab 1.Feb völlig frei. Sollte sie nicht mehr da sein, sogar freier als man(n) nur sein könnte. Weder Ortsgebunden noch sonst irgendwelche Altlasten...

Hört sich toll an. Vielelicht wird diese Situation auch nützlich sein, aber augenblicklich würde ich lieber mit IHR völlig frei neustarten...

Wie auch immer, ich höre Dir weiter zu[..]
Danke. :schmatz:

#18
Ich will Dir nicht die Hoffnung nehmen, Du schreibst was ich mir schon seit Beginn dachte-Du magst Dich schwierig verhalten haben, aber sie ist mit sich selber im Unreinen und das wird ein harter Weg.

Nur vom Gefühl her, sehe ich bei Dir viel Potential, gleich wie es sich entwickelt auch wenn Du vielleicht und zu Recht noch weit entfernt bist es selber zu sehen und natürlich zu fühlen.

Fahr zweigleisig. Hoffe auf Ihre Entwicklung und arbeite an Deiner.

Liebe Grüße,

justine

#19
Original von justineIch will Dir nicht die Hoffnung nehmen, Du schreibst was ich mir schon seit Beginn dachte-Du magst Dich schwierig verhalten haben, aber sie ist mit sich selber im Unreinen und das wird ein harter Weg.
Ja. Sie hat damit ein riesen Problem. Sie muss mit sich selber ins reine kommen. Nur tut es verdammt weh sie ziehen zu lassen, immerhin ist ihre Problemseite auch eine Seite, die ich an ihr Liebe...

Fahr zweigleisig. Hoffe auf Ihre Entwicklung und arbeite an Deiner.
Zu der Erkenntnis bin ich jetzt auch gekommen. Ich möchte meine Hoffnung nicht begraben, aber auch nicht mein Leben auf dem Wartegleis verbringen und am Ende umsonst gewartet zu haben.

Ich habe gestern bei ihr angerufen. Wir hatten ein 7 (!!!)Std. Telefonat. Sie hatte sich schon umgemeldet und bedingt durch ihr Problem, die Realität nicht wirklich bewusst wahrzunehmen, auch nicht groß an mich gedacht (wieso kann ich das nicht?). So was kommt bei ihr immer später. Dann wird ihr eine erlebte Situation schlagartig bewust. Während die Stunden so vergingen am Tele, hatte sie ein paar Mal die Bedenken geäußert, dass es vielleicht doch nicht alles so richtig sei, wie es im Moment läuft. Aber so ganz für "meine" Seite konnte sie sich nicht entscheiden. Schade. Aber hätte sich denn wirklich was verändert - Bedingt durch eine Woche Trennung? Ich denke nicht. Es ging halt auf und ab. Mal wars spannend/unterhaltsam - mal sehr schmerzhaft/traurig. Nach einigen Stunden, wollten wir eine für uns beide halbwegs annhembare Lösung finden. Sie schlug erstmal eine Trennung für mehere Wochen/Monate vor, bis zum Ende ihrer Therapie. Für mich wäre das aber nur in reine Warterrei ausgeartet. Man kann nicht aus der Haut. Das verstand sie auch. Aber einen anderen Weg, ausser die Trennung ohne ein letztes Gespräch zu führen, gibt es nicht. In letzter Sekunde, fiel uns dann doch noch eine, für beide halbwegs zufriedenstellende, Lösung ein. Das stärkste Band zwischen uns, war immer die ungeheure optische Anziehungskraft beiderseitig, gepaart mit Sex, dessen Intensität jeder mit einem anderen Partner bisher nicht erreicht hat. Während der Therapie wollen wir uns halt auf reine F***-Treffen beschränken (2-3 Dates pro Monat), ohne den anderen einzuengen. Also keine Gespräche wie z.B. Was machst du ? Wo wohnst du jetzt ? usw. Nur oberflächlich reden und Spaß haben. Wir halten jetzt 2 Wochen totale Funkstille und wenn ich das schaffe, glaubt sie mir, dass ich das auch ernst nehme. Wir gaben uns das Wort, 2 Wochen nicht den anderen zu kontaktieren und dann einfach ein Date. Nach erfolgreicher Therapie, dann ein klärendes Gespräch.

So richtig weiß ich auch nicht was ich davon halten soll. ?(

Hab auch Angst davor meine Gefühle bei einem Treffen nicht nur aufs "wesentliche" beschränken zu können. Eventuell bricht dann alles auf. Andererseits stelle ich es mir durchaus reizvoll vor, die Zeit so zu überbrücken. Bin verwirrt...

(oh Gott, dass ich hier so einen Mist auch noch hinschreibe...)

#20
Na, das ist ja einmal eine interessante Vorgehensweise.

Aber einen anderen Weg, ausser die Trennung ohne ein letztes Gespräch zu führen, gibt es nicht
Wieso zählt euer sieben Stunden langes Telefonat nicht als "letztes Gespräch"?

Wie dem auch sei, es ist eine Wendung die unüblich ist aber deshalb nicht schlecht sein muss. Hauptsache wäre, dass Du nicht dadurch in einer regelmäßigen Sexsgeschichte endest und gleichzeitig versuchst halbherzig Beziehungen aufzubauen.

Ok letztendlich bist Du Dir wohl auch selber im Klaren darüber, dass es wahrscheinlich nicht wirklich funktionieren wird, zumindestens nicht über einen langen Zeitraum-die Therapie, sie kann dauern.

Aber es ist gleichgültig, es ist ein modus vivendi der Dich zunächst weiterbringt bis Du die Nase voll hast und es Dir hoffentlich besser geht, Du vielleicht einen Dir ebenbürtigen Partner triffst.

In einem meiner Lieblingsfilme gibt es eine Szene bzw folgende Geschichte.

Der Mentor eines sehr unglücklich verliebten jungen Mannes erzählt ihm die Geschichte vom Soldaten der sich in eine Prinzessin verliebt hat. Er schwört ihr jeden Tag, egal bei welchem Wetter vor ihrem Fenster Wache zu halten, 100 Tage lang und auf ein Zeichen von ihr zu warten.

Sie sieht jeden Tag zum Fenster heraus und sieht ihn da stehen, bei jedem Wetter, bei Sonne, Regen, Eis-er wird immer dünner und verhärmter. Doch sie tut nichts. Am 99-Tag sieht sie hinaus und er steht nicht mehr da.

"Und?" fragt der Junge "was soll das jetzt heißen?" "Frag mich das nicht-es ist nur eine Geschichte" antwortet der Alte.

Der Junge probiert etwas ähnliches aus-bis er den Sinn selber begreift und dann geht. Dann hat er doch noch eine Romanze mit ihr, aber erst dann...

Lieben Gruß,

justine

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