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...er hat mich unter Tränen aus dem Schlafzimmer geschmissen...

60 Antworten3'787 AufrufeGestartet von Laia ·

#21
Wir müssen da Beide durch.

Ich bin in einer anderen Situation, aber dennoch vergleichbar mit deiner.

Du weisst nicht woran du bist, was er will, denkt, macht?!

Manchmal denk ich ich kann nicht mehr und ich hab ihm heute Morgen gesagt:

"Wenn ich nicht mein Herz bereits an dich verloren hätte, würde ich nicht mehr zurückkommen."

Deine Gedanken dürfen kreisen, vielleicht schreibst du deine intimsten Gefühle auf ein Blatt Papier?! Ich denke sogar darüber nach einen Brief zu schreiben, ihn aber eher nicht abzuschicken, bzw. zu übergeben. Wo ich meine Gedanken sammeln kann und ihn Dinge fragen, die ich gerne möchte.

#22
Finde ich Deine Geschichte irgendwo oder magst Du sie mir erzählen?

Ich spüre, dass das ganz viele ähnliche Gefühle und Probleme vorhanden sind. Du schreibst mir in gewisser Weise aus dem Herzen. Das Schreiben hier war ja auch eine Art Versuch, mit dem Ganzen fertig zu werden, ohne ihn damit verrückt zu machen. Es hilft mir tatsächlich.

Vor etwas mehr als fünf Jahren habe ich eine Zeit lang jeden Abend einen Brief geschrieben - jedoch nie einen abgeschickt. Es hat mir geholfen. Also vielleicht werde ich heute Abend wieder damit beginnen...

Ich wünsche Dir viel viel Kraft!!!

#23
Heute vor einer Woche hat alles angefangen - also alles, was noch nicht war oder noch nicht passiert war vorher oder aber: es hat auch irgendwie geendet. Ich war mir meiner Gefühle für diesen Mann bis zu genau dem jetzigen Zeitpunkt vor einer Woche nicht im Geringsten bewusst. Ich dachte bloss: Okay, wir könnten doch mal wieder etwas trinken gehen! Gedacht, gesmst, getan. Um 15:00 Uhr haben wir uns getroffen...alles war so einfach, so klar, so unausweichlich. Es tut so unendlich weh!! Ich liebe ihn wirklich...mit jeder Sekunde wird mir das mehr bewusst. Und wenn ich dann unsere Situation anschaue, kommt es mir so vor, dass mit jedem Schub zusätzlicher Gefühle das Ganze unmöglicher wird. Ich liebe ihn. Ein kalter Schauer über den Rücken, tausend Messerstiche ins Herz - aber es ändert sich nichts: Ich liebe ihn. Und genau das würde ihn, wenn er es denn wüsste, wahrscheinlich davon abhalten, uns eine Chance zu geben...

Warum hab ich vor einer Woche nicht einfach eine KollegIN angesmst...?!? Warum...?

#24
Die "Brötchen-Begegnung" klang doch schon mal gar nicht schlecht. ;)

Liebe Laia! Nun lass mal alle taktischen Spielchen á la "Ich darf mich jetzt nicht melden und muss abwarten" beiseite und geh auf ihn zu. Wenn er noch an einer Freundschaft bzw. Kontakt interessiert ist, dann wird er sich auch deine Probleme anhören.

Sprich mit ihm und erkläre ihm, dass du dir ganz große Sorgen machst, dass du ihn als Freund verlieren könntest. Das du das aber nicht möchtest und gerne wissen möchtest, wie er zu einem weiteren Kontakt in der vorherigen Form steht.

So wie er auf dich reagiert hat, scheinen die Chancen doch sehr, sehr gut zu sein, dass da wieder mehr daraus wird. Und du musst auch nicht darauf warten, bis er auf dich zukommt. Zu was? Ihr seid erwachsene Menschen und da ist es schon üblich, dass auch mal die Frau den ersten Schritt macht und nicht wie ein Hündchen wartet, bis Herrchen das Stöckchen gibt.

Ich finde deine körperlichen Reaktionen nämlich schon etwas sehr bedenklich. Das ist eine Stressreaktion des Körpers, die dir auch, wenn es über einen längeren Zeitraum geht, Schaden zufügen kann. Und das muss doch nicht sein!!! Vor allem wenn es eine Lösung gibt und du sie selbst herbeiführen kannst.

Egal was er sagt - du hast dann wieder ein Stück Gewissheit.

#25
Etwas was mir jetzt gerade bewusst wird ist, dass ich glaub ich damals nicht aus dem Zimmer gegangen wäre...

Fraglich wie es ausgekommen wäre, wenn du gewartet hättest.

Tylli hat irgendwie Recht... Mach mal einen Frontalangriff.

#26
Liebe liebe Leute

Ich habe lange gewartet, bevor ich gegangen bin. Seine Wut über sich selber ist aber merklich von Sekunde zu Sekunde stärker geworden...irgendwann konnte er nicht mehr. Er tat mir leid - deshalb bin ich gegangen.

Eigentlich war uns beiden ja klar, dass eine Beziehung "nicht sein darf/kann". Warum habe ich bereits versucht zu erklären. Wenn ich jetzt auf frontal mache, meint ihr nicht, dass uns das noch weiter auseinander treibt und die Positionen verhärtet? Ihn unter Druck setzen bringt im Moment irgendwie nichts - das denke ich zumindest. Was spricht denn schon dafür, dass er plötzlich seine Meinung geändert haben könnte? In der Nacht, als ich gegangen bin, haben wir ja dann noch über 2 Stunden gesmst. Auch am nächsten Morgen noch. Er wollte mich unter keinen Umständen sehen. Und er hat mir geschrieben, dass wir gerne zu einem späteren Zeitpunkt reden könnten...dass er dann wieder einfach ein Kolleg sei und mit einem Kollegen könne man immer reden. Er wolle mich ja nicht verlieren.

Kann es sein, dass er gerade völlig durcheinander ist? Ich kann mir nämlich wirklich nicht vorstellen, dass er in irgendeiner Form mit mir spielen will?!?

#27
Ich denke auch nicht das er spielen will..

Ich wäre an dem Abend unter keinen Umständen gegangen, so wie ich mich jetzt kenne ;)

Aber in deiner jetzigen Situation, würde ich mich auch nicht zu oft in den Vordergrund "drängen"... Also bzw. ich würde mich auch nicht melden. Tue im Moment das Selbe...

#28
ich jetzt auf frontal mache, meint ihr nicht, dass uns das noch weiter auseinander treibt und die Positionen verhärtet?
Wieso verhärten? :confused: Er war doch super drauf.

Ihn unter Druck setzen bringt im Moment irgendwie nichts
Du sollst ihn doch nicht unter Druck setzen. Du sollst ihm erzählen, wie du darüber denkst und was er dazu meint. Mehr nicht. Damit stellst du keine Forderungen und übst demzufolge auch keinen Druck aus.

Was spricht denn schon dafür, dass er plötzlich seine Meinung geändert haben könnte?
Du gehst von EINER Nacht aus. Da können bei ihm die Hormone verrückt gespielt haben, dass es zu so einer Kurzschlusshandlung gekommen ist.

Und Männer tun sich auch oft schwer, sich zu entschuldigen. Lieber wartet er ab, bis über die Sache Gras gewachsen ist und kommt danach wieder als Strahlemann an.

Kann es sein, dass er gerade völlig durcheinander ist?
Teilweise. Er wird wissen, dass er Mist gebaut hat und wartet einfach ab.

Ich kann mir nämlich wirklich nicht vorstellen, dass er in irgendeiner Form mit mir spielen will?!?
Nun denk doch nicht so kompliziert!!! :mauer: Ich frag mich echt, woher dieser Begriff "spielen" kommt. Was soll daran ein Spiel sein? :rolleyes: :schief:

#29
Okay, okay...ich will mich auch nicht mehr so in die Sache hineinsteigern. Bringt ja irgendwie auch nichts.

Du hast wahrscheinlich recht - in allen Belangen. Die einzige Frage, die sich mir nun stellt, ist, was genau ER als Kurzschlusshandlung bezeichnen würde, wenn man ihn fragen würde: Die gemeinsame Nacht oder den "Rausschmiss".

Ehrlich gesagt habe ich riesige Angst vor einer Abfuhr...wäre nicht die erste! Ehm, deshalb hört sich das alles so Existenziell an bei mir - ich habe Angst, wieder viel zu schnell viel zu viel gehofft, gedacht und gefühlt zu haben. Wie so oft. Ich habe leider noch kein wirksames Gegenmittel gefunden... :mauer:

#30
Die gemeinsame Nacht oder den "Rausschmiss".
Den Rausschmiss. Du schreibst es ja schon selbst, was seine Reaktion/Handlung war: Nur der Rausschmiss. Die Nacht war gemeinsam.

Naja, mal ehrlich, das war doch echt abgefahren. Das kann nur in nem Kurzschluss passiert sein. Aus irgendeinem Grund sind bei ihm alle Sicherungen durchgebrannt. Und pling! warst du draußen.

Ehrlich gesagt habe ich riesige Angst vor einer Abfuhr...
Glaub ich nicht, dass dir das passiert. Er klang doch ganz gut. Du darfst natürlich erst einmal nicht mit ner Beziehung oder so anfangen. Sondern einfach, dass du wieder eine Freundschaft mit ihm möchtest. Oder nenn es, wie du willst. Aber so eine richtige Beziehung hattet ihr eigentlich am Anfang nicht.

habe Angst, wieder viel zu schnell viel zu viel gehofft, gedacht und gefühlt zu haben.
Ich glaub, in dem Falle gibst du die Hoffnung viel zu schnell auf. Ja okay, es dauert halt ein bissel sehr lange. Aber warum muss immer alles schnell und nach "Schema F" gehen?

Tut mir leid, vielleicht hab ich jetzt auch bei dir die rosarote Brille auf, aber ich kann das einfach nicht so negativ wie du sehen. Vielleicht macht es, weil ich eine Außenstehende bin und du steckst bist zum Hals in der Sache drin.

#31
Tylli, du bist gerade meine Rettung des Nachmittages! Erst habe ich das Gefühl, dass Du mir den Kopf wäschst und jetzt machst Du mir wieder Mut! Danke schön!!

Nein, wir hatten vorher keine richtige Beziehung. Vor zirka einem Jahr hatten wir ungefähr drei Monate lang täglich Kontakt (SMS, Facebook, Treffen) und wir hatten immer einen riesen Spass und jede Menge öffentliches Geflirte. Wir hatten Kosenamen im Chat, haben uns eine Freude daraus gemacht, wenn andere über uns geredet haben, haben auch Diverses alleine unternommen und er hat mir ein für ihn mit viel Emotionen und Erlebnissen verbundenes Kleidungsstück (Eishockey-Trikot) geschenkt. Es war jedoch immer sonnenklar, dass wir nie über diese "Spasserei" hinaus gehen würden - er war vergeben. Es haben auch ernste Gespräche stattgefunden - einmal hat er mir im Chat unter grossen Anstrengungen (nach 30 Minuten Drumherum) seine tiefe Zuneigung gestanden. Ich habe ihm gesagt, dass er mir genau so geht - an unserer Art und Weise miteinander umzugehen, hat dies aber nichts geändert. Irgendwann wurde dann aber die Situation mit seiner Frau wieder um einiges komplizierter...er hatte keine Zeit mehr, war kaum mehr unterwegs im Dorf und der Kontakt wurde weniger. Wenn wir uns dann ab und zu einmal gesehen haben, war immer sofort wieder alles beim Alten. Wir sind uns von der Art her ziemlich ähnlich und ich hätte mit ihm echt alles machen können. Wir haben viele gemeinsame Interessen und auch in ganz komischen Dingen haben wir unabhängig voneinander denselben "Geschmack": Lieblingszahl, Lieblingssong usw.

Tja, und nun ist seine Frau halt weg. Er hat schon vor einem Jahr gesagt, dass die wahren Liebesgefühle zu ihr eigentlich längst dem Verantwortungsgefühl gewichen sind. Er hat sie gepflegt, er hat sie finanziert, er hat alles für sie gemacht. Aber er hat sie nicht mehr geliebt, wie ein Mann seine Frau lieben sollte. An dem Abend, als er mir seine wahren Gefühle für mich gestanden hat, hat er mir auch gesagt, dass er sich schon oft überlegt hatte, sich zu trennen... Aber was wäre dann aus ihr geworden? Er hat es nicht geschafft. Nun hat SIE sich getrennt. Er ist geblieben und versucht sich ein Leben ohne sie aufzubauen. Es fehlt an allen Ecken und Enden: Tagesablauf (essen und so?!), Struktur, Freizeitprogramm...irgendwie echt an Allem.

Und dann kommt unser "Wiedersehen"! Irgendwie logisch, dass es so gekommen ist...obwohl: ich hatte nicht im Traum daran gedacht, als ich ihm vor einer Woche geschrieben habe. Es hat gepasst, es war wunderschön, es war logisch - und es war ihm zu viel. Und jetzt würde die Hypothisiererei wieder anfangen...aber das lass ich wohl bleiben.

Ich wünsche mir sehr, dass Du mit Deiner Einschätzung richtig liegst!! Auf jeden Fall geht es mir jetzt im Moment besser! Danke.

#32
Guten Morgen (Tag 1 nach dem Runterkommen)

Noch immer drehen sich all meine Gedanken um ihn. Aber ich habe geschlafen. Endlich. Und ich bin ruhiger - aber auch klarer. Ich glaube nicht mehr wirklich daran, dass wir eine Chance kriegen. Ich gehe davon aus, dass er vorläufig wirklich nicht fähig ist, eine neue Beziehung aufzubauen. Und ich bin im Moment nicht fähig, einfach da weiterzumachen, wo wir vor der "Bettgeschichte" waren. Ich brauche wahrscheinlich wirklich Abstand - und zwar für mich. Ich würde Erwartungen an ihn stellen (auch wenn ich diese nicht ausspreche), die er nicht erfüllen kann oder will. Es tut weh, es tut unendlich weh...es kam nach der ruhigen Nacht (Baldrian und Hopfen sei Dank) wie eine Flut über mich geschwappt. Es ist, als ob man in eine Mauer rennt. Ich würde mich heute als einigermassen realistisch bezeichnen und ich habe sogar zum ersten Mal das Gefühl, dass ich auf mich selber schauen muss. Ich muss mich irgendwie schützen. Es war ein wunderschöner Traum...aber ich denke leider, dass es auch ein Traum bleiben wird. Ich bin der Typ "Ganz oder gar nicht!" - irgendwie muss ich es also schaffen, mich selber soweit zu beruhigen, dass ich danach wieder fähig bin, einigermassen normal (freundschaftlich) mit ihm umzugehen...

Es fühlt sich an wie "Tag 1 nach einer Trennung"...der absolute Horror halt. Wir werden sehn... wenn mir jemand einen guten Tipp hat, wie man sich selber aus so einem Schlamassel ziehen kann - ich bin für alles offen. Ich leide - und das Schlimmste daran ist, dass wenn ich mich einmal ein paar Minuten ablenken lasse, danach eine Art schlechtes Gewissen habe mir selber gegenüber, dass ich nicht gelitten habe. Ich weiss, das ist irgendwie krank. Aber für mich ist das nichts Neues...leider.

Manchmal denke ich, dass ich unbedingt mit ihm reden sollte. Ihm noch einmal alles erklären und an seine wahrscheinlich wirklich ebenfalls vorhandenen Gefühle appellieren. Dann aber denke ich, dass das alles nur noch schlimmer machen könnte. Es schnürrt mir die Kehle zu, es lässt mich in der Sonne frieren, es lässt mich verstummen. Es ist, als ob ich mich selber verloren hätte. Vom kleinen Zeh bis in die Haarspitzen hinaus sehne ich mich nach ihm - nie hätte ich gedacht, dass mir das in dieser Form wieder passieren könnte. Vor einer Woche war doch noch alles in Ordnung...ich kann bald nicht mehr.

#33
Ich kenne deine Gefühle und was du im Moment durchaus gut! Auch ich bin läääängst nicht drüber weg. (knappe 3 Wochen her)

Ich hab über die Zeit paar Kilos abgenommen, mir war am Anfang fast ununterbrochen schlecht. Konnte aber nichts essen.... Jeglich Streichelversuche mit meinem süßen lieben Kater haben mich selbst irgendwie "angewiedert".... Ich kann nur raten, was ich gemacht hab: Lass die Schmerzen zu! Auch wenn sie schier unerträglich sind, am Anfang einfach durchhalten!!!!! Du schaffst das!

Und danach wird es leichter. Vergrab dich nicht zuhause! Genieße, wenn möglich irgendwie das schöne Wetter. Geh in die Natur! Mach das, wonach dir ist! Und vorallem: gönn dir einfach immer wieder die Momente, wo du traurig bist und den Schmerz wieder zulässt. (halt ihn nicht fest, aber lass ihn zu!). Die sind ok und auch ganz normal!

Setz einen Fuß vor den anderen. Sei liebevoll zu dir selbst! Und: Steh immer wieder auf!!!! ;-)

Viel Kraft!

#34
Hi Rosenkatze

Danke für Deine Tipps! Ich werde es versuchen. Habe gestern Abend damit angefangen. Ein Glas Rotwein, Sonnenuntergang, Stille und unendliche Trauer. Zum ersten Mal war es nicht mehr reine Verzweiflung sondern wirklich Trauer. Trauer über das was nicht mehr ist und auch über das, was wahrscheinlich nie sein wird.

Seit meinem letzten Beitrag hier heute Morgen, geht es mir eigentlich ganz okay. Ich konzentriere mich mehrheitlich auf meine Arbeit und der Schutzschild lässt nicht mehr ständig alle Gefühle durch. Ich weiss, dass sie da sind, aber ich kann mich für den Moment irgendwie wehren. Ich hoffe das hält, bis ich Zuhause und allein bin. Dann werde ich sie wieder zulassen vermutlich...

Ich sehe auch wieder MEINE Zukunft vor mir...zum ersten Mal nach fünf Tagen. Noch nicht klar und auch noch nicht für längere zeitliche Abschnitte...aber doch immerhin heute bestimmt schon ein paar Sekunden lang. Gebe ich jetzt schon auf? Ich habe doch noch nicht einmal so richtig angefangen zu kämpfen, oder? Und ich liebe ihn doch wirklich. Mit Haut und Haaren...

#35
Kennt ihr das? Es ist tagsüber ganz gut gelaufen: Gefühle unter Kontrolle, keine Heulattacken, kaum wirklich schmerzhafte Gedanken, mehr oder weniger alles am Schutzschild abgeprallt... Nur ganz ganz selten ist etwas vom Schmerz bis in Herz vorgedrungen...aber dann war da wieder die Arbeit und die Ablenkung. Natürlich hat man sich den ganzen Tag gedanklich mit dem "Problem" beschäftigt...nur halt irgendwie mehr oberflächlich und nicht mit dem ganzen Herzen.

Jetzt ist Feierabend. Ich muss gleich eine stündige Autofahrt in Angriff nehmen. Alleine. Und dann erwartet mich ein programmloser Abend... Erkennt ihr mein Problem? Ich weiss, der Schmerz wird über mir zusammenbrechen. Ich will es ja eigentlich grundsätzlich auch gar nicht verhindern - aber!! Die reine Vorstellung daran macht mir schon Angst. Noch kämpfe ich dagegen an...vielleicht lasse ich es im Auto schon zu, vielleicht erst Zuhause...

Naja, da komm ich wohl nicht drumrum, was?!

#36
. Und dann erwartet mich ein programmloser Abend... Erkennt ihr mein Problem?
Und genau DAS ist der Punkt, warum du schlecht schläfst. Ich könnte jetzt schreiben, dass du das eben mal ausleben musst und unendlich traurig sein.

Ich kenne aber auch die Variante, wenn einem die Angst den Hals zuschnürt, man im Bett liegt und an nix mehr denken kann und sich nicht getraut einzuschlafen, weil man das Gefühl hat, man hört dann auf zu atmen, man erstickt. Oder man wird von dem Problem, der Angst erdrückt.

Da hilft aber echt nur Abwechslung Lenk dich ab. Kauf dir ne Fachzeitschrift, von deren Thema du null Ahnung hast und beschäftige dich intensiv damit. Halt so, dass du es danach verstehst.

Versuch ein Buch in einer dir nicht bekannten Sprache zu lesen. Bild dir ein, wenn du die Übersetzung schaffst, dass du darin die Lösung deines größten Problems finden wirst.

...

Aber mach irgendetwas anderes als zu Hause zu sitzen und zu grübeln. und ja, es ist schwer, denn du musst da echt deinen inneren Schweinehund überwinden. Am Anfang wird dir das unheimlich schwer fallen. Aber mit der Zeit wird das immer leichter werden. Versuch es!!!

#37
Wahrscheinlich nicht liebe Laia!! :trost: :trost:

Ich drück dich ganz doll und auch wenn ich dich persönlich nicht kenne, ich denke heut an dich!!! Am Ende des Tunnels, durch den du alleine gehen musst, wartet jedesmal eine "helfende Hand" die dich wieder was nach oben zieht ;-)

Ich weiß, in den Momenten sieht es dunkel aus- und auch öfter schonmal Kohlrabenschwarz. Aber du lernst durch diese Momente glaube ich ungemein dazu!! nicht durch diese "kohlrabenschwarze" direkt, sondern durch Die, dass du es danach IMMER schaffst- DAVON aufzustehen!!!! ;-)

Das gibt dir Kraft und Glaube an dich selbst zurück!!!

Nimm dir das mit! (Auch wenn es sich blöd für dich anhört)

:super:

Du bist nicht Allein!! du bist nie wirklich Allein!!!

Wünsch dir echt von Herzen, dass du das bald sehen kannst ;-)

(Wenns geht, warte bis du zuhause bist, im Auto könnts gefährlich werden....)

P.S. Liebe Tylli, hab grad noch deinen Eintrag gelesen... Es stimmt dass es ungemein gut tut am Wochenende nicht allein zuhause zu hocken, und ich kann nur von mir reden im Moment.., aber es gibt doch so Momente, wo es einfach nicht geht, vorallem so frisch, und man vorher schon weiß oder merkt: meine "glückliche" bzw. normale Fassade ist aufgesetzt und ich weiß genau., was da für Gefühle schon die ganze Zeit "anklopfen". Es tat mir gut, (übrigens egal wo ich war, bin beispielsweise mal ne halbe stunde im Wald verschwunden...) diese zuzulassen. Die kommen wann sie kommen.

Aber falls sich das für dich "falsch" anfühlt heute Laia, geh auf jeden Fall irgendwohin heute Abend ;-)!!!!

#38
... Es stimmt dass es ungemein gut tut am Wochenende nicht allein zuhause zu hocken
Okay, ich hab mich ein bissel falsch ausgedrückt. Ich meinte es eher so:

Liebe Laia, mach etwas anderes zu Hause als rumzusitzen und rumzugrübeln. Ich mein jetzt nicht damit, dass du dich auf die Piste begeben sollst. Mach zu Hause gründlich sauber (kostet schon mal am Abend/nach Feierabend eine sehr große Überwindung ;) ), plane deine Wohnung um, räum die Wohnung anders ein (z.B. Möbel umstellen) - halt irgendwelche Aktivitäten zu Hause.

Ist ja eigentlich auch logisch, dass es zu Hause sein soll, denn du sollst ja danach ganz geschafft ins Bett fallen. ;)

Richtig, liebe Rosenkatze, weggehen, mit anderen etwas unternehmen, ist in dieser Situation nicht unbedingt die beste Lösung. Einfach weil man die Mundwinkel nicht nach oben kriegt und den anderen die Stimmung nicht verderben will.

#39
Hi Leute!

Vielen Dank für Eure Unterstützung!! Es ist wirklich wunderbar, zu sehen, dass es Menschen gibt, die mich verstehen!

Nun, eine Sache habe ich bis Anhin noch verschwiegen. Am Montag ist dann noch ein weiteres Unglück passiert. Ein guter Freund von früher ist nach langer Krankheit gestroben. Er was noch so jung, frisch verheiratet und da ist auch ein Kind, welches nicht einmal ein Jahr alt ist. Heute Vormittag ist die Beerdigung. Gleich muss ich los.

Ich habe gestern Abend lange lange ausgeharrt mit meinen Gefühlen - plötzlich stand nämlich ein anderer Kolleg vor der Türe und wollte über diese Beerdigung reden. Als er dann weg war, habe ich einen 4-seitigen Brief an jenen Mann geschrieben, bei welchem ich mich nicht melden soll. Es hat echt gut getan, ihm das alles zu sagen. Der Brief liegt bei mir auf dem Bett. Ich habe versucht klar zu denken und wirklich alles zu sagen, was mir in den Sinnn kommt. Es hat geholfen. Was ich jetzt heute - nach der Beerdigung - tun werde, weiss ich noch nicht. Stark sein. Oder vielleicht auch nicht...

#40
Mein Gott. Da stehst am Grab eines geliebten und geschätzten Menschen, siehst in die Gesichter seiner Familie, spürst die riesige Trauer um Dich herum - und kannst nichts weiter tun, als einfach zu gehen.

Wie schön wäre es jetzt, wenn ich eine Schulter zum heulen hätte. Wie schön wäre es, wenn da eine Hand wäre, die die meine tröstet. Ein Arm, der mich aufrecht hält, wenn alles droht zusammen zu brechen. Ich habe seit Donnerstagabend nichts mehr von ihm gehört, habe mich nicht gemeldet und gehe jeder Situation, in welcher ich ihm begegnen könnte aus dem Weg.

Gerade dieser Abschied heute Morgen hat mir vor Augen geführt, wie schnell alles vorbei sein kann. Umso mehr glaube ich nun, dass ich nicht einfach aufgeben sollte. Kämpfen. Ich kämpfe doch schon. Für mich. Alleine und keiner merkt es oder zieht eine Konsequenz daraus. Dass ich ihn in dieser Verfassung, in der ich jetzt gerade bin, nicht zu ihm rennen kann/darf, ist logisch. Aber ist soooo schwer. Gerade jetzt. Meinem Herzen geht die Puste aus...das viele Leiden ist so schwer zu ertragen. Ich muss hier weg...

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