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Die Dunkelheit

28 Antworten14'917 AufrufeGestartet von Sleepy ·

#21
Deine machen mir auch sprachlos, leider können wir Menschen schlecht vergessen ;(

Die Sonne verschwindet unter dem Horizont

Taucht alles in ein wunderschönes Rot

Leise weht der Wind durch die Bäume

Langsam wird es Nacht

Der Mond leuchtet hell

Weist mir den Weg

Den selben Weg den ich einst mit dir ging

Arm in arm, glücklich und fröhlich

Und wenn ich die Augen schliesse bist du neben mir, lächelst mir ins Gesicht

Doch du bist nicht da und wirst es auch nie mer sein

Ich bleibe stehen

Setze mich auf unsere Bank

Noch immer spüre ich deine Küsse, so zährtlich so sanft

Mir kommt es vor als sei es erst gestern gewesen

Ich senke meinen Kopf

Eine Träne fällt zu Boden, voller Sehnsucht und Schmerz

Die Welt verdunkelt sich und ich gehe weiter

Gruss Sleepy

#22
Die Gedichte sind einfach............ Ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll. Sie sind klasse. Und ich kann das sehr gut nachemfinden, da bei mir auch die Erinnerungen immer wieder kommen. ;( ;(

Ganz lieben Gruß

#23
eigentlich bin ich Apo, aber hab mein passwort vergessen...naja ist ja auch nicht so wichtig, schreib hier nach langer zeit wieder mal etwas rein

Stunden vergehen vergebens

Rote Gläser leeren sich ohne was zu verändern

Meine Augen schweifen sinnlos durch den Raum

Hoffen dich zu sehen

Töne erklingen, die lange geschwiegen haben

Das letzte Mal an diesem Ort

Für jemand anderen, jetzt für dich

Ohne das du sie hörst

Klingen wehmütig, traurig, sehnsüchtig

Die Augen schliessen sich

Die Töne malen deine Augen, dein Gesicht

Sie klingen bedrückend, scheinen alles einzufrieren

Zeit vergeht fast nicht, anders als bei dir

Meine Hände werden müde

Die Augen wollen sich nicht mehr öffnen

Der Klang soll nie enden

Dein Gesicht, in meinen Gedanken nie verschwinden

Ich könnte spielen bis ans Ende, bis du vor mir stehst

Die Finger werden langsam

Vermögen nicht mehr Saiten zu drücken

Doch stärker erscheinst du mir vor Augen

Glaube dich neben mir zu spüren

Dein Atmen zu hören

Höre nur noch den Klang

Den Wechsel zur tiefsten Seite

Spüre nicht mehr was meine Finger tun

Schreien für mich ohne dass ich will

Machen für mich die Erklärung

Die ich nie könnte

Die du nie hören wirst

Der Finger bewegt sich nicht mehr

Verharrt auf einem A, vibriert leise

Ein Tropfen fällt herab

Die Lieder öffnen sich

Der Ton verstummt

Du bist nicht hier

Und dein Lied erreichte nie dein Ohr...

QUELLE: Sleepy

lg Apo

#24
Hallo Sleepy

Schön, dass Du wieder hier schreibst. Aber bitte dringend noch folgende Forumsregel beachten:

- Wer ein Gedicht oder ähnliches im Liebeskummer-Forum veröffentlicht, ist verpflichtet nach der untersten Zeile die genaue Quelle anzugeben !

Also - Quellenangabe noch nachtragen - sonst müssen wir leider archivieren.

Liebe Grüsse

Sternenzauber

#25
Entschuldige, es ist von mir, wenn ich etwas von mir selbst veröffentliche vergesse ich eigentlich immer zu erwähnen, dass ich es selbst geschrieben habe, werd versuchen in zukunft dran zudenken

lg Apo

#26
Lieber Apo / Sleepy

Danke für die Erklärung - Du musst allerdings auf jeden Fall jeweils die Quelle unter Dein Gedicht schreiben, dies hat rechtliche Gründe.

Damit Du weisst wie ich es meine, habe ich ausnahmsweise die Quelle für Dich nachgetragen, damit Du weisst, wie es künftig aussehen muss.

Liebe Grüsse

Sternenzauber

#27
Bin zurück...nach so langer Zeit hat's mich wieder hierhin verschlagen

hoffe es gefällt

Das Ende

M steht auf einem Hügel, ein Glas, eine Flasche Wein, eine Packung Zigaretten hält er in der Hand.

M: Hi wie geht’s?

F: Es geht und selbst?

M: Ich lebe, wie jeden Tag.

F: Hast du Angst?

M: Jeden Tag

F: Du brauchst Hilfe!

M: Ich habe Hilfe. (M giesst nach)

F: Nur vorübergehend.

M: Alles ist vorübergehend.

F: Wie lange bist du schon hier?

M: Zu lange.

F: Zu lange für was?

M: Zu lange, als dass ich gehen könnte. (M giesst nach)

F: Irgendwann muss jeder gehen.

M: Geschlossen wird noch lange nicht.

F: Wie lange bleibst du noch?

M: Bis zum Ende.

F: Alle sind schon weg.

M: Ich weiss.

F: Bist du gerne alleine?

M: Bin ich denn alleine?

F: Vielleicht (M giesst nach, nimmt eine Zigarette in den Mund und zündet sie an)

M: Kann sein.

F: Bist du gerne einsam?

M: Schlussendlich ist doch jeder alleine.

F: Scheint so. (F sieht zu Boden) War aber keine Antwort.

M: Mag sein, ob in einer Masse oder alleine, die Einsamkeit bleibt.

F: Hmmm, hast du kalt?

M: Es wird dunkel.

F: Aber hast du kalt?

M: Spielt das eine Rolle?

F: Wahrscheinlich nicht. (M giesst nach)

M: Kennst du das Gefühl müde zu sein?

F: Nein.

M: Hmmm…alles geht vorüber. (M zündet die nächste Zigarette an)

F: Ich muss gehen.

M: Kommst du wieder?

F: Weiss nicht, wirst du hier sein?

M: Mein Herz bewegt sich nicht mehr.

F: Komm zu mir.

M: Ich warte.

F: Auf was?

M: Das Ende.

M giesst nach und wirft die Zigarette an einer der vielen aufrechtstehenden Steinplatten vorbei

Veränderung

Menschen gehen, im Takt

Eins zwei drei.

Schwarze Massen breiten sich aus, rufen

Eins zwei drei.

Schritte dröhnen, schwer und laut, im Takt

Eins zwei drei.

Köpfe wippen, rauf und runter, im Takt

Eins zwei drei.

Köpfe setzen, rosa Brillen auf, im Takt

Eins zwei drei.

Ohren hören Musik, im Takt

Eins zwei drei.

Füsse bewegen sich, nach vorne, im Takt

Eins zwei drei.

Gehirne denken, im Takt

Eins zwei drei.

Menschen leben, im Takt

Eins zwei drei

Ich bleibe stehn auf eins

Und Menschen stolpern, auf zwei

Und Köpfe verlieren Brillen, auf drei

Und Schwarze Massen bleiben stehen, rufen

Vier!

Ruhe breitet sich aus, im Takt

- - - -

Menschen rasen

Menschen rasen

Wutentbrannt

Rufen, schreien

Glauben zu wissen

Fordern Recht

Fordern IHR Recht

Fordern die Welt

Auf zu Glauben

Zu Wissen

IHR Wissen

Nie zu Fragen

Nur zu Glauben

Und Menschen glauben

Gehirne drehen, wenden

Eine Richtung

Und Menschen rasen

Blind und taub

Schreien, Rufen

Fordern mit

Leben gerade

Entlang dem Weg

Richtung vorgegeben

Richtung bestimmt

Menschen rasen

Glauben zu wissen

Und Fallen ohne es zu wissen...

Quelle: Sleepy

bearbeitet #28
Die Welt

Ein Mensch trägt sie an die Wand

Sie fällt um

Liegt im Staub

Der Mensch geht

Hilft ihr nicht auf

Lässt sie liegen

Sie hält die Hände vor die Augen

Grosse Tränen kullern ihr vom runden Gesicht

Der Boden saugt sie auf

Ihr Gesicht ist Schwarz und rot

Kann nicht sehen was mit ihr geschiet

Und doch weiss sie es so klar

Was hatte sie getan?

Eine Strafe die sie nicht verdient

Wollte doch nur Heimat sein

Zuflucht und Zukunft

Für alle

Menschen nehmen Gewehre

Laden Kugeln

Gross und spitz

Zielen auf das runde Ding

Schwarz im Staub

Drücken ab

Ein Knall erklingt

Und die Welt starb...

Herzensklänge

Töne erklingen

Singen schreien und weinen

Kläglich in die Nacht hinein

Ungehört

Verschwimmen im Lärm

Gehen unter ertrinken im Tenor

Singen von der Liebe

Schreien vor Sehnsucht

Weinen um den Verlust

Wimmern in der Stille

Ohren hören nicht hin

Herzen sind taub

Klänge ertönen in der falschen Frequenz

Werden erdrückt

Wollen berühren

Wollen ausdrücken

Wollen erzählen

Von Dingen

Verganger Tage

Versuchen zu ändern

Höre hin

Sie sind da

Tief in der Seele

Herzen singen

Töne erklingen

Höre hin

Bis deine Frequenz ertönt...

Ein Herz schlägt in der Stille

Ein Herz schlägt in der Stille

Einsam für sich selbst

Trägt Dornen auf der Haut

Wehrt, verteidigt

Erkennt nicht

Feind und Freund verschwimmen

Werden eine Masse

Herzen schlagen

Erschlagen sich gegenseitig

Schlagen schneller und heftiger

Drohen zu platzen

Zerspringen in der Stille

Ruhe kehrt ein

Splitter fallen zu Boden

Tausende an der Zahl

Schlagen nie mehr

Werden zu staub

Eine Hülle bleibt

Steht in der Gegenwart

Weder hier noch dort

Sucht sein Herz

Welches schlag in der Stille

Einsam für sich selbst

Eine Hülle die nicht hört

Die nicht sieht

Eine Hülle die stirbt.....

Quelle: Sleepy

#29
"In der Religionsstunde in der Schule fragte ich den

Lehrer, ob denn Gott grausam sei, warum er Menschen

sterben lasse und überhaupt all dieses Böse zulasse.

Zur Antwort bekam ich nur, dass nicht Gott böse sei,

sondern der Mensch, und uns Gott die grosse Ehre

gemacht hatte, selbst über uns entscheiden zu dürfen.

Ich war damals etwa zehn und sah den Geistlichen

verstört an, dieser lächelte, fuhr mir über den Kopf

und sagte, ich müsse mir keine Sorgen machen, ich

als netter Junge käme sowieso in den Himmel, zum

lieben Gott.

Ich erinnere mich wieder an die Zeitung und ich denke

mir, dass er vielleicht einen Fehler gemacht hat, dass

wir noch nicht mündig für so viel Freiheit sind."

"Die Vögel sind verschwunden. Sie sind im Süden,

wo sie nicht erfrieren, warten darauf, dass die Stadt

ihr Tuch abwirft, um dann wieder von den vielen

Touristen gefüttert zu werden. Einzig die Möwen

bleiben, irgendwo versteckt vor der Kälte, ich frage

mich wo sie sind. Warum fl iegen sie nicht weg, sie

hätten doch die Möglichkeit und doch verharren sie,

warten geduldig auf den Frühling, was wäre wenn er

nie mehr kommt, würden sie dann fl iegen? Vielleicht

könnten sie dann gar nicht mehr fl iegen."

"Über dem immergrünen

Rasen liegt eine dicke Schneeschicht. Eines Winters

als Clara und ich hier draussen standen, erklärte ich

ihr, dass unter der Schneeschicht die Temperatur

weniger tief ist als an der Luft und dass sich deshalb

viele kleine Lebewesen unter dieser Schneedecke

vergraben und so den Winter überleben. Sie war

fasziniert vom Gedanken, dass unter dieser kalten

Pracht, das Leben erhalten wird, ja sogar weiter geht.

Noch am selben Tag hängte sie ein Vogelhäuschen

auf und füllte es jeden Tag reichlich mit Körnern,

damit das Leben auch oberhalb weitergehe, sagte sie

mir beim Aufhängen."

"Als Clara ging, hatte sie diesen roten Pullover an,

den ich ihr letztes Jahr zu Weihnachten schenkte,

darüber einen schwarzen Mantel. Sie ass sehr viel

und ihr Körper, vor allem ihr Bauch schien den

Mantel mehr auszufüllen als früher. Trotzdem

sah sie etwas verloren aus, zerbrechlich wie eine

Eisblume. Sie küsste mich auf den Mund. Es war

ein merkwürdiger Kuss, nur ganz leicht berührte sie

meine Lippen mit den Ihren, als würde sie etwas

aufhalten, eine Glasscheibe durch die ich sie sah,

ohne sie zu spüren. Wir hatten uns nie wirklich

geküsst, als hätten sich unsere Lippen nie getroffen.

Ich habe das Gefühl, dass, wenn ich mich anstrenge,

ich ihn noch einmal spüren kann, den Moment als

mich ihre dunklen Augen ansahen, sich abwendeten

und ihr Köper durch die Tür verschwand. Ich hätte

die Scheibe zerschlagen sollen."

Einige Auszüge aus dem Buch "Statuen"

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