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Unerfüllte Liebe

48 Antworten5'090 AufrufeGestartet von Héloise ·

HéloiseThemenstart
#1
Ich bin neu hier im Forum... Mein Thema ist die unerfüllte Liebe, sicher nichts unbekanntes. Obwohl sich meine Situation nicht ändern kann und wird, möchte ich gerne darüber reden. Bin in zweiter Ehe glücklich verheiratet, trotzdem habe ich mich in einen anderen Mann verliebt (meinen eigenen Mann liebe ich immer noch). Ich begegne diesem Mann nur selten in sehr heiklern Sitzungen (Therapie), aber es besteht eine gewisse seelische Übereinstimmung und auch eine erotische Anziehung. Da der Geliebte ein Profi in Sachen Psychologie ist und natürlich- wie in fortgeschrittenem Alter meistens der Fall- ebenfalls gebunden und beruflich an exponierter Stelle ist, lässt er sich natürlich nichts anmerken. Da sind nur gewisse Schwingungen, die deutlich spürbar sind. Ich habe gesagt, dass sich nichts an meiner Situation ändern wird: das, weil ich weiss, dass der Mann selbst auf gar keinen Fall seinen geraden Weg verlassen wird (aus obigen Gründen). Ich selber möchte meine glückliche Ehe auch nicht gefährden; da ich aber einen sehr toleranten Mann habe und selber auch eher liberal eingestellt bin, hätte ich gerne eine Annäherung an den Geliebten gehabt. Aber eben, da müsste schon ein Wunder geschehen. Was auch immer herauskommt, ich habe nur ganz wenige Male im Leben Männer angetroffen, die mich so berührt haben wie dieser, darum ist das Ganze überaus schmerzhaft. Obwohl ich mit allen Kräften versuche, mich nicht zu sehr darauf zu fixieren.

Das meine Geschichte.... Héloise

Jane
#2
Hallo Heloise,

lass dir von einer ebenfalls therapie- und psychologieerfahrenen Frau sagen, dass das, was du da durchmachst, völlig normal ist. Wenn du eine Therpie besuchst oder eine Gesprächsgruppe mit therapeutischem Hintergrund, bleiben solche Gefühle nicht aus. Ich habe eine Therapie bei einer Frau gemacht und würde es jederzeit wieder tun. Zudem habe ich Psychologie studiert und kenne die Erklärungen für dieses Phänomen, das war mein Examensthema (schau mal unter den Versuchen von Schachter und Singer nach, Zwei-Faktoren-Theorie der Emotionen).

Ich würde an deiner Stelle versuchen, auf Abstand von diesem Mann zu gehen und mich mehr meiner Ehe zu widmen. Du schreibst, dass du deinen Mann liebst, es ist eine Verbindung zwischen euch. Auch, wenn der andere Mann begehrenswert und eure Bindung eine ganz besondere ist oder sein könnte - man muss auch mal zu sich selbst nein sagen können. Das ist meine Meinung.

#3
Hallo Heloise,

Janes Antwort finde ich nach eigener anderer Erfahrung (siehe: Viereck oder doch Achteck) goldrichtig. Auch wenn es schwer ist, es dieses Kribbeln gibt, auch dieses Highgefühl, interessant und begehrenswert zu sein...langfristig bist du besser dran, wenn du aussteigst und auf Distanz gehst.

Ich wünsche dir alles Gute

eine momentan Vernünftige

#4
Natürlich habt ihr beide recht... ich denke, ich widme meinem Mann genügend Zeit; wir haben zusammen ein Geschäft, wir gehen ständig zusammen in die Ferien, wir kochen zusammen etc, und die Liebe ist ja da. Natürlich habe ich versucht, das Gefühl des Verliebtseins auf meinen Mann zu richten; ich habe das in jahrelanger Therapie so gelernt; klappt auch im Moment. Aber trotzdem ist das andere auch ständig da, wie ein ständiger bohrender Kopfschmerz. Ich habe schon viel versucht, mich zu distanzieren, aber es geht einfach nicht. Es macht mich manchmal richtig schwermütig...

#5
Hallo Heloise,

vielleicht hilft dir die Frage weiter:

Was hat der Mann, was du so vermisst hast ?

Und: Gibt es einen Weg, das auch anders zu kriegen als durch eine Beziehung mit ihm ?

Oder: Erinnert er dich an jemandem, mit dem du noch was zu bereinigen hast ? Deinen Vater zum Beispiel.

Oder: Bist du mit deinem Mann einen Kompromiss eingegangen, der für dich einfach doch nicht so passt wie vereinbart und du suchst dir das nun bei einem anderen Mann - als Ausgleich sozusagen ?

Alles Gute! :trost:

#6
Hallo Sarah

das ist ja wie in einer Therapiesitzung... (war nicht bös gemeint)

Nun ja, der Mann ist natürlich (als Arzt und auch sonst) sehr intellektuell und gebildet, was ich selbst auch bin (Universitätsabschluss); mein Mann, obwohl er viel autodidaktisch gelernt hat, stammt aus dem Arbeitermilieu.

Und auch sonst entspricht der Mann genau der Art von Männern, auf die ich ohnehin stehe. Im übrigen habe ich ihn schon vor Beginn der Therapiesitzungen kennengelernt, über Geschäftsapéros, und es hat schon damals gefunkt.

Ich habe keinerlei Hoffnung oder Erwartung, dass es da jemals irgendeine Art von Beziehung auf privater Ebene geben wird. Vor allem deshalb nicht, weil meine nunmehr zwei Jahre dauernde Therapie in zwei Monaten beendet sein wird. Und dann werd ich ihn eh nicht mehr sehen... Ausser durch irgendwelche Zufälle. Des weiteren hatte ich schon immer die Tendenz, mich auch während meiner bereits über 16jährigen Beziehung zu meinem Mann (10 Jahre davon Ehe) auf aussereheliche Ausflüge zu begeben. Weiss auch nicht, warum das so ist. Und obwohl ich von ihm alles (Seelisch, körperlich und materiell) haben kann, was man sich nur wünschen kann. Ist irgend ein Drang in mir nach Freiheit und Ungebundenheit... (bin Wassermann, falls man an Astrologie was findet).

Zudem gibt es nur wenige Männer in meinem Leben, die wirklich mein Innerstes berührt haben, dazu gehört natürlich mein Mann, aber dieser andere Mann eben leider auch, und schon seit einiger Zeit. Habe Germanistik Mittelalter studiert; ein Minnesänger hat einmal gesagt: Minne ist ein swaerez spil (die Liebe ist ein seltsames Spiel)...

Danke für das Zuhören, du bist lieb!

#7
Liebe Heloise,

Therapiesitzung soll es natürlich keine werden, aber die Fragen sind nun mal dieselben, die man sich auch außerhalb stllen muss...

Bei deinem Satz mit dem Arbeitermilieu musste ich schmunzeln...der Mann, der mich seit zwei einhalb Jahren emotional sehr beschäftigt, stammt aus dem Arbeitermilieu, und ich selber bin Akademikerin (womit er zu Beginn lange Zeit Probleme hatte)...also, es gibt das Spiel auch umgekehrt (Mein Lebensgefährte ist zwar auch Akademiker, aber die Welt der Bücher, der Psycholgie, der Kommunikation, die mich wahnsinnig fasziniert, kann ich nicht mit ihm teilen, sondern nur mit meinem Schattenmann - ich nenn das so, auch wenn zwischen uns körperlich nix läuft, und wir nur sehr, sehr regelmäßig telefonieren, haben wir die typischen Beziehungsauseinandersetzungen, grad eben wieder).

Aussereheliche Ausflüge...ich seh das nicht mehr so eng wie früher. Bei mir ist vor sieben Jahren meine frühere Jugendliebe wieder aufgetaucht, und eben vor zweieinhalb Jahren mein Schattenmann. Körperlich ist mit beiden nix gelaufen, verliebt war ich trotzdem jedes Mal über beide Ohren. Ich glaube, man kann nie von einem Partner alles kriegen, man muss nur wissen, wo es mit einem anderen genug ist...ins Kaffehaus gehe ich mit verschiedenen Männern, ich mag es eben gerne mich mit anderen auszutauschen, gleich, ob Frau oder Mann...

Wenn ich dich richtig verstanden habe, entstand deine Verliebtheit aus einer Therapie heraus...ist ja doch völlig klar, dass man sich da verlieben kann, wenn man sich so plötzlich in seinem tiefsten Innersten verstanden fühlt.

Pass auf dich auf.... :trost:

#8
Hallo Sarah

es ist schön, dass ich mich von dir verstanden fühle...

Ich sehe das mit den parallelen Beziehungen (mal so genannt) auch nicht sehr eng, und mein Mann toleriert es, wenn ich (nicht körperlich, nur mit Augenkontakt, netten Gesprächen oder so) mit anderen Männern flirte. Er freut sich ja manchmal auch an einem freizügigen Damenausschnitt oder so ;-)

Im übrigen weiss er, dass ich eine Schwäche für den anderen habe.

Das Dumme ist nur, dass ich überzeugt bin, gewisse Gefühlsströmungen auch von meinem Gegenüber zu spüren (ein Lächeln, ein Blick, eine Bemerkung, oder sogar Rot-Werden und so). Im Grunde würde ich zu gerne mit ihm über diese Emotionen reden, aber erstens weiss ich nicht, ob das was bringen würde, und zweitens würde ich selbst nie im Leben den Mut haben, damit anzufangen. Und wenigstens ins Kaffehaus würde ich auch zu gern mit ihm. Aber das geht nicht, solange Therapie ist. Und ob es nachher möglich sein wird, bezweifle ich.

Ach je, ist das Leben manchmal kompliziert...

#9
Hallo Heloise,

ja, geht mir ähnlich, mit dem Verstanden-Fühlen.

Mein Lebensgefährte hat unseren Kindern unlängst erklärt - völlig aus dem Zusammenhang gerissen, dass mit anderen Männern flirten erlaubt ist, küssen aber nicht. Ich war mal einigermassen erstaunt, weil das zwischen uns nie so klar ausgemacht war.

Um ehrlich zu sein, ich wäre auch zu feig, die Emotionen anzusprechen, wenn ich von meinem Gegenüber dazu nicht den ersten Schritt wahrnehme.

Darf ich fragen, was für eine Therapie du machst ?

#10
Hallo Sarah

es ist eine Gesprächstherapie aufgrund familiärer Probleme, vor allem wegen meiner psychisch kranken 20jährigen Tochter aus erster Ehe (Esstörung mit 34 Kilo Körpergewicht etc.). Wie gesagt, ich kannte den Therapeuten schon vor der Therapie, von Geschäftsaperos, und da war auch schon ein zündender Funke.

Ich weiss nicht, was daraus noch werden wird, jedenfalls muss ich mich vor jeder Sitzung fürchterlich zusammenreissen, um mir möglichst nichts anmerken zu lassen...

#11
Hallo! Ich nehme an, Jane hat dir geschrieben, dass es "völlig normal" wäre, damit du die Situation etwas entspannter sehen kannst. Zumindest hätte ich es dir aus diesem Grund geschrieben.

Aber offensichtlich hat es dich nicht entspannt, mehr noch, ein bisschen hab ich das Gefühl, du steigerst dich in diese Verliebtheit hinein.

Hier solltest du den Grund suchen, finde ich …

Denn normal ist es durchaus: dass wir an Personen, die Macht über uns haben (oder Macht hätten) und zusätzlich Animus-Qualitäten aufweisen, großen Gefallen finden. Das ist so sicher und so berechenbar, dass es jede Mystik über die unergründliche Liebe gründlich verliert.

Das ist der Grund, warum wir uns in Ärzte, Therapeuten, Lehrer und Chefs verlieben:

Sie sind beschützend und lehrreich, Weg weisen und wohlwollend und dennoch erotisch anziehend. Papi + Sex, eine einfache Formel. :schief:

Frauen sind auch ganz einfach gefusselt. Falls das noch niemand einsehen wollte.

Diese komplizierte Geschichte auf diesen einfachen Milch-Mädchen-Nenner zu bringen, könnte dir helfen, die Sache als nichts Besonderes, als etwas Alltägliches, Erklärbares zu betrachten. Wenn du das möchtest.

Wenn es dir gelingt, dann kannst du emotional Abstand finden zu diesem Mann. Er ist auf seiner Bühne und du betrachtest ihn dort - aber eben ohne ihn zu berühren. Wenn das geht, ist der sehnsüchtige Schmerz nicht mehr da.

Wenn das nicht geht (oder wenn du das nicht möchtest, weil dir das Gefühl der Verliebtheit so gut gefällt, was ich auch gut verstehen würde …) dann such dir liebe eine Therapeutin.

Ganz im Ernst: wenn du nicht psychisch Abstand halten kannst, weil dich die Emotionen so sehr übermannen, dann wäre gut geraten, den Abstand physisch herbeizuführen, oder du wirst die Konsequenzen zu spüren bekommen. Die bleiben nicht aus. Zunehmende Unzufriedenheit mit dem eigenen Mann wäre nur eine.

Lieben Gruß von

#12
Hallo Lisabel

ja ich weiss, ihr habt ja alle recht... aber wie ich schon geschrieben habe, meine Therapie ist sowieso Ende Februar beendet, dann sehe ich den Mann nicht mehr wieder, und so lange wäre ich einem bisschen Verliebtsein nicht abgeneigt. Ich versuche schon lange, die Emotionen auf meinen Mann umzupolen, was im jeweiligen Moment sehr gut gelingt, aber das andere ist eben auch immer noch da. Ich weiss nicht, vielleicht lieben Frauen es, dass jemand Macht über sie hat? Keine Ahnung.

Gruss Héloise

#13
hmm … ich denke schon: wenn jemand Macht hat, sie aber nicht ausnutzt.

Kann es gelingen, diese Erfahrung als etwas Schönes abzuhaken, als etwas, an das man sich gern erinnert und was dennoch weder bestehende Strukturen gefährdet noch sich und andere in ungeplante Gefühlswelten stürzt?

ich wünsch es dir :trost:

#14
Hallo Lisabel

eine Erinnerung wird es immer bleiben, ob sie schön sein wird, wird sich noch herausstellen...

Ich weiss nicht, aber vielleicht beginnt die Machtausübung genau dann, wenn man unmissverständlich merkt, dass Emotionen gegenseitig vorhanden sind, und dies zu überspielen versucht, z.B. indem die Diskussion auf sehr intellektueller Ebene stattfindet. Damit macht man sich vor, dass ja alles in der normalen Bahn verläuft, dabei ist es nicht unbedingt so. Die ganze Situation ist überaus heikel, für den Therapeuten noch viel mehr als für mich, weil er ja den Auftrag hat, mich zu leiten und mir zu helfen. Und ein Therapeut, der die Grenzen und Regeln, die ein Therapieauftrag stellt, überschreitet, müsste ja seine Aprobation verlieren.

Es ist eben nicht einfach, aus einem Gefühlschaos wieder herauszukommen, und verwirrend ist, wie oben geschildert, dass doch eine spürbare Gegenseitigkeit besteht.

Gruss Héloise

#15
Hi Héloise!

Nein, nein, nein, innerlich bist du schon viel weiter, als "ein bisschen verliebt sein".

Auch nur der Funke eines Gedankens, dass auch er Gefallen an dir findet, lässt bei dir das Gefühls- und Gedankenkarussel mächtig kreisen.

Gedanklich hast du doch schon tausend Mal durchgespielt, wie das wäre, wenn....wenn er DOCH Anzeichen von Verliebtheit bei dir deutlicher durchblitzen ließe....wenn ihr euch verabreden würdet, wie das verlaufen würde, wie er dich küsst, wie das ist, wenn ihr zusammenbleiben würdet. Wie ist das, wenn ihr zwei zusammen kommen würdet, wie weit du gehen würdest.

Ich finde das alles keine Kleinigkeit!

Du hast es für dich schon längst durchgespielt, was wäre wenn...wenn er dir sagt: Frau Héloise, die Sitzungen mit ihnen waren immer etwas besonderes für mich, für mich wahrscheinlich viel mehr als für sie. Es würde mir sehr viel bedeuten, unsere Gespräche auf pritaver Ebene weiter fortsetzen zu können. Darf ich mir erlauben, sie vielleicht für nächste Woche zu einem Kaffe einzuladen? Ich kenne da ein bezauberndes Café, das wird ihnen gefallen, das weiß ich, dort lässt es sich hervorragend diskutieren.

Na, klingt gar nicht so schlecht, oder? Da würdest du doch draufhüpfen und dich reinbeißen und durchfressen, wie die Made im Speck.

Jetzt sagt er aber sowas nicht. Das ist das einzig Dumme an der Geschichte. Denn anscheinend macht des deinem Mann gar nix aus, wenn du dich in andere Männer verliebst. Vielleicht hilft dir der Gedanke, dass es eventuell der Frau deines Schwarms da ganz anderes geht? Ich meine, nur weil er ein bisschen rot wird und süß lächelt und ihr euch unterhaltet, heißt das noch gar nix! Deshalb muss er noch lange nicht- wie du glaubst (!) - den Wunsch haben, mit dir eine Liebesbeziehung anzufangen. Das würde ich mir an deiner Stelle abschminken. Aber das willst du ja nicht hören, stimmt's, im Moment denkst du nur daran, dass im Februar die Sitzungen zu Ende sind, du ihn nicht mehr siehst und das war's. Wenn dir das zu wenig ist, dann musst du ihn halt mal zum Kaffee einladen und es drauf ankommen zu lassen! Was spricht dagegen, dass du ihn einlädst, hm? Aber dafür bist du zu feige.

Du schiebst oben, in deinem ersten Beitrag deine zusammenberechnenden Gründe vor, warum der Mann ja wahrlich nicht seine Zuneigung zu dir gestehen kann. Das sind nur rationale Gründe. Ist dir eigentlich schon mal in den Sinn gekommen, dass er seine Frau nicht betrügen oder gar verlassen will, nicht weil er Arzt oder sonstwas ist, sondern weil er was auf seine Ehe gibt und seine Frau schätzt und respektiert? Davon schreibst du gar nichts. Da hätte er ja viel zu tun, wenn er mit jeder Patientin was anfangen will, die er nicht so übel findet.

Im Moment scheint es keinen Sinn zu machen, dir ernsthaft und nüchtern zu raten, die Sache abzuhaken. Das haben schon einige hier gemacht und du sprichst gar nicht drauf an. Das möchtest du (noch) nicht. Dann muss man dir wohl raten, stürze dich in den Versuch, ihn anzubaggern. Denn nichts anderes ist eine Einladung zum Kaffee oder zu was auch immer. Wenn er sie ablehnt, liegt es natürlich nicht an den fehlenden Gefühlen für dich, die muss er ja unterdrücken, weil er so eine exponierte Stellung hat und an seinen Ruf denken muss...also suhl dich noch ein wenig weiter in deinen Gefühlen.

Es liegt ganz allein an dir, wie lange du dich mit der Sache "quälen" möchtest. Jane hat es sehr schön geschrieben, finde ich, man muss auch mal zu sich nein sagen können. Ist deine Entscheidung.

Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft für die nächste Zeit!

marie

#16
Hallo Marie

ich würde nie im Leben irgend etwas aktives unternehmen in dieser Beziehung und hege nicht die geringste Hoffnung, dass jemals etwas daraus werden würde. Und das, gerade weil beide in Konventionen gebunden sind, natürlich, was glaubst du denn eigentlich? Ich verfüge über genügend Selbstbeherrschung, um nichts unbedachtes zu tun, und über genügend klaren Verstand, um zu wissen, dass diese Gefühle einfach mit der Zeit wieder heruntergefahren werden müssen. Ich mag es nicht besonders, von jemandem aus dem Forum auf diese Weise abgekanzelt zu werden!

Ich wollte einfach die ganze Geschichte einmal loswerden, das ist alles. Aber darauf herumreiten hat keinen Sinn.

#17
Ich möchte dich nicht abkanzeln, wenn es so herübergekommen ist, dann tut es mir leid.

um zu wissen, dass diese Gefühle einfach mit der Zeit wieder heruntergefahren werden müssen
Dann ist es ja gut. Das hattest du aber bis jetzt nicht deutlich gemacht, finde ich. Es hörte sich eben danach an, dass dir die ganze Sache deshalb so sehr zu schaffen macht, weil du denkst, dass er auch etwas für dich empfindet und es bis jetzt nur zu nichts gekommen ist, du dich damit nicht einfach abfinden möchtest.

Natürlich sollst du deine Gedanken hier schreiben, dafür ist das Forum da. Trotzdem kann ich doch meine Gedanken zu dir äußern, ob du sie beachtest oder nicht, liegt ganz bei dir, das kann jeder selbst entscheiden.

Alles Gute nochmals,

marie

#18
Hallo Heloise,

wie Marie75 deine Mails verstanden hat, ist für mich einfach nicht nachvollziehbar. Ist wohl ein Stück ihre eigene Geschichte drin, nehme ich an.

Was Lisabel zu Macht bzw Animus und Erotik sagt, finde ich einfach voll treffend. Habe mich darin auch erkannt, vor allem im Animus Aspekt.

Sei umarmt, und natürlich bist du im Forum mit deiner Geschichte willkommen - so wie alle anderen auch

:trost:

#19
Danke Sarah, hatte schon gar nicht gewagt, nochmals überhaupt was zu schreiben...

Ich weiss ja, dass meine Gefühle grundsätzlich- abgesehen von Anzeichen, die mit dem Können des Psychologen jedoch neutralisiert werden- einseitig sind. Und ich erwarte und erhoffe gar nichts von meinem Gegenüber.

Trotzdem ist es eine schwierige Situation, wenn Verstand und Gefühle sich diametral entgegenstehen.

Gruss Héloise

#20
Hi Heloise,

wir begegnen doch immer wieder Menschen, die was anderes in uns sehen als wir selber, und das verletzt dann.

Du bist da im Forum goldrichtig, und die meisten von uns kennen das Gefühl, dass der Verstand was ganz anderes sagt als das Gefühl.

Kannst du eigentlich mit Lisabels Gedanken zu Macht und Animus was anfangen ? Ich finde das hat was.

Alles Gute

:trost:

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