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Mann und Frau - eine Geschichte, bitte um Einschätzung! (Neu: Umwege)

292 Antworten17'372 AufrufeGestartet von Miomei ·

#241
Hallo Gunter,

du greifst ja immer hart durch...dsw. ein paar Überlegungen dazu:

Da du ja immer noch alles auf deine Ex projizierst, frag dich dochmal ob du mit deiner gegenwaertigen Einstellung attraktiv fuer sie

waerst.
Gunter, ich denke das ist genau das Problem aller Leute mit Liebeskummer bzw. das Kreuz mit der Menschheit. Will da einfach mal so drüber reden. Einer trennt sich vom anderen und der andere ist natürlich verzweifelt, enttäuscht, traurig (listefortsetzbar). Eine Chance gibt es aber meistens nicht, weil der Verlassende nicht unbedingt ein Häufchen Elend will, aber der Verlassende nicht viel dagegen machen kann...er KANN nicht den Starken, Selbstbewussten spielen.....das ist dann doppelte Belastung - stark und unabhängig bzw. attraktiv zu wirken, zugleich aber innerlich kaputt zu sein.

Auch kann man sich nie wieder so naiv begegnen ohne große Hintergedanken im Kopf...schon irgendwie fies die Sache...aber menschlich, Gunter, wenn auch sehr traurig. Manchmal frage ich mich, warum die Natur es so eingerichtet hat? Damit Menschen schlauer werden?

Ich musste z.B. mit Mitte 30 franzoesisch lernen und mir fiel nicht aufdass das schwerer war als zu meiner Schulzeit, eher leichter.
Die Betonung liegt bei dir auf "musste". Klar, wenn man es muss, macht man vieles. Momentan sehe ich die Dinge aber eher als Kunst bzw. was ich gerne machen würde, aber wo mir die Bisskraft fehlt. Das kann man nicht unbedingt vergleichen. Ich hab hier auch 2 Leute getroffen die Französisch lernen MUSSTEN, der Eine weil er eine französische Freundin hat, der Andere weil er vom Betrieb "zwangsversetzt" wurde...es ist ein Riesenunterschied zwischen müssen und wollen...mein Kumpel hier spricht fliesend deutsch, weil ihn vor allem seine Eltern getreten haben, das er als er 15 war, durchhielt mit lernen...heute ist er dankbar für diese Außenmotivation....noch ein paar mehr Beispiele gefällig? Nicht jeder hat diese innere Motivation, aber sehr wohl trotzdem die Ziele....

bei deinem thread kann man wirklich depressiv werden. Die meistenRentner sind besser drauf !
Vielleicht weil sie aus einer Sichtweise von jmd. geschrieben ist, der selbst manchmal ziemlich depressiv ist? Rentner sind dsw. besser drauf, weil sie die Erfahrungen alle schon gemacht haben, vor allem rationaler geworden sind oder werden mussten und pragmatischer! Mein Opa mit 75 wurde schon so oft operiert, dass er das Ganze schon als normal ansieht.

Dann machs doch einfach!
Also, dazu kann ich nicht viel sagen. Wenn alle Probleme so gelöst würden, hätten wir keinen Liebeskummer mehr, keine Motivationslöcher, keine depressiven Leute. Die Sache ist halt die - die Leute die damit kein Problem haben, verstehen einfach nicht die problematischen Peronsen. Ich erinnere mich noch an meinen Kumpel, der mich mit 15 nie verstehen konnte, warum ich mir nicht getraute Mädels anzusprechen. Für ihn war das sowas von unverständlich, er meinte auch nur: "Mach das doch einfach, kannst doch nichts verlieren" - aber für den anderen Menschen sind das halt Welten!

Das sind alles Dinge die ausschliesslich unter DEINER Kontrolle sindund rein gar nichts mit anderen zu tun haben.
Die Diskussion hatten wir schon ähnlich, inwiefern man mehr alleine riskiert oder gerade mit Rückhalt durch einen Partner. Ich meine, wenn ich einen Kumpel oder Freund in einem anderen Land habe, werde ich doch viel eher dorthin reisen, als wenn ich überhaupt niemanden dort kenne...oder? Somit würde ich z.B. nicht unbedingt alleine nach Kolumbien reisen, aber mit einer spanisch sprechenden Freundin wohl eher oder ziemlich wahrscheinlich. Und bitte komm jetzt nicht mit...."Dann lern doch einfach Spanisch"....

Ich denke die Antworten sind nicht so einfach, wie du sie darstellst. Wahrscheinlich auch nicht so schwer, wie ich sie gerade sehe oder darstelle. Die Wahrheit liegt in der Mitte....

Grüße Miomei

#242
So,

heute kam die Antwort per Mail:

keinerlei Begrüssung, keinerlei Verabschiedung, nur ein Hinweis, dass wir uns nächste Woche treffen könnten, aber nur am Abend und am Wochenende ist sie nicht "available"....

Vielleicht hilfts ihre Kälte zu erkennen....und mich endlich von der Illussion zu befreien, vielleicht ist es auch keine gute Idee, weil sie mich nochmal fertigmachen kann...

#243
Lieber Miomei,

die Diskussion ist nun dort, wo sie - meiner Meinung nach - hingehört: weg von allen Exen und sonstigen, ganz bei dir. Wenn ich die letzten Einträge richtig zusammenfasse, dann ergibt sich ein Bild von dir, das auch du selbstkritisch betrachten kannst (eine Gabe, die nicht jeder hat).

Nach deiner Beschreibung bist du zaghaft und unentschlossen, oft angewiesen auf die Entscheidung anderer, und - kann es sein? - manchmal auch ganz gern in der Opferrolle? Es hat schon seine Vorteile, nicht entscheidungsfähig zu sein - denn dann kann einem auch niemand für die Konsequenzen von Fehlentscheidungen zur Rechenschaft ziehen.

Auch wenn du meinst, zwischen Gunter und dir wären Welten, dann lege ich dir dennoch einen seiner Sätze nochmal ans Herz, der erscheint mir sehr wichtig:

Original von Miomei

Die Diskussion hatten wir schon ähnlich, inwiefern man mehr alleine riskiert oder gerade mit Rückhalt durch einen Partner. Ich meine, wenn ich einen Kumpel oder Freund in einem anderen Land habe, werde ich doch viel eher dorthin reisen, als wenn ich überhaupt niemanden dort kenne...oder? Somit würde ich z.B. nicht unbedingt alleine nach Kolumbien reisen, aber mit einer spanisch sprechenden Freundin wohl eher oder ziemlich wahrscheinlich. Und bitte komm jetzt nicht mit...."Dann lern doch einfach Spanisch"....
Hier sehe ich einen Ansatz. Denn Gunter meinte - vermute ich einmal - dass jeder Mensch zumindest in seinem Seelenzustand die Wahl hat, ob er als Knecht oder als Herr durchs Leben wandern möchte.

Du entscheidest:

ob du ein Opfer bist, das leidet, das den anderen ausgeliefert ist, der nicht allein reisen kann und nur dann mit spanisch-sprechenden Ländern konfrontiert wird, wenn er jemanden kennt, der die Sprache kann.

Oder ob du dein Leben selbst in die Hand nimmst und einfach tust, wonach dir gerade ist. Sicher braucht man die anderen Menschen, die einem Sichtweisen und Impulse geben (siehe Forum), aber die Entscheidung sollte man niemanden überlassen als sich selbst.

Bestes Beispiel: dieses Mail an deine Ex. Du bist enttäuscht, weil es nicht so zurückkommt, wie du es dir erwartet hast. Und diese Enttäuschungen bewirken, dass du beim nächsten Mal überlegst, zögerst, dich zurückhältst, ob du wieder eine Aktion setzen sollst.

Der umgekehrte Weg wäre, daraus zu lernen, dass sich die Menschen eben nicht so verhalten, wie wir es gern hätten und man sich aber nicht davon abhalten lassen darf, das zu tun, was einem selbst am Herzen liegt - unabhängig von den Reaktionen anderer (solange es niemanden schadet).

Lieber Miomei, in diesem Sinne: ich wünsche dir, es soll dir gelingen, dass DU immer entscheidest, ob du etwas unabhängig machen möchtest, oder dich lieber von den Reaktionen anderer Menschen abhängig machen willst und entsprechend leidest.

Ja, du entscheidest, ob du leidest!

Diesen Schmerz kann man überwinden, aber nur mit einer ganz anderen, einer neuen Einstellung zu sich selbst, zu seinen Fähigkeiten, Möglichkeiten, Entwicklungspotentialen.

Hältst du das für dich möglich?

fragt

#244
Huhu Lisabel,

ich lese mir heute noch bestimmt des öfteren deinen Text durch, danke erstmal!

Bestes Beispiel: dieses Mail an deine Ex. Du bist enttäuscht, weil es nicht so zurückkommt, wie du es dir erwartet hast. Und diese Enttäuschungen bewirken, dass du beim nächsten Mal überlegst, zögerst, dich zurückhältst, ob du wieder eine Aktion setzen sollst.
Ich denke die Sache nennt man auch Selbstschutz und Erfahrung. Denn gerade das ist das Beispiel (Ex), wo man auch sehr schnell wieder verletzt werden kann bzw. ganz unten ankommen kann. Das war mein Schutzschild, welches ich versuchte aufzubauen!

Mit den anderen Dingen hast du sicherlich Recht!

Bis später denn!

#245
Original von Miomei

Also, dazu kann ich nicht viel sagen. Wenn alle Probleme so gelöst würden, hätten wir keinen Liebeskummer mehr, keine Motivationslöcher, keine depressiven Leute.
ich hab extra die Punkte herausgesucht die NICHTS mit LK zu tun haben.

Was oder wer haelt dich denn ab davon, Sprachen zu lernen oder viel

Wissen zu haben ? Die Ex bestimmt nicht. Nur du selbst.

Das mit dem "Rueckhalt" halte ich wirklich fuer Unsinn. Wenn das so

einfach waere dass man nur mit "Rueckhalt" produktiv sein kann, dann

haette es die groessten Werke in der Menschheitsgeschichte nicht

geben duerfen. Die sind naemlich meist in der Isolation entstanden.

Nicht dass ich damit sagen will alleine sein sei besser oder produktiver.

Das eine hat einfach nichts mit dem anderen zu tun. Ob du produktiv

bist oder nicht entscheidest ausschliesslich du. Das hat rein gar

nichts mit einem existenten oder nicht-existenten Partner zu tun.

Ich bin zum Beispiel in meinem Beruf einigermassen einflussreich

geworden, auch ohne Partner und im Ausland. Und auch diejenige

wegen der ich manchmal hier im forum bin, hat Respekt vor mir.

Wir sind leider nicht zusammen aber gute Freunde geworden. Man

kann eben manchmal nicht alles haben im Leben.

Aber du scheinst dich entschieden zu haben, lieber unproduktiv zu sein

und die Tage zu vergammeln.

Voila, dann mach es, aber beschwer dich nicht wenn du dann schlecht

drauf bist. Das ist naemlich der Grund warum du schlecht drauf bist,

nicht etwa die Ex.

Gunter

#246
Hallo Miomei *zurückwink*

Ich finde, dass Gunter und Lisabel in den letzten Tagen ein paar wichtige Sachen angesprochen haben. Es ist wichtig, dass du dich auf dich besinnst und konzentrierst und deine Kraft ganz aus dir selber findest. Denn dieses Leben meistern wirst du nur, wenn du selber fest mit beiden Beinen auf dem Boden stehst und aus eigener Kraft wieder und wieder aufstehst, wenn es dich umwirft. Und das wird es wohl noch so das ein oder andere Mal. Denn so ist es nun mal dieses Leben.

Natürlich ist es jetzt leichter gesagt als getan, dass du einfach aufhören sollst zu jammern und es stattdessen einfach machen sollst. Aber ich finde auch, du solltest es zumindest versuchen. Lisabel hat es so wunderschön gesagt, dass man den Eindruck bekommen könnte, dass du dich in der Opferrolle wohler fühlst als in der Rolle des Entscheiders. Das habe ich mir auch manchmal gedacht, wenn ich es auch nicht so schön in Worte fassen konnte.

Du siehst all die Dinge, die du gerne tun oder können würdest. Und zugleich siehst du auch immer die vielen Hindernisse, die dem im Wege stehen. Als Konsequenz daraus wartest du ab und machst lieber nichts. Und leidest auch wieder darunter.

Zwei Dinge daran verstehe ich nicht. Erstens habe ich das Gefühl, dass du gerne immer alles auf einmal hättest. Du schreibst, du würdest gerne:

mehrere Sprachen sprechen

- viel Wissen haben

- ein Hobby wirklich intensiv betreiben

- viel reisen

- in einem anderen Land glücklich leben

- etwas riskieren

- viele Leute kennen

- glücklich sein

- eine tolle Frau haben
Wie wäre es denn, wenn du dir erst mal eines aus dieser Liste rauspickst? Alles auf einmal bekommt selbst Superman nicht hin und ein normaler Mensch ganz sicher nicht. Such dir eines der Dinge, bei dem der Erfolg hauptsächlich von dir abhängig ist, wie eine Fremdsprache lernen oder ein Hobby machen, und leg los. Lerne an diesem konkreten Fall die Charaktereigenschaften abzulegen, die dich an dir stören. Du wirst keine Erfolge über Nacht erzielen können. Es wird ein kräftiges Stück Arbeit sein, aber es wird sich sicher lohnen.

Das zweite, was ich nicht verstehe ist, warum du alles immer so schwarz siehst und warum du so ängstlich und pessimistisch bist. Wenn du schon davon ausgehen möchtest, dass immer das Schlimmste eintritt (was de facto Quatsch ist, genauso wenig wie immer das Beste eintritt), dann sage mir doch bitte, was denn dieses Schlimmste ist, vor dem du so Angst hast. Zum Beispiel eine Fremdsprache lernen. Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist doch, dass du nach einem halben Jahr oder so aufgibst. Aber was hast du dann verloren? Nicht viel, ausser vielleicht einer Kursgebühr. Aber du wirst sicher auch ein ganzes Stück besser die Sprache beherrschen. Du kannst also eigentlich nur gewinnen.

Das ist doch genau der Punkt bei den Menschen, die etwas in ihrem Leben riskieren. Bis auf ein paar Dummköpfe, die überhaupt nicht über die Folgen nachdenken, haben solche Menschen auch Ängste und Befürchtungen. Aber sie stellen das, was ihnen im schlimmsten Fall passieren kann, dem gegenüber was sie gewinnen können, wenn es gut läuft. Und dann fragen sie sich, ob dieser Lohn das Risiko wert ist. Denn ohne Risiko ist so ziemlich nichts in diesem Leben zu haben. Man muss abwägen. Aber wenn man immer das Risiko als zu hoch einschätzt, dann kommt man doch zu gar nichts.

Was ich mich jetzt gerade aber frage: Ist das bei dir schon immer so gewesen? Ich meine, warst du immer schon so Risikoscheu wie du mir gerade vorkommst? Ich meine, immerhin hast du dieses Praktikum in Osteuropa gemacht und so. Also musst du ja auch schon mal was gewagt haben. Wenn das also so ist, warum hat dich diese Trennung von deiner Ex so runter gezogen? Warum hat sie dann dein Selbstbewusstsein so zerstört? Hast du eine Antwort auf diese Frage?

Und ich habe noch eine Bitte an dich: Du sprichst hier immer mal wieder davor, dass du dich depressiv fühlst oder setzt dich mit depressiven Menschen gleich. Was meinst du damit? Meinst du diese melancholische Stimmung, die im Volksmund oft mit depressiv sein gleichgesetzt wird? Oder meinst du echte Depressionen? Bei denen du ganze Tage nicht aus dem Bett kommst, das Gefühl hast in eine eigene, völlig isolierte Welt abzudriften, Angst vor allem hast, an Selbstmord denkst und so weiter. Sollte das letztere der Fall sein, so bitte ich dich inständig, so bald wie möglich tatsächlich einen Therapeuten aufzusuchen. Mit echten Depressionen ist nicht zu spassen. Ich weiss das, denn meine Schwester leidet immer wieder darunter. Einmal hat sie auch versucht, sich das Leben zu nehmen. Zum Glück hat sie es nicht geschafft. Aber so manches Mal erinnerst du mich ein wenig an sie. Nur ein wenig, aber manchmal genug, dass ich mir ein wenig Sorgen mache.

Von einem Besuch beim Therapeuten hast du ja ohnehin selbst das ein oder andere Mal gesprochen. Vielleicht versuchst du es mal. Vor allem wenn du das Gefühl hast, dass die Trennung von deiner Ex einen ganz anderen Menschen aus dir gemacht hat. Du solltest keine Wunder erwarten, aber vielleicht kann dir eine Therapie dabei helfen zu erkennen, warum das so ist. Und dazu muss sie nicht Jahr lang dauern. Das kannst du durchaus parallel zu deiner Diplomarbeit machen, wenn du diese in Deutschland machen solltest. Nur um dir eines deiner Gegenargumente vorweg zu nehmen ;) Dass du nicht zu einem französischen Therapeuten gehen möchtest, verstehe ich hingegen, denn vieles ist selbst in der Muttersprache schwer zu formulieren. Aber da Frankreich ja bald wieder hinter dir liegt…

Auf jeden Fall pass auf dich auf. Viele liebe Grüsse und Gute Nacht, Eryn

PS: Die Spitznamen zwischen blackeyed und mir dienen übrigens nicht zur Verwirrung, sondern eigentlich sollen sie das Gegenteil bewirken. Wir wollten von dämlichen Umschreibungen wie „ein Kollege von mir“ oder „ein Freund von mir“ oder so. Allerdings muss man dazu fürchte ich beide Threads genau lesen :) )

#247
Hallo,

ich melde mich noch zur nachtschlafenden Zeit aus einem kleinem Zimmer gar nicht sooo weit weg von euch allen :) .

Ok, ich stelle erstmal die guten Dinge voran. Ich hatte ein ziemlich gutes Wochenende, welches ich mit lieben Menschen verbracht habe.

Ich merke hier und allgemein, dass ich ein Mensch bin, der gern Dinge, Erlebnisse, Emotionen, Gefühle und Gedanken teilt. Hier klappt das ganz gut, da ich immer jemanden finde, mit dem man ausgehen kann. Was fehlt sind gute und tiefsinnige Gespräche, denn man lernt die ganzen Studenten nur recht oberflächlich kennen bzw. erst jetzt beginne ich die Leute besser kennenzulernen - die Zeit ist aber nun auch schon rum. Aber ich bin dankbar, dass ich so viele, unkomplizierte und nette Menschen kennenlernen durfte!

Du siehst all die Dinge, die du gerne tun oder können würdest. Und zugleich siehst du auch immer die vielen Hindernisse, die dem im Wege stehen. Als Konsequenz daraus wartest du ab und machst lieber nichts. Und leidest auch wieder darunter.
Hm, ja so ist es...ich habe auch das Gefühl, dass ich diesen Spleen aus meinem gutbehütetem Elternhaus habe, wo die Sicherheit schon immer im Vordergrund stand. Ich hoffe, dass ich da an mir arbeiten kann. Wenn ich da ab und zu meine Mutter sehe, welche bei Dingen sofort die Probleme sieht....das färbt ab.

Ich habe jetzt eine feste Zusage für die Diplomarbeit in Deutschland, warte aber gleichzeitig noch auf eine Antwort aus dem Ausland. Meine Ex meinte mal, dass ich deswegen Probleme mit Entscheidungen habe, weil beide Entscheidungsmöglichkeiten gute Dinge sind und eins dem anderen nicht wirklich nachsteht. Die Diplomarbeit in Deutschland ist in einem Forschungs- und Entwicklungszentrum eines anerkannten Konzerns, während die andere Diplomarbeit halt im Ausland ist und das Thema mehr wirtschaftlicher sein könnte. Beide Optionen sind gut....ich schreibe das hier auch nur, damit ihr meine Gedankengänge verstehen könnt.

Setze ich alles auf eine Karte und sage Deutschland ab und Ausland scheitert (sie antworten sehr unregelmässig), stehe ich ohne Diplomarbeit da bzw. muss mir schnell eine suchen. Sage ich Deutschland zu und Ausland sagt zu, kann ich eigentlich nicht mehr absagen - denn es ist ja schon verbindlich.

Vielleicht mache ich mir zuviele Gedanken, was Leute von mir denken. Andere Menschen würden sagen, egal...dann sage ich halt ab, aber ich denke halt, dass es doch eine gewisse Verbindlichkeit gibt.

Was wäre nun Risiko für dich Eryn? Alles auf eine Karte zu setzen, den Missmut der Leute auf sich zu ziehen oder evtl. ohne Diplomarbeit dazustehen? Das wäre eine interessante Frage, oder?

Ich habe nun erstmal Deutschland zugesagt und werde bei einem interessanten Thema im Ausland absagen.

Was ich mich jetzt gerade aber frage: Ist das bei dir schon immer so gewesen? Ich meine, warst du immer schon so Risikoscheu wie du mir gerade vorkommst? Ich meine, immerhin hast du dieses Praktikum in Osteuropa gemacht und so. Also musst du ja auch schon mal was gewagt haben.
Naja, ich musste bis jetzt vielleicht nichts riskieren? Was habe ich denn bei einem Praktikum in Osteuropa gewagt? Gut, vielleicht bin ich etwas naiv rangegangen - und habe es dadurch riskiert, aber ich hatte mein Studium, Geld und ne Freundin und es war für mich nicht wirklich ein "riskieren". Nun bin ich etwas gebrannter...

Das zweite, was ich nicht verstehe ist, warum du alles immer so schwarz siehst und warum du so ängstlich und pessimistisch bist. Wenn du schon davon ausgehen möchtest, dass immer das Schlimmste eintritt
Hm, ich weiss nicht - ich denke Menschen, welche nicht so sind, können es schwerlich verstehen. Wie kann man es beschreiben? Bisher habe ich viel gemacht (z.B. Osteuropa), hatte aber auch immer eine gewisse Sicherheit dabei bzw. eine klare Struktur und Unterstützung von außen. Ich musste mir keine Sorgen um Geld machen oder keinen Job zu haben und hatte auch den Halt von Freunden und Eltern. Wie gesagt schwer zu beschreiben!

Oder meinst du echte Depressionen? Bei denen du ganze Tage nicht aus dem Bett kommst, das Gefühl hast in eine eigene, völlig isolierte Welt abzudriften, Angst vor allem hast, an Selbstmord denkst und so weiter.
Also..hm...also ich verschlafe schon die Tage hier oft, aber eher, weil ich einfach nicht aus dem Bett komme und sich der Rhythmus seit Sommer eingeprägt hat. Wo, ich etwas Angst habe, dass ich absolut keinen Stress fühle gegenüber meines Projekts hier...bisher habe immer so ein-zwei Wochen vorher aus Druck angefangen zu arbeiten - der fehlt - das macht Angst! Ich lache darüber,Scherze darüber - aber bis nächste Woche muss ich 30 Seiten Rapport schreiben, die Messungen beenden, eine Präsi vorbereiten und fühle mich durch diese Termine gar nicht motiviert!

Ist halt total gegensätzlich hier, bin ich unter Menschen oder mache Partys, geht es mir gut - bin ich zu Hause oder auf Arbeit fühle ich mich nicht gut oder unmotiviert. Dann weine ich manchmal einfach so bzw. sehe die Zukunft schwärzer.

Mit Selbstmord - hm, ich schreibe einfach mal ehrlich. Wenn ich mich wirklich schlecht fühle, denke ich daran oder lese im Inet in solchen Foren - dieser Schmerz beruhigt mich dann irgendwie. Aber es ist vor allem so, dass ich dann denke, wie es meine Umwelt und Leute beeinflussen würde.

Das einzige positive ist, dass ich in letzter Zeit nicht mehr soviel Lust verspüre über meine Vergangenheit zu reden. Am Wochenende habe ich einen Freund getroffen und er drängte mich, die Geschichte zu erzählen...ich wollte gar nicht. Als ich es dann erzählte, war es dann aber doch wie ein Wasserfall. Zu Hause hat er erstmal seine ausländische Freundin erstmal zehn Minuten umarmt....

und ich umarme jetzt die Bettdecke...

Grüße Miomei

#248
Update: Morgen habe ich ein Treffen mit der Ex wegen Sachenübergabe...ich versuche nun nicht lange darüber nachzudenken und auch nicht über die Entscheidung, ob ich gehen soll oder nicht....

entgültig entscheide ich das morgen

#249
Na dann wünsche ich dir alles Gute für dein Treffen mit deiner Ex. Ich finde, du solltest hingehen, denn sonst wirst du dich nur wieder fragen, was gewesen wäre wenn… Triff sie und sieh noch mal der echten Ex ins Auge. Das kann dir meiner Meinung nach nur Gutes bringen.

Liebe Grüsse, Eryn

#250
Ich wünsche Dir auch viel Glück! Wird schon irgendwie gehen, wahrscheinlich geht es ganz schnell vorüber und wird Dir nachher wie ein Traum vorkommen, als ob es gar nicht passiert sei. Ich hoffe, dass sie durch die Sache trotzdem wieder ein bisschen mehr ein Mensch aus Fleisch und Blut für Dich wird, die ganze Zeit hast Du sie ja ganz schön idealisiert...

#251
"Die meisten Menschen wollen nicht eher schwimmen, als bis sie es können....Natürlich wollen Sie nicht schwimmen! Sie sind ja für den Boden geboren, nicht fürs Wasser. Und natürlich wollen sie nicht denken; sie sind ja fürs Leben geschaffen, nicht fürs Denken! Ja, und wer denkt, wer das Denken zur Hauptsache macht, der kann es zwar weit bringen, aber er hat doch eben den Boden mit dem Wasser vertauscht und einmal wird er ersaufen."

Hermann Hesse, Der Steppenwolf

:)

#252
Huhu, Miomei!

Sind wir also bei Hermann Hesse angelangt, jawoll!

Könnten wir ja unendlich referieren über die, die mit "Entwicklungsliteratur" versuchten, die Masse zu erreichen und was davon geblieben ist.

Als Kernaussage sehe ich dieses Zitat so, dass gerade er - der Hesse - recht frustriert war ob der grauen Masse, die sich nur zäh bewegen und unliebsame Schmerzen hat bei jedem Gedanken und die sich AUF GAR KEINEN FALL entwickeln will - weil doch jede Geburt nicht ohne Schmerzen möglich ist und jede Erkenntnis umso intensiver erlebt wird, je mehr Emotion dahinter steckt.

Leider hat er wirklich recht, der gute Hermann. Zumindest deckt es sich mit meinen Erfahrungen: die meisten Menschen WOLLEN nicht denken. Denken strengt an, macht müde und macht kritisch und wenn man diese Entwicklungsschübe nicht dringend aufhalten kann, dann wird man so ganz anders, als diese "graue Masse" (Individualität, pfui gak aber auch) und hat damit ein größeres Integrationsproblem.

Wobei hingegen, wenn man sich nicht entwickelt und tunlichst immer stehen bleibt (und sich in Wahrheit zurückentwickelt, wenn man sich geistig nicht fordern will), dann ist alles alles alles auf dieser Welt so easy - oder ist es das nicht? :schief:

Naja, wenn ein abgebrochener Fingernagel ein Problem darstellt, dann ist man wohl auch nicht ganz glücklich ... (--> soll Sarkasmus darstellen)

Was lernen wir nun aus der Botschaft? Dass es auch ohne Boden geht? Dass das Leben entweder eine Suche nach festem Boden ist (um dann wieder Lust aufs Schwimmen zu bekommen) oder eine eintönige lange Zeit auf immer den gleichen Fleck (am Boden und ohne Wasser) ist?

Dass man auch Freude daran haben kann, ein wenig weiter zu schwimmen, um einen ganz neuen unbekannten Boden zu erreichen? Oder ist das Schwimmen immer und prinzipiell mit Angst verbunden?

So viele Fragen.

Meine Antwort: es ist der Kontrast, der das Leben erst ausmacht und erst reizvoll macht. Immer nur schwimmen ist anstrengend, immer am selben Fleck verharren, ist eintönig. Sich ohne Angst ein Stück weiterzubewegen, an sich selbst eine Weiterentwicklung festzustellen, ist erstrebenswert.

Soviel "Philosophisches" wollte der Hr. Steppenwolf wohl gar nicht. :) ) Oder doch?

#253
Oh Lisabel, das hast du wunderschön gesagt. Ich glaube auch, dass es im Leben auf die richtige Mischung ankommt. Immer nur stehen bleiben, nie etwas wagen und nicht denken, dass kann es nicht sein. Aber zwischendurch muss der Mensch auch mal wieder festen Boden unter den Füssen spüren, sich sicher fühlen. Die richtige Balance dazwischen zu finden ist nicht immer einfach und vielleicht deswegen so spannend.

Und Miomei, wie war das Treffen mit deiner (echten) Ex? War es so, wie du dir das vorgestellt hast? Habt ihr noch mal geredet? Erzähl doch mal. Und wie geht es dir jetzt?

Liebe Grüsse Eryn

#254
Huhu,

ich sitze nun im Lab, das Gespräch war auf der einen Seite ok, auf der anderen Seite ziemlich traurig. Habe heute Nacht bei einem Kumpel geschlafen, dass ich heute früh ins Labor komme. Ich reflektiere das Ganze und schreibe heute nacht etwas dazu, brauche eure Kommentare!

Grüße Miomei

#255
Huhu,

da bin ich wieder...sitze immer noch im Lab, da ich gerne etwas unternehmen will, aber irgendwie meldet sich kein Kumpel.

Gestern war ja das besagte Treffen und ich war vorher total aufgeregt und wollte schon nicht hingehen, denn eigentlich war und ist ja alles klar. Ich ging dann trotzdem hin und kam etwas verspätet an. Zuerst spazierten wir nur einige Minuten durch die Innenstadt und konnten uns kaum in die Augen sehen und haben nur "Belangloses" gequatscht...solche Phasen kamen dann in den nächsten Stunden immer wieder vor.

Insgesamt wurde es dann doch schon ziemlich emotional, vor allem von ihrer Seite aus. Wir haben dann noch lange über unsere Charaktere geredet bzw. was das Problem an der ganzen Sache war.

Fakten:

- sie meinte nur, dass es ein Jahr super toll war (trotz Distanz), aber sie dann nach einem Jahr Zweifel gekriegt hat an der Beziehung. Sie wusste auf einmal nicht, ob ich sie wirklich liebe und dann kam noch der andere Kerl.

- ihrer Meinung nach gehört zu echter Liebe, dass man nicht an der Beziehung zweifeln darf. Sie hat dafür ihre Mutter zum Vergleich herangezogen, welche seit 10 Jahren glücklich mit ihrem neuem Mann ist und nie zweifelte. Man muss dazu sagen, dass beide schon Rentner sind und nie voneinander getrennt sind und die Mutter viel durchmachte (harte Scheidung).

- Sie ist ein Mensch, der, wenn er einmal zweifelt, da nichts mehr dagegen machen könnte und die Sache dann beendet.

- Ihre Ansicht nach, sind die Dinge wie sie sind. Sie zweifelte an der Beziehung, beendete sie als emotionaler Mensch schnell und hat dann die Dinge genommen, wie sie für sie waren - das sie halt mit Kerlen nicht richtig zurecht kommt. Eine Freundin von ihr meinte mal, wenn sie sich was in den Kopf gesetzt hat, bringt sie keiner mehr davon ab.

- sie meinte, dass sie viele Männer als Freunde hat, aber mit Männern in der Liebe auch früher nicht zurecht gekommen ist

- sie hat einen solchen Charakter und der "ist so wie er ist"

- sie meinte, dass sie noch nie einen solchen Mann wie mich getroffen hat, der soviele Gemeinsamkeiten mit ihr hatte, mit dem sie so gut und tief reden konnte - aber leider hätte es nunmal nicht geklappt

- Sie hatte immer gedacht, wir würden uns bestimmt einmal wiedersehen, da sie bis jetzt zu allen ihren Exen eine Freundschaft hat...das hatte sie die ganze Zeit gedacht - bis gestern. Als wir uns so unterhielten, fing sie plötzlich an zu weinen und meinte sie hätte nun realisiert, dass wir uns nie mehr wiedersehen würden...daran hätte sie vorher nie gedacht, da sie denkt, dass der Mensch durch eine Trennung ja kein schlechterer Charakter wird

- von sich aus, hätte sie nie probiert mich zurückzukriegen, denn die Dinge sind halt so wie sind

- ich soll mir keine Vorwürfe machen, denn es ist vollends ihre Schuld

Zum Schluss standen wir einfach so da und es passierte nix. Da fragte ich sie einfach, was sie denn wollen und sie solle sich einfach getrauen und über ihren verfluchten SCHATTEN süringen - sie umarmte mich nochmal sehr fest und drückte mich für eine Minute...ich hatte das Gefühl diese Frau muss man zu allem zwingen, gerade in solchen Dingen...

Sie wird jetzt mit dem Studium aufhören und dann eine Weltreise nach Nepal, Australien, Kanada, Südamerika machen....

Soviel zu den Fakten...meine Meinung und Gefühlswelt schreibe ich dann morgen, nachdem ich gehört habe was ihr dazu meint! :)

ein nachdenklicher & trauriger Miomei

#256
Huhu,

es ist Sonntag und es schneit hier mal ganz überraschend - ich sitze in meinem Zimmerchen und bin noch am Verarbeiten der ganzen Sache - das Treffen war für mich auf der einen Seite gut, denn ich habe mal wirklich viel erfahren, aber auf der anderen Seite das ist klar...auch schlecht. Ich habe das Gefühl dieses Gespräch hätten wir nach der Trennung führen sollen, am Besten noch in der Beziehung - hinterher ist man immer klüger.

Ich bin an dieses Gespräch hoffnungslos rangegangen - keine Umarmungen meinerseits, habe immer in der Vergangenheit von uns gesprochen und das es nun sowieso vorbei ist, wir beide bestimmt irgendwann wieder glücklich werden...einfach weil ich auch eine gewisse Distanz zu ihr schon gewonnen habe und diese nicht zerbrechen wollte. Es war wie in Trance, wir haben uns in manchen Teilen des Gesprächs supergut verstanden und es zeigte, dass wir gut gepasst haben - aber irgendwie war sie für mich ein anderer Mensch - ein Mensch der Millionen von km von mir weggerückt ist - die Hoffnung verschwindet (verschwand), aber der Schmerz war noch da.

Zum Schluss war ich noch ziemlich traurig, da ich viel über meine Ansichten von Liebe erzählt habe, dass man halt über seinen Schatten springen sollte, sonst findet man nie raus, ob es wahr ist (das es Liebe mit Zweifel ab un dzu gibt). Ich kam mir vor wie ein Lehrer, da sie mit gesenkten Haupt sich das alles angehört hat. Als ich da nachfragte, meinte sie nur: "Ja, du hast ja recht"....aber es war ein einseitiges Gespräch, aber was mir zeigte, dass sie in solchen Situationen wie ein kleines, naives Mädchen reagiert....keine Spur mehr von Selbstbewusstsein, um ihre Einstellung von Liebe zu verteidigen.

Anderseits spürte ich, dass man sie leicht überreden konnte, wenn man mit ihr sprechen konnte - es doch mal anders anzugehen...da dachte ich mir dann immer, warum sie nicht einfach mit der Trennugn gewartet hat, bis ich bei ihr war und wir es herausfinden konnten...am Anfang mit Überredung von mir und später mit Selbsteinsicht....aber naja, ich glaube sobald ich aus der Tür bin, vergisst sie die Dinge....

Auch mit der Sache, dass sie am Donnerstag erst überhaupt mal realisierte, dass wir evtl. uns nie wiedersehen...diese Gedanken hat sie in der Phase der Trennung nie gedacht, dass sie mich auch als Mensch verliert.... :(

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Ich bin nun etwas traurig über das Leben und die Liebe oder die Personen, die es formen. Was ist menschlich? Ich meine, ich lerne jemanden kennen und lieben und trenne mich aber aufgrund von Problemen, die meiner eigener Charakter und die äußeren Einflüsse hervorgerufen haben - weil dieser Schritt einfacher ist, als z.B. an sich selber zu arbeiten.

Was ist dann die "große Liebe"?

1. Ich war nicht der richtige Mann für sie? Sie nicht die richtige Frau für mich? Es war einfach nicht die Liebe trotz so vieler Gemeinsamkeiten.

2. Es fehlte ihr (und mir) Erfahrung und Lebensweisheit, um zu erkennen, dass es eine große Liebe und Verbundenheit ist und sie nicht so schnell auzugeben

3. Es war nur eine "Phase", in der wir aber gerade zuweit weg voneinander waren, um sie zu meistern. Hätten wir sie gemeistert, wäre es eine tiefe und innige Liebe gewesen.

4. Genau in der Ansicht über Beziehungen passen wir überhaupt nicht zusammen - schon von Anfang nicht und werden nie!

Die erste Antwort, würde mich besser schlafen lassen. Die zweite Antwort erscheint mir realistischer, aber schmerzt umso mehr und macht etwas wütend auf das Schicksal...an die dritte und vierte will ich gar nicht denken.

Es tut weh zu hören, dass man doch so richtig gut gepasst hat, aber das es halt einfach nicht ging - denn es lag an uns, ja mehr vielleicht an ihr, das zu ändern. Naja, das sie die Sache mit Schicksal in der Hinsicht so für sich auslegt, macht mich auch etwas wütend...."es ist halt so und hat schon seinen Sinn"....anderseits ergibt sie sich nicht ihrem persönlichen Schicksal von dem Beruf und begeht jetzt eine Weltreise, will Lehrerin werden etc....aber was Beziehungen anbegeht, ist die Sache ganz schnell klar: "Ich bin halt nicht für eine Beziehung geschaffen"...

Aber auch die menschliche Psyche zu verfluchen. Weil sie eine schwere Trennung von ihren Eltern hinter sich hatte, eventuell einen Knacks abbekommen hat, das sie bei den kleinsten Problemen flüchtet...

Sie sang immer: "Are you strong enough to be my man"....ich wollte es, war ich es nicht - nicht der richtige, starke?

Die Leute sagen ja immer, irgendwann siehst du schon, dass sie Sache auch etwas gutes hatte. Aber muss das so sein? Kann es nicht auch einfach nur schlechte Erfahrungen geben? Ob das Gute daran ist, dass man vorsichtiger gegenüber den anderen wird, ist fraglich? Was ist bei euch das Gute darin?

Mein Fehler an der ganzen Sache ist, dass ich zuviel Schuld bei mir suche, ein zu großer Grübler bin und mich dadurch in meiner eigenen Entwicklung beeinflusse. Das mag ich nicht und versuche auch da rauszukommen! Ich lebe zu sehr in der Vergangenheit, aber das auch schon ohne Beziehung, teile zu gerne Dinge, Emotionen und Gefühle und achte zu sehr auf andere Menschen!

Anderseits ist das auch ein schwieriger Prozess, da es ja auch ein Bestandteil des Charakters ist. Ein Beispiel nur noch in der Hinsicht.

Meine Ex meinte nur, sie könne es nicht verstehen, wieso ich mir so Vorwürfe mache bzw. mein Leben hängen lasse, wenn sie doch Schuld ist - es ihr Charakter war - das wäre quatsch und nicht logisch. Ich meinte nur, dass es auch ein Charakterzug von einem Menschen wir mir halt ist. Sie solle doch mal überlegen, dass sie auch damals emotional nicht anders konnte, als sich sofort von mir zu trennen - auch wenn es rational überhaupt nicht richtig war.

Der einzige Unterschied zw. mir und ihr ist, dass sie eine Änderung der Umstände herbeiführen konnte (Trennung), um ihren Emotionen zu folgen....ich aber wirklich rational werden muss....denn es gibt da kein Zurück mehr! Schon ein bissel fies, das es Zeiten gibt, wo Menschen sagen: "Ich konne emotional nicht anders und musste mich trennen", die Gegenseite aber nicht sagen kann: "Ich konnte emotional nicht anders und bin zu ihr zurückgegangen" - ist schon irgendwie ein Ungleichgewicht im Leben.

Ok, genug verwirrt - wäre aber interessant, ob es jmd. verstanden hat.

Das an einem verschneiten Sonntag

Miomei.

#257
huhu,

ein letzter Satz von mir, den ich ihr gesagt habe:

"Du hast Recht, Ich gebe mir zuviel die Schuld und verzweifle zu sehr - auch wenn ich nicht sehr viel an der Sache ändern konnte, weil es dich betrifft. Da bin ich zu sehr emotional. Anderseits hast du zu schnell uns aufgegeben, obwohl da eigentlich noch sehr viel war, nur weil du zu sehr deiner Überzeugung folgtest - eine Überzeugung, die nicht unbedingt mit der Realität zu tun hat. Somit leben wir da beide in den Extremen und das ist wohl einer der wenigen, aber entscheidenden Unterschiede im Charakter. Das wichtige ist, um glücklicher zu werden, eine Balance aus beiden Charakterzügen zu finden und herauszufinden, wo es sich lohnt nicht zu sehr den Emotionen zu folgen und wo man rationeller werden sollte!"

Was haltet ihr davon?

aus dem Internet dazu:

Ein erwachsener Mensch kann mit einem bestimmten Maß an Enttäuschungen umgehen. Er erwartet nicht, dass er mit seiner Umwelt in dauernder Harmonie lebt. Er muss lernen, Dinge zu verbessern, die er verändern kann, aber Dinge zu akzeptieren, die sich seinem Einfluss entziehen.

Fazit:

Wahr? Leider wird die Erkentniss in meinem Fall dadurch erreicht, dass mein Charakterzug mehr Tränen verschwendet, mehr Schmerz erträgt und in tiefere Löcher fällt, während Charaktere wie meine Ex sich da besser arrangieren.

#258
Huhu,

keiner schreibt? Sitze im Labor und beende mein Projekt - gleichzeitig gehen mir viele Gedanken durch den Kopf und ich schreibe sie einfach mal auf.

1.) Als ich das letzte Mal mit meiner Ex sprach, kam sehr deutlich heraus, warum sie sich getrennt hat - gleichzeitig haben wir aber auch zum ersten Mal RICHTIG drüber gesprochen, wieso sie so denkt, halt ziemlich tief...und konnten irgendwie beide das Ganze analysieren. Gleichzeitig aber auch immer mit dem Hinterton (durch mich), dass es ja nun eh zu spät ist....

Nun sitze ich im Lab und denke, wieso wir das Ganze nicht eher machen konnten, zu reden und zu analysieren...da darf man gar nicht soviel drüber nachdenken, denn das macht einen fertig.

Anderseits ist es Quatsch, da sie sich wahrscheinlich erst öffnen konnte, nachdem sie auch selber keine Chance mehr sah....anderseits vielleicht hätte sich wieder etwas entwickeln können....

naja anderseits war ich zu fertig

2.)Die Sache das sie diese Weltreise macht, nervt auch ganz schön. Weil man ja auch selber gerne sowas mit ihr gemacht hätte und dazu auch bestimmt der Richtige gewesen wäre. Ich fange an mit arbeiten und sie entdeckt die Welt - naja ein Problem mit dem Selbstwert...

Wollt das nur mal reinschreiben!

Ach ist das blöd!

Ich verwende auch einfach mal ganz viele Smileys: :tongue: :tongue: :tongue: :tongue:

#259
Hallo Miomei,

es ist schwer, dir zu antworten ohne alles schon Gesagte zu wiederholen.

Ich fragte dich eimal, ob dich alle unsere Gedanken erreichen und bezweifelte es gleichzeitig.

Jetzt frage ich mich, woran es liegt, dass du nichts von den ganzen Ratschlägen annehmen und umsetzen konntest.

Meine Antwort darauf wäre nun, dass du vll nicht anders kannst: du musst alles besprechen und analysieren, damit du es irgendwann verstehen kann, eher hast du keine Ruhe. Aber WAS verstehen?

Ich würde dir ja jetzt sagen: verstanden hast du es erst, wenn du einsiehst, dass man schwindende Gefühle mit der Ratio nicht so erklären kann, dass man dann auch wirklich zufrieden sein kann und sich wohl fühlt.

Aber was hilft dir diese Antwort? Ich meine nicht, ob du sie auch verstehst, sondern ob du fühlen kannst, dass sie dich weiterbringt. Hmm ... :schief:

Oder ob es dir hilft, wenn ich dir zu vermitteln versuche, dass Enttäuschungen immer nur das Produkt von Erwartungen sind, die man selbst ins Leben ruft. Daher Enttäuschungen selbst aufgeladen sind, denn es entsteht alles nur im Kopf?

Und wenn etwas nur im Kopf entsteht: eine Wahrheit, ein Weltbild, ein Wunsch

dann ist das Gewünschte, das Gehoffte, das Geglaubte auch jederzeit wieder revidierbar, nicht wahr?

fragt

#260
Huhu,

habe die Nacht durchgemacht, um meine Präsentation fertigzubringen...rächt sich jetzt etwas....hoffe noch auf ein paar Antworten und werde dann morgen schreiben!

Tschüssi

Miomei

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