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...er hat mich unter Tränen aus dem Schlafzimmer geschmissen...

60 Antworten3'787 AufrufeGestartet von Laia ·

LaiaThemenstart
#1
Tja, meine Geschichte erscheint mir wie die Lead-Story in einer schlechten TV-Soap. Ich dachte echt, dass es so etwas nur im Film gibt. Nun gut - ich versuche es zu erklären:



Vor rund eineinhalb Jahren habe ich einen mir bis dahin durchaus bekannten Mann besser kennengelernt. Dabei haben wir uns immer nur auf der freundschaftlichen Ebene getroffen - es ist absolut nie etwas gelaufen. Wir haben zwar immer miteinander geflirtet und provoziert – es war jedoch einfach Spass. Und eigentlich war das auch immer okay so, denn er ist verheiratet und ein paar Jahre älter als ich. Ich habe nicht im Traum - oder sagen wir vielleicht besser "nur" im Traum - daran gedacht, dass da irgendwann mehr daraus werden könnte. Ich war glücklich darüber, ihn kennen- und schätzen gelernt zu haben. Es war gut so.



Nun hat sich seine Frau vor einiger Zeit von ihm getrennt. Wahrscheinlich müsstet ihr noch wissen, dass seine Ehe ein einziger Kampf war. Krankheiten und psychische Probleme seiner Frau haben meinen Freund jahrelang dazu gezwungen, sich selber total zu vernachlässigen und einfach nur noch zu funktionieren, um seine Frau zu retten. Es war wirklich die reinste Katastrophe. Ich kenne seine Frau auch...der Kontakt zu ihr ist aber mittlerweile abgebrochen.



Irgendwann vor einem halben Jahr ist dann auch der Kontakt zwischen mir und meinem guten Freund seltener und distanzierter geworden. Ich habe zwar mitbekommen, dass sie ihn mittlerweile verlassen hatte, aber ich wusste nicht recht, wie ich auf ihn zugehen sollte. Nun habe ich vor wenigen Tagen beschlossen, dass ich ihn einfach sehen muss. Wir haben uns getroffen. Wie früher hatten wir schon nach wenigen Minuten den Draht zueinander gefunden und auf einen Flirtspruch folgte der nächste. Wie früher halt. Nur war dieses Mal die unüberschreitbare Grenze (seine Frau) nicht mehr da – und es ist passiert. Es war schlichtweg ein Traum. Drei Tage lang hatten wir ein Verhältnis, eine Affäre, eine Romanze...keine Ahnung. Es war alles so vertraut, so nahe und irgendwie so normal. Immer wieder hat er mir gesagt, wie sehr er meine Nähe geniesst und wie sehr er sich das gewünscht hatte.



Und dann in der dritten Nacht, in welcher ich in seinem Bett lag, ist irgendetwas passiert, was alles verändert hat. Wir waren uns schon vorher einig, dass eine Beziehung von heute auf morgen kein Thema ist. Wenn, dann sollte es vorerst geheim und spontan bleiben. Aber plötzlich ging gar nichts mehr. Er hat mich angeschaut und mir gesagt, dass ich ihm viel zu nahe gehe. Er hat sich auf die Bettkante gesetzt und angefangen zu heulen. So etwas habe ich noch nie erlebt und ich wünsche es auch keinem: Der Mann, auf welchen du mehr als ein Jahr gewartet hast, sagt dir nach drei wunderschönen Tagen und tausenden von Komplimenten unter Tränen, dass du gehen sollst. Es dürfe nicht sein. Er könne das nicht und ich sei noch so jung und solle mein Leben leben und ihn so gut es geht vergessen. Er wolle mich nicht verletzten und endtäuschen - er wünsche sich, alles wäre nur ein Traum gewesen. Ich bin die Treppe hinunter gestürzt und heulend in mein Auto eingestiegen...



Klar, man könnte jetzt sagen, dass er mich wahrscheinlich nur verarscht hat. Ich bin schon öfters verarscht worden und bin meinerseits auch kein Kind von Traurigkeit, wenn ich solo bin. Aber ich weiss, dass ich ihm etwas bedeutet. Er hat es mir gesagt, ich habe es gespürt und ich habe es in seinen Augen gesehen, als er mich "rausgeschmissen" hat. Dass er mich am nächsten Tag unter keinen Umständen sehen wollte und die kalten SMSn, unterstreichen meine Wahrnehmung.



Ich habe drei Tag in den Armen dieses Mannes verbracht - es kommt mir jedoch so vor, als ob mein ganzes Leben plötzlich stillsteht, jetzt, wo er weg ist. Als wäre er immer schon da gewesen. Und jedes Mal wenn ich die Augen schliesse, sehe ich ihn in meinen Armen voller Glück lachen und wenige Sekunden später weinend auf dem Bett sitzen... Was, wenn ich ihn nun für immer verloren habe? Das würde ich mir nie verzeihen.

Ich bin nur noch am Heulen und weiss einfach nicht mehr weiter...

#2
oh je, besten dank für deinen Eintrag, ich sehe genau die parralele.. Ob wir verloren haben, i weiss es nicht. Ich kann dir auch nicht einen Rat geben, weil bei mir sitzt der Schmerz ebenfalls so tief und jedesmal wenn ich denke, dass es mir besser gaht, kommt der Rückfall.. Es ist hart und vielleicht müssen wir einfach sehen - das es entweder nicht die richtigen Männer sind oder wir brauchen Zeit. Aber genau das ungewisse macht einem Fertig. Du musst dich als single sehen, aber auch schauen, wie es mit deinen Gefühlen steht... Ich kann dir leider auch nicht mehr sagen, nur das ist alles scheisse!!

bearbeitet #3
Das ist definitiv alles scheisse...!!

Es gibt immer wieder Sekunden, wo ich denke, dass ich es packe. Dass es so das beste ist und überhaupt. Dann dauert es genau drei weiter Gedanken und schon bin ich wieder mitten drin im Tal der Schmerzen. Das Schlimmste für mich ist, dass ich weiss, dass es ihm auch nicht gut geht. Dass er sich Vorwürfe macht. Und dass ich jetzt nicht einmal mehr die Chance habe, ihm als gute Freundin (so wie früher) mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Es ging ihm so gut in den Stunden mit mir und er hat mir im Gegenzug ebenfalls so viel in so kurzer Zeit gegeben - warum gibt man so etwas einfach wieder auf??? Es tut so unglaublich weh...

Was soll ich tun? Soll ich mich melden? - obwohl ich denke, dass ich ihm in meiner letzten SMS alles gesagt habe, was ich noch sagen wollte (dass ich immer für ihn da bin, dass ich ihn als Menschen sehr schätze und dass ich für die Entscheidung, mit ihm gegangen zu sein an diesem ersten Abend, selbst die Verantwortung zu tragen habe - dass ich ihn also von der von ihm immerzu erwähnten Schuld, mir weh getan zu haben, freispreche) oder soll ich einfach warten? Was, wenn es ihm jetzt noch viel schlechter geht als vorher? Was, wenn ich jetzt nicht wieder an ihn rankommen werde, obwohl er mir klar versichert hat, dass er mich unter keinen Umständen verlieren will? Was, wenn wir uns wirklich gegenseitig lieben und aus Vernunftsgründen von einander lossagen? Himmel...was soll das??

#4
Ich habe heute Abend allen Mut zusammen genommen und ein spontanes Wiedersehen auf neutralem Boden provoziert - sprich: ich bin in unserer Stammkneippe einen Kaffee trinken gegangen. Er sass am Stammtisch, ich dann für eine halbe Stunde neben ihm. Er hat mich angesehen, er hat mit mir geredet und er hat sogar mit mir Sprüche gemacht vor den anderen. Es war wie vorher (von meinem Gezitter mal abgesehen). Auch wenn das nichts zu bedeuten hat, so war es doch unendlich wichtig für mich... Wir haben eine Chance, dass es irgendwann wieder so wird wie früher. Es tut immer noch genau so weh - aber zumindest habe ich etwas für meine Würde und meinen Stolz gemacht. Ich bin hingefahren, hab mir nichts anmerken lassen und bin pünktlich zum Spielbeginn aufgestanden und nach Hause gegangen. Keine SMS hinterher und auch keine Mitleid suchenden Blicke. Ich hoffe, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Was meint ihr dazu?

#5
Liebe Laia,

Was genau meinst du eigentlich damit:

Er hat mich angeschaut und mir gesagt, dass ich ihm viel zu nahe gehe.

Es dürfe nicht sein. Er könne das nicht
Wieso?

Was, wenn wir uns wirklich gegenseitig lieben und aus Vernunftsgründen von einander lossagen?
Was sind das für Vernunftsgründe? Er ist doch jetzt getrennt, eigentlich steht euch ja nichts im Weg.

#6
Hi Vivien!

Tja, eigentlich ja. Wie sagt er immer: "Eigentlich" gibt es nicht. Passt gerade, sorry.

Also, zu den Gründen: Wir beide leben in einem ziemlich kleinem Dorf, in dem jeder jeden kennt. Alle wissen um seine und auch um meine Situation. Es wird sehr sehr viel getratscht. Nun gut - damit wäre umzugehen. Er ist 16 Jahre älter als ich - meine Stiefmutter, welche übrigens so gut wie gar nichts hält von grossen Gefühlen gegenüber Männern aus dem Dorf, ist gerademal 3 Jahre älter als er. Er ist noch verheiratet - natürlich ist seine Noch-Ehefrau auch aus dem Dorf und ihre ganze Familie gehört zu meinem erweiterten Freundeskreis. Ich ziehe in einem Monat weg und trete rund 1,5 Autostunden von Zuhause eine neue Stelle an. Er ist tief verwurzelt im Dorf. Und noch das grösste Hindernis: Er glaubt, dass er nie wieder fähig sein wird, einer Frau das geben zu können, was sie eigentlich verdient. In den beschriebenen drei Tagen hat er mir mehrmals gesagt, dass er sehr viele Gefühle für mich hat und auch schon früher hatte. Und als er dann sagte, dass ich ihm zu nahe gehe, wurde aus dem anfänglich noch als Spiel funktionierenden gegenseitigen Aufbauen bitterer Ernst. Er hat gesagt: "Ich komme nicht mehr von Dir los - das macht mir Angst", und: "Ich würde so gerne und ich geniesse es so sehr, aber ich kann irgendwie nicht." Er weiss auch um meine Gefühle und so wie er sagt, ist das einer der Hauptgründe, warum er mich weggeschickt hat: "Ich will Dich nicht auch noch verletzten, ich habe in letzter Zeit schon so viele verletzt." Er meinte, dass er jetzt Egoist werden will. Er fühlt sich immer noch verantwortlich für seine kranke Frau und gibt sich wahrscheinlich in gewisser Weise die Schuld daran, dass man ihr bis heute nicht wirklich helfen konnte. Ist das irgendwie verständlich?

#7
"Ich will Dich nicht auch noch verletzten, ich habe in letzter Zeit schon so viele verletzt."
Hast du eine Ahnung, was er damit meint? Wer sind diese "viele", die er seiner Meinung nach schon verletzt hat?

Kann es sein, dass er noch an seiner Exfrau hängt, und einfach noch nicht bereit ist, für etwas Neues. Vielleicht haben ihn die emotional anstrengenden Jahre mit ihr sehr mitgenommen, und er will gerade nicht wieder sein Herz verschenken. Und vielleicht liebt er sie noch, trotz ihrer Krankheit, und muss sie auch erstmal vergessen. Das ist der Eindruck den ich beim Lesen habe, wäre zumindest eine Möglichkeit.

#8
Hey Laia,

mir kommt das ganze bekannt vor. Er will dich auf keinen Fall verletzen, er hat in seiner Vergangenheit so einige Scherbenhaufen zu beseitigen und hat wahrscheinlich Angst wieder vor so einem Scherbenhaufen zu stehen wenns nicht funktioniert. Die Zeit mit seiner Ex ist auch nicht spurlos an ihm vorüber gegangen. Vielleicht möchte er erst mal mit sich ins reine kommen und hat einfach keinen Platz für was neues, vielleicht auch keinen Kopf dafür oder einfach Angst. So wie er sich verhalten hat denke ich schon dass da einige Gefühle von seiner Seite sind, die Frage ist ob er über seinen Schatten springen kann. Die letzten Jahre scheinen bei ihm ziemlich tief zu sitzen.Vielleicht ist es ganz gut erst mal etwas Zeit verstreichen zu lassen und sich über alles klar zu werden.

Ich wünsche dir alles,alles Gute

#9
Hi Käferin

Ja, wahrscheinlich triffst Du mit Deiner Annahme den Nagel auf den Kopf! So wie er sagt, ist es nicht mehr wirklich Liebe, die ihn mit seiner Frau verbindet. Aber natürlich ist sie immer noch ein ganz wichtiger Teil in seinem Leben. Schliesslich hat er über zehn Jahre nichts anderes gemacht, als sie gepflegt, aufgebaut und umsorgt. Ich glaube, dass er manchmal nicht weiss, was er mit sich anfangen soll. Er scheint noch nicht bereit - und, so wie ich ihn verstehe, glaubt er auch, dass er kein "neues Glück" verdient hat. Immer wieder hat er mir gegenüber erwähnt, dass er nicht nachvollziehen kann, was ich an ihm finde und dass es an ein Wunder grenze, dass ich jetzt neben ihm Bett liege. Er sei doch gar nichts Spezielles. Im Zusammenhang mit dem verletzen hat er auch noch gesagt, dass er seit der Trennung diverse Menschen an sich herangelassen hat, diese dann aber durch eine Art von plötzlicher emotionaler Blockierung irgendwie vor den Kopf stossen musste. Dies wolle er in Zukunft nicht mehr machen und deshalb werde er jetzt zum kalten Egositen.

Ich kenne ihn - das kann er nicht und das wird er nie können. Er wird sich von nun an mit Sicherheit wieder abkapseln und hinter seinen witzigen Sprüchen verstecken. Das tut mir am meisten weh... Ich habe ihn noch nie so glücklich erlebt, wie in den drei Nächten, die wir hatten. Er was so gelöst, so aufgekratzt und ruhig zugleich. Er hat erzählt und erzählt und hat sich einfach gehen lassen. Vor allem in der dritten Nacht hat er irgendwie alles fallen lassen und war unendlich glücklich. Das hat er mir auch genauso gesagt ("Ich fühle mich wie ein Kind", "Ich kann den siebten Himmel spüren") und es war unübersehbar. Eine halbe Stunde später kam das Aus. Erst hat er gezögert und gesagt, dass er sich in einem Dilemma befinde. Er wolle auf keinen Fall, dass ich gehe, aber es wäre wohl das Beste. Danach überkamen ihn die Tränen und er konnte mich kaum mehr anschauen. "Geh jetzt, bitte!"...war alles, was er noch sagen konnte. Ein letzter flehender Blick und danach war ich auch schon weg... Ich konnte nicht mehr.

Dies war mein letztes Bild von ihm - immerhin konnte ich das gestern mit meinem spontanen Konfrontations-Angriff verändern... Er war wieder der Alte: Lustig, laut, gut drauf und total beherrscht. Ich hab die Mauer gespürt, die er wieder hochgezogen hat - trotzdem bin ich froh, dass er für sich irgendwie einen Weg gefunden zu haben scheint.

Aber sollte ich nicht doch kämpfen? Habe ich denn überhaupt eine Chance? Es tut mir so weh, zu wissen, wie es ihm wirklich geht und nichts tun zu können... Ausserdem fehlt er mir so wahnsinnig, jede einzelne Bewegung schmerzt und alles, aber wirklich alles, erinnert mich an ihn. Es will einfach nicht in meinen Kopf, dass zwei Menschen, welche Gefühle füreinander haben und die einander so gut tun (er meinte in einer SMS nach dem "Rausschmiss" dazu: "Genau das ist das Problem: Du tust mir gut, aber ich Dir nicht!") keine Chance verdient haben. Es verlangt niemand, dass er von heute auf morgen die Vergangenheit vergisst und voller Zuversicht neu durchstartet. Ich erwarte nicht einmal, dass er das überhaupt irgendwann machen kann - ich kenne seine Vergangenheit. Ich möchte doch einfach nur ein Teil seines neuen Lebens sein und ihm wenigsten in gewissen Momenten zu dem Glück verhelfen, dass er verdient.

Danke Kim123...ich weiss, Du hast wahrscheinlich recht. Ich habe halt einfach unendliche Angst, dass ich ihn für immer verloren habe, wenn ich mich jetzt einfach total zurückziehe. Aber es gibt wohl keine andere Lösung, oder?

#10
Wenn du ihn wieder haben willst, bring euch beide auf den Status vor der Bettgeschichte. Da ist es ja auch noch gelaufen. Der Auslöser für den Abbruch scheint die Bettgeschichte gewesen zu sein. Das muss ihm schon wieder zu beziehungsähnlich geworden sein, worauf er sich offenbar noch nicht einlassen will.

#11
Hey Tylli

Jep, ich weiss. Den Anfang für diese Aktion habe ich gestern Abend gemacht. Ich hoffe, dass es irgendwann klappen wird - sprich, dass wir beide das überhaupt noch können. Ich weiss es nicht. Ich kann nur hoffen. Er darf auf keinen Fall mitbekommen, wie nahe mir das Ganze geht. Es tut so unglaublich weh.

PS: Den Ausdruck "Bettgeschichte" finde ich übrigens irgendwie sehr reduzierend, für dass, was es war. Aber wahrscheinlich ist das genau der Knackpunkt, oder?

#12
Den Ausdruck "Bettgeschichte" finde ich übrigens irgendwie sehr reduzierend,
Nein, nicht reduziert. Ich meine wirklich nur das, dass ihr zusammen ins Bett gegangen seid.

Ich meine damit nicht die ganzen Gefühle und Empfindungen rings herum. Wenn die nicht dagewesen wären, wärt ihr nicht im Bett gelandet. Zumindest bei der Basis, die ihr habt. Zwischen euch ist ja sehr, sehr viel Vertrauen und eine große Vertrautheit da. Ja, und warum soll man da nicht auch mal die schönen Seiten genießen? ;) Und warum soll das nicht auch der Beginn einer Beziehung sein?

Aber wahrscheinlich ist das genau der Knackpunkt, oder?
Ja, es macht sehr den Eindruck. Es sieht aus, als wäre er in Tränen ausgebrochen, weil er gemerkt hat, was er bei dir angerichtet hat. Nämlich dass du zu mehr (zu einer Beziehung) bereit bist - er aber noch nicht. Die logische Konsequenz (zumindest im ersten Moment) - man bricht das Ganze ab.

Ich hoffe, dass es irgendwann klappen wird
Seh ich eigentlich kein Problem darin. Geh auf Abstand, lass so gaaaanz persönliche Dinge weg und sei ganz normal mit ihm zusammen, behandle ihn ganz normal. Dann wird er merken, dass du nichts anderes willst und dass du ihn nicht zu irgendwas drängen willst.

#13
Klingt sehr vernünftig! Danke!! ...ich werd mir alle Mühe geben, jetzt wo ich weiss, dass meine Auffassung der Situation nicht ganz abwegig ist.

Tut echt gut, alles einmal aufzuschreiben...ich verstehe es selber immer besser!

bearbeitet #14
Wie um alles in der Welt stellt man diesen sch... Schmerz aus?? Warum kommt er immer wieder mit der ganzen Härte auf mich los? Jedes Mal wenn ich denke, dass ich es schon irgendwie schaffen werde, braust er von Neuem auf mich los!?! Jeder meiner Gedanke kreist um ihn, jedes Geräusch, jeder Geruch und jedes Bild erinnert mich an ihn und natürlich auch daran, dass ich ihn jetzt nicht mehr einfach ansmsn kann... Ohne dass ich es merke, beginne ich immer wieder zu heulen...es tut so unglaublich weh. So viel Glück erlebt in drei Tagen - und nun soll einfach alles vorbei sein?!? Ich verstehe es nicht.

Warum ist alles vorbei, bevor es überhaupt so richtig begonnen hat?? Und warum um alles in der Welt, fühlt sich das Ganze an, wie wenn eine lange Beziehung zerbrochen wäre? Ich bin doch seit über 5 Jahren solo - weshalb erscheint es mir denn nur seit drei Tagen absolut unmöglich, ohne Partner durchs Leben zu gehen? Warum, warum, warum ... ich kann nicht mehr.

#15
Hallo Laia!

Wenn du jahrelang in eher "armen" Verhältnissen gelebt hast und aufeinmal gewinnst du 1 Millionen! Hast 3 Tage lang die unendlichen Möglichkeiten alles mal auszukosten- und bekommst sie dann ganz unverhofft wieder weggenommen, dann sieht dein normales Verhältnis von VOR dem Gewinn natürlich noch ärmer aus NACHDEM du da wieder angelangt bist. Du weißt ja jetzt, wie man sich als Millionär fühlen kann. (um mal auf deine Frage einzugehen..)

Aber das pendelt sich alles wieder ein! ;-) Und außerdem ist bei dir doch noch alles möglich oder nicht? Gib ihm Zeit. ER ist noch nicht soweit. Wenn ihr jetzt schon zusammenkämt, dann würde die Beziehung vielleicht auch irgendwann daran scheitern, dass er noch nicht soweit war...

Versuch dich wieder zu fassen wenn du soweit bist! Du schaffst das! Viel Glück ;-)

#16
Danke Rosenkatze!! ...Klingt sehr einleuchtend Deine Antwort - und stimmt. Leider.

#17
Und warum um alles in der Welt, fühlt sich das Ganze an, wie wenn eine lange Beziehung zerbrochen wäre?
Weil du sehr viele Gefühle investiert hast - und jetzt glaubst, das alles vorbei ist.

Warum ist alles vorbei, bevor es überhaupt so richtig begonnen hat??
Sieh es doch mal so: Vielleicht hat es noch gar nicht richtig begonnen und eigentlich wartet ja noch eine wunderbare Zeit auf dich. Du musst nur ein bissel Geduld haben. :trost:

Da ist nix "vorbei". Lass das Bett weg, hab ein bissel Geduld und geh es langsamer an - und dann wird schon alles. :trost:

#18
Erst einmal vielen Dank für die tröstenden Worte gestern Abend - das hat mir doch sehr geholfen, den anstehenden Grillplausch ohne Regenwetter-Gesicht in Angriff zu nehmen...Danke!

Nun, ich muss meine Geschichte noch ein bisschen weitererzählen. Ich weiss sonst gerade nicht wohin damit:

Seit diese Sache passiert ist am letzten Wochenende sind meine Nächte der absolute Horror! Ich schlafe nur ganz wenig, werde von verschiedensten Träumen gejagt und wehre mich am Morgen extremst gegen das Verlassen dieses Zustandes, der die harten Gefühle noch von mir fern hält. Diese Nacht war es ganz schlimm. Ich bin zwei Mal schweissgebadet aufgewacht und hatte plötzlich eine riesen Angst um ihn...was, wenn er... Ich darf nicht daran denken. Ich habe ihm das Versprechen abgenommen, dass er sich bei mir meldet, wenn es ganz schlimm wird, aber was, wenn ich nun doch zu spät... Ich weiss, das klingt verrückt. Aber er in seiner Situation - man weiss es einfach nicht. Nun gut, ich habe es mir trotzdem verkniffen ihm zu schreiben, obwohl ich ja genau weiss, dass er mitten in der Nacht aufstehen und zur Arbeit gehen muss. Er ist Bäcker.

Und genau da hat dann heute Morgen mein Verstand wieder eingesetzt und ich habe versucht, ein wenig Schicksal zu spielen. Ich bin vor der Arbeit ein Brötchen kaufen gegangen, um wenigstens sein Auto zu sehen und beruhigt in den Tag gehen zu können. Dass ich ihm dabei begegnen könnte, war mir klar. Irgendwie habe ich es gehofft - irgendwie auch nicht. Auf jeden Fall hab ich dann tatsächlich gesehen!! Ich komme gerade aus dem Geschäft und er fährt vom Parkplatz. Scheibe unten, ein breites Lachen auf dem Gesicht und ein fröhliches "Guten Morgen!" habe ich abgekriegt. Ich war wohl ziemlich perplex. Als ich dann selber wieder im Auto sass, sind die Tränen schon wieder gelaufen und da habe ich entschieden, dass ich ihm einen SMS hinterher schreibe...irgendetwas von Brötchen, die hoffentlich er gebacken hat. Und was kam zurück?!...: Ja klar, hab ich dein Brötchen gebacken und zwar mit viel Liebe! (Ehm, bitte?!?...) Wir haben dann noch fünf Mal hin und her gesmst...ganz normal und wie früher.

Wir können es tatsächlich schaffen, oder? Es scheint gerade so. Ich wünsche mir so sehr, dass es klappt. Natürlich brauche ich auch so unendlich viel Geduld: Geduld mit ihm und auch mit mir. Hat jemand einen Tipp, wie ich das Ganze nun weiter angehen soll? Er fehlt mir logischerweise immer noch und ich weiss nicht, ob ich die vielen Gefühle wieder alle hinten anstellen kann.

#19
Ich würde jetzt mal einfach ruhiger werden.

Deinen Alltag leben, dir etwas gutes tun.

Ich vermisse meinen Partner auch jeden Tag, besonders in schwierigen Zeiten wie jetzt, wenn wir uns nicht richtig verabschieden konnten. Mein Handy liegt neben mir und ich weiss, dass ich nicht schreiben darf und ich tu es auch nicht.

Aber ich denke über die Sache nach, lass es auf mich zukommen und du wirst sehen, wenn du es nicht erzwingst, wird es einfacher.

Klar fehlt er dir, mir auch, sei einfach ruhig, und versuch dich zurückzuhalten

#20
Hey SS&MK

Okay, ich versuche es. Ich bin furchtbar, was das angeht. Ständig habe ich das Gefühl, dass wenn ich jetzt nicht, dass dann... Alles völlig unnötig und übertrieben. Aber so bin ich nun einmal. Zurückhalten, Abstand, Distanz ... der reine Gedanke daran, tut schon weh. Aber ich versuchs. Versprochen! Ich muss...

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