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Mann und Frau - eine Geschichte, bitte um Einschätzung! (Neu: Umwege)

292 Antworten17'372 AufrufeGestartet von Miomei ·

#261
Hallo Miomei,

Ich bin gerade in Berlin und habe keine Zeit alles durchzulesen, wollte Dich nur mal lieb grüßen... ich melde mich dann wieder, wenn ich zurück bin und versuche einen Gedanken zu dem Geschehenen zu fassen.

Bis dann,

Mariala

#262
Huhu ihrs,

so....zurück in Deutschland und das Fernweh überkommt mich. Sitze irgendwie total verpeilt zu Hause und will sofort wieder zurück.

Die letzten zwei Wochen waren richtig gut. Ich habe nochmal viele liebe Menschen kennengelernt, Partys gehabt, mein Projekt beendet und Frankreich den Rücken gekehrt. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich gerne ein Jahr geblieben wäre, denn irgendwie scheint sich langsam der Schatten der Ex zu lösen und ich fühle mich besser, ich habe angefangen die Sprache nun zu verinnerlichen und nun kommts, habe mich sogar etwas in eine tolle Italienierin verliebt....

....und dann muss man gehen! Nun sitze ich zu Hause etwas im Loch, weil das wohl die beste Zeit war. Gleichzeitig ärgere ich mich auch, dass ich sie erst richtig am Schluss geniessen konnte - weil vorher immer der Liebeskummer die Sache trübte. Erasmus ist eigentlich mit die beste Möglichkeit Leute und die Liebe kennenzulernen, aber nur wenn der Kopf frei ist - und das war er bei mir nicht...

Tja, aber so ist es wohl im Leben, die Dinge kommen dann, wenn man sie nicht gebrauchen kann - damit muss ich mich irgendwie arrangieren.

Was meine Entscheidungen anbetrifft, werde ich ab September wohl erstmal anfangen mit arbeiten, auch wenn dieser Satz ein unwohliges Gefühl in der Magengrube erzeugt. Vielleicht ist es nicht so schlimm, wie ichs mir denke....anderseits die Vorstellung dann für immer zu arbeiten?! Was will ich wirklich vom Leben? Wohl erstmal mit mir selber klar zu kommen!

Schwierige Fragen....

Aber irgendwie habe ich trotzdem gerade gewaltiges Fernweh....will am liebsten wieder sofort nach France zurück (und zur Italienerin ;) )...komischer Charakterzug...anstatt mich über die letzten schönen Tage zu freuen, bereue ich das ich nicht verlängert habe *g*....anderseits wenn ich überlege wie es mir am Anfang schlechtging....ungerecht :(

Ich geh ab Samstag für eine Woche zum Ski fahren!!!

#263
Hallo Miomei,

Na, dann bist Du ja jetzt schon beim Skifahren! Hoffe Du hast richtig Spaß... wenn man es recht bedenkt hast Du schon eine Menge erlebt in der letzten Zeit, auch wenn es alles ein wenig von der Trauer überdeckt war, ich glaube Du kannst trotzdem einiges mitnehmen, oder?

Dass Du an die Italienerin denkst, werte ich übrigens als ein sehr gutes Zeichen ;) Ist natürich schade, dass Du sie nicht besser kennenlernen konntest, aber immerhin war es ein Anstoß, Du fandest ein Mädchen toll, das ist doch mal was! So etwas wollte ich schon lange von Dir hören!

Und Du wirst sehen, sie ist nicht die letzte gewesen :]

Alles Liebe, meld Dich mal, wenn Du zurück bist!

:schmatz: Mariala

#264
Huhu,

ich bin wieder vom Ski fahren da. War mit Kumpels in einer kleinen, verschneiten Berghütte und habe mir nach zwei Tagen den Daumen geprellt, weil wir angefangen haben Mist zu bauen ;) . Ging aber auch nicht anders, denn in der Region gab es gerade einmal zwei Pisten und da muss man sich ja mit anderem beschäftigen - z.B. mit Springen. Wir waren insgesamt 6 Mann - drei Männer und drei Frauen und die Abende haben wir mit EyeToy, Siedler spielen und DVD schauen rumgebracht. Interessant waren folgende Apsekte, wo ich nicht weiss, ob sie repräsentativ für die Geschlechter sind?

1.)Wir Männer haben auf der Piste immer irgendwie Mist gebau - gesprungen, gerempelt, neue Wege gesucht, Rennen gefahren. Die Frauen dagegen haben immer schön ihre Kurven gemacht, nix riskiert und sind immer in der Gruppe gefahren.

2.)Während die Frauen am Abend immer intensiv zusammensaßen und stundenlang ruhig über alle möglichen Themen geredet haben, haben wir die Zeit genossen um einfach Herumzublödeln, den Tag auszuwerten, zu Übertreiben, Witze zu erzählen uswusf.

3.)Wenn es einen Konflikt gab bzw. eine Diskussion haben die Frauen immer geschlossen zusammengehalten, um gegen uns eine Front zu bilden.

Kennt ihr das so auch? Ich fand es interessant - verhalten sich Frauen und Männer in Gruppen so?

Ansonsten bin ich nun wieder in der Heimat und fühle mich schon irgendwie komisch. Mein Diplom hier in Deutschland ist schon so gut wie eingerührt, aber ich fühle null Motivation es anzugehen. Das merke ich vor allem daran, dass ich die letzten, organisatorischen Schritte einfach vernachlässige und es unnötig hinausschiebe. Irgendwie habe ich kein gutes Gefühl dabei....und das bremst mich aus. Ich muss einfach mal bei einer Behörde anrufen, um ein Papier zu bekommen und schieb das seit zwei Wochen vor mir her.

Ich denke immer noch recht oft an die Ex, sicherlich wird es besser, also nicht jede Stunde, aber immer noch jeden Tag. Manchmal falle ich noch ganz schön tief ins Loch, so z.B. gestern als ich zwei Stunden beim Arzt war und dort ein philosophischen Beitrag las und mich dann sofort daran erinnerte, wie gut wir zusammen über so etwas reden konnten. Irgendwie ist es immer noch ganz schön schwer und ich kann mir im allgemeinen nicht vorstellen, wie meine nächste Beziehung ausschauen soll. Ich fühle, dass ich die Sache sehr schwer akzeptieren kann, gerade auch weil sie nun so Dinge macht, die ich gerne machen würde (Weltreise, Lehrer werden) und irgendwie hilft nur die Zeit und der Nichtkontakt. Dies dauert aber ganz schön lange....es ist bald ein Jahr rum!

Ich habe eine Veränderung an mir bemerkt, wo ich nicht weiss, ob sie gut ist. Die allgemeinen Dinge und auch Menschen (Mädels) sind mir egal. Mir ist egal, was sie von mir denken, wie ich mich Ihnen gegenüber vérhalte. Ich sage manchmal nicht so schöne Sachen zu Ihnen bzw. einfach das, was ich von Ihnen denke. Außerdem habe ich, wie schon erwähnt, große Probleme mein Diplom anzugehen...

Ich habe mir mal eine Überweisung zu einem Psychotherapeuten geben lassen, aber weiss nicht so richtig, was ich damit machen soll. Ein naher Verwandter (der mr sehr nahe steht) hat nun selber eine 'Art' Depression bekommen und hat große Probleme eine Arzt zu finden, weil keiner Ihn annehmen will. Wie soll es da bei mir aussehen? Wartezeiten von 3-4 Monaten? Da kann ich es gleich sein lassen - ich will doch nur mit jemanden Kompetenten reden?

Insgesamt geht das Leben vorwärts, aber ich merke schon meine Grundeinstellung passt nicht so recht. Das hat zum Einen immer noch mit der Trennung zu tun, Zukunftsängste und das schlechte Bauchgefühl was ich bei meinem nächsten Schritt habe. Am liebsten würde ich einfach umherreisen...wie war das im Lied von Herbert Grönemeyer "Stillstand ist der Tod"...so fühle ich mich gerade. Anderseits gibt es doch auch solche Phasen im Leben?

oder?

fragt Miomei :)

#265
Huhu,

wollte nochmal ein Post von Lisabel ergänzen :)

es ist schwer, dir zu antworten ohne alles schon Gesagte zu wiederholen. Ich fragte dich eimal, ob dich alle unsere Gedanken erreichen und bezweifelte es gleichzeitig.Jetzt frage ich mich, woran es liegt, dass du nichts von den ganzen Ratschlägen annehmen und umsetzen konntest.
Weil es wohl eine Art Prozess ist. Ratschläge helfen nur begrenzt - es ist wohl wie eine Art Blockade. Wenn man selber mit all seinen Gefühlen liebt, kann man dann auch das Entlieben nur sehr schwer über den Kopf machen.

Ich würde dir ja jetzt sagen: verstanden hast du es erst, wenn du einsiehst, dass man schwindende Gefühle mit der Ratio nicht so erklären kann, dass man dann auch wirklich zufrieden sein kann und sich wohl fühlt.
Das ist wohl wahr - ich verzweifel da wohl eher ein bisschen am Menschen selbst. Sicherlich sind Gefühle Gefühle und Verstand ist Verstand, aber es tut eher weh, dass wir Menschen immer wieder in die selben Fallen laufen, wenn uns dieser Weg offen steht. Es gibt Situationen im Leben da muss man durch (Arbeitslosigkeit, Krankheit), auch wenn die Gefühle dagegen sprechen. Ich werde jetzt mein Diplom beginnen, auch wenn mein Gefühl dagegen spricht. Vielleicht erkenne ich ja dadurch, dass es auch einfach nur Phasen gibt, wo es einen schlecht geht und man dann nicht allzusehr seinen Gefühlen trauen darf...auch wenn man so ein Mensch ist.

In der Liebe macht es mich dagegen ziemlich traurig. Verliebtheit ist ein Bauchgefühl, das ist klar. Aber warum interpretieren wir Menschen da soviel hinein? Ich sehe es in meinem Umfeld immer wieder, dass sich Menschen verlieben und nach ein paar Tagen oder bei Nichtkontakt den Menschen wieder vergessen oder sich später fragen, wie es überhaupt mit dem oder der klappen konnte. Also ist es nur ein Bauchgefühl, was sich auch überlisten lässt - man muss diesen Schritt nur wagen.

Ich muss jetzt trotz schlechten Gefühls meine Diplomarbeit wagen und hoffen, dass sich das Gute daran bald zeigen wird! Was ist, wenn es nicht so ist?

Oder ob es dir hilft, wenn ich dir zu vermitteln versuche, dass Enttäuschungen immer nur das Produkt von Erwartungen sind, die man selbst ins Leben ruft. Daher Enttäuschungen selbst aufgeladen sind, denn es entsteht alles nur im Kopf? Und wenn etwas nur im Kopf entsteht: eine Wahrheit, ein Weltbild, ein Wunsch dann ist das Gewünschte, das Gehoffte, das Geglaubte auch jederzeit wieder revidierbar, nicht wahr?
Sicherlich, aber ohne Hoffnungen und Erwartungen ist ein Mensch nicht wirklich lebensfähig (liebensfähig)....bzw. nur teilweise. Ich habe zur Zeit nicht soviele Erwartungen und Hoffnungen und das macht das Leben nicht gerade interessant. Zum anderen Punkt - der Revidierbarkeit der Hoffnungen, Erwartungen, Wünsche - sicherlich ist das möglich, aber wesentlich schwieriger. Man muss nämlich aufhören zu vergleichen (für mich seeeeehr schwierig), muss 'kleinere' Brötchen backen, seine Vorstellungen vom Leben ändern, seine Gefühle überlisten (auch sehr schwierig)....

#266
Hallo du lieber Miomei,

mir sind natürlich wieder Sätze aufgefallen, die ich ganz anders interpretieren würde, als du sie vll gemeint hast. Wenn es dir auch gefallen sollte, über dieses - unerschöpfliche - Thema zu philosophieren, dann wird dir mein Beitrag hoffentlich eine Bereicherung sein.

Original von MiomeiIch habe eine Veränderung an mir bemerkt, wo ich nicht weiss, ob sie gut ist ... Mir ist egal, was sie [die Menschen] von mir denken, wie ich mich Ihnen gegenüber vérhalte. Ich sage manchmal nicht so schöne Sachen zu Ihnen bzw. einfach das, was ich von Ihnen denke...
Zwar bin ich kein Psychologe, aber wenn du meine Hobby-Diagnose hören möchtest:

DAS finde ich absolut gesund. Sich nicht zu verstellen und so sein, wie man eben ist (in einem gesellschaftsfähigen Rahmen, versteht sich) kann nur psychisch gesund sein.

Dass du "nicht so schöne Sachen" sagst ... wie meinst du das? Treffen diese unschönen Sachen zu, gehören sie gesagt, oder hast du das Gefühl, du wärst negativer, als es dem Anlass entspricht?

Dazu - wieder einmal - ein Spruch, den ich mal wo gelesen habe:

Man kann nur das geben, das in einem steckt! Ob es Liebe oder Hass, negative, destruktive Gedanken sind oder eine liebevolle Art, entscheidest immer nur du! :)

Nächstes Zitat, wenn's genehm ist:

Original von MiomeiZitat:

es ist schwer, dir zu antworten ohne alles schon Gesagte zu wiederholen. Ich fragte dich eimal, ob dich alle unsere Gedanken erreichen und bezweifelte es gleichzeitig.Jetzt frage ich mich, woran es liegt, dass du nichts von den ganzen Ratschlägen annehmen und umsetzen konntest.

Weil es wohl eine Art Prozess ist. Ratschläge helfen nur begrenzt - es ist wohl wie eine Art Blockade. Wenn man selber mit all seinen Gefühlen liebt, kann man dann auch das Entlieben nur sehr schwer über den Kopf machen.
Hmmm, sich "Entlieben" war auch gar nicht damit gemeint.

Weißt du, ich halte es für den Idealzustand, wenn man es schafft, jemanden zu lieben - auch wenn der nicht da ist, wenn nichts zurück kommt, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden - ohne dass es schmerzt.

Wenn man die Liebe als ein wunderbares Geschenk betrachten kann - die Liebe, die in deinem Herzen lebt und nicht die, die von außen kommt.

Liebe von anderen ist zweifelsohne schmeichelhaft, sie poliert unser Selbstbewusstsein und unsere Sinnsuche so sehr, dass wir glauben wollen, ohne sie nicht leben zu können,

aber ...

die Liebe, die DU empfindet - und tatsächlich ganz unabhängig von jeder Resonanz - das ist die, die einen glücklichen Menschen aus dir machen kann. Es liegt alles an deiner Liebesfähigkeit und nicht am Feedback! Zumindest sehe ich die Welt so, damit sie möglichst schmerzfrei bleibt.

Original von MiomeiVerliebtheit ist ein Bauchgefühl, das ist klar. Aber warum interpretieren wir Menschen da soviel hinein? Ich sehe es in meinem Umfeld immer wieder, dass sich Menschen verlieben und nach ein paar Tagen oder bei Nichtkontakt den Menschen wieder vergessen oder sich später fragen, wie es überhaupt mit dem oder der klappen konnte. Also ist es nur ein Bauchgefühl, was sich auch überlisten lässt - man muss diesen Schritt nur wagen.
Es ist doch eine besondere Situation, sich zu verlieben. Und diese Unsicherheit, wie sich das Gefühl entwickelt, dass ist doch das, was diese Verliebtheit erst ausmacht:

sie auf sein Gefühl verlassen, es leben, wie es ist, es genießen und es auch hinnehmen können, wenn es vorbei ist.

Doch wenn man so ein Gefühl mit der Ratio versucht zu manipulieren - oder zu "überlisten" - was bleibt dann?

Dieser Zauber, diese Besonderheit, diese Leichtigkeit, ist sie nicht automatisch zum Sterben verurteilt, sobald sich der Verstand einschaltet?

fragt dich und euch die

#267
Huhu,

weiss nicht, wo sich die anderen verstecken ;) dsw. spinne ich mal den Dialog mit dir, liebe Lisabel, weiter! Ich mag es sicherlich über die Dinge nachzudenken, da gibt es nur ein großes Problem...ich habe nicht die Neutralität dazu!

Ich denke darüber nach was mit mir passiert, was mit anderen passiert und was in der Welt passiert - sinniere, philosophiere und werde aber leider sehr traurig...das ist das Gefährliche daran! Ich fühle irgendwie so einen Weltschmerz....ist das das Los der Denker? Ich fühle mich schon recht verloren!

Am meisten habe ich schon mit der ratio/emotio Diskussion ein Problem. Das sehe ich daran, dass ich mir eine Zeitschrift kaufte, in der es einen Artikel über Bauchentscheidungen gab. Du kannst es vielleicht erraten, aber ich habe eine richtige Barriere diesen Artikel zu lesen - es widerstrebt mir. Zum Einen, weil ich zur Zeit mein Ratio einsetzen muss und nicht meinem Bauchgefühl folgen kann. Zum anderen, weil mein Bauchgefühl (bzw. das Bauchgefühl einer anderen Person, welche mir einmal zusammen war) mich in diese Situation und Zustand brachte.

Dass du "nicht so schöne Sachen" sagst ... wie meinst du das? Treffen diese unschönen Sachen zu, gehören sie gesagt, oder hast du das Gefühl, du wärst negativer, als es dem Anlass entspricht?
Ja, das meine ich - ich habe mich gestern mit einem Mädel unterhalten und es kam mir eher wie ein Ausfragen vor, als ob ich irgendwelche Schwachstellen an ihr finden wollte...ich war auf alle Fälle negativer! Hab dann selber festgestellt, das sie ein nettes und liebes Mädel ist und mein 'Verhör' wohl eher überzogen war.

Man kann nur das geben, das in einem steckt! Ob es Liebe oder Hass, negative, destruktive Gedanken sind oder eine liebevolle Art, entscheidest immer nur du!
Ich denke dies ist eine zu 'einfache' Antwort. Dafür ist das menschliche Gehirn, seine Emotionen, seine Gedanken viel zu komplex gebaut. Wenn ich schlecht drauf bin, kann ich mich nicht verstellen, auch wenn ich nett und freundlich sein will. Deine genannte Entscheidung würde wieder einmal bedeuten, seine Gefühle zu überlisten? Es ist wie der Spruch mit dem halbvollen Glas, der suggeriert, dass jeder selber entscheiden kann, wie er sein Leben nimmt. Und doch ist es nur ein Spruch - nicht jeder Mensch ist gleich. Ein Optimist kann einen Pessimisten nicht verstehen, ein Gesunder einen Kranken nicht....

Hmmm, sich "Entlieben" war auch gar nicht damit gemeint. Weißt du, ich halte es für den Idealzustand, wenn man es schafft, jemanden zu lieben - auch wenn der nicht da ist, wenn nichts zurück kommt, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden - ohne dass es schmerzt.
Dies ist nicht möglich...deine letzte Aussage trifft den Punkt - 'ohne dass es schmerzt'. Das geht nicht!

Wenn man die Liebe als ein wunderbares Geschenk betrachten kann - die Liebe, die in deinem Herzen lebt und nicht die, die von außen kommt. Liebe von anderen ist zweifelsohne schmeichelhaft, sie poliert unser Selbstbewusstsein und unsere Sinnsuche so sehr, dass wir glauben wollen, ohne sie nicht leben zu können,
Die generelle Frage nach Liebe? Ich denke, dass Liebe die nicht erwidert wird einen auslaugt und nicht funktionieren kann. Ich brauche ein Feedback...Liebe kann und sollte nicht nur einseitig sein. Vielleicht meinst du auch die Liebe zu einem selber - die sollte ja schon vorhanden sein. Und wieder - jeder Mensch ist anders. Manche Menschen brauchen die Bestätigung von außen - zu Recht. Auch wenn sie vielleicht einen Mangel an Selbstwert haben - sie sind Menschen und haben halt die Charakterschwäche - sie brauchen dieses Feedback! Gehen natürlich dann dementsprechend ein, wenn diese abrupt endet - menschlich?

Es ist doch eine besondere Situation, sich zu verlieben. Und diese Unsicherheit, die sich das Gefühl entwickelt, dass ist doch das, was diese Verliebtheit erst ausmacht: sie auf sein Gefühl verlassen, es leben, wie es ist, es genießen und es auch hinnehmen können, wenn es vorbei ist.Doch wenn man so ein Gefühl mit der Ratio versucht zu manipulieren - oder zu "überlisten" - was bleibt dann? Dieser Zauber, diese Besonderheit, diese Leichtigkeit, ist sie nicht automatisch zum Sterben verurteilt, sobald sich der Verstand einschaltet?
Ja, aber wie schon gesagt - Verlieben kann man sich schnell...ein Blick, ein Duft genügen da schon, ohne das man den Partner näher kennt. Ich finde es komisch, dass in dieses Verliebtsein zuviel hineininterpretiert wird?! Wenn man dieses Gefühl mit Ratio überlisten könnte (und einige Menschen können das) gäbe es sicherlich einige Trennungen weniger...das Überlisten der Verliebtheit beruht da sicherlich auf den Charakter und die Lebenserfahrung!

Ein Beispiel:

-Ich habe Angst einen Berg mit Skiern hinunterzufahren - ein ungutes Bauchgefühl.

-Mache ich es niemals und überliste nie mein Bauchgefühl, werde ich nie den Berg hinunterfahren

-Riskiere ich es, habe ich die Chance festzustellen, dass es nicht so schlimm ist und das Bauchgefühl verschwindet!

So kann es auch bei Gefühlen sein...oder nicht? Ein Grund warum ich bei meiner Ex etwas verzweifele (wie auch insgesamt) mit der menschlichen Gefühlsduselei!

Miomei :)

Musiktipp:

Camille - Le fil

#268
Lieber Miomei,

bestimmt melden sich die anderen wieder zu Wort, wenn du weitererzählst. Ich wollte dich auch gar nicht vom Thema abbringen.

Doch selbst das Gespräch über ein allgemeines Thema kann prinzipielle Einstellungen zeigen - und auch das kann eine Hilfe sein, manches andere besser zu verstehen.

Wenn es dir noch daran gelegen ist, dich selbst besser verstehen zu lernen, dann darf ich dich hier auf deine Aussagen - auf manche Schlüsselwörter - aufmerksam machen, die dir helfen könnten.

Denn in vielem - so meine ich - hast du dir schon selbst die Antwort gegeben:

- indem du von "Barriere" sprichst, diesen Artikel zu lesen

- indem du meinst, Liebe müsse "funktionieren", alles andere "ginge" nicht

- indem du überzeugt davon bist, mancher hätte ein "Recht" auf eine Bestätigung

- indem du meinst, mit der nötigen Lebenserfahrung könne man Liebe "überlisten".

Es stimmt schon, dass Optimisten und Pessimisten gegenteilig denken. Doch wenn der Pessimist eines Tages entdeckt, diese Lebenseinstellung erzeugt zuviel Leidensdruck, er möchte es gern ändern, was hält ihn davon ab, ein Optimist zu werden - wenn nicht er selbst?

Das hat nichts mit Manipulation oder sich etwas einreden oder diesem "Überlisten" zu tun, sondern nur mit Erkenntnis. Mit der Erkenntnis, dass es einem als Optimist einfach besser geht - dass man das nur für sich selbst tun sollte.

Manchmal ist man sich einfach selbst im Weg. Ob man das ändern kann oder ein Leben lang ein fremdbestimmtes Opfer bleibt liegt wieder nur an - ja, der Erkenntnisfähigkeit!

Die wünsche ich allen sehr!

:schmatz:

#269
Huhu,

ich muss stark sein und kämpfen...irgendwie...bin seit gestern in einer neuen Stadt....

als ich heute nach Hause kam hatte ich im Verlauf den Namen meiner Ex (von vor 3 Monaten) in der Suchmaschine und ich Depp drückte natürlich "Enter"!

Was kam...natürlich schlechtes....der erste Hit war ein neues Weblog, wo meine Ex über ihre bevorstehende Weltreise berichtet und nun kommt es...laut weblog wird sie diese Reise mit einem "alex" antreten...

Mir hat sich sofort alles zusammengezogen, ich bin wieder ganz unten, kein Wille mehr da.....

...sofort das ungute Gefühl das dieser Alex vielleicht der Kerl war wegen dem sie mit mir Schluss machte und er nun nach 8 Monaten wieder in Frankreich ist....vielleicht es aber nur eine Frau...

eigentlich zählt es nicht, aber warum tut es noch so weh....nach verfluchten 8 Monaten? Ich will weg von ihr und habe den Nichtkontakt seit fast 6 Monaten gewahrt...wo bin ich?

muss ich sie hassen? muss ich mir ihr im Streit auseinandergehen?

Was ist die Lösung? Ich geh dran krachen! Das wird keine schöne Nacht! Meine Diplomarbeit wird eine Farce....

Schreibt mir was bitte...

#270
Hallo Miomei,

Der Nichtkontakt gilt auch für Google, das musst Du Dir merken. Als ich noch in meiner schlimmen Phase war habe ich mal die Webseite meines Exfreundes aufgerufen (großer Fehler!) und dort auch Hinweise auf eine andere Frau gefunden. Mann war ich fertig, ich habe mich erstmal ins Bett gelegt und nur geheult. Dabei weiß man ja gar nicht was wirklich Sache ist, man liest da einen Namen, aber was sagt das schon aus? Es kann so vieles dahinterstecken, wie Du selbst ja auch schreibst. Klar wird Deine Exfreundin nicht alleine auf Weltreise gehen (würde ich jedenfalls auch nicht tun) und sie hat eben jemanden zum Mitreisen gefunden. Das muss nun wirklich nicht ihr Freund sein...

Aber ganz davon abgesehen solltest Du versuchen, solchen Rückfällen gar nicht erst zu erliegen. Es steht weiter auf dem Plan, dass Du an Dir arbeiten solltest. Informationsbeschaffung über die Ex gehört nicht dazu, das ist der alte Sumpf. Meine Magisterarbeit ist übrigens auch gerade dabei, eine Farce zu werden, da stehe ich DIr glaube ich in nichts nach ;) .

Warst Du jetzt eigentlich einmal bei einem Therapeuten? Ich war ja ein paarmal, aber es hat sich leider herausgestellt, dass ich länger an mir arbeiten müsste, ein paar Sitzungen reichen da nicht und ich bin nicht mehr lange genug hier, um das durchzuziehen. Ich hoffe, dass ich das irgendwann machen kann...

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und hoffe, dass Du in Zukunft solchen Versuchungen besser widerstehen kannst! :nono:

:schmatz: Mariala

#271
Huhu,

so bin nun wieder etwas hochgekrabbelt. Ich war gestern in einem Club und konnte mal wieder verrückt zu Musik abtanzen - DnB - da ist es egal, wie man tanzt :) ....

Ich weiss Mariala - ich weiss. Man muss sich immer sagen, dass es vorbei ist....aber ich bin auch nur ein Mensch. Die Gedanke schweifen schnell ab, gerade wenn es mir mal nicht so gut geht. Ich merke aber auch, dass es mir ziemlich schlecht geht, wenn ich an die Vergangenheit und an die Ex denke - könnte ich das aus meinem Gehirn löschen, wäre es in Ordnung und es ginge mir gut.

Ich merke schon wie mich die ganze Sache prägt - gestern im club habe ich natürlich mal wieder nur die Frauen angeschaut, welche Richtung Ex gehen...das ist schlecht....aber wohl nicht änderbar. Dann liege ich mal wieder auf dem Bett und frage mich, wie es alles passieren konnte und ob man in der Liebe zweifeln darf, ob alles so vorherbestimmt war und ob alles schon vom Anfang zum Scheitern veruteilt war....hm....Gedanken halt!

Irgendwie warte ich nun, dass mich das Leben überrascht und etwas unerwartetes passiert, wie damals als ich unerwartet meine Ex traf. Das Problem ist, dass man darauf nicht warten darf....

Die Sache mit dem Therapeuten...ich würde wohl sofort mal mit wehenden Fahnen dahin gehen, aber ich hatte ein Beratungsgespräch per Telefon und als der Berater hörte, dass ich nur 4 Monate hier bin, meinte er, dass es überhaupt nicht viel Sinn macht, da loszuziehen. Alleine schon die Beantragung der Therapie dauert mind. 6 Wochen. Die Vorgespräche könnte ich führen, aber ohne folgende Therapie würden mich da wohl nicht viele annehmen...

Wie war es bei dir? Wie hast du einen Termin gekriegt? Wie hast du ihm vermittelt, dass du nicht solange da bist? Wie lang hast du gesucht?

Was nun?

Naja, zur Zeit kenne ich in der großen Stadt hier noch niemanden - bin halt kein Erasmus Student mehr, wo das superschnell ging. Muss da halt über meinen Schatten springen und Leute ansprechen, auch wenn das mir gerade jetzt schwerfällt.

Es regnet, aber ich werde nun mal rausgehen - Bummel oder Museum. Mal schaun :)

Viele Liebe Grüße

Miomei!

#272
Hallo ihrs,

sitze gerade auf der Arbeit uns sollte zu meinem Diplom arbeiten, aber meine Gedanken schweifen mal wieder zu sehr ab. Ich schreibe das mal schnell hier rein, dass ich dann wieder arbeiten kann:

Gestern war ich etwas am Bummeln und es war wirklich schönes Wetter. Ich habe es versucht zu genießen, bemerkte aber gleichzeitig meinen Krampf Leute kennenzulernen. Das äußert sich vor allem darin, dass ich mir Dinge überlege, die ich machen sollte...um mit jmd. ins Gespräch zu kommen - z.B. eine Person fragen, ob sie ein Foto von mir machen könnte. Dabei sollte es doch eher so sein, dass ich durch die Dinge die ich mache Leute kennenlernen...das ist aber wohl der Idealfall...ich versuche es umgedreht. Ansonsten verkrampfe ich auch ziemlich, wenn ich Leute sehe, die meiner Ex ähnlich sehen und ich starre regelrecht hinterher...

Ich glaube der Weltschmerz packt mich wieder. Ich stöbere in Foren umher und finde immer wieder Leute, die in einer Beziehung sind und die sich dann verlieben und alles beenden wollen. Ich spüre eindeutig meinen Konflikt über das Thema "Ratio vs. Emotio" - ich verzweifel an der Menschheit, die wohl so ihren Emotionen folgen ohne groß nachzudenken..aber vielleicht bin ich auch so einer(?) .... dabei sind doch die rationalen Schritte meist so klar....was richtig wäre...aber die Gefühle spielen da nicht mit. Menschen die da natürlich sehr gefühlsbetont sind und dazu noch sehr konsequent, folgen da natürlich ihren Gefühlen.....

Durch ihre Konsequenz finden sie sich dann auch mit der neuen Lebenssituation zurecht und vergleichen gar nicht mehr mit den alten Dingen...ob es besser oder schlechter war...wie sich die Geschichten gleichen, wenn man nur mal im Inet nachliest. Meist passiert es in einer langjährigen Beziehung, wenn einer mit sich SELBER oder mit der Beziehung nicht so glücklich ist. Meist passiert es dann so:

Leute verlieben sich....haben eine Beziehung...

nach mehreren Jahren verliebt sich ein Partner neu

--> 2 Optionen

1.) er folgt seinem Bauchgefühl und trennt sich und versucht sein Glück,

2.) er realisiert, dass die Verliebtheit auch nur eine Phase ist, ein Gefühlsaufmucken und versucht sich ihr nicht zu ergeben...d.h. Distanz zum Verliebten, bleibt beim Partner

Welche Option ist richtig? Kann man es so sagen? Ist man von vornherein bei einer Beziehung auf verlorenen Posten? Das hängt sicherlich auch von den Umständen der Beziehung ab...Ich glaube mir tut es so weh, dass meine Ex so schnell der ersten Optionen gefolgt ist und nun gar nicht mehr darüber nachdenkt und es einfach so akzeptiert....vor allem weil sie nun auch sich selber verändert und Freunde sucht und eine Weltreise (*aua*) plant....dabei war Option 2 die Richtige....aber wohl nicht die Realistische...denn wie einbleuend sollten denn die Worte für jeden sein, welche ich mal gesagt bekommen habe:

"Ich habe noch nie einen Menschen gefunden, der so im Charakter mit mir übereingestimmt hat, so stimmig war - aber leider hat es nun mal nicht geklappt"

--> wieso sagen wir so etwas? Begreifen wir unsere emotionalen Unzulänglichkeiten nicht, dass es nur an jedem einzelnen liegt zu begreifen, dass die Dinge die man hat gut sind....so eine Konsequenz ist schon fast sadistisch...

Der Mensch hat Schwächen...diese Schwächen werden nur dann fatal, wenn andere unter Ihnen leiden müssen. Dabei ist das alles sowieso relativ....wenn ich in Bezug auf Beziehung schreibe, dass ein Folgen des Emotios eine Schwäche ist, dann ist es in Bezug auf das restliche Leben vielleicht eine Stärke - denn man riskiert Dinge, die einem ansonsten verschlossen blieben. Aber wie schon gesagt, es wird immer dann schwierig, wenn andere darunter leiden müssen....

Und ich leide noch...und klar habe ich mein Leben selber in der Hand, aber zur Zeit noch nicht so meine Gefühlswelt. Liegt wohl auch daran, dass ich mit der Welt nicht im Einklang bin...verbittert wohl...

Ich war glücklich,

dann traf ich sie, die unglücklich mit ihrer Situation war

wir wurden glücklich zusammen, aber alleine blieb sie unglücklich

sie trennte sich von mir

ist nun auf dem Weg zum Glücklichsein

und ich sitze in der Schleife...muss mich herausziehen...

Wer nun denkt, ich sitze nur zu Hause und bemitleide mich - täuscht. Ich gehe aus, gehe ins Theater, Schwimmen, heute versuche ich mal Tanzkurs...versuch das Verkrampfte kennenlernen abzulegen - ist nun mal nicht so leicht am Anfang...

Aber irgendwie ist da sowas verbittertes in mir - gegen mich und die Welt...

Gar nicht gut.....

#273
Hallo Miomei,

Mh, gerade bin ich gar nicht in Laune Dich aufzumuntern, weil es mir selbst nicht so gut geht, mein neuer Freund fliegt ja jetzt für vier Monate nach Japan und es sieht schlecht aus für uns....

Vorgestern hatte ich Dir hier schon länger geschrieben, aber dann bin ich aus dem Internet geflogen und die Antwort war weg. Ich wollte Dir ja noch kurz von meiner Therapeuten-Erfahrung berichten... also auch ich hatte Schwierigkeiten etwas zu finden, vor allem etwas, wo es gut passte. Und als ich dann endlich etwas hatte, wurde auch mir gesagt, dass die Zeit zu kurz sei (was denke ich auch stimmte). Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit: In jeder größeren Stadt gibt es ja auch psychologische Beratungsstellen (z.B von Studentenwerk, Kirchen, Vereinen), wo man ganz unverbindlich hingehen kann und auch schneller drankommt. Das ist dann nicht so intensiv (im Sinne einer längeren Therapie), aber manchmal können schon ein paar Gespräche helfen! Ich würde so etwas also mal versuchen! Oder vielleicht gibt es auch eine Selbsthilfegruppe, die irgendwie auf Dein Problem passt.

Ansonsten freut es mich, dass Du das Leben in der neuen Stadt so in die Hand nimmst! Mir würde es auch erstmal schwer fallen so ganz alleine, sogar sehr schwer! Ich verstehe Dich also gut...

Lass den Kopf nicht hängen,

:) Mariala

#274
Hallo Miomei,

Na, hast Dich aber schon lange nicht mehr gemeldet *nachobenschieb*...

Wie geht es Dir? Tut mir leid, ich wusste in letzter Zeit einfach nicht so viel Rat für Dich, weil ich selbst so wenig klarkomme.

Alles Liebe,

:schmatz: Mariala

#275
Hallo :) ...

bin nun in einer großen Stadt seit fast zwei Wochen und kenne bis jetzt noch nicht viele Leute. Mir geht es soweit gut - nur das es ein ständiges Auf und Ab ist...

Ich war am Wochenende bei einem Kommunikationsseminar der VHS und dort ging es auch um Fantasiereisen - man schliesst seine Augen und versucht sich eine vorgelesene Geschichte vorzustellen. In dem Fall ging es um ein Haus mit vier Zimmern. Welche Leute sehe ich daran, wie sieht es aus? Wer ist drinnen, den ich nicht will. Wenn ja, schmeiss ich ihn heraus. Wer ist jetzt noch drinnen.

Mein Haus war leider nicht so schön und meine Ex wohnte irgendwie in 3 von den 4 Zimmern und ich schaffte sie nicht herauszukriegen. Meine Freunde & Eltern waren daneben blass.

Es ist nun fast schon ein Jahr her, aber ich habe das Gefühl ich überspiele alles nur - lenke mich nur ab vom Ganzen. In mir ist alles noch da und ich denke mein alltägliches Leben noch oft in Verbindung mit ihr...

hm - mist...vor einem Jahr war alles noch anders

Wo gehts weiter?

Miomei

#276
Huhu, Miomei,

ich mal wieder.

Schon spannend, dass Aufarbeitung stattfindet, auch wenn man sie nicht geplant macht - wobei: wie soll man die auch planen ?(

"Ich arbeite jetzt auf"?? Nein, die Dinge passieren einfach, damit du dann später erkennen kannst, warum sie sein mussten und was es dir gebracht hat.

So wie dieser Kurs. Du hast einerseits gelernt, wie man anschaulich machen kann, was im Inneren vorgeht, von dem man es selbst nicht wusste, nur vll ahnte und es sich eigentlich ganz anders dachte?

Man wusste ja garnicht, was in einem selbst vorgeht - soll heißen: man müsste sich erst einmal selber kennen lernen.

Wie es weitergeht?

Diese Veranschaulichung mit diesem Haus finde ich ganz toll und einen brauchbaren Ansatz. Warum überlegst du diese Geschichte nicht weiter: du kannst jeden, der dich belastet, der dir weh tat, der sich deine Zuneigung und deinen Respekt noch nicht verdient hat, bitten, dieses Haus zu verlassen.

Du kannst die Wände neu streichen, die Fenster öffnen, Licht und Sonne hereinlassen. Du kannst Gäste einladen - aber nur solche, die eine Bereicherung für dich sind, die dir Freude machen.

Du kannst für deine Gäste kochen, du kannst froh sein, wenn sie wieder gehen, damit du deine Ruhe hast, du kannst aber auch überlegen, eines Tages, wenn es soweit ist, wenn es jemand gibt, der sich das verdient hat, diesen jemanden bei dir einziehen zu lassen, um mit dir zu leben (und nicht um drei von vier Zimmern für sich selbst zu besetzen).

Dieses Haus kannst du so gestalten wie du es möchtest. So wie du dein Leben so gestalten kannst, wie du es möchtest - das geht aber nur, wenn man sich von anderen nicht abhängig macht.

Alles Beste :trost: von

#277
Huhu ihrs,

war über Ostern wieder in Frankreich gewesen, um ein paar Freunde zu besuchen. War soweit ok gewesen. Die letzten Tage hatte ich immer noch ab und zu ein paar Löcher, aber es geht. Muss mich jetzt für einen Job bewerben und mein Diplom durchziehen, fühle mich aber gar nicht richtig bereit.

Achja...mal was anderes. In Frankreich habe ich mich natürlich mal wieder verliebt. Sie ist Erasmus Studentin aus Italien und ich kannte sie schon vorm Ende meines Erasmuses. Da sie Besuch hatte, konnte wir nicht viel zusammen machen, aber es war so eine Situation. Beide wussten, dass wir uns zueinander hingezogen fühlten, aber keiner getraute sich so richtig. Daher sah ich sie nur zwei Tage, immer zusammen mit anderen Studenten (Erasmus halt).

Sie lud mich dann ein, mit ihrem Besuch (ein Kumpel) mit nach Amsterdam zu fahren, aber ich sagte ab, weil es ersten 150 € extra gekostet hätte und ich außerdem wegen einer Frau nicht meine Pläne mit meinen Kumpels ändern wollte (bin ja wg. der Freunde gefahren). Dabei wäre es wohl eine super Gelegenheit gewesen, sie mal außerhalb der Partys kennenzulernen.

Naja, ihr könnt euchs wohl schon denken...nun sitz ich zu Hause und beiss mir in den Hintern....merke schon, dass ich ganz schön verliebt bin. Aber in dem Momenten, wo sie vor mir stand....hat "Ratio" und "schlechteErfahrung" sie abgewiesen.

Ratio:

- sie ist zu jung (20 Jahre)

- das klappt sowieso nicht

- du hast schon schlechte Erfahrung gemacht

- sie spricht kaum englisch

- sie hat keinen Computer

- es kostet zuviel Geld

- du bist wegen deiner Kumpels zu Besuch

Als wir uns dann verabschiedeten, meinte ich nur, dass sie ein toller Mensch sei und ich wünschte ich könnte nochmal Erasmus mit ihr machen, um sie näher kennenzulernen, es aber leider nicht so ist.

Nun fühle ich mich schlecht, dass ich so rational entscheiden musste, während mein Bauch etwas anderes sagt....er sagt eher: "Lebe für den Tag und geniess es". Nun habe ich sie abgewiesen, auch wenn sie mich mal nach Rom eingeladen hat....

Wenn ich nochmal zu ihr fahre, ist es ziemlich verkrampft, da ich sie ja noch nicht so gut kenne, um nur wg. ihr dahin zu fahren. Da wären die Tage in Amsterdam eine gute Möglichkeit gewesen....naja...

Was denkt ihr? "Lebe den Tag?" oder lieber rational denken, weil ich glaube eine weitere Enttäuschung mich fertigmacht. Arg, warum verliebe ich mich nur manchmal so schnell...bzw. ist doch unreal erst rational zu handeln und dann zu Hause fast vor Emotionen zu vergehen....?

Oder?

#278
Ja, schon wieder ich. Deine Einträge ermuntern mich, dir etwas zu schreiben immer wieder in der Hoffnung, der eine oder andere Satz kann dich erreichen.

Am Beginn die beliebte Ratio:

Sehnsucht nach „was hätte werden, sollen, können, sein“ ist keine Liebe und auch keine Verliebtheit, meine ich.

Es ist Sehnsucht. Die Sehnsucht, die der Miomei empfindet, der leben will, der lieben will und der gern sein Leben genießen will.

Wie du darauf kommst, mit einem überstrengen rationalen Ich dir selbst alle Freuden zu verderben, darüber hätte sich wohl selbst der alte Sigmund Freud den Kopf zerbrochen (und seine Antworten wären wohl kompetenter, aber sicher nicht freundlicher gewesen als meine), und woher es kommt, dass du dich ganz offenbar am liebsten in jemanden verlieben willst, der von Anfang an unerreichbar für dich ist, darüber gibt es wohl auch die eine oder andere mehr oder minder seriöse Literatur.

Deine Argumentationsliste zu folgen, darf nie wieder jemand anderen anschauen, der bereits einmal im Leben nicht das bekommen hat, was er bekommen wollte? :rolleyes:

Wenn wir das alle machen würden, wären wir schon ausgestorben.

Meine Conclusio:

Du bist noch nicht soweit. Erst wenn du bereit bist, dich auf eine weitere Enttäuschung einzulassen, weil es diese Erfahrung einfach wert ist, dann ist es das.

Aber wenn es soweit ist, wird umso mehr erstaunlich sein, dass du dich das alles gar nicht fragen wirst. Und auch, dass es keine Enttäuschung sein wird. Weil du vll erst gar nicht so viel nachdenkst, dir gar nicht so viel erwartest, sondern einfach deinem Herzen folgst.

Schon seltsam, nicht ...

#279
nur mal kurz...

das habe ich mir auch gedacht: "Wenn man darüber nachdenkt, ist es sowieso nicht wahr!"

Die andere Sache ist ja, ob es das wert ist sich einfach mal fallenzulassen, also den Tag zu leben, auch wenn eine Enttäuschung gewiss ist?

Mehr später

PS: Mal was anderes an die Schweizer....wie sieht es denn mit Jobchancen im IT-Bereich in der Schweiz (am Besten im Französischsprachigen Teil) aus?

#280
Huhu,

ein Hoch und runter der Gefühle...Meine Liste

die guten Dinge in dieser Woche:

- ich habe einer Französin geholfen beim Sprachunterricht geholfen

- ich habe Freunden mit Geschenken eine Freude gemacht

- ich habe mich endlich auf WG-Suche gemacht

- ich war 2mal beim Sport

- ich war bei einer Selbsthilfegruppe

die nicht so guten Dinge.

- ich habe für mein Diplom nix in den letzten zwei Tagen gemacht

- ich hab meinen Geburtstag nicht verschoben, auch wenn es meine Schwester so wollte

- ich habe zwei gute WG-Besichtigungstermine verpasst (war nicht da)

- ich hab meine Chance mit einem netten Mädel nach Amsterdam zu fahren verpasst

Hm...ah *wegrenn*

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