Kummer und Gleichgültigkeit
45 Antworten5'442 AufrufeGestartet von neonxgenesis ·
neonxgenesisThemenstart
Liebe Alle,
Ich bin neu hier im Forum, habe einige Threads gelesen und mich dazu entschlossen, selbst einen aufzumachen.
Gleich vorweg - eine konkrete 'Frage' habe ich nicht, da auch mein Thema nicht so konkret ist. Es dreht sich vielmehr um Fragen, wie ich 'richtig' umgehen kann mit meiner Lebenssituation. Ich habe damit insofern Schwierigkeiten, als dass ich eine Person bin welche 'aus der Reihe tanzt' und daher im eigenen familiären/sozialen Umfeld nur wenig 'Anleitungen' bzw. Vorbildleistungen beziehen kann.
Warum im Bereich 'Liebeskummer / Herzschmerz' ? Ich versuche schon seit Jahren, das zu führen, was man, glaube ich, ein normales Leben nennt. D.h. Wurzeln, fester Wohnort, feste Beziehung, Geld ‚horten’ für Wohnungskauf, finanzielle Selbstständigkeit, ein fester, lokaler Freundeskreis etc. - gelingen will es mir nicht (dazu später noch einige Worte). Jetzt habe ich vor 3 Jahren eine Frau kennengelernt, bei welcher ich dachte & fühlte - passt die ist es. Super verstanden, super Sex, tiefe Gefühle da, nur selten, wenn überhaupt der Gedanke ‚doch nicht’ – ich würde sie als große Liebe bezeichnen. Zusammen gewohnt, ähnliche Arbeits- und Studieninteressen, überschneidende Freundeskreise, gutes Verhältnis zu den jeweils anderen Familien und Eltern. In den vorangegangenen (in ihren Ausprägungen sehr unterschiedlichen) Beziehungen hat sich dieses Gefühl der Verbindung auf vielen Ebenen nie so wirklich einstellen wollen. Auch für sie ist oder war es nach Eigenaussage wie die Beziehung die sie sich immer gewünscht hat.
Aber wir hatten auch unsere Probleme. Sie kämpfte immer wieder mit Fluchtfantasien, zumeist realisiert durch Alkoholexzesse oder früher Bulimie, schön abgeschmeckt mit einem gestörten Verhältnis zu Vater und Mutter. Ich besitzergreifend und herrisch, die dunkle Seite von beiderseitigen Verlustängsten. Beide waren wir in gewisser Weise voneinander auch emotional abhängig - das hatte ein bisschen so den Charakter, als versuche der eine immer, die Schwäche des anderen auszugleichen, wobei auch eine Art von gegenseitigem ‚Lernen’ und ‚Positionen aneinander annähren’ entstand (sie: wenig zu ‚Nein’ fähig, ich: hart im positiven Urteil; sie: leichtfüßig, ich: kritisch; sie: zu unterwürfig, ich: zu dominant, sie: zu offenherzig zu Anderen, ich: zu distanziert). Der Umstand, dass ich Menschen zumeist gut ‚lesen’ kann, hatte zu einem gewissen Grad belastend zur Beziehung beigetragen, da sich das Gegenüber dadurch schutzlos oder ‚ausgezogen’ vorkommt. Eine mir selbst nicht ganz erklärbare Schwäche aber auch Stärke ist meine Konfliktträchtigkeit – soll heißen, ich gehe Streit nicht aus dem Weg sondern suche die ‚Reibung’, wohl um einerseits gefühlte Ungerechtigkeit auszugleichen, aber auch um zu ‚fühlen’. Das hat ihr einerseits gefallen (sie: ich stelle mich den Problemen, Gesicht gegen den Wind) aber uns (und mir anderswo sowieso) auch das Leben schwer gemacht.
Friede Freude Eierkuchen, wir hatten Namen für unsere hypothetischen Kinder, ein ersonnenes Heiratsdatum, einen Ring, nach 3 Jahren immer noch guten Sex und die wohlwollenden Worte unserer zukünftigen Schwiegereltern, Pläne für die gemeinsame Zukunft - denkste, am Tag an dem der Mietvertrag für unsere neue Wohnung unterschrieben werden soll, ist sie mit einem alten Jugendfreund durchgebrannt, kalte Füße und eine Portion ‚ich bin nicht so weit’, ich natürlich vollkommen aus der Bahn geworfen. Sie hat jetzt eine eigene Wohnung und ist mit dem Neuen zusammen et cetera. Ich glaube, ihre Motivationen und Ängste zu verstehen, und auch meinen eigenen geleisteten ‚Beitrag’. Sie ist also weg. Ich mache eine Psychotherapie um diese Trennung und die dadurch entstandenen Schäden aufzuarbeiten, vor Allem lässt mich die Kälte, mit welcher die Trennung vollzogen wurde, sehr an dem Wert von ‚großen’ Gefühlen zweifeln. Sie hat es nicht geschafft, sich selbst zu trennen, sondern mich 3, 4 Wochen sukzessive durch eine Ja-Nein-Vielleicht/Vielleicht-Doch-Nicht-Hölle geschickt (und ich habe mich, schockstarre-bedingt, natürlich schicken lassen), an deren Ende ich mir selbst das Messer im Herzen umgedreht, sprich, mich aus eigener Kraft endgültig getrennt habe. Die Enttäuschung über das wahre Ausmaß ihrer emotionalen Leere hat mich sehr getroffen, gleichsam damit, dass sie leider nie den Mut dazu aufgebracht hat, mit mir ein von gegenseitiger Wertschätzung geprägtes Trennungsgespräch zu führen. Rückwirkend betrachtet war vieles beiderseits von Unreife geprägt. Ich hoffe, dass ich irgendwann wieder fähig sein werde, mich auf eine Frau einzulassen. Zur Zeit lerne ich nette Frauen kennen, kann aber emotional gar nichts mit ihnen anfangen – es ist wie eine innere Wand, gegen die ich laufe wenn ich mich öffne.
Warum erzähle ich das? Diese schmerzliche Trennung hat mich in eine ‚Lebenskrise’ gestürzt, welche sich schon länger abzuzeichnen begann. Ich habe aufgrund der Trennung meine bisherige Wohnung verloren (war schon gekündigt als sie durchbrannte, und es nichts wurde aus der gemeinsamen Wohnung), daraufhin auch meinen Arbeitsplatz (eher unfreiwillig) gekündigt und bin zurück aufs Land zu meinen Eltern gezogen, wo ich allerdings, mangels beruflicher und sozialer Perspektiven, nicht sonderlich glücklich bin. Mein Beruf ist in einer Nische angesiedelt und ich von daher auf die Stadt auch angewiesen. Ich habe nach dem Studium in den letzten Jahren aus beruflichen Gründen in vielen Städten (Wien, Linz, Graz, Salzburg und zuletzt München) gewohnt, bin aber dort nirgends ‚angekommen’, sprich wenige stetige Freundschaften oder soziale Aktivitäten. Mein Freundeskreis ist seit Jahren auf mehrere Städte und einige wenige Menschen weitläufig auf Österreich verteilt. Seit einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Australien Mitte des Studiums ist die Situation, vor Allem die freundschaftlich-soziale, nur noch schlechter geworden.
Diese ‚Freiheit’ und der Erfahrungsreichtum, um die mich vielleicht einige Menschen beneiden würden, bezahle ich mit einem Preis der mir zu schmerzhaft ist. Dabei blicke ich auf Freunde und Bekannte, die heiraten, Kinder haben, ein regelmäßiges Einkommen, Freunde, Hobbies, ein Haus bauen, etc... und bekomme den Eindruck, selbst nichts davon fertig zu bringen. Beneiden ist ein wichtiges Stichwort, manchmal habe ich von mir selbst den Eindruck ich müsste mir und dem Rest der Welt besonders ‚Großes’ beweisen, die Welt und den Menschen verbessern, ein großer ‚Wurf’ sein, die Erde auf den Schultern tragen, Geschichte schreiben. Das kommt davon, wenn einem bereits als Kind eingetrichtert wird, dass man was Besonderes ist, vielleicht hochbegabt, auf jeden Fall studieren, in jedem Fall was aus sich machen. Ich wurde als Kind wegen pubertärer Defizite gehänselt (und dabei ist aus dem Entlein ein durchaus passabler Schwan geworden) und auch körperliche Übergriffe waren keine Seltenheit, beim Kicken immer als Letzter in die Mannschaft gewählt, aber auch nicht Streber oder Klassenbester, eher immer von der Kategorie: Besonders. Besonders laut, besonders sensibel, besonders wortgewandt, besonders scharfsinnig, besonders ‚reifer’ im Denken, besonders der ‚Stachel im Fleisch’, besonders ‚kreativ’, besonders „..ja klar, der“ und so weiter.
Meine familiäre Situation hat sich nicht unbedingt sonnenklar gezeichnet, wenngleich jeder versucht hat, das Beste daraus zu machen. Meine Mutter Alleinerzieherin, zu früh schwanger, der Vater glänzte mit Abwesenheit, heute steht der Kontakt, dürftig zwar, aber immerhin. Frühkindliche Komplikationen mit Todesängsten, längerer Krankenhausaufenthalt im Säuglingsalter – wenig ‚Bonding’ Phase. Die Mutter leider oft schlecht vom Vater geredet, der so schlecht dann eigentlich gar nicht ist (Männerrollen-Verständnis, unbewusste Kastration). Aber auch große Mutterliebe, viel Unterstützung des Elternhauses, in mancher Hinsicht leider zuviel, sodass in gewissen Bereichen Selbstständigkeitsdefizite meinerseits vorhanden sind. Emotionale Manipulation durch die Mutter und auch teilweiser Rollen- und Verantwortungstausch (Stichwort einziger Sohn als ‚Familienfortführer’, Ersatzmann, Beschützer vor gewalttätigen Liebhabern) kam vor und ist auch Thema der psychotherapeutischen Aufarbeitung. Systemische Familienaufstellungen inkl. dem Aufdecken von Familiengeheimnissen, großfamiliäres ‚Detektiv - Spielen’, Aussprachen, Konfrontationen, Geständnisse, alles schon gehabt.
Aber was hier vor Allem gefehlt hat und – ohne das jemand sonderlich etwas dafür kann – fehlt: das Vorbild. Es ist schlicht und einfach in meiner Familie oder auch im Bekanntenkreis kein älterer Mann vorhanden, der so ist wie ich, an dem ich mich orientieren könnte – kein Studierter, kein politisch Interessierter, kein Bereister, kein Getriebener, kein ‚großer Mann’.. niemand Älterer, zu dem ich hoch schauen könnte, von dem ich eine Anleitung bekommen würde, der mich zurechtstutzen könnte, der mir einen Weg zeigen könnte, manchmal auch einfach jemand, der mir argumentativ oder intellektuell mal Einhalt bietet.
Ich habe das Gefühl, seit nunmehr 7, 8 Jahren wie ein freies Radikal herumzuschwirren, ohne zu wissen wohin, ohne anzukommen, ohne eine Aussicht auf die sehnsüchtig gewünschte Ruhe und Stabilität, Regelmäßigkeit und Rückhalt, Frieden und Sicherheit, ohne Wurzeln und Urvertrauen, ohne Ruhe und Gleichgewicht.
Als ‚Sahnehäubchen’ hat mit ein Psychiater vor nicht allzu langer Zeit eine bipolare Störung attestiert, an welcher ich und auch mein Therapeut allerdings stark zweifeln. Das Thema ‚bipolar’ oder ‚manisch-depressiv’ beschäftigt mich als Wort zwar schon lange, aber meine Eigenbeobachtung und Vergleich mit tatsächlich Erkrankten zeichnet von mir eher das Bild einiger installierter, instabiler Persönlichkeitszüge als dass einer tatsächlichen, biochemischen Störung a la Bipolar. Nichts desto trotz fühle ich mich wie ein stets Suchender, immer einen Schritt weiter gehen, nie stehenbleiben, ungeduldig, getrieben, oft unzufrieden mit dem, das mir das Leben gibt – und es gibt mir nicht zuwenig, das weiß ich - aber dann auch gerne von Selbstzweifeln geplagt, weil ich mit meinem mir selbst auferlegten Tempo gar nicht mithalten kann.
Wenig Dankbarkeit, aber zuweilen Egoismus und Selbstverliebheit, besserwisserisch und streitsüchtig, nicht einfühlsam und überheblich, auch kindisch und unselbstständig - das sind negative Eigenschaften, die mir wohl einige Menschen zuschreiben würden, gerade solche die mich nur wenig kennen. Meistens ändert sich dieses Bild hochgradig, wenn Menschen mich besser kennenlernen. Ich selbst erlebe mich – welch Überraschung – kaum so: mich dürstet danach, dass sich andere Menschen mir öffnen, mir von sich erzählen, ihre Leiden, ihre Freuden, dass sie sich mir nähern. Ich möchte für sie streiten, mich für sich einsetzen, sie kennen, ihr wahres Ich hinter den alltäglichen Masken. Aber schon beim Schreiben dieser Worte drängt sich in mir der Gedanke auf: ich möchte Verantwortung übernehmen für Dinge, die ich nicht zu verantworten habe – und dann beschleicht mich auch unmittelbar der Gedanke, dass es gar nicht Verantwortung ist, die ich übernehmen will, sondern ein Auswuchs zwanghaften Kontrollbedürfnisses, dass ich über dieses Hintertürchen ausüben möchte.. wiederum gespeist von schlussendlichen Verlustängsten.. diese Art von gedanklichen ‚Kurzschlüssen’ begleiten mich vielleicht zu oft des Tages, da ich viele meiner Denkansätze bis ins Kleinste reflektiere, um ja nichts aus falschen Gründen heraus ‚falsch’ zu machen – man kann sich vielleicht vorstellen, wie anstrengend es ist, in diesen analytischen Prozessen gefangen zu sein. Gerade die Problematik der Eigen- und Fremdwahrnehmung ist eine derer, über die ich stundenlang brüte, trotz besseren Wissens dass es dazu keine endgültige Wahrheit, kein objektives Ergebnis gibt und nie geben wird. Da steht Ratio gegen Gefühl, und beide fechten einen unerbittlichen Kampf, in welchem keiner je siegen wird.
So, abschließend zu meiner ‚Eigen-Anamnese’: mir ist klar, dass ich zu sehr auf die negativen Seiten meines Selbst, und zu wenig auf das Positive blicke. Es fällt mir schwer, auf eben dieses Positive zu blicken – bildlich gesprochen habe ich den Eindruck, das dass Betrachten des Positiven sich so äußert: ich teile mit einem Schlag das Wasser und sehe das Positive am Grund, aber sogleich fährt das Wasser zurück und verdeckt den Blick wieder und wieder und wieder... und mir fehlt die Kraft, ständig ins Wasser zu schlagen. Auch – und das ist mir sehr wichtig – betonen möchte ich, dass ich kein Mitleid erhaschen will (der einmal gehörte Vorwurf sitzt mir gewaltig im Nacken) – und auch das Selbstmitleid ist eine mir bekannte Macht, vor welcher ich mich tunlichst zu hüten versuche. Ich erzähle meine Geschichte und hoffe damit Menschen zu finden, die Ähnliches durchgemacht haben und mir vielleicht eine Idee davon geben können, wie ‚es’ gehen könnte.
Seit eingangs besagter Trennung vor rund 3 Monaten nehme ich Anti-Depressiva. Die Tabletten helfen ein bisschen mit der Stimmung. Ich habe sie einige Male abzusetzen versucht, doch kommen die negativen Gedanken dann schneller als sonst, wobei sie mir auch so nicht erspart bleiben. Mein Antrieb und Motivation, in der Früh aus dem Bett zu kommen, sind nicht gerade hoch. Mir fehlen die beruflichen und sozialen Perspektiven, und es fällt mir schwer einzuschätzen, wie ich denn jetzt mit meinem Leben weitermachen sollte, nachdem ich quasi mit 200 gegen die Wand gefahren bin. Zudem denke ich viele Stunden am Tag an meine Ex, daran ändern auch neue Bekanntschaften wenig. Ich betreibe täglich Sport und schau, dass ich unter Leute komme, die Familie regelmäßig sehe und Dinge tue, die ich schon lange tun wollte (also alles, was ein Ratgeber so an Ratschlägen hergibt).. dennoch, irgendwie komm ich einfach nicht in die Gänge – zumindest nicht dauerhaft und stabil. Und das ärgert mich, weil ich mich als Versager auf voller Linie fühle – ein nicht auszuhaltendes Gefühl bei dem gleichzeitigen Leistungsdruck, welchen ich mir selbst unfreiwillig auferlege – aber damit nicht genug, dass Eigenbild dass mir sagt: du bist zu unselbstständig weil du jetzt wieder zuhause wohnst – DAS ist das eigentliche Problem, deine eigene Faulheit – damit gebe ich mir selbst den Rest. Manchmal sind die Stimmungslöcher so tief, dass ich mich schon wo baumeln sehe... dass schmerzt dann insofern, als dass ich mir von mir selbst denke: wow, so tief bist du gefallen dass du schon beginnst, über diesen Nicht-Ausweg nachzudenken. Also quasi eine Reflexion über die eigene Reflexion. Manchmal denke ich mir, ich spiele Schach gegen mich selbst.
Ich würde mir im Grunde nichts mehr wünschen (zumindest nehme ich das von mir an) als eine sozial-beruflich-räumliche ‚Konsolidierung’, so denn man einen solchen Begriff dafür verwenden darf. Doch mir scheint, dass ich diesem Wunsch durch meine mir selbst auferlegte Rastlosigkeit nicht näher komme, sondern im Gegenteil mich immer weiter davon entferne, je mehr ich ihn zu realisieren versuche. Dazu gehört eben auch die vorhin angesprochene Beziehung, da ich sie vermeintlich für den ‚Anker’ hielt, den ich brauchte – nicht der Beruf, nicht die Freunde, nicht die Familie, nicht die jeweilige Stadt – nein die Liebe soll es sein, die mich hält... daher ist auch mein ‚Urvertrauen’ in diese Form des menschlichen Seins so erschüttert.
Ich kann nicht mehr schreiben.. ich könnte noch soviel erklären, aber was bringt dieses ewige Erklären eigentlich.. ich habe den Eindruck, dass, wenn ich es nicht mache, mich also nicht erkläre, ich auch nicht bin. Ich bin durch das Wort und die Tat. Aber ich fühle mich nicht als Seiend ohne Wort und Tat. Ich fühle mich dann abgeschnitten vom Fluss des Seins, nicht in Kontakt mit Anderen und damit nicht in Kontakt mit mir. Warum suche ich mich im Anderen? Ich hätte so gern etwas Frieden in meinem Leben, mehr Vertrauen in eine Kraft, die in mir ist, ich selbst aber nicht bin.
Liebe Grüße
Michael
Ich bin neu hier im Forum, habe einige Threads gelesen und mich dazu entschlossen, selbst einen aufzumachen.
Gleich vorweg - eine konkrete 'Frage' habe ich nicht, da auch mein Thema nicht so konkret ist. Es dreht sich vielmehr um Fragen, wie ich 'richtig' umgehen kann mit meiner Lebenssituation. Ich habe damit insofern Schwierigkeiten, als dass ich eine Person bin welche 'aus der Reihe tanzt' und daher im eigenen familiären/sozialen Umfeld nur wenig 'Anleitungen' bzw. Vorbildleistungen beziehen kann.
Warum im Bereich 'Liebeskummer / Herzschmerz' ? Ich versuche schon seit Jahren, das zu führen, was man, glaube ich, ein normales Leben nennt. D.h. Wurzeln, fester Wohnort, feste Beziehung, Geld ‚horten’ für Wohnungskauf, finanzielle Selbstständigkeit, ein fester, lokaler Freundeskreis etc. - gelingen will es mir nicht (dazu später noch einige Worte). Jetzt habe ich vor 3 Jahren eine Frau kennengelernt, bei welcher ich dachte & fühlte - passt die ist es. Super verstanden, super Sex, tiefe Gefühle da, nur selten, wenn überhaupt der Gedanke ‚doch nicht’ – ich würde sie als große Liebe bezeichnen. Zusammen gewohnt, ähnliche Arbeits- und Studieninteressen, überschneidende Freundeskreise, gutes Verhältnis zu den jeweils anderen Familien und Eltern. In den vorangegangenen (in ihren Ausprägungen sehr unterschiedlichen) Beziehungen hat sich dieses Gefühl der Verbindung auf vielen Ebenen nie so wirklich einstellen wollen. Auch für sie ist oder war es nach Eigenaussage wie die Beziehung die sie sich immer gewünscht hat.
Aber wir hatten auch unsere Probleme. Sie kämpfte immer wieder mit Fluchtfantasien, zumeist realisiert durch Alkoholexzesse oder früher Bulimie, schön abgeschmeckt mit einem gestörten Verhältnis zu Vater und Mutter. Ich besitzergreifend und herrisch, die dunkle Seite von beiderseitigen Verlustängsten. Beide waren wir in gewisser Weise voneinander auch emotional abhängig - das hatte ein bisschen so den Charakter, als versuche der eine immer, die Schwäche des anderen auszugleichen, wobei auch eine Art von gegenseitigem ‚Lernen’ und ‚Positionen aneinander annähren’ entstand (sie: wenig zu ‚Nein’ fähig, ich: hart im positiven Urteil; sie: leichtfüßig, ich: kritisch; sie: zu unterwürfig, ich: zu dominant, sie: zu offenherzig zu Anderen, ich: zu distanziert). Der Umstand, dass ich Menschen zumeist gut ‚lesen’ kann, hatte zu einem gewissen Grad belastend zur Beziehung beigetragen, da sich das Gegenüber dadurch schutzlos oder ‚ausgezogen’ vorkommt. Eine mir selbst nicht ganz erklärbare Schwäche aber auch Stärke ist meine Konfliktträchtigkeit – soll heißen, ich gehe Streit nicht aus dem Weg sondern suche die ‚Reibung’, wohl um einerseits gefühlte Ungerechtigkeit auszugleichen, aber auch um zu ‚fühlen’. Das hat ihr einerseits gefallen (sie: ich stelle mich den Problemen, Gesicht gegen den Wind) aber uns (und mir anderswo sowieso) auch das Leben schwer gemacht.
Friede Freude Eierkuchen, wir hatten Namen für unsere hypothetischen Kinder, ein ersonnenes Heiratsdatum, einen Ring, nach 3 Jahren immer noch guten Sex und die wohlwollenden Worte unserer zukünftigen Schwiegereltern, Pläne für die gemeinsame Zukunft - denkste, am Tag an dem der Mietvertrag für unsere neue Wohnung unterschrieben werden soll, ist sie mit einem alten Jugendfreund durchgebrannt, kalte Füße und eine Portion ‚ich bin nicht so weit’, ich natürlich vollkommen aus der Bahn geworfen. Sie hat jetzt eine eigene Wohnung und ist mit dem Neuen zusammen et cetera. Ich glaube, ihre Motivationen und Ängste zu verstehen, und auch meinen eigenen geleisteten ‚Beitrag’. Sie ist also weg. Ich mache eine Psychotherapie um diese Trennung und die dadurch entstandenen Schäden aufzuarbeiten, vor Allem lässt mich die Kälte, mit welcher die Trennung vollzogen wurde, sehr an dem Wert von ‚großen’ Gefühlen zweifeln. Sie hat es nicht geschafft, sich selbst zu trennen, sondern mich 3, 4 Wochen sukzessive durch eine Ja-Nein-Vielleicht/Vielleicht-Doch-Nicht-Hölle geschickt (und ich habe mich, schockstarre-bedingt, natürlich schicken lassen), an deren Ende ich mir selbst das Messer im Herzen umgedreht, sprich, mich aus eigener Kraft endgültig getrennt habe. Die Enttäuschung über das wahre Ausmaß ihrer emotionalen Leere hat mich sehr getroffen, gleichsam damit, dass sie leider nie den Mut dazu aufgebracht hat, mit mir ein von gegenseitiger Wertschätzung geprägtes Trennungsgespräch zu führen. Rückwirkend betrachtet war vieles beiderseits von Unreife geprägt. Ich hoffe, dass ich irgendwann wieder fähig sein werde, mich auf eine Frau einzulassen. Zur Zeit lerne ich nette Frauen kennen, kann aber emotional gar nichts mit ihnen anfangen – es ist wie eine innere Wand, gegen die ich laufe wenn ich mich öffne.
Warum erzähle ich das? Diese schmerzliche Trennung hat mich in eine ‚Lebenskrise’ gestürzt, welche sich schon länger abzuzeichnen begann. Ich habe aufgrund der Trennung meine bisherige Wohnung verloren (war schon gekündigt als sie durchbrannte, und es nichts wurde aus der gemeinsamen Wohnung), daraufhin auch meinen Arbeitsplatz (eher unfreiwillig) gekündigt und bin zurück aufs Land zu meinen Eltern gezogen, wo ich allerdings, mangels beruflicher und sozialer Perspektiven, nicht sonderlich glücklich bin. Mein Beruf ist in einer Nische angesiedelt und ich von daher auf die Stadt auch angewiesen. Ich habe nach dem Studium in den letzten Jahren aus beruflichen Gründen in vielen Städten (Wien, Linz, Graz, Salzburg und zuletzt München) gewohnt, bin aber dort nirgends ‚angekommen’, sprich wenige stetige Freundschaften oder soziale Aktivitäten. Mein Freundeskreis ist seit Jahren auf mehrere Städte und einige wenige Menschen weitläufig auf Österreich verteilt. Seit einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Australien Mitte des Studiums ist die Situation, vor Allem die freundschaftlich-soziale, nur noch schlechter geworden.
Diese ‚Freiheit’ und der Erfahrungsreichtum, um die mich vielleicht einige Menschen beneiden würden, bezahle ich mit einem Preis der mir zu schmerzhaft ist. Dabei blicke ich auf Freunde und Bekannte, die heiraten, Kinder haben, ein regelmäßiges Einkommen, Freunde, Hobbies, ein Haus bauen, etc... und bekomme den Eindruck, selbst nichts davon fertig zu bringen. Beneiden ist ein wichtiges Stichwort, manchmal habe ich von mir selbst den Eindruck ich müsste mir und dem Rest der Welt besonders ‚Großes’ beweisen, die Welt und den Menschen verbessern, ein großer ‚Wurf’ sein, die Erde auf den Schultern tragen, Geschichte schreiben. Das kommt davon, wenn einem bereits als Kind eingetrichtert wird, dass man was Besonderes ist, vielleicht hochbegabt, auf jeden Fall studieren, in jedem Fall was aus sich machen. Ich wurde als Kind wegen pubertärer Defizite gehänselt (und dabei ist aus dem Entlein ein durchaus passabler Schwan geworden) und auch körperliche Übergriffe waren keine Seltenheit, beim Kicken immer als Letzter in die Mannschaft gewählt, aber auch nicht Streber oder Klassenbester, eher immer von der Kategorie: Besonders. Besonders laut, besonders sensibel, besonders wortgewandt, besonders scharfsinnig, besonders ‚reifer’ im Denken, besonders der ‚Stachel im Fleisch’, besonders ‚kreativ’, besonders „..ja klar, der“ und so weiter.
Meine familiäre Situation hat sich nicht unbedingt sonnenklar gezeichnet, wenngleich jeder versucht hat, das Beste daraus zu machen. Meine Mutter Alleinerzieherin, zu früh schwanger, der Vater glänzte mit Abwesenheit, heute steht der Kontakt, dürftig zwar, aber immerhin. Frühkindliche Komplikationen mit Todesängsten, längerer Krankenhausaufenthalt im Säuglingsalter – wenig ‚Bonding’ Phase. Die Mutter leider oft schlecht vom Vater geredet, der so schlecht dann eigentlich gar nicht ist (Männerrollen-Verständnis, unbewusste Kastration). Aber auch große Mutterliebe, viel Unterstützung des Elternhauses, in mancher Hinsicht leider zuviel, sodass in gewissen Bereichen Selbstständigkeitsdefizite meinerseits vorhanden sind. Emotionale Manipulation durch die Mutter und auch teilweiser Rollen- und Verantwortungstausch (Stichwort einziger Sohn als ‚Familienfortführer’, Ersatzmann, Beschützer vor gewalttätigen Liebhabern) kam vor und ist auch Thema der psychotherapeutischen Aufarbeitung. Systemische Familienaufstellungen inkl. dem Aufdecken von Familiengeheimnissen, großfamiliäres ‚Detektiv - Spielen’, Aussprachen, Konfrontationen, Geständnisse, alles schon gehabt.
Aber was hier vor Allem gefehlt hat und – ohne das jemand sonderlich etwas dafür kann – fehlt: das Vorbild. Es ist schlicht und einfach in meiner Familie oder auch im Bekanntenkreis kein älterer Mann vorhanden, der so ist wie ich, an dem ich mich orientieren könnte – kein Studierter, kein politisch Interessierter, kein Bereister, kein Getriebener, kein ‚großer Mann’.. niemand Älterer, zu dem ich hoch schauen könnte, von dem ich eine Anleitung bekommen würde, der mich zurechtstutzen könnte, der mir einen Weg zeigen könnte, manchmal auch einfach jemand, der mir argumentativ oder intellektuell mal Einhalt bietet.
Ich habe das Gefühl, seit nunmehr 7, 8 Jahren wie ein freies Radikal herumzuschwirren, ohne zu wissen wohin, ohne anzukommen, ohne eine Aussicht auf die sehnsüchtig gewünschte Ruhe und Stabilität, Regelmäßigkeit und Rückhalt, Frieden und Sicherheit, ohne Wurzeln und Urvertrauen, ohne Ruhe und Gleichgewicht.
Als ‚Sahnehäubchen’ hat mit ein Psychiater vor nicht allzu langer Zeit eine bipolare Störung attestiert, an welcher ich und auch mein Therapeut allerdings stark zweifeln. Das Thema ‚bipolar’ oder ‚manisch-depressiv’ beschäftigt mich als Wort zwar schon lange, aber meine Eigenbeobachtung und Vergleich mit tatsächlich Erkrankten zeichnet von mir eher das Bild einiger installierter, instabiler Persönlichkeitszüge als dass einer tatsächlichen, biochemischen Störung a la Bipolar. Nichts desto trotz fühle ich mich wie ein stets Suchender, immer einen Schritt weiter gehen, nie stehenbleiben, ungeduldig, getrieben, oft unzufrieden mit dem, das mir das Leben gibt – und es gibt mir nicht zuwenig, das weiß ich - aber dann auch gerne von Selbstzweifeln geplagt, weil ich mit meinem mir selbst auferlegten Tempo gar nicht mithalten kann.
Wenig Dankbarkeit, aber zuweilen Egoismus und Selbstverliebheit, besserwisserisch und streitsüchtig, nicht einfühlsam und überheblich, auch kindisch und unselbstständig - das sind negative Eigenschaften, die mir wohl einige Menschen zuschreiben würden, gerade solche die mich nur wenig kennen. Meistens ändert sich dieses Bild hochgradig, wenn Menschen mich besser kennenlernen. Ich selbst erlebe mich – welch Überraschung – kaum so: mich dürstet danach, dass sich andere Menschen mir öffnen, mir von sich erzählen, ihre Leiden, ihre Freuden, dass sie sich mir nähern. Ich möchte für sie streiten, mich für sich einsetzen, sie kennen, ihr wahres Ich hinter den alltäglichen Masken. Aber schon beim Schreiben dieser Worte drängt sich in mir der Gedanke auf: ich möchte Verantwortung übernehmen für Dinge, die ich nicht zu verantworten habe – und dann beschleicht mich auch unmittelbar der Gedanke, dass es gar nicht Verantwortung ist, die ich übernehmen will, sondern ein Auswuchs zwanghaften Kontrollbedürfnisses, dass ich über dieses Hintertürchen ausüben möchte.. wiederum gespeist von schlussendlichen Verlustängsten.. diese Art von gedanklichen ‚Kurzschlüssen’ begleiten mich vielleicht zu oft des Tages, da ich viele meiner Denkansätze bis ins Kleinste reflektiere, um ja nichts aus falschen Gründen heraus ‚falsch’ zu machen – man kann sich vielleicht vorstellen, wie anstrengend es ist, in diesen analytischen Prozessen gefangen zu sein. Gerade die Problematik der Eigen- und Fremdwahrnehmung ist eine derer, über die ich stundenlang brüte, trotz besseren Wissens dass es dazu keine endgültige Wahrheit, kein objektives Ergebnis gibt und nie geben wird. Da steht Ratio gegen Gefühl, und beide fechten einen unerbittlichen Kampf, in welchem keiner je siegen wird.
So, abschließend zu meiner ‚Eigen-Anamnese’: mir ist klar, dass ich zu sehr auf die negativen Seiten meines Selbst, und zu wenig auf das Positive blicke. Es fällt mir schwer, auf eben dieses Positive zu blicken – bildlich gesprochen habe ich den Eindruck, das dass Betrachten des Positiven sich so äußert: ich teile mit einem Schlag das Wasser und sehe das Positive am Grund, aber sogleich fährt das Wasser zurück und verdeckt den Blick wieder und wieder und wieder... und mir fehlt die Kraft, ständig ins Wasser zu schlagen. Auch – und das ist mir sehr wichtig – betonen möchte ich, dass ich kein Mitleid erhaschen will (der einmal gehörte Vorwurf sitzt mir gewaltig im Nacken) – und auch das Selbstmitleid ist eine mir bekannte Macht, vor welcher ich mich tunlichst zu hüten versuche. Ich erzähle meine Geschichte und hoffe damit Menschen zu finden, die Ähnliches durchgemacht haben und mir vielleicht eine Idee davon geben können, wie ‚es’ gehen könnte.
Seit eingangs besagter Trennung vor rund 3 Monaten nehme ich Anti-Depressiva. Die Tabletten helfen ein bisschen mit der Stimmung. Ich habe sie einige Male abzusetzen versucht, doch kommen die negativen Gedanken dann schneller als sonst, wobei sie mir auch so nicht erspart bleiben. Mein Antrieb und Motivation, in der Früh aus dem Bett zu kommen, sind nicht gerade hoch. Mir fehlen die beruflichen und sozialen Perspektiven, und es fällt mir schwer einzuschätzen, wie ich denn jetzt mit meinem Leben weitermachen sollte, nachdem ich quasi mit 200 gegen die Wand gefahren bin. Zudem denke ich viele Stunden am Tag an meine Ex, daran ändern auch neue Bekanntschaften wenig. Ich betreibe täglich Sport und schau, dass ich unter Leute komme, die Familie regelmäßig sehe und Dinge tue, die ich schon lange tun wollte (also alles, was ein Ratgeber so an Ratschlägen hergibt).. dennoch, irgendwie komm ich einfach nicht in die Gänge – zumindest nicht dauerhaft und stabil. Und das ärgert mich, weil ich mich als Versager auf voller Linie fühle – ein nicht auszuhaltendes Gefühl bei dem gleichzeitigen Leistungsdruck, welchen ich mir selbst unfreiwillig auferlege – aber damit nicht genug, dass Eigenbild dass mir sagt: du bist zu unselbstständig weil du jetzt wieder zuhause wohnst – DAS ist das eigentliche Problem, deine eigene Faulheit – damit gebe ich mir selbst den Rest. Manchmal sind die Stimmungslöcher so tief, dass ich mich schon wo baumeln sehe... dass schmerzt dann insofern, als dass ich mir von mir selbst denke: wow, so tief bist du gefallen dass du schon beginnst, über diesen Nicht-Ausweg nachzudenken. Also quasi eine Reflexion über die eigene Reflexion. Manchmal denke ich mir, ich spiele Schach gegen mich selbst.
Ich würde mir im Grunde nichts mehr wünschen (zumindest nehme ich das von mir an) als eine sozial-beruflich-räumliche ‚Konsolidierung’, so denn man einen solchen Begriff dafür verwenden darf. Doch mir scheint, dass ich diesem Wunsch durch meine mir selbst auferlegte Rastlosigkeit nicht näher komme, sondern im Gegenteil mich immer weiter davon entferne, je mehr ich ihn zu realisieren versuche. Dazu gehört eben auch die vorhin angesprochene Beziehung, da ich sie vermeintlich für den ‚Anker’ hielt, den ich brauchte – nicht der Beruf, nicht die Freunde, nicht die Familie, nicht die jeweilige Stadt – nein die Liebe soll es sein, die mich hält... daher ist auch mein ‚Urvertrauen’ in diese Form des menschlichen Seins so erschüttert.
Ich kann nicht mehr schreiben.. ich könnte noch soviel erklären, aber was bringt dieses ewige Erklären eigentlich.. ich habe den Eindruck, dass, wenn ich es nicht mache, mich also nicht erkläre, ich auch nicht bin. Ich bin durch das Wort und die Tat. Aber ich fühle mich nicht als Seiend ohne Wort und Tat. Ich fühle mich dann abgeschnitten vom Fluss des Seins, nicht in Kontakt mit Anderen und damit nicht in Kontakt mit mir. Warum suche ich mich im Anderen? Ich hätte so gern etwas Frieden in meinem Leben, mehr Vertrauen in eine Kraft, die in mir ist, ich selbst aber nicht bin.
Liebe Grüße
Michael
OK vielleicht ist der Text zu lang.
Im Grunde sitze ich in einem Loch und weiß nicht so recht, wie da wieder rauskommen. Es ist, als ob der Motor zwar immer kurz 'hustet' aber nicht und nicht und nicht anspringen will.
Im Grunde sitze ich in einem Loch und weiß nicht so recht, wie da wieder rauskommen. Es ist, als ob der Motor zwar immer kurz 'hustet' aber nicht und nicht und nicht anspringen will.
Toller text-
ich erkenne mich (leider) in einigen passagen wieder.
Im grunde, wenn man es in ein paar worte zsuammenfasst gehts doch darum:
deine freundin hat dich verlassen (auch noch wegen nem anderen, böse sache das!)
dadurch ausbruch psychischer instabilität
jobmäßig siehts schlecht aus
soziales umfeld nicht vorhanden? oder nur wenig
das sind viele baustellen auf einmal, vielleicht solltest du eine nach der anderen "abarbeiten"? Dich zuerst auf deine gesundheit konzentrieren (anti-depressiva gehn ja mal gar nicht auf dauer!)und dir über alles andere versuche einfach weniger gedanken machen?
dann der nächste schritt usw...nicht alles auf einmal, so wie du es gedanklich machst?
und akzeptiere als erstes, dass es dir zur zeit gesundheitlich nicht gut geht (ohne schuldgefühle oder ärgern etc.) pure reine aktzeptanz ! Alles andere ist erstmal nebensache!
Ach, fällt mir grad schwer dir nen untermauerten rat zu geben...;-)
Dein text hat mich so umgehauen!
B.
ich erkenne mich (leider) in einigen passagen wieder.
Im grunde, wenn man es in ein paar worte zsuammenfasst gehts doch darum:
deine freundin hat dich verlassen (auch noch wegen nem anderen, böse sache das!)
dadurch ausbruch psychischer instabilität
jobmäßig siehts schlecht aus
soziales umfeld nicht vorhanden? oder nur wenig
das sind viele baustellen auf einmal, vielleicht solltest du eine nach der anderen "abarbeiten"? Dich zuerst auf deine gesundheit konzentrieren (anti-depressiva gehn ja mal gar nicht auf dauer!)und dir über alles andere versuche einfach weniger gedanken machen?
dann der nächste schritt usw...nicht alles auf einmal, so wie du es gedanklich machst?
und akzeptiere als erstes, dass es dir zur zeit gesundheitlich nicht gut geht (ohne schuldgefühle oder ärgern etc.) pure reine aktzeptanz ! Alles andere ist erstmal nebensache!
Ach, fällt mir grad schwer dir nen untermauerten rat zu geben...;-)
Dein text hat mich so umgehauen!
B.
bearbeitet #4
Es kann dir niemand antworten, weil niemand das empfindet, was wir empfinden. Das Rätsel hab ich letzten Monat gelöst.
Trieb. :)
gefühlte Ungerechtigkeit auszugleichen, aber auch um zu ‚fühlen’. Das hat ihr einerseits gefallen (sie: ich stelle mich den Problemen, Gesicht gegen den Wind) aber uns (und mir anderswo sowieso) auch das Leben schwer gemacht. <<< Falsch. Harmonie ist die Antwort. Unzufriedenheit zwingt dich zum ewigen reden und die Erkenntnis, dass dein Partne sowieso nicht weit genug denken kann um dich zu verstehen. Hast du fein verscheleiert, aber ich helf dir ja etwas auf die Sprünge. ;)
Liebe ist es was du suchst, weil du gesehen hast wie dein Vater euch verlassen hat.Niemals willst du diese Position einnehmen und daher wartets du auf die Frau, welche dir das Sicherheitsgefühl vermittelt für ewig zu sein. Jedoch konnte das bisher keine Frau und da beginnst du jedesmal zu reden. Du suchst die Frau in einer Person die schon längst für dich abgeschrieben ist. WIe auch..du berechnest jeden Menschen und erkennst die Lüge, aber kannst nicht einsam sein. Doch..sehr wohl kannst du alleine, aber du begreifst einfach nicht, dass du Geduld haben musst. Du bist ungeduldig und hast angst etwas zu verpassen..z.B.: die Frau.WIllst endlich die Vollkommenheit erlangen..liebe dich selbst so sehr und denke nicht, dass du verkorkst bist. Die Frau wird kommen, aber nicht solang du dich nicht selbst liebst. Selbstmitleid? lol..du weißt egnau, dass du etwas besonderes bist, aber niemand versteht es. Niemand sieht die Besonderheit in deinen Fähigkeiten, doch du möchtest Anerkennung dafür(auch Trieb). Du lässt dich blenden von deinem Kopf...mache endlich selbsterkenntnis. ;)
Du denkst nur an deine Ex, weil sie die einzige DERZEIT in deinen Augen ist, die dir das Gefühl etwas Besonderes zu sein(vollkommenheit) geben kann, denn sie hat es schon mal gekonnt. Du bist gelenkt vom Trieb, solang bis eine höherwertigere Frau dir AUfmerksamkeit schenkt.
Weißt du was Erinnerungen sind? Momente, in denen du für einen anderen Menschen etwas ganz besonderes warst. Dieses Gefühl..das ist der Trieb..dieser Trieb lenkt dich unaufhörlich und alle "kleinen" Ziele..wie Arbeit, Freunde ect..die gewinnen nur Wichtigkeit, wenn da z.B. eine tolle Frau rumrennt. Derzeit bist du depri, weil du bei deinen Eltern wohnst und denkst, dass du dadurch qualitativ schlecht bist, jedoch begreifst du nicht, dass keine Frau, die so oberflächlich ist dich überhaupt glücklich machen könnte.
sry für meine art und weise zu schreiben bin nich so gebildet.
PS: Mit dem großen Mann in der Familie ist witzig. Sei mal lieber froh über deine Begabung und lass den Scheiß mit dem Doc. Du bist nicht gestört, sondern siehst mit offenen Augen. :S Du bist nicht so primitiv wie der Rest, daher auch nicht einfach zu beglücken. naja..vll kannst du mir ja mal ne erkenntnis geben die ich noch nicht gemacht habe..wäre toll! Würde auch lieber doof, aber glücklich sein! Vll liegt es am Vater und an der wenigen Harmonie zuhause, dass wir auf jede kleine Veränderung komisch reagieren. Angst alles zu verlieren..ja ich denke wir haben ein knacks weg.^^
PPSS: Schnell zum hinzufügen. Damit es dir besser geht und du dein Ziel erreichst, musst du die Sachen in Angriff nehmen, die dich in der heutigen Gesellschaft zu einem qualitativ guten Menschen werden lassen. D.h.: Du gehst zum Sport und fühlst dich gut..wieso? Du denkst nun, dass du toller bist, aber wenn der Erfolg ausbleibst verfällste zurück. Antwort darauf? Ernährung und ordentlich pumpen alle 2 Tage. Ist nur ein Beispiel...allein damit erreichst du deine Zufriedenheit. Du musst da anfangen, wo deine inneren Werte eine große Rolle spielen, die du selbst als Kriterien(ka ob das die mehrzahl is) für Partner hast. Zum Beispiel möchtest du dich mit ihr sehen lassen können. Dann beginne bei deinem Selbstbewusstsein. Sie soll Geld haben, dann verdiene genug für Zwei. Sie soll gut aussehen, dann seh gut genug für 2 aus.Eine Depression definiere ich ganz anders. Es ist die Angst davor keinen gleichwertigen Partner zu fnden oder jemals zu bekommen. Ist dir mal aufgefallen,dass schwer depressive Menschen, die sich neu verlieben, wenn sie es denn noch können, für geschätze 2-3 Monate glücklich sind und danach alles von vorn beginnt? Das ist immer so..jedesmal... Auf Arbeit hat mir mal einer gesagt, so ganz primtiv "eine Frau muss *****, waschen, kochen und kinder hüten können"...weißte im Prinzip bin ich echt nicht so ein Typ, aber m Grunde such ich genau das.lol naja egal gehört hier nicht hin..jedoch musst du erkennen, dass dein Kopf mit den Depressionen nur ausdrückt, dass du dich qualitativ schlecht fühlst obwohl du besser sein KANNST. Solang bis du diese Veränderung nicht herbreiführst bleibt das so oder eine Frau kommt die dich so liebt und auh noch toll ist. Wenn du Eigenschaften hast, welche du nicht verändenr kannst akzeptierst du sie, aber wirkst sehr verletzend, wenn man sie anspricht. Das ist Selbstvertrauen..arbeite auch daran. Du machst das schon Micha...isn leichter Weg..der Weg dahin zu kommen wo du gerade bist war schwerer.
Trieb. :)
gefühlte Ungerechtigkeit auszugleichen, aber auch um zu ‚fühlen’. Das hat ihr einerseits gefallen (sie: ich stelle mich den Problemen, Gesicht gegen den Wind) aber uns (und mir anderswo sowieso) auch das Leben schwer gemacht. <<< Falsch. Harmonie ist die Antwort. Unzufriedenheit zwingt dich zum ewigen reden und die Erkenntnis, dass dein Partne sowieso nicht weit genug denken kann um dich zu verstehen. Hast du fein verscheleiert, aber ich helf dir ja etwas auf die Sprünge. ;)
Liebe ist es was du suchst, weil du gesehen hast wie dein Vater euch verlassen hat.Niemals willst du diese Position einnehmen und daher wartets du auf die Frau, welche dir das Sicherheitsgefühl vermittelt für ewig zu sein. Jedoch konnte das bisher keine Frau und da beginnst du jedesmal zu reden. Du suchst die Frau in einer Person die schon längst für dich abgeschrieben ist. WIe auch..du berechnest jeden Menschen und erkennst die Lüge, aber kannst nicht einsam sein. Doch..sehr wohl kannst du alleine, aber du begreifst einfach nicht, dass du Geduld haben musst. Du bist ungeduldig und hast angst etwas zu verpassen..z.B.: die Frau.WIllst endlich die Vollkommenheit erlangen..liebe dich selbst so sehr und denke nicht, dass du verkorkst bist. Die Frau wird kommen, aber nicht solang du dich nicht selbst liebst. Selbstmitleid? lol..du weißt egnau, dass du etwas besonderes bist, aber niemand versteht es. Niemand sieht die Besonderheit in deinen Fähigkeiten, doch du möchtest Anerkennung dafür(auch Trieb). Du lässt dich blenden von deinem Kopf...mache endlich selbsterkenntnis. ;)
Du denkst nur an deine Ex, weil sie die einzige DERZEIT in deinen Augen ist, die dir das Gefühl etwas Besonderes zu sein(vollkommenheit) geben kann, denn sie hat es schon mal gekonnt. Du bist gelenkt vom Trieb, solang bis eine höherwertigere Frau dir AUfmerksamkeit schenkt.
Weißt du was Erinnerungen sind? Momente, in denen du für einen anderen Menschen etwas ganz besonderes warst. Dieses Gefühl..das ist der Trieb..dieser Trieb lenkt dich unaufhörlich und alle "kleinen" Ziele..wie Arbeit, Freunde ect..die gewinnen nur Wichtigkeit, wenn da z.B. eine tolle Frau rumrennt. Derzeit bist du depri, weil du bei deinen Eltern wohnst und denkst, dass du dadurch qualitativ schlecht bist, jedoch begreifst du nicht, dass keine Frau, die so oberflächlich ist dich überhaupt glücklich machen könnte.
sry für meine art und weise zu schreiben bin nich so gebildet.
PS: Mit dem großen Mann in der Familie ist witzig. Sei mal lieber froh über deine Begabung und lass den Scheiß mit dem Doc. Du bist nicht gestört, sondern siehst mit offenen Augen. :S Du bist nicht so primitiv wie der Rest, daher auch nicht einfach zu beglücken. naja..vll kannst du mir ja mal ne erkenntnis geben die ich noch nicht gemacht habe..wäre toll! Würde auch lieber doof, aber glücklich sein! Vll liegt es am Vater und an der wenigen Harmonie zuhause, dass wir auf jede kleine Veränderung komisch reagieren. Angst alles zu verlieren..ja ich denke wir haben ein knacks weg.^^
PPSS: Schnell zum hinzufügen. Damit es dir besser geht und du dein Ziel erreichst, musst du die Sachen in Angriff nehmen, die dich in der heutigen Gesellschaft zu einem qualitativ guten Menschen werden lassen. D.h.: Du gehst zum Sport und fühlst dich gut..wieso? Du denkst nun, dass du toller bist, aber wenn der Erfolg ausbleibst verfällste zurück. Antwort darauf? Ernährung und ordentlich pumpen alle 2 Tage. Ist nur ein Beispiel...allein damit erreichst du deine Zufriedenheit. Du musst da anfangen, wo deine inneren Werte eine große Rolle spielen, die du selbst als Kriterien(ka ob das die mehrzahl is) für Partner hast. Zum Beispiel möchtest du dich mit ihr sehen lassen können. Dann beginne bei deinem Selbstbewusstsein. Sie soll Geld haben, dann verdiene genug für Zwei. Sie soll gut aussehen, dann seh gut genug für 2 aus.Eine Depression definiere ich ganz anders. Es ist die Angst davor keinen gleichwertigen Partner zu fnden oder jemals zu bekommen. Ist dir mal aufgefallen,dass schwer depressive Menschen, die sich neu verlieben, wenn sie es denn noch können, für geschätze 2-3 Monate glücklich sind und danach alles von vorn beginnt? Das ist immer so..jedesmal... Auf Arbeit hat mir mal einer gesagt, so ganz primtiv "eine Frau muss *****, waschen, kochen und kinder hüten können"...weißte im Prinzip bin ich echt nicht so ein Typ, aber m Grunde such ich genau das.lol naja egal gehört hier nicht hin..jedoch musst du erkennen, dass dein Kopf mit den Depressionen nur ausdrückt, dass du dich qualitativ schlecht fühlst obwohl du besser sein KANNST. Solang bis du diese Veränderung nicht herbreiführst bleibt das so oder eine Frau kommt die dich so liebt und auh noch toll ist. Wenn du Eigenschaften hast, welche du nicht verändenr kannst akzeptierst du sie, aber wirkst sehr verletzend, wenn man sie anspricht. Das ist Selbstvertrauen..arbeite auch daran. Du machst das schon Micha...isn leichter Weg..der Weg dahin zu kommen wo du gerade bist war schwerer.
Wenig Dankbarkeit, aber zuweilen Egoismus und Selbstverliebheit, besserwisserisch und streitsüchtig, nicht einfühlsam und überheblich, auch kindisch und unselbstständig - das sind negative Eigenschaften, die mir wohl einige Menschen zuschreiben würden, gerade solche die mich nur wenig kennen.Dreh doch das Ganze mal um und suche in den Eigenschaften das Positive. Du bist ja nicht umsonst so. Das hat Gründe. Such erst einmal die Gründe für dein Verhalten, deine Eigenschaften. Und betrachte dich nicht mit den Augen der anderen. Ist ja schön, wenn sie dich so sehen. Aber sie sind doch nicht das Maß der Dinge. Wenn du danach gehen willst, fängst du an, dich zu verbiegen. Und dann wird es dir noch schlimmer gehen, weil du nicht mehr du selbst bist. Geht im übrigen ganz schnell und geht auch Menschen so, die wenig Kontakt zu anderen haben oder irgendwo neu sind.
Bleib dir treu! Das ist erst einmal die wichtigste Lebensregel.
Thema ‚bipolar’ oder ‚manisch-depressiv’ beschäftigt mich als Wort zwar schon langeJa, bla, bla, bla... Was Ärzte sagen... :rolleyes: Ca. 80% der Bevölkerung in Dtl sind gelegentlich oder ständig (erkrankt) depressiv. Darauf würde ich nix geben.
Aber vielleicht solltest du dich nicht mit den negativen Dingen in deiner Situation beschäftigen. "Der Mensch ist das Produkt seiner Gedanken". Diese Weisheit gibt es nicht umsonst. Du denkst dich dorthin, wo du hingehen wirst bzw. hast dich in deine Situation gedacht. Ist auch kein Märchen, ist mir nämlich selber schon oft so gegangen. Es wird immer leichter sein, negativ zu denken und sich selbst runter zu ziehen. Ist einfach einfacher, weil man sich da bloß fallen lassen muss. Eine positive Lebenseinstellung finden bedeutet kämpfen...
Ich versuche schon seit Jahren, das zu führen, was man, glaube ich, ein normales Leben nennt. D.h. Wurzeln, fester Wohnort, feste Beziehung, Geld ‚horten’ für Wohnungskauf, finanzielle Selbstständigkeit, ein fester, lokaler Freundeskreis etcDu definierst dich über andere. Was ist "normal"? Für mich wäre das Leben z.B. nicht normal, was du anstrebst. Du richtest dich danach, wie andere leben und willst das auch haben. Wird aber nicht funktionieren. Du musst deine Wünsche und Ziele FÜR DICH festlegen und nicht "für andere". Aus dir spricht Neid. Wer neidisch ist, wird aber nie ans Ziel kommen, sondern immer nur seinen Wünschen hinterherrennen.
Hast du dir denn überhaupt schon mal Gedanken gemacht, wie du deine Wünsche erreichen willst? Was du dafür tun musst?
Vielleicht solltest du einfach auch mal dein Leben akzeptieren und das Beste daraus machen. Ich z.B. kann mittlerweile damit leben, dass ich kein Typ für eine feste Beziehung bin. Ich hab auch mittlerweile kein Problem mehr, dass ich nicht ein Mensch bin, der irgendwo "Wurzeln" haben will. Früher wollte ich das auch immer und hab teilweise schon Leute "beneidet", die das hatten. Mittlerweile weiß ich aber auch, dass daraus auch eine große Unflexibilität resultiert. Starre Denkmuster, teilweise Behäbigkeit und Faulheit zum Denken, zur Kreativität werden hinter materiellen und "familiären" Werten versteckt. Nein danke, soooo möchte ich nicht sein. :eek: Da hat das Leben wesentlich mehr zu bieten, als sich hinter solchen "Werten" zu verschanzen.
Versuch doch mal, in eine andere Richtung zu denken. Grübel nicht darüber nach, was du NICHT hast, sondern was du mit dem anfangen kannst, was du hast. Das meine ich allerdings auch schon auf der mentalen Ebene. Ich weiß, dass das ein schlauer Spruch ist, wenn man keinen Job hat. Aber versuch mal, deine Ansichten zu hinterfragen, ob es wirklich das supergrößte Lebensglück ist, was du so haben willst. Stell dir einfach mal die Frage: Wie sieht mein Leben aus, wenn ich das alles hab? Was kommt danach? Du wirst staunen, was dabei heraus kommt...
bearbeitet #6
Danke für Eure Antworten.
@ B52
Ja da hast du wohl recht, eins nach dem anderen. Im Grunde mach ich das auch.. manchmal fällt es schwer weil die Gedanken alle gleichzeitig so reinprasseln, aber ein guter 'Trick' ist, sich auf die Position des stillen Beobachters zurückzuziehen - so wie das Auge, dass sich selbst nicht sehen kann, hat man in sich einen 'Geist', eine Position, von der aus man seine Gedanken, Gefühle, den Körper vorbeiziehen sieht und der man zwar selbst ist, aber nicht beschreiben kann was er ist (der Geist), sondern immer nur was er nicht ist (Gefühle, Gedanken..)
@Tylli
Mit der Herkunft der negativen Eigenschaften, da hast du bestimmt Recht. Werde versuchen, dem mal genauer nachzugehen, vll schreib ich mir auch mal die Gedanken dazu auf, geschrieben hat mehr 'Einprägungswert' als nur gedacht..
Der Mensch ist das Produkt seiner Gedanken - den Satz sollt ich mir vll hinter die Ohren schreiben :) hab ich noch nie gehört. Und auch dieser Vergleich mit dem Fallen lassen gefällt mir sehr gut. Werd mir das zu Herzen nehmen.
Neid würde ich das nicht nennen. Es ist eher die Suche nach einem Vorbild und einer Lebensart / Einstellung, 'wie' es gehen könnte. Mit dem 'wie' meine ich v. A. dass ich mir mit meinem Charakter etwas aufbaue, dass ich auch mit eben diesem vereinbaren kann (nicht dass ich mich selbst nicht mag; ich meine diese innere Unruhe; wie ich die zufrieden stellen kann).
Das mit den Werten verschanzen.. damit magst du teilweise recht haben, aber das ist nur eine Seite der Medaille.. gut das auszudiskutieren ist mühselig, ich glaube aber fest dass der Mensch beides gleichbedeutend braucht: Wurzeln und Flügel (sagt auch Goethe :) )
@Knoxx
Danke auch für deine Antwort. Ich hatte beim Lesen so den Eindruck dass da viel Wahres drin steckt, tu mir allerdings streckenweise schwer zu deuten auf was du genau raus willst. Also vor Allem das mit dem Trieb, was meinst du damit (Rätsel gelöst...) ?
Das mit dem Liebe suchen, da liegt bestimmt Wahrheit drin. Ich vermisse (m)einen Vater, und bin dabei dass 'hochzuholen' bzw. mich damit intensiver als zuvor damit auseinander zu setzen.
Das mit dem Gefühl etwas Besonderes zu sein.. ja und nein, ja weil: natürlich gibt einem ein Mensch der einen liebt für das was man eben ist auch das Gefühl, besonders zu sein (und wer mag dieses Gefühl nicht).. andererseits nein: weil ich davon ausehe oder die Einstellung habe, dass jeder Mensch etwas Besonderes ist in seiner Weise.. und trotzdem sind wir alle gleich, ich habe diese 'Erfahrung' gemacht im Auslandssemester, wo ich viele neue Menschen kennengelernt habe aus aller Herren Länder... alle die gleichen Sorgen und Freuden, aber alle was Besonderes.
Ob alles nur toll ist, wenn eine tolle Frau herumläuft, das wage ich (für mich zumindest) zu bezweifeln.. ich weiß auch nicht recht wie du drauf kommst, hast du da vielleicht ein bisschen zuviel von dir auf mich projiziert? Eine tolle Frau ist für mich Unterhaltung und Spielzeug, aber auch ein respektiertes, intellektuelles Gegenüber mit dem ich einen Weg gehen kann. Mir taugts oftmals einfach auch mit mir selber.. aber natürlich ist es auch nett, wenn man vor einer tollen Frau die 'Muskeln' spielen lassen kann..
Zu deiner PM, die hab ich nicht ganz verstanden, also warum du da so aggressiv geworden bist im Ton. Anerkennung sucht jeder Mensch, aber das ist nicht primär das, worum es mir geht. Es geht mir darum, wie ich mit meinem Lebenshintergrund ein Leben führen kann, indem ich mich zufrieden und geeingt fühle.. gerne können da auch Fragen von Anerkennung, Ehrgeiz, Trieb und was weiß ich noch was eine Rolle spielen, aber vorrangiges Element ist nicht Anerkennung sondern eben: Zufriedenheit, innere Ruhe, Frieden.
Ich bin auch nicht überzeugt dass ich Recht habe oder nicht (womit auch??) - das 'hm' war nicht mehr und nicht weniger daher kommend, dass ich eben eine Antwort erwartet habe.. und mir dann dachte 'na vielleicht ist der Text zu lang als dass sich das wer antut darauf was zu schreiben' .. also ja, Enttäuschung, aber ist das so schlimm für dich oder?
Der 'Doc' und ich können sehr gut miteinander reden. Er gibt mir keine 'Gründe' für mein Verhalten aber wir ergründen gemeinsam und erarbeiten Perspektiven gemeinsam. Das tut gut, weil der 'Doc' mit mir reden kann bzw. ich mit ihm.
Und ich bilde mir nicht ein besser zu sein als du - ich weiß auch nicht recht wie du darauf überhaupt kommst habe ich denn irgendwas diesbezüglich fallen lassen? Dieser Text ist doch gerade erst meine erste Reaktion auf deinen Text ???
Und nein, auch kein verletzter Stolz - das versteh ich jetzt sowieso überhaupt nicht wie du auf das kommst.. aber gut. Kein verletzter Stolz vorhanden. Ich hatte es schon erwähnt, ich bin nur auf der Suche nach 'Gleichgesinnten' welche vielleicht ein ähnliches Schicksal erlebt haben oder erleben, um mich auszutauschen.. hier wo ich wohne stehe ich leider eher auf einsamer Flur damit..
Und zum Abschluss: nein es stört mich auch nicht ob du besser oder schlechter schreibst oder dich ausdrückst als ich .. erstens würde ich beim Lesen deines Textes nicht mal auf den Gedanken kommen wenn du es nicht selbst erwähnen würdest und zweitens: warum sollte ich mir auch dazu was denken? Ich schreib halt wie ich schreib, mein Problem ist unter Anderem eh dass ich dafür immer wieder stigmatisiert werde oder geworden bin: sprich: 'der Gscheite' und bla bla.. was meinst wie das ist wenn einem immer wer ein 'Talent' vorhält und sagt man will sich damit nur profilieren... ich schreibe halt gerne in dieser Art bzw. spiele gern mit dem Text und der Sprache (das ist auch der Grund warum ich das beruflich tue bzw. anstrebe)..
LG
Michael
@ B52
Ja da hast du wohl recht, eins nach dem anderen. Im Grunde mach ich das auch.. manchmal fällt es schwer weil die Gedanken alle gleichzeitig so reinprasseln, aber ein guter 'Trick' ist, sich auf die Position des stillen Beobachters zurückzuziehen - so wie das Auge, dass sich selbst nicht sehen kann, hat man in sich einen 'Geist', eine Position, von der aus man seine Gedanken, Gefühle, den Körper vorbeiziehen sieht und der man zwar selbst ist, aber nicht beschreiben kann was er ist (der Geist), sondern immer nur was er nicht ist (Gefühle, Gedanken..)
@Tylli
Mit der Herkunft der negativen Eigenschaften, da hast du bestimmt Recht. Werde versuchen, dem mal genauer nachzugehen, vll schreib ich mir auch mal die Gedanken dazu auf, geschrieben hat mehr 'Einprägungswert' als nur gedacht..
Der Mensch ist das Produkt seiner Gedanken - den Satz sollt ich mir vll hinter die Ohren schreiben :) hab ich noch nie gehört. Und auch dieser Vergleich mit dem Fallen lassen gefällt mir sehr gut. Werd mir das zu Herzen nehmen.
Neid würde ich das nicht nennen. Es ist eher die Suche nach einem Vorbild und einer Lebensart / Einstellung, 'wie' es gehen könnte. Mit dem 'wie' meine ich v. A. dass ich mir mit meinem Charakter etwas aufbaue, dass ich auch mit eben diesem vereinbaren kann (nicht dass ich mich selbst nicht mag; ich meine diese innere Unruhe; wie ich die zufrieden stellen kann).
Das mit den Werten verschanzen.. damit magst du teilweise recht haben, aber das ist nur eine Seite der Medaille.. gut das auszudiskutieren ist mühselig, ich glaube aber fest dass der Mensch beides gleichbedeutend braucht: Wurzeln und Flügel (sagt auch Goethe :) )
@Knoxx
Danke auch für deine Antwort. Ich hatte beim Lesen so den Eindruck dass da viel Wahres drin steckt, tu mir allerdings streckenweise schwer zu deuten auf was du genau raus willst. Also vor Allem das mit dem Trieb, was meinst du damit (Rätsel gelöst...) ?
Das mit dem Liebe suchen, da liegt bestimmt Wahrheit drin. Ich vermisse (m)einen Vater, und bin dabei dass 'hochzuholen' bzw. mich damit intensiver als zuvor damit auseinander zu setzen.
Das mit dem Gefühl etwas Besonderes zu sein.. ja und nein, ja weil: natürlich gibt einem ein Mensch der einen liebt für das was man eben ist auch das Gefühl, besonders zu sein (und wer mag dieses Gefühl nicht).. andererseits nein: weil ich davon ausehe oder die Einstellung habe, dass jeder Mensch etwas Besonderes ist in seiner Weise.. und trotzdem sind wir alle gleich, ich habe diese 'Erfahrung' gemacht im Auslandssemester, wo ich viele neue Menschen kennengelernt habe aus aller Herren Länder... alle die gleichen Sorgen und Freuden, aber alle was Besonderes.
Ob alles nur toll ist, wenn eine tolle Frau herumläuft, das wage ich (für mich zumindest) zu bezweifeln.. ich weiß auch nicht recht wie du drauf kommst, hast du da vielleicht ein bisschen zuviel von dir auf mich projiziert? Eine tolle Frau ist für mich Unterhaltung und Spielzeug, aber auch ein respektiertes, intellektuelles Gegenüber mit dem ich einen Weg gehen kann. Mir taugts oftmals einfach auch mit mir selber.. aber natürlich ist es auch nett, wenn man vor einer tollen Frau die 'Muskeln' spielen lassen kann..
Zu deiner PM, die hab ich nicht ganz verstanden, also warum du da so aggressiv geworden bist im Ton. Anerkennung sucht jeder Mensch, aber das ist nicht primär das, worum es mir geht. Es geht mir darum, wie ich mit meinem Lebenshintergrund ein Leben führen kann, indem ich mich zufrieden und geeingt fühle.. gerne können da auch Fragen von Anerkennung, Ehrgeiz, Trieb und was weiß ich noch was eine Rolle spielen, aber vorrangiges Element ist nicht Anerkennung sondern eben: Zufriedenheit, innere Ruhe, Frieden.
Ich bin auch nicht überzeugt dass ich Recht habe oder nicht (womit auch??) - das 'hm' war nicht mehr und nicht weniger daher kommend, dass ich eben eine Antwort erwartet habe.. und mir dann dachte 'na vielleicht ist der Text zu lang als dass sich das wer antut darauf was zu schreiben' .. also ja, Enttäuschung, aber ist das so schlimm für dich oder?
Der 'Doc' und ich können sehr gut miteinander reden. Er gibt mir keine 'Gründe' für mein Verhalten aber wir ergründen gemeinsam und erarbeiten Perspektiven gemeinsam. Das tut gut, weil der 'Doc' mit mir reden kann bzw. ich mit ihm.
Und ich bilde mir nicht ein besser zu sein als du - ich weiß auch nicht recht wie du darauf überhaupt kommst habe ich denn irgendwas diesbezüglich fallen lassen? Dieser Text ist doch gerade erst meine erste Reaktion auf deinen Text ???
Und nein, auch kein verletzter Stolz - das versteh ich jetzt sowieso überhaupt nicht wie du auf das kommst.. aber gut. Kein verletzter Stolz vorhanden. Ich hatte es schon erwähnt, ich bin nur auf der Suche nach 'Gleichgesinnten' welche vielleicht ein ähnliches Schicksal erlebt haben oder erleben, um mich auszutauschen.. hier wo ich wohne stehe ich leider eher auf einsamer Flur damit..
Und zum Abschluss: nein es stört mich auch nicht ob du besser oder schlechter schreibst oder dich ausdrückst als ich .. erstens würde ich beim Lesen deines Textes nicht mal auf den Gedanken kommen wenn du es nicht selbst erwähnen würdest und zweitens: warum sollte ich mir auch dazu was denken? Ich schreib halt wie ich schreib, mein Problem ist unter Anderem eh dass ich dafür immer wieder stigmatisiert werde oder geworden bin: sprich: 'der Gscheite' und bla bla.. was meinst wie das ist wenn einem immer wer ein 'Talent' vorhält und sagt man will sich damit nur profilieren... ich schreibe halt gerne in dieser Art bzw. spiele gern mit dem Text und der Sprache (das ist auch der Grund warum ich das beruflich tue bzw. anstrebe)..
LG
Michael
vll schreib ich mir auch mal die Gedanken dazu auf, geschrieben hat mehr 'Einprägungswert' als nur gedacht..Ja, mach es schriftlich. Dann siehst du es. Damit kannst du auch viel besser Veränderungen herbeiführen, weil du damit besser arbeiten kannst.
Der Mensch ist das Produkt seiner Gedanken - den Satz sollt ich mir vll hinter die Ohren schreiben :) hab ich noch nie gehört.Es hat sich schon mancher zum Hartz-IV-Empfänger gedacht. Kann ich dir auch begründen: Sobald du anfängst, schlecht über dich zu denken, gerätst du in eine Handlungsstarre. Du sagst dir: "Ich bin nix wert. Ich kann das sowieso nicht." - und damit ist die Spirale nach unten garantiert.
Positive Gedanken über sich selbst haben dagegen eine motivierende Wirkung. Das ist genauso wie wenn dir eine fremde Person sagt: "Hey, das hast du toll gemacht." Damit wirst du dir auch immer wesentlich mehr zutrauen, als du jemals vermutet hast.
Überprüf das mal. Geh mal zurück in deine Schulzeit. Oder schau dir mal deine Eltern an.
Oder nimm ein ganz simples Beispiel: Jeder freut sich auf den Urlaub. Umso schöner wird er, je größer die Vorfreude ist. Ist wie Weihnachten bei kleinen Kindern. ;) Da steckt man ungeheuer viel postive Energie (in Form von Handlungen!) rein, da macht die Planung Spaß, wenn man im Reisekatalog die bunten Bilder sieht, da geht die Phantasie schon mal am Sandstrand unter Palmen spazieren - und so weiter... Ich denke, du weißt, was ich meine.
Neid würde ich das nicht nennen.Das ist schon mal wunderbar, wenn du festgestellt hast, dass es kein Neid ist. :klatsch: :klatsch: :klatsch:
Es ist eher die Suche nach einem Vorbild und einer Lebensart / Einstellung, 'wie' es gehen könnte. Mit dem 'wie' meine ich v. A. dass ich mir mit meinem Charakter etwas aufbaue, dass ich auch mit eben diesem vereinbaren kann (nicht dass ich mich selbst nicht mag; ich meine diese innere Unruhe; wie ich die zufrieden stellen kann).Vielleicht mal als Tipp: Du brauchst nicht unbedingt eine Ausrichtung an einem Vorbild. Das kommt erst später. Diese "innere Unruhe" kann auch daher kommen, dass du keine Ziele hast. Kurz-/mittel-/langfristig. Sie dienen dir als Richtschnur, wie du durch´s Leben zu gehen hast. Sie geben dir eine gewisse Sicherheit, du weißt, wo es langgeht. Und erst danach kannst du dir dein Vorbild suchen.
Als Beispiel: Was nützt dir ein Autoverkäufer als Vorbild, wenn du gar nicht verkaufen willst, sondern lieber mehr mit Menschen zu tun haben willst, ihnen etwas beibringen (und nicht aufschwatzen ;) ) willst (also mehr der soziale Bereich)? Ich denke, du verstehst den Vergleich.
Such dir erst die Vorbilder, wenn du weißt, wo du hinwillst. Ansonsten wird es nur schwer funktionieren.
glaube aber fest dass der Mensch beides gleichbedeutend braucht: Wurzeln und FlügelDa stimme ich dir völlig zu. Ich meinte eigentlich mehr, dass man doch auch mal eine andere Form von "Wurzeln" suchen sollte. Ja, es wird viel erzählt, über Familie, Tradition, Freunde etc. Aber warum soll es nicht auch anders gehen. Wurzeln sind ja eine "Verankerung". Warum sich nicht mit etwas anderem verankern?
mein Problem ist unter Anderem eh dass ich dafür immer wieder stigmatisiert werde oder geworden bin: sprich: 'der Gscheite' und bla bla.. was meinst wie das ist wenn einem immer wer ein 'Talent' vorhält und sagt man will sich damit nur profilieren...Das ist in der Tat ein sehr ernsthaftes Problem: Die Vorurteile anderer Menschen. Ich kenn das auch. Oft genug wird mir suggeriert, dass mir vieles leichter fällt, dass mir vieles zufliegt, weil ich ne attraktive Frau bin. Hinter die Logik bin ich zwar noch nicht gekommen :rolleyes: , aber ich versuche mich, gegen solche Argumente innerlich abzuschotten. Das einfach nicht an mich ranzulassen. Mir zu sagen, dass mir die Meinung anderer egal ist.
wie ich mit meinem Lebenshintergrund ein Leben führen kann, indem ich mich zufrieden und geeingt fühle..Siehe Thema "Ziele".
@knoxx
ich hab mir deine Wort 'Trieb' gut überlegt. Du hast das Rätsel ja nach eigenen Worten gelöst :)
Mich beschleicht das dumpfe gefühl, dass da was dran ist. Dass daher diese generelle Unzufriedenheit und das 'Nachlaufen' in meinem Leben herrühren könnte... du schreibst:
*Angst etwas zu verpassen
*Trieb, 'höherwertige' Frau die Aufmerksamkeit schenkt
Dass es eigentlich der eigene Zugang zur Sexualität ist, oder auch einfach der Zugang zu anderen Menschen, um mit ihnen Sexualität zu erleben. Irgendwie haut das einfach nicht hin... ich fühl mich da 'disconnected' vom Fluss des Lebens (Anderer), auch wenn ich schon Spaß an gewissen Spielarten des Sexes hatte... aber auch hier vll. einer Art Sexualität nachahme bzw. hinterherlaufe, die mehr dem Pornofilm als meiner eigenen Sentimentalität entspricht.. Disconnected, weil stets das Gefühl, mehr leisten zu müssen, mehr haben zu wollen, nicht genug zu bekommen, eigentlich wenig bis gar nichts zu bekommen, als da ist..
mehr Erlebnisse, mehr Frauen, schönere Frauen, aber nicht realistisch, weil meine Selbsteinschätzung, Bewertung, Erwartungshaltung negativ.. und dann diese Selbstvorwürfe: ich bleibe dauernd hinter meinen eigenen Anforderungen, die ich (unterbewusst?) an mich stelle, zurück.. Unzufriedenheit..
welche "Anforderungen" das sind? "ich bin *sooo* super dass viele schöne Frauen mich toll finden, haben wollen.." gut wer hätte das nicht gerne, aber was wenn diese Gedanken das Leben bestimmen?
welche Selbstbewertung ich mir aufsage: "Träumer, davon bist du meilenweit entfernt."
OK. Ohne auf weitere Aspekte des Triebes einzugehen (nur soviel: ich lenke die Triebenergie gerne in kreative Arbeit um)... was mache ich mit sexueller Frustration? Wie bekomme ich dieses latente Dauergefühl aus meinem Leben, sexuell zu kurz zu kommen? Diese empfundene Ungerechtigkeit, dass mich die sexuelle Welt nicht brauchen kann bzw. nicht haben will?? Diese Erfahrung, bzw. diese sehr depressiv machende Überzeugung, dass Frauen mit mir nichts anfangen können, hat sich tief eingebrannt (kein Mitleid!)... und dauernd auf der selbstzerstörerischen Suche nach Faktoren, warum ich quasi so 'unattraktiv' bin.. wunderbares Thema damit ich mich minderwertig fühlen kann.
Ich meine, irgendwie kennen doch alle diese Gefühle, oder? Also benachteiligt zu sein.. Mich plagt sowas den lieben langen Tag. Ich fühle mich hässlich (wurde wohl als Kind zu oft gehänselt und komm einfach nicht darüber hinweg.. WILL ich nicht darüber hinweg kommen, sondern darauf ausruhen???), und suche mir dauernd hübsche Frauen, laufe ihnen nach, stelle sie auf ein Podest.. und klar, alle die, die ich nicht auf ein Podest stelle (weil ja "minderwertig") haben die Arschkarte gezogen, sprich ich verhalte mich ihnen gegenüber *********-ig.
Ich habe Angst, etwas zu verpassen, und zweifle daher mal mehr, mal weniger an meiner Beziehung (verdeckt dann ja eigentlich meine eigene Bindungsunfähigkeit?) .. ich fühle mich unzugänglich, defizitär .. und will das dauernd durch die Meinung anderer über mich (willkommen Bestätigung) und/oder hübsche Frauen kompensieren.
Und klar, auch bei der hübschen Frau, die ich vermeintlich liebe, ist die volle Bandbreite destruktiver Energie vorhanden, womit noch jedes Glück zum Scheitern verurteilt ist: ich will ja nicht, dass dieses Prachtexemplar geht, dass mir ja so toll hilft meine eigene gefühlte Unzulänglichkeit, mein Defizit, meine gefühlte unerreichbare sexuelle Entfaltung zu kompensieren, dass ich sie mit allen Mitteln halten will (geht eh net, aber blöd wie man ist..): Eifersucht, goldener Käfig, Streiten, Vorwürfe, Machtspiele, den anderen runter machen.. den ganzen Kram auf und ab.. nur damit ich meine Trieb-Auslebungs-Möglichkeit und damit Status und Selbstbild schütze.. im Endeffekt schütze ich gar nichts, sondern tu nur mir und der anderen weh.. aber ich habe SOOOOOO eine scheiss Angst davor, alleine zu sein, alleine ohne Sex...
JA EH! Eh wissen...
nur - wie krieg ich dieses blöde Gefühl denn raus oder soweit unter Kontrolle, dass mich diese Jagd nach Bestätigung durch hübsche Frauen nicht den ganzen Tag vor mir selbst hertreibt? Dass eine hübsche Frau eine hübsche Frau ist, und nicht etwas dass mein Leben bestimmt, meine Arbeit (Prestige, Geld), mein dauerndes Herumziehen in der Weltgeschichte (vielleicht könnten mich die Frauen anderswo ja eher haben wollen), meinen Erfolg (Studium..), ja mir kommt vor (also von heute aus betrachtet), dass ich so um die 80% meiner ganzen Energie nur damit verbringe, mich irgendwie für Frauen attraktiv zu machen bzw. den unglücklich scheiternden Versuchen, mich attraktiv machen zu *wollen*.. es ist zum KOTZEN
alles dreht sich um die Gedanken, was ist falsch mit mir, warum wollen *sie* mich nicht..
und warum will ich alle? warum habe ich nicht genug?
was mache ich mit diesem komplett vom Sexuellen gesteuerten Denken?
****
und ja, ich weiß: man muss sich selbst lieben, dann kommen die anderen etc. etc. alles schon wo gelesen.
aber was hilft wirklich? ich werde wohl nie ein don juan werden, also wie kriege ich diese beschissenen überzogenen Eigenanforderungen inkl. selbswertvermindernden Grübelzwängen aus meinem blöden Hirn-Herz-Penis-Cocktail?
oder aber auch anders gefragt: ich würde mal so gerne wie folgt leben: unabhängig, und trotzdem Sex. Keine Beziehung, eine Affäre ja, aber nichts Bindendes. Oder einfach auch mal einen ONS. Oder - das Allergrößte - eine Frau dich mich mal angräbt, oder von sich aus auf mich zugeht, einfach einmal dieses Gefühl, dass das andere Geschlecht *mich* zuerst haben will, und nicht umgekehrt.. nicht dass ich immer der Depp bin, so kommts mir vor.
Viele alte Wunden.. viele Enttäuschungen.. an WELCHEM Tor gebe ich diesen Rucksack WIE ab, bevor ich durch eine Türe zu einem neuen Selbstbild gehe, mit oder ohne Beziehung, egal, aber im Einklang mit meiner Sexualität?
PS.: Sorry wenn der Text etwas wirr-warr ist, ich schreibs grad so runter wie die Gedanken daher kommen.. ungefiltert zumeist.. ich denke gern beim Reden, und scheinbar auch beim Schreiben :)
ich hab mir deine Wort 'Trieb' gut überlegt. Du hast das Rätsel ja nach eigenen Worten gelöst :)
Mich beschleicht das dumpfe gefühl, dass da was dran ist. Dass daher diese generelle Unzufriedenheit und das 'Nachlaufen' in meinem Leben herrühren könnte... du schreibst:
*Angst etwas zu verpassen
*Trieb, 'höherwertige' Frau die Aufmerksamkeit schenkt
Dass es eigentlich der eigene Zugang zur Sexualität ist, oder auch einfach der Zugang zu anderen Menschen, um mit ihnen Sexualität zu erleben. Irgendwie haut das einfach nicht hin... ich fühl mich da 'disconnected' vom Fluss des Lebens (Anderer), auch wenn ich schon Spaß an gewissen Spielarten des Sexes hatte... aber auch hier vll. einer Art Sexualität nachahme bzw. hinterherlaufe, die mehr dem Pornofilm als meiner eigenen Sentimentalität entspricht.. Disconnected, weil stets das Gefühl, mehr leisten zu müssen, mehr haben zu wollen, nicht genug zu bekommen, eigentlich wenig bis gar nichts zu bekommen, als da ist..
mehr Erlebnisse, mehr Frauen, schönere Frauen, aber nicht realistisch, weil meine Selbsteinschätzung, Bewertung, Erwartungshaltung negativ.. und dann diese Selbstvorwürfe: ich bleibe dauernd hinter meinen eigenen Anforderungen, die ich (unterbewusst?) an mich stelle, zurück.. Unzufriedenheit..
welche "Anforderungen" das sind? "ich bin *sooo* super dass viele schöne Frauen mich toll finden, haben wollen.." gut wer hätte das nicht gerne, aber was wenn diese Gedanken das Leben bestimmen?
welche Selbstbewertung ich mir aufsage: "Träumer, davon bist du meilenweit entfernt."
OK. Ohne auf weitere Aspekte des Triebes einzugehen (nur soviel: ich lenke die Triebenergie gerne in kreative Arbeit um)... was mache ich mit sexueller Frustration? Wie bekomme ich dieses latente Dauergefühl aus meinem Leben, sexuell zu kurz zu kommen? Diese empfundene Ungerechtigkeit, dass mich die sexuelle Welt nicht brauchen kann bzw. nicht haben will?? Diese Erfahrung, bzw. diese sehr depressiv machende Überzeugung, dass Frauen mit mir nichts anfangen können, hat sich tief eingebrannt (kein Mitleid!)... und dauernd auf der selbstzerstörerischen Suche nach Faktoren, warum ich quasi so 'unattraktiv' bin.. wunderbares Thema damit ich mich minderwertig fühlen kann.
Ich meine, irgendwie kennen doch alle diese Gefühle, oder? Also benachteiligt zu sein.. Mich plagt sowas den lieben langen Tag. Ich fühle mich hässlich (wurde wohl als Kind zu oft gehänselt und komm einfach nicht darüber hinweg.. WILL ich nicht darüber hinweg kommen, sondern darauf ausruhen???), und suche mir dauernd hübsche Frauen, laufe ihnen nach, stelle sie auf ein Podest.. und klar, alle die, die ich nicht auf ein Podest stelle (weil ja "minderwertig") haben die Arschkarte gezogen, sprich ich verhalte mich ihnen gegenüber *********-ig.
Ich habe Angst, etwas zu verpassen, und zweifle daher mal mehr, mal weniger an meiner Beziehung (verdeckt dann ja eigentlich meine eigene Bindungsunfähigkeit?) .. ich fühle mich unzugänglich, defizitär .. und will das dauernd durch die Meinung anderer über mich (willkommen Bestätigung) und/oder hübsche Frauen kompensieren.
Und klar, auch bei der hübschen Frau, die ich vermeintlich liebe, ist die volle Bandbreite destruktiver Energie vorhanden, womit noch jedes Glück zum Scheitern verurteilt ist: ich will ja nicht, dass dieses Prachtexemplar geht, dass mir ja so toll hilft meine eigene gefühlte Unzulänglichkeit, mein Defizit, meine gefühlte unerreichbare sexuelle Entfaltung zu kompensieren, dass ich sie mit allen Mitteln halten will (geht eh net, aber blöd wie man ist..): Eifersucht, goldener Käfig, Streiten, Vorwürfe, Machtspiele, den anderen runter machen.. den ganzen Kram auf und ab.. nur damit ich meine Trieb-Auslebungs-Möglichkeit und damit Status und Selbstbild schütze.. im Endeffekt schütze ich gar nichts, sondern tu nur mir und der anderen weh.. aber ich habe SOOOOOO eine scheiss Angst davor, alleine zu sein, alleine ohne Sex...
JA EH! Eh wissen...
nur - wie krieg ich dieses blöde Gefühl denn raus oder soweit unter Kontrolle, dass mich diese Jagd nach Bestätigung durch hübsche Frauen nicht den ganzen Tag vor mir selbst hertreibt? Dass eine hübsche Frau eine hübsche Frau ist, und nicht etwas dass mein Leben bestimmt, meine Arbeit (Prestige, Geld), mein dauerndes Herumziehen in der Weltgeschichte (vielleicht könnten mich die Frauen anderswo ja eher haben wollen), meinen Erfolg (Studium..), ja mir kommt vor (also von heute aus betrachtet), dass ich so um die 80% meiner ganzen Energie nur damit verbringe, mich irgendwie für Frauen attraktiv zu machen bzw. den unglücklich scheiternden Versuchen, mich attraktiv machen zu *wollen*.. es ist zum KOTZEN
alles dreht sich um die Gedanken, was ist falsch mit mir, warum wollen *sie* mich nicht..
und warum will ich alle? warum habe ich nicht genug?
was mache ich mit diesem komplett vom Sexuellen gesteuerten Denken?
****
und ja, ich weiß: man muss sich selbst lieben, dann kommen die anderen etc. etc. alles schon wo gelesen.
aber was hilft wirklich? ich werde wohl nie ein don juan werden, also wie kriege ich diese beschissenen überzogenen Eigenanforderungen inkl. selbswertvermindernden Grübelzwängen aus meinem blöden Hirn-Herz-Penis-Cocktail?
oder aber auch anders gefragt: ich würde mal so gerne wie folgt leben: unabhängig, und trotzdem Sex. Keine Beziehung, eine Affäre ja, aber nichts Bindendes. Oder einfach auch mal einen ONS. Oder - das Allergrößte - eine Frau dich mich mal angräbt, oder von sich aus auf mich zugeht, einfach einmal dieses Gefühl, dass das andere Geschlecht *mich* zuerst haben will, und nicht umgekehrt.. nicht dass ich immer der Depp bin, so kommts mir vor.
Viele alte Wunden.. viele Enttäuschungen.. an WELCHEM Tor gebe ich diesen Rucksack WIE ab, bevor ich durch eine Türe zu einem neuen Selbstbild gehe, mit oder ohne Beziehung, egal, aber im Einklang mit meiner Sexualität?
PS.: Sorry wenn der Text etwas wirr-warr ist, ich schreibs grad so runter wie die Gedanken daher kommen.. ungefiltert zumeist.. ich denke gern beim Reden, und scheinbar auch beim Schreiben :)
und ja, ich weiß: man muss sich selbst lieben, dann kommen die anderen etc. etc. alles schon wo gelesen.Ja, das hilft, weil das dann eine ganz andere Ausstrahlung bringt. Und dadurch wirkst du wiederum ganz anders auf andere.
Und dann überleg mal, ob du mit einem Menschen zusammensein möchtest, der dir nett ins Gesicht lächelt oder dem das negative Denken im Gesicht steht. Du würdest dich doch auch lieber einem Menschen zuwenden, der nett, fröhlich und offen ist, oder?
Gib anderen das, was du selbst haben möchtst und du wirst es zurückbekommen. Anders wird es kaum gehen.
aber was hilft wirklich?Du suchst nach dem "Heiligen Gral". Dabei ist es ganz einfach: Du musst mal den Hintern hochkriegen und für Veränderungen offen sein. Im Moment kommst du aus deinem Selbstmitleid "Ach, wie schlecht geht es mir" nicht raus. Einzig und allein du bist für dein Leben zuständig - und wie du es gestaltest. Da hilft dir niemand. Und auch eine Partnerin ist nicht dafür zuständig, dass du in deinem Leben weiterkommst. Die Mühe musst du dir schon selbst machen...
Du müsstest aber erst einmal davon abkommen, dich nach anderen richten zu wollen. Typische Sätze sind:
* weil stets das Gefühl, mehr leisten zu müssen, mehr haben zu wollen, nicht genug zu bekommen, eigentlich wenig bis gar nichts zu bekommen, als da ist..* ich bin *sooo* super dass viele schöne Frauen mich toll finden, haben wollen.." gut wer hätte das nicht gerne, aber was wenn diese Gedanken das Leben bestimmen?Das "Lustige" bei dir ist ja, dass du ganz genau weißt, dass du deine Denkweise ändern musst - willst es aber nicht. Wahrscheinlich weil es Mühe macht. Du hast Angst vor Veränderungen. Obwohl du SIEHST, dass dich diese Veränderungen deinen Zielen näher bringen würden, schreckst du zurück, diesen Weg auch zu gehen.
* dass Frauen mit mir nichts anfangen können
* und will das dauernd durch die Meinung anderer über mich (willkommen Bestätigung) und/oder hübsche Frauen kompensieren.
Ich meine, irgendwie kennen doch alle diese Gefühle, oder? Also benachteiligt zu sein..Eeine negative Denkweise ist in jedem Menschen. Einfach weil das positive Denken schwerer fällt. Warum auch immer... :rolleyes: Wahrscheinlich neigt der Mensch zu Selbstmitleid.
Ich würd mich aber nicht darauf stützen, dass das "alle kennen". Damit richtest du dich ja wieder nach anderen. :rolleyes:
bearbeitet #10
es tut grad so grauslich weh dass sie mich verlassen hat.
sie hat mir am vorabend noch geschworen dass ich der mann für sie bin, große liebe etc. etc. dann geht sie fort, sauft sich an, lernt einen anderen kennen und brennt mit ihm durch. lässt mich im stich, erklärt mir nichts, pendelt nur 3 wochen zwischen den 'alternativen' (also ich und er) herum, scheisst voll auf unsere gemeinsame wohnung (die geplant gewesen wäre), auch darauf dass ich meine schon gekündigt hatte und damit im regen stehe.. und dass nach 3 jahren, und ich hab ihr 2 monate vorher noch einen ring geschenkt auf den sie auch so stolz war.. und dann plötzlich sowas.. und die beziehung hat sie in den letzten tagen schlechtgeredet dass es nicht mehr ärger ging.. so als ob die drei jahre sowieso voll der scheiss gewesen wären.. derweil waren wir so bonnie & clyde.. warum warum warum nur tun menschen so was.
ja, kalte füße, und man kann nicht immer alles verstehen, und schlechte angewohnheit von ihr (ist nicht das erste mal dass sie so davon läuft)... und ja offensichtlich habe ich mir auch unbewusst einen menschen gesucht der so ist (sie hat ja auch ein problem mit alkohol).. warum such ich mir dauernd leute wo ich glaub ich kann sie therapieren.. es is zum kotzen. ich muss wohl auch einen gewaltigen bindungsschaden haben :heulen:
warum hat sie mir so weh getan? i verkraft das ganz schlecht, zumal ich so sicher war dass es diese beziehung ist die ich will.. uargh
offenbar hab ich mich in ihr gewaltig getäuscht.
(und sie sich in mir).
wie macht man das jetzt dass die seele keinen soo großen kratzer abbekommt dass ich nur noch misstrauischer gegenüber anderen menschen werde... wo ich doch schon so eine misstrauische grundstimmung mitbringe? ich will keine zukunft, in welcher ich automatisch affektiv annehme, alle (zukünftigen) frauen wären arschlöcher die eh 'nur' opfer ihrer tagesaktuellen gefühle sind..
sie hat mir am vorabend noch geschworen dass ich der mann für sie bin, große liebe etc. etc. dann geht sie fort, sauft sich an, lernt einen anderen kennen und brennt mit ihm durch. lässt mich im stich, erklärt mir nichts, pendelt nur 3 wochen zwischen den 'alternativen' (also ich und er) herum, scheisst voll auf unsere gemeinsame wohnung (die geplant gewesen wäre), auch darauf dass ich meine schon gekündigt hatte und damit im regen stehe.. und dass nach 3 jahren, und ich hab ihr 2 monate vorher noch einen ring geschenkt auf den sie auch so stolz war.. und dann plötzlich sowas.. und die beziehung hat sie in den letzten tagen schlechtgeredet dass es nicht mehr ärger ging.. so als ob die drei jahre sowieso voll der scheiss gewesen wären.. derweil waren wir so bonnie & clyde.. warum warum warum nur tun menschen so was.
ja, kalte füße, und man kann nicht immer alles verstehen, und schlechte angewohnheit von ihr (ist nicht das erste mal dass sie so davon läuft)... und ja offensichtlich habe ich mir auch unbewusst einen menschen gesucht der so ist (sie hat ja auch ein problem mit alkohol).. warum such ich mir dauernd leute wo ich glaub ich kann sie therapieren.. es is zum kotzen. ich muss wohl auch einen gewaltigen bindungsschaden haben :heulen:
warum hat sie mir so weh getan? i verkraft das ganz schlecht, zumal ich so sicher war dass es diese beziehung ist die ich will.. uargh
offenbar hab ich mich in ihr gewaltig getäuscht.
(und sie sich in mir).
wie macht man das jetzt dass die seele keinen soo großen kratzer abbekommt dass ich nur noch misstrauischer gegenüber anderen menschen werde... wo ich doch schon so eine misstrauische grundstimmung mitbringe? ich will keine zukunft, in welcher ich automatisch affektiv annehme, alle (zukünftigen) frauen wären arschlöcher die eh 'nur' opfer ihrer tagesaktuellen gefühle sind..
***
ich bin ja jetzt ein *bissl* verunsichert ob ich denn noch eine Antwort schreiben kann, ohne gegen Regeln zu verstoßen, lieber Admin.. also wenn ich jetzt gerade gegen eine Forumregel verstoße, wie müsste ich denn bitte eine Antwort verfassen damit sie gültig ist, ohne die "Antwort erstellen" Funktion??
***
@Tylli
Danke für deine Antwort.
"Hintern hochkriegen und Veränderungen" ist nicht das Problem, da rührt das Problem schon eher daher dass ich genau dass viel zu oft mache, also Tapetenwechsel (sprich Arbeit, Freundeskreis, Beziehung..). Mir ist *klar* dass ich mein Leben selbst in der Hand habe bzw. niemand anders dafür verantwortlich ist oder ich verantwortlich machen kann.
"schreckst du zurück, mir Weg zu gehen"
Mir erscheint, sobald ich in eine Richtung losmarschiere, gehen die roten Alarmleuchten an, die sagen: nein, da nicht. nein, auch hier nicht. nein, dass kannst du nicht gut genug. nein, ich kann dich hier nicht brauchen. nein, da fühlst du dich nicht wohl. nein, das kann es ja nicht gewesen sein. nein, da muss noch was anderes her. nein, nein, nein..
Ich hab ja selber schon so die Nase voll von diesem nein. Muss wohl lernen zu was mal ja zu sagen.. aber dann kommt mir vor, sage ich mal zu etwas ja (idF die Beziehung mit eben jener Frau), dann wirds erst wieder nix. Hach. Kommt mir manchmal so vor als bliebe mir nur der eine Ausweg, den auch meine Eltern gewählt haben: nämlich einfach im Leben partnerlos bleiben.
Wohl falsch angedachte Version der Selbstverwirklichung durch soziale Enttäuschung, Frustration und damit einhergehend Bindungsangst, die ich dann im Partner "spiegeln" lasse.. manchmal denk ich mir ich zerpflück mich selber zuviel.
Wenn es denn nur nicht so wäre, dass mir diese Trennung gefühlterweise auch gleich meine Zukunftsperspektive mit ins Grab gerissen hätte.. wir haben im selben Bereich gearbeitet, sie ist jetzt noch "dort".. für mich war lange Zeit klar, was ich beruflich will und ich habe dafür viel aufgegeben, geopfert und "reingearbeitet".. und jetzt Gratifikationskrise, will ich diesen Job noch, welche Perspektiven hat der eigentlich, was soll ich denn sonst machen. Ich hab Erfolg gehabt, ich war 'auf der Spur'.. und ich hab viel getan dafür.. 10 Jahre + Hobby-zum-Beruf einfach wegschmeissen, wo komplett anders neu beginnen? Ist das nicht ein Davonlaufen, sich nicht der Realität stellen wollen? Oder der berühmte mutige Schritt nach vorne, der Schicksalsschlag, über den die Leute nach 10 Jahren sagen, 'das hats damals gebraucht damit ich mich finde'?
Wenn Wunschkonzert wäre, ich würde mir ein Lichtlein wünschen, dass irgendwo blinkt und sagt "Hierher".. mir ist klar, die Antwort kann mir keiner geben, auf das warte ich auch nicht.. ich hab mir nur selbst schon *so* viele Antworten (Beziehungen, Wohnorte, Freunde, Arbeitsplätze, Studien, Ausbildung) gegeben, dass ich dem sooo überdrüssig bin.. ich will endlich mal wo ankommen, nicht nur dauernd suchen.. hab ich glaub ich aber eh jetzt schon mehrmals erwähnt :)
Eine Idee, wie man rausfindet, was man (vor allem beruflich) wirklich will?
ich bin ja jetzt ein *bissl* verunsichert ob ich denn noch eine Antwort schreiben kann, ohne gegen Regeln zu verstoßen, lieber Admin.. also wenn ich jetzt gerade gegen eine Forumregel verstoße, wie müsste ich denn bitte eine Antwort verfassen damit sie gültig ist, ohne die "Antwort erstellen" Funktion??
***
@Tylli
Danke für deine Antwort.
"Hintern hochkriegen und Veränderungen" ist nicht das Problem, da rührt das Problem schon eher daher dass ich genau dass viel zu oft mache, also Tapetenwechsel (sprich Arbeit, Freundeskreis, Beziehung..). Mir ist *klar* dass ich mein Leben selbst in der Hand habe bzw. niemand anders dafür verantwortlich ist oder ich verantwortlich machen kann.
"schreckst du zurück, mir Weg zu gehen"
Mir erscheint, sobald ich in eine Richtung losmarschiere, gehen die roten Alarmleuchten an, die sagen: nein, da nicht. nein, auch hier nicht. nein, dass kannst du nicht gut genug. nein, ich kann dich hier nicht brauchen. nein, da fühlst du dich nicht wohl. nein, das kann es ja nicht gewesen sein. nein, da muss noch was anderes her. nein, nein, nein..
Ich hab ja selber schon so die Nase voll von diesem nein. Muss wohl lernen zu was mal ja zu sagen.. aber dann kommt mir vor, sage ich mal zu etwas ja (idF die Beziehung mit eben jener Frau), dann wirds erst wieder nix. Hach. Kommt mir manchmal so vor als bliebe mir nur der eine Ausweg, den auch meine Eltern gewählt haben: nämlich einfach im Leben partnerlos bleiben.
Wohl falsch angedachte Version der Selbstverwirklichung durch soziale Enttäuschung, Frustration und damit einhergehend Bindungsangst, die ich dann im Partner "spiegeln" lasse.. manchmal denk ich mir ich zerpflück mich selber zuviel.
Wenn es denn nur nicht so wäre, dass mir diese Trennung gefühlterweise auch gleich meine Zukunftsperspektive mit ins Grab gerissen hätte.. wir haben im selben Bereich gearbeitet, sie ist jetzt noch "dort".. für mich war lange Zeit klar, was ich beruflich will und ich habe dafür viel aufgegeben, geopfert und "reingearbeitet".. und jetzt Gratifikationskrise, will ich diesen Job noch, welche Perspektiven hat der eigentlich, was soll ich denn sonst machen. Ich hab Erfolg gehabt, ich war 'auf der Spur'.. und ich hab viel getan dafür.. 10 Jahre + Hobby-zum-Beruf einfach wegschmeissen, wo komplett anders neu beginnen? Ist das nicht ein Davonlaufen, sich nicht der Realität stellen wollen? Oder der berühmte mutige Schritt nach vorne, der Schicksalsschlag, über den die Leute nach 10 Jahren sagen, 'das hats damals gebraucht damit ich mich finde'?
Wenn Wunschkonzert wäre, ich würde mir ein Lichtlein wünschen, dass irgendwo blinkt und sagt "Hierher".. mir ist klar, die Antwort kann mir keiner geben, auf das warte ich auch nicht.. ich hab mir nur selbst schon *so* viele Antworten (Beziehungen, Wohnorte, Freunde, Arbeitsplätze, Studien, Ausbildung) gegeben, dass ich dem sooo überdrüssig bin.. ich will endlich mal wo ankommen, nicht nur dauernd suchen.. hab ich glaub ich aber eh jetzt schon mehrmals erwähnt :)
Eine Idee, wie man rausfindet, was man (vor allem beruflich) wirklich will?
da rührt das Problem schon eher daher dass ich genau dass viel zu oft mache,Naja, weil du planlos durch die Gegend rennst.
Mir ist *klar* dass ich mein Leben selbst in der Hand habeUnd? Warum machst du dann nicht mehr daraus? Wenn du es nicht tust, tut´s keiner. ;)
Mir erscheint, sobald ich in eine Richtung losmarschiere, gehen die roten Alarmleuchten anIst bei sehr vielen Menschen so. Zuerst denkt man immer negativ. Wenn du dann natürlich auch noch auf die Alarmleuchten hörst, tja, dann verpasst du eben halt den schöneren Teil des Lebens. Und es hat mit noch einer Sache zu tun: Die Zukunft voraussagen wollen. Das ist z.B. typisch bei depressiven Menschen. "Ach, das wird ja sowieso nix." Nur - wer nicht wagt, der nicht gewinnt. ;)
Bei diesen Alarmleuchten heißt es, den inneren Schweinehund zu besiegen. Eben mal NICHT darauf zu hören, was dieses kleine schwarze Teufelchen tief im Inneren einen zuflüstert. Das ist sehr schwer, das gebe ich zu, aber wenn du es mehrfach probiert hast, mal NICHT darauf zu hören, wirst du feststellen, dass es dir wesentlich besser geht.
manchmal denk ich mir ich zerpflück mich selber zuviel.Sicherlich. Aber Grübeleien bringen dich nicht weiter.
Und magst du auch Enttäuschungen erlebt haben, aber wie wäre denn mal der Versuch, bei jeder neuen Frau auch ganz neu anzufangen? Wenn du anfängst, sie zu vergleichen, wirst du IMMER Dinge finden, die deine negativen Vermutungen bestätigen - obwohl sie objektiv gesehen gar nicht da sind. Aber da du darauf wartest, dass das eintritt, wirst du auch alles in die Richtung interpretieren.
Bestes Beispiel: Freundin kommt zu spät von der Arbeit nach Hause. Du denkst, dass sie fremd geht. Plötzlich fällt dir auf, dass sie sich wegdreht, wenn sie das Handy in der Hand hat. Plötzlich kommt es dir so vor, als würde sie heimlich telefonieren.
Dabei hat es völlig andere Gründe, warum sie so reagiert hat. Bzw. übersiehst du dann plötzlich, dass sie sich schon immer weggedreht hat, wenn sie das Handy in der Hand hatte. Nein, jetzt fällt es dir so richtig auf, weil du nach etwas suchst.
Ich denke, du verstehst das Beispiel. ;)
dass mir diese Trennung gefühlterweise auch gleich meine Zukunftsperspektive mit ins Grab gerissen hätte..Du schreibst schon richtig "gefühlterweise". Gefühle kann man auch "umprogrammieren". ;)
wo komplett anders neu beginnen?Was hindert dich daran? Willst du ewig verlorenen Chancen und Möglichkeiten hinterher trauern? Naja, sooo kann man auch alt werden... :rolleyes:
das nicht ein Davonlaufen, sich nicht der Realität stellen wollen?Wieso? Du stellst dich doch der Realität, wenn du sagst: "Okay, das eine geht nicht mehr, dann muss ich eben etwas anderes machen." Ich kenne Leute, die haben mit Ende 50 ihre erste Firma aufgemacht. Meinst du echt, die haben immer nur verlorenen Chancen nachgetrauert? :rolleyes:
Oder der berühmte mutige Schritt nach vorne, der Schicksalsschlag, über den die Leute nach 10 Jahren sagen, 'das hats damals gebraucht damit ich mich finde'?Da haben diese Leute weise Worte gewählt. :klatsch:
Weißt du, ich bin überzeugt, dass alles im Leben für irgendwas gut ist. Und wenn´s einem mal so richtig dreckig geht, wird das auch zu etwas gut sein. Zumindest schon mal dazu, dass du weißt, dass es ab da nur noch bergauf gehen kann. ;)
ich würde mir ein Lichtlein wünschen, dass irgendwo blinkt und sagt "Hierher"..Dieses Lichtlein gibt´s - es ist in dir. Du musst allerdings ein bissel Geduld und Ausdauer haben. Das Leben verändern geht nicht von heute auf morgen. Selbst wenn du eine Firma aufmachst, brauchst du mindestens (!) ein halbes Jahr Vorlaufzeit. Und so ist es auch mit deinem Leben. Einen neuen Weg wirst du nicht in den nächsten 4 Wochen finden.
hab mir nur selbst schon *so* viele Antworten ... gegeben, dass ich dem sooo überdrüssig bin..Verständlich. Weil deine Gedanken immer nur um die gleichen Varianten kreisen. Da musst du deinen Gedanken mal einen anderen Schubs geben.
Eine Idee, wie man rausfindet, was man (vor allem beruflich) wirklich will?Ja...
Liebe Forum Mitglieder,
Ich hatte schon einmal vor einigen Monaten eine Nachricht gepostet und helfende Antworten erhalten.
Aber mich quälen nach wie vor täglich negative Gedanken, mit denen ich einfach nicht klarkomme bzw sie loswerde, und die ich hier gerne mal reinschreiben möchte. Vielleicht hat sich ja mal jemand in einer ähnlichen Situation befunden und 'rausgefunden'..
Kurz, vor 5 Monaten hat sich meine 3 jährige Beziehung über Nacht in Luft aufgelöst, sie ist mit einem anderen durchgebrannt als wir unsere neue Wohnung beziehen wollten. Daraufhin habe ich auch meinen Job und alte Wohnung verloren und in eine depressive Phase gefallen. Ich habe Hilfe bei einem Psycholtherapeuten aufgesucht, und bin schlussendlich vor 2 Monaten für unbestimmte Dauer nach Griechenland gegangen, um hier (ich sitze gerade im Internet Cafe) auf einer Farm zu arbeiten und Abstand zu erhalten.
Ich beschäftige mich hier mit den Themen Erwachsenwerden und was will ich eigentlich (beruflich) von meinem Leben, bzw wie soll es weitergehen. Lese dazu Bücher, mache Übungen, und arbeite körperlich hart, um vll dadurch auch den Geist wieder fit zu bekommen. Leider gelingt mir das nur teiweise.
Nun, mein 'Problem' ist, dass mich so viele Schuldgefühle plagen. Ich mach mich jeden Tag im inneren Monolog unfreiwillig runter und fertig, mein Selbstbewusstsein ist ziemlich angekratzt. Obwohl ich die Beziehung schon oft durchgespielt und nach Positivem, Negativen und beiderseitiger Verantwortung abgeklopft habe (und glaube, ein konkretes Bild vom Scheitern zu haben), nehm ich immer wieder die Schuld auf mich und sag mir: ich habe versagt.
Im Wesentlichen plagen mich folgende Gedankengänge:
- war sie die Richtige und - kann ich wieder zu ihr zurück (obwohl ich 'weiß': wäre es das richtige gewesen - wenn es sowas überhaupt gibt - warum ist es dann gescheitert.. ich habe auch einiges dazu beigetragen).. aber im Grunde weiß ich dass es kein 'Zurück' gibt bzw. geben darf.
- warum fühle ich mich sozial so unzugänglich? mir erscheint es fast unmöglich, auf Menschen zuzugehen, und damit meine ich nicht nur Frauen sondern im Allgemeinen.. ich tu mir so schwer mich zu öffnen weil ich ein starkes Gefühl habe, nicht liebenswert zu sein und dass mich andere Menschen 'nicht wollen'.
- mit ein her zu diesem 'Minderwertigkeits-Eingerede' kommt dass mir die Frauen ziemlich zu schaffen machen: ständig sehe ich welche die mir gefallen und die Gedanken rotieren, dass ich 'nichts mehr wert wäre' und somit auch keine mehr 'abbekommen' würde (geschweige denn mehr, dh für mich näher kennenlernen). Derweil habe ich einen starken Drang nach Sexualität und Nähe, aber überhaupt Null Plan was ich damit anfangen soll. Es fällt mir schwer auf Menschen zuzugehen, und die meisten Versuche enden so, dass ich mich überfordert und zugleich minderwertig fühle und mich daher zurückziehe bzw. nicht sonderlich begehrenswert verhalte. Die letzte Beziehung war sehr leidenschaftlich, soll heißen sexuell intensiv. Das vermisse ich sehr.
- mir ist es, so scheint mir, schon oft passiert, dass sich Frauen aufgrund meines Wissens/Intellekt in mich verlieben, nicht aber dafür für was ich sonst bin.. und dann beschleicht mich das Gefühl, dass sie sich irgendwann 'geholt' haben was sie von mir 'wissen' wollten und dann Leine ziehen.
Im Grunde läuft vieles darauf hinaus, dass ich mich unselbstständig und minderwertig fühle. Es scheint mir, dass ich Dingen nachlaufe, die nicht wirklich wichtig dafür sind, ein 'Individuum voller Leuchtkraft' zu werden, sondern um Bedürfnisse zu befriedigen. Meine Ex hat mir durch die Blume auch zu verstehen gegeben, dass ich mich zu sehr an ihr aufhängen würde bzw. sie mich 'ziehen' müsse.. das ist Teil meines Selbstwertproblems, aber nicht bestimmender Teil meiner Persönlichkeit.. dennoch drehen sich meine Gedanken nur um diese Dinge die ganze Zeit über (Selbstständigkeit, Selbstwert, Frauen&Sex, soziale 'Unverträglichkeit').. und ich war nicht immer so, aber ich habe Angst dass das jetzt so bleibt, dass ich mich klein und schwach fühle und ganz und gar nicht mehr auf die Beine komm..
Ach es ist ein Graus. Ich hab jetzt mal versucht die Gedanken runterzubrechen. Ich will dieses Selbstbild endlich loswerden, frei nach dem Motto: aus der Zelle kann ich mich nur selber befreien. Aber was ich auch tue, der innere Monolog sagt mir ständig: du bist nix wert. Es is zum Davonlaufen (das betreibe ich -dummerweise- auch ständig in meinem Leben..)
LG
Michael
Ich hatte schon einmal vor einigen Monaten eine Nachricht gepostet und helfende Antworten erhalten.
Aber mich quälen nach wie vor täglich negative Gedanken, mit denen ich einfach nicht klarkomme bzw sie loswerde, und die ich hier gerne mal reinschreiben möchte. Vielleicht hat sich ja mal jemand in einer ähnlichen Situation befunden und 'rausgefunden'..
Kurz, vor 5 Monaten hat sich meine 3 jährige Beziehung über Nacht in Luft aufgelöst, sie ist mit einem anderen durchgebrannt als wir unsere neue Wohnung beziehen wollten. Daraufhin habe ich auch meinen Job und alte Wohnung verloren und in eine depressive Phase gefallen. Ich habe Hilfe bei einem Psycholtherapeuten aufgesucht, und bin schlussendlich vor 2 Monaten für unbestimmte Dauer nach Griechenland gegangen, um hier (ich sitze gerade im Internet Cafe) auf einer Farm zu arbeiten und Abstand zu erhalten.
Ich beschäftige mich hier mit den Themen Erwachsenwerden und was will ich eigentlich (beruflich) von meinem Leben, bzw wie soll es weitergehen. Lese dazu Bücher, mache Übungen, und arbeite körperlich hart, um vll dadurch auch den Geist wieder fit zu bekommen. Leider gelingt mir das nur teiweise.
Nun, mein 'Problem' ist, dass mich so viele Schuldgefühle plagen. Ich mach mich jeden Tag im inneren Monolog unfreiwillig runter und fertig, mein Selbstbewusstsein ist ziemlich angekratzt. Obwohl ich die Beziehung schon oft durchgespielt und nach Positivem, Negativen und beiderseitiger Verantwortung abgeklopft habe (und glaube, ein konkretes Bild vom Scheitern zu haben), nehm ich immer wieder die Schuld auf mich und sag mir: ich habe versagt.
Im Wesentlichen plagen mich folgende Gedankengänge:
- war sie die Richtige und - kann ich wieder zu ihr zurück (obwohl ich 'weiß': wäre es das richtige gewesen - wenn es sowas überhaupt gibt - warum ist es dann gescheitert.. ich habe auch einiges dazu beigetragen).. aber im Grunde weiß ich dass es kein 'Zurück' gibt bzw. geben darf.
- warum fühle ich mich sozial so unzugänglich? mir erscheint es fast unmöglich, auf Menschen zuzugehen, und damit meine ich nicht nur Frauen sondern im Allgemeinen.. ich tu mir so schwer mich zu öffnen weil ich ein starkes Gefühl habe, nicht liebenswert zu sein und dass mich andere Menschen 'nicht wollen'.
- mit ein her zu diesem 'Minderwertigkeits-Eingerede' kommt dass mir die Frauen ziemlich zu schaffen machen: ständig sehe ich welche die mir gefallen und die Gedanken rotieren, dass ich 'nichts mehr wert wäre' und somit auch keine mehr 'abbekommen' würde (geschweige denn mehr, dh für mich näher kennenlernen). Derweil habe ich einen starken Drang nach Sexualität und Nähe, aber überhaupt Null Plan was ich damit anfangen soll. Es fällt mir schwer auf Menschen zuzugehen, und die meisten Versuche enden so, dass ich mich überfordert und zugleich minderwertig fühle und mich daher zurückziehe bzw. nicht sonderlich begehrenswert verhalte. Die letzte Beziehung war sehr leidenschaftlich, soll heißen sexuell intensiv. Das vermisse ich sehr.
- mir ist es, so scheint mir, schon oft passiert, dass sich Frauen aufgrund meines Wissens/Intellekt in mich verlieben, nicht aber dafür für was ich sonst bin.. und dann beschleicht mich das Gefühl, dass sie sich irgendwann 'geholt' haben was sie von mir 'wissen' wollten und dann Leine ziehen.
Im Grunde läuft vieles darauf hinaus, dass ich mich unselbstständig und minderwertig fühle. Es scheint mir, dass ich Dingen nachlaufe, die nicht wirklich wichtig dafür sind, ein 'Individuum voller Leuchtkraft' zu werden, sondern um Bedürfnisse zu befriedigen. Meine Ex hat mir durch die Blume auch zu verstehen gegeben, dass ich mich zu sehr an ihr aufhängen würde bzw. sie mich 'ziehen' müsse.. das ist Teil meines Selbstwertproblems, aber nicht bestimmender Teil meiner Persönlichkeit.. dennoch drehen sich meine Gedanken nur um diese Dinge die ganze Zeit über (Selbstständigkeit, Selbstwert, Frauen&Sex, soziale 'Unverträglichkeit').. und ich war nicht immer so, aber ich habe Angst dass das jetzt so bleibt, dass ich mich klein und schwach fühle und ganz und gar nicht mehr auf die Beine komm..
Ach es ist ein Graus. Ich hab jetzt mal versucht die Gedanken runterzubrechen. Ich will dieses Selbstbild endlich loswerden, frei nach dem Motto: aus der Zelle kann ich mich nur selber befreien. Aber was ich auch tue, der innere Monolog sagt mir ständig: du bist nix wert. Es is zum Davonlaufen (das betreibe ich -dummerweise- auch ständig in meinem Leben..)
LG
Michael
Hallo Michael
diese Gedanken kenne ich zu gut, auch wenn meine Trennung noch nicht so lange zurück liegt. Ich bin nur nicht in der Lage mich so auszudrücken.
Ich kenne jetzt nicht die gesamte Geschichte, aber ich nehme mal an, das du dein Leben voll nach ihr ausgerichtet hast (kommt mir sehr bekannt vor). Jetzt allein klarzukommen ist sehr schwer.
Was die anderen Frauen betrifft, suchst du nach einen 'Ersatz' und das muß zwangsläufig schiefgehen. Du bist noch nicht frei für eine neue Beziehung.
Schuldgefühle--- hast du nach der Trennung nochmal mit ihr gesprochen oder ist sie wortlos verschwunden? Hat sie dir die Hauptschuld gegeben oder redest du dir das nur ein, weil du 'kleines Licht' nur schuld sein kannst?
Du musst erst mal dein Selbstbewußtsein langsam aufbauen, bevor du dich nicht selber liebst, kommst du aus deinen 'Ich -bin-das-letzte'- Loch nicht raus. Ist nicht einfach, bin selber drüber, nur ich habe ein paar "Lebensaufgaben" die mich ziehen. Also andere Voraussetzungen.
Lass wieder von dir hören. Würde gern mehr mit dir reden, auch wenn mein Intellekt deinen etwas unterlegen ist;).
diese Gedanken kenne ich zu gut, auch wenn meine Trennung noch nicht so lange zurück liegt. Ich bin nur nicht in der Lage mich so auszudrücken.
Ich kenne jetzt nicht die gesamte Geschichte, aber ich nehme mal an, das du dein Leben voll nach ihr ausgerichtet hast (kommt mir sehr bekannt vor). Jetzt allein klarzukommen ist sehr schwer.
Was die anderen Frauen betrifft, suchst du nach einen 'Ersatz' und das muß zwangsläufig schiefgehen. Du bist noch nicht frei für eine neue Beziehung.
Schuldgefühle--- hast du nach der Trennung nochmal mit ihr gesprochen oder ist sie wortlos verschwunden? Hat sie dir die Hauptschuld gegeben oder redest du dir das nur ein, weil du 'kleines Licht' nur schuld sein kannst?
Du musst erst mal dein Selbstbewußtsein langsam aufbauen, bevor du dich nicht selber liebst, kommst du aus deinen 'Ich -bin-das-letzte'- Loch nicht raus. Ist nicht einfach, bin selber drüber, nur ich habe ein paar "Lebensaufgaben" die mich ziehen. Also andere Voraussetzungen.
Lass wieder von dir hören. Würde gern mehr mit dir reden, auch wenn mein Intellekt deinen etwas unterlegen ist;).
Liebe Forumsmitglieder,
Ich versuch mich in Kürze zu üben, daher 'nur' einige Sätze zu meiner Geschichte. Ich möchte es mir einfach 'von der Seele schreiben'.
Ich hatte vor 8 Monaten eine für mich sehr schmerzhafte Trennung nach rund 3 Jahren Beziehung. Ich dachte oft in der Beziehung - das ist es jetzt. Die will ich heiraten, mit der will ich Kinder, Zukunft. Hat ich hatte manchmal meine Zweifel, aber im Großen und Ganzen bin ich emotional zur Beziehung gestanden. Wir wollten eine gemeinsame Wohnung, doch am Tage des Mietvertragunterzeichnens eröffnet sie mir, sie hat einen Anderen und aus. Ich habe meine Wohnung und Arbeit verloren, bin jetzt seit 8 Monaten arbeitslos. Soviel zur Vorgeschichte.
Ich habe vieles geändert und mir helfen lassen. Laufende Gesprächstherapie und Aufarbeitungsliteratur zu den Themen destruktive Beziehungen etc. Ich war 2 Monate im Ausland, um auf einem Bauernhof zu arbeiten, raus aus den letzten Jahren Büroalltag und 'den Kopf frei zu bekommen'. Bin heim zu meinen Eltern gezogen, alte Freundschaften wieder aufgebaut, neue hinzubekommen, Herzenswünsche umgesetzt (Motorrad, Theater spielen angefangen, in einer sozialen Einrichtung als Helfer angefangen). Arbeitsuche läuft auch soweit mir möglich auf Hochtouren. Ich betreibe regelmäßig Sport (Joggen, manchmal Radfahren und Schwimmen) und geh viel unter Leute. Ich schreibe Tagebuch, Traumtagebuch manchmal auch, die Beziehung kritisch und auch emotional reflektiert, Gründe für das Scheitern, habe mir selbst meinen Beitrag vor Augen geführt und ihren, soweit mir möglich (sie hat jedes Gespräch etc. verweigert). Versucht zu verstehen, was sie mir und was wir uns angetan haben. Das liegt sehr klar vor mir. Ich habe Meditationsseminare, Familienaufstellungen usw. besucht, rein um mit meiner Vergangenheit ein wenig mehr ins Reine zu kommen.
Das war in der Beziehung nicht so, wir haben uns sehr aneinander geklammert und wenig gemacht. Man kann sagen, jeder hat sich selbst vergessen. Wir sind sozial eher am Rande gestanden, auch wenn ich einige gute Freundschaften und Unternehmungen hatte. Gut im Großen und Ganzen soweit dazu.
Jetzt, wo ist der Wurm drin?
Einerseits habe ich in eben den letzten 8 Monaten einige nette Frauen kennengelernt, so auch jetzt wieder. Aber ich 'spür' nichts, kein großes Bedürfnis nach Zuwendung und Öffnung meinerseits. Die Frauen sind dann auch immer noch von selbst wieder abmarschiert bevor sich was entwickeln hätte können, wohl, weil ich mich nicht öffnen kann. Ich glaub irgendwie nicht mehr an das Konzept Liebe, mir erscheint das eher als eine willkürliche Ansammlung verschiedenster Bedürfnisse und Verletzungen, die jeder Mensch in meinem Alter (29) jetzt schon mit sich rumträgt, und dann versucht durch eine Beziehung zu kompensieren, und zwar solange nur, bis es wieder nicht mehr passt und ein 'Neuer' her muss (das habe ich schon getan und das haben andere schon mit mir getan). Daher will ich dem anderen Geschlecht auch nicht mehr so recht vertrauen. Ich fühl mich in Herzensangelegenheiten seit dieser einen Trennung kaputt, auch wenn diese Frau immer mehr 'dahinschwindet'.
Ich gehöre zu dem Typ Mensch, der vorher jemanden vertrauen und kennenlernen muss, bevor es zu Sex und Nähe kommt. Daher hatte ich jetzt auch seit 8 Monaten keinen mehr. Mein Bedürfnis dahingehend ist auch recht schwach. Zwar 'möchte' ich einerseits, 'kann' andererseits aber nicht. Derweil war Sex für mich immer schon was Großes - sprich meine Ex'en hatten einen Mords Spaß mit mir und ich mit ihnen.
Ich weiß, eine Trennung etc. braucht Zeit, viel Zeit, diese Zeit versuche ich mir auch zu geben. Wie das chinesische Sprichwort sagt: wer es eilig hat, soll langsam gehen.
Jetzt war es in besagter letzter Beziehung halt so: sie hat mir außerordentlich gut gefallen, wir hatten (auch nach 3 Jahren noch) guten Sex, prima verstanden weil ähnlicher Background, oberflächlich schien für uns und auch für unsere Verwandten alles recht stimmig zu sein. Unter der Oberfläche hats aber gewaltigst geknirscht und nix gepasst. Ohne jetzt ins Detail zu gehen, aber soweit: ich wollte mir ihre Liebe erkaufen, indem ich ihr bei ihrem Alkoholproblem helfen wollte (und damit mich selbst auch schützen davor, dass sie mir 'auskommt' - was letztendlich genau 1:1 passiert ist), und sie wollte von mir, und das glaube ich nur weil wie gesagt keine Aussprache mehr erfolgt ist, zumindest keine Gscheite, ehrliche: sie wollte mich irgendwie 'reparieren', mir Vertrauen in die Frauen geben, wohl auch zu mir aufschauen und anlehnen, ich als moralisches Vorbild, weltoffen, intelligent, gutaussehend, sexuell experimentierfreudig etc. Ich hätte sie emotional oft auch einfach sehr 'mitgerissen'. Funktioniert natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, weil irgendwann kam auch sie drauf, dass ich nicht auf einem derart hohen Ross daherreite und auch meine Fehler habe.
So, aber was ich jetzt nach der Trennung versucht habe, bzw. tue, ist, mir Positives zu behalten und Negatives zu verstehen. Ich halte auch von mir aus keinen Kontakt zu ihr, ich möchte mit ihrem neuen Leben nichts mehr zu tun haben, auch schon aus dem Grund, weil sie mir eben mit einem alten Freund von ihr 'davon gelaufen ist', und ich das als große Schwäche von ihr sehe, aber auch verstehen kann, dass sie nicht anders konnte (weil latente Bindungsangst beiderseits, ich wollte sie ja heiraten, sie mich auch immer, dann plötzlich doch zu ernst geworden und kalte Füße..).
Sie hält aber Kontakt zu mir. Ich weiß nicht wie sie das immer wieder schafft, ich habe sie rausglöscht aus Handy, Facebook, Skype, was es halt so an Kommunikationskanälen gibt, ich halte mich fern von einigen meiner Freunde, da diese mit ihr arbeiten, und wenn ich sie schon seh (meine Freunde), sage ich ihnen ich will nix von meiner Ex wissen hören oder sonstwas. Manchmal rutscht natürlich dann doch was durch, aber OK.
Aber sie meldet sich gelegentlich bei mir, oft habe ich es abgeblockt, aber letztens ließ ich sie 'rein' (dachte ich bin schon stark genug), plauderten ein bisschen, es stellte sich heraus dass sie wohl ein schlechtes Gewissen hat, aber 'ein *********' hätte sein müssen. Sie wollte offensichtlich hören, ob ich ihr verziehen hatte, das habe ich quittiert damit (sinngemäß): ja, weil ich weiß dass du nicht anders konntest, und auch ich habe Fehler gemacht und entschuldige mich dafür. Möchte aber keinen Kontakt mehr zu dir haben, schmerzt zu sehr, ist besser so. Was aber von ihr kam war für mich 'der Hammer': statt sich auch zu entschuldigen oder mir zu verzeihen, warf sie mir alles Mögliche vor: ich hätte sie nie so haben wollen wie sie ist (gut das stimmt auch, ALLES an ihr konnte ich nicht einfach so 'nehmen', denke aber das ist normal dass kein Partner 100% passt), sie hätte mich auch nie so wollen, unsere Beziehung wäre von Anfang an ein Scheiss gewesen, ich hätte sie mit dem 'Schlagstock' behandelt, nie zu ihr gestanden etc, ein emotionaler Eisblock. Ich sehe das naturgemäß ganz anders, finde dass ich mich noch nie auf einen Menschen so eingelassen habe und mich verbunden gefühlt hatte. Jedenfalls macht SIE MIR einen Haufen Vorwürfe und redet alles schlecht. Ich sagte ihr erneut, mir hatte die Beziehung viel bedeutet und ich möchte das so in Erinnerung behalten, auch nach Allem was passiert ist, es gehören immer zwei dazu und auch, das Verletzungen zu Beziehungen dazu gehören. Jedenfalls meldet sie sich in letzter Zeit immer wieder mal, ich blocks ab, ich finde dass alles ziemlich blöd von ihr, alleine schon weil ich ihre Hasspredigen einfach nicht mehr hören will und kann. Sie scheint irre auf mich und vielleicht auch auf sich angfressen zu sein (klar, der Schmerz wird ja nur verdrängt durch 'Durchbrennen' nicht aber aufgearbeitet). Soviel dazu.
Jetzt, worum gehts mir eigentlich? Ich will nach vorne schauen, mein Leben wieder genießen, den Abschluß auch so beibehalten. Das gelingt auch zumeist. ABER, und hier kommt das große ABER. Ich krieg sie einfach nicht aus meinem Kopf, diese ganzen Spiele 'was wäre wenn' etc. Und ich vermisse unsere Körperlichkeit sehr. Auch wenn die Frauen bis dato zumeist recht hübsch waren und auch körperlich offen, aber SIE hat mir doch am besten gefallen und ich hatte viel 'Wellenlänge' mit ihr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lösung eine 'noch bessere' Frau ist, die Altes heilt. Ja, im Wesentlichen bestand ein großer Teil meiner Zuwendung zu ihr daraus, dass ich ihr 'Außen' recht gern hatte, und ihr 'Inneres' teilweise. Oberflächlich, ich weiß, aber das erscheint erst in der Retrospektive. Nun, was soll ich tun? Ich streng mich ja nicht mal mehr sonderlich an, eine Beziehung zu finden bzw überhaupt zu wollen - nein, mir kommt sogar vor, ohne gehts mir besser. Aber ich vermisse auch was - Geborgenheit, Zuwendung, Körperlichkeit. Aber an SIE kommt keine ran, wie mir erscheint. Und das ist furchtbar. Ich will diesen Teil auch aus meinen Gefühlen rausbekommen, aber er geht und geht und geht einfach nicht. Ich denke immer noch an Sie, jeden Tag, wenn auch nur mehr gelegentlich. Aber dann sehe ich ein Foto von irgendwem der ihr ähnlich schaut, oder einfach nur eine hübsche Frau die ihr ähnelt, und zack ist sie wieder voll da, bzw. diese gefühlte Leere, die ich empfinde.
Ich will guter Dinge sein, dass das Leben wieder weitergeht, und mir neue Liebe schenkt, bzw ich so offen bin, neue Liebe schenken zu können, einem anderen Menschen, der mich und den ich vielleicht mehr verdient habe. Aber dieser Rückfallstrudel, ja er dreht sich immer wieder an, und es dreht sich immer wieder um dieselben Dinge. Manchmal frage ich mich, warum mir das so wichtig ist, wie eine Frau ausschaut. Ja ich habe davon ja nichtmal wirklich was - vielleicht nach 'Außen', nicht aber nach 'Innen'. Ich will nicht mehr ihren Körper vermissen. Aber es ist ein Graus, mir erscheint dass genau das mein Problem ist - diese Orientierung an Äußerlichkeiten, derweil passt das so gar nicht zu meinem Charakter, der eher intelligent, anspruchsvoll und reflektiert ist - gut vielleicht passt es genau aus dem Grund, weil mir der 'Kontakt' nach unten fehlt, diese Erdung, die wohl auch aus der sexuellen Leidenschaft entsteht. Aber mir scheint, genau dieser Kontakt ging mit der Beziehung flöten. Und ich hätte den so gerne wieder. Aber lerne ich neue Frauen kennen, verhalte ich mich abweisend, ja ich würde fast sagen, ich spiel mich nur deppert mit ihnen und lass sie dann aber fallen, weil mich dünkt - eh nix wert diese Beziehungsgschichterln.
Vielleicht noch ein kleines Detail zum Schluss, dass ich mir von der Seele schreiben muss, weils mir jetzt immer wieder unterkommt: ihr Neuer hatte ebenfalls eine 7jährige Beziehung, aus der er sich geflüchtet hat. Diese Frau, wie ich vor einigen Wochen erfahren hatte (ich kannte sie nicht), hatte eine angeborene Herzschwäche, und ist als Folge des Trennungsschmerzes gestorben. Ob da ein Zusammenhang besteht oder nicht, das wird dezent ausgeklammert. Ich vermute, den Schilderungen zufolge, schon, zumal auch daher, weil ich einen ähnlichen Fall aus meinem Bekanntenkreis kenne. Ich denke mir irgendwie, wie kann ein Mensch so grausam sein, oder in diesem Fall zwei Menschen, dass sie über, ich möchte fast sagen, emotionale als auch körperliche Leichen gehen, alles im Nachhinein schlecht reden, nur damit sie sich emotional selbst über Wasser halten können. Da war doch vor der Beziehung schon was gewaltig nicht in Ordnung, ich möchte mich nicht mehr auf eine solche Frau einlassen, ja ich bin froh, mit dem Leben davon gekommen zu sein.
Doch es zieht mich immer wieder zu genau diesen Frauen (da sind wir jetzt bei den destruktiven Mustern) - hilfsbedürftig, geil, sexuell unterwürfig, formbar, frech, schwach, anhänglich. Ich will diese Muster durchbrechen, auch wenn mir meine (wahren?) Gefühle immer wieder solche Frauen bescheren - denen lauf ich inzwischen eh davon. Aber die 'Anderen', die 'Netten', auch Hübschen aber nicht Geilen, die ach herrje, die reizen mich sexuell kaum, und das wo es bei mir eh schon so ist dass das Sexuelle schon sehr stark sein muss, damits mich überhaupt ernsthaft reizt. Das Muster passt so gar nicht zum Rest meiner Persönlichkeit - zurückhaltend, mitreißend, emotional eher heiss, schüchtern, hohe Ansprüche, sehr auf Wahrheit, Offenheit und Ehrlichkeit aus. Gut vielleicht passts ja genau, aber den Zusammenhang seh ich nicht so.
Was machen? Ich will eine Frau die ich lieben kann und die micht liebt, und wo es nicht um die Bedürfnisbefriedigung und Frauenhass-Kompensationsarbeit geht?? Aber mein 'Unten', meine Erdung will diese 'bösen' Mädchen, nicht die 'Guten'. Mir kommt vor da kämpf ich gegen Windmühlen. Aber abspalten - nein, da kann ich gleich ins Kloster auch. Diese Muster haben sich so deppert eingeschlichen, und es is, so scheint mir, kein Ausweg in Sicht. Herrje. Derweil, eine reine Sexbeziehung kann ich auch nicht eingehen (obwohl das Angebot schon öfter mal da war), da stehen mir meine Scham, meine Ängste und Zwänge entgegen - und auch das, dass ich aufgrund von vergangenen Kränkungen einer Frau nicht einfach das körperlich geben will, was sie verlangt - einfach weil ich IMMER versuche die Oberhand zu behalten.
Ich hör jetzt mal auf zu schreiben, Text ist eh schon wieder mordsmäßig lang. Freue mich auf Antworten; mir gehts zwar nicht wirklich beschissen, aber diese ganze Schlechtredung und sexuelle Eigenart macht mir recht zu schaffen.
liebe Grüße
Michael
Ich versuch mich in Kürze zu üben, daher 'nur' einige Sätze zu meiner Geschichte. Ich möchte es mir einfach 'von der Seele schreiben'.
Ich hatte vor 8 Monaten eine für mich sehr schmerzhafte Trennung nach rund 3 Jahren Beziehung. Ich dachte oft in der Beziehung - das ist es jetzt. Die will ich heiraten, mit der will ich Kinder, Zukunft. Hat ich hatte manchmal meine Zweifel, aber im Großen und Ganzen bin ich emotional zur Beziehung gestanden. Wir wollten eine gemeinsame Wohnung, doch am Tage des Mietvertragunterzeichnens eröffnet sie mir, sie hat einen Anderen und aus. Ich habe meine Wohnung und Arbeit verloren, bin jetzt seit 8 Monaten arbeitslos. Soviel zur Vorgeschichte.
Ich habe vieles geändert und mir helfen lassen. Laufende Gesprächstherapie und Aufarbeitungsliteratur zu den Themen destruktive Beziehungen etc. Ich war 2 Monate im Ausland, um auf einem Bauernhof zu arbeiten, raus aus den letzten Jahren Büroalltag und 'den Kopf frei zu bekommen'. Bin heim zu meinen Eltern gezogen, alte Freundschaften wieder aufgebaut, neue hinzubekommen, Herzenswünsche umgesetzt (Motorrad, Theater spielen angefangen, in einer sozialen Einrichtung als Helfer angefangen). Arbeitsuche läuft auch soweit mir möglich auf Hochtouren. Ich betreibe regelmäßig Sport (Joggen, manchmal Radfahren und Schwimmen) und geh viel unter Leute. Ich schreibe Tagebuch, Traumtagebuch manchmal auch, die Beziehung kritisch und auch emotional reflektiert, Gründe für das Scheitern, habe mir selbst meinen Beitrag vor Augen geführt und ihren, soweit mir möglich (sie hat jedes Gespräch etc. verweigert). Versucht zu verstehen, was sie mir und was wir uns angetan haben. Das liegt sehr klar vor mir. Ich habe Meditationsseminare, Familienaufstellungen usw. besucht, rein um mit meiner Vergangenheit ein wenig mehr ins Reine zu kommen.
Das war in der Beziehung nicht so, wir haben uns sehr aneinander geklammert und wenig gemacht. Man kann sagen, jeder hat sich selbst vergessen. Wir sind sozial eher am Rande gestanden, auch wenn ich einige gute Freundschaften und Unternehmungen hatte. Gut im Großen und Ganzen soweit dazu.
Jetzt, wo ist der Wurm drin?
Einerseits habe ich in eben den letzten 8 Monaten einige nette Frauen kennengelernt, so auch jetzt wieder. Aber ich 'spür' nichts, kein großes Bedürfnis nach Zuwendung und Öffnung meinerseits. Die Frauen sind dann auch immer noch von selbst wieder abmarschiert bevor sich was entwickeln hätte können, wohl, weil ich mich nicht öffnen kann. Ich glaub irgendwie nicht mehr an das Konzept Liebe, mir erscheint das eher als eine willkürliche Ansammlung verschiedenster Bedürfnisse und Verletzungen, die jeder Mensch in meinem Alter (29) jetzt schon mit sich rumträgt, und dann versucht durch eine Beziehung zu kompensieren, und zwar solange nur, bis es wieder nicht mehr passt und ein 'Neuer' her muss (das habe ich schon getan und das haben andere schon mit mir getan). Daher will ich dem anderen Geschlecht auch nicht mehr so recht vertrauen. Ich fühl mich in Herzensangelegenheiten seit dieser einen Trennung kaputt, auch wenn diese Frau immer mehr 'dahinschwindet'.
Ich gehöre zu dem Typ Mensch, der vorher jemanden vertrauen und kennenlernen muss, bevor es zu Sex und Nähe kommt. Daher hatte ich jetzt auch seit 8 Monaten keinen mehr. Mein Bedürfnis dahingehend ist auch recht schwach. Zwar 'möchte' ich einerseits, 'kann' andererseits aber nicht. Derweil war Sex für mich immer schon was Großes - sprich meine Ex'en hatten einen Mords Spaß mit mir und ich mit ihnen.
Ich weiß, eine Trennung etc. braucht Zeit, viel Zeit, diese Zeit versuche ich mir auch zu geben. Wie das chinesische Sprichwort sagt: wer es eilig hat, soll langsam gehen.
Jetzt war es in besagter letzter Beziehung halt so: sie hat mir außerordentlich gut gefallen, wir hatten (auch nach 3 Jahren noch) guten Sex, prima verstanden weil ähnlicher Background, oberflächlich schien für uns und auch für unsere Verwandten alles recht stimmig zu sein. Unter der Oberfläche hats aber gewaltigst geknirscht und nix gepasst. Ohne jetzt ins Detail zu gehen, aber soweit: ich wollte mir ihre Liebe erkaufen, indem ich ihr bei ihrem Alkoholproblem helfen wollte (und damit mich selbst auch schützen davor, dass sie mir 'auskommt' - was letztendlich genau 1:1 passiert ist), und sie wollte von mir, und das glaube ich nur weil wie gesagt keine Aussprache mehr erfolgt ist, zumindest keine Gscheite, ehrliche: sie wollte mich irgendwie 'reparieren', mir Vertrauen in die Frauen geben, wohl auch zu mir aufschauen und anlehnen, ich als moralisches Vorbild, weltoffen, intelligent, gutaussehend, sexuell experimentierfreudig etc. Ich hätte sie emotional oft auch einfach sehr 'mitgerissen'. Funktioniert natürlich nur bis zu einem gewissen Grad, weil irgendwann kam auch sie drauf, dass ich nicht auf einem derart hohen Ross daherreite und auch meine Fehler habe.
So, aber was ich jetzt nach der Trennung versucht habe, bzw. tue, ist, mir Positives zu behalten und Negatives zu verstehen. Ich halte auch von mir aus keinen Kontakt zu ihr, ich möchte mit ihrem neuen Leben nichts mehr zu tun haben, auch schon aus dem Grund, weil sie mir eben mit einem alten Freund von ihr 'davon gelaufen ist', und ich das als große Schwäche von ihr sehe, aber auch verstehen kann, dass sie nicht anders konnte (weil latente Bindungsangst beiderseits, ich wollte sie ja heiraten, sie mich auch immer, dann plötzlich doch zu ernst geworden und kalte Füße..).
Sie hält aber Kontakt zu mir. Ich weiß nicht wie sie das immer wieder schafft, ich habe sie rausglöscht aus Handy, Facebook, Skype, was es halt so an Kommunikationskanälen gibt, ich halte mich fern von einigen meiner Freunde, da diese mit ihr arbeiten, und wenn ich sie schon seh (meine Freunde), sage ich ihnen ich will nix von meiner Ex wissen hören oder sonstwas. Manchmal rutscht natürlich dann doch was durch, aber OK.
Aber sie meldet sich gelegentlich bei mir, oft habe ich es abgeblockt, aber letztens ließ ich sie 'rein' (dachte ich bin schon stark genug), plauderten ein bisschen, es stellte sich heraus dass sie wohl ein schlechtes Gewissen hat, aber 'ein *********' hätte sein müssen. Sie wollte offensichtlich hören, ob ich ihr verziehen hatte, das habe ich quittiert damit (sinngemäß): ja, weil ich weiß dass du nicht anders konntest, und auch ich habe Fehler gemacht und entschuldige mich dafür. Möchte aber keinen Kontakt mehr zu dir haben, schmerzt zu sehr, ist besser so. Was aber von ihr kam war für mich 'der Hammer': statt sich auch zu entschuldigen oder mir zu verzeihen, warf sie mir alles Mögliche vor: ich hätte sie nie so haben wollen wie sie ist (gut das stimmt auch, ALLES an ihr konnte ich nicht einfach so 'nehmen', denke aber das ist normal dass kein Partner 100% passt), sie hätte mich auch nie so wollen, unsere Beziehung wäre von Anfang an ein Scheiss gewesen, ich hätte sie mit dem 'Schlagstock' behandelt, nie zu ihr gestanden etc, ein emotionaler Eisblock. Ich sehe das naturgemäß ganz anders, finde dass ich mich noch nie auf einen Menschen so eingelassen habe und mich verbunden gefühlt hatte. Jedenfalls macht SIE MIR einen Haufen Vorwürfe und redet alles schlecht. Ich sagte ihr erneut, mir hatte die Beziehung viel bedeutet und ich möchte das so in Erinnerung behalten, auch nach Allem was passiert ist, es gehören immer zwei dazu und auch, das Verletzungen zu Beziehungen dazu gehören. Jedenfalls meldet sie sich in letzter Zeit immer wieder mal, ich blocks ab, ich finde dass alles ziemlich blöd von ihr, alleine schon weil ich ihre Hasspredigen einfach nicht mehr hören will und kann. Sie scheint irre auf mich und vielleicht auch auf sich angfressen zu sein (klar, der Schmerz wird ja nur verdrängt durch 'Durchbrennen' nicht aber aufgearbeitet). Soviel dazu.
Jetzt, worum gehts mir eigentlich? Ich will nach vorne schauen, mein Leben wieder genießen, den Abschluß auch so beibehalten. Das gelingt auch zumeist. ABER, und hier kommt das große ABER. Ich krieg sie einfach nicht aus meinem Kopf, diese ganzen Spiele 'was wäre wenn' etc. Und ich vermisse unsere Körperlichkeit sehr. Auch wenn die Frauen bis dato zumeist recht hübsch waren und auch körperlich offen, aber SIE hat mir doch am besten gefallen und ich hatte viel 'Wellenlänge' mit ihr. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Lösung eine 'noch bessere' Frau ist, die Altes heilt. Ja, im Wesentlichen bestand ein großer Teil meiner Zuwendung zu ihr daraus, dass ich ihr 'Außen' recht gern hatte, und ihr 'Inneres' teilweise. Oberflächlich, ich weiß, aber das erscheint erst in der Retrospektive. Nun, was soll ich tun? Ich streng mich ja nicht mal mehr sonderlich an, eine Beziehung zu finden bzw überhaupt zu wollen - nein, mir kommt sogar vor, ohne gehts mir besser. Aber ich vermisse auch was - Geborgenheit, Zuwendung, Körperlichkeit. Aber an SIE kommt keine ran, wie mir erscheint. Und das ist furchtbar. Ich will diesen Teil auch aus meinen Gefühlen rausbekommen, aber er geht und geht und geht einfach nicht. Ich denke immer noch an Sie, jeden Tag, wenn auch nur mehr gelegentlich. Aber dann sehe ich ein Foto von irgendwem der ihr ähnlich schaut, oder einfach nur eine hübsche Frau die ihr ähnelt, und zack ist sie wieder voll da, bzw. diese gefühlte Leere, die ich empfinde.
Ich will guter Dinge sein, dass das Leben wieder weitergeht, und mir neue Liebe schenkt, bzw ich so offen bin, neue Liebe schenken zu können, einem anderen Menschen, der mich und den ich vielleicht mehr verdient habe. Aber dieser Rückfallstrudel, ja er dreht sich immer wieder an, und es dreht sich immer wieder um dieselben Dinge. Manchmal frage ich mich, warum mir das so wichtig ist, wie eine Frau ausschaut. Ja ich habe davon ja nichtmal wirklich was - vielleicht nach 'Außen', nicht aber nach 'Innen'. Ich will nicht mehr ihren Körper vermissen. Aber es ist ein Graus, mir erscheint dass genau das mein Problem ist - diese Orientierung an Äußerlichkeiten, derweil passt das so gar nicht zu meinem Charakter, der eher intelligent, anspruchsvoll und reflektiert ist - gut vielleicht passt es genau aus dem Grund, weil mir der 'Kontakt' nach unten fehlt, diese Erdung, die wohl auch aus der sexuellen Leidenschaft entsteht. Aber mir scheint, genau dieser Kontakt ging mit der Beziehung flöten. Und ich hätte den so gerne wieder. Aber lerne ich neue Frauen kennen, verhalte ich mich abweisend, ja ich würde fast sagen, ich spiel mich nur deppert mit ihnen und lass sie dann aber fallen, weil mich dünkt - eh nix wert diese Beziehungsgschichterln.
Vielleicht noch ein kleines Detail zum Schluss, dass ich mir von der Seele schreiben muss, weils mir jetzt immer wieder unterkommt: ihr Neuer hatte ebenfalls eine 7jährige Beziehung, aus der er sich geflüchtet hat. Diese Frau, wie ich vor einigen Wochen erfahren hatte (ich kannte sie nicht), hatte eine angeborene Herzschwäche, und ist als Folge des Trennungsschmerzes gestorben. Ob da ein Zusammenhang besteht oder nicht, das wird dezent ausgeklammert. Ich vermute, den Schilderungen zufolge, schon, zumal auch daher, weil ich einen ähnlichen Fall aus meinem Bekanntenkreis kenne. Ich denke mir irgendwie, wie kann ein Mensch so grausam sein, oder in diesem Fall zwei Menschen, dass sie über, ich möchte fast sagen, emotionale als auch körperliche Leichen gehen, alles im Nachhinein schlecht reden, nur damit sie sich emotional selbst über Wasser halten können. Da war doch vor der Beziehung schon was gewaltig nicht in Ordnung, ich möchte mich nicht mehr auf eine solche Frau einlassen, ja ich bin froh, mit dem Leben davon gekommen zu sein.
Doch es zieht mich immer wieder zu genau diesen Frauen (da sind wir jetzt bei den destruktiven Mustern) - hilfsbedürftig, geil, sexuell unterwürfig, formbar, frech, schwach, anhänglich. Ich will diese Muster durchbrechen, auch wenn mir meine (wahren?) Gefühle immer wieder solche Frauen bescheren - denen lauf ich inzwischen eh davon. Aber die 'Anderen', die 'Netten', auch Hübschen aber nicht Geilen, die ach herrje, die reizen mich sexuell kaum, und das wo es bei mir eh schon so ist dass das Sexuelle schon sehr stark sein muss, damits mich überhaupt ernsthaft reizt. Das Muster passt so gar nicht zum Rest meiner Persönlichkeit - zurückhaltend, mitreißend, emotional eher heiss, schüchtern, hohe Ansprüche, sehr auf Wahrheit, Offenheit und Ehrlichkeit aus. Gut vielleicht passts ja genau, aber den Zusammenhang seh ich nicht so.
Was machen? Ich will eine Frau die ich lieben kann und die micht liebt, und wo es nicht um die Bedürfnisbefriedigung und Frauenhass-Kompensationsarbeit geht?? Aber mein 'Unten', meine Erdung will diese 'bösen' Mädchen, nicht die 'Guten'. Mir kommt vor da kämpf ich gegen Windmühlen. Aber abspalten - nein, da kann ich gleich ins Kloster auch. Diese Muster haben sich so deppert eingeschlichen, und es is, so scheint mir, kein Ausweg in Sicht. Herrje. Derweil, eine reine Sexbeziehung kann ich auch nicht eingehen (obwohl das Angebot schon öfter mal da war), da stehen mir meine Scham, meine Ängste und Zwänge entgegen - und auch das, dass ich aufgrund von vergangenen Kränkungen einer Frau nicht einfach das körperlich geben will, was sie verlangt - einfach weil ich IMMER versuche die Oberhand zu behalten.
Ich hör jetzt mal auf zu schreiben, Text ist eh schon wieder mordsmäßig lang. Freue mich auf Antworten; mir gehts zwar nicht wirklich beschissen, aber diese ganze Schlechtredung und sexuelle Eigenart macht mir recht zu schaffen.
liebe Grüße
Michael
hallo,
deine geschichte ist sehr interessant und gibt einblick in die verschiedenen gefühlswelten und auch ansichten.
warum eine beziehung zerbricht - obwohl man sich noch liebt, kannst du dir ja mitlerweilen schon selbst beantworten. man ist zu verschieden, oder kann auf den partner nicht so eingehen, oder die problem die einer bzw. eine hat - sind nicht zu bewältigen, oder es lassen sich manche sachen einfach nicht lösen weil irgendwer nicht bereit dazu ist usw.............
jeder mensch hat seine eigene wahrnehmung und somit auch seine eigenen wahrheiten.
ich bin mir sicher dass dich deine ex sehr geliebt hat, sonst würde sie dir nicht noch heute soviele dinge an den kopf werfen. natürlich möchte sie auch eine entschuldigung dass sie mit dem anderen zusammen ist - auch das ist ein grund warum sie immer wieder aufzählt was ihr alles weh getan hat.
aber nun zu dir: dass du keine frau anziehen findest, hast du eigentlich auch schon selbst beantwortet. ich sag es dir aber gerne auf meine weise.
Du bist einfach noch nicht frei. dein herz gehört und auch deine gedanken, gehören noch immer deiner ex. sicher ist es nicht mehr viel und der schmerz ist gering, trotzdem bist du noch mit ihr verbunden.
ja - 8 monate trennung ist zwar schon eine längere zeit - aber das heißt nicht dass du schon damit abgeschlossen hast. das dauert eben bei jedem menschen unterschiedlich lang. ich brauchte mal 1 1/2 jahre bis ich ganz los war von meinem ex.
in der zeit gab es keinen mann der mich wirklch interessierte bzw. reizte. ich suchte immer eine gewisse ähnlichkeit oder eine charaktereigenschaft die er hatte, damit ich mich überhaupt mal ein bisschen wohl fühlte bei einem gespräch.
ich konnte mir nicht vorstellen dass mir mal ein mann besser gefallen könnte, oder ich sexuell mehr empfinden könnte.
aber siehe da - die zeit verging und ich merkte dass ich eine zeit durchlebte, wo ich mich selbst immer besser kennen lernte. ich war gerne alleine und löste mich stück für stück von meinem ex. ich wollte keine beziehung mehr, wollte mich nur gut unterhalten und spaß.
in dieser phase lernte ich dann einen mann kennen, in den ich mich verliebte - ob ich wollte oder nicht - es passierte ganz einfach.
er war genau das gegenteil von meinem ex ;-)
ich hätte es selbst nicht für möglich gehalten, aber ich liebte ihn über alles.
ich möchte dir damit mit sagen, dass es normal ist dass du so denkst und fühlst. du brauchst noch zeit. im innerstsen suchst du verkrampft einen ersatz - aber den gibt es nicht - da kannst du nur enttäuscht werden.
wenn du dir selbst mehr vertraust und weiterhin an die liebe glaubst, dann wird sich deine geschichte auch ändern. wenn du angst hast vor der liebe bzw. vorm verletzt werden, machst du dich zu und dann kannst du gar nicht die chance bekommen dich neu zu verlieben oder zumindest spaß zu haben.
ich wünsche dir viel glück
lg
deine geschichte ist sehr interessant und gibt einblick in die verschiedenen gefühlswelten und auch ansichten.
warum eine beziehung zerbricht - obwohl man sich noch liebt, kannst du dir ja mitlerweilen schon selbst beantworten. man ist zu verschieden, oder kann auf den partner nicht so eingehen, oder die problem die einer bzw. eine hat - sind nicht zu bewältigen, oder es lassen sich manche sachen einfach nicht lösen weil irgendwer nicht bereit dazu ist usw.............
jeder mensch hat seine eigene wahrnehmung und somit auch seine eigenen wahrheiten.
ich bin mir sicher dass dich deine ex sehr geliebt hat, sonst würde sie dir nicht noch heute soviele dinge an den kopf werfen. natürlich möchte sie auch eine entschuldigung dass sie mit dem anderen zusammen ist - auch das ist ein grund warum sie immer wieder aufzählt was ihr alles weh getan hat.
aber nun zu dir: dass du keine frau anziehen findest, hast du eigentlich auch schon selbst beantwortet. ich sag es dir aber gerne auf meine weise.
Du bist einfach noch nicht frei. dein herz gehört und auch deine gedanken, gehören noch immer deiner ex. sicher ist es nicht mehr viel und der schmerz ist gering, trotzdem bist du noch mit ihr verbunden.
ja - 8 monate trennung ist zwar schon eine längere zeit - aber das heißt nicht dass du schon damit abgeschlossen hast. das dauert eben bei jedem menschen unterschiedlich lang. ich brauchte mal 1 1/2 jahre bis ich ganz los war von meinem ex.
in der zeit gab es keinen mann der mich wirklch interessierte bzw. reizte. ich suchte immer eine gewisse ähnlichkeit oder eine charaktereigenschaft die er hatte, damit ich mich überhaupt mal ein bisschen wohl fühlte bei einem gespräch.
ich konnte mir nicht vorstellen dass mir mal ein mann besser gefallen könnte, oder ich sexuell mehr empfinden könnte.
aber siehe da - die zeit verging und ich merkte dass ich eine zeit durchlebte, wo ich mich selbst immer besser kennen lernte. ich war gerne alleine und löste mich stück für stück von meinem ex. ich wollte keine beziehung mehr, wollte mich nur gut unterhalten und spaß.
in dieser phase lernte ich dann einen mann kennen, in den ich mich verliebte - ob ich wollte oder nicht - es passierte ganz einfach.
er war genau das gegenteil von meinem ex ;-)
ich hätte es selbst nicht für möglich gehalten, aber ich liebte ihn über alles.
ich möchte dir damit mit sagen, dass es normal ist dass du so denkst und fühlst. du brauchst noch zeit. im innerstsen suchst du verkrampft einen ersatz - aber den gibt es nicht - da kannst du nur enttäuscht werden.
wenn du dir selbst mehr vertraust und weiterhin an die liebe glaubst, dann wird sich deine geschichte auch ändern. wenn du angst hast vor der liebe bzw. vorm verletzt werden, machst du dich zu und dann kannst du gar nicht die chance bekommen dich neu zu verlieben oder zumindest spaß zu haben.
ich wünsche dir viel glück
lg
hallo sunshinesoni,
vielen dank für deine worte. ich merke auch, dass ich langsam wieder aufmachen will, und das ist eine gute entwicklung.
ich möchte noch etwas anderes anbringen hier, aus aktuellem anlass. es fällt mir einfach auch leiter, dass ins forum zu schreiben, und so wie ich davon profitiert habe, andere geschichten zu lesen und in gefühlswelten einblick zu erhalten, so hoffe ich auch dass der eine oder andere von meiner geschichte profitiert.
sie hatte sich in den letzten paar tagen immer wieder mal bei mir gemeldet, immer wegen irgendwas. die gespräche habe ich anfangs abgeblockt (die letzten monate), aber inzwischen bin ich selber so deppert und lass mich immer wieder drauf ein. na jedenfalls hatte sie sich gestern gemeldet und wir haben wieder gefetzt. war danach sehr aufgewühlt. ich hab jetzt eine nacht darüber geschlafen und mir wird folgendes klar: wir benutzen beide nach wie vor dieselben perfiden strategien, um uns gegenseitig weh zu tun.
sie verhält sich mir gegenüber wie das totale ********* und sagt mir dinge, die mich sehr verletzen weil sie mich an wunden punkten treffen. ich habe zB öfters mal das problem, dass ich mir in gruppen schwer tue, einfach weil ich mich manchmal nicht so einbringen kann.. daraufhin ziehe ich mich innerlich zurück und rede wenig - sie sagte mir vor kurzem, sie hätte mich nie haben wollen, weil ich so asozial sei. da mir die trennung von ihr sehr schwer gefallen ist, bin ich in eine lebenskrise geraten und nehme seither antidepressiva, einfach weil ich mich nicht mehr raussah und knapp am abgrund war - sie meinte gestern zu mir (weil ich sie auch wieder beschimpft habe, dazu gleich mehr), ob ich denn 'noch immer nicht wieder alle tassen im schrank hätte'. das tut mir sehr weh, dass sie mich so abfällig behandelt. irgendwie ist ihre strategie immer wieder, mir weh zu tun indem sie sich über meine gefühle lustig macht.
nun aber zu mir - ich will mich selbst nicht schönreden, ich glaub dass ist auch teil des problems: weil ich glaub meine strategie ist, dass ich ihr schuldgefühle einrede und quasi moralische standpauken halte. ich sage ihr (zum gestrigen gespräch, als antwort auf das 'nicht alle tassen im schrank haben'), dass es kein wunder sei bei dem was sie gemacht hat, dass ich genug um sie getrauert hätte und jetzt einfach keinen kontakt mehr zu ihr haben will (ich sage nie dazu: du a***loch; aber ich denke es mir dabei). ja ich denk dass ist das, was ich tue und immer schon ihr gegenüber getan habe: ich werfe ihr vor dass sie sich scheisse und nicht korrekt verhält, und genau dass macht sie dann - wodurch ich ihr das wieder vorwerfe, weil sie was tut bzw. immer wieder getan hat, dass ich als schmerzhaft empfinde (saufen wie ein loch, fremdgehen, mich anschreien, mich niedermachen wegen meiner sozialen schwächen etc.) - und ich ihr dann wieder vorwerfe was für ein gemeines a***loch sie ist. allerdings, und das muss ich mir wirklich eingestehen, ist auch meine strategie recht gemein - weil ich ja nie direkt zu ihr sage 'du a***loch', was die dinge vielleicht leichter machen würde.. nein, ich stelle meine verletztende argumentation auf die füße der moral, des anstandes, und auch sehr ich-bezogen, quasi es hat keiner das recht mir wehzutun, und tut es jemand, dann ist er damit automatisch ein schlechter mensch. ja ich denke dass ich es nur ganz schwer aushalten kann, wenn jemand schlecht über mich denkt/mir was schlechtes tut. gut, ist eine form von selbstschutz. aber eigentlich möchte ich den punkt erreichen, an dem es bzw. sie mir nicht mehr weh tun kann. und an dem ich ihr nicht mehr weh tun will.
wie gesagt, es sind ziemlich gemeine strategien die wir beide da entwickelt haben, und mir wird das erst so richtig klar wenn ich es aufschreibe.
es ist, wenn ich mir das alles 'von außen' oder 'oben' anschaue, wirklich besser das wir beide nichts mehr miteinander zu tun haben. aber es ist soooo schwer, dass ich die frau, die ich einmal so sehr geliebt hatte, und die frau, die mir jetzt begegnet, auseinander halte. ich habe angst, in zukunft und in einer anderen beziehung wieder demselben muster zum opfer zu fallen. opfer ist eigentlich ein gutes stichwort, denn ich denke wir beide wollen uns jetzt als opfer des jeweils anderen inszenieren, obwohl wir beide täter waren. ich glaub nicht dass das eine gute heilung ermöglicht, daher habe ich auch schon jeden komm-kanal zugemacht. aber sie kommt immer wieder durch das hintertürchen rein.
so zum abschluss noch eins: ich tu mir mit der kritischen beleuchtung meiner eigenen verletzungsstrategie insofern schwer, als dass ich mir denke: diese schuldgefühle die ich mir da selber mache, die sind nicht gut für mich und lösen widerrum nur aus, dass ich mich ihr gegenüber artikulieren will bzw. alles 'gut' machen will... das es MIR aber nichts mehr hilft, alles gut machen zu wollen. ich weiß nicht warum ich das tue, vielleicht wurde ich so erzogen zu einem braven bub, der immer will dass alles in ordnung ist und 'ausgeredet' ist usw.. und ich es auch nicht verkraften kann, so aus einer beziehung rauszugehen bzw. dass ich sehe dass es so vor die hunde gehen muss, was ich einst als meine große liebe bezeichnete.
na jedenfalls frage ich mich, wie kann ich gleichzeitig so egoistisch sein und mir keine schuldgefühle mehr geben (dass ich mich gegenüber ihr so verletzend verhalte als actio/reactio auf unsere schlechte dynamik) und gleichzeitig trotzdem daraus lernen, für mich aus meinem verhalten daraus lernen?
mir wird sehr bewusst bzw ist mir gerade durch unsere vernichtenden 'nachgespräche' (wieder) bewusst geworden, eben dass ich schnell verurteile und mit der moralkeule daherkomme.. aber ist das gut oder schlecht? ich weiß nicht wie einordnen. es ist offensichtlich mein schutz gegen gemeinheiten von der 'außenwelt', sozusagen mein verteidigungsmechanismus, damit mich niemand verletzen kann. ich verurteile andere für ihr verhalten mir gegenüber, damit ich 'gewinne'. und im stillen denk ich mir, eigentlich will ich das nicht mehr - eigentlich ist es schon wurscht wer gewinnt etc etc. aber wir kämpfen immer noch um einen sieg der alles nur schlimmer macht und immer schon gemacht hat.
ach ich wünschte dass das endlich alles vorbei ist und ich geläutert in eine andere zukunft gehen kann, eine, in der sie mir gleichgültig ist und in der ich besser lieben kann. ich hoffe es sehr.
und es tut unheimlich gut hier reinschreiben zu können.
vielen dank für deine worte. ich merke auch, dass ich langsam wieder aufmachen will, und das ist eine gute entwicklung.
ich möchte noch etwas anderes anbringen hier, aus aktuellem anlass. es fällt mir einfach auch leiter, dass ins forum zu schreiben, und so wie ich davon profitiert habe, andere geschichten zu lesen und in gefühlswelten einblick zu erhalten, so hoffe ich auch dass der eine oder andere von meiner geschichte profitiert.
sie hatte sich in den letzten paar tagen immer wieder mal bei mir gemeldet, immer wegen irgendwas. die gespräche habe ich anfangs abgeblockt (die letzten monate), aber inzwischen bin ich selber so deppert und lass mich immer wieder drauf ein. na jedenfalls hatte sie sich gestern gemeldet und wir haben wieder gefetzt. war danach sehr aufgewühlt. ich hab jetzt eine nacht darüber geschlafen und mir wird folgendes klar: wir benutzen beide nach wie vor dieselben perfiden strategien, um uns gegenseitig weh zu tun.
sie verhält sich mir gegenüber wie das totale ********* und sagt mir dinge, die mich sehr verletzen weil sie mich an wunden punkten treffen. ich habe zB öfters mal das problem, dass ich mir in gruppen schwer tue, einfach weil ich mich manchmal nicht so einbringen kann.. daraufhin ziehe ich mich innerlich zurück und rede wenig - sie sagte mir vor kurzem, sie hätte mich nie haben wollen, weil ich so asozial sei. da mir die trennung von ihr sehr schwer gefallen ist, bin ich in eine lebenskrise geraten und nehme seither antidepressiva, einfach weil ich mich nicht mehr raussah und knapp am abgrund war - sie meinte gestern zu mir (weil ich sie auch wieder beschimpft habe, dazu gleich mehr), ob ich denn 'noch immer nicht wieder alle tassen im schrank hätte'. das tut mir sehr weh, dass sie mich so abfällig behandelt. irgendwie ist ihre strategie immer wieder, mir weh zu tun indem sie sich über meine gefühle lustig macht.
nun aber zu mir - ich will mich selbst nicht schönreden, ich glaub dass ist auch teil des problems: weil ich glaub meine strategie ist, dass ich ihr schuldgefühle einrede und quasi moralische standpauken halte. ich sage ihr (zum gestrigen gespräch, als antwort auf das 'nicht alle tassen im schrank haben'), dass es kein wunder sei bei dem was sie gemacht hat, dass ich genug um sie getrauert hätte und jetzt einfach keinen kontakt mehr zu ihr haben will (ich sage nie dazu: du a***loch; aber ich denke es mir dabei). ja ich denk dass ist das, was ich tue und immer schon ihr gegenüber getan habe: ich werfe ihr vor dass sie sich scheisse und nicht korrekt verhält, und genau dass macht sie dann - wodurch ich ihr das wieder vorwerfe, weil sie was tut bzw. immer wieder getan hat, dass ich als schmerzhaft empfinde (saufen wie ein loch, fremdgehen, mich anschreien, mich niedermachen wegen meiner sozialen schwächen etc.) - und ich ihr dann wieder vorwerfe was für ein gemeines a***loch sie ist. allerdings, und das muss ich mir wirklich eingestehen, ist auch meine strategie recht gemein - weil ich ja nie direkt zu ihr sage 'du a***loch', was die dinge vielleicht leichter machen würde.. nein, ich stelle meine verletztende argumentation auf die füße der moral, des anstandes, und auch sehr ich-bezogen, quasi es hat keiner das recht mir wehzutun, und tut es jemand, dann ist er damit automatisch ein schlechter mensch. ja ich denke dass ich es nur ganz schwer aushalten kann, wenn jemand schlecht über mich denkt/mir was schlechtes tut. gut, ist eine form von selbstschutz. aber eigentlich möchte ich den punkt erreichen, an dem es bzw. sie mir nicht mehr weh tun kann. und an dem ich ihr nicht mehr weh tun will.
wie gesagt, es sind ziemlich gemeine strategien die wir beide da entwickelt haben, und mir wird das erst so richtig klar wenn ich es aufschreibe.
es ist, wenn ich mir das alles 'von außen' oder 'oben' anschaue, wirklich besser das wir beide nichts mehr miteinander zu tun haben. aber es ist soooo schwer, dass ich die frau, die ich einmal so sehr geliebt hatte, und die frau, die mir jetzt begegnet, auseinander halte. ich habe angst, in zukunft und in einer anderen beziehung wieder demselben muster zum opfer zu fallen. opfer ist eigentlich ein gutes stichwort, denn ich denke wir beide wollen uns jetzt als opfer des jeweils anderen inszenieren, obwohl wir beide täter waren. ich glaub nicht dass das eine gute heilung ermöglicht, daher habe ich auch schon jeden komm-kanal zugemacht. aber sie kommt immer wieder durch das hintertürchen rein.
so zum abschluss noch eins: ich tu mir mit der kritischen beleuchtung meiner eigenen verletzungsstrategie insofern schwer, als dass ich mir denke: diese schuldgefühle die ich mir da selber mache, die sind nicht gut für mich und lösen widerrum nur aus, dass ich mich ihr gegenüber artikulieren will bzw. alles 'gut' machen will... das es MIR aber nichts mehr hilft, alles gut machen zu wollen. ich weiß nicht warum ich das tue, vielleicht wurde ich so erzogen zu einem braven bub, der immer will dass alles in ordnung ist und 'ausgeredet' ist usw.. und ich es auch nicht verkraften kann, so aus einer beziehung rauszugehen bzw. dass ich sehe dass es so vor die hunde gehen muss, was ich einst als meine große liebe bezeichnete.
na jedenfalls frage ich mich, wie kann ich gleichzeitig so egoistisch sein und mir keine schuldgefühle mehr geben (dass ich mich gegenüber ihr so verletzend verhalte als actio/reactio auf unsere schlechte dynamik) und gleichzeitig trotzdem daraus lernen, für mich aus meinem verhalten daraus lernen?
mir wird sehr bewusst bzw ist mir gerade durch unsere vernichtenden 'nachgespräche' (wieder) bewusst geworden, eben dass ich schnell verurteile und mit der moralkeule daherkomme.. aber ist das gut oder schlecht? ich weiß nicht wie einordnen. es ist offensichtlich mein schutz gegen gemeinheiten von der 'außenwelt', sozusagen mein verteidigungsmechanismus, damit mich niemand verletzen kann. ich verurteile andere für ihr verhalten mir gegenüber, damit ich 'gewinne'. und im stillen denk ich mir, eigentlich will ich das nicht mehr - eigentlich ist es schon wurscht wer gewinnt etc etc. aber wir kämpfen immer noch um einen sieg der alles nur schlimmer macht und immer schon gemacht hat.
ach ich wünschte dass das endlich alles vorbei ist und ich geläutert in eine andere zukunft gehen kann, eine, in der sie mir gleichgültig ist und in der ich besser lieben kann. ich hoffe es sehr.
und es tut unheimlich gut hier reinschreiben zu können.
hallo,
na bei euch gehts ja richtig rund. ihr scheint beide so verletzt zu sein und verletzt zu haben, dass ihr euch immer wieder verteidigt und euch aufs neue beschuldigt.
das ist sicher keine lösung - weder für sie - noch für dich.
ihr müsst das band durchtrennen - euch auf die trennung wirklich einlassen. einer sollte beginnen zu verezeihen. es ist nunmal passiert - an dem könnt ihr nichts ändern. die vergangenheit kann man nicht zurückholen oder was gerade rücken. so war es nun mal - ob gut oder schlecht.
jetzt liegt es daran wer von euch mehr vernunft hat und wer sich mehr wert ist. wenn du dir sagen könntest: ok - wir haben uns gegenseitig verletzt - für mich tat sie es mehr als ich, aber sie hat ja auch gute seiten und ich habe sie geliebt - ich möchte ihr verzeihen und meinen frieden finden - dann wärst du wieder ein großes stück nach vorne gekommen.
klar hört sich das einfacher an als es ist, aber du solltest dir überlegen um welchen preis ihr das ganze hier veranstaltet. es hat keiner was davon wenn ihr euch kaputt macht. denke mal darüber nach - du bist sehr schlau und scheinst auch intelligent zu sein ;-) du wirst sicher einen weg finden - der für euch beide besser ist.
lg
na bei euch gehts ja richtig rund. ihr scheint beide so verletzt zu sein und verletzt zu haben, dass ihr euch immer wieder verteidigt und euch aufs neue beschuldigt.
das ist sicher keine lösung - weder für sie - noch für dich.
ihr müsst das band durchtrennen - euch auf die trennung wirklich einlassen. einer sollte beginnen zu verezeihen. es ist nunmal passiert - an dem könnt ihr nichts ändern. die vergangenheit kann man nicht zurückholen oder was gerade rücken. so war es nun mal - ob gut oder schlecht.
jetzt liegt es daran wer von euch mehr vernunft hat und wer sich mehr wert ist. wenn du dir sagen könntest: ok - wir haben uns gegenseitig verletzt - für mich tat sie es mehr als ich, aber sie hat ja auch gute seiten und ich habe sie geliebt - ich möchte ihr verzeihen und meinen frieden finden - dann wärst du wieder ein großes stück nach vorne gekommen.
klar hört sich das einfacher an als es ist, aber du solltest dir überlegen um welchen preis ihr das ganze hier veranstaltet. es hat keiner was davon wenn ihr euch kaputt macht. denke mal darüber nach - du bist sehr schlau und scheinst auch intelligent zu sein ;-) du wirst sicher einen weg finden - der für euch beide besser ist.
lg
sunshinesoni,
danke für deine worte. es stimmt schon, was du schreibst, und ich kann mich in gedanken auch gut wieder darin finden (dh ich seh das genau so). ich denke auch, dass es nichts mehr bringt bzw. nicht mehr möglich sein wird, in diesem fall im nachhinein noch etwas 'grade' biegen zu wollen. das hat bis jetzt in meinen vorangehenden beziehungen gut funktioniert, diese aussprache und verzeihen etc., aber diesmal klappt es einfach aus ein paar gründen nicht: (a) weil sie das nicht kann oder nicht will oder sich einfach auch nur keiner schuld bewusst ist ( B) weil wir uns so sehr verletzt haben, beide aber so gestalten sind die lieber dem anderen die schuld in die schuhe schieben (aber, und das glaube ich auch von ihr, insgeheim wissen was wir selbst falsch gemacht haben) © weil jede nähe, und sei es nur um zu sprechen, nur wieder weh tut oder in weiteren verletzungen ausartet, und (d) weil ich auch nicht nur annähernd dazu bereit bin.
aber - und natürlich gibts ein aber sonst würde ich hier nicht reinschreiben :) - aber sie 'verfolgt' mich, zwar nicht 'in echt' aber im kopf. immer wieder träume ich von ihr (so auch wie gestern und heute nacht, daher gehts mir auch nicht besonders).
im wesentlichen ist es so, dass ich mich immer wieder, und das leider viel zu oft als dass ich mich gscheit um arbeitssuche etc kümmern könnte, ja dass sie mich blockiert. wie? ich ertrage es nicht, dass wir so vor die hunde gegangen sind, ich weiter mit dem gefühl leben muss dass sie mich hasst und ich sie hassen muss, um von ihr loszukommen. weil ich nicht mit einem verzeihen erwidern kann (was ich jetzt 8 monate in mir probiert hätte), wenn sie mich so ablehnt und runter macht. aber das wirft mich in diesen blockade konflikt: nämlich, dass ich fühle, eine komplett falsche entscheidung getroffen zu haben, als ich damals mit ihr zusammen ging, also am anfang - denn wenn es nicht eine falsche entscheidung gewesen wäre, wie hatte dass dann passieren können? wie konnte ich einen menschen so lieben, der mir und dem ich so weh getan habe?
für mich stellt sich das in etwa so dar: würde sie mir verzeihen und sich entschuldigen, ich hätte das gefühl ich war ihr was wert. womit ich nicht mehr darüber nachdenken bzw fühlen würde, dass die beziehung eine fehlentscheidung war. da sie dass aber nicht macht und mich im gegenteil auf die barrikaden bringt, bzw emotional auch im nachhinein am falschen fuß erwischt (was ich nicht gewohnt bin), kann ich dieses gefühl nicht entwickeln dass ich ihr etwas wert war. jetzt sagen sicher einige leute: aber wichtig ist doch, was sie dir bedeutet hat, alles andere ist doch jetzt schon egal. das mag schon stimmen, aber wer will schon mit dem gefühl 'übrig' bleiben, eine beziehung geführt zu haben, in welcher man selber geliebt und verziehen hat, der andere aber nicht?
wie blockiert mich das heute? nun ja, ich zweifle sehr an meiner urteilskraft, leider jetzt auch sehr stark bei der jobsuche. mir kommt vor, ich weiß einfach nicht mehr was ich will. ich muss vielleicht dazu sagen, dass ich damals, als ich sie kennengelernt habe, gerade mit dem arbeiten begonnen habe bzw. das studium zu ende brachte. also bin ich quasi in die berufs- und in die beziehungswelt mit ihr gleichzeitig eingestiegen. da jetzt alles (beruf, beziehung und wohnung) gemeinsam den bach runter ging, ist das in meiner gefühlswelt unterschwellig miteinander verknüpft. wenn ich mir heute eine neue frau oder auch eine neue stelle anschaue, für die ich mich bewerben möchte (und ich brauche arbeit, bin seit 8 monaten arbeitslos), dann ist zunächst interesse da. aber sobalds konkret wird (die frau sich annähert oder ich eine bewerbung schreibe), bekomme ich ein sehr besch*****es gefühl im bauch, dass das alles nicht passt für mich und dass ich das nicht kann und eigentlich auch nicht will - oder doch? - und so läuft das dauernd ab. mich quälts andererseits sehr weil ich weiß, dass ich wieder arbeiten will und auch muss. aber diese negativen gefühle werden jedesmal, sobald es zum themen-kontakt kommt, mir scheint unüberwindbar groß.
also alles in allem und in kürze liegt der hund wohl darin begraben (jetzt bezogen auf meine zukunft und job etc), dass mir vorkommt, ich kann mich auf meine urteilskraft nicht mehr verlassen - weil ich ja auch nicht weiß, ob ich mich damals richtig oder falsch entschieden habe, für diese beziehung die sich im nachhinein als so katastrophal herausgestellt hat. womöglich habe ich mich falsch entschieden - würde sie mir verzeihen und mir auch sagen, dass es ihr leid tat, es würde dann 'alles' halb so schlimm sein. habe ich mich aber falsch entschieden, dann kann ich mich vielleicht gar nicht entscheiden, was ich will? woher will ich dann aber wissen dass eine stelle zu mir passt? es kommt einfach keine leidenschaft mehr in mir hoch, wenn ich an eine neue arbeitsstelle denke bzw. mich bewerben möchte - alles ist irgendwie gleich, ob es nun meiner ausbildung entspricht oder auch nicht - alles wirkt so, als ob ich, wenn ich mich einmal beworben habe, nicht mehr davon wegkomme, auch wenn ich damit vielleicht einen fehler gemacht habe (also bewerben oder dort arbeiten). -- irgendwie ist gefühlstechnisch alles auf flucht ausgelegt, flucht, rückzug und angst, sich für was falsches zu entscheiden.
ich *denke*, ich kanns nicht abhängig machen von dem, ob sie sich entschuldigt, ich kanns nicht davon abhängig machen, wie mein leben weitergehen wird. meinem kopf ist das bewusst. meinem gefühl aber leider gar nicht.
wo bekomme ich denn meine urteilskraft wieder her? oder hatte ich sie noch nie entwickelt, eben weil ich mich auf diese beziehung eingelassen habe. ich möchte wieder elan, esprit, leidenschaft verspüren, wenn ich auf einen neuen job oder auch eine neue frau zugehe. aber es fühlt sich alles so gleichgültig an, so wertlos und dennoch 'muss getan werden' gleichzeitig.
fast jeden tag wache ich morgens im bett auf, mit diesem beschissenen gefühl, schlecht geträumt zu haben und nicht zu wissen, wie es eigentlich weiter gehen sollte. ich motivier mich zwar dazu, etwas zu machen, aber auch hier erscheint alles: gleichgültig. vielleicht sitzt der 'fehler' auch viel tiefer, ich möchte dass jetzt gar nicht hier ausbreiten weils eh schon so ein langer text ist, und ich deswegen ja auch zu einem psychotherapeuten gehe, dem ich schon sehr viel zu verdanken habe.
ich will meine gefühle aber nicht manipulieren, ich will mich nicht mit dem *denken* darüber hinwegsetzen - ich will sie so nehmen wie sie sind und mit ihnen ins reine kommen. ich will weiter fühlen können, und sie jetzt nicht abtöten, weil die beziehung den bach runtergegangen ist - ich will kein emotionaler zombie werden. und daher denke ich, ist hier mit vernunft nicht sonderlich beizukommen, die steht den gefühlen ja immer im weg. und mir kommt vor, so richtig gerne kann man nur was machen, wenn man es 'aus dem bauch heraus tut' (ob jetzt arbeit oder frauen), nicht aber wenn man kopf, geld und ausbildung als entscheidungsträger heranzieht.
aber wenn der bauch nur sagt 'ALARM', ja was dann....
ah gut tuts, von der seele zu schreiben :)
danke für deine worte. es stimmt schon, was du schreibst, und ich kann mich in gedanken auch gut wieder darin finden (dh ich seh das genau so). ich denke auch, dass es nichts mehr bringt bzw. nicht mehr möglich sein wird, in diesem fall im nachhinein noch etwas 'grade' biegen zu wollen. das hat bis jetzt in meinen vorangehenden beziehungen gut funktioniert, diese aussprache und verzeihen etc., aber diesmal klappt es einfach aus ein paar gründen nicht: (a) weil sie das nicht kann oder nicht will oder sich einfach auch nur keiner schuld bewusst ist ( B) weil wir uns so sehr verletzt haben, beide aber so gestalten sind die lieber dem anderen die schuld in die schuhe schieben (aber, und das glaube ich auch von ihr, insgeheim wissen was wir selbst falsch gemacht haben) © weil jede nähe, und sei es nur um zu sprechen, nur wieder weh tut oder in weiteren verletzungen ausartet, und (d) weil ich auch nicht nur annähernd dazu bereit bin.
aber - und natürlich gibts ein aber sonst würde ich hier nicht reinschreiben :) - aber sie 'verfolgt' mich, zwar nicht 'in echt' aber im kopf. immer wieder träume ich von ihr (so auch wie gestern und heute nacht, daher gehts mir auch nicht besonders).
im wesentlichen ist es so, dass ich mich immer wieder, und das leider viel zu oft als dass ich mich gscheit um arbeitssuche etc kümmern könnte, ja dass sie mich blockiert. wie? ich ertrage es nicht, dass wir so vor die hunde gegangen sind, ich weiter mit dem gefühl leben muss dass sie mich hasst und ich sie hassen muss, um von ihr loszukommen. weil ich nicht mit einem verzeihen erwidern kann (was ich jetzt 8 monate in mir probiert hätte), wenn sie mich so ablehnt und runter macht. aber das wirft mich in diesen blockade konflikt: nämlich, dass ich fühle, eine komplett falsche entscheidung getroffen zu haben, als ich damals mit ihr zusammen ging, also am anfang - denn wenn es nicht eine falsche entscheidung gewesen wäre, wie hatte dass dann passieren können? wie konnte ich einen menschen so lieben, der mir und dem ich so weh getan habe?
für mich stellt sich das in etwa so dar: würde sie mir verzeihen und sich entschuldigen, ich hätte das gefühl ich war ihr was wert. womit ich nicht mehr darüber nachdenken bzw fühlen würde, dass die beziehung eine fehlentscheidung war. da sie dass aber nicht macht und mich im gegenteil auf die barrikaden bringt, bzw emotional auch im nachhinein am falschen fuß erwischt (was ich nicht gewohnt bin), kann ich dieses gefühl nicht entwickeln dass ich ihr etwas wert war. jetzt sagen sicher einige leute: aber wichtig ist doch, was sie dir bedeutet hat, alles andere ist doch jetzt schon egal. das mag schon stimmen, aber wer will schon mit dem gefühl 'übrig' bleiben, eine beziehung geführt zu haben, in welcher man selber geliebt und verziehen hat, der andere aber nicht?
wie blockiert mich das heute? nun ja, ich zweifle sehr an meiner urteilskraft, leider jetzt auch sehr stark bei der jobsuche. mir kommt vor, ich weiß einfach nicht mehr was ich will. ich muss vielleicht dazu sagen, dass ich damals, als ich sie kennengelernt habe, gerade mit dem arbeiten begonnen habe bzw. das studium zu ende brachte. also bin ich quasi in die berufs- und in die beziehungswelt mit ihr gleichzeitig eingestiegen. da jetzt alles (beruf, beziehung und wohnung) gemeinsam den bach runter ging, ist das in meiner gefühlswelt unterschwellig miteinander verknüpft. wenn ich mir heute eine neue frau oder auch eine neue stelle anschaue, für die ich mich bewerben möchte (und ich brauche arbeit, bin seit 8 monaten arbeitslos), dann ist zunächst interesse da. aber sobalds konkret wird (die frau sich annähert oder ich eine bewerbung schreibe), bekomme ich ein sehr besch*****es gefühl im bauch, dass das alles nicht passt für mich und dass ich das nicht kann und eigentlich auch nicht will - oder doch? - und so läuft das dauernd ab. mich quälts andererseits sehr weil ich weiß, dass ich wieder arbeiten will und auch muss. aber diese negativen gefühle werden jedesmal, sobald es zum themen-kontakt kommt, mir scheint unüberwindbar groß.
also alles in allem und in kürze liegt der hund wohl darin begraben (jetzt bezogen auf meine zukunft und job etc), dass mir vorkommt, ich kann mich auf meine urteilskraft nicht mehr verlassen - weil ich ja auch nicht weiß, ob ich mich damals richtig oder falsch entschieden habe, für diese beziehung die sich im nachhinein als so katastrophal herausgestellt hat. womöglich habe ich mich falsch entschieden - würde sie mir verzeihen und mir auch sagen, dass es ihr leid tat, es würde dann 'alles' halb so schlimm sein. habe ich mich aber falsch entschieden, dann kann ich mich vielleicht gar nicht entscheiden, was ich will? woher will ich dann aber wissen dass eine stelle zu mir passt? es kommt einfach keine leidenschaft mehr in mir hoch, wenn ich an eine neue arbeitsstelle denke bzw. mich bewerben möchte - alles ist irgendwie gleich, ob es nun meiner ausbildung entspricht oder auch nicht - alles wirkt so, als ob ich, wenn ich mich einmal beworben habe, nicht mehr davon wegkomme, auch wenn ich damit vielleicht einen fehler gemacht habe (also bewerben oder dort arbeiten). -- irgendwie ist gefühlstechnisch alles auf flucht ausgelegt, flucht, rückzug und angst, sich für was falsches zu entscheiden.
ich *denke*, ich kanns nicht abhängig machen von dem, ob sie sich entschuldigt, ich kanns nicht davon abhängig machen, wie mein leben weitergehen wird. meinem kopf ist das bewusst. meinem gefühl aber leider gar nicht.
wo bekomme ich denn meine urteilskraft wieder her? oder hatte ich sie noch nie entwickelt, eben weil ich mich auf diese beziehung eingelassen habe. ich möchte wieder elan, esprit, leidenschaft verspüren, wenn ich auf einen neuen job oder auch eine neue frau zugehe. aber es fühlt sich alles so gleichgültig an, so wertlos und dennoch 'muss getan werden' gleichzeitig.
fast jeden tag wache ich morgens im bett auf, mit diesem beschissenen gefühl, schlecht geträumt zu haben und nicht zu wissen, wie es eigentlich weiter gehen sollte. ich motivier mich zwar dazu, etwas zu machen, aber auch hier erscheint alles: gleichgültig. vielleicht sitzt der 'fehler' auch viel tiefer, ich möchte dass jetzt gar nicht hier ausbreiten weils eh schon so ein langer text ist, und ich deswegen ja auch zu einem psychotherapeuten gehe, dem ich schon sehr viel zu verdanken habe.
ich will meine gefühle aber nicht manipulieren, ich will mich nicht mit dem *denken* darüber hinwegsetzen - ich will sie so nehmen wie sie sind und mit ihnen ins reine kommen. ich will weiter fühlen können, und sie jetzt nicht abtöten, weil die beziehung den bach runtergegangen ist - ich will kein emotionaler zombie werden. und daher denke ich, ist hier mit vernunft nicht sonderlich beizukommen, die steht den gefühlen ja immer im weg. und mir kommt vor, so richtig gerne kann man nur was machen, wenn man es 'aus dem bauch heraus tut' (ob jetzt arbeit oder frauen), nicht aber wenn man kopf, geld und ausbildung als entscheidungsträger heranzieht.
aber wenn der bauch nur sagt 'ALARM', ja was dann....
ah gut tuts, von der seele zu schreiben :)
ich lese gerne, was ich zuvor geschrieben habe; dadurch wird mir einiges bewusst, und das kommentiere ich jetzt von 'der anderen seite':
ich halte den emotionalen schmerz nicht aus, und möchte daher, anstatt selber damit klar zu kommen, ihr die verantwortung darüber abgeben, indem ich mein seelenheil davon abhängig mache, ob sie mich geliebt hat bzw. verziehen hat und es ihr leid tut. wahrscheinlich mache ich das genau aus dem grund, weil ein teil von mir sie immer noch gern zurückhätte, obwohl Allem.
damals war es keine falsche entscheidung, dass ich mit ihr zusammen ging. ich wollte sie, hatte aber, und dass muss ich schon sagen, damals schon manchmal das blöde gefühl, dass das nicht gutgehen wird. habe mich aber mit dem kopf und meinen bedürfnissen nach nähe, sex mit einer schönen frau etc. drüber hinweggesetzt. daher das gefühl, falsch entschieden zu haben. aber auch das gefühl, richtig entschieden zu haben, weil: ich wollte ja sex mit einer schönen frau (ganz banal gesagt) - und sie entsprach bzw. entspricht eben meiner 'traumfrau' weitgehend. überhaupt habe ich ein recht starkes bedürfnis, eine 'schöne' frau an meiner seite haben zu wollen.. aber das ist eine ganz andere geschichte die hier mal nicht platz hat.
also die beziehung war zum DAMALIGEN zeitpunkt KEINE fehlentscheidung, auch wenn ich vorbehalte hatte (die ich auch heute habe, wenn ich an einen neuen job denke).
ich weiß dass ich ihr was bedeutet habe, sogar sehr viel. sie hat für mich ihr leben aufgegeben, alles 'liegen und stehen lassen', wenn man so will. aber leider auch aus falschen gründen (sie sah mich wohl als 'lehrer'). das war ihr fehler, aber ich suche mir (unbewusst) immer wieder frauen aus, die sich ordentlich 'zu mir biegen' lassen. passend machen, was nicht passt. ich will das nicht mehr, tue es aber trotzdem immer wieder (und so kommts mir halt auch leider bei der jobsuche vor, ich suche mir was was eigentlich nicht passt - oder doch? hallo urteilskraft? und machs mir passend..) jedenfalls, ich denke schon dass sie mich sehr geliebt hat, aber wieder: aus richtigen oder falschen gründen?
und ich frage mich: wo ist der mensch in mir der VOR der beziehung gelebt hatte und auch während der beziehung gelebt hat? der ist mir abhanden gekommen.
ich will meine gefühle nicht manipulieren? ich schreibe dass, weil ich selbst emotional von meiner mutter manipuliert worden bin - partnerersatz etc. vielleicht macht dass den zugang zu meinen gefühlen so schwierig. dass ich immer ein 'kopfmensch' war und bin, und daher kaum auf die nicht fühlbaren gefühle hören kann, wenns um entscheidungen geht. sondern mich immer auf de kopf verlassen können muss. und der ist momentan voll mit zweifeln und angst. argh. so a schas.
ich halte den emotionalen schmerz nicht aus, und möchte daher, anstatt selber damit klar zu kommen, ihr die verantwortung darüber abgeben, indem ich mein seelenheil davon abhängig mache, ob sie mich geliebt hat bzw. verziehen hat und es ihr leid tut. wahrscheinlich mache ich das genau aus dem grund, weil ein teil von mir sie immer noch gern zurückhätte, obwohl Allem.
damals war es keine falsche entscheidung, dass ich mit ihr zusammen ging. ich wollte sie, hatte aber, und dass muss ich schon sagen, damals schon manchmal das blöde gefühl, dass das nicht gutgehen wird. habe mich aber mit dem kopf und meinen bedürfnissen nach nähe, sex mit einer schönen frau etc. drüber hinweggesetzt. daher das gefühl, falsch entschieden zu haben. aber auch das gefühl, richtig entschieden zu haben, weil: ich wollte ja sex mit einer schönen frau (ganz banal gesagt) - und sie entsprach bzw. entspricht eben meiner 'traumfrau' weitgehend. überhaupt habe ich ein recht starkes bedürfnis, eine 'schöne' frau an meiner seite haben zu wollen.. aber das ist eine ganz andere geschichte die hier mal nicht platz hat.
also die beziehung war zum DAMALIGEN zeitpunkt KEINE fehlentscheidung, auch wenn ich vorbehalte hatte (die ich auch heute habe, wenn ich an einen neuen job denke).
ich weiß dass ich ihr was bedeutet habe, sogar sehr viel. sie hat für mich ihr leben aufgegeben, alles 'liegen und stehen lassen', wenn man so will. aber leider auch aus falschen gründen (sie sah mich wohl als 'lehrer'). das war ihr fehler, aber ich suche mir (unbewusst) immer wieder frauen aus, die sich ordentlich 'zu mir biegen' lassen. passend machen, was nicht passt. ich will das nicht mehr, tue es aber trotzdem immer wieder (und so kommts mir halt auch leider bei der jobsuche vor, ich suche mir was was eigentlich nicht passt - oder doch? hallo urteilskraft? und machs mir passend..) jedenfalls, ich denke schon dass sie mich sehr geliebt hat, aber wieder: aus richtigen oder falschen gründen?
und ich frage mich: wo ist der mensch in mir der VOR der beziehung gelebt hatte und auch während der beziehung gelebt hat? der ist mir abhanden gekommen.
ich will meine gefühle nicht manipulieren? ich schreibe dass, weil ich selbst emotional von meiner mutter manipuliert worden bin - partnerersatz etc. vielleicht macht dass den zugang zu meinen gefühlen so schwierig. dass ich immer ein 'kopfmensch' war und bin, und daher kaum auf die nicht fühlbaren gefühle hören kann, wenns um entscheidungen geht. sondern mich immer auf de kopf verlassen können muss. und der ist momentan voll mit zweifeln und angst. argh. so a schas.
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