Mann und Frau - eine Geschichte, bitte um Einschätzung! (Neu: Umwege)
292 Antworten17'372 AufrufeGestartet von Miomei ·
@Grillcat: Ja, da ist wohl was wahres dran...ich weiss und sehe selber, dass ich wohl ein sehr "schwacher" Charakter in der Hinsicht bin. Merke aber auch anderseits, dass mich die Sache nun schon seit fast 4 Monaten körperlich und seelisch mitreisst.
Ich weiss nicht, ab wann man viel über Liebe weiss. Ich bin 25 und hatte so 3-4 Beziehungen, davon zwei längere - wo ich wirklich von Liebe sprach. Es kam dabei immer zuerst von den Frauen und ich habe dafür immer etwas länger gebraucht.
Aber ich weiss nicht, ob du meine Beziehung einschätzen kannst, ich kann sie ja auch nur von meiner Seite einschätzen und für mich war es eine sehr intensive Beziehung, trotz Ferne. Vielleicht war meine Ex aber auch noch nicht so erfahren genug, denn sie hat immer von Hoffnung und Liebe gesprochen? Wie soll ich mir da nicht selber leid tun, wenn etwas passiert was ich nicht beeinflussen kann? Wenn ich nicht das Arschloch oder der Egoist war? Ich meine es mit einem "Tja, da habe ich wohl Pech gehabt" abzuhaken...das wärs natürlich.
Ich sehe mein Problem genauso - das ich nicht über den Verlust drüber hinwegkomme. Mein Kumpel wäscht mir da schon regelmässig den Kopf - ich finde irgendwie nicht den Weg, denn dadurch das wir viele Gemeinsamkeiten hatten, gibt es nicht mehr viel was ich "nur" für mich zur Zeit machen kann...bin da auch ein Mensch der gerne mit anderen zusammen Dinge und Emotionen erlebt....z.B. finde ich es toll, wenn mein Gegenüber auch meine Art Film (usw) toll findet...man fühlt sich dann so als Einheit. Nungut, Tipps fürs Hinwegkommen werden gerne entgegengenommen? Oftmals wird eine Negativliste empfohlen, aber was schreibe ich da außer "Notbremse" hinein?
"obwohl sie einfach nur für sich die Notbremse gezogen hat" --> das klingt ganz schön hart und schmerzt, trifft es wohl aber gut. Ist trotzdem schwierig zu verstehen, da SIE mich noch DREI Wochen vor dem Ende selber sehr oft angesprochen hat, nun doch endlich dieses Auslandssemester zu organisieren!!!!
Nach dem "Warum" soll man nicht fragen, aber es geht ganz leicht. Manchmal ist Schmerz in dem Moment eine Art "Erlöser", aber leider macht er den Kopf nicht frei.
Ich denke ich heroisiere beides, denn sie hatte Dinge, die ich gerne selber hätte und Dinge die ich mir an einem Partner wünsche. Und warum nennt man es "heroisieren"? Ich meine ich rede doch nur von der Realität in der Hinsicht, was sie machte,wusste und konnte? Der Traum war eher, dass ich dachte, ich hätte das für immer und ein Riesenglück damit im Leben.
Du meinst also, ich sollte mir mal Gedanken darüber machen, ob es überhaupt Liebe war? Hm, woran erkennt man, ob es Liebe war, denn ich sehr hier viele Paare ziemlich plötzlich auseinanderbrechen - war bei denen allen keine Liebe vorhanden? Kann es ein Jahr lang "nur" Verliebtheit sein - gerade auch über Distanz? Bin ich zu naiv an eine Liebe zu glauben? Selbst wenn es keine Liebe war, dann frage ich mich ja, wo es scheiterte sich zu entwickeln?
Jaja, ich höre dich nun sagen: "Akzeptieren, nicht nachfragen". Grillcat, warst du schonmal in so einer Situation gewesen? Es hängt immer von der Ausgangssituation und Menschen ab, ob man es gut oder schlecht kann.
Vielen Dank nochmal für deine Antwort
Miomei
PS: Nun ist es passiert und sie ist mir über den Weg gelaufen. Habe sie nur begrüsst und konnte ihr kaum in die Augen schauen. Mir gings dannach schon ziemlich mies dabei (gezittert)....neeee
Ich weiss nicht, ab wann man viel über Liebe weiss. Ich bin 25 und hatte so 3-4 Beziehungen, davon zwei längere - wo ich wirklich von Liebe sprach. Es kam dabei immer zuerst von den Frauen und ich habe dafür immer etwas länger gebraucht.
Aber ich weiss nicht, ob du meine Beziehung einschätzen kannst, ich kann sie ja auch nur von meiner Seite einschätzen und für mich war es eine sehr intensive Beziehung, trotz Ferne. Vielleicht war meine Ex aber auch noch nicht so erfahren genug, denn sie hat immer von Hoffnung und Liebe gesprochen? Wie soll ich mir da nicht selber leid tun, wenn etwas passiert was ich nicht beeinflussen kann? Wenn ich nicht das Arschloch oder der Egoist war? Ich meine es mit einem "Tja, da habe ich wohl Pech gehabt" abzuhaken...das wärs natürlich.
Ich sehe mein Problem genauso - das ich nicht über den Verlust drüber hinwegkomme. Mein Kumpel wäscht mir da schon regelmässig den Kopf - ich finde irgendwie nicht den Weg, denn dadurch das wir viele Gemeinsamkeiten hatten, gibt es nicht mehr viel was ich "nur" für mich zur Zeit machen kann...bin da auch ein Mensch der gerne mit anderen zusammen Dinge und Emotionen erlebt....z.B. finde ich es toll, wenn mein Gegenüber auch meine Art Film (usw) toll findet...man fühlt sich dann so als Einheit. Nungut, Tipps fürs Hinwegkommen werden gerne entgegengenommen? Oftmals wird eine Negativliste empfohlen, aber was schreibe ich da außer "Notbremse" hinein?
"obwohl sie einfach nur für sich die Notbremse gezogen hat" --> das klingt ganz schön hart und schmerzt, trifft es wohl aber gut. Ist trotzdem schwierig zu verstehen, da SIE mich noch DREI Wochen vor dem Ende selber sehr oft angesprochen hat, nun doch endlich dieses Auslandssemester zu organisieren!!!!
Nach dem "Warum" soll man nicht fragen, aber es geht ganz leicht. Manchmal ist Schmerz in dem Moment eine Art "Erlöser", aber leider macht er den Kopf nicht frei.
Ich denke ich heroisiere beides, denn sie hatte Dinge, die ich gerne selber hätte und Dinge die ich mir an einem Partner wünsche. Und warum nennt man es "heroisieren"? Ich meine ich rede doch nur von der Realität in der Hinsicht, was sie machte,wusste und konnte? Der Traum war eher, dass ich dachte, ich hätte das für immer und ein Riesenglück damit im Leben.
Du meinst also, ich sollte mir mal Gedanken darüber machen, ob es überhaupt Liebe war? Hm, woran erkennt man, ob es Liebe war, denn ich sehr hier viele Paare ziemlich plötzlich auseinanderbrechen - war bei denen allen keine Liebe vorhanden? Kann es ein Jahr lang "nur" Verliebtheit sein - gerade auch über Distanz? Bin ich zu naiv an eine Liebe zu glauben? Selbst wenn es keine Liebe war, dann frage ich mich ja, wo es scheiterte sich zu entwickeln?
Jaja, ich höre dich nun sagen: "Akzeptieren, nicht nachfragen". Grillcat, warst du schonmal in so einer Situation gewesen? Es hängt immer von der Ausgangssituation und Menschen ab, ob man es gut oder schlecht kann.
Vielen Dank nochmal für deine Antwort
Miomei
PS: Nun ist es passiert und sie ist mir über den Weg gelaufen. Habe sie nur begrüsst und konnte ihr kaum in die Augen schauen. Mir gings dannach schon ziemlich mies dabei (gezittert)....neeee
Hallo Miomei,
so, jetzt komme ich auch mal dazu dir zu antworten. Du hattest mir ja schon mal persönliche Nachrichten geschrieben. Aber ich finde hier in deinem Thread ist einiges noch viel klarer geworden.
Vielleicht kann ich dir mal etwas über die andere Seite erzählen, über ihre Sicht. Ich kenne sie natürlich nicht, aber das, was du hier beschreibst, kommt mir doch sehr bekannt vor. Und ich war damals in der Position deiner Freundin. Ich bin nicht stolz drauf, aber ich konnte damals nicht anders.
Ich habe meinen damaligen Freund in meiner ersten Studiumswoche kennengelernt. Es hat sofort gefunkt und wenige Tage später waren wir zusammen. Alles passte perferkt. Wir hatten ähnliche Interessen und konnten doch noch viel voneinander lernen. Wir verbrachten quasi Tag und Nacht zusammen und hatten eine wunderschöne Zeit. Wir selbst und alle anderen hielten uns für das perfekte Paar und wir waren quasi eins. Und dann ging er nach Spanien, Auslandsjahr, sein grosser Traum.
Ich bin in ein RIESENloch gefallen. Es war die Hölle. Ich habe gelitten wie ein Tier. Damals war das telefonieren ins Ausland noch irre teuer und so konnten wir uns nicht mehr austauschen wie bisher. Und ich merkte, dass wir vorher nicht quasi eins waren, sondern wir waren eins. Und nun fehlte mir eine Hälfte. Er hat alles getan, um meinen Schmerz zu lindern, war so gut er irgendwie konnte für mich da. Hat irre viel Geld für's telefonieren ausgegeben, ist mitten in der Nacht noch in die Telefonzelle um mich anzurufen und und und. Aber all das half mir nur vorüber gehend. Kaum einer hat in der Zeit verstanden, wie ich gelitten habe. Ich war echt am Boden und dachte, das Leben hört auf.
Aber so nach und nach wurde es besser. Ich unternahm viel, lernte neue Leute kennen und andere Leute viel besser, für die ich vorher keine Zeit gehabt hatte. Und so nach und nach wie nach einem Beziehungsende ging es mir wieder besser. Und irgendwann verliebte ich mich in einen anderen. Aber auch der wollte nichts von mir wissen. Ich habe mich dennoch von meinem damaligen Freund getrennt. Und so unglaublich sich das jetzt für dich anhört. Im Endeffekt haben wir beide davon profitiert.
Warum? Nun, zum einen habe ich festgestellt, dass ich in dieser Beziehung wirklich zu sehr abhängig war und er ebenfalls, auch wenn das nach aussen nicht so aussah. Er war meine erste grosse Liebe aber das symbiotische an unserer Beziehung war ganz und gar nicht gut. Ich liebe auch heute noch mit Haut und Haaren und ganzer Kraft, aber ich gebe mich nicht mehr auf für eine Beziehung. Mir ist heute wichtig, dass es neben dem wir immer noch zwei dus gibt. Ich bin in der Zeit vor der Trennung und danach ein Stück erwachsen geworden. Hätte es diese Phase in meinem Leben nicht gegeben, dann wäre ich heute ein ganz anderer Mensch und sicher kein besserer. Sie war wichtig für mich und wird auch wichtig für deine Ex sein.
Aber sie war auch wichtig für meinen Ex. Auch er hat gelernt, dass zu grosse Abhängigkeit nicht gut tut. Dass es wichtig ist viel zu geben, dass er aber auch Grenzen setzen muss. Dass er Ansprüche stellen darf und soll. Er war immer der Gebende und der Nachgiebige. Ich hatte quais Narrenfreiheit bei ihm. Und ehrlich gesagt, war das der letztendliche Grund für die Trennung. Ich habe nicht geglaubt, dass die neue, selbständige Eryn und der alte xx noch zusammen passten. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie unsere Beziehung noch funktionieren sollte. Das hat er irgendwann verstanden. Aber er hat sehr, sehr lange gelitten. Und auch er war wie du im Ausland, vermisste seine Freunde und hatte nur oberflächliche Bekannte. Immerhin war ich weit weg, aber ansonsten ging es ihm wie dir. (Und seien wir doch mal ehrlich: Auslandssemester sind am Anfang immer ätzend und wenn dann noch Liebeskummer hinzukommt ist es die Hölle.) Aber er hat sich durchgebissen. Und das hat ihm viel gegeben. Er ist selbstbewusster geworden und auch erwachsener. Und heute sagt er selbst, dass die Zeit wichtig und gut für ihn war.
Woher ich das weiss: Nun, für uns gab es noch einmal eine Fortsetzung. Wir haben uns ein Jahr nach dem ganzen wieder getroffen und wurden gute Freunde. Irgendwann verliebten wir uns wieder und waren dann noch mal 2 Jahre zusammen. Das war die Fernbeziehung, von der ich dir erzählt habe. Sie ist daran gescheitert, dass er immer noch nicht fähig war, wirklich wichtige Konflikte mit mir auszutragen. Es fällt ihm immer noch schwer, rechtzeitig Grenzen zu ziehen. Wenn es auch viel besser geworden ist, was nicht zuletzt an dieser Trennungszeit lag, die ich beschrieben habe. Und heute: nun, ich bin hier wegen Liebeskummer wegen eines anderen. Er hingegen ist glücklich mit einer sehr netten Frau. Wir telefonieren noch regelmässig miteinander, womit seine Freundin zum Glück kein Problem hat. Unsere bewegte Vergangenheit hat uns zusammengeschweisst und er ist nach wie vor der Mensch, der mich am besten kennt und dem ich bedingungslos vertraue. Alles in allem war es also gar nicht so sinnlos, auch wenn wir - und vor allem er - lange gebraucht haben, um herauszufinden, wofür es gut war.
Ich weiss nicht, ob dir mein Roman hier hilft. Ich hoffe doch, denn so kann ich dir auch mal die andere Seite aufzeigen. Ich weiss, dass du gerade durch die Hölle gehst und das tut mir sehr leid für dich. Aber es wird besser, versprochen. Und irgendwann wirst du diese Zeit als eine wichtige in deinem Leben verbuchen und nach vorne blicken. Bis dahin lass dich aber mal ganz feste drücken :trost: :trost: :trost:
Liebe Grüsse Eryn
so, jetzt komme ich auch mal dazu dir zu antworten. Du hattest mir ja schon mal persönliche Nachrichten geschrieben. Aber ich finde hier in deinem Thread ist einiges noch viel klarer geworden.
Vielleicht kann ich dir mal etwas über die andere Seite erzählen, über ihre Sicht. Ich kenne sie natürlich nicht, aber das, was du hier beschreibst, kommt mir doch sehr bekannt vor. Und ich war damals in der Position deiner Freundin. Ich bin nicht stolz drauf, aber ich konnte damals nicht anders.
Ich habe meinen damaligen Freund in meiner ersten Studiumswoche kennengelernt. Es hat sofort gefunkt und wenige Tage später waren wir zusammen. Alles passte perferkt. Wir hatten ähnliche Interessen und konnten doch noch viel voneinander lernen. Wir verbrachten quasi Tag und Nacht zusammen und hatten eine wunderschöne Zeit. Wir selbst und alle anderen hielten uns für das perfekte Paar und wir waren quasi eins. Und dann ging er nach Spanien, Auslandsjahr, sein grosser Traum.
Ich bin in ein RIESENloch gefallen. Es war die Hölle. Ich habe gelitten wie ein Tier. Damals war das telefonieren ins Ausland noch irre teuer und so konnten wir uns nicht mehr austauschen wie bisher. Und ich merkte, dass wir vorher nicht quasi eins waren, sondern wir waren eins. Und nun fehlte mir eine Hälfte. Er hat alles getan, um meinen Schmerz zu lindern, war so gut er irgendwie konnte für mich da. Hat irre viel Geld für's telefonieren ausgegeben, ist mitten in der Nacht noch in die Telefonzelle um mich anzurufen und und und. Aber all das half mir nur vorüber gehend. Kaum einer hat in der Zeit verstanden, wie ich gelitten habe. Ich war echt am Boden und dachte, das Leben hört auf.
Aber so nach und nach wurde es besser. Ich unternahm viel, lernte neue Leute kennen und andere Leute viel besser, für die ich vorher keine Zeit gehabt hatte. Und so nach und nach wie nach einem Beziehungsende ging es mir wieder besser. Und irgendwann verliebte ich mich in einen anderen. Aber auch der wollte nichts von mir wissen. Ich habe mich dennoch von meinem damaligen Freund getrennt. Und so unglaublich sich das jetzt für dich anhört. Im Endeffekt haben wir beide davon profitiert.
Warum? Nun, zum einen habe ich festgestellt, dass ich in dieser Beziehung wirklich zu sehr abhängig war und er ebenfalls, auch wenn das nach aussen nicht so aussah. Er war meine erste grosse Liebe aber das symbiotische an unserer Beziehung war ganz und gar nicht gut. Ich liebe auch heute noch mit Haut und Haaren und ganzer Kraft, aber ich gebe mich nicht mehr auf für eine Beziehung. Mir ist heute wichtig, dass es neben dem wir immer noch zwei dus gibt. Ich bin in der Zeit vor der Trennung und danach ein Stück erwachsen geworden. Hätte es diese Phase in meinem Leben nicht gegeben, dann wäre ich heute ein ganz anderer Mensch und sicher kein besserer. Sie war wichtig für mich und wird auch wichtig für deine Ex sein.
Aber sie war auch wichtig für meinen Ex. Auch er hat gelernt, dass zu grosse Abhängigkeit nicht gut tut. Dass es wichtig ist viel zu geben, dass er aber auch Grenzen setzen muss. Dass er Ansprüche stellen darf und soll. Er war immer der Gebende und der Nachgiebige. Ich hatte quais Narrenfreiheit bei ihm. Und ehrlich gesagt, war das der letztendliche Grund für die Trennung. Ich habe nicht geglaubt, dass die neue, selbständige Eryn und der alte xx noch zusammen passten. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie unsere Beziehung noch funktionieren sollte. Das hat er irgendwann verstanden. Aber er hat sehr, sehr lange gelitten. Und auch er war wie du im Ausland, vermisste seine Freunde und hatte nur oberflächliche Bekannte. Immerhin war ich weit weg, aber ansonsten ging es ihm wie dir. (Und seien wir doch mal ehrlich: Auslandssemester sind am Anfang immer ätzend und wenn dann noch Liebeskummer hinzukommt ist es die Hölle.) Aber er hat sich durchgebissen. Und das hat ihm viel gegeben. Er ist selbstbewusster geworden und auch erwachsener. Und heute sagt er selbst, dass die Zeit wichtig und gut für ihn war.
Woher ich das weiss: Nun, für uns gab es noch einmal eine Fortsetzung. Wir haben uns ein Jahr nach dem ganzen wieder getroffen und wurden gute Freunde. Irgendwann verliebten wir uns wieder und waren dann noch mal 2 Jahre zusammen. Das war die Fernbeziehung, von der ich dir erzählt habe. Sie ist daran gescheitert, dass er immer noch nicht fähig war, wirklich wichtige Konflikte mit mir auszutragen. Es fällt ihm immer noch schwer, rechtzeitig Grenzen zu ziehen. Wenn es auch viel besser geworden ist, was nicht zuletzt an dieser Trennungszeit lag, die ich beschrieben habe. Und heute: nun, ich bin hier wegen Liebeskummer wegen eines anderen. Er hingegen ist glücklich mit einer sehr netten Frau. Wir telefonieren noch regelmässig miteinander, womit seine Freundin zum Glück kein Problem hat. Unsere bewegte Vergangenheit hat uns zusammengeschweisst und er ist nach wie vor der Mensch, der mich am besten kennt und dem ich bedingungslos vertraue. Alles in allem war es also gar nicht so sinnlos, auch wenn wir - und vor allem er - lange gebraucht haben, um herauszufinden, wofür es gut war.
Ich weiss nicht, ob dir mein Roman hier hilft. Ich hoffe doch, denn so kann ich dir auch mal die andere Seite aufzeigen. Ich weiss, dass du gerade durch die Hölle gehst und das tut mir sehr leid für dich. Aber es wird besser, versprochen. Und irgendwann wirst du diese Zeit als eine wichtige in deinem Leben verbuchen und nach vorne blicken. Bis dahin lass dich aber mal ganz feste drücken :trost: :trost: :trost:
Liebe Grüsse Eryn
Danke Eryn schöner Text, aber sehr traurig zugleich. Das doofe ist wohl, dass beide zwar aus der Sache gelernt haben, aber das der Schmerz nicht gleichmässig verteilt war (er hat ungleich mehr gelitten bzw. ist das bei mir nun so - sie hat 2 Monate gelitten und ich komme da schon weit drüber und sehe noch kein Ende)...
Ich weiss nicht, ob ich meiner Ex Narrenfreiheit ließ - habe auch alles für sie getan, das stimmt, aber sie konnte nicht alles machen bzw. hatte ich in der Zeit bei Entscheidungen eher die Zügel in der Hand - doch sie konnte eins gut - mich schnell gehen lassen...die "Notbremse" ziehen....während ich halt immer dachte, bei Problemen sollte miteinander reden.
Ich hoffe wirklich, wirklich das ich mal die gleiche Sicht wie dein Ex habe und der Schmerz sich einmal ausgleicht.
Danke für deine Sicht auf die Dinge...für heute verbuche ich den Tag als kleinen Rückschlag und gehe traurig ins Bett :( . Immerhin habe ich es zum ersten Mal geschafft, nicht einer Bekannten hier in France davon zu erzählen, als sie sah das es mir mies ging.
Fällt mir nur noch ein Zitat ein:
"In der absoluten Not gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur den Weg, der einen Besserung bringt"
Der Miomei
Ich weiss nicht, ob ich meiner Ex Narrenfreiheit ließ - habe auch alles für sie getan, das stimmt, aber sie konnte nicht alles machen bzw. hatte ich in der Zeit bei Entscheidungen eher die Zügel in der Hand - doch sie konnte eins gut - mich schnell gehen lassen...die "Notbremse" ziehen....während ich halt immer dachte, bei Problemen sollte miteinander reden.
Ich hoffe wirklich, wirklich das ich mal die gleiche Sicht wie dein Ex habe und der Schmerz sich einmal ausgleicht.
Danke für deine Sicht auf die Dinge...für heute verbuche ich den Tag als kleinen Rückschlag und gehe traurig ins Bett :( . Immerhin habe ich es zum ersten Mal geschafft, nicht einer Bekannten hier in France davon zu erzählen, als sie sah das es mir mies ging.
Fällt mir nur noch ein Zitat ein:
"In der absoluten Not gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur den Weg, der einen Besserung bringt"
Der Miomei
Hallo Miomei,
deine Geschichte ist sehr berührend und es tut mir so leid zu lesen, wie sehr du unter den Ereignissen leidest in der denkbar ungünstigsten Situation. :trost:
Über die Definition von Liebe lässt sich ja bekanntlich lange diskutieren: ob sie sich nun erst entwickeln muss, ob sie Stadien von Verliebtheit durchlaufen muss oder ob sie auch nach kurzer Zeit und selbst in der Ferne so heftig und leidenschaftlich sein kann, wird wohl sehr unterschiedlich und von jedem anders erlebt werden, hier gibt es keine Richtlinie.
Dass dein Schmerz der schlimmste ist, den man fühlen kann, das weiß ich. Ob dir meine Worte ein Trost sein können, weiß ich nun nicht, aber eines fiel mir an deiner Geschichte besonders deutlich auf:
So sehr dir heute nach der Trennung eure Gemeinsamkeiten auffallen mögen, es gab doch einen entscheidenden Unterschied zwischen euch, der -meiner Meinung nach- auch unweigerlich zur Trennung führen musste: euer unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe.
Oft weiß man es gar nicht, denn die Wahrheit erlebt man nur in Krisenzeiten. Dass sie dich so sehr vermisste und sich deine Nähe wünschte, während du die räumliche Trennung besser ertragen konntest, weil du wusstest, sie ist befristet: hier zeigen sich die unterschiedlichen Wünsche und Ansprüche an eine liebevolle Verbindung.
Deine Freundin ertrug es nicht, diese Nähe zu entbehren und suchte sie daher bei einem anderen. Dass sie dann den Kontakt zu dir abbrach, als sie den anderen Freund hatte, zeigt wie absolut sie ist: immer nur den oder keinen.
Es ist eine grundlegende Haltung, wie viel Nähe jemand braucht, erwartet und voraussetzt. Wenn hier die Unterschiede groß sind, wird es früher oder später zum Problem. Dass es bei euch beiden Liebe war, bezweifle ich nicht. Aber Liebe ist nur eine Voraussetzung für eine freudvolle Beziehung, die eine Bereicherung ist. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle und so auch die Intensität des Nähe- und des Distanzbedürfnisses.
Es ist ein schwacher Trost, wenn ich dir sage, dass es zwischen euch auf Dauer ohnehin nicht geklappt hätte, auch wenn die Voraussetzungen optimaler gewesen wären, ich weiß und das tut mir auch leid.
Was ich eher damit sagen wollte, war: wenn du erkennen kannst, dass sie nicht "die Richtige" für dich war, fällt es dir vll leichter die Trennung zu akzeptieren. Denn irgendwo da draußen gibt es die Richtige, die ähnlich fühlt und ähnlich denkt wie du, und die die Welt mit deinen Augen sehen kann, mit viel Geduld und Zuversicht wirst du ihr noch begegnen.
Alles Gute für dich :trost:
deine Geschichte ist sehr berührend und es tut mir so leid zu lesen, wie sehr du unter den Ereignissen leidest in der denkbar ungünstigsten Situation. :trost:
Über die Definition von Liebe lässt sich ja bekanntlich lange diskutieren: ob sie sich nun erst entwickeln muss, ob sie Stadien von Verliebtheit durchlaufen muss oder ob sie auch nach kurzer Zeit und selbst in der Ferne so heftig und leidenschaftlich sein kann, wird wohl sehr unterschiedlich und von jedem anders erlebt werden, hier gibt es keine Richtlinie.
Dass dein Schmerz der schlimmste ist, den man fühlen kann, das weiß ich. Ob dir meine Worte ein Trost sein können, weiß ich nun nicht, aber eines fiel mir an deiner Geschichte besonders deutlich auf:
So sehr dir heute nach der Trennung eure Gemeinsamkeiten auffallen mögen, es gab doch einen entscheidenden Unterschied zwischen euch, der -meiner Meinung nach- auch unweigerlich zur Trennung führen musste: euer unterschiedliches Bedürfnis nach Nähe.
Oft weiß man es gar nicht, denn die Wahrheit erlebt man nur in Krisenzeiten. Dass sie dich so sehr vermisste und sich deine Nähe wünschte, während du die räumliche Trennung besser ertragen konntest, weil du wusstest, sie ist befristet: hier zeigen sich die unterschiedlichen Wünsche und Ansprüche an eine liebevolle Verbindung.
Deine Freundin ertrug es nicht, diese Nähe zu entbehren und suchte sie daher bei einem anderen. Dass sie dann den Kontakt zu dir abbrach, als sie den anderen Freund hatte, zeigt wie absolut sie ist: immer nur den oder keinen.
Es ist eine grundlegende Haltung, wie viel Nähe jemand braucht, erwartet und voraussetzt. Wenn hier die Unterschiede groß sind, wird es früher oder später zum Problem. Dass es bei euch beiden Liebe war, bezweifle ich nicht. Aber Liebe ist nur eine Voraussetzung für eine freudvolle Beziehung, die eine Bereicherung ist. Da spielen so viele Faktoren eine Rolle und so auch die Intensität des Nähe- und des Distanzbedürfnisses.
Es ist ein schwacher Trost, wenn ich dir sage, dass es zwischen euch auf Dauer ohnehin nicht geklappt hätte, auch wenn die Voraussetzungen optimaler gewesen wären, ich weiß und das tut mir auch leid.
Was ich eher damit sagen wollte, war: wenn du erkennen kannst, dass sie nicht "die Richtige" für dich war, fällt es dir vll leichter die Trennung zu akzeptieren. Denn irgendwo da draußen gibt es die Richtige, die ähnlich fühlt und ähnlich denkt wie du, und die die Welt mit deinen Augen sehen kann, mit viel Geduld und Zuversicht wirst du ihr noch begegnen.
Alles Gute für dich :trost:
Dein Posting spricht ganz bestimmt wahre Fakten an. Denn ich war zwar weit weg, dachte aber immer, dass ich jmd. habe der für mich da ist, auch wenn er weit weg war. Sie lebte da eher für den Moment. Ich weiss noch, wie ich mir damals Vorwürfe machte, weil ich unseren Urlaub in der Zeit verschoben habe und sie sich dann genau in der Zeit von mir trennte, aber zu der Zeit sprach sie noch von: "Ich muss und werde das durchhalten"...und ich, naiv und verliebt wie ich war, glaubte das.
also doch zur falschen Zeit am falschen Ort, lisabel ... hm? Weiss nicht ob das ein Trost für mich ist ...hm...denn wenn ich das gewusst hätte, hätte ich wohl in Erwägung gezogen zu ihr zu kommen...bzw. mein zukünftige oder auch damalige Entwicklung für sie nach France verlegt...soviel war sie mir wert. Das Ganze stellte sich aber erst zu spät heraus. Vielleicht war es auch nur eine Phase von mir, weil ihr Vater verstorben war oder sie sich nicht dort arrangiert hat...die Überlegungen bringen nix, streifen aber trotzdem in meiner Gedankenwelt herum
Das komische ist eher, dass sie nun alleine klar kommen muss, nur halt niemanden vermisst...aber in einer Beziehung dsw. leidet...huch, verrückte Welt.
Bei einer zukünftigen Beziehung frage ich mich eher, ob die nochmal in so eine krasse Trennungsphase kommen wird, da mein Auslandssemester in Osteuropa schon einmalig war...
Danke für die lieben Kommentare...
der Miomei
also doch zur falschen Zeit am falschen Ort, lisabel ... hm? Weiss nicht ob das ein Trost für mich ist ...hm...denn wenn ich das gewusst hätte, hätte ich wohl in Erwägung gezogen zu ihr zu kommen...bzw. mein zukünftige oder auch damalige Entwicklung für sie nach France verlegt...soviel war sie mir wert. Das Ganze stellte sich aber erst zu spät heraus. Vielleicht war es auch nur eine Phase von mir, weil ihr Vater verstorben war oder sie sich nicht dort arrangiert hat...die Überlegungen bringen nix, streifen aber trotzdem in meiner Gedankenwelt herum
Das komische ist eher, dass sie nun alleine klar kommen muss, nur halt niemanden vermisst...aber in einer Beziehung dsw. leidet...huch, verrückte Welt.
Bei einer zukünftigen Beziehung frage ich mich eher, ob die nochmal in so eine krasse Trennungsphase kommen wird, da mein Auslandssemester in Osteuropa schon einmalig war...
Danke für die lieben Kommentare...
der Miomei
Ja, genau das meinte ich, Miomei:
wenn du es gewusst hättest, dass sie die Nähe braucht -du hast einmal geschrieben, du hieltest es für Liebeserklärungen, dabei wollte sie eher, dass es ihr gut geht- wenn du es also gewusst hättest, dann hättest du dich anders verhalten.
Aber genau das würde ich als Fehler ansehen, auf Dauer betrachtet und mit dem Abstand des Außenstehenden.
Denn was hättest du gemacht -verliebt und kompromissbereit und nachsichtig und bemüht, wie du warst? Du hättest dich nach ihr gerichtet, nachgegeben, aber wo wären deine Bedürfnisse geblieben?
Wenn man verliebt ist, ist man gern bereit, für den anderen so manches aufzugeben, und sieht dann oft zu spät, dass man sich selbst aufgibt.
Sich verstellen zu müssen, seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellen zu müssen, um den anderen halten zu können, kann auf Dauer keine befriedigende Beziehung sein. Nur wenn man authentisch leben darf und auch so angenommen wird, wie man tatsächlich ist, kann ein gemeinsames Leben eine Bereicherung sein. Daran halte ich fest, vll bin ich ja naiv. Aber ich glaube daran, dass es für jeden einen Menschen gibt, der "passt", der ähnlich ist und ähnlich denkt und vor allem: der versteht.
Alles Liebe wünscht
wenn du es gewusst hättest, dass sie die Nähe braucht -du hast einmal geschrieben, du hieltest es für Liebeserklärungen, dabei wollte sie eher, dass es ihr gut geht- wenn du es also gewusst hättest, dann hättest du dich anders verhalten.
Aber genau das würde ich als Fehler ansehen, auf Dauer betrachtet und mit dem Abstand des Außenstehenden.
Denn was hättest du gemacht -verliebt und kompromissbereit und nachsichtig und bemüht, wie du warst? Du hättest dich nach ihr gerichtet, nachgegeben, aber wo wären deine Bedürfnisse geblieben?
Wenn man verliebt ist, ist man gern bereit, für den anderen so manches aufzugeben, und sieht dann oft zu spät, dass man sich selbst aufgibt.
Sich verstellen zu müssen, seine eigenen Bedürfnisse hinten anstellen zu müssen, um den anderen halten zu können, kann auf Dauer keine befriedigende Beziehung sein. Nur wenn man authentisch leben darf und auch so angenommen wird, wie man tatsächlich ist, kann ein gemeinsames Leben eine Bereicherung sein. Daran halte ich fest, vll bin ich ja naiv. Aber ich glaube daran, dass es für jeden einen Menschen gibt, der "passt", der ähnlich ist und ähnlich denkt und vor allem: der versteht.
Alles Liebe wünscht
..du hast Recht Isabel, meine Ex dachte auch immer so und hat mich dsw. unterstützt ins Ausland zu gehen. Sie hat immer gesagt, dass ich das machen sollte und sie auf mich warten wird. Leider hat sie mir es dann später gleichzeitig unmöglich gemacht, so dass ich nicht mehr viel davon hatte...makaber oder?
Ich soll nicht nur das Gute sehen, aber so wie es von einigen hier rüberkommt, ist das was sie machte auch menschlich...so hat keiner hier eine Schuld? Auch ne blöde Sache...
Ich sehe es hoffentlich bald den Nutzen. Bin auch etwas gespannt, was noch für ne bessere Frau kommen soll, wenn ich mit meiner Ex schon so auf einer Wellenlänge lag..wenn es denn wirklich dann an der Distanz lag - traurig. Geb mir selber gerade Zeit bis Silvester abzuschliessen! Gooo
Ein schönes Zitat zum Schluss:
"Sanft scheint das Licht durch die Tore der Gnade hinunter auf mich, um auch diese Nacht wieder ruhelose Seelen zu belügen, obwohl sie es wissen. Das heilt Wunden und erhellt diese endlose Dunkelheit."
Miomei
Ich soll nicht nur das Gute sehen, aber so wie es von einigen hier rüberkommt, ist das was sie machte auch menschlich...so hat keiner hier eine Schuld? Auch ne blöde Sache...
Ich sehe es hoffentlich bald den Nutzen. Bin auch etwas gespannt, was noch für ne bessere Frau kommen soll, wenn ich mit meiner Ex schon so auf einer Wellenlänge lag..wenn es denn wirklich dann an der Distanz lag - traurig. Geb mir selber gerade Zeit bis Silvester abzuschliessen! Gooo
Ein schönes Zitat zum Schluss:
"Sanft scheint das Licht durch die Tore der Gnade hinunter auf mich, um auch diese Nacht wieder ruhelose Seelen zu belügen, obwohl sie es wissen. Das heilt Wunden und erhellt diese endlose Dunkelheit."
Miomei
Lieber Miomei,
Heute schaffe ich es nicht mehr, Dir zu schreiben, jedenfalls nichts zum Thema. Meine Prüfung ist ja schon bald und ich bin sehr beschäftigt.
Daher schreibe ich Dir einfach, dass ich an Dich denke – das Licht scheint auf uns beide, und auf all die anderen einsamen Seelen hinunter und das verbindet uns, wir sind nicht alleine mit unserem Schmerz.
Eine Gute Nacht wünsche ich Dir, schlaf gut!
Deine Mariala
Heute schaffe ich es nicht mehr, Dir zu schreiben, jedenfalls nichts zum Thema. Meine Prüfung ist ja schon bald und ich bin sehr beschäftigt.
Daher schreibe ich Dir einfach, dass ich an Dich denke – das Licht scheint auf uns beide, und auf all die anderen einsamen Seelen hinunter und das verbindet uns, wir sind nicht alleine mit unserem Schmerz.
Eine Gute Nacht wünsche ich Dir, schlaf gut!
Deine Mariala
Hallo Miomei!
Gerade habe ich mich auch durch Deine ganze Geschichte gelesen. Und will erstmal sagen das ich gut verstehen kann wie Du Dich fuehlst. Wohl so wie Du bei dem Mädchen in der Telefonzelle, will Dich einfach in den Arm nehmen :trost:
Aber bei einigem was Du schreibst denke ich auch das Du versuchen solltest es mit anderen Augen zu sehen, naemlich das Du denkst es wäre besser gewesen Deinen Traum aufgegeben zu haben, gleich zu ihr gegangen zu sein. Aber wie schon Lisabel schreibt, wo wärst dann Du geblieben? Dein Traum? Denn vielleicht wäre es auch dann zu Ende gegangen, vielleicht nicht jetzt, vielleicht erst in zwei Jahren, das weiss niemand. Und vielleicht hätte es auch geklppt. Aber egal was geworden wäre aus Euch, Du hättest dann nie Deinen Traum gelebt, und glaube mir, das wäre nicht gut gewesen, auch das hätte die Beziehung belastet, denn er wäre immer da gewesen, unerfüllt. Zumindest wenn es bei Dir so ein Traum war wie mein Traum im Ausland zu studieren. Den ich verwirklicht habe, den mein (inzwischen) Ex-Freund auch immer unterstützt hat. Und ich denke genau das tut man wenn man jemanden liebt, man unterstützt das derjenige seine Träume lebt. Aber wirklich wissen ob man warten kann, das weiss niemand vorher. Ich denke also schon das sie Dich gelibet hat, nicht wie Grillcat, der das anzweifelt. Meinem Exfreund ging es dann auch ganz schlecht als ich weg war, so wie Eryn das schildete aus ihrer Geschichte. Damals war ich diejenige die noch ein Leben auserhalb der Beziehung hatte, mit Leuten aus der Uni wegging, aber er wollte nur mit mir zusammen sein, und auch wenn ich ihn immer ermuntert habe auch was mit anderen zu machen, er wollte nicht. Er war gluecklich nur mit mir. Und als ich weg war vermisste er mich sehr, mehr als ich mir das wohl wirklich vorstellen konnte. Denn ich lebte ja meinen Traum, hatte auch Glueck, traf gleich nette Leute, sprach auch die Sprache, ich rief ihn zwar an, aber nur so alle drei Tage, denn ich kam, so wie Du in Osteuropa, besser mir der Trennung auf Zeit klar, denn es war ja absehbar, er wuerde Weihnachten kommen, fuer einen Monat. Ihm ging es dann wohl aehnlich wie Eryn, obwohl ich das erst durch ihren Bericht so wirklich begriffen habe was bei ihm passiert ist, erst litt er, und dann lernte er doch endlich die Leute in seiner Uni kennen, unternahm was mit ihnen, ging weg. Mich freute das, denn es war schoen zu wissen das er nicht mehr nur rumsas und mich vermisst, aber er verliebte sich dann auch, in eine aus seiner neuen Clique. Die wollte allerdings auch was von ihm, anders als bei Eryn, und er kam Weihnachten, ohne vorher was zu sagen, und sagte es mir dann, das er sich in jemand anderen verliebt hat. Ich war so sauer, so verletzt, das er mich nicht gewarnt hat, mir noch drei Wochen vorher einen glühenden Liebesbrief schrieb, rote Rosen über Freunde an mich schickte, und mir das dann, wo ich mich so vorbehaltslos auf ihn gefreut hatte, eröffnete das er sich anderweitig verliebt hatte, einen Tag vor Weihnachten, ich ihn in meiner Wohnung hatte, nichtmal erstmal alleine sein konnte. Dann flog er wieder, nach einer Woche, und ich war verzweifelt. Genau wie bei Dir waren da all die Sachen die wir zusammen machen wollten, und ich machte sie nun allein. Es tat sehr weh. Aber nach zwei Wochen Elend habe ich mich irgendwie gefangen, mir vor Augen geführt das dies mein Traum war, meine Chance die nicht wiederkommen würde. Ich noch so viel zu erleben hatte (ich hatte noch 6 Monate da vor mir), erleben wollte. Ich wollte mir meinen Traum nicht von ihm zerstören lassen, auch wenn er ihn wohl geprägt hat, denn bis jetzt gerade (andere Geschichte) ging es mir noch nie so schlecht. Ich habe es damals geschaft die Trennung als Anlass zu nehmen meinen Traum erst recht zu leben, vielleicht aus Trotz, aber auch um nicht zuzulassen das ich es bereue. Denn niemand kann wissen ob es nicht auch zu einer Trennung gekommen wäre wenn ich nicht weggegangen wäre damals, meinen Traum für ihn auf Eis gelegt hätte. Nach diesem Auslandsjahr konnte ich nicht sagen das es das schönste meines Lebens war, aber ganz sicher das intensivste, und das in dem ich mich am besten selbst kennengelernt habe. Und daher ist es auf seine Weise das wichtigste Jahr in meinem Leben, das auch sehr viele schöne Erfahrungen beeinhaltet, trotz all dem Schmerz.
Wiso ich Dir das alles erzähle? Weil ich möchte das Du siehst das es richtig war das Du Deinen Traum mit Osteuropa gelebt hast. Und die Trennung geschah ja eher zum Ende hin wie ich das verstanden habe, oder? Dann solltest Du doch vorher eine schöne Zeit gehabt haben, oder? Eine in der Du Deinen Traum hast Wirklichkeit werden lassen. Und ich denke es ist ganz wichtig das Du das jetzt nicht vergisst. Denn Deine jetztige Situation ist natürlich sehr schwer, Du in ihrer Stadt, kannst kein Franzoesisch, kennst daher niemanden. Aber ich finde das Du wenigstens versuchen solltest dahin zu kommen das Du sagen kannst "Meinen Traum zu leben war schoen, war richtig", und nicht wie jetzt das sie es Dir unmöglich gemacht hat ihn zu geniessen, dadurch das sie sich von Dir getrennt hat. Denn natürlich hat sie Dir damit die Zeit auch sehr schwer gemacht, gerade im Ausland hat man ja meist niemanden der einen einfach so in den Arm nimmt, und das bräuchte man so sehr, aber Du hattest sicher schöne Zeiten davor, hast viel gelernt dort, oder? Und ich hoffe das Du auch noch aus der Zeit in Frankreich was gutes ziehen kannst, und wenn es ist das Du Dich sehr intensiv mit Dir selbst auseinander gesetzt hast.
Du hast sowas geschrieben "..es ärgert einen schon, dass sie nun unter meinen Schmerzen beziehungsreifer für einen anderen wird...". Das kann ich gut verstehen, mich ärgert zur Zeit wohl das gleiche, oder zumindest die Angst das es so sein könnte, ich aber nichts mehr davon habe unter Umständen. Aber ich denke auch DU bist noch reifer für die nächste Beziehung geworden, hast Dir viele Gedanken gemacht, einiges erkannt was Dir vorher nicht bewusst war. Diese Erkenntnisse werden auch Dir das nächste mal viel bringen, auch wenn ich weiss das es gerade kein Trost ist.....
Ich möchte Dir allgemein nur alles gute wünschen! Und versuche auch die guten Dinge zu sehen, so schwer es ist. Ich kann mir kaum vorstellen wie es ist jetzt bei ihr in der Stadt zu sein, eigentlich wegen ihr, aber versuche trotzdem es jetzt zu DEINEM Auslandsemester in Frankreich zu machen. Irgendwie. Das ist denke ich ganz wichtig.
Du hast ja hier schon sehr gute Ratgeber, mit Mariala und Lisabel, aber nachdem ich das alles gelesen habe wollte ich Dir von einem "Überlebenden des im Ausland ganz unerwartet Schluss gemacht werden" nur sagen das es wieder bergauf geht, irgendwann. Auch wenn man es sich nicht vorstellen kann.
Drücke Dich nochmal, :trost:
ocean
Gerade habe ich mich auch durch Deine ganze Geschichte gelesen. Und will erstmal sagen das ich gut verstehen kann wie Du Dich fuehlst. Wohl so wie Du bei dem Mädchen in der Telefonzelle, will Dich einfach in den Arm nehmen :trost:
Aber bei einigem was Du schreibst denke ich auch das Du versuchen solltest es mit anderen Augen zu sehen, naemlich das Du denkst es wäre besser gewesen Deinen Traum aufgegeben zu haben, gleich zu ihr gegangen zu sein. Aber wie schon Lisabel schreibt, wo wärst dann Du geblieben? Dein Traum? Denn vielleicht wäre es auch dann zu Ende gegangen, vielleicht nicht jetzt, vielleicht erst in zwei Jahren, das weiss niemand. Und vielleicht hätte es auch geklppt. Aber egal was geworden wäre aus Euch, Du hättest dann nie Deinen Traum gelebt, und glaube mir, das wäre nicht gut gewesen, auch das hätte die Beziehung belastet, denn er wäre immer da gewesen, unerfüllt. Zumindest wenn es bei Dir so ein Traum war wie mein Traum im Ausland zu studieren. Den ich verwirklicht habe, den mein (inzwischen) Ex-Freund auch immer unterstützt hat. Und ich denke genau das tut man wenn man jemanden liebt, man unterstützt das derjenige seine Träume lebt. Aber wirklich wissen ob man warten kann, das weiss niemand vorher. Ich denke also schon das sie Dich gelibet hat, nicht wie Grillcat, der das anzweifelt. Meinem Exfreund ging es dann auch ganz schlecht als ich weg war, so wie Eryn das schildete aus ihrer Geschichte. Damals war ich diejenige die noch ein Leben auserhalb der Beziehung hatte, mit Leuten aus der Uni wegging, aber er wollte nur mit mir zusammen sein, und auch wenn ich ihn immer ermuntert habe auch was mit anderen zu machen, er wollte nicht. Er war gluecklich nur mit mir. Und als ich weg war vermisste er mich sehr, mehr als ich mir das wohl wirklich vorstellen konnte. Denn ich lebte ja meinen Traum, hatte auch Glueck, traf gleich nette Leute, sprach auch die Sprache, ich rief ihn zwar an, aber nur so alle drei Tage, denn ich kam, so wie Du in Osteuropa, besser mir der Trennung auf Zeit klar, denn es war ja absehbar, er wuerde Weihnachten kommen, fuer einen Monat. Ihm ging es dann wohl aehnlich wie Eryn, obwohl ich das erst durch ihren Bericht so wirklich begriffen habe was bei ihm passiert ist, erst litt er, und dann lernte er doch endlich die Leute in seiner Uni kennen, unternahm was mit ihnen, ging weg. Mich freute das, denn es war schoen zu wissen das er nicht mehr nur rumsas und mich vermisst, aber er verliebte sich dann auch, in eine aus seiner neuen Clique. Die wollte allerdings auch was von ihm, anders als bei Eryn, und er kam Weihnachten, ohne vorher was zu sagen, und sagte es mir dann, das er sich in jemand anderen verliebt hat. Ich war so sauer, so verletzt, das er mich nicht gewarnt hat, mir noch drei Wochen vorher einen glühenden Liebesbrief schrieb, rote Rosen über Freunde an mich schickte, und mir das dann, wo ich mich so vorbehaltslos auf ihn gefreut hatte, eröffnete das er sich anderweitig verliebt hatte, einen Tag vor Weihnachten, ich ihn in meiner Wohnung hatte, nichtmal erstmal alleine sein konnte. Dann flog er wieder, nach einer Woche, und ich war verzweifelt. Genau wie bei Dir waren da all die Sachen die wir zusammen machen wollten, und ich machte sie nun allein. Es tat sehr weh. Aber nach zwei Wochen Elend habe ich mich irgendwie gefangen, mir vor Augen geführt das dies mein Traum war, meine Chance die nicht wiederkommen würde. Ich noch so viel zu erleben hatte (ich hatte noch 6 Monate da vor mir), erleben wollte. Ich wollte mir meinen Traum nicht von ihm zerstören lassen, auch wenn er ihn wohl geprägt hat, denn bis jetzt gerade (andere Geschichte) ging es mir noch nie so schlecht. Ich habe es damals geschaft die Trennung als Anlass zu nehmen meinen Traum erst recht zu leben, vielleicht aus Trotz, aber auch um nicht zuzulassen das ich es bereue. Denn niemand kann wissen ob es nicht auch zu einer Trennung gekommen wäre wenn ich nicht weggegangen wäre damals, meinen Traum für ihn auf Eis gelegt hätte. Nach diesem Auslandsjahr konnte ich nicht sagen das es das schönste meines Lebens war, aber ganz sicher das intensivste, und das in dem ich mich am besten selbst kennengelernt habe. Und daher ist es auf seine Weise das wichtigste Jahr in meinem Leben, das auch sehr viele schöne Erfahrungen beeinhaltet, trotz all dem Schmerz.
Wiso ich Dir das alles erzähle? Weil ich möchte das Du siehst das es richtig war das Du Deinen Traum mit Osteuropa gelebt hast. Und die Trennung geschah ja eher zum Ende hin wie ich das verstanden habe, oder? Dann solltest Du doch vorher eine schöne Zeit gehabt haben, oder? Eine in der Du Deinen Traum hast Wirklichkeit werden lassen. Und ich denke es ist ganz wichtig das Du das jetzt nicht vergisst. Denn Deine jetztige Situation ist natürlich sehr schwer, Du in ihrer Stadt, kannst kein Franzoesisch, kennst daher niemanden. Aber ich finde das Du wenigstens versuchen solltest dahin zu kommen das Du sagen kannst "Meinen Traum zu leben war schoen, war richtig", und nicht wie jetzt das sie es Dir unmöglich gemacht hat ihn zu geniessen, dadurch das sie sich von Dir getrennt hat. Denn natürlich hat sie Dir damit die Zeit auch sehr schwer gemacht, gerade im Ausland hat man ja meist niemanden der einen einfach so in den Arm nimmt, und das bräuchte man so sehr, aber Du hattest sicher schöne Zeiten davor, hast viel gelernt dort, oder? Und ich hoffe das Du auch noch aus der Zeit in Frankreich was gutes ziehen kannst, und wenn es ist das Du Dich sehr intensiv mit Dir selbst auseinander gesetzt hast.
Du hast sowas geschrieben "..es ärgert einen schon, dass sie nun unter meinen Schmerzen beziehungsreifer für einen anderen wird...". Das kann ich gut verstehen, mich ärgert zur Zeit wohl das gleiche, oder zumindest die Angst das es so sein könnte, ich aber nichts mehr davon habe unter Umständen. Aber ich denke auch DU bist noch reifer für die nächste Beziehung geworden, hast Dir viele Gedanken gemacht, einiges erkannt was Dir vorher nicht bewusst war. Diese Erkenntnisse werden auch Dir das nächste mal viel bringen, auch wenn ich weiss das es gerade kein Trost ist.....
Ich möchte Dir allgemein nur alles gute wünschen! Und versuche auch die guten Dinge zu sehen, so schwer es ist. Ich kann mir kaum vorstellen wie es ist jetzt bei ihr in der Stadt zu sein, eigentlich wegen ihr, aber versuche trotzdem es jetzt zu DEINEM Auslandsemester in Frankreich zu machen. Irgendwie. Das ist denke ich ganz wichtig.
Du hast ja hier schon sehr gute Ratgeber, mit Mariala und Lisabel, aber nachdem ich das alles gelesen habe wollte ich Dir von einem "Überlebenden des im Ausland ganz unerwartet Schluss gemacht werden" nur sagen das es wieder bergauf geht, irgendwann. Auch wenn man es sich nicht vorstellen kann.
Drücke Dich nochmal, :trost:
ocean
Hi!
Alles was hier gesagt wird, stimmt sicher, aber es hilft dir im Moment nicht weiter.
Du lebst in deinen Gedanken immer noch Situationen durch, die es so nicht gibt und auch nicht gegeben hat.
Sie war klug, sie war begabt, vielleicht sogar schön und alles hast du verloren!
Nur darum dreht es sich in deinem Kopf!
Aber hast du nicht eigentlich vielmehr gewonnen?
Sie hat gesagt, sie würde warten...hat sie nicht. Sie hat gesagt sie freut sich auf dein Auslandssemester....wahre Freude kann ich nicht endecken. Sie hat viele Gemeinsamkeiten ähnlich wie du empfunden.....empfindet sie das wirklich? Auch wenn sie sich in jemanden anders verliebt hat....ist sie so schlicht, dass sie nicht weiss wie es dir geht?
Du solltest dieses Kapitel einfach abschliessen, - ich weiss, es ist absolut nicht einfach -, aber du musst anfangen dir die wirklich wichtigen Fragen zu stellen.
Würdest Du mit einer solchen Frau, die Versprechungen nicht einhält und ihre Gefühle komplett abschalten kann, wirklich zusammen sein wollen?
Spass haben und Dinge gemeinsam machen können ist eine gute Sache, aber im echten Leben gibt es das nicht immer. Manchmal hängt man eben in einer Warteschleife und da zeigt es sich dann, ob wirklich etwas "dran" ist, ausser Spass und Spass. Zum Lieben gehört auch Leiden. Das scheint sie aber nicht zu können, darum frag dich einfach selbst, ob es das ist was du wolltest.
LG
Grillcat
PS Da werden noch andere Frauen kommen, begabter, hübscher und leidensfähiger. Da wird sich deine Liebe dann wirklich lohnen.
Alles was hier gesagt wird, stimmt sicher, aber es hilft dir im Moment nicht weiter.
Du lebst in deinen Gedanken immer noch Situationen durch, die es so nicht gibt und auch nicht gegeben hat.
Sie war klug, sie war begabt, vielleicht sogar schön und alles hast du verloren!
Nur darum dreht es sich in deinem Kopf!
Aber hast du nicht eigentlich vielmehr gewonnen?
Sie hat gesagt, sie würde warten...hat sie nicht. Sie hat gesagt sie freut sich auf dein Auslandssemester....wahre Freude kann ich nicht endecken. Sie hat viele Gemeinsamkeiten ähnlich wie du empfunden.....empfindet sie das wirklich? Auch wenn sie sich in jemanden anders verliebt hat....ist sie so schlicht, dass sie nicht weiss wie es dir geht?
Du solltest dieses Kapitel einfach abschliessen, - ich weiss, es ist absolut nicht einfach -, aber du musst anfangen dir die wirklich wichtigen Fragen zu stellen.
Würdest Du mit einer solchen Frau, die Versprechungen nicht einhält und ihre Gefühle komplett abschalten kann, wirklich zusammen sein wollen?
Spass haben und Dinge gemeinsam machen können ist eine gute Sache, aber im echten Leben gibt es das nicht immer. Manchmal hängt man eben in einer Warteschleife und da zeigt es sich dann, ob wirklich etwas "dran" ist, ausser Spass und Spass. Zum Lieben gehört auch Leiden. Das scheint sie aber nicht zu können, darum frag dich einfach selbst, ob es das ist was du wolltest.
LG
Grillcat
PS Da werden noch andere Frauen kommen, begabter, hübscher und leidensfähiger. Da wird sich deine Liebe dann wirklich lohnen.
Lieber Miomei,
Oh, Du hast aber viele Antworten bekommen! Da reihe ich mich doch gleich mal ein und versuche an unser Gespräch anzuknüpfen.
Etwas was Du geschrieben hast, hat mich aufhorchen lassen: Du schreibst, dass Du viele Eigenschaften an ihr geliebt hast, die Du bei Dir selbst vermisst hast. Genauso ging es mir auch, ich war überwältigt davon, wie interessiert mein Exfreund an vielen Dingen war und sein großes Wissen in manchen Bereichen hat mich sehr beeindruckt. Doch ich stand vor alledem, habe ihn bewundert und dabei ganz mein eigenes Ich vergessen, ich war damit zufrieden, dass ER all diese Eigenschaften in sich vereint und habe meine Ziele und Interessen vernachlässigt. Jetzt weiß ich, dass es ein großer Fehler ist, Teile seines Ichs praktisch in den anderen zu verlagern und sich mit seinen Erfolgen und seinen Interessen zufriedenzugeben. In uns steckt doch so viel Potential, uns stehen viele Wege offen, wenn wir nur möchten!
Du hast Recht, es ist nicht so, dass es die negativen Seiten des Expartners sind, die jetzt die positiven überwiegen – ich kenne seine negativen Seiten nach vier Jahren sehr gut und ich hatte mich schließlich ganz gut damit arrangiert. Der wirkliche Punkt ist, dass sie uns im Stich gelassen haben, dass sie keine Kraft und Energie in das einbringen konnten, was für uns beide das wichtigste im Leben zu sein scheint. Wie soll man so etwas akzeptieren können?
Ich habe meinem Exfreund gestern einen Brief geschrieben, den ich bis jetzt aber nicht abgeschickt habe. Ich weiß nicht, ob ich es jemals tun werde. Ich habe geschrieben, was ich wirklich denke und fühle: Dass ich daran glaube, dass wir uns nicht zufällig getroffen haben. Dass ich mit ihm eine besondere Erfahrung gemacht habe, das ich manchmal das Gefühl hatte, dass sich unsere Seelen berühren können, auch wenn wir uns oft etwas vorgespielt haben. Und dass ich denke, dass man wenn man einmal so eine intensive Erfahrung gemacht hat nicht mehr zurück kann... das Oberflächliche an vielen Menschen stört mich sehr, ich vermisse die tiefen Gespräche mit ihm. Irgendwie will ich nicht, dass er einfach so weiterlebt und sich von einer Pflicht in die nächste stürzt. Andererseits, wer weiß? Vielleicht hat er schon andere Menschen gefunden, mit denen er ebenso tiefe Erfahrungen macht wie mit mir? Es ist eine unheimlich schmerzliche Vorstellung, doch es ist möglich.
Dass Du Deinen Lebensweg jetzt manchmal hinterfragst ist sicher nicht falsch, wer weiß, vielleicht kannst Du aus eigener Kraft noch viel tun, was Du nicht für möglich gehalten hast? Du bist ein mindestens ebenso wertvoller Mensch wie es Deine Exfreundin ist, für Dich bist Du sogar der wertvollste überhaupt!
Ich denke an Dich, lass Dich nicht unterkriegen von den Franzosen!
Ganz liebe Grüße,
:schmatz: Mariala
Oh, Du hast aber viele Antworten bekommen! Da reihe ich mich doch gleich mal ein und versuche an unser Gespräch anzuknüpfen.
Etwas was Du geschrieben hast, hat mich aufhorchen lassen: Du schreibst, dass Du viele Eigenschaften an ihr geliebt hast, die Du bei Dir selbst vermisst hast. Genauso ging es mir auch, ich war überwältigt davon, wie interessiert mein Exfreund an vielen Dingen war und sein großes Wissen in manchen Bereichen hat mich sehr beeindruckt. Doch ich stand vor alledem, habe ihn bewundert und dabei ganz mein eigenes Ich vergessen, ich war damit zufrieden, dass ER all diese Eigenschaften in sich vereint und habe meine Ziele und Interessen vernachlässigt. Jetzt weiß ich, dass es ein großer Fehler ist, Teile seines Ichs praktisch in den anderen zu verlagern und sich mit seinen Erfolgen und seinen Interessen zufriedenzugeben. In uns steckt doch so viel Potential, uns stehen viele Wege offen, wenn wir nur möchten!
Du hast Recht, es ist nicht so, dass es die negativen Seiten des Expartners sind, die jetzt die positiven überwiegen – ich kenne seine negativen Seiten nach vier Jahren sehr gut und ich hatte mich schließlich ganz gut damit arrangiert. Der wirkliche Punkt ist, dass sie uns im Stich gelassen haben, dass sie keine Kraft und Energie in das einbringen konnten, was für uns beide das wichtigste im Leben zu sein scheint. Wie soll man so etwas akzeptieren können?
Ich habe meinem Exfreund gestern einen Brief geschrieben, den ich bis jetzt aber nicht abgeschickt habe. Ich weiß nicht, ob ich es jemals tun werde. Ich habe geschrieben, was ich wirklich denke und fühle: Dass ich daran glaube, dass wir uns nicht zufällig getroffen haben. Dass ich mit ihm eine besondere Erfahrung gemacht habe, das ich manchmal das Gefühl hatte, dass sich unsere Seelen berühren können, auch wenn wir uns oft etwas vorgespielt haben. Und dass ich denke, dass man wenn man einmal so eine intensive Erfahrung gemacht hat nicht mehr zurück kann... das Oberflächliche an vielen Menschen stört mich sehr, ich vermisse die tiefen Gespräche mit ihm. Irgendwie will ich nicht, dass er einfach so weiterlebt und sich von einer Pflicht in die nächste stürzt. Andererseits, wer weiß? Vielleicht hat er schon andere Menschen gefunden, mit denen er ebenso tiefe Erfahrungen macht wie mit mir? Es ist eine unheimlich schmerzliche Vorstellung, doch es ist möglich.
Dass Du Deinen Lebensweg jetzt manchmal hinterfragst ist sicher nicht falsch, wer weiß, vielleicht kannst Du aus eigener Kraft noch viel tun, was Du nicht für möglich gehalten hast? Du bist ein mindestens ebenso wertvoller Mensch wie es Deine Exfreundin ist, für Dich bist Du sogar der wertvollste überhaupt!
Ich denke an Dich, lass Dich nicht unterkriegen von den Franzosen!
Ganz liebe Grüße,
:schmatz: Mariala
So,
wieder einen Tag geschafft, leider sind die bis jetzt noch recht erfolglos. D.h. ich komme nicht noch nicht richtig zum Arbeiten bzw. muss mich endlos motivieren. Es gibt hier noch viele Phasen, wo ich einfach durchhänge oder oft an meine Ex denke und nur seltene Phasen wo ich wirklich vorwärts gehen will...wo ich mich gut fühle. Das passiert vor allem, wenn ich mit Leuten Kontakt habe. Vor allem am Abend fühl ich mich allein und die Grübelei setzt ein.
@ocean
Ja, ähnlich sehe ich das auch...dsw. habe ich es wohl auch durchgezogen. Weiss noch, wie schwer mir damals die Entscheidung fiel - zu ihr nach Frankreich zu gehen oder nach Osteuropa - habe mich nächtelang gewälzt. Leider war der Anfang dort sehr schwer und das Ende dann nicht schön. Ich war nämlich nur knappe 4 Monate dort und gerade als der Wendepunkt!!! kam, d.h. als ich anfing Leute kennenzulernen oder mit der Sprache zurechtzukommen (quasi der Wendepunkt), da passierte es. Ich konnte mich dann leider dort nicht mehr fangen und habe weder die Sprache weiter gelernt, noch meine Arbeit erfolgreich abschliessen können. Ich bin da total aus der Bahn geflogen...denn mein grösster Traum war ihr alles zu zeigen. Leider bin ich da so ein Mensch, der besonders gerne Emotionen teilt...zuviel...
Naja, das Problem ist eher, dass sich mein Auslandsaufenthalt wirklich als "Traum" herausstellte, d.h. die Realität war ganz anders und ich weiss nicht wirklich, ob es sich dafür gelohnt hat...
@Grillcat
Du hast Recht, jetzt erkenne ich sie überhaupt nicht wieder und werde wohl nie dahinter kommen, was wirklich passierte. Muss ich in Zukunft erst ein oder zwei Jahre warten um meine Liebe zu festigen oder immer erst ins Ausland allein fahren, um zu sehen das meine Partnerin leidensfähig ist? Denn ein Jahr ging es gut...ich weiss nicht, was kommt...aber bisher hatte ich immer Partnerinnen, die irgendeine "Macke" hatte...vor allem habe ich immer ewig gebraucht mich zu lösen...wie lang soll es da jetzt dauern?
Das Problem ist eher, dass ich mich leicht verliebe, auch in Frauen die nicht unbedingt passen. Bei ihr habe ich mich total fallen lassen, so sehr das ich heute noch am ganzen Körper zittere wenn ich sie nur sehe - zu tiefe Gefühle von mir.
Mit dem Abschliessen hm....ja ich versuchs irgendwie...hoffentlich dauert es nicht zulange. Sie war aber auch "zu" passend vom Charakter und Interessen, also doch ein "Traum" auf Entfernung :mauer:
PS: Ja, hübsch war sie wohl auch noch und noch Ausländerin...(andere Kultur -> fasziniert mich). Denke manchmal, dass es wie eine Aufgabe von jmd. ist, dass ich das überstehen soll....
@Mariala
Hallo, na alles ok bei dir? Ich habe es vor allen so gesehen, dass ich mich durch sie motiviert fühlte auf diesen Bereichen aktiv zu werden, z.B. mit Tanzen anzufangen oder noch eine Sprache zu lernen...halt aber mit ihr zusammen, denn alleine motiviert es sich dafür zu schwer! Ich finde es gut, dass du die negativen Seiten kennst - ich habe leider nur die negativen Seiten erst komplett nach dem Ende kennegelernt und damit die grossen Probleme. Ich weiss aber nicht, ob dein Brief etwas bringt...in solche Situationen weiss man überhaupt nicht, was richtig und was falsch ist. Ich habe mir 3 Monate den Kopf zerbrochen ob ich dieses oder jenes machen soll und letztendlich hat sie doch Schluss gemacht...Man muss die Dinge machen, darf sich dann halt nachher nich darüber ärgern...das ist das wirklich schwierige!
Ja, die tiefen Gespräche, das war es was wir mit an unserer Beziehung sehr viel schätzten, das war es was ihr in Osteuropa am meisten fehlte...sie meinte nur einmal: "Als wir noch telefonieren konnten, da hatte ich noch die tiefen Gespräche - was habe ich jetzt, wo du weiter weg bist?"
Ja, ich versuche mich nicht unterzukriegen, aber wegen der ganzen Sache hat meine Motivation noch viel mehr gelitten. Die Franzosen sind relativ junge Studenten und der Frauenanteil ist hier auch gering bzw. sprechen sie alle französisch. Als Frau hätte ich es hier wohl leichter ;) ...
Miomei, schliess ab...denk nicht mehr an sie!
Liebe Grüsse
Ein Schlafender Miomei
PS2: Sorry für die vielen Fehler im Text. Ich las ihn mir nochmal durch und er ist sehr holprig. Liegt aber auch daran, dass die Franzosen unbedingt heute mit mir Punsch drinken mussten - gut ich fügte mich dann ;) . Euch allen eine gute Nacht!
wieder einen Tag geschafft, leider sind die bis jetzt noch recht erfolglos. D.h. ich komme nicht noch nicht richtig zum Arbeiten bzw. muss mich endlos motivieren. Es gibt hier noch viele Phasen, wo ich einfach durchhänge oder oft an meine Ex denke und nur seltene Phasen wo ich wirklich vorwärts gehen will...wo ich mich gut fühle. Das passiert vor allem, wenn ich mit Leuten Kontakt habe. Vor allem am Abend fühl ich mich allein und die Grübelei setzt ein.
@ocean
Ja, ähnlich sehe ich das auch...dsw. habe ich es wohl auch durchgezogen. Weiss noch, wie schwer mir damals die Entscheidung fiel - zu ihr nach Frankreich zu gehen oder nach Osteuropa - habe mich nächtelang gewälzt. Leider war der Anfang dort sehr schwer und das Ende dann nicht schön. Ich war nämlich nur knappe 4 Monate dort und gerade als der Wendepunkt!!! kam, d.h. als ich anfing Leute kennenzulernen oder mit der Sprache zurechtzukommen (quasi der Wendepunkt), da passierte es. Ich konnte mich dann leider dort nicht mehr fangen und habe weder die Sprache weiter gelernt, noch meine Arbeit erfolgreich abschliessen können. Ich bin da total aus der Bahn geflogen...denn mein grösster Traum war ihr alles zu zeigen. Leider bin ich da so ein Mensch, der besonders gerne Emotionen teilt...zuviel...
Naja, das Problem ist eher, dass sich mein Auslandsaufenthalt wirklich als "Traum" herausstellte, d.h. die Realität war ganz anders und ich weiss nicht wirklich, ob es sich dafür gelohnt hat...
@Grillcat
Du hast Recht, jetzt erkenne ich sie überhaupt nicht wieder und werde wohl nie dahinter kommen, was wirklich passierte. Muss ich in Zukunft erst ein oder zwei Jahre warten um meine Liebe zu festigen oder immer erst ins Ausland allein fahren, um zu sehen das meine Partnerin leidensfähig ist? Denn ein Jahr ging es gut...ich weiss nicht, was kommt...aber bisher hatte ich immer Partnerinnen, die irgendeine "Macke" hatte...vor allem habe ich immer ewig gebraucht mich zu lösen...wie lang soll es da jetzt dauern?
Das Problem ist eher, dass ich mich leicht verliebe, auch in Frauen die nicht unbedingt passen. Bei ihr habe ich mich total fallen lassen, so sehr das ich heute noch am ganzen Körper zittere wenn ich sie nur sehe - zu tiefe Gefühle von mir.
Mit dem Abschliessen hm....ja ich versuchs irgendwie...hoffentlich dauert es nicht zulange. Sie war aber auch "zu" passend vom Charakter und Interessen, also doch ein "Traum" auf Entfernung :mauer:
PS: Ja, hübsch war sie wohl auch noch und noch Ausländerin...(andere Kultur -> fasziniert mich). Denke manchmal, dass es wie eine Aufgabe von jmd. ist, dass ich das überstehen soll....
@Mariala
Hallo, na alles ok bei dir? Ich habe es vor allen so gesehen, dass ich mich durch sie motiviert fühlte auf diesen Bereichen aktiv zu werden, z.B. mit Tanzen anzufangen oder noch eine Sprache zu lernen...halt aber mit ihr zusammen, denn alleine motiviert es sich dafür zu schwer! Ich finde es gut, dass du die negativen Seiten kennst - ich habe leider nur die negativen Seiten erst komplett nach dem Ende kennegelernt und damit die grossen Probleme. Ich weiss aber nicht, ob dein Brief etwas bringt...in solche Situationen weiss man überhaupt nicht, was richtig und was falsch ist. Ich habe mir 3 Monate den Kopf zerbrochen ob ich dieses oder jenes machen soll und letztendlich hat sie doch Schluss gemacht...Man muss die Dinge machen, darf sich dann halt nachher nich darüber ärgern...das ist das wirklich schwierige!
Ja, die tiefen Gespräche, das war es was wir mit an unserer Beziehung sehr viel schätzten, das war es was ihr in Osteuropa am meisten fehlte...sie meinte nur einmal: "Als wir noch telefonieren konnten, da hatte ich noch die tiefen Gespräche - was habe ich jetzt, wo du weiter weg bist?"
Ja, ich versuche mich nicht unterzukriegen, aber wegen der ganzen Sache hat meine Motivation noch viel mehr gelitten. Die Franzosen sind relativ junge Studenten und der Frauenanteil ist hier auch gering bzw. sprechen sie alle französisch. Als Frau hätte ich es hier wohl leichter ;) ...
Miomei, schliess ab...denk nicht mehr an sie!
Liebe Grüsse
Ein Schlafender Miomei
PS2: Sorry für die vielen Fehler im Text. Ich las ihn mir nochmal durch und er ist sehr holprig. Liegt aber auch daran, dass die Franzosen unbedingt heute mit mir Punsch drinken mussten - gut ich fügte mich dann ;) . Euch allen eine gute Nacht!
Hallo,
ich bins nochmal. Ich schreibe hier nunmal einfach so, als eine Art Gedankenbuch.
Wie geht es mir zur Zeit? Ich fuehle mich einfach nicht sehr wohl in meiner Haut. Ich habe nun vor einer Woche nach fast 3 Monaten Pause wieder mit studieren angefangen. Durch die Sache mit meiner Ex und durch meine allg. "Faulheit" habe ich nun sehr grosse Motivationsprobleme. Ich ueberlebe zur Zeit die Tage mehr als das ich sie geniesse. Ich kann micht nicht laenger als eine halbe Stunde auf meine Arbeit konzentrieren und lasse mich sehr leicht ablenken. Ich muss mich in naechster Zeit um einen Diplomplatz bemuehen, aber ich sehe da ueberhaupt keine Motivation oder Kraft. Ich getraue so etwas gar nicht meinen Eltern zu erzaehlen, weil sie dann nur Dinge sagen wie: ‘Runier ja nicht deine Zukunft wegen einer Frau, das ist sie nicht wert’. Ich weiss selber, das sie da Recht haben, aber fuehle mich Unfaehig etwas dagegen zu machen .
Am einfachsten ist es fuer mich zur Zeit zu schlafen, d.h. ich bin hier auch schon 2mal einfach von der Uni frueher gegangen, um mich im Studentenwohnheim hinzulegen. Morgens ist es am schlimmsten sich herauszumotivieren. Schlaf ist irgendwie ein Mittel zum Vergessen, Aufwachen ist da aber nicht gut.
Ich verzeichne auch Fortschritte, ich versuche mich immer in den Allerwertesten zu treten, um die organisatorischen Dinge zu klaeren und ich will unbedingt einen Sprachkurs. Ich habe naemlich bemerkt , dass ich zu Hause mich nicht hinsetze und lerne. Somit versuche ich Dinge mit Irgendeinem zusammen zu machen oder von aussen gezwungen zu werden, spuere aber das das die falsche Motivation ist. Gegenueber den anderen Franzosen laechle ich immer bzw. Versuche meine Scherze zu machen, aber es ist wohl nur eine Maske.
Zu meiner Ex. Ich weiss zur Zeit nicht , ob ich irgendwelche Fortschritte verzeichne ? Ich zwinge mich, sie nicht anzurufen oder mich mit ihr zu treffen, andererseits ist sie in meinem Kopf noch staendig present. Das geht von zurueckdenken bis zu bereuen und auch vermissen. Habe das Gefuehl solange ich sie nicht aus meinem Kopf herauskriege, nuetzen auch die anderen Aktionen wie Nichttreffen oder Nichtkontaktieren nichts. Ich trete auf der Stelle. Manchmal bin ich wuetend auf sie, dass ich ihr nun so egal bin , aber diese Wut tut dann noch mehr weh. Auch die Vorstellung nicht mehr auf der Welt zu sein, hatte ich auch - sie war erschreckend und heilsam fuer den Moment zugleich.
Ich spuere auch , dass ich tief im Bauch den Wunsch verspuere mit ihr zu reden und ihr einfach mal meine Gefuehlslage mitzuteilen. Bis jetzt straeube ich mich dagegen, andererseits merke ich eh noch wie sehr sie mir auch ohne Kontakt im Kopf herumspukt. Das gibt mir auch zu denken, ob hier noch die Hoffnung eine Rolle spielt ? Ich sehe sie nun ab und an und zittere dannach am GANZEN Koerper und habe auch immer Angst sie wieder zu treffen. Gleichzeitig muss ich mich regelrecht zwingen nicht hinzuschauen (Schmerz und Schoenheit zugleich). Spuere da ganz viele Stiche im Herzen , wenn sich unsere Wege kreuzen. Dadurch verhalte ich mich dann auch anders und versuche z .b. Orte zu meiden, wo sie auftauchen koennte. Morgen ist aber eine grosse Party meiner Uni, wo ich hinwill, sie aber auch. Vielleicht brauche ich aber auch ein richtiges Streitgespraech um sie dann erstmal zu hassen ?
Jetzt nicht denken, ich sei komisch ; aber ich sage ihr oft boese Dinge oder Dinge die ich ihr sagen wuerde, ohne das sie da ist, fuer mich quasi.
Sie meinte einmal, dass sie im Ausland Angst haette, dass ich mich veraendern wuerde – meine wirkliche Veraenderung setzte aber wohl erst ab dem Moment ein, wo ich ihren inneren Anker verlor und sie ging. Vor allem die Gefahr der Depressivitaet ist allgegenwaertig, verspuere aber auch das ich mein ‘Kind im Manne’ wohl etwas verliere bzw. Haerter werden muss. Dies ist wohl notwendig um nicht zu brechen, aber ich finde es auch sehr schade diese Unbekuemmertheit zu verlieren, oder?
Noch etwas zum Forenschreiben. Dies ist eine der Sachen, die mich vom Arbeiten ablenken. Ich arbeite, aus irgendeinem Grund denke ich an Vergangenes und zack geht nichts mehr und ich schaue nach, ob jmd. Neues mir geschrieben hat…dieses wird dann aufgesaugt.
Soviel erstmal dazu…
Miomei
ich bins nochmal. Ich schreibe hier nunmal einfach so, als eine Art Gedankenbuch.
Wie geht es mir zur Zeit? Ich fuehle mich einfach nicht sehr wohl in meiner Haut. Ich habe nun vor einer Woche nach fast 3 Monaten Pause wieder mit studieren angefangen. Durch die Sache mit meiner Ex und durch meine allg. "Faulheit" habe ich nun sehr grosse Motivationsprobleme. Ich ueberlebe zur Zeit die Tage mehr als das ich sie geniesse. Ich kann micht nicht laenger als eine halbe Stunde auf meine Arbeit konzentrieren und lasse mich sehr leicht ablenken. Ich muss mich in naechster Zeit um einen Diplomplatz bemuehen, aber ich sehe da ueberhaupt keine Motivation oder Kraft. Ich getraue so etwas gar nicht meinen Eltern zu erzaehlen, weil sie dann nur Dinge sagen wie: ‘Runier ja nicht deine Zukunft wegen einer Frau, das ist sie nicht wert’. Ich weiss selber, das sie da Recht haben, aber fuehle mich Unfaehig etwas dagegen zu machen .
Am einfachsten ist es fuer mich zur Zeit zu schlafen, d.h. ich bin hier auch schon 2mal einfach von der Uni frueher gegangen, um mich im Studentenwohnheim hinzulegen. Morgens ist es am schlimmsten sich herauszumotivieren. Schlaf ist irgendwie ein Mittel zum Vergessen, Aufwachen ist da aber nicht gut.
Ich verzeichne auch Fortschritte, ich versuche mich immer in den Allerwertesten zu treten, um die organisatorischen Dinge zu klaeren und ich will unbedingt einen Sprachkurs. Ich habe naemlich bemerkt , dass ich zu Hause mich nicht hinsetze und lerne. Somit versuche ich Dinge mit Irgendeinem zusammen zu machen oder von aussen gezwungen zu werden, spuere aber das das die falsche Motivation ist. Gegenueber den anderen Franzosen laechle ich immer bzw. Versuche meine Scherze zu machen, aber es ist wohl nur eine Maske.
Zu meiner Ex. Ich weiss zur Zeit nicht , ob ich irgendwelche Fortschritte verzeichne ? Ich zwinge mich, sie nicht anzurufen oder mich mit ihr zu treffen, andererseits ist sie in meinem Kopf noch staendig present. Das geht von zurueckdenken bis zu bereuen und auch vermissen. Habe das Gefuehl solange ich sie nicht aus meinem Kopf herauskriege, nuetzen auch die anderen Aktionen wie Nichttreffen oder Nichtkontaktieren nichts. Ich trete auf der Stelle. Manchmal bin ich wuetend auf sie, dass ich ihr nun so egal bin , aber diese Wut tut dann noch mehr weh. Auch die Vorstellung nicht mehr auf der Welt zu sein, hatte ich auch - sie war erschreckend und heilsam fuer den Moment zugleich.
Ich spuere auch , dass ich tief im Bauch den Wunsch verspuere mit ihr zu reden und ihr einfach mal meine Gefuehlslage mitzuteilen. Bis jetzt straeube ich mich dagegen, andererseits merke ich eh noch wie sehr sie mir auch ohne Kontakt im Kopf herumspukt. Das gibt mir auch zu denken, ob hier noch die Hoffnung eine Rolle spielt ? Ich sehe sie nun ab und an und zittere dannach am GANZEN Koerper und habe auch immer Angst sie wieder zu treffen. Gleichzeitig muss ich mich regelrecht zwingen nicht hinzuschauen (Schmerz und Schoenheit zugleich). Spuere da ganz viele Stiche im Herzen , wenn sich unsere Wege kreuzen. Dadurch verhalte ich mich dann auch anders und versuche z .b. Orte zu meiden, wo sie auftauchen koennte. Morgen ist aber eine grosse Party meiner Uni, wo ich hinwill, sie aber auch. Vielleicht brauche ich aber auch ein richtiges Streitgespraech um sie dann erstmal zu hassen ?
Jetzt nicht denken, ich sei komisch ; aber ich sage ihr oft boese Dinge oder Dinge die ich ihr sagen wuerde, ohne das sie da ist, fuer mich quasi.
Sie meinte einmal, dass sie im Ausland Angst haette, dass ich mich veraendern wuerde – meine wirkliche Veraenderung setzte aber wohl erst ab dem Moment ein, wo ich ihren inneren Anker verlor und sie ging. Vor allem die Gefahr der Depressivitaet ist allgegenwaertig, verspuere aber auch das ich mein ‘Kind im Manne’ wohl etwas verliere bzw. Haerter werden muss. Dies ist wohl notwendig um nicht zu brechen, aber ich finde es auch sehr schade diese Unbekuemmertheit zu verlieren, oder?
Noch etwas zum Forenschreiben. Dies ist eine der Sachen, die mich vom Arbeiten ablenken. Ich arbeite, aus irgendeinem Grund denke ich an Vergangenes und zack geht nichts mehr und ich schaue nach, ob jmd. Neues mir geschrieben hat…dieses wird dann aufgesaugt.
Soviel erstmal dazu…
Miomei
Lieber Miomei,
Ich verstehe Dich so gut und möchte Dir vieles zu Deinen Gedanken schreiben, doch ich bin gerade selbst am Boden und weißt Du warum? Ich habe ihn heute gesehen und es war genau wie Du beschreibst: Ich war so geschockt, dass ich gezittert habe und der Schmerz war unglaublich, obwohl es wohl nicht mehr als ein oder zwei Sekunden waren. Nach mehr als einem Monat, in dem ich ihn nicht gesehen habe läuft er mir über den Weg mit zwei Mädels, unterhält sich mit einer von beiden die auch noch recht hübsch ist sehr angeregt und sieht glücklich aus. Er hat mich nicht gesehen oder zumindest so getan, als ob er mich nicht sieht.
Manchmal denke ich, wenn man jemanden liebt, dann sollte man sich freuen, wenn er glücklich ist. Doch so selbstlos kann ich nicht lieben, es macht mich einfach fertig, dass es ihm offensichtlich so gut geht, während ich praktisch ständig an ihn denke... Ich bin dann gleich nach Hause gegangen und habe mich ins Bett gelegt, wie Du schon schreibst, wenn man schläft vergisst man für kurze Zeit – wenn nicht ein schlimmer Traum kommt.
Ich kann ihn nicht selbstlos lieben, aber hassen kann ich ihn auch nicht, obwohl mir das sicher helfen würde. Oh es ist wirklich so ungerecht, dass ich ihn ausgerechnet heute treffen musste, ich will doch morgen die Prüfung schaffen und bin schon wieder am Boden zerstört...
Ich drücke Dich :trost:
Irgendwann wird es uns schon wieder besser gehen. Ich finde übrigens, dass Du nicht härter werden solltest, ich mag Dich gerne so wie Du bist.
Mariala
Ich verstehe Dich so gut und möchte Dir vieles zu Deinen Gedanken schreiben, doch ich bin gerade selbst am Boden und weißt Du warum? Ich habe ihn heute gesehen und es war genau wie Du beschreibst: Ich war so geschockt, dass ich gezittert habe und der Schmerz war unglaublich, obwohl es wohl nicht mehr als ein oder zwei Sekunden waren. Nach mehr als einem Monat, in dem ich ihn nicht gesehen habe läuft er mir über den Weg mit zwei Mädels, unterhält sich mit einer von beiden die auch noch recht hübsch ist sehr angeregt und sieht glücklich aus. Er hat mich nicht gesehen oder zumindest so getan, als ob er mich nicht sieht.
Manchmal denke ich, wenn man jemanden liebt, dann sollte man sich freuen, wenn er glücklich ist. Doch so selbstlos kann ich nicht lieben, es macht mich einfach fertig, dass es ihm offensichtlich so gut geht, während ich praktisch ständig an ihn denke... Ich bin dann gleich nach Hause gegangen und habe mich ins Bett gelegt, wie Du schon schreibst, wenn man schläft vergisst man für kurze Zeit – wenn nicht ein schlimmer Traum kommt.
Ich kann ihn nicht selbstlos lieben, aber hassen kann ich ihn auch nicht, obwohl mir das sicher helfen würde. Oh es ist wirklich so ungerecht, dass ich ihn ausgerechnet heute treffen musste, ich will doch morgen die Prüfung schaffen und bin schon wieder am Boden zerstört...
Ich drücke Dich :trost:
Irgendwann wird es uns schon wieder besser gehen. Ich finde übrigens, dass Du nicht härter werden solltest, ich mag Dich gerne so wie Du bist.
Mariala
Hallo, ja das alles ist mir gut bekannt:
Das Gefühl des "Schwimmens", dass ein "Anker" im Leben fehlt, ein Anhaltspunkt. Und dann noch diese Ruhelosigkeit, wenn man sich versucht zu zwingen, die Orientierung zu finden, Pläne für die Zukunft machen zu müssen – doch mitten in dieser zwanghaften Motivationskur am liebsten nur schlafen, vergessen, ausruhen möchte, weil man sich so müde und so kraftlos fühlt.
Es ist kein Trost, wenn ich euch verspreche, es geht vorbei, das weiß ich. Weil ihr euch das nicht vorstellen könnt, nicht wisst, was ihr tun sollt, damit dieses Gefühl anders wird.
Doch es passiert von ganz allein! Eines Tages wacht man auf und es ist nicht mehr so wichtig, nicht mehr so schmerzhaft, die Prioritäten verschieben sich: langsam aber stetig. Es geht nicht von einem Tag auf den anderen, aber es geht langsam vorwärts, und sobald man merkt, dass es besser wird, weiß man auch, wie sehr man diese Zeit der Ruhe, des Nachdenkens und auch des Leidens gebraucht hat!
Lieber Momei, du schreibst, dass du dich leicht verliebst und befürchtest, durch diese Erfahrung deine Unbekümmertheit zu verlieren? Darf ich dir versichern, dass es etwas Besonderes ist, wenn man fähig ist, sein Herz zu verschenken. Sieh dich um: viele Menschen sind nicht mehr fähig, ihr ganzes Herz zu geben, oft entstehen Verbindungen nur oberflächlich, ein bisschen Verliebtheit, Schmeicheleien, Äußerlichkeiten. Dann folgen bald der Alltag und das Ende.
Die Fähigkeit tiefe Liebe empfinden zu können ist eine Gabe, die dir nicht nur diesen Schmerz bringt, sondern auch viele besondere Momente, die diese oberflächlichen Menschen, die Hingabe nicht kennen, nie erfahren werden. Verdienen Sie nicht unser Mitleid?
Wenn du das Geschenk annehmen kannst, wirst du bestimmt nie diese Unbekümmertheit zu verlieren. Wäre es nicht das Schönste, sich so an Liebe heranzuwagen, wie ein Kind an ein Spiel herangeht: mit Neugier und viel Freude, unbefangen und voller Vertrauen, ohne zögern und ohne Angst vor Konsequenzen? Aber hier schreibe ich auch nur von der Theorie.
Lieben Gruß von
Das Gefühl des "Schwimmens", dass ein "Anker" im Leben fehlt, ein Anhaltspunkt. Und dann noch diese Ruhelosigkeit, wenn man sich versucht zu zwingen, die Orientierung zu finden, Pläne für die Zukunft machen zu müssen – doch mitten in dieser zwanghaften Motivationskur am liebsten nur schlafen, vergessen, ausruhen möchte, weil man sich so müde und so kraftlos fühlt.
Es ist kein Trost, wenn ich euch verspreche, es geht vorbei, das weiß ich. Weil ihr euch das nicht vorstellen könnt, nicht wisst, was ihr tun sollt, damit dieses Gefühl anders wird.
Doch es passiert von ganz allein! Eines Tages wacht man auf und es ist nicht mehr so wichtig, nicht mehr so schmerzhaft, die Prioritäten verschieben sich: langsam aber stetig. Es geht nicht von einem Tag auf den anderen, aber es geht langsam vorwärts, und sobald man merkt, dass es besser wird, weiß man auch, wie sehr man diese Zeit der Ruhe, des Nachdenkens und auch des Leidens gebraucht hat!
Lieber Momei, du schreibst, dass du dich leicht verliebst und befürchtest, durch diese Erfahrung deine Unbekümmertheit zu verlieren? Darf ich dir versichern, dass es etwas Besonderes ist, wenn man fähig ist, sein Herz zu verschenken. Sieh dich um: viele Menschen sind nicht mehr fähig, ihr ganzes Herz zu geben, oft entstehen Verbindungen nur oberflächlich, ein bisschen Verliebtheit, Schmeicheleien, Äußerlichkeiten. Dann folgen bald der Alltag und das Ende.
Die Fähigkeit tiefe Liebe empfinden zu können ist eine Gabe, die dir nicht nur diesen Schmerz bringt, sondern auch viele besondere Momente, die diese oberflächlichen Menschen, die Hingabe nicht kennen, nie erfahren werden. Verdienen Sie nicht unser Mitleid?
Wenn du das Geschenk annehmen kannst, wirst du bestimmt nie diese Unbekümmertheit zu verlieren. Wäre es nicht das Schönste, sich so an Liebe heranzuwagen, wie ein Kind an ein Spiel herangeht: mit Neugier und viel Freude, unbefangen und voller Vertrauen, ohne zögern und ohne Angst vor Konsequenzen? Aber hier schreibe ich auch nur von der Theorie.
Lieben Gruß von
Hallo ihr beiden,
sitze gerade im Wohnheim und würde am liebsten heute abend auf eine Party gehen, allgemein einfach tanzen und die Welt vergssen. Leider sind die alle in der Stadt und es fährt nachts kein Bus ins Wohnheim zurück...hm, sitze da hier irgendwie fest!
Erstmal muss ich Mariala in den Arm nehmen :trost: , ja ich weiss was du durchmachst. In solchen Momenten realisierst du wohl (wie ich auch), dass man noch viel zu sehr am anderen hängt - viel zu sehr. Ich sehe auch viele Leute die das gleiche durchmachen und das tut mir auch weh, da ich auch will das andere Leute lachen und Glück haben! In der Liebe ist es da leider nicht gerecht, sobald sie bei einem aufhört....vor allem wenn es so plötzlich geschieht :( . Es leidet die ganze Lebensqualität darunter - in allen Bereichen!
Ich hoffe wirklich du schaffst deine Prüfung und irgendwann auch deine Ex! Ich habe morgen auch schon ganz schön Schiss vor der Party. Es ist nicht nur, dass man seine Ex oder den Ex bei dir wiederseht, sondern auch, dass diese® lacht und sich amüsiert und man die blöde Denkweise hat - "Nun amüsiert sich der ohne mich", dabei hat er das bestimmt auch in der Beziehung gemacht. Der Mensch ist da komisch gestrickt, ich z.B. bin sauer auf meine Ex, dass sie sich nichtmal meldet, aber wäre es wirklich besser, sie würde sich melden? Ich glaube nicht, denn dann würde wieder Hoffnung überhand nehmen. Oder ich habe sie mit einem Kerl zusammen gesehen und habe sofort den Verdacht, dass es der Neue ist, obwohl sie immer mit Kerlen zu tun hat. So kommt ein Gedanke zum anderen und man wird verrückt und kaputt...komisch,gelle....leider auch menschlich
Ich wünsche dir erstmal für morgen alles Gute, du schaffst das!
Und hallo Lisabel, schön das du auch wieder hier bist. Ja, es geht vorbei das glaube ich auch, bloss leider sollte es auf keinen Fall zu lange dauern. Ich scheine aber so ein Spezi zu sein, der da besonders lange leidet und da leidet schon ganz schön meine Lebensqualität, Zukunft und meine Erlebnisse darunter. Weiss gar nicht mehr, ob ich selber ich bin. Z.B. hocke ich grade motivationslos im Wohnheim und denke es ist wegen ihr, aber vielleicht wär das auch sonst passiert...man ist zu sehr auf das Problem fixiert. Es sollte nicht zulange dauern, aber irgendwie sehe ich noch kein Ende in Sicht...nach 4 Monaten. Ich weiss auch noch nicht, was für Spuren das Ganze in meinem Charakter hinterlässt, aber ich denke es macht einen schon misstrauischer und härter...kann mir nicht vorstellen, wie ich nochmal so wie bisher an Liebe rangehen soll..gerade weil es meine intensivste Beziehung war und der Vertrauensbruch von jetzt auf gleich erfolgte.
Ich will so schnell wie möglich von ihr wegkommen...nur noch den Weg finden. Morgen ist auch noch die Party, wo sie bestimmt lachend mit herumhüft...auweh...irgendwie macht sie (oder ich) schon mein zweites Auslandssemester kaputt...
sitze gerade im Wohnheim und würde am liebsten heute abend auf eine Party gehen, allgemein einfach tanzen und die Welt vergssen. Leider sind die alle in der Stadt und es fährt nachts kein Bus ins Wohnheim zurück...hm, sitze da hier irgendwie fest!
Erstmal muss ich Mariala in den Arm nehmen :trost: , ja ich weiss was du durchmachst. In solchen Momenten realisierst du wohl (wie ich auch), dass man noch viel zu sehr am anderen hängt - viel zu sehr. Ich sehe auch viele Leute die das gleiche durchmachen und das tut mir auch weh, da ich auch will das andere Leute lachen und Glück haben! In der Liebe ist es da leider nicht gerecht, sobald sie bei einem aufhört....vor allem wenn es so plötzlich geschieht :( . Es leidet die ganze Lebensqualität darunter - in allen Bereichen!
Ich hoffe wirklich du schaffst deine Prüfung und irgendwann auch deine Ex! Ich habe morgen auch schon ganz schön Schiss vor der Party. Es ist nicht nur, dass man seine Ex oder den Ex bei dir wiederseht, sondern auch, dass diese® lacht und sich amüsiert und man die blöde Denkweise hat - "Nun amüsiert sich der ohne mich", dabei hat er das bestimmt auch in der Beziehung gemacht. Der Mensch ist da komisch gestrickt, ich z.B. bin sauer auf meine Ex, dass sie sich nichtmal meldet, aber wäre es wirklich besser, sie würde sich melden? Ich glaube nicht, denn dann würde wieder Hoffnung überhand nehmen. Oder ich habe sie mit einem Kerl zusammen gesehen und habe sofort den Verdacht, dass es der Neue ist, obwohl sie immer mit Kerlen zu tun hat. So kommt ein Gedanke zum anderen und man wird verrückt und kaputt...komisch,gelle....leider auch menschlich
Ich wünsche dir erstmal für morgen alles Gute, du schaffst das!
Und hallo Lisabel, schön das du auch wieder hier bist. Ja, es geht vorbei das glaube ich auch, bloss leider sollte es auf keinen Fall zu lange dauern. Ich scheine aber so ein Spezi zu sein, der da besonders lange leidet und da leidet schon ganz schön meine Lebensqualität, Zukunft und meine Erlebnisse darunter. Weiss gar nicht mehr, ob ich selber ich bin. Z.B. hocke ich grade motivationslos im Wohnheim und denke es ist wegen ihr, aber vielleicht wär das auch sonst passiert...man ist zu sehr auf das Problem fixiert. Es sollte nicht zulange dauern, aber irgendwie sehe ich noch kein Ende in Sicht...nach 4 Monaten. Ich weiss auch noch nicht, was für Spuren das Ganze in meinem Charakter hinterlässt, aber ich denke es macht einen schon misstrauischer und härter...kann mir nicht vorstellen, wie ich nochmal so wie bisher an Liebe rangehen soll..gerade weil es meine intensivste Beziehung war und der Vertrauensbruch von jetzt auf gleich erfolgte.
Ich will so schnell wie möglich von ihr wegkommen...nur noch den Weg finden. Morgen ist auch noch die Party, wo sie bestimmt lachend mit herumhüft...auweh...irgendwie macht sie (oder ich) schon mein zweites Auslandssemester kaputt...
Lieber Miomei,
Sei nicht frustriert darüber, dass Du immer noch leidest, es ist ganz natürlich, glaube mir. Wer intensiv liebt, der leidet eben dann auch genauso intensiv, wie Lisabel schon schreibt. Und es wird auch wieder eine Phase des glücklichen Liebens folgen – und die Person, die das von Dir empfangen darf, kann sich glücklich schätzen. Ich weiß, jetzt nützt Dir das noch wenig... daher drücke ich Dich einfach mal ganz fest :trost: und wünsche Dir, dass die Party einigermaßen okay für Dich wird. Wenn Du zu viel Angst hast, kannst Du ja immer noch zu Hause bleiben. Aber dann musst Du mir versprechen, dass Du Dir einen schönen Wohlfühl-Abend machst! Wenn ich könnte würde ich Dich jetzt besuchen und wir würden gemütlich einen Tee trinken... aber Du kannst Dir ja auch alleine etwas Gutes tun!
Und immer schön daran denken: Du bist nicht allein!
Alles Liebe :schmatz:
Deine Mariala
Zu Deinem P.S.: Das ist wirklich ein doofer Zufall! Aber es gibt immer auch ein paar ganz praktische Dinge die gar nichts mit der Beziehung zu tun haben, auf die man verzichten muss. Ich habe das dann auch immer als totales Unglück gedeutet und mir ausgemalt, wie schön es sein könnte, wenn dies und das jetzt anders wäre... es macht keinen Sinn. Ganz viel Kraft wünsche ich Dir! Freue mich schon, Dir morgen nach der Prüfung zu schreiben – vielleicht kann ich mal was Positives berichten
Sei nicht frustriert darüber, dass Du immer noch leidest, es ist ganz natürlich, glaube mir. Wer intensiv liebt, der leidet eben dann auch genauso intensiv, wie Lisabel schon schreibt. Und es wird auch wieder eine Phase des glücklichen Liebens folgen – und die Person, die das von Dir empfangen darf, kann sich glücklich schätzen. Ich weiß, jetzt nützt Dir das noch wenig... daher drücke ich Dich einfach mal ganz fest :trost: und wünsche Dir, dass die Party einigermaßen okay für Dich wird. Wenn Du zu viel Angst hast, kannst Du ja immer noch zu Hause bleiben. Aber dann musst Du mir versprechen, dass Du Dir einen schönen Wohlfühl-Abend machst! Wenn ich könnte würde ich Dich jetzt besuchen und wir würden gemütlich einen Tee trinken... aber Du kannst Dir ja auch alleine etwas Gutes tun!
Und immer schön daran denken: Du bist nicht allein!
Alles Liebe :schmatz:
Deine Mariala
Zu Deinem P.S.: Das ist wirklich ein doofer Zufall! Aber es gibt immer auch ein paar ganz praktische Dinge die gar nichts mit der Beziehung zu tun haben, auf die man verzichten muss. Ich habe das dann auch immer als totales Unglück gedeutet und mir ausgemalt, wie schön es sein könnte, wenn dies und das jetzt anders wäre... es macht keinen Sinn. Ganz viel Kraft wünsche ich Dir! Freue mich schon, Dir morgen nach der Prüfung zu schreiben – vielleicht kann ich mal was Positives berichten
PS: Nur mal so ein komischer Gedankengang. Wegen meiner Ex bin ich unglücklich und sehe kein Glück mehr. Diesen Abend spielt einer meiner deutschen Lieblingsbands hier in in der Stadt in France (zum ersten Mal), ich will sie besuchen, weil es für mich grosses Glück bedeuten wird - für ein paar Stunden. Zu sehen, wie die anderen sich auch der deutschen Musik erfreuen. Leider liegt das Studentenwohnheim, wo ich jetzt wohne zu weit weg und es fahren weder Bus noch Metro in der Nacht. Also kann ich nicht hin *sniff*, da ein Taxi zu teuer ist und der Club einen schon um 3 rausschmeisst. Das makabere ist nun, dass die Wohnung meiner Ex (wo ich eigentlich jetzt wohnen sollte) gerade mal 30m von dem Club weg ist, wo die spielen. Bin nun nicht da und doppelt deprimiert, weil ich fühle das ich mir nun nichtmal solche Wünsche erfüllen kann...oder war es ein Zeichen *g*
Nungut, nun sitze ich zu Hause und kräme mich. Okok, ich glaube das kann keiner nachvollziehen ;) ....was denkt ihr? Denke dann sofort das sie noch mehr kaputt macht, kann da nicht ruhig bleiben...mach mir inzwischen wg. jedem Mist Gedanken.
Gute Nacht!
Nungut, nun sitze ich zu Hause und kräme mich. Okok, ich glaube das kann keiner nachvollziehen ;) ....was denkt ihr? Denke dann sofort das sie noch mehr kaputt macht, kann da nicht ruhig bleiben...mach mir inzwischen wg. jedem Mist Gedanken.
Gute Nacht!
Ich habe Dir oben schon auf Dein PS geantwortet... wir betreiben gerade ein ziemlich chaotisches Crossposting hier...
Dir auch eine gute Nacht! Und gib Deinem Schicksal eine Chance, es wird Dir bestimmt auch wieder mal etwas Schönes schicken!
Dir auch eine gute Nacht! Und gib Deinem Schicksal eine Chance, es wird Dir bestimmt auch wieder mal etwas Schönes schicken!
Hi!
Ein erster Schritt wäre vielleicht, wenn du endlich aufhörst dich selbst zu bedauern.
Ich kann deine Situation schon verstehen, aber du musst einfach auch ein bischen an dir arbeiten! Du sitzt in deinem Kämmerlein und machst deine Ex für dein gesamtes Elend verantwortlich! Ist sie aber nicht, und war sie auch nie!!!!!!!!!!!1
Für deine "Faulheit" bist du verantwortlich, und für deine Motivationslosigkeit ebenfalls, nicht sie.
Wenn ich schon höre....keine Metro, kein Bus und kein Geld! Wie wäre es wenn du dir einen billigen "fahrbaren" Untersatz besorgst? In Frankreich kriegst du eine Mofa schon für ein paar hundert Euronen, und wenn du gehst kannst du sie zum gleichen Preis wieder verkaufen. Frag deine Eltern oder sonstwen ob er dir das Geld leihen kann. Motorisiert solltest du auf jeden Fall sein. Wo studierst du eigentlich? Paris?
Viele erzählen hier, im Zusammenhang mit deiner Geschichte, ihre eigene Geschichte und suchen sich Trost und Verständnis. Eigentlich hatte ich nicht vor, meine Geschichte zu erzählen, nur soviel...ich kann dich verstehen!!!
Ich habe vor 20 Jahren diese Französin geheiratet. Nach 17 Jahren hat sie mich wegen einem anderen verlassen.....aber das ist eben die Geschichte, die ich nicht erzählen wollte.
Ich war auch, genauso wie du in Frankreich, kannte weder Leute noch die Sprache, dennoch habe ich mich davon nicht unterkriegen lassen. Versuche doch bitte diese Geschichte als Herausforderung zu betrachten. Die Sprache kannst du wenn du nur 2 Stunden pro Tag lernst in 3 Monaten "hinlänglich" sprechen.
Eine andere Frage...wie würdest du dich selbst im Moment empfinden? Glaubst du wirklich, dass du der Kerl ist, der Halt und Liebe geben kann. Es ist richtig das du trauerst, das wurde schon geschrieben, aber dass du mit deinem ganzen Körper trauerst, ist albern. Du musst dich einfach zwingen Dinge in Angriff zu nehmen.
Du musst dir ein Zeitlimit setzen, wenn du lernst. Innerhalb dieses Limits werde deine Gedanken auch abschweifen, aber wenn du es merkst, musst du dich zwingen weiter zu lernen. Du solltest dir auch klare Zeiten für deine Trauer nehmen. Schau dir einen Film an wo du heulen kannst, aber wenn die Zeit abgelaufen ist, dann sind eben wieder andere Dinge dran.
Man wird nicht härter durch Liebeskummer. Man wird ein wenig reifer! Vielleicht investiert man sich auch nicht gleich von Anfang an 100%, aber glaube mir, man investiert sich schon nach einer kurzen Zeit genauso wie vorher.
Es ist auch nicht so dass es dann weniger schmerzt, wenn es wieder zum Bruch kommt, aber es dauert nicht mehr so lange, bis man darüber hinweg ist.
Auch wenn ich jetzt vielleicht etwas "harsch" rüber gekommen bin, für dein Glück ist niemand anderes als du selbst verantwortlich! Viele Menschen, hängen sich bei ihrem Liebeskummer in eine Art "Warteschleife", manchmal kommen sie nie richtig darüber weg. Es ist aber nicht die Schuld desjenigen der sie verlassen hat, sonder es ist ihre eigene Schuld.
Ein erster Schritt wäre vielleicht, wenn du endlich aufhörst dich selbst zu bedauern.
Ich kann deine Situation schon verstehen, aber du musst einfach auch ein bischen an dir arbeiten! Du sitzt in deinem Kämmerlein und machst deine Ex für dein gesamtes Elend verantwortlich! Ist sie aber nicht, und war sie auch nie!!!!!!!!!!!1
Für deine "Faulheit" bist du verantwortlich, und für deine Motivationslosigkeit ebenfalls, nicht sie.
Wenn ich schon höre....keine Metro, kein Bus und kein Geld! Wie wäre es wenn du dir einen billigen "fahrbaren" Untersatz besorgst? In Frankreich kriegst du eine Mofa schon für ein paar hundert Euronen, und wenn du gehst kannst du sie zum gleichen Preis wieder verkaufen. Frag deine Eltern oder sonstwen ob er dir das Geld leihen kann. Motorisiert solltest du auf jeden Fall sein. Wo studierst du eigentlich? Paris?
Viele erzählen hier, im Zusammenhang mit deiner Geschichte, ihre eigene Geschichte und suchen sich Trost und Verständnis. Eigentlich hatte ich nicht vor, meine Geschichte zu erzählen, nur soviel...ich kann dich verstehen!!!
Ich habe vor 20 Jahren diese Französin geheiratet. Nach 17 Jahren hat sie mich wegen einem anderen verlassen.....aber das ist eben die Geschichte, die ich nicht erzählen wollte.
Ich war auch, genauso wie du in Frankreich, kannte weder Leute noch die Sprache, dennoch habe ich mich davon nicht unterkriegen lassen. Versuche doch bitte diese Geschichte als Herausforderung zu betrachten. Die Sprache kannst du wenn du nur 2 Stunden pro Tag lernst in 3 Monaten "hinlänglich" sprechen.
Eine andere Frage...wie würdest du dich selbst im Moment empfinden? Glaubst du wirklich, dass du der Kerl ist, der Halt und Liebe geben kann. Es ist richtig das du trauerst, das wurde schon geschrieben, aber dass du mit deinem ganzen Körper trauerst, ist albern. Du musst dich einfach zwingen Dinge in Angriff zu nehmen.
Du musst dir ein Zeitlimit setzen, wenn du lernst. Innerhalb dieses Limits werde deine Gedanken auch abschweifen, aber wenn du es merkst, musst du dich zwingen weiter zu lernen. Du solltest dir auch klare Zeiten für deine Trauer nehmen. Schau dir einen Film an wo du heulen kannst, aber wenn die Zeit abgelaufen ist, dann sind eben wieder andere Dinge dran.
Man wird nicht härter durch Liebeskummer. Man wird ein wenig reifer! Vielleicht investiert man sich auch nicht gleich von Anfang an 100%, aber glaube mir, man investiert sich schon nach einer kurzen Zeit genauso wie vorher.
Es ist auch nicht so dass es dann weniger schmerzt, wenn es wieder zum Bruch kommt, aber es dauert nicht mehr so lange, bis man darüber hinweg ist.
Auch wenn ich jetzt vielleicht etwas "harsch" rüber gekommen bin, für dein Glück ist niemand anderes als du selbst verantwortlich! Viele Menschen, hängen sich bei ihrem Liebeskummer in eine Art "Warteschleife", manchmal kommen sie nie richtig darüber weg. Es ist aber nicht die Schuld desjenigen der sie verlassen hat, sonder es ist ihre eigene Schuld.
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