Überfordert
97 Antworten7'651 AufrufeGestartet von Asket ·
Hallo ihr Lieben,
ganz herzlichen Dank estmal für Eure Kommentare!
Will erstmal darauf eingehen, denn die Kommentare der anderen aufmerksam zu lesen, das halte ich für den wichtigsten Wert dieses Forums. Elvis weiß sicher, warum ich das sage... (heut war viel bei Retarius los)
***
@Teilnehmer10: Das Examen verschiebe ich nicht, weil ich es als Liebesbeweis ansehe, wenn ich wegen ihr ein schlechtes Examen mache. Auch wenn Du mich für diesen Satz in die Psychiatrie schicken willst...
@kiwi-banane: Ja, auch mir hilft es, die Probleme der anderen zu lesen! Du sagst, du hast "Angst vor den Antworten". Wir haben anscheinend gemeinsam, dass wir die Kommentare der Leute sehr ernst nehmen wollen. So ein Forum ist gar nicht ungefährlich... Schade, dass Du meinst, es wäre bei mir endgültig vorbei. Denn ich kann gerade nicht klar denken, wenn es um mich geht und glaube somit sehr leicht, was andere sagen. Und Deine story hat viele Parallelen - auch wenn es anders herum war. Hmmm.
@Elvis: Danke!
***
Ich öffne mich jetzt mal etwas mehr, vielleicht schafft es ja einer, meine scheinbar irrationalen Gedanken so zu durchschauen.
Ich habe im Alter von 17 Jahren die Trennung meiner Eltern miterlebt, die der Gipfel war nach 10 Jahren des massivsten Hasses sowie von Gewalt und Vorwürfen stets von Seiten meiner Mutter. Mein Vater hat sie immer nur gestützt, ihr alles bezahlt, ihr einen Beruf verschafft, aber sie hat ihn immer nur angeschrien und geschlagen, weil er wenig Zeit mit der Familie verbracht hat (er ist Professor). War dann ein Teufelskreis.
Ich habe mir damals geschworen, so lange auf eine Frau zu warten, bis ich mir sehr sicher bin, dass ich mit ihr keinen Streit haben werden. Denn Streit kann ich nicht ertragen. Nie wieder. Nie. Nie.
Ich habe mich in den Leistungssport gestürzt. Vorher war ich Konzertgitarrist. In beidem war ich auf Bundesebene in der Spitze, in beidem kam der Absturz. Gitarre wegen Durchblutungsstörungen in der rechten Hand, Langstreckenlauf wegen einer chronischen Knochenhautreizung in Folge eines Ödems am Schambein, die sich als Schmerzsignal im Gehirn autonomisiert hat.
Ich habe lange gewartet. Dann, ich bin 27, hab ich dieses Jahr über parship nach drei missglückten Treffen die Frau gefunden, von der ich Euch jetzt seitenlang vorschwärmen könnte. Meine erste Beziehung. Ich war vorher fast tot, was das Vertrauen anging - wohl wegen der Erfahrungen mit meinen Eltern. Ich hab mir gesagt, ok., sie ist es. Den letzten Rest an Hoffnung an das Gute in der Welt habe ich zusammengekratzt und mich ihr voll hingegeben. Habe alle Energien dafür aufgewendet, dass sie sich bei mir wohl fühlt. Wir haben uns sehr viele private Dinge erzählt. Und dann macht sie einfach so Schluss, wie ich es bereits erzählt habe. Sie hat versucht, Streit entstehen zu lassen und jetzt kommt fast nichts mehr.
Mein Vertrauen ist weg.
Und jetzt noch was.
Als ich den Beitrag von Retarius gelesen habe, wollte ich mich ihm anschließen. Aber so etwas anzukündigen, das hätte für mich impliziert, dass ich mir auch helfen lassen will, sonst bräuchte ich es ja nicht reinschreiben. Da die Situation bei einer Bereitschaft meinerseits, mir helfen zu lassen, jedoch nicht mehr ernsthaft als Suizidgefahr, sondern nur als Quängeln hätte interpretiert werden können, wollte ich das hier erst nicht sagen.
Dann kam Elvis und ich habe gemerkt, dass es Menschen gibt, die ein super Einfühlungsvermögen haben und mit Elvis kommt irgendwie auch wieder die Hoffnung.
Vielleicht kann mir vor meiner Vergangenheit jemand erklären, warum ich so sehr dazu neige, alles so zu verabsolutieren, und warum ich die Frau nicht vergessen kann, warum ich meine, dass es sich nie wieder ändern wird, warum ich meine, dass das Leben nur noch deshalb fortzusetzen ist, weil ich meinen Vater wohl bald pflegen muss, warum ich meine, dass ich nicht lernen darf (in 6 Wochen beginnt das Examen), weil es sonst ein Zeichen dafür wäre, dass ich mir ein Leben ohne sie auch vorstellen könnte, ...
Ich bin knackbar, aber es wird nicht leicht...
Danke fürs Zuhören,
Asket
ganz herzlichen Dank estmal für Eure Kommentare!
Will erstmal darauf eingehen, denn die Kommentare der anderen aufmerksam zu lesen, das halte ich für den wichtigsten Wert dieses Forums. Elvis weiß sicher, warum ich das sage... (heut war viel bei Retarius los)
***
@Teilnehmer10: Das Examen verschiebe ich nicht, weil ich es als Liebesbeweis ansehe, wenn ich wegen ihr ein schlechtes Examen mache. Auch wenn Du mich für diesen Satz in die Psychiatrie schicken willst...
@kiwi-banane: Ja, auch mir hilft es, die Probleme der anderen zu lesen! Du sagst, du hast "Angst vor den Antworten". Wir haben anscheinend gemeinsam, dass wir die Kommentare der Leute sehr ernst nehmen wollen. So ein Forum ist gar nicht ungefährlich... Schade, dass Du meinst, es wäre bei mir endgültig vorbei. Denn ich kann gerade nicht klar denken, wenn es um mich geht und glaube somit sehr leicht, was andere sagen. Und Deine story hat viele Parallelen - auch wenn es anders herum war. Hmmm.
@Elvis: Danke!
***
Ich öffne mich jetzt mal etwas mehr, vielleicht schafft es ja einer, meine scheinbar irrationalen Gedanken so zu durchschauen.
Ich habe im Alter von 17 Jahren die Trennung meiner Eltern miterlebt, die der Gipfel war nach 10 Jahren des massivsten Hasses sowie von Gewalt und Vorwürfen stets von Seiten meiner Mutter. Mein Vater hat sie immer nur gestützt, ihr alles bezahlt, ihr einen Beruf verschafft, aber sie hat ihn immer nur angeschrien und geschlagen, weil er wenig Zeit mit der Familie verbracht hat (er ist Professor). War dann ein Teufelskreis.
Ich habe mir damals geschworen, so lange auf eine Frau zu warten, bis ich mir sehr sicher bin, dass ich mit ihr keinen Streit haben werden. Denn Streit kann ich nicht ertragen. Nie wieder. Nie. Nie.
Ich habe mich in den Leistungssport gestürzt. Vorher war ich Konzertgitarrist. In beidem war ich auf Bundesebene in der Spitze, in beidem kam der Absturz. Gitarre wegen Durchblutungsstörungen in der rechten Hand, Langstreckenlauf wegen einer chronischen Knochenhautreizung in Folge eines Ödems am Schambein, die sich als Schmerzsignal im Gehirn autonomisiert hat.
Ich habe lange gewartet. Dann, ich bin 27, hab ich dieses Jahr über parship nach drei missglückten Treffen die Frau gefunden, von der ich Euch jetzt seitenlang vorschwärmen könnte. Meine erste Beziehung. Ich war vorher fast tot, was das Vertrauen anging - wohl wegen der Erfahrungen mit meinen Eltern. Ich hab mir gesagt, ok., sie ist es. Den letzten Rest an Hoffnung an das Gute in der Welt habe ich zusammengekratzt und mich ihr voll hingegeben. Habe alle Energien dafür aufgewendet, dass sie sich bei mir wohl fühlt. Wir haben uns sehr viele private Dinge erzählt. Und dann macht sie einfach so Schluss, wie ich es bereits erzählt habe. Sie hat versucht, Streit entstehen zu lassen und jetzt kommt fast nichts mehr.
Mein Vertrauen ist weg.
Und jetzt noch was.
Als ich den Beitrag von Retarius gelesen habe, wollte ich mich ihm anschließen. Aber so etwas anzukündigen, das hätte für mich impliziert, dass ich mir auch helfen lassen will, sonst bräuchte ich es ja nicht reinschreiben. Da die Situation bei einer Bereitschaft meinerseits, mir helfen zu lassen, jedoch nicht mehr ernsthaft als Suizidgefahr, sondern nur als Quängeln hätte interpretiert werden können, wollte ich das hier erst nicht sagen.
Dann kam Elvis und ich habe gemerkt, dass es Menschen gibt, die ein super Einfühlungsvermögen haben und mit Elvis kommt irgendwie auch wieder die Hoffnung.
Vielleicht kann mir vor meiner Vergangenheit jemand erklären, warum ich so sehr dazu neige, alles so zu verabsolutieren, und warum ich die Frau nicht vergessen kann, warum ich meine, dass es sich nie wieder ändern wird, warum ich meine, dass das Leben nur noch deshalb fortzusetzen ist, weil ich meinen Vater wohl bald pflegen muss, warum ich meine, dass ich nicht lernen darf (in 6 Wochen beginnt das Examen), weil es sonst ein Zeichen dafür wäre, dass ich mir ein Leben ohne sie auch vorstellen könnte, ...
Ich bin knackbar, aber es wird nicht leicht...
Danke fürs Zuhören,
Asket
Hi Asket,
ich hab jetzt Deine Geschichte gelesen und extreeem viele Gemeinsamkeiten zu meiner Geschichte gefunden!
Jetzt noch meine Fragen, die ich vielleicht überlesen hab:
wie lange seit ihr zusammen gewesen?
habt ihr nach der Trennung nochmal ausführlich über die Trenngründe gesprochen???
Meldet sie sich auch? Also zeigt sie Intresse an Dir oder besser an Deiner Verfassung?
ich hab jetzt Deine Geschichte gelesen und extreeem viele Gemeinsamkeiten zu meiner Geschichte gefunden!
Jetzt noch meine Fragen, die ich vielleicht überlesen hab:
wie lange seit ihr zusammen gewesen?
habt ihr nach der Trennung nochmal ausführlich über die Trenngründe gesprochen???
Meldet sie sich auch? Also zeigt sie Intresse an Dir oder besser an Deiner Verfassung?
Hallo,
wir waren von August bis Anfang Dezember zusammen. Mitte Dezember hat es dann gekracht.
Ich hab sie oft gefragt, warum sie nicht mehr will, aber sie konnte es mir nie erklären. Es kamen nur Floskeln wie "Ich habe keine Gefühle mehr für Dich", "Wir passen nicht zueinander" (wie rational das klingt...), "Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder mit Dir zu schlafen." Aber für all dies muss es doch dahinter noch irgendwelche Ursachen geben, die so eine Aussage herbeiführen, aber die konnte sie mir nicht nennen. Deshalb bin ich so traurig und versteh die Welt nicht mehr.
Sie meldet sich so gut wie nicht, und wenn, dann hab ich das Gefühl, dass sie nur ihr schlechtes Gewissen bereinigen will. An meiner Verfassung ist sie nur interessiert, wenn ich erzähle, dass ich sie nicht brauche und dass ich mich auch ohne sie wohlfühlen kann. Somit sind die Gespräche von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Sie war davor immer ein sehr sehr lieber und total einfühlsamer Mensch. Deswegen wurde ich mir so sicher. Und deswegen habe ich doch noch ein mal in meinem Leben vertraut. Tief war der Fall, tief falle ich immer noch. Weiß nicht, wie ich landen soll.
Asket
wir waren von August bis Anfang Dezember zusammen. Mitte Dezember hat es dann gekracht.
Ich hab sie oft gefragt, warum sie nicht mehr will, aber sie konnte es mir nie erklären. Es kamen nur Floskeln wie "Ich habe keine Gefühle mehr für Dich", "Wir passen nicht zueinander" (wie rational das klingt...), "Ich kann mir nicht vorstellen, jemals wieder mit Dir zu schlafen." Aber für all dies muss es doch dahinter noch irgendwelche Ursachen geben, die so eine Aussage herbeiführen, aber die konnte sie mir nicht nennen. Deshalb bin ich so traurig und versteh die Welt nicht mehr.
Sie meldet sich so gut wie nicht, und wenn, dann hab ich das Gefühl, dass sie nur ihr schlechtes Gewissen bereinigen will. An meiner Verfassung ist sie nur interessiert, wenn ich erzähle, dass ich sie nicht brauche und dass ich mich auch ohne sie wohlfühlen kann. Somit sind die Gespräche von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Sie war davor immer ein sehr sehr lieber und total einfühlsamer Mensch. Deswegen wurde ich mir so sicher. Und deswegen habe ich doch noch ein mal in meinem Leben vertraut. Tief war der Fall, tief falle ich immer noch. Weiß nicht, wie ich landen soll.
Asket
Hi Asket!
Du fragst Dich warum Du diese eine Frau willst und nicht weiter machen kannst?
Nun, ich habe bis jetzt 2 Sorten von Menschen kennengelernt. Ich möchte betonen, dass keiner davon oberflächlich war, auch wenn man das schließen könnte.
Die erste Sorte, sind Menschen, die glücklich sind in einer Beziehung, die diese aber auch beenden können, wenn es vorbei ist. Sie schauen nach vorn, haben Liebeskummer, aber sie freuen sich auf alles Neue was da auf sie zu kommt. Solche Menschen finde ich bewundernswert, weil sie ihre Zuversicht und Lebenskraft aus einem riesen Topf voll mit Selbstwertgefühl und dieser unagreifbaren Sicherheit ziehen. Sie wissen, dass sie geliebt werden und nicht alleine sind.
Der 2. Typ Mensch zweifelt, meist zuerst an sich selbst. Das ist nicht immer ganz offensichtlich, aber es steckt eine gewisse Angst vor der Ungewissheit, vielleicht auch vor Verlust dahinter. Diese Menschen können Tatsachen nur schwer akzeptieren, darum können sie auch nicht einfach etwas abschließen, um einen neuen Lebensabschnitt anzufangen. Sie wissen gar nichts und können anderen nur schwer vertrauen, weil sie sich selbst am wenigsten vertrauen. Dennoch werden sie genauso geliebt und sind nicht allein, wie alle anderen auch.
Diese beiden Typen legen unterschiedliche Maßstäbe von "Wert und Vertrauen" an sich und ihre Mitmenschen an. Gehört man zum 2. Typ, stellt man zudem viel höhere Ansprüche an sich selbst, wie an den Rest der Menschen.
Ich fürchte, lieber Asket, Du gehöst nicht zur ersten Sorte Mensch. Deine Ex-Freundin ist natürlich die einzige mit der Du glücklich sein kannst. Aus 2 Gründen:
a) An Dich selbst stellst Du in allen Bereichen so hohe Ansprüche, dass Du sie selbst durch hartes Schuften kaum erreichst. Die Ansprüche an diese Frau waren hoch, aber nicht zu hoch. Sie konnte sie mühlos erreichen. Bei ihr sah es ganz einfach aus...weil du realistisch Deine Erwartungen an das angepasst hast, was sie zu erfüllen bereit war.
B) Du kannst Dich nicht geirrt haben! Du hast so lange gesucht und gewartet. Sie muss die Richtige sein, weil Du sehr besonnen gewählt und gründlich ausgesucht hast. Es ist ganz einfach: Du kannst Dich nicht geirrt haben!
Und es ist Dir völlig unmöglich Dir das einzugestehn. Dann hättest Du ja gleich jede x-beliebige zur Freundin haben können. Du hättest Dir die Mühe sparen können. Aber das hast Du nicht getan, weil Du es richtig machen wolltest, besser als Deine Eltern.
Ob sich deine Ex-Freundin darüber im Klaren ist, wage ich zu bezweifeln. Wenn ich in einem früheren Post geschrieben habe, dass sie dich nicht mehr liebt, meinte ich folgendes: Du bist ein toller Mann, der weiß was er kann und was er will. Sie hat sich natürlich in Dich verknallt. Als ihr zusammengekommen seid hat sie sich verliebt, weil alles so gut geklappt hat und so schön war. Aber ganz ehrlich, verliebt sein reicht nicht aus. Keiner kann etwas dafür, dass aus Verliebtheit nicht Liebe geworden ist. Man kann sich seine Gefühle nicht aussuchen und auch nicht einreden. Sie hat erkannt, dass es nicht für mehr reicht und die logische Kosequenz gezogen. Wenn Du sie also nach dem Grund für die Trennung fragst, was soll sie Dir sagen?
Du bist es, der sich offensichtlich geirrt hat. Nicht in ihr, aber in Deinen Erwartungen an die perfekte Frau mit der Du eine perfekte Beziehung führen kannst. Das zum ersten Mel zu erkennen ist die härteste Lektion für jemanden, der sowieso schon zweifelt. Denn sie kann Dich in den tiefsten Abgrund stürzen.
Deshalb wünsche ich Dir, dass Du erkennst, dass Du nicht an Dir zweifeln musst. Deine Entscheidung für diese Frau war richtig. Die Annahme, es wäre alles perfekt war falsch. Nicht mehr und nicht weniger.
Jamie
Du fragst Dich warum Du diese eine Frau willst und nicht weiter machen kannst?
Nun, ich habe bis jetzt 2 Sorten von Menschen kennengelernt. Ich möchte betonen, dass keiner davon oberflächlich war, auch wenn man das schließen könnte.
Die erste Sorte, sind Menschen, die glücklich sind in einer Beziehung, die diese aber auch beenden können, wenn es vorbei ist. Sie schauen nach vorn, haben Liebeskummer, aber sie freuen sich auf alles Neue was da auf sie zu kommt. Solche Menschen finde ich bewundernswert, weil sie ihre Zuversicht und Lebenskraft aus einem riesen Topf voll mit Selbstwertgefühl und dieser unagreifbaren Sicherheit ziehen. Sie wissen, dass sie geliebt werden und nicht alleine sind.
Der 2. Typ Mensch zweifelt, meist zuerst an sich selbst. Das ist nicht immer ganz offensichtlich, aber es steckt eine gewisse Angst vor der Ungewissheit, vielleicht auch vor Verlust dahinter. Diese Menschen können Tatsachen nur schwer akzeptieren, darum können sie auch nicht einfach etwas abschließen, um einen neuen Lebensabschnitt anzufangen. Sie wissen gar nichts und können anderen nur schwer vertrauen, weil sie sich selbst am wenigsten vertrauen. Dennoch werden sie genauso geliebt und sind nicht allein, wie alle anderen auch.
Diese beiden Typen legen unterschiedliche Maßstäbe von "Wert und Vertrauen" an sich und ihre Mitmenschen an. Gehört man zum 2. Typ, stellt man zudem viel höhere Ansprüche an sich selbst, wie an den Rest der Menschen.
Ich fürchte, lieber Asket, Du gehöst nicht zur ersten Sorte Mensch. Deine Ex-Freundin ist natürlich die einzige mit der Du glücklich sein kannst. Aus 2 Gründen:
a) An Dich selbst stellst Du in allen Bereichen so hohe Ansprüche, dass Du sie selbst durch hartes Schuften kaum erreichst. Die Ansprüche an diese Frau waren hoch, aber nicht zu hoch. Sie konnte sie mühlos erreichen. Bei ihr sah es ganz einfach aus...weil du realistisch Deine Erwartungen an das angepasst hast, was sie zu erfüllen bereit war.
B) Du kannst Dich nicht geirrt haben! Du hast so lange gesucht und gewartet. Sie muss die Richtige sein, weil Du sehr besonnen gewählt und gründlich ausgesucht hast. Es ist ganz einfach: Du kannst Dich nicht geirrt haben!
Und es ist Dir völlig unmöglich Dir das einzugestehn. Dann hättest Du ja gleich jede x-beliebige zur Freundin haben können. Du hättest Dir die Mühe sparen können. Aber das hast Du nicht getan, weil Du es richtig machen wolltest, besser als Deine Eltern.
Ob sich deine Ex-Freundin darüber im Klaren ist, wage ich zu bezweifeln. Wenn ich in einem früheren Post geschrieben habe, dass sie dich nicht mehr liebt, meinte ich folgendes: Du bist ein toller Mann, der weiß was er kann und was er will. Sie hat sich natürlich in Dich verknallt. Als ihr zusammengekommen seid hat sie sich verliebt, weil alles so gut geklappt hat und so schön war. Aber ganz ehrlich, verliebt sein reicht nicht aus. Keiner kann etwas dafür, dass aus Verliebtheit nicht Liebe geworden ist. Man kann sich seine Gefühle nicht aussuchen und auch nicht einreden. Sie hat erkannt, dass es nicht für mehr reicht und die logische Kosequenz gezogen. Wenn Du sie also nach dem Grund für die Trennung fragst, was soll sie Dir sagen?
Du bist es, der sich offensichtlich geirrt hat. Nicht in ihr, aber in Deinen Erwartungen an die perfekte Frau mit der Du eine perfekte Beziehung führen kannst. Das zum ersten Mel zu erkennen ist die härteste Lektion für jemanden, der sowieso schon zweifelt. Denn sie kann Dich in den tiefsten Abgrund stürzen.
Deshalb wünsche ich Dir, dass Du erkennst, dass Du nicht an Dir zweifeln musst. Deine Entscheidung für diese Frau war richtig. Die Annahme, es wäre alles perfekt war falsch. Nicht mehr und nicht weniger.
Jamie
Hallo,
@jamie-rose: Danke für die Anregungen!
Was jamie-rose schreibt, lässt in mir die Frage aufkommen, ob ich die negativen Eigenschaften eines Perfektionisten in mir trage. Und schon ist auch wieder der Selbstzweifel da -> Typ 2. Der Angst vor Verlust ist bei mir mit Sicherheit auch stark ausgeprägt. Leider kann ich in diesem Fall aber noch nicht behaupten, dass Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung ist, denn das sind irgendwie eingebrannte Persönlichkeitsmerkmale.
Jamie-Rose, ich verstehe nicht so ganz, was Du meinst mit Deinem Satz "Du kannst Dich nicht geirrt haben! Sie muss die Richtige sein!" Sorry, bin etwas langsam geworden...
Meinst Du damit, dass ich mir das einrede?
In dem zentralen Punkt Deiner Antwort ist es leider nicht ganz so eindeutig:
Kann es sein, dass Du meinen Perfektionismus auf mein Verhalten während der Beziehung überträgst?
Wenn ich den Fehler gemacht hätte, eine perfekte Frau zu wollen, dann wäre ich ihrer Liebe nicht wert. Ich habe alles so an ihr gemocht, wie es ist. Sie nie kritisiert. Im Gegenteil, sie hat immer mal wieder an mir herumgenörgelt ("Kauf Dir mal ne neue Hose"), was für mich natürlich nie ein Problem dargestellt hat, weil ich bei ihr das erste mal meinen eigenen Willen zurückgestellt habe - zumindest kam es mir so vor. Ob sie es trotzdem anders empfunden hat, das ist eine schwierige Frage...
Ich weiß einfach nicht, warum ich glaube, dass ich sie doch noch zurückgewinnen kann. Und sei es in vielen Jahren. Keines ihrer Signale spricht mehr dafür. Fühl mich so schwach, so ohnmächtig...
Ich zweifle deshalb an mir, weil sie ja sicher - wenn es mit mir nicht mehr klappt - einen anderen finden wird. Und was hat dann der, was ich nicht habe? Hätte ich mir das nicht aneignen können?
Ich liebe sie und kann nicht von ihr lassen. Hab schon wieder ein Paket gepackt, das ich ihr zu einem bestimmten privaten Familienanlass schicken werde.
Nun könnten sich weitere Antworten in meinem thread z.B. auf die Frage beziehen, ob ein perfektionistischer Mensch, der seinen Perfektionismus in der Beziehung zurückstellt, uninteressant wird. (oh je, ist das eine bescheuerte Frage...)
Freu mich über Eure Antworten!!!
Haltet durch,
Asket
@jamie-rose: Danke für die Anregungen!
Was jamie-rose schreibt, lässt in mir die Frage aufkommen, ob ich die negativen Eigenschaften eines Perfektionisten in mir trage. Und schon ist auch wieder der Selbstzweifel da -> Typ 2. Der Angst vor Verlust ist bei mir mit Sicherheit auch stark ausgeprägt. Leider kann ich in diesem Fall aber noch nicht behaupten, dass Selbsterkenntnis der erste Weg zur Besserung ist, denn das sind irgendwie eingebrannte Persönlichkeitsmerkmale.
Jamie-Rose, ich verstehe nicht so ganz, was Du meinst mit Deinem Satz "Du kannst Dich nicht geirrt haben! Sie muss die Richtige sein!" Sorry, bin etwas langsam geworden...
Meinst Du damit, dass ich mir das einrede?
In dem zentralen Punkt Deiner Antwort ist es leider nicht ganz so eindeutig:
Kann es sein, dass Du meinen Perfektionismus auf mein Verhalten während der Beziehung überträgst?
Wenn ich den Fehler gemacht hätte, eine perfekte Frau zu wollen, dann wäre ich ihrer Liebe nicht wert. Ich habe alles so an ihr gemocht, wie es ist. Sie nie kritisiert. Im Gegenteil, sie hat immer mal wieder an mir herumgenörgelt ("Kauf Dir mal ne neue Hose"), was für mich natürlich nie ein Problem dargestellt hat, weil ich bei ihr das erste mal meinen eigenen Willen zurückgestellt habe - zumindest kam es mir so vor. Ob sie es trotzdem anders empfunden hat, das ist eine schwierige Frage...
Ich weiß einfach nicht, warum ich glaube, dass ich sie doch noch zurückgewinnen kann. Und sei es in vielen Jahren. Keines ihrer Signale spricht mehr dafür. Fühl mich so schwach, so ohnmächtig...
Ich zweifle deshalb an mir, weil sie ja sicher - wenn es mit mir nicht mehr klappt - einen anderen finden wird. Und was hat dann der, was ich nicht habe? Hätte ich mir das nicht aneignen können?
Ich liebe sie und kann nicht von ihr lassen. Hab schon wieder ein Paket gepackt, das ich ihr zu einem bestimmten privaten Familienanlass schicken werde.
Nun könnten sich weitere Antworten in meinem thread z.B. auf die Frage beziehen, ob ein perfektionistischer Mensch, der seinen Perfektionismus in der Beziehung zurückstellt, uninteressant wird. (oh je, ist das eine bescheuerte Frage...)
Freu mich über Eure Antworten!!!
Haltet durch,
Asket
Original von AsketUnd deswegen habe ich doch noch ein mal in meinem Leben vertraut. Tief war der Fall, tief falle ich immer noch. Weiß nicht, wie ich landen soll.AsketKlingt als wäre dein Prinzip gewesen, niemandem mehr zu trauen, was du ja nach den Streits deiner Eltern so ähnlich formuliert hast.
Das Problem am Leben ist, dass man dem Leben immer wieder aufs neue eine Chance geben muss, man darf nicht denken, dass die Tatsache, dass etwas schief gegangen ist, dazu führt, dass nichts anders funktioniert.
Ich will damit sagen, dass der Abschied von einer Person niemals dazu führen soll, keine anderen Menschen in sein Leben zu lassen.
Gib den Frauen eine Chance. Wenn eine von ihnen dein Vertrauen "missbraucht" hat, dann heisst das noch lange nicht, dass es alle tun werden.
Würde ich ja gerne, aber es tut mir in einer Art weh, die mich so auffrisst, dass ich gerade völlig zu Grunde gehe.
Wenn man jemandem vertraut, und dann enttäuscht wird, dann ist doch die Folge, dass man sich in Zukunft so verhält, dass dies nicht mehr eintritt, oder? Also kann ich auch keine andere Frau mehr lieben bzw. ihr vertrauen.
Wo ist mein Denkfehler?
Wenn man jemandem vertraut, und dann enttäuscht wird, dann ist doch die Folge, dass man sich in Zukunft so verhält, dass dies nicht mehr eintritt, oder? Also kann ich auch keine andere Frau mehr lieben bzw. ihr vertrauen.
Wo ist mein Denkfehler?
Original von AsketWenn man jemandem vertraut, und dann enttäuscht wird, dann ist doch die Folge, dass man sich in Zukunft so verhält, dass dies nicht mehr eintritt, oder? Also kann ich auch keine andere Frau mehr lieben bzw. ihr vertrauen.Hi @Asket,
Wo ist mein Denkfehler?
der denkfehler ist, dass du von einer einzigen erfahrung ausgehst und sie auf alle potentiell möglichen ereignisse, die in zukunft anstehen, überträgst. du verallgemeinerst, stellst ein gesetz auf, wo keines ist. du lässt gar nicht den gedanken zu, dass alles auch ganz anders kommen kann, als du befürchtest.
dass du das jetzt so siehst, ist aber durchaus normal. bei liebeskummer knallt im körper ganz schön die chemie durcheinander (wenn ich das mal so salopp sagen darf). wenn das überstanden ist, wirst du durchaus auch die verschiedenen wege sehen, die du gehn kannst, und nicht nur sackgassen.
gruß,
lostinmusic2
Ich glaube, dass der Fehler darin liegt, bei allem, was falsch läuft oder schief geht, einfach aufzugeben und zu sagen: NIE WIEDER!
Nicht alle Frauen sind gleich und du könntest deine nächste Beziehung anders verlaufen lassen.
Ein Beispiel: Du verschüttest Kaffee. Das heisst doch nicht, dass du nie wieder Kaffee trinken solltest. Natürlich wirst du eines Tages wieder Kaffee verschütten, aber die meiste Zeit genießt du den Kaffee und die Zeiten, in denen er verschüttet wird, sind lächerlich kurz im Gegensatz dazu.
Der Denkfehler ganz allgemein, den ich übrigens selbst auch immer mache, ist, zu verallgemeinern und beim ersten Scheitern schon aufzugeben.
Nicht alle Frauen sind gleich und du könntest deine nächste Beziehung anders verlaufen lassen.
Ein Beispiel: Du verschüttest Kaffee. Das heisst doch nicht, dass du nie wieder Kaffee trinken solltest. Natürlich wirst du eines Tages wieder Kaffee verschütten, aber die meiste Zeit genießt du den Kaffee und die Zeiten, in denen er verschüttet wird, sind lächerlich kurz im Gegensatz dazu.
Der Denkfehler ganz allgemein, den ich übrigens selbst auch immer mache, ist, zu verallgemeinern und beim ersten Scheitern schon aufzugeben.
Ok, das hilft mir schon mal weiter. Danke für das Vorhalten des Spiegels...
Aber ich bin - wie oben schon mal angekündigt - kein leichter Kandidat. Daher das nächste Problem:
Ich denke, dass es zwischen ihrem "Ja" zu mir und ihrem "Nein" zu mir, doch noch ein letztes Quäntchen an potentieller Offenheit und Interesse geben muss.
Sie sagte einmal: "Theoretisch wärst Du mein Traummann gewesen, aber praktisch sah es anders aus."
Wenn ich so etwas lese, dann denke ich: "Gut, dann ändere ich halt den ´praktischen´ Teil für uns."
Ich will es einfach nicht wahrhaben, dass es vorbei ist und würde alles für sie tun, wenn ich nur wüsste, was...
Es besteht doch die Möglichkeit, dass sie sich irgendwann wieder in ihrer Meinung ändert, und sei es in 20 Jahren. Das allein ist es doch schon wert, beständig zu schmachten...
Mein Problem besteht darin, dass ich mein anderes Leben (Studium) total vernachlässige, weil ich nur noch an diese potentielle Möglichkeit denke - und darüber sinniere, ob ich die Wahrscheinlichkeit einer Umkehr ihrerseits durch ein bestimmtes Verhalten meinerseits von 0,0001% auf 0,0002% erhöhen kann. Dafür riskiere ich gerade mein Examen.
Wer von Euch kann das jetzt noch nachvollziehen?
Liebe Grüße vom Selbstbemitleider...
Asket
Aber ich bin - wie oben schon mal angekündigt - kein leichter Kandidat. Daher das nächste Problem:
Ich denke, dass es zwischen ihrem "Ja" zu mir und ihrem "Nein" zu mir, doch noch ein letztes Quäntchen an potentieller Offenheit und Interesse geben muss.
Sie sagte einmal: "Theoretisch wärst Du mein Traummann gewesen, aber praktisch sah es anders aus."
Wenn ich so etwas lese, dann denke ich: "Gut, dann ändere ich halt den ´praktischen´ Teil für uns."
Ich will es einfach nicht wahrhaben, dass es vorbei ist und würde alles für sie tun, wenn ich nur wüsste, was...
Es besteht doch die Möglichkeit, dass sie sich irgendwann wieder in ihrer Meinung ändert, und sei es in 20 Jahren. Das allein ist es doch schon wert, beständig zu schmachten...
Mein Problem besteht darin, dass ich mein anderes Leben (Studium) total vernachlässige, weil ich nur noch an diese potentielle Möglichkeit denke - und darüber sinniere, ob ich die Wahrscheinlichkeit einer Umkehr ihrerseits durch ein bestimmtes Verhalten meinerseits von 0,0001% auf 0,0002% erhöhen kann. Dafür riskiere ich gerade mein Examen.
Wer von Euch kann das jetzt noch nachvollziehen?
Liebe Grüße vom Selbstbemitleider...
Asket
Original von Asketund darüber sinniere, ob ich die Wahrscheinlichkeit einer Umkehr ihrerseits durch ein bestimmtes Verhalten meinerseits von 0,0001% auf 0,0002% erhöhen kann. Dafür riskiere ich gerade mein Examen.Ich ... :klatsch: ... Ich ... :schief:
Wer von Euch kann das jetzt noch nachvollziehen?
Aber ...: ... mir tut es jetzt ziemlich leid ... Ich für meinen Teil habe ein Jobangebot nicht wahrgenommen ... :evil:
Die härtesten Prüfungen im Leben kommen immer dann , wenn man eh schon die Hosen gestrichen voll hat ... ich für meinen Teil könnte darüber stundenlang nachdenken und grübeln ... würde uns beiden aber null weiterhelfen :(
Auf keinen Fall sollte man sich ändern , nur um einen anderen Menschen zu halten ... die Versuchung ist groß , vor allem wenn man sein Lebensglück an einem Menschen fest macht ...
Tatsache ist : ... auch unsere " Perfekten Menschen " haben Fehler , Dinge , die uns plötzlich stören würden ... und genauso wird es auch wieder eine Frau geben , die Dich so vom Hocker reißt , wie diese ... vlt. sogar noch mehr ...
... es ist noch ein kleiner Weg dorthin , aber er ist nicht so steinig wie Du jetzt denkst ...
Ich habe 7 Jahre an einem Traum festgehalten ... und von einer Sekunde auf die nächste war es vorbei ... das zeigt mir und Dir ...: ...es geht , mit viel Gegrübel , aber es geht ...
Du biegst Dir die Sachen gern so hin, dass sie in Dein Leben passen, so wie Du es sehen willst, oder?
1. Perfektionismus ist grundsätzlich nichts schlechtes! Aber wenn Perfektionismus und Absolutismus gleich gestellt werden, sprichst Du Dir die Fähigeit ab frei und selbstbestimmt zu handeln und zu denken. Das meine ich mit "Du kannst Dich nicht geirrt haben." Was wenn sie "objektiv" gesehen nicht die Richtige für Dich ist und Du Dich schlichtweg weigerst das anzuerkennen? Wenn es so wäre (ob es so ist kann ich nicht sagen), was würde dann passieren? Würdest Du für immer allein bleiben und Dich nach ihr sehnen?
2. Die Annahme, dass wir für immer mit einem Menschen unser Leben verbringen ist falsch. Noch nicht mal auf Deine Eltern, Geschwister oder den besten Freund trifft das zu. Alle Menschen begleiten uns ein Stück auf unserem Weg, so wie wir sie begleiten. Warum das so ist? Weil es Dein Leben ist, das Du selbst führen musst, und nicht ihres. So geht jeder seinen Weg, mal gemeinsam mit einem geliebten Menschen, aber eben nicht zwangsläufig für immer.
3. Theoretisch kannst Du Dich für sie ändern, obwohl Dir natürlich klar ist, das das so nicht funktioniert. Denn diese Frau braucht einen Partner, kein Hündchen, dem sie befehlen kann. Das bedeutet, Du musst Dein eigenes Leben leben. Das verlangt sie von Dir. Und wie ich finde aus gutem Grund. Wenn ihr euch in 20 Jahren wiederseht, kann es gut sein, dass Du der Mann bist, den sie will. Das Leben hat immer eine Überraschung für Dich bereit. Es sind auch gute Überraschungen dabei, über die Du Dich freuen wirst!
Was Dein Studium betrifft - das kann ich viel mehr nachvollziehen, als Du ahnst! Ich sollte meine Diplomarbeit im Grunde fertig haben. Das gestaltet sich aber schwierig, wenn man nur im Bett liegt und nachdenkt und träumt und traurig ist.
Aber Dein Examen ist nicht etwas, mit dem Du ihr oder sonstwem etwas zeigen oder beweißen kannst. Es ist vielmeh das, was Du entschieden hast zu tun. Wenn sie will, das Du Deinen eigenen Weg gehst, ist das Deine Gelegenheit DIR selbst zu zeigen, dasss Du es kannst. Also tu es auch!
Jamie
1. Perfektionismus ist grundsätzlich nichts schlechtes! Aber wenn Perfektionismus und Absolutismus gleich gestellt werden, sprichst Du Dir die Fähigeit ab frei und selbstbestimmt zu handeln und zu denken. Das meine ich mit "Du kannst Dich nicht geirrt haben." Was wenn sie "objektiv" gesehen nicht die Richtige für Dich ist und Du Dich schlichtweg weigerst das anzuerkennen? Wenn es so wäre (ob es so ist kann ich nicht sagen), was würde dann passieren? Würdest Du für immer allein bleiben und Dich nach ihr sehnen?
2. Die Annahme, dass wir für immer mit einem Menschen unser Leben verbringen ist falsch. Noch nicht mal auf Deine Eltern, Geschwister oder den besten Freund trifft das zu. Alle Menschen begleiten uns ein Stück auf unserem Weg, so wie wir sie begleiten. Warum das so ist? Weil es Dein Leben ist, das Du selbst führen musst, und nicht ihres. So geht jeder seinen Weg, mal gemeinsam mit einem geliebten Menschen, aber eben nicht zwangsläufig für immer.
3. Theoretisch kannst Du Dich für sie ändern, obwohl Dir natürlich klar ist, das das so nicht funktioniert. Denn diese Frau braucht einen Partner, kein Hündchen, dem sie befehlen kann. Das bedeutet, Du musst Dein eigenes Leben leben. Das verlangt sie von Dir. Und wie ich finde aus gutem Grund. Wenn ihr euch in 20 Jahren wiederseht, kann es gut sein, dass Du der Mann bist, den sie will. Das Leben hat immer eine Überraschung für Dich bereit. Es sind auch gute Überraschungen dabei, über die Du Dich freuen wirst!
Was Dein Studium betrifft - das kann ich viel mehr nachvollziehen, als Du ahnst! Ich sollte meine Diplomarbeit im Grunde fertig haben. Das gestaltet sich aber schwierig, wenn man nur im Bett liegt und nachdenkt und träumt und traurig ist.
Aber Dein Examen ist nicht etwas, mit dem Du ihr oder sonstwem etwas zeigen oder beweißen kannst. Es ist vielmeh das, was Du entschieden hast zu tun. Wenn sie will, das Du Deinen eigenen Weg gehst, ist das Deine Gelegenheit DIR selbst zu zeigen, dasss Du es kannst. Also tu es auch!
Jamie
@ asket
Leider ist est ja in den meisten Fällen so, dass nicht beide eine Trennung wollen. Jetzt stell dir mal vor, alle Verlassenen würden so denken wie du und wollen nichts mehr von dem anderen Geschlecht wissen ?( :( das wäre ja traurig! Ich bin mir ganz ganz sicher dass du irgendwann an eine Frau laufen wirst wo plötzlich wieder dieses Kribbeln da ist!!!! Auch wenn du es mir jetzt sicher nicht glauben wirst es ist so!!!!!!! Und spätestens dann wirst du sagen, es war vielleicht doch nicht die richtige Frau für mein Leben... ES KOMMT WIE ES KOMMEN MUSS
Leider ist est ja in den meisten Fällen so, dass nicht beide eine Trennung wollen. Jetzt stell dir mal vor, alle Verlassenen würden so denken wie du und wollen nichts mehr von dem anderen Geschlecht wissen ?( :( das wäre ja traurig! Ich bin mir ganz ganz sicher dass du irgendwann an eine Frau laufen wirst wo plötzlich wieder dieses Kribbeln da ist!!!! Auch wenn du es mir jetzt sicher nicht glauben wirst es ist so!!!!!!! Und spätestens dann wirst du sagen, es war vielleicht doch nicht die richtige Frau für mein Leben... ES KOMMT WIE ES KOMMEN MUSS
Guten Abend,
danke für die Antworten. Jedes Wort hilft mir irgendwie weiter.
Vor einer Stunde ist etwas passiert, das ich erst mal noch einordnen muss. Sie hat mir eine sehr lange Email geschrieben, mit lauter Vorwürfen.
Auszug:
***
Lerne es, über Gefühle und Ängste zu sprechen, eigentlich weißt du alles über meine dunkelste Vergangenheit, aber was weiß ich von deinem Innenleben? Bitte sprich auch über Themen wie Liebe und Sexualität, die Philosophie alleine reicht bei weitem nicht aus um eine gute Beziehung zu führen. Für dich war alles supertoll, aber für mich war vieles unbefriedigend. Egal ob es um Kleidung oder Hygiene (u. a. Körperrasur, Hautpflege) ging, du hast alles mit den Worten "so wie du bist" abgeblockt. Wenn ich nicht offen und ehrlich mit meinem Partner über alles reden kann, wie soll ich den Menschen lieben lernen oder ihm vertrauen?
[...]
Ich suche Menschen, die Wärme von innen ausstrahlen, die barmherzig sind, gütig, verständnisvoll und an denen ich wachsen kann. Du hast mich in meiner Entwicklung stark gebremst, manchmal hätte ich mir gewünscht, dass du dankbar bist für dein Leben, das du diese Liebe zeigen kannst und sie weitergibst. Du erinnerst mich von deiner Art her zu sehr an meinen Opa und so wollte ich nie leben. Ein Leben das materiell und finanziell abgesichert ist, aber keinerlei Emotionen zulässt. Läufst du, weil du es liebst? Hast du überhaupt Freude am Leben? Warum verschenkst du 27 Jahre deines Lebens? Wofür willst du dich eigentlich bestrafen? Löse dich von der Vergangenheit und beginn endlich zu leben!!
Die Beziehung habe ich beendet, weil ich innerlich tod war. Ich konnte nicht einmal mehr Freundschaft für dich empfinden, auch wenn das jetzt verdammt hart klingt.
Ich war auf dem falschen Weg und musste dringend umkehren. Da kannst du dich jetzt auf den Kopf stellen und wirst nichts daran ändern. Die Beziehung war nicht langweilig, sie hat mir die Luft zum Atmen genommen. Einseitige Liebe gibt es auf Erden nicht. Liebe ist kein Gegenstand den man annehmen kann oder eben nicht. Liebe ist - oder eben nicht, das sind doch deine Worte!
***
Bin ich beziehungsunfähig? Wenn ich eine Frau so liebe, wie sie ist, warum stört sie das? Ich dachte, ich wäre verständnisvoll? Sie hat mich ständig kritisiert, ich sie nie.
Bald am Ende des Seins,
Euer trauriger Asket
danke für die Antworten. Jedes Wort hilft mir irgendwie weiter.
Vor einer Stunde ist etwas passiert, das ich erst mal noch einordnen muss. Sie hat mir eine sehr lange Email geschrieben, mit lauter Vorwürfen.
Auszug:
***
Lerne es, über Gefühle und Ängste zu sprechen, eigentlich weißt du alles über meine dunkelste Vergangenheit, aber was weiß ich von deinem Innenleben? Bitte sprich auch über Themen wie Liebe und Sexualität, die Philosophie alleine reicht bei weitem nicht aus um eine gute Beziehung zu führen. Für dich war alles supertoll, aber für mich war vieles unbefriedigend. Egal ob es um Kleidung oder Hygiene (u. a. Körperrasur, Hautpflege) ging, du hast alles mit den Worten "so wie du bist" abgeblockt. Wenn ich nicht offen und ehrlich mit meinem Partner über alles reden kann, wie soll ich den Menschen lieben lernen oder ihm vertrauen?
[...]
Ich suche Menschen, die Wärme von innen ausstrahlen, die barmherzig sind, gütig, verständnisvoll und an denen ich wachsen kann. Du hast mich in meiner Entwicklung stark gebremst, manchmal hätte ich mir gewünscht, dass du dankbar bist für dein Leben, das du diese Liebe zeigen kannst und sie weitergibst. Du erinnerst mich von deiner Art her zu sehr an meinen Opa und so wollte ich nie leben. Ein Leben das materiell und finanziell abgesichert ist, aber keinerlei Emotionen zulässt. Läufst du, weil du es liebst? Hast du überhaupt Freude am Leben? Warum verschenkst du 27 Jahre deines Lebens? Wofür willst du dich eigentlich bestrafen? Löse dich von der Vergangenheit und beginn endlich zu leben!!
Die Beziehung habe ich beendet, weil ich innerlich tod war. Ich konnte nicht einmal mehr Freundschaft für dich empfinden, auch wenn das jetzt verdammt hart klingt.
Ich war auf dem falschen Weg und musste dringend umkehren. Da kannst du dich jetzt auf den Kopf stellen und wirst nichts daran ändern. Die Beziehung war nicht langweilig, sie hat mir die Luft zum Atmen genommen. Einseitige Liebe gibt es auf Erden nicht. Liebe ist kein Gegenstand den man annehmen kann oder eben nicht. Liebe ist - oder eben nicht, das sind doch deine Worte!
***
Bin ich beziehungsunfähig? Wenn ich eine Frau so liebe, wie sie ist, warum stört sie das? Ich dachte, ich wäre verständnisvoll? Sie hat mich ständig kritisiert, ich sie nie.
Bald am Ende des Seins,
Euer trauriger Asket
HI!!
@Chance 2 Desire:
LG Borghi
@Chance 2 Desire:
Die härtesten Prüfungen im Leben kommen immer dann , wenn man eh schon die Hosen gestrichen voll hat ... ich für meinen Teil könnte darüber stundenlang nachdenken und grübeln ... würde uns beiden aber null weiterhelfenJAAAAAAAAAAA so ist es in der Tat, bei mir ist es mom genauso.....mein Ex der sich umbringen wolle, sch...Abschluss Examen an denen alles hängt, und dann noch ein top Jobangebot über das ich mich nicht freuen kann weil dass so alles bisherig geplantes hinschmeisst, bzw. verzögert........in keinen Fall weiss ich was ich machen solll.........
LG Borghi
Ui, das ist ziemlich heftig.
Ich werde jetzt nichts dazu schreiben, da ich kaum in der Lage sein werde dir zu helfen, aber ich habe gelernt, es gibt immer Hoffnung. Ich werd morgen mal versuchen den Brief ein bisschen zu analysieren, is ziemlich offen und ehrlich von ihr. Sei froh, solch klare Worte bekommt man selten gesagt. Sei aber vorsichtig und denk nicht bei jedem Wort, dass sie recht hat. Ich hatte den Eindruck , sie lebt ein wenig in einer Abenteuerwelt, in der Märchenprinzen sie aus den Fängen der spiessigen Großväter befreien.....
Also erstmal tief durchatmen und sehen, was Nützliches in dem Brief steckt!
Ich werde jetzt nichts dazu schreiben, da ich kaum in der Lage sein werde dir zu helfen, aber ich habe gelernt, es gibt immer Hoffnung. Ich werd morgen mal versuchen den Brief ein bisschen zu analysieren, is ziemlich offen und ehrlich von ihr. Sei froh, solch klare Worte bekommt man selten gesagt. Sei aber vorsichtig und denk nicht bei jedem Wort, dass sie recht hat. Ich hatte den Eindruck , sie lebt ein wenig in einer Abenteuerwelt, in der Märchenprinzen sie aus den Fängen der spiessigen Großväter befreien.....
Also erstmal tief durchatmen und sehen, was Nützliches in dem Brief steckt!
Hallo Asket
Habe mit viel Interesse Deinen Thread gelesen und beschlossen mich in diesem Forum anzumelden um Dir posten zu können.
Ich hab's im Moment auch nicht gerade gut. Meine Partnerin hat mich vor gut einer Woche nach bald acht Jahren Beziehung mit zwei Kindern sitzen gelassen. Ja in meinem Kopf drehen sich auch die warums, weshalbs und wiesos. Wenn dann die Kinder noch quengeln und nach Mammi verlangen bleibt oft nur noch der hemmungslose Weinkrampf…
Ich bin wohl in vielem sehr ähnlich wie Du, ich hab auch auf "die Richtige" gewartet und geglaubt nun ein Leben zu Zweit auf sicher zu haben, erst recht als die Kinder kamen. Auch ich hab einen Hang zum Perfekten und hab alles getan, dass es für meine Partnerin "stimmt"; vielleicht zu viel und sie damit erdrückt?!?
Klar ich habe Fehler gemacht in unserer Beziehung, das machen wir alle, und ich würde alles dafür geben, diese ungeschehen zu machen. Aber es ist nun halt mal so wie es ist, auch wenn es Dir und mir unfassbar erscheinen mag - es geht nur weiter, kein Weg führt zurück!
Vielleicht war Diene die Falsche für Dich und meine die Falsche für mich? Das wird man erst Rückblickend sagen können. Ein sehr guter Freund hat mir gesagt: Alles was geschieht, geschieht aus irgendeinem Grund. Viele negative Dinge in meinem Leben habe ich nicht verstanden, als sie über mich hereinbrachen; im Nachhinein ist da aber ein roter Faden auszumachen und ich bin heute nur hier weil alles genau so geschehen ist! Irgendwann mal ein Schritt weiter, ein Atemzug mehr oder weniger - ich wär jetzt wahrscheinlich wo Anders, würde etwas anderes Tun, hätte einen andern Job, keine Kinder, wär vielleicht Tot, was weiss ich. Ob dies besser wäre ist müssig zu spekulieren, wir haben nur den Weg auf dem wir unterwegs sind!
In diesem Sinne, halt Dich ran an deine Examen, Deine EX hat nichts davon, wenn Du diese versiebst. Dies ist auch kein Liebesbeweis sondern lediglich Selbstmitleid – Sorry wenn ich Dir das so offen sage. Sie war die falsche Frau am falschen Ort zur falschen Zeit – muss ich mir für meine Beziehung auch sagen und nun mit zwei kleinen Kindern und einem 100% Job dazustehen macht diese Erkenntnis auch nicht leichter. Halt Dich ran, rede rede rede, ich musste feststelle, dass ich ein paar ganz gute Freunde habe, von denen ich gar nicht wusste. Also geh auf jemand zu, dem du vertraust, der Dich und besser noch auch Deine EX kennt und erzähl es ihm, erzähl es ihm noch mal und immer wieder und mit jedem Mal wird Dein Herz ein wenig leichter. Lass Dir helfen, Du wirst staunen wer sich alles um Dich bemühen wird, dazu sind Freunde da, damit es Dir wider gut geht!
So - ist jetzt alles ziemlich wirr, aber es ist schon spät und ich lass das einfach mal so stehen! Hab vertrauen in Menschen, versuch nach vorne zu schauen und denk mal drüber nach was eigentlich alles nicht so toll war an Deiner EX – da kommt bei ehrlicher Betrachtung so einiges zusammen, schreibs auf, hängs Dir an den Spiegel und jedes Mal wenn es Dich packt lies diese Liste durch!
Ich drück Dir ganz fest die Daumen, drück Du mir Deine, damit ich’s schaff über mein eigenes Elend hinwegzukommen und ein guter Papi zu sein und so sind wir schon zu Zweit auf dem Weg nach vorn!
Habe mit viel Interesse Deinen Thread gelesen und beschlossen mich in diesem Forum anzumelden um Dir posten zu können.
Ich hab's im Moment auch nicht gerade gut. Meine Partnerin hat mich vor gut einer Woche nach bald acht Jahren Beziehung mit zwei Kindern sitzen gelassen. Ja in meinem Kopf drehen sich auch die warums, weshalbs und wiesos. Wenn dann die Kinder noch quengeln und nach Mammi verlangen bleibt oft nur noch der hemmungslose Weinkrampf…
Ich bin wohl in vielem sehr ähnlich wie Du, ich hab auch auf "die Richtige" gewartet und geglaubt nun ein Leben zu Zweit auf sicher zu haben, erst recht als die Kinder kamen. Auch ich hab einen Hang zum Perfekten und hab alles getan, dass es für meine Partnerin "stimmt"; vielleicht zu viel und sie damit erdrückt?!?
Klar ich habe Fehler gemacht in unserer Beziehung, das machen wir alle, und ich würde alles dafür geben, diese ungeschehen zu machen. Aber es ist nun halt mal so wie es ist, auch wenn es Dir und mir unfassbar erscheinen mag - es geht nur weiter, kein Weg führt zurück!
Vielleicht war Diene die Falsche für Dich und meine die Falsche für mich? Das wird man erst Rückblickend sagen können. Ein sehr guter Freund hat mir gesagt: Alles was geschieht, geschieht aus irgendeinem Grund. Viele negative Dinge in meinem Leben habe ich nicht verstanden, als sie über mich hereinbrachen; im Nachhinein ist da aber ein roter Faden auszumachen und ich bin heute nur hier weil alles genau so geschehen ist! Irgendwann mal ein Schritt weiter, ein Atemzug mehr oder weniger - ich wär jetzt wahrscheinlich wo Anders, würde etwas anderes Tun, hätte einen andern Job, keine Kinder, wär vielleicht Tot, was weiss ich. Ob dies besser wäre ist müssig zu spekulieren, wir haben nur den Weg auf dem wir unterwegs sind!
In diesem Sinne, halt Dich ran an deine Examen, Deine EX hat nichts davon, wenn Du diese versiebst. Dies ist auch kein Liebesbeweis sondern lediglich Selbstmitleid – Sorry wenn ich Dir das so offen sage. Sie war die falsche Frau am falschen Ort zur falschen Zeit – muss ich mir für meine Beziehung auch sagen und nun mit zwei kleinen Kindern und einem 100% Job dazustehen macht diese Erkenntnis auch nicht leichter. Halt Dich ran, rede rede rede, ich musste feststelle, dass ich ein paar ganz gute Freunde habe, von denen ich gar nicht wusste. Also geh auf jemand zu, dem du vertraust, der Dich und besser noch auch Deine EX kennt und erzähl es ihm, erzähl es ihm noch mal und immer wieder und mit jedem Mal wird Dein Herz ein wenig leichter. Lass Dir helfen, Du wirst staunen wer sich alles um Dich bemühen wird, dazu sind Freunde da, damit es Dir wider gut geht!
So - ist jetzt alles ziemlich wirr, aber es ist schon spät und ich lass das einfach mal so stehen! Hab vertrauen in Menschen, versuch nach vorne zu schauen und denk mal drüber nach was eigentlich alles nicht so toll war an Deiner EX – da kommt bei ehrlicher Betrachtung so einiges zusammen, schreibs auf, hängs Dir an den Spiegel und jedes Mal wenn es Dich packt lies diese Liste durch!
Ich drück Dir ganz fest die Daumen, drück Du mir Deine, damit ich’s schaff über mein eigenes Elend hinwegzukommen und ein guter Papi zu sein und so sind wir schon zu Zweit auf dem Weg nach vorn!
Seid herzlich gegrüßt,
@Traumtänzer, ich danke Dir für Deine Antwort. Falls Du den thread immer wieder schnell finden willst, kannst Du ihn zu Deinen "Favoriten hinzufügen" (hochscrollen, oben rechts). Über Dein Profil siehst Du dann alle Deine Favoriten. Sonst wird das ziemlich umständlich...
Was Du da von Dir erzählst, das zeigt natürlich als erstes, wie viel heftigere Situationen es noch gibt als die meinige. Ich bin gerade ziemlich schwach und würde mir gerne viel Mühe geben, Dir zu antworten. Ich hoffe, Du bist nachsichtig, dass ich unter den gegebenen Umständen nicht mehr so klar denken kann.
Ich weiß nicht, ob man es als Trost empfinden kann, wenn es anderen noch schlechter geht als einem selber. Manchmal denke ich ja, und manchmal könnte ich mich für so eine Meinung selbst ohrfeigen. Das könnte hier ein Diskussionsthema werden!
@all: Was haltet ihr von dieser eben dargestellten Ambiguität der Situation, in der ein Mensch, der sich sehr unwohl fühlt, von noch größerem Leid erfährt? Wie fühlt ihr Euch dabei?
Traumtänzer, ich find es unglaublich stark von Dir, dass Du dieses Motto ("Wer kämpft, kann...") als Signatur ausgewählt hast. Deine Kinder werden es Dir danken - auch wenn sie es meistens nicht so genau zeigen können.
Den Tipp mit den negativen Eigenschaften am Spiegel merke ich mir mal. Danke!
Ich weiß gar nicht, ob man unbedingt versuchen soll, darauf zu warten, dass man jemals wieder vertrauen kann. Vielleicht ist ein Selbstschutz gar nicht so schlimm. Die Liebe ist ja eh weg. Und so eine Verletzung ertrage ich nicht mehr.
Ich habe meiner ehemaligen Freundin vorhin geantwortet:
***
Guten Abend M.
Ich bin sehr traurig, dass Du Dich so unwohl gefühlt hast. Habe starke Schuldgefühle und viel geweint, weil ich negative Emotionen in Dir ausgelöst habe.
> Ich lasse dich jetzt in Ruhe, wenn du
> deine Prüfung rum hast kannst du dich gerne wieder melden.
Die Prüfungen würden bis Ende Oktober / Anfang November dauern, wenn ich überhaupt noch teilnehme.
Ich habe mehrere Gedichte verfasst, ein Video für Dich, lauter kleine Dinge gesammelt, die Dir zeigen sollen, dass ich mich bemühe, Deine Sorgen zu verstehen.
Leider willst Du Deine Ruhe vor mir haben. Ich respektiere das und werde Dir das Päckchen nicht schicken. Werde alles wieder auspacken.
Ich wollte Dir nie Kummer bereiten.
[mein Name + ein Gedicht]
***
Haltet durch,
Asket
@Traumtänzer, ich danke Dir für Deine Antwort. Falls Du den thread immer wieder schnell finden willst, kannst Du ihn zu Deinen "Favoriten hinzufügen" (hochscrollen, oben rechts). Über Dein Profil siehst Du dann alle Deine Favoriten. Sonst wird das ziemlich umständlich...
Was Du da von Dir erzählst, das zeigt natürlich als erstes, wie viel heftigere Situationen es noch gibt als die meinige. Ich bin gerade ziemlich schwach und würde mir gerne viel Mühe geben, Dir zu antworten. Ich hoffe, Du bist nachsichtig, dass ich unter den gegebenen Umständen nicht mehr so klar denken kann.
Ich weiß nicht, ob man es als Trost empfinden kann, wenn es anderen noch schlechter geht als einem selber. Manchmal denke ich ja, und manchmal könnte ich mich für so eine Meinung selbst ohrfeigen. Das könnte hier ein Diskussionsthema werden!
@all: Was haltet ihr von dieser eben dargestellten Ambiguität der Situation, in der ein Mensch, der sich sehr unwohl fühlt, von noch größerem Leid erfährt? Wie fühlt ihr Euch dabei?
Traumtänzer, ich find es unglaublich stark von Dir, dass Du dieses Motto ("Wer kämpft, kann...") als Signatur ausgewählt hast. Deine Kinder werden es Dir danken - auch wenn sie es meistens nicht so genau zeigen können.
Den Tipp mit den negativen Eigenschaften am Spiegel merke ich mir mal. Danke!
Ich weiß gar nicht, ob man unbedingt versuchen soll, darauf zu warten, dass man jemals wieder vertrauen kann. Vielleicht ist ein Selbstschutz gar nicht so schlimm. Die Liebe ist ja eh weg. Und so eine Verletzung ertrage ich nicht mehr.
Ich habe meiner ehemaligen Freundin vorhin geantwortet:
***
Guten Abend M.
Ich bin sehr traurig, dass Du Dich so unwohl gefühlt hast. Habe starke Schuldgefühle und viel geweint, weil ich negative Emotionen in Dir ausgelöst habe.
> Ich lasse dich jetzt in Ruhe, wenn du
> deine Prüfung rum hast kannst du dich gerne wieder melden.
Die Prüfungen würden bis Ende Oktober / Anfang November dauern, wenn ich überhaupt noch teilnehme.
Ich habe mehrere Gedichte verfasst, ein Video für Dich, lauter kleine Dinge gesammelt, die Dir zeigen sollen, dass ich mich bemühe, Deine Sorgen zu verstehen.
Leider willst Du Deine Ruhe vor mir haben. Ich respektiere das und werde Dir das Päckchen nicht schicken. Werde alles wieder auspacken.
Ich wollte Dir nie Kummer bereiten.
[mein Name + ein Gedicht]
***
Haltet durch,
Asket
Hi Asket, na jetzt sieht man sich mal in deinem Tread... :)
Ja, es gibt Situationen wo diese Aussage Linderung verschafft, aber auf Dauer hilft mir das nicht wirklich, und irgendwie fühl ich mich auch nicht wohl mit der Vorstellung...es ist eher so dass man wieder ein wenig aus dem Rand hinaussieht, dass eigentliche Problem nicht so fokusiert wird, und somit kurzweilig neue Perspektiven gezeigt werden.Es kommt aber auch auf das Thema an, wenn ich wirklich Liebeskummer habe, dann hilft mir das nicht wirklich, denn da ist mein Schmerz zu gross, aber wenns zum Beispiel um irgend ein kleines Alltagproblem geht, dann hilft es schon manchmal wenn man sieht dass auch andere ihre Probleme haben...
Im Allgemeinen aber hab ich solsche Gedanken nur selten, und wenn mir meine Mutter sowas sagt alla "Na, schau, XY hat es noch viel schlimmer erwischt" dann weiss ich dass sie es gut meint, aber so richtig kann ich mich mit sowas nicht anfreunden.
1. weil ich den Gedanken einfach nicht mag mein Leid an Leid von anderen zu messen denen es noch viel schlechter geht, und 2. weil mir dann quasi abgesprochen wird dass mein Problem auch wirklich ein Problem sein "darf".
Egal wie schlecht es anderen geht, für mich ist mein Problem dennoch wichtig und präsent... :) genauso wie ich auch die Probleme meiner Mitmenschen ernstnehme und versuche diese auch nicht zu werten.
Gute Nacht und alles, alles Gute Borghi
Ja, es gibt Situationen wo diese Aussage Linderung verschafft, aber auf Dauer hilft mir das nicht wirklich, und irgendwie fühl ich mich auch nicht wohl mit der Vorstellung...es ist eher so dass man wieder ein wenig aus dem Rand hinaussieht, dass eigentliche Problem nicht so fokusiert wird, und somit kurzweilig neue Perspektiven gezeigt werden.Es kommt aber auch auf das Thema an, wenn ich wirklich Liebeskummer habe, dann hilft mir das nicht wirklich, denn da ist mein Schmerz zu gross, aber wenns zum Beispiel um irgend ein kleines Alltagproblem geht, dann hilft es schon manchmal wenn man sieht dass auch andere ihre Probleme haben...
Im Allgemeinen aber hab ich solsche Gedanken nur selten, und wenn mir meine Mutter sowas sagt alla "Na, schau, XY hat es noch viel schlimmer erwischt" dann weiss ich dass sie es gut meint, aber so richtig kann ich mich mit sowas nicht anfreunden.
1. weil ich den Gedanken einfach nicht mag mein Leid an Leid von anderen zu messen denen es noch viel schlechter geht, und 2. weil mir dann quasi abgesprochen wird dass mein Problem auch wirklich ein Problem sein "darf".
Egal wie schlecht es anderen geht, für mich ist mein Problem dennoch wichtig und präsent... :) genauso wie ich auch die Probleme meiner Mitmenschen ernstnehme und versuche diese auch nicht zu werten.
Gute Nacht und alles, alles Gute Borghi
Hallo zu später Stunde,
es tröstet, dass es Menschen gibt, welche die Probleme der anderen ernst nehmen, ohne sie als minderwertig respektlos zu übergehen oder sogar niederzumachen. Denn auch ein objektiv kleines Problem, oder ein Problem, das zig Millionen andere Menschen auch haben, kann sich unter Umständen zu einem Suizid-Grund entwickeln, wie wir ja gesehen haben.
Borghi, ich meine, dass Du den richtigen Weg gewählt hast. Denn vor dem Hintergrund Eurer ganz tiefen Seelenverwandschaft hast nur Du auch die besten Möglichkeiten, ihm zu helfen. Dickes Lob, dass Du das tust und ihn nicht irgendwo einweist etc., wie es sicher manch anderer hier im Forum lieber gesehen hätte.
Borghi und Elvis, ich bin froh, mit Euch Menschen in meinem thread zu haben, die nicht mit Pauschalantworten aus der Rappelkiste kommen, sondern zunächst einmal Interesse zeigen. Ein Ratschlag ohne vorher die Situation und Psyche des anderen zu kennen, ist meist nur oberflächlich. Wie wenn man zum Arzt kommt und der nach 30 sec Behandlung sofort alles über Dich zu wissen scheint.
Hinter all diesen Zeilen steckt ein Mensch, der früher immer etwas besonderes sein wollte, der gedacht hat, er blickt weiter als die anderen, der allen Gleichaltrigen lange Zeit in der Entwicklung voraus war. Doch eines Tags habe ich erkannt, dass es mich von den anderen Menschen entfernt hat, immer alles ganz toll machen zu wollen. Nachdem ich meinen Irrweg erkannt habe sind meine Freundschaften entstanden, die mich heute noch tragen, obwohl wir uns fast nie sehen. Nicht mal monatlich. Allein das Wissen um Menschen, die Dich respektieren, ist Trost. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.
Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, hier mein Lebensmotto, das ich schon in einem sehr intensivem Maß auslebe:
"Nur Bedürfnislosigkeit führt zu innerem Frieden" (Laotse)
Ich hoffe, es war nicht der Auslöser, dass meine ehemalige Freundin mit mir nichts anfangen wollte.
Ich habe schon einmal eine Nacht durchgemacht und die weiße Wand angesehen. Das war eine unglaublich intensive Erfahrung der eigenen Seele! Werde das nun wiederholen. Mal gespannt, was passiert…
Asket
es tröstet, dass es Menschen gibt, welche die Probleme der anderen ernst nehmen, ohne sie als minderwertig respektlos zu übergehen oder sogar niederzumachen. Denn auch ein objektiv kleines Problem, oder ein Problem, das zig Millionen andere Menschen auch haben, kann sich unter Umständen zu einem Suizid-Grund entwickeln, wie wir ja gesehen haben.
Borghi, ich meine, dass Du den richtigen Weg gewählt hast. Denn vor dem Hintergrund Eurer ganz tiefen Seelenverwandschaft hast nur Du auch die besten Möglichkeiten, ihm zu helfen. Dickes Lob, dass Du das tust und ihn nicht irgendwo einweist etc., wie es sicher manch anderer hier im Forum lieber gesehen hätte.
Borghi und Elvis, ich bin froh, mit Euch Menschen in meinem thread zu haben, die nicht mit Pauschalantworten aus der Rappelkiste kommen, sondern zunächst einmal Interesse zeigen. Ein Ratschlag ohne vorher die Situation und Psyche des anderen zu kennen, ist meist nur oberflächlich. Wie wenn man zum Arzt kommt und der nach 30 sec Behandlung sofort alles über Dich zu wissen scheint.
Hinter all diesen Zeilen steckt ein Mensch, der früher immer etwas besonderes sein wollte, der gedacht hat, er blickt weiter als die anderen, der allen Gleichaltrigen lange Zeit in der Entwicklung voraus war. Doch eines Tags habe ich erkannt, dass es mich von den anderen Menschen entfernt hat, immer alles ganz toll machen zu wollen. Nachdem ich meinen Irrweg erkannt habe sind meine Freundschaften entstanden, die mich heute noch tragen, obwohl wir uns fast nie sehen. Nicht mal monatlich. Allein das Wissen um Menschen, die Dich respektieren, ist Trost. Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine.
Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, hier mein Lebensmotto, das ich schon in einem sehr intensivem Maß auslebe:
"Nur Bedürfnislosigkeit führt zu innerem Frieden" (Laotse)
Ich hoffe, es war nicht der Auslöser, dass meine ehemalige Freundin mit mir nichts anfangen wollte.
Ich habe schon einmal eine Nacht durchgemacht und die weiße Wand angesehen. Das war eine unglaublich intensive Erfahrung der eigenen Seele! Werde das nun wiederholen. Mal gespannt, was passiert…
Asket
Seite 2 von 5 · 98 Beiträge in diesem Thema