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Leichtigkeit des Scheins

76 Antworten11'267 AufrufeGestartet von Morgoth ·

#41
Ihr krallt euch fest,

schreit und weint

nach etwas, das es nicht mehr gibt.

Ihr seid lächerlich.

Genau wie ich es bin.

Sucht nach der Liebe,

die keine Grenzen kennt

und jedem Angriff,

standhält,

obwohl ihr doch wisst,

dass nichts bleibt.

Eine Zeit zu zweit,

ein Leben lebenswert machen.

Was habt ihr davon?

Was spornt euch noch an?

Nach all den Schmerzen,

nach all der Pein,

die zurückbleibt, wenn es ein Ende findet.

Um des Versuchs Willen?

Wie lachhaft.

Wir sind dazu verdammt, dieses Dasein allein zu bestreiten.

Es wird niemanden geben, der es für euch leben kann.

Erspart euch den Schmerz, die vielen Tränen.

Am Ende stirbt niemand mit euch.

Gehen müsst ihr ganz allein.

Was macht es noch für einen Unterschied?

Lebendig oder tot.

Es ist einerlei.

​


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Quelle: Morgoth

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nehmt es nicht zu persönlich.

es sind nur meine momentanen gedanken.

#42
Taumelnd bewegst du dich

durch Raum und Zeit.

Ohne Orientierung, ohne Ziel.

Du spürst keinen Körper und auch keinen Verstand,

der Boden unter deinen Füßen verschwand.

Wo ist oben, wo unten?

Der Blick in den Spiegel

lässt dich erschrecken.

Die blasse Haut hat so lange keine Sonne mehr gesehn,

deine Züge hängen schlaff,

die Augen rot von zu vielen Tränen,

sie haben ihren Glanz verloren.

Was tust du noch hier?

Dein Glück und deine Fröhlichkeit

liegen mit Kugeln im Kopf neben dir,

ertränken sich im eigenen Blut.

Deine Reainmationsversuche war vergebens.

Gevatter Tod folgt deiner leeren Hülle

auf Schritt und Tritt.

Sag mir, wann drehst du dich zu ihm um?

​



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Quelle: Morgoth

#43
hallo morgoth

Ich war neugierig wer du bist und hab dieses Gedicht gelesen:

Ihr krallt euch fest,

schreit und weint

......

ich glaube, dass wenn man eine Liebe findet nicht an die Zeit danach denken sollte, sondern den moment leben, weil man oft das Gefühl hat das es nicht von Dauer ist. Aber je mehr man den moment genießt geliebt zu werden, desto mehr nimmt man davon im Herzen mit und es stärkt am Ende und gibt kraft.. Man merkt ob es in diesem Moment eine Lüge ist oder nicht. Auch wenn man sich danach einredet das er/sie es nie ernst meint. Trotzdem war es schön und man sollte froh darüber sein es erlebt zu haben ...( sorry ich schreib manchmal etwas verwirrend =) ...wenn man ständig darüber nachdenkt wie schlimm es ist, hat man meist nicht die Kraft und den Willen zu bemerken wie viel Liebe man von anderen Menschen unbewusst bekommt. Ich hoffe das ich dein Gedicht richtig verstanden habe und du dich jetzt nicht angegriffen fühlst durch mein kommentar.... ich denke nur im moment viel über dieses Thema nach...

lg petra

#44
hallo petzi64,

sorry, dass ich so lange nicht geantwortet habe.

man merkt deiner schreibweise schon an, dass du im grunde ein positiver und optimistischer mensch bist ( korrigiere mich bitte, falls ich falsch liegen sollte.)

du siehst eben an allem irgendwo noch den guten teil, die positiven konsequenzen.

dass kann ich leider nicht, weil ich eben eher ein pessimist bin.

"Hoffe das Beste und erwarte das Schlimmste."

So kam es dann bisher auch immer...

#45
Let's start a war.


Let's burn it all down.



Let's make it end.



These stupid lives we live.


############

Du bist so schön,

bitte halt mich fest,

gib mir Wärme

und lass mich nicht hier erfriern'

Du bist so grausam,

bitte ramm mir ein Messer ins Herz,

nimm mir den Schmerz

und lass mich hier krepiern'

Tu endlich was,

ganz egal,

nur gib mir einen Grund,

zu existiern'

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Quelle: Morgoth

#46
Mein Leben

kurz aber intensiv

gezüchtet auf

verbranntem Boden

So schnell

verkümmert

wie gewachsen

So leblos

verdorrt

Alles wie zuvor

Schwarzer Himmel

schwarze Erde

schwarzes Wasser

nähren

meine schwarze Seele

mein schwarzes Herz

mein Leben

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Quelle:

Morgoth

#47
so ziehen wir von neuem in die schlacht

und laden unsere kanonen

mit hass

mit wut

mit tod

durch worte

durch blicke

durch taten

die hälser der geschütze gen himmel gereckt

werden die lunten angesteckt

und feuern mit donnernden schlägen

die munition hinaus

der pulverdampf nimmt die sicht

und blutig schäumt die gischt

des blutes

verteilt auf dem schlachtenfeld

tote leiber und brennende körper

wir alle sind skrupellose mörder

unsrer selbst und anderer

denen wir nichts mehr geben

wohin soll dieser krieg nur führen

wenn keine gefühle sich mehr rühren

den tod gepachtet

von kranken trieben gejagt

mit peitschenhieben bezahlt

Wo ist sie hin, unsre Liebe?

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Quelle: Morgoth

#48
Wir hetzen umher


auf der Suche



nach der Erfüllung



nach der Liebe



nach dem Sinn



dem was bleibt.






Gefangen in einem Spiel



ohne Sieger



ohne Regeln



ohne Ziel



werden wir langsam zermahlen



vom ewig drehenden Rad der Zeit



um am Ende als Staub



vom Wind der Ewigkeit



fortgetragen zu werden



ins Nichts



ohne Spuren



für immer verloren in der Zeit.


​



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Quelle: Morgoth

#49
Ist ein schönes gedicht, so wahr....

glg zebra

#50
danke zebra...

irgendwo traurig die vorstellung das es so ist..

das wir ohne spuren zu hinterlassen gehn müssen weil wir im grunde

alles nur unbedeutende wesen sind.

"Born to die."

#51
Zeit... das Gift in den Venen der Ewigkeit

Von Geburt an injiziert

zerfrisst es dich langsam

von innen heraus

bis du eines Tages daran zu Grunde gehst

und es den Abgang

von der Bühne des Lebens einläutet.

Dein Stück

nie mehr aufgeführt

nie mehr daran erinnert

niemals gespielt.

Auf immer verbrannt.

​



........

Quelle: Morgoth

#52

Blinde Hände

tasten im Halbschlaf nach Dir

wie Spinnen kriechen sie umher

auf der Suche nach Wärme

Krallen sich verkrampft im Laken fest

im Moment als sie realisiern

dass sie vom Traum getrieben

doch nur in Leere suchten

Der Schmerz kommt ungebremst

gleich darauf mit ungeheurer Wucht

wie ein Zug

der das Herz in voller Fahrt erfasst

Erschlafft und kalt

ziehen sich die Hände zurück

den eigenen Körper umklammernd

der unter Seelenschmerz erbebt.

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quelle: morgoth

#53
Überfahren

Geh mit geschlossenen Augen über die Straße.

Plötzlich ein Quietschen, ein dumpfer Aufprall.

Du liegst am Boden, ein paar Wirbel gebrochen,

den Schädel zertümmert, das Bein in einem unwirklichen Winkel abstehend.

Doch Hilfe kommt.

Ein paar Minuten vergehn und du wirst

auf einer Trage festgeschnallt und in den Rettungswagen verfrachtet.

Dich erwarten viele Wochen im Krankenhaus,

aber die moderne Medizin wird dich am Leben erhalten

und ihr Bestes zu deiner baldigen Genesung tun.

Es werden Narben bleiben, vielleicht Behinderungen,

doch Beachtung wird deinem Schmerz geschenkt.

So viel steht fest.

Ich wurde auch überfahren... vor langer Zeit.

Doch keine Hilfe kam.

Immer noch liege ich hier auf der Straße,

verkrüppelt und keuchend,

praktisch tot.

Der Körper ist unversehrt, wandelt weiter durch diese Welt,

obwohl er doch seine Verletzungen zeigt...

die niemand sehen will.

Rettung? Nein.

Du könntest mich retten, wenn du nur wolltest.

Und so lange muss ich hier liegen...

bis mich der Tod eines Tages aufrichtet und mitnimmt - endgültig befreit.

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quelle: morgoth

#54
Leg dich neben mich

und bleib für immer

Halt mich fest im Arm

und lass nie mehr los

Schenk mir deine Wärme

bis die Welt sich nicht mehr dreht.

Lass uns leben - tot sind wir lange genug.

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Quelle: morgoth

#55
Weisst du wie es ist, morgens aufzustehn

ohne es zu wollen - nur weil man es muss?

Es ist doch jeder Tag gleich.

Er zieht anteilnahmslos vorbei und endet im Schmerz der Nacht

die nur Schatten auf der Seele hinterlässt.

Ungezählte Tode bin ich schon gestorben,

des Nachts, wenn mir wieder eiserne Bolzen in Herz schiessen,

die du mit deinen schönen Händen gefertigt hast.

Der Tag ist anders, aber nicht besser.

Leer und Grau in Grau bewerkstellige ich ihn,

in der Hoffnung auf die baldige Nacht, die mir noch als einziges

das Gefühl gibt, Leben in mir zu haben.

Und immer die ewig selbe, marternde Frage:

Warum?

Warum liebst du mich nicht mehr?

Warum ist das alles zerstört?

Warum kann ich ohne dich nicht?

Warum muss ich weiterleben, wenn ich doch sterben will?

Warum ist das Leben ein so grausames Spiel?

WARUM?

Es ist so lächerlich.

Dein Gesicht vor Augen, hält man sich eine Waffe an den Kopf und drückt ab.

Doch verklemmt sich die Patrone, während sie beim Zurückfahren den Schlittens

nach oben in den Lauf befördert wird und der

Bolzen schlägt nur ins Leere...

Zu dumm, dass man zuvor nicht durchgeladen hat - es könnte schon vorbei sein.

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Quelle: Morgoth

#56
Wenn die Welt sich nicht mehr dreht

Wenn die Welt sich nicht mehr dreht,

will ich bei dir sein

ein letztes Mal.

Wenn die Bomben fallen

und der Himmel blutet

will ich bei dir sein

Arm in Arm

bis das Ende kommt.

Wenn es kein Morgen mehr gibt

und das Ende unausweichlich

will ich bei dir sein

um dich festzuhalten

Wenn die ewige Nacht heranbricht

und wir zusammen untergehn

will ich bei dir sein

Mit dir in die Ewigkeit entfliehen.

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Quelle: Morgoth

#57
berührentes gedicht...

ist gut geschrieben

glg zebra

#58
Wie soll man das Glück halten,


wenn man es nicht fassen kann?


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Quelle: Morgoth

#59
man kann es nicht fassen, denn wenn man versucht es "festzuhalten" ist man doch schon garnicht mehr glücklich...

FreeZarD

#60
danke für deine antwort..

nunja, das "fassen" war mehr zweideutiger art.

einerseits stimmt das schon mit dem festhalten, klammer usw..

andererseits war es aber auch so gemeint, dass man ein glück nicht begreifen kann, sich deswegen dumm anstellt und es dadruch dann doch wieder verliert.

was solls...

Tote Hosen - Am Ende

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