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Kontakt mit dem Ex-Mann nach traumatischer Trennung??

23 Antworten12'915 AufrufeGestartet von dolorosa ·

#21
hallo dolorosa, :trost:

es ist normal das du diese schwankungen erleiden musst. ihr wart eine lange zeit zusammen und die trennung ist ja auch noch nicht so lange her. nehme die schwankungen so wie sie kommen und setze dich mit ihnen auseinander.

erwarte nicht zu viel von dir und setze dich nicht unter druck. erwarte keine wunder. ein kleines peng und nun muss es mir gut gehen und ich muss alles vergessen. das kannst und sollst du nicht. er hat viel schlechtes mit dir gemacht und da braucht es viel zeit um alles zu verarbeiten. weine ruhig wenn du es möchtest. es kann auch manchmal befreiend wirken um die enttäuschung ein klein wenig besser ertragen zu können.

weißt du, bei mir ist das jetzt fast ein jahr her und auch ich habe heute noch so meine probleme mit der vergangenheit. wobei ich sagen möchte das es wohl nichts mit gefühlen zu tun hat sondern eher die tatsache das ich mir verarscht und ausgenutzt vorkomme. auch ängste mit mir rumtrage nicht mehr lieben zu können weil etwas in mir zerbrochen erscheint.

ich weiß nicht wann sich die situation ändern wird. vielleicht nie mehr aber ich muss mich leider damit auseinandersetzen.

genauso wie du und deswegen kann ich das sehr gut verstehen wenn auch du ängste hast und dir gedanken über den weiteren verlauf deines lebens machst. ein kleiner prozentsatz wird wohl haften bleiben doch die chancen wieder ein glückliches leben zu leben sind ja nicht gerade gering.

nehme diesen gedanken als eine kleine aufmunterung und denke an das schöne im leben. es wird dir helfen mit dieser situation umzugehen.

irgendwo wird es immer einen weg geben der wieder der normalität entspricht. auch für dich und das wünsche ich dir von herzen.

lg

dg

#22
Hallo dummgelaufen,

schön, dass du dich meldest!!

weißt du, meine situation ist gar nicht so schlecht, ich unternehme was, lerne neue leute kennen (auch männer!). trotzdem ist so eine art von grundtraurigkeit in mir, so ein gefühl, dass es vielleicht doch nie wieder richtig gut wird. ich merke auch, dass ich ihn nicht nur hassen kann (das wäre wohl auch merkwürdig), dass vielleicht doch noch ein rest von liebe in mir ist und vielleicht immer sein wird.

bei dem gedanken, jemals wieder einen anderen mann an mich heranzulassen, bekomme ich es fast mit der angst zu tun...schlimm, was er mit mir gemacht hat. kurz nach der trennung dachte ich, ich könnte es ganz schnell wegschieben und verdrängen, hab mich in kurze bettgeschichte gestürzt, in der hoffnung, irgendwie vergessen zu können. wahrscheinlich hab ich viel verdrängt am anfang und jetzt holt es mich wieder ein.

ich möchte lernen, reif damit umzugehen, es gut zu verarbeiten, loszulassen, nicht ewig meinen hass und meinen groll pflegen, aber ich weiß nicht, ob mir das gelingt und ich weiß nicht, ob ich wieder jemand in mein leben lasse...

liebe grüße,

d.

#23
hey dolorosa,

die grundtraurigkeit wird mehr in der erinnerung liegen das es nicht hat sollen sein. ich würde da keinen hass hinein interpretieren. diese gefühle sind manchmal schwer zu definieren und deswegen sollte man sich gerade mit denen auseinandersetzen.

die dinge wo du meinst ihn hassen zu müssen werden schneller vergehen denn das war ja damals nicht deine idee als du eine beziehung mit ihm eingegangen bist. auch sind es dinge wo man sich eh nicht gerne erinnert.

nein, ich glaube mehr das es einfach und allein die enttäuschung ist eine situation vorzufinden an der man nicht gedacht und sich schon garnicht gewünscht hat. deswegen kommen auch diese gedanken ob es überhaupt noch einmal etwas wird. ob man nochmal lieben und vertrauen kann. alles diese dinge werden sich immer wieder in den fordergrund stellen.

erst wenn du wieder ein anderes gefühl hast und du plötzlich wieder ein interesse hast wieder etwas an dich heran zu lassen, erst dann weißt du das du gänzlich damit abgeschlossen hast. gänzlich heißt eben auch alles verarbeitet zu haben und das ist der punkt der am längsten dauert aber der wichtigste um wieder frei für andere dinge zu sein.

du kannst nicht von dir erwarten das es nach diesen erlebnissen und nach dieser zeit von heut auf morgen verschwinden wird. es soll dir aber auch nicht nur trauer geben sondern es ist auch ein zeichen das du bereit und fähig bist mit deinem herzen dabei zu sein und das ist doch eine eigenschaft worüber man auch stolz sein kann es aber eben menschen gibt die dieses vertrauen missbrauchen.

ich hatte auch ca. 4 monate lang eine bettbeziehung. eben weil ich wieder mal nicht in der lage war mehr an gefühlen frei zu geben und hatte auch gedacht dadurch die zeit der gedanken zu verkürzen aber wie immer hat es nicht funktioniert. das war nicht das erstemal das ich so etwas getan habe aber ich habe mir gesagt das ich es nicht mehr möchte das andere für meine vergangenheit bestraft werden müssen. damit ist es vorbei.

und wie bei dir hat mich die zeit und die realität schnell wieder eingeholt und ich muss feststellen das ich nach fast einem jahr der trennung immer noch dabei bin die verarbeitung, mit mäßigem erfolg, auf die reihe zu bekommen.

sicher hast du es verdrängt aber das wird nicht helfen und deswegen glaube ich auch das man sich zwischendurch der problematik stellen sollte und in sich reinschaut wie weit man ist. durch diese erfahrungen wird man sich besser kennenlernen und man wird bei der nächsten enttäuschung bestimmt anders damit umgehen um nicht wieder an dieser selbstaufgabe die man sich ja teilweise zugezogen hat zu landen.

aber das verarbeiten ist sinn und zweck damit das leben wieder lebenswert wird.

eine schöne nacht und alles gute.

lg

dg

#24
...meiner Geschichte:

Ich hab vor kurzem so ein bißchen was dummes gemacht, nicht schlimm, es zeiht mich auch nicht so sehr wieder runter, aber es beschäftigt mich doch...

vor ca. drei Wochen hatte mein Ex Geburtstag. Ich habe darafu verzichtet, ihm eine Karte, etc. zu schreiben, weil ich dachte, soll er mit seiner Neuen feiern, da brauche ich als abgelegte Ehefrau nicht noch ein Kärtchen schicken.

Kurz darauf kam ein Brief von ihm, nichts persönliches, nur organisatorische Dinge. Er hat mir aber am Schluß seine neue Handynummer mitgeteilt, mit dem Zusatz "vielleicht rufst Du ja mal an!".

Ich war wieder schrecklich traurig, seine Handschrift zu sehen und dachte daran, wie merkwürdig es doch ist, dass ich seit vier Monaten nich tmerh mit ihm geredet hatte und dass er gar nicht weit von mir entfernt wohnt...in einer schwachen Stunde habe ich ihm dann eine nichtssagende SMS geschickt, ich konnte einfach nicht widerstehen...ich habe mich bedankt, dass er sich um den organisatorischen Kram gekümmert hat, habe gefragt, wie es ihm so geht und ihm nachträglich alles gute zum Geburtstag gewünscht.

Und von ihm kam - Nichts! Keine SMS, kein Anruf, gar nichts, nicht einmal zu meinem Geburtstag, der kurz darauf war, hat er sich gemeldet.

Vielleicht ist es ja besser so, aber es hat mich doch wieder tief gekränkt. Bisher habe ich mich in dem Glauben gewiegt, dass er den Kontakt möchte und ich ihm diesen verweigere. Aber so wichtig scheint es ihm ja nicht zu sein. Eine Freundin meinte, dass er vielleicht beleidgt sein, weil ich ihm nur eine SMS geschrieben habe.

Ich war so wütend und verletzt, dass ich sogar mal bei ihm angerufen habe, er war aber nicht da. Jetzt weiß ich auch nicht,w as ich machen soll. Am besten mich weiter nicht melden? Oder doch mal anrufen? Was meint ihr?

Liebe Grüße,

dolorosa

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