Abschied
54 Antworten7'016 AufrufeGestartet von Lunaris85 ·
Lieber Lunaris
du packst das, weil du kannst mit Kritik umgehen. Das hast du mit der Reaktion auf meinen vorherigen Beitrag bewiesen.
Du kannst also etwas, was viele andere nicht können, und da kannst du mit Recht stolz darauf sein! :super:
Mir fällt auf, du schreibst nun zum zweiten Mal, dass du nicht du sein kannst.
Warum?
Sei du, und zeige dich als du. Lass dich überraschen, dass du als dich auch liebenswert bist. Dann kannst du dich auch selber lieben!
Das ist doch ein Anfang?
Mein Schatz sagt mir ständig, wenn ich über etwas "jammere": stört es dich? Dann tu was dagegen. Wenn du nichts dagegen tust, stört es dich nicht genug, also gibt es keinen Grund zu jammern.
(Nicht falsch verstehen, ich will nicht unterstellen, dass du jammerst; deine letzten Beiträge wirken nicht mehr so)
Du weisst wo ansetzen, du musst "nur" deinen inneren Schweinehund überwinden, der sich zu bequem ist. Und dafür kannst du einen Therapeuten besuchen. Nicht als Psychiater, sondern als "Schweinehund-Dresseur" ;)
Alles Gute
Jessi
du packst das, weil du kannst mit Kritik umgehen. Das hast du mit der Reaktion auf meinen vorherigen Beitrag bewiesen.
Du kannst also etwas, was viele andere nicht können, und da kannst du mit Recht stolz darauf sein! :super:
Mir fällt auf, du schreibst nun zum zweiten Mal, dass du nicht du sein kannst.
Ich bin nicht ich selbst, auch wenn ich das gern sein würde. Ich verdrehe mich täglich, um anderen nicht auf den Schlips zu treten, um es allen Recht zu machen. Das kann ich aber nicht - und deshalb scheitere ichFange dort an. Zwinge dich selber, dich zu sein. Wie du selber schreibst, kennt dich niemand, so wie du bist.
Warum?
Sei du, und zeige dich als du. Lass dich überraschen, dass du als dich auch liebenswert bist. Dann kannst du dich auch selber lieben!
Das ist doch ein Anfang?
Mein Schatz sagt mir ständig, wenn ich über etwas "jammere": stört es dich? Dann tu was dagegen. Wenn du nichts dagegen tust, stört es dich nicht genug, also gibt es keinen Grund zu jammern.
(Nicht falsch verstehen, ich will nicht unterstellen, dass du jammerst; deine letzten Beiträge wirken nicht mehr so)
Du weisst wo ansetzen, du musst "nur" deinen inneren Schweinehund überwinden, der sich zu bequem ist. Und dafür kannst du einen Therapeuten besuchen. Nicht als Psychiater, sondern als "Schweinehund-Dresseur" ;)
Alles Gute
Jessi
Da gerade die Zeit knapp ist nur soviel (und am Ende hab ich mich doch wieder 'verplappert'):
Wenn mich etwas stört und ich es ändern kann, dann ist es wirklich nur mein innerer Schweinehund der mir dabei im Wege steht (oder besser: der auf mir draufsitzt und nicht aufstehen will). Was aber wenn ich es nicht ändern kann? Dann muss ich lernen damit umzugehen - ja. Dieses Lernen gehört dazu, aber dabei fühle ich mich, als würde ich mich selbst verlieren. Anpassung ist Aufgabe der Individualität. Bei vielen Dingen fällt mir das extrem leicht und mich stört es auch nicht weiter. Bei anderen Dingen stört es mich extrem und dennoch muss, wenn ich damit konfrontiert werde mich anpassen. Das hängt wiederum mit dem ominösen 'System' zusammen. Nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern auch das menschliche Miteinander und physikalische Wechselwirkungen. Es ist, als hätte man mir als Kind eingebläut, dass ich später mal alles machen kann was ich will und später feststellen muss, dass es eine Lüge war, dass egal wie sehr ich mich anstrenge, mir gewisse Dinge auf ewig verwehrt bleiben. Das ist Frust. Doch genauer definieren kann ichs nicht. Wie ein Kleinkind, das rumschreit wenn es nicht da Spielzeug bekommt welches es haben will. Wahrscheinlich bin ich einfach zu verwöhnt. Ich weiß, dass nicht alles so sein kann, wie man es gern hätte, aber dennoch fällt es mir schwer das zu akzeptieren. Als würde sich durch meine innere Blockadehaltung etwas daran ändern. Als würde Gott (oder wer auch immer) etwas an seinem Konzept ändern, wenn er merkt, dass jemand damit unzufrieden ist...
Wenn mich etwas stört und ich es ändern kann, dann ist es wirklich nur mein innerer Schweinehund der mir dabei im Wege steht (oder besser: der auf mir draufsitzt und nicht aufstehen will). Was aber wenn ich es nicht ändern kann? Dann muss ich lernen damit umzugehen - ja. Dieses Lernen gehört dazu, aber dabei fühle ich mich, als würde ich mich selbst verlieren. Anpassung ist Aufgabe der Individualität. Bei vielen Dingen fällt mir das extrem leicht und mich stört es auch nicht weiter. Bei anderen Dingen stört es mich extrem und dennoch muss, wenn ich damit konfrontiert werde mich anpassen. Das hängt wiederum mit dem ominösen 'System' zusammen. Nicht nur Politik und Wirtschaft, sondern auch das menschliche Miteinander und physikalische Wechselwirkungen. Es ist, als hätte man mir als Kind eingebläut, dass ich später mal alles machen kann was ich will und später feststellen muss, dass es eine Lüge war, dass egal wie sehr ich mich anstrenge, mir gewisse Dinge auf ewig verwehrt bleiben. Das ist Frust. Doch genauer definieren kann ichs nicht. Wie ein Kleinkind, das rumschreit wenn es nicht da Spielzeug bekommt welches es haben will. Wahrscheinlich bin ich einfach zu verwöhnt. Ich weiß, dass nicht alles so sein kann, wie man es gern hätte, aber dennoch fällt es mir schwer das zu akzeptieren. Als würde sich durch meine innere Blockadehaltung etwas daran ändern. Als würde Gott (oder wer auch immer) etwas an seinem Konzept ändern, wenn er merkt, dass jemand damit unzufrieden ist...
Hallo!
Muss gleich weg (Gott sei Dank: Ablenkung) und muss aber noch schnell etwas loswerden!
War vor 1er Stunde noch am ENDE, habe Deine gesamten Beiträge gelesen, manchmal sogar verschlungen und mir geht es grad sowas von gut! Danke!
Kurz für Dich zur Aufmunterung:
1. Hab ähnliche Situation, nur noch schlimmer :klatsch: (knapp 2 Jahre zusammen, seit 1er Woche von ihr keine Gefühle mehr, hab grad meinen 1.Job in der Fremde angefangen, bin unter der Woche deshalb ganz allein, kann nachts nicht schlafen)
2. ich bin 6 Jahre älter als Du und habe mich in vielen Wesenszügen von Dir extrem wiedererkannt, nur in abgeschwächter Form, bin ja auch älter und konnte an mir arbeiten. Du hast also noch ganz lange Zeit an Dir zu arbeiten, FANG SO SCHNELL DAMIT AN WIE NUR MÖGLICH!!! Ich habe es immer wieder aufgeschoben, weil es VERDAMMT SCHWER ist! Jetzt stehe ich mit 27 vor so einem Scherbenhaufen :party: , den Du in diesem Alter schon bewältigt haben kannst. Ich weiss jetzt nur dass ich mich wieder weiter entwickeln muss in den nächsten Wochen, sonst sterbe ich vor Schmerzen. Und ich wäre so gern ein kerngesunder Mensch wie meine ehem. Freundin, dann würde ich jetzt nicht so tief fallen wie ich es grad tuhe. Werde gesund und freu Dich dann auf deinen nächsten Liebeskummer, der 100% noch kommt, ich hatte ihn mit 22 schon einmal genauso stark wie jetzt :party:
VIEL VIEL POWER :party: wünsch ich DIR, ich schau morgen wieder rein! und sei froh dass Du Freunde hast!
Muss gleich weg (Gott sei Dank: Ablenkung) und muss aber noch schnell etwas loswerden!
War vor 1er Stunde noch am ENDE, habe Deine gesamten Beiträge gelesen, manchmal sogar verschlungen und mir geht es grad sowas von gut! Danke!
Kurz für Dich zur Aufmunterung:
1. Hab ähnliche Situation, nur noch schlimmer :klatsch: (knapp 2 Jahre zusammen, seit 1er Woche von ihr keine Gefühle mehr, hab grad meinen 1.Job in der Fremde angefangen, bin unter der Woche deshalb ganz allein, kann nachts nicht schlafen)
2. ich bin 6 Jahre älter als Du und habe mich in vielen Wesenszügen von Dir extrem wiedererkannt, nur in abgeschwächter Form, bin ja auch älter und konnte an mir arbeiten. Du hast also noch ganz lange Zeit an Dir zu arbeiten, FANG SO SCHNELL DAMIT AN WIE NUR MÖGLICH!!! Ich habe es immer wieder aufgeschoben, weil es VERDAMMT SCHWER ist! Jetzt stehe ich mit 27 vor so einem Scherbenhaufen :party: , den Du in diesem Alter schon bewältigt haben kannst. Ich weiss jetzt nur dass ich mich wieder weiter entwickeln muss in den nächsten Wochen, sonst sterbe ich vor Schmerzen. Und ich wäre so gern ein kerngesunder Mensch wie meine ehem. Freundin, dann würde ich jetzt nicht so tief fallen wie ich es grad tuhe. Werde gesund und freu Dich dann auf deinen nächsten Liebeskummer, der 100% noch kommt, ich hatte ihn mit 22 schon einmal genauso stark wie jetzt :party:
VIEL VIEL POWER :party: wünsch ich DIR, ich schau morgen wieder rein! und sei froh dass Du Freunde hast!
Wow! Mehr kann ich grad nicht sagen...
Ein Umschwung der Gefühle von 'total am Ende' auf 'sowas von gut' innerhalb von einer Stunde? Zu beneiden :] Bin froh, dass mein Thread Leute nicht nur runterzieht!
Hab leider auch keine Zeit mehr (Gott sei Dank: Ablenkung :D ), möchte aber auch noch sagen, dass ich mir diesen Beitrag noch mehrmals durchlesen werde. Vielleicht schaffe ich es ja ihn zu verinnerlichen und diese 'VERDAMMT SCHWERE' Aufgabe trotz aller Widrigkeiten zu meistern.
Ein Umschwung der Gefühle von 'total am Ende' auf 'sowas von gut' innerhalb von einer Stunde? Zu beneiden :] Bin froh, dass mein Thread Leute nicht nur runterzieht!
Hab leider auch keine Zeit mehr (Gott sei Dank: Ablenkung :D ), möchte aber auch noch sagen, dass ich mir diesen Beitrag noch mehrmals durchlesen werde. Vielleicht schaffe ich es ja ihn zu verinnerlichen und diese 'VERDAMMT SCHWERE' Aufgabe trotz aller Widrigkeiten zu meistern.
Lieber Lunaris,
Schade, dass Du nicht gerne liest... aber nicht schlimm, wir setzen einfach unseren Gedankenaustausch fort. Diese Gehetztheit, das Getriebenwerden und Gezwungen-Sein zum Anpassen an das "System", das uns umgibt, machen wirklich krank – ich glaube kein Psychologe würde ernsthaft bestreiten, dass unsere Gesellschaft unseren natürlichen Bedürfnissen im Wege steht. Aber wir sind nun mal auf diese Welt geworfen worden, haben es uns nicht ausgesucht und müssen nun damit leben. Dieses In-die-Welt-geworfen-Sein alleine ist schon Grund genug, einen Therapeuten aufsuchen zu müssen, im Grunde bräuchte jeder Mensch eine Therapie. Ich selbst habe mich nun fest zu einer entschlossen, ich verstehe Dich aber auch sehr gut, dass Du das nicht möchtest.
Was wir alle lernen müssen, ist wirklich, uns selbst zu lieben. Und zwar nicht nur unsere Stärken – denn das kann ja jeder – nein, wir müssen auch unsere schwachen Seiten erkennen, akzeptieren und auch lieben lernen. Sonst verlieren wir uns, denn all das gehört ja zu uns. Und wenn man auch seine Schwächen liebt und es schafft, diese gegenüber anderen einzugestehen, dann ist man frei. Ich sage das jetzt so einfach, bin aber natürlich selbst meilenweit davon entfernt, bin mir selbst überhaupt noch nicht im klaren über mich und wo die Reise mit mir hingehen wird. Nur denke ich, dass ich langsam erkenne, welches Gepäck ich noch mit mir herumschleppe und welche Stricke mich irgendwo festbinden.
Sag Dir nicht, dass Du zu verwöhnt bist. Wenn in Dir etwas schreit, wenn Du das Gefühl hast Dir fehlt etwas im Leben, dann hat das nichts mit Verwöhnung zu tun, sondern im Gegenteil, ich denke, dass Dir in Deiner Kindheit etwas Wesentliches gefehlt hat. Denke einmal darüber nach, was das sein könnte, das jetzt so starke Bedürfnisse in Dir auslöst. Seine eigene Geschichte zu erkennen ist oft der erste Schritt.
Gute Nacht und ein intensives Wochenende wünsche ich Dir,
Deine Mariala
Schade, dass Du nicht gerne liest... aber nicht schlimm, wir setzen einfach unseren Gedankenaustausch fort. Diese Gehetztheit, das Getriebenwerden und Gezwungen-Sein zum Anpassen an das "System", das uns umgibt, machen wirklich krank – ich glaube kein Psychologe würde ernsthaft bestreiten, dass unsere Gesellschaft unseren natürlichen Bedürfnissen im Wege steht. Aber wir sind nun mal auf diese Welt geworfen worden, haben es uns nicht ausgesucht und müssen nun damit leben. Dieses In-die-Welt-geworfen-Sein alleine ist schon Grund genug, einen Therapeuten aufsuchen zu müssen, im Grunde bräuchte jeder Mensch eine Therapie. Ich selbst habe mich nun fest zu einer entschlossen, ich verstehe Dich aber auch sehr gut, dass Du das nicht möchtest.
Was wir alle lernen müssen, ist wirklich, uns selbst zu lieben. Und zwar nicht nur unsere Stärken – denn das kann ja jeder – nein, wir müssen auch unsere schwachen Seiten erkennen, akzeptieren und auch lieben lernen. Sonst verlieren wir uns, denn all das gehört ja zu uns. Und wenn man auch seine Schwächen liebt und es schafft, diese gegenüber anderen einzugestehen, dann ist man frei. Ich sage das jetzt so einfach, bin aber natürlich selbst meilenweit davon entfernt, bin mir selbst überhaupt noch nicht im klaren über mich und wo die Reise mit mir hingehen wird. Nur denke ich, dass ich langsam erkenne, welches Gepäck ich noch mit mir herumschleppe und welche Stricke mich irgendwo festbinden.
Sag Dir nicht, dass Du zu verwöhnt bist. Wenn in Dir etwas schreit, wenn Du das Gefühl hast Dir fehlt etwas im Leben, dann hat das nichts mit Verwöhnung zu tun, sondern im Gegenteil, ich denke, dass Dir in Deiner Kindheit etwas Wesentliches gefehlt hat. Denke einmal darüber nach, was das sein könnte, das jetzt so starke Bedürfnisse in Dir auslöst. Seine eigene Geschichte zu erkennen ist oft der erste Schritt.
Gute Nacht und ein intensives Wochenende wünsche ich Dir,
Deine Mariala
Liebe Mariala,
tut mir leid, dass ich mich jetzt ‚etwas länger’ nicht gemeldet habe. Irgendwie fehlte mir die Motivation zu schreiben, oder der Wille, vielleicht auch nur der Kopf. Gut möglich, dass ich einfach Angst vor dem habe, was ich schreiben könnte. Dazu aber vielleicht später mehr. Erstmal möchte ich natürlich auf deine Worte eingehen. Das mit der Therapie ist so eine Sache. Mag sein, dass eigentlich jeder Mensch einen Therapeuten nötig hätte. Ich selber fühle mich auch oft so. Manchmal merke/denke ich auch, dass ich einfach etwas übertreibe. Auch hier habe ich Angst – Angst davor vielleicht schlimme Dinge an mir zu erkennen, die ich bisher erfolgreich verdrängt habe. Natürlich kann’s das nicht sein. Aber mir fehlt im Moment die nötige Kraft, mich mir selbst zu stellen, mir den Spiegel vorzuhalten und das höhnische Gelächter meines Spiegelbildes zu ertragen.
Selbstverantwortung… Das ist mir auf deine Ausführung hin eingefallen, was mir in meiner Kindheit fehlte. Natürlich müssen Eltern einem viel vorleben, bei meinen Eltern war es mit Sicherheit auch nicht zuviel. Meine Erziehung ist wohl überdurchschnittlich gut (ja, da bin ich stolz drauf…), aber wenn ich mal selbst Verantwortung übernehmen musste und nicht ‚richtig’ gehandelt habe, dann war da selten jemand, der mich zu meinem Glück ‚gezwungen’ hat. Meine Grundschullehrerin hat einmal über mich gesagt, dass sie sich manchmal tierisch über mich aufregt wenn ich etwas falsch mache, mir aber nicht böse sein kann wenn ich sie mit meinem Hundeblick anschaue. Irgendwie bezeichnend. Ich denke mal weitere Erklärungen erübrigen sich…
Mir wurde nie beigebracht Selbstverantwortung zu übernehmen, deshalb suche ich mir gern andere, die diese Verantwortung für mich übernehmen, was allerdings nie gut gehen kann.
Ob ich meine Geschichte damit richtig erkannt habe, kann ich selbst nicht genau sagen. Kein anderer kann es für mich tun, aber ich kann es im Moment auch nicht. Hinweise sind zu genüge da, aber ob meine Interpretation stimmt möchte ich nicht ausschließen.
Stricke, die dich festbinden… Ich spüre sie auch. Zumindest einen Strick spüre ich in letzter Zeit immer mehr. Ein Strick aus Stahlseil um mein Herz. Ich spüre ihn kaum, doch zieht sich die Schlinge immer mehr zu. Bei dem Gedanken daran bekomme ich es wieder mit der Angst zu tun. Dabei handelt es sich nicht, wie man jetzt vermuten könnte, um meine Ex…
Schon einmal habe ich schlechte Erfahrungen mit dieser Frau gemacht, bei einem weiteren Mal wäre es nicht anders, da kann ich mir sicher sein. Dennoch ist da diese Anziehungskraft, die ich immer dann spüre, wenn es mir schlecht geht. Ich habe sie bereits erwähnt. Ja, die ‚gute Bekannte’ mit der ich mich erst kürzlich unterhalten habe. Das erste Gespräch über mehr als 3 Sätze hinweg seit einem halben Jahr. Wer noch nicht genug gelesen hat kann sich ja mal den Thread dazu durchlesen… („Mehr als Freundschaft war nie drin“) Die Geschichte ist ja auch noch nicht lange her. Weiß nicht ob ich das jemals richtig verarbeitet habe. Irgendwie kommt es jedenfalls wieder hoch, oder ich baue mir Luftschlösser, an die ich nicht einmal selber glauben kann – geschweige denn jemand anderes…
Vielleicht war es nur dieses eine Gespräch letzten Mittwoch, aber ich merke wie sie sich Stück für Stück in meinen Kopf (und vielleicht auch in mein Herz?) schleicht. Nachdem für mich vor einem halben Jahr klar war, dass der Zug abgefahren ist (sie kam damals mit ihrem noch aktuellen Freund zusammen), habe ich den Kontakt zu ihr soweit wie möglich abgebrochen. Ob sie sich wohl Gedanken darüber gemacht hat? Dumme Frage… Warum frage ich mich das überhaupt? Schon wieder ein Stück weiter in meinen Kopf…
Das Gespräch am Mittwoch hat mir geholfen. Eine Woche nachdem meine jetzt Ex mir mein Herz ‚herausgerissen’ hatte, war das Gespräch mit ihr, das erste welches mich wieder etwas aufgemuntert hat, bei dem ich lächeln und ein paar Witze reißen konnte. Ich spürte wieder ein Stückchen Freiheit, welche ich noch 7 Tage zuvor verloren glaubte. Was ich mir insgeheim wünsche, was aber nie nicht in hunderttausend Jahren auf gar keinen Fall passieren wird… Genau das ist der Grund für diese Gedanken, diese neue Art von Unsicherheit.
Immer wieder zieht es mich zu den schwierigen Frauen – und sie ist mit Sicherheit die schwierigste von allen auf die ich je ‚ein Auge’ geworfen habe. Spontan würde ich behaupten, dass ich mich zu 80% in Frauen verknallt habe, bei denen im Voraus abzusehen war, dass es nichts wird. Meine erste Freundin war in einer Beziehung als sie mir ihre ‚Liebe’ gestand. Dass sie noch zu sehr an ihrem nun Ex hing, wusste ich schon vorher und mir hätte eigentlich klar sein müssen, dass die Geschichte kein glückliches Ende finden würde. Bis zu meiner letzten Freundin war da eine, die Männer wie Puppen behandelte, eine andere, die von sich selbst sagte, dass sie sich nicht vorstellen könnte jemals treu zu sein und eben und eben die Frau, die mir gerade im Kopf herumspukt. Zumindest früher extrem depressiv, wies SVV auf, hatte Bindungsängste und wurde bei ein paar Leuten als ‚Beziehungskiller’ bekannt, nachdem sie zwei Paare auseinander gebracht hatte. Kaum 1 Woche nachdem ich wegen ihr einen Nervenzusammenbruch hatte, war sie auch schon vergeben. Das war dann das Ende vom Lied und es folgte ab da eigentlich eine ruhige Phase meines Lebens. Ich konnte mich auf ‚wichtigere’ Dinge konzentrieren, spürte wieder Lebensfreude in mir und kam mit meiner jetzt Ex zusammen.
Ein halbes Jahr vergeht und ich drohe zurückzugehen, anstatt vorwärts zu laufen. Etwas zieht mich zurück… Ein Strick aus Stahlseil – und meinem Herz fehlt das Feuer ihn zu schmelzen…
Wie kann ich das abstellen? Wie kann ich damit abschließen? Warum ist da diese Anziehungskraft?
Das erste aufbauende Gespräch mit einer Frau seit meine Ex fort ist und ich sehe die ‚Neue’ gleich als meine Rettung aus meiner Misere. Ich begehe ein und denselben Fehler immer und immer wieder. Wie ein Krebs – ein Schritt vor, zwei zurück… Ich mache mich wieder abhängig. Ich sehe es und verhindere es nicht – Angst vor Veränderungen oder Selbstzerstörungstrieb? Bin ich ein Gewohnheitstier oder habe ich gerade den Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert?
EDIT: Lese ich zur Zeit immer bevor ich den Rechner runterfahre. Hab ich vor einem halben Jahr geschrieben. War kurz vor dem Nervenzusammenbruch... Ich selbst empfinde ich als das einzig wirklich gute Gedicht, das ich je geschrieben habe. Steckt eben sehr viel von mir drin...
Nebel
Kein Licht das den Weg erhellt
Ich stolpere durch die Nacht
Nebel erschwert die Sicht
Was mir den Weg so schwere macht
Doch schützt er mich auch
Vor den Augen der anderen
Deren Blicke mich durchbohren
Die mir Schmerzen bereiten in meinem Bauch
Lieber Dunkelheit, als Licht
Lieber Einsamkeit, als jemand
Der mich mit seinen Worten ersticht
Ein Ast, der mir die Beine stellt
Niemand da, der mich fängt
Geh mit Schmerzen weiter durch die Welt
Niemand da, der mich stützt.
Ich sinke zu Boden
Die Kraft in mir versiegt
Doch hätte ich nie erwartet
Das dort schon einer liegt
Weiche seinen Blicken aus
Zu spät - ich wurde erkannt
Versuche aufzustehen
Versuche wegzugehen
Doch bin ich wie ausgebrannt
Er spricht mich an
Ich versuch ihm auszuweichen
Doch fehlt auch nur dazu mir die Kraft
Merke wie er mit seinen Worten
In mir ein merkwürdiges Gefühl entfacht
So reden wir, weiß Gott wie lang
Mir ist ganz Angst und Bang
Was er mit seinen Worten mit mir anstellen kann.
Da merke ich wie die Dämmerung anbricht
Und mit jedem Worte das er spricht
Meine sichere Welt zerbricht
Als sich dann der Nebel lichtet
Und ein Hahn vom Sonnenaufgang berichtet
Kullern Tränen über sein Gesicht
Denn ist es auch seine Welt die gerade zerbricht.
Doch muss er mir nicht erst sagen
Dass seine Tränen nicht von Trauer
Sondern von Freude getragen
tut mir leid, dass ich mich jetzt ‚etwas länger’ nicht gemeldet habe. Irgendwie fehlte mir die Motivation zu schreiben, oder der Wille, vielleicht auch nur der Kopf. Gut möglich, dass ich einfach Angst vor dem habe, was ich schreiben könnte. Dazu aber vielleicht später mehr. Erstmal möchte ich natürlich auf deine Worte eingehen. Das mit der Therapie ist so eine Sache. Mag sein, dass eigentlich jeder Mensch einen Therapeuten nötig hätte. Ich selber fühle mich auch oft so. Manchmal merke/denke ich auch, dass ich einfach etwas übertreibe. Auch hier habe ich Angst – Angst davor vielleicht schlimme Dinge an mir zu erkennen, die ich bisher erfolgreich verdrängt habe. Natürlich kann’s das nicht sein. Aber mir fehlt im Moment die nötige Kraft, mich mir selbst zu stellen, mir den Spiegel vorzuhalten und das höhnische Gelächter meines Spiegelbildes zu ertragen.
Selbstverantwortung… Das ist mir auf deine Ausführung hin eingefallen, was mir in meiner Kindheit fehlte. Natürlich müssen Eltern einem viel vorleben, bei meinen Eltern war es mit Sicherheit auch nicht zuviel. Meine Erziehung ist wohl überdurchschnittlich gut (ja, da bin ich stolz drauf…), aber wenn ich mal selbst Verantwortung übernehmen musste und nicht ‚richtig’ gehandelt habe, dann war da selten jemand, der mich zu meinem Glück ‚gezwungen’ hat. Meine Grundschullehrerin hat einmal über mich gesagt, dass sie sich manchmal tierisch über mich aufregt wenn ich etwas falsch mache, mir aber nicht böse sein kann wenn ich sie mit meinem Hundeblick anschaue. Irgendwie bezeichnend. Ich denke mal weitere Erklärungen erübrigen sich…
Mir wurde nie beigebracht Selbstverantwortung zu übernehmen, deshalb suche ich mir gern andere, die diese Verantwortung für mich übernehmen, was allerdings nie gut gehen kann.
Ob ich meine Geschichte damit richtig erkannt habe, kann ich selbst nicht genau sagen. Kein anderer kann es für mich tun, aber ich kann es im Moment auch nicht. Hinweise sind zu genüge da, aber ob meine Interpretation stimmt möchte ich nicht ausschließen.
Stricke, die dich festbinden… Ich spüre sie auch. Zumindest einen Strick spüre ich in letzter Zeit immer mehr. Ein Strick aus Stahlseil um mein Herz. Ich spüre ihn kaum, doch zieht sich die Schlinge immer mehr zu. Bei dem Gedanken daran bekomme ich es wieder mit der Angst zu tun. Dabei handelt es sich nicht, wie man jetzt vermuten könnte, um meine Ex…
Schon einmal habe ich schlechte Erfahrungen mit dieser Frau gemacht, bei einem weiteren Mal wäre es nicht anders, da kann ich mir sicher sein. Dennoch ist da diese Anziehungskraft, die ich immer dann spüre, wenn es mir schlecht geht. Ich habe sie bereits erwähnt. Ja, die ‚gute Bekannte’ mit der ich mich erst kürzlich unterhalten habe. Das erste Gespräch über mehr als 3 Sätze hinweg seit einem halben Jahr. Wer noch nicht genug gelesen hat kann sich ja mal den Thread dazu durchlesen… („Mehr als Freundschaft war nie drin“) Die Geschichte ist ja auch noch nicht lange her. Weiß nicht ob ich das jemals richtig verarbeitet habe. Irgendwie kommt es jedenfalls wieder hoch, oder ich baue mir Luftschlösser, an die ich nicht einmal selber glauben kann – geschweige denn jemand anderes…
Vielleicht war es nur dieses eine Gespräch letzten Mittwoch, aber ich merke wie sie sich Stück für Stück in meinen Kopf (und vielleicht auch in mein Herz?) schleicht. Nachdem für mich vor einem halben Jahr klar war, dass der Zug abgefahren ist (sie kam damals mit ihrem noch aktuellen Freund zusammen), habe ich den Kontakt zu ihr soweit wie möglich abgebrochen. Ob sie sich wohl Gedanken darüber gemacht hat? Dumme Frage… Warum frage ich mich das überhaupt? Schon wieder ein Stück weiter in meinen Kopf…
Das Gespräch am Mittwoch hat mir geholfen. Eine Woche nachdem meine jetzt Ex mir mein Herz ‚herausgerissen’ hatte, war das Gespräch mit ihr, das erste welches mich wieder etwas aufgemuntert hat, bei dem ich lächeln und ein paar Witze reißen konnte. Ich spürte wieder ein Stückchen Freiheit, welche ich noch 7 Tage zuvor verloren glaubte. Was ich mir insgeheim wünsche, was aber nie nicht in hunderttausend Jahren auf gar keinen Fall passieren wird… Genau das ist der Grund für diese Gedanken, diese neue Art von Unsicherheit.
Immer wieder zieht es mich zu den schwierigen Frauen – und sie ist mit Sicherheit die schwierigste von allen auf die ich je ‚ein Auge’ geworfen habe. Spontan würde ich behaupten, dass ich mich zu 80% in Frauen verknallt habe, bei denen im Voraus abzusehen war, dass es nichts wird. Meine erste Freundin war in einer Beziehung als sie mir ihre ‚Liebe’ gestand. Dass sie noch zu sehr an ihrem nun Ex hing, wusste ich schon vorher und mir hätte eigentlich klar sein müssen, dass die Geschichte kein glückliches Ende finden würde. Bis zu meiner letzten Freundin war da eine, die Männer wie Puppen behandelte, eine andere, die von sich selbst sagte, dass sie sich nicht vorstellen könnte jemals treu zu sein und eben und eben die Frau, die mir gerade im Kopf herumspukt. Zumindest früher extrem depressiv, wies SVV auf, hatte Bindungsängste und wurde bei ein paar Leuten als ‚Beziehungskiller’ bekannt, nachdem sie zwei Paare auseinander gebracht hatte. Kaum 1 Woche nachdem ich wegen ihr einen Nervenzusammenbruch hatte, war sie auch schon vergeben. Das war dann das Ende vom Lied und es folgte ab da eigentlich eine ruhige Phase meines Lebens. Ich konnte mich auf ‚wichtigere’ Dinge konzentrieren, spürte wieder Lebensfreude in mir und kam mit meiner jetzt Ex zusammen.
Ein halbes Jahr vergeht und ich drohe zurückzugehen, anstatt vorwärts zu laufen. Etwas zieht mich zurück… Ein Strick aus Stahlseil – und meinem Herz fehlt das Feuer ihn zu schmelzen…
Wie kann ich das abstellen? Wie kann ich damit abschließen? Warum ist da diese Anziehungskraft?
Das erste aufbauende Gespräch mit einer Frau seit meine Ex fort ist und ich sehe die ‚Neue’ gleich als meine Rettung aus meiner Misere. Ich begehe ein und denselben Fehler immer und immer wieder. Wie ein Krebs – ein Schritt vor, zwei zurück… Ich mache mich wieder abhängig. Ich sehe es und verhindere es nicht – Angst vor Veränderungen oder Selbstzerstörungstrieb? Bin ich ein Gewohnheitstier oder habe ich gerade den Selbstzerstörungsmechanismus aktiviert?
EDIT: Lese ich zur Zeit immer bevor ich den Rechner runterfahre. Hab ich vor einem halben Jahr geschrieben. War kurz vor dem Nervenzusammenbruch... Ich selbst empfinde ich als das einzig wirklich gute Gedicht, das ich je geschrieben habe. Steckt eben sehr viel von mir drin...
Nebel
Kein Licht das den Weg erhellt
Ich stolpere durch die Nacht
Nebel erschwert die Sicht
Was mir den Weg so schwere macht
Doch schützt er mich auch
Vor den Augen der anderen
Deren Blicke mich durchbohren
Die mir Schmerzen bereiten in meinem Bauch
Lieber Dunkelheit, als Licht
Lieber Einsamkeit, als jemand
Der mich mit seinen Worten ersticht
Ein Ast, der mir die Beine stellt
Niemand da, der mich fängt
Geh mit Schmerzen weiter durch die Welt
Niemand da, der mich stützt.
Ich sinke zu Boden
Die Kraft in mir versiegt
Doch hätte ich nie erwartet
Das dort schon einer liegt
Weiche seinen Blicken aus
Zu spät - ich wurde erkannt
Versuche aufzustehen
Versuche wegzugehen
Doch bin ich wie ausgebrannt
Er spricht mich an
Ich versuch ihm auszuweichen
Doch fehlt auch nur dazu mir die Kraft
Merke wie er mit seinen Worten
In mir ein merkwürdiges Gefühl entfacht
So reden wir, weiß Gott wie lang
Mir ist ganz Angst und Bang
Was er mit seinen Worten mit mir anstellen kann.
Da merke ich wie die Dämmerung anbricht
Und mit jedem Worte das er spricht
Meine sichere Welt zerbricht
Als sich dann der Nebel lichtet
Und ein Hahn vom Sonnenaufgang berichtet
Kullern Tränen über sein Gesicht
Denn ist es auch seine Welt die gerade zerbricht.
Doch muss er mir nicht erst sagen
Dass seine Tränen nicht von Trauer
Sondern von Freude getragen
Auch wenn der Tag heute, um es mit den Worten unseres 'noch' 'Bundeskanzlers' zu sagen, eher suboptimal verlief, fühle ich mich jetzt irgendwie richtig gut. Ich möchte fast behaupten 'unbeschwert'. Vielleicht tat es mir ja ganz gut gestern mal wieder zu schreiben.
In dieser Welt, wo alles grau verweht,
klingt ihr Gesang in mir wie ein Gebet.
Als würde sie zu mir gehören...
Ich hör sie rufen - ich kann sie hören.
In dieser Welt, wo alles grau verweht,
klingt ihr Gesang in mir wie ein Gebet.
Als würde sie zu mir gehören...
Ich hör sie rufen - ich kann sie hören.
Unerwartet bekomme ich heute eine SMS. Es ist Tag X. Ich sehe meine Ex das erste mal seit der Trennung wieder. Wir haben uns für abends 8.00Uhr verabredet, um noch mal miteinander zu reden. Naja, seit meinem Brief ist ja nun schon eine Woche vergangen und ich muss zugeben, dass er nicht mehr aktuell ist. Gott sei Dank hat es nicht lange gedauert bis ich mit der neuen Situation klar kam. Klar ist es schwer und ich vermisse auch die Zweisamkeit, allerdings denke ich nicht darüber nach. Ich denke momentan auch nicht viel über sie nach…
Ich wird dann auf jeden Fall noch mal später am Tag berichten, wie das Gespräch verlief.
Was werde ich ihr nun sagen? Ich werde ihr danken. Ich werde ich dafür danken, dass sie die letzten zwei Monate bei mir war, dass ich für diese Zeit wirklich glücklich und unbeschwert leben konnte. Auch dafür, dass sie ehrlich zu mir war, werde ich ihr danken – dass sie die Sache beendet hat, bevor einer von uns noch mehr leiden musste. Dank ihr wurde ich gezwungen über mich nachzudenken, zu analysieren, meine Fehler zu erkennen. Im Endeffekt hat sie mir geholfen, zu mir selbst zu finden.
Ich werde mich für meinen Brief entschuldigen, dass er zu überhastet geschrieben wurde, dass ich sie damit belastet habe, dass ich sie unter Druck gesetzt habe. Das war ein Fehler (aber Fehler gehören ja zum Lernprozess dazu, nicht wahr?)…
Ich werde ihr sagen, dass ich den Kontakt zu ihr in naher Zukunft nicht suchen, aber auch nicht unter allen Umständen meiden werde. Ich werde diese Zeit in verdammt guter Erinnerung behalten und mich freuen, sie erlebt haben zu dürfen. Ich werde die Zweisamkeit noch oft vermissen, ich werde die körperliche Nähe, die Geborgenheit vermissen UND ich werde SIE vermissen – aber werde lernen müssen, damit umzugehen. Vor allem aber werde ich nicht davor zurückschrecken, es wieder darauf ankommen zu lassen. Mit ihr? Nicht jetzt, nicht in naher Zukunft. Das glaube ich zumindest. Wirkliche Gewissheit werde ich frühestens nach dem heutigen Gespräch haben. Es könnte aber im Moment auch gar nicht zwischen uns gut gehen. Dafür ist die Trennung weder frisch genug, noch lang genug her.
Klingt jetzt alles so distanziert, so abgeklärt, so vernünftig – irgendwie gar nicht meine Art…
Ich wird dann auf jeden Fall noch mal später am Tag berichten, wie das Gespräch verlief.
Was werde ich ihr nun sagen? Ich werde ihr danken. Ich werde ich dafür danken, dass sie die letzten zwei Monate bei mir war, dass ich für diese Zeit wirklich glücklich und unbeschwert leben konnte. Auch dafür, dass sie ehrlich zu mir war, werde ich ihr danken – dass sie die Sache beendet hat, bevor einer von uns noch mehr leiden musste. Dank ihr wurde ich gezwungen über mich nachzudenken, zu analysieren, meine Fehler zu erkennen. Im Endeffekt hat sie mir geholfen, zu mir selbst zu finden.
Ich werde mich für meinen Brief entschuldigen, dass er zu überhastet geschrieben wurde, dass ich sie damit belastet habe, dass ich sie unter Druck gesetzt habe. Das war ein Fehler (aber Fehler gehören ja zum Lernprozess dazu, nicht wahr?)…
Ich werde ihr sagen, dass ich den Kontakt zu ihr in naher Zukunft nicht suchen, aber auch nicht unter allen Umständen meiden werde. Ich werde diese Zeit in verdammt guter Erinnerung behalten und mich freuen, sie erlebt haben zu dürfen. Ich werde die Zweisamkeit noch oft vermissen, ich werde die körperliche Nähe, die Geborgenheit vermissen UND ich werde SIE vermissen – aber werde lernen müssen, damit umzugehen. Vor allem aber werde ich nicht davor zurückschrecken, es wieder darauf ankommen zu lassen. Mit ihr? Nicht jetzt, nicht in naher Zukunft. Das glaube ich zumindest. Wirkliche Gewissheit werde ich frühestens nach dem heutigen Gespräch haben. Es könnte aber im Moment auch gar nicht zwischen uns gut gehen. Dafür ist die Trennung weder frisch genug, noch lang genug her.
Klingt jetzt alles so distanziert, so abgeklärt, so vernünftig – irgendwie gar nicht meine Art…
Hallo ihr Lieben,
der Abend war irgendwie (dieses Wort verwende ich eindeutig zu oft!) merkwürdig. Das erste Mal seit 2 Wochen habe ich sie jetzt gesehen. Das ganze ging 2 ½ Stunden und war für sie erleichternd und für mich hats die Sache besser, aber auch tragischer gemacht.
Tja… bis ich ihr das, was ich ihr sagen wollte, richtig vermitteln konnte, verging sicher eine Stunde. Ich habe mich entschuldigt für die Nachrichten, für die Briefe, weil ich ihr damit unbewusst ein schlechtes Gewissen eingeredet habe. Die Gesprächsatmosphäre war eigentlich ganz entspannt. Bin gerade dabei das ganze für mich zu verarbeiten und es zu einem Abschluss zu bringen. Jetzt habe ich wenigstens den Grund erfahren, warum das Gefühl nicht mehr gestimmt hat. Sie hat vor einem Monat mit einem anderen Kerl rumgeknutscht (beide waren besoffen, aber das ist ja bekanntlich keine Ausrede – auch für sie nicht). Ich muss dazu sagen, dass es völlig gegen all ihre Prinzipien verstößt. Sie geht nicht fremd, selbst wenn sie es wollte. Dass sie es trotzdem gemacht hat, hat ihr gezeigt, dass unsere Beziehung keine Chance mehr hatte. Für mich dumm gelaufen, dass sie ‚so lange’ dafür gebraucht hat, die Konsequenzen daraus zu ziehen und noch dümmer, dass es länger gedauert hat, mir die ganze Wahrheit zu sagen. Aber jetzt ist es raus und das ist in Ordnung. Ich bin weniger wütend, als ich dachte. Ich bin weniger wütend, als ich glaube sein zu ‚müssen’. Da ich ja sowieso dabei war mit der Beziehung abzuschließen, sollte mich ja dieser Fall von Untreue dabei nicht weiter stören. Der Wehmutstropfen, der mir allerdings jetzt noch nachgeht ist, dass sie selber gesagt hat zu bereuen, dass sie mit dieser Aktion (die gar nicht ihr Stil ist) sich selbst der Möglichkeit beraubt hat, unserer Beziehung eine Chance zu geben. Soll das heißen, dass wir noch zusammen wären, wenn ich an dem Abend bei ihr gewesen wäre? Keine Ahnung. Bitter, dass es nach 2 Monaten so enden muss. Ich kanns nicht fassen. Mir stehen Tränen im Gesicht. Es ist nicht Verzweiflung, sondern Trauer. Hätte es auch so nicht geklappt? Fragen, die niemand je beantworten kann, die mir aber mit einem Mal wieder richtig wehtun. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen jetzt noch mehr zu schreiben, aber irgendwie geht es nicht…
der Abend war irgendwie (dieses Wort verwende ich eindeutig zu oft!) merkwürdig. Das erste Mal seit 2 Wochen habe ich sie jetzt gesehen. Das ganze ging 2 ½ Stunden und war für sie erleichternd und für mich hats die Sache besser, aber auch tragischer gemacht.
Tja… bis ich ihr das, was ich ihr sagen wollte, richtig vermitteln konnte, verging sicher eine Stunde. Ich habe mich entschuldigt für die Nachrichten, für die Briefe, weil ich ihr damit unbewusst ein schlechtes Gewissen eingeredet habe. Die Gesprächsatmosphäre war eigentlich ganz entspannt. Bin gerade dabei das ganze für mich zu verarbeiten und es zu einem Abschluss zu bringen. Jetzt habe ich wenigstens den Grund erfahren, warum das Gefühl nicht mehr gestimmt hat. Sie hat vor einem Monat mit einem anderen Kerl rumgeknutscht (beide waren besoffen, aber das ist ja bekanntlich keine Ausrede – auch für sie nicht). Ich muss dazu sagen, dass es völlig gegen all ihre Prinzipien verstößt. Sie geht nicht fremd, selbst wenn sie es wollte. Dass sie es trotzdem gemacht hat, hat ihr gezeigt, dass unsere Beziehung keine Chance mehr hatte. Für mich dumm gelaufen, dass sie ‚so lange’ dafür gebraucht hat, die Konsequenzen daraus zu ziehen und noch dümmer, dass es länger gedauert hat, mir die ganze Wahrheit zu sagen. Aber jetzt ist es raus und das ist in Ordnung. Ich bin weniger wütend, als ich dachte. Ich bin weniger wütend, als ich glaube sein zu ‚müssen’. Da ich ja sowieso dabei war mit der Beziehung abzuschließen, sollte mich ja dieser Fall von Untreue dabei nicht weiter stören. Der Wehmutstropfen, der mir allerdings jetzt noch nachgeht ist, dass sie selber gesagt hat zu bereuen, dass sie mit dieser Aktion (die gar nicht ihr Stil ist) sich selbst der Möglichkeit beraubt hat, unserer Beziehung eine Chance zu geben. Soll das heißen, dass wir noch zusammen wären, wenn ich an dem Abend bei ihr gewesen wäre? Keine Ahnung. Bitter, dass es nach 2 Monaten so enden muss. Ich kanns nicht fassen. Mir stehen Tränen im Gesicht. Es ist nicht Verzweiflung, sondern Trauer. Hätte es auch so nicht geklappt? Fragen, die niemand je beantworten kann, die mir aber mit einem Mal wieder richtig wehtun. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen jetzt noch mehr zu schreiben, aber irgendwie geht es nicht…
Lieber Lunaris,
Ich habe geschwiegen die letzten Tage, aber ich habe Deine Geschichte weiter verfolgt und mich auch über Deine Gedichte gefreut. Im Moment kann ich Dir kaum schreiben, weil ich für meine Magisterprüfung lerne, aber Du musst wissen, dass ich als treue Leserin für Dich da bin. Es interessiert mich sehr, wie Du selbst Dich jetzt, nach dem erneuten Treffen mit Deiner vergangenen Liebe, siehst. Dass Du Dich nach so kurzer Zeit wieder mit ihr konfrontierst finde ich mutig und die Worte, die Du für sie vorbereitet hast, erscheinen mir schön, da sie ihr zeigen, dass Du sie weiterhin für etwas sehr Wertvolles hältst, das Dir viel geben konnte trotz des jähen Endes.
Ich hoffe, dass Du auch nach dem Gespräch mit ihr weiter Aufwind hast, trotzdem aber nicht die Dinge aus den Augen verlierst, über die wir gesprochen haben – bleibe Deinem Selbst auf der Spur! Aber ich habe keine Angst, dass Du in der Normalität versumpfen wirst, Du bist ein außergewöhnlicher junger Mann und auf einem guten Weg.
Eine gute Nacht wünscht Dir
Deine Mariala
Ich habe geschwiegen die letzten Tage, aber ich habe Deine Geschichte weiter verfolgt und mich auch über Deine Gedichte gefreut. Im Moment kann ich Dir kaum schreiben, weil ich für meine Magisterprüfung lerne, aber Du musst wissen, dass ich als treue Leserin für Dich da bin. Es interessiert mich sehr, wie Du selbst Dich jetzt, nach dem erneuten Treffen mit Deiner vergangenen Liebe, siehst. Dass Du Dich nach so kurzer Zeit wieder mit ihr konfrontierst finde ich mutig und die Worte, die Du für sie vorbereitet hast, erscheinen mir schön, da sie ihr zeigen, dass Du sie weiterhin für etwas sehr Wertvolles hältst, das Dir viel geben konnte trotz des jähen Endes.
Ich hoffe, dass Du auch nach dem Gespräch mit ihr weiter Aufwind hast, trotzdem aber nicht die Dinge aus den Augen verlierst, über die wir gesprochen haben – bleibe Deinem Selbst auf der Spur! Aber ich habe keine Angst, dass Du in der Normalität versumpfen wirst, Du bist ein außergewöhnlicher junger Mann und auf einem guten Weg.
Eine gute Nacht wünscht Dir
Deine Mariala
Ich hoffe ich hab mich jetzt wieder einigermaßen gefangen… Verdammt! Ich weiß, die Trennung ist erst 2 Wochen her und es ist in Ordnung, wenn ich damit noch zu kämpfen habe… Aber eigentlich ist es doch nur dieser eine Satz. Dieser eine verdammte Satz, der mich wieder aus der Bahn geworfen hat. Eigentlich ging es mir doch so gut. Wir haben heute abend so viel gesprochen. Ich habe ihr viele Dinge erzählt, Dinge die ich auch hier im Forum geschrieben habe. Mir ging es so gut. Ich war so erleichtert (und sie auch). Sie bereut es, die Chancen für die Beziehung verspielt zu haben. Irgendwie idealistisch, zu denken in einer funktionierenden Beziehung würde man nicht fremdgehen. Etwas was von mir kommen könnte. Aber im Moment verfluche ich diesen Idealismus. Ich habe gesagt ich sei enttäuscht, dass sie es mir nicht früher gesagt hat, dass ich es aber verstehen kann.
Ich habe ihr gesagt, dass es mir eigentlich der Situation nach viel zu gut geht, besser als es mir gehen sollte (besser als ich es kenne…). Sie meinte nur ich sollte nicht soviel nachdenken und nicht so selbstkritisch sein. Solange es mir gut ginge, bestünde kein Grund, über mich selbst so kritisch nachzudenken. Komisch. Eigentlich habe ich mir ja genau das vorgenommen, aber nach dem heutigen Abend fühle ich mich wieder total verunsichert.
Realistisch gesehen wäre das mit dem Vertrauen schwierig, wenn sie es mir gesagt hätte, während wir noch zusammen waren. (Mir gehen gerade so viele Gedanken durch den Kopf, dass ich Probleme habe sie zu ordnen) Manchmal ist Reflektieren echt das Letzte. Wenn man von jedem Punkt, von jeder Situation aus JEDE Möglichkeit in Betracht zieht, dann macht man sich dadurch nur verrückt. Das ist wirklich mies.
Es ist schon spät. Ich werde morgen weiter schreiben…
PS: Mariala, jetzt erst lese ich deinen Beitrag. Dank dafür. Meine Zeit ist leider knapp. Und was du ja nun lesen konntest, erfüllt leider auch nicht deine (und meine) Hoffnungen. Mal sehen wie ich morgen darüber denke...
Ich habe ihr gesagt, dass es mir eigentlich der Situation nach viel zu gut geht, besser als es mir gehen sollte (besser als ich es kenne…). Sie meinte nur ich sollte nicht soviel nachdenken und nicht so selbstkritisch sein. Solange es mir gut ginge, bestünde kein Grund, über mich selbst so kritisch nachzudenken. Komisch. Eigentlich habe ich mir ja genau das vorgenommen, aber nach dem heutigen Abend fühle ich mich wieder total verunsichert.
Realistisch gesehen wäre das mit dem Vertrauen schwierig, wenn sie es mir gesagt hätte, während wir noch zusammen waren. (Mir gehen gerade so viele Gedanken durch den Kopf, dass ich Probleme habe sie zu ordnen) Manchmal ist Reflektieren echt das Letzte. Wenn man von jedem Punkt, von jeder Situation aus JEDE Möglichkeit in Betracht zieht, dann macht man sich dadurch nur verrückt. Das ist wirklich mies.
Es ist schon spät. Ich werde morgen weiter schreiben…
PS: Mariala, jetzt erst lese ich deinen Beitrag. Dank dafür. Meine Zeit ist leider knapp. Und was du ja nun lesen konntest, erfüllt leider auch nicht deine (und meine) Hoffnungen. Mal sehen wie ich morgen darüber denke...
Der Tag danach…
Ich habe heute ein längeres Gespräch mit einem sehr guten Freund geführt. Er hat sich noch mit meiner Ex unterhalten bevor sie schluss gemacht hat. Er hat gewusst, dass sie mit einem anderen (übrigens ein Kumpel von mir mit dem ich früher mehr zu tun hatte) rumgemacht hat. Das Gespräch hat mir viel gebracht. Ich versuch es noch niederzuschreiben bevor mein Gehirn es wieder verdrängt. Ich muss mir darüber im Klaren werden, ob ich sie vermisse oder die Zeit in der wir zusammen waren. Ich lege mir eine Liste an und versuche dort festzuhalten, was ich an ihr zu lieben gelernt habe. Vielleicht hilft mir das ja.
Danach gibt es zwei Möglichkeiten. Abschließen oder um sie kämpfen. Abschließen ist ja eine Sache für sich. Das Kämpfen allerdings… tja… Mir kommt es immer mehr so vor, als hätte sie sich aus der Verantwortung gestohlen. Sie hat mit mir schluss gemacht, weil es sich für sie nicht oder nicht mehr richtig anfühlt. Es fühlt sich nicht mehr richtig an, weil sie glaubt, in einer funktionierenden Beziehung unter keinen Umständen gegen ihre Ideale und Prinzipien zu verstoßen. Das hat sie aber gemacht. Deshalb ist Schluss. Ich dreh mich im Kreis und versteh es nicht.
Kurze Gedankenspiele:
Hätte sie es mir gesagt, als wir noch zusammen waren, hätte ich ihr vergeben. Das Vertrauen wäre erschüttert, aber ich hätte versucht, daran zu arbeiten.
Hätte sie es mir an dem Abend, als sie schluss gemacht hat, gesagt, hätte sich nichts an meinen Worten geändert. ‚Ich wollte nie, dass du gehst!’
Sie hat es mir aber eben erst zwei Wochen danach gesagt… (über ein Monat nachdem sie fremdgegangen ist) Ich verstehe, dass sie es sich nicht getraut hat. Ich verstehe, dass sie sich in ihren Urlaub geflüchtet hat, um darüber nachzudenken. Ich verstehe auch, dass sie mich an dem Horrorabend nicht noch weiter runterziehen wollte. Nach dem Motto: ‚Hey, ich mach schluss! Ach ja, ich hatte da übrigens vor zwei Wochen was mit blabla und mach das deshalb. Du darfst mich jetzt hassen. Das macht es leichter für dich, mich zu vergessen…’ Damit hätte sie es sich wohl zu einfach gemacht.
Zwei Wochen lang hab ich mich zum ‚Nullpunkt’ runtergearbeitet, um von vorne beginnen zu können. Dieser ‚Selbstfindungsprozess’ war wichtig für mich. Dennoch kommen jetzt an diesem Nullpunkt Zweifel auf. Eigentlich lief alles ganz gut. Besser hätte es ja fast nicht laufen können. Die ganze Situation ist dennoch tragisch. Ich verstehe nicht, wieso sie die Beziehung einfach so aufgegeben hat. Ich verstehe sie einfach nicht. Hört sich vielleicht ganz gut an, seinen Idealen und Prinzipien zu folgen, aber richtig ist das deshalb noch lange nicht. Aber was ist in der Liebe schon ‚richtig’? Am liebsten würde ich mich sofort wieder mit ihr treffen um sie das zu fragen und ihr zu sagen, was mich belastet. Mein Problem ist allerdings, dass ich in einem Gespräch selbst nach langer Vorbereitung nicht dazu komme, alles zu sagen was ich sagen will. Ich schaffe es auch nicht sofort so zu reagieren wie ich es will. Zudem kommt noch das Problem, dass ich schon wegen dem Brief ein sauschlechtes Gewissen hatte. Damit habe ich sie ja unter Druck gesetzt. Sie war zwei Wochen lang krank – die letzten zwei Wochen. Sie selber sagt: psychosomatisch!
Ich kann mich doch ihr jetzt nicht einfach aufdrängen und sagen: Hör zu, es ist FALSCH der Beziehung keine Chance zu geben, nur weil du Ideale und Prinzipien hast, die völlig weltfremd sind!
Den Eindruck macht es auf mich nämlich gerade. In einer Beziehung kann es IMMER passieren, dass man fremdgeht. Aber eine feste Beziehung hält das aus. Das ist meine Ansicht. Ich kann mir selber nicht vorstellen, jemals fremdzugehen. Aber wenn eine Menge Alkohol im Spiel ist und man nicht mehr genug nachdenkt, dann kann das eben passieren. Das ist nicht schön, aber es ist wahr! Davor kann sich niemand verschließen – auch sie nicht. Deshalb habe ich geschrieben, ich denke sie stiehlt sich aus der Verantwortung. Aber sagen kann ich’s ihr nicht… Grotesk!
EDIT: Habe die Liste jetzt geschrieben und ich glaube ich will sie zurück!
Ich habe heute ein längeres Gespräch mit einem sehr guten Freund geführt. Er hat sich noch mit meiner Ex unterhalten bevor sie schluss gemacht hat. Er hat gewusst, dass sie mit einem anderen (übrigens ein Kumpel von mir mit dem ich früher mehr zu tun hatte) rumgemacht hat. Das Gespräch hat mir viel gebracht. Ich versuch es noch niederzuschreiben bevor mein Gehirn es wieder verdrängt. Ich muss mir darüber im Klaren werden, ob ich sie vermisse oder die Zeit in der wir zusammen waren. Ich lege mir eine Liste an und versuche dort festzuhalten, was ich an ihr zu lieben gelernt habe. Vielleicht hilft mir das ja.
Danach gibt es zwei Möglichkeiten. Abschließen oder um sie kämpfen. Abschließen ist ja eine Sache für sich. Das Kämpfen allerdings… tja… Mir kommt es immer mehr so vor, als hätte sie sich aus der Verantwortung gestohlen. Sie hat mit mir schluss gemacht, weil es sich für sie nicht oder nicht mehr richtig anfühlt. Es fühlt sich nicht mehr richtig an, weil sie glaubt, in einer funktionierenden Beziehung unter keinen Umständen gegen ihre Ideale und Prinzipien zu verstoßen. Das hat sie aber gemacht. Deshalb ist Schluss. Ich dreh mich im Kreis und versteh es nicht.
Kurze Gedankenspiele:
Hätte sie es mir gesagt, als wir noch zusammen waren, hätte ich ihr vergeben. Das Vertrauen wäre erschüttert, aber ich hätte versucht, daran zu arbeiten.
Hätte sie es mir an dem Abend, als sie schluss gemacht hat, gesagt, hätte sich nichts an meinen Worten geändert. ‚Ich wollte nie, dass du gehst!’
Sie hat es mir aber eben erst zwei Wochen danach gesagt… (über ein Monat nachdem sie fremdgegangen ist) Ich verstehe, dass sie es sich nicht getraut hat. Ich verstehe, dass sie sich in ihren Urlaub geflüchtet hat, um darüber nachzudenken. Ich verstehe auch, dass sie mich an dem Horrorabend nicht noch weiter runterziehen wollte. Nach dem Motto: ‚Hey, ich mach schluss! Ach ja, ich hatte da übrigens vor zwei Wochen was mit blabla und mach das deshalb. Du darfst mich jetzt hassen. Das macht es leichter für dich, mich zu vergessen…’ Damit hätte sie es sich wohl zu einfach gemacht.
Zwei Wochen lang hab ich mich zum ‚Nullpunkt’ runtergearbeitet, um von vorne beginnen zu können. Dieser ‚Selbstfindungsprozess’ war wichtig für mich. Dennoch kommen jetzt an diesem Nullpunkt Zweifel auf. Eigentlich lief alles ganz gut. Besser hätte es ja fast nicht laufen können. Die ganze Situation ist dennoch tragisch. Ich verstehe nicht, wieso sie die Beziehung einfach so aufgegeben hat. Ich verstehe sie einfach nicht. Hört sich vielleicht ganz gut an, seinen Idealen und Prinzipien zu folgen, aber richtig ist das deshalb noch lange nicht. Aber was ist in der Liebe schon ‚richtig’? Am liebsten würde ich mich sofort wieder mit ihr treffen um sie das zu fragen und ihr zu sagen, was mich belastet. Mein Problem ist allerdings, dass ich in einem Gespräch selbst nach langer Vorbereitung nicht dazu komme, alles zu sagen was ich sagen will. Ich schaffe es auch nicht sofort so zu reagieren wie ich es will. Zudem kommt noch das Problem, dass ich schon wegen dem Brief ein sauschlechtes Gewissen hatte. Damit habe ich sie ja unter Druck gesetzt. Sie war zwei Wochen lang krank – die letzten zwei Wochen. Sie selber sagt: psychosomatisch!
Ich kann mich doch ihr jetzt nicht einfach aufdrängen und sagen: Hör zu, es ist FALSCH der Beziehung keine Chance zu geben, nur weil du Ideale und Prinzipien hast, die völlig weltfremd sind!
Den Eindruck macht es auf mich nämlich gerade. In einer Beziehung kann es IMMER passieren, dass man fremdgeht. Aber eine feste Beziehung hält das aus. Das ist meine Ansicht. Ich kann mir selber nicht vorstellen, jemals fremdzugehen. Aber wenn eine Menge Alkohol im Spiel ist und man nicht mehr genug nachdenkt, dann kann das eben passieren. Das ist nicht schön, aber es ist wahr! Davor kann sich niemand verschließen – auch sie nicht. Deshalb habe ich geschrieben, ich denke sie stiehlt sich aus der Verantwortung. Aber sagen kann ich’s ihr nicht… Grotesk!
EDIT: Habe die Liste jetzt geschrieben und ich glaube ich will sie zurück!
Lieber Lunaris,
Du hast Dich also entschlossen, zu kämpfen? Wenn Du noch eine Chance siehst und sie auch wirklich willst, dann versuche es! Dann musst Du Dir niemals Vorwürfe machen, dass Du Dir etwas hast entgehen lassen, was eigentlich wichtig gewesen wäre für Dich.
Und doch habe ich einige Zweifel: Wenn sie nach allem was passiert ist an sich zweifelt, an ihren Gefühlen, an der Beziehung – wie sollst dann DU die Größe aufbringen können und an Euch beide glauben? Kannst Du das, nach zwei Wochen Hölle, in denen Du nicht wusstest was los war, nach dem Geständnis, dass sie Dir fremd gegangen ist?
Als idealistisch bezeichnest Du sie, mit ihren Prinzipien, die sie einhalten möchte... man kann es wirklich so drehen, dass sie Schluss gemacht hat, weil sie gegen ihre Prinzipien verstoßen hat, aber man könnte es auch anders sehen: sie hat gegen ihre Prinzipien verstoßen, weil sie Dich nicht wirklich liebt und weil sie Dich nicht wirklich liebt hat sie in Wahrheit Schluss gemacht. Variante zwei ist wesentlich schmerzhafter, und ich schreibe so etwas nicht gerne, doch gerade jetzt, wo Du am "Nullpunkt", dem Punkt, an dem sich entscheidet, wohin der Zeiger ausschlagen wird, angekommen bist, solltest Du Ehrlichkeit als Deine wichtigste Begleiterin zu Dir nehmen.
Ich weiß, wie schwer ein solches Treffen ist, ich habe bisher eines hinter mich gebracht und vieles sagen können, was ich hatte sagen wollen, doch sind mir später immer wieder neue Gedanken gekommen, die ich auch noch gerne mitgeteilt hätte. Daher wird es vielleicht ein zweites Treffen geben, auch wenn ich nicht wirklich weiß, was ich mir davon versprechen soll.
Lunaris, aus Deinen Worten spricht viel Kraft, wenn jemand Deine Liebste noch vom Auferstehen der Liebe aus den Ruinen Eurer Beziehung überzeugen kann, dann bist es Du. Aber invenstiere die Kraft nur, wenn Du Dir sicher bist, dass sie es auch wirklich wert ist, dass Du wirklich sie vermisst und nicht nur die Liebe an sich.
Gute Nacht,
Deine erschöpfte Mariala
Du hast Dich also entschlossen, zu kämpfen? Wenn Du noch eine Chance siehst und sie auch wirklich willst, dann versuche es! Dann musst Du Dir niemals Vorwürfe machen, dass Du Dir etwas hast entgehen lassen, was eigentlich wichtig gewesen wäre für Dich.
Und doch habe ich einige Zweifel: Wenn sie nach allem was passiert ist an sich zweifelt, an ihren Gefühlen, an der Beziehung – wie sollst dann DU die Größe aufbringen können und an Euch beide glauben? Kannst Du das, nach zwei Wochen Hölle, in denen Du nicht wusstest was los war, nach dem Geständnis, dass sie Dir fremd gegangen ist?
Als idealistisch bezeichnest Du sie, mit ihren Prinzipien, die sie einhalten möchte... man kann es wirklich so drehen, dass sie Schluss gemacht hat, weil sie gegen ihre Prinzipien verstoßen hat, aber man könnte es auch anders sehen: sie hat gegen ihre Prinzipien verstoßen, weil sie Dich nicht wirklich liebt und weil sie Dich nicht wirklich liebt hat sie in Wahrheit Schluss gemacht. Variante zwei ist wesentlich schmerzhafter, und ich schreibe so etwas nicht gerne, doch gerade jetzt, wo Du am "Nullpunkt", dem Punkt, an dem sich entscheidet, wohin der Zeiger ausschlagen wird, angekommen bist, solltest Du Ehrlichkeit als Deine wichtigste Begleiterin zu Dir nehmen.
Ich weiß, wie schwer ein solches Treffen ist, ich habe bisher eines hinter mich gebracht und vieles sagen können, was ich hatte sagen wollen, doch sind mir später immer wieder neue Gedanken gekommen, die ich auch noch gerne mitgeteilt hätte. Daher wird es vielleicht ein zweites Treffen geben, auch wenn ich nicht wirklich weiß, was ich mir davon versprechen soll.
Lunaris, aus Deinen Worten spricht viel Kraft, wenn jemand Deine Liebste noch vom Auferstehen der Liebe aus den Ruinen Eurer Beziehung überzeugen kann, dann bist es Du. Aber invenstiere die Kraft nur, wenn Du Dir sicher bist, dass sie es auch wirklich wert ist, dass Du wirklich sie vermisst und nicht nur die Liebe an sich.
Gute Nacht,
Deine erschöpfte Mariala
Liebe Mariala,
ich habe mich noch nicht entschieden. Ich trete auf der Stelle... Ich habe sie nochmal gefragt, ob das Fremdgehen verbunden mit ihren 'Prinzipien' der Grund war, warum sie schluss gemacht hat. Sie meinte es hätte mit reingespielt, sei aber nicht der Hauptgrund. Als ich sie nach dem Hauptgrund fragte meinte sie, mir das nicht in einem Satz (das Gespräch war eigentlich ein SMS-Austausch) sagen. Sie hat mir angeboten nochmal mit ihr zu sprechen, wenn ich glaube dass es mir danach besser geht. Ok, ich hab sie dann nach langem Überlegen angerufen. Am Telefon hat sie gemeint könnte sie das nicht. Es würde ihr zu schwer fallen, wenn sie 'den Gesprächspartner' dabei nicht sieht. Ok... der Anruf war ne blöde Idee. Habe ihr dann gesagt, dass ich mich gegebenenfalls nochmal bei ihr melden werde.
Ich weiß nicht ob ich kämpfen soll. Sehe ich noch eine Chance? Tja... das kommt wohl ganz auf den 'Hauptgrund' drauf an. Deshalb trete ich auf der Stelle. Ohne diese Information kann ich nicht sagen, ob ich noch Chancen habe oder nicht. Sie hat gemeint, sie wolle mir keine Hoffnungen machen. Tja... Der Satz allein reicht eigentlich schon, um meine letzten Hoffnungen zu zerstreuen. Mir scheint es fast aussichtslos zu kämpfen. Aber abschließen kann ich jetzt auch nicht...
Frustrierend, dass sie mir weder beim Schlussmachen, noch bei unserem letzten Gespräch den Grund nennen konnte. Ihre Ausrede: Du hast ja nicht nachgefragt. Sie hat mir ja auch einen Grund genannt. Es ist ja schon fast bescheuert von mir gewesen, sie zu fragen ob das der Grund war. Hätte ich es nicht gemacht, dann wüsste ich ja gar nicht, dass das nicht der Hauptgrund war. Ich finde es unfair von ihr, zu versuchen mich mit Halbwahrheiten und 'Nebenargumenten' abzuspeisen. Warum muss ich alles erst aus ihr herauskitzeln? Will sie mich vor der schmerzhaften Wahrheit schützen?
Ich glaub sie drückt sich vor irgendetwas...
ich habe mich noch nicht entschieden. Ich trete auf der Stelle... Ich habe sie nochmal gefragt, ob das Fremdgehen verbunden mit ihren 'Prinzipien' der Grund war, warum sie schluss gemacht hat. Sie meinte es hätte mit reingespielt, sei aber nicht der Hauptgrund. Als ich sie nach dem Hauptgrund fragte meinte sie, mir das nicht in einem Satz (das Gespräch war eigentlich ein SMS-Austausch) sagen. Sie hat mir angeboten nochmal mit ihr zu sprechen, wenn ich glaube dass es mir danach besser geht. Ok, ich hab sie dann nach langem Überlegen angerufen. Am Telefon hat sie gemeint könnte sie das nicht. Es würde ihr zu schwer fallen, wenn sie 'den Gesprächspartner' dabei nicht sieht. Ok... der Anruf war ne blöde Idee. Habe ihr dann gesagt, dass ich mich gegebenenfalls nochmal bei ihr melden werde.
Ich weiß nicht ob ich kämpfen soll. Sehe ich noch eine Chance? Tja... das kommt wohl ganz auf den 'Hauptgrund' drauf an. Deshalb trete ich auf der Stelle. Ohne diese Information kann ich nicht sagen, ob ich noch Chancen habe oder nicht. Sie hat gemeint, sie wolle mir keine Hoffnungen machen. Tja... Der Satz allein reicht eigentlich schon, um meine letzten Hoffnungen zu zerstreuen. Mir scheint es fast aussichtslos zu kämpfen. Aber abschließen kann ich jetzt auch nicht...
Frustrierend, dass sie mir weder beim Schlussmachen, noch bei unserem letzten Gespräch den Grund nennen konnte. Ihre Ausrede: Du hast ja nicht nachgefragt. Sie hat mir ja auch einen Grund genannt. Es ist ja schon fast bescheuert von mir gewesen, sie zu fragen ob das der Grund war. Hätte ich es nicht gemacht, dann wüsste ich ja gar nicht, dass das nicht der Hauptgrund war. Ich finde es unfair von ihr, zu versuchen mich mit Halbwahrheiten und 'Nebenargumenten' abzuspeisen. Warum muss ich alles erst aus ihr herauskitzeln? Will sie mich vor der schmerzhaften Wahrheit schützen?
Ich glaub sie drückt sich vor irgendetwas...
Lieber Leser, liebe Leserin,
ich freue mich bekannt geben zu können, dass die Geschichte einen Abschluss gefunden hat. Ich war diesen Abend mit einem Kumpel unterwegs. Wie es das Schicksal wollte, trafen wir dabei auch auf meine Ex-Freundin. Gegen Ende des Abends, als sie schon gehen wollte, wartete sie noch einen Moment und fragte mich, ob ich das Gespräch jetzt führen wolle. Gesagt getan. Es hat keine 20 Minuten gedauert. Ich habe ihr gesagt, dass ich ihrer ‚Argumentation’ nichts abgewinnen kann und von ihr erklärt bekommen möchte, was sie nun dazu bewogen hat schluss zu machen. Nach langem hin und her hat sie mir dann gestanden, dass ihr Ex etwas damit zu tun hat. Das Ende vom Lied: Sie hängt noch zu sehr an ihm, als dass sie eine neue Beziehung führen könnte. Nachdem sie ihn das letzt mal gesehen hat (Wir waren zu diesem Zeitpunkt ca. 3 Wochen zusammen), hat sie gemerkt, dass sie noch stark an ihm hängt. Sie hat darüber nie ein Wort verloren (Sie sagt, sie wollte es sich selbst gegenüber nicht eingestehen). Dann macht sie mit einem aus meinem Bekanntenkreis rum – und verliert kein Wort darüber. Selbst nach der Trennung mussten andere und vor allem ich auf sie einreden, damit sie endlich mal sagt was Sache ist. Ich habe ihr gesagt, dass das ein Fehler war, dass sie mit mir darüber hätte reden müssen. Sie hat gesagt, dass sie das einsieht. Ich habe ihr gesagt, dass sie die Sache mit ihrem Ex klären soll, bevor sie sich noch mal auf irgendwelche Beziehungskisten einlässt. Ein gut gemeinter Rat von einem Ex-Freund, aber vor allem Freund.
Für mich ist die Sache nun erledigt. Ich versuche sie als den Menschen in Erinnerung zu behalten, als den ich sie kennen gelernt habe. Ich weiß dass sie Fehler gemacht hat, aber ich weiß, dass sie mir damit nie wehtun wollte. Vielleicht nehme ich sie ja jetzt auch nur in Schutz, weil sie mir viel bedeutet, aber was macht das für einen Unterschied? Ich habe von ihr ein Bild eines Menschen im Kopf, den ich sehr schätzen gelernt habe, mit dem ich aber keine Beziehung haben will. Ich bin denke ich Realist genug zu sehen, dass es keinen Sinn hat, eine Beziehung mit einem Menschen zu führen, der sich einem nicht anvertrauen kann und zudem noch zu sehr an seinem Ex hängt.
Ich glaube jetzt habe ich den Nullpunkt wahrlich erreicht und eine ungefähre Richtung eingeschlagen (oder zumindest eine andere Richtung ausgeschlossen).
Ab hier muss ich ohne euch auskommen. Ich weiß, die nächste Beziehung kommt bestimmt und sicher kommt auch noch der ein oder andere Liebeskummer dazu. Dann werde ich mich vertrauensvoll an euch wenden. Ihr habt mir wirklich geholfen, auch diejenigen die keine Worte fanden. Selbst wenn ihr das jetzt nicht glaubt. Sogar zombi (Ja, du liest richtig!) hat mir geholfen, ohne dass sie hier auch nur einen Beitrag oder eine PN geschrieben hat. Jedesmal wenn du, zombi, online warst, habe ich gesehen, dass du meinen Thread durchliest. Ja, das hat mir schon geholfen.
Ich würde am liebsten jedem hier einzeln danken, doch das würde jetzt wohl meinen zeitlichen Rahmen sprengen. Ich danke euch allen für eure Kritik, für eure Ratschläge, euer Mitgefühl und eure Anteilnahme. Ich weiß nicht ob ich das irgendwie zurückgeben kann, aber ich werde es mit Sicherheit versuchen. Ich werde in den nächsten Tagen noch ein paar mal hier reinschauen, aber in diesem Thread werde ich (wahrscheinlich) nicht mehr posten. Dazu müsste schon ein Wunder geschehen. Ich denke auch knapp 30 Seiten Word Schriftgröße 12 sind fürs erste genug. Per PN bin ich natürlich auch erreichbar. Aber wahrscheinlich schaue ich in Zukunft eher sporadisch hier vorbei. Also nicht wundern wenn die Antwort etwas auf sich warten lässt…
Auf dem nach Hause Weg kam mir ein sehr schöner Gedanke: Die Gedankengänge die ich jetzt habe, die Handlungen die ich jetzt gemacht habe, sie erinnern mich an meinen ersten Beitrag in diesem Thread und an die Reaktion darauf.
Das geht an dich sinnlich : Meine Augen sind offen!
*der Vorhang schließt sich; der Theaterleiter beginnt zu klatschen, während ihm eine Träne über die Wange läuft*
ich freue mich bekannt geben zu können, dass die Geschichte einen Abschluss gefunden hat. Ich war diesen Abend mit einem Kumpel unterwegs. Wie es das Schicksal wollte, trafen wir dabei auch auf meine Ex-Freundin. Gegen Ende des Abends, als sie schon gehen wollte, wartete sie noch einen Moment und fragte mich, ob ich das Gespräch jetzt führen wolle. Gesagt getan. Es hat keine 20 Minuten gedauert. Ich habe ihr gesagt, dass ich ihrer ‚Argumentation’ nichts abgewinnen kann und von ihr erklärt bekommen möchte, was sie nun dazu bewogen hat schluss zu machen. Nach langem hin und her hat sie mir dann gestanden, dass ihr Ex etwas damit zu tun hat. Das Ende vom Lied: Sie hängt noch zu sehr an ihm, als dass sie eine neue Beziehung führen könnte. Nachdem sie ihn das letzt mal gesehen hat (Wir waren zu diesem Zeitpunkt ca. 3 Wochen zusammen), hat sie gemerkt, dass sie noch stark an ihm hängt. Sie hat darüber nie ein Wort verloren (Sie sagt, sie wollte es sich selbst gegenüber nicht eingestehen). Dann macht sie mit einem aus meinem Bekanntenkreis rum – und verliert kein Wort darüber. Selbst nach der Trennung mussten andere und vor allem ich auf sie einreden, damit sie endlich mal sagt was Sache ist. Ich habe ihr gesagt, dass das ein Fehler war, dass sie mit mir darüber hätte reden müssen. Sie hat gesagt, dass sie das einsieht. Ich habe ihr gesagt, dass sie die Sache mit ihrem Ex klären soll, bevor sie sich noch mal auf irgendwelche Beziehungskisten einlässt. Ein gut gemeinter Rat von einem Ex-Freund, aber vor allem Freund.
Für mich ist die Sache nun erledigt. Ich versuche sie als den Menschen in Erinnerung zu behalten, als den ich sie kennen gelernt habe. Ich weiß dass sie Fehler gemacht hat, aber ich weiß, dass sie mir damit nie wehtun wollte. Vielleicht nehme ich sie ja jetzt auch nur in Schutz, weil sie mir viel bedeutet, aber was macht das für einen Unterschied? Ich habe von ihr ein Bild eines Menschen im Kopf, den ich sehr schätzen gelernt habe, mit dem ich aber keine Beziehung haben will. Ich bin denke ich Realist genug zu sehen, dass es keinen Sinn hat, eine Beziehung mit einem Menschen zu führen, der sich einem nicht anvertrauen kann und zudem noch zu sehr an seinem Ex hängt.
Ich glaube jetzt habe ich den Nullpunkt wahrlich erreicht und eine ungefähre Richtung eingeschlagen (oder zumindest eine andere Richtung ausgeschlossen).
Ab hier muss ich ohne euch auskommen. Ich weiß, die nächste Beziehung kommt bestimmt und sicher kommt auch noch der ein oder andere Liebeskummer dazu. Dann werde ich mich vertrauensvoll an euch wenden. Ihr habt mir wirklich geholfen, auch diejenigen die keine Worte fanden. Selbst wenn ihr das jetzt nicht glaubt. Sogar zombi (Ja, du liest richtig!) hat mir geholfen, ohne dass sie hier auch nur einen Beitrag oder eine PN geschrieben hat. Jedesmal wenn du, zombi, online warst, habe ich gesehen, dass du meinen Thread durchliest. Ja, das hat mir schon geholfen.
Ich würde am liebsten jedem hier einzeln danken, doch das würde jetzt wohl meinen zeitlichen Rahmen sprengen. Ich danke euch allen für eure Kritik, für eure Ratschläge, euer Mitgefühl und eure Anteilnahme. Ich weiß nicht ob ich das irgendwie zurückgeben kann, aber ich werde es mit Sicherheit versuchen. Ich werde in den nächsten Tagen noch ein paar mal hier reinschauen, aber in diesem Thread werde ich (wahrscheinlich) nicht mehr posten. Dazu müsste schon ein Wunder geschehen. Ich denke auch knapp 30 Seiten Word Schriftgröße 12 sind fürs erste genug. Per PN bin ich natürlich auch erreichbar. Aber wahrscheinlich schaue ich in Zukunft eher sporadisch hier vorbei. Also nicht wundern wenn die Antwort etwas auf sich warten lässt…
Auf dem nach Hause Weg kam mir ein sehr schöner Gedanke: Die Gedankengänge die ich jetzt habe, die Handlungen die ich jetzt gemacht habe, sie erinnern mich an meinen ersten Beitrag in diesem Thread und an die Reaktion darauf.
Das geht an dich sinnlich : Meine Augen sind offen!
*der Vorhang schließt sich; der Theaterleiter beginnt zu klatschen, während ihm eine Träne über die Wange läuft*
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