Mal hue, mal hott...
26 Antworten1'476 AufrufeGestartet von schwierig ·
Mir hat mal ein guter Freund gesagt:
"Jeder Mensch ist ersetzbar"
Das hat mich total empört,weil ich das so oberflächlich fand.
Aber im Grunde hat er wirklich recht. Jeder Mensch ist ersetzbar - wenn man es zulässt. Auch jeder schlechte Beziehungspartner ist ersetzbar - wenn man es will.
"Jeder Mensch ist ersetzbar"
Das hat mich total empört,weil ich das so oberflächlich fand.
Aber im Grunde hat er wirklich recht. Jeder Mensch ist ersetzbar - wenn man es zulässt. Auch jeder schlechte Beziehungspartner ist ersetzbar - wenn man es will.
Deine Geschichte erinnert mich sehr an meine vergangene Beziehung. Mein Ex war am Anfang auch total lieb und hat sich im Laufe der Zeit immer mehr zum A* entwickelt.
Er hat in unserer Beziehung des öfteren Schluß gemacht und ich bin ihm immer wieder hinterhergelaufen. Nun sind wir fast 2 Jahre getrennt, aber ich habe ihn letztes Jahr wieder an mich rangelassen und zugelassen, dass er mir weiter weh tut. Deshalb hab ich es auch immer noch nicht geschafft, ganz damit abzuschließen.
Von außen betrachtet kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen, es ist für Dich besser, wenn Du aus dieser Beziehung ausbrichst, die Dir nicht guttut. Versprechungen sich zu ändern bringen garnichts, wenn er es nicht wirklich will und da ist er nicht anders als mein Ex. Was glaubst Du, wie oft er mir das versprochen hat. Weißt Du, was sich verändert hat? Es wurde immer schlimmer!
Ich weiß, sowas zu hören, ist verdammt hart, weil man meint, ohne den anderen nicht leben zu können, aber man kann es !
Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft für Deine Entscheidung.
LG barlita
Er hat in unserer Beziehung des öfteren Schluß gemacht und ich bin ihm immer wieder hinterhergelaufen. Nun sind wir fast 2 Jahre getrennt, aber ich habe ihn letztes Jahr wieder an mich rangelassen und zugelassen, dass er mir weiter weh tut. Deshalb hab ich es auch immer noch nicht geschafft, ganz damit abzuschließen.
Von außen betrachtet kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen, es ist für Dich besser, wenn Du aus dieser Beziehung ausbrichst, die Dir nicht guttut. Versprechungen sich zu ändern bringen garnichts, wenn er es nicht wirklich will und da ist er nicht anders als mein Ex. Was glaubst Du, wie oft er mir das versprochen hat. Weißt Du, was sich verändert hat? Es wurde immer schlimmer!
Ich weiß, sowas zu hören, ist verdammt hart, weil man meint, ohne den anderen nicht leben zu können, aber man kann es !
Ich wünsche Dir alles Gute und viel Kraft für Deine Entscheidung.
LG barlita
@lasola
nennen wir es "jeder mensch der einem nicht gut tut ist ersetzbar"
nennen wir es "jeder mensch der einem nicht gut tut ist ersetzbar"
@kleines Mädel
Ich sehe es so: Wenn mir ein Mensch gut tut, brauche ich ihn ja nicht zu ersetzen :-)
Ich sehe es so: Wenn mir ein Mensch gut tut, brauche ich ihn ja nicht zu ersetzen :-)
richtig. und menschen die einen nur ständig weh tun gehören einfach weg aus dem leben. aber meistens is ja alles leichter gesagt als getan. ich glaub schwierig wird noch ein weilchen brauchen...schade um die vergeudete zeit.
schade um die vergeudete zeit.Ja, und weil es verdammt hart ist, wenn man ganz unten angekommen ist, den Weg nach oben zu finden und sich dann auch tatsächlich auf den Weg zu machen.
schwierig, deine Geschichte erinnert mich an mich und meinen Mann. Nicht im Detail, so respektlos wie dein Freund ist mein Mann nicht zu mir und er wird es auch nicht in der Häufigkeit, wie du es schilderst, aber nichtsdestotrotz: Er kann respektlos sein, und trotzdem liebe ich ihn. Ich glaube, das sind die Parallelen - und das ist auch bei dir der springende Punkt.
Mein Mann und ich sind sehr verschieden und geraten immer wieder sehr heftig aneinander (ich habe dazu vor längerer Zeit schon einmal einen Thread veröffentlicht). Wir sind seit bald acht Jahren zusammen und waren, bevor wir geheiratet haben, über ein halbes Jahr getrennt. Die Trennung ging von mir aus, und seine Art der Konfliktbewältigung hat dabei eine tragende Rolle gespielt. Weil er in Konfliktsituationen eben auch respektlos werden konnte - und ich mir das nicht länger beiten lassen wollte. Ich habe die Konsequenzen gezogen und verliess ihn. Er hat während der Zeit unserer Trennung auf sehr reife und faire Weise um mich gekämpft, und ich habe ihm eine Chance gegeben, weil ich ihn nach wie vor sehr liebte. Und weil ich spürte, dass er bereit war, an sich zu arbeiten.
Mittlerweile sind wir seit einem halben Jahr verheiratet, und es ist lange nicht immer alles gut. Es gibt immer noch Momente, wo er entgleist - allerdings reagiere ich darauf inzwischen ganz anders. Ich lasse mich auf keine Diskussionen mehr ein und mache mich nicht mehr klein. Wenn ich merke, er kommt mit sich selbst nicht klar und läuft Gefahr, das an mir auszulassen - dann lasse ich ihn einfach stehen. Punkt.
Es ist auch so, dass wir zwar in der selben Stadt wohnen, aber beide unsere Rückzugsmöglichkeit haben. Konkret: Jeder hat seine eigene Wohnung. Das hört sich vielleicht seltsam an, gerade bei einem verheirateten Paar, aber ich weiss mittlerweile aus Erfahrung, dass uns zuviel Alltag nicht gut tut. Dazu sind wir einfach zu verschieden (ich weiss nicht, ob das bei euch auch eine Rolle spielt). Und trotzdem, auch wenn ich ihm manchmal den Kopf abreissen könnte und sicher nicht 100% glücklich bin: Ich liebe ihn, und es fühlt sich richtig an, seine Frau zu sein.
Ich habe damals, als wir getrennt waren, in mich hineingehorcht und mich gefragt: Was überwiegt? Mein Gram über unsere Differenzen? Mein Ärger über seine Unfähigkeit, damit umzugehen? Oder unsere Liebe und Verbundenheit? Die Antwort in meinem Fall kennst du. Und du sagst, dein Freund habe ein gutes Herz. Stelle dich der Frage, was in eurem Fall überwiegt. Es kann nicht angehen, dass eine Beziehung zur Hauptsache aus Quälerei besteht - aber du redest von Liebe, und die ist für mich nicht ersetzbar. Deswegen: Nimm dir Zeit, geh in dich, überlege dir genau, was dich an ihm festhalten lässt.
Sei dir aber bewusst, falls du dich für ihn entscheidest: Dein Freund wird sein Verhalten nie gänzlich ändern! Ein Mensch kann nur schwer aus seiner Haut. Das ist keine Entschuldigung, sondern ein Erfahrungswert. Überlege dir, ob du damit leben willst, dass er immer wieder deine Grenzen überschreiten wird.
Und wenn ja: Dann sei konsequent! Konsequenz ist in solchen Situationen wirklich das A und O. Diskussionen, egal ob gefasst oder unter Tränen, nützen rein gar nichts! Lass es bleiben, höre auf, dich zu erniedrigen. Lass ihn einfach stehen in solchen Momenten. Du sagst, ihr wohnt zusammen. Schaff dir einen Rückzugsort. MACH DICH FREI VON IHM!
Denn das ist es immer wieder, was vielen die Augen öffnet: Dass der andere ein freier Mensch ist. Dass einem im Grunde nichts zusteht (schon gar nicht das Recht, den andern zu erniedrigen). Dass es schön und etwas Besonderes ist, geliebt zu werden.
Wenn ihm das nicht klar wird (zumindest nicht so klar, dass er wenigstens versucht, sich in den Griff zu kriegen), dann ist es wohl wirklich an der Zeit, dass du deinen eigenen Weg gehst.
Mein Mann und ich sind sehr verschieden und geraten immer wieder sehr heftig aneinander (ich habe dazu vor längerer Zeit schon einmal einen Thread veröffentlicht). Wir sind seit bald acht Jahren zusammen und waren, bevor wir geheiratet haben, über ein halbes Jahr getrennt. Die Trennung ging von mir aus, und seine Art der Konfliktbewältigung hat dabei eine tragende Rolle gespielt. Weil er in Konfliktsituationen eben auch respektlos werden konnte - und ich mir das nicht länger beiten lassen wollte. Ich habe die Konsequenzen gezogen und verliess ihn. Er hat während der Zeit unserer Trennung auf sehr reife und faire Weise um mich gekämpft, und ich habe ihm eine Chance gegeben, weil ich ihn nach wie vor sehr liebte. Und weil ich spürte, dass er bereit war, an sich zu arbeiten.
Mittlerweile sind wir seit einem halben Jahr verheiratet, und es ist lange nicht immer alles gut. Es gibt immer noch Momente, wo er entgleist - allerdings reagiere ich darauf inzwischen ganz anders. Ich lasse mich auf keine Diskussionen mehr ein und mache mich nicht mehr klein. Wenn ich merke, er kommt mit sich selbst nicht klar und läuft Gefahr, das an mir auszulassen - dann lasse ich ihn einfach stehen. Punkt.
Es ist auch so, dass wir zwar in der selben Stadt wohnen, aber beide unsere Rückzugsmöglichkeit haben. Konkret: Jeder hat seine eigene Wohnung. Das hört sich vielleicht seltsam an, gerade bei einem verheirateten Paar, aber ich weiss mittlerweile aus Erfahrung, dass uns zuviel Alltag nicht gut tut. Dazu sind wir einfach zu verschieden (ich weiss nicht, ob das bei euch auch eine Rolle spielt). Und trotzdem, auch wenn ich ihm manchmal den Kopf abreissen könnte und sicher nicht 100% glücklich bin: Ich liebe ihn, und es fühlt sich richtig an, seine Frau zu sein.
Ich habe damals, als wir getrennt waren, in mich hineingehorcht und mich gefragt: Was überwiegt? Mein Gram über unsere Differenzen? Mein Ärger über seine Unfähigkeit, damit umzugehen? Oder unsere Liebe und Verbundenheit? Die Antwort in meinem Fall kennst du. Und du sagst, dein Freund habe ein gutes Herz. Stelle dich der Frage, was in eurem Fall überwiegt. Es kann nicht angehen, dass eine Beziehung zur Hauptsache aus Quälerei besteht - aber du redest von Liebe, und die ist für mich nicht ersetzbar. Deswegen: Nimm dir Zeit, geh in dich, überlege dir genau, was dich an ihm festhalten lässt.
Sei dir aber bewusst, falls du dich für ihn entscheidest: Dein Freund wird sein Verhalten nie gänzlich ändern! Ein Mensch kann nur schwer aus seiner Haut. Das ist keine Entschuldigung, sondern ein Erfahrungswert. Überlege dir, ob du damit leben willst, dass er immer wieder deine Grenzen überschreiten wird.
Und wenn ja: Dann sei konsequent! Konsequenz ist in solchen Situationen wirklich das A und O. Diskussionen, egal ob gefasst oder unter Tränen, nützen rein gar nichts! Lass es bleiben, höre auf, dich zu erniedrigen. Lass ihn einfach stehen in solchen Momenten. Du sagst, ihr wohnt zusammen. Schaff dir einen Rückzugsort. MACH DICH FREI VON IHM!
Denn das ist es immer wieder, was vielen die Augen öffnet: Dass der andere ein freier Mensch ist. Dass einem im Grunde nichts zusteht (schon gar nicht das Recht, den andern zu erniedrigen). Dass es schön und etwas Besonderes ist, geliebt zu werden.
Wenn ihm das nicht klar wird (zumindest nicht so klar, dass er wenigstens versucht, sich in den Griff zu kriegen), dann ist es wohl wirklich an der Zeit, dass du deinen eigenen Weg gehst.
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