Großes Chaos hat endlich ein Ende...
20 Antworten1'776 AufrufeGestartet von Windpöckchen ·
WindpöckchenThemenstart
Ihr Lieben,
ich weiss nicht, ob dieses Unterforum das richtige ist, denn ich sterbe nicht am Liebeskummer. Mir geht es nur zuweilen schlecht, ich persönlich finde aber, ich halte mich den Umständen entsprechend ganz gut. Es ist bloss...meine (eigentlich ganz alltägliche) Geschichte drückt mich und ich möchte sie gerne unter Menschen loswerden, die vielleicht gerade ähnliches durchmachen oder durchgemacht haben. Also:
Vor zehn Jahren traf mich der Blitz...der Mann, den ich heiraten würde. Ich wusste es in der ersten Sekunde. Na ja, es war ein schönes jahr, in dem wir noch nicht zusammen wohnten, auch wenn wir uns aufgrund der großen Entfernung selten sahen. Er lernte nach und nach auch meine Tochter (damals 5) kennen und alles lief gut. Nach diesem Jahr Fernbeziehung beschlossen wir zusammenzuziehen. Es sollte in Richtung seines Wohnortes gehen, da er dort seinen Studienplatz hatte und ich (Mensch, wie naiv war ich?) sicher war, dass ich auch dort schnell einen neuen Arbeitsplatz finden würde. Er fand eine größere Wohnung für uns drei und wir kündigten die alten, kleinen Wohnungen. Ich kündigte meinen Job und fing an zu packen...voller Aufbruchstimmung und überwältigt von dieser 'großen Liebe' genoss ich es, meiner alten Heimat lebewohl zu sagen. Es war toll, obwohl ich am neuen Wohnort eben im Vorfeld noch keine Stelle gefunden hatte. Gut, der Umzugstag nahte heran. Er wollte am Abend zuvor schon mit dem Umzugslaster zu mir kommen, alles einräumen, dann übernachten und am nächsten Morgen würden wir gemeinsam in unser neues Leben aufbrechen. Er erschien...mit einem Schreiben in der Hand und Tränen in den Augen. Ein Einberufungsbefehl. Das Studium war (vorerst) gestorben, die Finanzen unsicher...blöde Situation! Und dann geschah das folgenschwere Drama...wir überlegten in dieser Nacht hin und her, zurück ging es ja nicht mehr wegen der gekündigten Wohnungen...und beschlossen zu heiraten. Aus finanziellen Gründen, denn somit würde die Bundeswehr (leben in Deutschland) erst einmal Überbrückungshilfe leisten. Zwei Wochen später waren wir verheiratet. ICH fand das alles toll und romantisch, ER dagegen meinte, was er sagte...es war eine Kopfentscheidung. Heute schlage ich mir an die Stirn, wie blöd kann man sein? Ich hab mir eingebildet, er hätte mich sowieso irgendwann geheiratet, weil er mich liebte bla bla...tja, schön wär's gewesen.
Schon kurz darauf zogen die ersten Wolken auf. Er kam mit meiner (Un)ordnung nicht zurecht. Ich deckte erste Lügen auf...aber es waren alles ProblemCHEN, nicht der Rede wert. Ich glaubte an die große Liebe und die perfekte Ehe. Tja, kurz darauf wurde ich schwanger. Es folgte eine wunderschöne Zeit der Schwangerschaft, eine tolle Geburt und eine wirklich ekstatische Babyflitterwochenzeit. Mit den Kindern wollte er in unserer ersten Wohnung nicht mehr bleiben und entschied ALLES über meinen Kopf hinweg. Wir zogen in eine größere Wohnung, die viel zu teuer war, machten Schulden für den Umzug und die Einrichtung und ein Auto...und ich war wie eine Marionette. Er zog die Strippe und ich reagierte. Gräßlich. Zudem liess er mich, obwohl er mittlerweile fest angestellt war, mit allem alleine. ICH musste alles packen, den Umzug bewältigen, die Kinder versorgen...und das obwohl ich absolut gegen das alles war, es war unser finanzieller Ruin. Und TROTZDEM war ich so verblendet, dass ich ihn immer noch für den tollsten Mann der Welt hielt und...ach, ich schäme mich so. :(
Aufgrund unserer durch die Schulden immer mehr zunehmenden, finanziellen Nöte, tat er schlimme Dinge. Er betrog Leute um Geld...einmal stand plötzlich die Polizei in der Wohnung, weil er Plasmafernseher bei eBay verkauft hatte, die es nie gegeben hatte! Zu dem Zeitpunkt war ich gerade mit unserem zweiten (meinem dritten) Kind schwanger. Es war alles so schrecklich. Noch mehr Schulden, Gerichtsverfahren...und ich viel zu vernebelt und überfordert mit allem, um noch rationell reagieren zu können. Ich reichte Privatinsolvenz ein. Das Baby kam und damit auch das RICHTIGE Chaos. Er erzwang (Heute frage ich mich, WIE ZUR HÖLLE er mich nur immer so unter Druck setzen konnte? Wieso habe ich mich nicht gewehrt? Ich bin doch eigentlich nicht bescheuert!!!) wieder einen Umzug, diesmal in ein Reihenhaus in einem so winzigen Ort, dass sich dort wirklich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Wieder stand ich vor diesem Berg Arbeit ganz alleine, mit anfangspubertärer Tochter, Kleinkindsohn und einem Schreibaby vom Feinsten...ich bekam Mastitis und brach zusammen, aber es nützte alles nichts, ich musste das allein schaffen. Irgendwie ging es dann auch. Es war schrecklich, aber wir saßen irgendwann in dem Haus und es kehrte ein wenig Ruhe ein. Unsere Jüngste war immer noch fürchterlich anstrengend, aber es musste ja weitergehen.
Dann kam der Supergau. Er verlor seinen Job. Statt das einzig Vernünftige zu tun und kürzer zu treten, wieder eine kleinere Wohnung zu suchen und wirklich eine Grundlage aufzubauen, meinte er, er müsse sich selbständig machen. Dazu fälschte er Zeugnisse, Studienabschlüsse...lieber Himmel, der Mann ist kriminell! Und ich HIELT DIE KLAPPE! Warum?? Warum, warum, warum? Ich weiss es wirklich nicht. Liebe? Ich weiss nicht, ob es da noch Liebe war, aber zumindest glaubte ich es noch...
In dem Jahr, in dem ich dreissig wurde, haben die beiden jüngeren Kids die Windpocken bekommen. Ich auch. Das ist eine reine Freude in dem Alter. Ungelogen, ich dachte mein letztes Stündlein hätte geschlagen, so elend ging es mir. Dazu war ich zu der Zeit noch alleine mit den Kindern, Mein Mann war unter der Woche bei einem Projekt in einer entfernteren Stadt. Vorher schon gab es alle 'üblichen Verdächtigen'. Heimliche Telefongespräche, die schnell abgewürgt wurden, wenn man in den Raum kam, bla...man kennt das. Na ja, an diesem einen Wochenende kam er jedenfalls heim und meinte "Ich sehe für unsere Beziehung keine Zukunft mehr, nein, es gibt keine andere, ich will einfach nicht mehr." Gut, da habe ich nicht lange gefackelt und ihn noch in derselben Stunde TROTZ Windpocken zum Bahnhof gefahren und in sein neues Leben entlassen. Das war alles nicht so schlimm.
Die üble Phase der Windpocken verging, der Kummer hielt auch nicht lange, obwohl er bereits eine Woche später die Kinder zusammen mit seiner neuen Freundin (zehn Jahre jünger als ich und mir wie aus dem Gesicht geschnitten) die Kinder abholte. Was soll's? dachte ich. Sowas passiert. Ich war relativ schnell regeneriert und habe mich voller Elan in MEIN neues Leben gestürzt...da hätte es eigentlich schon klingeln müssen. Ich war fast erleichtert, als er weg war. Wir trafen schöne Regelungen für die Kleinen, sie telefonierten fast täglich abends mit ihrem Papa...gut, es war keine 'tolle' Lage, aber sie war akzeptabel und alle lebten so vor sich hin. Drei, vier Monate dürften das gewesen sein.
Doch dann...wollte er wieder zurück zu 'uns'. Er heulte am Telefon und bat mich um Verzeihung und so weiter und so fort...und Bumm, war alles wieder da. Meine mühselige 'Hirnlokalanästhesie' ging flöten und ich schaltete um auf Neuanfang. Wir trafen uns in einem Zoo, ziemlich genau zwischen unseren damaligen Wohnorten, es war schön...irgendwie. Und ich hatte die Hoffnung...ja...also...irgendeine Hoffnung. Einige Wochen später kehrte er zurück in unser Haus, schon am ersten Abend gab es Krach. Es hiess immer nur: "In XXXXXX war dies toll, in XXXXXX war jenes toll, hach, das müssen wir hier auch mal so machen..." Ich war nahe am Amoklauf. Wenn's doch dort so toll war, warum ist er dann überhaupt wieder hier? Zudem hatte er seiner Freundin überhaupt nicht gesagt, dass er sie verlässt, also klingelte in einer Tour das Handy. Ich erinnere mich noch, dass wir irgendwann einkaufen waren und er sich auf dem Parkplatz entschloss, jetzt doch mal endlich mit ihr zu reden. Ich sollte inzwischen mit den Kindern einkaufen gehen. Wie in einem Alptraum bin ich mit den Kleinen durch den Laden geschwankt, es tat SO weh...fast eine Stunde telefonierten sie da. Und von dem Moment an ging es dann auch wieder los. Er schrieb seitenlange E-Mails, schickte ihr Blumen, ich durfte funktionieren wie eh und je...aber offensichtlich liess sich die Dame nicht so leicht erweichen, denn, wie ich später herausfand, versuchte er da schon, sie wieder zurückzugewinnen. ALS ich das herausfand, war ich so mit den Nerven am Ende, dass ICH sie angerufen und angebettelt habe, ihn doch wieder zurückzunehmen. Könnt ihr euch vorstellen, wie fertig man sein muss...? Ich glaube heute noch, dass das in etwa die schlimmste Woche in meinem Leben war. Letztenendes erreichte ICH, was er nicht geschafft hatte. Sie war bereit, ihn wieder aufzunehmen. Eine Fahrkarte wurde gekauft, Sonntag wollte er zurück nach Rostock.
Eine gewisse Erleichterung stellte sich ein. 'Neuanfang' stellte sich um auf 'Verarbeitung'. Unerträglich nur, ihn diese zwei Tage noch im Haus zu haben...doch mit unsäglicher Selbstbeherrschung quälte ich mich auch durch diese Tage.
Dann Samstagabend. Er ging wieder einmal spazieren um zu telefonieren. Mit ihr. (Auf meine Kosten übrigens. Ich zahle heute noch die Handyrechnung ab: Sie - Telefonsex - Sie - Telefonsex. Einzelverbindungsnachweis ist grausam.) Nach einer Stunde kam er zurück, raste in die Küche, zerfetzte das Bahnticket und stellte mich vor die Tatsache, dass er nun DOCH bleiben würde. Und DAS war dann der bisher beziehungstechnisch schlimmste Moment in meinem Leben. Die Gefühle in diesem Moment kann ich gar nicht beschreiben. Irgendwas in Richtung 'abgrundtiefe Verzweiflung und Hilflosigkeit'...aber...unbeschreiblich. Und er meinte ich müsse mich freuen! Nervenzusammenbruch. Ich musste kotzen und habe verzweifelt versucht, dieses dämliche Ticket wieder zusammenzusetzen...er blieb trotzdem. Und ich war nur noch ein Häufchen nichts.
Das alles könnte nicht MEIN Drama sein, wenn ich nicht noch einen Weg gefunden hätte, das Tüpfelchen aufs i zu setzen. Die Gründe dafür sind dumm, aber ich glaube es hatte etwas mit 'einen Rest Würde zumindest nach aussen projizieren' zu tun. Ich fing an zu lügen. Ich erfand 'tolle Dinge', die ich angeblich in seiner Abwesenheit getan hätte...ich stellte tatsächliche Dinge vor ihm und auch vor anderen anders da und verhedderte mich in diesem an sich harmlosen Lügennetz. Freund(innen) wandten sich ab, in meinem benebelten Zustand war ich nicht wirklich geschickt und wohl auch leicht zu durchschauen. Tiefstpunkt.
Dann hatte ich die glorreiche Idee, eine Therapie könne mir evtl. helfen. Das tat sie auch. Aber die Beziehung rettete das natürlich nicht. Wir lebten noch zwei Jahre unglücklich und isoliert nebeneinander her und schliesslich musste ich doch einsehen, dass das nicht alles gewesen sein kann. Zudem war er zwischenzeitlich auch zu den Kindern sehr aggressiv geworden und hatte unseren Sohn einmal grün und blau geschlagen. Letztlich flüchtete ich mit den Kindern in ein Frauenhaus, das Beste, was ich je tun konnte.
Nun ergab es sich aber, dass ich in den letzten Wehen meiner Ehe jemand Anderen kennen gelernt hatte, der mir so viel Kraft gab, mich unterstützte und...na ja, ich verliebte mich. Nach meinem Auszug wurden wir ein Paar, was wir aber nur fünf Monate lang blieben. Anfang November hat er mir den Laufpass gegeben...und obwohl das schmerzt und ich traurig bin...ich glaube es ist das Richtige. Ich will jetzt erst einmal für meine Kinder da sein. Herausfinden, wo ich mit meinem Leben hin will, Pläne nur für mich und die Kleinen machen und ENDLICH eine Grundlage schaffen! Es wird höchste Eisenbahn...
Puh, was für ein Aufsatz. Hat es überhaupt jemand geschafft, bis hierher zu lesen? :o
Mein Anliegen? Na ja, ich...bin wirklich manchmal traurig wegen der jetzt aktuell in die Brüche gegangenen Beziehung. Ich vermisse den neuen Kerl, der mir so viel Hoffnung gegeben hatte...ich will ihn nicht zurückgewinnen und habe den Kontakt zu 100% abgebrochen. Keine Ausreden, selbst wenn er sich meldet, gehe ich nicht darauf ein. Aber es ist trotzdem schwer und tut trotzdem weh...
Kann mich irgendjemand verstehen oder vielleicht sogar aufmuntern? Oder mir in den Hintern treten (weil ich irgendwas blöd mache und es nicht merke)?
Liebe Grüße,
Windpöckchen
ich weiss nicht, ob dieses Unterforum das richtige ist, denn ich sterbe nicht am Liebeskummer. Mir geht es nur zuweilen schlecht, ich persönlich finde aber, ich halte mich den Umständen entsprechend ganz gut. Es ist bloss...meine (eigentlich ganz alltägliche) Geschichte drückt mich und ich möchte sie gerne unter Menschen loswerden, die vielleicht gerade ähnliches durchmachen oder durchgemacht haben. Also:
Vor zehn Jahren traf mich der Blitz...der Mann, den ich heiraten würde. Ich wusste es in der ersten Sekunde. Na ja, es war ein schönes jahr, in dem wir noch nicht zusammen wohnten, auch wenn wir uns aufgrund der großen Entfernung selten sahen. Er lernte nach und nach auch meine Tochter (damals 5) kennen und alles lief gut. Nach diesem Jahr Fernbeziehung beschlossen wir zusammenzuziehen. Es sollte in Richtung seines Wohnortes gehen, da er dort seinen Studienplatz hatte und ich (Mensch, wie naiv war ich?) sicher war, dass ich auch dort schnell einen neuen Arbeitsplatz finden würde. Er fand eine größere Wohnung für uns drei und wir kündigten die alten, kleinen Wohnungen. Ich kündigte meinen Job und fing an zu packen...voller Aufbruchstimmung und überwältigt von dieser 'großen Liebe' genoss ich es, meiner alten Heimat lebewohl zu sagen. Es war toll, obwohl ich am neuen Wohnort eben im Vorfeld noch keine Stelle gefunden hatte. Gut, der Umzugstag nahte heran. Er wollte am Abend zuvor schon mit dem Umzugslaster zu mir kommen, alles einräumen, dann übernachten und am nächsten Morgen würden wir gemeinsam in unser neues Leben aufbrechen. Er erschien...mit einem Schreiben in der Hand und Tränen in den Augen. Ein Einberufungsbefehl. Das Studium war (vorerst) gestorben, die Finanzen unsicher...blöde Situation! Und dann geschah das folgenschwere Drama...wir überlegten in dieser Nacht hin und her, zurück ging es ja nicht mehr wegen der gekündigten Wohnungen...und beschlossen zu heiraten. Aus finanziellen Gründen, denn somit würde die Bundeswehr (leben in Deutschland) erst einmal Überbrückungshilfe leisten. Zwei Wochen später waren wir verheiratet. ICH fand das alles toll und romantisch, ER dagegen meinte, was er sagte...es war eine Kopfentscheidung. Heute schlage ich mir an die Stirn, wie blöd kann man sein? Ich hab mir eingebildet, er hätte mich sowieso irgendwann geheiratet, weil er mich liebte bla bla...tja, schön wär's gewesen.
Schon kurz darauf zogen die ersten Wolken auf. Er kam mit meiner (Un)ordnung nicht zurecht. Ich deckte erste Lügen auf...aber es waren alles ProblemCHEN, nicht der Rede wert. Ich glaubte an die große Liebe und die perfekte Ehe. Tja, kurz darauf wurde ich schwanger. Es folgte eine wunderschöne Zeit der Schwangerschaft, eine tolle Geburt und eine wirklich ekstatische Babyflitterwochenzeit. Mit den Kindern wollte er in unserer ersten Wohnung nicht mehr bleiben und entschied ALLES über meinen Kopf hinweg. Wir zogen in eine größere Wohnung, die viel zu teuer war, machten Schulden für den Umzug und die Einrichtung und ein Auto...und ich war wie eine Marionette. Er zog die Strippe und ich reagierte. Gräßlich. Zudem liess er mich, obwohl er mittlerweile fest angestellt war, mit allem alleine. ICH musste alles packen, den Umzug bewältigen, die Kinder versorgen...und das obwohl ich absolut gegen das alles war, es war unser finanzieller Ruin. Und TROTZDEM war ich so verblendet, dass ich ihn immer noch für den tollsten Mann der Welt hielt und...ach, ich schäme mich so. :(
Aufgrund unserer durch die Schulden immer mehr zunehmenden, finanziellen Nöte, tat er schlimme Dinge. Er betrog Leute um Geld...einmal stand plötzlich die Polizei in der Wohnung, weil er Plasmafernseher bei eBay verkauft hatte, die es nie gegeben hatte! Zu dem Zeitpunkt war ich gerade mit unserem zweiten (meinem dritten) Kind schwanger. Es war alles so schrecklich. Noch mehr Schulden, Gerichtsverfahren...und ich viel zu vernebelt und überfordert mit allem, um noch rationell reagieren zu können. Ich reichte Privatinsolvenz ein. Das Baby kam und damit auch das RICHTIGE Chaos. Er erzwang (Heute frage ich mich, WIE ZUR HÖLLE er mich nur immer so unter Druck setzen konnte? Wieso habe ich mich nicht gewehrt? Ich bin doch eigentlich nicht bescheuert!!!) wieder einen Umzug, diesmal in ein Reihenhaus in einem so winzigen Ort, dass sich dort wirklich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Wieder stand ich vor diesem Berg Arbeit ganz alleine, mit anfangspubertärer Tochter, Kleinkindsohn und einem Schreibaby vom Feinsten...ich bekam Mastitis und brach zusammen, aber es nützte alles nichts, ich musste das allein schaffen. Irgendwie ging es dann auch. Es war schrecklich, aber wir saßen irgendwann in dem Haus und es kehrte ein wenig Ruhe ein. Unsere Jüngste war immer noch fürchterlich anstrengend, aber es musste ja weitergehen.
Dann kam der Supergau. Er verlor seinen Job. Statt das einzig Vernünftige zu tun und kürzer zu treten, wieder eine kleinere Wohnung zu suchen und wirklich eine Grundlage aufzubauen, meinte er, er müsse sich selbständig machen. Dazu fälschte er Zeugnisse, Studienabschlüsse...lieber Himmel, der Mann ist kriminell! Und ich HIELT DIE KLAPPE! Warum?? Warum, warum, warum? Ich weiss es wirklich nicht. Liebe? Ich weiss nicht, ob es da noch Liebe war, aber zumindest glaubte ich es noch...
In dem Jahr, in dem ich dreissig wurde, haben die beiden jüngeren Kids die Windpocken bekommen. Ich auch. Das ist eine reine Freude in dem Alter. Ungelogen, ich dachte mein letztes Stündlein hätte geschlagen, so elend ging es mir. Dazu war ich zu der Zeit noch alleine mit den Kindern, Mein Mann war unter der Woche bei einem Projekt in einer entfernteren Stadt. Vorher schon gab es alle 'üblichen Verdächtigen'. Heimliche Telefongespräche, die schnell abgewürgt wurden, wenn man in den Raum kam, bla...man kennt das. Na ja, an diesem einen Wochenende kam er jedenfalls heim und meinte "Ich sehe für unsere Beziehung keine Zukunft mehr, nein, es gibt keine andere, ich will einfach nicht mehr." Gut, da habe ich nicht lange gefackelt und ihn noch in derselben Stunde TROTZ Windpocken zum Bahnhof gefahren und in sein neues Leben entlassen. Das war alles nicht so schlimm.
Die üble Phase der Windpocken verging, der Kummer hielt auch nicht lange, obwohl er bereits eine Woche später die Kinder zusammen mit seiner neuen Freundin (zehn Jahre jünger als ich und mir wie aus dem Gesicht geschnitten) die Kinder abholte. Was soll's? dachte ich. Sowas passiert. Ich war relativ schnell regeneriert und habe mich voller Elan in MEIN neues Leben gestürzt...da hätte es eigentlich schon klingeln müssen. Ich war fast erleichtert, als er weg war. Wir trafen schöne Regelungen für die Kleinen, sie telefonierten fast täglich abends mit ihrem Papa...gut, es war keine 'tolle' Lage, aber sie war akzeptabel und alle lebten so vor sich hin. Drei, vier Monate dürften das gewesen sein.
Doch dann...wollte er wieder zurück zu 'uns'. Er heulte am Telefon und bat mich um Verzeihung und so weiter und so fort...und Bumm, war alles wieder da. Meine mühselige 'Hirnlokalanästhesie' ging flöten und ich schaltete um auf Neuanfang. Wir trafen uns in einem Zoo, ziemlich genau zwischen unseren damaligen Wohnorten, es war schön...irgendwie. Und ich hatte die Hoffnung...ja...also...irgendeine Hoffnung. Einige Wochen später kehrte er zurück in unser Haus, schon am ersten Abend gab es Krach. Es hiess immer nur: "In XXXXXX war dies toll, in XXXXXX war jenes toll, hach, das müssen wir hier auch mal so machen..." Ich war nahe am Amoklauf. Wenn's doch dort so toll war, warum ist er dann überhaupt wieder hier? Zudem hatte er seiner Freundin überhaupt nicht gesagt, dass er sie verlässt, also klingelte in einer Tour das Handy. Ich erinnere mich noch, dass wir irgendwann einkaufen waren und er sich auf dem Parkplatz entschloss, jetzt doch mal endlich mit ihr zu reden. Ich sollte inzwischen mit den Kindern einkaufen gehen. Wie in einem Alptraum bin ich mit den Kleinen durch den Laden geschwankt, es tat SO weh...fast eine Stunde telefonierten sie da. Und von dem Moment an ging es dann auch wieder los. Er schrieb seitenlange E-Mails, schickte ihr Blumen, ich durfte funktionieren wie eh und je...aber offensichtlich liess sich die Dame nicht so leicht erweichen, denn, wie ich später herausfand, versuchte er da schon, sie wieder zurückzugewinnen. ALS ich das herausfand, war ich so mit den Nerven am Ende, dass ICH sie angerufen und angebettelt habe, ihn doch wieder zurückzunehmen. Könnt ihr euch vorstellen, wie fertig man sein muss...? Ich glaube heute noch, dass das in etwa die schlimmste Woche in meinem Leben war. Letztenendes erreichte ICH, was er nicht geschafft hatte. Sie war bereit, ihn wieder aufzunehmen. Eine Fahrkarte wurde gekauft, Sonntag wollte er zurück nach Rostock.
Eine gewisse Erleichterung stellte sich ein. 'Neuanfang' stellte sich um auf 'Verarbeitung'. Unerträglich nur, ihn diese zwei Tage noch im Haus zu haben...doch mit unsäglicher Selbstbeherrschung quälte ich mich auch durch diese Tage.
Dann Samstagabend. Er ging wieder einmal spazieren um zu telefonieren. Mit ihr. (Auf meine Kosten übrigens. Ich zahle heute noch die Handyrechnung ab: Sie - Telefonsex - Sie - Telefonsex. Einzelverbindungsnachweis ist grausam.) Nach einer Stunde kam er zurück, raste in die Küche, zerfetzte das Bahnticket und stellte mich vor die Tatsache, dass er nun DOCH bleiben würde. Und DAS war dann der bisher beziehungstechnisch schlimmste Moment in meinem Leben. Die Gefühle in diesem Moment kann ich gar nicht beschreiben. Irgendwas in Richtung 'abgrundtiefe Verzweiflung und Hilflosigkeit'...aber...unbeschreiblich. Und er meinte ich müsse mich freuen! Nervenzusammenbruch. Ich musste kotzen und habe verzweifelt versucht, dieses dämliche Ticket wieder zusammenzusetzen...er blieb trotzdem. Und ich war nur noch ein Häufchen nichts.
Das alles könnte nicht MEIN Drama sein, wenn ich nicht noch einen Weg gefunden hätte, das Tüpfelchen aufs i zu setzen. Die Gründe dafür sind dumm, aber ich glaube es hatte etwas mit 'einen Rest Würde zumindest nach aussen projizieren' zu tun. Ich fing an zu lügen. Ich erfand 'tolle Dinge', die ich angeblich in seiner Abwesenheit getan hätte...ich stellte tatsächliche Dinge vor ihm und auch vor anderen anders da und verhedderte mich in diesem an sich harmlosen Lügennetz. Freund(innen) wandten sich ab, in meinem benebelten Zustand war ich nicht wirklich geschickt und wohl auch leicht zu durchschauen. Tiefstpunkt.
Dann hatte ich die glorreiche Idee, eine Therapie könne mir evtl. helfen. Das tat sie auch. Aber die Beziehung rettete das natürlich nicht. Wir lebten noch zwei Jahre unglücklich und isoliert nebeneinander her und schliesslich musste ich doch einsehen, dass das nicht alles gewesen sein kann. Zudem war er zwischenzeitlich auch zu den Kindern sehr aggressiv geworden und hatte unseren Sohn einmal grün und blau geschlagen. Letztlich flüchtete ich mit den Kindern in ein Frauenhaus, das Beste, was ich je tun konnte.
Nun ergab es sich aber, dass ich in den letzten Wehen meiner Ehe jemand Anderen kennen gelernt hatte, der mir so viel Kraft gab, mich unterstützte und...na ja, ich verliebte mich. Nach meinem Auszug wurden wir ein Paar, was wir aber nur fünf Monate lang blieben. Anfang November hat er mir den Laufpass gegeben...und obwohl das schmerzt und ich traurig bin...ich glaube es ist das Richtige. Ich will jetzt erst einmal für meine Kinder da sein. Herausfinden, wo ich mit meinem Leben hin will, Pläne nur für mich und die Kleinen machen und ENDLICH eine Grundlage schaffen! Es wird höchste Eisenbahn...
Puh, was für ein Aufsatz. Hat es überhaupt jemand geschafft, bis hierher zu lesen? :o
Mein Anliegen? Na ja, ich...bin wirklich manchmal traurig wegen der jetzt aktuell in die Brüche gegangenen Beziehung. Ich vermisse den neuen Kerl, der mir so viel Hoffnung gegeben hatte...ich will ihn nicht zurückgewinnen und habe den Kontakt zu 100% abgebrochen. Keine Ausreden, selbst wenn er sich meldet, gehe ich nicht darauf ein. Aber es ist trotzdem schwer und tut trotzdem weh...
Kann mich irgendjemand verstehen oder vielleicht sogar aufmuntern? Oder mir in den Hintern treten (weil ich irgendwas blöd mache und es nicht merke)?
Liebe Grüße,
Windpöckchen
in den hintern treten? nein, das werde ich nicht! i kann nur sgen "hut ab", was du nicht alles durchmachen musstest, wie du dich durchgekämpft und schliesslich endlich von diesem typen gelöst hast!! du kannst stolz auf dich sein, du bist nun frei, für dich, und vorallem für deine kinder!! das mit dem neuen tut weh, das kann ich verstehen, aber denk positiv zurück und sei froh, jemanden kennengelernt zu haben, der dir genau im richtigen moment gezeigt hat wie man wirklich in einer beziehung miteinander umgehen sollte!! geniesse deine freiheit, der richtige wird bestimmt kommen!!
Hallo Windpöckchen,
das ist ja eine grauenhafte Szenerie, voller Naividität, Dummheit, Fehlern und falscher Hoffnungen. Doch nichtsdestotrotz hast Du durchgehalten.
Nun ist das alles ja schon History, und ich denke nicht das man Dich zusammenstauchen muß, um Dich von einem Holzweg abzubringen. Den hast Du ja scheinbar schon längst verlassen.
Ich kann Dich nur ermutigen, und Dir sagen das Du einfach da weitermachst wo Du jetzt bist. Kümmere Dich um Deine Familie und lass erstmal keine "Fremden" sich da einmischen. Du hast eine Menge Reflektiert, hast Deine Fehler Dir selbst eingestanden, bist einsichtig und weißt nun wo die Haken alle waren. Das ist der beste Weg um mit dem Vergangenen abzuschließen, und durch all die Erfahrungen die Du gesammelt hast, das Dir bevorstehende besser zu machen.
Ich wüsste auch nicht was ich Dir überhaupt raten sollte, denn Ratschläge brauchst Du nicht. Deine akuten Probleme hast Du prima gelöst und bist auf dem richtigen Wege. Mach weiter so, und der Rest kommt von ganz allein. Auch ein vernünftiger Partner wird Dir ganz sicher begegnen, wenn Du weiterhin beweist wie selbstbewusst Du bist, und alles im Griff hast.
LG Ru
das ist ja eine grauenhafte Szenerie, voller Naividität, Dummheit, Fehlern und falscher Hoffnungen. Doch nichtsdestotrotz hast Du durchgehalten.
Nun ist das alles ja schon History, und ich denke nicht das man Dich zusammenstauchen muß, um Dich von einem Holzweg abzubringen. Den hast Du ja scheinbar schon längst verlassen.
Ich kann Dich nur ermutigen, und Dir sagen das Du einfach da weitermachst wo Du jetzt bist. Kümmere Dich um Deine Familie und lass erstmal keine "Fremden" sich da einmischen. Du hast eine Menge Reflektiert, hast Deine Fehler Dir selbst eingestanden, bist einsichtig und weißt nun wo die Haken alle waren. Das ist der beste Weg um mit dem Vergangenen abzuschließen, und durch all die Erfahrungen die Du gesammelt hast, das Dir bevorstehende besser zu machen.
Ich wüsste auch nicht was ich Dir überhaupt raten sollte, denn Ratschläge brauchst Du nicht. Deine akuten Probleme hast Du prima gelöst und bist auf dem richtigen Wege. Mach weiter so, und der Rest kommt von ganz allein. Auch ein vernünftiger Partner wird Dir ganz sicher begegnen, wenn Du weiterhin beweist wie selbstbewusst Du bist, und alles im Griff hast.
LG Ru
Ihr Lieben,
ich bin jetzt seit der Trennung von meinem Exfreund tapfer und melde mich nicht bei ihm. Er sich auch nicht bei mir und so langsam geht das erste, große Liebeskummertief zuende. So diszipliniert ich konnte habe ich schöne Unternehmungen mit den Kindern gemacht, unseren Alltag so weit organisiert und es uns in der neuen Wohnung gemütlich gemacht...ich habe ja so viel Zeit! Erstaunlich wie viel mehr Zeit man ohne Beziehung hat, selbst wenn es 'nur' eine Wochenendbeziehung war!
Die Kinder merken es schon, denke ich. Aus irgendeinem Grund bin ich jetzt entspannter und kann die Dinge eher 'laufen lassen' als zu der (wirklich schönen, ja ekstatischen, ich will das jetzt gar nicht schmälern) Zeit meiner nachehelichen Beziehung. Vielleicht ist das ein Zeichen dafür, dass es für mich jetzt wirklich erst mal an der Zeit ist, eine Weile mit den Kindern allein zu leben und mir ein wirklich lebenswertes und erfülltes Leben aufzubauen.
Ich habe viele alte Freunde kontaktiert und so langsam ergeben sich erste Verabredungen, kleine Dinge, auf die ich mich freuen kann. Der Kontakt zu meiner jüngeren Schwester ist besser und enger geworden, ich bin selbst überrascht, wie viel Freude ich selbst an dieser eigentlich doch schweren Zeit habe...
Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich eine nicht mehr ganz junge Frau, die einiges mitgemacht hat. Ich kann ihr auf die Schulter klopfen und gratulieren, dass sie zum Einen EIN mal in ihrem Leben eine wirklich schwere Entscheidung (ihren emotional mißhandelnden Mann zu verlassen) getroffen und auch durchgesetzt hat und zum Anderen, dass sie zum ERSTEN mal genug Würde besitzt, nicht bei jemandem (ihrem Exfreund) um Liebe zu betteln, der sie doch so offensichtlich nicht mehr geben will. Ich mag sie wirklich sehr, wie sie jetzt ist.
Die kleinen und großen Durchhänger überbrücke ich damit, mir etwas Gutes zu tun, sei es nun ein Spaziergang am Fluss mit dem Hund, ein Telefonat mit einem lieben Freund, ein stundenlanges Schaumbad, einem witzigen Spiel mit den Kindern...oder mit einem kleinen Mitbringsel vom Einkauf. Ich entwickle ungeahnte Freude daran, diese kleine Wohnung und insbesondere mein persönliches Zimmer mit 'neuen' (das heisst durchaus auch gebrauchten, nur für mich sind sie halt neu) Dingen einzurichten und zu dekorieren, die mit BEIDEN Männern nichts zu tun haben, sondern nur mit mir und meinem 'neuen Leben'. Ich werde ein Mensch, eine Persönlichkeit...ich habe meine eigenen Vorlieben, meinen Geschmack, mein ICH, dass sich nicht mehr mit einem anderen messen muss. Drückt mir bitte alle die Daumen, dass ich es auch stabil halten kann, denn ich glaube fast, mir ging es noch nie im Leben so gut mit mir selbst!
Ich träume auch von der Zukunft. Meine Zukunft liegt darin, dass ich meine alten Hobbies wieder aufbaue und mich beruflich so verändere, dass ich irgendwann in die Arbeit gehen und dort das Gefühl haben kann, dass ich etwas Sinnvolles und Erfüllendes tue. Ich glaube, ich habe noch so viel zu geben, von dem vielleicht auch andere Menschen profitieren können und so langsam zeichnet sich auch ein Weg ab, wie ich das beruflich verwirklichen kann...
Es wird sicher nicht leicht, allein mit drei Kindern, da mache ich mir keine Illusionen. Aber ich kann das schaffen. Natürlich träume ich auch davon, irgendwann einen neuen Partner zu finden. Nicht ohne Rücksicht auf Verluste, sondern wirklich jemanden, bei dem ich mich so angenommen und geliebt fühlen kann wie bei mir selbst. Im Moment brauche ich das nicht, das ist nicht gelogen oder geprotzt, ich empfinde es wirklich so.
Ja, das war mal ein Zwischenbericht von mir. Natürlich hänge ich auch mal durch und fühle mich 'verlassen' (was ich ja auch bin)...aber ich male die Zukunft nicht mehr schwarz (Ich werd eh nie jemanden finden mit meinen drei Kindern) sondern blicke ihr zuversichtlich entgegen. Das ist ein Fortschritt.
So, vielen danke fürs 'Zulesen' und eine gute Nacht,
das Windpöckchen
ich bin jetzt seit der Trennung von meinem Exfreund tapfer und melde mich nicht bei ihm. Er sich auch nicht bei mir und so langsam geht das erste, große Liebeskummertief zuende. So diszipliniert ich konnte habe ich schöne Unternehmungen mit den Kindern gemacht, unseren Alltag so weit organisiert und es uns in der neuen Wohnung gemütlich gemacht...ich habe ja so viel Zeit! Erstaunlich wie viel mehr Zeit man ohne Beziehung hat, selbst wenn es 'nur' eine Wochenendbeziehung war!
Die Kinder merken es schon, denke ich. Aus irgendeinem Grund bin ich jetzt entspannter und kann die Dinge eher 'laufen lassen' als zu der (wirklich schönen, ja ekstatischen, ich will das jetzt gar nicht schmälern) Zeit meiner nachehelichen Beziehung. Vielleicht ist das ein Zeichen dafür, dass es für mich jetzt wirklich erst mal an der Zeit ist, eine Weile mit den Kindern allein zu leben und mir ein wirklich lebenswertes und erfülltes Leben aufzubauen.
Ich habe viele alte Freunde kontaktiert und so langsam ergeben sich erste Verabredungen, kleine Dinge, auf die ich mich freuen kann. Der Kontakt zu meiner jüngeren Schwester ist besser und enger geworden, ich bin selbst überrascht, wie viel Freude ich selbst an dieser eigentlich doch schweren Zeit habe...
Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich eine nicht mehr ganz junge Frau, die einiges mitgemacht hat. Ich kann ihr auf die Schulter klopfen und gratulieren, dass sie zum Einen EIN mal in ihrem Leben eine wirklich schwere Entscheidung (ihren emotional mißhandelnden Mann zu verlassen) getroffen und auch durchgesetzt hat und zum Anderen, dass sie zum ERSTEN mal genug Würde besitzt, nicht bei jemandem (ihrem Exfreund) um Liebe zu betteln, der sie doch so offensichtlich nicht mehr geben will. Ich mag sie wirklich sehr, wie sie jetzt ist.
Die kleinen und großen Durchhänger überbrücke ich damit, mir etwas Gutes zu tun, sei es nun ein Spaziergang am Fluss mit dem Hund, ein Telefonat mit einem lieben Freund, ein stundenlanges Schaumbad, einem witzigen Spiel mit den Kindern...oder mit einem kleinen Mitbringsel vom Einkauf. Ich entwickle ungeahnte Freude daran, diese kleine Wohnung und insbesondere mein persönliches Zimmer mit 'neuen' (das heisst durchaus auch gebrauchten, nur für mich sind sie halt neu) Dingen einzurichten und zu dekorieren, die mit BEIDEN Männern nichts zu tun haben, sondern nur mit mir und meinem 'neuen Leben'. Ich werde ein Mensch, eine Persönlichkeit...ich habe meine eigenen Vorlieben, meinen Geschmack, mein ICH, dass sich nicht mehr mit einem anderen messen muss. Drückt mir bitte alle die Daumen, dass ich es auch stabil halten kann, denn ich glaube fast, mir ging es noch nie im Leben so gut mit mir selbst!
Ich träume auch von der Zukunft. Meine Zukunft liegt darin, dass ich meine alten Hobbies wieder aufbaue und mich beruflich so verändere, dass ich irgendwann in die Arbeit gehen und dort das Gefühl haben kann, dass ich etwas Sinnvolles und Erfüllendes tue. Ich glaube, ich habe noch so viel zu geben, von dem vielleicht auch andere Menschen profitieren können und so langsam zeichnet sich auch ein Weg ab, wie ich das beruflich verwirklichen kann...
Es wird sicher nicht leicht, allein mit drei Kindern, da mache ich mir keine Illusionen. Aber ich kann das schaffen. Natürlich träume ich auch davon, irgendwann einen neuen Partner zu finden. Nicht ohne Rücksicht auf Verluste, sondern wirklich jemanden, bei dem ich mich so angenommen und geliebt fühlen kann wie bei mir selbst. Im Moment brauche ich das nicht, das ist nicht gelogen oder geprotzt, ich empfinde es wirklich so.
Ja, das war mal ein Zwischenbericht von mir. Natürlich hänge ich auch mal durch und fühle mich 'verlassen' (was ich ja auch bin)...aber ich male die Zukunft nicht mehr schwarz (Ich werd eh nie jemanden finden mit meinen drei Kindern) sondern blicke ihr zuversichtlich entgegen. Das ist ein Fortschritt.
So, vielen danke fürs 'Zulesen' und eine gute Nacht,
das Windpöckchen
Hallo Windpöckchen,
mit Verlaub, was bitte erträgst Du alles? Deine Flucht in Wirren kann ich nachvollziehen, Deine Selbstaufgabe, welche Du an den Tag gelegt hast, eher nicht, das mag mein Defizit sein. Klar, da sind auch Kinder, doch 2 Jahre nebenher dahinvegetieren und dennoch den Kindern eine heile Welt vorzeigen? Vermutlich wissen sie mehr als man meint...
Was Deine Träume angeht, wird eine gehörige Portion Misstrauen und Angst eine große Rolle spielen, hoffentlich ist der Mensch dann stark genug, dies zu überwinden, generell sind doch 3 Kinder oder eine vorherige Beziehung kein Ablehnungsgrund?
Hey, finde Dich und Deine Freunde weiter und Kopf hoch ;)
mit Verlaub, was bitte erträgst Du alles? Deine Flucht in Wirren kann ich nachvollziehen, Deine Selbstaufgabe, welche Du an den Tag gelegt hast, eher nicht, das mag mein Defizit sein. Klar, da sind auch Kinder, doch 2 Jahre nebenher dahinvegetieren und dennoch den Kindern eine heile Welt vorzeigen? Vermutlich wissen sie mehr als man meint...
Was Deine Träume angeht, wird eine gehörige Portion Misstrauen und Angst eine große Rolle spielen, hoffentlich ist der Mensch dann stark genug, dies zu überwinden, generell sind doch 3 Kinder oder eine vorherige Beziehung kein Ablehnungsgrund?
Hey, finde Dich und Deine Freunde weiter und Kopf hoch ;)
Huh, das Pöckchen hat ja auch'n Thread. Erklärt auch Deinen Nicknamen. ;)
Tja, warum macht man bzw. so einen Mist mit? Ist es immer gleich Schwäche und Naivität? Würde ich nicht sagen. Wenn es am Anfang läuft, vielleicht auch sehr gut läuft und Liebe im Spiel ist, drückt man hier und da mal ein Auge zu. Und irgendwann weicht die Grenze an der man früher die Notbremse gezogen hätte halt immer weiter auf. Das ist relativ normal. Beziehungspleiten - Firmenpleiten - wo ist da der Unterschied? Wenn man selbst drin steckt fällt es nunmal schwerer zu sehen ob man schon mit untergegangen ist oder ob der Kahn vielleicht schon unter Wasser ist.
Merken tut's man sowieso erst wenn der Kahn vollgelaufen ist und einem selbst das Wasser bis zum Hals steht.
Gneug Metaphern - Du hättest nichts machen können, aber das ist Dir ja auch bewusst. So wie der Typ drauf war, war da nichts zu retten. Wenn kriminelle Energie im Spiel ist, ist man mehr oder weniger machtlos. Und Dein Ex hat es ja bewusst gemacht, all das waren keine Ausrutscher und damit verzeihliche weil menschliche Fehler. Im Grunde also gut gemacht von Dir diesem Unsinn ein Ende zu setzen. Du und auch Deine Kids werden es Dir über kurz oder lang auf jeden Fall danken wenn erst das Tal durchschritten ist. Und auch alleinerziehend kann man sich was aufbauen. Erfahr ich ja täglich an der eigenen Haut.
Also, Kopf oben lassen Pöckchen. Bleibt nur Weihnachten durchzustehen, aber da hast Du Dich und Deine Kids. Und ab nächstem Jahr geht es dann stur aufwärts! :)
Und wenn alle Stricke reissen, bitte unseren Forenpater um bibelfeste Aufmunterung :D
Deine Windpocken scheinen Dich aber ganz schön beschäftigt zu haben, wenn Du ihnen sogar die Ehre machst Dich nach ihnen zu benennen. ;)
Tja, warum macht man bzw. so einen Mist mit? Ist es immer gleich Schwäche und Naivität? Würde ich nicht sagen. Wenn es am Anfang läuft, vielleicht auch sehr gut läuft und Liebe im Spiel ist, drückt man hier und da mal ein Auge zu. Und irgendwann weicht die Grenze an der man früher die Notbremse gezogen hätte halt immer weiter auf. Das ist relativ normal. Beziehungspleiten - Firmenpleiten - wo ist da der Unterschied? Wenn man selbst drin steckt fällt es nunmal schwerer zu sehen ob man schon mit untergegangen ist oder ob der Kahn vielleicht schon unter Wasser ist.
Merken tut's man sowieso erst wenn der Kahn vollgelaufen ist und einem selbst das Wasser bis zum Hals steht.
Gneug Metaphern - Du hättest nichts machen können, aber das ist Dir ja auch bewusst. So wie der Typ drauf war, war da nichts zu retten. Wenn kriminelle Energie im Spiel ist, ist man mehr oder weniger machtlos. Und Dein Ex hat es ja bewusst gemacht, all das waren keine Ausrutscher und damit verzeihliche weil menschliche Fehler. Im Grunde also gut gemacht von Dir diesem Unsinn ein Ende zu setzen. Du und auch Deine Kids werden es Dir über kurz oder lang auf jeden Fall danken wenn erst das Tal durchschritten ist. Und auch alleinerziehend kann man sich was aufbauen. Erfahr ich ja täglich an der eigenen Haut.
Also, Kopf oben lassen Pöckchen. Bleibt nur Weihnachten durchzustehen, aber da hast Du Dich und Deine Kids. Und ab nächstem Jahr geht es dann stur aufwärts! :)
Und wenn alle Stricke reissen, bitte unseren Forenpater um bibelfeste Aufmunterung :D
Deine Windpocken scheinen Dich aber ganz schön beschäftigt zu haben, wenn Du ihnen sogar die Ehre machst Dich nach ihnen zu benennen. ;)
Hallo,
Ansonsten ja, es ist nicht einfach nur 'aushalten' gewesen...und schon gar nicht aufgeben, sonst wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Ich frag mich selbst oft, wie ich nur so benebelt sein konnte, da nicht früher durchgeblickt zu haben und eine Antwort ist Angst. Angst vor dem, was jetzt ist. S. war und ist ein unberechenbarer Faktor...du WEISST einfach nicht, wie er reagiert. Es ist alles möglich von Rückzug bis hin zu "Ich besorg mir eine Knarre und erschiess die Alte!"...wer will einem da ein Zögern übel nehmen? Ich mir jedenfalls nicht und gerade heute schon mal gar nicht...
Deine Windpocken scheinen Dich aber ganz schön beschäftigt zu haben, wenn Du ihnen sogar die Ehre machst Dich nach ihnen zu benennen.So blöd das klingt, aber das haben sie. Zum Einen fühlt man sich, wenn man die im Erwachsenenalter bekommt, wirklich als müsste man bald sterben (= die Lebensperspektive verschiebt sich ein gutes Stück) und zum Anderen fielen sie in die absolut entscheidende Phase meiner Lebenskrise...tja, und ich trag die Schlachtnarben sozusagen heute noch.
Ansonsten ja, es ist nicht einfach nur 'aushalten' gewesen...und schon gar nicht aufgeben, sonst wäre ich heute nicht da, wo ich bin. Ich frag mich selbst oft, wie ich nur so benebelt sein konnte, da nicht früher durchgeblickt zu haben und eine Antwort ist Angst. Angst vor dem, was jetzt ist. S. war und ist ein unberechenbarer Faktor...du WEISST einfach nicht, wie er reagiert. Es ist alles möglich von Rückzug bis hin zu "Ich besorg mir eine Knarre und erschiess die Alte!"...wer will einem da ein Zögern übel nehmen? Ich mir jedenfalls nicht und gerade heute schon mal gar nicht...
Und wie kommst Du darauf, dass ich nicht weiss wie er reagieren könnte?
Ist doch relativ offensichtlich und lässt sich an 2 Fingern abzählen.
Zum einen wirst Du ja wohl nicht zum Spass Angst gehabt haben bzw. augenblicklich haben, zum anderen lässt sich aufgrund des von Dir geschilderten Verhaltens recht schnell darauf schliessen wie er tickt.
Wer bewusst kriminielle Energie entwickelt und einsetzt hat dafür nur 2 Gründe, entweder fühlt er sich mit dem Rücken zur Wand und sieht keinen anderen Ausweg oder aber er ist der Meinung er nimmt sich nur was ihm zusteht.
In beiden Fällen sorgt das dafür, dass einem Regeln egal werden. Und wem Regeln egal sind, dem sind sie das genauso im zwischenmenschlichen und sozialen Bereichen. Den Rest kann man sich wie gesagt zusammenreimen.
Natürlich ist das Scheisse für Dich, das steht ausser Frage. Aber je mehr Du Dir bewusst bist, dass er unberechnbar ist um so konsequenter kannst Du Dich dem entgegenstellen und Dich vor ernsten Schwierigkeiten schützen.
Du bist nämlich im Nachteil. Du hast innere Konflikte und Angst zu bewältigen. Er schiebt Beides beiseite. Um so mehr musst Du vorbereitet und bewusst auf Dich aufpassen. Dein Vorteil ist, dass Deine Augen offen sind (wenn Du sie selbst nicht verschliesst um der Angst aus dem Weg zu gehen) während er nur blind wütet.
vergiss nicht, er weiss wo Deine Schwächen sind und wird die benutzen. Deswegen solltest Du genau diese Stellen dicht machen, damit er gar keinen Hebel ansetzen kann. Wenn sich jemand nicht unter Druck setzen lässt, dann kann man auch keinen Druck ausüben.
Ist doch relativ offensichtlich und lässt sich an 2 Fingern abzählen.
Zum einen wirst Du ja wohl nicht zum Spass Angst gehabt haben bzw. augenblicklich haben, zum anderen lässt sich aufgrund des von Dir geschilderten Verhaltens recht schnell darauf schliessen wie er tickt.
Wer bewusst kriminielle Energie entwickelt und einsetzt hat dafür nur 2 Gründe, entweder fühlt er sich mit dem Rücken zur Wand und sieht keinen anderen Ausweg oder aber er ist der Meinung er nimmt sich nur was ihm zusteht.
In beiden Fällen sorgt das dafür, dass einem Regeln egal werden. Und wem Regeln egal sind, dem sind sie das genauso im zwischenmenschlichen und sozialen Bereichen. Den Rest kann man sich wie gesagt zusammenreimen.
Natürlich ist das Scheisse für Dich, das steht ausser Frage. Aber je mehr Du Dir bewusst bist, dass er unberechnbar ist um so konsequenter kannst Du Dich dem entgegenstellen und Dich vor ernsten Schwierigkeiten schützen.
Du bist nämlich im Nachteil. Du hast innere Konflikte und Angst zu bewältigen. Er schiebt Beides beiseite. Um so mehr musst Du vorbereitet und bewusst auf Dich aufpassen. Dein Vorteil ist, dass Deine Augen offen sind (wenn Du sie selbst nicht verschliesst um der Angst aus dem Weg zu gehen) während er nur blind wütet.
vergiss nicht, er weiss wo Deine Schwächen sind und wird die benutzen. Deswegen solltest Du genau diese Stellen dicht machen, damit er gar keinen Hebel ansetzen kann. Wenn sich jemand nicht unter Druck setzen lässt, dann kann man auch keinen Druck ausüben.
Und wie kommst Du darauf, dass ich nicht weiss wie er reagieren könnte?Ich hätte schreiben sollen: MAN weiss nicht, wie er reagiert. Das lässt sich nämlich tatsächlich schwer voraussagen, wenn man nicht weiss, in welcher Phase er sich befindet. Kämpft er noch, wird er eher zur Gewalt neigen, das kenne ich von ihm. Realisiert er aber vielleicht tatsächlich, dass auch ER sich in gewisser Weise dem Gesetz beugen muss, ist auch tiefe Depression möglich...das könnte man sich in etwa so vorstellen, wie einen Diktator in Ketten, dem man sein Reich (und seine Armee!) abgenommen hat. (Die Bilder klingen alle so bescheuert, ich hoffe es ist trotzdem verständlich was ich meine?)
Meine letzte Schwachstelle ihm gegenüber sind die Kinder und das weiss er natürlich. Gerade deswegen setzt er den Hebel an der Stelle an. Ich habe sie und mich so weit möglich abgesichert, aber bis das final geklärt ist (eben Anfang Januar bei dem Gerichtstermin) befinde ich mich emotional im Ausnahmezustand...ein Horror ist das. Ich will ENDLICH, dass dieser Mensch keine Macht mehr über mich hat...
Also ist er nicht mehr unberechenbar. kaum jemand ist wirklich unberechenbar. Du kennst ihn und damit seine Optionen. Also kannst Du auch sein verhalten vorhersagen. Natürlich nur bedingt. Aber Du weisst ja, entweder reagiert er aggressiv oder mit Totstellreflex und Depression.
Er reagiert also nie vernünftig sondern immer emotional. Solange Du damit rechnest, dass von ihm keine Vernunft zu erwarten ist, kannst Du sein verhalten bedingt vorhersagen. Was Du ja schon tust. Ändern wird sich an ihm sowieso nichts.
Was Deine Kids angeht, das kann ich nachvollziehen. Allerdings kannst Du auch das aushebeln. Schlimmstenfalls mit einer einstweiligen Verfügung bis zum eigentlichen Verfahren.
Er reagiert also nie vernünftig sondern immer emotional. Solange Du damit rechnest, dass von ihm keine Vernunft zu erwarten ist, kannst Du sein verhalten bedingt vorhersagen. Was Du ja schon tust. Ändern wird sich an ihm sowieso nichts.
Was Deine Kids angeht, das kann ich nachvollziehen. Allerdings kannst Du auch das aushebeln. Schlimmstenfalls mit einer einstweiligen Verfügung bis zum eigentlichen Verfahren.
Hallöchen,
morgen ist es dann so weit. Der Gerichtstermin steht bevor. Gestern und heute war die Familienhelferin noch mal hier, hat versucht, mich fit zu machen für den Tag, vor dem ich mich nun seit mittlerweile vier Jahren höllisch fürchte.
Im Moment greifen die logischen Argumente in meinem Kopf noch und die Angst hält sich in Grenzen...aber sie ist im Landenanflug, ich spüre das. Beschäftige mich heute auch wieder stärker mit 'ihm' als sonst...ich habe sogar auf der Website seiner WoW-Gilde nachgeschaut, für welche Raids er angemeldet ist...eigentlich total peinlich. Mir läuft hier der Allerwerteste auf Grundeis und das Männlein plant bereits seine virtuelle Zukunft. Am Donnerstag um 18:30 Uhr wird er in der dort aktuell größten Instanz mal wieder sein virtuelles Können unter Beweis stellen und scheint sich zumindest auf einer Ebene sicher zu sein, dass ICH derweil, wie immer, mein reales Können als Abendessenzubereiterin seiner Kinder unter Beweis stellen darf. IRGENDWIE beruhigt mich das auch, aber es stimmt auch traurig.
Bei allem "Ich will selbst glücklich sein" habe ich NIE gewollt, dass er sich jetzt so gar nicht mehr um seine Kinder schert. Eigentlich sollte er am besagten Donnerstag um 19:00 Uhr (diese Raids gehen bei voller Konzentration über mehrere Stunden, er wird KEINE Zeit haben) die beiden Rabenkinder anrufen. Ich hoffe, es gibt hier nicht allzu viele, die mir wie goku den virtuellen Hintern versohlen würden, weil ich das Problem ja indirekt verursacht habe, indem ich die Küken aus seinem direkten Dunstkreis entfernt habe...
Ach, ich weiss gar nicht so richtig wie ich mich fühle, ich habe auch viel Schönes erlebt, in den letzten Monaten, Wochen, sogar Tagen...seit dem Auszug ist ALLES anders, das Meiste besser, Vieles schöner und Manches sogar richtig toll! Lediglich einige praktische Dinge haben sich verschlechtert, z.B. die Wohnverhältnisse. Meine Bilanz geht also ganz klar ins Positive. Trotzdem beschleicht mich noch hin und wieder ein leises "Es hätte so schön sein können"...hätte. Tja.
Ich höre mal auf zu schreiben und gehe mir lieber noch ein Paar neue Strumpfhosen besorgen, damit ich diesmal im Gerichtssaal nicht wie ein verwirrtes, flattriges Dingsda auftauche, sondern wenigstens so WIRKE, als hätte ich alles im Griff. Klappt eh nicht, aber mit neuen Strumpfhosen fühl ich mich wenigstens ein bischen besser. *g*
Bis dann mal und danke an alle, die mir geholfen haben, helfen und noch helfen werden und besonders für die, bei denen ich einfach reden kann, wie mir der Schnabel gewachsen ist...das Forum hat mir eine Menge gegeben, selbst wenn es zu Zeiten nur Ablenkung war. ;)
Liebe Grüße,
morgen ist es dann so weit. Der Gerichtstermin steht bevor. Gestern und heute war die Familienhelferin noch mal hier, hat versucht, mich fit zu machen für den Tag, vor dem ich mich nun seit mittlerweile vier Jahren höllisch fürchte.
Im Moment greifen die logischen Argumente in meinem Kopf noch und die Angst hält sich in Grenzen...aber sie ist im Landenanflug, ich spüre das. Beschäftige mich heute auch wieder stärker mit 'ihm' als sonst...ich habe sogar auf der Website seiner WoW-Gilde nachgeschaut, für welche Raids er angemeldet ist...eigentlich total peinlich. Mir läuft hier der Allerwerteste auf Grundeis und das Männlein plant bereits seine virtuelle Zukunft. Am Donnerstag um 18:30 Uhr wird er in der dort aktuell größten Instanz mal wieder sein virtuelles Können unter Beweis stellen und scheint sich zumindest auf einer Ebene sicher zu sein, dass ICH derweil, wie immer, mein reales Können als Abendessenzubereiterin seiner Kinder unter Beweis stellen darf. IRGENDWIE beruhigt mich das auch, aber es stimmt auch traurig.
Bei allem "Ich will selbst glücklich sein" habe ich NIE gewollt, dass er sich jetzt so gar nicht mehr um seine Kinder schert. Eigentlich sollte er am besagten Donnerstag um 19:00 Uhr (diese Raids gehen bei voller Konzentration über mehrere Stunden, er wird KEINE Zeit haben) die beiden Rabenkinder anrufen. Ich hoffe, es gibt hier nicht allzu viele, die mir wie goku den virtuellen Hintern versohlen würden, weil ich das Problem ja indirekt verursacht habe, indem ich die Küken aus seinem direkten Dunstkreis entfernt habe...
Ach, ich weiss gar nicht so richtig wie ich mich fühle, ich habe auch viel Schönes erlebt, in den letzten Monaten, Wochen, sogar Tagen...seit dem Auszug ist ALLES anders, das Meiste besser, Vieles schöner und Manches sogar richtig toll! Lediglich einige praktische Dinge haben sich verschlechtert, z.B. die Wohnverhältnisse. Meine Bilanz geht also ganz klar ins Positive. Trotzdem beschleicht mich noch hin und wieder ein leises "Es hätte so schön sein können"...hätte. Tja.
Ich höre mal auf zu schreiben und gehe mir lieber noch ein Paar neue Strumpfhosen besorgen, damit ich diesmal im Gerichtssaal nicht wie ein verwirrtes, flattriges Dingsda auftauche, sondern wenigstens so WIRKE, als hätte ich alles im Griff. Klappt eh nicht, aber mit neuen Strumpfhosen fühl ich mich wenigstens ein bischen besser. *g*
Bis dann mal und danke an alle, die mir geholfen haben, helfen und noch helfen werden und besonders für die, bei denen ich einfach reden kann, wie mir der Schnabel gewachsen ist...das Forum hat mir eine Menge gegeben, selbst wenn es zu Zeiten nur Ablenkung war. ;)
Liebe Grüße,
Wusste gar nicht was Strumpfhosen bei Mädels so alles bewirken, vor allem wenn sie neu sind. Solltest Du mal am Boden sein, weiss ich was ich Dir schenken kann um Dich aufzumuntern und Dich zu neuen Bestleistungen zu motivieren.
Hau rein Pöckchen. Ohne Frage wirst Du Deine Frau stehen!
Der Herr Ex scheint sowieso unverändert seiner virtuellen Existenz näher zu sein als seine realen, so dass Du von ihm eigentlich nichts Ernstes zu erwarten hast. Positiv wie negativ.
Das sollte einem doch das wohlige Gefühl geben:
Gott sei Dank ist das vorbei!
Hau rein Pöckchen. Ohne Frage wirst Du Deine Frau stehen!
Der Herr Ex scheint sowieso unverändert seiner virtuellen Existenz näher zu sein als seine realen, so dass Du von ihm eigentlich nichts Ernstes zu erwarten hast. Positiv wie negativ.
Das sollte einem doch das wohlige Gefühl geben:
Gott sei Dank ist das vorbei!
Also ich habe ja mit Vielem gerechnet, aber damit, dass der Typ NICHT MAL ERSCHEINT nicht. Unglaublich. Der Termin wurde verschoben auf den 01. Februar. Dass das nicht gut für ihn aussieht, ist klar, aber dass er sich so gar nicht dafür interessiert...nee, hätt ich nicht gedacht. Ich versuche jetzt, das locker zu nehmen. Was soll da schon noch kommen? Er hat diese Welt verlassen und lebt jetzt auf Azeroth.
Liebe Grüße,
Liebe Grüße,
ohje! ich habe für dich gehofft, dass du endgültig abschliessen kannst. nun ja, immerhin stellt er sich selbst ins abseits! du packst das schon und am 1. Februar ists dann vorbei!
lg ginaluna
lg ginaluna
Hallo Windpöckchen
Wow Du bist Toll !! Kompliment ..was Du geschafft hast !!! Ich denke das jetzt für Dich wirklich das Leben beginnt ..
Ich wünsche Dir Alles Alles Liebe und lass Dich ja nicht unterkriegen !
Wenn ich Deine "" Lebensgeschichte lese "" schäme ich mich ja über meine Raunzerei..
Alles Liebe Sonnenfrau
Wow Du bist Toll !! Kompliment ..was Du geschafft hast !!! Ich denke das jetzt für Dich wirklich das Leben beginnt ..
Ich wünsche Dir Alles Alles Liebe und lass Dich ja nicht unterkriegen !
Wenn ich Deine "" Lebensgeschichte lese "" schäme ich mich ja über meine Raunzerei..
Alles Liebe Sonnenfrau
Der Typ is' so krass :D
Mehr als wortloses kopfschütteln fällt einem da fast nimmer ein. Naja, er hat sich da in's Abseits gestellt und wenn er zur nächsten Runde auch nicht erscheint wird eh über seinen Kopf hinweg entschieden, was wohl auch besser ist.
Wie sagt man so schön? Der Papa ist jetzt in einer "besseren Welt"
Hart für die Kids, wirklich hart. Aber was wollen sie denn von solch einem Vater lernen, ausser dass man sich vor dem Leben und der Realität in virtuelle Realitäten flüchtet?
So hart es klingt - diesen "Vater" zu verlieren, ist ein Gewinn für Dich und die Kinder!
Mehr als wortloses kopfschütteln fällt einem da fast nimmer ein. Naja, er hat sich da in's Abseits gestellt und wenn er zur nächsten Runde auch nicht erscheint wird eh über seinen Kopf hinweg entschieden, was wohl auch besser ist.
Wie sagt man so schön? Der Papa ist jetzt in einer "besseren Welt"
Hart für die Kids, wirklich hart. Aber was wollen sie denn von solch einem Vater lernen, ausser dass man sich vor dem Leben und der Realität in virtuelle Realitäten flüchtet?
So hart es klingt - diesen "Vater" zu verlieren, ist ein Gewinn für Dich und die Kinder!
Hallo Windpöckchen!
Ich habe Deine Geschichte gelesen. Du hast echt viel durchgemacht und kannst heute sehr stolz auf Dich sein. Du bist eine konsequente Person! Super!
Alles Liebe!
Ich habe Deine Geschichte gelesen. Du hast echt viel durchgemacht und kannst heute sehr stolz auf Dich sein. Du bist eine konsequente Person! Super!
Alles Liebe!
Hallo,
heute war es im Gericht völlig unspektakulär. 'Er' ist wieder nicht erschienen, das ABR wurde auf mich übertragen, mir wurde geraten, das Sorgerecht im Scheidungsverfahren ebenfalls zu beantragen, sofern er sich nicht wieder aus der Versenkung begibt...aber das wird er vielleicht noch, wir werden sehen.
Tja, somit hat das große Chaos dann nun WIRKLICH ein Ende und ich fühle mich nicht wehmütig, nicht traurig, aber auch nicht euphorisch, sondern nur befreit. Mal sehen, wann die Tragweite bei mir ankommt.
Liebe Grüße,
heute war es im Gericht völlig unspektakulär. 'Er' ist wieder nicht erschienen, das ABR wurde auf mich übertragen, mir wurde geraten, das Sorgerecht im Scheidungsverfahren ebenfalls zu beantragen, sofern er sich nicht wieder aus der Versenkung begibt...aber das wird er vielleicht noch, wir werden sehen.
Tja, somit hat das große Chaos dann nun WIRKLICH ein Ende und ich fühle mich nicht wehmütig, nicht traurig, aber auch nicht euphorisch, sondern nur befreit. Mal sehen, wann die Tragweite bei mir ankommt.
Liebe Grüße,
Hallo Windpöckchen,
der wird dich nie wieder ärgern :)
Ich glaube, bei so einem Menschen ist es wirklich besser, wenn auch die Kinder mit ihm nichts mehr zu tun haben. Man muss es ihnen nur so beibringen, dass sie es verarbeiten können und ihn nicht als Schuldigen wahrnehmen, sonder als jemanden, der für sein Verhalten "nichts kann"... Denke mal, dass du das eh so gehandhabt hast, nach dem, was er da schon abgelassen hat.
Liebe Grüße,
K
der wird dich nie wieder ärgern :)
Ich glaube, bei so einem Menschen ist es wirklich besser, wenn auch die Kinder mit ihm nichts mehr zu tun haben. Man muss es ihnen nur so beibringen, dass sie es verarbeiten können und ihn nicht als Schuldigen wahrnehmen, sonder als jemanden, der für sein Verhalten "nichts kann"... Denke mal, dass du das eh so gehandhabt hast, nach dem, was er da schon abgelassen hat.
Liebe Grüße,
K
liebes windpöckchen,
aber das sind doch gute nachrichten :)
freut mich für dich....jetzt kehrt frieden ein....
liebe grüße
anna
aber das sind doch gute nachrichten :)
freut mich für dich....jetzt kehrt frieden ein....
liebe grüße
anna
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