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Wenn Liebe Sich In Wut Verwandelt

33 Antworten12'861 AufrufeGestartet von SAXDERERSTE ·

SAXDERERSTEThemenstart
#1
Es war einmal ein Mann,der eine Frau über alles liebte.Er wartete sechs Jahre,bis Sie Ihn endlich erhörte und Seine Liebe erwiederte.An diesem Tag war er der glücklichste Mensch der Welt,denn sein Traum wurde war und er dankte Gott dafür seinem Leben endlich den Sinn gegeben zu haben,den er immer suchte.Er liebte diese Frau von ganzem Herzen und war versucht Ihr jeden Wunsch von den Augen abzulesen.Er träumte von einer Familie,von einem gemeinsamen Leben,von Treue und Geborgenheit.All dies war er bereit zu geben und die Frau teilte scheinbar Seine Träume.Sie erwiederte Seine Liebe und schenkte Ihm eine wunderbare Zeit voller Glück und Zufriedenheit.

Doch eines Tages spürte der Mann einen Schatten über seinem großen Glück.Er konnte nicht sagen was der Ursprung diesen Schattens war,denn die Frau,die er immer für das Licht Seines Lebens hielt erklärte Ihm,dieser Schatten sei nur Teil Seines Verstandes der Ihn in die Irre führe und würde nicht existieren.

Der Mann,der dieser Frau blind vertraute ließ den Schatten sein und schenkte ihm keine Beachtung.Er glaubte den Worten der Frau und vertraute Ihr.

Eines Tages kam der Moment an dem er den Schatten nicht länger ignorieren konnte.Er spürte,daß die Kälte,die von diesem Schatten ausging,seine Frau befallen hatte.Sie veränderte sich sehr und Ihr Versprechen ewiglich ehrlich zu sein und Ihn nie zu betrügen schien an den Grenzen der Belastbarkeit angekommen zu sein.Sie betrog den Mann zwar nicht,dennoch fühlte er wie Ihre Liebe dem Zweck wich und Sie Die Zeit gemeinsam nur noch auf äußerlichkeiten bestehend betrachteten.

Er versuchte alles die Liebe seines Lebens zurückzugewinnen doch hatte nicht die geringste Chance.Sie hatte Ihn schon vor Monaten verlassen,es nur nie mitgeteilt und als Sie es dann endlich tat,war es zu spät um Veränderungen zu treffen,die die Situation hätten retten können.

Der Mann nahm hin,daß alles woran er glaubte,der einzige Mensch,dem er blind vertraute und den er so sehr liebte,von Ihm ging.Er behielt Seinen Glauben und die Hoffnung,daß die Frau merken würde,daß Sie Ihn liebe und auch Sie nicht ohne Ihn sein wolle.

Die Tage vergingen und die Ungeduld trieb den Mann dazu Ihr zu schreiben und Sie zu bitten Ihm doch wenigstens den Grund für diese Distanz zu sagen,die er einfach nicht verstehen konnte,weil es sich so plötzlich und ohne erklärbares Ereignis zugetragen hatte,doch er erhielt keine Antwort.

Nach Tagen der Einsamkeit,auch wenn er Trost von Freunden bekam,bekam er eine Nachricht von der besten Freundin seiner eiztigen großen Liebe.Er solle doch bitte Ihre restlichen Sachen zu dieser besagten Freundin bringen und Sie wolle es Ihm nicht selber sagen,da Sie Ihn nicht verletzen wolle.

Dies war der Moment.Der Mann sah plötzlich klar.Sie wollte Ihn nicht verletzen?Sie wollte Ihn NICHT verletzen und schickte deshalb eine Freundin.Wie dumm muß ein Mensch denn sein um nicht zu merken was diesen Mann verletzt?Sie ging einfach einen bequemen Weg und schickte eine Freundin vor.DAS alleine verletzte den Mann mehr als die Tatsache selbst nach einer solch langen Zeit nichts mehr von Ihr zu hören.Diese unglaubliche Feigheit sich so aus der Affäre zu ziehen,ohne je die wahren Gründe für Ihren Entschluss offenbart zu haben, verwandelten die unglaubliche Liebe des Mannes in Wut und er schwor sich diese Frau auf alle Zeit aus seinem Leben zu verbannen.

Sie hatte es nicht länger verdient auch nur in Seinen Gedanken zu sein.ER wird wieder lieben und auch weiterhin offen und ehrlich sein,doch er wird wohl nie die Enttäuschung vergessen,die die gößte Liebe die er je empfunden hatte in Ihm hinterlassen hat.

Er hatte geglaubt......................

#2
Er hatte geglaubt......................
......... und vertraut.

Sie können sich selbst ob ihres Verrats nicht in die Augen schauen. Scham und Feigheit bestimmen ihr Verhalten. Was um so mehr schmerzt, da man ja davon ausging den Partner zu kennen, und man sich so ein Verhalten nicht vorstellen kann. Sie suchen eine (Er-)Lösung, in dem sie den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Ihr feiges Verhalten können sie ja wahrscheinlich nicht mal vor sich selbst auf irgendeine Art und Weise rechtfertigen.

Und man sollte wirklich auf das Bauchgefühl achten, und dem "Schatten" nachgehen. Auch wenn der Verstand einem was anderes sagen will. Aber wenn schon sie als Frau 8o nicht redet und Dinge anspricht die sie stören oder fehlen. :tink:

Wut ist gut.

#3
Lieber SAXDERERSTE,

Gleichgesinnter ......

auch mir ist dies erst vor einer Woche passiert.

Er hat auch nicht angerufen und mir erklärt. NICHTS. Einfach weg ohne ein Wort.

Jemanden so zurück zu lassen ist mehr als feige. Es ist Armseelig, erbärmlich.

Dieses Verhalten ist unerträglich für Menschen, die von Grund aus ehrlich sind und auch unangenehme Dinge konfrontieren können, aus Anstand anderen gegenüber.

Ich versteh deine Wut sooooooo gut.

Schön, dass auch du deinen Glauben nicht verloren hast.

Irgendwann mal kommt einem ALLES zurück, davon bin ich überzeugt und lässt mich etwas beruhigter werden.

Sende Dir ganz liebe Grüße

Zipolite

#4
Heute ist der Mann seit drei Wochen ohne seine ehemals große Liebe.

Er ist noch immer verletzt über seine Blauäugigkeit doch sein Herz ist noch immer angefüllt mit der Trauer über diesen großen Verlust.

Er hofft noch immer,daß er die Zeit zurückdrehen kann und eines Tages alles wieder einen neuen Anfang gehen kann!

Die Enttäuschung die er empfunden hat stellt sich immer mehr als unzufriedenheit mit sich selbst herraus und er denkt kaum noch darüber nach,wie sehr Sie Ihn verletzt hat!

Im Gegenteil...

Er erinnert sich fast nur an die schönen Stunden die er mit seiner Traumfrau verbracht hat.

Diese geheimnisvollen Stunden der Zweisamkeit mit ihren Momenten des absoluten Glücks,Orte der Zufriendenheit und ausgelassener Freude,tiefstes offenbaren verschütteter Gedanken und verborgener Erinnerungen sind es, die den Mann einfach nicht zur Ruhe kommen lassen und Ihn immer noch der Hoffnung entgegensehnen lassen,alles könnte nochmal neu entstehen,ohne Vorhaltung über vergangene Zeiten oder Rückblicke auf zurückliegende Momente.

Der Mann fühlt sich einsam.Er hat zwar viele Freunde und findet Trost in tausend Worten des Zuspruchs doch Ihm fehlt seine Angebetete doch sehr und er spürt,daß sein Leben den Sinn und den Antrieb verloren hat,immer nach vorne zu sehen und immer einen Schritt vor den anderen zu tun.Er ist stehengeblieben und sieht nur noch zurück. Er findet keine Freude an den Dingen,die zuvor so sehr seine Lebenslust ausmachten und hat alle positiven Ansichten verloren,die Ihn ehemals so stolz und aufrichtig durchs Leben gehen liesen.Er fühlt sich nicht nur verlassen,er fühlt sich alleine.

Seine Gedanken kreisen einzig um seine verlorene Liebe und enden in Träumen, in denen die Vergangenheit auflebt und er alles hatte was er je als Glück empfunden hat!

Er kann einfach nicht vergessen und seine Wut weicht immer mehr der Sehnsucht!

Dieser Mann,der so sehr liebt,so viel geben will und so unglaublich vermisst steht am Rande eines Abgrundes und es bedarf nur weniger Schritte,bis er in die unendliche,schwarze Leere fällt,die noch vor wenigen Monaten nie für ihn existiert hat.

Er hat geliebt...................................

#5
nun, die meisten hier kennen das gefühl das du eben durchlebst. dieses gefühl ist wirklich das, was einen beinahe tötet.

dennoch bin ich der ansicht, dass man nach 3 wochen noch nicht genug darüber hinweg ist, vielleicht noch nicht mal mittendrin, um die sache entsprechend abzuhaken. es wäre schon eine sensation, wenn man nach 3 wochen bereits da wäre wo andere nach monaten wenn nicht erst nach jahren sind.

deine umwandlung von trauer in wut, das ist ein klassische melancholische störung. jetzt stellt sich eigentlich nur noch die frage, gegen was richtet sich deine wut? gegen sie? gegen dich? gegen anderes?

in solchen momenten könnte man explodieren, und doch würde es nix nützen.

zwei sachen möchte ich dir auf deinen langwierigen weg noch mitgeben:

1.durch ihr verhalten zeigt sie, dass sie ein riesen problem hat mit der trennung. du bist also nicht der einzige, der damit kämpft.

2. das ist ein zitat von udo jürgens, aber ich finde, es trifft den nagel ziemlich auf den kopf:

den spiegel zu zerschlagen macht gar nichts ungeschehn
es wird der tag kommen, dann kannst du auf all die schönen momente zurückblicken ohne dass wut in dir aufkommt.

#6
Ich muss ja nun mal ganz ehrlich sagen, dass ich ihr Verhalten zwar absolut mies und feige finde, aber ich dennoch das Gefühl nicht los werde, dass Du in einer Traumwelt gelebt hast bzw. lebst. Ist so eine Intuition. Und diese Traumwelt ist nun zerplatzt. Natürlich tut das ungemein weh, doch Du schreibst selbst, dass Du die "Schatten" nicht wahrnehmen wolltest. Du hast vorgezogen weiter in Deiner Traumwelt zu verweilen... bis es zu spät war. Und jetzt ist es aus.

Du erinnerst mich in Deiner Art sehr an meinen Ex. Zwar hat der mich verlassen, aber bis dahin hat er einem fast unrealistischem Traumbild hinterhergejagt. Und dem entsprach ich nicht. Mich hat das total unter Druck gesetzt. Und er hat auch alles für mich getan, mir unendlich viel Liebe geschenkt usw. , nur damit ich so bin oder werde wie er mich haben wollte, ich aber nicht sein konnte. Und als er das irgendwann realisiert hat, hat er mich fallen lassen wie ne heisse Kartoffel. Aber bis zu dem Punkt hatte ich bereits begonnen, mich mehr und mehr zurückzuziehen, konnte diese Enge, diese - entschuldige den Ausdruck - weltfremde Verhalten nicht mehr ertragen. Liebe ist auch Alltag, Liebe ist auch die andere Seite und schwebt nicht nur permanent auf Wolke 7. Vielleicht ging es Deiner Ex ähnlich wie mir. Vielleicht fühlte sie sich "bedrängt" von so viel permanentem "Glücklichsein".

Und wenn Ihr erst 3 Wochen auseinander seid, kann es doch gut noch geschehen, dass sie eine Aussprache suchen wird. Sie braucht ihre Zeit. Und am Ende fürchtet sie sich momentan davor, Dir Dinge zu sagen, die Dich und Deine Welt gänzlich zum Einstürzen bringen würden. Vielleicht hat sich da enrom viel aufgebaut und angestaut bei Ihr?

Glaube mir, ich habe auch gelitten nach dieser Trennung. Und jeder Tag ohne Kontakt war wie 1 Woche oder gar 1 Monat. Und ich habe bis heute eine Wut auf ihn, dass er sich nicht mehr gemeldet hat. Trotzdem habe ich schon bei Deinem 1. Thread gedacht, dass hätte auch mein EX geschrieben haben können.

Und ich habe nicht geglaubt, das ich das jemals überwinden werde. Nun, das habe ich auch noch nicht, aber der Schmerz nimmt ab. Das ist definitiv so.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft. Lass ihr Zeit, auch wenn das sooooo schwer fällt und sooooo weh tut. Es würde Dir nichts bringen. Muss aber trotzdem betonen, dass sie Dir zumindest einen Brief mit ner Erklärung hätte schicken können. Finde auch, dass sie den einfachsten Weg geht, ob sie nun trotzdem leidet oder nicht.

Aber irgendwie würde ich auch gerne zu Dir sagen: "Hallo, wach auf. Das Leben ist nicht nur eine einzige, große, wunderbare Liebe!"

Sorry!

#7
Das siehst Du falsch meine liebe.

Ich bin zu sehr Realist um in einer Traumwelt zu leben.Ich gebe zu es kommt etwas mißverständlich rüber,also erörtere ich ein wenig was ich mit dem Schatten meine.

Für mich war der Schatten die Routine und der Alltag,die sich langsam an die Stelle der Verliebtheit setzten.Ich habe versucht sie zu verdrängen in dem ich die verücktesten Dinge tat,nur um Sie zum lachen zu bringen oder eben nur da war um Ihr zuzuhören.

Ich habe sehr darum gekämpft diesen Schatten zu vertreiben doch war es eben ein einseitiger Kampf.Sie hat resigniert und sich nicht mitreißen lassen.

Ich habe Sie so gesehen,wie Sie war,habe Sie geliebt wie Sie sich gab!

Anfangs war Sie sehr offen und auch ausgesprochen Anlehnungsbedürftig doch im Laufe der Zeit verfiehl Sie in einen regelrechten Gewohnheitstrott.Jedes Wochenende Party und während der Woche nur Vorbereitung aufs Wochenende.

Anfangs machte mir das nicht viel aus.Es ist nur eine Phase,dachte ich (sagte Sie),doch irgendwann wurde diese Phase zu einer Eigenschaft die am Anfang unserer Beziehung nur Ausnahme war.

Als wir uns trennten waren Ihre Worte:Ich habe dir was vorgespielt als wir uns kennenlernten weil ich wollte,daß wir zusammenkommen.

Harte Worte!

Ich habe Sie geliebt,weil Sie jemand war, der Sie nicht war!

Jetzt wird sicher ein Satz in Deinen Gedanken erscheinen wie,dann ist Sie es eh nicht wert oder trauer Ihr keine Träne nach doch es ist diese Person,die nach wie vor in Ihr lebt.

Selbst wenn Sie es nur gespielt haben sollte,war es dennoch ein Jahr in dem wir glücklich waren! Diese Veränderung trat erst in den letzten 3 Monaten auf.

Sie hat aufgehört mich zu lieben und wollte lieber frei sein,ohne Rücksicht nehmen zu müssen oder verletzt zu werden.

Wie gesagt,ich bin Realist und es ist nicht die Tatsache,daß es vorbei ist die mich verletzt.Es sind die Gründe warum es vorbei ist,was falsch gelaufen ist und alle anderen unbeantworteten Fragen die mich so quälen.

Ich bin alt genug mir zu sagen das es keinen Sinn macht,einer verlorenen Liebe ewig nachzutrauern doch ist es schwer jemanden von heute auf morgen loszulassen,wenn man die Ursache nicht kennt,die dazu führte,daß Sie sich in einen völlig kaltenund fremden Menschen verwandelte.

Noch einen Tag vor unserer Trennung kamen Worte wie : Ich liebe Dich,Freu mich auf Dich oder es gibt in jeder Beziehung mal Höhen und mal Tiefen-Wir schaffen das!

Sag mir,wenn ich in einer Traumwelt gelebt hab,wer hat dann dafür gesorgt,daß ich nicht aufwache?

#8
Mein Lieber,

im Grunde hat Deine Antwort meine Intuition nur bestätigt. Vielleicht reden wir aneinander vorbei?!

Dennoch tut es mir wirklich leid für Dich und ich kann Deinen Schmerz sehr gut verstehen. Glaube mir!

Ich will Deine EX auch nicht in Schutz nehmen.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sie Dir 1 Jahr einen anderen Menschen vorgespielt hat, auch wenn sie das selbst sagt. Ich denke, sie hat beide Anteile in sich. Du hast beide kennengelernt und nur der eine gefiel Dir. An dem hast Du festgehalten, obwohl es eben noch ganz viel anderes kam. Und das meine ich u.a. mit Traumwelt.

Ich habe meinen Ex nur von einer Seite kennengelernt, im Nachhinein erst auch seine richtig miesen Anteile. Und ich glaube, er wäre bei mir viel authentischer und echter rübergekommen, wenn er sich vorher richtig gezeigt hätte. Er war immer unverbindlich und lieb, immer irgendwie gleich und ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass er ein Blender ist. Die verschiedenen Seiten machen einen Menschen aber doch aus und darin zeigt sich die wahre Liebe, wenn man mit allen Seiten umgehen kann. Ich liebe ja den ganzen Menschen mit allen Ecken und Kanten. Und selbst wenn die Liebe irgendwann den Bach runter geht, ist mir dieser Mensch nicht plötzlich vollkommen egal. Aber das ist ein anderes Thema.

Eins versteh ich nicht, was hat Partymachen mit Alltagstrott zu tun?

Irgendwie begreife ich nicht so richtig, was Du meinst. Du hast den einen Menschen geliebt, dann kam ein anderer Mensch zum Vorschein. Dennoch hast Du alles versucht, um diesen alten Menschen wieder hervorzulocken. Dieser neue, nicht liebenswerte Mensch verfiel bzw. entstand aus dem Alltagstrott, wollte immer Party machen. Das klingt aber doch eher nach Flucht vor dem Alltagstrott. Vielleicht seid ihr beide in verschiedene Richtungen vor dem Alltag geflüchtet, konntet keinen gemeinsamen Weg gehen?

Und dafür gesorgt, dass Du nicht aufwachst, hast Du ja selbst, indem Du so lange an diesem alten Menschen festgehalten hast. Oder?

Ich denke zudem, dass man Realist sein kann und trotzdem in einer Traumwelt lebt. Ich meine damit ja nicht, dass Du grundsätzlich so bist, sondern nur in dieser Hinsicht. Der Realist hätte doch viel eher selbst einen Schlußstrich gezogen, meinst Du nicht?

Liebe Grüße

#9
Sorry,

habe wohl überlesen, dass sie sich erst in den letzten 3 Monaten so verändert hat. Hatte das irgendwie falsch verstanden.

Vielleicht hat ihre Liebe "einfach" aufgehört. Vielleicht war sie nicht in der Lage das zu realsieren und loszulassen, hat sich aber dadurch verändert, sich emotional distanziert. Es ist ja eigentlich das typische Spiel. Und sie hatte Zeit, um sich auf ein Ende vorzubereiten. Im Gegensatz zu Dir. Für Dich kam es akut. Und das vergessen die, die sich trennen immer. Sie haben den Verlassenen was voraus. Sie haben für sich ne Menge klar, aber der andere steht da und weiß von nichts. Und wenn sie dann noch den einfachsten Weg wählen, sich nicht die Mühe machen, dem anderen alles zu erklären, sich der Sache also nicht stellen, tut das doppelt weh.

Ich habe auch immer gesagt, nicht die Trennung ist mein gößtest Problem, sondern die Art und Weise der Trennung.

Im Grunde geht es uns da wahrscheinlich ähnlich.

Aber vielleicht braucht sie auch nur Abstand und es wird ihr klar, was sie an Dir hatte?

Ach, verdammt, die Liebe ist soooo schwer und kann soooo weh tun. Und sie kann soooo wiel Angst erzeugen, sich wieder auf jemanden einzulassen, d.h. das Risisko einzugehen erneut verletzt zu werden. Und ich glaube, diese Angst wird vor allem dann geschürt, wenn man sich so einsam und hart trennt.

Man kann sich nämlich auch gemeinsam trennen, einander helfen bei der Trennung. Das gibt es tatsächlich.

Alles Liebe!

#10
Hallo Münsterländerin

Du hast sicher Recht damit,daß ich selbst einen Schlußstrich hätte ziehen können,und ich habe auch darüber nachgedacht.Doch liegt es mir nicht einfach aufzugeben wenn mir Steine in den Weg rollen und ich dachte bis zum Schluß daran,daß alles sich zum Guten wenden kann,wenn wir beide bereit sind an uns zu arbeiten.

Es ist ja nicht so das ich mit geschlossenen Augen durchs Leben gehe.Ich habe gemerkt,daß es so nicht weitergehen konnte und Sie darauf angesprochen.Sie sagte mir,daß Sie mich nicht verlieren will und auch an sich arbeiten wird doch irgendwie hat Sie es nie wirklich getan.

Einen Tag bevor wir uns trennten hab ich Ihr klarzumachen versucht,daß Sie mir sehr wichtig ist,ich aber so nicht weitermachen kann.Sie antwortete mir wieder,daß Sie mich liebt und alles nur eine Phase ist und es keinen Grund gäbe sich zu trennen weil es doch immer mal ein Tief gäbe.Wir schaffen das schon.

Einen Tag später sagte Sie mir dann Sie habe nachgedacht und Sie liebe mich nicht mehr so wie früher und Sie würde mich nicht mehr vermissen.Sie möchte lieber Spaß mit einer Freundin haben mit der Sie jedes We auf Partys gehen kann.

Das ist es,was mich wirklich verletzt.Sie wußte es schon länger aber hat mich hingehalten und mir Hoffnung gemacht.Ich habe alles getan um Sie glücklich zu machen und das hat Sie genossen.Als Sie merkte,daß es auf diese Weise nicht mehr weitergeht hielt Sie mich bei der Stange und machte mir Hoffnung.

Im nachhinein gebe ich Dir recht,liebe Münsterländerin...

So realistisch ich auch bin,ich hab mich ganz schön von der Hoffnung blenden lassen und viel zu lange davon geträumt mit Ihr glücklich zu werden.

Aber mal ehrlich...Ich habe Sie geliebt! Wie kann ich da einfach aufgeben!?

Sie konnte es und ich muß Dir wieder Recht geben.Ihre Liebe hat aufgehört.

Liebe Grüße und danke für deine ehrliche Meinung!

Saxdererste

#11
Lieber Saxdererste,

wie gut ich Dich verstehe.

Ich hätte auch nicht einfach aufgegeben. Ich hätte es mit meinem EX weiterhin versucht. Wenn beide Menschen bereit sind, sich wirklich zu entwickeln, tatsächlich an sich zu arbeiten, dann kann es einen Weg geben. Mein EX war nicht dazu bereit, auch wenn er das anders sieht. Wir haben viel davon geredet, dass sich was ändern muss, aber umgesetzt haben wir es nicht. Und inzwischen weiß ich auch warum. Er hat nie begriffen, was ich meinte. Er hat immer nur so getan, als ob. Und ich habe immer wieder versucht, mich und mein Innenleben zu erklären und wunderte mich, wieso wir stets an den gleichen Punkt gelangten. Von ihm kam einfach nichts, nicht mal, dass er mich nicht versteht. Und im Nachhinein fällt es mir wie Schuppen von den Augen, sehe ich erst, was für ein Mensch er ist. Ein oberflächlicher Blender auf eine Art. Unreif, überfordert, die Dinge anzugehen.....

Aber weißt Du was? Er ist es gar nicht mehr wert, dass ich groß drüber schreibe.

Und vielleicht wirst Du das auch bald sagen können.

Ich wünsche es Dir.

Alles Liebe

#12
Lieber Sax,

auch ich kenne deinen Schmerz und würde dir hier gern dieses hier vor Augen halten:

Du hast geliebt.

Das ist mehr als die meisten wirklich können. Wenn es dir gelungen ist, dann ist das ein wunderbares Gefühl, dass du für dich bewahren kannst wie eine schöne Erinnerung.

Du hast alles getan.

Alles, was in deiner Macht stand. Dass es nichts genutzt hat, ist nicht deine Schuld. Zu einer funktionierenden Beziehung gehören immer zwei. Und beide müssen gleichviel geben wollen. Wenn sie nicht will, dann liegt es an ihr. Du hast dein Möglichstes gegeben.

Du leidest unter dem Ende?

Weil sie nicht den Mut fand zu einem sauberen Cut. Vll kann sie es nicht oder weiß nicht wie oder weiß auch gar nicht, wie sie es erklären soll?

Für mich ist das ein Hinweis, dass du wirklich alles getan hast. Denn offenbar weiß sie das und daher – so denke ich – fällt ihr die Erklärung so schwer. Denn es gibt eigentlich keine rationale Erklärung. Denn Liebe ist irrational und sie kommt und geht ohne dass wir wissen warum.

Ich wünsch dir sehr, dass dich dieses Wissen, dein Möglichstes getan zu haben, dazu bringen kann endlich abzuschließen. Es ist nichts mehr offen und es ist alles gesagt. Mehr wird nicht mehr kommen.

Was bleibt ist deine Fähigkeit zu lieben. Die bleibt, auch wenn sich Menschen von uns abwenden. Wenn du auf die Fähigkeit achten kannst und weniger auf das, was von anderen kommt, dann ist sie es, die dein Herz erwärmt. Keine Liebe von außen kann das.

Alles Beste für dich :trost:

#13
hallo Lisabel

Danke für Deinen aufmunternden Brief.

Ja ich habe geliebt und es war schön doch finde ich darin im Moment noch keinen Trost.

Ich habe alles in meiner Macht stehende getan aber glaube,daß das einfach zuviel war.Ich habe zuviel von mir aufgegeben und mich auch dementsprechend geändert.Vielleicht liegt genau darin der Grund für Ihre verlorene Liebe.

Ich leide unter dem Ende weil ich in jedem Ort eine Erinnerung sehe und weil nach all der Zeit die schon vergangen ist noch immer mein Herz zerreißt,wenn ich an Sie denke.

Es ist jetzt vier Wochen her doch noch immer hoffe ich auf eine Mail von Ihr,warte auf einen Anruf oder ersehne eine Begegnung.Sie fehlt mir unglaublich obwohl ich weiß,daß es keinen Neuanfang mehr geben wird.

Sie ist gegangen, und mit Ihr starb ein Teil von mir.Ich habe meine Motivation und meinen Antrieb verloren.

Meine Fähigkeit zu lieben habe ich vielleicht nicht verloren aber es wird sehr lange dauern bis ich sie wieder zulassen kann.

Noch bin ich an einem Punkt,an dem ich den Glauben an mich selbst nicht finden kann.

Ich hoffe die Zeit wird mir helfen eines Tages wieder vertrauen zu können!

Dein Zuspruch tat mir gut

Vielen Dank

#14
Sax,

gib niemals die Hoffnung auf! Auch du wirst irgendwann wieder lieben können! :]

Und glaube mir, viele Frauen suchen genau so einen Mann wie dich, der kämpft, über Probleme spricht, der Frau Liebe und alles nur mögliche schenken kann, treu und ehrlich ist.... :super: Du bist ein TOLLER MANN!!!!!

Ich wünschte meiner wäre so wie du.... :trost: :o

Wünsche dir viel Kraft für die Zukunft :schmatz:

#15
Hallo Schmerz5,

Danke für diese lieben Worte...Ich werde irgendwann sicher wieder lieben und wahrscheinlich auch über diese Zeiten schmunzeln können,da bin ich mir sicher!

Aber Du täuschst Dich,wenn Du denkst ich wär ein toller Mann! Ich bin nichts besonderes und habe auch keine aussergewöhnlichen Qualitäten...Ich bin nur wie ich bin und in unserem Innern sind wir alle gleich! Wir haben Gefühle,Hoffnungen und Träume und empfinden Schmerz, Trauer und Wut wie jeder andere auch.Was uns unterscheidet ist die Fähigkeit,Gefühle auszudrücken.

Dies ist für jeden Menschen eine ganz eigene Sache und vielleicht auch bei Deinem Mann!Vielleicht hat er nur eine andere Art, zu sagen wie er sich fühlt, und Du hast sie nur noch nicht verstanden.

Jedenfalls hast Du mich mit Deinen Zeilen ein klein wenig stolz gemacht und dafür dank ich Dir sehr! :schmatz:

#16
..........Hoffnung?

Nach nun fünfwöchiger Trennung ist der Mann an einem Punkt angelangt,an dem er bereit ist neue Wege zu gehen.

Allerdings bezieht er dies auf seine ehemals große Liebe.Er weiß in seinem Herzen genau, daß er keine Chance hat, Sie zurückzugewinnen doch er weiß auch,daß er nichts zu verlieren hat außer seinem Stolz und seiner Selbstachtung.Er muß diesen Weg gehen denn er kann Sie einfach nicht loslassen.Zu tief hat Sie sein Herz berührt und zu intensiv sind seine Gefühle,trotz all der vergangenen Zeit,noch immer.

Er beschließt Sie anzurufen und nach Sekunden des Wartens hört er Ihre Stimme zum ersten Mal seit einer, für Ihn unentlichen Zeit der Einsamkeit, in der Sie nur noch in seinen immer wiederkehrenden Träumen existiert hat!

Der Mann, der vor diesem Anruf 1000 Dinge zurecht gelegt hat,dieses Gespräch zu beginnen ist von den auf Ihn einstürzenden Emotionen zu irritiert um sich an irgendwelche zusammengebastelten Floskeln zu erinnern also beginnt er einfach zu sprechen und die Worte die er sich sagen hört sind so simpel, daß selbst Stunden der Überlegung die Genialität diesen eines Satzes nicht übertreffen konnten:

"Hallo,wie geht`s Dir?"

Nach anfänglicher Überlegung und nachfragen erkannte Sie die Stimme des Mannes wieder und war anscheinend sogar erfreut von Ihm zu hören.

Das Gespräch der Beiden flog über 100 Themen, Erlebnisse,-und Ereignisse.Sie redeten miteinander wie in den Zeiten vor Ihrer Trennung und waren sich ebenso vertraut.Es gab kein unbehagliches Schweigen, Vorhaltungen oder Anschuldigungen.Alles war verziehen und Sie redeten frei und unbekümmert.

Nach einer Weile machte der Mann eine Bemerkung über die zurückliegende Beziehung und Ihre Antwort war, es sei eine schöne Beziehung und Zeit gewesen und nur die letzen Wochen seien aus dem Ruder gelaufen.

Von Hoffnung erfüllt und voller Wagemut konnte er sich die Frage nach einer Chance für einen Neubeginn nicht verkneifen doch Ihre ernüchternde Antwort traf Ihn sehr.Sie meinte, Sie möchte nicht den Fehler begehen einen zweiten Versuch zu starten, denn wenn einmal ein Bruch in einer Beziehung wäre, würde es immer wieder scheitern.

Der mann, der zwar zutiefst gekränkt, aber stark genug war,sich diesen Schmerz nicht anmerken gab nicht auf.Er fragte Sie, ob Sie sich am nächsten Tag kurz mit Ihm treffen wolle und Ihr Vorschlag, sich mittags zu melden um einen Kaffee trinken zu gehen,kam direkt und ohne zögern.

Sie verabschiedeten sich auf morgen und der Mann began zu hoffen....

Gibt es ein Happy End? Schafft er es, Ihr Herz zurückzugewinnen?

Er weiß es nicht, doch er ist bereit alles zu geben und wird alles tun was in seiner Macht steht um diese Frau zurückzuerobern!

Er zweifelt nicht! Er glaubt!

#17
Lieber Sax, darf ich dir erzählen, was ich gestern durch einen seltsamen Zufall gefunden habe: ein Tagebuch, das ich schrieb, als ich 14 Jahre alt war.

Ich war damals sehr verliebt und an den weinerlichen Zeilen - geschrieben in einer berührenden, wenn auch vermeintlichen Reife - konnte ich lesen, wie sehr es mich getroffen hatte, dass ER sich nicht so verhielt, wie ich es mir erträumte.

Das Faszinierendste war, dass ich diesen Menschen längst vergessen hatte.

Man schwört sich, ewig zu lieben und einander nie zu vergessen und alles andere wird als grausam und herzlos und unmenschlich erklärt.

Aber es entspricht nicht den Tatsachen. So sehr wir uns nach dem Idealzustand sehnen - den Zustand, den wir im Moment für uns als ideal ansehen - so sehr kehren sich diese Wünsche um, wenn sich die Prioritäten ändern.

Dieses Ideal der Liebe, dieser Schmerz und diese Sehnsucht, sie sind alles ein Produkt einer Romantik, die uns anerzogen wurde. Wenn das jetzt befremdlich klingt - alles was selbstverständlich ist, wird ja nicht hinterfragt - dann sehe dir an, seit wann es dieses Ideal denn erst gibt und wie und unter welchen Umständen: so wie von den Leidenschaften minnesingender unglücklich verliebter Verehrer adliger Burgfräulein, die nie gut ausgingen und erst in wiederkehrenden Hollywood-Szenen letztendlich ihr spätes Happy-End finden.

Was ich damit sagen will und bitte verzeih, wenn meine Wortwahl nicht moderat erscheinen mag: du erliegst hier einem Hirngespinst.

Dass ein Hallo wie geht’s alles zurückbringen soll, was unwiederbringlich ist, dass der stetige Gedanke an Zurückerobern, an Wiedergewinnen, an das Wiederherstellen der alten Ordnung, das Rückgängigmachen von Zurückweisung, von Ablehnung, von Verlust und von Schmerz so sehr den Blick trübt auf das Wesentliche -

nämlich: Was kann ich aus den Ereignissen lernen und wie prägen sie mein Verhalten? -

zeigt, dass du dich hier in einer Welt bewegst, die nicht mit der Realität konform geht.

Das ist eine Zeit lang gut so: um sich zu schützen. Man kann nicht immer ungeschützt allen Tatsachen ins Auge sehen, ohne daran Schaden zu nehmen. Denke ich.

Aber es gibt einen Moment, da muss man akzeptieren und loslassen. Dieses Loslassen trägt nur zur Entspannung bei, es ist nicht das Gegenteil von Glauben und Hoffen, es ist das Gegenteil von Klammern.

Wenn man die Dinge nicht mehr beeinflussen kann, sollte man sie fließen lassen und beobachten, wie sie sich entwickeln.

Das wünsche ich dir sehr :trost:

Lieben Gruß von

#18
Hallo Lisabel,

schön wieder was von Dir zu lesen.

Es stimmt,ich sehne mich sehr nach der Zeit zurück,in der wir uns geliebt haben und glücklich waren! Diese Erinnerungen sind gewissermaßen der Antrieb und Ursprung meiner Hoffnung.Ich glaube nicht,daß ich mit diesen simplen Worten die Zeit ungeschehen machen kann und alles wieder so drehen kann, als wären diese düsteren Tage nie gewesen! Das war auch nie mein Ziel!

Ich habe mit diesem Anruf eine Brücke geschlagen um an die vergangene Zeit anzuknüpfen.Ich werde nicht den Fehler begehen dort weiterzumachen wo unsere Beziehung endete und gebe mich auch keinen falschen Illusionen hin.

Allerdings glaube ich, daß ich (wir beide) durch diese Situation und die letzten Wochen gewachsen sind.

Ich habe Sie gestern getroffen und wir hatten eine schöne, wenn auch kurze Zeit in der wir uns unterhielten und einfach wieder freundschaftliche Bindungen suchten.

Unsere Liebe entstand damals durch eine Freundschaft, in der wir Geheimnisse teilten und schöne Zeiten erlebten.Diese Freundschaft litt unter dem Einfluss unserer Beziehung, weil wir uns, ohne es zu merken in einer Partnerschaft verloren in der die Freundschaft nicht mehr auf uns gerichtet war, sondern auf andere überging.Das war wahrscheinlich Ursache und Grund für den langsamen Verlust unserer (Ihrer)Liebe zueinander!

Ich liebe Sie nach wie vor von ganzem Herzen aber ich bin nicht dumm.Ich kann Ihre Gefühle nicht von heute auf morgen wiedererwecken und nur weil Sie sich jetzt mit mir getroffen hat heißt das auch nicht das alles wieder gut wird!

Allerdings ist es ein Anfang! Wenn ich schreibe,daß ich Sie zurückgewinnen will dann meine ich damit die Möglichkeit sich neu zu verlieben! Nicht was einmal war soll dabei im Vordergrund stehen sonder was jetzt ist.Ich bin ein Mensch den Sie einmal lieben konnte,warum sollte es nicht ein zweites Mal geschehen?

Die Basis ist eine Freundschaft. Alles Weitere liegt nicht in meiner Macht.Ich hoffe sehr, daß wir eine neue Grundlage schaffen können doch es liegt nicht in meiner Hand.Ich wäre nur verrückt, nicht alles mir mögliche zu tun die Frau meiner Träume wiederzugewinnen!

Was das loslassen betrifft bin ich voll und ganz Deiner Meinung und auch berteit es zu tun.Doch bin ich nicht ganz sicher ob der Zeitpunkt zu diesem Schritt schon gekommen ist und ob mein Kampf um Ihre Liebe aussichtslos ist.

Ich sah in Ihren Augen und spürte in meinem Herzen das Sie sich selbst nicht sicher ist, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Heute hat Sie mich angerufen und unser Gespräch war wieder sehr vertraut!

Wenn ich noch immer klammere unternimmt Sie hingegen auch keinen Versuch sich meinem Griff zu entziehen!

Sie möchte, daß ich mich in den nächsten Tagen mal wieder bei Ihr melde und ich überlege es zu tun doch ich werde mir Zeit dafür nehmen.

Ich sagte schon, ich bin nicht dumm und weiß sehr genau wie leicht ich zu einer Marionette werden kann,die springt wenn man an den richtigen Fäden zieht und auf dieses Spiel lasse ich mich sicher nicht ein!

Ich habe ein Ziel und will alles dafür geben es zu erreichen doch ich habe auch genug Charakter mir selbst treu zu bleiben!

Ich bin Dir jedenfalls wieder sehr dankbar für Deine ehrlichen und offen Worte auch bei Deiner ersten Antwort.

Ganz liebe Grüße

Sax

#19
Einen guten Abend darf ich wünschen und meine Gedanken ein wenig relativieren, denn

lieber Sax,

von Dummheit hatte ich niemals geschrieben, eher meinte ich es ganz im Gegenteil.

Ein dummer Mensch, wie wir ihn uns vorstellen, wäre vll stupide und stur und uneinsichtig, wäre das vereinbar mit einer Sensibilität, die erst dieses Leiden möglich macht?

Dumm in diesem Sinn meinte ich nicht. Eher blind vor Liebe. Eine Liebe, wie wir sie als verlustanfällig von Kindheit an kennen.

Nichts ist schwerwiegender für ein Kind, als nicht geliebt zu werden. Und nichts kann mehr Selbstbewusstsein schaffen, als Anerkennung.

Das abzulegen ist schwer und ich spreche da von mir. Auch ich fühle mich als halber Mensch, wenn ich spüre, dass von dem, dem mein Herz gehört, keine Anerkennung kommt. Als wäre man als ungeliebter Mensch nur halb so viel Wert.

Diese Wertigkeit, die von außen kommt, haben wir gelernt und uns von ihr abhängig gemacht. Da geht es wohl kaum jemand von uns anders. Aber das ist die eigentliche Ursache für den Schmerz, denke ich. Und nicht, dass sich deine Freundin neu orientieren will. Denn das darf sie, auch wenn es Spuren hinterlässt, bei ihr genauso wie bei dir.

Ich verstehe deine Hoffnungen so gut,

Original von SAXDERERSTEIch bin ein Mensch den Sie einmal lieben konnte,warum sollte es nicht ein zweites Mal geschehen?
und das klingt auch so herrlich logisch. Nur dass Liebe sich unserer Logik entzieht. Einer Logik, die wir wieder angelernt haben, sie nützt uns hier nichts.

Dieses Loslassen ist bestimmt das Allerschwierigste überhaupt, und du hebst dir das für den Zeitpunkt auf, wenn du erkennst, dass diese Liebe ohne Aussicht auf eine positive Reaktion wäre?

Wie wäre es, wenn man dieses Loslassen immer könnte, auch in einer Beziehung. Loslassen heißt ja nicht wegschicken, sondern jemanden frei leben lassen und seine eigenen Entscheidungen treffen lassen und akzeptieren, denn nur so kann jemand freiwillig auch wiederkommen: wenn frei und gelöst eine Entscheidungsfindung möglich ist.

Das ist die graue Theorie.

Auch ich stehe nicht über diesen Dingen sondern würde manchmal gern - gleich einem Kind - Zuneigung portionsweise bestellen.

*seufz*

Lieben Gruß von

#20
Wie Recht Du doch hattest liebe Lisabel

Hätte mich wirklich besser nicht auf die Vergangenheit einlassen sollen..

Jetzt bin ich im Kreis gelaufen und stehe an dem Punkt an dem ich vor sechs Wochen losgelaufen bin!

Ein sinnloser Kampf der mir nur noch mehr Narben eingebracht hat.Jetzt kann ich nur mehr warten bis sie aufhören zu bluten.

Doch war es falsch die Hoffnung nicht gleich aufzugeben?

Ich habe Sie losgelassen und Sie ist weggeflogen.War es wirklich liebe?

Ist Ihre Zuneigung für immer gestorben?

Bleibt diese Leere in mir nun bestehen?

Gibt es keinen Weg?

Ich habe verloren und nichts wird sein wie es einmal war!

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