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Freundschaft zwischen Mann und Frau - oder wie kann man sich selbst bescheißen?

23 Antworten3'950 AufrufeGestartet von DerEine ·

#21
Also ich habe auch einen sehr guten Freund mit dem nie etwas war und auch nie etwas sein wird. Wir kennen uns jetzt seit 8 Jahren .. haben uns im Studium kennengelernt und waren direkt ein Herz und eine Seele.

Er ist seit etwa der gleichen Zeit mit seiner Freundin zusammen. Wir haben uns direkt am Anfang auch kennengelernt und es war für sie sofort ok. Bezeichnen uns teilweise gegenseitig als Bruder und Schwester und können ohne Probleme in einem Bett übernachten, ohne daß einer von uns auf doofe Ideen kommen würde ;) Ich finde das sehr wichtig weil man so auch mal mti jemandem reden kann, der die Welt nicht aus der weiblichen Sicht sieht.

Ich kann mich Vitas Meinung nur anschließen, daß eine Freundschaft nur dann funktioniert, wenn bei keinem "romantische" Gefühle vorhanden sind. Nach einer Beziehung hab ich die Erfahrung gemacht sind oft zumindest auf einer Seite noch Gefühle vorhanden und dann kommt es viel zu oft zu Problemen bzw. ist dann dort eine auch noch eine körperliche Vertrautheit die (meiner Meinung nach) in einer normalen Freundschaft einfach ..zu viel ist.

#22
hallo zusammen,

ich hatte eigentlich mein ganzes leben lang mehr freundschaften mit männern als mit frauen.

unter freundschaft verstehe ich natürlich ein bisschen mehr, als mal zusammen um die häuser zu ziehen. zur zeit gibt es da vier männer, die ich alle seit vielen jahren kenne. mit denen kann ich ganz offen über wirklich alles reden, man kann miteinander spass haben aber sich auch gegenseitig helfen, wenns einem mal nicht so gut geht.

einer davon wollte mal was von mir, da war aber nie was drin, von meiner seite aus. die sache war ein für alle mal vom tisch, als er seine traumfrau kennengelernt hatte. ich war damals auch in einer beziehung, also haben wir viel zu viert unternommen. heute sind wir beide wieder solo und immer noch befreundet.

der nächste, von dem wollte ich was, vor 20 jahren, hat aber bei ihm nicht gereicht. bei mir hat sich das dann auch gelegt, als ich ihn viel besser kannte, und wir sind heute noch befreundet.

der dritte ist ein arbeitskollege, mit dem bin ich seit 10 jahren befreundet, und seine frau mag ich fast noch lieber als ihn. zwischen uns war überhaupt nie was im umschwang.

der vierte ist mein ex, mit dem ich 7 jahre zusammen war. und nun sind wir seit der trennung die besten freunde.

alle möglichen konstellationen durch. es geht also sehr wohl. was aber stimmt ist, dass es nur klappt, wenn nicht dauerhafte "romantische gefühle" im spiel sind. kurzzeitig kann man sowas vielleicht aushalten, auf dauer nicht.

ich habe so auch die erfahrung gemacht, dass sich aus einer "leider nix geworden" konstellation eine wunderbare freundschaftliche beziehung ergeben kann. früher, als ich noch sehr jung war, dachte ich immer "ganz oder garnicht", das ist ein fehler. heute nehme ich, was ich kriegen kann. ;)

Vita
#23
@Tioman,

ich finde das klasse, dass es bei dir so klappt.

Wenn man so will, dann habe ich es zumindest geschafft, nach einer Trennung nach einer Auszeit wieder "normal" miteinander umzugehen, für richtige Freundschaft hat es aber ehrlich gesagt nicht gereicht.

Mein letzter Ex-Freund meldet schon seit Jahren immer mal wieder telefonisch, wohnt aber nicht in der Nähe...und mir ist es eigentlich egal, ob er sich meldet oder nicht...also ist das wohl keine richtige Freundschaft...

Mich würde jetzt mal interessieren, wie du es geschafft hast, diese Probleme mit auftretenden Gefühlen zu umschiffen - einmal ist es ja dir selbst passiert, einmal einem "Freund" von dir. Wie konntet ihr das dann geradebiegen. War es da denn nicht nötig, erstmal ziemlich auf Abstand zu gehen. Oder habt ihr das sozusagen freundschaftlich miteinander besprochen (ohne dass Verletztheit oder Enttäuschung auftrat, uiui...)...

das ist mir so noch nie gelungen!

Wenn Gefühle auftraten oder noch da waren, dann musste bei mir immer der totale Abstand her, erst danach gings in den besseren Fällen überhaupt wieder...und dann waren meist die Umstände schon durch Umzug oder neuen Freundeskreis so, dass mich und das Gegenüber eine Freundschaft nicht mehr wirklich interessiert hat...

:o

#24
hallo vita,

naja, einfach ist das nie, das stimmt schon. also bei dem, in den ich selber etwas verschossen war, da war es einfach von vornherein klar, dass er keine beziehung will, aber durchaus gern mit ner frau ins bett steigt, so blöd das jetzt klingen mag. ich wusste, auf was ich mich da einlasse, und nachdem wir das hinter uns hatten fand ich ihn auch garnicht mehr so toll, aber wir haben intellektuell unheimlich viel gemeinsam.

er ist dann auch weggezogen und wir sehen uns eigentlich sehr selten, telefonieren aber unheimlich viel, über die ganzen jahre hinweg.

das ist auch so ein faktor, denke ich, wenn man sich 10, 20 jahre kennt, das bindet schon.

bei dem, der was von mir wollte, war es umgekehrt so, dass er genau wusste, dass ich auf einen komplett anderen typ von mann stehe, also hat er sich nie wirkliche hoffnungen gemacht. auch da ist es eher eine beziehung die aus gemeinsamen interessen erwachsen ist.

in allen vier fällen ist es so, dass wir ähnliche sachen studiert haben, ähnliche jobs haben usw. also der gesprächsstoff geht nie aus.

und mit meinem ex, hu, das war von anfang an extrem kompliziert. wir waren wahrscheinlich nie ein richtiges liebespaar. eine freundin von mir hat das mal so ausgedrückt: wahrscheinlich habt ihr 7 jahre gebraucht um festzustellen, dass ihr eigentlich freunde seid und nicht liebende. das trifft es wohl, auch wenn es merkwürdig ist.

wir verstehen uns viel besser, seit wir "nur" noch freunde sind. ja, alles sehr merkwürdig, und glaub nicht, dass das nicht auch an mir nagt, ab und zu. ich bringe scheinbar wirklich nur freundschaften zustande, aber keine gute beziehung. ?(

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