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Liebeskummer am Arbeitsplatz

880 Antworten43'321 AufrufeGestartet von Nina70 ·

#861
Hallo, Ihr Lieben:schmatz:

Ohne zu vergessen, dass das hier @Ninas Thread ist und IHR Problem im Mittelpunkt stehen sollte, gehe ich gerne auf die «Herausforderung» ein, die Ihr mir mit Euren kritischen Bemerkngen angeboten habt... vielleicht hilft das ja auch Dir, @Nina, über Deine Situation nachzudenken und Deinen Weg zu finden... Mehr als von meinen Erfahrungen zu erzählen kann ich Euch aber nicht bieten;-) was für mich gilt und wie ich es anschaue, da sind nur meine eigenen Erkenntnisse, die für Euch ganz und gar nicht stimmen müssen....ich schlingere mich genauso durch's Leben wie Ihr auch...nur in meinem eigenen Film, der im Moment wenig mit Liebeskummer zu tun hat, aber die Auswirkungen sind oft nicht sehr verschieden....

Ich denke, dass das Zulassen der Erinnerungen, sie anzunehmen als das was sie sind, ein «Mitten durch die Sch*** gehen» der direkteste, aber manchmal auch ein schmerzhfter Weg ist. Ich lebe am besten mit den nackten Tatsachen, den brutalen und heftigen Fakten und durchleide die Trauer und den Abschied relativ intensiv und auf der vollen emotionalen Schiene. So verarbeite ich af eine intensive Art und recht effizient. ...warum sollte ich nicht effizient an die Sache rangehen und versuchen, sie so sachlich wie es mir nur möglich ist, zu erledigen? zumindest ist das meine Absicht...aber auch ich gehe dann an der Wohnung der Ex vorbei und es kann weh tun.... genau dann gehe ich aber in dieses Gefühl des Wehtuns hinein und analysiere es, schaue es ganz genau an und lasse mich auch darin versinken. Oft führt das bei mir zu Depressionen, die ich dann irgendwann wieder umkehren kann und mit einem kognititven Ansatz den Ausweg finde. Das ist bestimmt nicht jederfraus und -manns Sache, es gehört bestimmt eine gute Portion Masochismus dazu, ein Leidenswunsch, eine sehr hoch gesteckte Schmerzgrenze.

Vergessen, aus dem Weg gehen, Ausweichen, Vermeiden, zur Seite schieben...das sind meine Dinge....ich muss mittendurch!

...und wieder auf der grünen Wiese (*ja, jetzt kommt der wieder mit seinem Psycho-Golfplatz!!!*) kann ich sehen, dass es (fast) immer eine Sache des Blickwinkels ist. Wenn ich an eine Bergwand schaue, so ist hinter mir ein Tal oder eine Ebene, wenn ich nur Schatten sehe, so ist hinter mir die Sonne, wenn bei mir Nacht ist, so ist gegenüber Tag....das Glas ist halbvoll oder halbleer...ach die alten Sprüche, die ber so viel Wahres in sich haben, können oft am treflichsten beschreiben, was meine Überlegungen sind...

...und dann kommt für mich auch eine grosse Demut dazu...JA!... DEMUT! schlimmes, abgegriffenes Wort, aber ich habe diese und will sie pflegen.

Ich bin zwar ein Individuum, aber ein wnizig kleines, fast unsichtbares und vollkommen unwichtiges Individuum. Nur habe ich das Glück, in einem Teil der Erde zur Welt gekommen zu sein, wo sauberes Trinkwasser aus dem Hahnen selbstverständlich ist, wo ich zu einem Arzt gehen kann, wenn ich krank bin, wo ich abends ohne Angst ausgeraubt oder überfallen, verschleppt und getötet zu werden, auf die Strasse gehen kann, ich kann einkaufen gehen und habe ein Bankkonto, einen Internetanschluss, ein Handy, zwei gesunde Kinder, eine gute Kommunikation mit meiner Exfrau und eine wundervolle Freundin.... WAS WILL ICH MEHR??? Wie kann ich erwarten, dass das Universum mehr für mich bereit hält...ist das nicht schon mehr als genug? Wenn ich das Vorhandensein einer Lebenspartnerin als wichtigste Komponente meines Lebens ansehe, dann schaue ich nur in eine Richtung...und da könnte gerade ein Berg sein...oder ein Abgrund...

ES sind aber nicht die Grossen Ziele, die mich antreiben, sondern die kleinen «Blumen am Wegrand», die ich schon so oft als Beispiel gebracht habe...diese wunderschönen kleinen Blüten, die wir übersehen, wenn unser Blick nur in die Ferne zu den grossen Zielen - die wir meist eh erreichen - schauen.

Ich muss immer wieder in meiner unmittelbaren Umgebung schauen...und finde so oft wunderschöne Blumen...;-)

..überlegt's Euch mal, ob Ihr das nachvollziehen könnt..;-)

:schmatz:

Xoff

sine
#862
hallöchen nina!

ich wollte dir keine angst machen mit meinem tipp, den alk wegzulassen, sondern einfach nur erklären, dass es dich behindert, wenn du mal was trinkst und dass ein teil der müdigkeit eben auch von daher kommen mochte. ich finde es super, wenn du so flexibel bist und es mal ausprobiert hast, den alk wegzulassen.

ich selbst hatte damit schwierigkeiten, weil sich bei mir der alk schon verselbständigt hatte. das ist eine ganz dumme kombi von alk und problemen. als enthemmer enthemmt der alk sogar so sehr, dass man nicht mehr den unterschied zwischen entspannung und "saufen WEIL man probleme hat" erkennt. mal abgesehen davon, dass alkohol ein selbstläufer ist eines tages und zu einem eigenen problem werden kann.

dass du telefonieren willst und davon ausgehst, dass es nicht zu einem gespräch kommt, finde ich ehrlich gesagt nicht schlecht. du wirfst damit zwar gleich mehrere meiner denkgrundsätze über den haufen, nämlich zum beispiel den, dass man nicht vom schlechtesten ausgehen soll, zumal es dann auch häufiger eintritt... ...aber: ich habe auch einen anderen grundsatz. nämlich den, dass man frust dort ablassen soll, wo er herkommt.

in deinem fall ist das telefonat aber leider nicht als frust-ventil gedacht, oder? wenn du dich nur ganz klein machen willst und ihm "dienen" willst an seinem geburtstag, dann lass es bitte unbedingt bleiben. deine worte klangen aber ein bissle kämpferisch, und wenn du anrufst, weil es eh alles verquer ist bei euch und weil du nunmal ein interesse HAST, mit ihm in kontakt zu treten - egal, ob es angenehm wird oder nicht -, dann kannst du es wagen.

ich würde mir aber schon vorher notieren, dass das der letzte anruf für mindestens einen monat ist, egal was er sagt. hinterherlaufen ist nicht, nina! :nono: ;)

Original von xoffIch denke, dass das Zulassen der Erinnerungen, sie anzunehmen als das was sie sind, ein «Mitten durch die Sch*** gehen» der direkteste, aber manchmal auch ein schmerzhfter Weg ist.
hi ho @xoff... ich denke das auch. du schreibst aber etwas, das ich in meiner erfahrung mit depressionen ehrlich gesagt als nicht gut empfunden habe (sorry, aber ein bissle diskussion kann ja nicht schaden, wie du selbst behauptet hast):

Original von xoffIch bin zwar ein Individuum, aber ein wnizig kleines, fast unsichtbares und vollkommen unwichtiges Individuum. Nur habe ich das Glück, in einem Teil der Erde zur Welt gekommen zu sein, wo sauberes Trinkwasser aus dem Hahnen selbstverständlich ist, wo ich zu einem Arzt gehen kann, wenn ich krank bin, wo ich abends ohne Angst ausgeraubt oder überfallen, verschleppt und getötet zu werden, auf die Strasse gehen kann, ich kann einkaufen gehen und habe ein Bankkonto, einen Internetanschluss, ein Handy, zwei gesunde Kinder, eine gute Kommunikation mit meiner Exfrau und eine wundervolle Freundin.... WAS WILL ICH MEHR???
*hust hust*

mit der globalisierung von schmerz und kummer kann ein mensch nicht viel anfangen, ist MEINE theorie. da muss schon etwas konkreteres her.

und von winzig kleinen individuen als sichtweise halte ich ebenfalls nichts. es gehört aus meiner erfahrung heraus gerade für einen traurigen menschen dazu, dass er die passive rolle, die er sich selbst im leben zugeschrieben hat, ablegen lernt. mein ansatz für mich selbst war natürlich nicht, "die passive rolle abzulegen", aber er war auch nicht, mich beispielsweise über trinkwasser dermassen ununterbrochen zu freuen, dass ich meine depressionen auf diese art verdränge.

:rolleyes:

ich bin mehr so der freund von zielen und neuerdings auch von wünschen. ich habe gelernt, dass ich wünschen kann. das war für mich das problem, denn ich war ja so eine verdammte fatalistin . das war auch sehr sympathisch in manchen gesprächen, aber für mich selbst war es schlecht, weil ich eben auch versäumt habe, dinge aktiv anzupacken.

demut, lieber xoff, kommt bei mir aus einem anderen kanal. das ist nicht, wenn ich mal so vergleichen darf mit dir, eine direkte folge aus dem glück, blümchen am wegesrand zu sehen. es stimmt zwar, dass einen im kummer ein glück, geradezu eine rührung und demut erfaßt, wenn es SO hell leuchtet oder wenn es plötzlich aus dem grau SO bunt scheint wie dann, wenn man mal den blick vom problem an sich wegreißen kann. aber irgendwann kommt die demut nicht mehr von der dankbarkeit, dass "nicht alles scheisse" ist.

meine demut ist ein bestandteil meines wesens. demut ist auch passiv, ich sortiere sie daher lieber mal ein in meine "kiste" mit der aufschrift "stilles glück".

;)

tja, ich persönlich glaube daran, dass man schritt für schritt den weg weg vom eigenen unglück suchen und gehen muss. die reihenfolge - erst suchen oder erst losgehen - ist wurscht! hauptsache, man hört auf, sich seine situation als unlösbar erscheinen zu lassen.

ich habe übrigens in meinem leben eine seltsame feststellung gemacht. ich konnte es nicht anders verbalisieren, was ich mir gewünscht habe, als als bloße lippenbekenntnisse. erst, als ich schon einen schritt der veränderung unternommen HATTE, konnte ich plötzlich auch eine distanz herstellen zu der situation, aus der ich herauszukommen versucht hatte. das klingt gar nicht so unlogisch, gell? aber es war mir dennoch in keinster weise bewußt.

will sagen:

unser geist spielt uns gern streiche. in unserer vorstellung können wir in der vergangenheit leben und auch in der zukunft. beides kann schmerzhaft sein, ich persönlich finde beides EHER gefährlich, weil es eigentlich sehr oft schmerzhaft IST. in der gegenwart zu leben hat ein wenig mehr damit zu tun, dass man gedanken auch mal weglässt. in anderen threads haben wir über ängste geschrieben hier im forum... dort ist es wohl recht anerkannt, den "kopf auch mal zu" zu machen. :] aber ich glaube, dass uns unsere - schmerzhaften - erinnerungen behindern. daraus folgt, dass ich es besser finde, man hört einfach auf, erinnerungen als schätze des wissens zu verstehen. erinnerungen sind erinnerungen. wir haben sie in lebensphasen gemacht, in denen wir teilweise ein gutes psychisches "gerüst" in uns hatten und teilweise ein schlechteres.

erinnerungen wechseln auch (nach welchem prinzip, weiß ich zwar nicht so genau, aber ich finde es verdächtig, dass sich erinnerungen überhaupt so verdammt verändern dauernd).

ich glaube, erinnerungen sind o.k., aber gerade in einer kritischen lebenssituation, z.b. bei liebeskummer, sind erinnerungen nur etwas, was uns unser herz wie eine luftspiegelung bei heißem wetter vorgaukelt. ich glaube, erinnerungen führen uns weg von der verwirklichung unseres aktuellen lebens JETZT. der schmerz, den du spürst, wenn du an der wohnung deiner ex-freundin vorbeigehst, ist da, aber es gibt dein leben, und es wäre besser, du lässt es dir nicht entreissen von der "erinnerung".

du sagst ja selbst, dass diese erinnerung eventuell mit depressiven verstimmungen zusammenhängt. xoff, du sagst es SELBST. depressionen oder kummer generell ist nichts, was man verbannen soll. ich bin auch dafür, durch die "scheisse" hindurchzugehen und nicht die augen zuzumachen. die kunst ist es jedoch - meiner meinung nach -, den dingen nur den raum zu geben, den sie BRAUCHEN.

bei mir pendeln sich die sachen langsam ein. wenn eine sache (schließlich wissen wir selbst ja komischerweise manchmal am wenigsten, was wir brauchen) doch mehr gewicht hat als ich dachte, dann wird sich diese sache den raum und die zeit selbst suchen. ich teile es dann ein und sage: o.k., ich hab zeit zum nachdenken / sorgen machen / grübeln ... z.b. am donnerstag morgen zwischen 5.49 und 6.00 uhr :schief: .

jetzt ist es 6.26 uhr und nun gut. ein bissle akzeptanz nicht nur mit dem zeitgerüst, sondern vor allem auch damit, dass eben kummer DA ist, ist AUCH wichtig. aber es war für mich elementar zu lernen, dass ich meine gedanken nicht auf den kummer richten MUSS.

blümchen am wegesrand sind toll xoff. aber die welt ist eine riesige schatztruhe, von mir aus: ein blumenbouquet, durch das man hindurchlaufen kann und das uns unterhält, liebt und ernährt.

*ups 'ernährt'... ich bin fürchterlich pleite... kann ich mir ja selbst hinter die ohren schreiben alles*

ich weiß nicht, ob ich es schaffe, dir @nina, hoffnung zu machen, dass du die nötige kraft, die du brauchst, um einen weg mit dem problem aus dem problem ;) zu finden. aber ich wünsch dir, dass du es schaffst, und ich glaube auch, dass es klappt.

der erste schritt war jedenfalls schonmal toll. da steckt, so denke ich, mehr hinter als man denkt, dass man so leicht etwas ändert, was eben noch fakt und damit ein bissle unumstößlich wahr war.

gruß

sine

sine
#863
Original von sineich weiß nicht, ob ich es schaffe, dir @nina, hoffnung zu machen, dass du die nötige kraft, die du brauchst, um einen weg mit dem problem aus dem problem ;) zu finden.
:schief:

...dass du die nötige kraft BESITZT, wollte ich schreiben. sorry!

s.

#864
Guten Morgen meine Lieben

Es tut gut zu wissen, dass ich nicht die einzige bin die Probleme mit den Erinnerungen hat die einem immer wieder irgendwo "auflauern". Eigentlich ging es mir heute morgen so gut, da komme ich ins Büro und "sehe", dass er die nächsen 10 Tage abwesend ist. :heulen: Ich habe keine Ahnung ob beruflich oder auf Urlaub und jetzt dreht sich der ganze Morgen schon darum in meinem Gedanken wie ich herausfinde wo er ist. :mauer: :mauer: Hab mir schon ausgedacht, wie ich ahnungslos auf seine Büro-Nr anrufe und so das gewünschte in Erfahrung bringen werde. Es hängt eben schon davon ab wo er ist, weil wenn er Urlaub macht dann ists endgültig vorbei, wenn aber bloss mal wieder kurzfristig verreisen musste ist das ganz was anderes - und je nachdem wirds dann weder einen Anruf zum Geburtstag geben noch sonst was.

@Sine was meinst du mit dem ersten Schritt?

Grüsse und einen schönen Tag trotz Nebel

wünscht Euch Nina

#865
Hallo Nina,

wie meinst du das hier?

Es hängt eben schon davon ab wo er ist, weil wenn er Urlaub macht dann ists endgültig vorbei, wenn aber bloss mal wieder kurzfristig verreisen musste ist das ganz was anderes - und je nachdem wirds dann weder einen Anruf zum Geburtstag geben noch sonst was.
Hast du endlich genug Wut angesammelt um dich auch mal von ihm abzuwenden und zu dir selbst zu sagen: "Nö, das muss ich jetzt nicht haben!" ? Das wäre klasse, denn es wäre tatsächlich ein großer erster Schritt.

Ich habe auch stark den Verdacht, dass du klein und lieb sein würdest am Telefon, wenn du ihn zum Geburtstag anrufen würdest. Eine Szene wäre dem Anlass ja auch nicht angemessen.

Erinnerungen, ach ja...damit muss man leben, einen Weg finden. Bei mir läuft das meist so:

1. darin suhlen (extra bestimmte Orte aufsuchen oder Lieder hören und richtig melancholisch sein stundenlang)

2. mich bewusst aufraffen, mich mit anderen Sachen zu beschäftigen und in die Zukunft zu schauen

3. Rückfälle haben und denken, das geht nie vorbei

4. nach und nach merken, dass es schon am Vorbeigehen ist (weil man einen ganzen Tag schon nicht mehr an IHN gedacht hat)

Das funktioniert umso besser, wenn du dir neues Gedankenfutter suchst. Am besten etwas, das du schon vorher gern gehabt hast. Was gibt es in deinem Leben oder was hat es mal gegeben, das dir wichtig war, bevor ER darin vorkam?

#866
Also ich hab leider erfahren müssen, dass er Urlaub hat - heul - :heulen:

Nie habe ich seine SMS gelöscht, aber auch lange nicht mehr gelesen, das hat auch was mit den Erinnerungen zu tun die ich meide hervorzuholen. Aber heute habe ich die letzten 3 gelesen, erst vor einem Monat noch hat er mir noch so lieb geschrieben. Da dachte ich, ich schreib ihm trotzdem, irgendwas, dass ich ihm schöne Ferien wünsche oder so. Ich habs noch nicht gemacht bis jetzt............

Mein Entschluss von heute morgen hat sich schon wieder geändert, ich kann nicht anders. Ich vermisse ihn so stark.

sine
#867
hallöchen nina...

:trost:

am liebsten hätte ich, dass du nicht weinst. aber andererseits ist es ja - wie geschrieben - auch in ordnung und sogar in mancher hinsicht einfach notwendig, dass sich der kummer durchsetzt. einmal richtig.

du hast gefragt, was "der erste schritt" sein soll?

nina, ich finde, du hast schon einen "ersten schritt" gemacht. nämlich als du das mit dem alk sein lassen hast. selbst wenn es nicht "für immer" gewesen sein sollte, selbst wenn du oft (und am anfang scheinbar "immer") das gefühl wieder bekommst, etwas nicht ändern zu können, du wirst es ändern, wenn du nur versuchst, etwas zu verändern.

Original von Nina70Mein Entschluss von heute morgen hat sich schon wieder geändert, ich kann nicht anders.
naja... wenn ich sowas lese, ist meine motivation, daran zu glauben, dass du es schaffst, allerdings plusminus null. jeder, der sagt, er schafft etwas nicht, schafft das nämlich bestimmt nicht.

es gibt keine engel, nicht mehr in unserem erwachsenenalter ;) zumindest, die uns unsere seelischen nöte abnehmen. als erwachsener fällt man so lange auf die schnauze, bis man endlich mal erwägt, die schritte anders zu setzen. dann fällt man aber oft immer noch hin, manchmal sogar in genau dasselbe loch, aus dem man gerade mühsam aufgestanden ist.

so what. entweder du versuchst, dich wieder selbst zu einem glücklicheren leben zu bringen, oder es wird einfach noch länger dauern mit deiner trauer und mit deinem liebeskummer. die rechnung ist furzeinfach: wer nicht "kann", bleibt, was und wo er ist. genauso einfach ist die rechnung aber auch andersherum.

die umsetzung, dass man einen ersten schritt tut, ist schwer. die richtung kann ich dir auch nicht sagen, du musst selbst nachdenken, was du eigentlich möchtest. überleg dir, wie du lieber wärst als wie du jetzt bist. zum beispiel vielleicht hättest du gerne keinen kummer, nehme ich an.

dann, so hab ich mir damals überlegt, hab ich ein paar situationen "aufgespürt", die mich immer SEHR nahe an mein "traurigkeitsloch" herangeführt haben. und diese situationen hab ich gemieden. ich find es zwar schon o.k., wie @xoff das händelt mit dem vorbeigehen am fenster seiner ex. aber für mich war's nix, ich war zu labil.

und: ich bin nicht mehr von selbst in mein kummerloch gesprungen. gedanken wie "er will mich sowieso nicht mehr sehen" habe ich mir rigoros gesperrt. vom kopf her ist das einfacher zu begründen, zum beispiel ist es ja auch wurscht, was ER will, ICH wollte eine beziehung und die hatte ich nicht. da muss man sich ja nicht die hölle heiß machen und sich wie ein gebet oder ein endloses klagelied dieses faktum - daß ich nicht zusammen war mit IHM - ausmalen und immer wieder vorbeten. ich hatte es verstanden, und das nervt schon auf dauer, wenn man sich dann alles noch bis ins letzte beziehungsatom immer wieder selbst auf's brot schmiert. vom herzen her aber hat mich die melancholie angezogen und ich dachte schon, sie ist ein teil von mir.

auch die frage, ob die melancholie zu mir GEHÖRT, hab ich abelegt. es ist mir wurscht, in welchem verhältnis frau melancholie und ich stehen. ich hab keine zeit, mich von ihr um mein leben betrügen zu lassen. sie darf was sagen, wenn ich lust auf sie habe. und, was soll ich sagen, ich habe KEINE lust mehr auf sie, seit ich aufgehört habe, sie zu stilisieren und als einen teil von mir zu betrachten.

das ist eines der dinge, die ich schon in meinem letzten post anzusprechen versucht habe... ist ja alles schön und gut, wenn man weiß, was für ein "typ" man - angeblich - ist, nur, wenn uns das unglücklich macht, dann muss man eben mal ein bisschen eingreifen in das schicksal und sich auch mal positive gedanken machen. "positiv" ist in meiner welt nicht, dass ich mir sage, was für ein "tolles kerlchen" ich bin, sondern dass ich einfach gelernt habe, dinge gut zu finden, wenn mein inneres "ja" gesagt hat, egal, ob damit eine objektiv ungute situation hergestellt wird oder nicht. so kann z.b. eine trennung auch gut sein.

dieses "sortieren" musst du lernen, nina. dass man einfach mal die gedanken an die trauer nicht verabsolutiert. und wenn du noch etwas nicht verabsolutieren solltest (wie ich finde), dann sind das die ohnmachtsgefühle. "ich kann nicht" ist ein satz, den kannst du streichen. immer, wenn du ihn denkst, denkst du einfach irgendwie etwas anderes. vielleicht: "ach, wollen wir doch mal schauen, was passiert." oder du fragst dich SOFORT, was du aber gerne können würdest, und dann formulierst du das als ziel. vielleicht: "ich würde ihm gern zeigen, dass er mir wichtig ist, aber ich möchte auch mich selbst nicht mehr verletzen. also werde ich ein jahr warten mit jedem weiteren kontakt. dann lässt sich noch geraderücken, dass ich ihn mag, und dennoch werde ich bis dahin mir selbst eine gesunde distanz zu ihm geschaffen haben und es wird nicht mehr so wehtun."

gell...

:)

jaja

gruß

sine

#868
Liebe Sine

Leider war der Kummer heute grösser und ich habe den Schritt nicht gemacht, aber egal... Ich bin etwas ruhiger geworden und gegessen habe ich auch endlich wieder einmal etwas.

Weisst Du, gerne würde ich mir sagen, dass ich ein Jahr mir Zeit geben würde, habe ich doch schon seit 2 Wochen kein SMS mehr an ihn geschrieben und angerufen habe ich ihn auch nicht mehr. Ausser vor einer Woche als ich nachfragen wollte wie es denn jetzt mit dem gemeinsamen Mittagessen aussieht. Als er mir geschrieben hat, dass es zeitlich nicht drin liegt, habe ich nicht geantwortet. Aber wenn ich mir die Zeit gebe und ihn in Ruhe lasse, dass ist dann eben die Zeit wo ich den Erinnerungen nachhänge und dann werde ich so traurig und denke "ich muss etwas tun" und dann eben denke, dass ich mich bei ihm melde.

Es tut so verdammt weh, das Schlimme ist eben auch wenn ich im Büro sitze und wie heute vor Feierabend andere Leute über ihn reden höre, sogar mitbekomme, dass sie heute mit ihm gesprochen haben, natürlich wegen Geschäftlichem (eben er wird ja nicht mal in den Ferien in Ruhe gelassen) und dann habe ich noch mitbekommen, er sei in den Bergen und blablabla, wenn direkt in meinem Büro darüber geredet wird, dann könnte ich schreien, es wird mir schlecht und ich könnte rausweinen vor lauter Kummer. Es ist eben das Schlimme an der Sache, er ist immer da, präsent - nur ihn gesehen habe ich seit Wochen nicht mehr.

Ich habe darüber nachgedacht, was es denn war, was vor der Zeit bevor das mit ihm angefangen hat, gerne gemacht habe. Es war eigentlich nichts weltbewegendes, ich habe einfach nur gerne gelebt, gewohnt, verwöhnt und das Leben genossen, habe gerne gearbeitet, ging gerne auf Reisen und las sehr gerne. All das tue ich eigentlich noch immer gerne, oder würde es gerne zumindest.

Ich denke jetzt jedesmal wenn die Erinnerungen hochkommen, wie es wäre mit ihm zusammenzusein. Wenn ich mir dann vorstelle, dass der Typ ja eh nie da wäre, so oft weg, immer arbeitet, dann muss ich mir sagen, so einen will ich doch gar nicht. Wenn ich mir in Erinnerung rufe, wie doof ich mich vor einem Jahr an seinem Geburtstag gefühlt habe, die Leute, die Diskussionen, all das hat mich nämlich gar nicht besonders interessiert, ich fand damals das ich mit solchen Leuten gar nicht mehr Kontakt haben möchte, bzw. sie waren mir egal. Die Chemie stimmte irgendwie nicht und ich habe damals oft gedacht, dass ich mich nach Hause zu meinen Freunden sehne, wie wir lachen würden, diskutieren; einfacher gesagt: wir sprechen eine andere Sprache.

Also dann muss ich mir halt nur immer wieder diese Situation in Erinnerung rufen, vielleicht hilfts ja den Schmerz zu bekämpfen.

hm :]

sine
#869
Original von Nina70ich habe damals oft gedacht, dass ich mich nach Hause zu meinen Freunden sehne
wow, nina... ich finde es natürlich toll, wenn man sich wohl fühlt bei freunden. das ist schön, diese fähigkeit ist sehr viel wert. wie wäre es, wenn du mal überlegst, wann du deine freunde mal wieder sehen könntest? kleiner spieleabend vielleicht?

hm

echt ne sehr coole idee, dass du gemerkt hast, schon damals, als du noch mit ihm zusammen warst, gab es sachen, die dir mehr gelegen hätten.

wenn direkt in meinem Büro darüber geredet wird, dann könnte ich schreien, es wird mir schlecht und ich könnte rausweinen vor lauter Kummer
:schief: :rolleyes:

hm... frag mal zitro, was sie in solchen fällen macht. ich würde sagen: grenz dich ab. es gibt z.b. schmeichelsteine. die hat man in der tasche. wenn das thema auf etwas kommt, was einem den boden unter den füssen wegzieht, kann man unauffällig diesen stein berühren und sich etwas sagen, was man sich vorgenommen hat, was man dann denken MÖCHTE.

hm... ja, ich verstehe, WIE unangenehm die situation auf arbeit für dich ist. erinnert mich latent an meine studi-zeit. da wurde auch immer von irgendwelchen männern gefaselt, die irgendwer gut fand, aber ICH war - manchmal damals auch heimlich - verliebt in sie oder zumindest interessiert. wenn man dann den gedanken zulässt, dass man keine chance hat, tut jedes wort weh wie ein messerstich.

hier geht es aber weniger um chancen. ich denke, es ist eher eines frage des abgrenzen-könnens. das kannst du eigentlich direkt mit deinem selbstwert in verbindung bringen, denke ich.

gut gut

aber helfen tun ja - meiner ansicht nach - nur kleine schritte. ich würde also versuchen, mich nicht mehr verletzt zu fühlen. dein kopf wird dir helfen, das gefühl, von diesen worten verletzt zu werden, abzulegen. denn rational gesehen WILL dich ja niemand verletzen, der etwas sagt, was mit IHM in zusammenhang steht.

oder... koch dir ne tasse kräutertee. immer, wenn du dich schwach fühlst, kochst du dir ne tasse, immer nur eine vielleicht, so eine art "belohnung", dass du das durchstehst, und wenn du nicht immer rausrennen und zur teeküche hechten kannst, dann versprichst du dir die teetasse im geiste. irgendwann kann man dann auch über sich selbst lachen. erstmal fallen einem die anzahl der teetassen, die man neuerdings trinkt, vermutlich auf. und dann ist es einfach ein lacher, ein kleiner scherz, der einen vielleicht auch erheitert in solchen "dunklen momenten", wenn man sich sagt, dass es zeit für einen kräutertee geworden ist...

:) )

oder überleg dir etwas, was dir beser einleuchtet.

meine beste freundin hatte mir mal einen tipp gegeben. sie sagte, ich sollte, wenn ich angst hätte, an meine füsse denken. sie stünden fest auf dem boden. wenn ich sie übereinander geschlagen habe, sollte ich sei nebeneinander stellen, zur not sogar aufstehen. und dann sollte ich mal ganz fest dran denken, wie fest die füsse auf dem boden stehen. einfach so, nur um abzuschalten. sie meinte, das würde ihr manchmal kurzfristig ruhe verschaffen.

mir verschafft es auch sofort ruhe.

und... ich habe mich tatsächlich belohnt. in meinem kummer habe ich mich aber nicht für das ertragen schlimmer dinge belohnt. sondern ich habe mir blumen gekauft, und zwar als "erinnerung" für die guten dinge. pro kompliment eine rose. pro lächeln, das mich aufgebaut hat, eine rose. pro scherz, den ich aus dem herzen hab machen können, eine rose. etc pp.

ich glaube, ein bisschen müssen wir nämlich im kummer die schönen momente festhalten. ich hab die guten momente aber immer kleingeredet und auch schnell vergessen. das war scheisse. ich brauchte KRAFT!!! also hab ich mir die momente mit hilfe der blumen gemerkt. die meisten blumen hielten ja recht lange. das war schonmal schön. wenn die blumen mal ausgingen, hab ich mich dann automatisch gefragt, ob ich spinne und wo mein positiver input bleibt...! :) ) und dann hab ich mir oft GANZ FEST vorgenommen, heute jemanden anzugrinsen und mal abzuwarten, ob es nicht irgendwo dann mit ein bissle anschub von mir eine positive situation gibt. gab es. das einzige, was fraglich war, war meine motivation.

und deshalb: KLEINE schritte, nina, und rückschritte mit einkalkulieren. trotzdem immer und immer wieder versuchen... kleine schritte find ich gut.

:] :) )

greetz

s.

#870
Ja aber Hallo!

Hey, @sine, schön, wieder einmal mit Dir zu schreiben...und ich kann sehr vieles aus Deinen Worten gut nachvollziehen...gerade Deine Betrachtungen über Demut haben mir guten Denkstoff gegeben... bei mir ist's ja nicht so, dass meine Meinungen betoniert sind, sondern ich überarbeite sie dauernd und bin über Anregungen immer froh;-)

Leider hatte ich gestern keine Zeit, zu lesen oder zu schreiben... um 6.15h hatte ich eine Hausdurchsuchung und wurde dann verhaftet, erkennungsdienstlich erfasst, verhört....das beschäftigte mich dann schon ein wenig... ich war in einem total anderen Film.

Keine Angst, es ist geht um einen blöden Vorfall mit meiner Uhr, die mir schon zum zweiten Mal gestohlen wurde, die ich aber nach dem ersten Diebstahl auf dubiose Art zurück erhielt und mir damals aber keine grossen Gedanken machte... nun denken sie, ich würde einen Versicherungsbetrug abziehen... dabei war ich einfach nur blauäugig (bin ich ja auch!) und naiv......so einfach kommt man in die Mühlen der Justiz...

Jetzt habe ich sehr viel zu tun und werde vielleicht erst heute Nachmittag - wenn überhaupt - meine Gedanken aufschreiben können...

Dir, @nina, wünsche ich vor allem den Mut und die Kraft, Entscheidungen zu fällen und Wege zu gehen, die Du aus dem Bauch heraus für richtig erachtest, ich wünsche Dir auch, dass Du Deine Dich zermarternden Gedanken ab und zu mal ausschalten kannst.

Meine Betrachtungen zu den Blümchen und der Demut waren etwas allzu schönmalerisch und esoterisch, denke ich, aber vielleicht geben sie doch einen Schub in die richtige Richtung, ohne so zu stimmen und für Dich (oder sonstwen) tel quel anwendbar zu sein.

uns allen wünsche ich diesen Blumenstrauss von @sine, durch den wir hindurchgehen können...geile Vorstellung? So richtig fett in den Blumen waten - ganz benommen sein von den Düften der Blüten - auf weichen Stengeln sich hinlegen können... JA!

Es gibt die kleinen Freuden, die bestimmt sehr wichtig sind, aber manchmal muss auch was handfestes, reisserisches, deftiges her, manchmal ist - zumindest bei mir - auch ein wenig Übertreiben angesagt, mal so richtig fett mir was zu Gute tun...;-)

...wie auch immer: es gibt jederzeit Dinge, an denen wir uns freuen können, mal sind sie fett, mal winzig...aber WIR müssen sie erkennen.

Ich wünsch Euch allen einen guten und erfolgreichen und schönen Tag mit dem gespickt, was Euch Freude macht...!

Xoff

PS: @sine, das Wünschen/Bestellen gelingt mir nicht so gut....würde mich gerne mal ausführlicher darüber unterhalten...;-)

sine
#871
@ xoff

zum "bestellen beim universum" mußt du zitronenfrau befragen. ich mache solche bestellungen immer noch nicht.

:) )

zum wünschen habe ich ein buch gelesen: es war von shakti gawain und hieß "stell dir vor".

es gab bücher, die ich gelesen habe, die mir GAR NICHTS gesagt haben. und bei frau gawain machte mich der name schon SEHR nervös. hare krishna, shakti gawain, kling verdammt ähnlich, hat mein esoterik-meldezentrum vermeldet.

es ist aber - bis auf die meditationen - überhaupt nicht esoterisch (oder ich hab es ausgeblendet, was da an esoterik drin war...). frau gawain schlägt einfach vor, dass man sich "visualisiert", also vorstellt, was man gern wäre oder was man gern hätte. diesen wunsch soll man sich mit etwas ruhe, am besten mit ner kleinen meditation oder wie, vorstellen.

credo des ganzen ist, soweit ich es richtig verstanden habe, dass man automatisch alles, was man kann und auch alles, was man noch lernen kann, tut, um etwas, an das man glaubt, zu erreichen. ausserdem gilt, dass jemand, der nicht bang ist um seinen wunsch, sondern "weiß", dass das schon klappt, wenn nicht so dann eben anders, dass so jemand auch offener wirkt und menschen und situationen geradezu anzieht.

also, mit den meditationen, das habe ich total eingestellt. seitdem mein freund mein leben bevölkert, habe ich irgendwie weniger zeit, mich mal im wohnzimmer hinzusetzen oder hinzulegen und ein bissle herumzuexperimentieren. aber ich muss sagen, die eine idee mit dem heilenden licht, das uns umschließt, das hat mir das eine mal, wo ich die meditationsübung ausprobiert habe, echt was gegeben. es ist schon komisch, was man für selbstheilungskräfte besitzt.

ja hm

zu den "bestellungen" hab ich aber just heute was zu erzählen:

ich hatte mal wieder uni heute morgen um 10. ich bin seit dieser woche am studieren, vorher gab es aber schon einen vorkurs. erst seit gut 8 tagen arbeite ich wieder in meiner kanzlei, natürlich nur entweder spät abends oder früh morgens. auf dauer unerträglich anstrengend, aber erstmal läufts, auch wenn es beinbeinbeinhart ist.

weil ich eine dringende klage noch anhängig gemacht habe heute morgen, die eigentlich noch gestern abend hätte rausgehen sollen, bin ich mal wieder eine viertelstunde zu spät überhaupt zum aufbrechen bereit gewesen. da habe ich mich einfach mal kurz hingestellt und laut zu mir und zu monsieur gesagt, was ich am liebsten jetzt tun würde, wie ich diese situation jetzt am liebsten hätte: ich habe gesagt, ich hätte gerne, dass diese blöde vorlesung nicht stattfindet und dass ich dementsprechend auch nicht zu spät komme. ich hätte gern, dass ich erstmal in einem buch was lesen kann und nicht immer und immer wieder mal eben ins kalte wasser geworfen werde in den vorlesungen und übungen. ich würde am liebsten zum postfach gehen, habe ich gesagt, und mein neues buch, das ich bestellt habe, herausholen und darin lesen.

ich bin dann hingegangen und die vorlesung fand nicht statt. ich war geschockt! kennst du das, wenn man irgendwo ist und keine sau ist dort. dummerweise ging es mir am mittwoch genauso mit der einen übung.

dann hab ich gedacht: och, ist ja auch nicht schlecht, ich bin müde und zu spät, also was soll's. ich bin herumgelaufen, ganz in ruhe, und hab geguckt, wo denn eigentlich was ist an der uni und ob ich nicht nen aushang finde zu meiner vorlesung und was da denn nun eigentlich los ist. ganz am ende meines rundgangs hab ich es gefunden: die vorlesung - und übrigens auch die übung vom mittwoch - läuft erst ab januar!

da dachte ich dann: ups. ich hab mich ECHT gefragt, ob jetzt mein wunsch in erfüllung gegangen ist oder nicht.

dann bin ich zum postfach gefahren, ich darf ja jetzt mit dem studiticket mit den öffentlichen verkehrsmitteln fahren und GENIESSE es, und habe leider KEIN buch im postfach entdeckt. naja.

nun weiß ich net, was nun dran war am wünschen. ob ich gar eine "bestellung" aufgegeben hatte? 8o

aber im endeffekt wäre mir vermutlich ohne des ganz klare formulieren meines wunsches NICHT bewußt geworden, dass es für mich einen glasklaren plan gibt, den ich dank der umstände ja nun auch verfolgen kann.

verstehst du? dass man das macht, was man möchte, ist das allerbeste am wünschen. wünschen hat eben nicht notwendig immer was mit dem begriff "zukunft" zu tun. und dass das so ist, erklärt dir frau gawain in dem buch. oder du erlebst es selbst, so wie ich heute.

so

sorry nina...

:) )

gruß

sine

#872
hallo :schmatz:

Ja, @sine, das mit dem Wünschen kann ich sehr gut nachvollziehen...und es ist in vielen Punkten sehr ähnlich wie die Bestellung... hat doch alles damit zu tun, dass ein Wille und ein Glauben da ist, dass Energie am eichtigen Ort eingesetzt wird und dass auch eine Gelassenheit gelebt wird. Oder?

Und gerade da kommt mir auch wieder die Demut in den Sinn... mit dem Kleinsein und der Winzigkeit wollte ich da nur eine Anschauung geben, das ist aber bestimmt nicht mein Aufhänger. Ich glaube sehr an das Individuum und fühle mich in mir drin riesengross... aber verglichen mit der Grösse der Erde, mit den vielen Menschen, mit dem Universum, bin ich immer noch ein winziger Wurm. Ich bin mir selber schon sehr wichtig, aber ich muss akzeptieren, dass das nicht für alle und alles im Universum gilt.

Demut heisst für mich auch, dass ich tief in mich hinein schauen muss, um zu erkennen, was denn mein Weg ist, wo das wirklich wichtige in meinem Leben verborgen ist und wie es aussieht. Wenn ich das kenne, kann ich auch wünschen und bestellen... wenn Ich und Überich übereinstimmen, dann läuft der Laden wohl am besten...;-)

Das mit den Blumen am Wegrand hilft mir in schwierigen Zeiten, selbst kleinste Freuden als solche zu erkennen und nicht daran vorbeizugehen, mit dem Blick nur auf die grossen Ziele gerichtet. Diese darf ich natürlich nicht aus den Augen verlieren, muss mich auch immer wieder orientieren...aber der Blick gleich vor die Füsse ist mindestens so wichtig.... es könnte ja auch ein Goldnugget daliegen...;-)

...so, genug der Philosophie... :D

ich muss langsam, treffe mich mit @Stormbee zu 'nem Kaffee am Bahnhof...:-)

Euch einen guten Nachmittag und viel Gutes

:schmatz:

Xoff

PS: @nina, stört es Dich, wenn wir hier das besprochen haben...denke es könnte Dich auch ansprechen...?

#873
Ich habe das mit den Bestellungen ans Universum auch mal angefangen zu lesen, aber es hat nie so richtig funktioniert. Ich sehe, dass irgendwie so ähnlich wie wenn ich mir was wünsche, dann habe ich eben eine Vorstellung wie das am Schluss ausgehen soll, dass heisst dann, dass ich mich automatisch so verhalte wie ich sollte, damit ich dieses Ziel bzw. Vorstellung erreiche und somit klappt dass dann auch (meistens) und dann stellt sich die Frage ist es wegen der "Bestelllung" oder logischerweise, weil ich mich eben so verhalten habe wie nötig ist. hm irgendwie kompliziert zu erklären.....

Ich habe heute Nacht seit langem wieder mal sehr gut geschlafen, habe noch etwas gelesen vorher (Mr. Nice von Howard Marks - ich finde Zerstreuung darin) vor allem lange und bin sehr ausgeglichen, voller Tatendrang fürs Wochenende und positiven Gefühlen, eigentlich "normal" halt so wie das an den meisten Tagen sein sollte.

@Xoff, es ist mir vor vielen Jahren auf Reisen etwas ähnliches passiert, auch ich wurde einmal mitgenommen, eine ganze Woche lang, ich bin sicher heute hätte ich mehr Mühe damit, ich weiss nur noch, dass ich damals GANZ sicher war, dass mir nichts passieren wird, weil ich mir nichts zu Schulden habe kommen lassen. Heute würde ich darauf vermutlich nicht mehr so fest vertrauen. Etwas Naivität (ich meine nicht im Verhalten sondern im Denken) kann manchmal gar nicht schaden.

So long

liebe Grüsse von Nina die hofft, dass sie die heutige positive Stimmung noch lange begleiten wird

#874
Original von Nina70Es ist eben das Schlimme an der Sache, er ist immer da, präsent - nur ihn gesehen habe ich seit Wochen nicht mehr.
Liebe Nina ... es würde nichts bringen Dir zu sagen , daß Du diese Gedanken an ihn selber zulässt , ich weiß es selber , daß man in dieser Phase nicht anders kann .

Man redet sich selber ein , daß man ja gar nicht an das Ganze denken würde , wenn die liebe Umwelt einen nicht permanent daran erinnern würde :evil: ... mir geht es gerade heute selbst so ... ich kann zu " Bestellung aus Universum " nichts sagen , ich weiß gar nicht was das ist ( vielleicht kann es mir mal jemand erklären ?, liest man inzw. ja öfter hier ??? ) ... aber : dieser Abnabelungsprozess braucht Zeit , und manchmal eine ganze Menge davon .

Ein krampfhaftes Ablenken mit Dingen , die Dich vorher auch nicht bewegt haben bringt in diesem Fall gar nichts ... aber :

Es war eigentlich nichts weltbewegendes, ich habe einfach nur gerne gelebt, gewohnt, verwöhnt und das Leben genossen, habe gerne gearbeitet, ging gerne auf Reisen und las sehr gerne. All das tue ich eigentlich noch immer gerne, oder würde es gerne zumindest.
Du denkst es war nichts weltbewegendes , weil ohne ihn ja gar nichts weltbewegend sein kann ... das " gerne arbeiten " fällt im Moment ja flach :evil: , aber alle anderen oben genannten Dinge sind Dir geblieben , Du mußt sie nur ausgraben ... das ist die einzige Arbeit , die Du Dir machen mußt !

Deine Wohnung ? ... mach sie Dir schön ... kauf ein paar kleine Sachen , zum Aufpeppen ( Kerzen , Bilder etc. ) , hol Dir Deine Lieblingsfilme ( laß den Engl. Patienten weg ;) ) ... schaffe Dir eine Festung ...

Mir ist in den letzten Wochen bewusst geworden , wie wichtig ein schönes Zuhause ist ... ich war nur unterwegs , meine Wohnung war ... naja zum schlafen .

Jetzt im Urlaub habe ich angefangen mir das Ganze nach meinen Vorstellungen einzurichten , und dafür muß man nicht viel Geld ausgeben ( ich hab nämlich auch keins ) .

Zimmer ausmisten ist auch eine prima Sache ... man endeckt viele Dinge , die längst in Vergessenheit geraten sind ( ich habe letztens mein altes Poesiealbum gefunden = herrlich )

Du wirst viele Dinge entdecken , die Du gerne gemacht hast vor seiner Zeit !

Ich verbinde meinen mit Musik , und Musik war immer meine Festung ... mir fehlen meine nächtlichen CD - Sessions , aber sie tun weh ... also habe ich nach einer Alternative gesucht ... und siehe da : er erinnerte mich an meine Kindheit , und jetzt höre ich abends " die drei ??? " ... klingt albern , macht aber Spaß ... ist wie " Tatort " nur auf Kassette und ( !!! ) es erinnert mich nicht an IHN !!!

#875
Hallo ihr drei,

na hier geht's ja ab :)

Tja, hm. Was ich mache, wenn mir im Büro hundeelend wird, weil wieder irgendetwas mit ihm ist? Oder weil ich selbst mich mal wieder selber runtermache? Für den Fall habe ich im Schreibtisch eine Zettelsammlung mit Weisheiten, Gebeten und Zitaten. Die nehme ich heraus und lese solange darin herum, bis ich die Worte gefunden habe, die mir helfen, mich wieder zu stabilisieren und mit positiver Energie zu füllen.

Nina, wenn das mit dem richtigen Verhalten nach Bestellungen bei dir so gut klappt - warum bestellst du dir dann nicht, dass es dir gut geht?

Das ist so ein Bestelldauerauftrag von mir: dass das Universum mir immer wieder Ideen und Anstöße liefern soll, wenn ich sie brauche. Mach das doch auch mal.

Oder probier sines Tee- und Blumentaktik aus. Es ist am Ende egal, woran wir uns hochziehen. Versuch einfach alles, was dir über den Weg läuft.

#876
Huhu Chancie,

"Bestellungen beim Universum" ist ein Buch von Bärbel Mohr, Näheres dazu findest du hier.

Es geht um das berühmte Loslassen, das sehr wichtig ist, um zu bekommen, was man sich wünscht. Das Universum (oder Gott oder wie immer man die Energie nennen möchte), erfüllt uns alles, was wir wirklich wollen - wenn wir es nicht durch negative Denkprogramme verhindern und solange wir damit niemand anderem Schaden zufügen.

#877
Original von Zitronenfrau
...Es geht um das berühmte Loslassen, das sehr wichtig ist, um zu bekommen, was man sich wünscht. Das Universum (oder Gott oder wie immer man die Energie nennen möchte), erfüllt uns alles, was wir wirklich wollen - wenn wir es nicht durch negative Denkprogramme verhindern und solange wir damit niemand anderem Schaden zufügen.
DAS ist es doch genau....und wie wir's, jede und jeder einzelne, fertigbringen ist individuell. Solange wir's versuchen, daran glauben und es tun, kann keineR von uns untergehen!...oder?

Zum Glück haben WIR die Chance, unser Leben in die Hand zu nehmen und etwas draus machen zu können! Dann nutzen wir sie doch auch!

mir läuft's oft nicht so. wie ich's mir wünsche, aber schliesslich liegt es an mir, was ich mit den mir zur Verfügung stehenden Resourcen mache... wäre doch schade, sie einfach brachliegen zu lassen;-)

...zu mehr und tiefsinnigerem Kommentar bin ich im Moment nicht fähig... Bier mit @stormbee war fein und lustig:-)

geh noch malen, habe einen neuen Flyer entworfen... stelle ihn dann noch ins Netz;-)

Lasst's Euch gut gehen und tut Euch Gutes!

:schmatz:

Xoff

#878
Hallo

Ich habe es doch gemacht. Ich habe ihn angerufen an seinem Geburtstag und es lief genau wie ich vorgesehen hatte: Er hat nicht abgenommen. Und ich - entgegen aller Vorsätze - habe ihm dann noch ein SMS geschickt. Es ist natürlich gar nichts zurückgekommen. Er ist unanständig - finde ich - er hat überhaupt kein Respekt vor mir, ich glaube für ihn gibts nur eins : Er ! und dann lange lange nichts mehr.

Bis gestern wars mir sogar egal, dass nichts von ihm zurückgekommen ist, aber langsam rege ich mich trotzdem darüber auf, es ist wie ein Schlag ins Gesicht irgendwie, es macht mich traurig. Er ist noch immer im Urlaub, hat ihn sogar noch verlängert wies aussieht. Ich weiss nicht, aber ich glaube ich rufe ihn trotzdem nochmal an, aber mit unterdrückter Nummer, dann wird er abnehmen, ich will so gern wissen, was er macht, wie es ihm geht, er fehlt mir so. ;(

Liebe Grüsse

Nina

#879
er hat überhaupt kein Respekt vor mir, ich glaube für ihn gibts nur eins : Er !
Ich glaube ja, dass uns alles im Leben etwas zeigen soll. Dass alles, was uns begegnet, eine Gelegenheit zum Lernen ist. Und zur Selbsterkenntnis.

Du wirst das jetzt nicht glauben, aber: Er macht das ganz richtig. Jede® von uns sollte zunächst einmal sich selbst der Nächste sein und das eigene Wohl zur Priorität machen. Eine gesunde (d. h. nicht übertriebene) Portion Egoismus schadet nicht.

Du bist dabei, dich und dein Leben für ihn aufzugeben. Sein Verhalten zeigt dir, dass das der falsche Weg ist.

Er hat keinen Respekt vor dir? Hast du selbst denn noch Respekt vor dir? Mal wieder eine knallharte Frage, aber denk mal nach. Fühlst du dich gut mit dem, was du da tust?

Und was würdest du ihm sagen, wenn er abnimmt? Hast du mal durchgespielt, wie das Gespräch laufen würde?

EDIT: Hast du das hier schon mal probiert? Versuch es mal mit dem Satz: "Er sollte mehr Wertschätzung mir gegenüber an den Tag legen."

;)

sine
#880
Original von Nina70Ich habe es doch gemacht.
hallo nina

wenn es bei dem telefonat geblieben wäre, hättest du es vielleicht noch händeln können. aber es ist dir entglitten, fürchte ich: du läufst ihm hinterher. hör auf mit deinen kontaktversuchen. du tust dir damit weh ohne, dass es einen anderen sinn hätte als selbstbestrafung.

übrigens habe ich den eindruck, du neigst ein bissle zur selbstbestrafung. sorry, aber die ganze geschichte riecht danach! er ist ein arsch, ja, aber der grund, weshalb du dich verarschen LÄSST, den kennst nur du.

:trost:

gruß

sine

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