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Hoffnungslos

131 Antworten11'837 AufrufeGestartet von estrella66 ·

estrella66Themenstart
#1
Er sieht mich nicht

Der Weg ist kurz, die Zeit verrennt,

ob er noch meinen Namen kennt?

Die Blätter rascheln, es wird kalt,

ob ich ihn je ihm Arme halt?

Mir kraut vor jedem neuen Tag,

wann sag ich ihm, dass ich ihn mag?

Des Jahres Ende eilt herbei,

ist der Traum dann schon vorbei?

Mein Blick schweift über weite Flur,

bleibt´s bei der Suche heute nur?

Autos, Leute ziehn vorüber,

wenn er mich sieht, freut er sich drüber?

Ach, Fragen tun sich in mir auf,

doch find ich eine Antwort drauf?

Das Herz ist schwer, der Schmerz ist groß,

was denkt er über mich denn bloß?

Die Sonn geht immer früher unter,

warum nur leide ich so drunter?

Zu wissen er ist da - und nicht,

ob daran meine Welt zerbricht?

Da seh ich ihn, ganz in der Fern,

hat er mich auch ein bisschen gern?

Er naht und schaut mir ins Gesicht,

ein kurzer Gruß, mehr wieder nicht?

Wie ein Stich fühlt sich das an,

was hindert ihn, dass er nicht kann?

Sehnlichst warte ich darauf,

warum macht er den Mund nicht auf?

Bald wird er fahrn, für immer fort,

wird er dort froh, an diesem Ort?

Wunden heilt die Zeit, man spricht,

sie vernäht sie, heilt sie nicht!

Ich muss ihm sagen, was ich fühl,

wird er´s verstehen, bleibt er ganz kühl?

Ich muss es tun, will zu ihm hin,

ob ich nur eine unter vielen bin?

Hoffnungslos mach ich mich auf,

ich habe Angst - und wart` doch drauf!

Die Wahrheit ahn ich, sie tut weh.

Doch nur wenn ich auch zu ihm geh,

werd ich nicht ewig grämen mich:

Warum bloß hast du damals nicht...!

(Verfasser: estrella 66)

Das musste ich mir mal ganz spontan von der Seele schreiben! Vielleicht folgt bald eine Fortsetzung, die aber, fürcht ich, auch nicht fröhlicher wird. ;(

#2
Schönes Gedicht!

Wolltest dus dir nur von der Seele schreiben oder sollte auch jemand antworten ;-)?

Warum versuchst du nicht erstmal n bisschen "Smalltalk" mit ihm zu machen? *Aaaangst* ich weiß, aber trau dich eh du bereust das er weg ist und du nie was gemacht hast! Red halt übers Wetter zur Not :-)

Und dann evtl ob ihr euch ma treffen wollt?! Vielleicht kannst ihn ja versuchen langsam kennen zu lernen und musst net gleich so mit der Tür ins Haus fallen?!

Liebe Grüße!

Amidala

#3
Hallo Amidala!

Mit dem Gedicht wollt ich mir eigentlich nur mal selbst Luft machen, als ich heut Mittag nur noch am Heulen war... Aber schön, dass es dir gefällt.

Weißt du, so einfach ist das in dem Fall nicht. Smalltalk hat mich bisher nicht viel weiter gebracht. Und langsam kennen lernen ist leider auch nicht drin, weil er in wenigen Wochen wegzieht. In der kurzen Zeit bleibt mir nur noch der "Frontalangriff". Dass ich mir wenig Hoffnungen mache, kam sicher raus. Aber mir ist eine Aussprache einfach sehr wichtig, wenn sich ein Abschied schon nicht vermeiden lässt, auch in der Hoffnung, danach selbst besser mit der Situation klar zu kommen.

Liebe Grüße

#4
Original von estrella66Aber mir ist eine Aussprache einfach sehr wichtig, wenn sich ein Abschied schon nicht vermeiden lässt, auch in der Hoffnung, danach selbst besser mit der Situation klar zu kommen.
Ja, das kann ich gut verstehen! Dann wünsch ich dir ganz viel Mut und Glück!

Alles Liebe!

Amidala

#5
Danke, das ist lieb von dir!

#6
Trostlos

Draußen ist es trüb und grau,

wenn ich so aus dem Fenster schau,

dann kommt mir wieder in den Sinn,

wie trist und leer ich selber bin.

Wie ein einsam Blatt vom Baum,

unscheinbar, klein, bemerkbar kaum,

komm ich mir vor in dieser Welt,

die mich in sich gefangen hält.

Trostlos, schmerzlich, eine Qual,

mein Dasein in dem Tränental.

Verletzlich, schwach und ohne Mut,

wird sie erlischen, meine Glut?

(Verfasser: estrella66)

#7
Sehnsucht

Jeden Tag und jede Stunde,

überall und pausenlos,

schmerzt in mir die tiefe Wunde,

meine Sehnsucht ist so groß.

Du bist noch nah und doch weit weg,

sag mir, wie erreich ich dich denn bloß??

alles Mühn, hat keinen Zweck,

es scheint so furchtbar hoffnunglos.

In mir strahlt´s, wenn ich dich seh,

ein Augenblick nur wird´s ganz hell,

wenn ich an dir vorüber geh,

der Glücksmoment verfliegt zu schnell.

Was kann ich tun, wie sag ich´s dir,

du wirst nicht hör´n, gehst in die Welt,

ein Stück vom Herzen nimmst du mir,

du weißt ja nicht, wie schwer mir dieser Abschied fällt! ;(

(Verfasser: estrella66)

#8
Für dich bin ich...

Wie ein Grashalm auf der Wiese,

wie ein Regentropfen im See,

wie ein Schritt auf dem Weg,

wie ein Wort in einem Buch.

Wie ein Sandkorn am Strand,

wie ein Blatt in der Baumkrone,

wie ein Ziegel auf dem Dach

wie ein Molekül in der Luft,

Wie eine Sprosse an der Leiter,

wie ein Ton auf dem Klavier,

wie eine Wolke am Horizont,

wie eine Sekunde am Tag.

Für mich aber bist du...

die Wiese, der See, der Weg und das Buch,

der Strand, die Baumkrone, das Dach und die Luft,

die Leiter, das Klavier, der Horizont

und der Tag!

(Verfasser: estrella66)

#9
Es wird Winter

Von einem Nebelschleier umhüllt,

unter kahl werdenen Bäumen hindurch,

läufst du mit schnellem Schritt die Straße entlang,

früh morgens im Herbst.

Leblos, erstarrt, scheint die Welt,

der Winter lauert schon im Gebälk.

unaufhaltsam, alles verschlingend,

bahnt er sich seinen Weg durch die Zeit.

Klirrende Kälte, Frost, Tod im Gepäck.

Mit der Natur stribt die Hoffnung.

Abschied liegt in der stechenden Luft.

Ich kann nichts tun, bin schwach gegen diese Gewalten.

Deine Tage hier sind gezählt.

Wenn du fortgehst,

geht auch ein Teil von mir

für immer verloren.

(Verfasser: estrella66)

#10
Immerzu

Erwachen am Morgen

Erwachen der Sorgen,

Kummer und Schmerz,

zerreißen mein Herz.

Mein erster Gedanke in der Frühe bist du,

mein letzter, wenn ich geh abends zur Ruh.

Alle Tag quälende Fragen,

alle Tag endlose Plagen.

alle Tag feuchte Wangen,

alle Tag sehnend Verlangen.

Mein erster Gedanke in der Frühe bist du,

mein letzter, wenn ich geh abends zur Ruh.

Nachts auch im Traum,

nachts in des Geistes tiefstem Raum,

wendet sich mir zu dein Gesicht,

in der Wirklichkeit sieht es mich nicht.

Mein erster Gedanke in der Frühe bist du,

mein letzter, wenn ich geh abends zur Ruh.

Eine Zukunft ganz ohne dich,

eine Zukunft unvorstellbar für mich.

Beim Erwachen, am Tage, zur Nacht,

wird fesseln mich der Erinnerung Macht.

(Verfasser: estrella66)

#11
Schlaflos

In der Nacht liege ich wach und schlafe nicht ein,

drehe und wende mich wie ein Tier in der Falle,

Probleme und Sorgen verfolgen mich alle,

nicht mal so spät verlässt mich die Pein.

Warum nur komme ich niemals zur Ruh,

warum nur scheint der Weg endlos und steil,

wie wird mein zerbrochenes Herz wieder heil,

wie schließ ich die Türen der Trübsal nur zu?

Bald wird es hell, ein neuer Tag bricht an,

die Dunkelheit überlasst der Sonne das Feld,

für mich aber dreht sich ganz anders die Welt,

kein Lichtstrahl mein Innres erreichen kann.

(Verfasser: estrella66)

#12
Es tut so weh

Es tut so weh, dich kommen und gehen zu sehn,

es tut so weh, wenn du nicht bleibst für mich stehn,

es tut so weh, dass du zwar nah bist, doch fern,

es tut so weh, denn ich habe dich unendlich gern!

Es tut so weh, dass du mich nicht wahrnimmst wie ich dich,

es tut so weh, wenn ein jeder läuft seinen Weg ganz für sich,

es tut so weh, dir nicht mehr als ein flüchtiger Gruß wert zu sein,

es tut so weh, denn ohne dich fühl ich mich furchtbar allein!

Es tut so weh, nicht zu wissen, wie du fühlst, wer du bist,

es tut so weh, wenn mir bei deinem Anblick zum Heulen ist,

es tut so weh, dass ich dein Herz nicht berühr wie du das meine,

es tut so weh, denn wegen dir ich unentwegt weine!

Es tut so weh, deinetwegen monatelang für mich still zu leiden,

es tut so weh, dich der Vernunft halber oftmals zu meiden,

es tut so weh, dass deine Zukunft nicht meine sein kann,

es tut so weh, denn wie dich mocht ich noch nie einen Mann!

Es tut so weh, dass es für ein Leben zu Zweit kaum mehr Hoffnung gibt,

es tut so weh, wenn man unerwidert, so unglücklich liebt,

es tut so weh, dir die Hand zum "Leb Wohl" auszustrecken,

es tut so weh, denn nie wieder wird jemand in mir solche Gefühle erwecken!

(Verfasser: estrella66)

#13
Verwirrt

Ich wollt zu dir gehn, dir meine Liebe gestehn,

ich wollt dir sagen, wie die Gefühle mich plagen,

ich war fest entschlossen, es zu tun - aber nun...

Du hast mich gestern total verwirrt, hast du dich etwa in mir geirrt?

Ist dein Bild von mir so verkehrt, macht es Sinn, dass man dich noch belehrt?

Überrumpel ich dich sehr, magst mich am Ende dann gar nicht mehr?

Sollt ich´s belassen beim Status Quo, vermeiden jegliches Risiko?

Was richtig, was falsch ist - niemand vermag es zu sagen.

Die Entscheidung fällt schwer, Verantwortung muss ich allein tragen.

Bin ich mutig, gehe den Schritt selbstbewusst?

Oder lass ich´s beim Alten, ohne Reue und Frust?

Es ist nicht einfach, wie´s enden wird offen,

seit gestern lässt du mich doch wieder hoffen.

Hätten wir einen günstgeren Ausgangsstand, könnt langsam sich festgen das zarte Band?

Es ist die ZEIT, die uns fehlt und zum Handeln mich drängt,

hab schon zu viel kostbare Tage verschenkt.

Was ist bloß die Lösung, falls es sie gibt?

Es ist so hart, wenn man unglücklich liebt!

(Verfasser: estrella66)

#14
hallo liebe estrella66,

wie immer hast du schöne gedanken niedergeschrieben, doch hast du was in der eile vergessen.

ach, was soll ich sagen, du weißt schon. ;)

Bitte Die Quelle Angeben !!

mit der bitte und ein schönes we für dich.

lg

Md

#15
Oh, sorry!! Ganz vergessen...

Euch auch ein schönes Wochenende.

Gruß

estrella66

#16
Der Blick gradeaus...

Nichts als die weite schwarze Nacht.

Finster, bedrohlich, unheilvoll.

Ich sehe nichts.

Mich schaudert´s, mir wird eiskalt.

Ein Leben ohne Licht.

Kein Sternenfunkeln.

Alles verschließt sich vor mir.

Ich verschließe mich vor der Welt.

Wo gehe ich hin?

Ich erkenne den Weg nicht.

Unendliche Dunkelheit.

Warum wird es nicht hell?

(Verfasser: estrella66)

#17
Hallo estrella66,

deine Gedichte sind wirklich gut geschrieben, es gab eine Zeit in meinem Leben da hätte ich mich in ihnen auch wiedergefunden. Wenn du es nicht schon getan hast, würd ich dir wirklich raten mit ihm über deine Gefühle zu reden, denn nichts ist quälender als die Frage "Was wäre gewesen wenn..." . Ich hab es damals sehr lange rausgezögert und bin dadran kaputt gegangen, diese Gefühle wünsche ich dir nicht, darum red mit ihm auch wenns schwer ist.

FreeZarD

#18
Hallo FreeZarD!

Danke, das hast du sehr nett gesagt.

Genau dieses quälende "hätt ich doch" ist es, dass einen nachträglich noch mehr leiden lässt und vor dem ich so Panik habe. Zwar werfe ich meine Pläne manchmal stündlich um,aber es ist trotz Zweifeln sicher am sinnvollsten, mit ihm zu reden, bevor er geht. Egal, was passiert.

Liebe Grüße

estrella66

#19
...da ich das Problem kenne und ich dir gerne helfen möchte, hat mich das ganze glaub ich zu meinem ersten positiven Gedicht ever inspiriert.

_______________________________

Jemanden zusagen

"Ich liebe Dich"

fällt schwer,

doch es nich zu sagen

quält noch mehr.

Sonst fragt man sich

doch jeden Tag

was wär gewesen

hätt ich's gewagt

Quälend die Ungewissheit bleibt

und weiter treibt die Zeit

mit trauer

und selbstmitleid

Drum wage es zu Sagen

um dich zu bewahren

vor diesen Tagen

die dich mit Ungewissheit plagen.

by FreeZarD

_______________________________

Ist nichts großes, aber immerhin positiv ;)

FreeZarD

#20
Wie hübsch - und so passend! Dank dir! :schmatz:

Hoffe, du bist jetzt auf den Geschmack gekommen und bleibst bei den positiven Gedanken! Würd´s dir wünschen.

estrella66

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