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erst verlässt er mich, jetzt ist er schwerkrank (vorsicht lang)

376 Antworten22'816 AufrufeGestartet von Eryn ·

ErynThemenstart
#1
Hallo! Jetzt komme ich auch endlich mal dazu, meine Geschichte niederzuschreiben. Ich bin die letzten Wochen durch ziemlich viel durchgegangen und ein Licht am Ende des Tunnels ist leider noch nicht zu sehen. Aber der Reihe nach:

Angefangen hat alles, als sich mein Freund vor 2 1/2 Wochen sehr plötzlich von mir getrennt hat. Wir waren zu dem Zeitpunkt 8 Monate zusammen.

Kennengelernt hatten wir uns vor etwas mehr als einem Jahr in der Stadt in der wir beide studiert hatten und er auch jetzt noch lebt. Bei ihm muss es sehr schnell zoom gemacht haben, zumindest hat er dafür gesorgt, dass wir uns immer wieder getroffen haben. Und schon nach ein paar Treffen war ich auch ganz schön verliebt.

Dann musste er beruflich ins Ausland und ich bin nach Zürich gezogen, um dort meinen neuen Job anzufangen. Richtig zusammen waren wir noch nicht. Dennoch haben wir fast jeden Tag telefoniert und sind uns auch in dieser Zeit näher gekommen. An seinem ersten Wochenende zurück in Deutschland kam er mich auch gleich besuchen. Doch er war komisch, musste nachdenken, ...

So zog sich das eine Weile hin, er sagte nicht ja und nicht nein. Erst nachdem ich dann endgültig einen Schlussstrich ziehen wollte, kam er wieder und kämpfte um mich. So kamen wir dann doch noch zusammen und ich war super glücklich.

Wir haben dann einiges durchgestanden. Erst mal führten wir eine Fernbeziehung, was ja nie einfach ist, vor allem, wenn man sich noch nicht so gut kennt. Er hatte einen Unfall und die Folgen davon sind immer noch nicht ganz verheilt. Hinzu kommt, dass wir in vielen Dingen unterschiedlich sind und so vieles "aushandeln" mussten. Aber nach ein paar Monaten hatte ich wirklich das Gefühl, mich fallen lassen zu können und habe unsere Beziehung sehr genossen. Ich habe ihn sehr geliebt und hatte das Gefühl, dass es ihm auch so geht. Wir waren eigentlich sehr glücklich in den letzten Wochen. Und planten unseren ersten gemeinsamen Urlaub.

Mitten in diesen Planungen stellte er dann fest, dass er mich zwar sehr lieb hat, aber das etwas fehle und er mich nicht liebt. Diese Erkenntnis hatte ihn selbst sehr plötzlich ereilt. Nicht nur sozusagen von heute auf morgen sondern im wörtlichen Sinne. Das war für mich absolut hart und nicht zu verstehen. Aber langsam setzte ein Akzeptieren ein. Nicht zuletzt aufgrund der Dinge, die ich hier gelesen habe.

Dennoch hatten wir ziemlich viel Kontakt nach der Trennung, denn wir waren noch auf zwei Hochzeiten gemeinsam eingeladen und hatten unseren Urlaub schon gebucht und mussten das auseinander bröseln. Zum richtigen Verarbeiten bin ich noch gar nicht gekommen. Wir würden gerne Freunde werden, aber wenn dann braucht das viel Zeit und vor allem erst mal viel Abstand, das war uns beiden klar.

Und dann kam am Freitag der ganz grosse Hammer: Er rief an und sagte mir, dass sie bei ihm in der Wirbelsäule einen Knochenmarkstumor festgestellt haben. Er war beim Arzt, weil er seit Monaten Rückenschmerzen hatte und das kam dabei heraus. Ich brauche wohl nicht zu beschreiben, dass für uns beide die Welt zusammengebrochen ist. Ob der Tumor gutartig oder bösartig ist, wissen wir noch nicht, wir warten noch auf die Biopsie. Aber die Ärzte machen ihm wenig Hoffnung, dass er halbwegs gut aus dieser Sache rauskommt.

Und jetzt sitze ich hier in seiner Stadt, statt in den Urlaub zu fahren und weiss nicht mehr weiter. Momentan will er mich (und auch sonst niemanden) noch nicht sehen. Er ist jemand, der Sachen immer mit sich selber ausmachen muss. Nur seine Eltern hat er gerade um sich. Ich wohne unterdessen bei einer Freundin. Wir telefonieren aber recht häufig. Aber ich weiss ehrlich nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich liebe ihn noch immer sehr und seine Krankheit geht mir so nah, wie sie es auch getan hätte, wenn wir noch zusammen waren. Ich habe fürchterliche Angst um ihn und würde ihm so gerne helfen.

Gleichzeitig wird mir jetzt nach ein paar Tagen wieder bewusst, dass wir ja nicht mehr zusammen sind und das schon einiges ändert. Ich könnte das wohl vergessen und einfach für ihn da sein, ohne eine neue Beziehung zu erwarten. Dafür muss er mich allerdings an sich ranlassen, was er aber zu einem gewissen Grad schon tut. Aber ich habe meine Zweifel, dass ich ihm einfach nur eine Freundin sein kann. Wir sind noch keine Freunde und ich muss einfach noch unserere Beziehung verarbeiten. Ich komme mir so herzlos vor, wenn ich das sage. Andererseits liegt mein Herz gerade in Trümmern und ich bin einfach nur noch verzweifelt und kämpfe dagegen an, nicht zusammen zu brechen.

Könnt ihr mir vielleicht helfen?

Danke auf jeden Fall, wenn ihr das bis hierher gelesen habt. Ich freue mich auf eure Antworten.

Eure verzweifelte Eryn

#2
Hallo Eryn,

das ist ja wirklich schlimm. Die Situation wäre schon verfahren genug ohne die Erkrankung.

Es scheint ihm jedoch wichtig gewesen zu sein, dass du davon erfährst, sonst hätte er es dir nicht gesagt.

Für dich wird es im Moment unmöglich sein, deine Gefühlswelt zu ordnen, deshalb rate ich erst gar nicht, dir zu überlegen, was du dir von der Zukunft mit ihm erwartest. Du wirst zur Zeit wohl kaum zu einer Antwort gelangen.

Das beste ist, wenn du deinen Bedürfnissen folgst. Wenn du einfach nur für ihn dasein willst, schreibe es doch, mache klar, dass ohne Erwartung, ohne Verpflichtung für ihn, denn das könnte er in seiner Situation jetzt gar nicht leisten. Er ist im Ausnahmezustand. Wenn er nicht reagiert, könntest du in regelmäßigen, nicht zu langen Abständen immer wieder zeigen, dass du da bist, ohne etwas zu wollen. In solchen Situationen zeigen sich wahre Freunde. Wenn du eine Freundschaft willst, gibt es keine bessere Gelegenheit, es zu zeigen.

Wenn du aufgrund der Vergangenheit nur noch abschließen und verarbeiten willst, ist das auch dein gutes Recht. Er hat seine Entscheidung getroffen, daran ändert prinzipiell auch die Krankheit nichts. Er hat für sich gesorgt und du darfst für dich sorgen.

Liebe Grüße

Winkle

#3
Hallo Winkle

danke für deine liebe Antwort. Ja, eigentlich will ich wirklich für ihn da sein, wenn er mich lässt. Und das auch wirklich ohne Erwartungen an ihn. Denn jegliche Erwartungen würden ihn total überfordern und er soll sich jetzt auf das gesundwerden konzentrieren. Und ich verstehe auch, dass er jetzt noch Zeit für sich selbst braucht. Denn er ist wie gesagt ein Mensch, der die wichtigen Dinge immer mit sich selbst ausmacht. Und ehrlich gesagt mag auch ich, die ich eigentlich ganz anders ticke, gerade nur meine besten Freunde sehen. Alle anderen verkrafte ich im Moment nicht.

Naja, da kann ich gerade nur hier sitzen und weiter warten. Zum einen auf das Ergebnis seiner Biopsie und zum anderen darauf, dass er sich meldet. Bin nicht wirkich gut darin zu warten, aber etwas anderes kann ich gerade nicht machen.

#4
Hallo da bin ich mal wieder!

Wie ich gesehen habe, haben ja einige meinen Thread oder besser meine Geschichte gelesen, aber zu antworten wussten nicht viele was. Das kann ich gut verstehen, ich hätte das wahrscheinlich auch nicht gewusst. Naja, und nun ein kleines Update, denn vielleicht hilft es mir, es niederzuschreiben. Und vielleicht könnt ihr mir ja doch noch ein wenig helfen.

Ich bin seit nicht ganz zwei Wochen jetzt wieder zu Hause und zurück im Job. Meine ganzen Ferien habe ich in der Stadt meines Ex verbracht. Zuerst habe ich mich mehr oder weniger bei einer Freundin eingeschlossen. Aber danach fing ich an ein paar Freunde zu sehen und es wurden am Ende doch noch ganz schöne Ferien, so gut sie unter den Umständen eben sein konnten.

Mit meinem Ex habe ich die ganze Zeit fast jeden Tag telefoniert oder geSMSt. Und am Ende meiner Ferien haben wir uns dann auch tatsächlich noch ein paar Mal getroffen. Das hat uns beiden echt gut getan.

Leider hatte er in der ganzen Zeit immer noch keine Ergebnisse, was für einen Tumor er denn nun hat. Und auch jetzt weiss er es noch nicht. Die Laborergebnisse konnten die Ärzte nicht deuten und jetzt wollen sie weitere Tests machen. Das schlimmste daran ist, dass er keine Ahnung hat, was auf ihn zukommt und keiner ihm was sagen will.

Aber mittlerweile kommt er etwas besser mit der Situation zurecht und geht wieder unter Leute und zumindest halbtags wieder arbeiten. Dennoch lebt er von Tag zu Tag, kann nicht planen und ist denkt eben viel nach.

Und so wie er den ersten Schock halbwegs verarbeitet hat, so geht es auch mir gerade. Während meiner ganzen Ferien war ich super stark, immer für ihn da, wenn er mich brauchte und alles. Und die ersten Tage wieder hier hatte ich im Job so viel zu tun, dass ich sogar kaum Zeit zum essen oder schlafen hatte. Aber jetzt ist die wichtige Projektabgabe fertig und ich kann wieder an anderes denken und so jetzt breche ich total zusammen.

Ich könnte den halben Tag nur heulen und merke, wie sehr ich in der ganzen Sorge um ihn meinen Liebeskummer verdrängt habe. Und der kommt gerade mit aller Macht zurück. :heulen:

Ich bin stinksauer auf ihn, dass er in einem Anflug von Zweifel alles hingeworfen hat. Er hat von einem Tag auf den anderen festgestellt, dass er mich nicht mehr liebt. :mauer: Man muss dazu sagen, dass ich, obwohl er 29 ist, seine erste wirkliche Beziehung war und dass er deshalb das ganze auf und ab, das so eine Liebe nun mal durchmacht überhaupt nicht kennt. Und ich bin echt enttäuscht, dass er mir keine Chance gegeben hat, das kennenzulernen. Auch nicht, bevor er von seiner Krankheit wusste.

Es ist wirklich furchtbar, aber er hat mir bei unserer Trennung noch gesagt, dass er unsere Beziehung super toll fand und dass ich einer der tollsten Menschen bin, die er kennt und dass ich der einzige Mensch bin, mit dem er über alles reden kann und und und. Aber er hat eben festgestellt, dass da das letzte bisschen fehlt und er mich nicht so liebt wie ich ihn.

Das Schlimme ist, dass ich ihm das immer noch nicht ganz glauben kann. Ich habe viel mehr das Gefühl, dass irgendetwas ihm Angst gemacht hat (so in Richtung Bindungsangst). Dafür spricht auch, dass das ganze ausgebrochen ist, kurz bevor wir gemeinsam auf die Hochzeiten und in den Urlaub wollten. Und ich sehe noch viel, was wir eigentlich aufarbeiten müssten, schon um meines Seelenfriedens Willen.

Leider geht das nun nicht mehr, denn er hat verständlicherweise ganz andere Sorgen und ich mag ihm jetzt auch gar nicht mit solchen Dingen kommen. Aber ich muss auch irgendwie weiterkommen und dazu muss ich das alles aufarbeiten, was in unserer Beziehung gelaufen ist. Denn ich fand sie nicht annähernd so perfekt wie er. Aber ich habe ihn über alles geliebt und tue es immer noch. Und irgendwie komme ich nicht so richtig von ihm los, da ich ihn auch nicht hängen lassen mag und es ihm viel bedeutet, jetzt mit mir zu telefonieren.

Ach, es ist wirklich zum verzweifeln. Ich kann und will mich gerade nicht von ihm lösen, aber ich muss wie gesagt auch verarbeiten. Aber vielleicht könnt ihr mir ja dabei helfen. Es gibt echt noch ein paar Dinge, für die ich nach Erklärungen suche und bei denen ich alleine nicht weiterkomme. Und die haben nichts mit der Situation jetzt zu tun, sondern mit dem, was davor gewesen ist.

Wäre echt toll, wenn ihr mir helfen mögt.

Liebe Grüsse

Eryn

#5
Hey,

ich habe mir deinen Thread nun in Ruhe durchgelesen...und muss erstmal sagen: HUI!!!

Wie gemein dieser Schicksalsschlag ist, es ist erst einmal schrecklich, dass er mit dir Schluss gemacht hat (wie wissen wir beide nur allzu gut, weil du mir hier so sehr aus der Seele gesprochen hast...) und dass du dann noch nicht einmal die Möglichkeit hast es zu verarbeiten, weil diese schlimme Erkrankung dazwischen gekommen ist.

Ich kann recht gut mit dir mitfühlen, würde dir auch gern sagen, dass ich es vollkommen tue, aber das wäre vermessen, weil deine Situation sich mittlerweile vollkommen anders entwicelt hat.

Aber der Ausgangspunkt ist derselbe.

Magst du vielleicht erzählen, was bisher geschehen ist und ob er schon die Ergebnisse nun bekommen hat?

Erzähl doch bitte auch, welche Punkte es in eurer Beziehung gab, die dir nicht gefallen haben und die er gar nicht als falsch empfunden hat.

Ich möchte dir gerne weiter helfen und dir ein wenig bei der Verarbeitung helfen... :]

Außerdem ist es wirlich sehr befreiend hier alles aufzuschreiben, naja, noch befreiender wenn jemand antwortet, nicht wahr? :) )

Fühl dich ganz lieb in den Arm genommen :] :trost: :trost:

Ich werd mich dann mal hier auf die Lauer legen :]

#6
Nur Du allein kannst für Dich herausfinden, ob und wieviel Du bereit bist, zu investieren. Bloß - Du musst Dir dessen gewahr sein, dass Du alles machst als eine Freundin. Obwohl ihr (noch) keine Freundschaft habt.

Braucht er Dich denn zur Zeit? Was könntest Du denn für ihn tun?

Ansonsten - er kann Dir zur Zeit nicht beim Verarbeiten helfen. Hier musst Du Deine Bedürfnisse zurückstellen - oder eben komplett den Kontakt abbrechen. Du kannst allein für Dich verarbeiten.. mit Freunden.. oder im Forum. Aber er kann Dir da nicht zur Seite stehen.

Entscheide Dich.

Allgemeine Gebote der Menschlichkeit würden, so meine ich, die Zurückstellung Deiner Bedürfnisse nicht nur erfordern, sondern erzwingen.

#7
Hallo Ihr beiden. Danke für Eure Antworten. Es tut wirklich gut, ein wenig Feedback zu bekommen und nicht nur so vor sich hinzuschreiben.

Mir ist völlig klar, dass ich meine Bedürfnisse ihm gegenüber jetzt total zurückstellen muss und das mache ich auch seit ich von all dem erfahren habe. Ich bin gerade einfach nur so für ihn da, wie er mich gerade braucht und mir dessen bewusst, dass das für ihn nur so ist als ob ich eine Freundin wäre und nicht mehr. Halt nur eben eine der er mehr vertraut als den meisten anderen Menschen auf dieser Welt.

Das heisst, ich rufe ihn regelmässig an, weil er sich sehr darüber freut und es braucht, obwohl er nie zurückruft. Das tut mir manchmal weh, aber er kann das gerade halt nicht anders und ich verstehe das auch. Und auch sonst erzähle ich ihm nur nette Sachen, die ihn ablenken oder rede mit ihm über das, was ihn ihm vorgeht und nicht darüber, wie es mir geht. Das ist doch klar. Und ich habe wie gesagt das Gefühl, dass ihm unsere Telefonate helfen, soweit das eben gerade geht.

Deswegen kann ich ihn auch gerade nicht hängen lassen und den Kontakt abbrechen. (Das wäre auch völlig gegen meine Natur.) Er ist ein Mensch, der sich nur schwer anderen öffnen kann. Er vertraut mir so, wie er sonst nur wenig anderen vertraut und kann mit mir über Dinge reden, über die er sonst nie sprechen würde. Ich bin allerdings nicht so dumm, das falsch zu verstehen. Das ist einfach noch eine Vertrautheit, die geblieben ist und die ihm jetzt vielleicht ein wenig hilft. Mehr nicht.

Aber das alles ist halt doch super heftig für mich und manchmal muss ich einfach Dampf ablassen. Zum einen kämpfe ich gegen die verzweifelte Angst um ihn und zum anderen gegen meinen Liebeskummer. Beides kommt so in Wellen. Gerade ist die Angst um ihn wieder stärker. Denn gerade jetzt wo ich das schreibe wird er operiert und ich habe solche Angst. Es ist dabei noch gar keine therapeuische OP oder so. Sie haben nämlich festgestellt, dass sie bei der letzten Biopsie an der falschen Stelle Gewebe entnommen haben. Deshalb wollen sie jetzt sicher gehen und operieren richtig. Dazu müssen sie seine Wirbelsäule fixieren und dann werden sie aufschneiden und richtig mit der Kamera reingehen und rumschneiden. Das ganze ist zwar mehr oder weniger Routine, aber natürlich bleibt ein enormes Risiko, weil es halt eine OP an der Wirbelsäule ist. Wenn das geschafft ist, weiss er dann hoffentlich bald, was für ein Tumor es ist und wie es vielleicht weitergehen kann.

Am liebsten wäre ich jetzt bei ihm im Krankenhaus und nicht hier: 300km weit weg und auf der Arbeit, auf die ich mich ohnehin nicht konzentrieren kann. Aber ihm ist es lieber, wenn ich erst mal abwarte was bei der OP rauskommt. Das respektiere ich natürlich. Ausserdem kann ich ihm gerade auch kaum helfen, was mich kirre macht. Denn ich liebe ihn nach wie vor und würde wirklich alles für ihn tun. Nur leider gibt es nichts, was ich tun kann.

Alles in allem bin ich daher gerade ein nervliches Wrack und kann an gar nichts anderes mehr denken. Deswegen mag ich meine "Beziehungsanalyse" auch gerne verschieben, aber ich würde mich freuen, liebe blackeyed, wenn du dann noch da bist. Denn ich für mich brauche sie sicher noch ganz unabhängig von ihm, um mit ihm beziehungstechnisch wirklich abschliessen und ihm nur noch eine Freundin sein zu können. Und alles andere macht keinen Sinn, soweit bin ich mittlerweile mit meinem "Akzeptieren". Aber gerade muss ich erst mal den heutigen Tag überstehen bis er sich meldet. Pfffff....

#8
Hey Eryn,

ich nehm dich mal ganz lieb in den Arm... :trost:

Ich wünsch mir so sehr einfach, dass diese ganze Sache glimpflich ausgeht...also die OP und dass sich vielleicht doch noch alles wendet mit dem Tumor. Auch wenn noch gar nicht fest steht, wie er denn nun geartet ist.

Du hast alle Zeit der Welt hier und kannst schreiben was und wann du magst.

Ehrlich, schreib einfach deine Gedanken auf hier, egal was es ist.

Ich weiß, dass ich mich nicht in deine Lage versetzen kann, aber es muss einfach schlimm sein. Du hast mein vollstes Verständnis.

Ich denk an dich und hoffe, dass es auch dir morgen ein Stück besser gehen wird. :trost:

#9
So, da bin ich wieder. Die OP meines Ex ist zum Glück gut verlaufen. Es gab keine weiteren Komplikationen und er ist auch schon wieder halbwegs auf den Beinen, auch wenn er natürlich noch ein wenig Schmerzen hat. Und hoffentlich gibt es am Montag dann auch endlich Ergebnisse von der Biopsie.

Ansonsten habe ich in den letzten Tagen viel nachgedacht, über unsere Trennung und vor allem über unser jetztiges Verhältnis. Der eine Auslöser war ein Telefonat mit einer alten Freundin von mir. Sie kennt meinen Ex ganz flüchtig, dafür mich und so einige meiner Liebesgeschichten recht gut. Da wir nicht regelmässig miteinander telefonieren, musste ich ihr die ganze Geschichte von Anfang an erzählen und dabei ist mir mal wieder aufgefallen, wie unbefriedigt ich immer noch mit seiner Begründung bin, warum er Schluss gemacht hat.

Er sagte, er findet mich und unsere Beziehung ganz wunderbar. Er mochte an mir meinen Humor, meine Selbständigkeit, meine ziemlich direkte und ehrliche Art und vor allem, dass er bei mir dass erste Mal das Gefühl hatte, mir einem anderen Menschen über alles reden zu können und sich einem Menschen komplett öffnen zu können. Er respektiert und achtet mich und vertraut mir über alle Massen. Unsere Beziehung war zwar durch die Entfernung immer ein wenig anstrengend, aber ehrlich gesagt hat ihm das weniger ausgemacht als mir, da er auch schätzte, dass er sich nicht in seiner Freiheit beschnitten fühlte. Darüber hinaus hat er mich einfach unglaublich lieb. Also alles perfekt, wenn bei ihm gefühlsmässig nicht das letzte bisschen fehlen würde, wobei er nicht sagen kann was das ist und es auch noch nie für jemanden empfunden hat. Meine Freundin hat das dann ganz treffend als "Fast Liebe aber nicht ganz" bezeichnet. Das Unbegreifliche für mich ist daran, dass ihm das nach fast 8 Monaten ganz plötzlich auffällt. Es gab keine Phase des Zweifelns oder so. Nein, er hat das von einem Moment auf den anderen festgestellt, war sich dann aber ganz 100%ig sicher.

Ich hingegen habe ihn so sehr geliebt, wie noch nie jemanden zuvor. Und dass obwohl ich manchmal echt gedacht habe, warum ich mir diese Beziehung überhaupt antue. Er ist ein Mensch, der ungern im Voraus plant, an Wochenenden am liebsten spontan entscheidet, was er macht und so. Das ist natürlich in einer Fernbeziehung nur sehr schwer zu realisieren. Darüber hinaus kann er manchmal ein totaler Kommunikationsmuffel sein. Die Dauer unserer Telefongespräche variierte zwischen 1 Minute und 2 Stunden, je nach seiner Tagesform und recht egal, wie ich gerade aufgelegt war. Mal habe ich kein Wort aus ihm rausbekommen und das Gefühl ich hätte auch mit meiner Wand reden können. An anderen Tagen hingegen habe ich beispielsweise eine halbe Party am Telefon mitgemacht, auf der er gerade war. Er fand es blöd, dass ich nicht dabei war und hat mich dann einfach sozusagen per Telefon zugeschaltet. Überhaupt konnten wir über alles reden, was uns im Leben wichtig ist, über unsere Träume, Wünsche, Vorstellungen und und und. Aber oft eben nicht über den organisatorischen Kleinkram und letzteres hat mich of wahnsinnig gemacht. Aber es wurde besser, in kleinen Schritten zwar, aber doch merklich. Wir fanden mehr und mehr Kompromisse mit denen wir beide gut leben konnten. Auch deswegen fällt es mir so schwer zu verstehen, warum er Schluss gemacht hat. Aber er sagte ja auch, dass es daran nicht lag.

Naja, wahrscheinlich werde ich nie ganz verstehen, warum er mit mir Schluss gemacht hat. Mir würde das echt helfen, aber wahrscheinlich könnte er mir nicht einmal wenn er gesund wäre eine befriedigende Antwort darauf geben. Ich glaube nämlich, dass er es selber nicht so genau weiss. Mir bleibt daher nur, zu akzeptieren, dass ich seine Entscheidung nur akzeptieren und nicht verstehen kann und damit weiterzuleben. Damit strauchel ich noch ein wenig, aber naja...

Der andere Gedankenanstoss, von dem ich eben (gaaaanz weit oben) sprach, kam hier aus dem Forum, besser gesagt aus Jon05s Thread. Irgendwer schrieb dort, dass die Person, die er einst liebte, nicht mehr existiert. Wenn er jetzt seiner Ex begegnet ist sie immer ein anderer Mensch, zumindest für ihn, als zuvor und sie wird auch nie mehr der Mensch sein, der sie mal war.

Das hat mich sehr bewegt und zum Nachdenken angeregt. Und ich glaube sogar, dass er mir in meiner Situation jetzt echt helfen kann. Meinen Ex als einen anderen Menschen zu sehen, der mir zwar lieb und teuer ist und dem ich über alles auf der Welt helfen will, aber eben ein anderer als "mein ...". Ich weiss nicht, ob das für euch jetzt Sinn macht, aber für mich macht es das gerade. Vor allem deswegen, weil er sich momentan verständlicherweise gerade ganz anders verhält als zuvor. Deshalb habe ich jetzt beschlossen, ihn mehr oder weniger "neu kennenzulernen". Ich weiss nicht, ob das funktioniert, aber ich würde es mir wünschen. Denn das wäre für uns beide wohl das beste in dieser Situation.

Na, da habe ich ja wieder einen ganzen Roman verfasst. Hmm, kurzfassen kann ich mich wohl nicht ;) Bis dann ihr Lieben. Eryn

#10
Ich finde deine letzte Entscheidung und die Art wie du im Moment mit ihm verbleiben willst sehr gut. Momentan bleibt dir ja auch einfach nichts anderes übrig.

Ich bin mir jedoch sicher, dass du eines Tages noch deine Antworten zu einem gewissen Grad von ihm beantwortet bekommen wirst. :]

Das ganze hört sich am Anfang genau wie bei mir an...also die Beschreibungen, die er über dich gemacht hat...dieses viele Geblubber, wo man selbst nur denkt.."JA..verdammt,es ist toll, dass du mich wirklich so liebst, aber wenn du wirklich das alles für mich empfindest, warum willst du dich dann trennen?!??!!". Genau das ist es doch, was dich so wild macht und was du als keine befriedigende Antwort beschreibst.

Ich kann dich in dem Punkt nur zu gut verstehen, weil ich mir das ja bis heute auch alles anhören darf. Es fehlt quasi der letzte cm um daraus eine große Liebe entstehen zu lassen..naja, groß war sie sicher schon vorher, aber ich denke du weißt, was ich meine.

Ich bin mir übrigens auch sehr sicher, dass er dir nicht sagen kann, was da in ihm vorgegangen ist, als er sich so entschlossen hat. Er wird selbst nicht die geringste Ahnung haben, so war es nämlich bei mir auch.

Bis auf die schlimme Wendung für ihn, ähnelt sich unsere Geschichte doch schon sehr...

Bei mir war ja schließlich auch alles wirklich bestens und es gab nie zvor einen Punkt, wo jemand gezweifelt hätte.

Naja, was ich dir also sagen will? Ich finde deine Einstellung im Moment gut und richtig. Mehr kannst du auch selbst gar nicht tun. Ebenfalls freut es mich, dass die OP schonmal gut gelaufen ist. :]

Außerdem will ich dir ein wenig Mut machen und dir sagen, dass du eines Tages sicher nicht mehr mit diesem blöden Gefühl der Verständnislosigkeit rumlaufen wirst. Irgendwann wirst du sicher noch einmal ruhig mit ihm darüber reden können.

Und das half mir ungemein. Ich habe bis heute nicht erfahren, was ihn zu diesem plötzlihen Ende genau bewegt hat, aber es hilft mir sehr, dass ich ihm das erklärlich machen konnte, weshalb ich es so unlogisch finde. Und auch er weiß es bisher immer noch nicht, weil er mich immer noch in allem Punkten toll findet, aber er eben nicht mehr in mich verliebt ist. (Auch wenn ich zugeben muss, dass es mich bisher immer noch ein wenig ärgert ;) )

Naja, fühl dich also gedrückt, ich hoffe, dass es dir im Moment ein wenig besser geht :] :] :trost: :trost:

#11
Hallo,

ich habe gerade deine Antwort in meinem Thread gelesen und als du beschrieben hast, dass auch dein "Ex-Freund" nach dem ersten gründlichen Gespräch wieder "zutraulicher" war, kam mir auf einmal der Gedanke, dass es vielleicht bei beiden einfach viel zu ernst geworden ist, zu bindend, zu verpflichtend...zu eng.

Hmm, verstehst, was ich meine? Es ist doch wirklich sehr erstaunlich, dass sowohl deiner als auch meiner danach wieder so auf Nähe gehen.

Vielleicht ist eine Art Last von ihnen gefallen, weil man ihnen einen Teil der Freiheit wieder gegeben hat...hmm, oder anders, die Unsicherheit, ob das alles so richtig ist.

Hmm, ich weiß nicht, wie ich es ausdrücken soll. Verstehst du ein wenig, was ich bisher meine?

Es ist gar nicht dieses "ich liebe dich nicht", sondern nur das Gefühl, dass es nun wirklich ernst wird, wenn er weiter bei uns bleibt... hmmm...

Ich werde nochmal in Ruhe darüber nachdenken und es dann nochmal aufschreiben, ist vielleicht besser ;)

#12
Tja, Männer sind schon manchmal ein wenig komisch. Das beste Indiz dafür ist, dass sie sich oft selbst nicht verstehen, wie unsere beiden lieben Ex das zeigen ;) Und so manches Mal habe ich mich gefragt, ob sich meiner nicht selbst betuppt hat als er aufgegeben hat und ob es nicht einfach nur Zweifel, die er hatte,waren, die er für ein Zeichen hielt, dass das mit uns nicht "die grosse Liebe" ist. Ohne zu realisieren, dass es manchmal dazugehört zu zweifeln.

Ob ich jemals wirklich Antworten bekommen werde, weiss ich nicht. Vielleicht ja, wenn unsere grössten Hoffnungen wahr werden und das ganze in ein paar Wochen ausgestanden sein. An diesen Glauben klammere ich mich und bete jeden Tag dafür. Sollte das aber nicht so sein und sich das ganze noch eine Weile hinziehen, dann weiss ich nicht, ob er sich noch an seine Gefühle erinnern wird, die er ja schon in der Situation nicht genau bennen konnte. Aber erst mal muss er ja auch wieder gesund werden.

Ansonsten habe ich mir so manches Mal gedacht, dass es in der jetztigen Situation vielleicht sogar besser ist, dass wir nicht mehr zusammen sind. Er kann sich ohne schlechtes Gewissen ganz auf sich selbst konzentrieren und dass ist auch das einzige, was er gerade kann. Er kann gerade nur "nehmen" und anderen gar nichts "geben". Das wäre natürlich mir auch klar, wenn wir noch zusammen wären. Nur sollten sich unsere Befürchtungen wahr werden und sich seine Heilung noch eine Weile hinziehen, dann wäre bei mir irgendwann auch der Punkt erreicht, dass ich irgendwann nicht mehr "geben" könnte, ohne dass von ihm ein bisschen was zurückkommt. Einerseits bräuchte ich das dann mehr als alles andere, andererseits wäre mein schlechtes Gewissen grenzenlos, so was überhaupt von ihm zu verlangen. Ich habe jetzt schon ein paar Mal gehört, dass das zu den ganz grossen Problemen bei so schwerwiegenden Erkrankungen gehören kann. Ausserdem bin ich mir nicht so sicher, dass er sich momentan einen Deut anders verhalten würden, wenn wir noch zusammen wären. Sprich er hat sich in den ersten Wochen total zurückgezogen und wollte niemanden ausser seinen Eltern sehen, und er wollte auch jetzt nicht, dass ich komme und ihm beistehe. Er ist eben doch ein Einzelkämpfer und eigentlich kann ich echt ein wenig stolz sein, dass er mich so "ranlässt" wie er das gerade tut. Da wir getrennt sind, bin ich das auch ein wenig und kann mit seinem Verhalten gut umgehen und einfach nur so sein, wie er mich braucht. Vielleicht hat so sogar unsere Trennung was Gutes.

Ansonsten geht es mir heute eigentlich nicht schlecht. Ich habe ein schlechtes Gewissen meinem Job gegenüber, weil ich mich immer noch kaum konzentrieren kann und so recht unproduktiv bin. Aber naja, das kann ich nicht ändern gerade. Gibt ja auch Dinge, die wichtiger sind als die Arbeit.

Und bevor ich es vergesse: Dir liebe blackeyed ein ganz dickes danke schön für die lieben Wünsche und das immer wieder reingucken :schmatz: Das tut echt gut :]

#13
:) ) Da hatten wir wohl parallel gepostet. Also ja, ich verstehe sehr gut, was du meinst. Und diese Gedanken sind mir auch schon das ein oder andere Mal gekommen. Zumal bei uns ja auch einige Dinge anstanden wie Hochzeiten von Freunden, der erste gemeinsame Urlaub und so. Ein blöder Kommentar meinerseits über die Art unserer Urlaubsplanung war dann auch der Auslöser oder Aufhänger für sein plötzliches und meiner Meinung nach überstürztes Schluss machen.

Die Frage ist nur: hilft es uns oder vor allem dir etwas, wenn dem so wäre? (Bei mir ist jetzt ja eh alles anders.) Denn erstens müsste er ja erst mal selbst drauf kommen, dass dem so ist, bevor ihr wieder eine Basis hättet für mehr als eine Freundschaft. Und selbst dann: in wieweit kannst du dich wieder auf ihn einlassen, ohne zu befürchten, dass ihn es ihn wieder packt.

Natürlich könnte es für uns beide ein Erklärungsansatz sein. Sogar einer, den ich verstehen könnte. Allerdings wäre meine Reaktion darauf: "Du Oberidiot! Das hätte man auch anders regeln können!"

Aber vielleicht sollte ich trotzdem noch mal drüber nachdenken. Dafür sprechen würde einiges. Und Erklärungen könnte ich wirklich gut gebrauchen. Hmm, bin mal gespannt, was dir dazu noch einfällt. Lass es mich wissen! :]

#14
Hmm..ich hab mir deine Sache nochmal durch den Kopf gehen lassen. Und ich finde, dass gerade weil viele wichtige Dinge anstanden und der Aufhänger letztlich so ein lächerlicher war, dass er tatsächlich nur Schluss gemacht hat, weil er nen Floh im Ohr hatte...wo auch immer der her kam. Er hat sich halt eingeredet, dass irgend etwas fehlt. Ich glaube aber mittlerweile, dass es diese gewisse Sache, die da noch fehlen soll, einfach nicht gibt. Er wird sie nicht finden. Wenn nicht in dir, dann in niemandem. Ehrlich, das ist meine Meinung...vielleicht ist es tatsächlich eine gewisse Unreife, die da noch vorhanden ist.

Nun gut, jetzt ist leider alles sowieso ganz anders gekommen, als es kommen sollte. Ich bin schon gespannt, wie das Ergebnis aussieht und drücke wirklich ganz doll die Daumen

Aber erzähl doch mal, wie geht es dir denn eigentlich heute so?

#15
Ja. irgendwie fürchte ich das ja auch. Ich meine, dass er etwas vermisst hat, das es nicht gibt und das er bei niemand anderem finden wird. Und das macht mich so unsagbar traurig. Denn ich liebe ihn sehr und er hat das einfach so weggeworfen. :heulen:

Auch ansonsten bin ich gerade ziemlich unten. Wir haben heute Nachmittag telefoniert. Zunächst mal gab es halbwegs gute Nachrichten. Die Ärzte haben ihm gestern gesagt, dass sie in den letzten Tagen quasi per Schnelltest so ihre üblichen Verdächtigen ausgeschlossen haben. Jetzt wissen sie zwar immer noch, was es eigentlich ist und müssen noch Tests machen. Aber im Gegensatz zu ihren Leichenbittermienen bisher haben sie ihn nach Hause geschickt mit der Aussage, er solle sich mal entspannen und ausser es ist eine ganz absonderliche Krebsart, ist es wohl wahrscheinlich nicht bösartig. Also keine totale Entwarnung aber ein kleiner Silberstreif am Horinzont. Puhhhhhh, was war ich da erst mal erleichtert. Jetzt ist er zu Hause und ruht sich aus. Nächste Woche ist er noch krank geschrieben, aber danach kann er vielleicht so langsam wieder zu seinem normalen Leben zurückkehren. Hoffentlich!

Also eigentlich alles super, bis vor zwei Stunden. Da hat es bei mir auf einmal klack gemacht und seitdem bin ich am heulen. Irgendein blöder Spruch, den so eine Tante im Fernsehen gemacht hat und ich war wieder mitten im Loch. Ich liebe ihn wie niemanden zuvor in meinem Leben und kann immer noch nicht verstehen, dass er das alles so einfach weggeworfen hat und dass wahrscheinlich aus keinem wirklichen Grund. Wir hatten doch Träume und Pläne und alles. Ach, es ist alles doof und grauenhaft und ... :heulen: :heulen: :heulen:

Und dabei müsste ich doch so happy sein, dass zum ersten Mal eine halbwegs gute, oder sagen wir mal zumindest keine schlechte Nachricht von den Ärzten kam...

#16
Hmm..also als erstes freut es mich wirklich, dass es schon einmal eine kleine Entwarnung der Ärzte gibt.

Und sonst nehm ich dich erstmal in den Arm und knuddl dich... :trost:

Es ist kein Wunder, dass grad so etwas kleines, wie ein Satz im Fernsehen, schon einen Anlass zu einem Tief gibt. Vielleicht auch gerade, weil es gerade erstmal Entwarnung gibt und wieder die anderen Gedanken ein wenig mehr in den Vordergrund treten...

Lass ihn erstmal das alles in Ruhe überstehen...wer weiß, was dann noch kommt. Zumindest kannst du dann nochmal in Ruhe mit ihm reden. Denn er sollte dir mindestens nochmal erklären, weshalb er das alles einfach so weggeworfen hat. Für sowas habe ich nämlich nicht das geringste Verständnis...nicht das allergeringste, naja, kein Wunder, weil es bei mir sogar fast 2 Jahre waren, die ebenso schnell weggeworfen wurden.

Irgendwie haben Männer da eine seltsame Art..mich wundert, dass ihnen das gar nichts ausmacht... *seufz* Und es macht mich auch ein wenig ärgerlich, dass sie dann auch noch eine Freundschaft im Grunde wollen.

Naja, will dir eigentlich nur sagen, dass ich dir hier so gut es geht zur Seite stehe und hoffe, dass dich die paar Worte schon aufheitern. :]

:trost: :trost:

#17
Hallo liebe Blackeyed,

danke für deine lieben Worte. Es tut echt gut zu wissen, dass einen jemand versteht. Und danke für's Knuddeln, du bist ein Schatz. :schmatz:

Ich denke, ich werde jetzt erst mal versuchen zu schlafen. Dieses Nachgrübeln, das ich gerade betreiben, bringt auch irgendwie nichts. Und hoffentlich geht es mir morgen schon ein wenig besser. Zum Glück habe ich da wenigstens volles Programm und ganz viel Ablenkung. Ich weiss auch gar nicht, wie ich sonst diese Wochenenden überstehen würde. *seufz*

Liebe Grüsse und Gute Nacht!

#18
Soso..ich bin ja schon mal gespannt auf deinen Eintrag. Aber du dürftest auch meinen Thread dafür nutzen ;) Vor allem, wenn ich frage :]

Naja ich schau später nochmal vorbei...

Und im übrigen weiß ich, wie toll das ist, den anderen Ratschläge zu geben und sich dann aber selbst nicht dran halten zu können...sind wir nicht alle ein bisschen Mensch? :rolleyes: :o

:trost:

#19
Oja, da hast du ja sooooo recht.

So, also nun mein Eintrag. Hmm, naja es ist gerade echt schwer in Worte zu fassen, wie es mir geht. Durch den Wind trifft es wohl am besten. So richtig erholt habe ich mich immer noch nicht von meinem Einbruch am Samstag. Gestern hatte ich so viel zu tun, dass ich zum Glück nicht zum nachdenken gekommen bin. Aber heute sitze ich wieder auf der Arbeit und starre Löcher in die Luft.

Dabei bin ich die ganze Zeit irgendwie traurig. Nicht so dolle, dass ich losheulen könnte. Nein, einfach nur dauertraurig. Das blöde ist, dass mir selbst Dinge, die ich für mich tue gerade nicht so richtig Spass machen. Gestern hatte ich netten Besuch und es war lustig und alles, aber irgendwie so richtig Spass hatte ich nicht dabei. Und so habe ich schon seit einer Weile das Gefühl, dass ich mich rundherum beschäftigt halte und ganz brav das tue, was man tun sollte, nämlich gut zu sich sein, mittlerweile auch wieder Sport, Leute treffen und und und. Aber es hilft irgendwie nicht, ich komm nicht weiter.

Naja, aber wahrscheinlich überfordere ich mich da auch selbst. Denn erstens habe ich ja noch kaum Gelegenheit gehabt, unsere Trennung zu verarbeiten. Andere Dinge waren einfach wichtiger. Und ausserdem ist es ja so, dass ich all diese Dinge auch vor der Trennung gemacht habe. Denn immerhin hatten wir eine Fernbeziehung und ich glaube ja, das solche nur gut gehen, wenn man sich bis zu einem gewissen Grad ein eigenes Leben erhält. Aber das hat jetzt natürlich den Nachteil, dass sich für mich de facto nicht viel geändert hat. Wir haben uns ein wenig seltener gesehen und etwas weniger telefoniert, aber auch nicht viel. Verstehst du, was ich meine?

#20
So wie ich das sehe beginnt nun bei dir der Teil, den ich bei mir als gewisse "Leere" bezeichnet hat. Einfach nur so dumpfes vor sich hin leben...

Ich denke, ich versteh schon, was du meinst...es hat sich im großen eigentlich nicht viel verändert, eben wegen der Distanz. Aber wirklich vollkommen ist es auch nicht...bzw. du fühlst dich nicht so gut dabei.

Hmm...es ist als wenn man die ganze Zeit nur so neben sich steht und die Dinge halt so weiter macht, wie man es gewohnt ist. Ohne dass sie nun besonders Spaß machen oder auch keinen. Man macht es halt alles einfach...

Hmm, trifft es das ein wenig? Ich denke jedenfalls, dass ich weiß, was du meinst. Dir fehlt so an allem ein wenig die Lust und am liebsten soll alles wieder wie früher sein?

Zumindest würdest du endlich gerne ein paar klare Worte von ihm hören? Aber statt dessen musst du im Moment einfach zurück stecken, eben wegen ihm ausgerechnet...

Hm, was man dagegen tun kann, weiß ich leider nicht, aber ich kann zumindest eines sagen...dass es vorbei geht. Ist es bei mir ja auch. Außerdem wird es momentan einfach nur eine Phase sein. Es ist ja auch anstrengend mit jemandem nicht mehr zusammen sein (von seiner Seite aus) und ihm dann trotz allem noch zur Seite zu stehen...Ich denke, dass du dich insgesamt schon wirklich tapfer schlägst. :]

:trost: :trost: :trost: Und es wird sicher alles wieder gut :trost:

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