Manchmal möchte ich sie einfach schütteln
21 Antworten1'766 AufrufeGestartet von Rupert ·
Hallo Rupert,
ich habe zwar auch noch keine Lösung im Kopf, aber ich kenne das Problem.
Meine Eltern sind beide einmalig in Grenzüberschreitung aus lauter Liebe und wir (meine Schwestern und ich) hängen in so einem Netz aus Verantwortung, Genervtheit, Eigenständigkeit und natürlich diesem ewigen "Eltern-Kind" Ding auch manchmal ganz schön fest.
Aber als ich Dein konkretes Problem las, dachte ich: "Warum macht sie nicht einen Strich und ändert die Planung dementsprechend, dass sie damit leben kann?"
Warum fühlst Du Dich so verpflichtet zusammen mit Deiner Schwägerin den ganzen Aufwand für Deine Mutter zu betreiben?
Das ist doch jetzt die Gelgenheit Dinge zu ändern- Tradotionen zu ändern. Da musst Du Dir von Deinem Onkel auch nichts einreden lassen.
Man spürt so richtig Deine Hilflosigkeit in der Situation, aber es wird Zeit, dass Du Dir überlegst wohin Du mit Dir selber willst. Eigenständige Personen hin oder her, eine Diskussion kann doch nur funktionieren wenn beide wollen.
Und wenn Deine Mutter eher auf die ausweichende oder "schlechtes Gewissen verursachende" Schiene läuft, dann musst und kannst Du dieses Muster verlassen-
Jetzt 'mal konkret zu Weihnachten. Deine Mutter hat ihre Rahmenbedingungen bekannt gegeben. Wenn Du jetzt aufhörst darüber zu lamentieren dann überlege Dir lieber: WAS würdest Du dann am liebsten tun?
Muss Dein Freund für eine Feier, die so verkrampft ist Zeit und Geld opfern? Kannst Du Dir was anderes vorstellen, wenn ja wie?
Alles andere spielt zwar mit hinein, löst aber Dein Problem nicht.
Lieben Gruß,
justine
ich habe zwar auch noch keine Lösung im Kopf, aber ich kenne das Problem.
Meine Eltern sind beide einmalig in Grenzüberschreitung aus lauter Liebe und wir (meine Schwestern und ich) hängen in so einem Netz aus Verantwortung, Genervtheit, Eigenständigkeit und natürlich diesem ewigen "Eltern-Kind" Ding auch manchmal ganz schön fest.
Aber als ich Dein konkretes Problem las, dachte ich: "Warum macht sie nicht einen Strich und ändert die Planung dementsprechend, dass sie damit leben kann?"
Warum fühlst Du Dich so verpflichtet zusammen mit Deiner Schwägerin den ganzen Aufwand für Deine Mutter zu betreiben?
Das ist doch jetzt die Gelgenheit Dinge zu ändern- Tradotionen zu ändern. Da musst Du Dir von Deinem Onkel auch nichts einreden lassen.
Man spürt so richtig Deine Hilflosigkeit in der Situation, aber es wird Zeit, dass Du Dir überlegst wohin Du mit Dir selber willst. Eigenständige Personen hin oder her, eine Diskussion kann doch nur funktionieren wenn beide wollen.
Und wenn Deine Mutter eher auf die ausweichende oder "schlechtes Gewissen verursachende" Schiene läuft, dann musst und kannst Du dieses Muster verlassen-
Jetzt 'mal konkret zu Weihnachten. Deine Mutter hat ihre Rahmenbedingungen bekannt gegeben. Wenn Du jetzt aufhörst darüber zu lamentieren dann überlege Dir lieber: WAS würdest Du dann am liebsten tun?
Muss Dein Freund für eine Feier, die so verkrampft ist Zeit und Geld opfern? Kannst Du Dir was anderes vorstellen, wenn ja wie?
Alles andere spielt zwar mit hinein, löst aber Dein Problem nicht.
Lieben Gruß,
justine
Hey Justine,
danke auch dir für deinen Beitrag.
Warum ich die Planung nicht ändere? Der Wunsch nach heiler Familie. Letztes Jahr musste ich arbeiten und es war mir ( aufgrund der Sitauetion mit dem Vater) auch sehr recht, wenig Zeit mit der Familie zu verbringen.
Also habe ich auch die letzte Familienweihnacht verpasst. Wie auch diverse andere Feste, weil ich immer diejenige war, die am weitesten weg wohnt, und in einer fremden Stadt, 300 km von zu Hause, Studium und Job hatte.
Den zweiten Sohn meines Vetters hab ich nach 1,5 Jahren nun zum ersten Mal gesehen. Ich hatte mir gewünscht, dass es einfach eine harmonische Feier wird, weil ich zum ersten Mal nach langen Jahren wirklich glücklich bin. Ich dachte, dass ich den vermutlich kommenden Kommentaren und den Spitzen meiner Familie gelassen gegenüber stehen würde, weil ich endlich einen Partner habe, der mich kennt wie ich bin. Meine Familie sieht in mir nichts anderes als die Zicke - wohl auch, weil sie lieber über mich reden, als mit mir zu reden. Ich hab mir einfach gewünscht, dass es anders abläuft.
Warum ich das mit der Organisation für meine Mutter stemmen würde? Weil ihre Art und Weise der "Organisation" im Chaos enden würde, und auch teuerer würde. Meine Mum hat das Hauswirtschaften nicht unbedingt erfunden, von den Resten kann man noch bis Silvester essen und ist nicht fertig.
Das mit dem Kochen wäre wirklich nicht das Problem gewesen, da ich es liebe zu Kochen und zu Backen - aber meine Tanten haben schon angeboten, dass diese Weihnacht aufgrund der Arbeitsbelastung meiner Mum bei einer von Ihnen stattfindet. Das finde ich gut, weil es Zeit spart, andererseits hat meine Mum recht: Bei uns wird es gemütlicher, weil alle entspannter drauf sind, wenn wir bei meiner Mutter sind.
Wie gesagt: Darum geht es nicht mal so genau.
Alternativen: Letztes Jahr haben wir mit einigen Freunden ein "Verstoßenen-Weihnacht" an Heiligabend gemacht. Das war ganz schön eigentlich, ich habe auch schon drüber nachgedacht, das für mich zu wiederholen, aber ich habe mich ja innerlich auch auf ein schönes Weihnachten bei uns gefreut.
Bei meinem Freund werde ich sicher nicht feiern - ich wäre gerne irgendwo, wo ich mich wirklich "dazugehörig" fühlen würde. Ist bei seiner Familie nicht der Fall.
Irgendwie dominiert das Gefühl des: Nirgends richtig hingehören. Zudem haben mein Freund und ich nun beschlossen, dass wir zu uns fahren - auch wenn ich irgendwie den Beigeschmack von "du knickst ein, du lässt alles mit dir machen" habe.
Mal schauen wie es wird. Ansonsten kann ich mir auch vorstellen, bereits an diesem Weihnachen klar zu machen, dass ich nächstes Jahr zum Heiligabend zu uns einlade. Wenn meine Mutter/ Bruder+ Freundin dann kommen möchten, haben sie die Last der Planung und ich muss mich nicht drängen lassen oder bin die Zicke, wenn ich nicht komme.
Das ist meine Idee zu dem Ganzen, auch wenn ich nicht ganz glücklich bin.
Liebe Grüße
Rupert
danke auch dir für deinen Beitrag.
Warum ich die Planung nicht ändere? Der Wunsch nach heiler Familie. Letztes Jahr musste ich arbeiten und es war mir ( aufgrund der Sitauetion mit dem Vater) auch sehr recht, wenig Zeit mit der Familie zu verbringen.
Also habe ich auch die letzte Familienweihnacht verpasst. Wie auch diverse andere Feste, weil ich immer diejenige war, die am weitesten weg wohnt, und in einer fremden Stadt, 300 km von zu Hause, Studium und Job hatte.
Den zweiten Sohn meines Vetters hab ich nach 1,5 Jahren nun zum ersten Mal gesehen. Ich hatte mir gewünscht, dass es einfach eine harmonische Feier wird, weil ich zum ersten Mal nach langen Jahren wirklich glücklich bin. Ich dachte, dass ich den vermutlich kommenden Kommentaren und den Spitzen meiner Familie gelassen gegenüber stehen würde, weil ich endlich einen Partner habe, der mich kennt wie ich bin. Meine Familie sieht in mir nichts anderes als die Zicke - wohl auch, weil sie lieber über mich reden, als mit mir zu reden. Ich hab mir einfach gewünscht, dass es anders abläuft.
Warum ich das mit der Organisation für meine Mutter stemmen würde? Weil ihre Art und Weise der "Organisation" im Chaos enden würde, und auch teuerer würde. Meine Mum hat das Hauswirtschaften nicht unbedingt erfunden, von den Resten kann man noch bis Silvester essen und ist nicht fertig.
Das mit dem Kochen wäre wirklich nicht das Problem gewesen, da ich es liebe zu Kochen und zu Backen - aber meine Tanten haben schon angeboten, dass diese Weihnacht aufgrund der Arbeitsbelastung meiner Mum bei einer von Ihnen stattfindet. Das finde ich gut, weil es Zeit spart, andererseits hat meine Mum recht: Bei uns wird es gemütlicher, weil alle entspannter drauf sind, wenn wir bei meiner Mutter sind.
Wie gesagt: Darum geht es nicht mal so genau.
Alternativen: Letztes Jahr haben wir mit einigen Freunden ein "Verstoßenen-Weihnacht" an Heiligabend gemacht. Das war ganz schön eigentlich, ich habe auch schon drüber nachgedacht, das für mich zu wiederholen, aber ich habe mich ja innerlich auch auf ein schönes Weihnachten bei uns gefreut.
Bei meinem Freund werde ich sicher nicht feiern - ich wäre gerne irgendwo, wo ich mich wirklich "dazugehörig" fühlen würde. Ist bei seiner Familie nicht der Fall.
Irgendwie dominiert das Gefühl des: Nirgends richtig hingehören. Zudem haben mein Freund und ich nun beschlossen, dass wir zu uns fahren - auch wenn ich irgendwie den Beigeschmack von "du knickst ein, du lässt alles mit dir machen" habe.
Mal schauen wie es wird. Ansonsten kann ich mir auch vorstellen, bereits an diesem Weihnachen klar zu machen, dass ich nächstes Jahr zum Heiligabend zu uns einlade. Wenn meine Mutter/ Bruder+ Freundin dann kommen möchten, haben sie die Last der Planung und ich muss mich nicht drängen lassen oder bin die Zicke, wenn ich nicht komme.
Das ist meine Idee zu dem Ganzen, auch wenn ich nicht ganz glücklich bin.
Liebe Grüße
Rupert
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