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Mann und Frau - eine Geschichte, bitte um Einschätzung! (Neu: Umwege)

292 Antworten17'372 AufrufeGestartet von Miomei ·

#41
Teil 2

Diese Menschen tun mir wirklich leid. An ihrem Unglück sind immer die anderen Schuld. Es gibt aber keine Schuldigen! Das solltest du dir von Anfang an immer wieder vor Augen führen. Sie hat ihre Gründe gehabt, ob du sie verstehst oder ob es die "wahren" Gründe sind, ist dabei völlig unerheblich. Sie hat ihre Gründe gehabt dich zu verlassen. Punkt und aus. Klar verlangt deine Seele im Moment nach der Auflösung des Puzzels, aber aufgelöst wird es nie richtig, kann es garnicht, da noch jede Menge Emotionen drin stecken, die eine relativ objektive Sichtweise garnicht zulassen, und in ein paar Jahren, hoffe ich für dich, ist es eh nicht mehr relevant.

So, hast du alles sicher schon gehört und kannst du auch unter "blablabla" abbuchen, der einzige Tip den ich dir wirklich geben kann, arbeite an dir, dass du wieder der Mann wirst, der du mal sein wolltest. Sicherlich bist du für jede Art Emotionen (Frau in der Telefonzelle) empfänglicher als sonst, aber dass ist nur normal, da du im Moment durch deine Situation stark sensibilisiert bist.

Suche Lösungen und keine Schuldigen, die es nicht gibt!

LG

Grillcat

#42
Ich warte gerade darauf, dass der Zeitpunkt meiner Prüfung näher rückt und möchte daher noch einmal das aufgreifen, was Lisabel gesagt hat.

Wäre es nicht das Schönste, sich so an Liebe heranzuwagen, wie ein Kind an ein Spiel herangeht: mit Neugier und viel Freude, unbefangen und voller Vertrauen, ohne zögern und ohne Angst vor Konsequenzen?
Ja, liebe Lisabel, das wäre sicher das Schönste! Ich habe mir in letzter Zeit manchmal gewünscht, dass ich für die nächste Zeit einfach akzeptiere dass ich meinen Exfreund noch liebe und dass ich mich frei mache von Ängsten, Eifersucht und all dem. Wenn ich ihn sehe und sehe dass er glücklich ist, möchte ich nicht automatisch denken müssen "Oh, mir geht es aber so schlecht". Denn auch ich habe mich in letzter Zeit gut mit anderen Menschen unterhalten und hatte viele glückliche Momente. Das einem anderen Menschen zu wünschen ist denke ich wahre Liebe.

Ich hoffe, dass ich trotz allem was mir widerfahren ist ein neues Vertrauen in die Liebe entwickeln kann! Das ist es was ich noch lernen muss: Mich mit meinem Geliebten (wer immer das in Zukunft sein mag) freuen zu können, statt eifersüchtig zu sein, wenn es ihm mit anderen Menschen gut geht.

Wie sieht es in dieser Hinsicht bei Euch aus, Lisabel, Miomei?

#43
Hallo, schoen das Grillcat auch wieder hier ist:

@Grillcat: Ja, das ist wohl immer die grosse Frage inwiefern wir die anderen verantwortlich fuer unser Glueck machen. Hm, schwierig...ich denke es haengt vom einzelnen ab, inwiefern man alleine gluecklich sein kann. Ist es nicht so das in einer Partnerschaft der andere doch massgeblich zum Glueck mit beitraegt??? Wenn das auf einmal nicht mehr so ist, faellt es natuerlich schwer das wieder alleine hinzukriegen. Schon komisch, denn ich habe meine Ex nicht oft gesehen, also war das eher das Glueck des Teilens von schoenen und schlechten Momenten auch wenn sie weit weg war. Und ja, sie war leidensfaehig, denn sie litt immer unter der Trennung von ihrer Familie und dem Tod ihres Vaters - aber das waren Dinge die sie ertragen musste bzw. nicht abstellen konnte.

Ich denke ich kann Halt und Liebe geben, so wie ich auch Ratschlaege geben kann, fuer andere da sein kann usw., aber ich kann das leider nicht fuer mich selber sehr gut machen. Im Kopf weiss ich was zu tun ist, aber es geht sehr schlecht umzusetzen. Die physische Reaktion meines Koerpers konnte ich nicht so recht kontrollieren. Ja, es ist wohl richtige Arbeit...die einen koennen es besser, die anderen schlechter...wenn ich sie sehe, einfach den Kloss herunterzuschlucken und zu sagen: "Aus und vorbei"...das ist bestimmt die Arbeit die du meinst. Ich kaempfe vor alle, zur Zeit gegen die Hoffnung an, die sich noch wie ein Gift in meinem Koerper befindet.

Ich suche normalerweise fuer meine Probleme eine Loesung, aber ich fuehle mich hier etwas hilflos, da ich zwar Bekanntschaften habe, aber keine Freunde. Ich ueberlege mir ein Fahrrad zu kaufen, hab nur etwas Angst, da bald der Winter vor der Tuer steht und die Strecke zum Wohnheim etwas gefaehrlich ist. Hm, mal schaun. Eines was ich versuche umzusetzen, ist die Dinge sofort zu tun, d.h. Sprachkurs zu suchen oder das ganze Organisatorische. Denn es waere schlimm, wenn ich mich in dem Zustand hier arrangieren wuerde.

Hm, ja ich will an mir arbeiten...ausgerechnet jetzt wo die Kraft soweit weg scheint...ok, das war wieder Selbstmitleid!

A+

@Mariala

Was ich mir wuenschen wuerde...das Aus mit meiner Ex zu akzeptieren und sie nicht mehr zu idealisieren bzw. bloss keine Hoffnung mehr zu entwickeln. Ich will wieder mit mir selber ins Reine kommen und froh sein ueber die Dinge die ich mache. Eines Tages mich wieder verlieben und spueren das es gegenseitig ist. Okok, ich bin leider nicht der Mensch dazu, aber ich glaube eine Affaere (ohne Liebe) wuerde auch mal nicht schaden...fuer das Selbstbewusstsein bzw. fuer die Beduerfnisse nach Naehe...aber wenn ich mich mit Frauen unterhalte, werde ich wohl gleich zu tiefgruendig und erwarte das dann auch vom Gegenueber um fuer mich attraktiv zu sein.

Bis spaeter!

#44
Also, ein bisschen deftig -finde ich- ist das Wort "albern" schon, aber ich glaube zu wissen, wie du es gemeint hast, @Grillcat:

Manchmal ist der "Tritt ins Kreuz" gar nicht so verkehrt, aber man muss sich auch selbst bedauern dürfen, überhaupt, wenn man das Gefühl hat, das es sonst niemand tun will.

Ja, alles zu seiner Zeit. Die Idee mit dem Zeitplan ist sehr gut, weil du dir dann selbst den Druck nimmst, weil klar ist: jetzt habe ich die Zeit zum Trauern, auch zum Weinen und zum Klagen.

Diese Geschichte, die du nicht erzählen wolltest, kenne ich gut – ich kenn sie von mir, ich hab sie aber auch nirgendwo erzählt. Es ist jetzt eine Weile her und ich habe sie überlebt und überstanden, aber niemals vergessen.

Mit der Suche nach dem Schuldigen beginnt es, ja. Mit der Suche nach Erklärungen. Man möchte so gern verstehen, unbedingt! Doch das ändert sich. Irgendwann ist dieses mysteriöse "Warum" nebensächlich. Du erkennst, dass die Dinge nun einmal so sind, wie sie sind, und die Gegenwart hat dich wieder. Das kommt ganz von selbst, nur Geduld, mach dir selbst keinen Stress, Miomei, auch was die Motivation betrifft!

Da ist ja jeder Mensch anders, aber ich hätte mich nicht mit Druck motivieren und zur Arbeit zwingen können. Ich hab’s versucht, das Arbeitsergebnis war dann entsprechend schlecht. Wenn es nicht geht, geht’s eben nicht. Man darf auch auf seine Bedürfnisse hören und es langsamer angehen, wenn es nicht anders möglich ist.

Die Gefahr ist nur, sich zu lang hängen zu lassen und sich an diesen Müßiggang zu gewöhnen. Ich glaube, das hat Grillcat gemeint: dass du nicht in eine dauerhafte Lethargie fallen sollst. Aber ich glaube auch, dass das sehr vom Typ abhängig ist. Wenn du sonst ein aktiver Mensch bist, doch nur jetzt unter diesen besonderen Umständen eine Auszeit brauchst, dann kommt diese Betriebsamkeit und der Arbeitswille von allein zurück – zumindest habe ich das so erlebt.

Was den Umgang mit Trennungen, mit Verlassenwerden und mit Sich-ungeliebt-fühlen betrifft, muss ich Grillcat Recht geben: eine verarbeitete Trennung hütet dich nicht vor weiteren, aber du erlebst sie nicht mehr so schmerzhaft, du hast gelernt, damit umzugehen, du hast einen Mechanismus entwickelt, der funktioniert. Trennungen und Abschiede wird es im Leben immer geben. Das Entscheidende ist doch nur, wie wir es durchführen, wie wir es erleben und was wir daraus machen.

@ Mariala: Darf ich dich hier fragen, wie es dir geht nach deiner Prüfung? Ich hoffe sehr, du fühlst dich erleichtert und auch glücklich – mit Endorphinen im Blut lässt sich’s doch leben. ;)

Das sind edle Pläne, wenn du daran arbeitest, deine Ängste zu überwinden. Denn sich für einen geliebten Menschen freuen zu können, ohne Eifersucht zu empfinden, halte ich schon für möglich, aber nur dann, wenn derjenige sich entsprechend verhält.

Wenn uns ein geliebter Mensch ignoriert oder verletzt oder wir uns ausgenutzt fühlen, wie soll man sich dann für ihn freuen können? Das Gefühl der Missachtung lässt uns wertlos erscheinen – vll ein Trauma aus Kindertagen? Jeder hat doch als Kind irgendwann Zurückweisungen erlebt, so etwas prägt bestimmt ein Leben lang.

Lieber Miomei, jetzt hab ich deinen Thread mit so vielen Gedanken zugespamt :) ) bitte verzeih!

Ich wünsch euch allen eine gute Nacht :schmatz:

#45
So, bevor ich mich mal für heute ins Bett verkrieche ein kurzer und nicht sehr rühmlicher Ausgang der Party. Grillcat wird mich bestimmt dafür vierteilen, aber irgendwie hatte ich es in dem Moment nicht unter Kontrolle....

Ich war auf der Party und hatte schon 2-3 Bier getrunken, als ich meine Ex traf. Sie hielt mich an und wollte kurz klären, was sie mit meinen Sachen machen sollte und es entwickelte sich ein Gespräch....es ging nicht anders..naja...vorher hatte ich sie immer versucht zu ignorieren. Sie erzählte, dass sie nun in Frankreich zu Ende studieren wird, dann eine Weltreise macht und dann entschlossen hat, wieder nach Hause!!! zurückzukehren, weil sie ihre Familie zu sehr vermisst...sie sieht es nun als Fehler in Frankreich studiert zu haben und will einfach nur nach Hause. Meinte auch, dass in der Zeit als wir zusammen waren, wohl für sie persönlich das schlimmste Jahr war...auf keinen Fall wegen mir, sondern wegen ihrer Situation und das wir uns wohl nur zur falschen Zeit getroffen haben...Sie wisse wie ich mich fühle, da sie ja auch abgewiesen wurde.

Sie meinte nur "Ich bin immer nur aufrichtig zu mir selber gewesen" und "Ich fühle mich sehr schuldig"..."Ich glaube Menschen verlieben sich leicht in mich, aber ich glaube ich bin nicht leicht in der Liebe"

Naja, nach ein paar Minuten passierte es dann - all der aufgestaute Schmerz brach aus mir heraus, ich brach vor ihr zusammen, zitterte und weinte. Sie tröstete mich und hörte mir einfach zu und war noch sehr verständlich. Das war der Moment wo bei mir einfach nur der Schmerz und ein paar Vorwürfe raus mussten...all das wo sie die letzten Monate nichts mitkriegen sollte...aber es immer da war. Sie hörte nur zu.

Das 2te Mal passierte es leider dann so eine halbe Stunde später, als ich realisierte wie fern sie von mir ist und dass es für sie abgeschlossen ist - ich kam mir vor wie ein Psycho - ich musste weinen und mir war schlecht, als ob ich mich gleich übergeben müsste - sie stand daneben.

Beim 2ten Mal war ihr die Sache unangenehm bzw. sie war sogar verärgert, denn ich muss gestehen, dass ich sie irgendwie nicht richtig gehen lassen konnte und sie fühlte das das Trösten beim 1ten Mal reichne musste...da merkte ich noch, wieviel Nähe ich noch habe...

Naja, nun bin ich wieder im Wohnheim und werde ne Runde schlafen, da es diese Nacht nur zwei Stunden waren. Kein sehr schönes Kapitel, vielleicht hat es wenigstens etwas Hoffnung vernichtet....denn wir haben uns wohl beide noch etwas mehr voneinander entfernt!

Weiss nicht, was richtig und falsch ist...war es falsch?

#46
Lieber Miomei,

Es war nicht falsch, denn Du konntest in diesem Moment nichts anderes tun. Du bist sehr verletzt und das äußert sich auch körperlich, mit Zittern, Weinen usw. Ich selbst habe zum Beispiel in den Wochen nach der Trennung fast nichts mehr essen können, es war furchtbar!

Und der Tag, an dem er mir sagte, dass es aus ist, wird mir ewig in Erinnerung bleiben: Wir waren auf einem Friedhof als er es mir sagte, ich habe hemmungslos geweint, mich auf den Boden geworfen, Sachen durch die Gegend geworfen... es war unglaublich. Schlimmer als ich in diesem Moment kannst Du nicht gewesen sein. Und ich glaube, dass meine Art in diesem Moment aus mir herauszugehen keinen schlechten Eindruck auf ihn gemacht hat – es zeigt ja nur, wie sehr man jemanden liebt.

Deine Exfreundin kann ruhig wissen, wie viel sie Dir bedeutet und wie schmerzhaft alles für Dich ist, immer noch. Aber helfen wird sie Dir nicht können, denn auch wenn sie Dich tröstet, Du weißt ja doch, dass das nur für den Augenblick sein kann.

Weißt Du was ich glaube? Ich glaube Du brauchst erst einmal ganz viel Ruhe, Du siehst sie noch viel zu oft. Ich selbst hatte jetzt sehr lange Ruhe und es hat mir wirklich gut getan. Ich habe zwar auch wieder einen Zusammenbruch erlitten als ich meinen Exfreund mit anderen Mädchen gesehen habe, aber es wurde schneller wieder besser, als ich gedacht habe. Mein Exfreund ist im Moment irgendwie wie ein Geist für mich, nicht richtig real aber doch irgendwie immer da. Wie ich mit der Bewältigung weitermache weiß ich noch nicht, aber da ich mich in nächster Zeit sowieso einer Psychoanalyse unterziehen werde, denke ich, dass ich genug Gelegenheit zur Verarbeitung finden werde.

Ich hoffe, dass es Dir heute Abend etwas besser geht! Höre auf mich und mache Dir einen Tee und schaue einen schönen Film an (etwas Lustiges, das hilft immer).

Ganz liebe Grüße

:trost:

Mariala

#47
So, ein Tag ist mal wieder vorbei, hier scheint die Sonne, aber es ist relativ kühl. Ich werde dann erstmal ne Runde spazierengehen. Habe noch ne Mail von meiner Ex gekriegt (hatte ihr nach dem Zusammenbruch nur kurz geschrieben), wo sie nur meinte, dass sie zu der ganzen Sache nicht viel zu sagen hätte - nur das es wohl alles so geschah, wie es sollte. Der zukünftige Kontakt hängt allein von mir ab.

@Mariala

Ja, ich konnte nicht anders, aber ich wollte wohl auch nicht anders. Ich befinde mich gerade in einem Zustand, wo ich mich abhalten muss, sie nicht zu kontaktieren....Warum eigentlich? Das Problem ist, dass bevor Schluss war ich noch ein schönes Geschenk für sie gebastelt habe, was ziemlich persönlich ist - nun weiss ich nicht, ob ich es ihr jetzt geben soll - als Abschluss, denn ich will es auch nicht wegschmeissen oder hier haben. Andererseits, wenn ich warte, bis ich es ihr gebe, dann stürze ich vielleicht wieder ins Gefühlschaos. Ich weiss es nicht. Zur Zeit fehlt mir vor allem jmd. mit dem ich tiefe, verständnisvolle Gespräche führen kann und der das mag, denn davon gibts hier nicht soviele oder sie verstehen mich nicht. Das war wohl für mich und meine Ex mit das intensivste...der Entzug ist nun hart.

@Lisabel

Naja, ja, wahrscheinlich bedauer ich mich zu sehr...bzw. bin einfach kreuzunglücklich. In solchen Momenten will ich dann nur noch mit jmd. reden oder ins Forum posten, realisiere aber auch, dass mich das abhängig von anderen macht - ich mich quasi also nicht selber heile.

Ich habe mich leider schon zu sehr hängen lassen bzw. bin allein nicht so ein aktiver Mensch. Sobald ich zwei oder mehrere Personen bei mir habe, bin ich der beste Motivator irgendetwas zu tun, aber alleine häng ich ziemlich ab. Ich brauche da irgendwie noch jmd....die Lethargie habe ich schon erreicht, aber ich versuche ihr immer zu entgehen...d.h. ich zwinge mich zum Einkaufen, zum Sprachkurs, nett zu den Menschen zu sein und bis jetzt noch früh aufzustehen. Sport habe ich in den ersten 2 Wochen vergeblich versucht zu organisieren, aber da es nicht klappte, merke ich, wie ich es ad acta lege bzw. mich einfach daran gewöhne - Alltagstrott.

Lisabel, ich habe das komische Verhalten, dass ich trotz all den Wunden die mir meine Ex zugefügt hat, ich immer noch für sie da sein will, wenn es ihr schlecht geht. Fühl mich da zu sehr als Samariter...ich versteh das nicht...ich bau sie da immer noch auf und wünsch ihr alles Gute für die Zukunft...komischer Charakter...wie ein Märtyer *g*

@Grillcat: Würde mich mal interessieren, was du zu meinem Zusammenbruch (weiter oben gepostet) meinst?

Auf alle Fälle hoffe ich, dass ich die Sache bald abschliessen kann, aber ob mir das in Frankreich gelingt? Euch allen einen schönen Sonntag!

Miomei

#48
Lieber Miomei,

manchmal entdecke ich Sätze, die mir aus dem Herzen geschrieben sind. Ob es eine Hilfe, eine Erleichterung ist, wenn man Gemeinsamkeiten in den Postings findet?

So auch dein Satz über die Hoffnung, für jemand da sein zu dürfen trotzdem man verletzt und weggestoßen wird. In der Theorie weiß man, dass dieses Helfersyndrom selbst schadet, in der Realität führt es aber dennoch dazu, dass man sich wohl fühlt, wenn man gebraucht wird.

Auch wenn mein Rat wieder nur die blanke Theorie sein kann:

Das Einzige, das du dringend machen musst, ist dich zu befreien: langsam, Schritt für Schritt. Der erste wäre die Erkenntnis: du kannst niemanden retten.

Du kannst dich bemühen, ein gutes Vorbild, ein Beispiel zu sein, selbstlos sein und viel mehr geben als nehmen, doch was der/die andere davon annimmt und daraus macht, kannst du niemals steuern. Es kann selbst nach jahrzehntelangen gemeinsamen Jahren so sein, dass der Partner sich plötzlich ganz anders verhält und Aktionen setzt, mit denen niemand rechnete: so als ob er/sie all die Jahre nichts gelernt hätte, als ob alles umsonst war.

Du kannst niemanden retten! Eine Verbindung, die funktionieren soll, KANN nur mit zwei gleichwertigen Menschen passieren, die voneinander lernen wollen, die die gleichen grundlegenden Wünsche und Bedürfnisse haben, die sich einig sind und die einander nicht verletzen.

Der zweite Schritt wäre, sie nun endlich gehen zu lassen. Es gibt noch vieles Unbesprochene, noch so viel Ungesagtes? Sag es - aber sag es nicht ihr. Du kannst dich auch von ihr verabschieden, ohne dass sie dabei ist. Das ist oft sogar besser.

Kündige diese emotionale Abhängigkeit, schneide dieses sprichwörtliche Band, das euch noch immer verbindet, durch und verliere das andere Ende aus den Augen.

Wenn du wirklich bereit bist, dich zu befreien, dann wäre -meiner Meinung nach- der Umgang mit diesem letzten Geschenk eine gute Übung.

Wozu willst du es ihr schenken? Welche Bedeutung hätte es für sie? Ein Mahnmal für ihr schlechtes Gewissen, das sie in einer Ecke verstauben lässt, um es nicht betrachten zu müssen - wenn sie es überhaupt annimmt und wenn sie es nicht gleich im Müll entsorgt?

Ich kann dir nur sagen, was ich an deiner Stelle damit machen würde:

So etwas wie ein Befreiungsritual. Ich würde mir eine ruhige Stelle und eine Tageszeit suchen, die mich am meisten anspricht, und dann würde ich dieses Geschenk verbrennen. Und während die Flammen lodern, würde ich mich von ihr verabschieden. Es laut vorsagen. Gesprochene Worte haben eine größere Wirkung als Gedanken.

Sag "ihr", du lässt sie jetzt los - du lässt sie gehen - in deinen Zukunftsplänen wird sie keine Rolle mehr spielen.

Ich wünsch dir sehr, das funktioniert, Miomei und du bist ein Stück freier! :trost:

Alles Liebe von

#49
danke lisabel, dein Posting tut gut und schmerzt zugleich...jetzt wo sie so nah scheint, ist sie doch so weit weg...zu realisieren, dass ich jetzt das bin, was sie sich so sehr vor 5 Monaten wünschte...hier....und doch so weit weg....ich muss weg kommen von ihr, leider hat sie auf der Party wieder einmal gesagt: "Du warst nicht da in meiner schlimmsten Zeit - wo ich dann meine Entscheidungen traf" *aua* - immerhin hat sie mir dann angeboten "Wenn du willst, treffen wir uns nicht mehr bzw. ich sage dir wann ich hier bin, damit wir uns nicht sehen müssen" - hm?

Naja und das mit dem Helfersyndrom ist irgendwie mein Typ - gefällt mir selber nicht. D.h. für andere koche ich, selber esse ich kalt. Wenn ich eine Party veranstalte, soll sie möglichst perfekt sein, ich will das andere glücklich sind und mache auch gerne schöne Geschenke...hm...

hab ich ihr zuviel geholfen?

Akzeptieren ohne Nachzufragen....

Das Leben ist schön...

#50
Hi!

Um gleich auf deine Frage zu antworten....ich verstehe, dass deine ganzen Emotionen auf der Party herausgebrochen sind..., es ist nur menschlich!!

Das ist aber auch das was ich mit...."bist du der Mann, der Liebe geben kann" meinte!

Du sagtest, beim 2ten Mal an dem Abend hast du gespürt, dass sie das ganze anfing zu nerven. Was erwartest du? Sie hat mit dir abgeschlossen, egal, was sie noch sagt. Klingt es für dich nicht auch mehr nach Ausrede, wenn sie dir sagt, du hättest "sie" nicht leiden sehen - und gleichermassen, was für eine bescheuerte Entschuldigung - ?

Aber es geht nicht um sie, sondern um dich. Das du dich in deinen Gedanken immer noch um sie kümmern willst, liegt an der Hoffnung die du noch in dir trägst. Nocheinmal ihr HELD zu sein! Du kannst die Gedanken um und über sie nicht abschalten, aber du musst versuchen sie zu lenken. Mach dir bitte klar, sie hat es beendet. Du hast bisher alle deine Entscheidungen für sie und mit ihr getroffen.

Sie hat es dennoch beendet! Ich will keinen Zorn gegen deine Ex-Freundin schüren, aber ich möchte dir die Augen öffnen.

Du sitzt nun in einer fremden Stadt in einem fremden Land und hast Liebeskummer!

Du warst bereit so unendlich viel zu geben, sie war aber nicht bereit es anzunehmen. Das tut weh! Wann willst du damit anfangen mal an dich zu denken?

Wenn du dich nicht beherrschen kannst, solltest du den Kontakt vermeiden. Es bringt nichts. Es ist schon dumm, dass du dich so wenig ablenken kannst, doch du solltest es wenigstens versuchen. Fang an dich für andere Menschen zu interessieren. Du wirst dabei viele neue Entdeckungen machen!

LG

Grillcat

#51
@Grillcat:

Was meinst du mit:

"Klingt es für dich nicht auch mehr nach Ausrede, wenn sie dir sagt, du hättest "sie" nicht leiden sehen - und gleichermassen, was für eine bescheuerte Entschuldigung - ?"

Weiss nicht was du damit sagen willst ;)

#52
Aus deinem ersten Posting;

Sie hätte ihn so sehr vermisst, dass sie zusammengebrochen ist....

Tatsache ist, sie hat einen anderen kennen gelernt und sich gegen dich entschieden. Warum auch immer...Fernbeziehungen sind eben nicht einfach, gerade wenn man sehr jung ist.

Akzeptier die Tatsache, dass du immer noch die Chance hattest, dich gegen ein Auslandssemster zu entscheiden. Aber nein, du bist hin, Hoffnung im Kopf.

Nimm es hin, das ihre Liebe zu dir nicht so tief war, wie du es hier vorstellst, denn ihre Reaktionen sind doch mehr als eindeutig. Je eher du das akzeptierst, desto schneller geht es auch wieder bergauf. Zusammenbrüche und Heularien helfen dir aus deinem Loch in diesem Zusammenhang nicht raus. Sie will nicht mehr und basta!

Sie empfindet dich doch bereits als "störend" in ihrem Leben. Akzeptier das, und wachse daran.

LG

Grillcat

#53
Lieber Miomei,

Ich bin leider sehr beschäftigt und kann Dir wieder einmal nur schreiben, dass ich an Dich denke...

Ich hoffe, es hilft ein wenig ;)

Ganz liebe Grüße,

:schmatz: Mariala

#54
Hi,

hm...ich sehe das auch so...es gibt Momente, da will ich einfach nur loslassen und fühle mich freier. Das sind vor allem die Momente, wo ich vorher gute Momente hatte quasi also Lebensperspektive gesehen habe. Dann gibt es einfach noch die vielen Momente, wo ich meine Ex irgendwie einfach nichtgehen lassen kann. Erst heute hat mir wieder jmd. davon erzählt, dass viele seiner Feundinnen wegen ihres Freundes ins Ausland gehen, da gings mir dann nicht so gut. Ich habe einen schönen Vergleich gefunden, was hältst du davon?

"Es geht uns wie dem Affen in dem Gleichnis von der Affenfalle, die eine Kokosnuss ist, in die ein Loch gebohrt wird. Die Öffnung ist gerade groß genug, damit ein Affe seine Pfote hineinstecken kann. In die ausgehöhlte Kokosnuss stecken die Jäger dann ein paar Affenleckerli. Der Affe kommt, riecht, greift - und steckt fest. Denn seine um die Leckereien geschlossene Faust ist zu groß für die Öffnung. Er ist gefangen. Er könnte sich befreien, wenn er auf seine Beute verzichtet. Er müsste nur loslassen. Aber genau das kann der Affe nicht."

Ich Affe *g* Loslassen geht nicht so einfach, wir versuchen es durch Distanz oder durch Nichtmelden, d.h. man kann nicht einfach sagen, SO ich lasse jetzt los, sondern man muss etwas dafür machen. In meinem Falle sähe das wohl so aus sie nicht mehr zu kontaktieren und wenn Gedanken über die "schöne" Vergangenheit kommen, diese wegzuschieben, durchzuatmen und an was anderes zu denken. Vor allem kein "Was wäre wenn" oder "Warum?"...

Hm....weiss gar nicht, wie ich mich im Moment fühle...ich schlaf erstmal drüber! Hänge da schon fest...vor allem wenn mich ferne Kommilitonen fragen, die nichts von der Trennung wissen, wie es meiner Ex geht (also nicht weil es sie wirklich interessiert), sage ich nichts gross - zum einen weil es weh tut, zum anderen weil ich mich irgendwie "schäme" bzw. als Versager denen gegenüber fühle...

#55
Hallo Miomei,

es gibt auch in meiner Umgebung Menschen, die nicht wissen, dass ich schon lange geschieden bin und fragen, wie es meinem Mann geht.

Und ich sage dann oft "Danke, gut!" Es geht doch niemanden etwas an.

Nur manchmal tut es schon auch gut, zu erzählen, was alles los war – mir selber tut es gut, nicht den anderen. Die sind meist entsetzt oder sie sind belustigt, aber verstehen tut's nicht wirklich einer, kann man auch nicht erwarten.

Dein Beispiel mit den Affen ist sehr anschaulich, doch darf ich eines ergänzen: der Affe weiß nicht, was er da tut. Denn in dem Moment, in dem die Erkenntnis käme, wäre er einen reifen Schritt weiter und könnte endlich so handeln, dass er sich nicht mehr selbst schadet.

Diese Erkenntnisfähigkeit traue ich dir zu. Ich bin ganz zuversichtlich, dass es eines Tages gelingt, dir laut vorzusagen "Ich lasse jetzt los", um es dann auch wirklich zu tun. Wir können nach unseren Gedanken und Vorstellungen leben, wir können unser Schicksal bewusst beeinflussen, uns selbst manipulieren, wenn du so willst. Worte haben Kraft und Macht. Der "Affe" weiß das sicher nicht.

Alles Liebe :trost:

#56
Hallo ihrs,

was soll ich sagen...fühle mich so komisch, ich weiss einfach nicht, was an der ganzen Sache richtig und falsch ist bzw. was an mir nun richtig und falsch ist. Ich habe das Bedürfnis einer Aussprache fernab von jedem Trubel, weiss aber das es auch falsch sein könnte. Ich habe sie, bevor ich nach Frankreich kam, 4 Wochen ignoriert - mit dem Resultat, dass ich hier trotzdem oder gerade dsw. tief fiel....so als ob einfach die Gefühle für 4 Wochen still standen, aber nicht weniger wurden.

Ich habe Angst das ich wegen der Sache meine Zukunft verschlechtere, gleichzeitig packe ich es aber nicht wirklich an, sie wegzuschieben.

Ich habe gedacht, es wäre besser geworden...seitdem ich hier bin, weiss ich es besser...hm..ich fühle mich so abhängig und es schmerzt, dass mir das vorher nie bewusst war. Mir fehlt hier jmd. mit dem ich persönlich darüber reden kann...

vielleicht sollte sie mich mal richtig zusammenschreien und von sich aus sagen, dass sie mich nie mehr sehen will, dass überlässt sie aber schön mir...ist absoluter Nichtkontakt die Lösung - oder verschleppt man dann nur Ungesagtes?

Keine Ahnung - sollte wohl mal mit Arbeiten anfangen, das wäre ein Anfang! Sprachkurs habe ich morgen, aber da sitzen 10 Spanier mit drinnen *grummel*...mein Gehirn spielt mir zuviel Streiche, dass ich noch so schnell an sie denke...

Ein kleiner Erfolg für heute ist, dass ich den Kommilitonen meiner Ex aus den Weg gegangen bin. Vor allem weil ich mich nicht vor denen rechtfertigen will und es weh tut - da sie mitverwantwortlich für unser Zusammenkommen waren.

#57
Lieber Miomei,

Jetzt habe ich Dir schon lange nicht mehr geschrieben... tut mir leid, ich bin sehr beschäftigt, weil ich mich gerade um meine Schwester kümmere.

Aber jetzt habe ich das Bedürfnis Dir zu schreiben, weil ich mich in letzer Zeit oft genauso gefühlt habe wie Du. Du bist gerade in einem ganz ähnlichen Stadium der Trennung, auch wenn unsere Situationen sehr verschieden sind, glaube ich, dass wir ähnlich fühlen. Wie oft habe ich mir in letzter Zeit überlegt, ob ich nicht noch einmal eine Aussprache suchen soll. Doch ich habe gemerkt, dass ich im Moment nicht bereit bin, dafür meine Kraft zu investieren – und es kostet verdammt viel Kraft, sich einem direkten Treffen auszusetzen, denn wenn ein vernünftiges Gespräch zustande kommen soll, muss man sich schon ziemlich beherrschen. Meine Kraft brauche ich im Moment dafür, mir selbst Gutes zu tun.

Daher habe ich einen Brief geschrieben, ich denke, ich habe es schon einmal erwähnt. In einem Brief kann es nicht passieren, dass man plötzlich in Tränen ausbricht und man hat viel Zeit das zum Ausdruck zu bringen, was man fühlt. Man kann sich immer wieder mit diesem Brief beschäftigen, praktisch mit ihm in einen Dialog treten. Das kann ein ganz guter Ersatz sein für die Gespräche, die man so vermisst.

Ich muss dazu sagen, dass ich den Brief bis jetzt nicht abgeschickt habe und dass ich mir nicht sicher bin, ob ich es noch mache.

Wenn ich ihm den Brief aber gebe, dann denke ich mir folgendes: Wenn er auf den Brief nicht reagiert, dann ist er nicht der Mensch, für den ich ihn immer gehalten habe. Das habe ich für mich jetzt festgelegt. Vielleicht wird es funktionieren, wer weiß?

Und Du, Miomei, vergiss nicht, dass Du lernen musst, Dir selbst etwas Gutes zu tun! Ich habe wieder angefangen, auch etwas für mich ganz alleine zu kochen – man muss es sich einfach wert sein, sage ich mir.

Ich drücke Dich :trost: , wenn Dir mal die Decke total auf den Kopf fällt kannst Du mich ja einladen, ich war schon lange nicht mehr in Frankreich ;)

Liebe Grüße,

Mariala

#58
Hallo Mariala!

für heute bin ich müde, etwas zu schreiben...bin wieder in mein kleines Loch gefallen und suche gerade die Leiter zum rauskommen. Es gibt hier Postings, die helfen mir und Postings die sind nicht gut. So schrieb gerade einer, dass meistens nach einem Jahr sich die Verliebtheit ändert und es in Liebe übergehen kann...hm und da frage ich mich, warum ich ausgerechnet in der Phase nicht da war..naja...denk halt immer noch so oft, das ich es hätte verhindern können...das ein kleiner Auslöser für alles verantwortlich ist in der Welt....Einmal Gehirnwäsche bitte...aber gründlich!

Heute kam ein Franzose auf mich zu und wir unterhielten uns. Er fragte mich auch direkt, warum ich die Dinge so schwarz sehe und da fiel mir das auch erst auf. Ich versuche mir hier immer nichts anmerken zu lassen, aber es wirkt wohl doch etwas verkrampft, wie ich mich an die anderen hier ranhänge...klar, bloss nicht allein sein...

Manchmal kann und will ich es nicht wahrhaben. Ich meine, das Ganze wirkt so unreal...meine Ex verliebt sich in einen anderen, stösst mich weg, der andere will sie nicht mehr, sie will aber auch mich nicht mehr zurück und plant eine ganz andere Zukunft...das klingt so bestimmt, so schicksalhaft....am Ende gewinnt keiner? Sie meinte nur, dass es doch nicht um gewinnen oder verlieren geht, momentan komme ich mir aber schon sehr verloren vor ;)

Ich bin da nun auch leider wieder in die Zwickmühle zurückgerutscht - da ich sie schon kontakten will (Hoffnung?), aber auch merke, dass es mit mir momentan überhaupt nicht vorwärts geht. Das war vor der Party schon besser, wo ich z.B. noch versuchte Sport hier zu bekommen. Kritischer ist, dass meine Arbeit nicht voranschreitet und mein Professor wohl bald nachfragen wird...

Heute war wohl insgesamt kein guter Tag! Was ist Selbstmitleid? Was ist wirkliches Leid? Go Life!

#59
Lieber Miomei,

Nein, Du bist nicht verloren, ich glaube sogar, dass Du in Deiner jetzigen Situation nur gewinnen kannst! Für heute gebe ich Dir eine Aufgabe, heute Abend möchte ich hier im Forum von Dir UNBEDINGT etwas Positives lesen. Jeden Tag passiert etwas Positives, wir übersehen es nur meist und heute sollst Du wirklich einmal darauf achten!

Gestern zum Beispiel hast Du Dich mit einem Franzosen offensichtlich über Deine Probleme unterhalten, Du hast jemanden gefunden, mit dem Du darüber reden konntest. Das ist doch schon sehr viel!

Und nein, Du hättest es wohl NICHT verhindern können... hätte, könnte, würde – solche Worte helfen uns hier nicht weiter, das weißt Du doch. Ich möchte lieber wissen, was Du jetzt tun KANNST! Und du kannst eine ganze Menge, da bin ich mir sicher! Dass Dir die Arbeit schwer fällt kann ich gut verstehen, mir ging es ja mit dem Lernen nicht anders... aber es gab andere Dinge die mir Freude bereitet haben und diese halfen mir dann, immer wieder die Kraft zu finden, mich von Neuem aus dem Loch zu hieven.

Viel Kraft wüsche ich Dir für den heutigen Tag!

:schmatz: Mariala

#60
Hallo Miomei,

diese Idee darf ich ganz begeistert aufgreifen:

Lektion für heute: wir suchen nur nach positiven Erlebnissen! Dahinter steht, sich selbst am Schopf zu packen und in die Motivationsecke zu hieven, das gefällt mir. Es gibt keine schwarzen Löcher mehr … wer hat die nur erfunden? ;)

Deine Überlegungen sind natürlich verständlich. Es hat -zugegeben- seinen Reiz, den Konjunktiv zu drehen und zu wenden und in Gedanken die Geschichten zu leben, die es niemals geben wird.

Dieser Übergang von Verliebtheit zur Liebe: ich darf dich trösten, das ist nicht immer so. Ich glaube vielmehr, dass jede neue, frische Verliebtheit einmal -ganz von selbst- an einen Punkt kommt, da gibt es nur noch zwei Möglichkeiten: entweder die Verbindung vertieft sich oder die beiden gehen auseinander. Es gibt nichts dazwischen, außer man zieht es künstlich in die Länge. Und davon hat keiner etwas.

Was immer du jetzt überlegst und träumst: du hättest nichts anders machen können, es ist so gekommen, wie es kommen musste. Ich bin mir sicher, auch wenn du da gewesen wärst, wäre es früher oder später zur Trennung gekommen. Es hat nicht sollen sein, denn sonst hätte es sich ergeben, ganz ohne dieses Wenn und Aber. Liebe lässt sich nun einmal nicht planen. Leider - oder Gott sei Dank?

Viel Vertrauen in deine Zukunft wünsch ich dir. Vertrauen, dass sich die Dinge ereignen, ohne dass du sie krampfhaft suchen musst. Versuch dich bitte zu entspannen und locker an die Dinge heranzugehen, auch was die Arbeit betrifft.

Probiere es doch einfach aus, ganz wie Mariala sagt: geh hinaus und lass alles auf dich zukommen, schaue, beobachte, sei aufmerksam und staune. :]

Alles Gute :trost:

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