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Es hat sich doch nix geändert

21 Antworten1'333 AufrufeGestartet von lasola ·

lasolaThemenstart
#1
Hallo Forum.

Heute kreist mal wieder mein Schädel - vor lauter Gedanken. Ich habe über Monate von meinem Ex-Ex-Freund viele liebe Briefe bekommen, in denen er mir deutlich mitteilte, dass er unbedingt wieder mit mir zusammen kommen möchte. Ich hatte dazwischen einen anderen Partner, den ich aber nach kurzer Zeit aus diversen Gründen abgesägt habe.

Mein Ex-Ex hat intensiv Kontakt zu mir gesucht, wir haben auch einiges unternommen und er bat mich, mir anzusehen, was sich alles an seinem Leben verändert hätte. Unsere Beziehung, die 1,5 Jahre dauerte, zerbrach hauptsächlich an seiner äußerst dominanten Mutter, die mich nicht leiden kann. Sie konnte aber noch nie eine Freundin von ihrem Sohn, T., leiden. In der Zeit, als wir nun getrennt waren, hat sie angeblich ihr tiefstes Bedauern über unsere Trennung ausgesprochen. Sie riet ihrem Sohn unbedingt dazu, um mich zu kämpfen, wenn ich ihm so wichtig sei.

All das hat mir T. so erzählt und ich Dussel ging davon aus, dass sich einigermaßen Harmonie einstellen könnte.

Nun hat seine "Mama" mitgekriegt, dass wir wieder häufig was unternehmen und ich mit meiner Kleinen bei ihm bin - jetzt geht der Telefonterror wieder los. Sie fährt an seinem Haus vorbei und ruft dann von zuhause aus an, schreit irgendwas ins Telefon, legt dann auf. Und er sitzt dann total beklommen da, macht sich einen Kopf, was seine Mama wohl hat. Wenn er sie anrufen will wegen eines Gesprächs, legt sie auf. Wenn er sie besucht, schmeißt sie ihn raus.

Aber: Angeblich hat sie nix gegen mich.

Mit mir redet sie überhaupt nicht mehr. Grüßt weder mich noch mein Kind und während unserer Beziehung hat sie mich immer wieder angebrüllt und behauptete, ihr Sohn sei vom Teufel besessen, seit er mit mir zusammen sei. Sie hat mich übrigens schon länger gekannt als er mich - ich bin nämlich ihre unmittelbare Nachbarin und habe ihren Sohn über sie kennen gelernt und sie drängte ihn förmlich dazu, mir immer wieder zu helfen. Und bis zu dem Tag, an dem sie merkte, dass ihr Sohn und ich uns ziemlich toll finden, war sie hellauf begeistert von mir. Ich sei so kreativ, so taff, so fleißig, so flott, so häuslich. Und plötzlich war ich nur die Geschiedene, die Alleinerziehende, die Frau, die angeblich keinen Beruf hat usw.

Das hat mich damals sehr getroffen und ich verstehe das alles bis heute nicht.

T. hat mir in der letzten Zeit geschworen, dass er seine Prioritäten gesetzt hätte - er wolle mit mir und meiner Tochter glücklich und in Frieden leben. Ich solle zu ihm ins Haus ziehen und meine Firma zu ihm verlegen. Seine Mama wäre ihm egal.

Wenig später verkündet er, dass er aber dennoch Kontakt zu seiner Mama haben will; er würde sie dann hin und wieder zu "uns" einladen, auch zum gemeinsamen Essen... Nein danke. Dieser Gedanke erschreckt mich kolossal. Außerdem will er dann mindestens zwei, drei Mal pro Woche zum Essen zu Mama gehen. Ohne mich und meine Tochter natürlich.

Da ist nichts mehr zu retten. Mit so einer Frau will ich eigentlich gar keinen Umgang mehr haben. Das, was sie ausstrahlt, ist düster und böse. Ich habe ihr nie etwas getan. Und T. kann keine Grenzen ziehen.

Diese Erkenntnis hat mich doch sehr erschüttert. Heute habe ich unseren Annäherungsversuch gestoppt und den Kontakt bewusst und ehrlich abgebrochen, weil ich keinen Sinn darin sehe. Der dauernde Stress und der Kampf um den Mann würden mich fertig machen. Und ich erleichtere ihm natürlich die Situation - jetzt muss er sich nicht mehr entscheiden und ist nicht mehr im Konflikt.

Ich bin unendlich müde. Warum überschätzen sich Menschen immer so gewaltig? Mir ist das jetzt schon häufiger in Beziehungen aufgefallen. Da reden die Männer immer, was sie alles wollen und können, was sie planen und sich wünschen, was sie aufgearbeitet haben und was für eine Leben sie wollen und ich sei die perfekte Partnerin, um die Welt aus den Angeln zu heben. Aber die Realität sieht da ganz anders aus. Viel BlaBla und doch nichts dahinter.

Traurige Grüße.

lasola

#2
So, Ihr Lieben.

Hier kommt was, worüber Ihr wahrscheinlich lachen werdet oder den Kopf schütteln - aber ich brauche ehrlich Eure Meinung.

Ich habe hier im Forum von den Annäherungsversuchen meines Ex-Ex geschrieben und ich habe mir tatsächlich angeschaut, ob sich denn so viel geändert, was er mir von sich aus beschwor.

Da ist ja zum einen die Sache mit seiner dominanten "Mama", die mich nicht ab kann, weil ich angeblich nicht häuslich bin usw (siehe anderer Thread).

Und dann ist da noch die Sache mit seinem Hund. Diesen Hund haben wir damals gemeinsam für ihn ausgesucht und wir haben ihn auch gemeinsam abgeholt. Ich bin selbst großer Hundefreund, hatte bis zur Geburt meiner Tochter auch einen großen Hund und war aktive Hundesportlerin. Aber bei mir gibt es einfach Grenzen zwischen Mensch und Tier.

Mein Ex-Ex, der sich jetzt ja so um mich bemüht(e), lässt seinen großen Hund bei sich unter der Decke schlafen. In der Löffelchenstellung. Das Bett ist voller Haare. Fernsehen geht nur mit Hund - auf der Couch. Auch hier ist alles voller schwarzer Haare. Der Hund ist buchstäblich überall mit dabei. Auf dem Klo. Im Restaurant. Bei der Arbeit. Wenn wir ausgegangen sind, konnten wir nicht lange wegbleiben, weil der Hund sonst zu lange allein sein könnte. Dabei bleibt er ohne Probleme allein. Mein Ex lässt sich von dem Tier die Hände und das Gesicht lecken - mich ekelt das an. Er füttert ihn aus der Hand. Nach dem Essen kommt der Hund (Rottweiler-Dobermann-Mix) auf den Schoß, am Tisch.

Im Auto hockt die Töle nicht im Kofferraum, sondern auf dem Beifahrersitz, während ich mit Kind hinten hocken soll.

Ich bin echt großer Hundefan, habe selbst eine Katze und ein Pferd. Ich mag meine Tiere auch - aber sie bestimmen nicht mein Leben.

Aber das ist mir too much mit dem Köter. Mein Ex-Ex macht freiwillig keinen Schritt ohne diesen Hund - ich finde das schon ziemlich seltsam. Und er sagt, ich sei eifersüchtig?! Dabei ist der Hund total eifersüchtig. Wenn wir uns nur zur Begrüßung kurz gedrückt haben, ist er schon knurrend dazwischen gegangen. Wenn wir uns unterhalten, klettert er bei ihm auf den Schoß. Für so was habe ich kein Verständnis.

Hund ist Hund. Mensch ist Mensch. Dazwischen gibt es für mich deutliche Grenzen.

Wie seht Ihr das?!

#3
Hallo Lasola,

was eine nette Konstellation, die Mutter als Hausdrache.

ab gesehen von Deiner Einstellung ist diese Frau sowie die Situation wohl

auch für Dein Kind eine extreme Belastung, schon deswegen sollte es

eher ein Ding der Unmöglichkeit sein, unter der Fuchtel des wilden Wesens da zu leiden.

wie kann der Mann sich denn eigentlich nicht abnabeln?

#4
Hi Xantumaster.

Danke für Deine Worte.

Warum es nicht zur Abnabelung kommt, weiß ich nicht. Er wird bald 39 und sucht krampfhaft eine Bestätigung seiner Mama. Er könnte egal welche Frau nach Hause bringen, keine wäre gut genug.

Ich hatte echt gedacht, dass er die Kurve kriegt und diesen Abnabelungsprozess einläutet. Weit gefehlt.

Irgendwie fühlt sich das dramatisch an.

Aber ich bin viel zu sehr Realistin. Weh tut es dennoch.

#5
Randbemerkung

erwartest du wirklich,das jemand was zu diesem höchst gestörten Verhältnis zu seiner Mutter irgendjemand was sagt??

Tu dir selbst den Gefallen und denk noch nicht mal über diese Beziehung nach.

Das wird nix.

Laß ihn mal mit seiner kreischenden gestörten Mutter leben und such dir was realistisch erwachsenes.

LG Montez

bearbeitet #6
Hm

Wenn der Kerl so aufgewachsen ist und Muttern sein Leben bewusst mit

diversen Weisheiten gespickt hat, um halt den Jungen nicht zu verlieren, dann

brennt sich dies ein, wird Teil der Realität.

Es muss Etwas passieren, damit der Mann da aufwacht und sich von den Fesseln löst,

vielleicht sollte man diesen Menschen eben nicht fallenlassen bzw. irgendwie versuchen, ihn loszueisen.

Er benötigt Hilfe, das ist unübersehbar.

Das bedeutet durchaus, ihn abzunabeln, ihn aufzurütteln, sicherlich nicht die leichteste Aufgabe und eigentlich auch nicht die Aufgabe von einer Frau mit Kind.

Lasola scheint aber ein innig fühlender, verantwortungsvoller Mensch zu sein, sonst

würde dies sie nicht so bewegen, insofern bin ich mir nicht sicher, ob sie loslassen mag.

Die Vernunft sagt: weg von ihm, das kann nicht guttun, das Kind muss beschützt werden

#7
Hi, Ihr da draußen.

Danke für Euer Feedback.

@ Montez: Ja, ich erwarte, dass hier irgendjemand irgendwas zu dieser Konstellation sagt. Hier gibt es genug Schilderungen über kranke Konstellationen und irgendwie antworten die Leser hierauf auch. :-)

@Xantumaster: Du hast es erkannt - ich bin in der Tat ein innig fühlender Mensch. Das Schmerzhafte an dieser Konstellation ist, dass wir uns eigentlich super verstehen, ganz viele Gemeinsamkeiten haben und jeder lässt den anderen so sein, wie er ist. Wir sind beide Outdoorfreaks und wir können 24 Stunden zusammen sein, ohne dass sich einer von beiden belagert fühlt. Wir können auch stundenlang miteinander arbeiten, ohne dass nur ein Wort gesprochen wird. Wir haben so eine Art stilles Abkommen. Es ist genial. All diese Harmonie - und das ist es - wird eben ständig von dieser Mutter durchkreuzt. Das finde ich sehr schade. Denn erstens schießt sie sich selbst ins Aus - sie könnte ja durchaus von diesem kreativen Leben profitieren - und zweitens bringt sie eben "den ganzen Laden durcheinander". Sie war wohl schon immer so, hat den eigenen Ehemann wohl auch so schikaniert (er starb 2007), hat sich mit der ganzen Nachbarschaft und der eigenen Familie angelegt und konzentriert sich jetzt eben auf den jüngeren Sohn (der ältere lebt weit weg) und benutzt ihn wieder als Werkzeug für ihre Allüren. T. ist definitiv so aufgewachsen; er kennt ein anderes, "normales" Verhalten einer Mutter nicht. Insofern habe ich insgeheim schon die Hoffnung, dass bei ihm der Groschen fällt, weil er einen starken Leidensdruck verspürt. Auf der einen Seite spürt er die Wohltat unserer Zwei/Dreisamkeit (mit meiner Tochter), wir unternehmen doch ziemlich viel und haben viel Spaß und plötzlich, wie aus heiterem Himmel, ohne Vorzeichen, schießt die Mutter wieder ein Störfeuer ab.

Aber es ist in der Tat nicht meine Aufgabe, hier die richtigen Wege aufzuzeigen. Da müssen Profis ran. Und er hat das letztes Jahr sogar auf mein Drängen hin gemacht. Er ging mit mir zu einer Beratungsstelle. Die riet: Abstand. Aber der fällt ihm schwer, weil er seinem Vater am Sterbebett versprechen musste, auf die Mutter aufzupassen. Somit ist er ständig im Konflikt.

Er ist ein ziemlich verantwortungsbewusster, emotionaler Mensch und ich habe in einem gestrigen Gespräch rausgehört, dass ihn das Verhalten seiner Mutter (erst bestärkt sie ihn, um mich zu kämpfen, dann greift sie ihn deshalb an) schockiert. Er ist nicht so rational gestrickt wie ich - ich sage halt: "Die Alte hat nicht alle Latten am Zaun", um sie tut es mir nicht leid. Aber um ihn.

LG. lasola

#8
hi lasola

dummerweise kenne ich diese Falle, war da ein paar lange Jahre verstrickt.

Natürlich weiß er, wie sehr er unter diesem mütterlichen Pantoffel steht,

klar kennt er die erstrebenswerten anderen Sachen im Leben aber wie Du

bereits selber geschrieben hast, er ist gebunden, teils durch geschickt eingesetzte

Psycho-Tricks, teils durch Versprechen.

Es ehrt ihn sehr, sich an Versprechen so sehr gebunden zu halten, traurig, daß

man sich selbst dafür aufgibt

#9
Aber der fällt ihm schwer, weil er seinem Vater am Sterbebett versprechen musste, auf die Mutter aufzupassen. Somit ist er ständig im Konflikt.
Er ist ein ziemlich verantwortungsbewusster, emotionaler Mensch und ich habe in einem gestrigen Gespräch rausgehört, dass ihn das Verhalten seiner Mutter (erst bestärkt sie ihn, um mich zu kämpfen, dann greift sie ihn deshalb an) schockiert.
Hi lasola,

das ist ja schon mal ein Anfang, dass ihn das Verhalten seiner Mutter schockiert. Er muss da raus, auch wenn es das Versprechen gibt. Auf die Mutter aufpassen, das kann auch heißen, ca. ein- bis zweimal die Woche nach dem Rechten schauen oder mal anrufen. Hat die alte Dame denn keine Freunde, dass sie so klammert?

Dein Ex-Ex-Freund muss aber selbst den Willen haben, sonst wird das nichts. Er muss selbst seiner Mutter Kontra bieten. Aber das muss erstmal in seinen Kopf rein. Und "Mami" muss das kapieren.

Eyh, schickt doch die Mutter auf ne Kreuzfahrt. Dass sie unter andere Leute kommt und ggf jemanden kennenlernt zum "Tanztee" oder so.

LG little-fee

PS: Bezüglich des Hundes deines Freundes

Das geht gar nicht. Das wäre für mich ein Grund der Trennung.

#10
noch einmal,

noch schockiert ihn nur das Verhalten, little Fee, sicherlich, das ist ein Anfang.

Bis zum Realisieren dauert es wohl nich eine ganze Weile, Deine Ratschläge und Ansichten kann er noch nicht einmal sehen, geschweigedem bewusst umsetzen,

erst wenn klar im Kopf ist :so will ich nicht mehr, erst dann wird er kämpfen.

Ob MAMI das akzeptiert, sei dahingestellt, auch das muss ihm bewußt sein, eventuell

muss er ein Versprechen brechen, ein starker Grund, diese Realität nicht zuzulassen.

Das mit der Kreutfahrt find ich klasse, schade daß dies vor 15 Jahren nicht ging, wer weiß wo ich heute wäre :o )

René

#11
Also...mal im Ernst.

Wenn Mami am Haus vorbeifährt und hysterisch wird,weil Sohni Besuch hat,anschl.kreischend anruft um dann aufzulegen......ist das nicht nur bedenklich,sondern lächerlich,ungesund,psychopathisch,geistesgestört,albern,unzumutbar,nervend und ich könnte die Liste fortsetzen.

Also mit 2 Dingen könnte sich ein Normalsterblicher ja auseinander setzen!

Aber jeder Normaldenkende würde sich Sohni schnappen,fragen ob er zu oft vom Wickeltisch gefallen ist,ihn schrecklich schütteln,in der Hoffnung ne einsame Hirnzelle aufzurütteln.

Anschließend Mami fragen,ob sie nicht dringend nen Vibrator kaufen will,ne Strickschule anfangen oder alternativ schnellstmöglich nen Psychologen aufsuchen möchte.

Dann fährt man ganz entspannt nach Hause und trinkt sich nen Kaffee und ißt nen Keks....

LG Montez

#12
lasola arbeite doch besser als Hobby irgendwo im Sozialdienst anstatt dir dauernt so Typen anzuschaffen. Die Mama wird immer bleiben ausser sie stirbt.

39 Jahre Mamasöhnchen kriegst du nicht so leicht weg.

Wie genau verhält er sich dann wenn Mama terrorisiert? (meine dir gegenüber)

Kannst du nicht einfach cool bleiben und darüber lachen?

Anstonsten könntest Du versuchen einfach nur nett zu sein, je weniger du dich von ihrem Verhalten beidrucken lässt desto besser, ich denke die Frau hat einfach Panik ihren Sohn an dich zu verlieren, deshalb stört sie wo sie nur kann.

Zum Hund

Mit Glück wirst du den Hund vielleicht aus dem Bett kriegen....... was aber durchaus sehr schwierig sein könnte da der Hund sich wohl als gleichwertiges Mitglied fühlt und nicht als Hund der er ist.

#13
@dieEchte

Danke für Deinen Kommentar. Wobei ich Deine Verallgemeinerung, dass ich mir "dauernd solche Typen" anschaffe, ziemlich unverschämt finde. Schade, dass Du Dir so vorschnell ein Urteil über meine Partnerwahl bildest.

Aber so glücklich kann Dein Beziehungsmuster ja auch nicht sein - sonst würdest Du Dich hier ja nicht aufhalten.

Ich denke, es ist in einem Sorgenforum wie hier angebracht, die Wortwahl zu überdenken.

In diesem Sinne.

#14
Hallo lasola,

da hast du ja echt ein kleines Problem, allerdings sein Problem ist größer,

denn er muss wohl oder übel mit seiner Mutter klarkommen, während du jederzeit die Koffer packen kann. Ich finde es gut, wenn man einen guten Draht zu seinen Eltern oder einem Elternteil hat, allerdings ist es wie bei allen Beziehungen im Leben, man muss irgendwo die Grenze ziehen, wenn etwas oder jemand einen kaputt machen wollen...

auch bei Eltern, der Unterschied ist natürlich, dass man Eltern schlecht komplett in die Wüste schicken kann, wobei das wohl so ziemlich jeder Teenager nicht nur einmal gerne möchte :)

Seine Mutter hat einige Probleme mit sich selbst, aber sie ist nicht hier, darum kann man IHR Problem nicht angehen... auch dein Ex-ex ist nicht hier... nur du,

also was kannst, oder was WILLST du tun... was bist du BEREIT für ihn oder die Beziehung zu tun?

Hast du ihm mal gesagt, wie du zu dem Thema denkst?

Dass du ihm das gesagt hast, dass du das nicht toll findest, denke ich schon,

denn du erscheinst mir nicht wie ein Mensch, der einfach alles so hinnimmt...

aber hast du ihm gesagt, wie ERNST dir dieses Problem ist?

Du scheinst ihm wichtig zu sein, vielleicht hat er die Klappe etwas weit aufgemacht,

denn auch ein Kind kann erst Fahrrad fahren, wenn es fährt ohne angestoßen oder festgehalten zu werden. Als du nicht mit ihm zusammen warst, hat dies scheinbar seine Mutter gemacht, auch wenn ich nicht verstehe, wie sie sich im nachhinein verhält... aber das ist nicht wirklich wichtig. Zumindest so lange bis ihr beide euch gefangen habt.

Und er mal ohne Stützräder losfährt ohne gleich umzukippen.

Wenn er das nicht schafft, habt ihr ähm ja... "sehr" viel Chance.......

höchstens, wenn du in Zukunft auch seine Mutter wirst...

er muss sich nicht zwischen dir und seiner Mutter entscheiden, aber er muss ihr ihre Grenzen aufzeigen, wenn sie sein und dadurch euer Zusammenleben so stark einschränken!

Also - habt ihr schonmal ernsthaft geredet?

#15
zerbrach hauptsächlich an seiner äußerst dominanten Mutter,
Muttersöhnchen?
Da ist nichts mehr zu retten.
Jap!
Viel BlaBla und doch nichts dahinter.
Jap!
lässt seinen großen Hund bei sich unter der Decke schlafen. In der Löffelchenstellung. Das Bett ist voller Haare.
Zoophilie?
weil er seinem Vater am Sterbebett versprechen musste, auf die Mutter aufzupassen.
Nötigung!
#16
Hi Noone.

Vielen Dank für Deine freundliche Antwort. Mir ist das schon alles ziemlich klar - wer hier in meiner Konstellation welche Probleme hat und wer nicht.

Ich bin ein ziemlich rationeller Mensch, kann Situationen schnell erfassen und auch die Dinge schnell aussortieren, die mir nicht gefallen. Das Problem, das diese Frau hat, kann man nicht erklären. In meinen Augen spielt sie ein sadistisches Spiel mit ihrem Sohn und weil er es so gewöhnt ist, kann er es nicht erkennen.

Du hast Recht: Ich kann jederzeit meine Koffer packen. Momentan bin ich an einem Punkt, an dem ich abwarte und beobachte. Am Samstag letzte Woche habe ich die zarten Annährungsversuche von ihm ziemlich scharf gekappt, weil mir der erneute "Ausbruch" seiner "Mama" doch sehr zugesetzt hatte. Und ich setze mich wirklich mit der Frage auseinander: Will ich das alles überhaupt? Dieses ewige Theater um nichts und wieder nichts?

Dass hier kranke Strukturen vorhanden sind, ist mir klar. Aber ist es meine Aufgabe, diese zu heilen??! Ich sage nein.

Wer hier meine Postings ein wenig liest, kann sich vielleicht ein Bild von mir machen: Ich sage klipp und klar das was ich denke - auch die nicht so angenehmen Dinge. Ich bin Journalistin von Beruf und meiner Meinung nach bringen nur die klaren Botschaften im Leben etwas. Damit stoße ich natürlich auch einigen Menschen vor den Kopf. Aber viele mögen mich deshalb, weil sie stets wissen, wo sie bei mir dran sind. Und wer mich nicht mag, kann ruhig weg bleiben. Ich führe das nur deshalb aus weil ich betonen möchte, dass ich wirklich sehr deutlich meine Bedenken äußere. Mit dieser Frau will ich definitiv nichts mehr zu tun haben. Der Ofen ist aus und sie ist mir auch ehrlichgesagt zu kaputt. Ich habe unzählige Schritte auf sie zugemacht und immer signalisiert, dass ich eigentlich einen normalen Kontakt haben möchte. Vergebens.

Nun stellt sich für mich ernsthaft die Frage, ob ich bereit bin, erneut diese Energie da reinzustecken.

Ich habe T. am Samstag meine Freundschaft angeboten. Wir könnten Freunde sein - dann sind die Grenzen für alle irgendwie geregelt. Er will aber unbedingt eine Beziehung mit mir. Ich setze meine Grenzen klipp und klar und habe ihm höflich, aber deutlich mitgeteilt, dass er auf mich auf keinen Fall zählen könnte, wenn seine Mutter, die ja nun auch schon älter ist, beispielsweise zum Pflegefall wird. Bei jedem anderen Menschen würde ich mit anpacken - bei ihr nicht. Und wenn der Tag kommt, an dem sie das zeitliche segnen wird, werde ich sicher nicht auf ihre Beerdigung gehen, weil ich nicht etwas heucheln kann, was nicht ist. Ich mache viel - aber ich muss es gerne und aus Überzeugung tun.

Sicher schüttelt jetzt hier jemand den Kopf über meinen Bericht - "wie kann man nur so hart sein und nicht auf eine Beerdigung gehen..." Ich bin eben ein Freund klarer Worte und wenn jeder sagen würde, wie er wirklich denkt, gäbe es weniger enttäuschte Illussionen. Ich sage lieber jetzt, wie ich denke - dann gibt es später keinen Streit.

T. wird ganz offensichtlich von Konflikten geplagt. Einen Tag ist er euphorisch, am anderen ist er deprimiert. Mein Rückzug am Samstag hat ihn "weit zurückgeworfen", wie er sagt. Auch heute mittag haben wir wieder über dieses leidige Thema "Mama" gesprochen. Er will Grenzen ziehen, um unsere Beziehung zu schützen, weiß aber nicht so richtig, wie.

Aber ich bin da eben realistisch: Jeder ist sich selbst am nächsten. Ich muss gucken, dass ich mit meiner Tochter über die Runde komme und dass wir möglichst ohne viele seelische Beulen unseren Alltag meistern.

Auf hausgemachten Stress habe ich wenig Lust.

Ich gebe zu, dass ich sehr gerne mit ihm zusammenleben würde. Aber über uns schwebt dieser düstere Schatten. Da bleibe ich lieber auf Abstand und pflege eine schöne Freundschaft, aus der ich mich zurückziehen kann, wenn der Drache wieder Feuer spuckt.

#17
Du musst nicht zu ihrem Therapeut werden... auch nicht zu seinem!

Andererseits scheinst du sehr rational zu sein und Verbindungen relativ einfach kappen zu können, andererseits scheint deinem Leben ja etwas zu fehlen, oder? :)

Warst du mal anders und haben dich frühere Erfahrungen "so hart gemacht"?

Oder muss man dich so sehr klopfen bis du weich bist? :)

Oder bist du berufswegen so geworden... ich meine dein Avatar sagt ja auch etwas über dich aus, sonst hättest du ihn kaum gewählt :)

Alle Menschen haben irgendwo Konflikte, T.s liebe Mama, T. und genau so du und ich...

es kommt halt darauf an wie man damit umgeht oder ob einem einfach alles nur scheißegal ist. Ich habe deine Geschichte hier teilweise verfolgt, auch weil du teilweise schwer einzuschätzen bist, ich dich verstehen und ich nicht gleich die dicken Geschütze auffahren möchte ;)

Freundlichkeit bringt einen nicht immer weiter... unfreundlichkeit genau so

Härte bringt einen nicht immer weiter... "weich sein" genau so

es ist die Mischung die einen glücklich macht.

Ich habe den Verdacht, dass du in deinem Beruf bestimmt recht angespannt bist, oder?

Du bist alleinerziehende Mutter - wohl der schwerste Job von allen, selbst wenn man das alleinerziehend wegläßt!

Du bist müde und möchtest nicht mehr kämpfen, besteht aber nicht immer irgendwie alles aus kämpfen?

Wenn du kein Einzelkind bist, geht das kämpfen los sobald ein Bruder oder eine Schwester da ist... man kann sich dem kämpfen im Leben nicht entziehen... man kann seine Schlachten wählen - und nicht jede Schlacht die man schlägt, sollte man schlagen, andersrum sollte man manche Schlachten schlagen, die man dann aus bequemlichkeit oder anderen Motiven sein läßt.

Du willst sehr gerne mit ihm zusammenleben, aber du gibst auch sehr schnell auf,

weil er von seiner Mutter ich sags mal nett und freundlich wie ich bin... unglaublich verarscht und an den Eiern gepackt wurde.

Wieviel willst du generell in eine Beziehung investieren?

Du musst für diese Beziehung bisher nichts aufgeben, naja etwas generve, aber andere Söhne haben auch Drachen als Schwiegermütter ;) Töchter übrigens auch :D

Du kannst besser Grenzen ziehen als er... zeige ihm nicht wie du seine Grenzen ziehst, sondern wie du DEINE ziehst, was es DIR bringt, wenn DU für dich Grenzen setzt... nur so kann er sehen, was IHM SEINE Grenzen bringen können.

#18
Hi Noone.

Thanx für Deine konstruktiven Zeilen - das hat mich echt gefreut.

Mit meiner Härte überspiele ich meine Softness, das ist klar. Und es stimmt: Ich bin einfach nur müde, ständig in angespannten Situationen zu leben. Ich fürchte mich vor Enttäuschungen, das räume ich ein. Und ich ziehe mich nicht aus Bequemlichkeit zurück, sondern einfach nur, weil ich manche Dinge nicht mehr ertragen kann. Ich habe versucht, in meinem ganzen Leben verschiedene Mittelmaße auszuprobieren. Und jetzt habe ich eine Art gefunden, die es mir leicht macht, ohne große Schäden "rumzukommen".

Klar fehlt was in meinem Leben - keine Frage. Ich wünsche mir wie Ihr alle hier eine erfüllende, liebevolle Beziehung. Meine Hoffnung, diese irgendwann führen zu können, ist ja noch nicht gestorben. Aber ich bin durch diverse Erfahrungen einfach abgeklärter geworden. Früher habe ich viel, sehr viel an Beziehungen gearbeitet und für Beziehungen gelebt. Es hat mich ausgehöhlt. Nicht jede Beziehung war schlecht, aber auch nicht jede war gut.

Den "Rest" hat mir wohl meine Ehe gegeben. Und ich räume ein, dass ich seither kritisch bin. Wohl auch wegen der Kleinen. Ich kann mich einfach nicht ständig durch Beziehungsstress ablenken lassen. Und das, was die Schwiegermutter da veranstaltet, ist in meinen Augen unzumutbar.

Aber ich keife nicht rum, ich erpresse nicht, ich heule nicht. Ich sehe ganz klar die Zusammenhänge und dann liegt es an mir, Entscheidungen zu treffen. Viele davon tun mir weh und fallen mir schwer. Aber im Nachhinein betrachtet waren sie gut. Ich für mich sage mir, dass ich immer die Entscheidungen treffe, die für mich in dem Moment die richtigen sind.

Dein indirekter Vorwurf, ich würde bei T. gleich aufgeben, kann so nicht im Raum stehen bleiben. Immerhin kam er ja auf mich zu, bat um einen Neuanfang und versicherte mir, dass sich alles gebessert habe und auch seine Mutter angeblich reumütig sei und sie sich freuen würde, wenn wir wieder zusammen kommen würden. Dann drehte sie wieder durch und er verhielt sich genauso wie letztes Jahr.

Hätte mir T. gesagt, dass alles beim Alten bleibt, er mich aber dennoch zurück haben will, hätte ich da noch viel kritischer drüber nachgedacht und wahrscheinlich einen Neuanfang abgelehnt, weil ich weiß, dass er vom Typ her zu schwach ist, um das zu schützen, was ihm wichtig ist.

Ihm wäre es am liebsten, wenn seine Mama dann bei uns in der Küche sitzen und mein Essen in Grund und Boden kritisieren würde - hauptsache, alle sitzen an einem Tisch. Er kann gar nicht erfassen, wie erniedrigend sich seine Mutter verhält.

Daher meine Frage, die ich ganz alleine mit mir klären muss: Brauche ich das wirklich?

Es mag sein, dass ich kühl zu kappen vermag. Nach außen ja. Innerlich geht es mir nicht gut.

Es geht mir aber auch nicht gut, wenn ich mich ständig von einer alten, gestörten Frau belästigt fühle, die üble Gerüchte verbreitet und nicht mal meiner kleinen Tochter, sie ist vier, Hallo sagen kann.

My home is my castle - und wer stört, fliegt raus. So einfach ist das bei mir.

#19
My home is my castle - und wer stört, fliegt raus. So einfach ist das bei mir.
Na, dann wird deine Tochter es als Teenie wohl nicht so leicht haben ;)

Daher meine Frage, die ich ganz alleine mit mir klären muss: Brauche ich das wirklich?
Wie gesagt du musst und sollst nicht seine Probleme lösen, wenn ein Schubser nicht reicht... das ist seine Baustelle, die er geklärt haben wollte.

Andererseits bist du im ersten Beitrag noch traurig mit der Situation

im nächsten schon wieder wütend - der Prozess des "Abschließens" ist da definitiv im Gange!

T. wurde halt ziemlich verladen und er hat wohl ein Problem mit seiner Mutter...

aber er will dich auch! Er muss selber sehen, was ihm wichtiger ist...

bis du wieder da warst, hat sie ihn unterstützt... es ist nicht leicht nicht zu stolpern wenn der Grund auf dem man steht sich plötzlich in eine Richtung bewegt, die man nicht vorhersehen konnte. Bist du nie ins Straucheln gekommen, weil etwas plötzlich ganz anders war? Wurdest du dann aufgefangen? Oder hast du dich selbst fangen müssen, was dann in einem Fingerschnippen erledigt war?

Verstehe mich nicht falsch... keine Ahnung ob er DER FÜR DICH IST

und ich persönlich bin lieber glücklicher Single als unzufriedender Partner!

Ich habe auch eine ganze Reihe "Ansprüche" an einer Partnerin,

die nicht jede Frau erfüllen kann, aber mir hilft es Probleme egal welcher Art

aus mehreren Blickwinkeln zu sehen - OHNE meine eigenen Bedürfnisse oder Wünsche

zu vernachlässigen. Aber manchmal kann man Dinge für sich selbst positiv sehen, wenn man hinsieht egal wie häßlich Dinge sind.

Du sagt: Warum überschätzen Menschen sich ständig?

Ich sage: Ich brauche in Zukunft ein wenig mehr Zeit um mir ein eigenes Bild zu machen.

Du sagst: Er kann keine Linie ziehen!

Ich sage: Wenn er es jetzt nicht sehr schnell lernt, dann nie und dann ist die Zeit vergebens.

Die Umstände haben sich halt geändert: Man kann Dinge in einem Herzschlag ändern

wenn man die Kraft hat... er hat um dich gekämpft, vielleicht will er zuende kämpfen,

aber du scheinst schon weit von ihm weg...

Aber - Ohne einen Wettbewerb daraus zu machen, wer glaubst du hat beim nächsten Partner weniger Vorurteile anhand der gerade genannten Aussagen?

#20
Also ich hab gerade auch mal diesen Thread studiert...ich würde dir auch von einer weiteren (Liebes)Beziehung zu diesem Mann abraten.

MfG

Oliver

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