Gemeinsam einsam
24 Antworten2'235 AufrufeGestartet von jamie-rose ·
jamie-roseThemenstart
Hallo @ all,
zuerst möchte ich mich vorstellen. Ich bin 24 Jahre alt und schreibe gerade an meiner Diplomarbeit. Seit 6 Jahren bin ich mit meinem Freund (27) zusammen, aber ich habe schon seit einigen Jahren keine Gefühle mehr für ihn.
Er hat mich damals, als wir uns kennen lernten, aus einer sehr schlechten Beziehung "rausgeholt" und anfangs war da auch dieses Verliebtsein. Leider hat sich das Gefühl nicht wie erhofft in Liebe gefestigt, und nach 2 Jahren war dann auch die Verliebtheit verflogen.
Wir wohnen nun seit 5 Jahren zusammen. Er ist mein 2. Freund, ich bin seine 1. Freundin.
Wie sich jeder vorstellen kann, läuft die Beziehung nicht so gut. Außerdem sind wir beide im Studium sehr angespannt, da wir beide in wenigen Monaten damit fertig sind. Was mich nur in eine zusätzlich Kriese stürzt.
Man könnte nun einfach sagen, wenn es nicht mehr geht, dann trennen sich die Wege eben. Leider ist das einfacher gesagt, als getan. Ich denke schon mehrere Jahre darüber nach, ihn zu verlassen, aber ich hatte immer gehofft, dass doch alles gut wird. Klar war das naiv und mittlerweile habe ich schlichtweg nicht mehr die Kraft, mein Leben so weiter zu führen.
Die Schwierigkeit besteht darin, dass ich wohl seine Traumfrau bin und er mit mir zusammenbleiben will. Allerdings reden wir schon seit 5 Jahren nicht mehr über Gefühle oder persönliche Sachen. Ich kann mich ihm nicht anvertrauen, aber leider auch keinem anderen. Wir haben nur einen gemeinsamen Freundeskreis, den ich bereit wäre aufzugeben, aber von den Freunden möchte ich keinen in eine unangebrachte Situation bringen.
Leider ist mein Freund der einzige, der mich bei meinem Studium und in meinem späteren Job unterstützt, nicht nur als Motivator, sondern auch finanziell. Ich verdiene zwar Geld, aber ich hätte das Studium nicht ganz allein finanzieren können. Da ich deswegen gar nicht studieren wollte, hat er mich bestärkt das doch zu tun. Und weil er viel Geld hat war es für ihn keine Frage, mir auszuhelfen.
Heute ist mir klar, dass ich mich hab kaufen lassen. Das hätte ich nie tun dürfen. Und nun fühle ich mich schuldig, weil er alles für mich getan hat und wirklich ein herzensguter Mensch ist. Im Gegenteil zu mir. Würde der Rest funktionieren, würde ich mir wohl keine Gedanken machen.
Das Problem sind meine Gefühle. Ich spüre rein gar nichts. Ich merke, wie ich immer kälter werde, v.a. mir gegenüber. Ihm gegenüber überspiele ich das natürlich. Egal was in meinem Leben passiert, oder in meinem Alltag, alles ist mir gleichgültig. Dazu kommt, dass wir sehr oft Sex haben. Aber alles rein mechanisch von meiner Seite aus. Ich spüre rein gar nichts dabei. Und das geht schon seit 4 Jahren so.
Er ist sehr anhänglich und wenn ich ihn beiseite schiebe, macht er immer gleich ein riesen Theater. Dann weint er sofort und fragt mich, ob ich ihn nicht mehr lieben würde und klammert sich (körperlich) an mich. Die Worte "Ich liebe dich" haben allerdings keine Bedeutung für mich und ich spreche sie aus, ohne dabei etwas zu empfinden. Vor wenigen Wochen habe ich z .B. darauf gedrängt, eine eigene Bettdecke zu bekommen. Da war er eine Woche unfähig zu arbeiten und hat nur geweint.
Diese ganze Situation wird für mich täglich unerträglicher und ich weiß nicht, wie ich damit umgehn soll. Ich brauche eigentlich meine ganze Kraft für das Diplom und meine Arbeit (3 Jobs + Praktikum + Arbeit am Lehrstuhl). Außerdem wüsste ich nicht, wohin ich sollte, ginge die Beziehung zu Ende.
Das Chaos in meinem Kopf geht nun schon so lange und hat mir mittlerweile stressbedingt Allergien, Depressionen und etliche Nächte beschert, in denen in wach liege und weine. Ganz leise, damit er nicht aufwacht.
Ich weiß, es macht den Eindruck, dass ich undankbar und oberflächlich ware, aber so ist es nicht. Ich wollte nur immer alles richtig machen und hab mich zuverlässig in die Katastrophe hineingelenkt. Er hat es nicht verdient, dass ich solche Sachen denke und ihn so behandle und verletze.
Habt Ihr vielleicht einen Rat, wie ich meine Gedanken und den Rest geordnet bekomm?
Jamie
zuerst möchte ich mich vorstellen. Ich bin 24 Jahre alt und schreibe gerade an meiner Diplomarbeit. Seit 6 Jahren bin ich mit meinem Freund (27) zusammen, aber ich habe schon seit einigen Jahren keine Gefühle mehr für ihn.
Er hat mich damals, als wir uns kennen lernten, aus einer sehr schlechten Beziehung "rausgeholt" und anfangs war da auch dieses Verliebtsein. Leider hat sich das Gefühl nicht wie erhofft in Liebe gefestigt, und nach 2 Jahren war dann auch die Verliebtheit verflogen.
Wir wohnen nun seit 5 Jahren zusammen. Er ist mein 2. Freund, ich bin seine 1. Freundin.
Wie sich jeder vorstellen kann, läuft die Beziehung nicht so gut. Außerdem sind wir beide im Studium sehr angespannt, da wir beide in wenigen Monaten damit fertig sind. Was mich nur in eine zusätzlich Kriese stürzt.
Man könnte nun einfach sagen, wenn es nicht mehr geht, dann trennen sich die Wege eben. Leider ist das einfacher gesagt, als getan. Ich denke schon mehrere Jahre darüber nach, ihn zu verlassen, aber ich hatte immer gehofft, dass doch alles gut wird. Klar war das naiv und mittlerweile habe ich schlichtweg nicht mehr die Kraft, mein Leben so weiter zu führen.
Die Schwierigkeit besteht darin, dass ich wohl seine Traumfrau bin und er mit mir zusammenbleiben will. Allerdings reden wir schon seit 5 Jahren nicht mehr über Gefühle oder persönliche Sachen. Ich kann mich ihm nicht anvertrauen, aber leider auch keinem anderen. Wir haben nur einen gemeinsamen Freundeskreis, den ich bereit wäre aufzugeben, aber von den Freunden möchte ich keinen in eine unangebrachte Situation bringen.
Leider ist mein Freund der einzige, der mich bei meinem Studium und in meinem späteren Job unterstützt, nicht nur als Motivator, sondern auch finanziell. Ich verdiene zwar Geld, aber ich hätte das Studium nicht ganz allein finanzieren können. Da ich deswegen gar nicht studieren wollte, hat er mich bestärkt das doch zu tun. Und weil er viel Geld hat war es für ihn keine Frage, mir auszuhelfen.
Heute ist mir klar, dass ich mich hab kaufen lassen. Das hätte ich nie tun dürfen. Und nun fühle ich mich schuldig, weil er alles für mich getan hat und wirklich ein herzensguter Mensch ist. Im Gegenteil zu mir. Würde der Rest funktionieren, würde ich mir wohl keine Gedanken machen.
Das Problem sind meine Gefühle. Ich spüre rein gar nichts. Ich merke, wie ich immer kälter werde, v.a. mir gegenüber. Ihm gegenüber überspiele ich das natürlich. Egal was in meinem Leben passiert, oder in meinem Alltag, alles ist mir gleichgültig. Dazu kommt, dass wir sehr oft Sex haben. Aber alles rein mechanisch von meiner Seite aus. Ich spüre rein gar nichts dabei. Und das geht schon seit 4 Jahren so.
Er ist sehr anhänglich und wenn ich ihn beiseite schiebe, macht er immer gleich ein riesen Theater. Dann weint er sofort und fragt mich, ob ich ihn nicht mehr lieben würde und klammert sich (körperlich) an mich. Die Worte "Ich liebe dich" haben allerdings keine Bedeutung für mich und ich spreche sie aus, ohne dabei etwas zu empfinden. Vor wenigen Wochen habe ich z .B. darauf gedrängt, eine eigene Bettdecke zu bekommen. Da war er eine Woche unfähig zu arbeiten und hat nur geweint.
Diese ganze Situation wird für mich täglich unerträglicher und ich weiß nicht, wie ich damit umgehn soll. Ich brauche eigentlich meine ganze Kraft für das Diplom und meine Arbeit (3 Jobs + Praktikum + Arbeit am Lehrstuhl). Außerdem wüsste ich nicht, wohin ich sollte, ginge die Beziehung zu Ende.
Das Chaos in meinem Kopf geht nun schon so lange und hat mir mittlerweile stressbedingt Allergien, Depressionen und etliche Nächte beschert, in denen in wach liege und weine. Ganz leise, damit er nicht aufwacht.
Ich weiß, es macht den Eindruck, dass ich undankbar und oberflächlich ware, aber so ist es nicht. Ich wollte nur immer alles richtig machen und hab mich zuverlässig in die Katastrophe hineingelenkt. Er hat es nicht verdient, dass ich solche Sachen denke und ihn so behandle und verletze.
Habt Ihr vielleicht einen Rat, wie ich meine Gedanken und den Rest geordnet bekomm?
Jamie
also so wie du das beschrieben hast, frag ich mich warum ihr noch zusammen seit?du liebst ich nicht, sex macht dir keinen spass mehr. die grundlage für eine beziehung ist halt mal die liebe! macht doch keinen sinn sonst
Guten Abend jamie-rose!
Ich finde deine Geschichte unglaublich! Ich will nicht über dich oder ihn urteilen. Ihr habt beide eure Geschichte. Aber ich finde es einfach unglaublich!
Er ist abhängig von dir - emotional! Und du bist abhängig von ihm - materiell!
Das ist doch furchtbar! Er scheint sich selbst gar nicht zu lieben und du liebst ihn schon lange nicht. Du hast bloß Mitleid und ein unendlich schlechtes Gewissen!
Ich kann nicht verstehen wie man Geld in eine Beziehung bringen kann. Das geht so oft schief! Habt ihr denn ausgemacht, dass du ihm das Geld zurück bezahlst?
WIESO kannst du dich nicht selbst finanzieren? Kriegst du kein Bafög? Wieviel verdienst du denn im Job? Ich meine - musst jetzt keine Euro nennen - aber wieviel von deinen Ausgaben ist davon abgedeckt?
Ich werd jetzt mal moralisch. Es ist meine eigene Moral. Ich war noch nie in deiner Situation - deswegen will ich dich nicht verurteilen.
WIE UM ALLES IN DER WELT kann man so lange mit jemand zusammen bleiben den man nicht liebt? Ich mag falsch liegen. Ich hab nicht deine Geschichte. Aber ich würde das nie machen! Das schlechte Gewissen! Jemand so schamlos auszunutzen!
Und was hat er denn von deinem Mitleid? Du lügst ihn die ganze Zeit an! Machst ihm was vor! Er macht sich wahrscheinlich selbst was vor und ist so beziehungssüchtig, dass er lieber die Schmach erträgt mit einer Frau zusammen zu sein, die bloß aus Mitleid und einem schlechten Gewissen mit ihm schläft, als alleine und verlassen zu sein!
Ich find das zum Kotzen! Das ist ekelhaft! Bitte entschuldige - wenn ich so hart klinge. Wir sind alles Menschen und machen Fehler.
Stell mal vor du sagst ihm, wenn du Schluss machst, dass du ihn schon 4 JAHRE nicht mehr liebst! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es es nicht im tiefsten Innern seines Herzens schon längst weiß! Aber nehmen wir mal an, er weiß es nicht.
Ich würde sterben wollen wenn mein Partner, dann Ex-Partner so etwas sagen würde - nach 4 Jahren! 4 Jahre lang eine Lüge leben! Ist doch klar, dass er sich dann ausgenutzt fühlt - mal von seiner Blödheit ganz zu schweigen! Vielleicht ist er auch nicht beziehungssüchtig - ich kenne ihn nicht - vielleicht LIEBT er dich! Von ganzem Herzen!
Wie kannst du das einem Menschen der dich liebt antun? Mit jedem Jahr machst du es doch schlimmer! Wie kannst du das jemand antun den du mal sehr gerne mochtest?
Ganz ehrlich: aus Bequemlichkeit - aus Angst vor der Konfrontation.
Klar, du hast immer gehofft, dass es besser wird. Aber wenn nach Monaten - mein Gott, nach 4 Jahren! die Gefühle nicht zurück kommen....
Ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Aber ich habe auch keine Ahnung. Also entschuldige.
Das weiß man doch wenn man jemand nicht mehr liebt. Da muss man sich doch trennen!
Ihr redet über nichts persönliches, nicht über eure Gefühle? Was für eine kranke Beziehung!
jamie-rose, beende das! Werde unabhängig! Sag ihm, dass du ihn nicht mehr liebst. Ich würde lügen, damit er nicht total zu Grunde geht und sagen, dass es seit einem Jahr so ist oder so. Trenn dich! Und brech den Kontakt komplett ab - nur so kann er darüber weg kommen. Ich würde schon mit ihm reden und ihm ein gewisses Feedback und Kritik geben.
Aber dass er sich ausgenutzt vorkommen wird, ist dir sicherlich klar. Aber das ist gut. Dann kriegt er vielleicht Wut auf dich und das kann heilsam sein.
Hast du denn wirklich niemand mit dem du darüber reden kannst?
Ich kann nur den Kopf darüber schütteln. Aber wie gesagt, Fehler sind menschlich. Zieh es nicht länger hinaus! Du machst es nur schlimmer! Für dich und für ihn! Und das weißt du!
Paulinchen
Ich finde deine Geschichte unglaublich! Ich will nicht über dich oder ihn urteilen. Ihr habt beide eure Geschichte. Aber ich finde es einfach unglaublich!
Er ist abhängig von dir - emotional! Und du bist abhängig von ihm - materiell!
Das ist doch furchtbar! Er scheint sich selbst gar nicht zu lieben und du liebst ihn schon lange nicht. Du hast bloß Mitleid und ein unendlich schlechtes Gewissen!
Ich kann nicht verstehen wie man Geld in eine Beziehung bringen kann. Das geht so oft schief! Habt ihr denn ausgemacht, dass du ihm das Geld zurück bezahlst?
WIESO kannst du dich nicht selbst finanzieren? Kriegst du kein Bafög? Wieviel verdienst du denn im Job? Ich meine - musst jetzt keine Euro nennen - aber wieviel von deinen Ausgaben ist davon abgedeckt?
Ich werd jetzt mal moralisch. Es ist meine eigene Moral. Ich war noch nie in deiner Situation - deswegen will ich dich nicht verurteilen.
WIE UM ALLES IN DER WELT kann man so lange mit jemand zusammen bleiben den man nicht liebt? Ich mag falsch liegen. Ich hab nicht deine Geschichte. Aber ich würde das nie machen! Das schlechte Gewissen! Jemand so schamlos auszunutzen!
Und was hat er denn von deinem Mitleid? Du lügst ihn die ganze Zeit an! Machst ihm was vor! Er macht sich wahrscheinlich selbst was vor und ist so beziehungssüchtig, dass er lieber die Schmach erträgt mit einer Frau zusammen zu sein, die bloß aus Mitleid und einem schlechten Gewissen mit ihm schläft, als alleine und verlassen zu sein!
Ich find das zum Kotzen! Das ist ekelhaft! Bitte entschuldige - wenn ich so hart klinge. Wir sind alles Menschen und machen Fehler.
Stell mal vor du sagst ihm, wenn du Schluss machst, dass du ihn schon 4 JAHRE nicht mehr liebst! Ich kann mir nicht vorstellen, dass es es nicht im tiefsten Innern seines Herzens schon längst weiß! Aber nehmen wir mal an, er weiß es nicht.
Ich würde sterben wollen wenn mein Partner, dann Ex-Partner so etwas sagen würde - nach 4 Jahren! 4 Jahre lang eine Lüge leben! Ist doch klar, dass er sich dann ausgenutzt fühlt - mal von seiner Blödheit ganz zu schweigen! Vielleicht ist er auch nicht beziehungssüchtig - ich kenne ihn nicht - vielleicht LIEBT er dich! Von ganzem Herzen!
Wie kannst du das einem Menschen der dich liebt antun? Mit jedem Jahr machst du es doch schlimmer! Wie kannst du das jemand antun den du mal sehr gerne mochtest?
Ganz ehrlich: aus Bequemlichkeit - aus Angst vor der Konfrontation.
Klar, du hast immer gehofft, dass es besser wird. Aber wenn nach Monaten - mein Gott, nach 4 Jahren! die Gefühle nicht zurück kommen....
Ich kann mir das einfach nicht vorstellen. Aber ich habe auch keine Ahnung. Also entschuldige.
Das weiß man doch wenn man jemand nicht mehr liebt. Da muss man sich doch trennen!
Ihr redet über nichts persönliches, nicht über eure Gefühle? Was für eine kranke Beziehung!
jamie-rose, beende das! Werde unabhängig! Sag ihm, dass du ihn nicht mehr liebst. Ich würde lügen, damit er nicht total zu Grunde geht und sagen, dass es seit einem Jahr so ist oder so. Trenn dich! Und brech den Kontakt komplett ab - nur so kann er darüber weg kommen. Ich würde schon mit ihm reden und ihm ein gewisses Feedback und Kritik geben.
Aber dass er sich ausgenutzt vorkommen wird, ist dir sicherlich klar. Aber das ist gut. Dann kriegt er vielleicht Wut auf dich und das kann heilsam sein.
Hast du denn wirklich niemand mit dem du darüber reden kannst?
Ich kann nur den Kopf darüber schütteln. Aber wie gesagt, Fehler sind menschlich. Zieh es nicht länger hinaus! Du machst es nur schlimmer! Für dich und für ihn! Und das weißt du!
Paulinchen
Ja, die harten Worte sage ich mir selber jeden Morgen. Ich bin wirklich kein schlechter Mensch, aber ich bin da irgendwie so reingeraten. Ich will die Schuld nicht von mir nehmen. Es war nur so, dass ich nach 3 Jahren dachte, es gibt eben solche Phasen. Es wird schon wieder besser. Und dann hab ich es immer hinausgeschoben, mit ihm zu reden. Eine Mischung aus nicht-glauben-wollen und Verzögerungstaktik. Und so setzte sich eine fatale Spirale in Gang.
Ich bin nicht völlig materiell von ihm abhängig. Nur, wenn es bei mir mal nicht reicht, legt er was dazu. Oder wenn wir etwas anschaffen müssen. Er bezahlt weder Urlaub, noch Auto, oder sonstwas. Nur, dass wir in der teuersten Stadt Deutschlands wohnen und eine kleine Wohnung haben. Soviel ich auch arbeite, es ist eben knapp. Und ich spare wirklich wo ich kann.
Das lief alles so schief und wenn mir zwischendurch jemand den Kopf gewaschen hätte, dann hätt ich sicher die Notbremse gezogen. Das ich die Beziehung beenden muss, ist mir klar. Ich schaff es nur nicht die Dinge in meinem Kopf zu ordnen. Zumal ich natürlich nicht völlig allein dastehen will. Das hab ich mir selbst eingebrockt, ich weiß, aber während ich noch dachte, das lässt sich alles klären, verging Jahr um Jahr. Bis heute.
Ich weiß schon, wie sinnlos es ist mir Vorwürfe zu machen. Ich kann es selber nicht fassen, dass ich im Stande bin jemanden so zu verletzen. Auch wenn das jetzt auch nichts mehr nützt.
Ich bin nicht völlig materiell von ihm abhängig. Nur, wenn es bei mir mal nicht reicht, legt er was dazu. Oder wenn wir etwas anschaffen müssen. Er bezahlt weder Urlaub, noch Auto, oder sonstwas. Nur, dass wir in der teuersten Stadt Deutschlands wohnen und eine kleine Wohnung haben. Soviel ich auch arbeite, es ist eben knapp. Und ich spare wirklich wo ich kann.
Das lief alles so schief und wenn mir zwischendurch jemand den Kopf gewaschen hätte, dann hätt ich sicher die Notbremse gezogen. Das ich die Beziehung beenden muss, ist mir klar. Ich schaff es nur nicht die Dinge in meinem Kopf zu ordnen. Zumal ich natürlich nicht völlig allein dastehen will. Das hab ich mir selbst eingebrockt, ich weiß, aber während ich noch dachte, das lässt sich alles klären, verging Jahr um Jahr. Bis heute.
Ich weiß schon, wie sinnlos es ist mir Vorwürfe zu machen. Ich kann es selber nicht fassen, dass ich im Stande bin jemanden so zu verletzen. Auch wenn das jetzt auch nichts mehr nützt.
uffff, ich glaube das ist das schlimmste und zertrümmernste was mir je jemand antun könnte.
Andere Personen in Beziehungen, überlegen Tage, Wochen oder aber höchstens Monate bis Sie sich sicher sind, ok ich habe keine Gefühle mehr ich trenne mich. Wie kannst Du 4 Jahre so ein falsches Spiel treiben?
Du sagst es bringt nichts, Dir selbst Vorwürfe zu machen? Das solltest Du sehr wohl tun. X( Ich möchte wie meine Vorrednerin auch nicht über Dich und Dein Verhalten urteilen aber spei-übel wird mir bei der Geschichte schon und ich weiß das wenn ich je in dieser Situation wäre ich es mir selbst nicht verzeihen könnte.
So viele Menschen machen ein Studium und schaffen das alleine. Such Dir eventuell einen Job im Cateringbereich, damit müsstest Du & Bafög über die Runden kommen. Ich glaube Du denkst auch zuviel über die Konsequenzen nach, was alles passiert wenn Schluss ist, das solltest du nicht tun. Beende das und Lebe mit den Konsequenzen wie es sich nun mal mit 24 Jahren gehört..Sicher ist das alles nicht immer einfach mit dem netten Geld aber wenigstens kannst Du dann wenn es sich finanziell ALLEINE eingepegelt hat auf etwas stolz sein (was du im Moment nicht sein kannst)---
Wie Paulinchen schon sagte, erzähl Deinem Freund bloss nicht die ganze Geschichte, er könnte daraufhin Jahrelang ein Emotionales Wrack sein. :(
Dein Freund tut mir sehr leid und wenn ich noch mehr darüber nachdenke, treibt es mir die Tränen in die Augen...
Andere Personen in Beziehungen, überlegen Tage, Wochen oder aber höchstens Monate bis Sie sich sicher sind, ok ich habe keine Gefühle mehr ich trenne mich. Wie kannst Du 4 Jahre so ein falsches Spiel treiben?
Du sagst es bringt nichts, Dir selbst Vorwürfe zu machen? Das solltest Du sehr wohl tun. X( Ich möchte wie meine Vorrednerin auch nicht über Dich und Dein Verhalten urteilen aber spei-übel wird mir bei der Geschichte schon und ich weiß das wenn ich je in dieser Situation wäre ich es mir selbst nicht verzeihen könnte.
So viele Menschen machen ein Studium und schaffen das alleine. Such Dir eventuell einen Job im Cateringbereich, damit müsstest Du & Bafög über die Runden kommen. Ich glaube Du denkst auch zuviel über die Konsequenzen nach, was alles passiert wenn Schluss ist, das solltest du nicht tun. Beende das und Lebe mit den Konsequenzen wie es sich nun mal mit 24 Jahren gehört..Sicher ist das alles nicht immer einfach mit dem netten Geld aber wenigstens kannst Du dann wenn es sich finanziell ALLEINE eingepegelt hat auf etwas stolz sein (was du im Moment nicht sein kannst)---
Wie Paulinchen schon sagte, erzähl Deinem Freund bloss nicht die ganze Geschichte, er könnte daraufhin Jahrelang ein Emotionales Wrack sein. :(
Dein Freund tut mir sehr leid und wenn ich noch mehr darüber nachdenke, treibt es mir die Tränen in die Augen...
sine
hallo jamie-rose
also MIR wird nicht spei-übel von deiner geschichte... :] :) )
ich kann es gut verstehen, denke ich, in welchem dilemma du bist. meine eltern waren in demselben dilemma: so ist es, wenn man sich bindet und versucht loyal zu sein und die gefühle sind halt aber fort und nach einer weile merkt man, die gefühle sind ENDGÜLTIG fort.
ich würde an deiner stelle mal schön aufhören, mir jeden tag dafür die hölle heiß zu machen. es wäre für mich auch keine freude, mich selbst zu sehen in diesem lichte und ich denke, es gibt durchaus anlass, dass du mal, wenn du mehr zeit dafür hast, ergründest, was dich in die situation gebracht hat (psychisch). aber im moment musst du handeln.
es ist - so denke ich - keine seltenheit, dass du ausgerechnet JETZT in der finalen phase deines studiums mit dem prüfungsstress etc. pp. so in zweifel und psychische probs geraten bist. ich glaube, alles, was wir verdrängen, kommt an die oberfläche, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können!
da ich das in meinem leben jedenfalls schon häufig SO erlebt habe, dass nicht nur eine "säule" meines lebens eingestürzt ist sondern gleich 2 oder 3 "säulen", rate ich dir, sofort zu handeln. die nächsten probleme werden kommen, wenn du also jetzt nicht beginnst, aufzuräumen in deinem leben, dann werden sich die schwierigkeiten vermutlich bald schon aufsummiert haben...
naja
schwarzmalerei halt. aber wenn man die theorie kennt, dass probleme immer solange wiederkehren, bis man sie löst, dann kann man es vielleicht auch mit diesem gedanken anpacken!
tjach
ich würde höflich darauf dringen an deiner stelle, dass du dir eine eigene wohnung suchst und dass du eine auszeit brauchst. ich muss zugeben, ich würde an deiner stelle unbedingt vermeiden, jetzt das totale chaos ausbrechen zu lassen, denn deine prüfungen solltest du TROTZ deiner privaten probs versuchen und möglichst auch bestehen.
und anschließend merkst du auch wieder, wer du bist: dann hast du schon ein zwei monate dein "eigenes reich" gehabt und fühlst dich nicht mehr so in zugzwang. du kannst noch mal in ernsthaftigkeit und vielleicht auch offener auf deinen freund zugehen und ihr könnt gemeinsam mal lernen, über gefühle zu reden bzw. über den status quo eurer beziehung.
ich hoffe, es ist für dich eine idee, die dir weiterhilft. obwohl ich hier ganz konkrete sachen "vorschlage", musst du natürlich selbst deinen weg finden. der teufel hockt im detail, das schwerste ist nunmal immer der erste schritt.
versuche deshalb, dir zu vertrauen. selbstbeschimpfung und -erniedrigung ist absolut der falsche weg. deine schuldgefühle gehen schon nicht weg. du musst aber handeln, so ist es ja kein leben für dich.
gruß
sine
also MIR wird nicht spei-übel von deiner geschichte... :] :) )
ich kann es gut verstehen, denke ich, in welchem dilemma du bist. meine eltern waren in demselben dilemma: so ist es, wenn man sich bindet und versucht loyal zu sein und die gefühle sind halt aber fort und nach einer weile merkt man, die gefühle sind ENDGÜLTIG fort.
ich würde an deiner stelle mal schön aufhören, mir jeden tag dafür die hölle heiß zu machen. es wäre für mich auch keine freude, mich selbst zu sehen in diesem lichte und ich denke, es gibt durchaus anlass, dass du mal, wenn du mehr zeit dafür hast, ergründest, was dich in die situation gebracht hat (psychisch). aber im moment musst du handeln.
es ist - so denke ich - keine seltenheit, dass du ausgerechnet JETZT in der finalen phase deines studiums mit dem prüfungsstress etc. pp. so in zweifel und psychische probs geraten bist. ich glaube, alles, was wir verdrängen, kommt an die oberfläche, wenn wir es am wenigsten gebrauchen können!
da ich das in meinem leben jedenfalls schon häufig SO erlebt habe, dass nicht nur eine "säule" meines lebens eingestürzt ist sondern gleich 2 oder 3 "säulen", rate ich dir, sofort zu handeln. die nächsten probleme werden kommen, wenn du also jetzt nicht beginnst, aufzuräumen in deinem leben, dann werden sich die schwierigkeiten vermutlich bald schon aufsummiert haben...
naja
schwarzmalerei halt. aber wenn man die theorie kennt, dass probleme immer solange wiederkehren, bis man sie löst, dann kann man es vielleicht auch mit diesem gedanken anpacken!
tjach
ich würde höflich darauf dringen an deiner stelle, dass du dir eine eigene wohnung suchst und dass du eine auszeit brauchst. ich muss zugeben, ich würde an deiner stelle unbedingt vermeiden, jetzt das totale chaos ausbrechen zu lassen, denn deine prüfungen solltest du TROTZ deiner privaten probs versuchen und möglichst auch bestehen.
und anschließend merkst du auch wieder, wer du bist: dann hast du schon ein zwei monate dein "eigenes reich" gehabt und fühlst dich nicht mehr so in zugzwang. du kannst noch mal in ernsthaftigkeit und vielleicht auch offener auf deinen freund zugehen und ihr könnt gemeinsam mal lernen, über gefühle zu reden bzw. über den status quo eurer beziehung.
ich hoffe, es ist für dich eine idee, die dir weiterhilft. obwohl ich hier ganz konkrete sachen "vorschlage", musst du natürlich selbst deinen weg finden. der teufel hockt im detail, das schwerste ist nunmal immer der erste schritt.
versuche deshalb, dir zu vertrauen. selbstbeschimpfung und -erniedrigung ist absolut der falsche weg. deine schuldgefühle gehen schon nicht weg. du musst aber handeln, so ist es ja kein leben für dich.
gruß
sine
Danke Sine für Deine Worte. Ich erwarte allerdings nicht, dass mich jemand versteht, ich versteh mich ja selber nicht.
Ich wollt mir nur alles mal von der Seele schreiben und hab vielleicht tatsächlich jemanden gesucht, der mir mal die Meinung sagt.
Ich hab auch ein klärendes Gespräch geführt mit meinem Freund. Ich mein, wir sind beide so, dass wir den Mund halten. Und natürlich weiß er, dass sich die Dinge geändert haben, genauso wie meine Gefühle. Die seinen übrigens auch.
Verblieben sind wir so, dass wir weiterhin zusammen wohnen. Die Wohnung ist ja groß genug. Und wir haben ja auch ein sehr liebevolles und freundschaftliches Verhältnis. Im Grunde haben wir uns nicht getrennt, aber was es jetzt ist, weiß ich auch noch nicht so richtig. Neues Chaos sozusagen. Klar ist nur, dass ich ab April erstmal ins Ausland geh. Und wahrscheinlich auch dort bleib. Was uns beide bei einer wirklichen Trennung zu schaffen machen würde, ist dass ich seine beste und älteste Freundin bin, seit 7 Jahren. Und andersrum ist ja genauso. Wir wünschen uns beide, dass es weiterhin so bleibt. Auch wenn sich durch die jetztige Situation nichts wirklich geklärt hat.
Ich möchte noch eines anmerken für diejenigen, die über die materiellen Dinge so geschimpft haben. Ich verdiene wie gesagt schon Geld und nein, ich bekomme weder BaFÖG noch sonstwie Unterstützung. Und ich habe auch nie Geld von ihm verlangt. Und ich bezahle Schulden auch immer gleich zurück. Trotzdem musste er mir in manchen Situationen aushelfen. Mich hat das selber immer gestört, aber so isses eben. Das nur nebenbei...
Jamie
Ich wollt mir nur alles mal von der Seele schreiben und hab vielleicht tatsächlich jemanden gesucht, der mir mal die Meinung sagt.
Ich hab auch ein klärendes Gespräch geführt mit meinem Freund. Ich mein, wir sind beide so, dass wir den Mund halten. Und natürlich weiß er, dass sich die Dinge geändert haben, genauso wie meine Gefühle. Die seinen übrigens auch.
Verblieben sind wir so, dass wir weiterhin zusammen wohnen. Die Wohnung ist ja groß genug. Und wir haben ja auch ein sehr liebevolles und freundschaftliches Verhältnis. Im Grunde haben wir uns nicht getrennt, aber was es jetzt ist, weiß ich auch noch nicht so richtig. Neues Chaos sozusagen. Klar ist nur, dass ich ab April erstmal ins Ausland geh. Und wahrscheinlich auch dort bleib. Was uns beide bei einer wirklichen Trennung zu schaffen machen würde, ist dass ich seine beste und älteste Freundin bin, seit 7 Jahren. Und andersrum ist ja genauso. Wir wünschen uns beide, dass es weiterhin so bleibt. Auch wenn sich durch die jetztige Situation nichts wirklich geklärt hat.
Ich möchte noch eines anmerken für diejenigen, die über die materiellen Dinge so geschimpft haben. Ich verdiene wie gesagt schon Geld und nein, ich bekomme weder BaFÖG noch sonstwie Unterstützung. Und ich habe auch nie Geld von ihm verlangt. Und ich bezahle Schulden auch immer gleich zurück. Trotzdem musste er mir in manchen Situationen aushelfen. Mich hat das selber immer gestört, aber so isses eben. Das nur nebenbei...
Jamie
Hallo liebe Jamie!
Zwar bin ich schon ein bisschen spät dran, weil du, wie es aussieht, dein Problem schon lösen kannst, aber ich wollte dir noch sagen:
Ich versteh dich gut. Ich versteh dich wirklich. Denn ich war in der gleichen Situation.
Wenn man lange zusammen ist und sich aber unterschiedlich entwickelt - und ein Studium kann da sehr oft den Ausschlag geben - dann ist es weder moralisch verwerflich noch besonders selten oder überraschend, wenn das Herz ebenso neue Wege geht und sich Gefühle verändern.
Dass du hier unter den vielen, die verlassen wurden, vll wenig Zuspruch erhalten wirst, finde ich aber auch verständlich.
Aber ich kann mir gut vorstellen, wie es dir geht und darf dir versichern, DU bist nicht Schuld! Die Dinge entwickeln sich oft so anders als geplant. Und wenn dein Freund bis zum Geht-nicht-mehr klammert, macht er euch beiden doch nur zusätzlich das Leben schwer. Von daher hätte er an der Entwicklung eurer Beziehung seinen Anteil.
Wie kontraproduktiv Selbstgeißelung und schlechtes Gewissen in diesem Fall sind, haben dir ja schon andere geschrieben. Aber ich warne dich noch zusätzlich: wenn du jetzt aus schlechtem Gewissen oder moralischen Gründen oder was weiß ich glaubst, unbedingt Kompromisse machen zu müssen, mit denen du aber weder glücklich bist noch auf Dauer leben kannst, dann bitte ich dich sehr, schnellstens einen Ausweg zu finden. Für euch beide. Es dauert noch lang bis April.
Was mich betrifft, ich habe einen fatalen Fehler begangen: denn ich habe die Aussprache vermieden. Im Nachhinein weiß ich nicht, ob es überhaupt möglich gewesen wäre, eine "anständige" Trennung herbeizuführen. Der Mann, mit dem ich lange Jahre verheiratet war, war auch sehr stur und gern uneinsichtig. Miteinander reden, sodass es auch zu einem befriedigenden Ergebnis für beide geführt hätte, konnten wir schon lange nicht mehr.
Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als eben emotional völlig auf Distanz zu gehen. Das Studium - auch ich war damals in der Endphase - brauchte meine ganze Konzentration und Aufmerksamkeit. Ich habe ihn ganz absichtlich vernachlässigt und gehofft, dieses Ehedisaster würde sich von allein regeln.
Das Wirkungsvollste war der Sex-Entzug. :rolleyes:
Er hat sich gerächt. Zunächst suchte er sich eine Freundin in der Hoffnung, mich damit zu treffen. Meine erste Reaktion war ... na, du kannst sie dir denken: ich war eigentlich recht froh, dass er auf meine Distanziertheit so reagiert hatte. Aber ich rechnete nicht mit seiner Rachlust: er ging von einem Moment zum anderen und hinterließ ein finanzielles Chaos.
Wir hatten eine Wohnung, die ich allein nicht finanzieren konnte, weil ich - wegen dem Studium (zu dem er mich anfangs auch ermutigt hat, allerdings aus sehr einseitigen Motiven) nur Teilzeit arbeitete und gerade mal 500 Euro verdiente.
Schließlich legte ich das Studium auf Eis und suchte einen neuen, besser bezahlten Job, damit ich nicht obdachlos war und meine Wohnung behalten konnte. Eine Familie, die mich aufnehmen könnte, gibt es nicht. Das wusste er alles. Er hoffte, dass ich scheitere. Er hoffte, dass ich die Wohnung verlieren würde. Und es bereitete ihm Genugtuung zu wissen, dass ich nicht weiter studieren konnte. Soviel zu Rachegedanken.
Schließlich habe ich dann doch mein Studium neben dem Job abgeschlossen, wenn auch mühvoll und mit viel Aufwand. Mit ihm habe ich keinen Kontakt mehr, er hat mir nie verziehen - und ich ihm nicht. Das alles hätte man anders lösen können, wenn man vernünftig miteinander reden kann. Das konnten wir aber schon lange nicht mehr.
Die Moral aus der Geschichte: manchmal ist Warten eine Lösung und manchmal macht man alles dadurch nur noch schlimmer. Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt für die Dinge zu finden und nicht aus schlechtem Gewissen (oder Feigheit, wie in meinem Fall) zu vermeiden, rechtzeitig Lösungsmöglichkeiten zu suchen.
Liebe Jamie, ich wünsche euch eine saubere Trennung, mit der ihr beide leben könnt. Bei der niemand das Gesicht verliert und ihr wieder glücklich werden könnt. Auch ohne einander.
Alles Gute! :trost:
Zwar bin ich schon ein bisschen spät dran, weil du, wie es aussieht, dein Problem schon lösen kannst, aber ich wollte dir noch sagen:
Ich versteh dich gut. Ich versteh dich wirklich. Denn ich war in der gleichen Situation.
Wenn man lange zusammen ist und sich aber unterschiedlich entwickelt - und ein Studium kann da sehr oft den Ausschlag geben - dann ist es weder moralisch verwerflich noch besonders selten oder überraschend, wenn das Herz ebenso neue Wege geht und sich Gefühle verändern.
Dass du hier unter den vielen, die verlassen wurden, vll wenig Zuspruch erhalten wirst, finde ich aber auch verständlich.
Aber ich kann mir gut vorstellen, wie es dir geht und darf dir versichern, DU bist nicht Schuld! Die Dinge entwickeln sich oft so anders als geplant. Und wenn dein Freund bis zum Geht-nicht-mehr klammert, macht er euch beiden doch nur zusätzlich das Leben schwer. Von daher hätte er an der Entwicklung eurer Beziehung seinen Anteil.
Wie kontraproduktiv Selbstgeißelung und schlechtes Gewissen in diesem Fall sind, haben dir ja schon andere geschrieben. Aber ich warne dich noch zusätzlich: wenn du jetzt aus schlechtem Gewissen oder moralischen Gründen oder was weiß ich glaubst, unbedingt Kompromisse machen zu müssen, mit denen du aber weder glücklich bist noch auf Dauer leben kannst, dann bitte ich dich sehr, schnellstens einen Ausweg zu finden. Für euch beide. Es dauert noch lang bis April.
Was mich betrifft, ich habe einen fatalen Fehler begangen: denn ich habe die Aussprache vermieden. Im Nachhinein weiß ich nicht, ob es überhaupt möglich gewesen wäre, eine "anständige" Trennung herbeizuführen. Der Mann, mit dem ich lange Jahre verheiratet war, war auch sehr stur und gern uneinsichtig. Miteinander reden, sodass es auch zu einem befriedigenden Ergebnis für beide geführt hätte, konnten wir schon lange nicht mehr.
Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als eben emotional völlig auf Distanz zu gehen. Das Studium - auch ich war damals in der Endphase - brauchte meine ganze Konzentration und Aufmerksamkeit. Ich habe ihn ganz absichtlich vernachlässigt und gehofft, dieses Ehedisaster würde sich von allein regeln.
Das Wirkungsvollste war der Sex-Entzug. :rolleyes:
Er hat sich gerächt. Zunächst suchte er sich eine Freundin in der Hoffnung, mich damit zu treffen. Meine erste Reaktion war ... na, du kannst sie dir denken: ich war eigentlich recht froh, dass er auf meine Distanziertheit so reagiert hatte. Aber ich rechnete nicht mit seiner Rachlust: er ging von einem Moment zum anderen und hinterließ ein finanzielles Chaos.
Wir hatten eine Wohnung, die ich allein nicht finanzieren konnte, weil ich - wegen dem Studium (zu dem er mich anfangs auch ermutigt hat, allerdings aus sehr einseitigen Motiven) nur Teilzeit arbeitete und gerade mal 500 Euro verdiente.
Schließlich legte ich das Studium auf Eis und suchte einen neuen, besser bezahlten Job, damit ich nicht obdachlos war und meine Wohnung behalten konnte. Eine Familie, die mich aufnehmen könnte, gibt es nicht. Das wusste er alles. Er hoffte, dass ich scheitere. Er hoffte, dass ich die Wohnung verlieren würde. Und es bereitete ihm Genugtuung zu wissen, dass ich nicht weiter studieren konnte. Soviel zu Rachegedanken.
Schließlich habe ich dann doch mein Studium neben dem Job abgeschlossen, wenn auch mühvoll und mit viel Aufwand. Mit ihm habe ich keinen Kontakt mehr, er hat mir nie verziehen - und ich ihm nicht. Das alles hätte man anders lösen können, wenn man vernünftig miteinander reden kann. Das konnten wir aber schon lange nicht mehr.
Die Moral aus der Geschichte: manchmal ist Warten eine Lösung und manchmal macht man alles dadurch nur noch schlimmer. Es ist wichtig, den richtigen Zeitpunkt für die Dinge zu finden und nicht aus schlechtem Gewissen (oder Feigheit, wie in meinem Fall) zu vermeiden, rechtzeitig Lösungsmöglichkeiten zu suchen.
Liebe Jamie, ich wünsche euch eine saubere Trennung, mit der ihr beide leben könnt. Bei der niemand das Gesicht verliert und ihr wieder glücklich werden könnt. Auch ohne einander.
Alles Gute! :trost:
Danke Lisabel für Dein Verständnis. Das mit Deinem Ex-Mann ist eine schimme Geschichte. Wenn ich mein Leben selbst versaue, nun gut, meine Schuld. Da kann ich aber die Dinge auch selbst in die Hand nehmen. Aber wenn mir jemand mein Leben wirklich kaputt machen will mit allen Mitteln, also das ist wirklich eine Sauerei.
Aber ich bin froh zu hören, dass ich wenigstens nicht die einzige bin, die sich mit dem Bestreiten des Lebensunterhaltes während des Studiums schwer tut. Was ich allerdings an meinem Freund am meisten geschätzt habe, war seine Unterstützung. Weder mein Studienfach, noch die Tatsache, dass ich überhaupt studiere wurde in meiner Familie wohlwollend aufgenommen. So bin ich schon vor dem Abitur in eine andere Stadt, und eben mit meinem Freund zusammengezogen. Da ich mich schon täglich für meine Absichten Abitur zu machen rechtfertigen musste. Er war immer da und war immer - bis heute - der einzige, der mich bekräftigt. Deswegen werde ich ihn auch so gut es geht bei seiner Diplomarbeit unterstützen.
Ich will einfach nicht, dass es dabei alleine dasteht. Dass wir uns trennen werden, ist uns denke ich inzwischen klar. So deutlich hab ich mich durchaus ausgedrückt.
Was mir schwer fällt ist, das wir alles immer alles gemeinsam haben. Gemeinsame Freunde, gemeinsame Möbel, TiereFotos, Erinnerungen. Ich kann mir nicht ganz vorstellen, wie man das bei einer Trennung aufteilt. Wie fängt man sowas an und wie beendet man sowas?
Jamie
Aber ich bin froh zu hören, dass ich wenigstens nicht die einzige bin, die sich mit dem Bestreiten des Lebensunterhaltes während des Studiums schwer tut. Was ich allerdings an meinem Freund am meisten geschätzt habe, war seine Unterstützung. Weder mein Studienfach, noch die Tatsache, dass ich überhaupt studiere wurde in meiner Familie wohlwollend aufgenommen. So bin ich schon vor dem Abitur in eine andere Stadt, und eben mit meinem Freund zusammengezogen. Da ich mich schon täglich für meine Absichten Abitur zu machen rechtfertigen musste. Er war immer da und war immer - bis heute - der einzige, der mich bekräftigt. Deswegen werde ich ihn auch so gut es geht bei seiner Diplomarbeit unterstützen.
Ich will einfach nicht, dass es dabei alleine dasteht. Dass wir uns trennen werden, ist uns denke ich inzwischen klar. So deutlich hab ich mich durchaus ausgedrückt.
Was mir schwer fällt ist, das wir alles immer alles gemeinsam haben. Gemeinsame Freunde, gemeinsame Möbel, TiereFotos, Erinnerungen. Ich kann mir nicht ganz vorstellen, wie man das bei einer Trennung aufteilt. Wie fängt man sowas an und wie beendet man sowas?
Jamie
sine
hallo jamie-rose,
einfacher (in anführungszeichen eigentlich...) wäre es nunmal, wenn auch nach außen hin die trennung erkennbar wäre. an deiner stelle würde ich die sache bei den (gemeinsamen) freunden nicht breittreten sonst werdet ihr "begafft" wie die papageien.
aber das machst du sicher so, wie du es für richtig hältst. bin halt eh der ansicht, dass gemeinsame freunde aus solchen problemen rauszuhalten sind und vielleicht wirst du noch (hoffentlich nciht schmerzlich) merken, dass freunde das auch meistens von alleine tun, wenn ein paar sich trennt.
mein studium selbst zu finanzieren gelingt mir derzeit auch noch nicht und ja, mein freund unterstützt mich. meine mom ist auch nicht angetan von meinem studium... aber ich denke trotzdem, dass ich einen job finden werde, der mich ernährt. wenn nicht, ziehe ich aus der wohnung aus, denn das wäre ein faktor, wo ich noch geld sparen könnte. wir wohnen zwar zusammen, aber ich muss zugeben, das finde ich nicht gut, aus dem schmalen lohn meines ebenfalls noch studierenden freundes die teure wohnung zu finanzieren.
die abwägung ist sehr schwierig, zumal mein freund meint, er möchte es aber bezahlen und bla. ich werde mich daher bemühen, einen ebensogut bezahlten job zu ergattern, dann ist die geldproblematik gegessen.
wenn das nicht klappt, weiß ich nicht, ob ich mich nicht doch genau wie du verhalten werde...
gruß
sine
einfacher (in anführungszeichen eigentlich...) wäre es nunmal, wenn auch nach außen hin die trennung erkennbar wäre. an deiner stelle würde ich die sache bei den (gemeinsamen) freunden nicht breittreten sonst werdet ihr "begafft" wie die papageien.
aber das machst du sicher so, wie du es für richtig hältst. bin halt eh der ansicht, dass gemeinsame freunde aus solchen problemen rauszuhalten sind und vielleicht wirst du noch (hoffentlich nciht schmerzlich) merken, dass freunde das auch meistens von alleine tun, wenn ein paar sich trennt.
mein studium selbst zu finanzieren gelingt mir derzeit auch noch nicht und ja, mein freund unterstützt mich. meine mom ist auch nicht angetan von meinem studium... aber ich denke trotzdem, dass ich einen job finden werde, der mich ernährt. wenn nicht, ziehe ich aus der wohnung aus, denn das wäre ein faktor, wo ich noch geld sparen könnte. wir wohnen zwar zusammen, aber ich muss zugeben, das finde ich nicht gut, aus dem schmalen lohn meines ebenfalls noch studierenden freundes die teure wohnung zu finanzieren.
die abwägung ist sehr schwierig, zumal mein freund meint, er möchte es aber bezahlen und bla. ich werde mich daher bemühen, einen ebensogut bezahlten job zu ergattern, dann ist die geldproblematik gegessen.
wenn das nicht klappt, weiß ich nicht, ob ich mich nicht doch genau wie du verhalten werde...
gruß
sine
Hallo Sine,
das ist so eine leidige Geschichte mit der "brotlosen Kunst". Jedenfalls bei mir. *gg*
Man sollte meinen, dass es möglich sein sollte, ein Studium zu finanzieren. Aber entweder man zieht es in die Länge und arbeit in nem normalen Job, oder man tut sich echt schwer. Außerdem kommt es ja immer darauf an, wo man wohnt. Hoffentlich wohnst Du nicht auch in der teuersten Stadt Deutschlands.
Das wichtigste ist, das man das macht, was man wirklich will und dahinter steht. Ach wenns Schwierigkeiten gibt! Ich hoffe, Du kommst mit Deinem Studium gut zurecht und kannst das zügig durchziehn. Es erleichtert vieles ein klares Ziel vor Augen zu haben!
Jamie
das ist so eine leidige Geschichte mit der "brotlosen Kunst". Jedenfalls bei mir. *gg*
Man sollte meinen, dass es möglich sein sollte, ein Studium zu finanzieren. Aber entweder man zieht es in die Länge und arbeit in nem normalen Job, oder man tut sich echt schwer. Außerdem kommt es ja immer darauf an, wo man wohnt. Hoffentlich wohnst Du nicht auch in der teuersten Stadt Deutschlands.
Das wichtigste ist, das man das macht, was man wirklich will und dahinter steht. Ach wenns Schwierigkeiten gibt! Ich hoffe, Du kommst mit Deinem Studium gut zurecht und kannst das zügig durchziehn. Es erleichtert vieles ein klares Ziel vor Augen zu haben!
Jamie
sine
hi
nö ich wohne in einer der ärmsten städte des landes... siehst du ja unter meinem nickname links! das stimmt schon, in münchen kann man vor lauter geldnot überhaupt nicht leben.
in berlin eigentlich schon. ich habe aber leider nur einen job zu 5 € die stunde gefunden (naja, bin ja uralt und dachte, ich sollte erstmal einen job annehmen, damit mir noch wer glaubt, dass ich überhaupt arbeiten KANN wie eine kleene studentin und nicht sone überkandidelte tussi bin).
ich glaube auch, dass ein ziel wichtig ist. ich stehe gerade vor meinen ersten klausuren udn kann nicht fassen, was für anforderungen gelten. der joke ist, bei bwl läuft das einfach immer so: pauken pauken auswendiglernen, nix mit nachvollziehen und später selbst anwenden können (oder fast nichts). ich hab nicht nur meinen job, sondern ich war auch vorher selbständig und habe die selbständigkeit erst JETZT aufgegeben. mir fehlt einfach zeit und wenn ich jetzt höre, die uni darf nicht zu teuer werden und muss für ALLE offen sein, dann glaube ich es langsam auch... wie gesagt: mein freund holt die kohle rein, aber er arbeitet auch doppelt so lange wie ich!
kommt zeit kommt rat
es kann doch immer nur besser werden...
*gg*
gruß
sine
nö ich wohne in einer der ärmsten städte des landes... siehst du ja unter meinem nickname links! das stimmt schon, in münchen kann man vor lauter geldnot überhaupt nicht leben.
in berlin eigentlich schon. ich habe aber leider nur einen job zu 5 € die stunde gefunden (naja, bin ja uralt und dachte, ich sollte erstmal einen job annehmen, damit mir noch wer glaubt, dass ich überhaupt arbeiten KANN wie eine kleene studentin und nicht sone überkandidelte tussi bin).
ich glaube auch, dass ein ziel wichtig ist. ich stehe gerade vor meinen ersten klausuren udn kann nicht fassen, was für anforderungen gelten. der joke ist, bei bwl läuft das einfach immer so: pauken pauken auswendiglernen, nix mit nachvollziehen und später selbst anwenden können (oder fast nichts). ich hab nicht nur meinen job, sondern ich war auch vorher selbständig und habe die selbständigkeit erst JETZT aufgegeben. mir fehlt einfach zeit und wenn ich jetzt höre, die uni darf nicht zu teuer werden und muss für ALLE offen sein, dann glaube ich es langsam auch... wie gesagt: mein freund holt die kohle rein, aber er arbeitet auch doppelt so lange wie ich!
kommt zeit kommt rat
es kann doch immer nur besser werden...
*gg*
gruß
sine
Hallo Sine!
Das mit der Selbständigkeit, also darum beneide ich Dich ein wenig. Es stimmt schon, und ich glaube, dass das im Moment auch mein größtes Problem ist. Ich war als Kind und Jugendliche sehr selbstständig, da meine Eltern beide mind. 60 h die Woche arbeiten. Und ich glaube, ich hab mir jemanden gewünscht, der mir da was abnimmt. Ich hab das bei meiner ersten Beziehung schon gemerkt. Und nun ist es noch viel schlimmer. Ich hab das Gefühl, dass ich irgndwann so viele Kompromisse eingegangen bin, nur damit alles läuft wie geplant, dass ich mich gar nicht mehr frage, was ich will. Die Frage war immer nur: was wollen wir?
Ich weiß z.B. ganz genau, dass ich mal alleine leben möchte. Das blieb mir nämlich bis jetzt verwehrt und ich glaube, wenn man mal eine ganz eigene Wohnung hatte, wächst man in dieser Phase auch.
Für mich war auch immer klar, dass wir alles zusammen machen. Ich war noch nie ohne meinen Freund am Wochenende weg, oder im Kino, oder im Urlaub...
Eine bekannte von der Uni hat mich gefragt, ob ich nicht im Sommer mit nach Costa Rica komme. Darüber muss ich gar nicht erst nachdenken, ich fahr nicht ohne ihn weg. Ich wollte auch schon lang mal einen Schulfreund besuchen, der mich schon oft eingeladen hat. Wir waren 10 Jahre befreundet und er wohnt jetzt 500 km weit weg. Ich würde da ohne Hintergedanken hinfahren, aber aus irgendeinem Grund macht man sowas nicht, wenn man nen Freund hat. Und ich merke, wie sich der Kreis immer mehr schließt und enger wird. Ich glaube, deswegen flippe ich auch jetzt so aus. Nach dem Studium könnte ich endlich mal machen, was ich will. Ich will z.B. ins Ausland. Er nicht. Ihm gefällts hier und so wurde aus dem Thema erst gar keine Diskussion, weil eh immer alles schon beschlossene Sache ist.
Ich finde immernoch, dass das Geld ein nicht zu vernachlässigendes Thema ist. Nicht weil ich ein materieller Mensch bin, sondern, weil es einfach kaum möglich ist, ein Studium komplett mit irgendwelchen Jobs zu finanzieren. Und in den nächsten Jahren wird es noch viel schlimmer werden! Ich bin seit Jahren nur noch "Student im Nebenberuf", obwohl ich an der Uni volles Programm habe. Aber was bleibt einem anderes, als jede frei Minute zu arbeiten? Das senkt den Druck aber nicht und man verändert sich ganz gewaltig, wenn man immer nie entspannen kann. Ich mein, vielleicht gehts ja nur mir so, aber dieses ganze Studium hat mich echt fertig gemacht. Das wünsche ich niemandem. Aber wenn ich wüsste, wie mans besser macht, würde ich wohl jetzt nicht hier sitzen.
Darum, Sine, natürlich ist es nicht einfach, aber das ist es nie. Und wenn man erstmal an den Ablauf und den Druck zur Prüfungszeit gewöhnt ist (das geht wirklich ganz fix), dann wirds immer leichter! Man muss nur beim ersten Mal ruhig bleiben! *gg*
Jamie
Das mit der Selbständigkeit, also darum beneide ich Dich ein wenig. Es stimmt schon, und ich glaube, dass das im Moment auch mein größtes Problem ist. Ich war als Kind und Jugendliche sehr selbstständig, da meine Eltern beide mind. 60 h die Woche arbeiten. Und ich glaube, ich hab mir jemanden gewünscht, der mir da was abnimmt. Ich hab das bei meiner ersten Beziehung schon gemerkt. Und nun ist es noch viel schlimmer. Ich hab das Gefühl, dass ich irgndwann so viele Kompromisse eingegangen bin, nur damit alles läuft wie geplant, dass ich mich gar nicht mehr frage, was ich will. Die Frage war immer nur: was wollen wir?
Ich weiß z.B. ganz genau, dass ich mal alleine leben möchte. Das blieb mir nämlich bis jetzt verwehrt und ich glaube, wenn man mal eine ganz eigene Wohnung hatte, wächst man in dieser Phase auch.
Für mich war auch immer klar, dass wir alles zusammen machen. Ich war noch nie ohne meinen Freund am Wochenende weg, oder im Kino, oder im Urlaub...
Eine bekannte von der Uni hat mich gefragt, ob ich nicht im Sommer mit nach Costa Rica komme. Darüber muss ich gar nicht erst nachdenken, ich fahr nicht ohne ihn weg. Ich wollte auch schon lang mal einen Schulfreund besuchen, der mich schon oft eingeladen hat. Wir waren 10 Jahre befreundet und er wohnt jetzt 500 km weit weg. Ich würde da ohne Hintergedanken hinfahren, aber aus irgendeinem Grund macht man sowas nicht, wenn man nen Freund hat. Und ich merke, wie sich der Kreis immer mehr schließt und enger wird. Ich glaube, deswegen flippe ich auch jetzt so aus. Nach dem Studium könnte ich endlich mal machen, was ich will. Ich will z.B. ins Ausland. Er nicht. Ihm gefällts hier und so wurde aus dem Thema erst gar keine Diskussion, weil eh immer alles schon beschlossene Sache ist.
Ich finde immernoch, dass das Geld ein nicht zu vernachlässigendes Thema ist. Nicht weil ich ein materieller Mensch bin, sondern, weil es einfach kaum möglich ist, ein Studium komplett mit irgendwelchen Jobs zu finanzieren. Und in den nächsten Jahren wird es noch viel schlimmer werden! Ich bin seit Jahren nur noch "Student im Nebenberuf", obwohl ich an der Uni volles Programm habe. Aber was bleibt einem anderes, als jede frei Minute zu arbeiten? Das senkt den Druck aber nicht und man verändert sich ganz gewaltig, wenn man immer nie entspannen kann. Ich mein, vielleicht gehts ja nur mir so, aber dieses ganze Studium hat mich echt fertig gemacht. Das wünsche ich niemandem. Aber wenn ich wüsste, wie mans besser macht, würde ich wohl jetzt nicht hier sitzen.
Darum, Sine, natürlich ist es nicht einfach, aber das ist es nie. Und wenn man erstmal an den Ablauf und den Druck zur Prüfungszeit gewöhnt ist (das geht wirklich ganz fix), dann wirds immer leichter! Man muss nur beim ersten Mal ruhig bleiben! *gg*
Jamie
sine
hallo jr
das ist ein thema, das thema "studiium und wie finanzieren", was mich im moment SEHR interessiert. UND ich erkenne noch ein thema in deiner geschichte, was in meinem leben auch eine rolle gespielt hat und wo ich zwar eine entscheidung getroffen habe (die zu deiner entscheidung entgegengesetzte) getroffen habe, wo ich aber ehrlich gesagt nicht so ganz geschnallt habe, was da abgegangen ist und daher auch nicht weiß, ob ich für mich das problem eigentlich überhaupt begriffen und wirklich bewältigt habe oder nicht: das thema "versorgt werden und hilfe annehmen".
und wenn du jetzt auf eigene wohnung und selbstsändigkeit im weiteren sinne übergreifst, dann möchte ich dir etwas sagen: ein vogel, der nie geflogen ist, kann vielleicht trotzdem fliegen.
und um es nochmal zu erwähnen: mein smilie in der signatur fliegt doch, oder? ich habe HIER im forum meine schritte dazu unternommen, mich von meinen fesseln in sachen "kann ich nicht", "geht nicht", "bin schon am limit" usw. usf. freizumachen, und ich habe mich tatsächlich gefühlt als würde ich geistig in den grand canyon gehüpft sein in der hoffnung, dass ich "fliege"... und ich bin immer noch nicht am boden des canyons aufgeschlagen (also bleibt auch der fliegende smilie in der signatur!... :) )).
hm
und nun noch etwas:
wenn du das denkst - diesen gedanken "es geht ja nicht anders" - dann überlege dir bitte nicht länger, was alles nicht geht. wie du geschrieben hast (in bezug auf die entshceidungsfindung als partner), lässt du ja dann den gedanklichen schritt mit der frage "was will ich eigentlich" völlig weg! das ist scheisse und du kannst eigentlich froh sein, dass du überhaupt nochmal gemerkt hast, dass da was nicht stimmt, weil so ein klein wenig hättest du ja bist zum ende deiner tage diese frage ignorieren können und wärst damit - wenn ich mal in meinen worten etwas dramatisch formulieren darf - eine "lebende tote" geblieben bis der tod dann den sinnwidrigen zustand beendet hätte...
:rolleyes:
also ich habe immer folgende reihenfolge beim nachdenken und entscheiden:
1. was will ich?
--> mein therapeut (hatte ne therapie gemacht bis vorletztes jahr) hat gesagt: "stellen sie sich einfach mal vor, was sie gerne machen würden. lassen sie dabei sämtliche machbarkeitskriterien weg und seien sie ruhig kreativ! und sagen sie es oder schreiben sie es sich bitte auf."
o.k.
und 2.: ausloten
--> bei punkt 2 komme ich mir manchmal vor, als würde ich meine gedanken "nebeneinander gelegt" haben und mit einem pendel die möglichkeiten auspendeln, die mir am nächsten sind. beim ausbreiten meiner ideen habe ich meistens schon einige gedanken, die ABSOLUT unbrauchbar / unrealistisch erscheinen, aussortiert. andererseits trennt man sich manchmal äußerst ungern von gedanken und so wurden einige "repariert" oder etwas aufgepimpt, bis sie wirklichkeitstauglich erschienen, und dann kamen auch einige "geht-ja-sowieso-nicht"-gedanken mit unter meinen inneren pendel... und was ich mit "pendeln" meine ist: ich stelle mir die situationen vor, meine ziele und horche, was mein herz (innere stimme, bauchgefühl, nenne es wie du magst) dazu "sagt". das ist eine ganz einfach sache! meist kriegst du ein glasklares feedback, und wenn es sachen gibt, wo ich unentschieden bin oder wenn ich zur abwechslung mal gar kein feedback bekommen habe, dann schalte ich mein gehirn dazu.
aber auf jeden fall fällt durch punkt 1 und punkt 2 alles raus, was nicht läuft, andererseits kommt aber JEDER WUNSCH, den du verspürst, in der realität an und kann sich verwirklichen (und tut es bei mir übrigens auch mit steigender häufigkeit, seitdem ich mir das wünschen erlaubt habe).
ähm ja
ich hatte dich doch zitiert, und zu dem letzten zitat möchte ich dir etwas von thomas mann aus dem "tod in venedig" erwidern:
in dem genannten roman sagt der protagonist aschenbach in gedanken zu sich selbst, dass “beinahe alles Große, was dastehe, als ein Trotzdem dastehe, trotz Kummer und Qual, Armut, Verlassenheit, Körperschwäche, Laster, Leidenschaft, und tausend Hemmnissen zustande gekommen sei”. kannst du hier nachlesen...
ich habe das buch als hörbuch zu weihnachten geschenkt bekommen. und tatsächlich stockte mir bei dieser stelle der atem. herr mann beschreibt aschenbach geradezu verächtlich, wie ich den eindruck habe, und die heroisch klingenden worte, die er aschenbach in den mund legt, sind insofern auch ein stück weit ironisch... und doch treffen sie mich, und warum?
weil es so IST. du und ich, wir suhlen uns in selbstmitleid und vielleicht haben wir auch manchmal den eindruck, dass aus irgendwelchen gründen vielleicht das eine oder auch das andere einen grund hat, weshalb es uns so schwer erscheint oder vielleicht auch fast unmöglich.
und dann studierst du TROTZDEM, ich studiere TROTZDEM, und überhaupt kannst du mal jemanden fragen, der im leben schon etwas erlebt hat: alles steht als ein "trotzdem" da.
es gibt keinen grund, bei dieser feststellung stehen zu bleiben und zu sagen "au weia, ich bin am limit". sondern so ist das leben, so denke ich zumindest. es gibt kein leben ohne dass man mutig ist, dass man auf sich selbst hört und ohne dass man gibt und nmmt.
du hast anbst, jr. wovor ist jetzt wurscht... sei es vor dem ersten mal ohne freund / familie, sei es vor schuldgefühlen, sei es vor dem verlust von freundschaften, die dich jahre begleitet haben.
du wirst sehen, dass die dinge aber nicht dazu da sind, damit du ihnen "gehorchst", sondern alles findet einen einklang miteinander, wenn du deine prioritäten an erste stelle setzt. ich selbst fand es entsetzlich, das zu tun! ich dachte, ich werde größenwahnsinnig und ungerecht. aber das wird man nicht. ungerecht und wahnsinnig ist man, ohne es vermutlich zu wollen, wenn man NICHT mit sich im einklang ist. nun, in deinem fall ist "größenwahnsinnig" wohl nicht das richtig wort... aber mit einer falschgewichtung von relationen hast du auch zu kämpfen, jr!
die anderen sind wichtig, gell? die meinung deines freundes in bezug auf das ausland wiegt mehr als deine, richtig...?
nun.... auch DAS ist bei mir ein thema. ich habe meine selbständigkeit, mit der ich an deutschland festgekettet war als ob mir jemand die freiheit entzogen hätte (kein urlaub, kein geld, hm, und auch keine chance, im ausland beruflich etwas zu reissen... bin juristin... *seufz*), aufgegeben, und während ich die eine lebenssituation "ausgeatmet" habe, habe ich irgendwie fast automatisch eine andere "eingeatmet": ich wollte ins ausland!!! ja!!!
:klatsch: :klatsch: :klatsch:
wohin...? nach china vielleicht!!! oder nach japan? oder in die u.s.a.? oder nach russland? was ist mit bulgarien? naja... entscheiden muss man sich in vielerlei hinsicht... :D aber dass dieser wunsch DA war, das war irre, ich hatte nicht mal geahnt, dass ich das WIRKLICH wollte. warum auch über dinge nachdenken, die es nicht gibt?
nun bei mir ist es auch so, dass mein freund nicht weg will. tja. was nun tun?
ich weiß es auch nicht, jr. ich wünsche es mir einfach so lange, bis es klappt. und wenn es nicht klappt, dann werde ich mich eben entscheiden und hoffen, dass ich bei der etnscheidung, bei der ich im schlechtesten falle nicht meine und seine interessen vereinen kann, hoffen, dass es am ende doch nicht so schlimm ist für den / diejenige(n), der / die seinen willen NICHT bekommt.
will sagen: ich gehe nach china. das ist so klar wie kloßbrühe. ich muss halt für das halbe jahr geld besorgen, damit mein freund in deutschland die wohnung halten kann und bla. und dann gehe ich.
oder auch nicht. das wird sich einfach zeigen!
tja
weiß nicht, ob ich mich verständich machen konnte (ist ja tricky, sich zu äußern, denn eine feste art und weise, wie man sich sich selbst und anderen gegenüber fair verhält, ist unmöglich... es gibt so viele argumente und letzten endes in der konkreten situation auch noch nuancen, die schwer in worte zu fassen sind... ). aber wenn du dich selbst ernst nimmst, wirst du auch automatisch einen angemessenen umgang mit deinem freund bekommen. probier es doch mal aus...!
--- schnipp --
das ist ein thema, das thema "studiium und wie finanzieren", was mich im moment SEHR interessiert. UND ich erkenne noch ein thema in deiner geschichte, was in meinem leben auch eine rolle gespielt hat und wo ich zwar eine entscheidung getroffen habe (die zu deiner entscheidung entgegengesetzte) getroffen habe, wo ich aber ehrlich gesagt nicht so ganz geschnallt habe, was da abgegangen ist und daher auch nicht weiß, ob ich für mich das problem eigentlich überhaupt begriffen und wirklich bewältigt habe oder nicht: das thema "versorgt werden und hilfe annehmen".
Original von jamie-roseDas mit der Selbständigkeit, also darum beneide ich Dich ein wenig.brauchst mich nicht zu beneiden: jeder läuft in seinem "paar schuhe" und ich hab mir sicher auch nicht die passendsten"schuhe" angezogen gehabt, als ich mich selbständig gemacht hatte. man probiert halt, sein leben zu leben. und wenn etwas nicht richtig ist für einen, dann ändert man es eben. ich hab jetzt jedenfalls mein "paar schuhe" gewechselt...
und wenn du jetzt auf eigene wohnung und selbstsändigkeit im weiteren sinne übergreifst, dann möchte ich dir etwas sagen: ein vogel, der nie geflogen ist, kann vielleicht trotzdem fliegen.
und um es nochmal zu erwähnen: mein smilie in der signatur fliegt doch, oder? ich habe HIER im forum meine schritte dazu unternommen, mich von meinen fesseln in sachen "kann ich nicht", "geht nicht", "bin schon am limit" usw. usf. freizumachen, und ich habe mich tatsächlich gefühlt als würde ich geistig in den grand canyon gehüpft sein in der hoffnung, dass ich "fliege"... und ich bin immer noch nicht am boden des canyons aufgeschlagen (also bleibt auch der fliegende smilie in der signatur!... :) )).
hm
und nun noch etwas:
Original von jamie-roseIch finde immernoch, dass das Geld ein nicht zu vernachlässigendes Thema ist. Nicht weil ich ein materieller Mensch bin, sondern, weil es einfach kaum möglich ist, ein Studium komplett mit irgendwelchen Jobs zu finanzieren. Und in den nächsten Jahren wird es noch viel schlimmer werden! Ich bin seit Jahren nur noch "Student im Nebenberuf", obwohl ich an der Uni volles Programm habe. Aber was bleibt einem anderes, als jede frei Minute zu arbeiten?ach jamie... das sagt sich doch irgendwann JEDER mal. dass einem nichts anderes übrig bleibt, das denken wir doch immer mal und halten eben dinge aus, die wir uns nicht richtig überlegt haben und die sich irgendwann dann eben aber von allein auf die spitze getrieben haben.
wenn du das denkst - diesen gedanken "es geht ja nicht anders" - dann überlege dir bitte nicht länger, was alles nicht geht. wie du geschrieben hast (in bezug auf die entshceidungsfindung als partner), lässt du ja dann den gedanklichen schritt mit der frage "was will ich eigentlich" völlig weg! das ist scheisse und du kannst eigentlich froh sein, dass du überhaupt nochmal gemerkt hast, dass da was nicht stimmt, weil so ein klein wenig hättest du ja bist zum ende deiner tage diese frage ignorieren können und wärst damit - wenn ich mal in meinen worten etwas dramatisch formulieren darf - eine "lebende tote" geblieben bis der tod dann den sinnwidrigen zustand beendet hätte...
:rolleyes:
also ich habe immer folgende reihenfolge beim nachdenken und entscheiden:
1. was will ich?
--> mein therapeut (hatte ne therapie gemacht bis vorletztes jahr) hat gesagt: "stellen sie sich einfach mal vor, was sie gerne machen würden. lassen sie dabei sämtliche machbarkeitskriterien weg und seien sie ruhig kreativ! und sagen sie es oder schreiben sie es sich bitte auf."
o.k.
und 2.: ausloten
--> bei punkt 2 komme ich mir manchmal vor, als würde ich meine gedanken "nebeneinander gelegt" haben und mit einem pendel die möglichkeiten auspendeln, die mir am nächsten sind. beim ausbreiten meiner ideen habe ich meistens schon einige gedanken, die ABSOLUT unbrauchbar / unrealistisch erscheinen, aussortiert. andererseits trennt man sich manchmal äußerst ungern von gedanken und so wurden einige "repariert" oder etwas aufgepimpt, bis sie wirklichkeitstauglich erschienen, und dann kamen auch einige "geht-ja-sowieso-nicht"-gedanken mit unter meinen inneren pendel... und was ich mit "pendeln" meine ist: ich stelle mir die situationen vor, meine ziele und horche, was mein herz (innere stimme, bauchgefühl, nenne es wie du magst) dazu "sagt". das ist eine ganz einfach sache! meist kriegst du ein glasklares feedback, und wenn es sachen gibt, wo ich unentschieden bin oder wenn ich zur abwechslung mal gar kein feedback bekommen habe, dann schalte ich mein gehirn dazu.
aber auf jeden fall fällt durch punkt 1 und punkt 2 alles raus, was nicht läuft, andererseits kommt aber JEDER WUNSCH, den du verspürst, in der realität an und kann sich verwirklichen (und tut es bei mir übrigens auch mit steigender häufigkeit, seitdem ich mir das wünschen erlaubt habe).
ähm ja
ich hatte dich doch zitiert, und zu dem letzten zitat möchte ich dir etwas von thomas mann aus dem "tod in venedig" erwidern:
in dem genannten roman sagt der protagonist aschenbach in gedanken zu sich selbst, dass “beinahe alles Große, was dastehe, als ein Trotzdem dastehe, trotz Kummer und Qual, Armut, Verlassenheit, Körperschwäche, Laster, Leidenschaft, und tausend Hemmnissen zustande gekommen sei”. kannst du hier nachlesen...
ich habe das buch als hörbuch zu weihnachten geschenkt bekommen. und tatsächlich stockte mir bei dieser stelle der atem. herr mann beschreibt aschenbach geradezu verächtlich, wie ich den eindruck habe, und die heroisch klingenden worte, die er aschenbach in den mund legt, sind insofern auch ein stück weit ironisch... und doch treffen sie mich, und warum?
weil es so IST. du und ich, wir suhlen uns in selbstmitleid und vielleicht haben wir auch manchmal den eindruck, dass aus irgendwelchen gründen vielleicht das eine oder auch das andere einen grund hat, weshalb es uns so schwer erscheint oder vielleicht auch fast unmöglich.
und dann studierst du TROTZDEM, ich studiere TROTZDEM, und überhaupt kannst du mal jemanden fragen, der im leben schon etwas erlebt hat: alles steht als ein "trotzdem" da.
es gibt keinen grund, bei dieser feststellung stehen zu bleiben und zu sagen "au weia, ich bin am limit". sondern so ist das leben, so denke ich zumindest. es gibt kein leben ohne dass man mutig ist, dass man auf sich selbst hört und ohne dass man gibt und nmmt.
du hast anbst, jr. wovor ist jetzt wurscht... sei es vor dem ersten mal ohne freund / familie, sei es vor schuldgefühlen, sei es vor dem verlust von freundschaften, die dich jahre begleitet haben.
du wirst sehen, dass die dinge aber nicht dazu da sind, damit du ihnen "gehorchst", sondern alles findet einen einklang miteinander, wenn du deine prioritäten an erste stelle setzt. ich selbst fand es entsetzlich, das zu tun! ich dachte, ich werde größenwahnsinnig und ungerecht. aber das wird man nicht. ungerecht und wahnsinnig ist man, ohne es vermutlich zu wollen, wenn man NICHT mit sich im einklang ist. nun, in deinem fall ist "größenwahnsinnig" wohl nicht das richtig wort... aber mit einer falschgewichtung von relationen hast du auch zu kämpfen, jr!
die anderen sind wichtig, gell? die meinung deines freundes in bezug auf das ausland wiegt mehr als deine, richtig...?
nun.... auch DAS ist bei mir ein thema. ich habe meine selbständigkeit, mit der ich an deutschland festgekettet war als ob mir jemand die freiheit entzogen hätte (kein urlaub, kein geld, hm, und auch keine chance, im ausland beruflich etwas zu reissen... bin juristin... *seufz*), aufgegeben, und während ich die eine lebenssituation "ausgeatmet" habe, habe ich irgendwie fast automatisch eine andere "eingeatmet": ich wollte ins ausland!!! ja!!!
:klatsch: :klatsch: :klatsch:
wohin...? nach china vielleicht!!! oder nach japan? oder in die u.s.a.? oder nach russland? was ist mit bulgarien? naja... entscheiden muss man sich in vielerlei hinsicht... :D aber dass dieser wunsch DA war, das war irre, ich hatte nicht mal geahnt, dass ich das WIRKLICH wollte. warum auch über dinge nachdenken, die es nicht gibt?
nun bei mir ist es auch so, dass mein freund nicht weg will. tja. was nun tun?
ich weiß es auch nicht, jr. ich wünsche es mir einfach so lange, bis es klappt. und wenn es nicht klappt, dann werde ich mich eben entscheiden und hoffen, dass ich bei der etnscheidung, bei der ich im schlechtesten falle nicht meine und seine interessen vereinen kann, hoffen, dass es am ende doch nicht so schlimm ist für den / diejenige(n), der / die seinen willen NICHT bekommt.
will sagen: ich gehe nach china. das ist so klar wie kloßbrühe. ich muss halt für das halbe jahr geld besorgen, damit mein freund in deutschland die wohnung halten kann und bla. und dann gehe ich.
oder auch nicht. das wird sich einfach zeigen!
tja
weiß nicht, ob ich mich verständich machen konnte (ist ja tricky, sich zu äußern, denn eine feste art und weise, wie man sich sich selbst und anderen gegenüber fair verhält, ist unmöglich... es gibt so viele argumente und letzten endes in der konkreten situation auch noch nuancen, die schwer in worte zu fassen sind... ). aber wenn du dich selbst ernst nimmst, wirst du auch automatisch einen angemessenen umgang mit deinem freund bekommen. probier es doch mal aus...!
--- schnipp --
sine
-- schnapp ---
komisch, wirklich komisch (auch wenn ich vorher geschrieben hatte, dass es mich nicht wirklich überascht), dass solche "lebensweg-entscheidungen" immer in situationen auftauchen, in denen man ohnehin schon wichtige dinge durchstehen muss.
ich kann dir nur raten, die sache als chance zu sehen. kannst sofort damit anfangen, dir selbst zu vertrauen (und musst es ja auch sofort tun): DU schaffst deinen abschluss! obowhl oder gerade weil sich für dich eine ganze menge ändert!
gruß
die daumendrückende sine
p.s.: wegen mehr als 1.000 zeichen schnippschnapp gemacht
Original von jamie-roseUnd ich merke, wie sich der Kreis immer mehr schließt und enger wirdja
komisch, wirklich komisch (auch wenn ich vorher geschrieben hatte, dass es mich nicht wirklich überascht), dass solche "lebensweg-entscheidungen" immer in situationen auftauchen, in denen man ohnehin schon wichtige dinge durchstehen muss.
ich kann dir nur raten, die sache als chance zu sehen. kannst sofort damit anfangen, dir selbst zu vertrauen (und musst es ja auch sofort tun): DU schaffst deinen abschluss! obowhl oder gerade weil sich für dich eine ganze menge ändert!
gruß
die daumendrückende sine
p.s.: wegen mehr als 1.000 zeichen schnippschnapp gemacht
Hallo Sine!
Also, erstmal danke, für dein Posting. Es spricht mir in vielerlei Hinsicht aus der Seele!
Manchmal frage ich mich, ob ich mich einfach nur so blöd anstelle. Ich hab echte Probleme damit die Dinge in meinem Kopf und meinem Bauch zu verarbeiten und das Ergebnis dann irgendwie zusammenzuführen.
Und ja, ich suhle mich liebend gern in Selbstmitleid! Ich weiß schon, dass das nicht das Mittel der Wahl ist, aber ich hab bisher auch noch keinen Weg gefunden das abzuschalten.
Meine Wünsche sind mir ziemlich klar. So weit war ich auch schon, denn was bleibt mir (mal wieder *gg*) anderes, als mir klare Vorstellungen für meine Zukunft zu formulieren? Es ist nur so, mein Kopf weiß so vieles. Ich bin ein sehr rationaler Mensch und entscheide immer mit dem Kopf. Mein Bauchgefühl ignoriere ich meistens, weil ich mich da auch schon mehr als in die Nesseln gesetzt hab.
Nun ist es ja so, ich bin gut genug erzogen und sozialisiert, um in den meisten Situationen zu wissen was richtig und was falsch ist. Klar, tu ich dann das, was ich als besonders richtig einstufe. Das war nicht immer das, was ich auch wollte. Ich bin aber der Meinung, es ist nicht der schlechteste Weg so zu handeln.
Tja, und wie Du schon sagtest, jetzt hab ich TROTZDEM das Schlamassel. Bei mir lief genauso "alles" schief, wie bei jedem anderen auch. Die Erkenntnis gefällt mir leider gar nicht. Denn mein Leben liegt ja in meiner Verantwortung. Und ich habe die gleiche Verantwortung den Menschen gegenüber, die mein Leben mit mir teilen.
Also, es mag vielleicht an einer Jugend liegen, aber ich bin nicht bereit, irgendjemandem weh zu tun, nur weil ich grad nen Ego-Tripp hab. Mein Freund kann ja nunmal nichts dafür. Also, soll er auch nicht darunter leiden müssen. Und da ist dann wieder das Problem.
Wo ist die Grenze? Wann darf man mal sagen: ich muss da jetzt so und so machen, für mich, für mein Leben? Denn wer gibt mir das Recht, das Leben eines anderen auf den Kopf zu stellen, nur weil ich grad mal wieder meine Phasen hab? Ich will ja nicht, dass man mir meine Freiheit zu entscheiden nimmt, also darf ich das auch bei keinem anderen tun!
Für mich ist das wirklich ein Problem, weil ich geradezu fanatisch idealistisch bin - auch wenn mir das viele nicht glauben würden. Oftmals kommt in meinem Kopf eine unwiderlegbare Argumentationskette in Gang, der mein Bauch dann nichts mehr entgegenzusetzen hat. Deswegen lief die Beziehung auch schon so viele Jahre so schlecht, ohne dass ich was geändert habe.
Für ihn war alles immer wunderschön. Ich hab ihn gefragt. Er wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass ich unglücklich oder mit irgendetwas unzufrieden war. Zumal wir uns in all den Jahren nie, nicht einmal gestritten haben. Und mein nächster Gedanke ist, dass ich blöde Kuh einfach meinen Mund hätt aufmachen sollen! Das kann doch nicht so schwer sein... Ich komme mir bei diesem Gedanken sehr feige vor. Und auch das gefällt mir nicht. Aber ich hab fest vor, es besser zu machen!
Was mich wirklich richtig ankotzt ist ein Problem, das ich mit mir selber habe. Ich bin, egal was ich tu, esse, sage, mache, oder nicht mache, den ganzen Tag nur damit beschäftigt mich vor mir selbst zu rechtfertigen und zu bewerten. Also, rational weiß ich natürlich, dass ich mich nicht rechtfertigen muss, aber ich kann auch das nicht abschalten. Es ist leicht zu erkennen, dass ich mir dadurch sehr viel Freiheit selber nehme. Und das, wo ich doch ein sehr freiheitsliebender Mensch bin. Ich versteh einfach nicht, wie das funtioniert, die Dinge geschehen zu lassen. Ich muss immer alles 100%ig machen und unter Kontrolle haben. Das ist schon fast krank, aber wie soll man sein Leben sonst geregelt führen können? Wie findet man dabei einen Mittelweg?
Jamie
Also, erstmal danke, für dein Posting. Es spricht mir in vielerlei Hinsicht aus der Seele!
Manchmal frage ich mich, ob ich mich einfach nur so blöd anstelle. Ich hab echte Probleme damit die Dinge in meinem Kopf und meinem Bauch zu verarbeiten und das Ergebnis dann irgendwie zusammenzuführen.
Und ja, ich suhle mich liebend gern in Selbstmitleid! Ich weiß schon, dass das nicht das Mittel der Wahl ist, aber ich hab bisher auch noch keinen Weg gefunden das abzuschalten.
Meine Wünsche sind mir ziemlich klar. So weit war ich auch schon, denn was bleibt mir (mal wieder *gg*) anderes, als mir klare Vorstellungen für meine Zukunft zu formulieren? Es ist nur so, mein Kopf weiß so vieles. Ich bin ein sehr rationaler Mensch und entscheide immer mit dem Kopf. Mein Bauchgefühl ignoriere ich meistens, weil ich mich da auch schon mehr als in die Nesseln gesetzt hab.
Nun ist es ja so, ich bin gut genug erzogen und sozialisiert, um in den meisten Situationen zu wissen was richtig und was falsch ist. Klar, tu ich dann das, was ich als besonders richtig einstufe. Das war nicht immer das, was ich auch wollte. Ich bin aber der Meinung, es ist nicht der schlechteste Weg so zu handeln.
Tja, und wie Du schon sagtest, jetzt hab ich TROTZDEM das Schlamassel. Bei mir lief genauso "alles" schief, wie bei jedem anderen auch. Die Erkenntnis gefällt mir leider gar nicht. Denn mein Leben liegt ja in meiner Verantwortung. Und ich habe die gleiche Verantwortung den Menschen gegenüber, die mein Leben mit mir teilen.
Also, es mag vielleicht an einer Jugend liegen, aber ich bin nicht bereit, irgendjemandem weh zu tun, nur weil ich grad nen Ego-Tripp hab. Mein Freund kann ja nunmal nichts dafür. Also, soll er auch nicht darunter leiden müssen. Und da ist dann wieder das Problem.
Wo ist die Grenze? Wann darf man mal sagen: ich muss da jetzt so und so machen, für mich, für mein Leben? Denn wer gibt mir das Recht, das Leben eines anderen auf den Kopf zu stellen, nur weil ich grad mal wieder meine Phasen hab? Ich will ja nicht, dass man mir meine Freiheit zu entscheiden nimmt, also darf ich das auch bei keinem anderen tun!
Für mich ist das wirklich ein Problem, weil ich geradezu fanatisch idealistisch bin - auch wenn mir das viele nicht glauben würden. Oftmals kommt in meinem Kopf eine unwiderlegbare Argumentationskette in Gang, der mein Bauch dann nichts mehr entgegenzusetzen hat. Deswegen lief die Beziehung auch schon so viele Jahre so schlecht, ohne dass ich was geändert habe.
Für ihn war alles immer wunderschön. Ich hab ihn gefragt. Er wäre nie auf den Gedanken gekommen, dass ich unglücklich oder mit irgendetwas unzufrieden war. Zumal wir uns in all den Jahren nie, nicht einmal gestritten haben. Und mein nächster Gedanke ist, dass ich blöde Kuh einfach meinen Mund hätt aufmachen sollen! Das kann doch nicht so schwer sein... Ich komme mir bei diesem Gedanken sehr feige vor. Und auch das gefällt mir nicht. Aber ich hab fest vor, es besser zu machen!
Was mich wirklich richtig ankotzt ist ein Problem, das ich mit mir selber habe. Ich bin, egal was ich tu, esse, sage, mache, oder nicht mache, den ganzen Tag nur damit beschäftigt mich vor mir selbst zu rechtfertigen und zu bewerten. Also, rational weiß ich natürlich, dass ich mich nicht rechtfertigen muss, aber ich kann auch das nicht abschalten. Es ist leicht zu erkennen, dass ich mir dadurch sehr viel Freiheit selber nehme. Und das, wo ich doch ein sehr freiheitsliebender Mensch bin. Ich versteh einfach nicht, wie das funtioniert, die Dinge geschehen zu lassen. Ich muss immer alles 100%ig machen und unter Kontrolle haben. Das ist schon fast krank, aber wie soll man sein Leben sonst geregelt führen können? Wie findet man dabei einen Mittelweg?
Jamie
sine
Original von jamie-roseIch versteh einfach nicht, wie das funtioniert, die Dinge geschehen zu lassen. [...] wie soll man sein Leben sonst geregelt führen können? Wie findet man dabei einen Mittelweg?tjoach... einige tipps habe ich ja schon genannt. ernsthaft! es sind viele kleine schritte, die man tut, aber... man TUT SIE!!!
die "100%igen" können meist den ersten schritt nicht hinbekommen und finden spätestens nach dem ersten schritt alles zu unperfekt um weiterzumachen.
;) :rolleyes:
frag mich mal... :rolleyes: :rolleyes:
das doofe ist übrigens, dass man sich allenfalls anregungen holen kann, aber von niemandem ein patentrezept erhält. das gehört zum weg dazu: du musst deinen eigenen weg suchen und gehen. die suche nach DEINEM weg beginnt leider (oder zum glück...) schon mit dem ersten schritt! der erste schritt ist notwendig unvollkommen, soll es doch auch sein...!
also wackel los und probiere einfach mal aus, wie es gehen könnte.
und GANZ SICHER wirst du auf die schnauze fliegen. die kunst ist aber nicht das stehenbleiben, sondern das aufstehen. hinfallen, aufstehen, hinfallen, aufstehen.
im moment liegst du schon auf der schnauze, nicht wahr? wovon redest du also, jamie???
;)
aufstehen... und von mir aus kannst du ja fall-übungen machen.
ähäm
also mal ernsthafter:
wie man den mittelweg zwischen "richtig" und "falsch" findet... erstmal kann ich dein verständnis von "was mir gefällt gefällt den anderen ja immer / bestimmt nicht" nicht nachvollziehen. auch du dunnerlüttchen! :rolleyes:
das wäre mir aber langweilig, wenn ich mit jemandem wie dir befreundet wäre. hast du überhaupt ein profil, jamie?
hier im forum hast du eines, also bitte: lebe das, was du bist.
hm
und: eine geschichte. für dich!
also... ich sitz bei meinem psychodoc (pt) und frage ihn, wieso er mir herrgottsakra nicht schon vorher gesagt hat, was ich für probleme habe. verdächtige ihn der geldschinderei und werfe ihm tränenschwanger vor, wie viele dunkle stunden ich erlebt hatte und wieviel lebenszeit ich vergeudet hatte auf der ewigen suche nach einem lebenswerteren leben. dabei war es doch so einfach für ihn: er hätte nur sagen müssen "frau sine, sie haben minderwertigkeitskomplexe und sind gehemmt. frau sine, sie sind ein herzlicher mensch, der durchaus gerechtfertigte ansichten vertritt und auch lebt und - leben darf. frau sine, wenn sie meinen rat befolgen, dann legen sie einfach ihre denkirrtümer ab und sehen die welt mit ihren eigenen augen und nicht mit den augen ihrer eltern oder anderer, teilweise völlig imaginärer instanzen. hier ist eine liste ihrer belastendsten denkirrtümer. lesen sie sie, lassen sie sich das ganze in ihre gehirnwindungen eintätowieren und schon können sie kraft tanken und lebensfreude. sie werden sie neu verlieben, sie werden die finger von den falschen männern lassen. sie werden sich amüsieren AUF IHRER ARBEIT und sie werden sich überall an dingen erfreuen. alkoholgenuss ist dazu nicht mehr erforderlich, sogar eher ganz schädlich. und und und..."
:D
tja
das hat er nicht gemacht! 8o
und er schaut mich an, mein pt, und sagt: "ich konnte ihnen das nicht sagen. einerseits ist es nicht meine aufgabe, meine wertvorstellungen hier einzubringen. andererseits hätten sie meinen psychologischen rat nicht verstanden. sie mussten selbst worte und gedanken finden, um sich verändern zu können. es freut mich, dass sie das geschafft haben."
an dieser stelle darf ich vielleicht erläuternd hinzufügen, dass ich meinem pt von meinem herrn selbstzweifel und meinen kleinen dämonen erzählt hatte und dass er darauf eingegangen war und so weiter...
:D :D
also "herr selbstzweifel" ist kein begriff, den ein psychologe lernt. und dass ich mir meine probleme als "personen" vorgestellt habe, sozusagen als alter egos, fand er gut, aber eben auch nicht für viele patienten kompatibel. und so weiter!
und GANZ SICHER hätte ich weder seinen psychokauderwelsch noch meine eigenen wortkreationen am anfang verstanden und schon gleich gar nicht angenommen, also aktiv einen umgang damit gesucht (und augenscheinlich in vielen fällen auch gefunden).
tja
nu weißt du, dass du nichts weißt.
8)
also dann bleibt es ja dabei... mach los und such deinen eigenen weg!
gruß
sine
Hi Sine!
Also, ich hab das jetzt mal so gemacht, wie Du vorgeschlagen hast. Ich hab mir aufgeschrieben was ich machen will, ganz konkret, wo ich arbeiten will und wies privat weitergehen soll.
Mir sind da ein paar Dinge klar geworden. Und weil ich nicht wie die letzten Wochen öfters deprimiert im Bett liegen bleiben kann/will, werd ich meiner beruflichen Entwicklung erstmal Priorität einräumen.
Das heißt MÄNNERPAUSE. Ich glaub das wird mir vorerst ganz gut tun, damit ich auch mal lerne allein zu leben.
Dieses Wochenende hab ich auch die Wohnung ganz für mich allein und werd schon mal anfangen meine Sachen zu sortieren. Mein Freund braucht da nicht daneben stehn, sonst komm ich doch wieder zu nix. Und vom anderen Ende des Landes aus kann er auch auf andere Gedanken kommen.
Was mir nicht so ganz klar ist, wie regelt man das mit der Freundschaft? Auch wenn wir kein Paar sind, haben wir doch seit 6 Jahren unsere Tage, Feste und auch die schwierigen Zeiten miteinander verbracht. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das jetzt funktionieren soll. Er ist ja nach wie vor mein bester Freund und kennt mich sehr gut.
Können wir noch Feunde bleiben? Gibts sowas? Oder müssen sich unsere Wege jetzt für immer trennen? Sollten wir überhaupt Freunde bleiben? Das ist irgendwie gar nicht so einfach.
Jamie
Also, ich hab das jetzt mal so gemacht, wie Du vorgeschlagen hast. Ich hab mir aufgeschrieben was ich machen will, ganz konkret, wo ich arbeiten will und wies privat weitergehen soll.
Mir sind da ein paar Dinge klar geworden. Und weil ich nicht wie die letzten Wochen öfters deprimiert im Bett liegen bleiben kann/will, werd ich meiner beruflichen Entwicklung erstmal Priorität einräumen.
Das heißt MÄNNERPAUSE. Ich glaub das wird mir vorerst ganz gut tun, damit ich auch mal lerne allein zu leben.
Dieses Wochenende hab ich auch die Wohnung ganz für mich allein und werd schon mal anfangen meine Sachen zu sortieren. Mein Freund braucht da nicht daneben stehn, sonst komm ich doch wieder zu nix. Und vom anderen Ende des Landes aus kann er auch auf andere Gedanken kommen.
Was mir nicht so ganz klar ist, wie regelt man das mit der Freundschaft? Auch wenn wir kein Paar sind, haben wir doch seit 6 Jahren unsere Tage, Feste und auch die schwierigen Zeiten miteinander verbracht. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das jetzt funktionieren soll. Er ist ja nach wie vor mein bester Freund und kennt mich sehr gut.
Können wir noch Feunde bleiben? Gibts sowas? Oder müssen sich unsere Wege jetzt für immer trennen? Sollten wir überhaupt Freunde bleiben? Das ist irgendwie gar nicht so einfach.
Jamie
Hi jamie-rose,
danke für Deine Antwort in meinem thread.
Zu Deiner Frage mit der Freundschaft kann ich Dir sagen, wie ich als "Verlassener" das empfinde. Es ist eine Folterkammer, wenn die Freundin sagt, dass sie Dich nicht mehr liebt, aber sich trotzdem freundschaftlich für Deine Probleme interessiert vielleicht sogar etwas mit Dir unternehmen würde. Ich würde vor Emotionen zerschmelzen. Aber bitte sei fair! Jedes Wort von Dir wird er fest in sein Gedächtnis einbrennen. Kenns aus eigener Erfahrung...
Ich wünsche Dir besonnene Entscheidungen,
Asket
danke für Deine Antwort in meinem thread.
Zu Deiner Frage mit der Freundschaft kann ich Dir sagen, wie ich als "Verlassener" das empfinde. Es ist eine Folterkammer, wenn die Freundin sagt, dass sie Dich nicht mehr liebt, aber sich trotzdem freundschaftlich für Deine Probleme interessiert vielleicht sogar etwas mit Dir unternehmen würde. Ich würde vor Emotionen zerschmelzen. Aber bitte sei fair! Jedes Wort von Dir wird er fest in sein Gedächtnis einbrennen. Kenns aus eigener Erfahrung...
Ich wünsche Dir besonnene Entscheidungen,
Asket
Danke Asket, dass Du auch gleich meinen Thread gelesen hast.
Das mit der Freundschaft war nicht meine Idee. Es kam von ihm und zwar auf einer sehr sachlichen Ebene. Deswegen lehne ich es nicht grundsätzlich ab. Es ist vilmehr so, dass wir die Zeit von 18 bis heut miteinander verbracht haben. Wir waren immer zusammen, weil wir die besten Freunde sind und von Anfang an waren. Die Erinnerungen kann man ja nicht einfach streichen. Das sind die wichtigsten und auch entscheidenden Jahre in unserem Leben gewesen. Das kann man nicht auf Knopfdruck hinter sich lassen.
Im übrigen gibt es Neuigkeiten. Seit ich zum ersten Mal mit ihm gesprochen habe haben wir noch einige sehr gute Gespräche geführt. Das ist wesentlich mehr, als in den letzten Jahren. Wir werden es zwar im Moment nicht noch Mal mit einander versuchen, aber wir wollen unsere Beziehung (erstmal ohne Sex) wieder aufbauen. Und haben uns sogar eine Art "Kommunikationsprogramm" dafür ausgedacht. Ich hoffe, dass es so wie die letzten Tage bergauf geht.
Jamie
Das mit der Freundschaft war nicht meine Idee. Es kam von ihm und zwar auf einer sehr sachlichen Ebene. Deswegen lehne ich es nicht grundsätzlich ab. Es ist vilmehr so, dass wir die Zeit von 18 bis heut miteinander verbracht haben. Wir waren immer zusammen, weil wir die besten Freunde sind und von Anfang an waren. Die Erinnerungen kann man ja nicht einfach streichen. Das sind die wichtigsten und auch entscheidenden Jahre in unserem Leben gewesen. Das kann man nicht auf Knopfdruck hinter sich lassen.
Im übrigen gibt es Neuigkeiten. Seit ich zum ersten Mal mit ihm gesprochen habe haben wir noch einige sehr gute Gespräche geführt. Das ist wesentlich mehr, als in den letzten Jahren. Wir werden es zwar im Moment nicht noch Mal mit einander versuchen, aber wir wollen unsere Beziehung (erstmal ohne Sex) wieder aufbauen. Und haben uns sogar eine Art "Kommunikationsprogramm" dafür ausgedacht. Ich hoffe, dass es so wie die letzten Tage bergauf geht.
Jamie
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