Zum Inhalt springen

Kinder schützen - nur wie?

49 Antworten3'106 AufrufeGestartet von Pechvogel29 ·

Pechvogel29Themenstart
#1
Hallo liebe Leute.

Brauch dringend Hilfe, da ich absolut nicht mehr weiß, wie es weiter gehen soll bzw. ob es weiter gehen soll.

Stehe am Rand von einer Klippe und frag mich, ob es mehr Sinn macht, von dieser runter zu springen, um meinem Leid endlich ein Ende zu setzen. Viele von euch werden sich nun sagen, dass man egal, was passiert ist, nicht aufgeben soll und werden mich vielleicht sogar als krank bezeichnen. Um mich zu 100 % verstehen zu können, müsste man das Gleiche erlebt haben. Es ist kein Ende in Sichtweite. Im Gegenteil. Mein, bzw. unser Leben besteht nur aus Verletzungen. Mache mir inzwischen selber Vorwürfe, was ich meinen Kindern immer wieder antuhe. Gebe mir selber inzwischen die Schuld, dass diese immer wieder aufs neue stark verletzt werden. Nun mal zu den Problemen:

Es begann vor ca. 8 1/2 Jahren, als ich meine Große Tochter zur Welt gebracht hatte. Sie war ein beidseitiges Wunschkind. Ihr Vater jedoch änderte sich schlagartig. Haben 4 Jahre die reinste Hölle miterlebt. Wurde mehrmals von ihm, mit ihr auf dem Arm geprügelt. Danach eingeschlossen und alle Kontaktmaßnahmen wurden entwendet. Wenn ich mal weg musste, hatte er Aufpasser auf mich angesetzt. Nach dieser Zeit, nutze ich eine kleine Unachtsamkeit meines damaligen Mannes und floh mit meiner ältesten Tochter zu meinen Eltern. Hatte danach 1 1/2 Jahre kampf mit Gericht und Jugendamt, wegen dem Umgang. Dieser Mann war/ist allerdings Alkohol- und Drogenabhängig. Ein Drogentest wurde immer wegen seiner Versprechungen abgelehnt. Juni 2007 erkrankte mein Vater an mehreren Gehirntumoren und Epilepsie, dieser dann immer wieder kurz vor dem sterben lag und wir es ein halbes Jahr miterlebten. Da dieser sich durch die Krankheit stark verändert hatte, bin ich mit meiner Großen auch dann wieder geflohen. Dieser Kerl war, wie ich am Schluss erfuhr psychisch krank und hatte auch mehrere Straftaten begangen, worauf ich es trotz Schwangerschaft beendete und in ein Frauenhaus floh, da dieser auch fast meine Große umgebracht hatte. Lernte einen Neuen Mann (Kerl) kennen. Unser Leben schien wieder einigermaßen auf die richtige Bahn zu kommen, was aber nur eine Täuschung war. Meine Große nannte ihn von vornherein "Papa", was er auch freudig annahm. Er trennte sich aber dann nach 2 Monaten und alles fing ab da an, richtig an. Meine Große veränderte ihr Verhalten ins totale negative. Bin wieder mit dem Kerl zusammen gekommen, jedoch hielt es immer wieder nur für wenige Monate. Die Trennungen konnte und kann er nicht begründen. Das Jugendamt hat begonnen, mich auf dem Kicker zu bekommen. Alles lief aus dem Ruder. Mein Vater verstarb, meine Mutter war Selbstmordgefährtet, kam in die Psychatrie usw... Immer wieder unbegründete Trennungen und dann mal wieder etwas freudiges, die Geburt meiner Kleinen.

Durch die Trennungen verloren wir natürlich das Vertrauen zum Partner/ Lebensgefährten. Er fing eine Ausbildung zum LKW-Fahrer letztes Jahr an, trotz seines Alters von 30 Jahre. Da er dann Blockunterricht weit entfernt hatte und sich absolut auch Gefühlmäßig aus meiner Sichtweise, entfernt hatte, konnte ich kein Vertrauen zu ihm mehr erlangen. Fing an, seine SMS zu kontrollieren und wurde von Anfang an auch fündig. Hatten daraufhin auch richtig Streit, der auch extrem eskalierte. Er hatte mich zwar nicht geschlagen, aber des öfteren zu Boden gedrückt und grob angefasst, worauf ich meiner Großen den Auftrag erteilte, die Polizei zu rufen, was sie auch machte. Daraufhin ließ er uns erst einmal absolut nicht in Ruhe. Schaltete mehrfach, da er die Schlüssel nicht raus rücken wollte und auch seine Sachen nicht holen wollte, einen Rechtsanwalt ein. Er bekam Haus- und Kontaktverbot. Dann kam es soweit, dass er doch jemand anderen dummen gefunden hatte, wo er sein Zeug unterstellen kann. Hatte seine ganzen Utensilien in meine Garage verfrachtet, damit ich ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen muss und der Anblick auch meinen Kindern erspart bleibt. Ein Bekannter meiner Mutter hatte ihm seine Sachen dann ausgehändigt. Jedoch kam es wieder dazu, wie einige Male zuvor, dass er dabei aus Absicht einiges hier gelassen hatte und von uns Sachen mit nahm. Dann verunglückte auch noch sein jüngerer Bruder, was er mir mitteilte. Danach war erst einmal für Monate absolut kein Kontakt mehr. Nach einer Zeit, hatte ich das Verlangen, mich noch mal bei ihm zu melden, da ich den Namen von einer Musikgruppe wissen wollte. Hatte auch nicht mehr vor. Dadurch kam es dann aber immer mehr zum Kontakt. Er teilte mir mehrmals mit, dass er mit mir reden will, rückte aber Wochenlang nicht mit der Sprache raus. Wollte es auch vermeiden, dass wir uns gegenüber stehen, da ich das Gefühl hatte, dass alles wieder von neuem anfangen würde. Vor ein paar Wochen kam er spät Abends wegen meinem Computer zu mir. Sind allem aus dem Weg gegangen. Er fing dann an, dass er zu müde ist, heim zu fahren, er eine Stunde schlafen müsse und er sich daraufhin in mein Bett, fast komplett ausgezogen und unter meine Decke legte. Hatte keine Wahl gehabt. Legte mich, jedoch komplett bekleidet zu ihm. Hatten uns dann geküsst, wobei der erste von mir aus ging, um fest zu stellen, wo meine Gefühle für ihn noch stehen. Er küsste mich dann kurze Zeit später erneut und dann war alles zu spät. Meine Mädels fanden uns Arm in Arm liegend im Bett in der Früh vor. Tobten mit uns zusammen rum und strahlten über beide Gesichter, auch er. Paar Stunden später musste er dann fahren. Die Kinder weinten erbitterlich. Meine Große saß auf den Fensterbrett und heulte, wie es schlimmer nicht mehr ging. Auch er stand den Tränen sehr Nahe. Sprachen dann auch darüber, wo er es zugegeben hatte. Ich wusste jedoch nicht, was ich von all dem halten soll und auch meine Gefühle standen auf einem Punkt, wo es ein Nein und Ja hieß. Da ich zudem mit dem Jugendamt und auch mit meinen Vermietern stress habe und auch meine Kinder ihr strahlen gesehen hatte, ließ ich mich dann auf ihn ein. Jugendamt will mir meine Große weg nehmen und droht mir auch schon an, mir die Kleine zu entziehen, da sie mich als alleinerziehend und kraftlos sehen. Von meinen Vermietern hatte ich vor einiger Zeit eine Räumungsklage auf den Hals bekommen, ist aber derzeit etwas nebensächlich. Mir kam das mit meinem Ex richtig zu gute. Hatten weitere zwei Wochenenden eine super Zeit miteinander. So gesehen Happy Family. Die gewesene Woche war dafür ein Schlag ins Gesicht. Er war wieder im Internat, wegen seiner Berufsschule. Gab an, dass er zoff mit seiner Cheffin hätte und wies mich total ab. Nun kam das Wochenende, wo für meine Mädels und vorallem für mich, die Welt unterging. Hatten ausgemacht, dass er Freitag bis Montag bei uns ist. Freitag musste er aber angeblich Abends noch arbeiten, was ich aber nicht glaube. Samstags trafen wir uns dann bei WOW (Onlinegame), wo er mich angeschrieben hat. Sprachen darüber, warum er sich mir gegenüber schon wieder so doof verhält. Er meinte aber, dass es an dem zoff mit seiner Cheffin liegen würde. Sonntag stand er total unverhofft vor der Tür. Entdeckte aber ein Knutschfleck an seinem Hals und sprach ihn daraufhin an. Ohne schlechtem gewissen, teilte er mir mit, dass dieser von seiner Kumpeline stammt und wir ja gar nicht zusammen wären. War total Sprachlos und bekam ein totales Ekelgefühl. Hatte vor lauter Ekel gezittert und bekam den Zwang, mir die Zähne zu putzen und meinen Mund zu waschen. Jedoch ohne das Ekelgefühl los zu werden. Bat ihn dann zu gehen, was er auch machte. Kinder waren am Boden zerstört und ich wollte einfach gar nichts mehr. Seit dem plagt mich das Ekel und bin nun davon betroffen, dass ich Schuld daran habe, dass es meinen Kindern dreckig geht. Zudem hat nun wieder das Jugendamt einen Grund, mir weiter das Leben zur Hölle zu machen. Am Mittwoch ist der Gerichtstermin, auch noch ohne anwaltliche Unterstützung.

Habe mich dazu entschlossen, nie wieder Kontakt mit diesem Kerl zu haben, da ich denke, dass er uns wirklich nur verletzen wird. Andererseits wünsche ich mir von ganzem Herzen, dass er mal ein schlechtes Gewissen bekommt, er sieht, was er uns angetan hat und darunter leidet. Ich weiß, dass er Gefühle für meine Kleine hat, da wir uns kennen lernten, als ich im 2. Monat schwanger war und er väterliche Gefühle für sie hat. Aber ich selber habe einfach nur Angst. In ein paar Wochen wird er sich wieder melden, da er wieder einige Sachen hier hat. Weiß absolut nicht mehr, was ich machen soll.

Will ihn eigentlich nur noch vergessen und weiß nicht wie, da meine Kinder sich nach der damaligen Zeit mit ihm sehnen.

Lg

bearbeitet #2
Oh Mann, da kommen mir echt Tränen in die Augen :(

Vor allem, wenn ich mich in die Situation der Kinder versetze. Sie benötigen dringend Stetigkeit und Konstanz auch gerade zu ihren Bindungspersonen. Ich finde es für die Kinder sehr traurig, dass sie auch gerade mit ihren Bezugspersonen keine Sicherheit erleben dürfen. Das macht nur mehr die Seelen krank. Auch deine Situation und Gefühlswelt ist bedauernswert. WENN DU retten möchtest, was noch zu retten ist,, brauchst Du einen Plan. Ohne dass Du Dich selbst erst mal stabilisierst, wirst du deinen Kindern nicht helfen können, eher das Gegenteil. All das, was Du erlebst, erleben sie auch, sie sind aber noch soo jung,, als dass sie damit zurecht kommen könnten. Wenn Du deine Kinder liebst, musst du erst mal zusehen, dass Du zu Dir kommst. Ohne Hilfen wird das aber nicht funktionieren. Bitte, das schafft keiner alleine, nimm Dir Unterstützung, lass Dir helfen! Versuche mit dem Jugendamt einen guten Kontakt zu pflegen. Die idee, dass die Kinder erst einmal in eine Pflegefamilie kommen, so lange Du stabilisiert wirst, finde ich gar nicht mal schlecht. Lass Dir das mal durch den Kopf gehen. Kinder, die mit soclhen Belastungssituationen groß werden, werden auch "schwieriger", sie werden depressiv, es schadet den kleinen Seelen und macht Dich noch kaputter. Bitte sieh Dir das an, ja. Du hast mit deinem Beitrag gezeigt, dass Du nicht ganz blind bist und auch ganz ehrlich mit Dir selbst. Das ist sehr gut, um erst DICH und deine Kinder noch zu retten....

Ich wünsche Dir vom ganzen Herzen viel Kraft

Wollte noch mal was zum Thema Jugendamt sagen. Das Jugendamt will nicht handeln, weil es Dich als "schlechte" Mutter sieht. Bitte mach Dir keine Vorwürde und bilde Dir keine ein. Sie können den Kindern helfen und auch Dir Tipps geben. Das schlaueste in deiner Situation wäre wirklich, sich mit den Verantwortlichen vom JA zu "verbünden". Das bringt Dir nur Vorteile und alle Mal besser, als mit Gewalt die Kinder herauszunehmen. Bitte, das wäre für alle Seiten sehr schlimm. Dür Dich, für deine Kinder.

Du bist ja auch schon am "Anschlag", an deiner persönlichen Grenze. Du solltest mal genau schauen, wie deine letzten Jahre so verlaufen sind? Denn, wenn Du nix tust, wird es genau so weitergehen.... Das ist ein kreislauf, und Du hast Die Möglichkeit diese zu beenden. Wenn Du mich fragen würdest, würde ich Dir eine Therapie empfehlen.

#3
Das Wichtigste ist vor allem, dass Du wieder auf die Beine kommst und Stabilität in Dein Leben bringst. Für Dich und für Deine Kinder.

In ein paar Wochen wird er sich wieder melden, da er wieder einige Sachen hier hat. Weiß absolut nicht mehr, was ich machen soll.
Seine Sachen einpacken und ihm vor die Tür stellen. Und vor allem jeglichen Kontakt zu ihm einstellen.

#4
Ist schon 'ne heftige Geschichte und ich denke, Du solltest Dir wirklich Hilfe suchen und zwar alles was Du kriegen kannst. Jugendamt, rechtliche Unterstützung, Caritas und auch therapeutische Hilfe. Verständlicherweise bist Du völlig am Anschlag dessen, was ein Mensch ertragen kann.

Du hast oben eine Suizidandeutung gemacht. War das nur als Metapher gemeint oder erwägst Du ernsthaft diesen Gedanken? Wenn ja, sollte der Gang zum Hausarzt oder zu direkt zu psychologischer Betreuung der erste Schritt sein, diesen Gefallen solltest Du Dir und Deinen Kindern tun. Das ist keine Schande, jeder Mensch kann an diesen Punkt kommen wenn er jahrelang keinen Ausweg aus einer unerträglichen Lebenssituation findet.

Auch wenn es für Dich aussichtslos aussieht, das Leben kann auch für Dich und Deine Kinder wieder wunderschöne Seiten haben, um dort hin zu kommen, wirst Du allerdings so ganz ohne Hilfe nicht auskommen. Daß Du auf jeden Fall den Kontakt zu diesem Mann vollständig unterbinden solltest, dürfte Dir selbst sehr bewußt sein. Handle. Und sei es im Augenblick nur um diesem Horror zu entkommen.

#5
Danke, für deinen Kommentar. Das mit dem Jugendamt ist für uns definitiv keine Hilfe. Hatte ein paar wichtige Details ausgelassen, dass man es vielleicht besser versteht. Wir haben alle eine Therapie schon hinter uns. Ich selber befinde mich derzeit in Therapie. Die Belastungen (Hilfen vom Jugendamt) hatten immer mehr zugenommen, bis ich vor ein paar Wochen fast zusammen gebrochen bin. Meine Große hat schon einen 3 monatigem Kinder- und Jugendpsychatrieaufenthalt hinter sich. Auch sämtliche andere Arten von Therapien, diese uns aber nicht entlastet, sondern immer mehr auseinander gerissen hatten. Auch eine Familientherapie hatte schon statt gefunden. Frühförderung, Familienhilfe und zuletzt Heilpädagogische Tagesstätte, diese uns den Rest gab, haben wir hinter uns gelassen. Seit mehreren Jahren wurden wir nur noch mit Terminen zugeschüttet. Sind Frühs außer Haus und Abends nach Hause gekommen. Unterwegs gegessen und alles andere ist auf der Strecke geblieben. Eine gemeinsame Zeit gab es nicht, wo wir wirklich mal unter uns gewesen sind und mal Luft holen konnten. Familienhilfe hat mir, bzw. zu dem Zeitpunkt uns meine Große lediglich raus gerissen. Auf das, was wir sagten wurde absolut nicht reagiert. Im Gegenteil. Allerdings bekamen wir diese, zur Unterstützung der Regelndurchsetzung. Verhaltenstherapie wurde alles nur aufs spielen angelegt, um ihre Wunden zu heilen, wie sie meinten. Dass das nach hinten los geht, ist wahrscheinlich logisch. Vorallem wenn sie weiterhin mit der Vergangenheit konfrontiert wird. Die Tagesstätte war das aller letzte, um es freundlich aus zu drücken. Anstatt mit der Wahrheit raus zu rücken, warum sie dort rein muss, was auch unter Zwang war, erzählte man ihr, dass sie es in einer Pflegefamilie, oder in einem Heim besser hätte und ich an allem Schuld wäre. Der Hammer kam zum Schluß. Hatte versucht allen klar zu machen, dass die ganzen Termine überhand angenommen haben und wir keine Zeit mehr füreinander haben. Wir eben mal ein wenig Luft brauchen. Meine Große kam erst immer Abends nach Hause, oft hatten wir danach noch Termine. Sogar Wochenenden blieben oft nicht verschont. Nun heißt es, dass ich keine Kraft habe, um meine Große zu erziehen. Zudem besteht eine Bindungsstörung. Ist doch kein Wunder. Von daher bitte überdenke noch mal deine Meinung.

Was meinen Ex betrifft: War voller Hoffnung, was genau die Sache mit den Kindern betrifft. Es hätte mir auch laut Jugendamt sehr viel ersparrt. Hatte von den Mädels die strahlenden Augen gesehen und als er vor einigen Wochen am Wochenende wieder fahren musste, stand er den Tränen ganz Nahe. Ich habe auf das Vertraut, was mir die drei zu erkennen gaben und es hat mir eigentlich etwas vom Herz raus gerissen. Es war ein glücklich sein und trauer auf einmal. Es hatte mir sehr viel Kraft gegeben. Auch die anderen zwei Wochenenden, hatte man das Gefühl, dass wir zusammen gehören. Leider hielt es nicht stand. Zum Nachteil unserer Seite. Verstehe es nicht, wie jemand so gut etwas vorspielen kann und es einfach, ohne Rücksicht auf Verluste so sein kann.

Seine Sachen packen habe ich vor. Vor die Tür stellen fehlen mir die Möglichkeiten, aber werde sie ihm, ohne ein weiteres Wort zu verlieren schicken. Habe ein komplettes Ekelgefühl aufgebaut, dass ich mir meine Lippen am liebsten abziehen könnte. Denke immer daran, dass ich nicht ihn, sondern seine Freundin geknutscht habe. Ist echt ein scheiß Gefühl. Wasche mir seit dem x mal am Tag den Mund und putzt mir sehr oft die Zähne. Wache sogar Nachts mit solchen Träumen ständig auf.

Vielleicht hat ja noch jemand ein Tipp, wie ich das in den Griff bekomme.

Kontakt werde ich mit Sicherheit wirklich nicht mehr haben wollen, da kann er sich auf den Kopf stellen und mit dem Hintern wackeln. Das war einfach der Höhepunkt.

#6
Hi,

also nicht wundern aber es gibt schlimmeres......

ich würd auf alle Fälle einen Anwalt zu Rate ziehen. ( und bitte einen Fachanwalt für Familienrecht.....) Ich kann mir nicht vorstellen das es dem Kindeswohl entspricht

was das Jugendamt vorhat. Die Kinder haben eh schon Stress und wenn sie Dir weggenommen werden dann ist aber

alles vorbei ! Aus den Augen der Kinder gesehen......

Dann ordne dein Leben und bring etwas Ruhe und Beständigkeit rein. Klingt ja leicht gesagt aber....ich hab da schon schlimmeres erlebt.

Also Kopf hoch nicht kleinreden lassen und SELBSTBEWUSST sein !!

gruß

Wolfskin

#7
Was ging denn da schief? Viel hilft viel oder was? So funktioniert das nicht!

Da ich das jetzt mit viel Text nur noch komplizierter machen würde, mal ich Dir ein Bild!

Stell Dir ein Uhrwerk vor aus vielen Zahnrädern. Dieses Uhrwerk läuft völlig chaotisch, aber die Zahnräder greifen ineinander und irgendwie läuft es. Ein Zahnrad davon läuft zentriert und mit hoher Gewalt, es ist letzten Endes der Motor und die anderen Zahnräder drum herum sind wesentlich kleiner und passen sich unter Schmerzen dem großen Zahnrad an, weil sie wenig Wahl haben. Wer das große Zahnrad ist, brauch ich nicht sagen, oder?

Was ihr gemacht habt, ihr seid jetzt zu Tausend Uhrmachern gegangen, die mögen bitte die Uhr heile machen, aber ohne das große Zahnrad zu entfernen oder aber ohne dieses zu verändern, weil sich das nicht verändern will. Die Uhrmacher haben alles mögliche probiert, aber so funktioniert es nunmal nicht. Das hat nur noch ein paar Zähne mehr bei den kleinen Zahnrädern rausgebrochen.

Uhrmacher können nur justieren und kleine Einstellungen vornehmen, aber das Getriebe muß sich von selbst wieder einstellen. Das geht überhaupt jetzt erst, weil das große Zahnrad raus ist. Da ist es auch gar nicht nötig 30 Therapien anzufangen. Das macht einen nur fertig. Ein Termin die Woche, das ist schon viel wenn man das ernst nimmt!

Viel wichtiger ist, daß da Ruhe reinkommt. Viel Ruhe. Noch mehr Ruhe!

#8
Nein, es ist nicht nur ein Metapher. Habe den Gedanken inzwischen täglich. Meine Kinder halten mich nur noch davon ab. Hab den Gedanken aber nicht, wegen meines Exfreundes, sondern genau wegen dem Jugendamt. Der einzigste Lebensinhalt sind meine Mädels, ohne diese hätte ich keinen Grund mehr. Man sollte dabei noch verstehen, dass ich weder Freunde, noch Verwandtschaft habe. Die einzigste, die noch da ist, ist meine Mutter und selbst ihr gegenüber habe ich inzwischen ein Misstrauen aufgebaut. Sie hat sich mit der Krankheit meines Vaters und dann erst recht, nach dessen tod, stark verändert. Sehe sie als Person, mit dieser ich zwar sehr guten Kontakt habe, aber mich nicht drauf verlassen kann. Auch nicht als Schutz. Sie wohnt nicht arg weit weg von mir, aber lässt mich zum Teil trotzdem im Regen stehen. Ich meine damit, dass es sich auch um ihre Enkelkinder und ihrer Tochter dreht, diese ständig nur noch Verletzungen ertragen müssen und sie daneben steht. Auch hatte sie früher meinen Ex in den Schutz genommen und ist auf mir rum getrampelt, weil er ihr Lügen, die sie ihm geglaubt hatte, unterstützte. Von daher ist das Vertrauen in dieser Sache so ziemlich gebrochen.

#9
Ich rate Dir trotzdem zu therapeutischer Unterstützung. Allein wegen der latenten Suizidgefahr. Aber nur und ausschließlich für Dich alleine und nur eine Therapie! Die Therapieform ist nicht so wichtig, viel wichtiger ist, daß Du Vertrauen aufbauen kannst und Dir überlassen wird Dein Tempo zu finden. Wenn Du Therpaueten nimmer sehen kannst, vielleicht auch eine Selbsthilfegruppe oder ähnliches. Wichtig ist, daß Du einen geschützen Rahmen für Dich findest, der wirklich nur Dir gehört wo Du Deine Ängste und Sorgen lassen kannst und wo Du Anregungen bekommst wie Du weiter machen kannst. Viel wichtiger als irgendwelche therapeutischen Regeln zu befolgen ist, daß Du eine Art innere Sicherheit dort aufbauen kannst, deswegen ist der Draht den Du zu dem Menschen entwickeln kannst viel, viel wichtiger als die Therapieform oder so etwas. Selbsthilfegruppen eignen sich dafür auch sehr gut, weil man sich mit Menschen verbunden fühlt die ähnliches erlebt haben.

Da reichen ein, zwei Stunden die Woche völlig aus. Wer schnell sein will muß langsam sein lernen :)

#10
Du hast völlig das Gefühl für Dich und Deine Kinder verloren. So lang Du Dich selber und Deine Kinder nicht spüren kannst, kannst Du nicht entscheiden, was für Euch gut ist und was nicht.

Wie schon mehrfach erwähnt, muss in Deine kleine Familie ruhe einkehren.

Erst dann kannst Du Dir überlegen, welche Hilfe Du brauchst, um aus dieser Abwärtsspirale zu kommen.

Um zu Deinen Kindern wieder Nähe aufzubauen, solltest Du so viel Zeit wie möglich mit Ihnen verbringen mit spielen, kochen, spazieren gehen usw. Und versuch in dieser Zeit auch mit Deinen Gedanken zu hundert Prozent bei den Kindern zu sein.

So bekommst Du auch wieder ein Gespühr für ihre Gefühle.

Und auch Du kannst ein Leuchten in die Augen der Kinder zaubern!!

#11
Was gibt es denn schlimmeres???

Eine Mutter, die seit Ewigkeiten versucht, das Leben in den Griff zu bekommen und ständig über Steine fliegt und andere sogar Mauern aufbauen? Habe meinen Gerichtstermin morgen und mein Anwalt, den ich hatte, hat sogar abgelehnt. Hier sind sämtliche Kanzeleien zu. Nein, es entspricht nicht dem Kindeswohl, aber dafür müsste man mal die ganzen Sachen hier im Internet durchforsten. Bin zwei Wochen fast Tag und Nacht dran gesessen. Da fliegen einem die Ohren weg. Das Thema lautet: Kinderklau.

Mit einer Sache hast auch noch Recht: Es redet sich wirklich leichter, nur mit der Sache, dass es was schlimmeres gibt, lass ich mal so dahin gestellt. Bräuchte 2 Tage mindestens um wirklich alles auf den Tisch zu legen.





EDIT (automatische Beitragszusammenführung)





Finde es schon klasse, dass jeder von Zeit schreibt, die mir bzw. uns aber nicht gegeben wird. Erst recht vom Jugendamt nicht. Hatte mehrfach gebeten, uns etwas Ruhe zu geben, dadurch hat sich die Lage allerdings noch verschlimmert. Die Folge war dann die Drohung seitens des Jugendamtes: Entweder ich stimme dem Erziehungsheim zu, oder sie wird für immer weg genommen. Das war vor 2 Wochen. Seitdem bekomme ich alle 2 Tage einen Anruf vom Jugendamt. Nun steht eben noch ein Internat in Aussicht, wo zum Anfang mir überlassen wurde, welches. War auch eine Verarschung. Habe absolut kein Mitspracherecht, wie sich Freitag raus gestellt hat. Was nun zur Aussicht steht, liegt einem Erziehungsheim seeeeeeeeehr Nahe und dem ganzen die Krone aufgesetzt, mit Therapieen. Nicht nur für meine Große, sondern schön brav für alle, sogar meine Kleine.

#12
Sorry, aber irgendwas stimmt hier nicht. Ich glaub nicht dran, daß Dir das Jugendamt mal einfach so die Kids wegnehmen will und wenn ich das richtig lese, dann waren im Laufe der Jahre ja etliche Kerle im Spiel und kaum war einer weg, hast Du Dir den nächsten zugelegt und jeder mit einer größeren macke als der Vorgänger. Daß Dein Kids irgendwann irre werden und nciht mehr wissen wo sie hin gehören, ja keinen Halt mehr finden ist irgendwann plausibel und das Jugendamt fängt nicht von jetzt auf gleich an Kinder aus Familien zu reißen. Irgendwas stimmt hier nicht. Auf den ersten Blick klingst Du sehr gefasst und abgeklärt, genau das macht mich stutzig. Irgendwie seh ich auch überhaupt nichts von Dir, nur davon wie Männer und Ämter Dir das Leben zur Hölle machen und unbedingt Deine Familie zerreissen wollen.

Wie lang geht'n das schon mit dem Jugendamt?

Hast Du Auflagen bekommen, die Du zu erfüllen hast, damit die Kids bei Dir bleiben können?

#13
Hi,

also ich hab noch nie gehört das ohne Rechtsbeistand ein Gericht sowas entscheidet.....sehr merkwürdig.

Aber da weis ich natürlich zu wenig über deine Geschichte.

Bestehe auf Rechtsunterstützung, auch wenn dein Gerichtstermin dadurch verschoben werden muss.....

Sei mit nichts was da, wie auch immer entschieden wird, einverstanden. Es sind deine Kinder, punkt aus !!

Verlass dich nicht darauf was Du im Internet über so Sachen liest.

Das ist ein schlechtes Argument wenn dich der Richter fragt und Du sagst " das hab ich im Internet gelesen ".......

( übrigens Schlimmer: Mann schiesst auf Kinder und Frau, Kind macht Selbstmord wegen dem Stress..... mehr sag ich mal nicht.....)

Und was dein Leben angeht....da können die Kinder nichts dafür !! Ist Hart aber das ist dein Problem das kannst aber

auch nur DU lösen, kein Freund, keine Mutter, keine Vergangenheit.

Sehe in die Zukunft !! Wenn Du dich aufgibst was lässt Du zurück ?

Klar ist es leicht ne menge Tabletten zu schlucken und sich zu sagen ihr könnt mich mal......

Aber das bist nicht Du ! Das ist das was das Leben mit DIR anstellt. Dabei bist DU das Leben !

So genug Kopf gewaschen und entschuldige wenns Hart ist.

Aber es gibt schlimmeres.....

gruß

Wolfskin

bearbeitet #14
diese uns aber nicht entlastet, sondern immer mehr auseinander gerissen hatten.
Das mag für den Moment so sein. langfristig kann es den Kindern aber helfen.

mal unter uns gewesen sind und mal Luft holen konnten.
Momentan hast Du doch "Luft" oder, habe ich da was falsch verstanden? Wie verbringt ihr jetzt die Zeit? Ich würde Dich bitten, mir nur eine Antwort darauf zu geben, wenn sie ganz offen und ehrlich ist. Eine "passende" Antwort würde Dir nicht helfen.

Verhaltenstherapie wurde alles nur aufs spielen angelegt, um ihre Wunden zu heilen, wie sie meinten.
Überhaupt das einzig Mögliche bei Kindern. Übers spielen, das kann Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis Erfolge sichtbar werden. Es geht nur darum, dass das Kind in SEINEM Leben SEIN eigenes Leben führen kann. Jetzt werden dafür die Grundsteine gelegt, wie es mit dem Leben umgehen wird

Dass das nach hinten los geht, ist wahrscheinlich logisch. Vorallem wenn sie weiterhin mit der Vergangenheit konfrontiert wird.
Nein. Ist nicht logisch. Ich finde es ist schon wichtig, dass das Kind weiß woher und warum ihm solche extremen Gefühle hochkommen. Wenn ein Kind das nicht weiß, dann gibt es sich selbst die Schuld und fühlt sich falsch.

Die Tagesstätte war das aller letzte, um es freundlich aus zu drücken. Anstatt mit der Wahrheit raus zu rücken, warum sie dort rein muss, was auch unter Zwang war, erzählte man ihr, dass sie es in einer Pflegefamilie, oder in einem Heim besser hätte und ich an allem Schuld wäre.
Alles ist schlecht und alle sind böse aus deiner Sicht? Auch finde ich gut, dass das Kind Möglichkeit erhält, die Realität zu sehen, wie sie wirklich ist, damit es nicht noch kaputter geht.

Zudem besteht eine Bindungsstörung. Ist doch kein Wunder.
Eine Bindungsstörung entsteht nicht durch Termine und wenig zeit miteinander. Eine Bindungsstörung entsteht, wenn Die Mutter-Kind Interaktion gestört ist, weil häufig der Mutter selbst die Fähigkeit hierfür fehlt (zb, wegen eigener Kindheit und daraus res. seelische Erkrankungen) Es ist keiner Schuld. Weder Du, noch das Jugendamt. Es ist die Situation. Da muss dringend gehandelt werden, sonst geht alles noch mehr den Bach runter.

Zu deinen Männern möchte ich nur eins erwähnen, dass Du auf Happy Family machst, weil es Dir gerade gut geht. Ist ein Typ aber weg, dann:

Nun kam das Wochenende, wo für meine Mädels und vorallem für mich, die Welt unterging.
War total Sprachlos und bekam ein totales Ekelgefühl. Hatte vor lauter Ekel gezittert und bekam den Zwang, mir die Zähne zu putzen und meinen Mund zu waschen. Jedoch ohne das Ekelgefühl los zu werden. Bat ihn dann zu gehen, was er auch machte. Kinder waren am Boden zerstört und ich wollte einfach gar nichts mehr. Seit dem plagt mich das Ekel und bin nun davon betroffen
Was Du hier beschreibst ist ein ziemlich krankhafter Zwang. Sorry, dass ich das so offen sage, aber Dir nach dem Mund zu reden, wird auch nichts nützen. Ich weiss auch nichtmal, ob Du diese Texte hier in deinem Thread zu Herzen nehmen wirst. Weil ICH glaube, Du siehst das alles anders und bist (oder kannst es nicht sein) wohl doch nicht soo ehrlich wie ich Anfangs dachte. Schade. Wenn ich mal erneut deine Beiträge durchlese, bekomme ich auch immer mehr das gefühl, dass Du häufig deine Kinder und deren Gefühle vorschiebst und für Dich als Vorwand nutzt. Wenn Du jemals frei und zufrieden sein willst, musst Du Dich in die Hände von einem Profis begeben. Liegt alles an Dir und das ist alles natürlich nur MEINE Meinung.

Ohne ordentliche psychologische Hilfe kann es niemals gut werden. Da steckt ein zu großer Wurm drin…





EDIT (automatische Beitragszusammenführung)





Wolfskin

Es sind deine Kinder, punkt aus !!
Niemals nie. Jedes KIND hat das Recht auf ein Leben ohne heftige Belastungen. Und wenn dem so ist, muss eingegriffen und geschützt werden. Ein Glück., Ich weiss wovon ich rede.
#15
Zum einen, JA. Es steckt ein Wurm drinnen. Die Probleme kamen mit der ersten Trennung von meinem Exfreund zustande. Meine Große fing an, Kinder im Kindergarten zu beißen, zu bedrängen, bedrohen und auch außerhalb kam immer mehr negatives zum Vorschein. Sie zeigte sich gegenüber Kindern und Erwachsenen distanzlos. Wenn man ihr Forderungen stellte (z.b. Zähne putzen, sich zu waschen), schrieh sie um Hilfe, wodurch ich mir dann Ratschläge und Tipps bei Erziehungsberatungsstelle und Jugendamt einholen wollte. Mir war völlig unklar, warum sie das Tat. Seit ihrem dritten Lebensjahr leidet sie stark unter Schlafstörungen, auch Albträumen, wo ich einen Kinder- und Jugendpsychater aufsuchte, dieser aber wegen der Kindermitteilungen einen Test wegen ADS/ADHS machte. Dieser schien zuerst auch positiv und wurde aufgrund dessen auch behandelt. Die Medikamente waren aber erfolglos. Machte dann über mehrere Wochen ein Schlafprotokoll, dieser aufwies, dass sie viel zu wenig schlaf hat. Jedoch wurde sie daraufhin nie behandelt, da ausser der Familie niemand es bemerkte und daher auch nicht daran geglaubt hatte. Ich sage allerdings nicht, dass das Schlafproblem alles ist. Mit Sicherheit spielt die Vergangenheit auch eine wichtige Rolle, was aber nach meiner Meinung nicht mit einer Spieltherapie behandelt werden sollte, sondern irgendwie mit Verarbeitung. Denke dabei einfach, dass wenn alles einfach überspielt wird, eines Tages wieder zum Vorschein kommen könnte und es noch stärkere Auswirkungen haben könnte. Zudem brauch sie sehr viel Aufmerksamkeit und hat auch gewisse Wunschvorstellungen, was nicht unbedingt einfach ist, diese zu erfüllen. Klar, jeder hat Wünsche, auch ich. Nur im Gegensatz zu Kindern, sind Erwachsene geduldiger. Bin ein Mensch, wo mehr Rücksicht auf die Kinder nimmt, als auf mich selber. Fängt beim einkaufen an und nimmt auch kein Ende. Wie ich schon geschrieben habe, lebe ich für meine beiden Mädels. Muss auch zugeben, dass ich lange brauch, um Hilfe wirklich an zu nehmen. Vertrauen tu ich seit ein paar Monaten niemanden mehr richtig. Jedoch habe ich oft Hilfe angenommen, was eben doch auch ein wenig zu viel war und ich nun einfach etwas zu überfordert damit bin, weil ich einfach mal ein wenig Luft holen möchte. Es waren täglich 2-3 Termine. Fühle mich auch etwas unter Druck gesetzt und sage, um einfach Ruhe zu haben zu sehr viel JA. Wie ich auch schon geschrieben habe, befinde ich mich seit der Trennung selbst in einer Therapie. Alleine auch deswegen, weil ich damit nicht klar gekommen bin und heute immernoch nicht wirklich verstehe.

Es waren innerhalb 8 1/2 Jahren 3 Männer. Wobei man einen davon wirklich eigentlich nicht mit zählen kann, da es einfach nur sehr kurz war. Hatte sowas auch nicht vor, ansonsten hätte ich den ersten nicht geheiratet. Kannte ihn 5 Jahre zuvor schon.

Allerdings hatte ich nie in irgend einer Form eine seelische Belastung. Meine Kindheit war recht zufrieden und sehr schön. Trinke kein Alkohol und hatte auch noch nie mit Drogen was zu tun. Habe auch den Drang nicht. Keine Disco, keine Party, oder sowas.

Bin absolut nicht gefasst. Im Gegenteil. Versuch die meiste Zeit, mit den Kindern auf dem Spielplatz zu verbringen, um auf andere Gedanken zu kommen. Leider leichter gesagt, als getan. Gehe in Parks, zum Eis essen, skaten... Eben alles, was finanziell möglich ist. Auch wenn es nicht viel ist. Wir kuscheln zusammen, kochen essen, sitzen gemeinsam am Tisch... Eben fast alles, was ich als Kind gemacht habe, nur eben ohne einen Vater. Haben auch mal Streit, wo man eben schimpft, oder mal für paar Minuten raus geht, um einen Schrei raus zu lassen. Meiner Großen hatte ich einmal auf den Hintern gehaun, wobei ich danach geheult habe. Bin total gegen Gewalt. Auch meine Eltern waren Gewaltfrei.

Nochmal zurück zur HPT. Man kann es mir glauben, dass dieser Weg wirklich falsch war. Sie hatte davor sehr gute Kontakte und auch Freunde. Zwischendrinn hatten diese hier angerufen und kamen auch vorbei, um wieder, wie zuvor, gemeinsam die Hausaufgaben machen zu können, was nicht möglich war. Nach ner Zeit hat sie keine Freunde mehr gehabt. Habe mehrfach gebettelt, dass man es ihr ermöglichen kann, aber nichts. Bekam zur Antwort, dass Schulfreunde nicht wichtig sind, sie aber in der HPT Freunde haben könnte.

Da es einfach zu viel ist, alles auf einmal auf den Tisch zu legen, möchte ich euch bitten, nach zu fragen. Kann zwar sehr gut kritik verkraften, aber denke, um sich überhaupt richtig rein versetzten zu können, es mit erleben hätte müssen.

Wahrscheinlich wird auch oft es überlesen, dass ich mir selber für vieles die Schuld in die Schuhe schiebe. Es gibt bei allem zwei Seiten.

#16
Na, da hast Du mir (oder DIR?) aber ein hübsches Bildchen gemalt. (<- Ich habe mir genau das auch gedacht, dass Du das tust. Weil, es wäre zu schrecklich das ALLES anzusehen. Das kann man kaum ertragen. Die Realität. )

In deinem Beitrag stehen folgende Dinge. Nur zur Erinnerung:

Mein, bzw. unser Leben besteht nur aus Verletzungen.
Haben 4 Jahre die reinste Hölle miterlebt
Wurde mehrmals von ihm, mit ihr auf dem Arm geprügelt.
Danach eingeschlossen und alle Kontaktmaßnahmen wurden entwendet.
Dieser Mann war/ist allerdings Alkohol- und Drogenabhängig.
meiner Großen auch dann wieder geflohen. Dieser Kerl war, wie ich am Schluss erfuhr psychisch krank
einen Neuen Mann (Kerl) kennen. Unser Leben schien wieder einigermaßen auf die richtige Bahn zu kommen, was aber nur eine Täuschung war.
Meine Große nannte ihn von vornherein "Papa", was er auch freudig annahm. Er trennte sich aber dann nach 2 Monaten und alles fing ab da an,
So, das sind ein paar wichtige Punkte aus dem ersten drittel deines Textes. Schau Dir die Dinge an. und in der Zwischenzeit erledige ich andere Aufgaben.

#17
Kenne diese Sachen inzwischen in- und auswendig. Musste alles einige tausende Male durch kauen, auch heute immernoch immer wieder. Man kann all diese Sachen zwar niemals vergessen, aber ich habe es geschafft, damit umgehen zu können. Mit den letzten zwei Dingen funktioniert es nicht so einfach, weil einfach noch zu viele Gefühle vorhanden sind. Warum auch immer.

#18
Kids kannst Du nicht wie Erwachsene therapieren. Die halten den Schmerz der bei einer direkten Verarbeitung entsteht nicht aus. Die meißten Erachsenen haben damit schon Probleme. Spielt aber keine Rolle, ein guter Kindertherapeut weiß schon was er da macht.

Besteht die Möglichkeit, daß Deine Tochter von einem dieser Männer missbraucht wurde? Ihre Verhaltensänderungen deuten auf Traumatisierung hin.

#19
Man weiß es nicht wirklich, ob und was ihr Vater gemacht hat, wenn ich mal arbeiten war. War zwar nur über 3 Monate für alle 2 Tage 3 Stunden, aber mir ist nichts aufgefallen. Auch sie redet nicht darüber. Seit der letzten Beziehung sind die anderen zwei Männer ein Tabuthema, selbst wenn man sie anspricht sagt sie zwar mal kurz, dass er bescheuert war, aber wechselt dann sofort das Thema. Sie hatte Angst vor ihm, was heute immer noch so ist. Wünschte auch, dass ich mehr sagen könnte, aber leider weiß ich es nicht. Traumatisiert ist sie aber mit Sicherheit.

bearbeitet #20
Klingt nicht gut. Irgendwo kann ich das Jugendamt verstehen, so leids mir tut. Jetzt, da Du ein bisschen mehr erzählt hast, bin ich schon ein bisschen schockiert, daß Du nach dem, was Du über Deine eigne Tochter weißt, Dir und Deinen Kindern die nächsten Kerle in's Nest setzt die was an der Waffel haben. Das wichtigste, was Deine Kids brauchen ist ein stabiles Umfeld und Ruhe, keine Mum die in dieses Umefeld laufend Unruhe rein bringt. Wäre ja nichts gegen einen neuen Partner zu sagen gewesen, nur sollte der ein bisschen gesund sein und eine Annäherung an Deine Kids sollte eher im Laufe von Jahren geschehen.

Sei's drum, hätte, könnte, würde hilft nun auch nicht mehr. Bleibt nur, Dich mit Ämtern in gewissen Rahmen kooperativ zu zeigen. Von Dir wird schon ein bisschen mehr kommen müssen als "Lasst mich doch alle in Ruhe und die böse, böse Welt hat uns das eingebrockt" Das blödeste was Du jetzt tun kannst wäre Dich in Selbstmitleid und Opferhaltung oder Selbstvorwürfen zu vergraben, dafür ist es schon zu spät. Ich würde zum Jugendamt gehen. Nicht anrufen, sondern dort wirklich vorsprechen. Nicht angreifen oder rumgiften, sondern versuchen wirklich frei mit denen zu reden um eine Lösung zu finden die sowohl für die Kids, als auch für Dich und das Jugendamt ok sind. Auch beim Jugendamt erbeiten Menschen und Menschen zeigen sich kooperativ und gesprächsbereit wenn man ihnen kooperativ und gesprächsbereit entgegen kommt.

Aber wie gesagt, von Dir wird mehr kommen müssen, als "Ich arme, arme Frau", es geht nicht darum Dich für die Vergangenheit bloßzustellen oder Dich mit Vorwürfen zu überhäufen, sondern so schnell wie möglich Lehren daraus zu ziehen und ernsthafte Veränderungen anzustreben.

Wenn Du Dich Abends in den Schlaf heulen musst, dann ist das eben so und völlig ok. Nur Morgens solltest Du aufstehen und die Ärmel hochkrempeln.

Das Umfeld was Du Deinen Kindern bisher angeboten hast, diente nicht zu deren Gesundung. Auch nicht zu Deiner. Im Gegenteil. Als Mutter hast Du aber die Verantwortung dafür für Dein Wohl und das Deiner Kinder zu sorgen, dazu gehört es nunmal auch, Männer auf ewig der Tür zu verweisen die euch nicht gut tun bzw. diese gar nicht erst in euer Leben zu holen.

Da Du in therapeutischer Betreuung bist, solltest Du mit Deinem Therapeuten darüber reden, der sollte die gesamte Geschichte und Zusammenhänge ja kennen, solange Du ehrlich warst. Er könnte Dir wohl eher helfen.

Du hast die Wahl, Du kannst jetzt weiter machen wie gehabt oder Du kannst das als Wendepunkt betrachten und Dich dazu entscheiden zu lernen, Dein Leben und Deine Verantwortung für Dich selbst und Deine Kinder in die Hand zu nehmen, auch wenn das viel Schweiß, Tränen und viel lernen bedeutet. Du hast es in der Hand. Geh zum Jugendamt, lass die Hosen runter und bitte um Hilfe und ein Gespräch.

Übrigens, bist Du sicher, daß Du nicht selbst einige Traumatisierungen mit Dir rumschleppst? Wie wär's mal mit einem längeren Mutter/Kinder Klinikaufenthalt? Wenn Du von selbst dem Jugendamt einen solchen Schritt vorschlägst und dafür um Unterstützung bittest, könnte das das Blatt wenden.

Kleine Anmerkung noch: Ich hab nochmal alle Deine Texte gelesen. Dabei ist mir aufgefallen, daß Du WOW spielst. Sag mal, Dein Leben gerät aus den Fugen, vollständig und für so einen Scheiß hast Du Zeit und den Kopf frei? Es ist nichts dagegen zu sagen mal abzuschalten, oft sogar, aber dieser WOW Dreck zieht Dich völlig aus der Realität und ist nur Hilfsmittel den Kopf in den Sand zu stecken. Das ist so ziemlich das letzte was Du Dir leisten kannst. Wenn Du abschalten willst, schau mal 'ne DVD oder nimm ein Bad oder leg Dich irgendwo auf'n Rasen. Ist nichtmal was gegen 'n zünftiges Spiel am PC zu sagen. Aber Onlinegames in denen man sich eine zweite Identität mit inhaltslosen sozialen Kontakten anlegt und zudem Suchtpotential haben sind nicht gerade das, was Dir gut tut. Sorry, aber da fällt mir alles aus'm Gesicht.

Seite 1 von 3 · 50 Beiträge in diesem Thema