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Mein Herz zerbirst und füllt sich mir Leere

13 Antworten897 AufrufeGestartet von Estel ·

EstelThemenstart
#1
Hallo zusammen.....

wow, es ist über 4 jahre her dass ich das letzte mal auf dieser seite war....

aber irgendwie fühl ich mich momentan genau so ausweglos wie damals....wobei ausweglos vielleicht ein bisschen falsch ausgedrückt schein, denn auswege gibt es meist immer, auch wenn sie meist von unbeliebter natur sind und man sie sich oftmals nicht eingestehen will oder nicht dazu bereit ist.

dennoch...es ist momentan ganz komisch und ich würde mich freuen, wenn jemand von euch eventuell eine antwort für mich hätte, jemand diese situation schon einmal erlebt hat und vielleicht mir einen rat geben kann, denn momentan habe ich noch urlaub, aber ich mag ungern daran denken wie es wird, wenn ich wieder arbeite.

also genau gesehen geht es bei mir um ein gefühl....ich versuche es zu beschreiben, ich hoffe es gelingt mir.

es ist nicht endende leere, mir stoßweise starkem schmerz in der bauch gegend. ab und zu kommen nicht endende trauer schübe hinzu, aber mesit nur 4 oder fünf mal am tag, wo ich einfach von jetzt auf gleich anfangen könnte zu weinen. dann schmerzt mein bauch und ich vergrabe mich wieder in mir selbst. ein lachen bringe ich kaum noch raus....ich fühle mich in gegenwart anderer menschen zum teil sehr unwohl und erst wenn man länger auf mich einredet (wo ich eigentlich das meiste nicht höre) wache ich wie aus trance wieder auf und kann mich wieder unterhalten...bis dass ich dann wieder letargisch in meine melancholie verfalle.

es stört mich, weil ich den schmerz immer und immer wieder vor augen habe, jeder tag für mich bewölkt ist und das seit einer woche..manchmal wünsche ich mir einfach nicht mehr aufzuwachen, dabei ist nichts schlimmes passiert, was dazu hat führen können.

weder habe ich eine misslungene noch beendete beziehung hinter mir, noch hat mich ein geliebter mensch verletzt und verlassen dass ich soetwas spüren könnte, sollte müsste.....

ich spüre nur leere....und einsamkeit...und trauer....und innere zerrissenheit - ich fühle mich innerlich zerrissen und schwer verletzt - verwundet!

ich bin 23 und habe angst zeit zu verlieren. ich trauer jedem meiner jahre hinterher und habe angst älter zu werden aus angst etwas zu verpassen. ich meine, wie unrealistisch ist das denn mit 23???

Vielleicht weiß einer von euch ja einen guten rat - ich wäre sehr dankbar.

Estel

#2
ich bin 20 jahre älter als du---mir ging es auch so wie dir---du hast noch alle zeit der welt---warum bist du so traurig?

#3
WIllst Du einen ehrlich gemeinten Rat? Ab mit Dir zum Doc. Dringend. Druck das aus was Du geschrieben hast und das gibst Du ihm!

Weder mach ich mich lustig noch sonst irgendwas in der Richtung. Du hast 'n Burnout oder 'ne Depression. Damit ist nicht zu spassen!

Ab zum Doc! Da bist Du hier im Forum völlig falsch! Und ich hoffe auch, dass Dir sonst Niemand hier versucht zu helfen, Du bist ein fall für professionelle Hilfe!

#4
ich stele einfach alles in frage, am meisten mich selbst.

ich bin allein

alles was mir jetz bedeutet hat war mein job und auch der macht mir keinen spaß mehr

es ist ok eine sache zu verlieren, aber gleich den ganzen boden zu verlieren ist hart

ich weiß nicht, aber ich denke mal ich wünsche mir einfach das, was sich jeder wünscht

geliebt zu werden

#5
Wenn Du bereits körperliche Beschwerden und Trancegefühle hast, dann reden wir nicht mehr von herkömmlichen "schlechten Tagen" Das könnte ein Burnout Syndrom sein und Du solltest Dich unbedingt in ärztliche Hände begeben. Das ist ernst zu nehmen!

Ein Freund von mir hatte das auch, das waren ähnlich Symptome. Da kann man auch helfen, aber nicht hier im Forum!

#6
danke für deine ehrlichkeit - sowas will man meist nicht hören, ich weiß.

nur es wundert mich einfach dass es jetzt auf einmal von jetzt auf gleich kam...weißt du als ich noch auf der arbeit war, war alles super, selbst die ersten zwei tage wieder zu hause waren super und dann habe ich angefangen eine reihe bücher zu lesen (was man halt macht wenn man zeit hat) und die haben mir irgendwie den boden unter den füssen weg gerissen...haben mich an so vieles erinnert....was mir nicht gefällt und ich sehne mich endlich wieder nach der arbeit damit ich vergessen kann ... ich denke nicht dass ich ausgebrannt bin, auf der arbeit (neuer job seit 3 monaten) fühle ich mich ehr unterfordert....ich habe einfach angst dass es etwas tieferes ist

#7
Wenn es was in Richtung Burnout / Depression ist, das kündigt sich nicht an. Das macht Klick und der Körper schaltet auf Notprogramm. Einfach so.

Schäm Dich nicht deswegen. Geh wirklich zum Arzt damit. versprochen? Es gibt keinen grund weswegen Du Dich schämen müsstest!

Es kann ja auch wirklich 'ne Depression sein und kein Burnout. Das weisste ja nicht. Aber die Symptome sind ähnlich. Trotzdem ist Beides ernst zu nehmen. Und kommt einfach von jetzt auf nachher. Geh lieber gleich zum Arzt. Das kann sich verschlimmern und zwar so, dass Du Dich nicht mehr aus der Wohnung traust und dann kannste nimmer zum Arzt. Deswegen ist das so ernst.

Hey, und wenn der Doc festsetllt, keine Sorge, Du bist nur 'n bisschen down im Moment, dann weisst Du wenigstens, dass Du nix Ernstes hast und es von allein vorbei geht.

Also mit gleich mein ich morgen. Den Notarzt brauchste nicht rufen ;)

#8
Wirst Du nachts wach? So um 4 rum? (Werden übrigens sicher etliche mit akutem Liebeskummer auch... :D )

#9
oft...aber diese schlafstörung hab ich schon lange...seit dem ich meinen ehem. betrieb verlassen habe....jaja die psyche

#10
deine seele und dein körper wehrt sich. und das solltest du ernst nehmen.

ich denke dass auch vieles an der neuen arbeit liegt. unterforderung können auch depressionen hervorrufen. also lass dir von einem facharzt helfen. du reitest dich sonst nur immer weiter rein.

#11
@Kaleu: Das ist kein Burnout. Und bei Burnout macht es auch nicht Klick! und ist auf einmal da. Das ist ein schleichender Prozess, der über einen langen Zeitraum geht.

@Estel

Aber anstatt zu denken, du verpasst etwas, solltest du AKTIV werden. Schreib dir mal deine Ziele und Wünsche auf und mach dich an die Realisierung. Denn nur dann nutzt du deine Zeit optimal.

Im übrigen muss ich mich (leider) den anderen anschließen: Wenn du den Absprung aus deiner Situation nicht alleine schaffst, solltest du wirklich mal bei einem Psychologen oder Psychiater vorsprechen. Das tut nicht weh und ist auch keine Schande. Aber in deinem Alter schon solche Gedanken haben, ist schon ein bissel sehr komisch.

#12
@Tylli

is' wahr? Also ich frag echt. Weil bei 'nem freund von mir, der war ganz normal und dann isser im Büro vom Stuhl gekippt und ist später durch'n Flur gelaufen und hat die Leute gefragt "ob sie das Licht auch sehen" - kein Scherz jetzt, auch wenn's albern klingt. Das war auf einen Schlag da. Und ab dann ging's massiv los. Depressionen, Angstzustände, Diagnose Burnout Syndrom.

#13
Logisch, ist er vom Stuhl gekippt. Burnout merkt ja auch das Umfeld nicht. Und man selber denkt, es ist bloß ein vorrübergehender Erschöpfungszustand. Aber das ist es nicht. Das Hormonsystem spielt verrückt. Burnout entsteht aus Stress. Und Stress wird durch die Hormone Adrenalin und Noradrenalin reguliert. Ist die Ausschüttung zu hoch, kippt man um. Einfach und kurz erklärt - ist aber wesentlich komplizierter.

Und entstehen tut es, weil man mit seinem Umfeld entweder nicht drüber redet oder nicht reden will, was man für Probleme, für Schwierigkeiten hat. Man wirkt "normal". Man will "normal" wirken, weil man ja heutzutage in einer Leistungsgesellschaft lebt und da ist Schwäche nicht gefragt. Lässt man sich auf das "Nicht-Reden" ein, geht es in einer Abwärtsspirale nach unten. Man engt seine eigene Wahrnehmung immer mehr ein, dadurch entsteht eine nervliche und körperliche Überlastung - tja, und irgendwann ist es zu spät.

Ein trauriges Thema...

#14
Hhhm, so gut kenn ich mich damit nicht aus. Ich dachte, weil es für uns Aussenstehende tatsächlich nach - ganz plötzlich - aussah, dass es auch für den Betroffenen ganz plötzlich kommt. Na ich bin kein Mediziner. Deswegen mag ich bei solchen Sachen lieber nicht gross mutmassen oder gut zureden sondern die Leute gleich zum Doc schicken.

Bei Liebskummer, da kann man schonmal mit der Hausapotheke aushelfen, aber bei waschechten Depressionen hat das nix mehr in den Händen von Laien verloren find ich. Die können nur unterstützend zu einer professionellen Hilfe agieren find ich.

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