Abschied
54 Antworten7'016 AufrufeGestartet von Lunaris85 ·
Lunaris85Themenstart
Die letzten zwei Tage in Form eines Briefes an sie. Fällt mir leichter mich so auszudrücken...
(29.9.05/1:17Uhr)
Liebe Lise (Name geändert :rolleyes: )
63 Tage lang war ich glücklicher als je zuvor in meinem Leben. Der heutige Abend ändert nichts daran wie glücklich ich war – auch wenn das jetzt vorbei sein soll. Es gibt nichts was ich sagen kann, nichts was ich tun kann, was deine Gefühle zu mir ändern könnte. Ich weiß nicht ob ich überhaupt etwas sagen kann, was nicht nur Selbstmitleid wäre, oder dir Schuldgefühle einbläuen würde. Es wäre dir gegenüber nicht fair, da du das einzig Richtige in deiner Situation gemacht hast und ich dir nie im Leben weh tun möchte. Dafür liegt mir zuviel an dir.
Alles in mir sträubt sich dagegen es zu akzeptieren. Jeder einzelne Nerv in meinen Bahnen brennt und schreit vor Schmerz bei dem Gedanken daran dich nicht mehr in die Arme schließen zu können. Ich spüre mein Herz kaum noch schlagen, als würde ihm der Wille dazu fehlen. Das Atmen fällt mir schwer, da deine Worte, bevor du sie überhaupt ausgesprochen hast, die meinen erstickt haben. Krämpfe, Tränen, die Kälte… das alles lässt mich hilflos zusehen wie du aus meinem Leben verschwindest. Ich bin wie erschlagen, will mich nicht mehr bewegen – nichts tun. Du bist fort. Du hast mich verlassen. Du bist weg – wahrscheinlich für immer… Ich bin allein.
Wie bei fast jeder Trennung gibt es einen Leidtragenden. Dass ich das bin ist nur gut. Andernfalls wärst schließlich du es. Ich frage mich nur warum es dazu kommen musste.
"Es fehlt etwas. Es fühlt sich nicht richtig an – oder nicht mehr." Du hast Recht wenn du sagst es wäre unfair gewesen es mir nicht zu sagen. War es unfair von mir es dir nicht zu sagen? Dir nicht zu sagen wie sehr ich an einer gemeinsamen Zukunft für uns beide zweifelte, dass auch bei mir dieses 'Gefühl' manchmal nicht da war? 63 Tage… Nach 63 Tagen verlange ich nicht Liebe. Ich verlange nicht, dass du dir sicher bist ob du deine Zukunft mit mir oder einem anderen verbringen willst. Mir gingen die selben Gedanken durch den Kopf, doch habe ich sie zurückgestellt. Ich war zufrieden mit der Situation und war bereit abzuwarten was kommt – oder hatte ich Angst? Ich weiß es nicht…
Ich habe nie etwas von dir verlangt, außer dass du ehrlich zu mir bist. Ich bin froh, dass du es warst - auch wenn ich mit den Tränen kämpfen muss während ich das schreibe.
Ich hoffe ich werde mich irgendwann an diese Zeit zurückerinnern können, ohne Trauertränen zu vergießen. Ich will mich dann nicht an unseren letzten Kuss der gerade mal eine Stunde her ist erinnern, der so kalt auf meinen Lippen war, sondern an unseren ersten Kuss, bei dem unsere Zähne aneinander geschlagen sind. Selbst eine Stunde später hat mir mein Schneidezahn noch weh getan. Doch das Glück welches ich empfand übertönte den Schmerz, der in dem Moment als er entstand so unwichtig geworden war.
Es wird seine Zeit brauchen. Ich hoffe es macht mich nicht kaputt…
(30.9.05/1:28Uhr)
Ich habe keine Ahnung wie es jetzt weitergehen soll. Ich will dich nicht aus meinem Leben streichen müssen, jedoch lässt die Situation vorerst nichts anderes zu. Es ist wie ich es dir gesagt habe. Ich wollte nie, dass du gehst. Du hast gesagt ich wolle jetzt sicher nichts mehr mit dir zu tun haben. Wie kannst du das nur ernsthaft glauben? "Ich wollte nie, dass du gehst"… Das bezog sich nicht nur auf den einen Moment letzte Nacht. Das traurige ist, dass ich dich gehen lassen muss. Ich habe keine Wahl, obwohl ich sicher keine 'Fehler' gemacht habe. Ich bin Realist. Es lief eigentlich alles ganz gut (soweit ich das beurteilen konnte). Aber deine Gefühle kann ich schließlich nicht ändern. Du hast es gut versteckt. Sehr gut. Aber dennoch sind es diese Kleinigkeiten, die mich vorgewarnt haben, die ich nie wahrhaben wollte. Eines hat mir aber deutlich gezeigt, dass du nicht die selben Gefühle für mich hast, wie ich für dich. Als du mich von Saskias (Name geändert) Geburtstag nach Hause gefahren hast, sagte ich zum Abschied "Ich liebe dich" – und du bliebst stumm. Doch wenn man verliebt ist hat man selbst da schnell eine Ausrede parat… Somit habe auch ich die Wahrheit vor mir versteckt. Im Nachhinein tut dieses Versteckspiel nur noch mehr weh. Du warst immer gut zu mir, selbst im Moment des Abschieds wolltest du mich nicht alleine lassen. Nicht einmal hatte ich Grund in unserer Beziehung unglücklich zu sein. Das macht den Abschied nur noch schmerzhafter.
Auch wenn ich es mir selbst nicht eingestehen will, darf ich mir keine Hoffnungen mehr machen, dass du deine 'Entscheidung' änderst. Genauso wenig werde ich etwas an deinen Gefühlen ändern können.
Das tragische an der Geschichte ist, dass niemanden die Schuld trifft. Ich kann weder dir noch mir die Schuld dafür geben, was passiert ist. Etwas Schlimmes passiert und niemand ist Schuld – und ich kann nichts daran ändern…
Ich bin heute aufgewacht und dachte das alles wäre nur ein böser Traum gewesen. Ich konnte es gar nicht realisieren. Ich wache nicht auf aus diesem Alptraum, das weiß ich jetzt.
Andi (Name geändert) hat mich, wie ein guter Freund es als seine Pflicht sieht, ein wenig abgelenkt, nachdem ich ihm mein Herz ausgeschüttet habe. Er hat es geschafft, dass ich eine Weile nicht über uns nachdenken musste. Ich habe den Schmerz für ein paar Stunden vergessen können, doch er ist immer noch da. Wie lange noch will und kann ich nicht sagen.
Ich will an dieser Stelle keinen Abschied von dir nehmen. Wie gesagt möchte ich dich nicht aus meinem Leben streichen müssen. Als wir uns gefunden haben warst du für meine Seele wie Medizin. Selbst als wir uns gestern noch umarmt haben, ging es mir dadurch 'irgendwie' besser. Zuviele Erinnerungen wenn ich dich sehe. Schöne Erinnerungen, die mich jetzt verzweifeln lassen. Ich würde diese Verzweiflung, den Schmerz, ich würde alles in Kauf nehmen – nur um dich zu sehen. Am liebsten würde ich dich jetzt sofort wieder sehen. Ich würde dich am liebsten in die Arme nehmen. Ich möchte dich küssen. Ich will dir zur Seite stehen wenn du Hilfe brauchst. Doch das einzige was mich erwartet wenn ich dich wieder treffe sind Wahrheiten, die ich nicht sehen möchte. Ich kann dich dann nicht mehr küssen. Ich kann dich dann nicht mehr in die Arme nehmen, ohne Gewissheit zu haben, dass es nur freundschaftlich ist. Ich kann dir auch nicht zur Seite stehen wenn du Probleme hast, da es für dich ein Freundschaftsdienst wäre und sich dadurch doch nichts an meinen Gefühlen für dich ändern würde.
Ich liebe dich von ganzem Herzen!
-----------------------------
Tatsache ist, dass ich schlecht geschlafen habe und 36 Stunden lang nichts anderes als ein halbes Sandwich und ein Stück Pizza zu mir nehmen konnte. Ich rauche mehr als vorher, habe Kopfschmerzen, meine Mandeln sind geschwollen und meine psychosomatischen Magen-Darm-Probleme sind auch wieder da. Es geht mir dreckig. Ich bin verzweifelt und hilflos. Ich habe sämtliche klischeehaften Sprüche a la 'Morgen sieht die Welt schon ganz anders aus', 'Die hat dich gar nicht verdient', 'Die Zeit heilt alle Wunden' etc. pp. hinter mir. Ich weiß nicht, ob ich aufmunternde Worte von euch hören will. Ich kann mir momentan auch keine vorstellen, da ich keine andere will und sie sicher nicht zurückkommen wird. Wie lang sich die Zeit manchmal 'Zeit lässt' habe ich nicht erst einmal erlebt. Ich würde mir am liebsten meine gesamte Wut von der Seele schreiben. Ich möchte irgendetwas zerstören. Ich habe mir schon meinen Nacken mit den Fingernägeln aufgekratzt. Ich spüre es nicht mehr - oder besser - der Schmerz ist weitaus angenehmer als der den ich spüre wenn ich morgens aufwache. Ich bin am Ende meiner Kräfte und habe keine andere Hoffnung, als dass ich Ablenkung in etwas anderem finde. Wenn der Schmerz verschwindet bleibt nur Leere und Lethargie übrig, bis diese der Verzweiflung weicht und wieder in Schmerz mündet. Ich habe geschrieben ich bin ein Realist. Das ist keine Lüge. Doch zugleich bin ich Pessimist und depressiv. Mein Realismus sagt mir, dass das nicht gut ist. Er sagt mir weiterhin, dass ich irgendwo in der dunklen Romantik steckengeblieben bin und nie den Realismus durchlebt habe. Außerdem sagt er mir noch, dass diese Zeit vorbeigehen wird, doch dass es bis dahin die Hölle auf Erden sein wird.
Niemandem kann ich die Schuld für meine Situation geben. Wen soll ich verfluchen? An wem soll ich meine Wut auslassen? An Gott? Gott ist alles. Alles ist Schuld. Actio = Reactio. Welches Ereignis führte mich in diese Lage? Warum kann ich es nicht ändern? Warum muss ich hilflos zusehen, wie sie geht? Warum fehlt mir die Kraft etwas zu ändern? Ich kann es nicht ändern. Ich kann sie auch nicht zwingen zurückzukommen. Ich kann nichts tun. Sämtliche Wünsche, das alles sei nie geschehen, werden von Gott übergangen. Am liebsten wäre ich aufgewacht mit dem Wissen, dass sie sich meldet und wir weitermachen wie bisher. Alles war gut. Es war perfekt. Jedoch nicht für sie. Ich muss es akzeptieren. Aber das kann ich nicht. Ich verstehe es nicht. Ich verstehe gar nichts mehr. Ich verstehe mich nicht. Ich verstehe diese Welt nicht mehr!
HILFE ???
EDIT: Ich verfluche meine Signatur!
(29.9.05/1:17Uhr)
Liebe Lise (Name geändert :rolleyes: )
63 Tage lang war ich glücklicher als je zuvor in meinem Leben. Der heutige Abend ändert nichts daran wie glücklich ich war – auch wenn das jetzt vorbei sein soll. Es gibt nichts was ich sagen kann, nichts was ich tun kann, was deine Gefühle zu mir ändern könnte. Ich weiß nicht ob ich überhaupt etwas sagen kann, was nicht nur Selbstmitleid wäre, oder dir Schuldgefühle einbläuen würde. Es wäre dir gegenüber nicht fair, da du das einzig Richtige in deiner Situation gemacht hast und ich dir nie im Leben weh tun möchte. Dafür liegt mir zuviel an dir.
Alles in mir sträubt sich dagegen es zu akzeptieren. Jeder einzelne Nerv in meinen Bahnen brennt und schreit vor Schmerz bei dem Gedanken daran dich nicht mehr in die Arme schließen zu können. Ich spüre mein Herz kaum noch schlagen, als würde ihm der Wille dazu fehlen. Das Atmen fällt mir schwer, da deine Worte, bevor du sie überhaupt ausgesprochen hast, die meinen erstickt haben. Krämpfe, Tränen, die Kälte… das alles lässt mich hilflos zusehen wie du aus meinem Leben verschwindest. Ich bin wie erschlagen, will mich nicht mehr bewegen – nichts tun. Du bist fort. Du hast mich verlassen. Du bist weg – wahrscheinlich für immer… Ich bin allein.
Wie bei fast jeder Trennung gibt es einen Leidtragenden. Dass ich das bin ist nur gut. Andernfalls wärst schließlich du es. Ich frage mich nur warum es dazu kommen musste.
"Es fehlt etwas. Es fühlt sich nicht richtig an – oder nicht mehr." Du hast Recht wenn du sagst es wäre unfair gewesen es mir nicht zu sagen. War es unfair von mir es dir nicht zu sagen? Dir nicht zu sagen wie sehr ich an einer gemeinsamen Zukunft für uns beide zweifelte, dass auch bei mir dieses 'Gefühl' manchmal nicht da war? 63 Tage… Nach 63 Tagen verlange ich nicht Liebe. Ich verlange nicht, dass du dir sicher bist ob du deine Zukunft mit mir oder einem anderen verbringen willst. Mir gingen die selben Gedanken durch den Kopf, doch habe ich sie zurückgestellt. Ich war zufrieden mit der Situation und war bereit abzuwarten was kommt – oder hatte ich Angst? Ich weiß es nicht…
Ich habe nie etwas von dir verlangt, außer dass du ehrlich zu mir bist. Ich bin froh, dass du es warst - auch wenn ich mit den Tränen kämpfen muss während ich das schreibe.
Ich hoffe ich werde mich irgendwann an diese Zeit zurückerinnern können, ohne Trauertränen zu vergießen. Ich will mich dann nicht an unseren letzten Kuss der gerade mal eine Stunde her ist erinnern, der so kalt auf meinen Lippen war, sondern an unseren ersten Kuss, bei dem unsere Zähne aneinander geschlagen sind. Selbst eine Stunde später hat mir mein Schneidezahn noch weh getan. Doch das Glück welches ich empfand übertönte den Schmerz, der in dem Moment als er entstand so unwichtig geworden war.
Es wird seine Zeit brauchen. Ich hoffe es macht mich nicht kaputt…
(30.9.05/1:28Uhr)
Ich habe keine Ahnung wie es jetzt weitergehen soll. Ich will dich nicht aus meinem Leben streichen müssen, jedoch lässt die Situation vorerst nichts anderes zu. Es ist wie ich es dir gesagt habe. Ich wollte nie, dass du gehst. Du hast gesagt ich wolle jetzt sicher nichts mehr mit dir zu tun haben. Wie kannst du das nur ernsthaft glauben? "Ich wollte nie, dass du gehst"… Das bezog sich nicht nur auf den einen Moment letzte Nacht. Das traurige ist, dass ich dich gehen lassen muss. Ich habe keine Wahl, obwohl ich sicher keine 'Fehler' gemacht habe. Ich bin Realist. Es lief eigentlich alles ganz gut (soweit ich das beurteilen konnte). Aber deine Gefühle kann ich schließlich nicht ändern. Du hast es gut versteckt. Sehr gut. Aber dennoch sind es diese Kleinigkeiten, die mich vorgewarnt haben, die ich nie wahrhaben wollte. Eines hat mir aber deutlich gezeigt, dass du nicht die selben Gefühle für mich hast, wie ich für dich. Als du mich von Saskias (Name geändert) Geburtstag nach Hause gefahren hast, sagte ich zum Abschied "Ich liebe dich" – und du bliebst stumm. Doch wenn man verliebt ist hat man selbst da schnell eine Ausrede parat… Somit habe auch ich die Wahrheit vor mir versteckt. Im Nachhinein tut dieses Versteckspiel nur noch mehr weh. Du warst immer gut zu mir, selbst im Moment des Abschieds wolltest du mich nicht alleine lassen. Nicht einmal hatte ich Grund in unserer Beziehung unglücklich zu sein. Das macht den Abschied nur noch schmerzhafter.
Auch wenn ich es mir selbst nicht eingestehen will, darf ich mir keine Hoffnungen mehr machen, dass du deine 'Entscheidung' änderst. Genauso wenig werde ich etwas an deinen Gefühlen ändern können.
Das tragische an der Geschichte ist, dass niemanden die Schuld trifft. Ich kann weder dir noch mir die Schuld dafür geben, was passiert ist. Etwas Schlimmes passiert und niemand ist Schuld – und ich kann nichts daran ändern…
Ich bin heute aufgewacht und dachte das alles wäre nur ein böser Traum gewesen. Ich konnte es gar nicht realisieren. Ich wache nicht auf aus diesem Alptraum, das weiß ich jetzt.
Andi (Name geändert) hat mich, wie ein guter Freund es als seine Pflicht sieht, ein wenig abgelenkt, nachdem ich ihm mein Herz ausgeschüttet habe. Er hat es geschafft, dass ich eine Weile nicht über uns nachdenken musste. Ich habe den Schmerz für ein paar Stunden vergessen können, doch er ist immer noch da. Wie lange noch will und kann ich nicht sagen.
Ich will an dieser Stelle keinen Abschied von dir nehmen. Wie gesagt möchte ich dich nicht aus meinem Leben streichen müssen. Als wir uns gefunden haben warst du für meine Seele wie Medizin. Selbst als wir uns gestern noch umarmt haben, ging es mir dadurch 'irgendwie' besser. Zuviele Erinnerungen wenn ich dich sehe. Schöne Erinnerungen, die mich jetzt verzweifeln lassen. Ich würde diese Verzweiflung, den Schmerz, ich würde alles in Kauf nehmen – nur um dich zu sehen. Am liebsten würde ich dich jetzt sofort wieder sehen. Ich würde dich am liebsten in die Arme nehmen. Ich möchte dich küssen. Ich will dir zur Seite stehen wenn du Hilfe brauchst. Doch das einzige was mich erwartet wenn ich dich wieder treffe sind Wahrheiten, die ich nicht sehen möchte. Ich kann dich dann nicht mehr küssen. Ich kann dich dann nicht mehr in die Arme nehmen, ohne Gewissheit zu haben, dass es nur freundschaftlich ist. Ich kann dir auch nicht zur Seite stehen wenn du Probleme hast, da es für dich ein Freundschaftsdienst wäre und sich dadurch doch nichts an meinen Gefühlen für dich ändern würde.
Ich liebe dich von ganzem Herzen!
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Tatsache ist, dass ich schlecht geschlafen habe und 36 Stunden lang nichts anderes als ein halbes Sandwich und ein Stück Pizza zu mir nehmen konnte. Ich rauche mehr als vorher, habe Kopfschmerzen, meine Mandeln sind geschwollen und meine psychosomatischen Magen-Darm-Probleme sind auch wieder da. Es geht mir dreckig. Ich bin verzweifelt und hilflos. Ich habe sämtliche klischeehaften Sprüche a la 'Morgen sieht die Welt schon ganz anders aus', 'Die hat dich gar nicht verdient', 'Die Zeit heilt alle Wunden' etc. pp. hinter mir. Ich weiß nicht, ob ich aufmunternde Worte von euch hören will. Ich kann mir momentan auch keine vorstellen, da ich keine andere will und sie sicher nicht zurückkommen wird. Wie lang sich die Zeit manchmal 'Zeit lässt' habe ich nicht erst einmal erlebt. Ich würde mir am liebsten meine gesamte Wut von der Seele schreiben. Ich möchte irgendetwas zerstören. Ich habe mir schon meinen Nacken mit den Fingernägeln aufgekratzt. Ich spüre es nicht mehr - oder besser - der Schmerz ist weitaus angenehmer als der den ich spüre wenn ich morgens aufwache. Ich bin am Ende meiner Kräfte und habe keine andere Hoffnung, als dass ich Ablenkung in etwas anderem finde. Wenn der Schmerz verschwindet bleibt nur Leere und Lethargie übrig, bis diese der Verzweiflung weicht und wieder in Schmerz mündet. Ich habe geschrieben ich bin ein Realist. Das ist keine Lüge. Doch zugleich bin ich Pessimist und depressiv. Mein Realismus sagt mir, dass das nicht gut ist. Er sagt mir weiterhin, dass ich irgendwo in der dunklen Romantik steckengeblieben bin und nie den Realismus durchlebt habe. Außerdem sagt er mir noch, dass diese Zeit vorbeigehen wird, doch dass es bis dahin die Hölle auf Erden sein wird.
Niemandem kann ich die Schuld für meine Situation geben. Wen soll ich verfluchen? An wem soll ich meine Wut auslassen? An Gott? Gott ist alles. Alles ist Schuld. Actio = Reactio. Welches Ereignis führte mich in diese Lage? Warum kann ich es nicht ändern? Warum muss ich hilflos zusehen, wie sie geht? Warum fehlt mir die Kraft etwas zu ändern? Ich kann es nicht ändern. Ich kann sie auch nicht zwingen zurückzukommen. Ich kann nichts tun. Sämtliche Wünsche, das alles sei nie geschehen, werden von Gott übergangen. Am liebsten wäre ich aufgewacht mit dem Wissen, dass sie sich meldet und wir weitermachen wie bisher. Alles war gut. Es war perfekt. Jedoch nicht für sie. Ich muss es akzeptieren. Aber das kann ich nicht. Ich verstehe es nicht. Ich verstehe gar nichts mehr. Ich verstehe mich nicht. Ich verstehe diese Welt nicht mehr!
HILFE ???
EDIT: Ich verfluche meine Signatur!
sinnlich
Ich kenne Dich nicht-Ich weiss nicht wer Du bist. Ja-ich kenne Deine Geschichte nicht doch verstehe ich voll und ganz Deinen Schmerz.
Ich weiss, dass ich Dir nicht helfen kann.
Ich weiss, dass kaum jemand Dir helfen kann.
Fest steht- es ist traurig.
Fest steht es ist auch schön zu wissen, dass Menschen so sehr lieben können.
Ich wiederhole ich kenne Dich nicht, aber ich wage es zu sagen:
Du hast die Liebe kennengelernt. Du bist meiner Meinung nach der einzige hier, der liebt. Wir anderen lieben nur uns und wollen unsere Partner zurück...wir kämpfen...wir sind wütend-manche sind rachesüchtig-aggressiv.Wir wollen es nicht wahrhaben und glauben das ist Liebe.
Aber Du liebst so sehr,dass du bereit bist mit Schwermut Sie gehen zu lassen und sie sogar verstehst. Du bist so, wie ich gerne sein würde.
Ich kenne Dich nicht und trotzdem wage ich es zu sagen, dass du ein
einmaliger Mensch bist. Und wie gesagt-Ich kann Dir nicht helfen, Dich trösten ...aber denk darüber nach,wie eine Fremde Person-nämlich ich- über Dich denkt und sieh Dich selbst nochmal aus der Vogelperspektive. Du kannst Dich für den reichsten Mann der Welt halten auch wenn Du das im Augenblick nicht siehst-macht nichts-vielleicht soll das auch so sein. Aber das wirst Du bald. Das weiss ich.
Mehr kann ich nicht mehr sagen.
Alles Gute, Lunaris.
Sinnlich
Ich weiss, dass ich Dir nicht helfen kann.
Ich weiss, dass kaum jemand Dir helfen kann.
Fest steht- es ist traurig.
Fest steht es ist auch schön zu wissen, dass Menschen so sehr lieben können.
Ich wiederhole ich kenne Dich nicht, aber ich wage es zu sagen:
Du hast die Liebe kennengelernt. Du bist meiner Meinung nach der einzige hier, der liebt. Wir anderen lieben nur uns und wollen unsere Partner zurück...wir kämpfen...wir sind wütend-manche sind rachesüchtig-aggressiv.Wir wollen es nicht wahrhaben und glauben das ist Liebe.
Aber Du liebst so sehr,dass du bereit bist mit Schwermut Sie gehen zu lassen und sie sogar verstehst. Du bist so, wie ich gerne sein würde.
Ich kenne Dich nicht und trotzdem wage ich es zu sagen, dass du ein
einmaliger Mensch bist. Und wie gesagt-Ich kann Dir nicht helfen, Dich trösten ...aber denk darüber nach,wie eine Fremde Person-nämlich ich- über Dich denkt und sieh Dich selbst nochmal aus der Vogelperspektive. Du kannst Dich für den reichsten Mann der Welt halten auch wenn Du das im Augenblick nicht siehst-macht nichts-vielleicht soll das auch so sein. Aber das wirst Du bald. Das weiss ich.
Mehr kann ich nicht mehr sagen.
Alles Gute, Lunaris.
Sinnlich
Du hast gerade mein Herz berührt und lässt mir eine Ehre zu Teil werden, die ich nicht verdiene. Mir fehlen die Worte und mir stehen Tränen im Gesicht :heulen:
...Jetzt habe ich meine Gedanken geordnet...
@sinnlich:
Es ist traurig. Du hast Recht. Ich liebe – ja, ich liebe sie wirklich. Du behauptest ich sei der einzige hier der liebt. Doch auch du kannst mir nicht sagen, warum ich dennoch unglücklich bin. Ich bin unglücklich. Dieses Unglück nehme ich auf mich. Ich will dass sie glücklich ist. Ich wünschte sie wäre es mit mir. Ich glaube nicht, dass ich anders als die anderen hier bin. Ich liebe nicht nur mich, aber ich will sie zurück. Dabei kann ich nicht mehr unterscheiden ob es die Liebe oder die Einsamkeit ist, die mich das denken lässt. Ich will und kann nicht alleine sein. Es macht mich kaputt. Ich habe das schon einmal erlebt. Ich habe Angst dass mich meine Vergangenheit einholt. Ich verstehe warum sie geht. Ich kann es nachvollziehen. Aber ich kann nicht verstehen warum es so sein muss, dass ihre Gefühle für eine Beziehung nicht oder nicht mehr reichen. Ich lasse sie gehen – mit Schwermut (und das ist eigentlich noch untertrieben). Lasse ich sie gehen, weil ich sie liebe oder weil ich Realist genug bin zu erkennen, dass ich gar keine andere Wahl habe? Wenn ich eine andere hätte würde ich um sie kämpfen. Ich würde versuchen sie zurückzubekommen. Ich würde alles tun – wenn es eine Möglichkeit gäbe. Doch diese Möglichkeit ist nicht in Sicht. Keine Worte, die sie umstimmen könnten. Kein Mittel ihre Gefühle zu ändern. Kein Teufel an meiner Seite mit dem ich einen Pakt eingehen könnte. Ich bin nicht besser als du oder alle anderen hier. Ich bin nur Realist und habe verloren. Ich habe sie verloren. Meine Ohnmacht zwingt mich selbstlos zu lieben. Trotz der Erkenntnisse die ich jetzt eine halbe Stunde später gesammelt habe, möchte ich dir für deine Worte danken. Ich weiß, dass mir hier niemand helfen kann. Ich muss alleine damit zurecht kommen. Jedoch freue ich mich immer über aufmunternde Worte - besonders wenn sie keine Standardsprüche beinhalten. Deine Worte haben mich berührt. Ich habe sie nicht gelesen und vorher schon gewusst was drinsteht. Deine Worte haben mir geholfen, obgleich sie meine Situation nicht verändern. Das macht dich zu einem besonderen Menschen. Ich bin so, wie du gerne sein würdest. Vielleicht stimmt das ja gar nicht. Vielleicht bist du schon so wie du gerne sein möchtest und siehst es nur nicht - oder noch nicht. Ich danke dir, sinnlich, dass du heute Nacht so bist, wie du bist!
@sinnlich:
Es ist traurig. Du hast Recht. Ich liebe – ja, ich liebe sie wirklich. Du behauptest ich sei der einzige hier der liebt. Doch auch du kannst mir nicht sagen, warum ich dennoch unglücklich bin. Ich bin unglücklich. Dieses Unglück nehme ich auf mich. Ich will dass sie glücklich ist. Ich wünschte sie wäre es mit mir. Ich glaube nicht, dass ich anders als die anderen hier bin. Ich liebe nicht nur mich, aber ich will sie zurück. Dabei kann ich nicht mehr unterscheiden ob es die Liebe oder die Einsamkeit ist, die mich das denken lässt. Ich will und kann nicht alleine sein. Es macht mich kaputt. Ich habe das schon einmal erlebt. Ich habe Angst dass mich meine Vergangenheit einholt. Ich verstehe warum sie geht. Ich kann es nachvollziehen. Aber ich kann nicht verstehen warum es so sein muss, dass ihre Gefühle für eine Beziehung nicht oder nicht mehr reichen. Ich lasse sie gehen – mit Schwermut (und das ist eigentlich noch untertrieben). Lasse ich sie gehen, weil ich sie liebe oder weil ich Realist genug bin zu erkennen, dass ich gar keine andere Wahl habe? Wenn ich eine andere hätte würde ich um sie kämpfen. Ich würde versuchen sie zurückzubekommen. Ich würde alles tun – wenn es eine Möglichkeit gäbe. Doch diese Möglichkeit ist nicht in Sicht. Keine Worte, die sie umstimmen könnten. Kein Mittel ihre Gefühle zu ändern. Kein Teufel an meiner Seite mit dem ich einen Pakt eingehen könnte. Ich bin nicht besser als du oder alle anderen hier. Ich bin nur Realist und habe verloren. Ich habe sie verloren. Meine Ohnmacht zwingt mich selbstlos zu lieben. Trotz der Erkenntnisse die ich jetzt eine halbe Stunde später gesammelt habe, möchte ich dir für deine Worte danken. Ich weiß, dass mir hier niemand helfen kann. Ich muss alleine damit zurecht kommen. Jedoch freue ich mich immer über aufmunternde Worte - besonders wenn sie keine Standardsprüche beinhalten. Deine Worte haben mich berührt. Ich habe sie nicht gelesen und vorher schon gewusst was drinsteht. Deine Worte haben mir geholfen, obgleich sie meine Situation nicht verändern. Das macht dich zu einem besonderen Menschen. Ich bin so, wie du gerne sein würdest. Vielleicht stimmt das ja gar nicht. Vielleicht bist du schon so wie du gerne sein möchtest und siehst es nur nicht - oder noch nicht. Ich danke dir, sinnlich, dass du heute Nacht so bist, wie du bist!
Ich will nicht schlafen, denn ich weiß, dass sich nichts geändert haben wird wenn ich am nächsten Morgen aufwache – und ich werde aufwachen. Niemand erhört meine Gebete, morgen nicht mehr in dieser Welt aufwachen zu müssen. Eine Welt in der auf Glück nur Schmerz und Trauer folgt. Ein ums andre Mal. Es wird nicht lange dauern. Dann schlaf ich wieder ein. Ich schlafe erschöpft und unter Tränen ein. Genauso ist es vorherbestimmt, dass ich am nächsten Morgen wieder aufwachen muss und sich nichts geändert haben wird.
'sinnlich' sagt ich sei ein besonderer Mensch. Sie ist da bei Leibe nicht die erste. Ironie des Lebens, dass mir bei all dem Guten, was mir widerfährt, bei all dem Guten, was ich anderen zu Teil werden lasse, mich ein einziger Abend an allem zweifeln lässt, was ich glaubte zu wissen. Ich bin hilflos verloren und der Willkür des Schicksals ausgeliefert.
Der Glaube versetzt Berge sagt man. Wenn das stimmt bin ich verloren. Ich habe meinen Glauben am Mittwoch verloren. Ich habe ihn am Mittwoch in einem Schwall aus Tränen über mein Gesicht vergossen. Ich habe ihn mit meinen Händen aus meinem Gesicht und damit aus meinem Leben gewischt. Ich habe Taschentücher mit meinem Glauben gefüllt und in den Mülleimer geworfen – mich davon verabschiedet. Ja ich habe meinen Glauben sogar auf ihre Schulter gelegt als wir uns ein letztes Mal umarmten. Ich habe ihr meinen Glauben auf die Lippen gelegt, als ich ihr einen letzten Kuss gegeben habe. Sie hat mir meinen Glauben genommen und kann im Grunde nicht einmal etwas dafür. Ohne glauben bin ich nichts. Ich kann keine Berge mehr versetzen. Ich kann nicht an mein Glück glauben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, so sagt man – folglich bin ich tot. Ich habe keine Hoffnung, dass sie zurückkommt. So sehe ich es als Realist. Ein Gedanke spukt durch meinen Kopf, dass man erst weiß was man hatte, wenn es weg ist. Doch ist diese Hoffnung ein Zweig der, wenn ich mich daran festklammere, bricht. Er bricht, sowie mein Wille gebrochen ist, so wie mein Herz gebrochen ist.
Am nächsten Morgen sieht alles ganz anders aus. Das Licht, die vielen Eindrücke, die Anforderungen des Alltags blenden einen für kurze Zeit. Doch auf den Tag folgt die Nacht und der Schmerz wird wieder deutlich. Das Licht weicht der Dunkelheit, die Eindrücke verblassen und was bleibt sind schmerzhafte Erinnerungen.
Die Zeit heilt alle Wunden. Die größte Lüge, die es gibt. Schon oft war ich der Lügner. In Wahrheit bringt die Zeit nur Vergessen. Ein Wort, ein Duft, nur eine Kleinigkeit – und die Bilder der Erinnerungen lassen einen erneut verzweifeln. Mein Gedächtnis ist leider das eines Elefanten.
"Die hat dich gar nicht verdient" hat ein Freund zu mir gesagt und konnte selbst kaum ernst bleiben, als er diese Worte sprach. Als Egoist frag ich: "Und habe ich sie verdient?" – "Das steht hier gar nicht zur Debatte!" – "Danke…" Was, wenn mir egal ist, ob sie mich verdient hat oder nicht. Nichts was sie je tat, veranlasst mich dazu zu denken sie hätte mich nicht verdient. Wenn ich so bedingungslos Liebe, habe ich sie dann verdient? Wenn ich sie verdient habe… warum ist sie dann nicht bei mir? Warum muss ich alleine sein?
Saltatio Mortis – Tote Augen
Mir ist kalt, die Welt ist grau,
noch gestern war der Himmel blau.
Doch schon heute bin ich hoffnungslos alleine.
Selbst bei Tag herrscht um mich Nacht:
Schreiend bin ich aufgewacht,
so liege ich in meinem Bett allein und weine
Tränen toter Augen fließen stumm
Und ich frage mich warum,
Gedankenbilder zieh’n dahin
Und ich verzweifle an der Suche nach dem Sinn.
Deine Stimme fängt mein Ohr
Klarer als jemals zuvor
Doch mir erscheint mein dunkles Dasein nun vergebens.
Deine Hand, sie tröstet mich.
Ein leichtes Zittern spüre ich,
mich quält die Angst vor dem Ende deines Strebens.
Tränen toter Augen fließen stumm,
nie mehr wird ich dich wohl sehen,
nie mehr lachend mit dir gehen,
ich wünsch mir nur, dass die Sonne wieder scheine.
Es ist wohl bald soweit. Dann schlaf ich unter Tränen ein – ohne sie. In meinen Träumen werde ich keine Ruhe finden, da ich nur von ihr Träume. Der Schlaf wird mir keine Entspannung bringen – ohne sie. Wenn ich morgen aufwache, werde ich immer noch in dieser Welt sein – ohne sie. Eine Welt, in der auf Glück nur Trauer und Schmerz folgt. Ein ums andre Mal.
'sinnlich' sagt ich sei ein besonderer Mensch. Sie ist da bei Leibe nicht die erste. Ironie des Lebens, dass mir bei all dem Guten, was mir widerfährt, bei all dem Guten, was ich anderen zu Teil werden lasse, mich ein einziger Abend an allem zweifeln lässt, was ich glaubte zu wissen. Ich bin hilflos verloren und der Willkür des Schicksals ausgeliefert.
Der Glaube versetzt Berge sagt man. Wenn das stimmt bin ich verloren. Ich habe meinen Glauben am Mittwoch verloren. Ich habe ihn am Mittwoch in einem Schwall aus Tränen über mein Gesicht vergossen. Ich habe ihn mit meinen Händen aus meinem Gesicht und damit aus meinem Leben gewischt. Ich habe Taschentücher mit meinem Glauben gefüllt und in den Mülleimer geworfen – mich davon verabschiedet. Ja ich habe meinen Glauben sogar auf ihre Schulter gelegt als wir uns ein letztes Mal umarmten. Ich habe ihr meinen Glauben auf die Lippen gelegt, als ich ihr einen letzten Kuss gegeben habe. Sie hat mir meinen Glauben genommen und kann im Grunde nicht einmal etwas dafür. Ohne glauben bin ich nichts. Ich kann keine Berge mehr versetzen. Ich kann nicht an mein Glück glauben.
Die Hoffnung stirbt zuletzt, so sagt man – folglich bin ich tot. Ich habe keine Hoffnung, dass sie zurückkommt. So sehe ich es als Realist. Ein Gedanke spukt durch meinen Kopf, dass man erst weiß was man hatte, wenn es weg ist. Doch ist diese Hoffnung ein Zweig der, wenn ich mich daran festklammere, bricht. Er bricht, sowie mein Wille gebrochen ist, so wie mein Herz gebrochen ist.
Am nächsten Morgen sieht alles ganz anders aus. Das Licht, die vielen Eindrücke, die Anforderungen des Alltags blenden einen für kurze Zeit. Doch auf den Tag folgt die Nacht und der Schmerz wird wieder deutlich. Das Licht weicht der Dunkelheit, die Eindrücke verblassen und was bleibt sind schmerzhafte Erinnerungen.
Die Zeit heilt alle Wunden. Die größte Lüge, die es gibt. Schon oft war ich der Lügner. In Wahrheit bringt die Zeit nur Vergessen. Ein Wort, ein Duft, nur eine Kleinigkeit – und die Bilder der Erinnerungen lassen einen erneut verzweifeln. Mein Gedächtnis ist leider das eines Elefanten.
"Die hat dich gar nicht verdient" hat ein Freund zu mir gesagt und konnte selbst kaum ernst bleiben, als er diese Worte sprach. Als Egoist frag ich: "Und habe ich sie verdient?" – "Das steht hier gar nicht zur Debatte!" – "Danke…" Was, wenn mir egal ist, ob sie mich verdient hat oder nicht. Nichts was sie je tat, veranlasst mich dazu zu denken sie hätte mich nicht verdient. Wenn ich so bedingungslos Liebe, habe ich sie dann verdient? Wenn ich sie verdient habe… warum ist sie dann nicht bei mir? Warum muss ich alleine sein?
Saltatio Mortis – Tote Augen
Mir ist kalt, die Welt ist grau,
noch gestern war der Himmel blau.
Doch schon heute bin ich hoffnungslos alleine.
Selbst bei Tag herrscht um mich Nacht:
Schreiend bin ich aufgewacht,
so liege ich in meinem Bett allein und weine
Tränen toter Augen fließen stumm
Und ich frage mich warum,
Gedankenbilder zieh’n dahin
Und ich verzweifle an der Suche nach dem Sinn.
Deine Stimme fängt mein Ohr
Klarer als jemals zuvor
Doch mir erscheint mein dunkles Dasein nun vergebens.
Deine Hand, sie tröstet mich.
Ein leichtes Zittern spüre ich,
mich quält die Angst vor dem Ende deines Strebens.
Tränen toter Augen fließen stumm,
nie mehr wird ich dich wohl sehen,
nie mehr lachend mit dir gehen,
ich wünsch mir nur, dass die Sonne wieder scheine.
Es ist wohl bald soweit. Dann schlaf ich unter Tränen ein – ohne sie. In meinen Träumen werde ich keine Ruhe finden, da ich nur von ihr Träume. Der Schlaf wird mir keine Entspannung bringen – ohne sie. Wenn ich morgen aufwache, werde ich immer noch in dieser Welt sein – ohne sie. Eine Welt, in der auf Glück nur Trauer und Schmerz folgt. Ein ums andre Mal.
lieber lunaris
ich sitze hier, ganz still und lese all diese tiefsinningen und gefühlvollen worte. mit jeder zeile spüre ich mehr schmerz, er kommt auch in mir auf, tränen rollen mir über die wangen.
deine worte überwältigen mich, reissen mein innerstes auf -
denn ich komme auch immer wieder an den punkt, wo ich feststellen muss:
in dieser welt folgt auf glück immer trauer und schmerz, ein ums andere mal. WARUM?
in gedanken
mörli
ich sitze hier, ganz still und lese all diese tiefsinningen und gefühlvollen worte. mit jeder zeile spüre ich mehr schmerz, er kommt auch in mir auf, tränen rollen mir über die wangen.
deine worte überwältigen mich, reissen mein innerstes auf -
denn ich komme auch immer wieder an den punkt, wo ich feststellen muss:
in dieser welt folgt auf glück immer trauer und schmerz, ein ums andere mal. WARUM?
in gedanken
mörli
hallo lunaris,
auch mich berühren alle deine Worte sehr, sehr tief.....
ich habe über ihnen einige Tränen vergossen und sie sprechen mir haargenau aus der Seele...zumindest einem Teil meiner Seele, den ich mit fortschreitender Zeit nach der Trennung immer mehr "zurückstelle" - >> für mein Seelnheil!
ich fühle mich dir sehr verbunden, da mir erstens Ähnliches widerfahren ist (das geht aber vielen hier so)..aber vorallem weil ich dir 2. sehr ähnlich bin!!
ich habe kurz nach der Trennung GENAU wie du empfunden....ähnliches habe ich, wie du, in Briefform geschrieben, aber hier nicht gepostet....
auch ich bin Realist ohne Ende - auch ich habe nie gekämpft und werde es nicht tun, auch ich liebe ihn mehr als je jemanden geliebt habe, auch ich lass ihn gehen mit dem einzigen, großen Wunsch: "er soll glücklich werden".....
und es ist so unsagbar schwer!!!!!
auf dem Weg der nun kommt.....wird einiges passieren...sich noch ändern..du kennst es ja, wie du sagst, schon aus der Vergangenheit...
aber eines scheint in solchen Fällen zu bleiben: die LIEBE!
ich für meinen Teil, habe nur die Gedanken daran im Moment "zurückgestellt", weil ich meine Kraft nun ganz auf andere Dinge lenken MUSS -->> alles was MIR gut tut! ich arbeite am "loslassen", was mir sehr schwer fällt...weil ETWAS in mir eben diese besondere Liebe "beschützen" will...
...dennoch weiß ich was ich zu tun habe :heulen:
wenn du möchtest...kannst du dir den Brief durchlesen, den ich wenige Tage nach der Trennung geschrieben habe...und der IHN irgendwann, vielleicht in leicht abgeänderter Form....erreichen soll.......
er spricht von dieser Liebe....die ein "halten-wollen" und "zurückhaben-wollen" aufgrund der Tatsachen ausschließt.......
http://www.liebeskummer.ch/thread.php?threadid=20035&sid=
ich wünsche dir viel Kraft,
:trost:
auch mich berühren alle deine Worte sehr, sehr tief.....
ich habe über ihnen einige Tränen vergossen und sie sprechen mir haargenau aus der Seele...zumindest einem Teil meiner Seele, den ich mit fortschreitender Zeit nach der Trennung immer mehr "zurückstelle" - >> für mein Seelnheil!
ich fühle mich dir sehr verbunden, da mir erstens Ähnliches widerfahren ist (das geht aber vielen hier so)..aber vorallem weil ich dir 2. sehr ähnlich bin!!
ich habe kurz nach der Trennung GENAU wie du empfunden....ähnliches habe ich, wie du, in Briefform geschrieben, aber hier nicht gepostet....
auch ich bin Realist ohne Ende - auch ich habe nie gekämpft und werde es nicht tun, auch ich liebe ihn mehr als je jemanden geliebt habe, auch ich lass ihn gehen mit dem einzigen, großen Wunsch: "er soll glücklich werden".....
und es ist so unsagbar schwer!!!!!
auf dem Weg der nun kommt.....wird einiges passieren...sich noch ändern..du kennst es ja, wie du sagst, schon aus der Vergangenheit...
aber eines scheint in solchen Fällen zu bleiben: die LIEBE!
ich für meinen Teil, habe nur die Gedanken daran im Moment "zurückgestellt", weil ich meine Kraft nun ganz auf andere Dinge lenken MUSS -->> alles was MIR gut tut! ich arbeite am "loslassen", was mir sehr schwer fällt...weil ETWAS in mir eben diese besondere Liebe "beschützen" will...
...dennoch weiß ich was ich zu tun habe :heulen:
wenn du möchtest...kannst du dir den Brief durchlesen, den ich wenige Tage nach der Trennung geschrieben habe...und der IHN irgendwann, vielleicht in leicht abgeänderter Form....erreichen soll.......
er spricht von dieser Liebe....die ein "halten-wollen" und "zurückhaben-wollen" aufgrund der Tatsachen ausschließt.......
http://www.liebeskummer.ch/thread.php?threadid=20035&sid=
ich wünsche dir viel Kraft,
:trost:
Ich bin gerade aufgestanden... Sie hat sich nicht gemeldet. Nichts ist passiert.
Mein Kopf ist noch nicht klar genug, um euch beiden gebührend zu antworten. Aber später werd ich dieses nachholen. Ich denke mal, ich habe da euer Verständnis.
LG Lunaris
Mein Kopf ist noch nicht klar genug, um euch beiden gebührend zu antworten. Aber später werd ich dieses nachholen. Ich denke mal, ich habe da euer Verständnis.
LG Lunaris
Liebe mörli,
es tut mir Leid, dass meine Worte, die mich selbst schon schwer genug treffen, auch dich verletzen müssen. Ich wünschte ich könnte frohe Botschaften verkünden, die Welt als Paradies mein Eigen nennen. Doch die Trauer und der Schmerz lähmen mich ein weiteres Mal.
Das WARUM kann ich dir nicht beantworten. Zwar habe ich meine Antwort gefunden, doch zweifle ich seit Mittwoch daran. Der Schmerz ist weg – für den Moment. Ich fühle mich leer. Ich kenne die Antwort, doch wage ich nicht sie auszusprechen. Nur soviel möchte ich sagen, manchen wird es Hoffnung geben, andere mag es erschüttern, doch ich weiß, dass es kein Gut und Böse gibt. Der Mensch muss urteilen, Tag für Tag, über das Geschehene, über andere und über sich selbst. Gut und Böse sind nur ein Hilfskonstrukt für das eigene kleine Universum im Kopf. Die Erfahrung ein Mensch zu sein benötigt dieses Konstrukt um Erfahrungen sammeln zu können. Genauso wie es die Zeit benötigt. Zeit ist eine Einbildung. Etwas wie Gegenwart gibt es nicht. Es gibt nur eine unstetige Grenze in der sich Vergangenheit und Zukunft treffen. Manchmal leben wir mehr in der Zukunft, manchmal mehr in der Vergangenheit. Letzteres trifft auf mich und die jetzige Phase meines Lebens zu. Bitter, dass ich für die präsente Vergangenheit böse urteilen muss.
Ich weiß nicht, ob meine Worte ihren Sinn erfüllen. Weiß ja noch nicht einmal ob die Worte beschreiben was ich sagen will. Vielleicht suche ich auch nur Erklärungen wo keine sind.
Die einzige Wahrheit ist, dass Zeit nicht existiert und somit Erfahrungen nicht existent sind – nur sehe ich das nicht.
Liebe nintschi,
ich habe deinen Thread zum grossteil gelesen und muss dir zustimmen. Wir sind uns, zumindest was diese Sache angeht, sehr ähnlich. Dein Brief hat mir übrigens sehr gefallen. Er arbeitet nicht mit typischen romantischen Vergleichen, die dem Gegenüber schmeicheln sollen. Das schaffst du ohne solches Beiwerk – allein durch deine wahren Worte. Hier sind wir uns wohl nicht sehr ähnlich *g
Für dein Seelenheil stellst du einen Teil deiner Seele zurück… Ich kann das verstehen, wollte genauso handeln. Doch andererseits klingt es für mich nicht richtig. Kann ein Teil meiner Seele, der verletzt wurde, den Rest meiner Seele in Mitleidenschaft ziehen? Kann dieser Teil mich komplett zerstören? Kann ein so starkes Gefühl, die Liebe, eine Seele zerstören?
In deinem Thread habe ich noch etwas anderes aufgeschnappt, etwas was mich nachdenklich gestimmt hat… ich zitiere mal…
we're still here together holding hands...
Wie sehr wünschte ich, könnte ich das voller Überzeugung lauthals in die Welt hinaus singen.
Haben wir uns zu einem falschen Zeitpunkt getroffen? In mir kommen Gedanken auf, die lieber hätten ruhen sollen. Sie lassen mich verzweifeln.
es tut mir Leid, dass meine Worte, die mich selbst schon schwer genug treffen, auch dich verletzen müssen. Ich wünschte ich könnte frohe Botschaften verkünden, die Welt als Paradies mein Eigen nennen. Doch die Trauer und der Schmerz lähmen mich ein weiteres Mal.
Das WARUM kann ich dir nicht beantworten. Zwar habe ich meine Antwort gefunden, doch zweifle ich seit Mittwoch daran. Der Schmerz ist weg – für den Moment. Ich fühle mich leer. Ich kenne die Antwort, doch wage ich nicht sie auszusprechen. Nur soviel möchte ich sagen, manchen wird es Hoffnung geben, andere mag es erschüttern, doch ich weiß, dass es kein Gut und Böse gibt. Der Mensch muss urteilen, Tag für Tag, über das Geschehene, über andere und über sich selbst. Gut und Böse sind nur ein Hilfskonstrukt für das eigene kleine Universum im Kopf. Die Erfahrung ein Mensch zu sein benötigt dieses Konstrukt um Erfahrungen sammeln zu können. Genauso wie es die Zeit benötigt. Zeit ist eine Einbildung. Etwas wie Gegenwart gibt es nicht. Es gibt nur eine unstetige Grenze in der sich Vergangenheit und Zukunft treffen. Manchmal leben wir mehr in der Zukunft, manchmal mehr in der Vergangenheit. Letzteres trifft auf mich und die jetzige Phase meines Lebens zu. Bitter, dass ich für die präsente Vergangenheit böse urteilen muss.
Ich weiß nicht, ob meine Worte ihren Sinn erfüllen. Weiß ja noch nicht einmal ob die Worte beschreiben was ich sagen will. Vielleicht suche ich auch nur Erklärungen wo keine sind.
Die einzige Wahrheit ist, dass Zeit nicht existiert und somit Erfahrungen nicht existent sind – nur sehe ich das nicht.
Liebe nintschi,
ich habe deinen Thread zum grossteil gelesen und muss dir zustimmen. Wir sind uns, zumindest was diese Sache angeht, sehr ähnlich. Dein Brief hat mir übrigens sehr gefallen. Er arbeitet nicht mit typischen romantischen Vergleichen, die dem Gegenüber schmeicheln sollen. Das schaffst du ohne solches Beiwerk – allein durch deine wahren Worte. Hier sind wir uns wohl nicht sehr ähnlich *g
Für dein Seelenheil stellst du einen Teil deiner Seele zurück… Ich kann das verstehen, wollte genauso handeln. Doch andererseits klingt es für mich nicht richtig. Kann ein Teil meiner Seele, der verletzt wurde, den Rest meiner Seele in Mitleidenschaft ziehen? Kann dieser Teil mich komplett zerstören? Kann ein so starkes Gefühl, die Liebe, eine Seele zerstören?
In deinem Thread habe ich noch etwas anderes aufgeschnappt, etwas was mich nachdenklich gestimmt hat… ich zitiere mal…
Original von nintschihihi - mein "selbsttherapie" - Thread :) )Even if our eys lost their secrets,
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hab heute KEINEN guten Tag - sch......... WARUM ist das so ein ewiges Auf und Ab? +grrrrrrr+
hab mich gestern abend mit nem Typen unterhalten - über DAS alles und aus Männersicht und so.....hm....war mehr als deprimierend...
er war auch mal so wie mein ex ca. - er meint weiters er würde HEUTE auch Einiges anders machen....und wegen "Entzauberung" nicht mehr einfach so alles hinschmeissen was gut ist...und auch auf evtl. auftretende Verlustängste verständnisvoller reagieren, aber DAMALS - >> no way!
und "Erkenntnisse" wendet man dann eher in der nächsten Beziehung an und wächst dadurch als "altes" wieder "aufzuwärmen" :heulen:
we're still here together holding hands...
Wie sehr wünschte ich, könnte ich das voller Überzeugung lauthals in die Welt hinaus singen.
Haben wir uns zu einem falschen Zeitpunkt getroffen? In mir kommen Gedanken auf, die lieber hätten ruhen sollen. Sie lassen mich verzweifeln.
Wenn Du beginnst zu lieben, sagst du schon ja zu den Tränen des Abschieds, sagst Du ja zu Enttäuschungen, die nicht ausbleiben, sagst Du ja zu Hoffnungen, die sich nicht erfüllen, zu Anfängen, die unvollendet bleiben.
Wenn du beginnst zu lieben, dann verschwinden alle Fragen. Du stürzt dich bereitwillig ins Ungewisse. Jetzt wo die Tränen des Abschieds vergossen sind, wo die große Enttäuschung da ist, jetzt da sich meine Hoffnungen in wilde unerreichbare Fantasien verwandeln, da bereue ich nichts – außer dass dieser Traum ein jähes Ende nahm. Niemand wird das Ende dieses Liedes schreiben, denn es hat keine Zukunft.
Ich erschauere vor meinen eigenen Worten. Dort stehen sie – schwarz auf grau. Schwarz wie meine Gedanken, grau wie die Welt um mich herum. Der Optimismus am Anfang, die bedingungslose Hingabe – gewichen. Gewichen der Leere, die Stück für Stück alles in sich aufsaugt, was ihr zu nahe kommt, alles – alles bis auf die Liebe, die in meinem Herzen innewohnt. Die Liebe kann nicht weichen, sie ist am Herz festgewachsen, in meine Nervenbahnen eingewebt, ins Gehirn eingebrannt. Sie durchströmt jede Ader meines Körpers. Doch ich fühle sie nicht mehr. Ich fühle nichts als Leere. Ich weiß die Liebe ist da, doch tut sie mir nichts Gutes mehr und zu meiner Schikanierung auch nichts Böses. Sie ist nur da. Verspottet mich, lacht mich aus, beleidigt mein Wesen, meine Gedanken, meinen Glauben. Sie provoziert mich bis aufs Äußerste, ohne sich auch nur im Geringsten bemerkbar zu machen.
Ich rede mir ein, dass es mir schon besser geht, doch kann es nicht verstehen – und will es nicht wahrhaben. Ich liebe sie. Sie hat mich verlassen. Und jetzt weine ich nicht eine Träne bei dem Gedanken. Nur die kalte Leere um mich herum. Der Alltag zieht vorbei, Stimmen wie ein fernes Echo gelangen an mein Ohr, doch berühren mich nicht. Bilder ziehen an meinem Auge vorbei, doch ein trauriger Nebel verfälscht das Bild (oder zeigt er mir das WAHRE Bild?). Berührungen gibt es keine. Die letzte Berührung war der letzte Kuss, den ich auf ihre Lippen presste und sie damit gehen ließ. Der letzte Kuss den ich ihr gab – im Wissen, dass nichts mehr so sein wird wie vorher.
Wenn du beginnst zu lieben, dann verschwinden alle Fragen. Du stürzt dich bereitwillig ins Ungewisse. Jetzt wo die Tränen des Abschieds vergossen sind, wo die große Enttäuschung da ist, jetzt da sich meine Hoffnungen in wilde unerreichbare Fantasien verwandeln, da bereue ich nichts – außer dass dieser Traum ein jähes Ende nahm. Niemand wird das Ende dieses Liedes schreiben, denn es hat keine Zukunft.
Ich erschauere vor meinen eigenen Worten. Dort stehen sie – schwarz auf grau. Schwarz wie meine Gedanken, grau wie die Welt um mich herum. Der Optimismus am Anfang, die bedingungslose Hingabe – gewichen. Gewichen der Leere, die Stück für Stück alles in sich aufsaugt, was ihr zu nahe kommt, alles – alles bis auf die Liebe, die in meinem Herzen innewohnt. Die Liebe kann nicht weichen, sie ist am Herz festgewachsen, in meine Nervenbahnen eingewebt, ins Gehirn eingebrannt. Sie durchströmt jede Ader meines Körpers. Doch ich fühle sie nicht mehr. Ich fühle nichts als Leere. Ich weiß die Liebe ist da, doch tut sie mir nichts Gutes mehr und zu meiner Schikanierung auch nichts Böses. Sie ist nur da. Verspottet mich, lacht mich aus, beleidigt mein Wesen, meine Gedanken, meinen Glauben. Sie provoziert mich bis aufs Äußerste, ohne sich auch nur im Geringsten bemerkbar zu machen.
Ich rede mir ein, dass es mir schon besser geht, doch kann es nicht verstehen – und will es nicht wahrhaben. Ich liebe sie. Sie hat mich verlassen. Und jetzt weine ich nicht eine Träne bei dem Gedanken. Nur die kalte Leere um mich herum. Der Alltag zieht vorbei, Stimmen wie ein fernes Echo gelangen an mein Ohr, doch berühren mich nicht. Bilder ziehen an meinem Auge vorbei, doch ein trauriger Nebel verfälscht das Bild (oder zeigt er mir das WAHRE Bild?). Berührungen gibt es keine. Die letzte Berührung war der letzte Kuss, den ich auf ihre Lippen presste und sie damit gehen ließ. Der letzte Kuss den ich ihr gab – im Wissen, dass nichts mehr so sein wird wie vorher.
Ich habe Angst. Ich weiß nicht was sie jetzt denkt…
Ich habe ihr die beiden Briefe geschickt – letzte Nacht. Ich weiß, dass sie sie schon hätte lesen können. Wahrscheinlich hat sie das aber nicht… Das ist jetzt eine Stunde her. Eine Antwort kann ich sowieso nicht erwarten. Natürlich kann ich sie nicht einfach fragen ob sie es überhaupt gelesen hat… Eine ‚unverbindliche’ SMS schreiben. Alles zu früh…
Ich kann nicht klar denken. Die Nebelschwaden schweben durch meinen Kopf. Kann meine Gedanken nicht klar artikulieren. Diskussionen sind nicht möglich. Mein Kopf reicht gerade für Briefwechsel. Doch das warten ist am schlimmsten. Ich warte auf ein Lebenszeichen. Eine Reaktion auf meine Briefe, doch glaube ich nicht welche zu bekommen.
Ich habe fremde Menschen hier im Forum durch meine Worte zu Tränen gerührt. Welche Wirkung mögen meine Worte auf sie haben? Ich will sie nicht verletzen, will ihr keinen Kummer bereiten, will ihr nicht vermitteln sie sei schuld. Ich will sie nicht weinen sehen. Es reicht wenn ich weine. Ich habe viel geweint… Wenn ich ihre Tränen sehe, dann sollen es Freudentränen sein – nicht mehr, nicht weniger.
/ich bitte meine mehrfachen aufeinander folgenden Beiträge nicht in den falschen Hals zu bekommen. Ich kenne den ‚Edit’-Button und weiß ihn zu verwenden. Doch was ich hier schreibe sind Dinge, die zwar zusammengehören, jedoch spiegelt jeder Beitrag von mir eine andere Gefühlslage meinerseits wieder. Ich möchte das alles nicht in einen Beitrag pressen müssen. Zunächst ist dort die Zeichenbegrenzung, zum anderen glaube ich fällt das Lesen leichter, wenn man es in mehreren kleinen Happen serviert bekommt. Meine Beiträge sind wie Mosaiksteine. Man kann sie einzeln betrachten und einen Sinn erkennen. Wenn man alle hat kann man sie jedoch zu einem großen Bild zusammenfügen. Ich habe soviel geschrieben die letzten 48 Stunden... Ich bin froh wenn es überhaupt jemand liest... 3.800 Wörter - und kein Gutes :heulen:
Ich habe ihr die beiden Briefe geschickt – letzte Nacht. Ich weiß, dass sie sie schon hätte lesen können. Wahrscheinlich hat sie das aber nicht… Das ist jetzt eine Stunde her. Eine Antwort kann ich sowieso nicht erwarten. Natürlich kann ich sie nicht einfach fragen ob sie es überhaupt gelesen hat… Eine ‚unverbindliche’ SMS schreiben. Alles zu früh…
Ich kann nicht klar denken. Die Nebelschwaden schweben durch meinen Kopf. Kann meine Gedanken nicht klar artikulieren. Diskussionen sind nicht möglich. Mein Kopf reicht gerade für Briefwechsel. Doch das warten ist am schlimmsten. Ich warte auf ein Lebenszeichen. Eine Reaktion auf meine Briefe, doch glaube ich nicht welche zu bekommen.
Ich habe fremde Menschen hier im Forum durch meine Worte zu Tränen gerührt. Welche Wirkung mögen meine Worte auf sie haben? Ich will sie nicht verletzen, will ihr keinen Kummer bereiten, will ihr nicht vermitteln sie sei schuld. Ich will sie nicht weinen sehen. Es reicht wenn ich weine. Ich habe viel geweint… Wenn ich ihre Tränen sehe, dann sollen es Freudentränen sein – nicht mehr, nicht weniger.
/ich bitte meine mehrfachen aufeinander folgenden Beiträge nicht in den falschen Hals zu bekommen. Ich kenne den ‚Edit’-Button und weiß ihn zu verwenden. Doch was ich hier schreibe sind Dinge, die zwar zusammengehören, jedoch spiegelt jeder Beitrag von mir eine andere Gefühlslage meinerseits wieder. Ich möchte das alles nicht in einen Beitrag pressen müssen. Zunächst ist dort die Zeichenbegrenzung, zum anderen glaube ich fällt das Lesen leichter, wenn man es in mehreren kleinen Happen serviert bekommt. Meine Beiträge sind wie Mosaiksteine. Man kann sie einzeln betrachten und einen Sinn erkennen. Wenn man alle hat kann man sie jedoch zu einem großen Bild zusammenfügen. Ich habe soviel geschrieben die letzten 48 Stunden... Ich bin froh wenn es überhaupt jemand liest... 3.800 Wörter - und kein Gutes :heulen:
lunaris - ich kann dir versprechen: VIELE lesen deine Einträge....sehr viele...!!
man (oder - ich :) ) ) "traut" sich nur kaum zu antworten...weil EGAL WAS ich hier dazu sage - es würde nie, nie, nie...auch nur annähernd an deine unbeschreiblich schöne Weise dich auszudrücken rankommen...
ja - du rührst mich zu Tränen - du kannst die Dinge beschreiben wie ich es selten (noch nie?) erlebt habe....dein vorletzter Beitrag macht mich überhaupt nur mehr sprachlos - es ist die reine WAHRHEIT....darf ich mir den Beitrag wohl ausdrucken und in mein "Poesie-Sammel-Mäppchen" kleben? :]
du leidest..so wie so viele hier...dir ist es aber gegeben deine Gefühle phantastisch ausdrücken zu können - du wirkst allgemein sehr feinfühlig auf mch und scheint sehr viel zu reflektieren..
das KANN dir helfen - ich glaube es!!! logo bist du ein Realist..du denkst viel nach...du erkennst so viel....ach - hätte mein ex nur ein kleines bißchen von dir...+seufz+ der lebt in seiner Traumwelt weiter..und läßt mich gehen, weil "es HALT nicht so passt" - und fertig "nachgedacht" - schade und weg.... :heulen:
bitte, bitte schreibe hier VIEL lieber Lunaris!!
für dich - und für uns alle.......
bitte berichte ob sich was "tut" auf deine Briefe hin..ich könnte mir aber vorstellen, daß sie Zeit braucht um das zu "verdauen"...also allzubald solltest du nicht mit einer Reaktion rechnen...
Kopf hoch lieber Lunaris - schreib hier weiter - ich belieb deinem Thread ganz bestimmt!! treu :]
Danke, daß du auch zu meiner Geschichte was geschrieben hast...ich würde mich sehr, sehr freuen....wenn du in Stimmung dafür bist...auch weiter bei mir von Zeit zu Zeit was zu hinterlassen!
Fühl dich gedrückt :trost:
man (oder - ich :) ) ) "traut" sich nur kaum zu antworten...weil EGAL WAS ich hier dazu sage - es würde nie, nie, nie...auch nur annähernd an deine unbeschreiblich schöne Weise dich auszudrücken rankommen...
ja - du rührst mich zu Tränen - du kannst die Dinge beschreiben wie ich es selten (noch nie?) erlebt habe....dein vorletzter Beitrag macht mich überhaupt nur mehr sprachlos - es ist die reine WAHRHEIT....darf ich mir den Beitrag wohl ausdrucken und in mein "Poesie-Sammel-Mäppchen" kleben? :]
du leidest..so wie so viele hier...dir ist es aber gegeben deine Gefühle phantastisch ausdrücken zu können - du wirkst allgemein sehr feinfühlig auf mch und scheint sehr viel zu reflektieren..
das KANN dir helfen - ich glaube es!!! logo bist du ein Realist..du denkst viel nach...du erkennst so viel....ach - hätte mein ex nur ein kleines bißchen von dir...+seufz+ der lebt in seiner Traumwelt weiter..und läßt mich gehen, weil "es HALT nicht so passt" - und fertig "nachgedacht" - schade und weg.... :heulen:
bitte, bitte schreibe hier VIEL lieber Lunaris!!
für dich - und für uns alle.......
bitte berichte ob sich was "tut" auf deine Briefe hin..ich könnte mir aber vorstellen, daß sie Zeit braucht um das zu "verdauen"...also allzubald solltest du nicht mit einer Reaktion rechnen...
Kopf hoch lieber Lunaris - schreib hier weiter - ich belieb deinem Thread ganz bestimmt!! treu :]
Danke, daß du auch zu meiner Geschichte was geschrieben hast...ich würde mich sehr, sehr freuen....wenn du in Stimmung dafür bist...auch weiter bei mir von Zeit zu Zeit was zu hinterlassen!
Fühl dich gedrückt :trost:
Lieber lunaris,
Auch ich habe Deine Beiträge gelesen, und viele andere sicher auch. Ich verstehe Dich gut, kann den leeren Raum, in dem Du Dich gerade befindest, aus Deinen Worten herausfühlen. Ich war dort auch schon, glaube mir, ich weiß wie man sich dort fühlt.
Zwei Tage, es sind erst zwei Tage, seit Du ihr den letzten Kuss gegeben hast. Und was Du tust ist richtig, auch wenn Du vielleicht denkst, 3800 Zeichen können keine Heilung mit sich bringen, sie helfen Dir, wieder näher zu einer Einheit mit Dir selbst zu kommen, vielleicht wird Dir auch ein Blick aus dem grauen leeren Raum hinaus geschenkt.
Dein Glauben wird wieder kommen, nein, er ist noch da, auch ein Sturzbach von Tränen kann ihn nicht mitreißen – manchmal wünschte ich mir, es wäre nicht so. Ich glaube immer noch, denke nicht daran, dass der letzte Kuss wirklich der letzte war, und ich würde mich jederzeit wieder ins Ungewisse stürzen.
Tut mir leid, ich bin wohl keine Realistin...
Gute Nacht,
Mariala
Auch ich habe Deine Beiträge gelesen, und viele andere sicher auch. Ich verstehe Dich gut, kann den leeren Raum, in dem Du Dich gerade befindest, aus Deinen Worten herausfühlen. Ich war dort auch schon, glaube mir, ich weiß wie man sich dort fühlt.
Zwei Tage, es sind erst zwei Tage, seit Du ihr den letzten Kuss gegeben hast. Und was Du tust ist richtig, auch wenn Du vielleicht denkst, 3800 Zeichen können keine Heilung mit sich bringen, sie helfen Dir, wieder näher zu einer Einheit mit Dir selbst zu kommen, vielleicht wird Dir auch ein Blick aus dem grauen leeren Raum hinaus geschenkt.
Dein Glauben wird wieder kommen, nein, er ist noch da, auch ein Sturzbach von Tränen kann ihn nicht mitreißen – manchmal wünschte ich mir, es wäre nicht so. Ich glaube immer noch, denke nicht daran, dass der letzte Kuss wirklich der letzte war, und ich würde mich jederzeit wieder ins Ungewisse stürzen.
Tut mir leid, ich bin wohl keine Realistin...
Gute Nacht,
Mariala
PLEASE DELETE ;)
Doppelpost *ups*
Doppelpost *ups*
@nintschi:
Danke für deine aufheiternden Worte! "Man kann es mir 1000 mal erklären – und ich verstehe es nicht. Doch wenn du nur einen Satz sagst, dann ist mir plötzlich alles klar!" An diese Worte, die ein guter Freund von mir (mit dem ich leider nicht mehr viel Kontakt pflege) einmal zu mir sagte, musste ich beim Lesen deines Beitrags denken. Ich weiß, dass diese "Gabe" in vielen Bereichen des Lebens mehr als hilfreich ist. Es gibt allerdings Momente, in denen es sehr schmerzvoll ist, sich seiner Gefühle, seiner Gedanken – eben allem – so bewusst zu sein. Die Wahrheit ist das, was die Menschen am meisten fürchten, ohne es zu wissen. Ich reflektiere sehr viel, betrachte alles aus mehreren Perspektiven. Ich versuche alles nachzuvollziehen, zu hinterfragen. Umso mehr lässt mich meine Hilflosigkeit angesichts meiner gegenwärtigen Situation verzweifeln. In meinem Freundeskreis bin ich dafür bekannt, jedem Menschen bei seinen Problemen helfen zu können. Ich gelte als ein guter Zuhörer. Ich bin nicht wie eine Wand, von der nur das Echo schallt, wenn man sich mit ihr unterhält. Doch wenn jemand wie ich einmal ein schwerwiegendes Problem hat – wer soll mir da helfen können? Ich bin ein Einzelkämpfer, war es immer und werde es immer sein. Ich habe ihr mein Herz geöffnet, habe mich verwundbar gemacht – und wurde verwundet. "Es klebt Blut an deinen Händen, doch mein Mörder bist du nicht"
Ich reflektiere soviel, dass ich dabei vergesse zu sprechen. Ich vergesse zu handeln – vergesse zu Leben. Ich vergesse mich und die Uhr tickt erbarmungslos weiter, während ich stehen bleibe. Jetzt weiß ich, warum mich viele als Perfektionist bezeichnen…
Hoffentlich liest sie es. Hoffentlich verdaut sie es… Hoffentlich meldet sie sich bald! Hoffentlich bin ich nicht zu weit gegangen…
Ich werde mich auch in deinem Beitrag wieder melden - wenn die Zeit da ist und wenn mein Kopf frei von so mancher Last ist.
Danke, nintschi!
PS: Ich würde mich freuen, wenn meine Worte den Weg in fremde 'Poesie-Sammel-Mäppchen' finden würden! ;)
@Mariala:
Auch dir danke ich, dass du Zeit gefunden hast in meiner kleinen grauen Welt für kurze Zeit zu verweilen.
Das ist das Schlimme an meinen Worten. Sie mögen alle Gefühle ausdrücken, sie anschaulich für andere machen - und doch sprechen sie nicht immer die Wahrheit. Mein Glaube ist noch da, und das sage ich als Realist ;) Doch der Moment in dem Schluss war, die Tränen die vergossen wurden, kommen dem Verlust des eigenen Glauben gleich. Ich weiß mich nur nicht anders auszudrücken (hoffe nintschi ist jetzt nicht enttäuscht *g).
Es sind wirklich erst zwei Tage. Eine Zahl, die es sich noch lohnt auszuschreiben. Man kann es locker an einer Hand abzählen. Dennoch fühle ich mich, als wären es zwei Wochen oder zwei Monate. Zwei Monate waren wir zusammen. Nur zwei Monate... Dennoch schmerzt der Verlust stärker, als er sollte - und gleichzeitig wieder nicht. Schmerzt es und ich spüre es nicht, oder denke ich es sollte schmerzen und rede es mir deshalb ein? Ich wünschte ich könnte deinen Glauben teilen, es wäre nicht der letzte Kuss gewesen, es wären nicht die letzten zwei Monate gewesen. Aber wenn ich reflektiere glaube ich im Moment etwas anderes...
LG Lunaris
Danke für deine aufheiternden Worte! "Man kann es mir 1000 mal erklären – und ich verstehe es nicht. Doch wenn du nur einen Satz sagst, dann ist mir plötzlich alles klar!" An diese Worte, die ein guter Freund von mir (mit dem ich leider nicht mehr viel Kontakt pflege) einmal zu mir sagte, musste ich beim Lesen deines Beitrags denken. Ich weiß, dass diese "Gabe" in vielen Bereichen des Lebens mehr als hilfreich ist. Es gibt allerdings Momente, in denen es sehr schmerzvoll ist, sich seiner Gefühle, seiner Gedanken – eben allem – so bewusst zu sein. Die Wahrheit ist das, was die Menschen am meisten fürchten, ohne es zu wissen. Ich reflektiere sehr viel, betrachte alles aus mehreren Perspektiven. Ich versuche alles nachzuvollziehen, zu hinterfragen. Umso mehr lässt mich meine Hilflosigkeit angesichts meiner gegenwärtigen Situation verzweifeln. In meinem Freundeskreis bin ich dafür bekannt, jedem Menschen bei seinen Problemen helfen zu können. Ich gelte als ein guter Zuhörer. Ich bin nicht wie eine Wand, von der nur das Echo schallt, wenn man sich mit ihr unterhält. Doch wenn jemand wie ich einmal ein schwerwiegendes Problem hat – wer soll mir da helfen können? Ich bin ein Einzelkämpfer, war es immer und werde es immer sein. Ich habe ihr mein Herz geöffnet, habe mich verwundbar gemacht – und wurde verwundet. "Es klebt Blut an deinen Händen, doch mein Mörder bist du nicht"
Ich reflektiere soviel, dass ich dabei vergesse zu sprechen. Ich vergesse zu handeln – vergesse zu Leben. Ich vergesse mich und die Uhr tickt erbarmungslos weiter, während ich stehen bleibe. Jetzt weiß ich, warum mich viele als Perfektionist bezeichnen…
Hoffentlich liest sie es. Hoffentlich verdaut sie es… Hoffentlich meldet sie sich bald! Hoffentlich bin ich nicht zu weit gegangen…
Ich werde mich auch in deinem Beitrag wieder melden - wenn die Zeit da ist und wenn mein Kopf frei von so mancher Last ist.
Danke, nintschi!
PS: Ich würde mich freuen, wenn meine Worte den Weg in fremde 'Poesie-Sammel-Mäppchen' finden würden! ;)
@Mariala:
Auch dir danke ich, dass du Zeit gefunden hast in meiner kleinen grauen Welt für kurze Zeit zu verweilen.
Das ist das Schlimme an meinen Worten. Sie mögen alle Gefühle ausdrücken, sie anschaulich für andere machen - und doch sprechen sie nicht immer die Wahrheit. Mein Glaube ist noch da, und das sage ich als Realist ;) Doch der Moment in dem Schluss war, die Tränen die vergossen wurden, kommen dem Verlust des eigenen Glauben gleich. Ich weiß mich nur nicht anders auszudrücken (hoffe nintschi ist jetzt nicht enttäuscht *g).
Es sind wirklich erst zwei Tage. Eine Zahl, die es sich noch lohnt auszuschreiben. Man kann es locker an einer Hand abzählen. Dennoch fühle ich mich, als wären es zwei Wochen oder zwei Monate. Zwei Monate waren wir zusammen. Nur zwei Monate... Dennoch schmerzt der Verlust stärker, als er sollte - und gleichzeitig wieder nicht. Schmerzt es und ich spüre es nicht, oder denke ich es sollte schmerzen und rede es mir deshalb ein? Ich wünschte ich könnte deinen Glauben teilen, es wäre nicht der letzte Kuss gewesen, es wären nicht die letzten zwei Monate gewesen. Aber wenn ich reflektiere glaube ich im Moment etwas anderes...
LG Lunaris
Vielleicht kann ich es wagen… es wagen ein Traumschloss zu bauen. Ich weiß ich werde von der Realität eingeholt werden, sie wird meine Träume in der Luft zerreißen und meine letzte Hoffnung mit sich nehmen.
Nur ein Gedankenspiel…
Sie macht Schluss. Aber warum? "Das Gefühl ist nicht richtig, es ist nicht – oder nicht mehr – da." Das hat sie gesagt. Liebe… Liebe lässt sich manchmal Zeit, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Liebe baut sich zumeist langsam auf. Sie entsteht selten von dem einen auf den anderen Moment hin. Verliebtheit – nicht die Liebe – ist es, die zwei Menschen anfangs zusammenführt. Zwei Monate. Wer hat nicht schon von den typischen Zwei-Monats-Beziehungen gehört. Die anfängliche Verliebtheit ist weg und man merkt, dass es nicht stimmt. So geschehen auch bei ihr. Es liegt ihr aber etwas an mir. Sie will mich nicht noch mehr verletzen, indem sie die ‚unvermeidliche’ Trennung hinauszögert. Sie macht Schluss… Sie hatte Angst mich noch mehr zu verletzen, wenn sie es hinauszögerte. Wieso weiter hinauszögern? Um zu sehen, ob es doch noch etwas wird? Um nicht alleine zu sein? Sie spielt also mit dem Gedanken es hinauszuzögern, konnte aber nicht mehr. Wenn sie es hinausgezögert hätte, hätte sich noch Liebe entwickeln können? Wenn ja: Könnte sich noch jetzt Liebe entwickeln, wenn wir es erneut versuchen würden?
Gedankenspiele…. Ich habe aus meinem kleinen grauen Raum hinausgeblickt in eine farbenfrohe Welt. Doch diese Welt existiert nicht. Sie holt mich ein – die Realität, zerreißt meine Träume in der Luft und nimmt die Hoffnung mit sich fort, an einen weit entfernten Ort…
Ist das die kranke Verzweiflung in mir, die sich alles so zurechtbiegt, wie es ihr passt; die Verzweiflung, die sich volltrunken an einen Strohhalm krallt, durch den sie eben noch Literweise Schnaps gezogen hat? Bin ich noch bei Sinnen? Zwecklos! Es liest sich schon beschissen… Zu stur – nur geradeaus. Wahrheiten außen vorlassend, die nicht ins Bild passen.
Auch bei ihr bleibt die Erkenntnis, dass ich nicht mehr bin als ein guter Freund. Ein Mensch den man kennen- und schätzen gelernt hat. Ein Freund auf den man sich immer verlassen kann. Ein Begleiter der einem zur Seite steht, wenn’s einem mal nicht gut geht. Eine besondere Persönlichkeit mit seinen Stärken und Schwächen. Ein Mensch den man nicht missen möchte – aber auch nicht lieben kann.
Die Geschichte wiederholt sich… Auf Glück folgt nur Trauer und Schmerz!
EDIT: Verflucht nochmal! Ich versinke im Selbstmitleid, weine euch voll... Das einzige was ihr tut, ist den angeschossenen Hund noch mit Streicheleinheiten zu versorgen, anstatt mir mal die Meinung zu sagen...
Ja, ich will provozieren - und schon am nächsten Morgen bereue ich das Echo...
Nur ein Gedankenspiel…
Sie macht Schluss. Aber warum? "Das Gefühl ist nicht richtig, es ist nicht – oder nicht mehr – da." Das hat sie gesagt. Liebe… Liebe lässt sich manchmal Zeit, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger. Liebe baut sich zumeist langsam auf. Sie entsteht selten von dem einen auf den anderen Moment hin. Verliebtheit – nicht die Liebe – ist es, die zwei Menschen anfangs zusammenführt. Zwei Monate. Wer hat nicht schon von den typischen Zwei-Monats-Beziehungen gehört. Die anfängliche Verliebtheit ist weg und man merkt, dass es nicht stimmt. So geschehen auch bei ihr. Es liegt ihr aber etwas an mir. Sie will mich nicht noch mehr verletzen, indem sie die ‚unvermeidliche’ Trennung hinauszögert. Sie macht Schluss… Sie hatte Angst mich noch mehr zu verletzen, wenn sie es hinauszögerte. Wieso weiter hinauszögern? Um zu sehen, ob es doch noch etwas wird? Um nicht alleine zu sein? Sie spielt also mit dem Gedanken es hinauszuzögern, konnte aber nicht mehr. Wenn sie es hinausgezögert hätte, hätte sich noch Liebe entwickeln können? Wenn ja: Könnte sich noch jetzt Liebe entwickeln, wenn wir es erneut versuchen würden?
Gedankenspiele…. Ich habe aus meinem kleinen grauen Raum hinausgeblickt in eine farbenfrohe Welt. Doch diese Welt existiert nicht. Sie holt mich ein – die Realität, zerreißt meine Träume in der Luft und nimmt die Hoffnung mit sich fort, an einen weit entfernten Ort…
Ist das die kranke Verzweiflung in mir, die sich alles so zurechtbiegt, wie es ihr passt; die Verzweiflung, die sich volltrunken an einen Strohhalm krallt, durch den sie eben noch Literweise Schnaps gezogen hat? Bin ich noch bei Sinnen? Zwecklos! Es liest sich schon beschissen… Zu stur – nur geradeaus. Wahrheiten außen vorlassend, die nicht ins Bild passen.
Auch bei ihr bleibt die Erkenntnis, dass ich nicht mehr bin als ein guter Freund. Ein Mensch den man kennen- und schätzen gelernt hat. Ein Freund auf den man sich immer verlassen kann. Ein Begleiter der einem zur Seite steht, wenn’s einem mal nicht gut geht. Eine besondere Persönlichkeit mit seinen Stärken und Schwächen. Ein Mensch den man nicht missen möchte – aber auch nicht lieben kann.
Die Geschichte wiederholt sich… Auf Glück folgt nur Trauer und Schmerz!
EDIT: Verflucht nochmal! Ich versinke im Selbstmitleid, weine euch voll... Das einzige was ihr tut, ist den angeschossenen Hund noch mit Streicheleinheiten zu versorgen, anstatt mir mal die Meinung zu sagen...
Ja, ich will provozieren - und schon am nächsten Morgen bereue ich das Echo...
Aufgewühlt… anders kann ich es nicht beschreiben – das Gefühl in meinem Kopf. Meine Gedanken sind unentwegt bei ihr. Ich warte auf eine Antwort, in der Gewissheit, dass diese auf sich warten lassen wird. Ich habe das Bild von ihr in meinem Kopf. Ihr Lächeln, das mich verzaubert hat, ihre grün-blauen Augen, in denen ich mich verloren habe, ihre süße Nase, wie sie beim Sprechen ab und zu vergnügt nach unten wippt. Ich höre ihre Stimme, weich und sanft, wenn sie mich beruhigen wollte, zitternd als sie "Ich liebe dich" gesagt hat und ebenso zitternd als sie gegangen ist. Ich spüre ihre zarten Hände an den meinen, wie sie mir Wärme schenken. Ihre Umarmung, wie sie mir Geborgenheit gibt. Ob sie es auch gespürt hat? Was war real und was nur ein Spiel? Sie hätte es gut versteckt, hat sie gesagt. Doch wie lange hast du es vor mir versteckt? Was bedeuteten dir die letzten Tage, in denen ich mit dir zusammen war, dir mich anvertraute, dich in meine Arme nahm, dir tausend Küsse schenkte, mit dir geschlafen habe, dich dann massierte, um dir danach beim Einschlafen zuzusehen? Warst du nicht glücklich? Es ist nicht meine Schuld hast du gesagt, ich kann nichts dafür… Was konntest du dafür? Wenn niemand etwas dafür kann, was lief dann falsch? Ich will es verstehen – kann aber nicht…
Immernoch will ich mich nicht schlafen legen. Warte auf ein Lebenszeichen. Warte vergebens. Ich weiß es wird keins kommen… nicht jetzt. Ich sitze hier vor meinem Rechner und… nichts. Ich mache nichts. Ich merke wie ich seit Stunden vor meinem Rechner sitze und NICHTS mache. Ja ich kann nicht einmal nachdenken. Als wäre mein Gehirn nicht mehr in der Lage zu denken, nicht mehr in der Lage über meine Misere nachzudenken. Gerne würde ich abschalten. Gerne würde ich aufhören mir meine Gedanken zu machen. Aber etwas hindert mich daran. Ich weiß nicht was es ist. Vielleicht ist es die Hoffnung, dass sie vor Sehnsucht nach mir nicht schlafen kann und jeden Moment anruft – ich Traumtänzer… Vielleicht ist es die Hoffnung, dass Resonanz auf meine Beiträge hier kommt – doch scheinen meine Worte nur einzuschüchtern. Man traut sich nicht zu antworten – man weiß nicht was man antworten soll? Ja… das muss es sein. Ich wüsste auch keine Antwort auf meine Fragen – und sie lässt sich Zeit mit ihrer Antwort… Eine Antwort – oder vielmehr eine Reaktion – die ich, wenn ich sie dann habe, doch wieder nicht akzeptieren möchte. Nennt mich Pessimist. Ja ‚Tequila’ hat in diesem Forum vor 1 ½ Jahren sogar schon einmal geschrieben ich hätte einen Hang zur Selbstzerstörung… Irgendwo muss er Recht haben. Eine Zeit lang konnte ich optimistisch, glücklich und ohne Bedenken in die Welt dort draußen blicken. Auch als ich noch Dauer-Single war. Das Glück steigerte sich vor kurzer Zeit immer mehr. Ich stieg immer weiter auf, bis ich die ganze Welt umarmen konnte. Doch wie man weiß, kann jemand der hoch hinaus kommt, ebenso tief fallen. Ich bin gefallen. Jetzt reicht mein Selbstbewusstsein nicht mal mehr dafür aus, mich selbst zu umarmen. Nach jedem Sturz wird es schwerer wieder aufzustehen. Ich habe Freunde und Familie, die mir immer helfen werden wieder aufzustehen. Doch jetzt verschließe ich mich vor ihnen. Ich lasse ihre Hilfe gar nicht zu… Ein schwerer Fehler – ich weiß! Meine Familie weiß noch nichts von unserer Trennung. Ich habe nie viel mit ihnen über ‚Beziehungssachen’ gesprochen. Ich komme mir von ihnen missverstanden vor, obwohl ich doch weiß, dass sie nur mein Bestes wollen. Wenn ihnen langsam auffällt, dass ich abends weniger weg gehe, werden sie mich fragen, was SIE denn macht – und ich werde nur antworten: Ich weiß es nicht. Sie hat Schluss gemacht… Beileidsworte, Abblocken von mir – das Gespräch ist damit beendet. Ich habe ein verdammt gutes Verhältnis zu meinen Eltern, von dem viele Menschen wohl träumen würden, aber über so was will ich mit ihnen nicht sprechen. Sie müssen meinen Schmerz nicht mittragen. Meine Mutter würde sich starke Sorgen machen, wie sie es immer tut. Aber wenn ich dann zwei- dreimal erfolgreich ein falsches Lachen aufsetze, dann werden ihre Sorgen weichen. Schlimm dass ich mich damit nicht täuschen kann… Freunde habe ich viele – aber ‚nur’ zwei (ignorant… andere wären froh wenn sie nur einen Freund hätten), die mein größtes Vertrauen haben. Ich kann nicht mit beiden von ihnen über alles reden, aber beide zusammen decken alles ab (hoffe das war verständlich genug). Der eine der Philosoph und Pessimist, der andere Freigeist und Komiker. Der Philosoph weiß nicht was Liebe ist, behauptet sie selbst nie erfahren zu haben, kann in Liebesdingen keinen Rat geben, nur zuhören – doch fühlt er sich dann hilflos wie ich. Was wäre ich für einen Freund ihm das anzutun? Der Freigeist liebt bedingungslos wie ich – und liebt unglücklich. Er weiß mich abzulenken, meine Gedanken in andere Sphären zu bewegen. Er hat auch Kontakt zu ihr und weiß was Sache ist. Mein einziger Ansprechpartner in diesen Zeiten, doch führen meine Diskussionen nur zu weiteren Fragen, mehr Hoffnungen die vergebens sind, mehr Gewissheiten die mich verletzen. Nicht seine Schuld…
Freunde und Familie, sie alle wollen mir auf die Beine helfen, doch trete ich mir selbst gegen’s Bein. Der Hang zur Selbstzerstörung… Depressionen… Ich erinnere mich an früher, an damals… Ach was red ich hier. Ich tu so als wäre ich ein ‚alter Hase’, der schon zig Jahre auf dem Buckel hat. In Wirklichkeit bin ich 20, ein kleines Kind welches nicht erträgt alleine zu sein. Es ist gerade mal 1 ½ Jahre her. Frisch 18 Jahre, selbst voller Selbstzweifel, Zukunftsängste und 4 Jahre Liebeskummer hinter mir. Ich war am tiefsten Punkt meines Lebens angekommen. Angst vorm Abitur – Schule schmeißen oder nicht? Angst vorm Berufsleben – Schule besser nicht schmeißen… Angst vorm dem ‚Alleine sein’. Kein Antrieb etwas zu bewegen, keine Kraft an mir zu arbeiten. Die Uhr tickte und ich blieb stehen, wie schon so lange Zeit. Verdammt ich hab’s da rausgeschafft. Ich hab mein Abitur in der Tasche (wenn auch kein gutes) und ich war auch eine Zeit lang nicht mehr alleine. Ich habe mich geöffnet, war voller Lebensfreude das letzte halbe Jahr und habe so auch SIE gefunden. Sie kannte meine Vergangenheit, mein Liebesleben schon vorher, war also auf den harten Brocken vorbereitet (eher durch Zufall – andere langweilige Geschichte). Sie wich 3 Tage, ohne dass wir darüber sprachen, nicht von meiner Seite – und wenn wir uns aus den Augen verloren suchte ich sie. Es hatte schon vorher leicht geknistert, aber in diesem Moment vibrierte die Luft um uns herum. Keiner traute sich an uns heran, alle sahen, was wir uns erst viel später eingestanden. Wir sahen uns des Öfteren, manchmal auch nur wir beide alleine. Es verging insgesamt ein Monat, indem wir viele Gespräche führten, uns einfach anschwiegen, in den Augen des Gegenübers versanken, bis wir uns nach einer durchlebten Nacht bei Sonnenaufgang und Eiseskälte das erste Mal küssten. Wir sprachen nicht darüber. Kein ‚Willst du mit mir gehen’ oder dergleichen. Wir beide waren zusammen. Wir wussten es. Wir mussten uns das nicht erst noch mal schriftlich geben lassen. In den 63 Tagen in denen wir zusammen waren lief eigentlich nichts schief. Einmal wurde mein Vertrauen auf eine harte Probe gestellt, aber die Situation tat ihr mehr weh als mir. Weiter möchte ich darauf sowieso nicht eingehen. Das ist IHRE Privatsache. Darüber reden wollte sie mit mir auch nicht mehr, obwohl ich es ihr angeboten habe. Wahrscheinlich ergab sich nie mehr die Situation dazu. Kurz darauf ging sie mit zwei Freundinnen in den Urlaub. Als sie zurückkam war ich überglücklich. Die Woche ohne sie war hart, aber ich wusste sie würde zurückkommen. Meine Mutter machte noch Scherze, dass sie sich ja vielleicht einen anderen angelacht haben könnte. Normalerweise wäre ich beim Gedanken daran geradezu aus der Haut gefahren. Ich war mir allerdings sicher, dass sie so etwas nie machen würde. Nichts konnte mich aus der Ruhe bringen. Ihre Freundin sagte zu mir noch, es wäre unglaublich wie ich mit der einen Sache (Privatsache) umgegangen wäre, sie wäre wohl durchgedreht vor Eifersucht – ich wäre einfach zu nett, sagte sie zu mir. Ich nahm das mal als Kompliment hin. Doch all die Nettigkeiten halfen mir nicht. Meine investierte Liebe kam zurück, doch war es Liebe oder waren es Schuldgefühle. Sie hat es gut versteckt…
Jetzt da es vorbei ist, geht nicht nur sie, sondern in ihrem Gepäck auch meine Zuversicht, mein Optimismus, meine Hoffnung und meine Lebensfreude dahin. Ich habe Angst wieder so tief zu fallen – so tief wie vor nicht allzu langer Zeit. Will nicht dass meine Narben aufreißen, dass der Schmerz wiederkommt, den ich bekämpft habe. Doch dieser erneute Verlust scheint wie ein Virus, der mich auch den schwächeren Viren gegenüber wieder empfindlich macht…
Habe zuviel geschrieben. Bin zu tief in meine Vergangenheit hinabgetaucht, dort wo kein Licht die Dunkelheit erhellt… Mir bleibt die Luft weg.
Habe zuviel geschrieben. Wird ja spätestens jeder Leser abgeschreckt sein, etwas dazu zu schreiben.
Habe zuviel geschrieben. Jedes Wort entzieht mir mehr Kraft. Als würden alle meine Gedanken in dem Moment in dem ich sie niederschreibe verschwinden. Eine Einheit mir mir selbst, nein… Im Moment fühlt es sich an, als würde in meinem Inneren nur Leere zurückbleiben. Jedes Gefühl das ich beschreibe verliere ich – Buchstabe für Buchstabe. Ich streiche es aus meinem Inventar und zurück bleibt Leere. Wort für Wort werde ich zu einem Eisblock, einer gefühlskalten Maschine, einem Produkt meiner Erfahrungen. Ich werde zu NICHTS. All meine Erfahrungen, wie ich sie analysiere, darüber reflektiere, wie ich sie beurteile, zermürben meine Seele. Sie treten sie mit Füßen und lassen ein blutendes, farbloses Etwas zurück, welches sich hüten wird einmal mehr Vertrauen in die Welt, die Hoffnung und die Liebe zu setzen.
Ich wünschte ich würde nicht auch nur ein Wort von dem verstehen was ich schreibe… Es sind 6.800 Wörter, über 34.000 Zeichen, 650 Zeilen, 13 Seiten bei Schriftgröße 12 und einfachem Zeilenabstand – ich will sie nicht verstehen müssen. Will meine Augen verschließen, möchte verdrängen können – auch wenn das nicht richtig wäre. Möchte mir keine Gedanken mehr machen müssen…
Freunde und Familie, sie alle wollen mir auf die Beine helfen, doch trete ich mir selbst gegen’s Bein. Der Hang zur Selbstzerstörung… Depressionen… Ich erinnere mich an früher, an damals… Ach was red ich hier. Ich tu so als wäre ich ein ‚alter Hase’, der schon zig Jahre auf dem Buckel hat. In Wirklichkeit bin ich 20, ein kleines Kind welches nicht erträgt alleine zu sein. Es ist gerade mal 1 ½ Jahre her. Frisch 18 Jahre, selbst voller Selbstzweifel, Zukunftsängste und 4 Jahre Liebeskummer hinter mir. Ich war am tiefsten Punkt meines Lebens angekommen. Angst vorm Abitur – Schule schmeißen oder nicht? Angst vorm Berufsleben – Schule besser nicht schmeißen… Angst vorm dem ‚Alleine sein’. Kein Antrieb etwas zu bewegen, keine Kraft an mir zu arbeiten. Die Uhr tickte und ich blieb stehen, wie schon so lange Zeit. Verdammt ich hab’s da rausgeschafft. Ich hab mein Abitur in der Tasche (wenn auch kein gutes) und ich war auch eine Zeit lang nicht mehr alleine. Ich habe mich geöffnet, war voller Lebensfreude das letzte halbe Jahr und habe so auch SIE gefunden. Sie kannte meine Vergangenheit, mein Liebesleben schon vorher, war also auf den harten Brocken vorbereitet (eher durch Zufall – andere langweilige Geschichte). Sie wich 3 Tage, ohne dass wir darüber sprachen, nicht von meiner Seite – und wenn wir uns aus den Augen verloren suchte ich sie. Es hatte schon vorher leicht geknistert, aber in diesem Moment vibrierte die Luft um uns herum. Keiner traute sich an uns heran, alle sahen, was wir uns erst viel später eingestanden. Wir sahen uns des Öfteren, manchmal auch nur wir beide alleine. Es verging insgesamt ein Monat, indem wir viele Gespräche führten, uns einfach anschwiegen, in den Augen des Gegenübers versanken, bis wir uns nach einer durchlebten Nacht bei Sonnenaufgang und Eiseskälte das erste Mal küssten. Wir sprachen nicht darüber. Kein ‚Willst du mit mir gehen’ oder dergleichen. Wir beide waren zusammen. Wir wussten es. Wir mussten uns das nicht erst noch mal schriftlich geben lassen. In den 63 Tagen in denen wir zusammen waren lief eigentlich nichts schief. Einmal wurde mein Vertrauen auf eine harte Probe gestellt, aber die Situation tat ihr mehr weh als mir. Weiter möchte ich darauf sowieso nicht eingehen. Das ist IHRE Privatsache. Darüber reden wollte sie mit mir auch nicht mehr, obwohl ich es ihr angeboten habe. Wahrscheinlich ergab sich nie mehr die Situation dazu. Kurz darauf ging sie mit zwei Freundinnen in den Urlaub. Als sie zurückkam war ich überglücklich. Die Woche ohne sie war hart, aber ich wusste sie würde zurückkommen. Meine Mutter machte noch Scherze, dass sie sich ja vielleicht einen anderen angelacht haben könnte. Normalerweise wäre ich beim Gedanken daran geradezu aus der Haut gefahren. Ich war mir allerdings sicher, dass sie so etwas nie machen würde. Nichts konnte mich aus der Ruhe bringen. Ihre Freundin sagte zu mir noch, es wäre unglaublich wie ich mit der einen Sache (Privatsache) umgegangen wäre, sie wäre wohl durchgedreht vor Eifersucht – ich wäre einfach zu nett, sagte sie zu mir. Ich nahm das mal als Kompliment hin. Doch all die Nettigkeiten halfen mir nicht. Meine investierte Liebe kam zurück, doch war es Liebe oder waren es Schuldgefühle. Sie hat es gut versteckt…
Jetzt da es vorbei ist, geht nicht nur sie, sondern in ihrem Gepäck auch meine Zuversicht, mein Optimismus, meine Hoffnung und meine Lebensfreude dahin. Ich habe Angst wieder so tief zu fallen – so tief wie vor nicht allzu langer Zeit. Will nicht dass meine Narben aufreißen, dass der Schmerz wiederkommt, den ich bekämpft habe. Doch dieser erneute Verlust scheint wie ein Virus, der mich auch den schwächeren Viren gegenüber wieder empfindlich macht…
Habe zuviel geschrieben. Bin zu tief in meine Vergangenheit hinabgetaucht, dort wo kein Licht die Dunkelheit erhellt… Mir bleibt die Luft weg.
Habe zuviel geschrieben. Wird ja spätestens jeder Leser abgeschreckt sein, etwas dazu zu schreiben.
Habe zuviel geschrieben. Jedes Wort entzieht mir mehr Kraft. Als würden alle meine Gedanken in dem Moment in dem ich sie niederschreibe verschwinden. Eine Einheit mir mir selbst, nein… Im Moment fühlt es sich an, als würde in meinem Inneren nur Leere zurückbleiben. Jedes Gefühl das ich beschreibe verliere ich – Buchstabe für Buchstabe. Ich streiche es aus meinem Inventar und zurück bleibt Leere. Wort für Wort werde ich zu einem Eisblock, einer gefühlskalten Maschine, einem Produkt meiner Erfahrungen. Ich werde zu NICHTS. All meine Erfahrungen, wie ich sie analysiere, darüber reflektiere, wie ich sie beurteile, zermürben meine Seele. Sie treten sie mit Füßen und lassen ein blutendes, farbloses Etwas zurück, welches sich hüten wird einmal mehr Vertrauen in die Welt, die Hoffnung und die Liebe zu setzen.
Ich wünschte ich würde nicht auch nur ein Wort von dem verstehen was ich schreibe… Es sind 6.800 Wörter, über 34.000 Zeichen, 650 Zeilen, 13 Seiten bei Schriftgröße 12 und einfachem Zeilenabstand – ich will sie nicht verstehen müssen. Will meine Augen verschließen, möchte verdrängen können – auch wenn das nicht richtig wäre. Möchte mir keine Gedanken mehr machen müssen…
Guten Morgen lunaris,
ich bin gerade aufgestanden,mache es mir mit einer Tasse Kaffee vorm Rechner gemütlich und habe mich durchs Lesen deines langen Eintrags NICHT abschrecken lassen nun auch zu antworten...
Wir alle schreiben hier doch aus 2 Gründen: erstens dient uns das Forum als eine art Tagebuch, eine Möglichkeit unsere Gedanken niederzuschreiben....es immer wieder mal durchzulesen und so unsere Entwicklung zu beobachten.....und zweitens wünschen wir uns, daß es jemand liest und uns beisteht.....wir bekommen Trost, Verständnis, Kritik, praktische Ratschläge und andere Sichtweisen...auch DU sollst das bekommen...
da du ja nun wirklich ein außerordentliches Talent zum Schreiben hast...bin ich bisher mehr darauf als auf deine Sorgen eingegangen....es tut mir leid, aber deine Worte sprechen mir immer SO aus der Seele...es beeindruckt mich einfach :]
Alles was du ansprichst, ist nachvollziehbar in deiner Situation...alles!!
All deine Gefühle und die darüber gemachten Gedanken KENNE ich!
du beschreibst eine Leere, die dort ist, wo vorher ETWAS war - das jetzt weg ist.....wir spüren diese Leere stärker, je weniger wir uns in purer Verzweiflung befinden, je mehr wir schon nachgedacht haben, je weniger wir hoffen.....
ich glaube nicht, daß du zur Selbstzerstörung tendierst....gut, ich kenne dich nicht, aber ich wage mal zu sagen, daß das eine ziemliche Fehleinschätzung von jemandem ist, der dich wohl auch nicht kannte...denn: er hat das über dich vor langer Zeit gesagt - einer Zeit in der es dir auch nicht gut ging - und was kam dann??
du hast dich aufgerichtet, es ging dir besser und es sind Dinge passiert, die dich glücklich gemacht haben....DAS ist passiert und das wird dir wieder passieren...
Die Fähigkeit zum Glücklichsein liegt - wie du es bestimmt schon oft gehört hast....und jetzt wahrscheinlich nicht hören willst - in einem selbst....und die Macht unserer Gedanken darf nicht unterschätzt werden...in dieser und auch noch vielen anderen Hinsichten!
d.h. die Gedanken, die ich mir MACHE (auch WENN sie in Widerspruch zu starken Gefühlen stehen)....lenken mich - in die eine oder andere Richtung! So ist Pessimisten rein objektiv nicht Schlimmeres widerfahren im Leben als so manchem Optimisten - sie gehen nur anders damit um...auch sind Optimisten nicht "blöder" und "unbeschwerter", weil sie sich weniger Gedanken machen - sie machen sich nur ANDERE!
sie zwingen sich zum Teil dazu positiv zu denken - im sicheren Wissen, daß der Weg nur SO nach oben führt...
du kannst erraten, daß ich von mir spreche :) )
ich hatte (habe? - ist ja nicht so, daß es nicht ein Auf- und Ab wäre) auch dieses Leere-Gefühl in mir...es fühlt sich an wie tot wenn man glaubt sich alle Gedanken schon gemacht zu haben, sich keine weiteren mehr machen will....und wenn sich dennoch kein Weg zeigt. Man HÄNGT....
doch ich glaube, daß diese Leere da ist (nachdem man erste Dinge schon verarbeitet hat) um wieder gefüllt zu werden...
man muß nur erstmal wirklich wollen und bereit sein - denn: die Dinge, mit denen sie gefüllt werden soll, sind dinge die wir eine gewisse zeitlang nicht zulassen...obwohl es uns von Anfang an immer wieder gesagt wird...
Es handelt sich um neue Kraft, neue Impulse, die Fähigkeit aus kleinen Dingen wieder Lebensmut und - freude zu empfinden - sich wieder AUFBAUEN...
der input ist meistens DA - doch wir sehen ihn (noch) nicht....etwas sperrt sich...
z.b. Familie...wir sperren uns gegen Menschen, die WISSEN was uns gut tun würde..denen wir jedoch nicht zuhören wollen, weil sie unseren Schmerz nicht ernstzunehmen scheinen....
dabei sagen sie von Anfang an richtige Dinge wie "du wirst das schon schaffen", "lass dich nicht hängen", "tu dir was Gutes", "geh raus - die sonne scheint", "lass dich nicht unterkriegen", "das hast du nicht nötig", "vergiss es"...
ich, für meinen Teil, kann immer erst dann was damit an´fangen, wenn ich soweit bin die Leere wieder zu füllen - mit neuem Mut...
gestern war für mich der ERSTE Tag nach der Trennung, an dem ich ehrlich sagen konnte: "ich GENIESSE den Tag..die Sonne...die Innenstadt".....
es hielt nicht den ganzen Tag an - aber es ist ein erster Schritt...die Sonne war mir bisher nur ein Hohn...bis gestern vormittag...
das macht mir Hoffnung und Mut!
ich mache mir keine Sorgen um dich....ich glaube, du hast auch alle Fähigkeiten um dich "rauszuziehen"..nur wie du weißt ..braucht das Zeit...und Angst hat man eben auch davor...vor alllem was uns auf dem Weg nach OBEN noch begegnet...
aber: du schaffst das
:schmatz:
ich bin gerade aufgestanden,mache es mir mit einer Tasse Kaffee vorm Rechner gemütlich und habe mich durchs Lesen deines langen Eintrags NICHT abschrecken lassen nun auch zu antworten...
Wir alle schreiben hier doch aus 2 Gründen: erstens dient uns das Forum als eine art Tagebuch, eine Möglichkeit unsere Gedanken niederzuschreiben....es immer wieder mal durchzulesen und so unsere Entwicklung zu beobachten.....und zweitens wünschen wir uns, daß es jemand liest und uns beisteht.....wir bekommen Trost, Verständnis, Kritik, praktische Ratschläge und andere Sichtweisen...auch DU sollst das bekommen...
da du ja nun wirklich ein außerordentliches Talent zum Schreiben hast...bin ich bisher mehr darauf als auf deine Sorgen eingegangen....es tut mir leid, aber deine Worte sprechen mir immer SO aus der Seele...es beeindruckt mich einfach :]
Alles was du ansprichst, ist nachvollziehbar in deiner Situation...alles!!
All deine Gefühle und die darüber gemachten Gedanken KENNE ich!
du beschreibst eine Leere, die dort ist, wo vorher ETWAS war - das jetzt weg ist.....wir spüren diese Leere stärker, je weniger wir uns in purer Verzweiflung befinden, je mehr wir schon nachgedacht haben, je weniger wir hoffen.....
ich glaube nicht, daß du zur Selbstzerstörung tendierst....gut, ich kenne dich nicht, aber ich wage mal zu sagen, daß das eine ziemliche Fehleinschätzung von jemandem ist, der dich wohl auch nicht kannte...denn: er hat das über dich vor langer Zeit gesagt - einer Zeit in der es dir auch nicht gut ging - und was kam dann??
du hast dich aufgerichtet, es ging dir besser und es sind Dinge passiert, die dich glücklich gemacht haben....DAS ist passiert und das wird dir wieder passieren...
Die Fähigkeit zum Glücklichsein liegt - wie du es bestimmt schon oft gehört hast....und jetzt wahrscheinlich nicht hören willst - in einem selbst....und die Macht unserer Gedanken darf nicht unterschätzt werden...in dieser und auch noch vielen anderen Hinsichten!
d.h. die Gedanken, die ich mir MACHE (auch WENN sie in Widerspruch zu starken Gefühlen stehen)....lenken mich - in die eine oder andere Richtung! So ist Pessimisten rein objektiv nicht Schlimmeres widerfahren im Leben als so manchem Optimisten - sie gehen nur anders damit um...auch sind Optimisten nicht "blöder" und "unbeschwerter", weil sie sich weniger Gedanken machen - sie machen sich nur ANDERE!
sie zwingen sich zum Teil dazu positiv zu denken - im sicheren Wissen, daß der Weg nur SO nach oben führt...
du kannst erraten, daß ich von mir spreche :) )
ich hatte (habe? - ist ja nicht so, daß es nicht ein Auf- und Ab wäre) auch dieses Leere-Gefühl in mir...es fühlt sich an wie tot wenn man glaubt sich alle Gedanken schon gemacht zu haben, sich keine weiteren mehr machen will....und wenn sich dennoch kein Weg zeigt. Man HÄNGT....
doch ich glaube, daß diese Leere da ist (nachdem man erste Dinge schon verarbeitet hat) um wieder gefüllt zu werden...
man muß nur erstmal wirklich wollen und bereit sein - denn: die Dinge, mit denen sie gefüllt werden soll, sind dinge die wir eine gewisse zeitlang nicht zulassen...obwohl es uns von Anfang an immer wieder gesagt wird...
Es handelt sich um neue Kraft, neue Impulse, die Fähigkeit aus kleinen Dingen wieder Lebensmut und - freude zu empfinden - sich wieder AUFBAUEN...
der input ist meistens DA - doch wir sehen ihn (noch) nicht....etwas sperrt sich...
z.b. Familie...wir sperren uns gegen Menschen, die WISSEN was uns gut tun würde..denen wir jedoch nicht zuhören wollen, weil sie unseren Schmerz nicht ernstzunehmen scheinen....
dabei sagen sie von Anfang an richtige Dinge wie "du wirst das schon schaffen", "lass dich nicht hängen", "tu dir was Gutes", "geh raus - die sonne scheint", "lass dich nicht unterkriegen", "das hast du nicht nötig", "vergiss es"...
ich, für meinen Teil, kann immer erst dann was damit an´fangen, wenn ich soweit bin die Leere wieder zu füllen - mit neuem Mut...
gestern war für mich der ERSTE Tag nach der Trennung, an dem ich ehrlich sagen konnte: "ich GENIESSE den Tag..die Sonne...die Innenstadt".....
es hielt nicht den ganzen Tag an - aber es ist ein erster Schritt...die Sonne war mir bisher nur ein Hohn...bis gestern vormittag...
das macht mir Hoffnung und Mut!
ich mache mir keine Sorgen um dich....ich glaube, du hast auch alle Fähigkeiten um dich "rauszuziehen"..nur wie du weißt ..braucht das Zeit...und Angst hat man eben auch davor...vor alllem was uns auf dem Weg nach OBEN noch begegnet...
aber: du schaffst das
:schmatz:
Liebe Lise,
auch wenn eine Reaktion auf die Nachricht, die ich dir im Forum hinterlassen habe, ausbleibt, kann ich nicht anders, als dir ein weiteres Mal zu schreiben. Bitte verzeih mir, dass ich das mit dem ‚Abstand nehmen’ nicht so drauf habe…
Ich habe viel nachgedacht in den letzten Tagen. Ich habe nachgedacht bis mein Kopf nichts mehr hergab. Ich war wach bis in die frühen Morgenstunden, habe nächtelang meine Gedanken niedergeschrieben, sodass man mittlerweile wohl ein ganzes Buch damit füllen könnte. Ich weiß nicht, ob ich dir mit diesem Brief auch nur im Geringsten das vermitteln kann, was ich in meinen Worten erkannt habe – aber ich möchte es versuchen.
Ob du meine Nachricht im Forum gelesen hast, das weiß ich nicht. Ich hoffe nur, dass sie keinen falschen Eindruck vermittelt haben. Ich musste oft feststellen, dass meine geschriebenen Worte bei anderen eine starke Wirkung haben und eine Reaktion deshalb ausbleibt. Für mich ist es deshalb schwierig abzuschätzen, ob ich verstanden wurde oder nicht. Ich würde mich über eine Reaktion von dir freuen, ob du nun etwas schreibst, mir eine SMS schickst oder sogar persönlich mit mir sprichst. Ich wünschte ich könnte persönlich mit dir sprechen, doch weiß ich, dass ich dann kein Wort herausbringen und dich nur anschweigen würde.
Ich habe über die letzten Tage nachgedacht, die letzten Tage unserer Beziehung und die Tage bis jetzt danach. Ich weiß nicht, ob ich die richtigen Worte finde, aber im Nachhinein spüre ich, dass etwas nicht richtig ist. Was das ist, wage ich nicht zu benennen – da gibt es zu viele Möglichkeiten. Du hast es gut versteckt, hast du gesagt. Die Frage die mich quält ist: Ab wann? An welchem Zeitpunkt hast du angefangen, mir etwas vorzuspielen? Hast du mir etwas vorgespielt? Mir kam es nicht so vor. Was bedeuteten dir unsere gemeinsamen Momente? Was bedeuteten dir die letzten Tage, in denen ich mit dir zusammen war, dir mich anvertraute, dich in meine Arme nahm, dir tausend Küsse schenkte, mit dir geschlafen habe, dich dann massierte, um dir danach beim Einschlafen zuzusehen? Warst du nicht glücklich?
Bitte sag mir, dass du nicht glücklich warst, denn andernfalls könnte ich es nicht verstehen. Aber glauben könnte ich dir auch dann nicht. Du hast auf mich einen glücklichen Eindruck gemacht. Ich glaube nicht, dass man das jemandem vorspielen kann.
Wenn du trotz allem wirklich glücklich warst, warum gibst du es dann auf? Was ist der Grund? Es fühlt sich nicht richtig an – oder nicht mehr… Kann sich Glück nicht richtig anfühlen? Willst du wegen ‚Entzauberung’ aufgeben, was wirklich gut war?
Auch wenn es nur ein letzter Akt meiner Verzweiflung sein sollte, so habe ich doch Hoffnung in mir. Ich war nie ein Kämpfer. Ich habe mich stets meinem Schicksal ergeben. Du selbst hast gesagt, dass es so etwas wie Schicksal nicht gibt. Ich will aufstehen und kämpfen! Ich will es wirklich. Ich weiß, dass die Situation hoffnungslos scheint. Ich weiß, dass du mir wahrscheinlich nichts anderes antworten kannst, als dass es aus ist. Ich glaube aber nicht daran.
Ich mach so etwas normalerweise nicht. Eigentlich ist mir klar, wann es vorbei ist. Ich weiß, wann ich mir keine Hoffnungen mehr machen darf. Ich weiß, wann es sich nicht mehr lohnt zu kämpfen. An all diesen Punkten bin ich bereits angelangt – und dennoch will ich um dich kämpfen. Denn für mich fühlt es sich falsch an, wenn du jetzt gehst.
Ich liebe dich!
Sven
auch wenn eine Reaktion auf die Nachricht, die ich dir im Forum hinterlassen habe, ausbleibt, kann ich nicht anders, als dir ein weiteres Mal zu schreiben. Bitte verzeih mir, dass ich das mit dem ‚Abstand nehmen’ nicht so drauf habe…
Ich habe viel nachgedacht in den letzten Tagen. Ich habe nachgedacht bis mein Kopf nichts mehr hergab. Ich war wach bis in die frühen Morgenstunden, habe nächtelang meine Gedanken niedergeschrieben, sodass man mittlerweile wohl ein ganzes Buch damit füllen könnte. Ich weiß nicht, ob ich dir mit diesem Brief auch nur im Geringsten das vermitteln kann, was ich in meinen Worten erkannt habe – aber ich möchte es versuchen.
Ob du meine Nachricht im Forum gelesen hast, das weiß ich nicht. Ich hoffe nur, dass sie keinen falschen Eindruck vermittelt haben. Ich musste oft feststellen, dass meine geschriebenen Worte bei anderen eine starke Wirkung haben und eine Reaktion deshalb ausbleibt. Für mich ist es deshalb schwierig abzuschätzen, ob ich verstanden wurde oder nicht. Ich würde mich über eine Reaktion von dir freuen, ob du nun etwas schreibst, mir eine SMS schickst oder sogar persönlich mit mir sprichst. Ich wünschte ich könnte persönlich mit dir sprechen, doch weiß ich, dass ich dann kein Wort herausbringen und dich nur anschweigen würde.
Ich habe über die letzten Tage nachgedacht, die letzten Tage unserer Beziehung und die Tage bis jetzt danach. Ich weiß nicht, ob ich die richtigen Worte finde, aber im Nachhinein spüre ich, dass etwas nicht richtig ist. Was das ist, wage ich nicht zu benennen – da gibt es zu viele Möglichkeiten. Du hast es gut versteckt, hast du gesagt. Die Frage die mich quält ist: Ab wann? An welchem Zeitpunkt hast du angefangen, mir etwas vorzuspielen? Hast du mir etwas vorgespielt? Mir kam es nicht so vor. Was bedeuteten dir unsere gemeinsamen Momente? Was bedeuteten dir die letzten Tage, in denen ich mit dir zusammen war, dir mich anvertraute, dich in meine Arme nahm, dir tausend Küsse schenkte, mit dir geschlafen habe, dich dann massierte, um dir danach beim Einschlafen zuzusehen? Warst du nicht glücklich?
Bitte sag mir, dass du nicht glücklich warst, denn andernfalls könnte ich es nicht verstehen. Aber glauben könnte ich dir auch dann nicht. Du hast auf mich einen glücklichen Eindruck gemacht. Ich glaube nicht, dass man das jemandem vorspielen kann.
Wenn du trotz allem wirklich glücklich warst, warum gibst du es dann auf? Was ist der Grund? Es fühlt sich nicht richtig an – oder nicht mehr… Kann sich Glück nicht richtig anfühlen? Willst du wegen ‚Entzauberung’ aufgeben, was wirklich gut war?
Auch wenn es nur ein letzter Akt meiner Verzweiflung sein sollte, so habe ich doch Hoffnung in mir. Ich war nie ein Kämpfer. Ich habe mich stets meinem Schicksal ergeben. Du selbst hast gesagt, dass es so etwas wie Schicksal nicht gibt. Ich will aufstehen und kämpfen! Ich will es wirklich. Ich weiß, dass die Situation hoffnungslos scheint. Ich weiß, dass du mir wahrscheinlich nichts anderes antworten kannst, als dass es aus ist. Ich glaube aber nicht daran.
Ich mach so etwas normalerweise nicht. Eigentlich ist mir klar, wann es vorbei ist. Ich weiß, wann ich mir keine Hoffnungen mehr machen darf. Ich weiß, wann es sich nicht mehr lohnt zu kämpfen. An all diesen Punkten bin ich bereits angelangt – und dennoch will ich um dich kämpfen. Denn für mich fühlt es sich falsch an, wenn du jetzt gehst.
Ich liebe dich!
Sven
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