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Eine unendliche Geschichte

224 Antworten21'473 AufrufeGestartet von Elles ·

EllesThemenstart
#1
Hallo, ihr alle!

Wie vielen anderen hier, fällt es mir nicht leicht, meine Geschichte jemanden zu erzählen. Ich habe noch nie darüber gesprochen - sie ist zu lang und zu merkwürdig. Und irgendwie verstehe ich sie selbst nicht so richtig!

Angefangen hat alles vor knapp 20 (!!!) Jahren.

Ich war nicht mal 14 als ich ihn zum ersten Mal sah - und von da an wurde er zu meiner fixen Idee. Was habe ich nicht alles angestellt, um ihn kennenzulernen. Hat erst 1 Jahr später geklappt - zufällig in der Disko. Von da an schrieben wir uns Briefe ... er war damals 19 und beim Bund (wie man's heute nennt) und kam nur alle 4 bis 6 Wochen übers WE auf Urlaub. Dazu kam noch, dass er in 'ner Band spielte, soll heißen: Proben, Auftritt, keine Zeit für Mädels. Auch nicht so richtig für mich. Ich wollte aber mehr und ging ihm ordentlich auf die Nerven, war ihm immer auf den Fersen. Davon fühlte er sich wohl überfordert, hat auch versucht mit mir darüber zu reden - vergebens. Jedenfalls zog er sich immer mehr von mir zurück - meldete sich kaum noch. Also beschwerte mich bei seinen Eltern über ihn - habe gar nicht bemerkt wie extrem aufdringlich ich war. Schnallte es erst nach 2 Jahren, als er mir kommentarlos die Tür vor der Nase zuschlug. Von da an machte ich ihm das Leben zur Hölle. Bis mir etwas ähnliches passierte - unerwünschte Liebesbezeugungen eines jungen Mannes machten mein Leben zum Alptraum! Da wurde mir klar, welch gemeines Miststück ich war und ich schämte mich dafür in Grund und Boden.

Die Zeit verging und der Zufall wollte es, dass wir uns wiedersahen - Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurden wir sogar Freunde, nicht die dicksten, aber für mich war‘s okay. Habe dadurch eine Art Seelenfrieden gefunden. War froh, dass er mir die Geschichte von damals nicht nachtrug. Wir sahen uns sehr selten (teilweise lagen Monate oder Jahre dazwischen), verbrachten sogar die eine oder andere Nacht zusammen, ohne dass Schlimmeres passierte - er hat es zwar versucht, ich habe es aber jedesmal abgelehnt. Nicht, dass ich nicht wollte - aber die bösen Geister von damals waren aus meinem Kopf nie verschwunden.

So lief es eine halbe Ewigkeit. Dann brach der Kontakt ab. Er hatte eine Freundin - es schien ihm sehr ernst zu sein. So lebte er sein Leben und ich das meine. 6 Jahre vergingen - dann eine Einladung zum Geschäftsjubiläum (er hat ein Fitnesscenter). Kein persönliches Schreiben, nur so ein Hochglanzprospekt. "Postwurfsendung" schoss es mir durch den Kopf. Doch außer mir hat niemand so einen Brief bekommen, ich habe viele danach gefragt. Und wenn er mich nun doch persönlich meinte? Ich war ganz schön aufgeregt. Soll ich hingehen? Keinesfalls! Soll ich es ignorieren? War auch nicht gut. Also beschloss ich, mich wenigstens mal bei ihm zu melden. Fast 1 Woche habe ich mit mir gerungen, dann fasste ich mir doch ein Herz ... Es war ein voller Bauchklatscher! Als ich ihn an der Strippe hatte (ein komisches Gefühl) - Verlegenheit auf beiden Seiten - war nur ein Versehen mit der Einladung - kannst aber trotzdem kommen, wenn du willst - auflegen, fertig! Ich kam mir so bescheuert vor!

Wieder vergingen Jahre. Musste mit meinem Laden umziehen und landete zufällig keine 300 m weit von seinem Fitnesscenter. Kaum die Neueröffnung, schon war er da. Wir hatten uns fast 10 Jahre nicht gesehen, es war merkwürdig. Ich war total ruhig, was mich sehr wunderte. Ich dachte: "Schön, dass du da bist!" und er wahrscheinlich: "Wo sind meine Pantoffeln?" Von da an kam er regelmäßig - immer unter einem anderen Vorwand - ein halbes Jahr lang. Dann sein übler Hautausschlag (bin Kosmetikerin) - Ich mixte ihm eine Salbe zusammen. Mann, hat der sich angestellt! "Wie denn, wo denn?" Also, legte ich Hand an, um ihm die Sache mal zu demonstrieren. Für mich ist es nun absolut nichts aufregendes, mit meinen Händen im Gesicht fremder Leute herumzufummeln, doch dieses Mal war es ganz anders. Es traf mich wie ein Schlag! Ein Kribbeln im Bauch, eine heiße Woge vom Magen bis in den Kopf - meine Hände zitterten und die Knie wurden ganz weich. Ich erschrak heftig und war völlig verwirrt - und extrem wütend auf mich selbst. Was sollte das denn wieder? Ihm schien es gefallen zu haben, weil er jetzt unbedingt einen Termin zur Behandlung haben wollte. Seine Haut bräuchte das ganz dringend, meinte er. Ich druggste herum, versuchte es ihm auszureden. Allein die Vorstellung, mit ihm so auf Tuchfühlung gehen zu müssen, machte mich wahnsinnig.

Irgend wie fühlte ich mich außerstande, damit umzugehen. Also zog ich mich in den folgenden Wochen zurück, wurde distanzierter, fast kühl - bis ich ihn dann förmlich rausgeschmissen habe. Diesen Gesichtsausdruck werde ich wohl nie vergessen! Das strahlende Gesicht, das urplötzlich versteinerte - er sagte kein Wort, machte kehrt und ging - kam nicht wieder.

Fast 10 Monate vergingen. Ich war beim Schnee fegen. Da stand er vor mir, schien dabei nervös zu sein. Hatte wohl Angst, wieder angeschnauzt zu werden. Das war meine Chance, alles wieder gut zu machen. Ich habe ihn zum Frühstück eingeladen. Da er in diesem Moment etwas in Zeitdruck war, versprach er, bei Gelegenheit darauf zurückzukommen.

Das ist nun 5 Monate her. Er schien tatsächlich kommen zu wollen. Ich sah ihn häufig beim Bäcker (gegenüber). Er guckte immer, kam auch auf meine Ladentür zu - zögerte etwas - und lief am Geschäft vorbei. Vielleicht habe ich mir das alles nur eingebildet. Er ließ sich nicht mehr blicken. Ich sehe ihn nur ab und an die Straße hinab laufen. Manchmal winkt er, manchmal nicht. Jedesmal klopft mir das Herz bis zum Hals und ich bin völlig durch den Wind. Der Zustand hält tagelang an, wobei ich heftig versuche, mir den Kerl aus dem Kopf zu schlagen.

So, das war mein halbes Leben in Schlagzeilen. Nu isses raus. Ich hoffe, dass ich irgendwann mal immun gegen diesen Typ werde. Aber, so wie ich uns beide kenne, treffen wir uns irgendwo im Altersheim wieder!

#2
Wow - kann ich da nur sagen. Zwar habe ich eine ganz ähnliche Geschichte hinter mir, dass sich so eine Sache allerdings auch über einen so langen Zeitraum hinziehen kann, verwundert mich einerseits, macht mir aber andererseits auch Angst. Leider habe ich bei deiner Geschichte (wenn ich ganz ehrlich bin) das gleiche Gefühl wie damals bei mir: Einer (in diesem Fall du) fühlt sich zu dem anderen viel mehr hingezogen, als es andersherum der Fall ist.

Ich bin damals von Süddeutschland nach Köln gezogen, nur um bereits vor meiner Ankunft dort feststellen zu müssen, dass sich der Mann, wegen dem ich das alles auf mich genommen hatte, eigentlich überhaupt nie ernsthaft an mir interessiert gewesen war. Für über ein Jahr wollte ich der Wahrheit einfach nicht ins Auge blicken; wir sahen uns an der Uni, bei diversen Veranstaltungen und mit wechselnden Partnern (v.a. von seiner Seite). Mit der Zeit begann ich mir einzubilden, er würde sich immer noch etwas aus mir machen, woraus schließlich eine richtige Obsession wurde. Mein Kopf wusste damals allerdings schon, dass Einbildung auch eine Bildung ist und so sprach ich natürlich nie mit ihm über meine Gefühle, einfach um mir meine Illusionen zu bewahren. Rückblickend bin ich froh, dass ich das nie getan habe, denn so kann ich ihm nun in die Augen blicken, ohne dabei rot zu werden. Obwohl ich noch heute manchmal denke, dass wir eigentlich das ideale Paar gewesen wären, weiß ich doch, dass das nur meine Interpretation unserer "Beziehung" ist.

Ich kenne euch beide natürlich nicht, aber ich kann mich letzten Endes des Gedankens nicht erwehren, dass hier eine ganz ähnliche Situation vorliegt ...

LG

Räuberli

#3
hallo räuberli!

erst mal vielen dank, dass du dich durch mein leben gekämpft hast. ;)

du bist wegen einem mann umgezogen? hut ab, das hätte ich nie getan. dazu wäre ich viel zu feige.

tja ... meine geschichte, so wie ich sie beschrieben habe, klingt recht nüchtern ... das ist sie eigentlich nicht. es sind so viele dinge passiert ...

ich persönlich glaube gar nicht, dass wir zwei das ideale paar sind ... ich kann es mir nicht einmal vorstellen, mit ihm jeden tag zusammen zu sein. klingt makaber, oder? es scheint eher unser umfeld zu sein (unsere familien, unsere freunde), das kopfschüttelnd die sache seit jahren beobachtet ... meine mutter meint, man müsste uns beide in einen großen schrank einsperren und solange drinnen lassen, bis wir aufhören, bockig zu sein. seine mutter ist völlig niedergeschmettert, weil wir uns schon wieder die tour vermasselt haben. das problem ist nämlich: sobald er mir zu nahe kommt, schupse ich ihn von mir weg ... mache ich ihm avancen, zieht er sich von mir zurück. keiner will irgend etwas zugeben, aus angst das gesicht zu verlieren. das sagt mir mein gefühl. dass wir wie durch ein unsichtbares gummiband miteinander verbunden sind, bemerkt jeder, der uns kennt. wie stark das band aber in wirklichkeit ist, ahnt keiner.

ich hüte mich davor, irgend etwas zu interpretieren. ich habe im laufe der zeit gelernt, dass man durch rosarote brillen ganz schlecht sehen kann.

viele grüße,

elles.

Unknow2
#4
Hallo,

also in der Sache selbst sehe ich eigentlich keine Chance mehr für euch.

Aber die Sache bedeutet etwas für dich. Sie dauert nicht nur schon sehr lange an, sie spiegelt auch einen Teil von dir wider, den du mal unter die Lupe nehmen solltest.

Original von Ellesdas problem ist nämlich: sobald er mir zu nahe kommt, schupse ich ihn von mir weg ...
Ein Psychologe würde vermuten, dass in dir etwas ist, was mit den Gefühlen für diesen Mann zusammenhängt. Das muss ja nicht so "glatt" etwas sein, was du wirklich mit ihm oder im Zusammenhang mit ihm erlebt hast. Es können auch Dinge sein, die du als Denkweisen dir angeeignet hast (z. B.: "Ich bin schlecht" oder "Ich darf keine Fehler machen") oder Dinge aus deiner sonstigen Vergangenheit, die dich sehr geprägt haben.

Du brauchst nicht notwendig zu einer Psychotherapie zu gehen, um herauszufinden, was es ist, aber auf jeden Fall würde ich an deiner Stelle sehr genau versuchen, den Grund für deine Bindungsangst herauszufinden.

Was deine Mutter gesagt hat, dass ihr beide (!) zur Vernunft kommen solltet, halte ich nicht für zutreffend. Er ist doch ganz normal, oder?

Ich glaub schon, dass du dich besser verstehen müsstest. Und selbst wenn ich Unrecht hätte und euch verbindet doch eine Liebe, dann müsstest du genauso sehr darum bemüht sein, deine Assoziationen (ist unbewußt) kennenzulernen und einen Umgang damit zu lernen, denn sonst wirst du ihn erneut verletzen.

Ich hab mich übrigens ebenfalls über ein Jahrzehnt an einen Mann gebunden, mit dem ich gar nicht zusammen gewesen war. Er tauchte immer wieder auf in meinem Leben, entweder aus eigenem Antrieb (flirtenderweise) oder weil ich gerade gescheitert war männermässig (anderweitig).

Diese Obsession oder Fixierung hängt sehr viel mit Phantasie zusammen. Deshalb würde ich jetzt nicht so viel geben auf Formulierungen wie "unsichtbares Gummiband", damit beschwörst du deine magisch / kindliche Sichtweise nur künstlich.

Sorry, aber das ist meine Meinung.

:trost:

dropje

#5
hallo dropje,

für deine meinung brauchst du dich nicht entschuldigen und irgendwie hast du auch recht. dass irgend etwas mit mir nicht in ordnung ist, war mir schon seit längerem klar ... und du triffst den nagel auf den kopf (habe richtig herzklopfen bekommen, als ich dieses "ich darf keine fehler machen" gelesen habe). genau das ist nämlich mein problem, so schätze ich. nun bin ich kein kind von traurigkeit. habe mich schon hier und da ins abenteuer gestürzt und war auch zwei mal der meinung, wahnsinnig verliebt zu sein, aber ... es hielt nicht allzu lange. ich war immer extrem zurückhaltend und irgend wann haben die jeweiligen männer dieses scheinbare "desinteresse" nicht mehr ausgehalten. ich bin mit allen heute noch sehr gut befreundet und ich bedaure das scheitern dieser beziehungen nicht. sie sind heute glücklich verheiratet und das freut mich sehr.

es stimmt schon, dass damals (mit 14) etwas ganz entscheidendes passiert ist ... habe mein ganzes herz in die liebe zu ihm gesteckt, habe dabei völlig übertrieben und wurde zurückgewiesen. heute habe ich noch immer angst, dass genau das wieder passiert. ich war eigentlich der meinung, dass uns heute nichts als eine gute freundschaft miteinander verbindet ... aber dieses herzklopfen und die weichen knie ... das ist für mich völlig untypisch. manchmal, wenn ich alleine bin und 100 % sicher, dass mich niemand beobachten kann, kullern mir die tränen ... weil ich absolut nicht weiß, wie ich mich verhalten soll. mir selbst und ihm gegenüber.

naja, vielleicht bin ich ja wirklich ein fall für den psychiater?

viele grüße,

elles.

#6
Hallo Elles

ich wünsche dir ganz viel Kraft! :trost:

Auch ohne dass du denkst, du seist nicht "normal" (das stimmt nähmlich überhaupt nicht!), würde ich dir auch den Besuch bei einer Therapeutin empfehlen.

Darf ich kurz einen Teil meiner Lebensgeschichte einbringen?

Mit 15 begegnete ich einem Jungen, der meine grosse Liebe wurde; von ihm wurde ich auch das erste mal geküsst.

Er wohnte in einiger Entfernung, und wir haben uns noch sehr lange geschrieben.

Wegen der Distanz und anderer Umstände kamen wir nie zusammen. Jedesmal, wenn ich einen Jungen kennenlernte und dachte, ich sei verliebt, begann ich Vergleiche zu ziehen. Keiner kam an meine erste grosse Liebe heran und dementsprechend ging alles in die Brüche.

Lange Zeit dachte ich, ich sei beziehungsunfähig und hatte Bindungsangst (was, wenns wieder in die Brüche geht?).

Bis ich selber einige Sitzungen bei einer Therapeutin hatte, mit 28 Jahren. Diese hatte mir eine "Lösungsübung" gemacht, um mich wirklich tief innen von allen lösen zu können.

Dieser Junge war gar nicht mehr Thema, es waren nur innere, tiefe Gefühle die gerichtet werden mussten.

Versuche es, vielleicht hilft es dir?

kleine Frage: du hast eine Freundin erwähnt, mit der er es Ernst meinte. Gibt es diese noch? Wenn nein, was ist passiert?

Alles Gute - Jessi

#7
Hi!

Es ist schon mistig wenn eine Geschichte keinen Anfang und kein Ende hat. Wenn man immer in der Warteschleife hängt. Aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten.

Du machst weiter so, und ihr trefft euch wirklich irgendwann mal im Altersheim oder aber Du nimmst Deinen ganzen Mut zusammen und sprichst mit ihm über Deine Gefühle.

Bei der Möglichkeit eins kannst Du natürlich Deine Träume und Wünsche beibehalten, und Dein Leben in einer Traumwelt verbringen. Das hat allerdings den Nachteil, dass Du Dich nie richtig für andere Menschen - nicht nur ihn - öffnen wirst.

Möglichkeit Nummer zwei, Chrashkurs in Sachen Beziehung, wirst Du (wenigstens) einen Freund gewinnen! Erfordert zwar Mut, aber den braucht man nunmal für Beziehungen. Wenn alles raus ist, gibt es nicht mehr den Reiz der Träume....nur noch die Realität. Ich verstehe Deine Angst, wieder zurückgestossen zu werden, aber dass musst Du in Kauf nehmen.

Eine Sache möchte ich Dir noch mit auf den Weg geben. Du weisst wie es ist wenn man jemanden liebt, wie es sich anfühlt, und Du weisst wie sich das Gegenteil davon anfühlt. Aber es gibt auch andere Gründe dafür, warum es nicht gleich beim ersten Mal klappt. Er war 18 und Du 14! Ein 18jähriger hat ganz andere Prioritäten als eine 14jährige.

Ich wünsche Dir alles Gute, und triff die richtige Entscheidung.

LG

Grillcat

#8
Hi Elles,

wenn ich es richtig verstanden habe, dann habt ihr Euch noch nie wirklich lange unterhalten, weil Du ihn vorher immer zurück gestoßen hast, oder? Ihr kennt Euch, seht Euch ab und zu, frage ihn doch, ob er nicht Lust hätte, mit Dir was trinken zu gehen. Die Einladung zum Frühstück war doch gar nicht so schlecht.

Triff Dich mit ihm und sprich vielleicht nicht gleich mit ihm über Deine Gefühle, sondern warte ab, wie sich das Treffen entwickelt.

Deine Aufdringlichkeit von früher solltest Du nicht überbewerten. Immerhin warst Du 14. Wenn ich überlege, was ich mit 14 gemacht habe.... total peinlich, würde ich jetzt auch nicht mehr machen. Von daher, lass Dich dadurch nicht abschrecken, hab nicht deswegen Angst, dass er Dich wie damals wieder zurück stoßen könnte.

LG

Jes

#9
hallo jessi be,

hallo grillcat,

hallo jessy77!

erstmal vielen dank für eure worte. ich sitze hier (und sollte eigentlich arbeiten), und mir ist ganz merkwürdig zumute. noch nie (in den ganzen jahren nicht) habe ich mit jemanden über diese sache reden können ... und ich habe auch nie (ohne sofort innerlich zu blocken) so intensiv über alles nachgedacht. das ist schon fast wie'ne kleine therapie.

apropos, therapie. auf einer schulung lernte ich kürzlich eine chinesische ärztin kennen. sie hat (zu demonstrationszwecken) an mir herumgeknufft und gedrückt ... und als die schulung beendet war, winkte sie mich noch einmal zu sich heran ... sie hatte emotionale blockaden in meiner wade festgestellt (das ist kein witz, die chinesen haben solche sachen drauf!) ... ich habe ziemlich dumm dreingeschaut, aber nicht viel dazu gesagt. sie gab mir den rat, mich auf die suche nach meinem inneren lächeln zu machen ... ist das nicht ein ding?

eine therapie ist eine gute idee ... wenn alle stränge reisen, wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben.

jetzt zu seinem gefühlschaos:

mit seiner damaligen freundin ist schon ewig schluss. er hatte danach noch zwei beziehungen, die auch nach kurz oder lang scheiterten. es ging um eifersüchtelein seiner freundinnen. okay, er ist den ganzen tag mit vielen jungen und teilweise auch äußerst hübschen frauen beschäftigt, die auch ziemlich hinter ihm her sind (das gästebuch seiner website spricht da bände). er ist halt eine gute partie, sieht gut aus, ist nett, hat eine menge geld ... (ist für viele ja auch recht anziehend). Wenn er aber eines absolut nicht ausstehen kann, dann sind es ungerechtfertigte eifersuchtsszenen (ich spreche da aus erfahrung). hat er auch sonst das gemüt eines schaukelpferdes ... bei solchen sachen wird er echt böse.

außerdem hat er nicht viel freizeit und konnte sich daher nicht so um seine freundinnen kümmern, wie sie es gern gehabt hätten. das gab ärger (kommt mir irgendwie bekannt vor). woher ich das so genau weiß? ich habe seine tante mal gefragt (sie ist bei mir stammkundin), ob er zur zeit in festen händen ist. das gespräch hat sich so ergeben und da sie von der geschichte nichts weiß, außer dass wir zwei uns gut kennen, konnte ich’s mal unverbindlich in den raum stellen. er scheint von frauen die nase voll zu haben. außer bissel rumgeplänkel wird nie viel draus.

@ grillcat

selbst wenn ich den mut hätte, es ihm zu sagen ... wann denn, wie denn?

@ jessy 77

doch, wir haben uns sehr häufig und sehr lange miteinander unterhalten. stundenlang, aber immer wurden alle themen, die liebe & co. beinhalteten großzügig ausgespart. keiner von uns wollte das thema je anschneiden, wir hatten auch keinen grund dazu. er war ein guter freund, mehr durfte er für mich nicht sein. weggeschuppst habe ich ihn erst, wenn ich glaubte zu merken, dass er irgend etwas konkreteres von mir wollte. ich wurde dann nicht selten äußerst unfreundlich.

mit der einladung ... ich habe ihn doch eingeladen ... und es noch einmal tun ... würde ich schon, damit hätte ich echt kein problem. aber (siehe oben) wann denn, wie denn? ich sehe ihn kaum noch, und wenn, dann ist er schneller am laden vorbei als ich vorne an der tür bin! bloß, ob ich ihm dann sagen würde, was mit mir los ist ... ich weiß nicht. er wäre wahrscheinlich schockiert darüber.

so, ich muss nun los. werde die nacht mal drüber schlafen. bin ganz schön zappelig, seit ich mit euch darüber rede.

viele grüße,

elles.

Unknow2
#10
Hallo elles,

ja, das darüber reden ist sehr erleichternd, und ich habe auch den Eindruck, es inspiriert dich...

Krampf in der Wade = Blockade? Ach weißt du, ob das nun die "Wahrheit" ist oder nicht: Dir hat es etwas gegeben, dass die Chinesin das gesagt hat, und solche aha-Erlebnisse halte ich immer fest und versuche, was draus zu lernen.

Überprüf doch mal, was das sein soll, was dich blockiert.Ich glaube übrigens, dass deine Schwärmerei mit 14 schon Ausdruck einer vorangegangenen Geschichte (wie beschrieben: Prägung, psychische Not...) gewesen ist und - wie gesagt - die Geschichte hat vermutlich einen Einfluss, der allein aus deiner Lebensgeschichte herrührt. Deine unerfüllte Liebe hat sozusagen Wurzeln.

Wie @ Jesse_be geschrieben hat: Therapie ist kein Teufelswerk.

Es gibt aber viele Möglichkeiten (ausser Therapie), sich selbst mal etwas auf die Schliche zu kommen. Das einzige, was von dir zu tun ist, ist, dass du dich auch wirklich auf den Weg machst und versuchst, mal etwas zu ändern bei dir.

Ich denke, das kann dir in mehr als nur in dieser Liebesgeschichte etwas bringen!

dropje

#11
Hallo dropje,

ich habe über das, was du geschrieben hast nachgedacht. mag schon sein, dass es schon vorher einen auslöser für den ganzen schlamassel gab. das müsste allerdings schon in sehr früher kindheit gewesen sein. allerdings weiß ich nicht, wie das passiert sein soll. ich hatte früher sehr viele freunde ...bin praktisch unter jungs großgeworden. es waren eher die mädchen, die nicht mit mir spielen wollten. ich hatte immer "jungs-sachen" an (die klamotten von meinen großen brüdern. meine eltern hatten es damals nicht so dicke und eine menge kinder noch dazu) und fand "puppen spielen" bescheuert. irgend wann war ich auch mal in den einen oder anderen jungen verliebt, habe es aber nie gesagt oder auch nur andeutungen gemacht. sonst hätte ich nämlich nicht mehr mit fußball spielen dürfen ... nehme ich mal an.

auch später hatte ich es größten teils nur mit männlichen wesen zu tun. beinahe mein gesamter freundes- und bekanntenkreis ... alles männer. komisch, das fällt mir jetzt erst auf! ich hatte nur sehr wenige freundinnen. das ist heute glücklicherweise anders. aber über das reden, was mich bewegt, kann ich mit ihnen nicht ... nur mit einer einzigen, vielleicht. aber die hat zur zeit auch so ihren kummer (ihr mann hat sie nach 16 jahren ehe wegen einer studentin verlassen). also, braucht sie wohl eher meine hilfe, als ich ihre.

diese aufarbeitung meiner vergangenheit ... ist vielleicht in so mancher hinsicht sinnvoll ... hilft mir aber momentan nicht sonderlich darüber hinweg, dass ich keine ahnung habe, was ich mit ihm machen soll.

mich ändern ... eine super idee. aber, wie soll ich mich ändern, wenn ich nicht weiß, was ich ändern soll. dass ich aufhöre mich zurückzuziehen und "frech" zu werden, wenn ich der meinung bin, dass es mal wieder brennzlig wird? es ist schon fast ein reflex von mir ... ich bemerke wohl, dass ich mich falsch verhalte ... bin aber nicht im stande es zu beeinflussen (in dem moment, wo es passiert). und es ändert auch nichts an der tatsache, dass ich nachts nicht mehr schlafen kann, bei dem gedanken, ihm so vor den kopf gestoßen zu haben, dass er von nun an meine gegenwart meidet. ich bin wütend auf mich selbst, dass ich das getan habe, bin wütend auf ihn, dass er es nicht versteht und wieder wütend auf mich, weil ich von ihm erwarte, etwas zu verstehen, was ich selbst nicht begreife! welch ein dilemma!

so, nun muss ich mal meinen laden aufschließen.

viele grüße,

elles

p.s.: es handelte sich nicht um einen krampf. seit der "chinesischen begegnung" beschäftige ich mich auffallend häufig mit fernöstlicher medizin und philosophie. blockaden erkennt man daran, dass der behandelnde nicht in das energiefeld des anderen einsinken kann. ist bissel kompliziert, erst recht für mitteleuropäer, die nur das glauben, was sie sehen.

#12
Hi!

Ja, etwas verkorkst klingt das Ganze schon...aber was ist normal?

Was ist so schlimm dran ihn anzurufen und mit ihm ein Date auszumachen?

- Du hast ihn schließlich weggestossen -

Warum erklärst Du ihm nicht, warum Du ihn weggestossen hast, und lässt ihn selber entscheiden ob er es begreift oder nicht?

Warum sagst Du ihm nicht, dass Du starke Gefühle für ihn hast? Wenn es raus ist, ist es vorbei! Wenn er es wirklich wert ist, wird er Dich mindestens verstehen! Mach ihm auch klar, dass Du keine Erwartungen mehr an ihn knüpfst.... und nur deshalb so panisch reagierst, weil er Dir zu "nah" kommt und es Dich berührt . Glaube mir, Männer verstehen manchmal mehr als Du denkst. Ich weiss nicht, ob er gleiche oder ähnliche Gefühle für Dich hat, - da würde ich mich an Deiner Stelle auch nicht drauf versteifen -, aber Du hast mindestens danach die Chance eine Freundschaft mit ihm zu bekommen. Ich glaube nicht, dass er Dich ablehnen wird. Ganz und gar nicht. Warum sollte er das tun?

LG

Grillcat

#13
hallo grillcat,

im prinzip hast du völlig recht ... was ist schon dabei? eigentlich wäre das die logischste konsequenz. Und ich weiß auch, dass männer mehr verstehen als frau es manchmal annimmt. Auch männer können leiden wie hunde, das ist nicht allein den weiblichen wesen vorbehalten.

Ich habe gestern den ganzen tag darüber nachgedacht. Anfangs fielen mir allerlei gründe ein, warum ich das nicht machen kann ... allerdings waren dies nur feige ausreden. Auch die vergangene nacht war ich mit grübeleien beschäftigt. Ich habe noch nie so viel über mich und mein leben nachgedacht. Bin gegen 2 uhr morgens aufgewacht, hatte einen merkwürdigen traum. Worum es dabei ging weiß ich so genau nicht mehr ... ist auch gar nicht wichtig. Viel wichtiger ist das gefühl, das ich während des aufwachens und noch viele stunden danach hatte. Dieses gefühl ist mir nichts neues. Ich hatte es schon sehr oft und nicht nur im zusammenhang mit ihm. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll ... es ist, als ob ich vor einem graben stehe und ich weiß, dass ich darüber hinweg springen muss ... und ich es auch irgendwie will. Nur ich habe angst davor ... nicht, dass ich mir dabei die ohren breche, sondern eher vor dem, was mich auf der anderen seite erwartet. Wie gesagt, ich habe mir so viele sachen durch den kopf gehen lassen ... und dropje hat recht ... das problem liegt nicht speziell in der geschichte zwischen ihm und mir, sondern eher in meiner kindheit.

Wie schon erwähnt, bin ich unter jungs groß geworden. Habe 4 große brüder, die ich fast abgöttisch geliebt habe (und auch heute noch liebe, logo). Wo auch immer sie hingingen, ich wollte auch dort sein ... nur war ich die kleine heulsuse, mamas liebling ... mit mir konnten sie und ihre kumpels einfach nichts anfangen. Also musste ich mich anpassen ... so werden wie sie ... keine angst vor gar nix. Kein baum war zu hoch, kein unfug zu grob und kein junge groß genug für mich, dass ich mich nicht mit ihm hätte raufen können. Ich wurde fast selber zum jungen ... habe mich ständig herumgeprügelt ... es verging kein tag, an dem nicht irgend eine mutti bei meinen eltern geklingelt hätte, um sich über mein verhalten zu beklagen. Das gab häufig ärger. Meine mutter sagte mal völlig verzweifelt, dass ich schlimmer wäre als all ihre jungs zusammen. Und ich musste schlimmer sein, um akzeptiert zu werden! Das ging natürlich auch während der ganzen schulzeit so weiter und auch später ... ich war wirklich ein schlimmer finger. Rauchen während des chemieunterrichtes, dem kowalski paar auf die nuss geben (der war fast 3 köpfe größer als ich), der klassenlehrerin den schmutzigen schwamm an den kopf hauen ... das brachte bewunderung und respekt bei meinen männlichen mitschülern ... ich schien eines gelernt zu haben: wer schwäche zeigt hat schon verloren! Habe es doch an meinen mitschülerinnen gesehen. Die wurden immer geärgert und geschuppst ... bei mir hat sich das gar keiner getraut ... es gab immer gleich auf die glocke! Ich war ein richtiges schätzchen, nicht wahr?

Was hat das aber nun mit ihm zu tun? Habe heute nacht mal seine briefe wieder herausgekramt. Glücklicherweise sind diese meiner zeitweiligen zerstörungswut nicht zum opfer gefallen ... und als ich sie so durchlas, ahnte ich, warum ich einen solchen narren an ihm gefressen hatte. Wahrscheinlich, weil er der erste und einzige war, der mich ohne vorbehalt (er kannte mich vorher ja nicht und wusste auch nicht, was ich für eine war) als weibliches wesen angesehen hatte. Nun, es sind keine überschwenglichen liebesbriefe gewesen, aber dafür, dass er überhaupt nicht gerne schreibt ... alle, achtung! Es kamen worte wie „liebe elles“, „es grüßt dich dein ...“ und „ich musste an dich denken!“. Das war für mich eine völlig neue welt. Nach und nach kroch ich aus meinem schneckenhaus und war fasziniert von dem gedanken, dass ich mich gar nicht wie ein affe aufführen musste, damit mich jemand mag. Ich habe ihn dafür geliebt und mich sogar getraut, es ihm zu zeigen ... und bin dabei etwas zu weit über das ziel hinaus geschossen.

Lange rede, kurzer sinn ... als die sache zu ende war, zog ich mich noch viel weiter zurück und sang das nibelungenlied ... soll heißen, ich habe ihm meinen wunden punkt gezeigt ... wahrscheinlich ist er der einzige mensch auf der welt, der diesen punkt kennt ... und nun versuche ich alles, um die einzige stelle, an der man mich wirklich verletzen kann zu schützen ... koste es, was es wolle!

Ich habe also keine angst davor fehler zu machen ... viele dinge in meinem leben hätte ich nie tun können, wenn ich mich davor gefürchtet hätte ... ich habe nur angst, dass jemand bemerkt, wie es wirklich in mir aussieht. Denn was man von klein auf gelernt hat, wird man im späteren leben nur schwer wieder los: wer schwäche zeigt, hat schon verloren!

Also grillcat, dein vorschlag ist gut und richtig. Eigentlich sollte ich mich nicht davor fürchten ... in gewisser weise ist er ja der einzige vertraute, den ich in dieser beziehung habe. Wenn man es genau nimmt, ist er mein bester freund. Ich weiß, dass er mich mag ... dass er mich liebt, glaube ich nicht. Er fühlt sich zu mir hingezogen, aus welchen gründen auch immer ... vielleicht, weil wir sehr viele gemeinsamkeiten haben.

Aber es ist für mich momentan zu früh (nach 20 jahren ... ha, ha, ha!), um ihm das alles zu sagen. sollte sich meine vermutung nämlich als wahr herausstellen, werde ich wohl noch heftig an mir arbeiten und alles langsam angehen müssen. Das wichtigste ist jetzt wohl, das richtige level zu finden, auf dem wir uns begegnen können ... ohne, dass wir uns gegenseitig fertigmachen. Der rest, denke ich, wird sich bestimmt ergeben.

ich fühle mich momentan etwas zittrig, aufgeregt und ruhig zugleich. zumindest denke ich, dass ich nun endlich etwas in der hand habe, woran ich arbeiten kann.

viele grüße,

elles.

#14
Guten Morgen Elles!

Ich glaube, ich verstehe, was Du meinst!

Wie soll man eine Frau sein, wenn man für sich selbst dazu tendiert männliche Verhaltensmuster anzunehmen?

Ich könnte Dir hier jetzt eine Menge über die Veränderung dieser Muster, sowohl bei Frauen als auch bei Männern erzählen. Aber ich denke, das ist es nicht was Du wirklich brauchst. Denn, Du bist eine Frau....und Du weisst das.

- Was mich irritiert, ist die Tatsache, dass Du einen ausgesprochenen weiblichen Beruf gewählt hast -

Ich kann Dir wirklich nur den Tipp geben, hör mal in Dich rein, was Du willst, wirklich willst und das mach dann. Vielleicht brauchst Du wirklich eine Therapie, ich weiss es nicht, was Du aber auf jeden Fall brauchst ist eine Menge Mut!!!!

So oder so, Du solltest nichts mehr auf die lange Bank schieben, dass hast Du in den letzten Jahren zur Genüge getan. Entweder Du gehst es jetzt an, und befreist Dich von dieser Geisel oder Du wirst vielleicht nie mehr den Mut finden.

Du hast den ersten Schritt getan, Du hast darüber gepostet. Du hast einige Dinge erkannt, die so nicht passen. Bleib jetzt nicht stehen, sondern geh' den Weg.

LG

Grillcat

#15
hallo elles.

dein letztes posting hat mich sehr berührt weil du in ungefähr beschrieben hast wie es auch mir in meiner kindheit ging. ich habe zwar "nur" zwei brüder, einen großen und einen kleinen, aber das gefühl sich dauernd beweisen zu müssen um akzeptiert zu werden kenne ich auch. auch mir war kein baum zu hoch und kein unfug zu grob, ich war immer vorne mit dabei, vor allem im beisein meines großen bruders.

ich habe das gefühl daß ich erst seit ein paar jahren die phase erlebe die andere frauen in der pubertät haben, nämlich spaß zu finden daran eine frau zu sein.

ich bin 27 und habe nur zwei brüder, wie muß das dann erst bei dir sein!!!

aber du hast ja den ersten schritt getan, du hast dir bewußt gemacht was du dir ersehnst, nämlich als frau akzeptiert und geliebt zu werden, ohne dich beweisen zu müssen. ich bin sicher du findest deinen weg!

hast du eigentlich aus diesen gründen solch einen weiblichen beruf gewählt? das würde mich auch interessieren...

es drückt dich

irish

#16
hallo grillcat,

hallo irish!

vielen dank für eure aufmunterungen. meine situation ist schon ziemlich verfahren ... und, obwohl ich sonst echt nicht auf den kopf gefallen bin, bekomme ich einfach nicht den richtigen dreh heraus, wie ich jetzt weiter machen soll.

was ich will? mit ihm zusammen sein, auf welche art auch immer. ich möchte ihn gern öfter sehen ... ich würde ihm auch gern sagen, dass er mir eigentlich sehr viel bedeutet und dass ich ihn vermisse ... und dass es mir leid tut, wie ich mich manchmal ihm gegenüber verhalte.

das problem ist bloß, ich weiß nicht wie ich das anstellen soll. ich kann nicht einfach bei ihm hereinspazieren und ihm mein diffuses seelenleben an den kopf klatschen, wir haben ja eigentlich kaum kontakt zueinander ... das letzte mal haben wir vor einem halben jahr miteinander gesprochen! ich meine, um solch ein heikles thema anzusprechen, sollte man schon eine gewisse nähe zueinander haben.

und dazu kommt noch: da wir zwei uns charakterlich sehr ähnlich sind, brauche ich mir nur vorzustellen, wie ich darauf reagieren würde. angenommen, er suchte den kontakt nur der alten zeiten wegen und will im prinzip gar nichts bestimmtes von mir ... wenn ich er wäre, würde ich mich nach einer solchen offenbarung ihm gegenüber sehr rar machen und alles vermeiden, was falsche hoffnungen wecken kann. und dann hätte ich genau das gegenteil von dem erreicht, was ich ursprünglich wollte ...

je länger ich über alles nachdenke, desto hoffnungsloser erscheint mir die sache. :(

viele grüße,

elles.

p.s.: ich bin nur zufällig kosmetikerin geworden. hatte schlimme hautprobleme und bin dazu noch auf alles mögliche allergisch. ich wollte mir eigentlich nur selber helfen, habe mich in meiner freizeit viel mit allem beschäftigt, was meine probleme lindern könnte ... irgendwann wusste ich so viel darüber, dass ich einen beruf daraus gemacht habe. bin eigentlich musikerin (wurde mir aber zu stressig).

Unknow2
#17
Original von Ellesje länger ich über alles nachdenke, desto hoffnungsloser erscheint mir die sache.
Hallo Elles,

ich glaube auch! :D Ich habe den Eindruck, lieber ergrübelst du dir einen Nobelpreis als dass du dein Leben in die Hand nimmst und handelst.

Learning by doing ist das Zauberwort.

dropje

#18
Hallo Elles!

So, Du weisst was Du willst! Die Antwort, was Du jetzt tun musst kennst Du. Sicherlich, wieder mit der Möglichkeit "abgewiesen" zu werden, aber tu endlich mal was!!!!

Übrigens, er mag Dir zwar erzählt haben, die Karte ist nur rein "zufällig" und "fälschlicherweise" an Dich gegangen ......aber bist Du wirklich so naiv????

Wie hättest Du denn reagiert, wenn er Dich auf solch eine Karte angerufen hätte???

Du hast soviele Hemmungen, wenn's und aber's in Deinem Kopf, dass es mir wirklich selber fast schon weh tut. Teilweise glaube ich, hier schreibt eine 15jährige!

LG

Grillcat

Unknow2
#19
Hallo Elles,

wie geht es dir heute?

dropje

P. S.: Ich hoffe, wir haben dich nicht vertrieben...

#20
hallo dropje, hallo grillcat

ihr habt mich nicht vertrieben. habe zur zeit nur eine menge arbeit. den derzeitigen stand der dinge muss ich mal schreiben, wenn ich mehr zeit habe ... bei mir im laden ist zur zeit echt der bär los!

ich melde mich später ausführlich

viele grüße.

elles

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