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Weißes Papier

26 Antworten35'942 AufrufeGestartet von Sheena ·

#21
Ich wünsche dir Zeit

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.

Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:

Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,

und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,

nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.

Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,

sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.

Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben

Als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,

anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,

und die Zeit um zu wachsen, das heißt um zu reifen.

Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.

Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,

jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.

Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.

Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

Elli Michler

#22
Dein gedicht gefällt mir wirklich sehr gut.

Hast du das allein geschrieben?

Ja diese Zeit zum reifen sollte man allen Jungs geben, da hast du Recht!

Liebe Grüße ;)

#23
wunderschön...

ja man sollte sich schon zeit nehmen, vor allem in der heutigen zeit, für die wichtigen dinge im leben....

wirklich zutreffend

#24
Arthur Schopenhauer Die Stachelschweine

Eine Gesellschaft Stachelschweine drängte sich, an einem kalten Wintertage, recht nahe zusammen, um, durch die gegenseitige Wärme, sich vor dem Erfrieren zu schützen. Jedoch bald empfanden sie die gegenseitigen Stacheln; welches sie dann wieder voneinander entfernte. Wenn nun das Bedürfnis der Erwärmung sie wieder näher zusammenbrachte, wiederholte sich jenes zweite Übel; so daß sie zwischen beiden Leiden hin- und hergeworfen wurden, bis sie eine mäßige Entfernung voneinander herausgefunden hatten, in der sie es am besten aushalten konnten.

So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab. Die mittlere Entfernung, die sie endlich herausfinden, und bei welcher ein Beisammensein bestehen kann, ist die Höflichkeit und feine Sitte. Dem, der sich nicht in dieser Entfernung hält, ruft man in England zu: "Keep your distance" - Vermöge derselben wird zwar das Bedürfnis gegenseitiger Erwärmung nur unvollkommen befriedigt, dafür aber der Stich der Stacheln nicht empfunden. Wer jedoch viel eigene, innere Wärme hat, bleibt lieber aus der Gesellschaft weg, um keine Beschwerde zu geben, noch zu empfangen.Arthur Schopenhauer

#25
Guter alter Schopenhauer...ohne zu leiden ist Glück nur ein Wort, das sich erst erschließen kann, wenn neben schwarzen auch weiße Flecken stehen, wie ein Kontrast. Nur der Blinde kann sagen:"Ich sehe Dich" und meint, was er fühlt, ohne genau die Bedeutung dessen zu kennen, was alle Sehenden darin interpretieren. Und der Sehende wird erst begreifen, was gemeit ist, wenn er im Dunkel aus einer Ahnung eine klare Orientierung "erleben" kann.

Leuchtet ein... ist aber nicht immer so.

#26
Einsame Spitze, larry!

Ich weiß warum einsame Spitze einsam heißt!

:::;-):::

#27
... na ja... tut auch ganz schön weh - manchmal

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