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Kalte Füße - Zweifel - Bindungsanst?

50 Antworten6'969 AufrufeGestartet von Ballerina ·

bearbeitet #21
Weißt du, warum Menschen erzählen, sie hätten Bindungsangst? Damit der andere es wenigstens auf die Art versteht, dass er keine Beziehung will. Und sorry, das was du hier schreibst, klingt so. Er erklärt dir sehr ausführlich, wie er sich eine Beziehung vorstellt (und er hat da ganz wunderbare Vorstellungen!!) und du akzeptierst es nicht. Daraufhin fängt er an, irgendwas von irgendwelchen Ängsten zu erzählen, weil er weiß, dass er damit weiterkommt. Mitleid und Krankheiten verstehen Menschen eher als die Wahrheit.
Die Bindungsangst war schon von Anfang an Thema. Er meinte damals nur, das er nur so zögerlich Beziehungen eingeht, weil er gewisse Bindungsängste hat. Wir haben das dann miteinander versucht - mehr damit auseinandergesetzt hab ich mich damals nicht.

Ich finde es traurig, wenn andere ein Nein nicht akzptieren können. Warum nicht? Ist es so schwer zuzuhören und zu erkennen, dass es einfach nicht mit der Beziehung funktioniert? Nimmst du es als persönliche Niederlage hin, wenn er Schluss macht? (Wäre völlig verkehrt, denn es hat echt nix mit dir zu tun.)
Ich akzeptiere sein nein, es bleibt mir ja nichts anders übrig. Wenn es nicht funktioniert von seiner Seite geht es nicht. Es bringt weder ihm noch mir was, wenn er unglücklich ist und mir etwas vormacht. Damit muss ich leben. Was anderers wird mir nicht übrig bleiben.

Ich versuche nur, mir das ganze irgendwie zu erklären und besser zu verstehen, was da vorgeht, was Bindungsangst ist. Und ein paar Dinge aus diesem Buch spiegeln da eben verschiedene Verhaltensweisen wider. Im Übrigen stelle ich keine Diagnosen sondern mache lediglich Feststellungen über mögliche Parallelen.

Ich werde ihm das sicher nicht vorbeten oder nahe legen dies zu tun oder jenes zu ändern.

Es ist sein Leben und sein Ding. Und was er daraus macht, muss er selbst für sich wissen. Was ich mir wünsche und erhoffe ist da wieder eine andere Baustelle.

Ob ich Defizite im Umgang mit anderen Menschen habe oder nicht, denke ich kannst du auf Grund eines Threads im Internet genauso schlecht beurteilen wie ich die komplette Psyche meines Ex-Freundes. Denn dazu braucht es wohl auch ein bisschen mehr Background.

#22
versuche nur, mir das ganze irgendwie zu erklären und zu verstehen,
Aber warum? Ich versteh das nicht. Er hat dir doch klipp und klar die Gründe genannt. Mag sein, dass du sie nicht so wahr genommen hast, als du sie gehört hast, aber jetzt hast du sie mal schriftlich vor dir und da müsstest du dir doch selber sagen, dass es eigentlich eindeutig ist.

Ich halte das mit der Bindungsangst mehr oder weniger für eine Ausrede. Damit die ganze Sache einen Namen hat, wo eigentlich dahinter steht: Ich will keine Beziehung.

Nur dachte ich damals das hätte was mit dem aufgeben von Freiheit zu tun
Sicher kann es damit etwas zu tun haben. Aber hat man gleich Ängste, wenn man etwas aufgibt? Dazwischen gibt es unendlich viele Graustufen.

Und wenn er es schon am Anfang gesagt hat... kann es nicht auch sein, dass es eine Warnung an dich war, dass er eben für eine Beziehung ein bissel länger braucht?

Du schreibst, dass er nicht so viel Erfahrungen mit Beziehungen hat. Da ist es umso schwerer, sich daran zu gewöhnen, dass da plötzlich noch jemand da ist, der auch Ansprüche stellt. Da kann sich schnell jemand eingeengt fühlen. Aber das gleich Angst nennen? :cool:

Deswegen fragte ich dich auch, ob es nicht auch sein kann, dass ihr beide vielleicht nicht die gleichen Werte lebt. Was für den einen "ängstlich" oder "beziehungsscheu" wirkt, ist für den anderen ein Rückschritt im Leben. Nicht jeder muss eine Beziehung als Bereicherung ansehen.

#23
Also ich glaube Tylli, Du hast uns da nicht so verstanden. Von therapeutischer Aufarbeitung war nie die Rede, jedoch gibt es tatsächlich Menschen, die Ängste haben und warum sollte man sich nicht damit auseinandersetzen, wenn man jemanden liebt? Etwas anderes tut Ballerina ja gar nicht - im Gegenteil, ich finde, sie respektiert und akzeptiert doch seine Entscheidung.

Nur ist es doch schon sehr merkwürdig, dass er erst geht, dann wieder nicht und zurück will oder doch nicht. Oberflächlichh betrachtet sagt man dazu natürlich "der hält Dich warm" - aber Menschen haben eine Seele, die sehr verletzt sein kann. Natürlich kann es sein, das es ein Vorwand ist, eine Ausrede, aber darauf kann man sich eben ebenso wenig "verlassen" oder überzeugt sein, als auf eine Angst.

Wichtig ist eben nur, wie sehr Ballerina bei sich bleiben kann und mit den Werten stimme ich Dir sehr zu! Mag sein, dass für ihn eine Beziehung keine Bereicherung ist, sondern eben ein Kampf gegen seine Ängste bedeutet und er sich denen nicht stellen will. Während für Ballerina es eben ganz anders aussieht.

#24
Sicher kann es damit etwas zu tun haben. Aber hat man gleich Ängste, wenn man etwas aufgibt? Dazwischen gibt es unendlich viele Graustufen.

Und wenn er es schon am Anfang gesagt hat... kann es nicht auch sein, dass es eine Warnung an dich war, dass er eben für eine Beziehung ein bissel länger braucht?

Du schreibst, dass er nicht so viel Erfahrungen mit Beziehungen hat. Da ist es umso schwerer, sich daran zu gewöhnen, dass da plötzlich noch jemand da ist, der auch Ansprüche stellt. Da kann sich schnell jemand eingeengt fühlen. Aber das gleich Angst nennen? :cool:
Nein man hat nicht direkt Ängste - sag mir ein anderes Wort dafür. Mir ist das eben nur unter Bindungsangst bekannt. Lasse mich da auch gern verbessern ;)

Ja das war anfangs eine Warnung, das es länger dauern kann und er es eben langsam angehen lassen möchte. Das habe ich so akzeptiert, da ich auch relativ frisch getrennt war und mich nicht Hals über Kopf in etwas neues stürzen wollte. Es hat sich auch alles entwickelt, nur eben irgendwie ein wenig langsamer. Ich hab ihm alle Zeit der Welt gegeben, ihn nicht eingeengt. Das kann ich wirklich guten Gewissens sagen.

Deswegen fragte ich dich auch, ob es nicht auch sein kann, dass ihr beide vielleicht nicht die gleichen Werte lebt. Was für den einen "ängstlich" oder "beziehungsscheu" wirkt, ist für den anderen ein Rückschritt im Leben. Nicht jeder muss eine Beziehung als Bereicherung ansehen.
Doch wir leben die gleichen Werte. Wir erwarten das gleiche vom Leben, evtl. leicht abgewandelt, aber die Werte sind nicht grundsätzlich verschieden.

Nur er sucht eben die perfekte Frau und es scheint nach seiner eigenen Aussage immer daran zu scheitern, dass er sie auf Grund seiner hohen Anforderungen nicht findet.

Ja wie gesagt - ich werde und muss es akzeptieren, wie gesagt, etwas anderes bleibt mir nicht.

#25
Von therapeutischer Aufarbeitung war nie die Rede
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil - denn das hab ich nie geschrieben. "Etwas dagegen machen" muss keine Therapie beinhalten.

Ich verstehe halt nicht, wieso man nicht sagen kann "Es ist halt so". Es einfach akzeptieren, dass er so ist? Das ist ein Teil seiner Persönlichkeit.

Oder steckt ein "In der nächsten Beziehung soll mir das nicht passieren" dahinter?

Nein man hat nicht direkt Ängste - sag mir ein anderes Wort dafür.
Die Gewohnheit einer Partnerschaft fehlt.

Der umgekehrte Fall ist, wenn jemand nicht alleine leben kann, weil er immer einen Partner um sich hatte. Das ist dann das genaue Gegenteil. Das wird aber seltsamerweise nicht als "-angst" bezeichnet. Da heißt es dann "Naja, du kannst eben nicht lange alleine sein" oder "Du bist eben nicht gerne alleine". Obwohl ich, wenn man es mal so nennen will, diese "Angst" für die eigene Persönlichkeit wesentlich bedenklicher finde, als wenn jemand nicht unbedingt so scharf drauf ist, eine Partnerschaft einzugehen.

Ja, oder es ist eben die fehlende Bereitschaft, sich auf andere einzulassen. Hat aber nix mit Angst zu tun. Man findet eben halt die Bestätigung und was weiß ich noch alles auf anderen Gebieten.

#26
Aber das tut sie doch! Es beschäftigt sie eben, weil sie ihn liebt, ist das so verkehrt? Muss mann denn dann gleich alles so hinter sich lassen?

Und entschuldige, therapeutische Aufarbeitung ist zwar gefallen, aber nicht in Deinen Worten. Man muss ja nicht gleich pampig werde, nicht? ;)

bearbeitet #27
Tilly - Das leuchtet mir alles ein, auch dein Beispiel mit dem Menschen der nicht alleine sein kann. Ich werde dann in Zukunft mit dem Wort Bindugnsangst restriktiver umgehen. ;)

Ich wollte hier jetzt auch keine Diskussion vom Zaun brechen, wie man "es" nennen kann. Aber mir fällt halt auch kein Begriff sonst ein :confused:

frühlingskind - Genauso ist es. Es beschäftigt mich, weil ich ihn liebe. ;)

Übrigens hat er sich gestern gemeldet. Hat gefragt ob ich schon wieder voll am Netz bin und mir einen kleinen lustigen Schwank wegen seiner Firma und der Firma meiner Eltern geschrieben.

Ich habe bisher nicht darauf reagiert.

#28
Damit ein Mensch mit Bindungsangst anfängt, an sich zu arbeiten, muss der Leidensdruck so groß werden, dass er nicht mehr anders kann. So lange dieser Punkt nicht hundertprozentig erreicht ist, passiert leider gar nichts. Und auch dann ist es für den Betroffenen ein täglicher Kampf.

Ich persönlich glaube, dass man die falschen Signale setzt, wenn man einem Bindungsängstler laufend Verständnis entgegen bringt, da sich dann nie das Gefühl/Bedürfnis einstellt, etwas verändern zu müssen oder wollen. Deshalb, Ballerina, finde ich es sehr richtig, dass du bislang nicht auf seine Nachricht reagiert hast.

#29
Sydney, mit dieser pädagogischen Attitüde wärst du bei mir völlig an der falschen Adresse!

Tilly - Das leuchtet mir alles ein, auch dein Beispiel mit dem Menschen der nicht alleine sein kann. Ich werde dann in Zukunft mit dem Wort Bindugnsangst restriktiver umgehen. ;) Ich wollte hier jetzt auch keine Diskussion vom Zaun brechen, wie man "es" nennen kann. Aber mir fällt halt auch kein Begriff sonst ein :confused:
Auch wenn ich natürlich nicht für Tylli sprechen kann - von mir aus kannst du's nennen, wie du willst. Das Problem sehe ich nicht bei der Wortwahl, sondern bei der Position, die du der anderen Person gegenüber einnimmst, nämlich jener des Experten, der Probleme definiert, Diagnosen ausspricht, Ziele definiert etc.. Das ist meines Erachtens ein Übergriff auf die persönliche Integrität und Selbstbestimmung des andern.

#30
Kannst du das ein wenig näher ausführen?

#31
Warum auch auf die SMS reagieren? Wenn Schluss ist, ist Schluss. Den Schluss, den er selber wollte. Ein Reagieren wäre komplett falsch. Das hat nix mit der "Bindungsangst" zu tun, sondern weil dann immer irgendwelche "Spielchen" hin- und hergehen. Und ihn vielleicht noch mit einem Nicht-Reagieren "erziehen" wollen (wie es Nuthello meint), ist definitiv der falsche Weg.

#32
Kannst du das ein wenig näher ausführen?
Das Einnehmen der Expertenposition wirkt auf mich übergriffig. Es wird dann - falls überhaupt noch über irgendwas - über die "Krankheit" Bindungsangst geredet, statt über deine Erwartungen an die Beziehung und die deines Partners.
Guest
#33
Hallo Ballerina (Seiltänzerin)

Mein Ex-Freund (sehr beziehungsunferfahren, 30) hat heute vor einer Woche die Beziehung mit mir (25) beendet. Er zweifelt an seinen Gefühlen zu mir, gesteht auch ein, dass er Bindungsangst und kalte Füße bekommen hat.

Die Basis zwischen uns ist perfekt, das sagt auch er. Wir liegen auf einer Wellenlänge, wir ergänzen uns, wir können lachen, schimpfen, schweigen miteinander. Wir inspirieren und bereichern uns, können uns vertrauen und jederzeit aufeinander verlassen.

Jedoch sagt er fehlt ihm etwas von seiner Seite. Er möchte von sich aus bereit sein, noch mehr in die Beziehung zu investieren. Er sagt ihm fehlen Herzklopfen, wacklige Knie, Schmetterlinge im Bauch, die rosarote Brille. ....... Er hat kalte Füße, weiß nicht ob ich die Richtige für ihn bin, mit er er sein ganzes Leben verbringen möchte.

Er hat Angst, sich vollkommen einzlassen, denn es könnte noch bessere Alternative für mich und auch für ihn geben. Er sucht förmlich nach Schwachstellen in der Beziehung, um Gründe für eine Trennung zu finden. Er möchte mich nicht halten und an sich binden
usw.

Wieder so ein (geborener) Single. Er hat Dir alles gesagt, was er sagen konnte und Du solltest Dich jetzt mit dem Gedanken anfreuden, ihn loszulassen. Nach Gründen suchen, warum und weshalb ist verschwendete Zeit, ebenso das Rumdoktern an ihm, er solle sich mal therapien lassen.

stimme Sydney zu. Wer selbst für sich nicht bereit ist, sich fachmännische/frauliche Hilfe von außen zu suchen, dem kann kein Anderer dies einreden. Der Mensch muss selbst dazu bereit sein, freiwillig.

Er hat Schluss gemacht. Entweder Du nimmst sein Angebot an, mit ihm weiterhin nur befreundet zu sein, oder Du streichst ihn ganz aus Deinem Leben. Eine Alternative gibt es nicht.

Alles Gute :trost:

#34
Mit "Erziehung" hat das nichts zu tun, sondern damit, den merkwürdigen Anwandlungen des (Ex)-Partners nicht hilflos ausgeliefert zu sein.

#35
Auch wenn ich natürlich nicht für Tylli sprechen kann - von mir aus kannst du's nennen, wie du willst. Das Problem sehe ich nicht bei der Wortwahl, sondern bei der Position, die du der anderen Person gegenüber einnimmst, nämlich jener des Experten, der Probleme definiert, Diagnosen ausspricht, Ziele definiert etc.. Das ist meines Erachtens ein Übergriff auf die persönliche Integrität und Selbstbestimmung des andern.
Nochmal: Er hat die in den ersten Posts erwähnten Punkte am Sonntag selbst angesprochen und diese Dinge eingestanden. Ich will mich ganz bestimmt nicht ihm gegenüber in die Rolle des Experten setzen, über ihn und seine Persönlichkeit bestimmen und was er zu tun hat. Es ist mir bewusst, das es sein Leben ist, seine Entscheidung gegen uns. Damit muss ich einfach Leben.

Ich analysiere und denke hier halt für mich rum, um es irgendwie besser verstehen und akzeptieren zu können.

Tilly - Die E-Mail hab ich übrigens beantwortet. Es ging dabei u. a. auch um etwas geschäftliches, was geklärt werden musste. Ganz sachlich und unpersönlich.

Wieder so ein (geborener) Single. Er hat Dir alles gesagt, was er sagen konnte und Du solltest Dich jetzt mit dem Gedanken anfreuden, ihn loszulassen. Nach Gründen suchen, warum und weshalb ist verschwendete Zeit, ebenso das Rumdoktern an ihm, er solle sich mal therapien lassen.

stimme Sydney zu. Wer selbst für sich nicht bereit ist, sich fachmännische/frauliche Hilfe von außen zu suchen, dem kann kein Anderer dies einreden. Der Mensch muss selbst dazu bereit sein, freiwillig.

Er hat Schluss gemacht. Entweder Du nimmst sein Angebot an, mit ihm weiterhin nur befreundet zu sein, oder Du streichst ihn ganz aus Deinem Leben. Eine Alternative gibt es nicht.

Alles Gute :trost:
Ich bilde mir halt ein, dass es irgendwie leichter ist damit umzugehen, wenn ich es verstehe. Mag auch sein, dass ich da falsch liege.

Ich sehe das ganz genauso. Wenn er Hilfe will, muss er das aus eigenen Zügen wollen und nicht weil es ihm jemand befiehlt oder nahe legt. Er muss es selbst ändern wollen.

Ich will sein Angebot sehr gerne annehmen, weiterhin befreundet zu sein. Jedoch bin ich mir nicht ganz sicher, wie wir das am besten anpacken sollen. Erstmal ist es am besten, die Wunden zu lecken und wenn es mir besser geht, den Kontakt wieder aufzunehmen.

Ich danke euch für eure vielen Meinungen und Ratschläge!

#36
Übergriffiges Verhalten dient wohl immer dazu, die eigene Hilflosigkeit zu überdecken.

#37
Übergriffiges Verhalten dient wohl immer dazu, die eigene Hilflosigkeit zu überdecken.
Worauf beziehst du dich jetzt? Auf meinen letzten Post? Vermutlich schon.

Ja das mag sein.

#38
Nuthello, ich glaube nicht, dass es hier um die Einnahme einer "Expertenposition" geht, sondern um den Versuch Ballerinas, ihren Ex-Freund zu verstehen. Das ist doch wohl völlig legitim. Dass es nicht die eine Bindungsangst, sondern es viele Facetten und Formen gibt, ist ja wohl logisch und hat auch niemand bestritten. Ob es sich hier wirklich um Bindungsangst handelt, wissen wir auch nicht.

Jeder Mensch ist außerdem anders gestrickt - der eine denkt sich "Dann steht er wohl nicht so auf mich" und gibt sich mit dieser Antwort zufrieden, der andere möchte etwas tiefer graben. Wiederum andere sagen sich, dass es schlichtweg an nicht zueinander passenden Erwartungen an die Beziehung liegt. Jeder hat seine eigene Art, mit so etwas umzugehen - lassen wir Ballerina doch ihre, um das Ende der Beziehung zu verarbeiten.

bearbeitet #39
Ich beziehe mich auf

Mit "Erziehung" hat das nichts zu tun, sondern damit, den merkwürdigen Anwandlungen des (Ex)-Partners nicht hilflos ausgeliefert zu sein.
.Nach meiner Vorstellung geht der "Dienstweg" wie folgt:

- A merkt, dass B seine Bedürfnisse nicht befriedigt.

- A telit B mit, dass er mit seinem Verhalten (möglichst konkret umschreiben) A's Bedürfnisse nicht erfüllt. (Ebenfalls konkretisieren, um welche Bedürfnisse es geht.)

- B kann nun entscheiden, ob er sein Verhalten ändern will oder nicht, und welche (therapeutische oder andere) Hilfe er dabei in Anspruch nehmen will.

Richtig Sydney, jeder Mensch ist anders gestrickt, und wir wissen nicht, ob es sich in diesem Fall wirklich um Bindungsangst handelt. Das ist eigentlich alles, was ich sagen wollte.

Demgegenüber bleibt mir schleierhaft, worauf du genau hinauswillst, da du dir nämlich selber widersprichst:

Ich persönlich glaube, dass man die falschen Signale setzt, wenn man einem Bindungsängstler laufend Verständnis entgegen bringt, (...)
(...) sondern um den Versuch Ballerinas, ihren Ex-Freund zu verstehen. Das ist doch wohl völlig legitim.
Soll man jetzt Verständnis entgegenbringen oder nicht?

#40
Richtig Sydney, jeder Mensch ist anders gestrickt, und wir wissen nicht, ob es sich in diesem Fall wirklich um Bindungsangst handelt. Das ist eigentlich alles, was ich sagen wollte.
Darum lautet der Titel ja auch noch "Kalte Füße" und "Zweifel" ;)

Was ist der beste Weg jetzt für mich? Wir wollen beide eine Freundschaft aufbauen, uns als Menschen nicht verlieren. Das war erklärter Wunsch beiderseits. Soll ich Verständnisvoll sein, den Kontakt erstmal abbrechen, alles ignorieren und meinen Liebeskummer ausleiden und dann versuchen eine Freundschaft aufzubauen? Soll oder kann ich hoffen auf einen zweiten Versuch, eine neue Chance? (halte ich für eher unwahrscheinlich).

Ich bin im Moment wirklich etwas ratlos und habe deswegen gehofft, hier ein paar Ratschläge zu finden.

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