Kinderwunsch - zu lange Single oder mitten in den Wechseljahren?

PeaceandHope

Well-known member
04. Mai 2018
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Ein nettes HALLO an die Kummergemeinschaft ūüôā

Vor √ľber 14 Jahren befand ich schon einmal in einer √§hnlichen Gedanken- & Gef√ľhlswelt.
Auch damals war ich Single, befand mich anfang 30. Abgesehen vom "allein sein" machte ich mir Sorgen und hatte nicht wirklich noch die Hoffnung in diesem Leben, das Gl√ľck zu bekommen, wie es ist schwanger und Mutter zu werden.
Umso √§lter man wird, desto geringer w√ľrden die Chancen werden "ein eigenes Baby in den Armen halten zu k√∂nnen.
Und auch zudem den richtigen Partner an seiner Seite zu haben, der das Gl√ľck perfekt macht.
Mein Wunsch mit dem Baby erf√ľllte sich mit fast 33.
Die Schwangerschaft verbrachte ich weiterhin als Single und daran hat sich bis Dato nichts geändert.

Nun komm ich wohl langsam bestimmt in die Wechseljahre.
Jetzt versp√ľre ich diesen Wunsch schon wieder seit einigen Monaten.

Leider bin ich nun keine Mitte 20 mehr... Wo ich den Partner f√ľr's Leben finde.
Mit dem ich auf einen positiven Schwangerschaftstest schaue. Mit dem ich mir Kosenamen f√ľr das Baby im Bauch √ľberlege. Der mir den Bauch streicheln und mit dem Baby spricht.

W√ľnsche die sich bis jetzt nie erf√ľllt haben.
Bewusst wird einem das besonders, wenn man gl√ľckliche & werdenen/gewordenen Eltern sieht.

Man hat nur einmal dieses Leben. Die Zeit l√§sst sich auch nicht zur√ľckdrehen....

Ich hoffe diese Sehnsucht verfliegt bald wieder.
Denn "Was nicht sein soll, sollte nicht so werden"
 
Ich habe Angst, dass es nie vorbei geht. Ich habe das auch, gerne h√§tte ich viele Kinder gehabt und die fehlen mir. Aber noch ein paar Jahre und wir sind OmasūüėČ Mein Kind hat mir versprochen, dass ich noch maximal 15 Jahre warten muss.
 
Du sagst es: dein Wunschtraum einer "vollst√§ndigen" Familie hat aich nicht erf√ľllt. Dennoch sind wir doch heutzutage soweit, dass man Mutter werden kann, wenn man denn m√∂chte. Besprich Deine M√∂glichkeiten mit Deiner/Deinem Gyn√§kologin/e.

Der Wunsch ist da und verst√§ndlich. Sei Dir sicher, ob Du diesem nachgehen willst oder nicht. Anders Ausgedr√ľckt: w√ľrdest Du es bereuen nicht alle M√∂glichkeiten abgekl√§rt zu haben?
 
Anders Ausgedr√ľckt: w√ľrdest Du es bereuen nicht alle M√∂glichkeiten abgekl√§rt zu haben?
Doch schon. Ich denke das Alter ist relativ, allerdings ist dann ja noch das Single Dasein nicht automatisch weg.
Es ist einfach dieses Ganze drum herum mit der Schwangerschaft...umsorgt werden, Alles was werden Eltern bezw. Väter tun.

Klar soll ja auch Frauen geben, die suchen sich mal eben einen Erzeuger. Aber das möchte ich so nicht (mehr). Ich war schon in meiner ersten SS allein, hatte gesundheitliche Beschwerden, einen Stalker am Hals und einen totkranken Hund, der 12 Stunden bevor mein Kind per Kaiserschnitt kam, gestorben ist.
Es macht heut noch traurig wie ich alles allein durchgestanden habe.
Und wenn ich noch eine Chance habe schwanger zu werden, dann nicht so.
 
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Ich kann Deinen Wunsch ums umsorgt werden verstehen und ist absolut berechtigt. Gerade im Hinblick auch auf Deine Vergangenheit.
Muss es ein Partner sein? Hast Du inzwischen ein Umfeld aus Freunden, die Dich tragen w√ľrden?

Egal, welche Entscheidung Du machst. Wenn Du alles durchdacht hast, dann wird diese auch stimmen.
 
Muss es ein Partner sein? Hast Du inzwischen ein Umfeld aus Freunden, die Dich tragen w√ľrden?
Ich habe im Prinzip (hier) keine Freunde (mehr). Vor 4-5 Jahren habe ich 3 meiner engsten Freunde & einen Kumpel durch Tod verloren. Einer meiner engsten Freunde von ihnen war auch eine Bezugsperson von meinem Kind.
Es m√ľsste nicht zwangsl√§ufig ein Partner sein, aber mindestens ein bester Freund.
Ein Erzeuger ist nicht gleich ein (guter) Vater.
 
Deine Frage ob dein Kinderwunsch was mit deinem Singleleben oder mit den Wechseljahren zu tun haben k√∂nnte, irritiert mich ein bi√üchen. Ich vermute es ist weder das eine noch das andere. Es ist ganz einfach jemand bei sich haben wollen. Um den man sich k√ľmmern kann. Der einem braucht, dem man Uneingeschr√§nkt Liebe und Zuneigung und Zeit schenken kann.
Hast du dir mal √ľberlegt eine Pflegschaft zu machen? Eine Bekannte von mir, auch alleinstehend, betreut und pflegt schon Jahrzehnte Kinder. Meist nur in einer "Kurzzeitpflege". Also Kinder die schnell irgendwo unterkommen m√ľssen. Aber sie hat auch schon lange ein M√§dchen das sie dann sogar adoptieren durfte.
 
Es ist ganz einfach jemand bei sich haben wollen. Um den man sich k√ľmmern kann. Der einem braucht, dem man Uneingeschr√§nkt Liebe und Zuneigung und Zeit schenken kann.
Der Ansatz ist sehr gut.
Mir wurde in der Vergangenheit allerdings auch oft gesagt "Du musst auch mal an Dich denken". Deshalb könnte es umgekehrt vielleicht genau so sein:

"Der sich um mich k√ľmmert. Den ich brauche, der mir Uneingeschr√§nkt Liebe und Zuneigung und Zeit schenken m√∂chte."
 
Das von einem Kind zu verlangen w√§re nicht richtig. Das Kind ist kein Ersatz f√ľr einen Partner.
Das habe ich auch nie behauptet.
Minusch schon geschrieben hatte...
Ich kann Deinen Wunsch ums umsorgt werden

dein Wunschtraum einer "vollst√§ndigen" Familie hat aich nicht erf√ľllt

Ich selbst bin ohne Vater aufgewachsen, mein Kind auch.
Vielleicht habe ich einfach immernoch den Wunsch nach einer Familie, den richtigen Partner und wenn es möglich wäre auch (noch) ein gemeinsames Kind.
Und nun bin ich mir halt nicht sicher woher dieser Wunsch kommt, einfach weil ich so lang allein schon bin und immer älter werde oder ob ich langsam in die Wechseljahre komme. Kann ja sein das man in den Wechseljahren so tickt.
 
Doch schon. Ich denke das Alter ist relativ, allerdings ist dann ja noch das Single Dasein nicht automatisch weg.
Es ist einfach dieses Ganze drum herum mit der Schwangerschaft...umsorgt werden, Alles was werden Eltern bezw. Väter tun.
Auch heute noch blicke ich manchmal zu V√§tern, die mit ihren Kindern herumtollen, und mir tut das Herz weh. Aber es ist nun mal ein riesiges Gl√ľck, einen Partner zu erwischen, mit dem es passt.
Trotz Beziehung hatte auch ich nicht das Gl√ľck, zu tun, was Eltern so tun.
Ich selbst bin ohne Vater aufgewachsen, mein Kind auch.
Vielleicht habe ich einfach immernoch den Wunsch nach einer Familie, den richtigen Partner und wenn es möglich wäre auch (noch) ein gemeinsames Kind.
Ich leider auch, ohne Vater, und ebenso meine zwei Kinder. Dabei wollte ich das nie f√ľr mich.
Mit beiden Kindesv√§tern war ich in einer Beziehung. Bei Kind 1 war er keine gro√üe Hilfe, aber anwesend, wir hatten noch keine gemeinsame Wohnung, beide bei den Muttis wohnend, mit Geschwisterkind jeweils. Das war kontraproduktiv, es gab oft Streit. Als ich dann eine Wohnung bekam, wurde es nicht besser, weil er, wie bisher, keinen Finger kr√ľmmte, um diese in einen bewohnbaren Zustand zu versetzen. Irgendwann kam die Trennung, Kind war so 2 Jahre.
Bei Kind 2 wohnte der KV noch bei seiner Mutter, eigentlich wollte ich, u. a. durch Schwierigkeiten bei der Geburt, bei einem Kind bleiben. Er w√ľnschte sich jedoch noch ein "eigenes".
Nun gut, √ľberredet ... ūüėĆ
Was soll ich sagen ... er k√ľmmerte sich kaum, schwere Sachen erledigen oder finanziell, durfte ich alles weiterhin alleine machen. Unser gemeinsames erstes Kind habe ich verloren. Da war ich schon sehr allein, kaum Verst√§ndnis oder Unterst√ľtzung ... Als dann unser Kind geboren war, war es mein gro√ües Kind (10), das mich begleitete zum spazieren gehen oder so ... Der KV fuhr lieber zu seiner Familie ...
Diesmal habe ich nicht so lange ausgeharrt und mich getrennt. Nebenbei noch im Umzug gesteckt und zwei Todesfälle in der Familie.
Im Grunde war ich zwar jeweils in einer Beziehung, aber dennoch allein ...

Ein Partner wäre schön (gewesen), aber wie man oft genug sieht, gehen Beziehungen trotzdem auseinander. Das ist nur ein schöner Traum, und ob er wahr wird, steht in den Sternen. Im Nachhinein betrachtet, wenn ich mir z. B. den Vater von Kind 2 heute ansehe, mit seinem zweiten Kind daneben, dann bin ich manchmal versöhnt mit der Tatsache, dass er nicht so sehr an der Erziehung unseres gemeinsamen Kindes teilgenommen hat.

Ich habe fast alles anders gemacht als meine Mutti, und trotzdem stehe ich heute wieder alleine da, so wie sie auch. Ich dachte immer, genau deshalb k√∂nne ich es anders machen. Mir den Traum von einer "Familie" verwirklichen. Aber ich habe es auch blo√ü nicht hingekriegt. Total versagt ... ūüėě

Du hast bereits ein Kind, das muss dann auch erstmal passen mit einem neuen Partner.
Und nun bin ich mir halt nicht sicher woher dieser Wunsch kommt, einfach weil ich so lang allein schon bin und immer älter werde oder ob ich langsam in die Wechseljahre komme. Kann ja sein das man in den Wechseljahren so tickt.
Seit bei mir die Wechseljahre ganz offensichtlich wurden, stellte sich so ein Gef√ľhl ein: Keine M√∂glichkeit mehr, nochmal schwanger zu werden ... das zu sp√ľren, das wachsende Leben. Bin ich dann √ľberhaupt noch eine "vollst√§ndige" Frau?
...
So in der Richtung waren meine Gedanken, die mich auch traurig machten. Obwohl ich bereits vorher keinen Kinderwunsch mehr hatte, hat mich das irritiert, so zu denken. Ich meine, Frau weiß das ja, wie es kommt, usw. . Aber dann der Tatsache ins Auge zu sehen, war nochmal etwas ganz anderes.
Es, diese Zeit der M√∂glichkeit, ist f√ľr immer rum. Das zu verinnerlichen war kein Selbstl√§ufer.
 
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Ich meine, es ist ganz einfach ein Wunschtraum. Ein Wunsch der getr√§umt wird. Aber du hast ein Kind. Was vermisst du? Ich war 22 als mir gesagt wurde ich k√∂nne aus den und den Gr√ľnden nicht schwanger werden. Es war hart, aber ich konnte und wollte damit leben. Ok. Konzentriere ich mich auch Job und Hobbys. Was entgeht mir wenn ich ohne Nachwuchs bleibe? Jemand der f√ľr mich im Alter da ist? PaH, Bl√∂dsinn. Wieviel Freunde sind nach dem Studium weggezogen und die Eltern klagen dar√ľber. Wieviel Kids f√ľhren Krieg mit ihren Eltern oder haben garkein Verh√§ltnis. Das z√§hlte f√ľr mich √ľberhaupt nicht. Musste ich erst Mutter werden um mich vollst√§ndig zu sehen? Nein, auch das war keine Option f√ľr mich. Oder einfach nur Furcht vor dem allein sein? Aber ein Kind geht nur ein paar Jahre neben dir, dann biegt es ab in eine andere Richtung.
 
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Vielleicht habe ich meine Überschrift auch falls gewählt.
Im Prinzip fehlt einfach das familiäre Miteinander. Klar geht es auch ohne Mann, wir Frauen sind ja durchaus in der Lage ohne Männer klar zu kommen.
Könnte aber gut sein was Du sagst, Kinder werden älter und haben da ihr eigenes Leben. Mein Kind ist nun auch 13 und die Zeit läuft. Irgendwann wieder ganz allein, keinen den man umsorgt kann, keiner da der einen umsorgt.
Es war einfach ein sch√∂nes Gef√ľhl ein Baby zu haben, das man gro√ü zieht.
Fr√ľher wollte ich nie, das wenn ich mal ein Kind bekomme, das es ihm/ihr genauso ergeht wie mir. Ich wuchs bei meiner Mutter auf und mein √§lterer Bruder beim Vater. Ich bin immer als Kind zu Menschen gegangen, da wo die Familien komplett waren. Wo die M√§nner, noch V√§ter waren und nicht nur Erzeuger.
Patchwork Familien sind ja nicht schlecht, aber wenn man so schaut wieviel (junge) Frauen von mehreren M√§nnern Kinder bekommen und die Kinder immer wieder f√ľr eine gewisse Zeit einen neuen Stiefvater vorgesetzt bekommen, das hei√üe ich nicht f√ľr gut. Oder die M√§nner die mit Frauen Kinder zeugen und sich dann gar nicht weiter drum k√ľmmern (wollen).

Zudem kommt das ich eine k√∂rperliche Einschr√§nkunghabe und nicht alles mit meinem Kind erleben kann wie es andere Single Mutti k√∂nnen, das mag auch ein Grund sein, das ich mir einen herzensguten Papa w√ľnsche.
 
Vielleicht habe ich meine Überschrift auch falls gewählt.
Im Prinzip fehlt einfach das familiäre Miteinander. Klar geht es auch ohne Mann, wir Frauen sind ja durchaus in der Lage ohne Männer klar zu kommen.
Könnte aber gut sein was Du sagst, Kinder werden älter und haben da ihr eigenes Leben. Mein Kind ist nun auch 13 und die Zeit läuft. Irgendwann wieder ganz allein, keinen den man umsorgt kann, keiner da der einen umsorgt.
Es war einfach ein sch√∂nes Gef√ľhl ein Baby zu haben, das man gro√ü zieht.
Fr√ľher wollte ich nie, das wenn ich mal ein Kind bekomme, das es ihm/ihr genauso ergeht wie mir. Ich wuchs bei meiner Mutter auf und mein √§lterer Bruder beim Vater. Ich bin immer als Kind zu Menschen gegangen, da wo die Familien komplett waren. Wo die M√§nner, noch V√§ter waren und nicht nur Erzeuger.
Patchwork Familien sind ja nicht schlecht, aber wenn man so schaut wieviel (junge) Frauen von mehreren M√§nnern Kinder bekommen und die Kinder immer wieder f√ľr eine gewisse Zeit einen neuen Stiefvater vorgesetzt bekommen, das hei√üe ich nicht f√ľr gut. Oder die M√§nner die mit Frauen Kinder zeugen und sich dann gar nicht weiter drum k√ľmmern (wollen).

Zudem kommt das ich eine k√∂rperliche Einschr√§nkunghabe und nicht alles mit meinem Kind erleben kann wie es andere Single Mutti k√∂nnen, das mag auch ein Grund sein, das ich mir einen herzensguten Papa w√ľnsche.
Man w√ľnscht dem Kind doch nur das Beste und das es all die sch√∂nen, tollen Dinge auch erleben kann/darf.
 
Habe ich erw√§hnt das ich im hohen Alter dann doch √ľberraschend Mutter wurde? Mein Sohn hat Handicaps. Er wurde von mir schon sehr "bet√ľttelt". Mit 14 hatten wir ein intensives Gespr√§ch das er von mir eine Chance haben will "selbstst√§ndiger" zu sein. Es ist mir Schwer gefallenen loszulassen. Aber letztendlich habe ich es gemacht. Musste mich in andere Projekte st√ľrzen, da mir pl√∂tzlich Inhalt fehlte. Hab mich sozial engagiert hier im Ort. Nach einem Jahr "ohne" Mamas Unterst√ľtzung kam er wieder. Probleme in der Schule, Probleme beim Sport... Ich war stolz auf ihn. Das er als er mich wieder brauchte, um Hilfe gebeten hat. Aber es war auch f√ľr mich eine Lehre. Ich musste lernen zu erkennen das er ein eigenst√§ndiger, autaker Mensch ist. Wir respektieren uns und helfen uns und unterst√ľtzen uns. Ich bin froh das es ihn gibt. Ich liebe ihn, aber jeder lebt so wie er es f√ľr richtig h√§lt.
Ich finde, wenn dein Kind erst 13 ist, dann ist das noch eine Mammut Aufgabe.
 
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