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Noch 24 Stunden... --- Schon vorher gescheitert?

49 Antworten4'039 AufrufeGestartet von D741a ·

D741aThemenstart
#1
Die Zeit läuft unaufhaltsam weiter...

...bald werde ich sehen, was sie mit sich bringt.

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Hallo.

Es ist jetzt 01:15'h, ich bin einfach zu müde, die ganze Geschichte aufzutischen, obwohl ich nicht schlafen kann. Daher hier die Kurzform:

Ich bin 24, sie ist 29, ich habe mich in sie gewaltig verguckt,sie verletzte sich am 1.10.2006 als Torwart bei einem von mir initiierten Fußballtunier, sie liegt im Krankenhaus flach, Sprunggelenk-Bruch rechter Fußknöchel. Ich besuche sie fast jeden Tag, sie kommt Ende dieser Woche `raus, wenn sie keine großen Schmerzen mehr hat.

Sie ist überhaupt nicht tussig, ein richtiges knallhartes, junges modernes Mädel, besonders hart im Nehmen, und sie kann auch zulangen, begeistert dennoch mit Humor, Sexappeal und Verkaufstalent. Muß sie auch, da wir beide Kollegen sind und wir für das selbe SB-Warenhaus arbeiten...

Sie raubt mir im wahrsten Sinne des Wortes den Schlaf. Die ganze Woche über war ich auf der Arbeit nicht richtig da. Ich konnte gerade alles, was notwendig war, machen. aber mein normales PEnsum schaffe ich nicht mehr. Nicht, weil ich übermüdet bin, sondern, weil ich in Gedanken ständig bei ihr bin. Jetzt wirds extremer. Ich kann nachts kaum noch schlafen. Die letzten drei Nächte habe ich zum Extremum gegriffen. Blau trinken, um schlafen zu können. So auch jetzt. Aber mir hängt der Alk langsam zum Hals `raus, so gehts nicht weiter. Sonst werde ich noch Alkoholiker.

Warum ich nachts wach liege?

Ängste. Kriege ich sie? Kriege ich sie nicht? Hab' ichs mal wieder verbockt? Hätte ich besser jeden Gedanken unterdrücken und wie bisher auf den Codex "Trennung von Beruf & Privat" setzen sollen?

Ich habe ihr gegenüber noch kein Wort davon erwähnt, aber ich weiß, daß sie's weiß oder was ahnt. Manchmal reagiert sie mir gegenüber mit Freude, wenn ich sie besuche, manchmal, wenn Andere dabei sind, beinahe mit Ignoranz.

Ich bin bald am Ende. Wenn ich zumindest bezüglich der Schlaflosigkeit nichts ändere, dann wirds womöglich im Job bald erheblich donnern.

Was kann ich gegen meine Schlaflosigkeit tun?

Definitiv nicht werde ich...

...zum Psychater gehen.

...Medikamente nehmen.

...weitertrinken.

...eine Therapie machen.

Also: Was kann ich tun?

#2
Hi D741a,

was du tun kannst?

positiv denken, ich sehe nirgends, dass du etwas verbockt hast. im gegenteil, dass sie mit freude reagiert, wenn ihr allein seid und eher zurückhaltend, wenn andere dabei, deutet für mich auf gegenseitiges interesse hin, aber....

jetzt kommt das große ABER:

liebe am arbeitsplatz...geheiligter boden, highlander! sehr gefährlich, kann da ein lied von singen.

aber mach dir keine vorwürfe von wegen gedanken unterdrücken, funktioniert eh nicht und das kind ist schon in den brunnen gefallen, jetzt heißt es vorsichtig sein und abwarten, wie es sich entwickelt....

viel glück!

und lass den alk weg, mach lieber mal ne nacht durch. besser total übermüdet als total verkatert. ist zwar hart, aber die folgende nacht schläfst du wie ein murmeltier!

fisherman

#3
ich seh hier auch kein richtiges problem .... vielleicht solltest du sie mal zum kaffee einladen oder bummeln gehen wenn sie wieder fitt ist aber ein problem ist das trinken man sinkt zu schnell ab ... das lass sein !!!!

denn da rauszukommen wird dann ein problem (aber nur für dich) also warte ab bis sie wieder gesund ist denn ich seh es auch das du nichts getan hast wofür dich dich nun so hängen lässt :]

#4
hat sie schon jemanden, der sie vom krankenhaus abholt und nach hause bringt?

sie hat doch bestimmt hunger und lust auf ein mittagessen nach ihrer entlassung.

das könntest doch du übernehmen! :]

ja und dann weiter heran tasten.

sie scheint mir auf den ersten blick nicht sonderlich abgeneigt.

#5
Ich bin ein Typ Mensch, der eher sehr selten trinkt. Die letzten vier Tage waren absolut Hardcore. Du bist platt, aber kriegst über stunden kein Auge zu. Mit dem Alkohol klappte es. Aber ich hatte ja auch einige Tage frei. Alleine deswegen, weil ich morgen wieder früh aufstehen und arbeiten muß, schon alleine deswegen scheidet das "Müde-trinken" heute abend kategorisch aus.

Wißt Ihr, wann ich meinen Wecker gestellt hatte? Um halb acht! Der weckt mich normaler Weise immer! Ich bin jedoch um halb zwölf wachgeworden!

KATHASTROPHE!

Morgen um sechs muß ich arbeiten.

Ich habe im Augenblick keinen Plan, wie ich das bewältigen soll?

Einer brachte den Vorschlag, eine Nacht komplett durchziehen. Das wird wohl das Naheliegendste sein, denn wie soll es sonst gehen? Anders kann es nicht funktionieren.

Ich würde sie ja gerne, wenn sie denn irgendwann mal entlassen wird (sie sollte eigentlich Montag `raus, doch dann waren da Schmerzen und die Ärzte wollen sie noch da behalten...), aber ich habe zur Zeit kein auto angemeldet. Ich spare bei meinem Auto für eine Gasanlage, direkt vom Hersteller und mit Anschluß an BC und so weiter (damit icxh wieder für 50€ den 2x90-Liter-Tank füllen kann...), deswegen ist es abgemeldet in der Garage. Bin Radfahrer. Ich habe auch schon überlegt, mir irgendwo ein auto zu leihen...

Wenn sie nach Hause kommt?

Das erste, was sie machen wird: Eine schöne fettige Pommes oder Spaghetti essen. Das Zweite: Hinlegen und "...eine Woche Schlaf nach holen...". Das Dritte: Auf die Sonnenbank.

Ich wollte ja schon einmal mit ihr abends um die Ecke zu der Pizzeria am Krankenhaus gehen und mit ihr eine Pizza essen gehen, aber es war ihr dann zu spät. Morgen fahre ich wieder hin und werde mal sehen, wonach ihr ist.

Liebe am Arbeitsplatz?

Da habe ich früher immer einen Riegel vorgeschoben, und ich bin immer gut gefahren. Aber das war in der Gastronomie. Auch hier habe ich fast ein Jahr einen Riegel vorgeschoben, aber ich will es nicht mehr, weil ich es wissen will. Entweder ich kriege sie, oder aber wir sind beide alt genug, daß sie sagen kann: Mensch laß uns Freunde bleiben. Und ich werde es akzeptieren und wir würden gut damit fahren. Da sehe ich keine Probleme.

Sicher wäre dann da eine lange Zeit, wo ich seelisch dicht bin, aber ich bin hart im Nehmen. Wie sie. Irgendwann hätte ich mich dann wieder gefangen und ich brauche mich wirklich nicht zu verstecken...

Das einzige Problem, was da ist, das ist auf der einen Seite, daß ich mir nicht sicher sein kann, meine Trümpfe bis jetzt richtig einbehalten und / oder ausgespielt zu haben, und eben diese verfluchte Schlaflosigkeit.

Wenn ich das mit der Schlaflosigkeit nicht in den Griff kriege, dann werde ich mich jobtechnisch ruinieren und wenn es dann einmal irgendwann zwischen uns klappen sollte, dann hat sie nicht mehr allzuviel von mir.

Ich werde die nächste Nacht komplett durchziehen und versuchen, mich zu fangen. Was bleibt mir auh Anderes übrig?

#6
Ich stehe jetzt kurz davor, eine ganze Nacht durch zu ziehen und denke, daß es vielleicht mal an der Zeit wäre, Euch die gesamte Geschichte zu erzählen.

Ich meine, ich habe bis morgen früh um halb fünf ja nichts vor...

:)

Am Anfang stand 1994 oder 1995, wenn ich mich nicht irre, ein Mädel, nennen wir es Annika, daß ich hier schon des Öfteren angebracht habe. Die Nachbarin meiner beiden Cousins.

Ich sollte, denke ich, so früh beginnen, damit keine Unklarheiten auftreten.

Es begann damit, daß mein Vater und ich uns in MG am HBF verabredeten (meine Eltern lebten getrennt), um gemeinsam mit dem Zug südwärts zu fahren, um meine Cousins zu besuchen.

Zugverspätung, Vater verpaßt, keine Fahrkarte etc., ich fuhr schwarz hinterher. Aus dem weiterführenden Bus wurde ich mangels Fahrkarte `rausgeschmissen, ich lief zu Fuß in das ca. 5-km vom Bahnhof entfernte Örtchen und stellte verdrossen fest, daß niemand zu Hause war. Zurück konnte ich mangels Fahrkarte nicht, rein auch nicht, also setzte ich mich auf die Stufen hin . Und wartete. Irgendwann kam SIE dann vorbei, mit einem Hund. Ich beachtete sie nur kurz. Sie kam nach 20 Minuten wieder vorbei. Runde mit dem Hund vorüber. 10 Minuten kam sie wieder vorbei und fragte mich, warum ich da sitze. Ich erklärte ihr die Situation (und fand, daß sie wirklich verdammt gut aussah).

Kurz darauf nahmen ihre Eltern mich mit nach Holland, weil sie fanden, in ihrer Gesellschaft ließ es sich besser warten. Wir verbrachten in Holland einen schönen halben Tag.

(Ich könnte das und das Folgende mit Annika weiter ausfürhren, aber es geht hierbei nicht um Annika, sondern um ein anderes Mädel.)

So lernten wir uns kennen.

Als wir aus Holland zurück kamen, konnte mein Vater nicht darauf verzichten, mich für meine Aktion in der Luft zu zerreißen, obwohl ich an der Zugverspätung keine Schuld trug! Annika stand zu mir und tröstete mich hinterher. Baute mich wieder auf.

Es folgten viele weitere Besuche und wir lernten uns näher kennen. Der letzte Besuch war, glaube ich, ein Jahr später, es war Sankt Martin. Wir entfernten uns ein wenig von den Anderen und gingen händchen haltend mit dem Zug mit, unterhielten uns angeregt. Bis uns auffiel, daß wir den Anderen völlig verloren gegangen waren. Mein Vater zerriß mich selbstverständlich wieder in der Luft.

Ich glaube, das ist mit einer von den 100.000 Gründen, warum ich keinen Kontakt mehr zu ihm habe und es mir egal ist, wenn er dahin scheidet (es sei denn, es gibt was zu erben! Ich will ja ehrlich sein...)

Das war das letzte Mal, daß wir uns gesehen haben. Es war das schönste aller Male und wir waren ein Paar. Zwar nicht so, wie die Bravo ein Paar publizierte, aber dennoch.

Danach, so glaube ich, fingen Annikas Eltern ihre Briefe ab und auch die Briefe an mich. Vermutlich, weil sie Angst hatten, ihre Tochter wäre zu jung oder sie würde durch mich abgelenkt werden.

Ich glaube, ich habe es bis 2002 nie wirklich verkraftet.

Durch einen Versprecher meiner Tante, der Nachbarin, meines Vaters Schwester, einige Zeit danach, weiß ich, daß ich wohl recht hatte und sie mittendrin steckte. Toll.

2000 oder 2001 sahen wir uns wieder und wir hatten uns völlig auseinander gelebt, ich versuchte, auf sie zuzugehen, aber es mißlang. Und somit gingen wir ein für alle Mal getrennte Wege. Ich weiß nicht, was sie heute macht oder so. Aber das hat gesessen. Das hat geprägt!

Ich versuchte mich irgendwann nach 1997 bis 2001 an anderen Mädels, aber irgendwie war entweder nie das Wahre dabei, oder aber ich vermasselte es. Ich weiß nicht, wieviele Körbe ich kassiert habe. Könnte glatt ein Korbhaus aufmachen.

2001 ging ich von der Schule aus direkt in die Gastronomie und gleichzeitig zum Bund.

Über die nun folgenden 2 Jahre beim Bund möchte ich schweigen. Ich war aber von November 2001 bis April 2003 da und ich möchte es einfach dabeiu belassen.

Ich begann 2001 in einem Restaurant, wo ich schnell zum Mädchen für alles mutierte und man mir sogar völlig alleine das gesamte Restaurant und Hotel als Nachtportier und Frühstücksbuffeterist anvertraute. Nach nur 3 Monaten!!!

In diesem Restaurant verliebte ich mich neu und das war ein Disaster, was nicht nur mir das Genick brach. Das Mädel war es a.) nicht wert gewesen und b.) initiierte sie einen gewaltigen Streit zwischen der Küche und dem Rest der Mannschaft, der zu einem Streit zwischen der Geschäftsleitung und dem Personal wurde. Wir setzten uns mit sechs Leuten zusammen und wollten kündigen, hatten schon neue Jobs in Aussicht. Sie war mit dabei. Sie verriet uns, weswegen wir fünf alle gekündigt wurden.

Ich ging nach Himmerich, einer sehr beliebten und alteingebürgerten Großraum-Discothek, die noch heute in allen Generationen brachiale Maßstäbe setzt und voll konkurrenzfähig ist.

Wieder erfolgte ein umfangreicher Aufstieg. Wieder wurde ich zum Mädel für alles, wieder vertraute man MIR alleine den Laden an. Zwar nur als Nachtwächter, aber immerhin. Geiler Aufstieg.

Irgendwann erlebte ich mit, wie eine Thekenleitung seine Freundin, eine Zapferin, in Himmerich beim Fremdgehen erwischte. Zehn Minuten später waren zwei Rettungswagen da und eine Ebene durfte gesperrt werden, da der gewaltsame Akt der beiden Rivalen zu einer Massenschlägerei in der Black-Music-Ebene führte. Krönung: Der Betriebsleiter verlor dabei 3 Zähne. Kathastrophe!

Keine Frage, daß die betreffenden Leute vermutlich von der Rechtsabteilung von Himmerich in der Luft zerrissen wurden. Zu Recht!

Ich legte für mich persönlich fest:

KEIN Kontakt zu Personal und Gästen. Nur oberflächlich und dienstlich.

So kam ich zu meinem Professionalitäts-Codex.

Was hat das alles jetzt mit jenem Mädel, hinter dem ich her bin, zu tun?

Abwarten!

Irgendwann verließ ich Himmerich, weil da mal ein Fremder Betriebsleiter aus einem anderen Objekt der Eigentümer war, der mir für einen Fehler, den ich nicht verbockt hatte, sondern eine andere "Haare-auf-die-Zähne-Frau". Stellvertretend für sie sollte ich eine Abmahnung kassieren! Grund: Ihr Wort wog mehr als meines, da sie mit ihrem Mann seit anfang an dabei war.

Ich bin ausgerastet! Ich habe gesagt, daß ich mir das nicht bieten lasse und habe fristlos gekündigt. Der eigentliche Betriebsleiter bedauerte es eine Woche später bei Auszahlung, aber wenn ich einen Rückzieher gemacht hätte, wie hätte ich dar gestanden? So dachte ich damals jedenfalls. Rückblickend wäre ich seeehr gerne bei Himmerich geblieben.

Von Mitte 2003 bis einschließlich April 2004 war ich übrigens als Selbständiger im vertrieb tätig, und das nicht gerade unerfolgreich, wo ich weitere Erfahrungen mit Menschen machen konnte, woraus ein Großteil meiner Menschenkenntnis resultiert, weswegen es mir leicht fällt, meinen Gegenüber einzuschätzen und dessen Stimmungslage bzw. dessen Gesinnung und andere Dinge sofort zu erkennen. Das und anderes lernt man dabei recht fix, man entwickelt mit der Zeit ein Händchen dafür. Für meinen weiteren Werdegang sollte diese fähigkeit wohl nicht ganz unzuträglich sein...

Aber egal.

Es folgten einige andere Discotheken, u.a. Klejbors Eschweiler, Oberbayern Düsseldorf und das B9 Aachen. Aber irgendwie wurde ich bei denen nicht heimisch.

Irgendwann kam eine Disco aus Anrath, wo ich mich bewarb und angenommen wurde. Ich dachte eigentlich, mehr als bei Himmerich wäre nie möglich. Aber ich toppte es locker. Ich legte dort auf, hatte meinen eigenen kleinen (größtenteils) weiblichen Fan-Club und man bot mir die Betriebsleiter-Stelle an, die ich aber ablehnte, da ich wie der Betriebsleiter von Himmerich über Personal etc. halbwegs frei entscheiden wollte und der Chef mir das nicht zugestehen wollte, da er wohl voraussah, daß ich die Hälfte der Schmarotza-Leichen des Personales, sobald ich Ersatz hätte, sofort feuern würde.

Also die Disco in Anrath ist das höchste, was ich bisher erreicht habe, jedenfalls in der Gastronomie. Ich weiß nicht, wieviele Mädels ich hätte haben können, aber ich habe immer strikt getrennt. Womöglich auch deswegen, weil sie größtenteils alle blau waren und ihre Sympathie mir gegenüber aus dem Alkohol resultierte. Ich habe NIE, das schwäre ich, auch nur eine einzige von denen angerührt.

Fortsetzung: Siehe nächster Beitrag...

#7
Das Resultat:

1982er Jahrgang und ein unbeschriebenes Blatt.

Mein größter Trumpf, zugleich meine größte Verdammung!

:mauer:

Warum?

Weil ich mich, wäre dem nicht so, womöglich in der folgenden Angelegenheit anders anstellen würde.

Welche Angelegenheit?

Am 13. September 2005 bewarb ich mich erfolgreich bei einem großen SB-Warenhaus als Dekorateur, weil es für mich ums nackte Überleben ging. Denn ich hatte vorher bei der Disco in Anrath gekündigt, da der Chef zunehmend einen Kurs steuerte, der zwar sparen bedeutete, den aber Workaholics wie ich ausbaden durften. Und das ein halbes Jahr lang und länger und Du wirst ebscheuert, wenn Du eine 7-Tage-Woche hast. Bescheuert und aggressiv. Das führte zu der Trennung von der Disco.

Also, ich wurde bei dem SB-Warenhaus eingestellt.

Der Professionalitäts-Codex zog auch hier, und die Anderen interessierten mich nicht sonderlich, ich stürzte mich in die Arbeit und alles Andere war mir egal. Hauptsache übernommen werden. Hauptsache Karriere machen! Hauptsache die letzte Chance, die meiner einer kriegt, nutzen. Denn ich habe keine amtlich anerkannte oder (rechtstaatlich) anwendbare Ausbildung. Ich war so krass drauf, hätte mir jemand einen vertrag vorgelegt, daß ich bei 5000€ netto je Monat auf Lebenszeit übernommen werde und hätte ich dafür alle meine Kollegen ans Messer liefern müssen, ich hätt's getan. Schließlich ging es um MEIN Überleben. Was interessieren mich Andere, wenn es um mein nacktes Überleben geht? Dazu kam, daß ich vollkommen ins nackte Wasser geworfen wurde. In vielen Dingen wurde ich nicht eingearbeitet, riß deswegen einen Brocken nach dem Anderen, ich mußte mir alles selbst erarbeiten! Das resultierte auch daraus, daß wir vom Warenhaus A auf das Warenhaus B umstellten. Umbauarbeiten, neue Orga-Anweisungen, Chaos pur!

Aber dennoch: Es wirkte. Ich wurde bis jetzt zweimal übernommen. So schlimm wie damals wirds sicher nimmer kommen, jedenfalls nicht vor 2015. Aber die Feuertaufe tat mir gut und machte mich hart. Dinge, die Andere als Probleme sahen, löste ich dann plötzlich mit links.

Haken: Du kannst Dich nicht immer gegen Deine Kollegen abschotten, wenn Du in einem Team spielst und eine 84-Stunden-Woche nach der Anderen schiebst.

Vor einem halben Jahr setzte die Lockerung des Codexes ein, ich ließ wieder andere Menschen, Kollegen, an mich heran. Warum? Weil ich das allein sein satt hatte. Ich unterhielt mich mit ihnen über private Dinge, es entstanden Freundschaften. Das erste Mal übrigens in einem Beruf von mir.

Die Bereitschaft, die anderen jederzeit zu verraten und zu verkaufen, schwand völlig. Ich habe viele neue Freunde gewonnen.

Vor gut 3 Monaten wurde dann übrigens eine merkwürdige Schwelle überschritten, eine Schwelle, die ich nicht mehr kontrollieren konnte. Da war ein Mädel. Nennen wir sie Annika II. Nein, die beiden Annikas sind sich eigentlich gar nicht ähnlich, doch der Name Annika ist mir sehr geläufig, daher nehme ich ihn. Und, weil ich Angst habe, jemand hier könnte meine und ihre Identität erraten.

Annika II war eigentlich schon immer da gewesen. Doch bisher hatte ich sie, wie auch die Anderen alle, nur als Rädchen im Gefüge wahrgenommen, weil ich keinen dort als was Anderes wahrnehmen wollte.

:mauer:

Und dann passierte es, ich hatte mich in sie verguckt. Keiner außer mir wußte, daß ich einen überkollegialen Bezug zu ihr aufgebaut hatte. Es war keine Liebe oder sonatwas, ich verspürte lediglich den Drang, sie kennen zu lernen, besann mich aber auf das Restaurant und Himmerich und auf meinen Codex. 2 1/2 Monate harrte ich aus, aber das Gefühl wollte nicht weggehen und wuchs an. Ich mußte dieses Mädchen irgendwie kennen lernen.

Irgendwann stand dann in unserem Intranet ein Beitrag ausgeschrieben. Die Zentralverwaltung MG initiierte ein Tunier. Ich meldete uns an und holte nach und nach insgesamt 5 Leute heran, die mitspielten und schwupps waren wir eine Mannschaft. Haken: Annika II wollte auch mitspielen. Das war nicht geplant. Schon allein wegen meiner Zuneigung zu ihr. Dennoch bejahte ich. Aber ich wurde mit ihrem Dasein nicht fertig, hatte Angst, ich könnte irgendwas Falsches tun. Was, weiß ich auch nicht. Außerdem wollte ich wissen, ob sie solo war.

Am 28. September, der Donnerstag vor dem Tunier, beriet ich mich mit einer Betriebsrätin in dieser Angelegenheit, sie verriet mir das Alter und den Familienstand von Annika II. Single, Ledig und 29.

Schock. Hätte sie maximal auf 26 geschätzt. Aber das hinter mich nicht.

Ja, dann kam das Tunier. Und den Rest kennt Ihr ja.

Aber nicht die Feinheiten.

Unser Markt hat den Mönchengladbachern viel vom Umsatz gekostet, da wir ein riesiges sonst nach MG fahrendes Einzugsgebiet haben und die jetzt nicht mehr nach MG brauchten. Das nahmen und die Gladbacher seeehr übel. Aber das wußten wir da noch nicht.

Insgesamt nahmen teil: Wir aus Viersen, ein Markt aus MG und zwei Teile der Zentralverwaltung als je eine eigenständige Mannschaft.

Erstes Spiel:

Der Markt aus MG überrannte uns vollständig! Wir gingen in das Spiel behutsam und bedacht hinein, da wir auf keiner Seite Ausfälle wollten, die spielten nach dem Motto: "Sichten und vernichten ohne Rücksicht auf Verluste!"

Zweites Spiel gegen eine der beiden ZV's.

Auch die stürmten über uns hinweg, aber diesmal waren wir vorbereitet. Wir konnten einiges abwehren und doch gelang es einem, durch unsere Mitte zu brechen. Er kam über die linke Flanke, ich versuchte, ihn abzuwehren, Annika II als unser Torwart stand gute 8 Meter hinter mir, sie war weit genug entfernt. Dachte ich. Ich hechtete nach links auf den Kerl zu, plözlich war Annika II vor mir. Keine Ahnung, wie sie diese MEGA-Distanz so plötzlich im Bruchteil einer Sekunde überbrücken konnte. Reife Leistung.

Sie war mir im Weg, ich sprang möglichst weit nach oben, in der Hoffnung, sie nicht zu überrennen. Was der Gegner machte, weiß ich nicht.

Dann hörte ich ihre Schreie hinter mir. Ich drehte mich um und sah sie mit verdrehtem Fuß am Boden liegen. Sie schrie und weinte vor Schmerz. Mir kamen fast die Tränen. Von der Tribüne kamen ihre Freunde und Kollegen hinüber gelaufen, wir knieten alle neben ihr, versuchten, sie zu beruhigen.

Es waren keine Sani's vor Ort, der Krankenwagen brauchte 12(!!!) Minuten, keiner von den Organisatoren oder der Halle kam, um ihr zu helfen. Der Hallenwart brachte ein paar Tücher, hatte KEINE Kühlakkus. Die hatten `rein gar nichts da!

Annika II hatte sich offenbar irgendwas am rechten Fuß getan. Der Fuß schwoll an. Es war herzzerreißend, sie da liegen zu sehen. Ich hatte die ganze Zeit ihre rechte Hand in meiner und streichelte sie sanft, eine Kollegin hielt ihren Kopf unten, damit sie nicht sah, was Sache war, eine Andere redete auf sie ein. Sie wollte nicht bewegt werden, wir konnten sie also nicht mal vom Platz holen. Sie mußte höllische Schmerzen haben.

Irgendwann kamen dann die Sani's und versorgten Sie. Infusion an der rechten Hand, EKG oder so an der linken, der Notarzt gab ihr eine Spritze, die sie ruhig stellte und ihre Schmerzen stillte. Würde mich nicht wundern, wenn es Morphium war, denn danach war sie irgend wie weg oder wie auf Dope. Sie merkte nichts mehr.

Nur, daß die Sani's ihr den Fuß zurecht drehten. Das merkte sie sehr gut, das hörte man am Schrei.

Dann wurde sie abtransportiert, zwei Kolleginnen fuhren mit und wir standen da und überlegten, was zu tun sei. Ich meinte dann, daß Annika II nicht gewollt hätte, daß wir aufhören, zu spielen. Somit spielten wir weiter.

Wir verloren haushoch, aber wir waren gedanklich auch irgendwie mehr bei Annika II, als beim Fußball.

Eine von der Tribüne sagte noch, daß ich sie nicht getreten hätte. Ich hätte sie nicht berührt, aber sie sei mit dem Fuß umgeknickt und ein Riesen-Arnold sei auch noch in sie `reingestiefelt. Einer, der größer und muskulöser sei, als ich. Zum Vergleich: Ich bin ein ansehnlicher Strich in der Landschaft.

Als dann das Tunier vorbei war, waren alle ziemlich schnell weg. In der Umkleide unter der Dusche war ich allein, ich weinte bitterlich, denn ich gab mir dafür die Schuld, weil ich auf diese hirnverbrannte Idee mit dem Fußballspiel gekommen war. Daß es einen Ausfall gab, war nicht schlimm. Aber, daß ausgerechnet SIE es sein mußte, das traf mich hart.

Alle fuhren nach Hause, ich auch, aber dann auf direktem Wege zu Annika II ins Krankenhaus.

Sie war noch im OP. Ich ging raus zum Kiosk und kaufte ihr eine Lifestyle-Zeitschrift, von der ich glaubte, 29-jährige Mädels lesen sowas, und drei verschiedene Tütchen Katjes BonBons ohne Fett.

Dann ging ich zum OP-Bereich zurück.

Eine Stunde wartete ich davor. Horror. Ich malte mir schon das Schlimmste aus. Einige Kollegen hatten was von 6 Wochen Krankenhaus gesagt. Das hätte sie nie durchgestanden. Ich auch nicht.

Um kurz nach halb neun abends kam sie dann aus dem OP. Fazit: Rechter Fußknöchel ist o.k., aber das Sprunggelenk davon ist gebrochen. Platte mit Schrauben im Gelenk unter der Haut. Gips-Fuß.

Ihr Bruder war bei ihr, als ich ihr ins Zimmer folgte. Da dachte ich übrigens noch, es sei ihr Freund. Schocking!!! Trotzdem gab ich ihr die Zeitschrift und die drei Tütchen BonBons und entfernte mich, um die beiden in Ruhe zu lassen.

#8
Der Montag, wo ich arbeiten mußte, war die Hölle. Ich war nicht wirklich dabei und quälte mich eigentlich durch den Tag. Und meine Kollegen haben es mir angesehen, daß ich wirklich auf dem Zahnfleisch ging. Ich war mehrmals kurz davor, zu weinen, denn es tat weh, zu sehen, wie Annika II da auf dem Spielfeld lag und vor Schmerz schrie. Auch die Vorstellung, daß sie ans Bett gefesselt war, tat weh. Innerlich verdammte ich mich für dieses Scheiß Spiel. :mauer:

Am Dienstag war ich dann bei ihr und brachte ihr eine gelbe Rose mit. Gelb, weil ch dachte, rot sei zu offensichtlich. Eine Freundin war mit dabei, sie verschwand aber recht schnell. Hatten beide mich dennoch durchschaut? Rückblickend tendiere ich zu ja. Ich holte die schönste Vase für Annika II, die ich finden konnte. Sie erzählte mir, was aktueller Stand der Dinge sei und wir redeten über alles belangloses Zeug. Sie sah mehrmals irgendwie fasziniert zu der Rose hinüber, erwähnte diese und die Zeitung und die Bonbons aber mit KEINEM Wort. Nunja, ich nahm es hin. Schließlich gingen ihr ihre Zimmernachbarn, zwei Ü70-Patientinnen, die mehr an eine Sterbe-Station denn mehr an eine Krankenhaus-Station erinnerten, gewaltig auf den Zeiger. Guckten den ganzen Tag nur RTL, duldeten keine anderen Programme, schnarchten und dann das morgendliche Wecken um 6. Wie im Bootcamp. Und sie konnt enicht mal weglaufen. War auf Andere angewiesen.

Ich sagte ihr, daß mir das mit dem Fuß leid tut, aber sie wiegelte ab. Dann wäre es eben ein andern Mal passiert. Sie ist auf dieser Ebene härter als ich im Nehmen. Zumal ich mir noch nie was (an-)gebrochen habe und ein medizinisches Wunder aus Gummi zu sein scheine.

Den Gips bekam sie dann am Mittwoch, dem 4.10.2006 wieder ab, dafür so einen Ski-Schuh mit aufblasbarem herausnehmbaren Inlet, der ihren Fuß stabilisiert und dafür sorgt, daß sie ihn nicht überbelastet. Sie darf wieder mit Krücken gehen und hat auch ihren Humor wieder gefunden.

Am Donnerstag war ich wieder da, danach erst wieder am Sonntag. Beide Male hatte sie Besuch, wir konnten gar nicht richtig reden. So auch am Montag. Immer, wenn sie männlichen Besuch dabei hat, scheinst, als ob sie mich ignoriert. ;(

Am Montag Abend stellte ich erleichtert fest, daß sie von einem Freund Katjes BonBons wie von mir geschenkt bekam. Und eine BRAVO. Diese erwähnte sie auch mit keinem Wort. Innerliche Erleichterung und Aufatmen. Dennoch fühlte ich mich bei männlichem Besuch immer wie das fünfte Rad am Wagen. Dabei bin ich auf den Besuch nicht wirklich eifersüchtig, sondern dankbar, daß jemand sie besucht und sie mit `raus nimmt. Nach draußen. Alleine ist es ja so scheiße im Krankenhaus.

Aber man muß sie ja auch mal verstehen. Ich hoffe, daß sie schnell wieder `raus kommt. Denn wenn sie schnell wieder `raus kommt, dann ist sie um so schneller die 8 Wochen zu Hause. Und desto eher die 8 Wochen beginnen, desto eher sind sie vorbei. Und ich sehe sie wieder.

Aber vorher steht da noch ein gewisses Bild aus.

Ich habe im Büro die technische Möglichkeit, DIN A0-Bilder zu drucken.

Da gibt es ein gewisses Mannschaftsfoto von vor dem Tunier. Das habe ich auf DIN A0, also 1200x841mm ausgedruckt. Dann habe ich einen entsprechenden Rahmen besorgt. (NIEMAND verkauft so große Rahmen! Ich habe Überstunden gegen einen aus dem Markt eingetauscht)

Der war aber abgenutzt und in häßlichem Uni-Rot.

Ich habe ihre Wagenfarbe ermittelt. Grund: Der Wagen von ihr war damals ein Neuwagen. Von Werk bestellt. Deswegen mußte ihre exclusive Wagenfarbe ihre Lieblingsfarbe sein...

Es hat mich vier stunden `rumtelefonieren gekostet, bis ich eine Mischerei fand, die mir diese Sonderlackierung in eine Sprühdose mischen konnte. Zu sündhaft teurem Preis!!!

War aber auch ein limitierter Sonderlack.

Ja, der Rahmen ist jetzt in ihrer Wagenfarbe. Grüngelb-metallic.

Jetzt habe ich noch eine überdimensionale DIN-A3-Gute-Besserungskarte angefertigt, auf der ich alle Kollegen unterschreiben lasse. Die kommt dann auf den Rahmen auf die Hart-Plastik-Folie drauf. Rechte ecke die Karte, linke Ecke ihre alten Torwart-Handschuhe. Und zur Betriebsweihnachtsfeier schenke ich ihr nigelnagelneue modere Torwarthandschuhe und sammel für eine topmoderne Jens-Lehmann-Profi-Ausstattung. Damit ihr, wenn sie dann irgendwann wieder mitspielen möchte, nichts mehr passiert. Habe auch überlegt, ob ich ihr 2001er Bundeswehr-Stiefel kaufe, aber die würde sie vermutlich nicht tragen, obwohl sie damit NIE umknicken könnte und ein ganzes Bataillon über ihre Füße rennen könnte, ohne, daß sie was merkt. :)

Ja, der Rahmen und die Weihnachtsfeier stehen noch aus.

Ich weiß nicht wirklich, woran ich bei ihr bin und was weiter passiert.

Ich bin ein Typ, der treu und ehrlich ist und nie einen ihm nahe stehenden Menschen bescheißen / betrügen / belügen könnte. Genau so erwarte ich es auch von den mir nahe stehenden Menschen.

Meine Grundprinzipien sind dahin gehend, daß ich mir für ONS und Abenteuer oder Blau-After-Disco-Jumpings zu schade bin und dies immer abgelehnt habe.

Ich weiß nicht genau, was für ein Typ Mensch sie nun eigentlich ist. Ich weiß nicht, worauf ich mich bei ihr einlasse.

Die einen sagen, sie ist eine Maneaterin, die anderen sagen, sie ist auf dieser Ebene schüchtern, ein liebes nettes Mädel.

Wie gesagt, ich weiß nicht, worauf ich mich da einlasse, aber ich weiß nur, daß ich mich unbedingt drauf einlassen will.

Ich will sie unbedingt haben, werde alles daran setzen, sie zu kriegen, solange sie nicht NEIN sagt. Und wenn ich dabei meine Grundsätze über Bord werfen müßte.

Nun ist es so, daß ich eben nicht weiß, was Sache ist, und ob ich meine Trümpfe richtig fest halte und richtig ausspiele. Sie ist eine Waffe und eine schöne Waffe. Ich weiß nicht, ob ich in der Lage bin, sie zu händeln, oder ob sie eher mich händeln wird.

Ich weiß, daß ich verdammt konkurrenzfähig bin und schon sehr gut aussehe, mich passabel kleide und ein sehr ordentlicher junger Mann bin. So sagen es jedenfalls immer wieder die Anderen. Und deswegen muß es wohl auch stimmen. Denn der damalige weibliche Fan-Club kam auch nicht von ungefähr.

Aber kann ich meine Talente und Trümpfe überhaupt richtig einsetzen?

Bin ich dazu in der Lage oder aber bin ich nicht dazu in der Lage? Auf diesem gebiet habe ich einfach keine Erfahrung.

Diese und viele andere Dinge, Annika II allen voran, rauben mir den Schlaf und ich weiß nicht, ob sie weiß, wie sehr sie mich bekloppt macht. Wahnsinnig! Wie sehr sie mich aus der Bahn geworfen hat.

Bis zum 1.10. war das alles ja noch kontrollierbar, aber der Unfall hat alles verändert. Besonders frage ich mich, warum kann ein Lulatsch wie ich hochspringen und so ein Rambo für Arme nicht?

War das etwa Absicht? Unser LAdendetektiv hat gesagt, daß in den M'Gladbacher Warenhäusern mehrfach die Wortwahl "scheiß Viersener" und "Die klauen uns die Arbeitsplätze" / "Jobs" / "Umsätze" etc. verwendet wurde. Die scheinen da unten einen richtigen Hass auf uns zu haben.

Aber das alles ist für mich im Moment unwichtig.

Wichtiger ist für mich, daß Annika II wieder auf die Beine kommt und daß es ihr schnell wieder besser geht. Und daß ich endlich weiß, woran ich an ihr bin.

Ja, zugegeben. Geduld ist nicht gerade meine Tugend, aber ich übe mich darin und für sie werde ich ohne hin einige Feinheiten meiner Persönlichkeiten ändern, schon in eigenem Interesse.

Das Rauchen aufhören...

Im Fitnesstudi tarinieren gehen für einen Waschbrettbauch...

Weniger Koffein...

Gesündere Ernährung...

Sonnenbank...

Mehr Sport etc. ...

Mein A-Auto (nicht das mit der baldigen Gasanlage) wieder anmelden für mehr Mobilität...

...und noch so einiges.

Auch, wenn es meiner Sache, sie zu kriegen, nicht zuträglich ist, ich tue es doch für mich.

Mir tun jetzt die Finger weh von dem ganzen Schreiben und ich bin ein wenig müde. Vielleicht lege ich mich doch einmal für zwei Stunden hin.

Falls jemand ernsthaft bis hierhin gelesen hat, so würde ich mich doch über zwei Dinge freuen:





1.) Eine ehrliche und sachliche Meinung.



2.) Ich hoffe, daß sich Ehrlichkeit nicht wie bei Freenet.de zum schmerzhaften Bumerang entwickelt. Und wenn doch: Ihr könnt mich nicht wirklich angreifen, weil ich Euch nicht lasse! Also: Spart Euch die Mühe!!!


#9
=)seit einer stunde sitz ich nun hier (weil mein schatz heute ehr arbeiten musste) und lese gespannt deine ganzen zeilen ... also eigendlich könntest du auch bücher schreiben :D du hast ein gutes händchen *gg*... so jetzt zu dir du bist ein super mensch für die ganze geschichte mit dem fussball kannst du nix das war schicksal das du jetzt für sie da bist wird sie zu schätzen wissen das du dich verliebt hast obwohl du eigendlich eine andere regel hattest nun ja.....der weg der liebe ist unergründlich man kann nicht sagen "ich darf dort nicht lieben weil...." es kommt wie es kommt und ich denke wenn du mehr zeit mit ihr verbringst (was ja bald wieder möglich ist ) und sie dich richtig kennen lernt denke ich habt ihr eine super chance (wenn sie es auch so will) :] bis jetzt hast du alles richtig gemacht und kann immernoch kein fehler sehen =) vielleicht machst du dir zu viele sorgen .... vielleicht denkst du zu viel nach.... was manchmal nicht gut ist ! aber ich wünsche dir alles liebe und das du deinen weg so gehen kannst das du (mit oder auch ohne sie ) glücklich bist ;) denn liebe und glück sind ein hohes gut im leben (was ich jetzt gerade selbst erfahre und es ist einfach nur wunderschön)

lg porta

#10
Es läuft mit ihr nicht so an, wie ich mir das vorgestellt habe. Meine Zuwendungen hat sie bisher mit keinem, Wort erwähnt. Kein Danke. Kein "Schön, daß Du da bist."

Ich weiß nicht, wo ich an ihr bin.

Ich versuche, krampfhaft den Fehler zu finden. Entweder in meiner Agitationsweise, im Ausspielen und Festhalten von den Trümpfen oder in meiner Einschätzung der Lage, insbesondere ihrer Lage.

Irgendwo ist da ein Fehler, aber alle sagen mir, daß ich alles richtig gemacht habe, zumindest bisher.

Immer wieder die gleiche Aussage.

Das kann so nicht sein.

Ich muß nachdenken.

#11
Ich suche die ganze Zeit nach Fehlern auf meiner Seite.

Die ersten 3 Dinge, die mir einfallen:

Ich sehe manche Dinge unter dem Einfluß des Bauches anders, als wenn ich sie unter Verstand betrachten würde.

Ich habe Hemmungen, über meinen Schatten zu springen, Schwierigkeiten, in etwas zu agieren, was ich nicht beherrsche. Ich beherrsche meinen Job. Da bin ich sicher. Da wurde ich ins eisig kalte Wasser geworfen und durfte mir alles selber erarbeiten. Somit wurde ich täglich vor eine neue Herausforderung gestellt, die ich nach und nach meisterte.

Ich beherrsche nicht mein Vorgehen im Bezug auf sie, weil ich so weit ncoh nie gekommen bin und weil sie im Gegensatz zu all den Anderen von früher her nicht jünger ist, als ich, sondern älter. Und weil ich mich abermals auf unbekanntem völlig neuem Terrain bewege.

Ich habe einfach keine Geduld.

Das sind die ersten drei Fehler, die mir einfielen. Sicher könnten da noch wesentlich mehr Fehler sein, aber ich weiß es nicht, sie zu erkennen. Vielleicht sollte ich in einigen Punkten noch weiter ins Detail gehen, damit Ihr größere Chancen für eine Analyse habt. Das werde ich nach und nach Stück für Stück tun...

---------

Beim Fußballspiel in der ersten Runde wurden wir voll abgezogen. Jeder ärgerte sich darüber und ich merkte, daß Annika II sehr wütend auf sich selbst war. Auf Andere und vor allen Dingen auf sich selbst. Ich stand mit ihr alleine hinten. Beim Hallenfußball. Abgesprochen war, daß wir mit einem Mann, nämlich mir, hinten waren, 2 vorne in den Sturm gingen, und einer aus der Mitte nachzog. Der Andere aus der Mitte blieb eben in der Mitte und ging zur Not mit nach hinten. Aber außer mir hielt sich keiner dran. Der Sturm wurde auch alleine gelassen. Fehler ohne Ende. Außerdem sind die Gegner im ertsen Spiel, wie bereits gesagt, sehr hart `ran gegangen. Ich hatte vorher intensiv das Sprinten auf kurzen Distanzen trainiert und konnte die meisten Gegner-Pässe alleine aufhalten, aber eben nicht alle. Ich sagte während des Spieles einmal, daß die vielen Tore gegen uns nicht ihre Schuld seien, sondern wir einfach hinten zu viele Lücken ließen. Sie sagte: "Halt den Mund und spiel!"

Das zweite Spiel des Tunieres verlief anders, als das Erste. Wir bekamen einen zweiten Mann aus unseren Reihen, der zunächst nicht vorgesehen war, weil wir einen von uns, der grob gegen das Abgesprochene zunächst auswechselten und auf die Bank schickten. Es funktionierte zunächst, aber wie bereits erwähnt: Es kam einer durch, ich wollte ihn abfangen, Annika II geriet wider Erwartens dazwischen, ich sprang über sie hinweg und... Den Rest kennt Ihr ja.

Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, wir spielten weiter, nach dem Spiel waren alle schnell weg, nur einer blieb wegen der Siegerehrung zurück.

Bis auf meine Wenigkeit fuhren alle Anderen bis auf zwei Kolleginnen, die zuvor mit ins Krankenhaus gefahren waren, nach Hause. Ich fuhr zurück.

Ich machte und mache mir Vorwürfe, daß ich dieses Spiel initiiert habe. Denke immer noch, wenn ich da nicht hätte mitmischen wollen, dann wäre die Mannschaft, das Tunier und das Unglück womöglich nie zu stande gekommen. Es wäre egal gewesen, wenn jemand verletzt worden wäre, aber mußte es ausgerechnet Annika II sein?

Ich gab und gebe mir nach wie vor die theoretische Schuld. Das Unglück ist Fazit meiner fixen Idee. Es hätte jederzeit woanders passieren können, aber es passierte bei unserem von mir initiierten Tunier.

Ich kam im Krankenhaus an, fragte, wo sie ist und man sagte mir, sie sei gerade in den OP gekommen. Was bis zu ihrem `rauskommen aus dem OP geschah, wißt Ihr ja.

Zuerst kam der Arzt `raus, sagte mir, daß alles halb so schlimm ist. Erleichterung. Innere Freude. Ich wollte weinen, doch ich konnte es nicht. Ich weiß nicht, warum.

Eine halbe Stunde später kam sie heraus. Sie wurde von 2 Schwestern geschoben, hatte eine Infusion in der rechten Hand. Sie wirkte zwar noch benommen von der Narkose und der OP, ich dachte, sie nimmt mich nicht wahr. Deswegen ging ich nur leise mit und sagte nichts. Die schwestern sprachen mit ihr. Schoben sie ins Zimmer. Sie lag da in dem Bett ohne Oberteil, die Decke bis an den Hals heran gezogen, sie fühlte sich vermutlich völlig fertig, war nervlich, kräftemäßig und körperlich am Ende. Ich glaube, sie hatte beim Aufwachen aus der Narkose geweint, denn ihr Gesicht machte einen ein wenig verheulten Eindruck. Mir ging es damals beim Aufwachen aus der Weißheitszähne-Voll-Narkose ähnlich.

Sicher war ihr das alles nicht angenehm, von einem Arbeitskolegen so gesehen zu werden. Vor allen Dingen, wo sie jetzt sicher erst ihre Ruhe haben wollte. Aber ich wollte ihr zeigen, daß sie nicht allein darsteht, daß jemand bei irh ist und, wenn sie will, sich um sie kümmert.

Sie wurde in ihrem Zimmer versorgt und dann ging es darum, ob sie eine Spritze in den Bauch oder in das Bein haben wollte. Ich dachte, daß ich dabei nicht dabei sein sollte, und verließ das Zimmer. Auf dem Gang kam mir ihr Bruder 1 entgegen, den ich noch für ihren Freund hielt.

Ich wartete einige Minuten draußen, dachte, dem Freund gehören die ersten Minuten, sie braucht ihn jetzt, er wird sicher gleich gehen. Dann kann ich zu ihr. Während ich da in dem Gang wartete, gingen mir vor Augen die Vorhänge `runter. Ende der Show. Vorbei. Hatte keine Chance mehr bei ihr. Trotzdem wollte ich, wenn sie jemanden brauchte, für sie da sein, weil ich das ganze scheiß Tunier initiiert hatte. Ich fühlte mich nach wie vor mit verantwortlich.

Nch geschlagenen 1 Minuten dachte ich, er würde die ganze Nacht bei ihr bleiben, weswegen ich `rein ging.

"Hallo Annika II. Alles bestens?" fragte ich sie und biß mir sofort auf die Zunge. Todesfehler! Wie konnte ich bloß so dämlich fragen?!?

Vermutlich, weil ich immer mit "Alles Bestens" ein Gespräch anfing. Aus Gewohnheit. Nicht "Wie geht es Dir", sondern "Alles bestens?"

Dann wußte ich, daß sie mich die ganze Zeit wahrgenommen hatte. Denn sie antwortete berechtigt bissig: "Klar, mir ging es nie besser."

Ich sagte ihr, daß ich für sie die Zeitschrift und die drei Tüten BonBons besorgt habe und legte ihr diese auf ihr Schränkchen in Armreichweite.

Dann verabschiedete ich mich und wünschte ihr, während ich ihre Hand hielt, gute Besserung. Blick-Kontakt.

Ich fuhr nach Hause.

Das war die Begegnung des ersten Tages.

Was danach lief, ist ja uninteressant, weil es keinen Einfluß auf sie nahm. Sie erfuhr es gar nicht. Die Möglichkeiten, einen Fehler zu machen, waren bis zum nächsten Tag nicht mehr gegeben. Denn ich war bis zum nächsten Tag allein.

Zuhause war ich etwa gegen halb zwölf. Ich konnte nicht einschlafen, hatte dauernd die Bilder vor augen, wie sie da lag, vor Schmerzen schrie und ich zerriß mich innerlich.

Es dauerte mehrere Flaschen Bier und einige Kurze, bis ich für zwei Stunden Schlaf fand. Ich wäre sonst nie eingeschlafen. Klar, ich mußte am nächsten Tag arbeiten, aber in diesem Moment war mir wirklich alles egal. Es drehte sich alles nur noch um Annika II. Um die Sorge, daß vielleicht doch nicht mehr alles gesundet, wie es einmal war. Vor dem Spiel.

Daß ich gegen ihren vermeintlichen Freund keine Chance haben würde, war in diesem Moment nicht von Priorität und der Gedanke beschäftigte mich überhaupt nicht. Es war mir egal.

So. Ich möchte wissen, was Ihr über diesen Abend denkt. Habe ich da Fehler gemacht? Was ist falsch gelaufen, was hätte besser laufen können?

Am meisten beschäftigt mich meine saudämliche Frage "Alles bestens?". Könnte mich dafür völlig verprügeln.

#12
Hallo.

Ihr solltet mich ja bereits aus dem Thread "Schlaflosigkeit wegen ihr..." kennen. Deswegen verzichte ich jetzt auch darauf, Euch die ganze Geschichte nochmal aufzutischen...

Ihr kennt die Fakten.

Heute war ich zum letzten Mal bei ihr, weil SIE morgen früh (13.10.2006) entlassen wird.

Ich weiß nicht, wo sie wohnt, habe keine Handynummer, kein gar nichts.

Ich habe nur noch jenes DIN-A0-Bild, welches ich nächste Woche gemeinsam mit dem Betriebsrat zusammen mit vielen anderen Glückwünschen etc. übergeben werde.

Das ist die letzte Chance vor der Weihnachtsfeier.

Diese werde und will ich nutzen, um die Sache dingfest zu machen, ider eben nicht. Ich will Klarheit. Entweder, sie läßt mich seeehr langsam, an sich `ran oder aber sie sagt: D741a, laß uns Freunde bleiben.

Was mache ich?

Sie zu fragen, ob sie mich heiraten oder bis an ihr Lebensende mit mir leben will, wäre sicher besonders angebracht....

Ich dachte an Kino,

an ein leckeres Eis,

an einen gemeinsamen Abend, z.B. beim Italiener oder Spanier oder so?

Ich weiß es nicht. Jeder Griff könnte der Richtige, jeder aber auch der Letzte sein.

Was meint Ihr?

Wenn ich diese Chance nicht nutze, sie näher kennen zu lernen, dann werde ich entweder über die 2-3 Monaten so bescheuert, daß ich durchdrehe, oder aber sie krallt sich jemand Anderes, wenn ich nicht aufpasse.

Da gibt es, obwohl ihre Beziehungen angeblich nur kurzlebig sein sollen, vermutlich genug Möglichkeiten...

#13
Ein Tip gebe ich dir per PN, kannst du Dich erinnern... ;)

Ansonsten wenn es dir so wichtig ist nicht diese "Typischen Sachen" wie essen, kino oder "was trinken gehen"...gääähn! :]

Sorry, du musst Sie so treffen im postiven sinne...!!! :verliebt:

Ich denke da sind die Frauen gefragt:"Die sind halt viel kreativer..."!

Mir fällt jetzt auch nichts ein ausser eine:" Balloon fahrt zu zweit" oder ein "selbstgemachtes Picknick" mit Fahrradtour...!!!

Ich meine halt etwas besonderes was von Herzen kommt...!!!

Viel Erfolg... :super:

P.S Eines glaube ich bis heute:" Frauen mögen Männer die gut kochen können..."!

#14
Ja, ich erinnere mich.

Und ich werde es beherzigen.

Da habe ich gestern einen neuen Thread angelegt, weil sich die Situation grundlegend geändert hat. Und der Moderator sagte, er hat die beiden Threads ("An die Wand genagelt --- Vorerst letzte Chance bei ihr" und "Schlaflosigkeit wegen ihr") zusammen gefügt. Doch "An die Wand" ist weg.

Folgendes hat sich geändert:

Ihr kennt die Vorgeschichte, steht ja hier drüber.

Sie wird gerade aus dem Krankenhaus entlassen.

Ich weiß nicht, wo sie wohnt, ich habe keine Telefonnummer, ich weiß nur drei Dinge:

Sie hat mich nicht kategorisch abgelehnt / zurückgewiesen, obwohl sie nicht dumm ist und definitiv ahnt, wie der Hase läuft, was dafür spricht, daß sie mir keinen Korb geben wollte.

Sie hat sich gestern abend, als ich bei ihr war, über meinen Besuch gefreut und wollte mich zuletzt schier nicht gehen lassen, weil sie mich beim Weggehen in ein neues Gespräch zu verwickeln versuchte, aber ich mußte weg, wegen dem Bus. Ich scheine doch bei ihr Möglichkeiten zu haben...

Ich habe, bevor ich sie im Extremum 3 Monate nicht sehe, nur noch eine Chance vor der Betriebsweihnachtsfeier.

Oben habe ich jenes DIN-A0-Bild erwähnt.

Das werde ich ihr zusammen mit einigen anderen Dingen kommende Woche mit dem Betriebsrat übergeben. Da möchte ich die Sache dingfest machen.

Was heißt dingfest?

Ich will alles auf eine Karte setzen. Direkt fragen, ob ich sie wiedersehen darf. Essen, Italiener und Eis sind gestrichen, hat alles einen viel zu langen grauen Bart, ich muß mir was Aderes ausdenken...

Etwas selbst gemachtes, etwas von Herzen kommendes. Nicht direkt einen Weg aus Rosenblättern legen, kein Heiratsantrag, kein Liebesschwur oder Anderes Fehl-am-Platz-Seinendes, sondern etwas Anderes, was Schönes eben.

Da überlege ich mir noch was.

Wie gesagt, die Übergabe des Bildes ist die vorerst letzte Chance vor jenen max. 3 Monaten.

Wie nutze ich meine Chancen richtig, daß es nur 2 Möglichkeiten gibt, nämlich ich entweder eine totale Abfuhr kriege oder aber sie sagt: "Au ja, D741a, laß uns das machen, da bin ich dabei. Ich freu mich drauf."

Wenn Letzteres eintritt, habe ich "den Fuß in der Tür" und es geht voran, der Anfang ist gemacht.

Ich brauche Eure Hilfe, weil ich keinerlei Erfahrungen habe. Wenn ich also nicht gewaltig aufpasse, dann klatsche ich mit 250-km/h gegen eine Beton-Wand.

Bitte helft mir.

#15
Hallo D741a

Also mal nachdenken...

Warum sollte eine Einladung zum Italiener fehl am Platz sein? Nach meiner Erfahrung lassen sich Frauen doch gerne zum Essen einladen.

Ich würde sogar versuchen sie selbst zu bekochen. Es ist halt schwierig, weil sie ja dann zu Dir nach Hause kommen müsste. Dazu braucht es aber Vertrauen ihrerseits.

Aber ein gemeinsames Essen hätte schon Voerteiler:

Ist leicht zu organisieren.

Du kannst das Tempo vorgeben. Also Du hast dann jede Zeit der Welt und die Möglichkeit die Gesprächsthemen zu lenken. Und vor allem bist Du ungestört.

Im Verlaufe dieses Abends wirst Du sicher merken ob bei ihr Interesse oder Zuneigung zu Dir entsteht.

Natürlich darfst Du nicht gerade mit der Tür ins Haus fallen und sie fragen ob sie Dich heiraten möchte :verliebt:

Das packst Du schon :super:

lg

roger

#16
Hallo Roger.

Du hast es erfaßt. Das selbst Gemachte fasziniert mehr.

Hierbei ergibt sich aber die Schwierigkeit, daß ich in einer Bruchbude hause.

Es ist das Zimmer, was ich seit 1993 bei meiner Mutter habe.

Es ist eine alte DG-Wohnung, das Zimmer ist klein wie die Kabine eines Kapitäns eines U-Bootes. Ca. 2,50x6 Meter.

Ich habe viel aus diesem anfangs völlig vergammelten Zimmer gemacht, aber schon alleine hast Du darin kaum Platz.

Der Rest der Wohnung untersteht nicht meinem Refugium. Ich könnte, wenn ich wollte, mir sofort ein anderes Zimmer nehmen, aber den damit verbundenen Streit und den Stress mit dieser Person, die sich "Mutter" schimpft, tue ich mir für die letzten paar Monate nicht mehr an.

Wie lautet meine Strategie zur Lösung dieses Problems?

Campingplatz in Ferwest.

Ich spare auf ein nicht winterfestes 8x3-Meter-Mobilheim mit abgetrenntem Sanitär-Segment, welches ich dann winterfest machen und Stück für Stück neu aufbauen werde. Das ist meine Lösung. Damit habe ich dann bei schlechtem Wetter 24m², sonst ca. 120-200m², je nach Platz, zur Verfügung.

Das wäre dann auch repräsentabel.

Alles Andere aber nicht.

Das selbst bekochen bei mir scheidet aus, da sie bei ihren Eltern lebt, bei ihr auch.

Was eine Möglichkeit wäre, wäre z.B. mein Auto via KZK (Kurzzeitkennzeichen) anmelden und mit ihr vielleicht nach Monschau (altertümliches kleines Mini-Städtchen in idyllischer Kulisse) fahren und sie da zum essen einladen. Das wäre was Besonderes.

Roger, das mit dem Heiraten war ein übertriebener Scherz. =)

Das würde ich nie bringen. Außerdem wäre es nicht ernst gemeint...

Ich hoffe auch, daß ich es packe.

Ich überlege gerade, was es sonst für Möglichkeiten gibt. Wenn man es irgendwie anstellen könnte, mal für einen Tag nur mit ihr alleine zu sein.

Das mit Monschau wäre eine Möglichkeit. Es ist wirklich ein schönes Städtchen. Da gibt es die Senfmühle, die Glasbläserrei, das rote Haus, die Burg, dagegen steht nur, daß die kurzen Wege für Krücken-Nutzer sehr weit sein könnten...

Was könnte man dann machen?

Schloß Burg bei Wuppertal oder Solingen?

Unten am Fuße des Berges parken, mit der Unten-Ohne-Seilbahn hochfahren und im romatischen Restaurant im Burghof abends mit ihr dinieren?

Das von der Stange scheidet aus. Es muß was Besonderes sein, etwas tolles, was man nicht vergißt, was auch eine Krücken-Nutzerin leicht und ohne große Anstrengungen bewältigen kann. Wäre ja sicher sehr übertrieben, wenn ich sie die ganze Zeit auf meinen Armen trage... :verliebt:

Was denkt Ihr?

Denke ich in zu großen Größenordnungen?

#17
Vielleicht sollte ich erwähnen, daß ich von 1997 bis 2000 bei meinen Großeltern mütterlicherseits lebte, da ich da eine ruhigere Umgebung vorfand.

2000 nahm ich mir eine eigene Wohnung.

2002 machte ich mich selbständig und expandierte 2003 nach Aachen. Im Sommer 2003 setzte ich eine Vollbruchlandung hin, weil ich den falschen Leuten vertraut habe und die mich verraten haben. (Ich brach im Interesse meiner Klienten Ausschließlichkeitsverträge, damit ich noch bessser auf deren Bedürfnisse eingehen konnte), was zu meinem totalen Genickbruch führte.

Spätsommer 2003 mußte ich zwangsweise aus der schönen 3ZKDB-Wohnung `raus und zurück zu meiner Mutter...

Es war eine Entscheidung aus `reinen Kostengründen.

Sparen, sparen, sparen. Und neu aufbauen.

Und es ist gelungen.

Der Countdown läuft, es dauert nur noch WENIGE Monate, max. 6, bis ich hier wieder `raus bin...

#18
Heute war SIE im Betrieb und hat mich irgendwie völlig ignoriert.

Ist es normal bei ihr und ihr Wesen? Oder lehnt sie mich kategorisch ab?

Ich weiß es nicht. Es tat jedenfalls sehr weh.

Sie ist nicht blöd. Sie kann sich sehr leicht ausrechnen, was Sache ist, wenn sie ein wenig nachdenkt. Aber es scheint sie, so machte es zumindest heute den Eindruck, nicht zu kümmern.

Das bringt mich zum nachdenken. Macht mich unterschwellig ein wenig wahnsinnig.

Ich weiß auch nicht, ob ich künftig mehr auf meinen Verstand als denn auf meinen Bauch hören sollte. Ich weiß nicht, ob ich wirklich scharf bin auf diese letzte Option, von der ich zuletzt sprach.

Ich bin beinahe versucht, alles über Bord zu schmeißen und wieder den Urzustand herzustellen. Abschottung! Strikte Trennung von Beruf und Privat! Alles einreißen!

Ich brauche dringendst einen klaren Kopf, muß mal `raus aus dem Alltag. Wenn alles gut geht, fahre ich morgen im Rudel mit einem großen Motorrad-Club nach Belgien. Zwar nur als Beifahrer, aber dennoch. Einfach mal einen Tag eine Auszeit nehmen. Einfach mal ausspannen. Einfach mal von allem loslassen.

Vielleicht kann ich danach wieder einen klaren Gedanken fassen und vielleicht weiß ich dann auch, ob ich diese letzte Option vor den max. 3 Monaten möchte. Vielleicht hat mich der Schein getrügt. Vielleicht hat mein Bauch es so gewollt, daß ich mich trügen lasse.

Morgen abend weiß ich mehr.

Dennoch wäre ich Euch für Tipps und Ratschläge sehr dankbar.

#19
Hallo D741a!

Also ich würde es an deiner Stelle so machen wie du es vorhast, auch wenn sie dich heute völlig ignroiert hat! Das kann auch mal wieder mehrere Gründe haben... wird nur sie wissen, warum sie es so gemacht hat.....

Gib nicht so schnell auf. mache das was du vorhast und geb ihr das Bild! Und dann frag sie halt, ob sie weiter Kontakt halten will oder nicht!

Ich bin mir sicher, dass wenn du es nichtmal versuchst, dass du dir immer wieder Vorwürfe machen wirst und dich fragen wirst, warum du es wenigstens nicht versucht hast!

Riskiere es! Du schaffst das da bin ich mir ganz sicher! :super: Ich drück dir aufjedenfall fest die Daumen!!! :]

Hast du das mit dem Alkohol in den Griff bekommen? Ich hoffe es ja stark! Sowas kann schnell nach hinten losgehen!

Und wie ist das mit deiner Schlaflosigkeit? Ist das besser geworden?

Alles Liebe!

#20
Hallo Kathi.

Danke, daß Du Dir um mich und mein Problem Gedanken gemacht hast.

Das mit dem Alkohol war doch kein Alkohol-Problem!

Es drehte sich vielmehr darum, daß ich Schlafschwierigkeiten hatte und temporal, solange ich nicht arbeiten mußte, diese mit Blau-Saufen zumindest halbwegs deaktiviert habe.

Das Thema Alkohol ist schon seit Montag Abend vom Tisch, denn Mittwoch mußte ich ja wieder arbeiten.

Und wurde dank einiger weniger hochengagierter Kolleginnen vollends in Eiswürfel katapultiert.

Was ist passiert am Samstag?

Sie hat mich vollends ignoriert. Die Erste, mit der ich damals vor dem Fußball-Tunier gesprochen habe, war eine führende Betriebsrätin, die mich seit meinem ersten Tag in unserem Big Big SB-Warenhaus durch DICK und DÜNN begleitet.

Sie sagte schon mal sowas, daß Annika II etwas sehr schüchtern ist, obwohl sie eine "No-Risk-No-Fun-Party-Queen" ist. Ich habe das Gespräch mit ihr wohl aus den Augen verloren und bin mit Annika II zu hart ins Gericht gegangen.

Sie hat mir bis dato keine mündliche Absage erteilt. Aber ich weiß, daß sie was weiß oder ahnt. Sie ist ja nicht blöd.

Sei's drum. Kommt die erste Gelegenheit, werde ich sie rücksichtslos und gekonnt greifen. Scheiß auf meine Angst. Dann rede ich mit ihr.

Was hat den Wandel herbei geführt?

Ich brauchte einfach einen klaren Kopf.

Ich wollte ja schon so oder so einige Dinge ändern. Nicht mehr rauchen, blendend weiße Zähne, Fitness-Studio, Sonnenbank, Wellness etc.

Da ist noch was hinzu gekommen.

Ich, der wegen anderer unerbetener sogenannter "Genickschuß-und-weg-Verkehrs-Teilnehmer" immer Angst vorm Motorrad-Fahren hatte, bin heute bei einem Freund bei der Ausfahrt eines 60 Mann starken Clubs hinten drauf mit `raus gefahren. Es war super-super-geil.

Resultat:

- Mein Kopf ist frei.

- Ich hatte meinen Spaß.

- Ich weiß jetzt, was mir seit 24 Jahren fehlt.

- Bis April 2007 habe ich mein eigenes Motorrad und den Führerschein und so weiter.

Das hat den Wandel herbei geführt. Ich fühle mich wie neugeboren.

Und ich habe einen freien Kopf und kann frisch an den Kampf um Annika II zurück gehen.

Ich denke, dafür hat sich's gelohnt.

Jetzt steht nächste Woche erst mal das Bild aus. Ich bin gespannt, wie sie reagiert.

Selbst, wenn es zwischen mir und ihr nicht funkt, dann werde ich weinen, wieder aufstehen und weiterkämpfen. Denn: Altes geht, neues kommt. Und ich denke, ich bin sehr wohl ein attraktiver Jung und spätestens nach Durchführung aller Änderungen extrem konkurrenzfähig.

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Ich liebe dieses Leben

Ich liebe den Moment, in dem man fällt

Ich liebe dieses Leben

Ich liebe diesen Tag

Ich liebe diese Welt

:)

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