Erich fried, die besten
36 Antworten115'126 AufrufeGestartet von schnubbi87 ·
Was ich möchte
Wenn ich dich ganz so
sehen könnte
wie ich gern möchte müßte
ich mich nach
deinem Anblick nicht sehnen
Ich sähe dich dann ja vor mir
wann immer ich wollte
mit offenen oder
mit geschlossenen Augen
Aber ich könnte doch
deine Stimme nicht hören
und dich nicht atmen fühlen
und deine Haut
und deine Haare nicht riechen
und dich nicht halten
Ich möchte dich
so sehen
daß du mir im Auge bleibst
wie das Bild der Sonne
wenn man die Augen schließt
Aber nicht nur
wenn ich meine Augen
schließe:
auch wenn ich tot bin
Wenn ich dich ganz so
sehen könnte
wie ich gern möchte müßte
ich mich nach
deinem Anblick nicht sehnen
Ich sähe dich dann ja vor mir
wann immer ich wollte
mit offenen oder
mit geschlossenen Augen
Aber ich könnte doch
deine Stimme nicht hören
und dich nicht atmen fühlen
und deine Haut
und deine Haare nicht riechen
und dich nicht halten
Ich möchte dich
so sehen
daß du mir im Auge bleibst
wie das Bild der Sonne
wenn man die Augen schließt
Aber nicht nur
wenn ich meine Augen
schließe:
auch wenn ich tot bin
Eine Art Liebesgedicht
Wer sehnt sich nach dir
wenn ich mich nach dir sehne?
Wer streichelt dich
wenn meine Hand nach dir sucht?
Bin das ich oder sind das
die Reste meiner Jugend?
Bin das ich oder sind das
die Anfänge meines Alters?
Ist das mein Lebensmut oder
meine Angst vor dem Tod?
Und warum sollte
meine Sehnsucht dir etwas bedeuten?
Und was gibt dir meine Erfahrung
die mich nur traurig gemacht hat?
Und was geben dir meine Gedichte
in denen ich nur sage
wie schwer es geworden ist
zu geben oder zu sein?
Und doch scheint im Garten
im Wind vor dem Regen die Sonne
und es duftet das sterbende Gras
und der Liguster
und ich sehe dich an
und meine Hand tastet nach dir
Wer sehnt sich nach dir
wenn ich mich nach dir sehne?
Wer streichelt dich
wenn meine Hand nach dir sucht?
Bin das ich oder sind das
die Reste meiner Jugend?
Bin das ich oder sind das
die Anfänge meines Alters?
Ist das mein Lebensmut oder
meine Angst vor dem Tod?
Und warum sollte
meine Sehnsucht dir etwas bedeuten?
Und was gibt dir meine Erfahrung
die mich nur traurig gemacht hat?
Und was geben dir meine Gedichte
in denen ich nur sage
wie schwer es geworden ist
zu geben oder zu sein?
Und doch scheint im Garten
im Wind vor dem Regen die Sonne
und es duftet das sterbende Gras
und der Liguster
und ich sehe dich an
und meine Hand tastet nach dir
Vielleicht
Ich müßte vielleicht
an den Kuß
von dir
gar nicht denken
Aber ich roch dabei
den Duft deiner Haare
und deiner Haut
und an den muß ich denken
An den Duft deiner Haare
und deiner Haut
müßte ich vielleicht
gar nicht denken
Aber ich spürte dabei
dein Einatmen und
dein Ausatmen
und an das muß ich denken
An dein Einatmen
und dein Ausatmen
müßte ich vielleicht
gar nicht denken
Aber ich sah dabei
deine Augen
ganz nahe
An die muß ich denken
Und wenn ich
den Duft deiner Haare
und deiner Haut
nicht gerochen hätte
Und wenn ich
dein Einatmen und
dein Ausatmen
nicht gespürt hätte
Und wenn ich
deine Augen
nicht ganz nahe
gesehen hätte
Dann müßte ich
vielleicht doch denken
an diesen Kuß
von dir
Ich müßte vielleicht
an den Kuß
von dir
gar nicht denken
Aber ich roch dabei
den Duft deiner Haare
und deiner Haut
und an den muß ich denken
An den Duft deiner Haare
und deiner Haut
müßte ich vielleicht
gar nicht denken
Aber ich spürte dabei
dein Einatmen und
dein Ausatmen
und an das muß ich denken
An dein Einatmen
und dein Ausatmen
müßte ich vielleicht
gar nicht denken
Aber ich sah dabei
deine Augen
ganz nahe
An die muß ich denken
Und wenn ich
den Duft deiner Haare
und deiner Haut
nicht gerochen hätte
Und wenn ich
dein Einatmen und
dein Ausatmen
nicht gespürt hätte
Und wenn ich
deine Augen
nicht ganz nahe
gesehen hätte
Dann müßte ich
vielleicht doch denken
an diesen Kuß
von dir
Seither
Seither bedeutet Küssen
eigentlich nur noch
Dich küssen
also nur noch
geküsst haben
nicht mehr küssen
nicht wirklich mehr küssen dürfen
also vielleicht auch
nicht wirklich küssen können
Aber eigentlich hat Küssen
nicht nur Küssen bedeutet
sondern auch bei dir sein
Und eigentlich
bedeutet seither
auch sein
nichts als bei dir sein
und atmen
nichts als dich einatmen
oder in dich hineinatmen
also nichts als
bei dir gewesen sein
und bei dir geatmet haben
also eigentlich
nicht mehr atmen
und nicht mehr sein
Seither bedeutet Küssen
eigentlich nur noch
Dich küssen
also nur noch
geküsst haben
nicht mehr küssen
nicht wirklich mehr küssen dürfen
also vielleicht auch
nicht wirklich küssen können
Aber eigentlich hat Küssen
nicht nur Küssen bedeutet
sondern auch bei dir sein
Und eigentlich
bedeutet seither
auch sein
nichts als bei dir sein
und atmen
nichts als dich einatmen
oder in dich hineinatmen
also nichts als
bei dir gewesen sein
und bei dir geatmet haben
also eigentlich
nicht mehr atmen
und nicht mehr sein
das fehlt mir die sprache...kompliment!
danke belive
aber wie egsagt, das sind gedichte von erich fried ;)
der is echt der coolste ;)
aber wie egsagt, das sind gedichte von erich fried ;)
der is echt der coolste ;)
ist mir auch eben aufgefallen ^^ :o
ich verplantes kind :D
ich verplantes kind :D
auch für mich ist erich fried der absolut beste und genialste dichter... hab alle seine werke. und deine signatur ist von xavier naidoo, oder? der kann ja auch nicht schlecht mit worten umgehen. wünschte ich hätte das auch im griff...
liebe grüsse
liebe grüsse
ja erich fried is echt n vorbild für mich...
ja xavier naidoo hat echt super texte....
schon sowas wie gedichte....
liebe grüße
ja xavier naidoo hat echt super texte....
schon sowas wie gedichte....
liebe grüße
Wollte eig. das Gedicht v. #10 eintragen... aber das hier ist auch schön (und Erich Fried musste mal wieder "nach oben geholt" werden..):
Grenze der Verzweiflung
Ich habe Dich so lieb
daß ich nicht mehr weiß
ob ich Dich so lieb habe
oder ob ich mich fürchte
ob ich mich fürchte zu sehen
was ohne Dich
von meinem Leben
noch am Leben bliebe
Wozu mich noch waschen
wozu noch gesund werden wollen
wozu noch neugierig sein
wozu noch schreiben
wozu noch helfen wollen
wozu aus den Strähnen von Lügen
und Greueln noch Wahrheit ausstrählen
ohne Dich
Vielleicht doch weil es Dich gibt
und weil es noch Menschen
wie Du geben wird
und das auch ohne mich
Quelle: Erich Fried
Grenze der Verzweiflung
Ich habe Dich so lieb
daß ich nicht mehr weiß
ob ich Dich so lieb habe
oder ob ich mich fürchte
ob ich mich fürchte zu sehen
was ohne Dich
von meinem Leben
noch am Leben bliebe
Wozu mich noch waschen
wozu noch gesund werden wollen
wozu noch neugierig sein
wozu noch schreiben
wozu noch helfen wollen
wozu aus den Strähnen von Lügen
und Greueln noch Wahrheit ausstrählen
ohne Dich
Vielleicht doch weil es Dich gibt
und weil es noch Menschen
wie Du geben wird
und das auch ohne mich
Quelle: Erich Fried
Antwort auf einen Brief
Ich lese das
was du schreibst
von deinen schlechten Eigenschaften
Gut schreibst du
aber das kann mich
nicht trösten darüber
daß alle diese
deine schlechten Eigenschaften
so weit weg sind von mir
denn ich will sie
ganz nahe haben
Und wenn ich versuche
einzeln an sie zu denken
- deine schlechten Eigenschaften wie du sie aufgezählt hast -
dann wird mir bang
und ich finde
ich muß mich zusammenreißen
damit meine guten
deine schlechten
noch halbwegs wert sind
Quelle: Erich Fried
Ich lese das
was du schreibst
von deinen schlechten Eigenschaften
Gut schreibst du
aber das kann mich
nicht trösten darüber
daß alle diese
deine schlechten Eigenschaften
so weit weg sind von mir
denn ich will sie
ganz nahe haben
Und wenn ich versuche
einzeln an sie zu denken
- deine schlechten Eigenschaften wie du sie aufgezählt hast -
dann wird mir bang
und ich finde
ich muß mich zusammenreißen
damit meine guten
deine schlechten
noch halbwegs wert sind
Quelle: Erich Fried
Fragen und Antworten
Wo sie wohnt?
Im Haus neben der Verzweiflung
Mit wem sie verwandt ist?
Mit dem Tod und der Angst
Wohin sie gehen wird
wenn sie geht?
Niemand weiß das
Von wo sie gekommen ist?
Von ganz nahe oder ganz weit weg
Wie lange sie bleiben wird?
Wenn du Glück hast
solange du lebst
Was sie von dir verlangt?
Nichts oder alles
Was soll das heißen?
Daß das ein und dasselbe ist
Was gibt sie dir
- oder auch mir - dafür?
Genau soviel wie sie nimmt
Sie behält nichts zurück
Hält sie dich
- oder mich - gefangen
oder gibt sie uns frei?
Es kann uns geschehen
daß sie uns die Freiheit schenkt
Frei sein von ihr
ist das gut oder schlecht?
Es ist das Ärgste
was uns zustoßen kann
Was ist sie eigentlich
und wie kann man sie definieren?
Es heißt daß Gott gesagt hat
daß er sie ist
Quelle: Erich Fried
Wo sie wohnt?
Im Haus neben der Verzweiflung
Mit wem sie verwandt ist?
Mit dem Tod und der Angst
Wohin sie gehen wird
wenn sie geht?
Niemand weiß das
Von wo sie gekommen ist?
Von ganz nahe oder ganz weit weg
Wie lange sie bleiben wird?
Wenn du Glück hast
solange du lebst
Was sie von dir verlangt?
Nichts oder alles
Was soll das heißen?
Daß das ein und dasselbe ist
Was gibt sie dir
- oder auch mir - dafür?
Genau soviel wie sie nimmt
Sie behält nichts zurück
Hält sie dich
- oder mich - gefangen
oder gibt sie uns frei?
Es kann uns geschehen
daß sie uns die Freiheit schenkt
Frei sein von ihr
ist das gut oder schlecht?
Es ist das Ärgste
was uns zustoßen kann
Was ist sie eigentlich
und wie kann man sie definieren?
Es heißt daß Gott gesagt hat
daß er sie ist
Quelle: Erich Fried
Die Warner
Wenn Leute dir sagen:
"Kümmere dich nicht
soviel um dich selbst"
dann sieh dir die Leute an
die dir das sagen
An ihnen kannst du erkennen
wie das ist
wenn einer sich nicht genug
um sich selbst gekümmert hat
Quelle: Erich Fried
Zuflucht
Manchmal suche ich Zuflucht
bei dir
vor dir und vor mir
vor dem Zorn auf dich
vor der Ungeduld
vor der Ermüdung
vor meinem Leben
das Hoffnungen abstreift
wie der Tod
Ich suche Schutz
bei dir
vor der zu ruhigen Ruhe
Ich suche bei dir
meine Schwäche
Die soll mir zu Hilfe kommen
gegen die Kraft
die ich
nicht haben will
Quelle: Erich Fried
Zwischengedanken
Weil es
menschliche Beziehungen gab
musste es Menschen geben
Nun gibt es zwischenmenschliche
Beziehungen
die lassen auf das Dasein von Zwischenmenschen schließen
Es muss aber auch
Zwischenmenschen geben
die dafür sorgen
dass die zwischenmenschlichen Beziehungen
so unmenschlich sind
Quelle: Erich Fried
Lob der Verzweiflung
Es ist ein verzweifeltes Tun
die Verzweiflung herunterzumachen
denn die Verzweiflung macht unser Leben zu dem
was es ist
Sie denkt das aus
vor dem wir Ausflüchte suchen
Sie sieht dem ins Gesicht
vor dem wir die Augen verschließen
Keiner der weniger oberflächlich wäre als sie
Keiner der bessere Argumente hätte als sie
Keiner der in Erwägung all dessen
was sie und wir wissen
mehr Recht darauf hätte als sie
so zu sein wie sie ist
Früh am Morgen fühlt sie sich fast noch glücklich
Erst langsam erkennt sie sich selbst
Nach den ersten Worten
die sie mit irgendwem wechselt beginnt sie zu wissen:
sie ist nicht froh
sie ist noch immer sie selbst
Die Verzweiflung ist nicht frei von Launen und Schwächen
Ob ihr Witz eine Stärke oder eine Schwäche ist
weiß sie selbst nicht
Sie kann zornig sein
sie kann bissig und ungerecht sein
sie kann zu besorgt sein um ihre eigne Würde
Aber ohne den Mut zur Verzweiflung wäre vielleicht
noch weniger Würde zu finden
noch weniger Ehrlichkeit
noch weniger Stolz der Ohnmacht gegen die Macht
Es ist ungerecht die Verzweiflung zu verdammen
Ohne Verzweiflung müßten wir alle verzweifeln
QUELLE: Erich Fried
Es ist ein verzweifeltes Tun
die Verzweiflung herunterzumachen
denn die Verzweiflung macht unser Leben zu dem
was es ist
Sie denkt das aus
vor dem wir Ausflüchte suchen
Sie sieht dem ins Gesicht
vor dem wir die Augen verschließen
Keiner der weniger oberflächlich wäre als sie
Keiner der bessere Argumente hätte als sie
Keiner der in Erwägung all dessen
was sie und wir wissen
mehr Recht darauf hätte als sie
so zu sein wie sie ist
Früh am Morgen fühlt sie sich fast noch glücklich
Erst langsam erkennt sie sich selbst
Nach den ersten Worten
die sie mit irgendwem wechselt beginnt sie zu wissen:
sie ist nicht froh
sie ist noch immer sie selbst
Die Verzweiflung ist nicht frei von Launen und Schwächen
Ob ihr Witz eine Stärke oder eine Schwäche ist
weiß sie selbst nicht
Sie kann zornig sein
sie kann bissig und ungerecht sein
sie kann zu besorgt sein um ihre eigne Würde
Aber ohne den Mut zur Verzweiflung wäre vielleicht
noch weniger Würde zu finden
noch weniger Ehrlichkeit
noch weniger Stolz der Ohnmacht gegen die Macht
Es ist ungerecht die Verzweiflung zu verdammen
Ohne Verzweiflung müßten wir alle verzweifeln
QUELLE: Erich Fried
Krank
Wer gegen die Gesetze dieser Gesellschaft
nie verstoßen hat und nie verstößt
und nie verstoßen will
der ist krank
Und wer sich noch immer nicht krank fühlt
an dieser Zeit
in der wir leben müssen
der ist krank
Wer sich seiner Schamteile schämt
und sie nicht liebkost und
die Scham anderer die er liebt
nicht liebkost ohne Scham
der ist krank
Wer sich abschrecken läßt
durch die die ihn krankhaft nennen
und die ihn krank machen wollen
der ist krank
Wer geachtet sein will
von denen die er verachtet
wenn er den Mut dazu aufbringt
der ist krank
Wer kein Mitleid hat
mit denen die er mißachten
und bekämpfen muß
um gesund zu sein
der ist krank
Wer sein Mitleid dazu gebraucht
die Kranken nicht zu bekämpfen
die um ihn herum andere krank machen
der muß krank sein
Wer sich zum Papst der Moral
und zum Vorschriftenmacher
der Liebe macht
der ist so krank wie der Papst
Wer glaubt daß er Frieden haben kann
oder Freiheit
oder Liebe
oder Gerechtigkeit
ohne gegen seine eigene Krankheit
und die seiner Feinde und Freunde
und seiner Päpste und Ärzte zu kämpfen
der ist krank
Wer weiß daß er weil er gesund ist
ein besserer Mensch ist
als die kranken Menschen um ihn herum
der ist krank
Wer in unserer Welt
in der alles nach Rettung schreit
keinen einzigen Weg sieht zu retten
der ist krank
QUELLE: Erich Fried
Wer gegen die Gesetze dieser Gesellschaft
nie verstoßen hat und nie verstößt
und nie verstoßen will
der ist krank
Und wer sich noch immer nicht krank fühlt
an dieser Zeit
in der wir leben müssen
der ist krank
Wer sich seiner Schamteile schämt
und sie nicht liebkost und
die Scham anderer die er liebt
nicht liebkost ohne Scham
der ist krank
Wer sich abschrecken läßt
durch die die ihn krankhaft nennen
und die ihn krank machen wollen
der ist krank
Wer geachtet sein will
von denen die er verachtet
wenn er den Mut dazu aufbringt
der ist krank
Wer kein Mitleid hat
mit denen die er mißachten
und bekämpfen muß
um gesund zu sein
der ist krank
Wer sein Mitleid dazu gebraucht
die Kranken nicht zu bekämpfen
die um ihn herum andere krank machen
der muß krank sein
Wer sich zum Papst der Moral
und zum Vorschriftenmacher
der Liebe macht
der ist so krank wie der Papst
Wer glaubt daß er Frieden haben kann
oder Freiheit
oder Liebe
oder Gerechtigkeit
ohne gegen seine eigene Krankheit
und die seiner Feinde und Freunde
und seiner Päpste und Ärzte zu kämpfen
der ist krank
Wer weiß daß er weil er gesund ist
ein besserer Mensch ist
als die kranken Menschen um ihn herum
der ist krank
Wer in unserer Welt
in der alles nach Rettung schreit
keinen einzigen Weg sieht zu retten
der ist krank
QUELLE: Erich Fried
Was es ist
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Quelle: Erich Fried
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Quelle: Erich Fried
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