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Gesammelte Werke - Lunaris' Gedichte

240 Antworten27'616 AufrufeGestartet von Lunaris85 ·

See
#221
Ich weiss nicht wie ich anfangen soll. bin gerade riesig verwirrt. :confused:

Ich bin nicht da, um grossartig was zu schreiben, ich bezweifle auch das ich das kann. Meine Registrierung ist einzig und allein dir gewidmet, Lunari.

Noch nie hat mich etwas derart berührt wie dein Gedicht vom Loch ohne Boden. Noch nie hat mich etwas derart zum Nachdenken bewegt. Seit fast vier Jahren bin ich mit meiner Freundin zusammen, und auf einmal wackelt alles. Ich werde Ihr dein Gedicht nicht vorenthalten.

Ich danke dir

#222
Danke dir!

Ich kann doch so schlecht mit Lob umgehen...

Ich wünsche dir, dass die Fundamente halten, wenn das was wackelt umzustürzen droht!

LG

Lunaris

#223
Mein Kopf ist voller Stroh

Ein Elefant wohnt gerade drin

Er ist alt und auch noch blind

und sieht in nichts mehr einen Sinn

In meinem Kopf ist Stroh

Du hast ein Streichholz angezündet

In meinem Kopf ist Stroh

Hast es mit einem Funken entzündet

In meinem Kopf brennt es lichterloh

Mein Herz ist voller Stroh

Kein Platz ist mehr darin

Niemand darf drin wohnen

Dumm schlägt es vor sich hin

In meinem Herz ist Stroh

Du hast ein Streichholz angezündet

In meinem Herz ist Stroh

Hast es mit einem Funken entzündet

In meinem Herz brennt es lichterloh

Du bist der Funke,

der mich als Brennstoff braucht

Du bist die Flamme

Meine Haut ist in Kerosin getaucht

Ich habe Angst, dass ich mich worin verrenne

Habe Angst, dass ich mich an dir verbrenne

Du bist der Wind, der mit dem Feuer spielt

Ich werde angefacht von dir

Du bist der Wind, der mit dem Feuer spielt

Ich verzehre mich vor Gier

Du bist der Wind, der mit dem Feuer spielt

Mein Blut den Siedepunkt erreicht

Du bist der Wind, der mit dem Feuer spielt

Ich machte es dir viel zu leicht

Du bist das Kind, das mit dem Feuer spielt

Ich machte es dir viel zu leicht

Du bist das Kind, das mit dem Feuer spielt

und ich machte es dir viel zu leicht

by Lunaris85//SGP

#224
Ihre Sense ist die Erinnerung

mit der sie jagt durch die Nacht

Ein Schnitt damit in deine Brust

dann bist du dir ihrer bewusst

Sie martert den Körper

schlägt Wunden in die Haut

sie weidet dich aus

und weidet sich daran

Sie ist alles was bleibt

wenn alles andere fortgegangen ist

Sie ist alles was bleibt

wenn du alleine bist

Unsichtbare Ketten legt sie dir an

nichts kannst du dagegen tun

alles was sie dir zeigt

scheint unerreichbar fern

Sie bindet dich an nichts

doch bindet sie an sich

Ich bin an sie gebunden

hab keine Lösung gefunden

Sie ist alles was bleibt

wenn alles andere fortgegangen ist

Sie ist alles was bleibt

wenn du alleine bist

Sie erfüllt den Körper mit Schmerz

Sie erfüllt den Körper mit Lust

was bleibt ist Lustlosigkeit

was bleibt ist Frust

Sie ist alles was bleibt

wenn alles andere fortgegangen ist

Sie ist alles was bleibt

wenn du alleine bist

Sie ist alles was bleibt

weil du alles andere fort getrieben hast

Sie ist alles was bleibt

wenn du alles andere hasst

Alles was bleibt

ist Einsamkeit

#225
Die Nacht ging unter

Die Sonne ging auf

Bin mit einem Lächeln

eingeschlafen

Ein sternenklarer Himmel

weicht der Morgendämmerung

Bin mit einem Lächeln

eingeschlafen

Finsternis und Sternenglanz

begrüßen die Sonne am Horizont

Bin mit einem Lächeln

eingeschlafen

Als ich erwachte

war niemand

nur ich

da

Als ich erwachte

war mir alles

und nichts

klar

Öffnete meine Augen

verschlafen blickten sie umher

Ich sah den Augenblick

das Hier, das Jetzt

Alles andere war ... fort

Bin mit einem Lächeln aufgewacht

by Lunaris85//SGP

bearbeitet #226


ein Lächeln ist was Wunderbares...


eröffnet Dir einen Blick auf Klares...




behältst du es dann auch noch den ganzen Tag im Gesicht,


es dir wesentlich mehr Zufriedenheit verspricht...




nimmst du es dann wieder mit ins Bett...


bleibts bei dir als Amulett...




(Quelle: die ilmy...kleines c in grossem O)







#227
In a courtyard

Used to sing as loud as she could

Locked away here

She's been quiet, lovely and good

But no one listens now

She lost her voice

She had no choice

Refrain:

If you sing loud and clear


Someone passing by will surely hear you



No you can't be afraid



If you ever want somebody near you



If you sing loud and clear



Someone passing by will surely hear you



No you can't be afraid


Tore the curtain

Put her hand outside of the frame

Let her hair down

Sat all day and nobody came

But when the sun went down

The stars came out

She heard them shout

Refrain

But when the sun went down

The stars came out

She heard them shout

Refrain

by Emilie Autumn (aus dem Album "Enchant")

#228
Ich habe schon viel mit meinen Worten umschrieben.

Gedichte als Katalysator

des Begreifens

lichten Nebel.

Gedichte stützen

die Erinnerung

und

Gewohnheiten.

Aber manche Worte bleiben lieber ungeschrieben.

Sie laufen davon

und verstecken sich, bis


by Lunaris85//SGP


#229
...bis ich mich nicht mehr selbst zensiere

...bis ich den Verstand verliere

...bis ich das Steuer fahren lasse

...bis ich das Schweigen hasse

Gedanken die sich überschlagen

Gedanken die von innen nagen

ein Kopf der es nicht fassen kann

weil ich es nicht lassen kann

ein Kopf zu klein der explodiert

ein Gedanke der mit der Realität kollidiert

Gedanken die sich überschlagen

Gedanken die von innen nagen

ein Kopf der es nicht fassen kann

weil ich es nicht lassen kann

dann bricht es aus

volle Fahrt voraus

den Weg abkürzen

die Lippen schürzen

in den Abgrund stürzen

der Kopf der explodiert

noch bevor der Code ist dechiffriert

der Kopf verteilt sich überall

die Stücke fliegen mit Überschall

auf Erde und Asphalt

schlagen ein mit Gewalt

schlagen Löcher in Mauern

schlagen Löcher in Festen

ich am Boden kauernd

suchend nach den Resten

meine Welt stürzt auf mich ein

alles zu Staub zerfallen

all die großen Hallen

wo jede Säule, jede Wand

gemacht aus meinem Verstand

die Welt stürzt auf mich ein

by Lunaris85//SGP

#230
Worte, Gedanken, Ideen

rauschen durch den Kopf

verdrehen ihn

und lassen ihn zurück

Als wären sie nie gedacht worden

Der größte Roman

die einzige Wahrheit

das schönste Gedicht auf Erden

ziehen schneller vorbei

als ich sie begreifen kann

Alles fühlt sich falsch an

als schreibe ich über jemand anderes

Es geht mir nahe

doch weiß ich nicht was

als wäre ich zu weit weg

Als wäre ich nicht hier

Als wäre ein Teil von mir

fortgezogen

ausgeflogen

Hab mich um mich selbst betrogen

Hab euch mir selber vorgezogen

Warum ich morgens aufstehe

Warum ich abends ins Bett gehe

Warum ich das hier schreibe

Warum ich darunter leide

Ich habe alles vergessen


by Lunaris85//SGP


#231
Bin aufgewacht

war aufgebracht

Den Morgen verschlafen

Nichts gemacht

Noch halb im Traum

War ein Apfelbaum

Hab nichts verstanden

Bin aufgestanden

Licht an

Hose an

T-Shirt an

Kippe an

Hoffentlich wirds kein Tag wie dieser

Denn an Tagen wie diesen lies er

immer alle Hoffnung fahren

Konnte sie nicht für sich bewahren

Aus dem Zimmer

Ab ins Bad

Genau wie immer

3-Tage-Bart

Hab mich gewaschen

Hunger hab ich auch

Croissant vernaschen

Gegens Loch im Bauch

Wieder runter dann

Notebook an

Musik an

Kippe an

Hoffentlich ists kein Tag wie dieser

Denn an Tagen wie diesen ließ er

immer alle Hoffnung fahren

Konnte sie nicht für sich bewahren

Die Sonne scheint

Keine Wolke weint

Es ist trocken

will nicht drinnen hocken

„Ab in den Garten

der Rasen kann nicht warten“

Also mit Elektro-Gerät

den Rasen schnell gemäht

Ins Auto dann

Motor an

Radio an

Kippe an

Ich glaub es ist ein Tag wie dieser

Denn an Tagen wie diesen ließ er

immer alle Hoffnung fahren

Steh im Stau

Fühl mich lau

Hab keine Lust

Kaufe aus Frust

Heimgefahren

aufgebaut

hochgefahren

in die Tasten gehaut

Fernseher an

Konsole an

Gitarre an

Kippe an

Es ist wieder ein Tag wie dieser

Denn an Tagen wie diesen ließ er

immer alle Hoffnung fahren

Fernseher an

Reciever an

Film an

Kippe an

Es ist wieder ein Tag wie dieser

Denn an Tagen wie diesen ließ er

immer alle Hoffnung fahren

Vors Notebook dann

Forum an

Keinen Plan

und Kippe an

Es war wieder ein Tag wie dieser

Denn an Tagen wie diesen ließ er

immer alle Hoffnung fahren

Die Zeit vergangen

Nur rumgehangen

Den Tag nicht gelebt

Die Augen verklebt

Die Lunge verraucht

habs einfach gebraucht

Die Hoffnung verloren

Nie neu geboren

Es war wieder ein Tag wie dieser

Denn an Tagen wie diesen ließ er

immer alle Hoffnung fahren

Konnte sie nicht für sich bewahren

by Lunaris85//SGP

#232
Gäbs für Liebe kein Verbot

Wär das Meer nicht so tiefblau

Wär die Sonne nicht blutrot

Wären Wolken nicht mausgrau

Wär mein Herz grad nicht scheintot

Wärst du meine Meerjungfrau

by Lunaris85//SGP

#233
Wenn die Sonne untergeht

Wenn sie mir gegenübersteht

Wenn ihre Blicke mich verführen

Wenn ihre Lippen mich berühren

Dann ist alles wie es immer war

Dann kann ich es einfach nicht wagen

Die Worte ich für mich bewahr

Die dir ohnehin nichts würden sagen

An einem fernen Ort

Wo nichts ist wie es war

Ergriffe ich das Wort

Und läge es dir dar

In dieser einen Nacht

In der nichts geschehen ist

Bist du durch die Brandung geschwommen

Hast mir mein Tränenmeer genommen

Bist du die Klippen hinauf gestiegen

Wo betäubt meine Schmerzen liegen

Bist du brennend durch meinen Irrgarten gelaufen

Übrig blieb nur ein dunkler Aschehaufen

Hast auf deinem Weg die Straßen umgegraben

An deren Rändern vergessen meine Träume lagen

Bist in meine Festung eingebrochen

Kamst erschöpft auf mich zugekrochen

Hast zärtlich meine Mauern eingerissen

Ließest mich vergessen was ich dachte zu wissen

Was noch von mir war

Haben deine Arme liebevoll umschlungen

Zum Dank hab ich dich

Mit meinen harten Worten weg gezwungen

Lunaris85//SGP





PS: Ist vielleicht nicht sehr ausgereift, aber ich wollte es mir auch nur von der Seele schreiben und die Idee mit euch teilen. Entschuldigt also, wenn es sich sehr holprig liest.





#234
Alles was vom Stein übrig geblieben ist,

nachdem die Naturgewalten gewütet haben,

bin ich.

Ein kleines Sandkorn, unscheinbar, kaum wahrnehmbar.

Zwischen Felsen ungesehen kleingemahlen,

von Wassern rücksichtslos abgeschliffen.

Wer nimmt schon ein Sandkorn wahr,

zwischen all den Steinen,

in reißenden Fluten ,

im tosenden Wind?

Welche Augen nehmen

ein einzelnes Sandkorn

in der Wüste wahr?

Ich will kein Sandkorn sein.

Ich will nicht das Sandkorn sein,

das dir unter dem Fingernagel hängt.

Ich will nicht das Sandkorn sein,

das dich zum niesen bringt.

Ich will nicht das Sandkorn sein,

das zwischen deinen Zähnen knirscht.

Ich will das Sandkorn sein,

das dir in den Augen brennt,

das dir ins Auge sticht.

Lunaris85//SGP




#235
Nur noch ein Kuss zur guten Nacht

Doch die Nacht ist längst vorbei

Nur ein Kuss zur guten Nacht

Es ist nicht Nacht, verzeih

Ich bitte, weil ich bitten muss

Zu einer guten Nacht

Gib mir einen Kuss

Der die Nacht zum Tage macht

by Lunaris//SGP

#236
Ich will das Sandkorn sein,

das dir in den Augen brennt,

das dir ins Auge sticht.

Lunaris85//SGP


Was würd ich geben ein Sandkorn zu sein,

und nicht so ein großer dicker Stein.

Verschwinden könnt ich in den Massen,

unter gleichen einfach verblassen.

Wäre einer von vielen ohne aufzufallen,

könnt mich verstecken in kleinsten Hallen.

Würde nicht mehr angegafft,

einfach akzeptiert von der Gemeinschaft.

Aber ich bin ein großer dicker Stein,

und das werde ich wohl immer sein.

Und so bin ich auch unter vielen Sandkörnern

einfach allein.

by FreeZarD

Sei gegrüßt...

FreeZarD

#237
Nimm ein Messer und schneide mich in Streifen.

Mach schnell, denn noch kann ich‘s nicht begreifen.

Ich sah den Jäger, sah den Pfeil,

der mich hat durchschlagen.

Ich seh noch immer den Schaft

aus meiner Brust herausragen.

Einen Moment lang seh ich klar.

Seh wie sich der Schleier lichtet.

Seh den Jäger strahlend weiß und wunderbar.

Sich aber schnell wieder alles verdichtet.

Ein Nebel so sonderbar

Aus der Wunde, die der Jäger mir geschossen,

steigen Nebelschwaden auf.

Hab keinen Tropfen Blut vergossen.

Der Schuss hat mich gefällt.

Bin aus des Jägers Blick verschwunden.

Liege dort am Boden.

Sind es Tage oder nur Sekunden?

Trüb sind meine Augen,

glasig ist mein Blick.

Nichts kann ich mehr sehen.

Ich schaue nur zurück.

Irgendwo da kräht ein Hahn.

Ist der Morgen denn schon nah?

Um mich herum nur Nebel.

Und ich lieg immer noch nur da.

Aus dem Nebel trittst du heraus.

Du siehst so furchteinflößend aus.

Trägst schwarze Kleider

und eine Augenbinde noch.

Der Jäger bist du nicht

und leider erkenne ich dich doch.

Nur eine Nacht

hast du bei mir gelegen.

Haben geweint, haben gelacht.

Doch bei dir wollte sich nichts regen.

Ein Gefühl – ich hatte es – du hast es nicht.

Und ein Hahnenschrei der den Moment zerbricht.

Der Jäger steht gleich hinter dir,

den Bogen zum Schuss bereit.

Die Beute die du ihm streitig machst,

dich verrät, wenn sie nur schreit.

Der Pfeil, der mich zu Boden warf,

hat zerschossen meine Lungen.

Aber hätte ich noch rufen können,

hätte ich mich denn auch gezwungen?

Stell mir die Frage immer wieder,

wie ich liege zwischen all den Bäumen.

Erdenke Gedichte und neue Lieder.

Versinke in meinen Fieberträumen.

„Das Messer,

mit dem ich dich in Streifen Schneide,

deine innersten Gedärme ausweide,

ziehe ich aus seiner Scheide.

Und nun leide!“

Wache auf aus meinem Traum.

Hast du etwas gesagt?

Du kniest noch immer über mir.

Dein Mund ist fest verschlossen.

Dein Messer kreist nun über mir,

der ich habe noch kein Blut vergossen.

Der Jäger ist nicht mehr hinter dir.

Weitergezogen, auf der Suche nach mir,

der Nebel versperrt ihm jede Sicht.

Noch immer sein Pfeil in meinem Herzen sticht.

Über mir, da kniest du

Und wetzt dein Messer.

Scheinbar dachte ich nur,

ich kenne dich besser.

Die Schneide blitzt kurz auf,

getaucht in des Mondes Licht.

Das Messer nimmt seinen Lauf

und es tief in meine Wunde sticht.

Aus der Wunde steigt mehr Nebel auf,

zerstört vollends die Sicht.

Ich brauche sie.

Du scheinbar nicht.

Ich wache auf.

Der Nebel ist fort,

das Messer ist fort,

der Pfeil ist fort.

Du bist fort.

In meiner Brust klafft eine Wunde.

Blut sickert langsam daraus hervor.

Ob der Jäger mich wohl wieder findet

und die Wunde mir verbindet?


Lunaris85//SGP





#238
Ein Gedanke huscht vorbei

Hätt ihn fast nicht bemerkt

Ein Gedanke rast vorbei

Und er mich nie mehr beehrt

Wollte ihn greifen

Wollte ihn fassen

Aus ihm sollten Dinge reifen

Doch sah ich ihn verblassen

Ein Gedanke der verloren ist

Ein Gedanke von so vielen

Ein Gedanke der mich zerfrisst

Gedanken die zu Staub zerfielen

Der Gedanke fehlt mir sehr

Versuche ihn zu finden

Springe ins Gedankenmeer

Nur um dort zu ertrinken

Ich seh die Welt in einem anderen Licht

Viele bunte Farben, Gerüche und Musik

Sehe alles, soviel mir ins Auge sticht

Werde von der Vielfalt besiegt

Ich sehe die Wahrheit

Kann all die Dinge sehen

Und trotz all der Klarheit

Kann ich sie nicht verstehen

Der Kopf verweigert seinen Dienst

Er ist ausgelaugt und leer

Die Welt, die so klar erschien

Ich sehe sie nun nicht mehr

Die Welt um mich herum

Sehe ich jetzt wie durch Glas

Milchig, trüb und leicht zersprungen

Was wichtig ist ich vergaß

by Lunari85//SGP

#239
Wenn ich es schnell genug verdränge

Kann uns nichts passieren

Wenn ich die Dinge nicht beim Namen nenne

Werd ich dich nicht verlieren

Bin gewandert viel zu lang

Hab alles und doch nichts gesehen

Bis mich erreichte ein trauriger Gesang

Schon war es um mich geschehen

Meine Augen wurden weit

Meine Ohren wurden groß

Ich war nicht dafür bereit

Jetzt lässt es mich nicht mehr los

Wenn ich dir von diesem Lied erzähle

Könntest du es dann verstehen?

Wenn ich dich mit den Zeilen quäle

Wirst du weiter mit mir gehen?

Meine Faszination und meine Angst

Die ich bei diesem Lied empfand

Ob du sie verstehen kannst?

Ob es dich genauso bannt?

Nichts wirst du verstehen

Wenn ich dir davon erzähle

Wirst die Wahrheit nicht verstehen

Mit der ich mich seit Jahren quäle

Du musst es hören dieses Lied

Musst es sehen

Musst es spüren

Ich muss es singen dieses Lied

Muss voran gehen

Muss dich führen

Wenn dich dieses Lied berührt

Ja, vielleicht wirst du dann brennen

Doch wenn ich dich dabei führe

Wirst du vielleicht nicht wegrennen

So sammle ich das Feuer in meinen Lungen

Und singe das Lied von Feuerzungen

Die nach uns lecken

Die uns bedrohen

Die uns erschrecken

Vor denen so viele flohen

Ich halt dich fest

wenn du es willst

wenn du mich lässt

by Lunaris85//SGP

#240
Was würd ich geben ein Sandkorn zu sein,und nicht so ein großer dicker Stein.

Verschwinden könnt ich in den Massen,

unter gleichen einfach verblassen.

by FreeZarD


Sie wandert durch die Wüste

Ohne Weg und ohne Ziel

Entfernte sich von jeder Küste

Weil ihr dort nichts gefiel

Die Füße verbrannt

vom heißen Sand

Die Lunge trocken

Trugbilder die sie locken

Die Sonne verbrennt ihr Haupt

Sie nicht an die Erlösung glaubt

Ein Sandkorn wie das andere

Auf dass sie ewig wandere

Der Regen - tränengleich

sickert durch den Sand

Doch verinnt gleich jeder Teich

keiner hält den Tränen stand

Ein Stein ragt aus dem Wüstenmeer

Nur er fällt in der Einöde auf

Erst wundert sie sich sehr

doch dann beschleunigt sie ihren Lauf

Vom Sand gezeichnet ist der Stein

Der Sand schlug tiefe Narben

Kann es denn möglich sein?

Auf dem Stein sammeln sich Wassergarben

Er hielt den Regen fest

der sich normal nicht fangen lässt

Nicht nur das Wasser hat er gefangen

Auch einen Schatten wirft er, einen langen

So bleibt sie bei dem großen, dicken Stein

denn alles was sie braucht, das kann er sein

by Lunaris85//SGP

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