Zum Inhalt springen

Die Mathematische Formel Glücklicher Beziehungen!

25 Antworten4'568 AufrufeGestartet von fisherman ·

fishermanThemenstart
#1
Hi,

möchte mal ganz provokativ einen Denkansatz zur Diskussion stellen:

DIE MATHEMATISCHE FORMEL GLÜCKLICHER BEZIEHUNGEN!

Bei einer mathematischen Formel geht jeder zunächst mal von einer Gleichung aus, nach dem Motto: a²+b²=c² oder e=mc². Wenn das im zwischenmenschlichen Bereich funktionieren würde, wäre mir einiges Schlimmes erspart geblieben, ich hätte aber auch viel Wunderschönes verpasst! Sehr viele Menschen gehen jedoch von folgender Gleichung aus:

1/2 + 1/2 = 1 (ein Halb + ein Halb = ein Ganzes) So ganz nach der romantischen Vorstellung von 2 Seelen, die sich finden und zu einem großen Ganzen verschmelzen. Der eine kann nicht ohne den anderen GANZ sein! Ach, wie schön :verliebt: , so einfach ist es aber nicht, aber auch nicht wesentlich komplizierter:

1+1>2 ( ein Ganzes + ein Ganzes ist größer als Zwei )

Jedem Naturwissenschaftler insbesondere Mathematiker dreht sich hier verständlicherweise der Magen um, das Phänomen Liebe wird aber eher durch Geisteswissenschaftler erforscht und die nehmens nicht so genau mit der Mathematik :rolleyes:

Wieviele "halbe" Menschen laufen denn auf der Welt herum auf der Suche nach demjenigen Gegenstück, der einen GANZ machen soll, der einen GLÜCKLICH machen soll? Eigentlich fast jeder, deswegen gehen ja soviele uns "Marketing-Menschen" auf den Leim! Wieviele Beziehungen basieren auf der Gleichung 0,5+0,5=1 ? Aber funtioniert das wirklich auf Dauer? Was, wenn eine solche Beziehung zerbricht? (Hier überall nachzulesen...)

Ich bin natürlich auch noch weit entfernt davon, selbst ein ganzer Mensch zu sein, in sich ruhend, der einzige der das vielleicht geschafft hat, ist der Dalai Lama. Nein, ich fühle mich erst langsam wieder wie ein halber Mensch (Normalfall) , weil ich auch der romantischen Gleichung auf den Leim gegangen bin, möchte aber mehr in Richtung Idealfall!

Mir fällt zu dem Thema auch ein Buchtitel ein: Liebe Dich selbst und es ist egal, wen Du heiratest! Keine Ahnung von wem und habs auch nicht gelesen, aber ich gehe davon aus, das es in die gleiche Richtung zielt...

Mir ist schon klar, daß der Mensch ein soziales Wesen ist und 6 Milliarden buddhistische Mönche wären wohl auch nicht das Gelbe vom Ei, aber schiesst einfach mal los....

fisherman

#2
Original von fisherman.... und 6 Milliarden buddhistische Mönche wären wohl auch nicht das Gelbe vom Ei, ......
Aber orange kommt ja schon nah dran.

#3
Original von fishermanDIE MATHEMATISCHE FORMEL GLÜCKLICHER BEZIEHUNGEN!
Wenns die gäbe, wärs doch auch irgendiwie langweilig. Oder?

1+1>2 ( ein Ganzes + ein Ganzes ist größer als Zwei )

Jedem Naturwissenschaftler insbesondere Mathematiker dreht sich hier verständlicherweise der Magen um, das Phänomen Liebe wird aber eher durch Geisteswissenschaftler erforscht und die nehmens nicht so genau mit der Mathematik :rolleyes:
Nein. Das ist kein philosophisches Hirngespinst, sondern die Nutzung von Synergien ist die Grundidee jeder Teamarbeit. Das naturwissenschaftler dem skeptisch oder gar ablehnend gegenüberstehen kann ich keinesfalls bestätigen. In der Informatik gibt es zum Beispiel das Konzept des Pair Programmings (2 Entwickler zusammen an einem Rechner) was einige Vorteile bringt wie gegenseitiges Codereview für bessere Programme, Wissenstransfer oder der einfachste Grund z.B. gemeinsames lokalisieren von Fehlern (4 Augen sehen mehr als 2).

Auch das Liebe kein Forschungsgebiet der Naturwissenschaft ist kann ich nicht teilen. So gibt es z.B. so bekannte Untersuchungen der Hirnaktivitäten bei Verliebten und die Bedeutung der Hormoncocktails die für das Gefühl des "verliebt seins" verantwortlich sein sollen. (die berühmte rosarote Brille).

Nach ca. einem halben bis einem Jahr lassen wohl diese Hormoncocktails nach und aus dem verliebt sein wird eventuell richtige Liebe. Welche pysiologischen Hintergründe diese "echte" Liebe aber hat ist mir entfallen oder vielleicht auch nie bekannt gewesen.

Aber zumindest decken sich diese Erkenntnisse ja mit den uns allen wohl bekannten "was hab ich an dem/der bloss gefunden"-Phänomen. Wir waren nur high.

#4
hmm, ich schätze es eher in relativen werten:

50% + 50% = 100%

so sollte es eigentlich sein. 100% das level eines glücklichen, zufriedenen menschenpaares..

dummerweise scheint es aber immer ein ungleichgewicht zu geben... folglich lautet die gleichung:

A+B < 100% mit A ungleich B und

A und B sind kleiner, gleich 50%

irgendwie scheint eine/r immer mehr zu lieben als der/die andere...

folglich werden die 50% kaum vom einzelnen erreicht und somit sind dann auch die 100% hinfällig...

häufig pendeln sich diese partnerschaften auf 60% ein und reichen dann für 2-5 jahre.

tja, liebe mitleidenden,

liebe ist mal ganz ungleich... kein schönes gefühl, besonders, wenn man auf der falschen seite sich befinden sollte...

somit herzlichen gruss,

ems*

#5
Grüß dich, fisherman,

als Pendant zu deinem Denkansatz hier meine These:

- wer meint, Glück naturwissenschaftlich analysieren zu müssen, kann nicht glücklich werden -

Denn bei all diesem Analysieren, Sezieren, Zerlegen und Einzelteilen geht etwas Entscheidendes verloren - falls man es jemals hatte:

Das Gefühl. Das Gefühl für bezaubernde Momente, für feierliche Stimmung, für zarte Details, für sanfte Augenblicke. Es fehlt in der entscheidenden Situation das entscheidende Feingefühl.

Daher meine Schlussfolgerung:

dass Glück denen vorbehalten bleibt, die die Fähigkeit haben, es zu erkennen

und die, du mit fehlendem Feingefühl geschlagen sind, ewig erfolglos auf der Suche sein werden,

und je mehr sie suchen, desto mehr verzweifeln sie und je mehr sie verzweifeln, desto mehr suchen sie

oder resignieren.

#6
Original von Lisabeldass Glück denen vorbehalten bleibt, die die Fähigkeit haben, es zu erkennen

und die, du mit fehlendem Feingefühl geschlagen sind, ewig erfolglos auf der Suche sein werden,

und je mehr sie suchen, desto mehr verzweifeln sie und je mehr sie verzweifeln, desto mehr suchen sie

oder resignieren.
Das ist verdammt nochmal sowas von wahr!! Und es ist hart.

#7
@Lisabel:

Sorry, aber das stimmt so nicht. Man kann auch ein Phänomen wie Glück analysieren und untersuchen, ohne die Fähigkeit zu verlieren, dieses zu empfinden. Das eine schließt das andere nicht aus.

Ich sehe das so wie Deus Ex Machina. Hier handelt es sich um nichts magisches oder esoterisches, das sind soziale/psychologische Phänomene, die sich auch wie naturwissenschaftliche Phänomene erklären und verallgemeinern lassen.

Daß eine solche rationale und entmystifizierende Herangehensweise einen abstumpft, ist eben ein Gerücht. Das mag zwar bei manchen so sein, daß ein Phänomen für sie nur dann toll ist, wenn es "magisch" und unerklärbar ist, aber eben nicht bei allen. Also kein Grund, zu pauschalisieren. ;)

#8
kann meinem vorredner nur zustimmen.

ich verliebe mich gern, obwohl ich weiss das es "nur" nen körpereigener trip ist.

oder um es auf eine andere (wenn auch von mir nicht geteilte) ebene zu bringen:

ich kenne einen "prof. dr. math, dipl-ing" der trotz seines naturwissenschaftlichen hintergrundes fest an gott glaubt ... die welt verstehen zu wollen heisst nicht seinen glauben oder gar lebensfreude aufzugeben

irgendwie hab ich immer das gefühl das man akademiker immer irgendwie als weltfremde kleine wichte wahrnimmt, die in ihrer eigenen kleinen, freudlosen welt leben ;o)

ich möchte betonen, das ich "ansonsten, ganz normal bin" und mein singledasein sicher ganz sicher nichts mit meinem naturwissenschaftlichen hintergrund zu tun hat =)

#9
Original von deus ex machinaoder um es auf eine andere (wenn auch von mir nicht geteilte) ebene zu bringen:

ich kenne einen "prof. dr. math, dipl-ing" der trotz seines naturwissenschaftlichen hintergrundes fest an gott glaubt ...
Wieso "trotz"? Gerade die größten Naturwissenschaftler wussten , dass es mehr geben muss als man erfassen kann. Siehe Zitate von Max Planck und Albert Einstein. Ausserdem kommt niemand näher an die Grenzen des menschlichen Wissens als Wissenschaftler. Wenn sich jemand also der menschlichen Unzulänglichkeiten bewusst sein kann, dann am ehesten doch Forscher und Naturwissenschaftler. Gottesglaube und Naturwissenschaft bilden keinen Widerspruch.

Original von deus ex machinairgendwie hab ich immer das gefühl das man akademiker immer irgendwie als weltfremde kleine wichte wahrnimmt, die in ihrer eigenen kleinen, freudlosen welt leben ;o)
Womit sie aber auch in diese Rolle gedrängt werden können und echte Freude wird oft verwechselt mit dem Versuch sich aus den Fesseln dieser Rolle zu befreien.

Original von deus ex machinaich möchte betonen, das ich "ansonsten, ganz normal bin" und mein singledasein sicher ganz sicher nichts mit meinem naturwissenschaftlichen hintergrund zu tun hat =)
Da wär ich mir nicht so sicher. Nicht naturwissenschaftlich denkende Menschen haben manchmal ein Problem damit. Andersrum gibt es das nicht oder nur selten.

#10
Also, ein kompliment muss ich Herren Fischerman machen, seine Threads sind nie langweilig... :tink:

Ich denke, in dieser Gleichung gibt es zu viele unbestimmte Variable...! Die Frage, warum gibt es immer mehr Singles, kann uns wohl nicht die Naturwissenschaft beantworten...Da müssten Wir, wohl tief in die Gesellschafts-respektive Sozialpolitik gehen, aber auch hier wird es keine ultimative Lösung geben...!? Es, ist auch immer wieder interessant, das es "kaum" Psychologen gibt, die sich dem Thema "Liebe" annehmen...! Mir ist nur ein Buch aus den 80"ern von Peter Lauster bekannt mit Titel: "Die Liebe-Psychologie eines Phänomens" im übrigen sehr zu empfehlen...! Da, sich in diesem Thread, sehr interessante Meinungen und Protagonisten sammeln, würde ich mit erlaubnis von Herren Fisherman diese Frage stellen dürfen:" Warum gibt es eigentlich immer mehr Singles"? oder " Warum, geht diese Gleichung nicht auf..."???

Grüsse

Dave

#11
Weil einem in dieser Gesellschaft das Leben als Single viel einfacher fällt. Beziehungen sind eine Belastung für viele Menschen, da eine Beziehung in Bestimmten Situationen immer Freiheit kostet. Man kann einfach machen was man will ohne auf die Bedürfnisse eines zweiten Achten zu müssen. Das ist z.B. ein Hauptgrund dafür!

#12
Lieber Narr der Königin...

Ist eine erklärung, bevor ich meine Thesen mal nieder schreibe, möchte ich wie gesagt Herr Fischerman seine Antwort abwarten...! Schliesslich, ist er der Autor dieses Thread und ich möchte diese Debatte, gerne mit seinem einverständnis führen...

Lieben Gruss Dave

#13
Jawohl Dave33 :schief: , aber vergiss nicht das hier ist ein öffentliches Forum, wo es erwünscht ist das jeder auch seinen Senf dazu geben möchte. Und das ist auch gut so, dann könnt ihr euch auch per PN unterhalten wenn oder ein persöhnliches Kaffeekränzchen halten :] Wo kommen wir denn dahin wenn ich da dauern um erlaubnis fragen müßte ne ne. ?(

#14
Lieber Narr der Königin...

Da, haben wir uns aber missverstanden... :schief:

Der Thread, wurde ja nur "anders" eröffnet es geht wohl um eine mathematische gleichung! Da ich, die Frage stelle:" Warum haben wir so viele Singles" oder "Warum geht diese gleichung" kaum noch auf, wollte ich nur die Höflichkeit wahren und den Autoren mit einbeziehen...! Es, ist mir schon bewusst, das wir uns in einem öffentlichen Forum befinden... ;)

Aber, ich beachte auch das Thema des Autoren...

Grüsse D.

#15
Prima! Weis nich ob man Liebe berechnen kann, im groben und ganzen wohl schon, aber es wird in der Natur immer fälle geben die aus der Reihe tanzen, die die Mathematik wohl nicht immer in der Lage sein wird zu erfassen.

#16
Original von NarrderKöniginPrima! Weis nich ob man Liebe berechnen kann,
Theorethisch ja,evtl. könnte ein Computer die Liebe berechnen, was sehr unromantisch klingt und auch noch Science Fiction ist. Jedoch sind dem Menschen durch die Komplexität des Themas und des Lebens Grenzen gesetzt. Was nicht heißt, man solle gar nicht erst versuchen, die Liebe zu verstehen. Was aber sehr wohl heißt, dass man sie nie komplett verstehen können wird. Wenn unsere Gehirne komplexer funktionieren wuerden dann wuerde auch die Liebe komplexer werden und so ist das ganze immer rekursiv.

#17
Original von Elvis
Wieso "trotz"?
Weil es auch ohne Zitat mehr oder weniger direkt auf das Posting von Lisabel gerichtet war. Und weil ich - als Naturwissenschaftler - nicht an die Existenz eines (oder mehrerer) Götter glaube, aber durchaus Respekt für den Glauben anderer habe.

Gerade die größten Naturwissenschaftler wussten , dass es mehr geben muss als man erfassen kann. Siehe Zitate von Max Planck und Albert Einstein.
Auf Einsteins berühmten Satz mit Gott und den Würfeln soll Niels Bohr erwidert haben: "Einstein, schreiben Sie Gott nicht vor, was er zu tun hat."

Auch wenn Einsteins fast trotzige Ablehnung der Quantenmechanik ja in keinem Widerspruch zu deiner Aussage das es viele grosse Naturwissenschaftler gab und gibt, die an einen Gott glauben ... ich mag nur Bohrs angebliche Antwort so sehr. ;)

Das wir das Universum nicht erklären können und das es viel Unwissenheit gibt, seh ich aber nicht als Beweis für die Existenz eines Gottes.

(Ganz haarsträubend finde ich Beweise wie "Wir finden Blumen schön, also muss es einen Gott geben" ... die ich wirklich schon gehört habe (wenn auch hier verkürzt wiedergegeben)

Ausserdem kommt niemand näher an die Grenzen des menschlichen Wissens als Wissenschaftler. Wenn sich jemand also der menschlichen Unzulänglichkeiten bewusst sein kann, dann am ehesten doch Forscher und Naturwissenschaftler.
Kein einzelner Mensch kommt an alle Grenzen - ausser vielleicht miraculix.

Gottesglaube und Naturwissenschaft bilden keinen Widerspruch.
dito. (Bedingen sich aber nicht)

Da wär ich mir nicht so sicher. Nicht naturwissenschaftlich denkende Menschen haben manchmal ein Problem damit. Andersrum gibt es das nicht oder nur selten.
Entweder steh ich auf dem Schlauch, oder du hast etwas anderes geschrieben als du schreiben wolltest. Für mich klingt der Satz widersprüchlich .... auf jeden Fall versteh ichs nicht :tink:

ps: ich glaube ich/wir rutschen etwas ins offtopic ...

#18
Original von NarrderKöniginPrima! Weis nich ob man Liebe berechnen kann, im groben und ganzen wohl schon, aber es wird in der Natur immer fälle geben die aus der Reihe tanzen, die die Mathematik wohl nicht immer in der Lage sein wird zu erfassen.
Gabs nicht mal diese Untersuchung zur Ermittlung des perfekten Gesichtes, wobei zwar ermittelt wurde das es ziemlich symetrisch sein sollte ... aber eben auf keinen Fall total symetrisch, weils dann wieder zu unnatürlich wäre.

weiss nicht mehr genau wie es war ... liefe aber wohl in dieselbe richtung ...

#19
Vielleicht ist es einfach im Falschenzahlensystem gerrechnet?

Wie wär es denn mit Binär 1 + 1= 10

oder wie wäre es mit einer andern Formel der Fibonacci Reihe. Die ist meiner Ansicht schon eher dem was Liebe entgegen kommt.

Die erscheint in vielen bereichen der Natur der Vermehrung und auch in userem Leben werden die Erfahrung in der Liebe immer mehr.

Die Summen der Fibonacci reihe wäre dann das Leben.

Auch eine definition wie die Wertigkeit einer Person ist wäre auch interressant. Genauso ist das Gefühl wenn man zusammen ist wirklich 2?! (bei 1 + 1 = 2 )

#20
Original von WambaWie wär es denn mit Binär 1 + 1= 10
was ja nichts anderes als 1+1 = 2 und damit ja kein wirklicher mehrwert ist ...

Seite 1 von 2 · 26 Beiträge in diesem Thema