Ich, verheirateter Mann - habe mich in eine andere verliebt!

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WhiteSnake,
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Anton,
falls du noch etwas zu deinem Thread beitragen möchtest, schreib mir bitte eine PN.

 
Hallo Zusammen,

Jetzt wurde also mein alter Thread wieder ausgegraben. Die Frage nach meinem Befinden ist schnell beantwortet, eigentlich geht es mir recht gut. Vor zwei Jahren ging es mir echt dreckig, ich hatte Liebeskummer wie noch nie zuvor, habe mein gesamtes Leben in Frage gestellt und nach Rat und Hilfe gesucht. Danach ging es mir über ein Jahr lang langsam besser, habe die Gefühle für diese Frau verdrängt, unterdrückt und mich so wieder halbwegs wohl gefühlt. Allerdings war unser Wiedersehen letzten Sommer viel schlimmer als ich es mir vorgestellt hatte. Die Gefühle waren wieder da und es hat mich im Endeffekt wieder Monate gekostet, bis ich wieder so halbwegs "runter" gekommen bin.

Was ich daraus gelernt habe ist, dass ich eine "Schwäche" für diese Frau habe. Schwäche ist hier eigentlich nicht das richtige Wort, mir fällt aber kein anderes ein. Wir halten jetzt Funkstille, das klappt eigentlich recht gut. Ich weiß allerdings nicht, wie die Geschichte ausgegangen wäre, wenn ich sie öfter - in der Arbeit zum Beispiel - sehen würde, das wäre schwer vostellbar für mich. Ein Wiedersehen ebenso - ich denke es würde wieder alles von vorne beginnen.

Und Anina, Du hast wahrscheinlich Recht, es ging mir nicht einmal so speziell um diese Frau, das weiß ich heute auch. ich weiß auch, dass ich schwächer bin als ich immer dachte - und daraus kann ich ja trotzdem das vermeintlich richtige tun, an meiner Ehe arbeiten, anderen Frauen aus dem Weg gehen, für meine Familie da zu sein. Und so schnell werde ich mich wohl auch nicht mehr in eine andere Frau verlieben, dazu gehört ja doch mehr als nur der Zufall, dass man sich über den Weg läuft.

Jetzt könnte man wohl sagen, ich habe diese Frau nie richtig geliebt, und liebe meine Frau auch nicht richtig. Naja aber Liebe ist doch auch etwas subjektives, und es muss so und so jeder für sich entscheiden wie er sein Leben lebt. Ich weiß, dass ich meine Frau liebe und mich in die andere verliebt habe. So ist das nun mal.

 
Hallo zusammen,

erst mal bin ich total entsetzt, dass ich als männermordendes "Etwas" betitelt worden bin, aber auf der anderen Seite kann ich darüber auch schmunzeln...

Wie kann man Menschen so beurteilen, denen man noch nie zuvor in die Augen gesehen hat...mein Kommentar dazu- lächerlich.

Hallo Anton,

glaubst du ernsthaft, dass das deine Erfüllung ist? Krampfhaft durch die Gegend zu laufen, um bloß keiner attraktiven Frau zu begegnen?

Meines Erachtens machst du dir immer noch ganz gewaltig was vor, nur um dich nicht mit den Unannehmlichkeiten befassen zu müssen...

ich als böse Anna kann dazu nur sagen, dass ich auch diesmal nicht Anton´s Köpfchen streicheln werde, denn er lebt in einer scheinwelt. traurig, aber wahr....Sowas soll Liebe sein deiner Ehefrau gegenüber? Ohja...dann bin ich lieber solo! :)

 
@Anton

Ich frag mich bei deiner Geschichte trotzdem immer noch, in was du dich nun wirklich verliebt hast: In die Situation, die Mankos in deinem Leben aufgedeckt hat oder in diese Frau.

 
Krampfhaft durch die Gegend zu laufen, um bloß keiner attraktiven Frau zu begegnen?
Davon kann keine Rede sein. Ist halt auch nicht jeder dafür gemacht sich jahrelang zu verzehren, nichts zu erhalten und das dann Liebe zu nennen.
Ich kann das durchaus nachvollziehen was in Anton vorgeht. Es ist halt nicht so einfach mit "der Liebe". Es gibt ja nun ganz verschiedene Formen, die Liebe zum Partner, zu den Kindern, die leidenschaftliche Liebe, amour fou, was nicht alles.

Die Kernaussage ist ja eher:

und daraus kann ich ja trotzdem das vermeintlich richtige tun, an meiner Ehe arbeiten
und ist das nicht das, was wir hier gebetsmühlenartig wiederholen? Oder wie ich es letztens in einem Film sah. Endlich kam es zum Date, er landet mit der aufregenden Frau in der Kiste. Und was sieht er am morgen danach vor dem Bett liegen? Eine Jogginghose....Man sollte es versuchen und wenn man merkt, dass es einfach nicht mehr geht, dann sollte man gehen.

In die Situation, die Mankos in deinem Leben aufgedeckt hat oder in diese Frau.
Würde es helfen, das zu wissen? Möglicherweise in der Hinsicht, dass man dann besser damit fertig wird? Oder ist es genau das was man(n) eben nicht genau beantworten kann?

 
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Hallo Anton,

schön, daß Du nochmal was dazu schreibst!

Ich finde das ganz gut, daß Du schreibst, Du wärst schwächer als Du immer dachtest. Das trifft es irgendwie. Es ist wohl eine Schwäche. Aber Du sagst auch, das " vermeintlich richtige" tun. Klingt für mich wie eine eher wie eine moralische Verpflichtung, die Du Dir da auferlegst.

Ich denke, die Zeit wird zeigen, ob Du wirklich damit glücklich wirst oder ob diese tiefe Sehnsucht nach etwas anderem nicht doch irgendwann hervorbricht. Vielleicht nicht in Gestalt einer anderen Frau oder Verliebtheit, sondern in Form einer Unzufriedenheit, die immer unterschwellig präsent ist.

Ich wünsche Dir, daß Dein Weg so funktioniert, wie Du Dir das vorstellst.

Liebe Grüße

 
Würde es helfen, das zu wissen? Möglicherweise in der Hinsicht, dass man dann besser damit fertig wird? Oder ist es genau das was man(n) eben nicht genau beantworten kann?
Es würde helfen, das Ganze zu verstehen. Und ja, auch damit man besser damit fertig wird. Ich denk schon, dass man diese Frage relativ genau beantworten kann.

Vielleicht mal als Vergleich: Als Kind erlebt man eine Situation (Ausflug, Urlaub etc.) als etwas total schönes. Man fühlt sich glücklich und leicht - und liebt seine Eltern dafür abgöttisch, weil sie es geschafft haben, dass man so glücklich ist. Viele, viele Jahre später erlebt man in einer ähnlichen Situation dieses Glücksgefühl aus der Kindheit, wird daran erinnert - und denkt an die Situation von damals. Man verbindet dieses Gefühl zuallererst mit der Situation, nicht mit den Menschen.

Und so ähnlich könnte ich es mir auch vorstellen, wenn man eine Affäre hat. Wobei es ein zweischneidiges Schwert ist.

Entweder diese Situation deckt die Mankos auf und der verheiratete Part merkt erst dadurch, dass vielleicht doch mal Veränderungen in der Partnerschaft angebracht wären. Hat aber nix mit der Geliebten zu tun. Ihm wird es durch die ganze Situation bewusst, dass etwas nicht stimmt. Und kann letztendlich auch unendlich dankbar dafür sein, dass er dadurch gemerkt hat, was alles so falsch läuft.

Oder es führt wirklich dazu, dass er in seiner Geliebten eine neue Partnerin sieht bzw. merkt, dass eine Trennung von der jetzigen Partnerin doch angebracht wäre. Das würde ich aber mehr auf die Geliebte beziehen und weniger auf die Situation.

Ich klammere aber jetzt bewusst irgendwelche Faktoren wie "wieder mal Spaß haben", "Langeweile in der Ehe" und ähnliche Sachen aus. Ich will auch keine Diskussion darüber anheizen, sondern es sind einfach meine Gedanken dazu und auch der Hintergrund meiner Frage im vorherigen Posting.

 
@Justine

jeder stellt sich halt Liebe anders vor...Für mich spielt da nunmal auch leidenschaft eine Rolle...

Und mir kommt die sache mit anton ziemlich verkrampft vor...

jedem das seine.

 
Leidenschaft existiert so lange bis man den Partner als Lebenspartner bekommt und zusammen Spülmaschinen ausräumt oder noch besser Windeln wechselt. Danach ist "an der Partnerschaft arbeiten!" und bestenfalls noch ledienschaftliche Momente erleben:rolleyes:

Ergo kann man, wenn man in einer stabilen Beziehung lebt, die Leidenschaft nicht so am Leben erhalten, wie zu Beginn oder wenn man eine Beziehung führt, die von vorneherein auf gelegentliche Zusammensein beschränkt ist-

Anton, ich finde den Ansatz von tylli richtig zu überlegen, was Dich geführt hat oder was Dir gefehlt hat.

Ich wünsche mir, dass ich erkenne ob meine Beziehung nicht mehr wiederzubeleben ist auch für den Preis, dass ich am Ende alleine bleibe. Oder ob ich der Angst vor der Eimsamkeit und Veränderung alles andere unterordne.

 
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Diese "Schwäche" wie Du es nennst Anton, hat jeder Mensch. Jeder Mensch hat soz. eine Achillesverse.

Ich denke, in dem Du -und jetzt nehme ich auch mich dazu, weil ich mir auch über vieles in meiner eigenen Situation Gedanken gemacht habe- und ich über die "Gefahr" Bescheid wissen, sind wir gewappnet oder können damit besser umgehen. Und du hastdie richtige Entscheidung getroffen, bei deiner Frau zu bleiben (so wie ich auch).

 
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@AntonIch frag mich bei deiner Geschichte trotzdem immer noch, in was du dich nun wirklich verliebt hast: In die Situation, die Mankos in deinem Leben aufgedeckt hat oder in diese Frau.
Hallo Tylli,

also diese Frage habe ich mir auch schon öfter gestellt. Ich denke, ich habe mich nicht in diese Frau per se verliebt, sie ist ja eigentlich genau betrachtet nicht einmal mein Typ - im Nachhinein gesehen.

Vielleicht war es ja die Situation oder die Tatsache, dass es da jemanden gibt / gab, der sich sehr für mich interessierte. Erschwerend ist dann noch die Intensität der Gefühle des frisch-verliebt-seins hinzugekommen. Etwas, das es halt nach mehreren Jahren in einer Partnerschaft nicht mehr so geben kann. Ob das nun ein Manko ist, oder die Beziehung als solche krankt? Nun das weiss ich nicht.

Aber nachdem nun schon viel Zeit vergangen ist, sehe ich die Dinge so und so ein wenig anders, auch mit meiner Frau und mir ist in der Zwischenzeit viel passiert, und unsere Ehe läuft recht gut. Ich für mich bin davon überzeugt das Richtige getan zu haben, auch wenn es mir schwergefallen ist. Ich habe wirklich auch damit spekuliert meine Frau zu verlassen, es aber dann sein lassen, auch aufgrund dieses Forums hier. Weiters konnte ich mir auch keine Affäre vorstellen, weil die Angst meine Frau zu verlieren dann bei weitem überwog.

Meine Lehre daraus ist aber, dass man Gefühle nun mal nicht steuern kann, und darum denke ich auch, dass mir das wieder passieren könnte. Ich werde das aber das nächste Mal zu verhindern wissen!

 
Es ist schön, dass du zu solchen Erkenntnissen gekommen bist. So in etwa hatte ich es auch gemeint. Insofern geb ich dir sogar Recht, dass man relativ geringe Chancen hat, die Gefühle zu steuern. Eben weil etwas angesprochen wird, was man schon lange vermisst hat. Ich hab dich das auch nicht einfach so gefragt. Ich kenne auch solche Situationen, bei denen ich sagen würde, dass ich mehr die Situation als den Menschen geliebt hab. Mittlerweile weiß ich eben auch, dass man da schon einen Unterschied machen sollte. Ich denke auch, dieses Analysieren der Situation und das Feststellen, dass es vielleicht doch nicht unbedingt mit der Frau zusammenhing, hat dich unendlich viel weiter gebracht.

Ich wünsch dir viel Glück! :super: :klatsch:

 
Hallo Anton,

wie ist die Lage mittlerweile bei dir? Ich glaube, ich kann mich nicht der Mehrheit hier anschließen.....es ist doch ein sehr großes Glück, in einen Menschen mit gleichem Gefühl, verliebt zu sein! Man hat nur das eine Leben und in dem sollte man so glücklich wie möglich sein! Meine Großeltern haben sich spät kennen- und lieben gelernt. Beide waren verheiratet mit Kindern. Sie haben sich beide für die große Liebe entschieden und lebten bis zum Lebensende sehr glücklich zusammen. Es war was ganz besonderes zwischen ihnen! Wünsche dir einen glücklichen Weg für dein Leben!

 
[OT:

bitte beachtet das Alter von Threads. Nachfragen per PN ist aber immer möglich.]

 
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