Über Worte, Tränen und Missverständnisse - weiss jemand Bescheid?
51 Antworten3'537 AufrufeGestartet von Frau Julia ·
Frau JuliaThemenstart
Hallo an Euch alle
Gestern hab ich alles kaputt gemacht. Es waren nur drei Monate. Und dennoch tut es so weh. Vielleicht gerade deshalb, weil ich so verliebt war, weil er mir so gut getan hatte und weil es mir nach jeder Beziehung immer schwerer fällt, mich unbefangen auf etwas Neues einzulassen. Es ist nicht mein erster Liebeskummer, und wohl nicht mein letzter. Ich habe schon viel längere Beziehungen sterben sehen, aber ich stelle fest, dass der Schmerz mich ganz von neuem erwischt hat. Zum Glück, vielleicht. Denn das heisst, dass meine Empfindungen trotz allem noch nicht abgestorben sind.
Ich will gerade mit niemand anderem darüber reden als mit Euch. Denn nur sehr wenige wussten überhaupt, dass er existiert.
Alles war so schön entstanden und zu Beginn hab ich soviel Kraft daraus geschöpft. Mit der Zeit habe ich ihn immer weniger gespürt. Er hat mir im Grunde nichts getan und ist ein sehr ehrlicher und feiner Mann. Er hatte mich erst nicht interessiert, aber seine Begeisterung hat mich so mitgerissen, er war so wunderbar zu mir, und ich habe mich in ihn verliebt. Mit der Zeit hat diese Begeisterung nachgelassen und ich wurde immer unsicherer und trauriger, weil ich einfach nicht mehr spüre und sehe, dass er mich noch will. Ich hab versucht, nicht drüber nachzudenken, versucht mein Tempo anzugleichen, versucht, locker zu bleiben und ihn einfach zu lieben. Ich hab versucht, mit ihm darüber zu reden, aber die Gespräche sind immer ausgeartet, weil ich so traurig war, weinen musste und er damit überfordert war. In den letzten Wochen ist es zwei oder dreimal passiert, dass wir einen schönen Abend hatten, und ich plötzlich traurig wurde, und es war dann schon spät für Diskussionen, aber auch zu spät, um die Diskussionen abzubrechen. Er müde, ich traurig, viele Worte, Tränen, Missverständnisse und am Ende hat keiner geschlafen. Ich habe gesehen, wie sehr auch ihn das mitgenommen hat.
Und gestern war er müde und hatte das gesagt und ich weiss, er hatte sich einen ruhigen Abend gewünscht. Den hatten wir auch. Nur nachts, als ich hinter seinem Rücken an ihn angeschmiegt lag, überfiel mich so eine Sehnsucht, dass mir ein paar Tränen herausgerutscht sind. Er hats gemerkt und war wieder überfordert. Warum ich ihn nicht schlafen lasse, was denn los ist, und was er wieder falsch gemacht hat. Dabei hat er nichts falsch gemacht, aber er glaubt mir nicht. Er denkt, er macht etwas falsch und ich will ihm etwas vorwerfen. Dabei war ich nur traurig, weil ich so Sehnsucht hatte und ich mich damit so allein fühle. Ich hätte dann schon geschlafen, ich wollte ihn doch nicht nerven. Aber warum, darf ich nicht traurig sein, wenn ich es bin... Auf jeden Fall fielen wieder viele Worte, unkonstruktive und ach, ich weiss nicht, warum wir nicht reden können. Ich habe das Gefühl, bei ihm kommt alles, was ich sage als Angriff an. Er sagt, er hat mich lieb, aber die Überforderung überwiege alles.
Ich bin sonst eine selbstbewusste Frau, aber ich muss schnell weinen. Und ich sehe darin nichts Schlimmes. Er sieht darin Vorwürfe und Angriffe. Er war so überfordert und ich kam mir so unverstanden vor, dass ich seine Wohnung mitten in der Nacht verlassen habe. Ich habe ihm heute einen Brief geschrieben. Es war im Grunde ein Liebesbrief, vielleicht auch ein Abschiedsbrief. Ich habe ihn an den schönen Anfang erinnert und an all die Kleinigkeiten, die mich so glücklich gemacht haben. Und ihm ganz viele Gründe aufgezählt, warum ich mich in ihn verliebt habe. Ich hab ihm gesagt, dass ich es akzeptiere, wenn es sich für ihn verändert hat. Und mich für die zermürbenden Nächte entschuldigt.
Er hat ihn gelesen, schrieb er gerade in einem SMS. Und es hat ihn berührt. Aber er kann jetzt nicht reagieren, weil es ihm zu schlecht geht. Ja, ist ja gut. Ich weiss auch gar nicht mehr, was ich noch sagen sollte oder tun könnte.
Kann mir jemand sagen, ob ich zu anspruchsvoll bin, wenn ich erwarte, dass die erste Verliebtheit mehr als zwei Monate übersteht? Kann mir jemand sagen, warum Tränen so erschrecken? Warum wir nicht reden können? Ich habe Mars und Venus und all dieses Zeug gelesen - und ich schaffs offenbar nicht, meine Worte neutral zu formulieren. Kann mir jemand sagen, ob das normal ist? Ob sowas noch weitergehen kann? Ob es richtig ist, jetzt aufzugeben?
Danke.
Frau Julia
Gestern hab ich alles kaputt gemacht. Es waren nur drei Monate. Und dennoch tut es so weh. Vielleicht gerade deshalb, weil ich so verliebt war, weil er mir so gut getan hatte und weil es mir nach jeder Beziehung immer schwerer fällt, mich unbefangen auf etwas Neues einzulassen. Es ist nicht mein erster Liebeskummer, und wohl nicht mein letzter. Ich habe schon viel längere Beziehungen sterben sehen, aber ich stelle fest, dass der Schmerz mich ganz von neuem erwischt hat. Zum Glück, vielleicht. Denn das heisst, dass meine Empfindungen trotz allem noch nicht abgestorben sind.
Ich will gerade mit niemand anderem darüber reden als mit Euch. Denn nur sehr wenige wussten überhaupt, dass er existiert.
Alles war so schön entstanden und zu Beginn hab ich soviel Kraft daraus geschöpft. Mit der Zeit habe ich ihn immer weniger gespürt. Er hat mir im Grunde nichts getan und ist ein sehr ehrlicher und feiner Mann. Er hatte mich erst nicht interessiert, aber seine Begeisterung hat mich so mitgerissen, er war so wunderbar zu mir, und ich habe mich in ihn verliebt. Mit der Zeit hat diese Begeisterung nachgelassen und ich wurde immer unsicherer und trauriger, weil ich einfach nicht mehr spüre und sehe, dass er mich noch will. Ich hab versucht, nicht drüber nachzudenken, versucht mein Tempo anzugleichen, versucht, locker zu bleiben und ihn einfach zu lieben. Ich hab versucht, mit ihm darüber zu reden, aber die Gespräche sind immer ausgeartet, weil ich so traurig war, weinen musste und er damit überfordert war. In den letzten Wochen ist es zwei oder dreimal passiert, dass wir einen schönen Abend hatten, und ich plötzlich traurig wurde, und es war dann schon spät für Diskussionen, aber auch zu spät, um die Diskussionen abzubrechen. Er müde, ich traurig, viele Worte, Tränen, Missverständnisse und am Ende hat keiner geschlafen. Ich habe gesehen, wie sehr auch ihn das mitgenommen hat.
Und gestern war er müde und hatte das gesagt und ich weiss, er hatte sich einen ruhigen Abend gewünscht. Den hatten wir auch. Nur nachts, als ich hinter seinem Rücken an ihn angeschmiegt lag, überfiel mich so eine Sehnsucht, dass mir ein paar Tränen herausgerutscht sind. Er hats gemerkt und war wieder überfordert. Warum ich ihn nicht schlafen lasse, was denn los ist, und was er wieder falsch gemacht hat. Dabei hat er nichts falsch gemacht, aber er glaubt mir nicht. Er denkt, er macht etwas falsch und ich will ihm etwas vorwerfen. Dabei war ich nur traurig, weil ich so Sehnsucht hatte und ich mich damit so allein fühle. Ich hätte dann schon geschlafen, ich wollte ihn doch nicht nerven. Aber warum, darf ich nicht traurig sein, wenn ich es bin... Auf jeden Fall fielen wieder viele Worte, unkonstruktive und ach, ich weiss nicht, warum wir nicht reden können. Ich habe das Gefühl, bei ihm kommt alles, was ich sage als Angriff an. Er sagt, er hat mich lieb, aber die Überforderung überwiege alles.
Ich bin sonst eine selbstbewusste Frau, aber ich muss schnell weinen. Und ich sehe darin nichts Schlimmes. Er sieht darin Vorwürfe und Angriffe. Er war so überfordert und ich kam mir so unverstanden vor, dass ich seine Wohnung mitten in der Nacht verlassen habe. Ich habe ihm heute einen Brief geschrieben. Es war im Grunde ein Liebesbrief, vielleicht auch ein Abschiedsbrief. Ich habe ihn an den schönen Anfang erinnert und an all die Kleinigkeiten, die mich so glücklich gemacht haben. Und ihm ganz viele Gründe aufgezählt, warum ich mich in ihn verliebt habe. Ich hab ihm gesagt, dass ich es akzeptiere, wenn es sich für ihn verändert hat. Und mich für die zermürbenden Nächte entschuldigt.
Er hat ihn gelesen, schrieb er gerade in einem SMS. Und es hat ihn berührt. Aber er kann jetzt nicht reagieren, weil es ihm zu schlecht geht. Ja, ist ja gut. Ich weiss auch gar nicht mehr, was ich noch sagen sollte oder tun könnte.
Kann mir jemand sagen, ob ich zu anspruchsvoll bin, wenn ich erwarte, dass die erste Verliebtheit mehr als zwei Monate übersteht? Kann mir jemand sagen, warum Tränen so erschrecken? Warum wir nicht reden können? Ich habe Mars und Venus und all dieses Zeug gelesen - und ich schaffs offenbar nicht, meine Worte neutral zu formulieren. Kann mir jemand sagen, ob das normal ist? Ob sowas noch weitergehen kann? Ob es richtig ist, jetzt aufzugeben?
Danke.
Frau Julia
Hallo Frau Julia,
selbst, daß Du Dich alleine mit Deiner Sehnsucht gefühlt hast (wonach? nach ihm?).
ich verstehe schon, daß es für ihn belastend ist, wenn er der Grund für Deine Traurigkeit ist. Denn welcher Mann möchte seine Frau schon traurig machen (mal ganz platt formuliert) ? vielleicht hatte er ganz einfach das Gefühl, er reicht Dir nicht aus?
vielleicht hat er etwas vorweggenommen, was ohnehin in seinen Augen passiert wäre aufgrund Deiner Unzufriedenheit über die Beziehung, die meiner Meinung nach ja ganz offensichtlich war.....(ich weiss nicht, ob Unzufriedenheit das richtige Wort ist)......
so mal meine Gedanken, die ich beim Lesen Deines Textes hatte.....
Grüße
Verlassen?
Er denkt, er macht etwas falsch und ich will ihm etwas vorwerfen. Dabei war ich nur traurig, weil ich so Sehnsucht hatte und ich mich damit so allein fühle. Ich hätte dann schon geschlafen, ich wollte ihn doch nicht nerven. Aber warum, darf ich nicht traurig sein, wenn ich es bin.naja, scheinbar hängt ja Deine Traurigkeit mit ihm zusammen. du sagst ja
selbst, daß Du Dich alleine mit Deiner Sehnsucht gefühlt hast (wonach? nach ihm?).
ich verstehe schon, daß es für ihn belastend ist, wenn er der Grund für Deine Traurigkeit ist. Denn welcher Mann möchte seine Frau schon traurig machen (mal ganz platt formuliert) ? vielleicht hatte er ganz einfach das Gefühl, er reicht Dir nicht aus?
vielleicht hat er etwas vorweggenommen, was ohnehin in seinen Augen passiert wäre aufgrund Deiner Unzufriedenheit über die Beziehung, die meiner Meinung nach ja ganz offensichtlich war.....(ich weiss nicht, ob Unzufriedenheit das richtige Wort ist)......
so mal meine Gedanken, die ich beim Lesen Deines Textes hatte.....
Grüße
Verlassen?
...und meine gedanken:
ihr muesst wahrscheinlich zunaechst einmal eine gemeinsame kommunikationsform schaffen, da ihr offensichtlich probleme habt, wenn es "nur" um worte geht. die basis dafuer kann meiner meinung nach nur offenheit und ehrlichkeit sein - aber selbst darueber muesst ihr euch zunaechst verstaendigen, denn nicht immer gibt es auf anhieb die gleichen vorstellungen davon. briefe schreiben finde ich persoenlich sehr sinnvoll, da man mehr oder weniger gezwungen wird, seine gedanken und gefuehle zu sortieren und in eine sprachliche form zu packen. es waere auf jeden fall einen versuch wert!
alles gute!
ihr muesst wahrscheinlich zunaechst einmal eine gemeinsame kommunikationsform schaffen, da ihr offensichtlich probleme habt, wenn es "nur" um worte geht. die basis dafuer kann meiner meinung nach nur offenheit und ehrlichkeit sein - aber selbst darueber muesst ihr euch zunaechst verstaendigen, denn nicht immer gibt es auf anhieb die gleichen vorstellungen davon. briefe schreiben finde ich persoenlich sehr sinnvoll, da man mehr oder weniger gezwungen wird, seine gedanken und gefuehle zu sortieren und in eine sprachliche form zu packen. es waere auf jeden fall einen versuch wert!
alles gute!
Hallo Verlassen
Wo ist die Leidenschaft so schnell hingegangen? Und wenn er sie nicht mehr fühlt, warum schweigt er? Ich glaube eben, er findet das normal, denn für ihn schien alles in Ordnung - bis eben diese zermürbenden Nächte kamen. Und ich glaube auch nicht, dass er den Mut nicht finden konnte, darüber zu reden, denn dass er sagt, was er denkt, hat er mir schon oft bewiesen.
Ich frage mich, ob das Sinn macht, wenn die Verliebtheit schon so schnell verfliegt... eine Beziehung wird im Verlauf der Zeit ja gewiss nicht einfacher. Und wenn für ihn schon jetzt alles ganz normal, banal und alltäglich ist... dann... dann viel Glück...
Möglicherweise bin ich im Lauf der Jahre zu ungeduldig und zynisch geworden. Ich habe keine Lust mehr, in irgendwelchen Beziehungen zu stecken, die mir nicht das geben, was ich brauche... Das alles würde heissen, dass ich es so belassen und meinen Weg weitergehen muss. Nur ist da dieser Zweifel, dass ich vielleicht an mir liegt, ich zu schnell zu viel erwarte, und so niemals das finden werde, was ich suche.
Aber nach dem gestrigen Abend habe ich das wahrscheinlich gar nicht mehr zu entscheiden... Er wird die nächsten drei Wochen übrigens im Ausland sein. Ich weiss nicht, ob das gut oder schlecht ist. Für mich, für ihn.
Ach. Dieses beschissene Gefühl - es quält mich so. Ihr wisst ja alle, wovon ich rede. Auch in meinem Alter - es ist immer noch dasselbe.
Frau Julia
Original von Verlassen?naja, scheinbar hängt ja Deine Traurigkeit mit ihm zusammen. du sagst jaJa, nach ihm. Und nach all den schönen Dingen, die er anfangs gemacht und gesagt hat, als er mich erobern wollte. Er musste mich erobern - denn ich war mir zuerst nicht sicher.
selbst, daß Du Dich alleine mit Deiner Sehnsucht gefühlt hast (wonach? nach ihm?).
Wo ist die Leidenschaft so schnell hingegangen? Und wenn er sie nicht mehr fühlt, warum schweigt er? Ich glaube eben, er findet das normal, denn für ihn schien alles in Ordnung - bis eben diese zermürbenden Nächte kamen. Und ich glaube auch nicht, dass er den Mut nicht finden konnte, darüber zu reden, denn dass er sagt, was er denkt, hat er mir schon oft bewiesen.
Ich frage mich, ob das Sinn macht, wenn die Verliebtheit schon so schnell verfliegt... eine Beziehung wird im Verlauf der Zeit ja gewiss nicht einfacher. Und wenn für ihn schon jetzt alles ganz normal, banal und alltäglich ist... dann... dann viel Glück...
Original von Verlassen?...vielleicht hatte er ganz einfach das Gefühl, er reicht Dir nicht aus?Ja, ich glaube, das hat er. Er sagte gestern, er kommt sich neben mir vor wie ein Schuljunge. Aber das will ich doch gar nicht. Ich will nur sehen, dass er mich liebt.
Möglicherweise bin ich im Lauf der Jahre zu ungeduldig und zynisch geworden. Ich habe keine Lust mehr, in irgendwelchen Beziehungen zu stecken, die mir nicht das geben, was ich brauche... Das alles würde heissen, dass ich es so belassen und meinen Weg weitergehen muss. Nur ist da dieser Zweifel, dass ich vielleicht an mir liegt, ich zu schnell zu viel erwarte, und so niemals das finden werde, was ich suche.
Aber nach dem gestrigen Abend habe ich das wahrscheinlich gar nicht mehr zu entscheiden... Er wird die nächsten drei Wochen übrigens im Ausland sein. Ich weiss nicht, ob das gut oder schlecht ist. Für mich, für ihn.
Ach. Dieses beschissene Gefühl - es quält mich so. Ihr wisst ja alle, wovon ich rede. Auch in meinem Alter - es ist immer noch dasselbe.
Frau Julia
Vielen Dank auch dir, Schau70
Ist toll, dass Männer antworten.
Das sehe ich auch so. Deshalb finde ich solch anstrengende Diskussionen auch nicht so schlimm wie er. Ihn nimmt das sehr mit und er erholt sich nur schwer davon. Mir tut es auch weh, aber ich sehe es so, dass man zu Beginn da eben durch muss. Ich kenn doch seine Sprache nicht, und er nicht meine. Und man kann doch lernen. Ein bisschen wenigstens. Diese Erfahrung habe ich auch schon oft gemacht, übrigens, dass am Anfang der Beziehung immer schwierige Gespräche waren. Und mit der Zeit hat man den anderen einfach besser verstanden - es gab weniger Übersetzungsprobleme zwischen den beiden Sprachen.
Er sieht das allerdings anders. Solche Gespräche sind für ihn wohl ein Zeichen, dass es nicht stimmt. Er will einfach Harmonie, sagt er. Aber die kommt doch nicht von irgendwo! Ist das nicht ein bisschen naiv?
Vielleicht liegts auch daran, dass er noch nie mit einer "älteren" Frau zusammen war. Er ist zwar nur zwei Jahre jünger. Aber seine Ex-Freundinnen waren halt alle ganz wesentlich jünger als ich. Ich war auch mal jung, und ich weiss, dass ich früher nicht so hartnäckig war. Ich glaube einfach, es ist anstrengender, mit einer Frau zusammen zu sein, die schon viele Erfahrungen hinter sich hat.
Gerade hab ich keine Ahnung. Ich möcht ihn gern behalten. Aber ich entscheide das wohl nicht alleine. Und - wer weiss - ob es überhaupt richtig wäre...
Frau Julia
Ist toll, dass Männer antworten.
Das sehe ich auch so. Deshalb finde ich solch anstrengende Diskussionen auch nicht so schlimm wie er. Ihn nimmt das sehr mit und er erholt sich nur schwer davon. Mir tut es auch weh, aber ich sehe es so, dass man zu Beginn da eben durch muss. Ich kenn doch seine Sprache nicht, und er nicht meine. Und man kann doch lernen. Ein bisschen wenigstens. Diese Erfahrung habe ich auch schon oft gemacht, übrigens, dass am Anfang der Beziehung immer schwierige Gespräche waren. Und mit der Zeit hat man den anderen einfach besser verstanden - es gab weniger Übersetzungsprobleme zwischen den beiden Sprachen.
Er sieht das allerdings anders. Solche Gespräche sind für ihn wohl ein Zeichen, dass es nicht stimmt. Er will einfach Harmonie, sagt er. Aber die kommt doch nicht von irgendwo! Ist das nicht ein bisschen naiv?
Vielleicht liegts auch daran, dass er noch nie mit einer "älteren" Frau zusammen war. Er ist zwar nur zwei Jahre jünger. Aber seine Ex-Freundinnen waren halt alle ganz wesentlich jünger als ich. Ich war auch mal jung, und ich weiss, dass ich früher nicht so hartnäckig war. Ich glaube einfach, es ist anstrengender, mit einer Frau zusammen zu sein, die schon viele Erfahrungen hinter sich hat.
Gerade hab ich keine Ahnung. Ich möcht ihn gern behalten. Aber ich entscheide das wohl nicht alleine. Und - wer weiss - ob es überhaupt richtig wäre...
Frau Julia
Kleiner Nachtrag für Schau70
Einen Brief hab ich ihm übrigens schon geschrieben. Noch gestern nacht. Und ihn heute in seinen Briefkasten gelegt. Kein Gesülze, keine Vorwürfe, nur dass ich ihn liebe, ganz genau so wie er ist, und dass er mich schon so viel gelehrt hat, und er alles hat, um mich glücklich zu machen. Und dass ich seine Begeisterung vermisse und nicht zusehen will, wie alles stirbt. Ich glaube, den Brief hat er schon verstanden.
Das nur so nebenbei
Frau Julia
Einen Brief hab ich ihm übrigens schon geschrieben. Noch gestern nacht. Und ihn heute in seinen Briefkasten gelegt. Kein Gesülze, keine Vorwürfe, nur dass ich ihn liebe, ganz genau so wie er ist, und dass er mich schon so viel gelehrt hat, und er alles hat, um mich glücklich zu machen. Und dass ich seine Begeisterung vermisse und nicht zusehen will, wie alles stirbt. Ich glaube, den Brief hat er schon verstanden.
Das nur so nebenbei
Frau Julia
Ich habe mir Deine ganze Geschichte durchgelesen und mitbekommen, dass dasbei Dir nicht die erste Erfahrung mit einer unvorteilhaft gelaufenen Beziehung ist. Du hattest doch bestimmt schon mal noch mehr Leid zu tragen? - oder meinst Du - das Du jetzt mehr zu kämpfen hast, wegen Deinem Alter ? Ich bin mir ziehmlich sicher, dass er nicht der schönste Mensch in Deinem Leben ist - eben wahrscheinlich nur jetzt der Einzige, der Dir jetzt erscheint dich erlösen zu können - liebe Grüsse
Und noch was nebenbei...
Gerade fühl ich mich wieder furchtbar. Wir haben ein paar SMS getauscht. Ihm gehts nicht gut.... er versteht die Welt nicht mehr... sei doch kein schlechter Mensch... scheint nicht zu funktionieren... will mich doch nicht runterziehen.... Ja. Und mir? Mir gehts auch nicht gut. Mir gehts auch nicht gut. Interessiert das wen? Ich frag ihn, obich etwas tun kann, damit es ihm besser geht. Schreib ihm, dass ich ihn liebe. Spiel die Coole, damit ich ihm vielleicht helfen kann. Aber ich? Mir gehts auch nicht gut. Ich will nur ein liebes Wort. Interessiert das wen? Ich muss jetzt da sitzen und warten, ob er sich bald besser fühlt, und mich dann überhaupt noch will. Und ich? Fragt er sich gar nicht, ob ICH ihn denn morgen noch will?
Bin wütend, und ich weiss, die nächste Sekunde bin ich traurig, die übernächste verzweifelt, dann wieder wütend...
Es wird schon, ich fang mich schon. Aber es kann nicht weit her sein, nicht wahr, mit den Gefühlen, wenn man wegen einer - ja, beschissenen, anstrengenden - Diskussion gleich so in sich zusammenfällt. Gleich sprachlos wird, alles hinterfragt, allein sein muss, dem anderen nichts Liebes mehr sagen kann? Nicht?
Verdammt. Verdammt. Verdammt. Ich sollte mich nicht so fühlen. Ich sollte mich einfach nicht so fühlen müssen. Ist es zu viel verlangt, dass sich jemand mit mir auseinandersetzt. Auch wenns schwierig ist. Ja. Es scheint so.
Es scheint so.
Ich bin so müde von diesen Schmerzen. Es ist ja nicht nur dieser. Es ist, als ob jedes Mal alle alten wieder heraufkommen, um mich daran zu erinnnern, dass Liebe nur für die Naiven ist.
Ach, entschuldigt meinen Zynismus - irgendwo muss ichs rauslassen.
Frau Julia
Gerade fühl ich mich wieder furchtbar. Wir haben ein paar SMS getauscht. Ihm gehts nicht gut.... er versteht die Welt nicht mehr... sei doch kein schlechter Mensch... scheint nicht zu funktionieren... will mich doch nicht runterziehen.... Ja. Und mir? Mir gehts auch nicht gut. Mir gehts auch nicht gut. Interessiert das wen? Ich frag ihn, obich etwas tun kann, damit es ihm besser geht. Schreib ihm, dass ich ihn liebe. Spiel die Coole, damit ich ihm vielleicht helfen kann. Aber ich? Mir gehts auch nicht gut. Ich will nur ein liebes Wort. Interessiert das wen? Ich muss jetzt da sitzen und warten, ob er sich bald besser fühlt, und mich dann überhaupt noch will. Und ich? Fragt er sich gar nicht, ob ICH ihn denn morgen noch will?
Bin wütend, und ich weiss, die nächste Sekunde bin ich traurig, die übernächste verzweifelt, dann wieder wütend...
Es wird schon, ich fang mich schon. Aber es kann nicht weit her sein, nicht wahr, mit den Gefühlen, wenn man wegen einer - ja, beschissenen, anstrengenden - Diskussion gleich so in sich zusammenfällt. Gleich sprachlos wird, alles hinterfragt, allein sein muss, dem anderen nichts Liebes mehr sagen kann? Nicht?
Verdammt. Verdammt. Verdammt. Ich sollte mich nicht so fühlen. Ich sollte mich einfach nicht so fühlen müssen. Ist es zu viel verlangt, dass sich jemand mit mir auseinandersetzt. Auch wenns schwierig ist. Ja. Es scheint so.
Es scheint so.
Ich bin so müde von diesen Schmerzen. Es ist ja nicht nur dieser. Es ist, als ob jedes Mal alle alten wieder heraufkommen, um mich daran zu erinnnern, dass Liebe nur für die Naiven ist.
Ach, entschuldigt meinen Zynismus - irgendwo muss ichs rauslassen.
Frau Julia
auch mal so "nebenbei":
ich hoffe, dieser austausch von nachrichten via sms war keine reaktion auf deinen brief... wird aber wohl so sein...
schade, wenn man sich nicht die zeit nimmt, mit einem eigenen brief zu antworten. ihr muesst einen weg zueinander finden. aber nach dem, was ich bisher gelesen habe, glaube ich, dass ihr zunaechst einmal herausfinden muesst, ob ihr das ueberhaupt wollt.
und bitte nicht liebe und beziehung in einen topf schmeissen!
gruesse!
ich hoffe, dieser austausch von nachrichten via sms war keine reaktion auf deinen brief... wird aber wohl so sein...
schade, wenn man sich nicht die zeit nimmt, mit einem eigenen brief zu antworten. ihr muesst einen weg zueinander finden. aber nach dem, was ich bisher gelesen habe, glaube ich, dass ihr zunaechst einmal herausfinden muesst, ob ihr das ueberhaupt wollt.
und bitte nicht liebe und beziehung in einen topf schmeissen!
gruesse!
hallo frau julia
ich kann deine gedankengänge gut nachvollziehen. es geht mir genau so.
trotzdem scheint ihr ein kommunikationsproblem zu haben. oder deine erwartungshaltung ist zu gross. weisst du, männer können wirklich nicht erahnen was du dir im moment wünschst (sorry jungs, nicht böse gemeint). das ist leider wirklich so. ich habe das lange auch so gedacht: wenn man sich liebt, dann fühlt man das. ist nicht so! ich musste lernen, auszudrücken was mir im moment fehlt - eine umarmung, ein liebes wort, usw. möglicherweise setzt du deinen partner unbewusst unter druck, weil er deine erwartungshaltung spürt. somit fühlt er sich überfordert.
ich würde an deiner stelle zuerst mal ruhe einkehren lassen. keine sms, keine mails, keine briefe. ok, ich rede so über-alles-stehend und bin selber mittendrin. trotzdem, ich kämpfe wirklich mit mir selber, mich nicht zu melden und ich stelle fest, dass ich immer mehr erkenntnis gewinne. zwar noch in mm-schritten, aber es geht aufwärts.
zeit und ruhe ist wohl wirklich das einzige was vorerst hilft....
wünsche dir viel kraft und ich bin in gedanken mit dir....
lg
aniram
ich kann deine gedankengänge gut nachvollziehen. es geht mir genau so.
trotzdem scheint ihr ein kommunikationsproblem zu haben. oder deine erwartungshaltung ist zu gross. weisst du, männer können wirklich nicht erahnen was du dir im moment wünschst (sorry jungs, nicht böse gemeint). das ist leider wirklich so. ich habe das lange auch so gedacht: wenn man sich liebt, dann fühlt man das. ist nicht so! ich musste lernen, auszudrücken was mir im moment fehlt - eine umarmung, ein liebes wort, usw. möglicherweise setzt du deinen partner unbewusst unter druck, weil er deine erwartungshaltung spürt. somit fühlt er sich überfordert.
ich würde an deiner stelle zuerst mal ruhe einkehren lassen. keine sms, keine mails, keine briefe. ok, ich rede so über-alles-stehend und bin selber mittendrin. trotzdem, ich kämpfe wirklich mit mir selber, mich nicht zu melden und ich stelle fest, dass ich immer mehr erkenntnis gewinne. zwar noch in mm-schritten, aber es geht aufwärts.
zeit und ruhe ist wohl wirklich das einzige was vorerst hilft....
wünsche dir viel kraft und ich bin in gedanken mit dir....
lg
aniram
Liebe Julia,
Deiner Wortgewalt nach zu urteilen bist du – verzeih die oberflächliche Einschätzung – einer jener Menschen (die man so selten trifft), die nicht nur selbst voller Tiefgründigkeit und Facettenreichtum und der Fähigkeit zur Selbstreflexion sind, sondern das auch bei anderen suchen und so gern finden.
Die Sprache – so meine ich (und jeder kann ja nur von sich selbst sprechen) – ist das Erste und das Wichtigste überhaupt:
Die Fähigkeit, wie man was formuliert, wie man damit umgeht, wie man sie (die Sprache) und damit auch sich selbst nach außen präsentiert, wie man Gefühle und Gedanken transportiert, es zeigt so vieles:
Wie man denkt, wie man andere sieht, ob man gern gute, schöne Gedanken hat oder ob man die eigenen destruktiven nur verstecken will, um angepasst und integriert zu sein, um zu gefallen. Sie, die Sprache, ist die Grundlage für ein wertvolles, spannendes, leidenschaftliches Miteinander und alles andere – und damit meine ich wirklich ALLES – kommt er danach.
Warum dieses leidenschaftliche Plädoyer auf die Sprache?
Weil ich weiß, dass es sehr viele Menschen gibt (zumindest habe ich schon viele getroffen), die nicht so denken, die der Sprache nicht diesen Wert zumessen und auch danach leben: Das sind bestimmt nette, liebeswürdige Menschen, die ihr Desinteresse an sprachlicher Spielerei mit vielem ausgleichen können, aber sie werden deine Vorliebe, deine Hingabe und dein Bedürfnis nach sprachlichen Feinheiten nie verstehen, oder?
Es sind diejenigen, die dich als anstrengend empfinden, das Gefühl haben, dir immer unterlegen zu sein, für die du geheimnisvoll bleibst – was bis zu einem bestimmten Zeitpunkt durchaus einen erotisierenden Effekt haben kann – so lange, bis du zu anstrengend wirst.
Es sind diejenigen, die dein permanentes Ausdrucksbedürfnis als Streitsucht auslegen, als Gegensatz zu ihrem eigenen Harmoniebedürfnis.
Sich mit so jemanden auf gleicher Ebene zu treffen, müsste heißen – so glaube ich – alles was Sprache für einem selbst bedeutet, aufzugeben. Der umgekehrte Weg ist nicht möglich! Denn dann müssten sie sich bemühen, müssten lernwillig und reflexionswillig und bereit sein, sich mit sich selbst, mit den eigenen Bedürfnissen und auch mit deinen auseinander zu setzen.
Was für dich klar und logisch klingen mag, ist es für viele andere nicht, weil: zu anstrengend.
Zwar kann man überzeugt davon sein, dass Entwicklung in jedem Alter stattfinden kann, wenn der zu Entwickelnde einfach nur will, aber das ist die Frage: will er das? Kann er das? Hat er überhaupt eine Chance, diese Fähigkeiten zu entwickeln?
Ich behaupte jetzt einmal: wenn er es bis zu einem gewissen Alter nicht erkannt und nicht geschafft hat, wird es immer schwerer bis unmöglich, die Einsicht wird zunehmend begrenzter. Vll habe ich Unrecht, das würde ich mir wünschen.
Das Ganze soll heißen: Wenn er deinen Gedankengängen nicht folgen kann, dann heißt das nicht unbedingt, dass er weniger für dich fühlt. Er fühlt sich aber durch dich überfordert und kann dagegen nichts machen. Was auch? Schlagartige Entwicklung in deine Richtung?
Für mich sieht es so aus, als ob ihr beide an einem Punkt angelangt seid, an dem es nur noch zwei Möglichkeiten gibt: entweder die Beziehung vertieft sich, weil man grundlegend harmoniert oder aber man geht verschiedene Wege, weil die Unterschiede zu unüberwindbar sind.
Diese – und es ist nur meine – Wahrheit habe ich unter vielen Schmerzen erkannt, obwohl es auch nicht der erste Liebeskummer war. Im Nachhinein kann ich sagen, dass, obwohl man jeden Liebeskummer als sehr heftig erlebt, er dennoch mit der Zeit eine andere Qualität bekommt:
Man gewöhnt sich an den Schmerz, er verliert seinen Schrecken und hält nicht mehr so lange an.
Es wiederholt sich ja alles und eines bleibt gewiss: die Liebe als solche verschwindet nicht. Sie wendet sich ab und anderen zu, aber sie bleibt bestehen, und:
Sie findet auch dich wieder und zu dir zurück. Ganz bestimmt. In welcher Form auch immer.
Alles Gute :trost:
Deiner Wortgewalt nach zu urteilen bist du – verzeih die oberflächliche Einschätzung – einer jener Menschen (die man so selten trifft), die nicht nur selbst voller Tiefgründigkeit und Facettenreichtum und der Fähigkeit zur Selbstreflexion sind, sondern das auch bei anderen suchen und so gern finden.
Die Sprache – so meine ich (und jeder kann ja nur von sich selbst sprechen) – ist das Erste und das Wichtigste überhaupt:
Die Fähigkeit, wie man was formuliert, wie man damit umgeht, wie man sie (die Sprache) und damit auch sich selbst nach außen präsentiert, wie man Gefühle und Gedanken transportiert, es zeigt so vieles:
Wie man denkt, wie man andere sieht, ob man gern gute, schöne Gedanken hat oder ob man die eigenen destruktiven nur verstecken will, um angepasst und integriert zu sein, um zu gefallen. Sie, die Sprache, ist die Grundlage für ein wertvolles, spannendes, leidenschaftliches Miteinander und alles andere – und damit meine ich wirklich ALLES – kommt er danach.
Warum dieses leidenschaftliche Plädoyer auf die Sprache?
Weil ich weiß, dass es sehr viele Menschen gibt (zumindest habe ich schon viele getroffen), die nicht so denken, die der Sprache nicht diesen Wert zumessen und auch danach leben: Das sind bestimmt nette, liebeswürdige Menschen, die ihr Desinteresse an sprachlicher Spielerei mit vielem ausgleichen können, aber sie werden deine Vorliebe, deine Hingabe und dein Bedürfnis nach sprachlichen Feinheiten nie verstehen, oder?
Es sind diejenigen, die dich als anstrengend empfinden, das Gefühl haben, dir immer unterlegen zu sein, für die du geheimnisvoll bleibst – was bis zu einem bestimmten Zeitpunkt durchaus einen erotisierenden Effekt haben kann – so lange, bis du zu anstrengend wirst.
Es sind diejenigen, die dein permanentes Ausdrucksbedürfnis als Streitsucht auslegen, als Gegensatz zu ihrem eigenen Harmoniebedürfnis.
Sich mit so jemanden auf gleicher Ebene zu treffen, müsste heißen – so glaube ich – alles was Sprache für einem selbst bedeutet, aufzugeben. Der umgekehrte Weg ist nicht möglich! Denn dann müssten sie sich bemühen, müssten lernwillig und reflexionswillig und bereit sein, sich mit sich selbst, mit den eigenen Bedürfnissen und auch mit deinen auseinander zu setzen.
Was für dich klar und logisch klingen mag, ist es für viele andere nicht, weil: zu anstrengend.
Zwar kann man überzeugt davon sein, dass Entwicklung in jedem Alter stattfinden kann, wenn der zu Entwickelnde einfach nur will, aber das ist die Frage: will er das? Kann er das? Hat er überhaupt eine Chance, diese Fähigkeiten zu entwickeln?
Ich behaupte jetzt einmal: wenn er es bis zu einem gewissen Alter nicht erkannt und nicht geschafft hat, wird es immer schwerer bis unmöglich, die Einsicht wird zunehmend begrenzter. Vll habe ich Unrecht, das würde ich mir wünschen.
Das Ganze soll heißen: Wenn er deinen Gedankengängen nicht folgen kann, dann heißt das nicht unbedingt, dass er weniger für dich fühlt. Er fühlt sich aber durch dich überfordert und kann dagegen nichts machen. Was auch? Schlagartige Entwicklung in deine Richtung?
Für mich sieht es so aus, als ob ihr beide an einem Punkt angelangt seid, an dem es nur noch zwei Möglichkeiten gibt: entweder die Beziehung vertieft sich, weil man grundlegend harmoniert oder aber man geht verschiedene Wege, weil die Unterschiede zu unüberwindbar sind.
Diese – und es ist nur meine – Wahrheit habe ich unter vielen Schmerzen erkannt, obwohl es auch nicht der erste Liebeskummer war. Im Nachhinein kann ich sagen, dass, obwohl man jeden Liebeskummer als sehr heftig erlebt, er dennoch mit der Zeit eine andere Qualität bekommt:
Man gewöhnt sich an den Schmerz, er verliert seinen Schrecken und hält nicht mehr so lange an.
Es wiederholt sich ja alles und eines bleibt gewiss: die Liebe als solche verschwindet nicht. Sie wendet sich ab und anderen zu, aber sie bleibt bestehen, und:
Sie findet auch dich wieder und zu dir zurück. Ganz bestimmt. In welcher Form auch immer.
Alles Gute :trost:
Vielen Dank @all
Es geht mir ein bisschen besser. Zwar habe ich gerade ein bisschen geweint, aber ich konnte heute einigermassen arbeiten. Heute morgen hat die Wut wieder Überhand genommen und ich habe ihm eine kurze Mail geschrieben. Es war vielleicht falsch - aber wisst ihr was, es interessiert mich nicht, obs richtig oder falsch ist. Ich muss auch damit fertig werden, und ich tus so wies mir beliebt.
Hab ihm halt geschrieben, dass ich im Grunde nur eines will: ein paar Zeichen, damit ich weiss, dass ich für ihn etwas Besonderes bin. Wenn er weiss, dass ich sie brauche und sie mir gut tun, und wenn er dahinter stehen kann, dannsoll er sie mir doch einfach geben. Das ist nicht zuviel verlangt. Und wenn mein Bedürfnis so absurd ist, so unerfüllbar, dann sehe ICH keinen Sinn mehr dahinter. Da bin ich, ich will dich, ich bin sicher, und ich habe keine Angst. Nimms oder ninmms nicht. So einfach ist das.
Die Antwort war, stark abgekürzt: ich könne nicht verlangen, dass er mir zwischen Meetings und Business-Talk noch erklärt, ob er mich will oder nicht... Es täte ihm leid für den Kummer... Er habe viel zu sagen... wisse nicht wies weiter geht.... kann sich nicht mehr auf die Reise freuen... vielleicht liege da genau die Lösung... er nehme sich die Freiheit, mir dann zu antworten, wenn er sich bereit fühle.
Klar. Ja. Sag ja nichts. Ich bin gerade wieder so zynisch drauf, dass ich gar nichts mehr erwarten mag. Soll er tun, sagen und schreiben, was und wann er für richtig hält. Ich für meinen Teil finde einfach, wenn man so lange überlegen muss, kann man nicht dahinter stehen. Ich habe ihm so einen schönen Brief geschrieben... soll ers nehmen oder lassen. Ich - niemand - muss um Liebe betteln. Da bin ich. Wenn ich so schrecklich bin, soll er doch einfach verschwinden.
Wenn er sich meldet, und das wird er, hoffe ich einfach, ich habe die Kraft, ruhig bis am Ende zuzuhören. Und dann werd ich einfach nichts sagen, als: ok. du wirst schon wissen, was für dich stimmt. Ich habe nichts mehr zu sagen.
@Lisabel
Ich könnte deinen ganzen Beitrag zitieren. Genauso sehe ich es auch. Ich lege zu viel Wert auf Worte. Wie soll ich das aufgeben... Ja, ich bin zu anstrengend. War ich immer schon, für alle. Vielleicht suche ich mir auch die falschen Männer aus. Oder - und das fürchte ich - ich ziehe die falschen an - die schwächlichen, die genau das bewundern, was sie nicht haben. Ja, am Anfang sind sie alle begeistert über meine Art, finden meinen Zynismus witzig, mein Temperament wohl erotisch, was weiss ich. Nur ich weiss genau, es wird der Tag kommen, an dem sie damit nicht mehr umgehen können. Langsam denk ich, ich muss mich ändern. Oder ich muss - ich weiss nicht - ich muss jemanden finden, der tickt wie ich. Nur wo.
@all: vielen Dank. Eure Antworten tun mir gut. Ich werd probieren, an Eure Worte zu denken. Und sorry, wenn ich so viel schreibe.
Frau Julia
Es geht mir ein bisschen besser. Zwar habe ich gerade ein bisschen geweint, aber ich konnte heute einigermassen arbeiten. Heute morgen hat die Wut wieder Überhand genommen und ich habe ihm eine kurze Mail geschrieben. Es war vielleicht falsch - aber wisst ihr was, es interessiert mich nicht, obs richtig oder falsch ist. Ich muss auch damit fertig werden, und ich tus so wies mir beliebt.
Hab ihm halt geschrieben, dass ich im Grunde nur eines will: ein paar Zeichen, damit ich weiss, dass ich für ihn etwas Besonderes bin. Wenn er weiss, dass ich sie brauche und sie mir gut tun, und wenn er dahinter stehen kann, dannsoll er sie mir doch einfach geben. Das ist nicht zuviel verlangt. Und wenn mein Bedürfnis so absurd ist, so unerfüllbar, dann sehe ICH keinen Sinn mehr dahinter. Da bin ich, ich will dich, ich bin sicher, und ich habe keine Angst. Nimms oder ninmms nicht. So einfach ist das.
Die Antwort war, stark abgekürzt: ich könne nicht verlangen, dass er mir zwischen Meetings und Business-Talk noch erklärt, ob er mich will oder nicht... Es täte ihm leid für den Kummer... Er habe viel zu sagen... wisse nicht wies weiter geht.... kann sich nicht mehr auf die Reise freuen... vielleicht liege da genau die Lösung... er nehme sich die Freiheit, mir dann zu antworten, wenn er sich bereit fühle.
Klar. Ja. Sag ja nichts. Ich bin gerade wieder so zynisch drauf, dass ich gar nichts mehr erwarten mag. Soll er tun, sagen und schreiben, was und wann er für richtig hält. Ich für meinen Teil finde einfach, wenn man so lange überlegen muss, kann man nicht dahinter stehen. Ich habe ihm so einen schönen Brief geschrieben... soll ers nehmen oder lassen. Ich - niemand - muss um Liebe betteln. Da bin ich. Wenn ich so schrecklich bin, soll er doch einfach verschwinden.
Wenn er sich meldet, und das wird er, hoffe ich einfach, ich habe die Kraft, ruhig bis am Ende zuzuhören. Und dann werd ich einfach nichts sagen, als: ok. du wirst schon wissen, was für dich stimmt. Ich habe nichts mehr zu sagen.
ch hoffe, dieser austausch von nachrichten via sms war keine reaktion auf deinen brief... wird aber wohl so sein...Ja, genau so ist es. Ich (böser Mensch) habe ihm (guter Mensch) so weh getan, dass er sich eben erst von meinen Strapazen erholen muss. Sorry für den Zynismus, aber er hilft mir eben gerade.
ich kann deine gedankengänge gut nachvollziehen. es geht mir genau so.Werd mal bei dir vorbeischauen, aniram.
ich musste lernen, auszudrücken was mir im moment fehlt - eine umarmung, ein liebes wort, usw. möglicherweise setzt du deinen partner unbewusst unter druck, weil er deine erwartungshaltung spürt. somit fühlt er sich überfordert.
trotzdem, ich kämpfe wirklich mit mir selber,Du hast wohl recht. Ja, ich fürchte, du hast recht. Aber wo soll für uns denn der Sinn liegen, "mit uns selber zu kämpfen". Haben wir denn keinen Anspruch darauf, so akzeptiert zu werden wie wir nun mal sind? Mit sich selber kämpfen... Worte unterdrücken... wenns nur so klappt - wie wollen wir dann wirklich glücklich werden? Verdammt, dann will ich eben jemanden, der nicht so schnell überfordert ist. Ich brauch keinen Macho, aber jemanden, der nicht so schnell in sich zusammenfällt. Gibts denn sowas nicht?
@Lisabel
Ich könnte deinen ganzen Beitrag zitieren. Genauso sehe ich es auch. Ich lege zu viel Wert auf Worte. Wie soll ich das aufgeben... Ja, ich bin zu anstrengend. War ich immer schon, für alle. Vielleicht suche ich mir auch die falschen Männer aus. Oder - und das fürchte ich - ich ziehe die falschen an - die schwächlichen, die genau das bewundern, was sie nicht haben. Ja, am Anfang sind sie alle begeistert über meine Art, finden meinen Zynismus witzig, mein Temperament wohl erotisch, was weiss ich. Nur ich weiss genau, es wird der Tag kommen, an dem sie damit nicht mehr umgehen können. Langsam denk ich, ich muss mich ändern. Oder ich muss - ich weiss nicht - ich muss jemanden finden, der tickt wie ich. Nur wo.
@all: vielen Dank. Eure Antworten tun mir gut. Ich werd probieren, an Eure Worte zu denken. Und sorry, wenn ich so viel schreibe.
Frau Julia
Hi - ich muss schreiben - egal ob jemand antwortet.
Kann es denn sein, dass ich ihn schon so geliebt habe? Bin gerade so traurig. Ich weiss, es sind nur Minuten, und es geht vorbei. Aber jedesmal hab ich Angst, dass das Weinen nicht aufhört und ich morgen mit geschwollenen Augen ins Büro muss.
Kein Anruf, keine Nachricht, nichts. Dabei hatten wir jeden Tag telefoniert. Ich kann mich nicht melden. Wozu auch... ich hab alles gesagt. Es gibt nichts mehr zu sagen. Wisst ihr, ich kenne ihn schon lange. Ein Jahr haben wir uns geschrieben. Und wir hatten uns so gut verstanden. Und es hatte sich so eine schöne Freundschaft daraus entwickelt. Und jetzt - ich kann mir nicht mal mehr vorstellen, eine Freundschaft mit ihm zu haben. Wie denn. Freunde kümmern sich umeinander. Oder nicht? Ich sitz hier und verzweifel - wo ist er? Wo ist mein Freund? Ich könnt hier wahnsinnig werden, sterben - er würds nicht merken. Wozu sich auch sorgen. Frau Julia ist ja eine Starke. Ihr passiert schon nichts.
Gott, im Moment, ich dreh gleich durch.
Ich sehs schon kommen: er wird übermorgen abreisen. Übermorgen bin ich nicht da. Also bleibt nur noch morgen. Er wird mir ein pseudo-tiefgründige Mail schreiben über seine Gefühle. Seine Gefühle, die nicht ausreichen, und dass ich eine tolle Frau bin, aber es nicht funktioiert. Und dass ihm viel an mir liegt und wir hoffentlich Freunde bleiben.
Dabei funktioniert es immer, wenn man es will. Wenn man nicht wegen jedem Scheiss erschrickt. Was solls, kurzum - es werden nur edle Umschreibungen sein für: eigenrtlich merk ich gerade, ich lieb dich gar nicht so. Und im Grunde störst du in meinem Leben sehr.
Und ich werd mit dem verdammten Text allein sein, und nicht mal was antworten können.
Ich muss mich jetzt fangen gehen. Weiss noch nicht wie. Irgendwie eben.
Frau Julia
Kann es denn sein, dass ich ihn schon so geliebt habe? Bin gerade so traurig. Ich weiss, es sind nur Minuten, und es geht vorbei. Aber jedesmal hab ich Angst, dass das Weinen nicht aufhört und ich morgen mit geschwollenen Augen ins Büro muss.
Kein Anruf, keine Nachricht, nichts. Dabei hatten wir jeden Tag telefoniert. Ich kann mich nicht melden. Wozu auch... ich hab alles gesagt. Es gibt nichts mehr zu sagen. Wisst ihr, ich kenne ihn schon lange. Ein Jahr haben wir uns geschrieben. Und wir hatten uns so gut verstanden. Und es hatte sich so eine schöne Freundschaft daraus entwickelt. Und jetzt - ich kann mir nicht mal mehr vorstellen, eine Freundschaft mit ihm zu haben. Wie denn. Freunde kümmern sich umeinander. Oder nicht? Ich sitz hier und verzweifel - wo ist er? Wo ist mein Freund? Ich könnt hier wahnsinnig werden, sterben - er würds nicht merken. Wozu sich auch sorgen. Frau Julia ist ja eine Starke. Ihr passiert schon nichts.
Gott, im Moment, ich dreh gleich durch.
Ich sehs schon kommen: er wird übermorgen abreisen. Übermorgen bin ich nicht da. Also bleibt nur noch morgen. Er wird mir ein pseudo-tiefgründige Mail schreiben über seine Gefühle. Seine Gefühle, die nicht ausreichen, und dass ich eine tolle Frau bin, aber es nicht funktioiert. Und dass ihm viel an mir liegt und wir hoffentlich Freunde bleiben.
Dabei funktioniert es immer, wenn man es will. Wenn man nicht wegen jedem Scheiss erschrickt. Was solls, kurzum - es werden nur edle Umschreibungen sein für: eigenrtlich merk ich gerade, ich lieb dich gar nicht so. Und im Grunde störst du in meinem Leben sehr.
Und ich werd mit dem verdammten Text allein sein, und nicht mal was antworten können.
Ich muss mich jetzt fangen gehen. Weiss noch nicht wie. Irgendwie eben.
Frau Julia
Original von Frau JuliaUnd im Grunde störst du in meinem Leben sehr.:trost:
ja, es ist nicht nur der verlust, sondern auch diese gnadenlose ablehnung, die man zu bewältigen hat.
"das leben geht weiter..." - klingt besonders "schoen", wenn man gerade gestorben ist. jedenfalls aus der sicht des anderen.
man selbst liegt jedoch noch im sterben (im uebertragenen sinne).
dazu fallen mir immer wieder hesse's worte ein:
"wer neugeburt will, muss zum sterben bereit sein".
du kannst es wahrscheinlich noch nicht spueren, aber tief in dir drin hat dieser prozess bereits begonnen! hab' vertrauen!
und noch etwas "persoenliches"... so ganz nebenbei natuerlich.... ;-))
"half of what i say is meaning less -
but i say it just to reach you, julia....."
(beatles)
Hallo Frau Julia,
habe mir grad Deine Geschichte mal durch gelesen.Wie Du siehst, bin ich ja nun auch schon jenseits der Haltbarkeitsgrenze und kann Dir vielleicht mit meinen Erfahrungen ein wenig auf die Sprünge helfen.
Also...ich sehe das Problem eher weniger bei ihm, als bei Dir....
Vielleicht durch Deine Vergangenheit bedingt, vielleicht auch etwas in der Kindheit zurück liegendes , hast Du offensichtlich immer in deinen Beziehungen das Gefühl, nicht genug geliebt zu werden....
Der Mann an Deiner Seite muss jeden Tag 100% geben und darf nie davon abweichen, weil Du dann gleich Liebesverlust vermutest...
Das ist in der heutigen Zeit, wenn der Job sehr stressig ist, einfach nicht machbar.
Menschen suchen in der Beziehung, den Ausgleich zu dem anstrengenden Leben....sie suchen Frieden.
Der Mann an Deiner Seite ist einfach überfordert an allen Fronten kämpfen zu müssen.
Ich kann ihn sogar ein wenig verstehen....
Du ruhst einfach nicht in Dir selber, Dir es recht zu machen, ist mit Sicherheit nicht einfach....
Versteh das bitte nicht als Kritik, ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten.
Ich, Scheidungskind, habe mich auch immer über meine Partnerschaften definiert, habe nur dafür gelebt....
Deine wechselnden Gefühlsschwankunken, zeigen eigentlich Deine Hilflosigeit, was die Zufriedenheit in Deinem Leben betrifft.
Denk mal über Deine Ansprüche in einer Partnerschaft nach....und......ob Du nicht manchmal Dein Gegenüber mit Deinen Erwartungen überforderst.
Hey....und wenn Du mal das Gefühl hast, er gibt grad nicht hundert Prozent....halt ein....und nimm Dich ein Moment zusammen....
Geh einen Schritt zurück und denke....schön, das er da ist.....ja er ist da, und zwar bei mir....und dann kuschel Dich an ihn....und freu Dich.-....
Liebe Grüsse M.
habe mir grad Deine Geschichte mal durch gelesen.Wie Du siehst, bin ich ja nun auch schon jenseits der Haltbarkeitsgrenze und kann Dir vielleicht mit meinen Erfahrungen ein wenig auf die Sprünge helfen.
Also...ich sehe das Problem eher weniger bei ihm, als bei Dir....
Vielleicht durch Deine Vergangenheit bedingt, vielleicht auch etwas in der Kindheit zurück liegendes , hast Du offensichtlich immer in deinen Beziehungen das Gefühl, nicht genug geliebt zu werden....
Der Mann an Deiner Seite muss jeden Tag 100% geben und darf nie davon abweichen, weil Du dann gleich Liebesverlust vermutest...
Das ist in der heutigen Zeit, wenn der Job sehr stressig ist, einfach nicht machbar.
Menschen suchen in der Beziehung, den Ausgleich zu dem anstrengenden Leben....sie suchen Frieden.
Der Mann an Deiner Seite ist einfach überfordert an allen Fronten kämpfen zu müssen.
Ich kann ihn sogar ein wenig verstehen....
Du ruhst einfach nicht in Dir selber, Dir es recht zu machen, ist mit Sicherheit nicht einfach....
Versteh das bitte nicht als Kritik, ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten.
Ich, Scheidungskind, habe mich auch immer über meine Partnerschaften definiert, habe nur dafür gelebt....
Deine wechselnden Gefühlsschwankunken, zeigen eigentlich Deine Hilflosigeit, was die Zufriedenheit in Deinem Leben betrifft.
Denk mal über Deine Ansprüche in einer Partnerschaft nach....und......ob Du nicht manchmal Dein Gegenüber mit Deinen Erwartungen überforderst.
Hey....und wenn Du mal das Gefühl hast, er gibt grad nicht hundert Prozent....halt ein....und nimm Dich ein Moment zusammen....
Geh einen Schritt zurück und denke....schön, das er da ist.....ja er ist da, und zwar bei mir....und dann kuschel Dich an ihn....und freu Dich.-....
Liebe Grüsse M.
Hallo Frau Julia!
Ich kann dich nur zu gut verstehen und in allem, was du schreibst, ssprichst du mir aus dem Herzen. Gut, vielleicht bin ich 10 Jahre juenger als du und wahrscheinlich noch wesentlich unreifer, einen Mann halten zu koennen, aber ich kann dich so gut verstehen. dass man einfach mehgr investiert hat, dass man sich einfach so sehr einen Menschen gewuenscht hat, mit dem es einmal, ein einziges Mal in diesem scheiss Leben funktioniert. Den man gesucht und letztendlich auch gefunden hat. Und dann ist alles aus. wegen einer Lapalie.weil man einmal schlecht drauf war, weil man einmal zuviel geweint hat und somit den anderen (da Mann!) genervt hat. Traenen engen ein, Traenen erfordern Diskussionen, Traenen erfordern die Zuneigung des anderen! Und das ist ihnen wohl leider zu anstrengend.Leider!
Weil sie auch nicht annaehernd kapieren, wie sehr man sich selbst eingeschraenkt hat...fuer sie!weil man sie liebt!
Ich kann dir nur raten, dich bei dem Typen vorerst nicht zu melden. Wenn ihm etwas an dir liegt, dann wird er sich schon melden, oder? So versuche ich es im Moment auch zu handhaben.
Julie
Ich kann dich nur zu gut verstehen und in allem, was du schreibst, ssprichst du mir aus dem Herzen. Gut, vielleicht bin ich 10 Jahre juenger als du und wahrscheinlich noch wesentlich unreifer, einen Mann halten zu koennen, aber ich kann dich so gut verstehen. dass man einfach mehgr investiert hat, dass man sich einfach so sehr einen Menschen gewuenscht hat, mit dem es einmal, ein einziges Mal in diesem scheiss Leben funktioniert. Den man gesucht und letztendlich auch gefunden hat. Und dann ist alles aus. wegen einer Lapalie.weil man einmal schlecht drauf war, weil man einmal zuviel geweint hat und somit den anderen (da Mann!) genervt hat. Traenen engen ein, Traenen erfordern Diskussionen, Traenen erfordern die Zuneigung des anderen! Und das ist ihnen wohl leider zu anstrengend.Leider!
Weil sie auch nicht annaehernd kapieren, wie sehr man sich selbst eingeschraenkt hat...fuer sie!weil man sie liebt!
Ich kann dir nur raten, dich bei dem Typen vorerst nicht zu melden. Wenn ihm etwas an dir liegt, dann wird er sich schon melden, oder? So versuche ich es im Moment auch zu handhaben.
Julie
hmmm ... Julia, wenn ich dir jetzt schreibe, du verschwendest deine Gabe, deine Talent, deine Persönlichkeit an einen, der dem nicht gewachsen ist, der nichts anzufangen weiß, der sogar (und nicht zu Unrecht) befürchten muss, mit dir niemals Schritt halten zu können, dann kann dir das kein Trost sein.
Du liebst ihn eben und daran kann nichts etwas ändern – außer der Zeit, denn mit ihr kommt die Einsicht.
Wenn du tatsächlich meinst, eine Verbindung wäre immer möglich, wenn sich nur beide genügend anstrengen, dann muss ich dir sagen, dass diese Haltung sehr schön und romantisch ist, aber sich leider nicht erfüllt – zumindest meinen Erfahrungen nach.
Wenn du meinst, erst wenn du jemanden findest, der ähnlich wie du gestrickt ist, könnte Zweisamkeit möglich werden, so wie man es sich wünscht, dann stimme ich dir gern zu.
Warum es dennoch so ist, dass man in jungen Jahren sein Gegenteil sucht (um in weiterer Folge einzusehen, doch gern jemanden an seiner Seite zu haben, der einem ähnlich ist)? Wie kann man das beantworten? Laune der Natur? Sicherung der Genmutation?
Zu kränkst dich und der Umstand, dass diese Verbindung so wenig mit deinem Wunschdenken zu tun hat, zermürbt dich. Ich wünsch dir viel Gelassenheit und vor allem eines, das wichtigste:
Dass du deine wertvolle Zeit nicht mit Warten verbringst.
Wenn er sich meldet, ist es gut. Wenn er es nicht tut, ist alles gesagt.
Deine Zukunft an seinen Launen aufzuhängen, ist gefährlich,
meint
Du liebst ihn eben und daran kann nichts etwas ändern – außer der Zeit, denn mit ihr kommt die Einsicht.
Wenn du tatsächlich meinst, eine Verbindung wäre immer möglich, wenn sich nur beide genügend anstrengen, dann muss ich dir sagen, dass diese Haltung sehr schön und romantisch ist, aber sich leider nicht erfüllt – zumindest meinen Erfahrungen nach.
Wenn du meinst, erst wenn du jemanden findest, der ähnlich wie du gestrickt ist, könnte Zweisamkeit möglich werden, so wie man es sich wünscht, dann stimme ich dir gern zu.
Warum es dennoch so ist, dass man in jungen Jahren sein Gegenteil sucht (um in weiterer Folge einzusehen, doch gern jemanden an seiner Seite zu haben, der einem ähnlich ist)? Wie kann man das beantworten? Laune der Natur? Sicherung der Genmutation?
Zu kränkst dich und der Umstand, dass diese Verbindung so wenig mit deinem Wunschdenken zu tun hat, zermürbt dich. Ich wünsch dir viel Gelassenheit und vor allem eines, das wichtigste:
Dass du deine wertvolle Zeit nicht mit Warten verbringst.
Wenn er sich meldet, ist es gut. Wenn er es nicht tut, ist alles gesagt.
Deine Zukunft an seinen Launen aufzuhängen, ist gefährlich,
meint
ich kann lisabel nur zustimmen! kompliment lisabel, du hast es wunderschön und doch sehr treffend beschrieben!
und ich werde mir ihre worte genau so zu herzen nehmen!
lg
aniram
und ich werde mir ihre worte genau so zu herzen nehmen!
lg
aniram
Jane
hallo Julia,
was ich aus meiner Sicht dazu sagen kann, ist, dass ich auch ein sehr sehr emotionaler Mensch bin, ich würde sogar sagen, dass ich damit ein wirkliches Problem habe, weil mich immer alles so mitnimmt und im speziellen natürlich die liebe. ich suche den menschen, der mich versteht un der damit klarkommt und der vielleicht auch so ein übermaß an emotionanen in sich beherbergt, aber es ist schwer.... die meisten menschen sind einfach nicht so. ich denke aber nicht, dass das etwas mit tiefgründigkeit zu tun hat. man kann auch tiefgründig sein, ohne emotional zu sein...es kommt auf die gedanken an und nicht auf das, was sie in einem hervorrufen. ich hatte mal einen freund, der auch so emotional war, aber ich war zu beginn nicht verliebt in ihn. er in mich schon...wir kamen dann auch zusammen, und ich mochte ihn wirklich...aber er hat mich mit seiner emotionalität dermaßen unter druck gesetzt, dass ich die beziehung nicht aufrecht erhalten konnte, denn es gab sehr viele tränen und seine emotionalität machte ihn so verletzlich, dass er jedes wort von mir auf die goldwaage legte. ich bin damit gar nicht zurecht gekommen, auch wenn ich ja auch schon mal in der anderen position war.
der beginn einer beziehung ist etwas, das sehr schwierig ist. es gibt paare, die finden zusammen und für die ist es kein problem. aber wenn sich liebe erst entwickelt, darf die person, bei der sie sich entwickeln muss, nicht unter druck gesetzt werden. natürlich sollte man den partner mit den eigenen eigenheiten konfrontieren, aber nicht nach dem motto: er muss jetzt ALLES von mir mitbekommen, damit ich weiß, ob er zu mir passt. liebe und verständnis entwickeln sich...und das dauert....
für mich klingt das, als ob sich dein freund unter druck gesetzt fühlt, weil du die beziehung so führst wie er es nicht kann, bzw. er ist zu früh mit deiner art konfrontiert worden.
was mir geholfen hat, war, immer mein eigenes leben im blick zu haben und mich nicht so tief in die beziehung fallen zu lassen, wenn sie noch so frisch und jung war.
ich weiß nicht, ob ich dir bei deinem problem helfen konnte und ob meine worte dir etwas sagen,a ber ich hoffe, dass für dich alles "gut" wird:-)
was ich aus meiner Sicht dazu sagen kann, ist, dass ich auch ein sehr sehr emotionaler Mensch bin, ich würde sogar sagen, dass ich damit ein wirkliches Problem habe, weil mich immer alles so mitnimmt und im speziellen natürlich die liebe. ich suche den menschen, der mich versteht un der damit klarkommt und der vielleicht auch so ein übermaß an emotionanen in sich beherbergt, aber es ist schwer.... die meisten menschen sind einfach nicht so. ich denke aber nicht, dass das etwas mit tiefgründigkeit zu tun hat. man kann auch tiefgründig sein, ohne emotional zu sein...es kommt auf die gedanken an und nicht auf das, was sie in einem hervorrufen. ich hatte mal einen freund, der auch so emotional war, aber ich war zu beginn nicht verliebt in ihn. er in mich schon...wir kamen dann auch zusammen, und ich mochte ihn wirklich...aber er hat mich mit seiner emotionalität dermaßen unter druck gesetzt, dass ich die beziehung nicht aufrecht erhalten konnte, denn es gab sehr viele tränen und seine emotionalität machte ihn so verletzlich, dass er jedes wort von mir auf die goldwaage legte. ich bin damit gar nicht zurecht gekommen, auch wenn ich ja auch schon mal in der anderen position war.
der beginn einer beziehung ist etwas, das sehr schwierig ist. es gibt paare, die finden zusammen und für die ist es kein problem. aber wenn sich liebe erst entwickelt, darf die person, bei der sie sich entwickeln muss, nicht unter druck gesetzt werden. natürlich sollte man den partner mit den eigenen eigenheiten konfrontieren, aber nicht nach dem motto: er muss jetzt ALLES von mir mitbekommen, damit ich weiß, ob er zu mir passt. liebe und verständnis entwickeln sich...und das dauert....
für mich klingt das, als ob sich dein freund unter druck gesetzt fühlt, weil du die beziehung so führst wie er es nicht kann, bzw. er ist zu früh mit deiner art konfrontiert worden.
was mir geholfen hat, war, immer mein eigenes leben im blick zu haben und mich nicht so tief in die beziehung fallen zu lassen, wenn sie noch so frisch und jung war.
ich weiß nicht, ob ich dir bei deinem problem helfen konnte und ob meine worte dir etwas sagen,a ber ich hoffe, dass für dich alles "gut" wird:-)
ich kann lisabel nur zustimmen! kompliment lisabel, du hast es wunderschön und doch sehr treffend beschrieben!
und ich werde mir ihre worte genau so zu herzen nehmen!
es kann nicht sein, ob starke persönlichkeit oder nicht, dass man sich in eine warteposition setzt und darauf hofft, dass das gegenüber seine meinung ändert. böse gesagt, würden wir uns ja so wie ein spielzeug präsentieren und darauf warten bis wir vom gewünschten partner aus dem schrank genommen werden. das kann nicht sein!
meiner meinung nach, sollte die liebe nicht anstrengend sein, sondern beflügeln...alles einfacher machen. auch ich dachte immer, man kann daran arbeiten. leider nein. bzw. nur wenn beide mitmachen. meist ist das aber nicht so. darum wird es dann nur anstrengend und all das positive was man früher geschätzt hat beim partner, verblasst. ich habe jedenfalls vor drei wochen diese erfahrung machen müssen.
drück dich
lg
aniram
und ich werde mir ihre worte genau so zu herzen nehmen!
es kann nicht sein, ob starke persönlichkeit oder nicht, dass man sich in eine warteposition setzt und darauf hofft, dass das gegenüber seine meinung ändert. böse gesagt, würden wir uns ja so wie ein spielzeug präsentieren und darauf warten bis wir vom gewünschten partner aus dem schrank genommen werden. das kann nicht sein!
meiner meinung nach, sollte die liebe nicht anstrengend sein, sondern beflügeln...alles einfacher machen. auch ich dachte immer, man kann daran arbeiten. leider nein. bzw. nur wenn beide mitmachen. meist ist das aber nicht so. darum wird es dann nur anstrengend und all das positive was man früher geschätzt hat beim partner, verblasst. ich habe jedenfalls vor drei wochen diese erfahrung machen müssen.
drück dich
lg
aniram
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