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ein paar gedichte

105 Antworten34'742 AufrufeGestartet von ThinkingGirl ·

#101
Wow...schön...echt schön...na, schön - wie man´s nimmt, aber selbst sowas kann schön sein...zu wissen, dass man nicht der/die einzige ist, mit diesen Gedanken...Respekt...

-willow-

#102
Ich habe dieses Gedicht, vor kurzem geschrieben, ich hoffe es gefällt euch und würde mich über feedback freuden..lg chrisi

An einem kaltem Novembertag…

wie so oft steht sie auf der Brücke,

sie beobachtet die Autos die in der bitteren Kälte kommen und gehen.

Das erinnert sie an das Leben,

es ist letzten Endes doch alles nur ein Kommen und Gehen.

Sie denkt noch mal an ihre Mutter,

mit der sie sooft auf der Autobahn gefahren ist,

wo so viele wichtige Gespräche geführt wurden,

mit ihr hatte sie lachen und weinen können.

Ihre Kleider sind nun vom starken Regen schon so stark durchnässt,

sie zittert.

Sie erhebt ein letztes Mal noch ihren Kopf,

schaut sich die schweren dunklen Wolken an,

solange hat sie das nicht mehr gemacht.

Ihre Kraft schwindet, sie hat Schwierigkeiten noch aufrecht zu stehen.

Es ist keiner da der sie stützt…

Mit ihren Händen hält sie sich am Brückengeländer fest,

denkt noch einmal nach,

ob das der richtige und auch der einzige Weg ist.

Doch sie hat sich entschieden,

es gibt kein Zurück mehr – jetzt oder nie!

Sie denkt nochmal an ihre Freunde,

ob sie doch noch mit ihnen über ihre Gefühle hätte reden sollen.

Tränen rollen über ihr Gesicht,…

Tränen der Einsamkeit…

Tränen der Verzweiflung…

Tränen der Enttäuschung…

Tränen der Angst.

So oft war sie für andere Menschen da,

hat sich Sorgen um sie gemacht,

ihnen zugehört.

Musste stark für andere sein,

lachen – damit die anderen ihre Tränen nicht sehen.

Doch nun hat sie keine Kraft mehr,

sie ist zu nichts mehr fähig.

Verzweifelt versucht sie ihre Gedanken zu ordnen…

Es gelingt ihr aber nicht.

Der Regen wird stärker,

und ihr Körper schwerer.

Sie hält sich mit ihren Händen am Brückengeländer fest,

steigt mit ihren Füßen darauf und nun ist sie auf der anderen Seite des Geländers.

Unter Tränen beugt sie sich vor…

und plötzlich…

sie ist wie in Trance…

ihre verkrampften Hände lösen sich,

sie lässt los.

Auf einmal fühlt sie sich so leicht und frei.

Sie kann an nichts mehr denken,

der ganze Druck, die Verantwortung, die sie auf sich genommen hat

alles fällt von ihr.

Und so wie der Regen zu Boden fällt,

fällt auch sie langsam zu Boden.

Sie bekommt nur noch etwas vom Aufprall auf der Autobahn mit

Ehe sie für immer geht.

Reifen quietschen,…

Autos hupen,…

An einem kalten Novembertag.

#103
ich denke auch manchmal an selbstmord---aber nur ganz kurz---ich bin eben ein feigling

#104
Nein! Du bist kein Feigling!! Das Leben ist eine einzige Herausforderung. Und Du stellst Dich ihr. Du musst Dich ihr stellen. Und deswegen bist Du kein Feigling, sondern wertvoll! Du bist ein wertvoller Mensch, der so viel geben und empfangen kann...

Bleib so!

#105
@nobody dein gedicht ist echt super ist irgendwie s krass und es hat mich echt zum weinen gebracht. es macht ziemmlich nachdenklich und man kann nachvollziehen wie sich eute in so einer situation fühlen. ich sage nur mach weiter so tolle gedichten zu schreiben

#106
habe ich meinen damaligen freund zum letzten mal gesehen, bevor er 3 tage später selbstmord begangen hat. wer das nicht durchgemacht hat, kann nicht beurteilen, wie tief ein solches ereignis prägt. besonders in dieser zeit denke ich fest daran, und dieses ereignis hat alles in meinem leben verändert. heute weiss ich: solche gedanken sind normal in einem leben, ich habe auch oft daran gedacht, und ich weiss auch, dass wenn jemand fest entschlossen ist, ihn nichts und niemand davon abhalten kann. aber, leute, auch wenn ich heute wieder unter riesigem kummer leide (neu), und die alten geschichten wieder auftauchen: wir haben nur das eine leben und dieses ist lebenswert. schmerz bedeutet, dass wir fühlen können, und solang die gefühle da sind, dann ist auch hoffnung angebracht. an dem tag, an dem ich nicht mehr fühle, dann bin ich tot. vorher aber liegt es an mir und an euch, auch im grössten dreck und in der tiefsten dunkelheit zu versuchen, weiterzugehen. der schmerz, der eine hinterbliebene person empfindet, dauert das leben lang. der schmerz, den ich aktuell empfinde wegen meiner verpatzten liebesgeschichte, wird abklingen, und kein mensch ist es wert, dass ich den rest meines lebens verpasse, nur weil ich jetzt keinen ausweg sehe. jeder von euch ist einzigartig, und es liegt an euch, euren stolz hervorzunehmen und "nein" zu sagen. nein zu verletzungen, zu schmerz, zu trauer, aber ja zum leben, zum glück, zu freundschaften. schön, dass ihr euch gedanken macht zum leben und zum tod, und gut, dass ihr eure gedichte schreiben könnt, um den druck zu vermindern, um die gedanken zu ordnen, um sich auszutauschen. aber: diesen gedanken sollen keine definitiven taten folgen, weil: trotz allem: das leben hat viel zu bieten, wie gesagt, trotz allem.

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