Internet, Bekanntschaft, Gefühle,Traurigkeit
86 Antworten4'932 AufrufeGestartet von miaflorentine ·
miaflorentineThemenstart
Hallo,ihr Lieben!
Vor einigen Monaten habe ich über das Internet einen großartigen Menschen kennen gelernt und eine Freundschaft zu ihm aufgebaut, obwohl es neben der Entfernung noch weitere erschwerende Umstände gab. Gestern habe ich mich schlussendlich dazu durch gerungen, diesen Kontakt zu beenden. Dass ich traurig sein würde, war mir bewusst. Damit, dass es mir fast das Herz zerreißt, habe ich nicht gerechnet...
Vor etwa einem halben Jahr stieß ich zufällig auf einen Erfahrungsbericht zum Thema bewusstseinserweiternde Drogen. Obwohl ich selbst absolut keine Drogen zu mir nehme und auch innerhalb meines Umfeldes keinen Bezug dazu habe, fesselte mich dieser Bericht dermaßen, dass ich weitere Einträge des selben Autors laß. Dieser war männlich, 20 Jahre alt und schwerst abhängig, von allen Giften, die man sich vorstellen kann. So abhängig, dass ein Entzug ohne weiteres, selbst im Koma, einer der üblicherweise letzten Mittel der Wahl, nicht mehr durchführbar ist, wie ich später erfahren sollte.
In diesem Moment aber war ich einfach nur tief ergriffen, von dem Bild, welches sich vor meinem inneren Auge abzeichnete. Ein junger Mann, der noch das ganze leben vor sich haben sollte, durch und durch ein wacher Geist, einfühlsam, mit einem zärtlichen Blick auf die Welt richtete sich eiskalt zugrunde und zerstörte stoisch seinen Körper.
Ich besah die Photos, die etwas unscharf einen jungen, schlanken Mann zeigten, mit längeren Haaren und einem schönen Gesicht. Auf dem ersten Bild sah er lächelnd in die Kamera und hatte ein funkeln in den Augen, dass mich bewegte mit zu lächeln. Das zweite Bild zeigte einen völlig anderen Menschen. Ich kann es nicht beschreiben, er sah darauf aus, als wäre er schon einige Stunden tod. Er lächelte, aber hier wirkte es nun seltsam skuril und erschreckend.
Ich verbrachte eine Nacht ohne Schlaf, dann entschloss ich mich, ihm zu schreiben. Dazu möchte ich anmerken, dass ich üblicherweise das Medium Internet nicht dazu nutze,Menschen kennen zu lernen. Das gilt weder für Freunde, noch für Partner. Bis auf einen sehr lieben Schweizer, den ich vor einigen Jahren hier über das Forum kennen gelernt habe, als wir beide in Sachen Liebeskummer Rat suchten, habe ich überhaupt noch nie Jemanden kennen lernen wollen.
Die Antwort von N. war knapp und verhalten. Doch innerhalb der nächsten Wochen kamen wir in einen regen Kontakt. Es war schwierig. Zu aller erst, weil N. in einer völlig anderen Welt lebt, in der das wichtigste seine Tabletten, Spritzen und Flüssigkeiten sind. Mit normalen Dingen konnte er sich nur äußerst schwer befassen, ganz einfach weil es in seinem Leben davon kaum noch etwas gab. Zum anderen, weil sich seine Zustände ständig änderten. Mal war er sehr stumpf, dann absolut überheblich, dann wieder sehr zurück haltend. Manchmal hatte das, was er berichtete wenig Substanz und dann wiederum überschwemmte er mich mit einer Maße an Informationen, die ich auf die schnelle gar nicht einordnen konnte. Oft antwortete er mir auch lange Zeit gar nicht, wenn er keine Kraft hatte, aufzustehen.
Meine Fragen beantwortete er fast immer wenig konkret, bis nichtssagend. Je besser wir uns kennen lernten und je mehr er mir ans Herz wuchs, desdo lauter wurden selbstverständlich meine Fragen, nach einer Entgiftung und einer Therapie. Denn es war grausam, grausam mitzuerleben, wie er sich Stück für Stück umbrachte. Ich träumte Nachts von seinen zerstochenen Armen und stand neben riesigen Sanduhren, in denen seine Zeit ablief, ohne, dass ich den Sand aufhalten, oder wenigstens verlangsamen konnte.
N. erwies sich als großartiger Mensch.Liebevoll,zärtlich, aufmerksam, intelligent und besonders. Gleichzeitg glich er zunehmend einem Zombie, der nur erfüllt ist von den Gedanken an seine geliebten Lebenselexiere.
Obwohl er mir immer bereitwilliger einen Platz in seinem Leben einräumte, fand ich kaum eine Rolle,die ich ausfüllen konnte. Ich versuchte verzweifelt innerlich die Distanz zu wahren und trotzdem Anteil zu nehmen. Ich schrieb ihm und wartete oft Tagelang auf Antwort, in denen ich große Angst hatte, dass sein Körper die Tortur nicht länger ausgehalten hatte.
Ich erinnerte ihn jeden Tag aufs Neue an den Antrag auf eine Langzeittherapie,die er vom Gericht auferlegt bekommen hatte. Ich schickte ihm Pakete,mit meinen Lieblingsbüchern und widmete sie mit Gedichten von Hesse, oder Rilke. Ich strickte ihm einen Schal und sandte Bilder, die unser Sohn gemalt hatte. Ich nahm sogar einen Termin bei der Suchtberatung wahr, um mich danach zu erkundigen, welche Möglichkeiten es für N. gab, denn ihm traute ich eine objektive Sicht dazu nicht zu.
Ich schrieb ihm jeden Tag, einfach normale Dinge. Wie es meinem Mann geht, was unser Sohn macht, wie das Wetter ist. Einfach, damit ihm auch einen kleinen Teil Normalität erhalten bliebe. Mein Mann nahm großen Anteil und bot seine Hilfe an, etwa einen Ausbildungsplatz. Wir hätten ihm sogar einmalig Geld geliehen, weil wir wussten, dass er ohne gewisse Medikamente sterben würde- und weil wir selbst es finanziell sehr gut haben. Aber das hat N. nie angenommen, egal in welcher Situation er war.
N. lebt 600 klm entfernt. Er sagte mir, dass ich das einzige in seinem Leben sei,was ihm Kraft gäbe. Und Liebe. Ich kann und will es hier nicht alles aufführen, aber er brachte mich oft zum Weinen,mit seiner Dankbarkeit und der Bedeutung, die er mir zudachte.
Und N. gehörte zu meinem Tag, wie mein Mann und mein Sohn.Morgens dachte ich daran, wie es ihm wohl erginge. Wenn wir Kekse machten, dann machten alle ungefragt auch einige für N. Mein Mann erkundigte sich ebenso oft nach ihm.
Natürlich wollten wir uns persönlich kennen lernen. Anfangs lehnte N. ab,weil er nicht wollte, dass ich ihn in diesem Zustand sehe.Mit der Zeit reiften die Pläne, bis ich schliesslich beschloss, ihn noch vor Weihnachten zu besuchen. Obwohl das für mich eine riesen Herausforderung sein würde. (Wer schon einmal etwas vonmir gelesen hat, der weiß warum)
Es war wie schon erwähnt nicht immer einfach. Einmal stellte ich ihm ohne Rücksicht jede Frage in Bezug auf seinen Zustand und dazu was er gedenke zu unternehmen und bestand auf Antworten. Und einmal hätte ich auch beinahe alles hingeworfen, weil ich es einfach nicht mehr ertrug zu hören, was er sich einwarf, dass wieder ein Haufen Leute bei ihm saßen, die alle in dem selben Dreck hockten, oder dass er mal wieder furchtbare Tage hinter sich hatte, weil sein Körper nicht mehr konnte, oder er entzügig geworden war. Immerhin habe ich einen Sohn,für den ich Morgens ausgeschlafen sein muss und der keine Gedankenschwere Mami haben möchte, wenn er gerade spielen will. Und ich habe einen Mann, der beruflich voll eingespannt ist und der Aufmerksamkeit und Anerkennung möchte.
Aber ich tat es nicht- alles hinwerfen. Ich nahm mir vor die Sache auszuhalten, auch für den Fall das N. nie entziehen würde. Wir fanden gute Möglichkeiten unsere anfänglichen Konvensationsprobleme zu lösen und bauten uns Brücken von seiner zu meiner Welt. Das war von ihm eine riesen Leistung, die unsere Freundschaft vertiefte.
Aber dann konnte ich nicht mehr, wie ich wollte.
Ich entwickelte Gefühle,die mich überforderten und die ich nicht einordnen konnte. Starke Gefühle. Nein,keine die denen zu meinem Mann hätten eine Gefahr werden können. Aber Sehnsucht, Fürsorge und auch Zärtlichkeit.Ich ertappte mich, wie ich an kaum etwas anderes denken konnte, als unser Treffen. Ihn stundenlang im Arm zu halten, alle Einstichstellen zu streicheln-nicht im erotischen Sinne.
Ich schwankte zwischen Gefühlen der Hoffnungslosigkeit und ja auch, das sinkende Schiff zu verlassen. Und zwischen Freude und Zuversicht.
Dann wurde mir immer klarer, dass er sein Leben nicht ernsthaft ändern wollte. Und das machte mir Angst!!!
Dann gab es noch ein anderes Mädchen, welches offenbar wichtig für ihn wurde. Und ich erschrak darüber, dass ich mich nicht für ihn freuen konnte...
Und dann tat ich es doch und brach den Kontakt ab. Ich schrieb, wenn er auf Therapie sein, dann könnte er sich wieder melden. Und ich wäre immer da,im Notfall. Ich machte mir Sorgen und es tat mir so unendlich, unendlich Leid.
Er schrieb dass er alles kaputt gemacht habe und im zerstören der Experte sei. Dass es soviel gäbe, was er mir jetzt gerne erzählen würde, vor allem von diesem Mädchen. Ich wüßte, dass er mich mag, aber er wolle keinen Kontakt mehr und es sei besser, wenn er von mir abliesse. Ich sähe gut aus, stünde mitten im Leben und das würde nicht passen. Er müsse eben gezwungenermaßen sein Leben ändern, aber würde vielleicht auch den einfachen Weg gehen, auch wenn es feige sei. Und deswegen will er auck keinen Kontakt, weil ich mir unnötig Sorgen mache und am Ende noch weine. Er würde schon genug Leuten schaden. Er hätte die Zeit schön gefunden und bedankt sich für alle Gedanken, jedes Wort, jede Zeit und es täte ihm Leid, dass er kein besserer Freund gewesen ist. Es täte ihm Leid, wenn er wirr klänge, aber er sei am Ende, nichts wäre so gelaufen, wie es sollte. Er wünsche mir ein gesundes, friedliches Leben und "leb wohl"
Darauf schrieb ich, dass es nichts damit zu tun hätte, dass ich ein anderes Leben habe, sondern auch an dem "gezwungenermaßen ändern" und dass ich es ihm nie verzeihe, wenn er den einfachsten Weg geht (Etwas besseres viel mir nicht ein) Ich bot auch noch mal an, dass er mir die Sache mit diesem Mädchen erzählen könnte, damit ich vielleicht noch einen Rat geben könnte. (Ja, dumm und bescheuert. Und dazu weckt es auch noch ambivalente Gefühle...) Aber wie zu erwarten kam nichts mehr.
Und nun sitze ich hier und weine. Zum ersten um einen Menschen, der mir viel, viel bedeutet!!! Zum einen aus Angst, dass es ihm nun noch schlechter geht und ich ihn vielleicht niemals persönlich kennen lernen darf. Zum anderen wegen der Leere.
War es richtig, dass zu tun? Habe ich mir nur eingeredet, dass ich mich selbst schützen muss, weil er sich zugrunde richtet? Ich bin so ratlos und unglücklich. Hoffe auf Denkanstöße =(
Vor einigen Monaten habe ich über das Internet einen großartigen Menschen kennen gelernt und eine Freundschaft zu ihm aufgebaut, obwohl es neben der Entfernung noch weitere erschwerende Umstände gab. Gestern habe ich mich schlussendlich dazu durch gerungen, diesen Kontakt zu beenden. Dass ich traurig sein würde, war mir bewusst. Damit, dass es mir fast das Herz zerreißt, habe ich nicht gerechnet...
Vor etwa einem halben Jahr stieß ich zufällig auf einen Erfahrungsbericht zum Thema bewusstseinserweiternde Drogen. Obwohl ich selbst absolut keine Drogen zu mir nehme und auch innerhalb meines Umfeldes keinen Bezug dazu habe, fesselte mich dieser Bericht dermaßen, dass ich weitere Einträge des selben Autors laß. Dieser war männlich, 20 Jahre alt und schwerst abhängig, von allen Giften, die man sich vorstellen kann. So abhängig, dass ein Entzug ohne weiteres, selbst im Koma, einer der üblicherweise letzten Mittel der Wahl, nicht mehr durchführbar ist, wie ich später erfahren sollte.
In diesem Moment aber war ich einfach nur tief ergriffen, von dem Bild, welches sich vor meinem inneren Auge abzeichnete. Ein junger Mann, der noch das ganze leben vor sich haben sollte, durch und durch ein wacher Geist, einfühlsam, mit einem zärtlichen Blick auf die Welt richtete sich eiskalt zugrunde und zerstörte stoisch seinen Körper.
Ich besah die Photos, die etwas unscharf einen jungen, schlanken Mann zeigten, mit längeren Haaren und einem schönen Gesicht. Auf dem ersten Bild sah er lächelnd in die Kamera und hatte ein funkeln in den Augen, dass mich bewegte mit zu lächeln. Das zweite Bild zeigte einen völlig anderen Menschen. Ich kann es nicht beschreiben, er sah darauf aus, als wäre er schon einige Stunden tod. Er lächelte, aber hier wirkte es nun seltsam skuril und erschreckend.
Ich verbrachte eine Nacht ohne Schlaf, dann entschloss ich mich, ihm zu schreiben. Dazu möchte ich anmerken, dass ich üblicherweise das Medium Internet nicht dazu nutze,Menschen kennen zu lernen. Das gilt weder für Freunde, noch für Partner. Bis auf einen sehr lieben Schweizer, den ich vor einigen Jahren hier über das Forum kennen gelernt habe, als wir beide in Sachen Liebeskummer Rat suchten, habe ich überhaupt noch nie Jemanden kennen lernen wollen.
Die Antwort von N. war knapp und verhalten. Doch innerhalb der nächsten Wochen kamen wir in einen regen Kontakt. Es war schwierig. Zu aller erst, weil N. in einer völlig anderen Welt lebt, in der das wichtigste seine Tabletten, Spritzen und Flüssigkeiten sind. Mit normalen Dingen konnte er sich nur äußerst schwer befassen, ganz einfach weil es in seinem Leben davon kaum noch etwas gab. Zum anderen, weil sich seine Zustände ständig änderten. Mal war er sehr stumpf, dann absolut überheblich, dann wieder sehr zurück haltend. Manchmal hatte das, was er berichtete wenig Substanz und dann wiederum überschwemmte er mich mit einer Maße an Informationen, die ich auf die schnelle gar nicht einordnen konnte. Oft antwortete er mir auch lange Zeit gar nicht, wenn er keine Kraft hatte, aufzustehen.
Meine Fragen beantwortete er fast immer wenig konkret, bis nichtssagend. Je besser wir uns kennen lernten und je mehr er mir ans Herz wuchs, desdo lauter wurden selbstverständlich meine Fragen, nach einer Entgiftung und einer Therapie. Denn es war grausam, grausam mitzuerleben, wie er sich Stück für Stück umbrachte. Ich träumte Nachts von seinen zerstochenen Armen und stand neben riesigen Sanduhren, in denen seine Zeit ablief, ohne, dass ich den Sand aufhalten, oder wenigstens verlangsamen konnte.
N. erwies sich als großartiger Mensch.Liebevoll,zärtlich, aufmerksam, intelligent und besonders. Gleichzeitg glich er zunehmend einem Zombie, der nur erfüllt ist von den Gedanken an seine geliebten Lebenselexiere.
Obwohl er mir immer bereitwilliger einen Platz in seinem Leben einräumte, fand ich kaum eine Rolle,die ich ausfüllen konnte. Ich versuchte verzweifelt innerlich die Distanz zu wahren und trotzdem Anteil zu nehmen. Ich schrieb ihm und wartete oft Tagelang auf Antwort, in denen ich große Angst hatte, dass sein Körper die Tortur nicht länger ausgehalten hatte.
Ich erinnerte ihn jeden Tag aufs Neue an den Antrag auf eine Langzeittherapie,die er vom Gericht auferlegt bekommen hatte. Ich schickte ihm Pakete,mit meinen Lieblingsbüchern und widmete sie mit Gedichten von Hesse, oder Rilke. Ich strickte ihm einen Schal und sandte Bilder, die unser Sohn gemalt hatte. Ich nahm sogar einen Termin bei der Suchtberatung wahr, um mich danach zu erkundigen, welche Möglichkeiten es für N. gab, denn ihm traute ich eine objektive Sicht dazu nicht zu.
Ich schrieb ihm jeden Tag, einfach normale Dinge. Wie es meinem Mann geht, was unser Sohn macht, wie das Wetter ist. Einfach, damit ihm auch einen kleinen Teil Normalität erhalten bliebe. Mein Mann nahm großen Anteil und bot seine Hilfe an, etwa einen Ausbildungsplatz. Wir hätten ihm sogar einmalig Geld geliehen, weil wir wussten, dass er ohne gewisse Medikamente sterben würde- und weil wir selbst es finanziell sehr gut haben. Aber das hat N. nie angenommen, egal in welcher Situation er war.
N. lebt 600 klm entfernt. Er sagte mir, dass ich das einzige in seinem Leben sei,was ihm Kraft gäbe. Und Liebe. Ich kann und will es hier nicht alles aufführen, aber er brachte mich oft zum Weinen,mit seiner Dankbarkeit und der Bedeutung, die er mir zudachte.
Und N. gehörte zu meinem Tag, wie mein Mann und mein Sohn.Morgens dachte ich daran, wie es ihm wohl erginge. Wenn wir Kekse machten, dann machten alle ungefragt auch einige für N. Mein Mann erkundigte sich ebenso oft nach ihm.
Natürlich wollten wir uns persönlich kennen lernen. Anfangs lehnte N. ab,weil er nicht wollte, dass ich ihn in diesem Zustand sehe.Mit der Zeit reiften die Pläne, bis ich schliesslich beschloss, ihn noch vor Weihnachten zu besuchen. Obwohl das für mich eine riesen Herausforderung sein würde. (Wer schon einmal etwas vonmir gelesen hat, der weiß warum)
Es war wie schon erwähnt nicht immer einfach. Einmal stellte ich ihm ohne Rücksicht jede Frage in Bezug auf seinen Zustand und dazu was er gedenke zu unternehmen und bestand auf Antworten. Und einmal hätte ich auch beinahe alles hingeworfen, weil ich es einfach nicht mehr ertrug zu hören, was er sich einwarf, dass wieder ein Haufen Leute bei ihm saßen, die alle in dem selben Dreck hockten, oder dass er mal wieder furchtbare Tage hinter sich hatte, weil sein Körper nicht mehr konnte, oder er entzügig geworden war. Immerhin habe ich einen Sohn,für den ich Morgens ausgeschlafen sein muss und der keine Gedankenschwere Mami haben möchte, wenn er gerade spielen will. Und ich habe einen Mann, der beruflich voll eingespannt ist und der Aufmerksamkeit und Anerkennung möchte.
Aber ich tat es nicht- alles hinwerfen. Ich nahm mir vor die Sache auszuhalten, auch für den Fall das N. nie entziehen würde. Wir fanden gute Möglichkeiten unsere anfänglichen Konvensationsprobleme zu lösen und bauten uns Brücken von seiner zu meiner Welt. Das war von ihm eine riesen Leistung, die unsere Freundschaft vertiefte.
Aber dann konnte ich nicht mehr, wie ich wollte.
Ich entwickelte Gefühle,die mich überforderten und die ich nicht einordnen konnte. Starke Gefühle. Nein,keine die denen zu meinem Mann hätten eine Gefahr werden können. Aber Sehnsucht, Fürsorge und auch Zärtlichkeit.Ich ertappte mich, wie ich an kaum etwas anderes denken konnte, als unser Treffen. Ihn stundenlang im Arm zu halten, alle Einstichstellen zu streicheln-nicht im erotischen Sinne.
Ich schwankte zwischen Gefühlen der Hoffnungslosigkeit und ja auch, das sinkende Schiff zu verlassen. Und zwischen Freude und Zuversicht.
Dann wurde mir immer klarer, dass er sein Leben nicht ernsthaft ändern wollte. Und das machte mir Angst!!!
Dann gab es noch ein anderes Mädchen, welches offenbar wichtig für ihn wurde. Und ich erschrak darüber, dass ich mich nicht für ihn freuen konnte...
Und dann tat ich es doch und brach den Kontakt ab. Ich schrieb, wenn er auf Therapie sein, dann könnte er sich wieder melden. Und ich wäre immer da,im Notfall. Ich machte mir Sorgen und es tat mir so unendlich, unendlich Leid.
Er schrieb dass er alles kaputt gemacht habe und im zerstören der Experte sei. Dass es soviel gäbe, was er mir jetzt gerne erzählen würde, vor allem von diesem Mädchen. Ich wüßte, dass er mich mag, aber er wolle keinen Kontakt mehr und es sei besser, wenn er von mir abliesse. Ich sähe gut aus, stünde mitten im Leben und das würde nicht passen. Er müsse eben gezwungenermaßen sein Leben ändern, aber würde vielleicht auch den einfachen Weg gehen, auch wenn es feige sei. Und deswegen will er auck keinen Kontakt, weil ich mir unnötig Sorgen mache und am Ende noch weine. Er würde schon genug Leuten schaden. Er hätte die Zeit schön gefunden und bedankt sich für alle Gedanken, jedes Wort, jede Zeit und es täte ihm Leid, dass er kein besserer Freund gewesen ist. Es täte ihm Leid, wenn er wirr klänge, aber er sei am Ende, nichts wäre so gelaufen, wie es sollte. Er wünsche mir ein gesundes, friedliches Leben und "leb wohl"
Darauf schrieb ich, dass es nichts damit zu tun hätte, dass ich ein anderes Leben habe, sondern auch an dem "gezwungenermaßen ändern" und dass ich es ihm nie verzeihe, wenn er den einfachsten Weg geht (Etwas besseres viel mir nicht ein) Ich bot auch noch mal an, dass er mir die Sache mit diesem Mädchen erzählen könnte, damit ich vielleicht noch einen Rat geben könnte. (Ja, dumm und bescheuert. Und dazu weckt es auch noch ambivalente Gefühle...) Aber wie zu erwarten kam nichts mehr.
Und nun sitze ich hier und weine. Zum ersten um einen Menschen, der mir viel, viel bedeutet!!! Zum einen aus Angst, dass es ihm nun noch schlechter geht und ich ihn vielleicht niemals persönlich kennen lernen darf. Zum anderen wegen der Leere.
War es richtig, dass zu tun? Habe ich mir nur eingeredet, dass ich mich selbst schützen muss, weil er sich zugrunde richtet? Ich bin so ratlos und unglücklich. Hoffe auf Denkanstöße =(
Du, ich habe zwei Härtefälle in meinem Bekanntenkreis.
Der eine hat bis auf Heroin so ziemlich alles hinter sich.
Der andere beschränkt sich auf Speed, aber in einer Menge, die gruselig ist.
ersteren lernte ich kurz nach seiner Entgiftung kennen.
Ist der Cousin von einem Freund von mir und wir haben uns gleich gut verstanden.
Äußerlich beeindruckt der nicht sehr, ist auch ziemlich verschlossen und ruhig.
Aber man konnte tolle Gespräche mit ihm führen und, das schaffen nicht viele, ich war echt beeindruckt von seiner Sicht der Dinge.
Er war auch in diesen Dingen ganz offen, auch wenn ich teilweise dumme Fragen gestellt habe.
Vor mir saß jemand, der sein komplettes Leben bisher verbockt hatte und etwas daran ändern wollte.
Die Sache ist nur...irgendwann fing er wieder an, Drogen zu nehmen und da merkte ich erstmal, was das macht.
So wie du festgestellt hast: Mal überheblich, mal am Boden zerstört.
Wir hatten richtig intensiven Kontakt gehabt und der hat sich so verändert..
Ich war ihm einfach NICHTS mehr Wert.
Ich habe auch immer gedacht: "Irgendwie muss das doch gehen..."
Nein. Vergiss das und streich den Gedanken.
Du kannst ALLES machen, es wird NICHTS funktionieren.
Du kannst noch so verständnisvoll sein und viel Mühe investieren, Zeit, Geduld.
Wenn du aber nach all den Gesprächen denkst, es sei mal an der Zeit, jetzt auch etwas zu tun, wirst du einen Tritt in den Arsch (sorry für Ausdrucksweise) bekommen.
Du musst bedenken: Er ist abhängig.
Würdest du dich darauf einlassen, müsstest du dich "in seiner Welt" zurechtfinden, die so ganz anders ist, als du es kennst.
Denk halt auch dran, man spricht von ca. 40-50 %, die durch langen Konsum eine psychische Störung bekommen.
Man merkt das nicht gleich, aber Anzeichen sind schon da.
Misstrauen, Vefolgungswahn (der auch schwach ausgeprägt sein kann, z.B., "Warum guckt der so?", "Warum steht die polizei schon wieder da?"),...
Das mündet in Verhaltensweisen, die du nicht mehr nachvollziehen kannst.
Ich hatte morgens mal die wildesten Beschimpfungen auf meinem Handy, 3,4 SMS.
Unter anderem, er wüsste jetzt Bescheid über mich, er hätte meinen Nachbarn getroffen, ich könnte es jetzt zugeben.
"Häh? Ich hab doch geschlafen...."
Dann stehst DU da und versuchst, SEIN Chaos im Kopf zu entwirren, um erstmal überhaupt zu verstehen, was der denkt.
Sache war: Er bekommt ne SMS, hat die Nr nicht.
Er denkt, ich sei das. Von dem handy meines Nachbarn, weil er uns zusammen gesehen hat.
Nachts trifft der meinen Nachbarn, der zeigt ihm, dass er keine gesendeten SMS drin sind, außerdem sei das auch gar nicht seine Nr.
ICH sage ihm: "Warum sollte ich das machen? Ich kann dir von meinem umsonst schreiben..."
Hat der nicht geglaubt, bis die Freundin meines Nachbarn aus London wieder da war und mit ihm gesprochen hat.
Und sowas passierte häufiger..
Du tröstest, du machst dir Sorgen, hörst zu. Gut.
Und wenn du feststellst, dass es KEINEN Unterschied macht, weil es nichts ändert, ob du da bist oder nicht?
Dann darfst du nicht enttäuscht sein, du darfst nichts dazu sagen, du darfst nichts fordern und nichts verlangen.
Das einzige, was du darfst, ist ihm weiter dabei zu zu sehen, wie er sich kaputt macht. (Man nennt das auch Co-abhängig...)
Kannst du das?
Ich denke, dafür sollte man nicht da sein.
Du hast schon das richtige gemacht, du kannst da sein, wenn er jemanden sucht, der ihm hilft beim aufstehen, aber sieh ihm nicht dabei zu, wie er sich im Dreck suhlt. Ihm hilft es nicht. Dir auch nicht.
Der eine hat bis auf Heroin so ziemlich alles hinter sich.
Der andere beschränkt sich auf Speed, aber in einer Menge, die gruselig ist.
ersteren lernte ich kurz nach seiner Entgiftung kennen.
Ist der Cousin von einem Freund von mir und wir haben uns gleich gut verstanden.
Äußerlich beeindruckt der nicht sehr, ist auch ziemlich verschlossen und ruhig.
Aber man konnte tolle Gespräche mit ihm führen und, das schaffen nicht viele, ich war echt beeindruckt von seiner Sicht der Dinge.
Er war auch in diesen Dingen ganz offen, auch wenn ich teilweise dumme Fragen gestellt habe.
Vor mir saß jemand, der sein komplettes Leben bisher verbockt hatte und etwas daran ändern wollte.
Die Sache ist nur...irgendwann fing er wieder an, Drogen zu nehmen und da merkte ich erstmal, was das macht.
So wie du festgestellt hast: Mal überheblich, mal am Boden zerstört.
Wir hatten richtig intensiven Kontakt gehabt und der hat sich so verändert..
Ich war ihm einfach NICHTS mehr Wert.
Ich habe auch immer gedacht: "Irgendwie muss das doch gehen..."
Nein. Vergiss das und streich den Gedanken.
Du kannst ALLES machen, es wird NICHTS funktionieren.
Du kannst noch so verständnisvoll sein und viel Mühe investieren, Zeit, Geduld.
Wenn du aber nach all den Gesprächen denkst, es sei mal an der Zeit, jetzt auch etwas zu tun, wirst du einen Tritt in den Arsch (sorry für Ausdrucksweise) bekommen.
Du musst bedenken: Er ist abhängig.
Würdest du dich darauf einlassen, müsstest du dich "in seiner Welt" zurechtfinden, die so ganz anders ist, als du es kennst.
Denk halt auch dran, man spricht von ca. 40-50 %, die durch langen Konsum eine psychische Störung bekommen.
Man merkt das nicht gleich, aber Anzeichen sind schon da.
Misstrauen, Vefolgungswahn (der auch schwach ausgeprägt sein kann, z.B., "Warum guckt der so?", "Warum steht die polizei schon wieder da?"),...
Das mündet in Verhaltensweisen, die du nicht mehr nachvollziehen kannst.
Ich hatte morgens mal die wildesten Beschimpfungen auf meinem Handy, 3,4 SMS.
Unter anderem, er wüsste jetzt Bescheid über mich, er hätte meinen Nachbarn getroffen, ich könnte es jetzt zugeben.
"Häh? Ich hab doch geschlafen...."
Dann stehst DU da und versuchst, SEIN Chaos im Kopf zu entwirren, um erstmal überhaupt zu verstehen, was der denkt.
Sache war: Er bekommt ne SMS, hat die Nr nicht.
Er denkt, ich sei das. Von dem handy meines Nachbarn, weil er uns zusammen gesehen hat.
Nachts trifft der meinen Nachbarn, der zeigt ihm, dass er keine gesendeten SMS drin sind, außerdem sei das auch gar nicht seine Nr.
ICH sage ihm: "Warum sollte ich das machen? Ich kann dir von meinem umsonst schreiben..."
Hat der nicht geglaubt, bis die Freundin meines Nachbarn aus London wieder da war und mit ihm gesprochen hat.
Und sowas passierte häufiger..
Du tröstest, du machst dir Sorgen, hörst zu. Gut.
Und wenn du feststellst, dass es KEINEN Unterschied macht, weil es nichts ändert, ob du da bist oder nicht?
Dann darfst du nicht enttäuscht sein, du darfst nichts dazu sagen, du darfst nichts fordern und nichts verlangen.
Das einzige, was du darfst, ist ihm weiter dabei zu zu sehen, wie er sich kaputt macht. (Man nennt das auch Co-abhängig...)
Kannst du das?
Ich denke, dafür sollte man nicht da sein.
Du hast schon das richtige gemacht, du kannst da sein, wenn er jemanden sucht, der ihm hilft beim aufstehen, aber sieh ihm nicht dabei zu, wie er sich im Dreck suhlt. Ihm hilft es nicht. Dir auch nicht.
hmmmm....ich frage mich, wieso du kontakt dann abgebrochen hast, als dieses mädchen auftauchte? war das zufall oder aber steckt da mehr dahinter?....
des weiteren möchte ich dir sagen, dass ich dich als einen ganz besonders wertvollen menschen sehe....solche menschen wie dich sollte es mehr geben...menschen, die sich auch mal um fremde menschen sorgen, welchen es nicht gut-geht....wirklich, hut ab vor dir!
lg
ibr
des weiteren möchte ich dir sagen, dass ich dich als einen ganz besonders wertvollen menschen sehe....solche menschen wie dich sollte es mehr geben...menschen, die sich auch mal um fremde menschen sorgen, welchen es nicht gut-geht....wirklich, hut ab vor dir!
lg
ibr
Hallo wiederich,
ich danke Dir sehr für Deine Zeit und Antwort. Was ist aus Dem Cousin Deines Freundes geworden? Weißt Du, N. ist zwar wie schon beschrieben wechselhaft, was seine Offenheit angeht und emotional auch mal überschwänglicher, mal zurückhaltender und auch mal konfus- was ja kein Wunder ist, bei Jemandem der in so schwerer Form von vielen harten Drogen abhängig ist, aber erstaunlicherweise merkt man ihm das sonst wenig an.
Tatsächlich ist er trotz allem immer höflich, wahnsinnig aufmerksam und vor allem unglaublich intelligent. Manchmal finde ich das tragisch. Wie wäre er wohl erst, wenn er nicht all die Jahre schon diese ganzen Gifte geschluckt hätte???
Ich verstehe, was Du meinst. Es ist schnell ein großes Nehmen, für dass der Süchtige nicht mal wirklich etwas kann, denn er ist ja krank. Aber ich habe mich über jede Nachricht wahnsinnig gefreut. Bei den Gedanken an ihn ist mir richtig warm ums Herz geworden. Und er hat sich wirklich wahnsinnig bemüht, neben seiner Situation auch ein offenes Ohr für mich zu haben! Und er hat mir auch soviel zurück gegeben, mit seinem Vertrauen und seiner Wertschätzung =(
Liebe ich-bin-ratlos
Danke schön, für Deine lieben Wort =) Ja weißt Du, erst war es mir unangenehm das überhaupt zu schreiben, weil ich Angst hatte man wird das alles für lächerlich halten. Deswegen freut mich Deine Antwort um so mehr. Es war tatsächlich mein erster Gedanke: ein wunderbarer Mensch richtet sich zu Grunde und die Welt nimmt keine Notiz.
Ja, gleich eine heikle Frage. Es war wohl auch ein wenig Eifersucht. Sie wohnt in der Nähe und kann für ihn da sein, wie ich es gerne wäre... Das ist glaube ich das schlimmste.
ich danke Dir sehr für Deine Zeit und Antwort. Was ist aus Dem Cousin Deines Freundes geworden? Weißt Du, N. ist zwar wie schon beschrieben wechselhaft, was seine Offenheit angeht und emotional auch mal überschwänglicher, mal zurückhaltender und auch mal konfus- was ja kein Wunder ist, bei Jemandem der in so schwerer Form von vielen harten Drogen abhängig ist, aber erstaunlicherweise merkt man ihm das sonst wenig an.
Tatsächlich ist er trotz allem immer höflich, wahnsinnig aufmerksam und vor allem unglaublich intelligent. Manchmal finde ich das tragisch. Wie wäre er wohl erst, wenn er nicht all die Jahre schon diese ganzen Gifte geschluckt hätte???
Ich verstehe, was Du meinst. Es ist schnell ein großes Nehmen, für dass der Süchtige nicht mal wirklich etwas kann, denn er ist ja krank. Aber ich habe mich über jede Nachricht wahnsinnig gefreut. Bei den Gedanken an ihn ist mir richtig warm ums Herz geworden. Und er hat sich wirklich wahnsinnig bemüht, neben seiner Situation auch ein offenes Ohr für mich zu haben! Und er hat mir auch soviel zurück gegeben, mit seinem Vertrauen und seiner Wertschätzung =(
Liebe ich-bin-ratlos
Danke schön, für Deine lieben Wort =) Ja weißt Du, erst war es mir unangenehm das überhaupt zu schreiben, weil ich Angst hatte man wird das alles für lächerlich halten. Deswegen freut mich Deine Antwort um so mehr. Es war tatsächlich mein erster Gedanke: ein wunderbarer Mensch richtet sich zu Grunde und die Welt nimmt keine Notiz.
Ja, gleich eine heikle Frage. Es war wohl auch ein wenig Eifersucht. Sie wohnt in der Nähe und kann für ihn da sein, wie ich es gerne wäre... Das ist glaube ich das schlimmste.
... Ich bin immer noch wahnsinnig traurig. Alle paar Minuten möchte ich ihm schreiben, dass ich ihn wahnsinnig lieb habe und dass es mir Leid tut. Aber ich habe das Gefühl, dass es mir mehr bedeutet, als ihm. Manchmal denke ich, dass er vielleicht übertrieben hat mit dem, was er mir gesagt hat. Sonst würde er unsere Bekanntschaft doch nicht einfach aufgeben, oder?
Und am aller lächerlichsten ist, dass ich die ganze Zeit denke: Er wird sich heute Abend wie geplant mit dem Mädchen treffen. Sie werden sich hervorragend verstehen und sich ganz oft sehen und dann bin ich ganz schnell vergessen =( Ich bin 26 jahre alt und komm mir albern vor.
Was würde wohl passieren, wenn ich ihm einfach schreiben würde, dass ich mir wohl selbst etwas vorgemacht habe und der primäre Grund einfach die Angst war, mit meinen Gefühlen gegen eine Wand zu laufen? Weil er stirbt, weil mir die Freundschaft vielleicht wichtiger ist, weil er anders empfindet, warum auch immer. Ich glaube, ich habe zu vor schnell gehandelt, weil ich mich erschrocken habe, dass ich mich wegen dem Mädchen nicht für ihn freuen konnte.
Und am aller lächerlichsten ist, dass ich die ganze Zeit denke: Er wird sich heute Abend wie geplant mit dem Mädchen treffen. Sie werden sich hervorragend verstehen und sich ganz oft sehen und dann bin ich ganz schnell vergessen =( Ich bin 26 jahre alt und komm mir albern vor.
Was würde wohl passieren, wenn ich ihm einfach schreiben würde, dass ich mir wohl selbst etwas vorgemacht habe und der primäre Grund einfach die Angst war, mit meinen Gefühlen gegen eine Wand zu laufen? Weil er stirbt, weil mir die Freundschaft vielleicht wichtiger ist, weil er anders empfindet, warum auch immer. Ich glaube, ich habe zu vor schnell gehandelt, weil ich mich erschrocken habe, dass ich mich wegen dem Mädchen nicht für ihn freuen konnte.
was genau hat die nachricht von diesem mädchen bei dir ausgelöst?....wieso bist du so erschrocken....was steckt da wirklich dahinter? jetzt mal ehrllich!
du bist hier im liebeskummer-forum....und das hat wohl seinen grund, oder?
du bist hier im liebeskummer-forum....und das hat wohl seinen grund, oder?
Wirklich dass, was ich gesagt habe. Glaube ich. Es ist mir so wichtig, ihm eine gute Freundin zu sein (bravourös, wie ichs geschafft hab =( ) Und ich finds mächtig schade, dass uns so eine große Distanz trennt und ich damit eben nicht die Möglichkeit habe, dass dieses Mädchen hat. Naja und ich habe in dem Forum, über dass ich damals auf ihn aufmerksam geworden bin gelesen, dass er geschrieben hat, es gäbe keine Frau in seinem Leben, ausser mich (rein freundschaftlich, hat er auch hinzugefügt) weil ich ihm mehr Liebe gebe, trotz Entfernung, als sein ganzes Umfeld. Ja und so egoistisch dass auch ist, ich hätt gern gehabt, dass es so bleibt. Ich denke, dass sind die Gründe. Ja und ich habe auch große Sehnsucht nach ihm. Und es weckt extreme Gefühle, Jemanden der in dieser Situation ist lieb zu haben, um ihm zu bangen.
Du hast dich verschossen, Mia.
Was? Nein,ich will doch nur eine enge Freundin für ihn sein! Wie kommt ihr denn darauf, was ich sage klingt doch plausibel,oder nicht? Ich hab ihn noch nie gesehen, ausser auf Photos- da kann man sich gar nicht verlieben. Ausserdem liebe ich meinen Mann. Was soll ich denn jetzt machen? =(
Gaaaaanz ruhig, Mia, das kommt in den besten Familien vor. :D
Wie war denn der Kontakt, nur per Mail, oder Telefon oder wie?
Wie war denn der Kontakt, nur per Mail, oder Telefon oder wie?
Also ja, wir haben uns fast täglich geschrieben. Sms und email. Oft habe ich einfach nur von uns erzählt, weil ich den Eindruck hatte, es täte ihm gut. So Dinge wie, dass wir grade im Wald Blätter sammeln sind, oder es geschneit hat und Luki sich aus Schlitten fahren freut. Damit er auch ein wenig den Blick fürs drumherum behält, fürs Leben eben. Oder Abends, wenn ich im Bett lag mit Tee, Kerze und schnurrender Katze. Dann habe ich ihm geschrieben, dass mir zu meinem Glück noch fehlt ihn genauso behütet zu wissen--- buhu =(((
Wir wollten öfter telefonieren, aber er hat immer gesagt, dass er sich nicht wirklich traut. Ich hab mich auch nicht getraut, aber ich hab es nicht zugegeben und Ausreden erfunden, manchmal. Aber oft gab es die Momente auch nicht, in denen er mutig genug war. Es war wohl abhängig von dem, was er sich einverleibt hatte. Wir haben also nur lange emails und sms ausgetauscht. Und wir waren uns einig, dass wir uns sehen müssen. Er hat mich auch gebeten, zu ihm auf die Therapie zu kommen, wenns so weit ist. Obwohl nicht mal seine Familie wissen wird, wohin er geht.
Wir wollten öfter telefonieren, aber er hat immer gesagt, dass er sich nicht wirklich traut. Ich hab mich auch nicht getraut, aber ich hab es nicht zugegeben und Ausreden erfunden, manchmal. Aber oft gab es die Momente auch nicht, in denen er mutig genug war. Es war wohl abhängig von dem, was er sich einverleibt hatte. Wir haben also nur lange emails und sms ausgetauscht. Und wir waren uns einig, dass wir uns sehen müssen. Er hat mich auch gebeten, zu ihm auf die Therapie zu kommen, wenns so weit ist. Obwohl nicht mal seine Familie wissen wird, wohin er geht.
Irre und interessante Geschichte zugleich. Ich finds gut, dass du sie so offen geschrieben hast.
Einheitsbrei gibts ja zu genüge......
Naja, wenn nicht nur mütterliche Gefühle in deiner Brust schlagen, ist es wohl etwas anderes. Deswegen habe ich auch geschrieben "verschossen", denn der Schuss kam von der Seite, auf den warst du nicht vorbereitet.
Vielleicht Helfersyndrom mit Samariterkomplex gepaart, erst mütterliche Gefühle, die helfen und heilen wollen, dann kommt ein Mädchen um die Ecke und man wird irgendwie eifersüchtig und kann es garnicht fassen.
Natürlich bleibt dir da nur der Kontaktabbruch.
Ich sag ja immer, dieses Kennenlerngedröhne übers Internet ist was für den knallroten Sack. Dadurch passieren Dinge, die unter normalen Umständen nicht passieren würden. Wenn der dich beim Einkaufen angequatscht hätte, wärst du doch weggerannt, oder?
Einheitsbrei gibts ja zu genüge......
Naja, wenn nicht nur mütterliche Gefühle in deiner Brust schlagen, ist es wohl etwas anderes. Deswegen habe ich auch geschrieben "verschossen", denn der Schuss kam von der Seite, auf den warst du nicht vorbereitet.
Vielleicht Helfersyndrom mit Samariterkomplex gepaart, erst mütterliche Gefühle, die helfen und heilen wollen, dann kommt ein Mädchen um die Ecke und man wird irgendwie eifersüchtig und kann es garnicht fassen.
Natürlich bleibt dir da nur der Kontaktabbruch.
Ich sag ja immer, dieses Kennenlerngedröhne übers Internet ist was für den knallroten Sack. Dadurch passieren Dinge, die unter normalen Umständen nicht passieren würden. Wenn der dich beim Einkaufen angequatscht hätte, wärst du doch weggerannt, oder?
Siehst du.
DAS ist es, was ich meinte. ;-)
So darfst du gar nicht denken. Du denkst diese Sache auf DEINE Weise, er tut sie aber auf SEINE.
Unterstellen wir ihm mal, es ist alles so, wie er erzählt hat.
Natürlich sieht er deine Zuwendung und ist dir dankbar.
So lange du ihn nur bemitleidest, wird das für ihn ja auch immer die Berechtigung sein, alles so zu lassen, wie es ist. Du gibst ihm ja noch das Gefühl, sein Verhalten (Drogen zu nehmen) hätte berechtigte Gründe.
Hinzu kommt ein ganz anderes Zeitgefühl.
Die "kleben" irgendwie so in ihrer eigenen Welt, die kriegen nicht mit, was in zwei Tagen bei anderen alles passieren kann. Vorallem gefühlsmäßig, wenn man zwei Tage lang nichts hört oder so, erwarte da kein Verständnis für DEINE Situation.
Und schreib ihm nicht. GAR NICHTS. Mit jeder Aufmerksamkeit gibst du ihm Recht.
Diskussionen bringen ohnehin nichts, er wird dir Vorwürfe machen.
"Du verstehst mich gar nicht" ist ganz beliebt. ;-)
Und dabei wird er das nicht einmal böse meinen, die DENKEN das dann auch.
Müssen sie ja auch, wie sollten sie sich vor sich selbst sonst rechtfertigen?
Das ist nicht mal eben wie: "Och, ich hör mit dem kiffen auf, meiner Freundin passt das nicht..."
Er ist von dem Mist ABHÄNGIG, er braucht das.
Mehr als dich. Aber auch mehr als jedes andere Mädel. Mehr als alles. :(
Ich weiß, das willst du gar nicht hören, du hättest lieber gehabt, wenn du als sein "Retter" aus der sache raus gekommen wärst.
Hak die Gespräche ab als Gedanken, denen nie Taten gefolgt wären.
Mach dir nicht deine Beziehung deswegen noch kaputt.
Mach dir klar, dass dein Verständnis ihn nur weiter rein reitet, dann hast du auch kein schlechtes Gewissen.
Und überleg dir mal, ob dein Helfer-Syndrom dir nicht einen Streich gespielt hat, mit Gefühlen und so... ;-)
Wie es bei "meinem" aussieht?
Er hatte das länger durchgehalten, meinte noch, das wäre das längste, was er je geschafft hat.
Hat dann auch wieder was unternommen, hat nach eigenen Aussagen sogar wieder "Spaß" gehabt und meinte, es ginge ihm besser.
Als ich ihm das nachher gesagt habe (nachdem er wieder "dabei" war...) kam: "Besser ist relativ."
Der Kragen ist mir geplatzt, als er mir mal wieder irgendwelche Lügen (und immer so krankes Zeug...) unterstellt hat, und mir ein schlechtes Gewissen machen wollte mit: "Dachte wir sind Freunde...."
Habe ihm dann herunter gebetet, was "Freundschaft" für mich heißt und das seinem Verhalten gegenüber gestellt. Und ihm noch ein paar andere Sachen gesagt, die er nicht sehen will. Seitdem nie wieder etwas gehört.
Nur dass er bald umzieht, weil ihm hier alles zu viel wird.
Ganz ehrlich?
Ich hoffe er fliegt richtig auf die Schnauze ganz allein in der neuen Stadt, sodass er etwas ändern MUSS.
Anders lernt er´s nicht.
DAS ist es, was ich meinte. ;-)
So darfst du gar nicht denken. Du denkst diese Sache auf DEINE Weise, er tut sie aber auf SEINE.
Unterstellen wir ihm mal, es ist alles so, wie er erzählt hat.
Natürlich sieht er deine Zuwendung und ist dir dankbar.
So lange du ihn nur bemitleidest, wird das für ihn ja auch immer die Berechtigung sein, alles so zu lassen, wie es ist. Du gibst ihm ja noch das Gefühl, sein Verhalten (Drogen zu nehmen) hätte berechtigte Gründe.
Hinzu kommt ein ganz anderes Zeitgefühl.
Die "kleben" irgendwie so in ihrer eigenen Welt, die kriegen nicht mit, was in zwei Tagen bei anderen alles passieren kann. Vorallem gefühlsmäßig, wenn man zwei Tage lang nichts hört oder so, erwarte da kein Verständnis für DEINE Situation.
Und schreib ihm nicht. GAR NICHTS. Mit jeder Aufmerksamkeit gibst du ihm Recht.
Diskussionen bringen ohnehin nichts, er wird dir Vorwürfe machen.
"Du verstehst mich gar nicht" ist ganz beliebt. ;-)
Und dabei wird er das nicht einmal böse meinen, die DENKEN das dann auch.
Müssen sie ja auch, wie sollten sie sich vor sich selbst sonst rechtfertigen?
Das ist nicht mal eben wie: "Och, ich hör mit dem kiffen auf, meiner Freundin passt das nicht..."
Er ist von dem Mist ABHÄNGIG, er braucht das.
Mehr als dich. Aber auch mehr als jedes andere Mädel. Mehr als alles. :(
Ich weiß, das willst du gar nicht hören, du hättest lieber gehabt, wenn du als sein "Retter" aus der sache raus gekommen wärst.
Hak die Gespräche ab als Gedanken, denen nie Taten gefolgt wären.
Mach dir nicht deine Beziehung deswegen noch kaputt.
Mach dir klar, dass dein Verständnis ihn nur weiter rein reitet, dann hast du auch kein schlechtes Gewissen.
Und überleg dir mal, ob dein Helfer-Syndrom dir nicht einen Streich gespielt hat, mit Gefühlen und so... ;-)
Wie es bei "meinem" aussieht?
Er hatte das länger durchgehalten, meinte noch, das wäre das längste, was er je geschafft hat.
Hat dann auch wieder was unternommen, hat nach eigenen Aussagen sogar wieder "Spaß" gehabt und meinte, es ginge ihm besser.
Als ich ihm das nachher gesagt habe (nachdem er wieder "dabei" war...) kam: "Besser ist relativ."
Der Kragen ist mir geplatzt, als er mir mal wieder irgendwelche Lügen (und immer so krankes Zeug...) unterstellt hat, und mir ein schlechtes Gewissen machen wollte mit: "Dachte wir sind Freunde...."
Habe ihm dann herunter gebetet, was "Freundschaft" für mich heißt und das seinem Verhalten gegenüber gestellt. Und ihm noch ein paar andere Sachen gesagt, die er nicht sehen will. Seitdem nie wieder etwas gehört.
Nur dass er bald umzieht, weil ihm hier alles zu viel wird.
Ganz ehrlich?
Ich hoffe er fliegt richtig auf die Schnauze ganz allein in der neuen Stadt, sodass er etwas ändern MUSS.
Anders lernt er´s nicht.
Ihr verwirrt mich...
Aber ich bemitleide ihn gar nicht. Seit ich das Gespräch mit der Suchtberaterin hatte, hab ich ihm immer ganz schön dampf gemacht. Und er hat nie Verständnis verlangt. Wirklich. Wenn ich es mir recht überlege, dann hat er nie versprochen, dass er irgendwas durchzieht, geschweige denn, dass er das um seinet willen will. Er hat immer gesagt er macht diese Therapie, weil es das Gericht so auferlegt hat. Das wird mir aber auch jetzt grad erst klar. Irgendwie unsinnig, dass ich so getan habe, als hätte er mich getäuscht.
Ihr seht ja, er macht auch nicht auf Mitleid, er hat es einfach akzeptiert.
Vielleicht könnte ich ja hineinwachsen, in diese Freundschaft =(
Ich dank euch von Herzen, für eure Antworten
Und ich weiß auch nicht, ob man das überhaupt von ihm verlangen kann, wenn selbst die Ärzte aufgegeben haben und ihm keine reelle Chance mehr einräumen. Er hat von Anfang an gesagt, dass ich nicht wüßte, worauf ich mich einlasse und er alle Menschen die ihn mögen unglücklich macht.
Aber ich bemitleide ihn gar nicht. Seit ich das Gespräch mit der Suchtberaterin hatte, hab ich ihm immer ganz schön dampf gemacht. Und er hat nie Verständnis verlangt. Wirklich. Wenn ich es mir recht überlege, dann hat er nie versprochen, dass er irgendwas durchzieht, geschweige denn, dass er das um seinet willen will. Er hat immer gesagt er macht diese Therapie, weil es das Gericht so auferlegt hat. Das wird mir aber auch jetzt grad erst klar. Irgendwie unsinnig, dass ich so getan habe, als hätte er mich getäuscht.
Ihr seht ja, er macht auch nicht auf Mitleid, er hat es einfach akzeptiert.
Vielleicht könnte ich ja hineinwachsen, in diese Freundschaft =(
Ich dank euch von Herzen, für eure Antworten
Und ich weiß auch nicht, ob man das überhaupt von ihm verlangen kann, wenn selbst die Ärzte aufgegeben haben und ihm keine reelle Chance mehr einräumen. Er hat von Anfang an gesagt, dass ich nicht wüßte, worauf ich mich einlasse und er alle Menschen die ihn mögen unglücklich macht.
Was nimmt der denn überwiegend eigentlich?
Heroin, GBL, ketamin, benzos, Gbh und noch einiges mehr. Ab und zu entzieht er mal was, dann kommen die ganzen notwendigen Sachen wie antiepileptika dazu, damit ers überlebt.
Nöö, er macht keinen auf Mitleid. Du hast es aber trotzdem.
Du darfst bei dem ganzen nicht vergessen, dass du es nicht mit einem normalen Menschen zu tun hast, sondern mit einem Drogenkranken.
Da ist nichts wie es scheint.
Halt dich einfach fern davon, von ihm, Mia. Keine Freundschaft, kein Kontakt, nichts.
ernstgemeinte Grüße,
Tatzenschatz
Du darfst bei dem ganzen nicht vergessen, dass du es nicht mit einem normalen Menschen zu tun hast, sondern mit einem Drogenkranken.
Da ist nichts wie es scheint.
Halt dich einfach fern davon, von ihm, Mia. Keine Freundschaft, kein Kontakt, nichts.
ernstgemeinte Grüße,
Tatzenschatz
bearbeitet #18
Bin ich nicht eine absolute A----- freundin gewesen? Ich beende die Freundschaft, weil "ich nicht glaube, dass Du dein Leben wirklich ändern willst" obwohl er nie behauptet hat, dass er das will. er hat zwar immer gesagt, er kümmert sich um die Anträge, was er laut seiner Ausage auch getan hat, aber wenn ich ihn gefragt habe ob er das wirklich will,oder nur gezwungenermaßen macht, hat er immer ehrlich gesagt, dass er es nicht weiß. Es gab Tage, da hat er von einem nüchternen Leben geträumt, aber das hatte ja nichts mit vormachen zu tun.
Und dann habe ich ihm immer wieder gesagt häng nicht mit diesen verdammten Leuten rum, die genauso tief drin stecken. Dann hatte er mir neulich erzählt, dass er alle rausgeworfen hat und offenbar hatte er auch durchgehalten, denn Gestern schrieb er auf meinen Kontakabbruch "grade jetzt, woch ich alle Freunde vor die Tür gesetzt habe". Ich fühle mich grade schlecht.
Und war ich nicht falsch? Hätte ich nicht ehrlich über meine Gefühle sprechen müssen, anstatt gerade diesen Vorwand zu benutzen, missbrauchen? Das muss schlimm sein für ihn. Aber ich wollte nicht blank ziehen,immerhin habe ich auch eine Verantwortung.
Tatzenschatz, Danke! Du glaubst also, dass ihm diese Freundschaft nicht soviel bedeutet? Oder auch bedeuten kann, wegen seiner Drogensucht? Oder meinst Du, weil es mir generell nicht gut tut?
p.s. Dass ich trotzdem Mitleid habe ist natürlich wahr!
Und dann habe ich ihm immer wieder gesagt häng nicht mit diesen verdammten Leuten rum, die genauso tief drin stecken. Dann hatte er mir neulich erzählt, dass er alle rausgeworfen hat und offenbar hatte er auch durchgehalten, denn Gestern schrieb er auf meinen Kontakabbruch "grade jetzt, woch ich alle Freunde vor die Tür gesetzt habe". Ich fühle mich grade schlecht.
Und war ich nicht falsch? Hätte ich nicht ehrlich über meine Gefühle sprechen müssen, anstatt gerade diesen Vorwand zu benutzen, missbrauchen? Das muss schlimm sein für ihn. Aber ich wollte nicht blank ziehen,immerhin habe ich auch eine Verantwortung.
Tatzenschatz, Danke! Du glaubst also, dass ihm diese Freundschaft nicht soviel bedeutet? Oder auch bedeuten kann, wegen seiner Drogensucht? Oder meinst Du, weil es mir generell nicht gut tut?
p.s. Dass ich trotzdem Mitleid habe ist natürlich wahr!
Du glaubst also, dass ihm diese Freundschaft nicht soviel bedeutet? Oder auch bedeuten kann, wegen seiner Drogensucht? Oder meinst Du, weil es mir generell nicht gut tut?Mia, alles.
Junkies, aber auch Alkoholiker oder Tablettensüchtige, sehen zwar aus wie Menschen, haben aber meist nicht mehr viel menschliches an sich. Wenn die sich nicht selber aus ihrer eigenen Scheiße ziehen kann das auch kein anderer. Alle um sie rum gehen dabei zu Grunde. Man kann nur eine Hand reichen, aber wenn die nicht genommen wird, muss man den Absprung schaffen.
Du hast vollkommen recht. Aber genau das ist es ja: Es ist, als hätte er von allem mehr als andere Menschen- seine liebevolle Art, seine aufmerksame, feinfühlige Art, seine schnelle Auffassungsgabe, seine Intelleigenz. Ich weiß nicht, was davon schon verloren gegangen ist, aber das was noch da ist ist mehr, als bei vielen anderen, die keine Drogen nehmen. Als ich ihn damals angeschrieben habe war mir die Situation bewusst und ich wollte ihm trotzdem beistehen. Und genau HIER ist der Grund, warum ich mich so schlecht fühle,weil ich ahne, dass ich die Begründung, dass ich es nicht ertrage wie er sich zugrunde richtet vorgeschoben war. Nicht böswillig, sondern weil es mir selbst nicht so bewusst war. In Wahrheit habe ich ihn längst noch nicht aufgegeben. Und er hat mich ohnehin geschützt, vor dem ganzen Ausmaß der Misere, die sich bei ihm abspielt.
Natürlich ist es schlimm, zuzusehen. Aber ich hatte ihm versprochen an ihm zu glauben. Und selbst wenn ich es nicht könnte- ich habe vier Jahre als Sterbebegleitung gearbeitet :( Ich könnte auch dass mit ihm durchstehen, soweit ich dass aus dieser Entfernung überhaupt kann.
Natürlich ist es schlimm, zuzusehen. Aber ich hatte ihm versprochen an ihm zu glauben. Und selbst wenn ich es nicht könnte- ich habe vier Jahre als Sterbebegleitung gearbeitet :( Ich könnte auch dass mit ihm durchstehen, soweit ich dass aus dieser Entfernung überhaupt kann.
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