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Leichtigkeit des Scheins

76 Antworten11'267 AufrufeGestartet von Morgoth ·

#61
Ziellos verläuft mein Weg

und das Leben zieht dran vorbei.

Selbst am schönsten Tag

sind da schwarze Wolken

die den Blick verschleiern.

Kann nicht mehr weinen

kann nicht mehr lachen

weiss nicht mehr, wie es ist,

glücklich zu sein.

Äonen muss es her sein,

dass ich ihn noch fühlen konnte,

den Willen zu leben

und mein Stück zu meistern.

Ich sehne mich nach Wärme

und nach einem Platz,

der sich Zuhause nennt.

Um endlich zur Ruhe zu kommen.

Denn jeder Morgen wird verflucht

wenn der Tag neu beginnt

und ich immer noch bin.

________________

quelle: morgoth

#62
schön....fand den schmerz morgens immer am schlimmsten.da hängen die wolken so tief,dass du nichts mehr sehen kannst!

die wärme vermisse ich auch so sehr.

lg elize

#63
Ich weiss heute schon,

was morgen kommt.

Ich weiss heute schon,

wer es morgen sein wird.

Ich weiss heute schon,

was dann mit mir passiert.

PS: muss man nicht verstehen.. sind mehr "interne" gedankengänge.

___________

Quelle: Morgoth

#64
Da ist es wieder,

dieses Verlangen nach Ruhe,

dieser tiefe Wunsch nach dem Tod.

Meine Ziele verloren,

nur noch eines vor Augen,

den Frieden der nie herrscht - in mir.

Ich will alles,

nur nicht dieses Leben.

-----------

Quelle: Morgoth

#65
Ich will alles, nur nicht dieses Leben
Dann bleibt aber nicht viel übrig! ;(

Sehr schöne Gedichte, aber alles auch ziemlich beängstigend, v.a. dein Signum.

Ist sie es wirklich wert, dass du hier ihr (bzw. dir selbst) einen Nachruf nach dem nächsten gibst?

Ja, vermutlich ist sie das. Aber wem hilft das? Dir? "Ja" wirst du jetzt sagen, aber im Grunde sind die Gedichte wie ein Wecker, der versucht den Schlaf zu früh zu beenden und mit jedem wiederholten Klingeln dir deutlicher macht, wie müde du eigentlich bist.

Wirf ihn weg, schlaf aus und öffne dich.

Menschen sind nicht in der Lage, mit Menschen zu kommunizieren, die mit ihnen nicht kommunizieren. --> Willkommen im Teufelskreis!

Dieses Leben ist alles was du hast!

Lass es dir von 1 Frau nicht kaputt machen.

Y.

#66
hallo Y.LenoL,

vielen Dank für deine Antwort.

Ich war im ersten Moment ziemlich verblüfft, wie du meine Situation durchschaut hast. Deine Metapher mit dem Wecker kam mir auch schon mal in den Sinn, wenn auch nicht als Wecker im bildlichen Sinn.

Aber ich kann dich "beruhigen" bzw. etwas verbessern.

Wegen ihr ist das nicht einzig und alleine so, dass es mich an manchen Tagen so runterzieht. Es ist allgmein mein Leben, weil nichts mehr läuft wie es soll.

Früher war das nicht so schwer, da waren zwar viele Ding nicht im Lot aber im Endeffekt dennoch machbar. Heute ist das anders.

Egal was ich anpacke, es wird ein Schuss in den Ofen.

Sei es die Schule, die Familie oder der Hinterherhängen an vergangene oder offene Beziehungen.

Aber um mein Leben zu beenden fehlt mir dennoch der Mut und die Sorge um die daraus resultierenden Konsequenzen. (Auch wenn mir das dann eigntl. egal sein könnte)

Diese "Nachrufe" wie du sie nennst, enstehen dann auch nur an solchen Tagen.

Aber zum Glück kommen solche Tage nicht sehr oft vor, jedoch kommen sie immer wieder. Man gewöhnt sich aber an alles.

Die anderen Tage verlaufen eben eher trist und ereignislos, aber das ist für mich schon ein Erfolg. Es ist zumindest nicht mehr so schlimm wie damals dirket nach der Trennung.

Auch wenn ich gerne mal wieder einen Tag erleben würde an dem ich glücklich war und an den es sich zurückzuerinnern lohnt.

Das war glaube ich das letzte Mal so, als ich noch in der Grundschule war. :)

Eingentlich ist es lustig wenn alles so sinnlos ist.

Irgendwo glaube ich nicht mehr an das Gute oder bessere Zeiten aber die Hoffnung darauf kann ich trotz allem nicht abschütteln. Das gibt mir dann immer wieder ein wenig Kraft trotzdem aufzustehen.

Auch wenns vergebens ist. Was solls... einen Sinn im Leben gibt es - für mich persönlich - nun mal nicht.

Wir fangen so viele Dinge an, aber am Ende wird uns das alles so oder so entrissen.

Allerdings muss ich zugeben: wenn ich einschlafen würde und nicht mehr aufwachen müsste, wäre mir das recht.

Ob tot oder lebendig ist eigntl egal. Am Ende wird einem sowieso alles genommen was man hatte.

#67
he...

Ich glaube, wenn es ein Synonym für Pessimismus gibt, es würde "Morgoth" lauten.

Schlechte Zeiten gehören zum Leben dazu. Manchmal scheint man sie sogar für sich gebucht zu haben - auf Dauer.

Sicherlich hast du grad noch weniger Lust auf Weihnachten als ich, aber Weihnachten ist auch schnell vorbei und dann... dann kommt Neujahr!

Was für eine Chance, die eigenen Vorsätze wieder zu brechen....oder:

Durchhalten, Eigeninitiative:

Wenn es mir schlecht geht, dann mach ich immer Sport. Egal was, hauptsache Sport.

Am besten mit auspowern und als Mannschaftssport:

Man tut was für den Körper, kommt mit Leuten ins Gespräch, gibt überschüssige, durch weibliche Wesen entstandene, Energiebündel ab und fühlt sich hinterher zwar immernoch beschissen, aber hat ein bisschen Endorphinkompensation durch die eigene Leistung.

Ich weiß, es ist immer leichter Ratschläge zu geben, als sie ernst zu nehmen oder gar zu befolgen, aber:

Kopf hoch!

Der Sinn des Lebens (aus biolog. Sicht) ist die Arterhaltung und Fressen, wie bei jedem anderen Tier. Was man in der Zwischenzeit macht, muss man selber wissen. Aber da (sagen wir) 80 Jahre ne verdammt kurze Zeit sind, wäre doch die Maxime "Seize the day" angebracht, oder?

#68
Black n cold days

Emptiness and pain inside my heart

Can't find a way back or a way out

Out of these black and cold days

Summer has passed

and won't return forevermore

It's fall in me

When the rain comes down every day

but it can't wash away all this pain.

It's cold out here - where ur warmth is missing.

I've got nothin to lose anymore.

cause all I loved is gone...

When love bites, life fades to pain.

So let me go,

I'll be fine

Frozen here in time

Sick of being alive

Eaten up inside.

____________

Quelle: Morgoth

mit einem Auszug aus

Korn - Eaten up inside

#69
Es beginnt ganz harmlos.

Es wickelt dich ein,

verdreht dir die Sinne

und lügt dir das Blaue vom Himmel.

Du merkst nichts.

Betrunken von Glück stürzt du dich hinein

und verlierst den Verstand, der schützt.

Verloren bewegst du dich durch einen Traum,

der zu schön ist, erkennen zu wollen.

Doch eines Tages wachst du auf

und liegst in deinem eigenen Blut.

Ein langer Pflock ragt dir aus der linken Brust,

wo einst dein Herz war.

Es schlägt noch, doch das Leben hat es verlassen.

Von den Händen der Liebe tropft dein Herzblut.

Das tote Gewebe wird niemals gesunden

und alle Farben haben die Welt verlassen.

Grau in Grau

bis in alle Zeit.

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Quelle:

Morgoth

#70
Ich bin ein Paar Schuhe,

noch nicht sehr alt doch schon lang ausgetreten.

Schlechte Qualität bei geringer Lebenszeit.

Mit Löchern in den Sohlen und dem Stoff

laufen sie einher, durch Dreck und Schlamm

den sie nicht mehr abhalten können,

sie von innen heraus zerfrisst.

Jeden Stein bekommt man in ihnen zu spüren

und kein Unebenheit bleibt erspart.

Ohne Profil finden sie keinen Halt auf

schwierigem Untergrund,

rutschen weg wenn der Weg zu steil.

Seht ihr denn nicht, dass sie nicht mehr laufen können?

Schuhe verschleißen schnell wenn der Boden unangenehm,

und das Tempo hoch angesetzt.

Werft sie weg, bitte werft sie endlich weg.

Sie wollen nicht mehr gehn.

Ich bin sicher ihr findet ein besseres Paar,

stabilere, schönere - bequemere.

--------------

Quelle: Morgoth

#71
Ich sehe ihn jeden Tag,

diesen Jungen mit dem bitterbösen Blick,

wie er sich lustlos aus dem Bett quält

um sich für einen neuen Tag unter Menschen zu wappnen.

Er lacht selten

und wenn er es tut, dann nur oberflächlich,

ein flüchtiges Lächeln das so schnell verschwindet wie es kam.

Und immer dieser bitterböse Blick durch den er seine Umwelt wahrnimmt.

Oft frage ich mich was er hat.

Ist er nur so, weil er es toll findet?

Oder ist er so, weil er nicht anders kann?

Weil ihm etwas seine Freude raubt?

Heute erschrak ich,

als ich ihn auf dem Weg nach Hause im Bus sah.

Zuerst wahr alles wie immer.

Seinen Rucksack auf den Platz neben sich gelegt,

sass er wieder auf einem der hinteren Plätze,

zusammengekauert,

den starren Blick wie immer nach draussen gerichtet,

der die monoton vorbeiziehende Landschaft gleichgültig betrachtete,

weit in irgendwelche bösen Gedanken versunken

und diese tiefe Traurigkeit in den Augen.

Doch diese wurden plötzlich glasig,

der Damm drohte zu brechen und brach schließlich.

Tränen rollten langsam am Gesicht dieses so böse wirkenden

Menschen herunter, der plötzlich sein Bild nicht mehr aufrecht halten konnte.

Seine, wie immer, tief ins Gesicht gezogene Kapuze,

die schwere, mit Nieten gespickte Jacke

und die großen schwarzen, schweren Stiefel

ließen ihn trotzfdem plötzlich ganz zerbrechlich wirken.

Und alle starrten ihn an,

wie er da sass und still weinte,

nicht mehr fähig aufzuhören.

Als er ausstieg und zu Hause ankam,

stellte er sich vor den Spiegel

und ich erkannte beim Blick in die roten Augen,

dass ich es bin der dort sass und weinte.

Weil alles ging, weil alles zerbrach.

Alles, was ihm noch blieb.

Und nichts mehr ist.

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Quelle: Morgoth

Haribohunter
#72
An die alten Latschen

Der Schuster,

beschaut die Schuhe.

Und sagt:

"Wirf weg den Dreck."

Doch ich bitte Ihn,

Sie zu reparieren.

Denn es sind meine Liebsten.

Autor: FJK

Ps :

[Chachen = Chancen]

#73
I can't remeber the taste of your lips

and the smell of your skin.

Please help me not to forget.

Only a second passes

when I look at your picture

'til this pain hits me again.

Believe me, it is not from this world.

Why went things the way, they went?

Why...

why...

Why're you gone?

All I had was You.

---------------

quelle:

morgoth

#74
bitte die quellenangabe nachtragen.

danke

Md

edit:

kein problem

#75
sorry.

#76
Das war es also.

Mein kurzer Auftritt hier auf dieser Welt,

der mir doch viel zu lang und viel zu kurz vorkam.

Lächerliche 20 lange Jahre rasten an mir vorbei.

Und Nichts davon konnte ich bewahren.

Die Tage und Wochen zogen vorbei,

ich sah sie wie ein Reisender,

sitzend in einem Zug,

der Richtung Unendlichkeit fährt.

Draussen war die Landschaft oft verregnet und unwirtlich,

sie gefiel mir nicht.

Doch ab und zu - nur ganz kurz -

war sie betäubend schön.

So schön, dass ich am liebsten ausgestiegen wäre

um dort zu verweilen, mich selbst und die Zeit zu vergessen.

Jetzt ewige Nacht.

Die Sonne für immer hinter dem Horizont im Sturzflug verschwunden.

Und wird nie mehr hell - für mich.

Es ist Zeit.

Ich muss jetzt geh'n.

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quelle: morgoth

#77
Eine dumpfe Leere liegt über allem

Vor Stunden hatte ich noch Schmerzen

und Worte die alles beschrieben

Jetzt ist's still

Ich strenge mich an sie wiederzufinden

will sie niederschreiben

Finde sie nicht

Was ist schlimmer?

Der Schmerz oder das endlose Grau danach?

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(falls noch notwndig) quelle: morgoth

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